Müdes Comeback: Bayern schlägt Union “auswärts” mit 2:0

Daniel Trenner 17.05.2020

Falls Ihr es verpasst habt

Die Liga hatte es doch tatsächlich geschafft: Als allererste große westeuropäische Profiliga haben sie der Bundes- und den verschiedenen Landesregierungen die Erlaubnis abgerungen, wieder Fußball zu veranstalten. Los ging es “auswärts” vor leeren Rängen bei Union Berlin, sehr zum Leidwesen der halben Miasanrot-Redaktion.

Die Aufstellung 

Die erste Aufstellung nach der Corona-Pause barg keinerlei Überraschungen. Hansi Flick vertraute auch weiterhin seiner verdienten Rückrunden-Verteidigung aus Pavard, Boateng, Alaba und Davies, Hernández blieb weiterhin die Reservebank. Vor dem Mittelfeldduo Thiago und Kimmich erhielt Goretzka den Vorzug vor Coman, Müller wich somit wieder einmal auf die rechte Außenstürmerposition aus. Flick begründete die Aufstellung Goretzkas mit Unions Körpergröße und Kopfballstärke.

Ohne den fehlenden Trainer Urs Fischer gingen die Eisernen mit einem 3-4-3 beziehungsweise 5-2-3 ins Spiel. Arjen Robbens Busenfreund Neven Subotić verteidigte in der Kette während Unions gefährlichster Angreifer (Andersson) zunächst auf der Bank blieb, sodass der erfolgreichste Union-Stürmer auf dem Platz mit 7 Toren nun Linksaußen Bülter war. 

1. Halbzeit

Es begann durchwachsen, Bayern ließ sich auf viele kritische Zweikämpfe in der Defensive ein und kassierte gleich zwei ansprechende Torschüsse. Union agierte defensiv teilweise praktisch mit einer Manndeckung während sie offensiv immer wieder in Davies’ Raum stießen. Gegen den Spielverlauf kam Bayern um ein Haar zur Führung, doch nach einer Ecke war Müller haarscharf im Abseits (17.). Dennoch entpuppte sich diese Szene als kleine Initialzündung, denn Bayern nahm die Partie nun an, spielte mehr in die Tiefe und diagonal. Als das Ganze immer mehr bloß wie ein Zwischenhoch aussah, übersah Subotić Goretzka und foulte ihn am Strafraumrand, Lewandowski war so gnadenlos wie immer beim fälligen Elfmeter (40.). Mehr passierte nicht in der ersten Halbzeit und mit Sicherheitsabstand gingen die Spieler mit einer 1:0-Führung für Bayern in die Kabine.

2. Halbzeit 

Ohne Wechsel ging es aus der Pause. Die Partie rieb sich am hitzigen und wilden Spiel im Mittelfeld auf. Um die 60. Minute jedoch schien es, als hätte Bayern langsam die Kontrolle übernommen, sie griffen Union nun höher an. Viel Gefahr strahlten sie nicht aus, doch mit der Führung im Rücken setzten sie sich in des Gegners Hälfte fest. In der 71. Minute kamen positionstreu Andersson für Ujah, sowie Gentner für Andrich, dazu wechselte Flick Coman für Goretzka ein, Müller ging ins Zentrum. Wenige Minuten später hätte Coman gleich erhöhen können, doch nach einem langen starken Konterlauf von Gnabry entschloss sich Coman den Ball noch einmal in die Mitte zu legen, anstatt selber zu schießen. Sein Landsmann Pavard machte es in der 81. Minute besser. Er selbst holte eine Ecke heraus und köpfte sie dann auch zum 2:0 ein. Danach vergaß die halbe Mannschaft so manche Jubelregel.

Nun kamen Perišić für Gnabry bei Bayern, sowie Ryerson und Felix Kroos für Bülter und Prömel (85.). Wenige Sekunden vor Schluss dazu noch Mickaël Cuisance für Thomas Müller. Manuel Neuer musste dann noch etwas überraschend eine gute Parade gegen den jüngeren Kroos zeigen, am Endstand änderte dies nichts mehr: Im Bundesliga-Comeback besiegte der FC Bayern Union Berlin mit 2:0 und empfängt nächsten Samstag Eintracht Frankfurt.

Dinge, die auffielen

1. Fußball ohne Fans ist komisch … aber in Ordnung?

Vielen hat es vor Geisterspielern geschaudert. Der Fußball als absolutes Fan-Gut ohne Fans? Ohne Ultras? Ein Frevel sondergleichen! Es ist noch nicht ganz klar, ob es bloß der kalte Entzug von der Droge Fußball war, doch der Anfang war für mich vielversprechend. Viel besser als erwartet glich das Geschehen ohne Fans dem Geschehen mit Fans doch sehr. Die vielen wirren Rufe kreuz und quer sind zwar befremdlich und klingen mehr nach Kreisklasse mit den Kumpels als professioneller Spitzensport, doch nach wenigen Minuten hatte ich für mich die neue Realität verinnerlicht. Zwar vermisse ich die Fans -an der Alten Försterei noch mehr als anderswo- doch die Angst, das Ganze würde gar nicht mehr professionellem Sport gleichen, entpuppte sich an diesem ersten Wochenende zu meiner Überraschung als unbegründet.

2. Zurück zur Normalität

Ein expliziter Gedanke hinter der Fortführung der Bundesliga war es der Gesellschaft ein Stück Normalität zurückzugeben, nun kann man bezweifeln, ob dies auch erfolgreich sein wird, doch auf dem Spielfeld mutete alles doch ein wenig so wie immer an. Auch ohne Fans startete Union so kampfbetont und mutig in die Partie, wie Bayern fahrig war. Was tatsächlich die Wiederaufnahme des Spielbetriebs war, erinnerte an einen typischen 26. Spieltag vor einem großen Champions-League-Spiel. Inklusive des Moments des Aufwachsens nach 20 Minuten und einem zwar unzweifelhaft richtigen, aber eben auch unnötigen Elfmeters. So wie in so vielen Spielen gegen Aufsteiger machten auf einmal Spieler Dinge, die sie in anderen Partien eigentlich nie machen würden, so vertändelte Gnabry einige Male zu oft den Ball auf Höhe der Mittellinie, während Davies seine Seite erstaunlich oft offen ließ. Insbesondere auf der linken Seite, aber auch anderswo war die Staffelung selten ideal, gerade zu Beginn verließen sich die Bayern in der Defensive zu sehr auf ihre eigene Stärke und zockten sich fast zum Rückstand.

3. Ordentliche zweite Halbzeit

Nach dem Kampf in der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit, stabilisierten sich die Bayern in der zweiten Hälfte auf ausreichendem Niveau. Gegen Union reichte es, dass dann Gnabry und Davies zielstrebiger und erfolgreicher angriffen, dass Pavard eine rundherum gute Halbzeit spielte und dass die Mannschaft als Gesamtverbund Union entschlossener und erfolgreicher hoch anlief. Einen Aufsteiger schaffte man es so fast die ganze Hälfte über bei null Torschüssen zu halten, doch es war auch nicht viel mehr als das berüchtigte Pferd, welches nur so hoch springt wie es muss. Die Entscheidung kam spät durch eine Ecke, aus dem Spiel gelang kaum etwas, sogar das erste Abseitstor war ja ebenfalls ein Standard(nicht)tor. Auch ein Matchwinner wie Goretzka konnte insgesamt wenig Werbung für sich sammeln, denn wirklich viel gelang ihm abseits des rausgeholten Elfmeters nicht.

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  1. Geisterspiele? Für mich kein Problem. War mir aber schon vorher klar. Da hätte auch noch Helene Fischer singen können, wäre für mich auch o.k. gewesen.
    Davon abgesehen war ich wirklich angenehm überrascht. Mehr Fußball pur geht fast nicht. Kaum noch Spielpausen, wenig Schauspielerei, wenig Gemecker, kein Gerudel. Sehr interessant auch die Kommentare auf dem Spielfeld manchmal im O-Ton mitzubekommen. Nennen wir es mal ein spannendes Experiment. Kann man gerne weiter so zu Ende spielen.

    Das Spiel? Erstmal Hauptsache gewonnen. Das war nach dieser Phase der Unsicherheit auch nicht in Stein gemeißelt. Auf dem Ergebnis lässt sich gut aufbauen. In Prä-Corona-Zeiten hätte ich das Spiel in Berlin als eines der schwierigsten eingeschätzt. Jetzt ist auch mit allen Änderungen genauso gekommen.

    Wenn man die Umstände mal außen vor lässt und nur das Spiel bewertet, war das wirklich zähe Kost. Im Grunde ist uns über die 90 Minuten nichts eingefallen um Union ernsthaft ins Wanken zu bringen. 2 Standards o.k. Weitere Chancen? So gut wie nichts. Als bei Union nach einer Stunde die Kräfte sichtbar nachließen wirkte es etwas souveräner, aber eine überzeugende Struktur hatten wir auch da kaum. Defensiv am Anfang auch ziemlich wacklig. Da sorgte fast jeder lange Ball erstmal für Alarm. Das hatte wir nach 15 Minuten dann so ziemlich im Griff. Das war dann auch das Positive, dass wir hinten fast gar nichts mehr anbrennen ließen.
    Kann man so auch mal zufrieden sein. Wenn man schon nicht glänzen kann, dann einfach mal humorlos das Spiele nachhause bringen.

    Etwas seltsam fand ich, dass wir fast völlig ohne Flügel gespielt haben. Gnabry und Müller meistens eingerückt, die aufgerückten Verteidiger entweder zu spät, oder isoliert. So hatte Union eigentlich nie ein Problem das Zentrum dicht zu halten.

    Soweit so gut und jetzt kommt wieder die Phase die der neue ultimative Spannungsboost dominiert, das Warten auf Testergebnisse.

  2. So kann man es zusammenfassen. Sicherlich kein Ruhmesblatt. Das zentrale Dreieck Kimmich-Thiago-Goretzka gibt wenig Hoffnung. Da Kimmich weiter auf der 6 “schalten” darf, ist Coman außen und Müller zentral die bewährtere Variante. Doch auch insgesamt hat Flick noch einiges zu tun bis er die Startelf in die doch recht ansprechende pre-lockdown Form zurückführt.

    Positiv zu bewerten: Davies scheint seine Form insgesamt beibehalten zu haben und bei Pavard geht die Tendenz – wie die Monate davor auch – stetig nach oben.

    Nun hat die Liga noch mindestens 8 Spiele in diesem Format zu bestreiten. Es dürfte spätestens an dem Wochenende jedem klar geworden sein, dass dieser Fußball ein anderer ist. Da müssen jetzt alle durch. Am Ende ist die Meisterschaft deswegen nicht weniger wert und das war ein Schritt dazu.

  3. Perfekte Analyse. Ich fand das Spiel und den Spieltag fussballerisch recht normal. Ja, die Atmosphere ist eine andere, aber ich empfinde im nachhinein die ganze Diskussion von Wettbewerbsverzerrung doch als etwas übertrieben. Besondere Umstände ja, aber nicht in einem so grossen Masse, dass der Wettkampf in Summe als nicht mehr fair bewertet werden müsste. Ich fand den Fussball sehr pur, wenngleich die Emotionen natürlich fehlen. Es fehlen sicherlich ein paar Prozente, aber nach Kaltstart sah das Ganze keineswegs aus.

