FC Bayern München – Hertha BSC 1:0 (0:0)

Es war der 25. März 2014, als der FC Bayern München die letzte Meisterschaft durch ein 3:1 Auswärtssieg in Berlin perfekt machte. Gut 13 Monate später krönten die Münchner eine bis dato sehr erfolgreiche Saison mit dem erneuten Titelgewinn. Wolfsburg hat zwar noch minimale rechnerische Chancen auf den Titel, muss dafür aber das Spiel am morgigen Sonntag in Gladbach gewinnen, sowie eine Tordifferenz von +32 Toren in den verbleibenden Spielen aufholen. Ein unrealistisches Szenario. Der FC Bayern erklimmt somit erneut den Zenit und kann den Titel zum dritten Mal hintereinander gewinnen. Zuletzt war das dem Klub zwischen 1998-2001 gelungen. Es ist offensichtlich, dass die aktuelle Mannschaft auf historischen Spuren wandert. Etwa 15 Jahre ist die letzte große und langanhaltende Titelphase her. Eine Erinnerung daran zeigt auch, dass Erfolg keine Selbstverständlichkeit ist und sich jedes Mal aufs Neue erarbeitet werden muss. Auch heute wieder. Die Analyse:

Falls ihr es verpasst habt:

Glück und Leid liegen oftmals dicht beieinander. Am späten Donnerstagnachmittag musste der FC Bayern auf seinen Social Media Kanälen verkünden, dass sich Holger Badstuber erneut verletzt hat und für mindestens drei Monate ausfallen wird. Ein Muskel im Oberschenkel ist so stark lädiert, dass sogar eine Operation nötig ist. Das Glück auf der anderen Seite verkörpert Javi Martinez, der zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison auf der Bank Platz nehmen durfte. Martinez fehlte der Elf von Pep Guardiola seit dem deutschen Super-Cup gegen Borussia Dortmund im vergangenen August, also vor gut 8 Monaten.

Durch die Verletzung von Badstuber und Rafinha, der ebenfalls nicht mitwirken konnte, ergaben sich drei Änderungen für Pep Guardiola im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel. Boateng, Schweinsteiger und Lahm rückten in die Startelf. Es fehlten Bernat und die besagten Badstuber und Rafinha. Weiterhin konnte Pep Guardiola nicht auf Franck Ribery und Arjen Robben zurückgreifen. Bei letzterem wurde ja bereits ein Blitz-Comeback gegen Porto vermutet, aber es reichte weder für das Spiel gegen Porto, noch für das Bundesligaspiel gegen Berlin. So ging Bayern mit einem 4-3-3 Grundsystem ins Spiel, bei dem Weiser auf der linken und Rode auf der rechten Außenverteidiger Position sicherlich in etwas ungewohnten Rollen aufliefen. Im Mittelfeld ergab sich über weite Strecken der Partie eine 1-2 Staffelung, bei der Schweinsteiger den defensiveren Part spielte. Gaudino und Lahm waren etwas weiter davor, wobei vor allem Gaudino sich immer ein Stück weiter zurückzog und teilweise auf einer Höhe mit Schweinsteiger agierte. Hertha setzte auf Konterfußball aus einer stabilen 4-4-2 Staffelung, die sich etwa 30 Meter vor dem Tor sehr eng aufzog. Das Bayern-Spiel wurde so immer wieder auf die Flügel gedrängt, wobei aber Weiser und Rode und ihre offensiven Partner Götze und Müller in viele Unterzahlsituationen geschickt wurden, da Hertha die Räume sehr eng hielt. Durch die Mitte ging über weite Strecken der ersten Halbzeit nichts, da Gaudino zwar viele Räume vor sich hatte, diese aber nicht perfekt nutzen konnte und keinen gefährlichen Vor-Vorletzten Pass an den Mann brachte. Zwar versuchte Lewandowski immer wieder eine Angriffseite zu überladen, war damit aber nicht erfolgreich. In der Summe passierte also sehr wenig, vielleicht hatten die Berliner nach einer Flanke von Schulz durch Stocker sogar die größte Chance (9.) in der ersten Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit reagierte Pep Guardiola und stellte um. Sinan Kurt gab sein Pflichtspieldebüt für den FC Bayern. Er kam für Gaudino. Weiterhin tauschten Weiser und Rode ihre Positionen. Rode kam fortan über die linke Seite und taktisch ergab sich dadurch eher ein 4-4-2 System, wobei sich beide fortan deutlich offensiver zeigten als in der ersten Halbzeit und phasenweise den 8er-Raum mit besetzten. Kurt beackerte zunächst die rechte Angriffsseite. Müller gesellte sich zu Lewandowski in die Sturmspitze. Durch diese Formationsänderung gab Pep Guardiola etwas an Kontersicherung auf. Deutlich wurde dies in der 55. Minute, als Nico Schulz das 1:0 für die Hertha auf dem Fuß hatte. Haraguchi spielte einen Steilpass auf Schulz, der alleine auf Neuer zugelaufen ist. Neuer blieb lange stehen und konnte den halbhohen Ball mit seinem rechten Arm über die Latte leiten – eine überragende Parade.

