FC Bayern - Eintracht Frankfurt, Allianz Arena, 1:0, Abraham vs. Lewandowski, CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images

FC Bayern – Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0)

14 Tage nach der Länderspielpause traf der FC Bayern auf Eintracht Frankfurt. Die akut abstiegsbedrohte Eintracht war die einzige Mannschaft in der Hinrunde, die sich gegen die Münchner schadlos halten konnte und keinen Gegentreffer kassierte.

Vor dem Spiel stand Mario Götze als Nationalspieler im Fokus. In der heimischen Allianz Arena konnte er mit einem guten Länderspiel Rückenwind für die anstehenden Wochen sammeln.

Falls Ihr es verpasst habt:

Pep Guardiola wechselte im Vergleich zum Auswärtssieg gegen den FC Köln auf fünf Positionen. Besagter Götze stand fast wie erwartet in der Startelf der Münchner. Martínez gab nach langer Verletzungspause sein Comeback. Hinzu kamen noch Lahm, Müller und Ribery auf Seiten der Münchner.

Taktisch ergab sich eine Mischung aus Dreier-/Vierkette mit Bernat, Alaba und Martínez. Wenn benötigt, reihte sich Lahm in die Kette ein. Meistens war es aber Alonso der sich aus dem Mittelfeld zurükfallen ließ und von dort aus versuchte, das Spiel strukturiert aufzubauen.

Niko Kovac, der noch recht junge Eintracht-Trainer setzte auf ein klares 5-4-1-System. Im Vergleich zu den letzten Wochen rückte hierfür Oczipka als linker Innenverteidiger in die Mannschaft.

Bayern-Frankfurt, GrundformationenBayern-Frankfurt, Grundformationen

Djakpa spielte als linker Außenverteidiger. Bemerkenswert war aber weniger die Aufstellung der Frankfurter als die Interpretation. Die Abwehrkette schob sehr weit raus. Teilweise 30-35 Meter vor dem eigenen Tor. Dadurch verengten die Frankfurter das Spielfeld. Vorne versuchte die SGE, die Münchner konsequent mit vier bis fünf Spielern anzulaufen. Das gelang den Eintrachtspielern zunächst sehr gut. Die Münchner spielten immer wieder lange Bälle in die Spitze, die aber viel zu ungenau waren.

Gerade das Pressing der Frankfurter und die hohe Stafflung brachten viel Hektik in die Partie. Die Mannschaft von Pep Guardiola versuchte zu oft es mit vertikalen Bällen, die in die Schnittstelle der Frankfurter Fünferkette gespielt wurden. Weil auch dem Passgeber meist nur wenig Zeit für das Zuspiel blieb, ergab sich die erwähnte fehlende Präzision. Viele Bälle gingen so aus Münchner Sicht schnell verloren. Da Frankfurt wiederum nichts mit dem Ball anzufangen wusste, entstand eine gewisse Hektik durch die vielen Ballbesitzwechsel.

Nach zwei Durchbrüchen von Ribery auf der linken Angriffseite nährten sich aber die Münchner zunehmenden dem Frankfurter Tor an. Entscheidend für den Siegtreffer war ein Lauf von Götze im Mittelfeld und ein Ausrutscher von Oczipka. Dieser ermöglichte Götze einen freien Schuss aus 14 Metern. Hrádecký konnte den Ball zunächst parieren, doch der Abpraller flog Richtung Ribery, der aus 16 Metern zum Seitfallzieher ansetzt und den Ball über den Frankfurter Schlussmann zentral ins Tor befördert.

Der Führungstreffer brachte den Münchnern zwar mehr Sicherheit, aber Frakfurt blieb seinem Spielstil weitesgehend treu. Die Folge waren insgesamt fünf Abseitsstellungen auf Seiten der Münchner und eine Reihe von Foulspielen nach den Steilpässen. Diese extreme Spielweise lässt sich auch an den Zahlen ablesen. Der FC Bayern hatte in der ersten Halbzeit “nur” 65% Ballbesitz und eine Passquote von 83%. Insgesamt spielten die Bayern 51 Fehlpässe im ersten Durchgang.