  4. Müller auf rechts war mal wieder ein nicht sehr überzeugender Versuch. Flick hat ein Argument dafür geliefert (Körpergröße/Kopfballstärke), warum Goretzka auf der 10 spielt und Müller auf rechts, aber das Spiel hat gezeigt, dass die Idee zumindest offensiv nicht gezündet hat. Der 10er-Raum war zu viel verwaist bzw. wurde zu wenig bespielt. Mit Coman wurde das Spiel nochmal besser, weil wir nun auf beiden Flügeln Tempo und Durchschlagskraft hatten. Goretzka wiederum konnte seine Kopfballstärke in den Zentrale auch kaum ausspielen, wenn denn mal Flanken von außen kamen.

    Insgesamt war es dann ein mühsames Spiel, aber es waren diese Saison auch schon andere Mannschaften in der alten Försterei, die auch nicht überzeugen konnten. Insofern noch alles ok, gerade nach dem Neustart nach langer Pause. Hoffentlich wird es aber bei uns noch etwas dynamischer und konzentrierter, denn gegen Dortmund, Leverkusen oder Gladbach muss da noch mehr Biss und spielerische Qualität rein.

    Was die Kulisse angeht: die ganzen Schauspielereien und das permanente Reklamieren ist weg. Alleine dafür lohnen sich die Geisterspiele. Schade, dass es mit Zuschauern nicht ohne solche Jammereien geht, denn dass alle sich wie echte Sportsleute verhalten können, war ja jetzt schön zu sehen. Und bis auf die Berliner der Hertha haben sich auch alle Teams recht ordentlich an die Vorgaben gehalten.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wie soll eine Mannschaft den “10er-Raum” bespielen,bei einem Gegner der in einem 5-4-1 spielt ?
      Das ist doch überhaupt kein Platz !

      1. Zwei Antworten dazu: Erstens muss der Ball dennoch ab und zu dahin, um ihn dann auch wieder in die Halbräume oder nach außen zu spielen, um so Platz für die Außenspieler zu generieren. Zweitens kann man den Raum auch bespielen, wenn man sich dann schnell dort durchzukombiniert. Das ist alles nicht supereinfach, aber Goretzka ist nunmal auch nicht technisch so versiert, um ihn in diesem Raum bei dieser Konstellation zu bringen. Den One-Touch-Fussball verkörpert er ja nicht gerade. Müller ist dort schon besser aufgehoben, weil er die Bälle schneller ablegt und den Mitspieler auch findet.

  5. Mir gefällt der Gedanke.

  6. Ich könnte mir vorstellen, dass jetzt “Trainerstrategen gefragt sind. Eigentlich sollte heute ja nicht der “erste” Spieltag nach der Corona-Pause stattfinden, sondern der letzte bzw. vorletzte der regulären Saison. D.h. alle bisherigen Trainingspläne, Konditionsstrategien etc. sind hinfällig. Jetzt haben wir die nationale Bundesliga und danach – wohl, hoffentlich – eine “Ersatz-Champions-League”, und das Training muss auf beide Wettbewerbe ausgerichtet werden. Wie geht man als Coach damit um? Für den BVB bleibt nur noch der Meistertitel – sollte im Juli / August 2020 noch international gespielt werden sind die nur Zuschauer. Für Bayern dürfte es dagegen neben der Meisterschaft vor allem um den Henkelpott gehen – man darf ja mal Hoffnung haben dass die Schiedsrichter anders pfeifen wenn gegen Real die Ränge leer sind.

    Wenn Bayern heute ein “Feuerwerk” abgebrannt hätte, wäre das gar kein so gutes Zeichen gewesen. Den aktuellen Spieltag kann ruhig der BVB “herzensmäßig” für sich entscheiden. Wenn wir demnächst in Dortmund ein Unentschieden holen und dann von Spieltag zu Spieltag besser werden, sollte alles nach Plan laufen.

    Ach ja, auch Rasenball spielt ja weiter Champions League .. die haben vielleicht auch noch nicht alles gezeigt was sie auf der Pfanne haben.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Man könnte meinen das es ein Vorteil für uns ist keine CL Spiele und damit weniger Belastung bis Ende Juni zu haben.
      Auf der anderen Seite starten EPL Serie A und LaLiga wohl erst Mitte Juni.
      UEFA hat ja schon gesagt das wenn überhaupt die CL nicht vor Anfang August anfängt.
      Ob ein 4-5 Wochen Leerlauf gut für uns wäre darf man zumindest bezweifeln.
      Vielleicht machen wir Freundschaftsspiele im Juli zB gegen PSG BVB RBL MUFC Real Valencia Spurs LFC Inter Roma etcetcetc?
      Oder ein Mini Turnier? Nur werden die meisten ausländischen Clubs wahrscheinlich zu busy sein ihre Ligen zu Ende zu spielen(Epl 9 Spiele, LaLiga 11 Spiele, Seria A 12 Spiele).

      Also wenn überhaupt gegen deutsche und ausländische Clubs die ihre Meisterschaft beendet haben die aber evtl dann schon Urlaub machen.

      Also bleiben eigentlich nur PSG und RBL weil die auch in Saft bleiben müssen?

      1. Freundschaftsspiele gegen ausländische Teams? Halte ich dann doch für etwas realitiätsfremd.

    2. Deine Idee?
      Wie sollen wir uns denn 4 Wochen lang Match fitnhalten bis zum CL AF Anfang August?

      1. Warum soll ich da eine Idee haben? Weil Deine fernab der Realität ist? Oder denkst Du tatsächlich, dass für Freundschaftsspiele so ein Aufwand wie jetzt betrieben wird/werden kann?

        Außer Training und ggf. A-Team gegen B-Team wird wohl nix übrig bleiben, um sich auf die potentielle Fortsetzung der CL vorzubereiten. Es sei denn wir sorgen dafür dass die Mannschaft nach dem 32. Spieltag 14 Tage in Quarantäne muss und wir dann die letzten beiden Spiele erst im Juli haben ;-)

      2. Wie kann es anders sein. Wäre ja auch zuviel verlangt das etwas konstruktives kommt.
        FCB haben ihre eigene Testmöglichkeiten und benötigen keine DFL akkreditierten Labore.
        Bis dahin kann es sowieso schon etwas lockerer sein.
        MMn gibt es mehr als Training oder A gegen B sofern es die Situation dann erlaubt.
        Niemals werden wir in so einem Zustand wie gestern gesehen ohne Match Fitness in die CL KO Spiele gehen gegen Match fitte Teams.

      3. Eine Diskussion, die so sinnvoll is, wie ein Kropf – was machen eigentlich Mannschaften wie Lyon oder PSG, für die seit drei Wochen die Saison beendet ist.
        Vielleicht wartet man einfach mal ab, ob und wie welche Ligen zu Ende gespielt werden – und ob es überhaupt eine CL- Endrunde geben wird.

      4. Natürlich braucht es keine Idee. Wir mussten uns nun auch 2 Monate lang matchfit halten, ohne Spiele. Es geht anscheinend also auch ohne Testspiel. Und wieso sollte sich das für die CL nun ändern? Es wird Ligen geben, die keine Spiele mehr machen bis August, andere werden es noch versuchen, die Saison zu Ende zu bringen. Es weiß doch niemand, wie die Situation in 2 Monaten ist. Vielleicht sind andere Ligen auch Mitte Juli/Ende Juli durch und haben auch 2-4 Wochen nicht gespielt, bevor es mit der CL weitergeht (deren Fortgang ja auch noch völlig unklar ist). Oder wir brechen die BuLi auch noch wieder ab. Es ist immer wieder belustigend, wie hier Ideen reingeworfen werden, die vollkommen undurchdacht sind und dann verlangt wird, mal was Konstruktives dazu zu posten. Derzeit sind so viele Unbekannte im Spiel, dass ein sinnvolles Planen dazu einfach nicht möglich ist.

      5. Hey @anton und @ herri
        Klar ist das zzt weit weg aber Gedanken werden sie sich schon machen denn in so einem Zustand kannst Du nicht ernsthaft in ein CL VF gehen(für das AF wird es schon reichen).

        Ps und zzt sieht es nunmal kaum so aus das hier noch einmal abgebrochen werden muss.
        Die EPL wird wohl auch zeitnah einen restart Mitte Juni beschließen.

  7. Ein müdes Comeback nach wochenlanger Pause!
    Na bravo, wie war das eigentlich bei den anderen – Ein Feuerwerk in Leipzig? Über Düsseldorf decjen wir den Mantel des Schweigens genau wie über S04’s Einsatzwillen. Da tobt die Fanseele im Netz. Frankfurt zuhause, Köln nach 2:0 Führung. Augsburg
    Auch alles eher müde!
    Und ehe man jetzt wieder den Wolf analysiert – Union spielt man in der alten Försterei eben nicht einfach mal so daher.
    Da haben auch schon andere müde Kicks abgeliefert mit einem schlechteren Ende.

    By the Way – das Heimspiel in der ausverkauften Allianz-Arena endete 2:1! Übrigens durch die Torschützen Lewandowski und Pavard.
    Und letztlich war diese Pause dank fehlender Testspiele länger als jede Sommerpause. Wann hat es schon mal 9! Wochen ohne jedes wirkliche Fußballspiel für die Akteure gegeben.

  8. So wird man Meister. Wenig Konzept, kein Plan B. Dafür individuelle Klasse und zwei Standard-Tore. Und eins nach einer Kimmich Ecke. Alles wird gut :-)

  9. Ehrlich gesagt kann ich das nicht ganz so negativ sehen, Ideen waren durchaus vorhanden und ansehnliche Spielzüge waren auch dabei. Ein höheres Ergebnis war auch drin, ein paar Beispiele: Lewa stand mal einen Schritt zu weit vorne, Gnabry verpasste nur um Zentimeter, Pavard hätte mit seinem satten Schuss schon vor der Pause treffen können, und Müllers Abseitsposition beim aberkannten Tor war hauchdünn. Dass das holprig sein würde nach der Unterbrechung, konnte man wissen, ein Umstand, der ist doch hauptsächlich der schwierigen Vorbereitungssituation geschuldet ist.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ein “ist” zu viel im letzten Satz, sorry.

  10. @Daniel

    (…) Lewandowski war so gnadenlos wie immer beim fälligen Elfmeter (…) Manuel Neuer musste dann noch etwas überraschend eine gute Parade gegen den älteren Kroos zeigen (…)

    Hoffentlich ereilt Lewa nicht auch der Müller-Blues beim tänzelnden Elfer-Zocken per “Keeper ausgucken”, wenn‘s schief geht – sieht für mich wie ein unnötiger Ritt auf der Rasierklinge aus, der Schuss war m. E. schon arg lasch und unplatziert ausgeführt…

    Mitte des zweiten Durchgangs dann eine weitere exemplarische Szene auch gegen einen Underdog, warum mir das Kimmich nachgesagte “Weltklasseniveau” als RAV schon wegen seiner eklatanten Speed-Defizite schleierhaft bleibt (zumal wenn die Betonung auf V = Verteidigen liegt): Da hechelte er auf der rechten Bayern-Außenbahn Bülter hinterher, der ihn locker überlief und dessen Flanke Neuer zur Seite entschärfen musste.
    Im Zentrum gefiel er mir diesmal zumindest nach der HZ-Pause aber recht gut mit Biss im Gegenpressing sowie als agiler Antreiber und Ballverteiler nach vorne. Finde es aber nicht sehr geschickt mit Blick aufs Leistungsprinzip und die Mitspieler/Trainer, wenn Klubboss Rummenigge ihm jetzt schon die Kapitänsrolle quasi in Aussicht stellt. Süle z. B. hatte seine Startelf-Garantie (Causa Hummels-Abgang) mit Golfplatz-Plauze bei Rückkehr aus der Sommerpause “gedankt”…

    Müller mit einigen kreativen Einfällen im Kombinationsspiel im und um den Union-Strafraum herum. Er entschuldigte sich zwar für seinen Tor-“Diebstahl” beim aberkannten 0:1, ob aber der Gnabry-Kopfball überhaupt ins Netz oder doch daneben gegangen wäre?

