Edna Imade im dunklen Auswärtstrikot der FC Bayern Frauen.
Bild: Kaspar-Bartke/Getty Images

FC Bayern: Traumeinstand! Edna Imade ebnet den Weg zum 4:1 in Freiburg

Benita 06.02.2026

Nach dem 3:0-Heimsieg gegen RB Leipzig vor knapp zwei Wochen waren die FC Bayern Frauen zum ersten Auswärtsspiel des Jahres beim SC Freiburg zu Gast.

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Im Vergleich zu der Partie gegen Leipzig nahm Bayern-Trainer José Barcala vier Änderungen in der Startelf vor. In der Verteidigung spielten neben Giulia Gwinn dieses Mal Stine Ballisager, Magdalena Eriksson und Franziska Kett. Im Mittelfeld startete Momoko Tanikawa neben Georgia Stanway, dafür spielte in der Offensive Jovana Damnjanović neben Klara Bühl, Pernille Harder sowie Linda Dallmann von Beginn an. Im Tor stand wie gewohnt Ena Mahmutovic.

Verzichten musste Barcala für das Duell gegen Freiburg nur auf die langzeitverletzten Spielerinnen Lena Oberdorf und Sarah Zadrazil. Außerdem waren Barbara Dunst und Carolin Simon nicht im Kader.

FC Bayern Frauen vs SC Freiburg: Der Spielverlauf

Direkt zu Beginn der Partie übernahmen die Bayern die Spielkontrolle und die ersten gefährlichen Aktionen im Strafraum der Freiburgerinnen ließen nicht lange auf sich warten. Ein Abschluss mit dem Kopf von Harder war jedoch zu zentral auf die Torhüterin Laura Benkarth.

Anschließend kämpfte Freiburg sich etwas mehr ins Spiel und versuchte früh Druck auf die Bayern auszuüben. Damit hatten sie jedoch nicht viel Erfolg und das Spiel fand weiterhin überwiegend in der Freiburger Hälfte statt. Nach einer Ecke von Bühl wurde es erneut gefährlich, nachdem Freiburg den Ball nicht direkt klären konnte, jedoch verfehlte Ballisager dann direkt vor dem Tor den Abschluss.

In der Folge waren die Bayern weiterhin die dominierende Mannschaft, jedoch ohne zwingende Torchancen zu kreieren. Nach fast einer halben Stunde führte dann ein Angriff zum Erfolg. Gwinn gewann einen Zweikampf auf der Außenbahn und brachte den Ball rein auf Dallmann, die legte ab auf Harder, die dann den Ball zur 1:0-Führung ins Tor einschob.

Kurz danach zeigte sich Freiburg mal gefährlich, doch Mahmutovic konnte den Ball abwehren. Danach zeigte sich weiter das gewohnte Bild – die Münchnerinnen kontrollierten das Spiel und stießen immer wieder ins letzte Drittel vor, dabei kamen sie jedoch nicht zu weiteren zwingenden Torchancen.

Kurz vor der Halbzeitpause kam Freiburg dann doch noch zu einem gefährlichen Angriff. Die Bayern schafften es nicht den Ball zu klären, sodass Lisa Kolb zum Ausgleich traf. So ging es mit einem 1:1-Unentschieden in die Halbzeitpause.

Zweite Halbzeit: erst schwacher Start, dann souveräne Führung

Ohne Wechsel ging es in die zweite Halbzeit. Die Freiburgerinnen starteten sehr motiviert nach der Pause und versuchten mehr Spielanteile zu gewinnen. Derweil wirkten die Münchnerinnen etwas von der Rolle. Damit hatten sie auch Erfolg und in der Folge gestaltete sich das Spiel deutlich offener, als in der ersten Halbzeit.

Nach der offenen Anfangsphase gelang es Bayern dann wieder mehr Spielkontrolle zu erlangen, die Freiburgerinnen standen nun jedoch kompakter und ließen sich nicht mehr so leicht zurückdrängen. Nach einer knappen Stunde gelang es den Bayern, das Pressing von Freiburg aufzulösen, sodass Harder im Zentrum mit viel Platz nach vorne gehen konnte. Dann legte sie den Ball nach außen auf Gwinn, die den Ball anschließend wieder in die Mitte brachte, wo Harder ihn mit dem Kopf zur 2:1-Führung ins Tor traf. Der Treffer war zugleich auch das 100. Tor in der Bundesliga für Harder.