In der zweiten Halbzeit änderte sich am Spielverlauf nicht viel. Die Münchner schalteten früh zwei Gänge zurück und kamen nur selten zu Abschlüssen. Am nächsten dran war Xavi Alonso mit einem Freistoß. Den Torerfolg konnte nur die Latte verhindern (52.). Nur zwei Minuten später konnte das Frankfurter Pressing mal klug umspielt werden, so dass Bernat auf dem Flügel ohne Gegenspieler war. Sein Torschuss wurde aber Hrádecký pariert. Nach einer Stunde verflachte die Partie. Kovac schöpfte früh sein Wechselkontigent aus, da viele Frankfurter Spieler bereits sichtlich angeschlagen waren. Pep Guardiola brachte im Verlaufe der zweiten Hälfte Vidal und Costa, die erst spät von ihren Länderspieltrips zurückgekehrt waren. Beide konnten den Münchnern aber keine entscheidenden Impulse mehr geben. Erst in der Schlussminute, als die Münchner einen Einwurf schnell ausführten, hatte Müller noch die Chance auf einen Treffer, doch auch er scheiterte am Frankfurter Schlussmann.

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So blieb es letztlich beim 1:0-Heimsieg der Münchner. Gerade ab der 60. Spielminute unternahmen die Münchner nicht mehr als nötig.

3 Dinge, die auffielen:

1. Minimalistenfußball

Wie schon vor der Länderspielpause operierten die Münchner am unteren Leistungslimit. Dies lag zum einen an den aufopferungsvoll aufspielenden Frankfurtern, aber vor allem an der Spielweise der Münchner. Viel zu ungenau wurde das Spiel aus der Abwehrreihe aufgebaut. Angefangen bei Manuel Neuer, der nur drei von 13 langen Befreiungsschlägen beim Mitspieler anbringen konnte. Alaba (1 von 3 lange Bälle angekommen), Martínez (4 von 8) und Lahm (5 von 11) unterstreichen das unpräzise Aufbauspiel mit teilweise deutlich unter 50% Genauigkeit bei den sonst so sicher vorgetragenen Spieleröffnungen. Die hochstehnde Abwehr von Frankfurt konnte nicht genutzt werden, weil die eigenen Bälle viel leichtfertig hergeschenkt wurden.

Ein weiteres Problem lag in der Flügellastigkeit auf der linken Angriffsseite der Münchner begründet. Nahezu jeder Angriff wurde über diese Flanke vorgetragen. Müller auf der rechten Seite war de facto nicht im Spiel. Er brachte es in über 90 Minuten nur auf 36 Ballkontakte. Nur etwas mehr hatte Götze mit 40 in etwas weniger Spielzeit. Hauptproblem war, dass Frankfurt so geschickt presste, dass der einfache Pass auf den Außenspieler nicht möglich war. Nur fünf Pässe konnte Martínez aus der eigenen Hälfte in die gegnerische Hälfte spielen. Auch Alonso, Lahm und Thiago schafften es nicht, dass Spiel mal so zu verlagern, dass über beide Angriffseiten Gefahr hätte ausgestrahlt werden können.

So schleppte sich die Partie über weite Strecken und litt an der Ideenlosigkeit der Münchner, die aber zugebenermaßen im Vergleich zum Köln-Spiel vor der Länderspielpause deutlich mehr Abschlüsse generierten (21 Torschüsse).

2. Mario Götze

11.17 Kilometer ist Mario Götze gegen Frankfurt gelaufen und war bis zur seiner Auswechslung der Bayernspieler mit der größten Laufleistung. Positiv in Erinnerung bleibt das Erkennen der Lücke kurz vor dem 1:0. Hier wurden die großen Stärken von Götze sichtbar. Er erkennt Raum und weiß, wie er ihn für sich nutzen kann. Begünstigt durch den Ausrutscher von Oczipka leitete Götze so den Führungstreffer der Münchner durch die Zentrale ein. Mit vier Torschüssen zeigte sich Götze sichtlich bemüht. Nur Lewandowski hatte mehr Versuche (6) auf Seiten der Münchner. Hinzu kam eine direkte Torschussvorlage.