    Ansonsten erneut ein m. E. angemessen ungeschminkter Spielbericht von Daniel, Felix Kroos ist allerdings jünger als sein Bruder Toni. ;-)

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Auf Twitter gab’s ja auch schon Diskussionen um Lewys Elfer, ich bin auch Team Ausgeguckt hierbei. Verlangsamt sieht man mMn wie der Torwart zuckt, sein Gewicht auf das andere Bein verlagert, sodass Lewandowski nur noch einschieben muss.

      Und Felix ist ja tatsächlich jünger… hatte irgendwie immer gedacht der wäre schon 32-33 und im Spätherbst seiner Karriere, völlig falsches Bild.

      1. Hab‘ den Torwart-Bewegungsablauf ebenfalls gesehen und in meine Skepsis eingepreist, denn: Täuscht der Keeper eine Sprungrichtung an, wechselt diese blitzschnell in die letztlich richtige, solange er trittsicheren Bodenkontakt hat und wehrt den Strafstoß ab, dann steht der “gnadenlos” schlaue Schütze wie ein begossener Pudel da (zumal bei einem Kullerball wie von Lewa gestern).
        So interpretiere ich übrigens auch die spitze Applaus! Applaus!-Anmerkung (nicht wörtlich) von Sky-Fuss nach dem Elfer… ;-)

      2. Problem war die Statistik. :-) Vor dem Elfer wurde eingeblendet, das Lewa alle Elfer links unten (von ihm aus gesehen) verwandelt hat. Das wusste der Keeper auch, denke ich. Ist lange stehen geblieben und wollte dann in diese Ecke. Sobald das Gewicht auf dem rechten Bein war, kam er nicht mehr weg. Lewa hat die Fähigkeit extrem lange zu warten und dann zu switchen.

      3. Denke auch das es klarer war als es letztlich in real-time aussah.
        Keeper konnte nichts mehr machen nachdem er das Körpergewicht auf dem rechten Fuß hatte.
        Wäre mMn trotzdem nicht verkehrt wenn Lewa mal andere Varianten einstreut denn sonst kann es mal kippen wie bei Müller.
        Von der Schusstechnik her kann er sicherlich die 3/4 hohen Bälle neben dem Pfosten an die nie ein keeper herankommt.

  11. Bin da eher bei @Jo und @ Sseasons
    Eigentlich aufgrund der zweiten HZ recht ordentlich aber Luft nach oben. Hätte gedacht das wir etwas spritziger uielstrebiger und dominanter rauskommen und Union richtig einschenken. Bis auf zwei Wackler standen wir aber hinten gut. Vorne waren Goretzka und Gnabry enttäuschend- wohl garnicht richtig fit. Goretzka kaum im Spiel und Gnabry mit dem Kopf durch die Wand anstatt querzulesen-obwohl er merken musste das ihm die letzten Prozente fehlen. Union war unbequem , fit,teilweise hart und eine Wettbewerbsverzerrung nicht unbedingt erkennbar.
    Der Spieltag war überwiegend interessant .
    Natürlich fehlt die Stimmung aber es ist schon interessant zu hören wer wann welche Kommandos gibt- die Mikros sollten noch besser positioniert werden damit man noch mehr hören kann.
    Wie schon gesagt sind nach Kalou die Äusserungen von Herrlich und Labbadia enttäuschend. Großes Kompliment an alle Fans besonders die ‚harten Jungs ‚ aus den Kurven , das sie sich zurückgehalten haben obwohl sie keine Geisterspiele wollten. Bitte weiter so.
    Die Buli hat ihr Renommee nochmal verbessert denn es haben ja alle genau hingesehen.
    Es wäre schön wenn man mal zu den Spielen ausgesuchtes Krankenhaus und Pflegepersonal einlädt um damit die verdiente Anerkennung auszusprechen- müsste man doch irgendwie im Konzept unterbringen können!

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Finde die Idee in deinem letzten Satz eigentlich gut, verdient hätte dieses Privileg freilich nicht nur ein “ausgesuchter” Kreis.

      Gnabry wirkte in einigen Aktionen sehr dynamisch und auch mannschaftsdienlich auf mich (etwa sein Diagonalball zu Coman auf rechts, der dann statt selber abzuschließen wieder zum knapp verpassenden Gnabry vors Tor legte).
      Im Abschluss fehlte ihm diesmal komplett die Fortune, aber den Ball immer nur weiterzuschieben zum nächsten Mitspieler bringt‘s halt auch nicht (bemängelte auch der Sky-Kommentator).
      Ich empfand z. B. eher Lewa als etwas handlungsträge.

      1. Meine mich zu erinnern das er 3-4 mal seine typischen Querläufe am 16er gemacht hatte um abzuziehen aber immer geblockt wurde. Zumindest zweimal hätte er an den freistehenden Mitspieler ablegen können.
        Egal wird schon wieder.
        Lewa war der einzige der aus einer richtigen Verletung kam. Von jüngeren Spielern wie Goretzka und Gnabry hätte ich einen besseren Fitnesszustand erwartet

      2. Bestreite nicht, dass Gnabry vielleicht zu oft mit dem Kopf durch die kompakte Union-Wand wollte. Er erzielte mit seinen Querläufen aber schon einige sehenswerte und wichtige Tore. Und ein abgefälschter Ball kann ja auch mal den Weg ins Netz finden.
        Nicht untypisch scheint mir bei Serge, dass er häppchenweise immer wieder im Spiel ab- und dann urplötzlich explosiv wieder auftaucht. 90 Minuten voll durchzuziehen ist mit seiner offenbar labilen Muskulatur seit jeher ein Problem.

        Lewa meint, sein Fitnesszustand fühle sich “besser als je zuvor” an (wenngleich dies nicht identisch mit matchfit sein muss):

        https://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/fc-bayern/2005/Artikel/robert-lewandowski-ueber-leroy-sane-bundesliga-restart-erling-haaland-ftr.html

    2. Die Idee mit der Anerkennung für das Personal im Gesundheitsbereich finde ich gut. Vielleicht kann man ja – wenn die Situation sich weiter verbessert – zumindest pro Spiel 500-1000 Leute zulassen und die dann einladen. Wobei ein Problem dann sein kann, dass auch weitere Leute zum Stadion kommen, weil es ja irgendwie irgendwo einen Einlass geben muss.

  12. @willy
    Könnte man so sehen wenn Flick nicht gesagt hätte das man den topfitten Zustand nicht verloren hatte sondern immer trainiert und so im Saft stand. Matchfitness fehlte natürlich.
    Hatte aber auch den Eindruck das einige wie Goretzka und Gnabry weit entfernt von top Fitness sind.

  13. 3 Punkte
    Alles gut :)

  14. Genau das hatte er auch vor dem Spiel angekündigt!
    Darin sind die wirklich nicht so schlecht aber letztlich hat sich unsere Spielintelligenz und schnelles Passspiel irgendwann durchgesetzt.

    Marcus Hoffmann, Co-Trainer Union Berlin: „Wir konnten den Bayern unser Spiel ein bisschen aufdrängen, so dass sie auch lange Bälle gespielt haben. Wir haben sie in viele Zweikämpfe verwickelt, haben immer wieder den Rhythmus gebrochen. Es war vielleicht nicht immer schön, aber wichtig für unser Spiel. Auch wir hatten unsere Chancen.“

  15. Bin doch recht überrascht, wie hart manch einer mit der Mannschaft ins Gericht geht. Letztendlich war zu erwarten, dass es nach ~ 2 Monaten nicht so aussehen wird wie vor der Pause. Und doch war ich positiv beeindruckt davon, wie schnell das Team in einen Spielrhythmus kam, von dem ich dann doch angetan war. Klar, die Präzision fehlte, aber man hielt gegen stark verteidigende Unioner früh dagegen, ließ sich nicht verrückt machen und kontrollierte spätestens ab der 20. Minute das Geschehen. Taktisch war das im Ansatz nah an dem, was wir vor der Pause gesehen haben. In der Umsetzung fehlte es an Genauigkeit. Zu viele Fehlpässe, zu viele Pässe, die nicht scharf genug oder zu scharf gespielt wurden und zu viele Pässe, die nicht genau in den Fuß des Mitspielers kamen.

    Ich rechne aber damit, dass das in den kommenden Wochen mit dem entsprechenden Rhythmus besser wird. Umso spannender wird es, wie schnell das passiert. Spätestens gegen Dortmund sollte es einen mindestens kleinen Sprung geben.

    Insgesamt bin ich dennoch zufrieden mit dieser ersten Leistung.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Müdes Comeback” umschreibt es aber doch recht treffend. Der Situation geschuldet war es aber in dieser Form nicht überraschend. Psychologisch für uns Fans und ggf. auch für die Spieler steht aber das 4:0 von DO im Raum, an dem man unwillkürlich das eigene Ergebnis misst. Dies wird nicht ausschließlich der Ideenarmut von S04 zu zu schrieben gewesen sein. In dieser Situation zählt zunächst einmal das Ergebnis (5€). Dass nach dem Abseitstor der Druck nicht deutlich erhöht werden konnte, schreibe ich der allgemeinen Unsicherheit zu. Von daher alles i.O.

      1. Vielleicht sieht sich mal der ein oder andere die Kommentare der S04-Fans zur Leistung ihrer Mannschaft im Derby an. Da geht es nicht um Ideenarnmut.
        Da geht es eher um ganz profane Dinge wie Aufstellung, Einsatzwille im Derby, Konzentration und ähnliches.
        Einer brachte sogar eine Zahl – ob richtig oder nicht- Freiburg sei im Spiel in Leipzig 14 km mehr gelaufen als S04 im Derby, das würde schon alles sagen.

    2. Hart ins Gericht gehen muss man mit der Mannschaft nicht unbedingt, schönreden sollte man dieses Gewürge aber auch nicht.
      Ungenauigkeiten und Fehlpässe zuhauf. Bei uns, nicht bei Union. So was sollte auch im Corona-Modus trainiert worden sein. Das Union in der ersten Halbzeit zudem wesentlich zweikampfstärker war, lässt mich schon etwas ratlos zurück.
      Am Ende wars ein Sieg der individuellen Klasse.
      Spielerisch darfs nächste Woche schon etwas mehr sein. Zeit zum trainieren haben wir ja momentan genug.

  16. Gut möglich das wenn Alaba verlängert Lucas 2021 wechseln will und wird.
    Oder dealen wir dann mit Real Lucas im Tausch gegen????
    Hakimi?