Auf Seiten der Bayern tat sich weiterhin wenig. Pep Guardiola reagierte und brachte in der 66. Minute Thiago für Müller und etwas später Pizarro für Götze. Erst ab diesem Moment kam der FC Bayern zu Torchancen. Zunächst war es Lewandowski nach einer Ecke (77.), dann war es Schweinsteiger nach einer Halbfeldflanke von Boateng (79.). Eine Minute später war es dann aber soweit. Weiser dribbelte sich auf der rechten Seiten durch vier (!) Gegner durch und legte geschickt auf Schweinsteiger zurück. Dieser verwandelte eiskalt und sicherte dem FC Bayern de facto die Meisterschaft – wie bereits vor zwei Jahren durch seinen Siegtreffer gegen Frankfurt.

Drei Dinge, die auffielen:

1. Das 4-4-2 Problem

Die Rückrunde des FC Bayern ist teilweise ein auf und ab. Gute Leistungen wechseln sich mit durchwachsenen Auftritten ab. Auffällig dabei ist die große Ideenarmut gegen Gegner mit einem gut gestaffelten 4-4-2-System. Gegen Wolfsburg und Gladbach ging man aufgrund individueller Fehler daher sogar als Verlierer vom Platz. Auch gegen Hertha BSC war wieder auffällig, wie abhängig der FC Bayern von seinen Individualisten Ribery und Robben ist. Zu selten wurde ein Gegenspieler ausgespielt, zu selten wurden so Räume geöffnet. Zugegeben, die Berliner erlaubten sich keinen individuellen Fehler und haben ihre Abwehrketten über weite Strecken der Partie sehr gut verschoben. An diesem Punkt gelang es dem FC Bayern nicht, eine Überzahlsituation zu schaffen. Waren in der ersten Halbzeit Rode und Weiser noch zu passiv, waren es in der Summe die Offensivsspieler, die sich in den direkten Duellen nicht durchsetzen konnten. So konnten die Außenspieler Götze nur 27%, Kurt 33% und Müller 50% der Zweikämpfe gewinnen. Zu wenig, will man auf ein stabiles Defensivkonstrukt Druck aufbauen. Überdies kam aus der Mittelfeldzentrale zu wenig Kreativität und ungenaue Zuspiele im letzten Angriffsdrittel. Daher erspielte sich der FC Bayern in den ersten 75 Minuten fast keine Torchancen und musste sich sogar beim Schlussmann Manuel Neuer bedanken, nicht in Rückstand geraten zu sein.