Bedingt durch die Spielweise der Frankfurter ging die Partie aber über weite Strecken der Partie an ihm vorbei. Hinzu kamen einige Unsauberkeiten, die nach der langen Pause zwar normal sind, dennoch den Spielfluss der Bayern nicht beförderten. Mit drei unnötigen Ballverlusten führt Götze die Statistik auf Seiten der Münchner an. Hinzu kamen fünf eigene Foulspiele, die dementsprechend zu Ballbesitz Frankfurt führten. In der Summe, gerade unter Einbeziehung des Länderspiels, war es dennoch eine gute Woche für Götze und ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings hat er noch einen steinigen Weg vor sich. Insbesondere wenn die Mannschaft in der Liga nur noch das absolute Minimum abruft.

3. Die Null steht.

Aufgrund der beschriebenen Leistung ist es umso wichtiger, dass der FC Bayern defensiv zuletzt sicher stand in der Bundesliga. Frankfurt kam auf vier, Köln auf sechs und Bremen auf zwei Abschlüsse. Zusammengenommen mit dem Spiel gegen Borussia Dortmund ist der FC Bayern seit vier Spielen ohne Gegentor. Trotz der Versuche von Pep Guardiola, Rekonvaleszenten wie Benatia und Martínez wieder in die Mannschaft zu integrieren. Es war die 26. Variation in der Defensivreihe der Münchner im 40. Pflichtspiel der Saison. Gerade aufgrund der vielen Verletzungen ist es bemerkenswert, dass die Münchner erst 13 Gegentore hinnehmen mussten. Pep Guardiola hat es verstanden sein Defensivkonzept noch weiter zu verfeiern und den Gegner durch gutes Pressing noch seltener zum Torabschluss kommen zu lassen. Im Schnitt kommen die gegnerischen Mannschaften in der Bundesliga auf nur 6.6 Abschlüssse. 12% weniger im Vergleich zum Vorjahr (7.5 Schüsse aufs Tor). Bemerkenswert, vor allem wenn man bedenkt, dass der beste Abwehrspieler im Team seit Wochen verletzungsbedingt ausfällt.

Es wird auch in den kommenden Wochen darauf ankommen, möglichst fehlerfrei in der Defensive zu spielen. Punktverluste wie in den Vorjahren gegen Ende der Saison kann sich der FC Bayern in diesem Jahr nicht leisten. Nicht so lange Dortmund noch im Rennen um die Meisterschaft mithält. Sollte der FC Bayern sogar ins Halbfinale der Champions League einziehen, dann stehen neun Spiele im April im Terminkalender. Eine beachtliche Zahl. Es wird auf alle Mannschaftsteile ankommen, damit diese wichtige Saisonphase auf den krönenden Abschluss der Saison hinführt.

FC Bayern – Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0)
BayernNeuer – Bernat, Alaba, Martínez – Alonso, Lahm, Ribery, Thiago, Götze (85. Vidal), Müller – Lewandowski (71. Costa)
BankUlreich, Tasci, Rafinha, Rode, Kimmich
FrankfurtHrádecký – Djakpa, Oczipka, Abraham, Zambrano, Chandler – Ben-Hatira (64. Kittel), Huszti (48. Stendera), Hasebe, Aigner – Seferović (58. Castaignos)
Tore1:0 Ribery (20.)
KartenLewandowski (41.), Götze (55.) / Abraham (41.), Ben-Hatira (45.), Chandler (49.), Stendera (51.)
SchiedsrichterFlorian Meyer (Burgdorf)
Zuschauer75.000 ausverkauft
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Leserkommentare
  1. Ronald