Danach gestaltete sich das Spiel weiter etwas offen – während die Bayern versuchten wieder dominierender aufzutreten, arbeitete Freiburg am erneuten Ausgleich. In der 71. Minute wurde Edna Imade für Bühl eingewechselt und gab damit ihr Debüt für den FC Bayern.

Imade fand sich in der Sturmspitze ein und traf mit erstem Ballkontakt direkt zum 3:1. Der Rückpass einer Freiburgerin geriet zu kurz, sodass Imade den Ball abfing und aus etwa 15 Metern den Ball wuchtig und sehenswert ins Tor schoss.

Kurz darauf spielte Stanway einen hohen Pass ins Zentrum und Gwinn legte den Ball auf Dallmann ab, die die zum 4:1 traf. Anschließend wurden erst noch Alara und Arianna Caruso für Damnjanović und Stanway eingewechselt und kurz danach Katharina Naschenweng und Bernadette Amani für Tanikawa und Kett, während das Spiel ohne weitere große Ereignisse zu Ende ging.

Drei Dinge, die auffielen

Starke Anfangsphase der Bayern

Die Bayern sind gut in die Partie gestartet. Direkt zu Beginn haben sie das Spiel kontrolliert und waren klar die dominierende Mannschaft. Sie haben mehrere gefährliche Situationen im Strafraum von Freiburg kreiert und das Spiel fand überwiegend in der Hälfte der Freiburgerinnen statt. Mit ihrer Ballkontrolle ließen sie es zunächst gar nicht zu, dass der Sportclub in seine Pressingmomente kam.

Die vielen Pässen und Kombinationen sorgten dafür, dass sie den Ball und die Gegnerinnen laufen ließen. Über weite Teile der ersten Halbzeit konnten die Bayern diese Dominanz aufrecht erhalten, jedoch haben sie es dabei verpasst weitere Tore zu erzielen.

Schwache Phase vor und nach der Pause

Zur Halbzeitpause folgte dann jedoch eine schwache Phase der FCB-Frauen. Der einzige wirklich gefährliche Angriff von Freiburg führt kurz vor der Pause zum 1:1-Ausgleich, insbesondere, weil die Bayern den Ball nicht rechtzeitig klären konnten. Auch sah Mahmutovic bei diesem Tor nicht besonders gut aus.

Nach der Pause brauchten die Bayern etwas, um wieder in die Partie zu kommen. Freiburg startete aktiver und in der Folge gestaltete sich das Spiel deutlich offener, als in der ersten Halbzeit. Mit dem hohen Pressing kamen die Münchnerinnen nicht wirklich zurecht. Die erneute Führung gab ihnen dann jedoch Sicherheit und mit den zwei weiteren Treffern konnten sie das Spiel schließlich souverän für sich entscheiden.

Edna Imade feiert Traumeinstand

Dass es am Ende nicht so hektisch lief, wie man zwischenzeitlich befürchtet hatte, lag auch am Torriecher von Edna Imade. Die Mittelstürmerin fand die perfekte Spielsituation für ihre Qualitäten vor: Freiburg musste hinten etwas öffnen und ins Risiko gehen, was wiederum Räume für Umschaltsituationen eröffnete.

Das Tor fiel zwar nicht aus einem langatmigen Konter, dafür aber aus einem Ballgewinn, bei dem sie schnell schaltete und der Bundesliga direkt ihren herausragenden Abschluss präsentieren konnte. Ein vielversprechendes Debüt. Imade wird mindestens eine sehr gute Jokerin sein, die in genau solchen Momenten den Unterschied machen kann. Ob es zu mehr reicht, wird auch davon abhängen, wie groß ihre fußballerischen Fortschritte in München sind.

Bayern bauen Vorsprung auf Wolfsburg vorerst weiter aus

Mit dem 4:1-Sieg gegen den SC Freiburg konnten die FCB-Frauen ihren Vorsprung in der Tabelle auf den Zweitplatzierten, den VfL Wolfsburg, vorerst auf neun Punkte ausbauen, da das Spiel von Wolfsburg beim SV Werder Bremen wetterbedingt verschoben werden musste.

Für den FC Bayern geht es dann am Mittwoch um 18 Uhr mit dem Nachholspiel vom 16. Spieltag beim FC Carl Zeiss Jena weiter.

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