2. Hier kommt Kurt

Sechs Mal stand Sinan Kurt bereits im Bundesligakader des FC Bayern und trotz aller Verletzungen der “Stars”, kam er bisher nicht zu seinem Profidebüt. Um 19.30 Uhr am heutigen Samstag war es dann so weit. Der deutsche U-Nationalspieler, der vor der Saison von Borussia Mönchengladbach nach München gewechselt war, kam für Gaudino in die Partie. In seinen ersten 45 Minuten zeigte sich der junge Kurt sichtlich engagiert und versuchte mit einigen Flanken und 1:1-Situationen Druck auf die Abwehr der Hertha aufzubauen. Vor allem die ersten 15-20 Minuten hatte er dabei viele Ballkontakte, konnte sich aber meist nicht gegen zwei Herthaner durchsetzen. Mit der Einwechslung von Thiago tauschte Kurt mit Götze die Seite und hatte im späteren Spielverlauf weniger Einfluss.

Positiv zu erwähnen waren seine Standardsituationen. Seine Eckbälle konnten durchaus Gefahr entwickeln. Am Ende standen 38 Ballkontakte, 93% Passquote und ein Torschuss. In der Summe sicherlich eine Leistung, auf die er aufbauen kann. Spannend wird sein, ob er auch das nächste Jahr in München verbringt oder, wie bereits von Karl-Heinz Rummenigge angekündigt, ausgeliehen wird. Die gescheitere Leihe von Green zeigt, dass solche Szenerien nicht immer einen positiven Effekt haben müssen.

3. Endlich Weiser

In der 80. Minute zeigte Mitchell Weiser, warum der FC Bayern für ihn vor drei Jahren einen Millionenbetrag nach Köln überwiesen hat, obwohl er noch nicht mal ein Bundesligaspiel auf der Uhr hatte. Mittlerweile steht Weiser in dieser Saison bei neun Einsätzen, obwohl er seinen ersten Einsatz erst am letzten Hinrundenspieltag gegen Mainz hatte. In der Winterpause hat es dann scheinbar Klick gemacht. Von vielen Beobachtern wurde Weiser für seinen Einsatz gelobt und auch seine Einsatzzeiten sind sprunghaft angestiegen – natürlich auch bedingt durch viele Ausfälle und Abgänge. So entwickelte sich der 21-Jährige mittlerweile zum Spieler 13-15 im Kader, der immer dann eine Chance bekommt, wenn Spieler geschont werden sollen oder kleine Verletzungen Pep Guardiola zu Umstellungen zwingen. Und Weiser macht das nicht schlecht. Mal spielt er rechts im Mittelfeld, mal in der Abwehr oder wie heute zunächst als linker Verteidiger. Dabei entwickelt er eine beachtliche Konstanz. So steht er bei vier direkten Torbeteiligungen in den letzten sechs Bundesligaspielen. Mit 55% Zweikampfquote war er gegen Hertha BSC einer der wenigen Spieler, die am Ende eine positive Zweikampfbilanz aufweisen konnten. Das gesamte Team stand am Ende bei 45% – und damit 12% schlechter als der bisherige Bundesligadurchschnitt.

Weiser hat jetzt wohl noch vier Ligaspiele, um sich für einen neuen Klub zu bewerben. Der “Kicker” berichtete unlängst, dass sein Vertrag nicht verlängert wird. Ob da das letzte Wort, angesichts der Leistungen der letzten Wochen (der heutigen miteinbegriffen) schon gesprochen wurde, wird eine der wichtigsten Fragen der Kaderplanung in den nächsten Wochen sein.

FC BAYERN – HERTHA BSC 1:0 (0:0)
FC BayernNeuer – Rode, Boateng, Dante, Weiser – Schweinsteiger – Lahm, Gaudino (46. Kurt) – Müller (67. Thiago), Lewandowski, Götze (75. Pizarro)
BankReina, Alonso, Bernat, Martínez
Hertha BSCBurchert – Pekarik, Langkamp, Brooks, Plattenhardt – Skjelbred, Lustenberger – Haraguchi, Stocker (73. Hegeler), Schulz – Kalou (66. Ndjeng)
BankGersbeck,Heitinga,Niemeyer,Ronny
Tore1:0 Schweinsteiger (80.)
KartenGelb: – / Kalou
Zuschauer 75.000
SchiedsrichterGuido Winkmann (Kerken)
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Leserkommentare
  1. kurt

    Hehe, darauf hab ich ja schon lange gewartet. Freu mich jedes Mal, den Nachnamen von Sinan zu lesen. Ordentliche Leistung von ihm. Schade, dass er gegen so ein Bollwerk ranmusste und der Rest des Teams auf Sparflamme spielte, sonst hätte er vielleicht noch ein paar mehr schöne Szenen gehabt.