    Super Analyse wie immer. Ich hätte mir gewünscht, dass die wichtige Bedeutung von Ribery in der Analyse stattfindet. Wie im Bericht bereits erwähnt, gingen die ganzen Angriffe auf Franck Riberys-Seite. Man bekommt den Eindruck, immer wenn er den Ball dann passiert etwas. Er hat eine wahnsinnige Dynamik und seine Spiel ist immer zielorientiert bzw zielorientiert. Außerdem merkt man den Faktor Ribery, das Spiel ändert sich dann. Mir gefällt, anders bei Robben, dass er teilweise in der Defensive aushilft. Er hat ein tolles Spiel gemacht zumindest in der 1. Hälfte war er der entscheidende Akteur.

    Götze fiel mir heute nicht so enorm auf. Ich würde sein Auftritt heute als “solide” bezeichnen. Es waren zwar leichte Ansätze seines Potentials zusehen jedoch in vielen Situationen überzeugt er mich nicht. Man hat das Gefühl, dass er iwie gehemmt ist. Ich bin echt neugierig, wie es mit ihm weitergehen soll.

    Meiner Meinung nach macht Pep Guardiola einem großartigen Job und ich finde diese Hetze seitens Medien und Fans echt widerlich. Er verleiht den FC Bayern auch einen internationalen Glanz und hievt den Verein auf ein ganz neues Niveau.

    Mit freundlichen Grüßen

  2. Jo

    Deutliche Siege gab’s wohl gestern. Immerhin wieder ein Spiel vom Kalender genommen.
    Schön dass es für Götze und Martinez für fast zweimal 90 Minuten gereicht hat. Für die nächsten Wochen wird es dringend notwendig sein Optionen zu haben.
    Warum Alaba dagegen als einziger immer jede Minute auf dem Platz sein muss ist mir noch ein wenig ein Rätsel. Rächt sich hoffentlich nicht irgendwann.

  3. Osrig

    Ich fand das Spiel angesichts der Umstände – Länderspielpause und CL gegen Benfica schon am Dienstag – durchaus ansprechend. Es war klar, dass die Jungs nicht bis an ihre Grenzen gehen würden, um Kräfte zu schonen, und trotzdem hatte ich nie ernsthaft das Gefühl, der Sieg könnte noch in Gefahr geraten, nachdem das 1:0 einmal herausgeschossen worden war. Sicher, ein 1:0 ist ein denkbar knappes Ergebnis, doch war Frankfurt offensiv derart harmlos, dass die Mannschaft von Kovac keine einzige gefährliche Aktion erzeugen konnte, zwei Halbchancen waren alles. Was wiederum für die Abwehrleistung unserer Spieler spricht, die – wie ja auch im Bericht erwähnt – konzentriert gegen den Ball gearbeitet haben und sich auch als Offensive nicht zu schade waren, nach rückwärts zu arbeiten.
    Martinez hat sich überraschend gut eingefügt, ein paar Wackler, aber dafür schon gut im Positionsspiel und im Spielverständnis mit unseren anderen Abwehrspielern. Selbst nach vorn hat er sich etwas getraut.
    Alonso wie gewohnt sehr souverän, auch unter Pressingdruck. Überhaupt waren in solchen Momenten Spielsituationen zu bewundern, in denen unsere Spieler versuchten, durch schnelle Ein-Kontakt-Pässe sich aus dem Pressing herauszuspielen, was ein paar mal richtig gut aussah! Ich denke, in diese Richtung geht Guardiolas Spielphilosophie, und ich bedaure es daher um so mehr, dass er geht, denn in dieser Entwicklung sehe ich noch reichlich Potential bei unserem FCB:-)
    Ribéry! Muss man zu unserem Filou noch etwas sagen? Von Anfang an unter Strom, trotz seines Alters pfeilschnell, und immer in der Lage, aus einem Pass noch etwas zu machen, den Ball entweder noch zum Mitspieler oder auf den Kasten zu bringen.
    Und sein Tor war ja nun “a la bonne heure” und ganz sicher Eines Marke “Tor des Monats”, wenn nicht sogar des Jahres. Einfach Klasse! Und Franck war richtig gut unterwegs, eben auch nach hinten absichernd, und vorn immer wieder Unruhe stiftend. In dieser Form ist er aus der Mannschaft nicht wegzudenken. Allerdings, in der zweiten Hälfte tauchte unsere Nummer 7 dann doch ab, was sicherlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass die Mannschaft eben für Dienstag Kräfte sparen wollte.
    Götze habe ich auch ganz gut gesehen, mir schien, er hatte diesmal etwas mehr Bindung im Spiel, seine Stärke zeigte sich wie erwähnt vor dem Führungstreffer, als er die sich bietende Situation erkannte, dynamisch in den Frankfurter Strafraum eindrang und den Abschluss suchte. Schon vorher hätte er mit etwas Glück ein Tor erzielt, als er nur um eine Fussspitze zu spät kam. Auch danach war er recht umtriebig, und erwies sich als sehr ausdauernd. Eine Gala ist sicher noch nicht zu erwarten, aber je mehr auch er seinen Rhythmus entwickeln kann, um so besser wird er auch in den Situationen nach vorn werden. Ich hoffe, dann auch im Zusammenspiel mit Thiago, wovon ich mir ja nach wie vor Einiges erhoffe!
    Letztlich können wir zufrieden sein, denke ich, und mit Zuversicht in die ungleich schwierigere Aufgabe gegen Benfica gehen. Und danach wartet Stuttgart, die ja noch ein paar Punkte gegen den Abstieg brauchen und vermutlich unseren Jungs mehr abfordern werden als die Frankfurter, gerade auch in der Abwehr. Aber, ich bin optimistisch! :-)