    Antwortsymbol33 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich denke, du meinst, dass Lucas bei einer Verlängerung von Alaba schon im Sommer 2020 wechseln will und wird und nicht erst 2021, oder?
      Für mich kann es im Bayernkader ab 2020/21 sowieso nur Alaba oder Lucas geben und nicht beide. Das Duo Alaba und Lucas scheint für Flick keine Option zu sein. Somit können alle anderen IV, die wir zur Verfügung haben oder bald wieder haben werden (Boateng, Martinez und Süle) nur mit Alaba oder Lucas zusammenspielen. D.h. wir haben 2 Topverdiener (Alaba wird ja in diese Riege aufsteigen wollen oder andernsfalls wechseln wie man hört) für eine Position. Natürlich könnten beide auch als LV spielen, aber da macht Davies seine Sache schon jetzt wirklich gut und es besteht eine realistische Hoffnung, dass er in ein paar Jahren einer oder sogar der beste LV der Welt werden könnte. So einem Spieler gibt man nur gelegentliche Pausen falls er sich nicht verletzt. Als Backup mit begrenztern Einsatzchancen für einen knapp 20jährigen sollte ich mir als vernünftig wirtschaftender Verein keinen Spieler leisten, dessen Gehalt im zweistelligen Millionenbereich liegt.
      Meine persönliche Meinung (auch wenn ich Alaba ungern verlieren würde) sieht so aus, dass ich ihn dieses Jahr ziehen lassen würde und das Geld in Upamecano investieren würde. Aus dem Trio Lucas, Süle und Upamecano kann man jede Kombination spielen lassen und somit häufiger rotieren. 2016 hatten wir mal für ein paar Wochen diesen Luxus, als Martinez, Hummels und Boateng alle drei fit und in Form waren und Ancelotti immer einen der drei schonen konnte. Das zu erreichen sollte wieder unser Ziel sein. Das selbe Resultat brächte natürlich ein Verkauf von Hernandez und eine Verpflichtung von Upamecano. Auch das Trio Alaba, Upamecano und Süle wäre aller Ehren wert.
      Für den Großteil der Spiele würde ich Alaba sogar präferieren, weil er einfach spielstärker als Lucas ist. Für die ganz großen Spiele, in denen es auch mal auf kompromissloses Verteidigen ankommt, denke ich bräuchte man eher einen Typ wie Lucas, der etwas härter zu Werke geht als Alaba.

      1. @willy
        Alles nachvollziehbarer.
        Ein richtig schwieriges Thema was sich da abzeichnet. Denke auch es kann unter normalen Umständen nur Alaba oder Lucas heißen.
        Habe die gleichen Gedanken was Alabas Stärken und Schwächen angeht denke aber das wenn ein Match fitter Süle neben ihm spielt es auch gegen die Top Teams reicht. Er scheint auf der LIV jetzt so richtig seine playmaker Ambitionen ausspielen zu können. Für das Team ist er MMn eh wichtiger.
        Wer hätte gedacht das wir über einen Lucas Abgang nachdenken? Da Real wohl an beiden interessiert ist sollten wir mMn im Gegenzug über Hakimi nachzudenken. Hakimi und Davies auf den Aussenbahnen……
        Denke aber das es unrealistisch ist anzunehmen das da etwas in diesem Sommer geht. Und Upamecano wäre ja 2021 ablösefrei.

      2. Ich befürchte, dass wenn wir Upamecano wirklich wollen, wir dieses Jahr schon in die Vollen gehen müssen, damit sich die Geschichte nicht wieder so entwickelt wie mit Timo Werner. Real ist scheinbar auf der Suche nach einem Innenverteidiger. Da hört man auch immer wieder von einem Interesse an Upamecano. Wenn wir uns mit Real in Sachen Lucas handelseinig werden könnten und für die Ablöse Upamecano und Dest holen könnten, dann wäre das ein gelungener Move, wie ich finde.
        Hakimi gefällt mir als AV in einer Viererkette nicht so gut. Er ist zwar dynamischer und offensivstärker als Pavard, dafür aber viel ungestümer in seinem Vorwärtsdrang. So einen Spielertypen haben wir schon auf der linken Außenbahn. Da tut der ruhige, sachliche Pavard uns sehr gut. Zudem ist er kopfballstark und somit bei Standards sowohl defensiv als auch offensiv eine Bereicherung. Hakimi machte mMn seine stärksten Spiele beim BVB immer dann, wenn er Pisczek hinter sich hatte, was ja jetzt im 3-4-3 auch wieder der Fall ist.

      3. Wenn es denn zu einer Wahl kommen muss, dann kann die Antwort für mich nur Alaba heißen. Nicht nur, weil er Eigengewächs ist, sondern weil er bewiesen hat, dass er auf Top-Niveau spielen kann und zudem selten verletzt ist. Hernandez war andauernd verletzt und niemand weiß wie es bei ihm körperlich weitergeht. Außerdem hat er bisher in den wenigen Spielen auch nicht so stark gespielt, dass er ganz klar eine Verstärkung ist (was nicht heißt, dass er es nicht noch werden kann). Aber eigentlich muss man es noch mind. ein Jahr mit Hernandez versuchen, denn die immens hohe Ablöse zwingt uns quasi dazu, das Prinzip Hoffnung walten zu lassen, denn im Sommer werden wir ihn sicherlich nicht mit halbwegs erträglichen Verlusten verkaufen können. Deswegen sehe ich noch nicht, dass es zu einer Entscheidung zwischen den beiden kommt, denn wenn Hernandez doch noch mal zu einem Faktor bei uns wird, dann hätten wir auch die Option, Süle, Hernandez und Alaba abwechselnd in die IV zu stellen und Alaba ab und zu auch auf LV, wenn Davies mal eine Pause braucht. Deswegen gehe ich davon aus, dass man versucht, mit Alaba auch zu Topkonditionen zu verlängern. Und Hernandez wird dann ggf. irgendwann als Verlust abgeschrieben, wenn er es denn nicht mehr packt (was dann ein herber Nackenschlag für Brazzo wäre).

      4. @Herrispezial: Du zählst einige absolut nachvollziehbare Gründe auf. Allerdings hätte ich hier noch 3 Anmerkungen zu machen:
        1. Alaba war in letzter Zeit relativ stabil, was seine Gesundheit betrifft. Verletzungen hatte er allerdings schon mehrere. In der Saison 2014/15 fiel er wegen zweier Innenbandrisse ab November 2014 fast durchgehend aus. 2015/16 auch noch einmal wegen einer Kapselverletzung für 7 Wochen, wobei dies wegen der Winterpause spieletechnisch nicht so ins Gewicht fiel. In den Spielzeiten 17/18 und 18/19 waren auch immer wieder mal kleinere Blessuren dabei, die ihn im Schnitt so 5-7 Spiele pro Saison kosteten. Und auch diese Saison war er bis zum Trainerwechsel im Oktober mit einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich und einer Rippenprellung schon 4 Spiele nicht im Kader.
        2. Eine Rotation mit Süle, Hernandez und Alaba hat den Nachteil, dass Alaba und Hernandez einfach nicht so zusammenpassen. Da denke ich weniger an die Tatsache, dass es zwei Linksfüße sind, sondern an die fehlende Körpergröße bei beiden. Somit kann man Alaba mit Süle spielen lassen und Hernandez mit Süle. Die einzige Konstante in diesem System bliebe dann Süle und der kommt gerade von seinem zweiten Kreuzbandriss zurück und bräuchte sicherlich auch mal Pausen. Natürlich könnte man durch die Verpflichtung eines rechten Außenverteidigers Pavard entlasten und ebenfalls Spiele in der IV geben, falls Süle eine Pause bräuchte. Boateng hat man ja Stand jetzt auch noch zur Verfügung. Aber dann wird die Abwehr schon ziemlich durcheinandergewürfelt.
        3. Das Problem an der ganzen Geschichte wird sein, dass Alaba für Flick einer der Spieler ist, die er eigentlich gar nicht draußen lassen möchte. Somit wird Hernandez nie die Spielzeit kriegen, die er bräuchte, um wieder in Form zu kommen. Nur mit Training wird das nicht gehen. Da braucht er mehrere Spiele am Stück. Verletzen sich Alaba oder Davies nicht schwerer (was hoffentlich nicht passiert), dann wird er nur wenige Chancen bekommen, sich zu zeigen.

      5. @willythegreat: Die Sache mit seinen Verletzungen habe ich in der Tat schon verdrängt, aber richtig: es gab schon einmal eine Phase, in der er häufiger ausfiel. Ob Flick Alaba zugunsten einer Rotation nicht doch gelegentlich draußen lassen würde, vermag ich nicht zu sagen. Alaba ist sicherlich ein Fixpunkt in Flicks Planungen, aber er könnte sicherlich auch mal von Flick geschont werden; wenn auch nicht in den wichtigen Spielen. Dennoch: eine Rotation halte ich für möglich. Bleibt noch das Problem mit der Körpergröße, das ich auch sehe. Aber gerade dann stellt sich schon die Frage, wie die Kaderplanung überhaupt gelaufen ist. Die Körpergröße von Hernandez war ja vor seiner Verpflichtung kein Geheimnis – und sicherlich ist Süle der lange Lulatsch, der für die IV geplant ist. Aber das Ende von Boateng als zweiter großer Verteidiger war ja vor einem Jahr auch absehbar. Und dann holt man den teuersten Spieler der Vereinsgeschichte, der als IV ein solches “Defizit” aufweist? Hmm.

      6. @Herrispezial: Die Kaderplanung in Sachen Abwehr nahm gegen Ende der Hinrunde 2018/19 so richtig Fahrt auf. Nach einem katastrophalen Herbst hatte man sich zwar gegen Ende der Hinrunde wieder gefangen, aber Spiele wie gegen Düsseldorf hinterließen eben doch ihre Spuren und ließen die Verantwortlichen zu dem Entschluss kommen, dass eigentlich nur Süle langfristig den Ansprüchen des FCB genügt, weil Boateng und Hummels einfach als zu langsam erachtet wurden. Schon im Dezember 2018 gab es erste Gerüchte um Hernandez und für etwa 4 Wochen lag ein Transfer zur Winterpause durchaus im Bereich des Möglichen.
        Damals hätte wohl nicht einmal der kühnste Optimist im Verein erwartet, dass der junge Kanadier Davies, der im Spätherbst 2018 zum Verein gestoßen war und bekanntermaßen als Offensivspieler eingeplant war, binnen Jahresfrist zu einem der größten Senkrechtstarter im Weltfußball werden würde und das noch dazu auf einer Position, für die er gar nicht eingeplant war. Damals ging man davon aus, dass Alaba dauerhaft linker AV spielen würde. Ob Flick Alaba schon immer als IV sah oder ob er durch Verletzungen anderer Spieler zu diesem Schritt gezwungen wurde, werden wir wohl nicht mehr erfahren. Letztendlich haben Verletzungen die Wunschviererkette aus dem Winter 2018/19 eigentlich dauerhaft verhindert: Damals plante man wohl bereits mit der Kette Pavard, Süle, Hernandez, Alaba. Erst durch die Verletzungen von Süle und Hernandez kam es zur Berufung Alabas als IV und zu regelmäßigen Einsätzen für Davies als LV. Somit entstand die Konkurrenzsituation Alaba vs. Hernandez für eine Position eigentlich nur durch unglückliche Umstände und deshalb mache ich der sportlichen Leitung hier keine so großen Vorwürfe. Eine Kombination aus einem “langen Lulatsch” wie Süle und einem etwas kleineren, dafür sehr wendigen Spieler erscheint mir in Sachen Kaderplanung eigentlich nicht so falsch. Dass der Vereinsführung (insbesondere Brazzo) die Ablösesumme von Hernandez bei Misserfolg um die Ohren fliegen würde, war klar. Wenn man so etwas allerdings fürchtet, dann wird man den ganz großen Wurf wohl nie landen können. Ohne Martinez hätten wir wohl die CL 2013 nicht gewonnen und der Transfer wurde auch von vielen hinterfragt, weil er so teuer war und weil man eigentlich mit Luiz Gustavo einen Spieler hatte, der immerhin 2012 beim Finaleinzug eine tadellose Rolle ablieferte. Man ging also hier Risiko ein und wurde belohnt. Liverpool ging bei van Dijk auch in die Vollen und der hatte zu diesem Zeitpunkt auf internationaler Ebene noch gar nichts vorzuweisen, während Hernandez bei seiner Verpflichtung ein wesentlicher Faktor einer der besten Abwehrreihen im Vereinsfußball war und zudem (wenngleich auf anderer Position) Stammspieler beim WM-Gewinn Frankreichs war. Hohe Ablösesummen sind eben nicht immer Garant dafür, dass ein Spieler sofort (oder überhaupt) zu einer Verstärkung wird. Und das Argument mit der Verletzung von Hernandez lasse ich nicht gelten. Wenn ein Innenbandriss so ein KO-Kriterium wäre, dann dürften Alaba und Thiago keine Leistungsträger in unserem Verein sein. Spieler mit Kreuzbandrissen dürfte man dann sowieso niemals holen.