    Fand aber auch, dass das Spiel teils sehr auf ihn und Gaudino fokussiert war. Was ich als klare Ansage verstehen würde.

    Um mal auf Götze zu kommen, der wohl gerade wieder massiv kritisiert wird. Hab mich speziell auf ihn konzentriert und man hat wirklich gut gesehen, dass er vor allem beim Spiel ohne Ball sehr geschickte Läufe startet, nur leider wurden die von den Mitspielern häufig nicht genutzt (siehe Sparflamme).

    Wenn er den Ball hat ist er zwar leider oft eher unglücklich oder vermeidet das 1v1 (wobei ich das auch für eine taktische Anweisung halte, war im Portospiel eigentlich gut zu sehen), aber das schiebe ich auf die fehlende Frische. Müller und Lewandowski waren ja genauso platt. Die 3 spielen jetzt seit Wochen durch.

    Und bei Weiser muss ich sagen, wäre ich mittlerweile echt traurig, wenn er geht bzw. nicht verlängert (bekommt). Fände ich als Alternative zu Rafinha eigentlich echt passend. Vor allem da mir kein Knaller a la Danilo einfallen würde. Aber wenn Sammer oder Pep da einen zweiten Bernat aus dem Hut zaubern, wäre ich auch zufrieden. Priorität hat für mich da aber klar ein Winger.

    “Hazard oder nix.” ;)

  2. Johannes

    Das Spiel hat genau das geboten was ich erwartet hatte Energiesparfussball zwischen Champions League und DFB Pokal.Von daher kann man eigentlich durchaus zufrieden sein bei den Alternativen die Guardiola zur Vefügung standen.

    Zu Punkt 1
    Wurde hier ja schon des öfteren Thematisiert, ich denke dass da schon ein Plan hinter gesteckt hat, erstmal Ball laufen lassen, Gegner müde spielen, geht man mit 0:0 in die Halbzeit ist alles ok.Gegen Ende macht man dann immer mehr Tempo, und bringt noch paar frische Leute wenn der Gegner kaputt gespielt ist.Wir hatten zwar sicher ein bisschen Glück bzw Neuer bei der Riesen Chance von Schulz aber letztenendes ist der Plan ja aufgegangen.Sehe da ehrlich gesagt kein tieferes Problem, die meisten Teams verteidigen halt im 4-4-2, da ist es einfach nur wahrscheinlicher, damit hin und wieder mal Schwierigkeiten zu haben.

  3. Hero991

    Gut Analysiert wieder mal.

    Zu Punkt 1 gibt es glaube ich nichts hinzuzufügen. Daran sieht man wie wichtig Spieler sind die ins 1 gegen 1 gehen. ich frag mich nur, warum Götze es nicht macht bzw. nicht machen darf ?
    Ich hab Götze heute als Ballverwerter gesehen: Er nimmt den Ball an und leitet den dann weiter, manchmal hat man auch Mitch auf der linken Stürmer Position öfters gesehen als Götze. Ich kann mir vorstellen, dass das eine Taktische vorgabe ist aber ich sehe den Grund nicht.

    Punkt 2: Hat mich sehr gefreut ihn zu sehen. Ich hab gehofft, dass Hertha ein Foul in der nähe des 16ners macht in der Hoffnung ein Standard von Kurt zu sehen. Im Paulner Cup hat er ja schon beeindruckt gehabt.
    Gaudino fand ich heute aber besser als Schweinsteiger, lag wahrscheinlich daran, dass keiner Gaudino gedeckt oder Angegriffen hat. Er hatte viel Raum.

