Heynckes: Kein Rücktritt, aber ein Rückzug

Steffen Trenner 04.06.2013

Wer die über einstündige Pressekonferenz verfolgt hat, wird gemerkt haben wie sehr Jupp Heynckes bei dieser Entscheidung mit sich gerungen haben muss. Es gehört aus meiner Sicht eine gehörige Portion persönlicher Reife dazu in dieser Situation den Verlockungen des Fußballgeschäfts zu widerstehen.

Hundertausende lagen ihm in den vergangenen Tagen zu Füßen, feierten ihn mit Gesängen und Lobeshymnen. Mit Real Madrid stand offensichtlich einer der größten Vereine des europäischen Fußballs bei ihm auf der Matte. So viel öffentliches Lob, Anerkennung und Verehrung können einen Menschen verändern. Kaum ein Sportler oder Politiker ist dem hehren Anspruch am Höhepunkt seine Karriere zu beenden gerecht geworden. Ottmar Hitzfeld wollte 2001 bei Bayern auf dem Höhepunkt aufhören und hat die Entscheidung doch weiterzumachen im Nachhinein bereut.

Auch wenn der Abschied von Heynckes noch nicht endgültig zu sein scheint. Heynckes ist den Verlockungen nicht erlegen. Er zieht sich für den Moment auf dem Höhepunkt seiner Trainerlaufbahn aus dem Fußballgeschäft zurück. Davor ziehe ich den Hut.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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