      7. @willythegreat:

        Dass der Vereinsführung (insbesondere Brazzo) die Ablösesumme von Hernandez bei Misserfolg um die Ohren fliegen würde, war klar.Wenn man so etwas allerdings fürchtet, dann wird man den ganz großen Wurf wohl nie landen können. 

        Sehr richtig ausgeführt. Wenn man solche Risiken nicht eingehen will, ist man auf dem falschen Posten.
        Die Entscheidung Hernandez zu verpflichten ist einstimmig beschlossen worden.
        Deswegen geh ich nicht davon aus, dass ein eventuelles Scheitern Salihamidzic groß zum Vorwurf gemacht werden würde, zumindest nicht intern.
        Das ein Teil der Fans sich trotzdem aufregt und seinen Kopf fordern würde, wird sich nicht vermeiden lassen.

      8. @williy Ich kann die Gedankengänge, die zu dem Hernandez-Transfer geführt haben, zwar weitestgehend nachvollziehen. Auch den Trainerwechsel und die Verletzungen, die schlussendlich zur Etablierung der jetzigen, erfolgreichen Abwehr geführt haben, konnte man bei der Planung nicht vorhersehen. Aber wenn man den hausinternen Transferrekord mal eben verdoppelt und einen Preis zahlt, der auch international zu den höchsten für Spieler auf dieser Position zählt – da hätte ich schon erwartet, dass der Spieler als absolut integrales Element der Stammelf auserkoren war und man sich entsprechende Gedanken über seine Einsetzbarkeit gemacht hat.

        Für mich ist das Hauptproblem bei ihm, dass er nicht sonderlich flexibel zu sein scheint – was auch einer erklärten Maxime der Kaderplanung und der Begründung dieses spezifischen Transfers widerspricht. In der Innenverteidigung ist er auf die halblinke Position festgelegt und hat es dadurch nicht geschafft, den eigentlich schon abgeschriebenen Boateng zu verdrängen. Als Linksverteidiger ist er Weltmeister geworden, in seinen bisherigen Spielen auf dieser Position bei uns aber längst nicht an das Niveau herangekommen, das Alaba regelmässig und diese Saison auch Davies zeigt. Verglichen mit seinen Konkurrenten hat er dadurch einen klaren Nachteil. Süle ist es etwa relativ egal, auf welcher Seite er spielt, und Boateng hat von links bis rechts schon alle Positionen in der Viererkette bekleidet. Auch bei Martinez wäre mir neu, dass er nur auf einer bestimmten Seite funktioniert.

        Diese Einschränkungen hätte man schon vorhersehen müssen und sich zweimal überlegen sollen, ob man soviel Geld in einen einzigen Kicker investiert, der zwei Positionen gut kann, aber auf keiner davon zur absoluten Weltspitze zählt. Für das Geld hätte man locker einen sehr guten IV und einen Ersatz für Alaba à la Bernat holen können.

      9. @Horst

        (…) Für mich ist das Hauptproblem bei ihm, dass er nicht sonderlich flexibel zu sein scheint – was auch einer erklärten Maxime der Kaderplanung und der Begründung dieses spezifischen Transfers widerspricht. In der Innenverteidigung ist er auf die halblinke Position festgelegt und hat es dadurch nicht geschafft, den eigentlich schon abgeschriebenen Boateng zu verdrängen (…) längst nicht an das Niveau herangekommen, das Alaba regelmässig und diese Saison auch Davies zeigt. (…)

        Hernández hatte in dieser Saison verletzungs- und dann konkurrenzbedingt nur wenige Einsätze, davon einen auf der rechten IV-Seite, wenn ich‘s recht erinnere. “Experiment gescheitert” hieß es schnell nach diesem Versuch. War er für diese Seite vorgesehen bei seiner Verpflichtung? Hat Linksfuß Alaba dort schon nachhaltig beeindruckt? Um jemanden verdrängen zu können, bräuchte es gerade für einen Rekonvaleszenten mehr Spielpraxis als einen Kaltstart auf ungewohnter Position (solch Flexibilität wurde/wird ihm auch bei Atlético und der Tricolore nicht abverlangt).

        Alaba ist derzeit zwar der stärkste Aufbauspieler in der Viererkette, führt/leistet in dieser Saison aber mit Abstand die wenigsten Defensivzweikämpfe in Relation zu seiner Einsatzzeit (inkl. Hernández). Und sogar Ulreich ohne Einsatzminuten handelte sich mehr Gelbe Karten ein als Alaba. ;-) Liegt das am Genie in seiner Zweikampfführung (à la Lahm) und seinem Stellungsspiel – oder kommt er selbstverschuldet zu selten ins Duell bzw. vermeidet dieses möglichst und überlässt den Kollegen den Hauptteil der Aufräumarbeiten? Auch in den “Skills / Best of”-Videos zu Alaba sind weit überwiegend Offensiv-, aber kaum prägnante Defensivaktionen zu sehen. Bei Hernández verhält es sich umgekehrt (bin da bei #willythegreat): In Topform vor seinen Verletzungen zeigte er als R(I)V ein Anlagenpaket aus Dynamik, Schärfe, Kompromisslosigkeit, Robustheit und auch cleverer Antizipation im Boden- und Luftduell in der eigenen Hälfte, das die Begehrlichkeit beim FCB nachvollziehbar macht (womit ich nicht unterstelle, dass dort nur Video-Scouting betrieben wird^^). Ob dafür und mit durchaus riskanter Genesungsprognose im Gepäck gleich 80 Mio. € gerechtfertigt waren/sind (wohl eine Co-Produktion aus Ulis machtstrategischer Gönnerlaune und Hasans “Big Deal” -Eifer in seiner SpoDi-Bewährungsphase), halte ich auch für sehr diskutabel. Aber zwischen überraschend spendabel hier und zum Ausgleich knausrig dort will das FCB-Management offenbar die Balance halten.

        Während der Sportvorstand in spe schon aus Selbstschutz keine Zweifel an der Kaufentscheidung aufkommen lassen will, versucht sich Flick an einer freundlicher formulierten “Not am Mann”-Variante seines Vorgängers und vertröstet den Franzosen auf “mit Sicherheit” mögliche “Dienste” in der Restsaison. Bereits gestreute (und teils dementierte) Gerüchte um konkrete Wechselabsichten eines zunehmend perspektivebesorgten Spielers (Tolisso und vielleicht bald Coman könnte es ähnlich ergehen) überraschen da auch nicht mehr.

      10. Korrektur: Sollte heißen “(…) zeigte er als L(I)V ein Anlagenpaket aus (…)”

      11. @willy: Ich gebe Dir recht, dass die Kaderplanung zu einer Zeit lief, als Alabas Wechsel in die IV noch nicht absehbar war. Aber er hatte dort schon gespielt. Dass Davies dann so einschlägt, war sicher nicht zu erwarten. Aber wenn man Boateng und Hummels (beide eher größere IVs) quasi sportlich abschreibt und als Ersatz dann einen 10cm kleineren IV holt, dann stellt sich mir schon die Frage, ob man da konsequent zu Ende gedacht hat – erst recht bei einer Rekordablöse in der Höhe. War da wirklich keine andere Option für das Geld verfügbar? Dieser Mann MUSS bei der Summe (wir haben bisher immerhin erst maximal 40 Mios ausgegeben) eine Vollgranate sein – egal, wer es ist. Für mich war die Ablöse immer zu hoch, weil er bisher eben NICHT die Vollgranate war. Bei Martinez hatten wir zuvor immerhin schon 30 Mios für Spieler ausgegeben, bevor der Rekord dann auf 40 hochgeschraubt wurde. Aber auf einmal die Rekordsumme zu verdoppeln, halte ich für fragwürdig – umso mehr, wenn der Mann dann in die IV soll und damit Spieler ersetzt, die doch deutlich größer sind (mal ganz abgesehen von den Verletzungssorgen).

      12. @Herrispezial:
        Was soll an der Summe fragwürdig sein?
        Will man im Konzert der Großen mitspielen, ist das ein normaler Preis.
        Und das der Mann eine Vollgranate ist, dürfte unstrittig sein. Jetzt liegt es an Flick ihn zu integrieren.

      13. @Herrispezial:
        Nachtrag:
        SPOX:
        “In Zeiten explodierender Ablösesummen ist die Zahl jedoch keinen besonders empörten Aufschrei mehr wert. Zumal wie immer der Markt den Preis bestimmt – und das Spielerprofil von Hernandez so exquisit ist, dass man für ihn schon eine solch hohe Summe hinlegen muss.
        Der Franzose gehört zu den wenigen sehr starken Linksverteidigern auf diesem Planeten und ist auch wie häufiger bei Atletico zu sehen noch als sehr guter Innenverteidiger einsetzbar.”

      14. Ach Tobi, ich kann ja verstehen, dass Du immer und bei jeder Gelegenheit die Vereinsführung verteidigen möchtest. Aber 80 Mio ist mehr als das Doppelte von der Höchstsumme, die wir bisher ausgegeben haben. Und bisher sind wir auch nicht dadurch aufgefallen, dass wir diese Höchstpreise zahlen. Das dann ausgerechnet für einen relativ kleinen IV zu tun, der zudem noch verletzt war, ist schon bedenklich. Du kannst in ihm ja gerne eine Vollgranate sehen, aber bisher war er das bei uns nicht. Und es ist ja nun auch nicht so, dass sein Name zuvor in aller Munde war, wenn es um den nächsten Weltklasse-IV geht – und das sollte er bei dem Preis schon sein. Ich bin ja gerne bereit, mein Urteil zu revidieren, wenn er denn a) endlich mal häufiger spielt (aber Flick scheint ihn ja für nicht so toll zu halten, wenn Alaba den Vorzug bekommt) und b) auch mal Glanzleistungen zeigen würde.

        Und Spox sieht ihn als guten LV. Da hatten wir schon einen, bevor er kam (Alaba). Dafür dann 80 Mios? Fakt ist, er wird als LV nicht eingesetzt, weil ein 10 Mio-Nachwuchsspieler dort anscheinend bessere Leitungen bringt und er wird als IV nicht eingesetzt, weil ein gelernter LV als IV bessere Leistungen bringt.

      15. Was mich bei dieser ganzen Diskussion immer wieder verwundert ist dieses Stigma: Guter IV ist mindestens 1,90 groß.
        Größe ist nicht alles Leute.

      16. Ach Tobi, ich kann ja verstehen, dass Du immer und bei jeder Gelegenheit die Vereinsführung verteidigen möchtest. Aber 80 Mio ist mehr als das Doppelte von der Höchstsumme, die wir bisher ausgegeben haben. Und bisher sind wir auch nicht dadurch aufgefallen, dass wir diese Höchstpreise zahlen. Das dann ausgerechnet für einen relativ kleinen IV zu tun, der zudem noch verletzt war, ist schon bedenklich. Du kannst in ihm ja gerne eine Vollgranate sehen, aber bisher war er das bei uns nicht. Und es ist ja nun auch nicht so, dass sein Name zuvor in aller Munde war, wenn es um den nächsten Weltklasse-IV geht – und das sollte er bei dem Preis schon sein. 