    Punkt 3:
    Pep sagte in der PK am Freitag, man werde sich nach der Saison nochmal zusammensetzen. Optimal wäre eine lange Verlängerung und eine lange Leihe.

    1. Christopher

      ich frag mich nur, warum Götze es nicht macht bzw. nicht machen darf ?

      Ich denke schon das er ins direkte Duell gegen darf. Aus meiner Sicht fehlt ihm zur Zeit etwas das Zutrauen bzw. Selbstbewusstsein. Mag sein, dass er nach der langen Saison mit mittlerweile fast 50 Spielen nach der WM mit Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League, sowie weiteren Nationalmannschaftseinsätzen etwas überspielt ist. Selbst gestern musste er wieder fast 75 Minuten gehen. Ein weiteres Problem ist die Rolle auf der Außenbahn. Hier kann er seine Pässe in die Tiefe kaum anbringen. Sein Gespür für den Raum geht ihm hier völlig ab. Aber aktuell ist er nun mal der beste verbleibende Spieler auf dieser Position.

      1. bsg

        na da würde ich mal grundsätzlich fragen, ob Götze zu BVB-Zeiten jemals der 1v1-Hengst gewesen ist? Also ich weiß es ganz einfach nicht, weil zu wenig geschaut. Mir scheint es jedoch, wie ich ihn bisher gesehen habe, dass er eben nicht zu den handverlesenen 1v1-Maschinen gehört. Also die, die auch aus dem Stand nen Mördersprint ansetzen und die Leute stehen lassen #Dribblingmaschine #Weiser ;-)
        Er schien mir super stark in Engen, bei Ballverarbeitung und -zuteilung aus der Bewegung unter Druck. naja hoffe es kommt rüber was gemeint ist

      2. Axel

        Ich habe schon vor Monaten angefangen, an Götze rumzunörgeln, mich aber hier von Euch gerne ab und zu eines Besseren belehren lassen. Ich weiß aber mittlerweile nicht, ob die Standarderklärungen für seine Leistungen ausreichen. Zu jung, überspielt, falsche Position – aber selbst damit sollte mehr von ihm kommen. Kurt hat oben geschrieben, er habe in der Partie speziell auf Götze geachtet. Habe ich auch, aber mir sind andere Sachen aufgefallen: Götze ist kein einziges Mal (!) an einem Berliner vorbeigekommen (und dafür muss man keine “1vs1-Hengst” sein), und selbst, wenn er seitlich am Gegner vorbeigelaufen und von ihm begleitet wurde, hat er nie Boden gewonnen. Oft bleibt er nach Pässen stehen anstatt zu gehen und sich wieder anzubieten. Seine beiden Torschussversuche waren nix. Wenn selbst das ZDF merkt, dass da zu wenig kommt, wird er bald zum nationalen Sorgenkind erklärt und jeder Pass von ihm unter die Lupe genommen. Hoffentlich kriegt er vorher noch die Kurve.

      3. Johannes

        Ich glaube nicht das es an der Form, der Position oder dem Selbstvertrauen liegt.Gestern war einfach mal durchschnaufen angesagt, weil die meisten einfach platt waren.Zudem ist die Gefahr bei Ballverlusten ganz vorne viel zu hoch ausgekontert zu werden, von daher tut man sich da keinen Gefallen ständig ins 1gg1 zu gehen.

        Entscheidend ist auch nicht auf welcher Position er spielt, sondern was um ihn herum passiert.
        Er hats doch am Dienstag gezeigt, das war bisher das wichtigste Spiel der Saison, daran sollte man ihn messen.Das Zusammenspiel mit Bernat funktioniert immer besser, wenn dann noch ein Thiago auf der Acht spielt anstatt einem Gaudino sieht das ganze wieder anders aus.

