„Money!“ Kompany sorgt für Lacher – und beeindruckt mit Erklärung zur Premier League
Nick Woltemade wechselt zu Newcastle United. Bis zu 90 Millionen Euro sollen die Engländer für den Stürmer an den VfB Stuttgart überweisen. Ein Rückschlag für den FC Bayern München?
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Vincent Kompany sorgte auf der Pressekonferenz am Freitag zunächst für Lacher. Als er gefragt wurde, was aus seiner Sicht der Reiz der englischen Premier League sei, sagte er süffisant: „Money!“ Also Geld.
Dann aber wurde er gewohnt sachlich und lieferte eine beeindruckende Kurzanalyse der Situation. „Die Wahrheit ist: „Ich erinnere mich daran, wie wir mit Burnley in die Premier League aufgestiegen sind“, holte der FCB-Trainer aus: „Du hast TV-Gelder, die reinkommen und das sind 100 Millionen Euro. Für Aufsteiger. Und dann geht es für die anderen Teams los, den ganzen Weg nach oben.“
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Vincent Kompany: „Nicht nur eine Debatte für den FC Bayern München“
Innerhalb eines Sommers entwickle sich das Budget von 20 bis 30 Millionen Euro pro Jahr hoch auf 120 bis 130 Millionen Euro. „Damit würdest du dich in der Bundesliga mit den Top-8 oder Top-6 messen“, so Kompany. Auf dem Markt habe Burnley mit Frankfurt und Wolfsburg um Spieler konkurriert. „Und wir sind gerade erst aufgestiegen. Das ist die Realität. Wenn Sunderland jetzt Spieler von Leverkusen kauft und mit der AC Milan konkurriert, dann ist das die finanzielle Realität.“
In der Premier League selbst bedeute das aber immer noch nichts, „weil jeder andere noch mehr hat“. Es sei „die Natur dessen, was sich dort über viele, viele Jahre entwickelt hat – besonders mit dem TV-Geld und wie sie die Liga international vermarkten“.
Der Belgier denke aber „nicht, dass es nur eine Debatte für Bayern München ist, sondern es ist eine Debatte für die Bundesliga, einen Weg zu finden, um wettbewerbsfähig zu bleiben“. Dennoch wolle er die Situation nicht zu negativ sehen: „All die Spieler, die in die Premier League gehen, hatten nicht fünf oder sechs starke Jahre in der Bundesliga. Sie hatten ein oder zwei gute Jahre und dann sind sie gegangen.“
Was wiederum bedeutet, „dass wir mehr Spieler haben, die dieses Jahr durchkommen und die neuen Superstars werden. Ich glaube nicht, dass es eine Qualitätslücke geben wird“.
Um die besten Spieler zu behalten, müsse man jedoch „eine Bundesliga-Diskussion führen“. Die Bayern sollen bereit gewesen sein, ca. 60 Millionen Euro für Woltemade zu bezahlen. Neben dem Stuttgarter wechselten noch zahlreiche andere Bundesliga-Spieler nach England. Darunter Benjamin Sesko, Florian Wirtz oder auch Hugo Ekitike.
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