        Ach,Herrispezial. Da hast du mir was voraus. Ich kann nicht verstehen, warum du immer und bei jeder Gelegenheit die Vereinsführung unsachlich kritisieren möchtest. ;)

        Also: 80 Millionen sind keine Höchstpreise mehr. Du darfst nicht so klein denken. Die Zeiten sind vorbei.
        Hernandez Name war nicht in aller Munde?
        Athletico wollte ihn behalten. Simeone nannte seinen Abgang tragischer als den von Griezmann.
        Darüberhinaus wollten ihn Real, Barca, PSG und ManU verpflichten.
        Er hatte die freie Auswahl und ist zu uns gekommen. Wenn man nicht chronisch missgünstig ist, könnte man das der Vereinsführung hoch anrechnen.
        Wie gesagt: Jetzt liegt es an Flick.

      17. Vielen Dank für die persönlichen Unterstellungen (chronisch missgünstig). Damit versuchst Du wieder einmal, die Diskussion auf ein anderes Niveau zu ziehen. Aber das kenne ich ja nicht anders von Dir.

        – Spox bezeichnet ihn als LV. Wie groß war auf der Position unser Bedarf?
        – Flick setzt ihn nicht ein, sondern auf der IV einen gelernten AV (Alaba) bzw. auf der AV einen Nachwuchsspieler (Davies). Selbst Boateng bekommt mehr Einsatzzeiten, obwohl der eigentlich abgeschrieben war. Wie stehst Du denn dazu?
        – Was die 80 Mios angeht: wie viele Spieler gibt es denn weltweit, die für 80 Mio (oder mehr) bisher transferiert wurden? Und wie sieht es bei Verteidigern aus? Dazu hätte ich gerne einmal eine Aufstellung, die belegt, dass 80 Mio für einen Verteidiger kein Höchstpreis mehr ist. Bitte zähle einmal alle Namen der Verteidiger auf, die 80 Mio (meinetwegen auch 70) oder mehr gekostet haben.

        Bitte gehe doch einmal auf meine Argumente ein. Ansonsten drehen wir uns immer wieder im Kreis, wenn wir miteinander reden.

      18. @Herrispezial:

        Vielen Dank für die persönlichen Unterstellungen (chronisch missgünstig). Damit versuchst Du wieder einmal, die Diskussion auf ein anderes Niveau zu ziehen. Aber das kenne ich ja nicht anders von Dir.

        Keine Unterstellung, lediglich eine Beobachtung deines Auftretens hier.
        Du pickst dir halt gern Spieler oder Verantwortliche raus um draufzuhauen.

        – Spox bezeichnet ihn als LV. Wie groß war auf der Position unser Bedarf?

        Da Davies eine Wundertüte war, ziemlich groß.

        – Flick setzt ihn nicht ein, sondern auf der IV einen gelernten AV (Alaba) bzw. auf der AV einen Nachwuchsspieler (Davies). Selbst Boateng bekommt mehr Einsatzzeiten, obwohl der eigentlich abgeschrieben war. Wie stehst Du denn dazu?

        Das erklärt sich doch aufgrund der Verletzung von Hernandez. Da fehlt es aktuell an Spielpraxis und es liegt an Flick ihn an die Mannschaft heranzuführen. Sorry, aber das ist eine schwache Argumentation.

        – Was die 80 Mios angeht: wie viele Spieler gibt es denn weltweit, die für 80 Mio (oder mehr) bisher transferiert wurden? Und wie sieht es bei Verteidigern aus? Dazu hätte ich gerne einmal eine Aufstellung, die belegt, dass 80 Mio für einen Verteidiger kein Höchstpreis mehr ist. Bitte zähle einmal alle Namen der Verteidiger auf, die 80 Mio (meinetwegen auch 70) oder mehr gekostet haben.

        Fallen mir ohne nachzuschauen Maguire, de Ligt und van Dijk ein.
        Alle noch teurer als Hernandez.
        Dürften reichen, um meine Argumentation zu untermauern. ;)

      19. Also der drittteuerste Verteidiger in der Geschichte. Das ist kein Höchstpreis? Tut mir leid, aber das kann ich nicht ernst nehmen, zumal er gleichzeitig der mit Abstand teuerste Spieler in der Geschichte des FCB ist.

        Der Bedarf auf der AV war so groß, dass wir einen Backup für Alaba verpflichten müssen, der 80 Mios kostet? Nach der Logik sollten wir dringend auch die Ablöse für Coutinho bezahlen.

        Und dass Flick Alaba jetzt immer noch bevorzugt, liegt doch nicht nur an der Verletzung. Er hat gegen Chelsea auf der Bank gesessen und vor der Unterbrechung Mitte März auch kaum gespielt (meist nur max. 30 Minuten). Im Februar durfte er mal gegen Paderborn über 90 Minuten ran, da haben wir 2 Gegentore kassiert. In der Corona-Pause hat sich dann ganz offensichtlich der Eindruck bei Flick verfestigt, dass es besser ist, mit Alaba in der IV zu spielen als mit Hernandez. Spielpraxis hatten die anderen ja in den letzten 2 Monaten genauso wenig. Bei 80 Mios dürfte man eigentlich erwarten, dass er nach 3 Monaten ohne Verletzung jetzt eigentlich ganz klar Stammspieler wäre.

        Das überzeugt mich alles nicht, was Du da vorbringst.

      20. @T.W.: Dann würdest Du Alaba verkaufen und Hernandez seine jetzige Position als LIV einnehmen lassen? Mag sein, dass es so kommen wird, v.a. wenn die Vertragsgespräche mit Alaba scheitern. Ich fände das allerdings riskant. Bei Alaba weiss man, was man hat, auch wenn er in den letzten Jahren nicht mehr auf seinem absoluten Spitzenniveau war. Zudem hat er eben diese Flexibilität nachgewiesen, die in einem kleinen Kader ja von den Spielern verlangt wird – LV, LIV und Mittelfeld hat er alles schon regelmässig gespielt, meist sehr gut.

        Wenn Alaba bleibt, wird die Frage wohl eh erst nächste Saison geklärt werden und Hernadez eine Bewährungschance unter fairen Voraussetzungen erhalten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man ihn nach einer durchwachsenen Saison wieder hinauskomplimentiert und auf dem Corona-Crash-Markt einen heftigen Preisabschlag in Kauf nimmt. Aber eben, von der Kaderkonstruktion und seinen besten Positionen her hat er einen gewissen strukturellen Nachteil gegenüber der Konkurrenz.

      21. @Horst

        Alaba war/ist bei Bayern im Wesentlichen auf seiner Linksfuß-Seite als L(I)V im Einsatz, die Mittelfeldexperimente im österr. Nationalteam mit ihm waren nicht berauschend.
        Wenn er auf einen Abschied drängt, sähe ich das nicht als Drama an. Hernández müsste dann ein spieleröffnungsstarker IV an die Seite gestellt werden. Das wären m. E. weder Süle noch Pavard, sondern allenfalls Altmeister Boateng (mit verletzungs-/tagesformbedingten Abstrichen) – und der bleibt vsl. maximal noch ein Jahr.
        Deshalb ja der Blick auf einen Typus Upamecano. Wobei nicht auszuschließen ist, dass Lucas sein Skillset noch weiterentwickelt bei zunehmender Spielpraxis und Verinnerlichung der Flick-Spielphilosphie.

        Alaba hat nach meinen Eindruck nicht die furchtlosen “Terrier”-Qualitäten von Hernández in Topform, die wird es in den int. Big Games aber wohl brauchen (“Defense wins Championship”). Wenngleich Hoeneß im Kontext der Vielzahl an Box-to-Box-Spielern in der Verghangenheit nachgesagt wird, vielleicht zu sehr an “Heldenfußballern” mit Schwerpunkt Athletik/Mentalität (laufen, kämpfen, beißen) als an exquisiter Spielkultur gehangen zu haben. Sammer ist davon auch nicht ganz freizusprechen, siehe u. a. die Rode-Verpflichtung.

        Signifikant offensivstärker in seinen Flankenläufen als Hernández sehe ich etwa Jordi Alba auch nicht unbedingt, der hat bei jahrelang eingespielten Automatismen aber halt z. B. einen konstant laufwege- und abschlussintelligenten Messi als Zuspielabnehmer im Zentrum. Und da bin ich bei #Mirko, der in der Bayern-Offensive, zumal bei zähem Spielverlauf, gewisse Kreativdefizite bemängelt (-> Parallelthread “Quarantäne-Ball”).

    2. Sorry, viertteuerste Verteidiger sollte es heißen.

      1. @Herrispezial:
        Höchstpreis oder nicht. Halt das, was man für Topleute mittlerweile schon mal zahlen muss, wenn man andere europäische Spitzenmannschaften ausstechen will.
        Wollen wir jetzt zu den Top 5 der Welt zählen, oder nicht?
        Wenn ja, müssen wir halt auch mal Top-Ablösesummen zahlen.

        Seit Hernandez bei uns ist, war er quasi immer rekonvaleszent.
        Und die Spieler, mit denen du ihn vergleichst hatten vor der Coronapause Spielpraxis, die Hernandez einfach fehlt. Das ist kein Argument.
        Bei 80 Millionen dürfte man eigentlich erwarten, dass Flick ihn in die Spur bringt.
        Andere Trainer waren doch auch Schuld, wenn Spieler nicht so gespielt haben, wie man es von ihnen erwartet.
        Da wirst du doch nicht plötzlich andere Maßstäbe ansetzen, oder? Das würde mich arg überraschen von dir.

        Das dich das alles nicht überzeugt, überrascht mich allerdings überhaupt nicht.
        Perisic konnte ja auch mit einem Assist und einem Tor Matchwinner sein und war für dich trotzdem noch ein Totalausfall. ;)
        Nicht böse gemeint, aber meistens agierst du hier nach dem Motto ” Was interessieren mich Fakten, wenn ich mir meine Meinung doch längst gebildet habe?”
        Daher wirst du dich eh nicht “überzeugen” lassen, wir können es uns auch sparen.
        Schönen Feiertag dir. :)

      2. Eine Top-Ablösesumme ist also kein Höchstpreis. Interessant.

        Und 2 Monate Corona-Pause sind wohl eher vergleichbar mit einer Sommerpause. Da würde auch keiner auf die Idee kommen, die Spielpraxis der Vorsaison als wesentliches Kriterium für Einsätze zugrunde zu legen, wenn der Spieler die Wochen vor der Sommerpause auch schon wieder fit war.

        Freu mich schon auf das nächste “Gespräch” mit Dir. Es ist immer wieder schön, sich von der Sach- auf der persönliche Ebene begeben zu dürfen. Kleiner Tipp von mir (ist aber nicht böse gemeint): ich würde da etwas vorsichtiger sein, denn soweit ich weiß, warst Du hier ja schon einmal in der Moderationsschleife.

        Dir auch einen schönen Feiertag.

      3. Ich hatte das schon mal geschrieben, wenn es tatsächlich um die Wahl Alaba ODER Hernandez als IV geht, dann bitte Alaba ziehen lassen. Wenn schon die Größe von Hernandez in der IV bekrittelt wird, dann ist für mich nicht nachvollziehbar, was der noch kürzere Alaba dort verloren hat.

        Ich sehe David einfach nicht in der IV und bezweifle, dass er selbst das tut. Bisher wurde er da doch noch gar nicht gefordert, oder irre ich mich da?