    2. Zum Glück heben endlich nicht mehr alle Götze in den Himmel. Momentan sehe ich bei ihm absolut keinen Fortschritt. Sobald er ins 1gegen1 geht, nimmt er immer Tempo raus. Dann braucht er sich auch nicht wundern, dass er nahezu nie an seinem Gegner vorbeikommt. Da würde ich auch behaupten, dass das absolut nichts mit der Position zu tun hat. Schlimm genug das Spieler wie Weiser oder Kurt für mehr Betrieb gesorgt haben als Götze. Ich glaube ja immer noch, dass er langfristig die Anlagen hat Robben und Ribery zu ersetzen, wobei die Spielweise natürlich nur schwer zu vergleichen ist. Aber was er derzeit abliefert, finde ich persönlich viel zu wenig.

      Schön zu sehen, dass Kurt auch mal ran durfte. Er hat mir wirklich gut gefallen und viel Einsatz gezeigt. Natürlich lief dabei nicht alles perfekt. Hoffentlich bekommt er in den nächsten Wochen noch die ein oder andere Minute in der Liga.

    3. Jo

      Von vielen wird ja hier jetzt eine Vertragsverlängerung mit Weiser gefordert. Man kann schon auf den Gedanken kommen.
      Allerdings sollte man das mal aus der Position von Weiser sehen. Vielleicht ist momentan der optimale Zeitpunkt für ihn den Verein zu wechseln?
      Durch die Umstände hat er völlig überraschend einige Spiele machen dürfen, wo er nicht schlecht aussah. Das verbunden mit dem Image als Bayernspieler und seiner Ablösefreiheit dürfte ihm einen guten Vertrag bei einem guten Verein sichern.
      Sollte er da bei Bayern bleiben? Er muss damit rechnen, dass der Kader nächstes Jahr quantitativ und qualitativ besser sein wird als in dieser Rückrunde. Er muss davon ausgehen, dass es nächstes Jahr nicht wieder ein derart extremes Verletzungspech geben wird.
      Wie viele Spiele wird er sich denn dann ausrechnen dürfen?
      Jetzt ist für ihn der Zeitpunkt gekommen wo er spielen muss, wenn aus seiner Karriere noch was werden soll.
      Ich könnte gut verstehen, wenn er sich denn verabschieden würde.

      1. Ibiza

        interessanter Punkt den du ansprichst bzgl. Weisers Eigensicht. Ich denke aber er fühlt sich total wohl bei Bayern, sowohl bzgl. der Mitspieler scheint er voll integriert (anders als zb. ein Shaquiri) zu sein als auch erfolgstechnisch hat man regelmäßig gut was zu feiern. Rafinhia, dessen potentieller Nachfolger er ist, kommt auch schon durchaus in die Jahre und falls man wirklcih erstmal noch keine größere Spielperspektive für ihn sieht könnte (er ist ja eben auch erst 22) kann wie oben schon angesprochen durchaus auch erstmal ne Leihe für ihn nochmal in Frage kommen wo er diesmal dann sicherlich zu ordentlich Spielzeit käme. Das erste Mal war ja eher ne unglücklich gelaufene Episode a la Green aber mittlerweile könnte wohl bei den meisten anderen Bundesligisten in der Startelf auflaufen und so auch ohne den FCB entgültig zu verlassen (was schon auch ein harter Schritt ist, bei keinem anderen dt. Verein hat man allzu realistische Chancen auf Titelgewinne, mit viel Glück springt vielleicht mal ein DFB Pokal raus) zu mehr Spielpraxis zu kommen, mit der Zeit würde er das aber wohl auch ohne größere Verletzungsprobleme bei den Bayern auch hier.

        PS: seine 4 Torbeteiligungen in den letzten 6 Spielen kamen übrigens sogar in effektiv (da er mehrere Spiele nur kurz reinkam) weniger als 4 Spieldauern zustande, das ist schon ein ziemlich sensationeller Lauf zuletzt, im da von Vereinseite her die Verlängerung zu verweigern wäre schon ziemlcih hirnrissig würde ich sagen..

      2. dek

        Na ja, wenn aus Weiser was werden soll kann er auch bei den Bayern unterschreiben. Mir ist er in der Saison eigentlich nie negativ aufgefallen, immer nur positiv. Deswegen versteh ich auch die ganzen Spekulationen nicht, dass sein Vertrag nicht verlängert werden könnte.

