FCB vs. BVB – Ein Eindruck vom Tag

Das war es also, das Spitzenspiel der Hinrunde zwischen Deutschem Meister und FC Bayern München. Für die Highlights im Videoformat bitte hier entlang zu Sky und eine wunderbare taktische Analyse gibt es wie immer drüben bei Spielverlagerung. Aufstellung, Statistiken und Analyse möchte ich anderen überlassen und mich auf die Stimmung vor, während und nach dem Spiel konzentrieren. Nicht im Stadion, aber in der Stadt, vor dem Fernseher und am Tag danach.

Vor dem Spiel

Für das letzte Wochenende hatten sich Gäste angekündigt und selbstverständlich besucht man mit ihnen dann die Weihnachtsmärkte in der Innenstadt und versucht einige Geschenke zu kaufen. An einem Fußballsamstag aufgrund der Menschenmassen eigentlich eine schlechte Idee, aber auch ziemlich interessant.
Schon am Vormittag belagerten angereiste Dortmundfans das Augustiner in der Kaufingerstraße und versuchten sich biergeschwängert an etwas Stimmung. Andere schlenderten zwischen Marienplatz, Viktualienmarkt und Sendlinger Tor, kauften einige Dinge ein oder waren an Glühweinständen zu finden. Oft nicht allein, sondern zusammen mit Bayernfans. Träger roter und gelber Schals begegneten sich friedlich an allen Ecken und auch wenn man die ein oder andere spitze Bemerkung hörte, blieb alles gemütlich und mit freudiger Erwartung an das Abendspiel.

So wünsche ich mir ein Fußballspiel und die Stimmung davor. Dieses Gefühl wenn die ganze Stadt wie elektrisiert ist und am Abend in Richtung Fröttmaning zur Allianz Arena schaut.

Das Spiel

Schon am Nachmittag waren die Bars und Restaurants voll und ab 18.30 Uhr waren wahrscheinlich nur noch diejenigen auf den Straßen, die mit Fußball nichts am Hut haben. Ob der Glühweinumsatz auf den Weihnachtsmärkten am Abend merklich zurückgegangen ist? Vermutlich schon.

Nach einer ersten Halbzeit mit wenig Höhepunkten hat man in der zweiten Hälfte öfters die Hände hochgerissen oder ein »Oh verdammt« gerufen. Wir hatten in einigen Momenten Glück und eine gute Hintermannschaft, aber nach vorn fehlte uns dieses Quäntchen dann. Toni Kroos erzielte das Führungstor, aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich nach dem Treffer eher weniger Hoffnung hatte als davor. So fiel der Ausgleich dann auch durch einen Deckungsfehler nach Standard und das Spiel wurde von da an mit offenem Visier geführt. Ein 1:1 Unentschieden ist durchaus leistungsgerecht. Für uns wäre dennoch mehr drin gewesen.

Ein starker Martínez wurde zum Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, unsere Verteidiger standen gut und auch Manuel Neuer leistete sich nur einen Patzer, der nicht bestraft worden ist. Im Vorwärtsgang fiel der spielfreudige Ribery auf und auch Thomas Müller konnte einige Dinge probieren. Bei ihm habe ich immer im Kopf »Ich probiere viel und manchmal klappt es dann«.

Der Kreuzbandriss für Holder Badstuber ist richtig bitter und der schlechte Beigeschmack des Samstagabends. Für ihn wird die Saison wohl gelaufen sein und das hat er, der ja erst eine Verletzung überstand, nicht verdient. So wird unser Innenverteidigungspaar nun Boateng und Dante heißen. Bei Ausfällen muss Martínez eine Reihe nach hinten rücken. Okay, da unser Kader Ausfälle verkraftet, aber alles andere als schön.

Nach dem Spiel

Kurz nach Abpfiff war ich natürlich etwas enttäuscht. Roman Weidenfeller hat dem BVB einen Punkt gerettet und wir hatten reichlich Chancen den Sack mit einem 2:1 und wahrscheinlich auch 3:1 endgültig zu schließen. Wir hätten uns das auch verdient und so blieb festzustellen: Wieder kein Sieg gegen Dortmund.

Einen Tag später sah die Welt für mich aber anders aus. Wir sind wieder auf Augenhöhe, müssen uns nicht fürchten und haben die Begegnung wieder in der Hand. Von einem Trauma habe ich nichts gesehen und jede Serie wird reißen. Die Schwarzgelben sind nicht mehr hochüberlegen und können uns an die Wand spielen. Wir haben Mittel und Wege gefunden gegen ihre taktische Formation und das frühe Pressing vorzugehen. Chancen wurden herausgespielt und die verdiente Führung erzielt. Das Gegentor fiel durch einen Fehler von uns und nicht wegen der Überlegenheit der Gastmannschaft. Das alles sind doch Erkenntnisse des Abends die uns positiv stimmen können.

Acht Punkte Vorsprung auf Leverkusen und 11 auf Borussia Dortmund können uns zufrieden stellen. Letztendlich bin ich froh, dass das Spiel nun vorbei ist und wir uns wieder auf das Tagesgeschäft konzentrieren können. Denn sind wir doch einmal ehrlich: das Unentschieden gegen Dortmund ist nur so viel wert wie drei Punkte in Augsburg und weitere drei Zähler Zuhause gegen Gladbach.

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Leserkommentare
  1. […] Miasanrot kommt zu einem positiven Fazit nach dem 1:1 der Bayern gegen den Meister. Einen Tag später sah die […]

Hinterlasse einen Kommentar zu Die Blogschau für Montag, den 03.Dezember 2012 | Fokus Fussball Antworten abbrechen

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