        Die Kritik und Vorurteile gegen Hernandez kann ich auch nicht nachvollziehen. Habe immer wieder das Gefühl, dass auf ihn eingehauen wird damit sein Scheitern dann gegen Salihamidzic verwenden kann. Und war da in der Vorrunde nicht mal was, dass wir mit ihm hinten drin besser gestanden haben?

      4. @stiftl: 5 Spiele in der Saison bisher über 90 Minuten. Dabei haben wir 6 Gegentore kassiert. In der Hinrunde waren es 4 Spiele mit 4 Gegentoren. Sieht jetzt nicht danach aus, als ob er der Stabilisator wäre.

      5. @Herrispezial:

        Freu mich schon auf das nächste “Gespräch” mit Dir. Es ist immer wieder schön, sich von der Sach- auf der persönliche Ebene begeben zu dürfen. Kleiner Tipp von mir (ist aber nicht böse gemeint): ich würde da etwas vorsichtiger sein, denn soweit ich weiß, warst Du hier ja schon einmal in der Moderationsschleife.

        Da kriegst du was durcheinander. ;)
        Ich habe deine Beiträge rein auf der Sachebene kommentiert.
        Du bist dann mit deinem “Ach, Tobi. Ich kann ja verstehen….”- Beitrag auf die persönliche Schiene gewechselt.
        Wenn das reicht, um hier in der Moderationsschleife zu landen, solltest du deinen eigenen Tipp beherzigen.

      6. Sorry, jetzt habe ich glatt die Sachebene in Deinem Post übersehen. Wo war nochmal der Unterschied zwischen Top-Ablösesumme und Höchstpreis? Und wo der Unterschied zwischen einer Sommerpause und der Corona-Pause?

        Alles beim Alten…

      7. @Herrispezial:

        , jetzt habe ich glatt die Sachebene in Deinem Post übersehen.

        Die gab es nicht mehr. Mir ging es eigentlich nur noch darum, dir zu belegen, dass du es warst, der sofort auf die persönliche Schiene gewechselt ist.

        Wo war nochmal der Unterschied zwischen Top-Ablösesumme und Höchstpreis?

        Was überfordert dich an der Tatsache, dass die Ablösesumme für Hernandez nicht außergewöhnlich war für einen Verteidiger seiner Qualität? Wir können jetzt kleinliche Haarspalterei betreiben und über den Begriff “Höchstpreis” diskutieren, ändert aber nichts daran, dass die Summe nicht mehr außergewöhnlich war.

        der Unterschied zwischen einer Sommerpause und der Corona-Pause?

        Bin mir manchmal nicht sicher, ob du mich auf den Arm nimmst, oder bestimmte Fragen wirklich ernst meinst.
        Ich hoffe einfach mal, dass dir der Unterschied klar ist, möchte es dir für den Fall der Fälle aber trotzdem gerne erklären.
        In einer normalen Sommerpause findet normales Training statt, man kann auch mal 11 gegen 11 spielen und sich dem Trainer aufdrängen.
        In einer Coronapause hingegen ist das schwierig, weil quasi nur eingeschränktes Training in kleinen Gruppen stattfindet.

        Alles beim Alten…

        Ja, leider.
        Du bist immer noch sehr schnell dabei, mit dem Finger auf andere User zu zeigen und auf die persönliche Schiene zu wechseln. Schade eigentlich.
        Vielleicht versuchst du in Zukunft einfach mal auf der Sachebene zu bleiben.
        Ich kann dir garantieren, dass ich das dann auch mache. ;)

      8. @Herrispezial
        In Bezug auf Hernandez hast du vollkommen Recht – 80 Millionen sind eine Maximalablösesumme, die eigentlich nur dann zu rechtfertigen ist, wenn du damit einen absoluten Spitzenmann, der unmittelbar eine deutliche Verstärkung bringt, holst. Das ist bei Hernandez bis jetzt (noch?) nicht der Fall. Vielleicht wäre es in einem potentiellen CL-Halbfinale oder Finale anders, weiß man im Moment noch nicht.

        Die Diskussion hier ist allerdings fruchtlos, Tobi13 geht im Prinzip nie auf das ein, was andere schreiben, das ist mir auch schon aufgefallen. Lass einfach gut sein.

      9. @JP:
        Hilf mir auf die Sprünge. Worauf genau bin ich nicht eingegangen?

      10. @JP: Danke.

    1. Geh Phonzie geh. Irgend ein Forums-Experte hat den als nicht Bayern-tauglich bezeichnet. Wer das wohl war :-)

    2. Präzision kann man trainieren? Wieso das in der spielfreien Zeit nicht gemacht wurde, erschließt sich mir nicht.

      1. Zweite HZ war es ja schon besser. Schärfere präzisere Pässe und bessere Laufwege.
        Nur der letzte Pass war mal oft wieder shite.
        Gerade Goretzka und Gnabry wirkten da manchmal wie Fremdkörper! Seltsam.
        Mal sehen ob wir jetzt zumindest die Adler abschiessen.

  17. Die SZ vermeldet für Spiele mit Flick als Cheftrainer einen Schnitt von 3.1 Toren für uns pro Match, “aktuell der beste aller Trainer in der Bundesliga-Historie”.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hansi ist ein Genie. In der Rückrunde 2018/19 schafften unsere Helden mit einem Totalversager als Trainer den lächerlichen Schnitt von 3,05 Toren pro Spiel. Und das ohne Philosophie, Strategie und Plan :-)
      Wenn der Hans die CL gwewinnt, dann kannst du mit deiner Statistik wieder kommen und der Hansi ist der Hans im Glück. Wenn nicht, dann ist er ein ganz normaler Bayern-Trainer.

      1. Erstens ist es nicht “meine” Statistik, und zweitens entscheidest nicht du darüber, wann ich damit komme.

  18. Es wurde ja weiter oben schon angesprochen. dass per Stand heute keiner weiß, ob die CL-Saison fertig gespielt wird und wenn ja, wann.

    Dass das unsicher ist heißt aber nicht, dass man das komplett ausblenden darf.

    Für Flick ist doch die jetzige Unsicherheit fast eine Art “Roberto-di-Matteo-Situation”. Bzw. “Danish-Dynamite-1992”. Bayern ist, das darf man glaub ich schon mal einräumen, eher Underdog als Top-Favorit. Nun, wie die Vergangenheit lehrt gewinnt manchmal der Underdog, weil er schlauer ist als der “tumbe” Topfavorit. Warum dann nicht ins Risiko gehen und die Vorbereitung zu 90% auf eine hypothetische CL-Endrunde im August 2020 fokussieren? Wobei man das angehen sollte wie eine WM-Endrunde, nicht wie die üblichen CL-ko-Spiele. Also ruhig mal unterstellen, dass es ab Viertelfinale nur noch ein ko-Spiel auf neutralem Platz gibt und keine zwei – und dass auch die CL-Auwärtstorregel folglich nicht greift. D.h. es wird keine 90 + 90 Minuten geben, sondern 90 +30 + Elfmeterschießen. Es wird nicht mehr die Mannschaft ins Finale vordringen, die auswärts drei (Bayern 2013) oder vier (Real 2014) Tore schießt oder, wenn es knapp wird, nach einem 1:0 zu Hause auswärts mit 1:2 verliert, sondern die, die kein 1:0 kassiert und die dann fit ins Elfmeterschießen geht (wie man es bei 90 + 30 Minuten + Elfmeterschießen NICHT macht weiß man in München spätestens seit dem DfB-Pokal-Halbfinale 2015).

    Klar – wenn es blöd läuft findet die CL gar nicht mehr statt. Und am Ende fangen der BVB und Erling Haarland, für die die Saison definitiv im Juli zu Ende sein wird, einen FC Bayern, der auf einen Saisonhöhepunkt Ende August hintrainiert hat, noch ab und werden zu Helden. Kann alles passieren,, und darum darf man das schon jetzt alles diskutieren.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Vorausgesetzt wir sind im DFB Finale am 4.7. und die CL startet zwischen 5./12.8. dann werden wir fit aber nicht matchfit sein aber gegen Match fitte Gegner spielen außer es sind PSG RBL oder OL. Atalanta Juve Napoli Atlético Barca Real MCFC werden alle aus dem Ligawettbewerb kommen oder noch im Ligawettbewerb sein .

      Auch wenn Testspiele kein Ersatz für Wettbewerbsspiele sind sind sie mMn immer noch besser als nur zu trainieren oder A gegen B spielen zu lassen.

      Da aber bis Anfang August die Bundesligisten (wie die französischen belgischen Holländischen etc. Clubs )im Urlaub sind bleibt die Frage gegen wen man spielen kann?
      Drittligisten? Skandinavier? Englische spanische italienische Clubs die ausgeschieden sind ?
      Ach ja LEV SGE und WOB müssen ja auch fit bleiben.
      Also evtl deutsche Spiele im wochenrhytmus?

      1. Man wird sehen, ob diese zweite Pause wirklich so ein Nachteil ist. Man kann neue Sachen einstudieren, man kann ggf. sogar eine Auslandsreise machen – vorausgesetzt, das geht bis dahin wieder, wofür einiges spricht.

      2. @918:
        Das ist geplant für 2021.
        Das wird uns nicht helfen bei der Matchfitness für dieses Jahr.

  19. Warum kriegen die Bienen das dann deutlich besser hin? Waren viel spritziger und agiler als wir. Und die hatten doch die gleiche Pause und auch keine Testspiele?
    Ich denke es muss an der Eigenmotivation der Spieler liegen und die schien bei uns ja nicht besonders hoch gewesen zu sein.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Möglicherweise waren sie motivierter. Möglicherweise macht es aber auch mehr Spaß, gegen einen Gegner zu spielen, der einem kaum auf die Füße steigt und Geleitschutz gibt. Mit mehr Räumen und einer 2:0 Führung zur Pause kombiniert es sich eben leichter. Wenns läuft, läuft es halt. Ich bezweifle, dass die Dortmunder eine bessere Einstellung haben. Es handelt sich hier schließlich um das Team, das sich in den letzten beiden Jahren in München von der Einstellung her desolat zeigte und das sich in den letzten Jahren sehr häufig sogar von Vereinsofiziellen die Mentalitätsfrage gefallen lassen musste. Denen anhand eines Spieles, eine höhere Eigenmotivation zuzuschreiben, finde ich übrigens spannend. Bei Union haben die Bienen ja sicherlich nur wegen der Zuschauer verloren, oder?

    2. Ich möchte denen doch nicht generell eine höhere Eigenmotivation attestieren. Es ging mir nur um dieses erste Spiel nachdem Neustart.

      Ich denke nur, vielleicht fällt es unseren Spielern schwer sich zu motivieren, wenn 1. der Gegner auf dem Papier unterlegen ist und 2. noch dazukommt, dass die Kulisse fehlt. Das erste kennen wir nun doch auch schon seit geraumer Zeit.

    3. In puncto messbarer Einsatzbereitschaft war nicht unser Spiel, sondern das Spiel des BVB bemerkenswert.
      Unsere Laufdaten waren für Flick-Fußball eher am unteren Level, aber auch nichts außergewöhnliches.
      Ungewöhnlich an diesem Spieltag waren die Zahlen aus dem Revier. Das waren für beide Mannschaften wirklich erstaunlich niedrige Werte.
      Nur an diesen Parametern gemessen, offensichtlich das einzige Spiel mit Geisterspieleffekt (oder was für ein Effekt auch immer).
      Ein Vergleich: Die Laufleistung der Dortmunder hätten wir auch noch mit 10 Mann erreicht.

  20. Im Management Umfeld der EPL wird jetzt zunehmend ein salary cap und Begrenzung der Beratergebühren gefordert und diskutiert.