        Wenn du zu den besten gehören willst musst du dich eben bei Bayern durchsetzen und die Besten (Alaba, Müller usw.) zeigen, dass es auch locker möglich ist. Ein Poldi z. B. hat es unter 3 Trainern nicht geschafft und spätestens heute können eben alle erkennen, dass er keine Weltklasse hat.

        Die Verantwortlichen werden sich hoffentlich etwas dabei denken. Mein Eindruck ist jedenfalls, dass Weiser sehr viel Potenzial hat und auch weiterhin gut in unsere Mannschaft passen könnte.

  4. theodor

    In der Anfangsformation standen 9 deutsche Spieler, oder? Prinzipiell natürlich egal, ob da 9 deutsche oder 9 spanische Spieler stehen, aber bemerkenswert fand ich das schon. Ich kann mich an keine Bayern Mannschaft mit mehr deutschen Spielern erinnern. Irgendwie scheint es um den Nachwuchs auch nicht sooo schlecht zu stehen. Weiser hat schon was, wo ich mir als Bayernverantwortliche überlegen würde, ob man ihn nicht doch noch ‘ne Chance gibt. Vor allem ist er schnell und daran hapert es z.Z. in der Mannschaft.

  5. Jo

    Ein 100% Spiel. Spiel gewonnen, keine Spieler verletzt, und ach ja faktisch oder tatsächlich Meister geworden.
    Gerade das endgültige Erreichen des Primärziels Meisterschaft mag für die bevorstehenden schwierigen Wochen noch mal einen Push geben.

    Ansonsten das erwartet schwierige, zähe Spiel unter bekannt schwierigen Umständen. Deshalb finde ich weiterreichende Schlussfolgerungen wie unter 1. auch etwas verfehlt, da der vergleichende adäquate Maßstab für mich fehlt.

    Zu Gaudino habe ich auch eine etwas andere Meinung. Er hat mir (auch hier in Anbetracht der Umstände) wirklich sehr gut gefallen.
    Nachdem man ihn jetzt ja längere Zeit nicht bei der ersten Mannschaft sehen konnte, kommt es mir so vor als hätte er physisch etwas zugelegt. Er bekommt jetzt auch viel mehr Druck hinter den Ball. Was man schön bei etlichen, gelungenen langen Bällen sehen konnte, die er so sonst nie gespielt hat.
    Auch die Bemerkung “Durch die Mitte ging über weite Strecken der ersten Halbzeit nichts, da Gaudino zwar viele Räume vor sich hatte, diese aber nicht perfekt nutzen konnte und keinen gefährlichen Vor-Vorletzten Pass an den Mann brachte.” finde ich so nicht zutreffend. Ich muss da an die alte Fußballweisheit “Der Laufweg zieht den Pass und nicht umgekehrt” denken. Das beschriebene Problem lag eher daran, dass in der 1. Halbzeit fast gar keine Bewegung im Spiel war. Da ist es eben extrem schwierig Anspielstationen zu finden.
    Aus diesem Grund hätte ich ihn gerne auch in der 2.Halbzeit gesehen. Vor allem als dann nach einer Stunde ein anderes Tempo angeschlagen wurde.

  6. Hans

    Mich nervt das Spiel gegen Leverkusen zwischen Dortmund und Barcelona um ganz ehrlich zu sein. Im Kopf wird man bei Barca sein, will im Gegenzug wichtige Leute schonen, andererseits besteht dann die Gefahr, (deutlich) gegen Leverkusen zu verlieren, was man auch nicht will…

    1. kurt

      Sammer würde sagen es handle sich um eine ungünstige Konstellation :>

  7. bsg

    hahaha, der erste Effenberg-Kommentar, den ich zuende lese und es nicht bereue! Ja, das darf nicht passieren

  8. […] Selbstverständlichkeit ist und sich jedes Mal aufs Neue erarbeitet werden muss. Auch heute wieder. Christopher im April 2015 Die Meisterschale der Saison […]

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