    Clubbesitzer und Manager wollen den Einfluss der Berater Spieler und Spielergewerkschaft beschneiden nachdem sich diese offensichtlich einer einvernehmlichen Lösung zu Gehaltsverzicht nicht in der Lage waren.
    Die Irrationalität dieser Leute in dieser Situation dich entsprechend verhalten zu können (Gehalt Sexskandale Wettskandale Autoprotzen etc) scheint bei Eigentümern und deren Manager ein Umdenken ausgelöst zu haben da das Produkt EPL und damit der größte revenue stream TV unter Druck geraten.

    Ua hört man

    – Gehaltsobergrenze pro Club in % vom Umsatz ohne Transfererlöse ( auch mein favorite) auf 50%.

    – Begrenzung der Beratergebühren auf 5% und Tätigkeit entweder für Spieler oder Club (dh doppelte Berechnung ausgeschlossen ( MMn wäre zusätzlich zu regeln das Beratertätigkeiten für Spieler auch von den Spielern selbst zu zahlen sind).

    – Begrenzung der Nettotransferausgaben auf 20% des Gesamtumsatzes des Vorjahres( also inklusive Transferergebnis) was zu niedrigeren Ablösen führt(macht sehr viel Sinn wenn es an einer Gehaltsobergrenze gekoppelt ist).

    – Aufhebung der Transferperioden so das jederzeit Transfers möglich sind was eine weitere Entzerrung des Marktes bewirkt und tendenziell niedrigere Ablösen(macht Sinn da die künstliche zeitliche Verdichtung mit einer Deadline oftmals die Ablöse nach oben treibt wenn man weiß das der Club etwas machen muss ).

    – Direkte jährliche Abgaben der Spieler an die Spielergewerkschaft ( bisher von den Clubs bezahlt).

    Da UK jetzt nicht mehr automatisch der EU Jurisdiktion unterliegt könnten solche Regelungen der EPL auch ohne Konsens der anderen Ligen/Clubs/UEFA etc erhebliche Auswirkungen auf Gehälter und Ablösen haben.

    Hoffentlich kommt dabei etwas heraus aber es scheint so das alle ( insbesondere die Amerikaner und Engländer) außer MCFC die Nase voll haben den Spielern und insbesondere deren Beratern den Hintern zu wischen……

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das ist in der Tat eine interessante Entwicklung, die sich aus dem BREXIT ergeben könnte. Englische Clubs sind doch sowieso Kapitalgesellschaften. Sollen doch die Eigner mal Dividenden kassieren, bevor sich die Belegschaft – so wie im “volkseigenen” Betrieb in Wolfsburg – selbst die Taschen füllt.

      1. Ich glaube, in der EPL weiß man , weil eben Corona dazwischen kam, überhaupt noch nicht wirklich, welche Entwicklung oder auch welche Auswirkungen es durch den Brexit noch geben wird.
        Der Austritt war am 01.02.2020. Und ehe sich überhaupt einer mit dem Kapitel wirklich auseinandergesetzt hatte, war der Februar um und von da an hatte man ganz andere Sorgen!

      2. Die EPL schaut in erster Linie auf ihr Produkt und die Einnahmen/Ausgaben Situation.
        Es wurde klar das bei Ausfall signifikanter Einnahmen die Spieler Spielerberater und Spielergewerkschaft nicht bereit waren in Anbetracht der Einnahmeausfälle die Ausgaben sprich Gehälter entsprechend anzupassen.
        Wir reden bei den EPL Eigentümern idR von der klugen erfolgreichen Köpfen die natürlich nicht akzeptieren das ein paar Leute wie Raiola etc und Spieler wie Walker etc ihren Club bzw Marke bzw Produkt diskreditieren.
        Der Brexit ist vollzogen d.h. insbesondere im Bereich des Arbeitsrecht ist man schon völlig unabhängig von den EUGH und der EU.
        Dh wenn man in UK ein salary cap einführt unterliegt man UK Recht (KHR hat ja immer wieder betont das die EU einen salary cap als nicht rechtskonform mit EU Recht abgelehnt hatte). MMn werden die Clubeigentümer mit der EPL nach dem Beschluss wann man den restart angeht sehr schnell überlegen und beschließen wie man sich nicht mehr auf der Nase herumtanzen lässt.

        BTW interessant das Keller und der DFB gerade jetzt das Thema wieder auf die TOP bringt insbesondere mit dem Hinweis auf die EPL…..

      3. “Die Premier League äußerte sich diplomatisch und vorsichtig optimistisch. “Wir haben ein positives Arbeitsverhältnis mit der FA und werden weiterhin konstruktive Gespräche mit ihnen und anderen Interessenvertretern führen”, hieß es. Der Ausgang der Verhandlungen ist allerdings völlig offen.”
        Das ist der Stand vom 31.01.2020 – und an diesem Stand hat sich Dank oder wegen Corona bis heute noch nichts geändert.
        Es geht nicht um EU- oder UK-Jurisdiktion.
        Es geht um das bisher noch nicht geklärte Arbeitsrecht.
        Sollte das bisher für Nicht-EU-Ausländer künftig für die EU-Ausländer gelten, wären davon alleine in England über 300 Spieler betroffen.
        Und da hilft diplomatisch und vorsichtig optimistisch erst mal noch nicht viel weiter.

        https://www.sportschau.de/fussball/international/premier-league-die-angst-vor-dem-brexit-100.html

      4. Laut dpa hat das Unterhaus gestern das Gesetz verabschiedet, wonach für alle Arbeitnehmer aus der EU ab 2021 die bisher geltende Freizügigkeit endet.
        Letztlich sind Profifußballe auch nichts anderes als Arbeitnehmer.

      5. @Anton
        Es gab bisher für non EU Fußballer etc Ausnahmen und es wird für EU Fußballer dann genauso Ausnahmen geben.
        Sie sind eben keine normalen Arbeitnehmer aus Sicht des UK.

        Anders als wir das sehen.

        Das ist aber garnicht der Kern der Debatte sondern das die Eigentümer bzw. deren Management die Gehälter und Gebühren der Spieler und Berater kürzen und begrenzen wollen.

        Und UK ist jetzt frei unabhängig von der EU ihre eigenen Sachen durchzuziehen wenn sie es denn wollen

      6. Wir sehen gar nichts und wie das Regierung in UK sieht und wie es der Verband sieht und wie es die Vereine sehen – kann man vermuten, glauben oder was auch immer.
        Wissen wird man es erst irgendwann im Herbst oder Winter. Der Verband ist vorsichtig optimistisch – was ist das, eine gesetzliche Regelung.
        Im Moment sind alle genauso schlau wie ManCity mit dem Cas – sie hoffen, aber sie wissen nichts!
        Insofern sollte man sich da noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

      7. Natürlich ist es bekannt und es steht sogar in dem von dir zitierten Artikel„

        Worum es geht, ist aber längst bekannt: Für nichteuropäische Ausländer gelten schon jetzt strenge Auflagen, die bald für alle ausländischen Profis gelten könnten. Um eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, bräuchte ein Spieler dann die Zustimmung des englischen Fußballverbands FA – kurioserweise auch für einen Wechsel nach Schottland. Doch die FA würde die Zahl ausländischer Spieler gern reduzieren, weil sie sich eine Stärkung des Nationalteams erhofft.
        Zwischen dem Verband und den Ligen droht ein Interessenkonflikt. Für die Zustimmung der FA und die Arbeitserlaubnis muss der ausländische Profi wohl ein etablierter Nationalspieler sein. Der Verband orientiert sich dabei an der FIFA-Rangliste der Nationalmannschaften. Je besser das Nationalteam seines Landes, desto mehr Einsätze werden von einem Spieler verlangt.“

        DH wenn ein EPL Club einen top NM Spieler holen wollen wird der natürlich immer wie bisher auch non-EU Spieler eine Arbeitserlaubnis erhalten. Und so streng wie beschrieben wurden die Maßstäbe auch nicht immer angelegt wenn man die Kader er top Clubs durchgeht ( zb Martinelli bei AFC und Perreira bei MUFC sind brasilianische Nachwuchsspieler die noch nie in der BM gespielt haben aber trotzdem eine Arbeitsgebehmigung bekommen haben).

        Die UK Regierung und die EPL werden sich nicht selbst ins Knie schießen. Natürlich will man den eigenen Nachwuchs fördern ( von dem man ja zzt sehr viel mehr hat als wir aufgrund der super NLZ/- Arbeit).

        Man will eben zurecht so einen Wahnsinn vermeiden das Huddersfield das Geld für mittelmäßige Buliprofis aus dem Fenster schmeißt. Das wird natürlich dazu führen das die Ablösen für britische Top Spieler signifikant steigen aber eben auch das mehr britische Talente in den EPL Teams eingesetzt werden.

        Hat aber alles überhaupt nichts damit zu tun das die epl Club Eigentümer Gehälter und Beratergebühren begrenzen wollen.
        Deshalb redest du weiterhin am Thema vorbei.

        Durch den Brexit kann die EU bzw EUGH nicht mehr Jurisdiktionen in UK durchsetzen was ja ein Hauptargument für den Brexit war.
        Und eine britische Regierung wird immer UK first entscheiden also immer zugunsten der EPL. Im wahren ihrer Interessen waren die Briten schon immer besser als wir(zB Finanzplatz City of London zu feinsten Frankfurt Paris!!!).

      8. BTW und das CAS entscheidet bereits im Juni über den MCFC Einspruch .
        Hoffentlich so das die weiterhin von der Cl ausgeschlossen bleiben.

        Und was Deine Aussicht anbetrifft das keiner irgendetwas weiß da bin ich auch anderer Meinung .
        Die Briten waren schon immer ein kapitalfreundliches Land die verstanden haben das der Grundstein für gutes erfolgreiches Wirtschaften im Kapital begründet ist.
        Ergo werden sie sich um die EU wenig kümmern sondern erstmal um dich selbst. Das was sie immer und immer sehr erfolgreich gemacht haben- nämlich sich Vorteile zu verschaffen.

  21. […] Müdes Comeback: Bayern schlägt Union “auswärts” mit 2:0 | Daniel […]

  22. Neuer hat bis Juni 2023 verlängert! Sehr schön. Freut mich!

  23. Gerade mit “Schrecken” festgestellt, dass der BVB das wesentlich einfachere Restprogramm nach dem direkten Duell hat!!
    Ein Sieg, aber wenigstens ein Remis in Dortmund ist fast schon Pflicht, damit wir Meister werden!
    Ich glaube nämlich, dass die Bienen, wenn überhaupt, dann nur noch in Leipzig Punkte abgibt.

    Wir haben noch einige Hürden und dazu das Pokalduell gegen die Eintracht direkt vor dem Spiel gegen Gladbach

    FCB: BVB:
    – D’dorf – in P’born
    – in L’kusen – Hertha
    – Gladbach – in D’dorf
    – in Bremen – Mainz
    – Freiburg – in Leipzig
    – in W’burg – H’heim

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Naja, so dramatisch ist der Unterschied nicht. Wir haben noch zwei richtig starke Gegner, Dortmund einen. Sonst ist es ein ähnlicher Mix aus Abstiegskandidaten und Mittelfeldteams. Dortmund hat im Saisonendspurt auch fast immer mehr Federn gelassen als wir, 2011/12 war die einzige Ausnahme. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann wir überhaupt das letzte Mal spät in der Saison eine Tabellenführung abgegeben haben? Irgendwann in den Neunzigern? Normalerweise wird sowas routiniert geschaukelt. Natürlich ist ein Sieg im Spitzenspiel immer schön, aber sonst mache ich mir da auch eher wenig Sorgen.

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