  4. Marco05

    Nicht bis an die Grenzen gehen und die maximalen Punkte einfahren ist das eine. Das andere sind für mich diese unerklärlichen Unkonzentriertheiten (Lustlosigkeiten will ich jetzt bewusst mal nicht schreiben ;) )

    Man kann sicher auch konzentrierteren Minimalistenfußball spielen, aber diese (Fehl-)Passquote macht nachdenklich. Und für mich hat das nichts mit der Länderspielpause zu tun, die waren alle wieder rechtzeitig zurück, dazu ein Heimspiel und außerdem war es die ersten 60 Minuten gegen Turin und auch schon in vorherigen Spielen leider auch der Fall.

    Ich frage mich, warum die Mannschaft zur Zeit nicht die “richtige” Einstellung hinbekommt. An der Langeweile kann es ob der Dortmunder Hartnäckigkeit nicht liegen. Außerdem irritiert mich das kollektive an dem Umstand. Das mal einzelne Spieler abfallen – normal. Das die ganze Truppe mehr oder weniger (ihr schreibt es ja, selbst die Bälle von Neuer kommen nicht mehr an) davon betroffen ist bereitet Sorge.

    Ich habe ehrlich gesagt grade nicht die Hoffnung, dass der Schalter mal so mirnichtsdirnichts umgelegt wird und wir wieder in alte Spaßfußball-Modi wechseln können. Wenn wir da nicht verdammt aufpassen gibt es Dienstag schon ein böses Erwachen.

    Drei Dinge die auffielen:
    1. Martinez – +
    2. Götze – +/-
    3. Tasci hilft sofort. Nicht.

    1. Pep

      ich kann dich verstehen, wir alle würde gerne den Pep Hinrunden-Fußball über eine ganze Saison sehen. Aber ich glaube das ist schlicht weg nicht möglich, nicht mit so vielen Verletzten und dem Kader. Ich würde sogar sagen, das Bayern noch nie so eine Konstanz hatte wie jetzt unter Pep. Im Gegensatz zu vielen anderen finde ich eben nicht das Bayern einen so überragenden Kader hat. Sorry , aber das ein ALonso eine wichtige Stütze der Mannschaft sagt alles. Was ein Weltklasse-Mittelfeldspieler ist hat Toni Kroos gegen Italien gezeigt. Den hatten wir ,der wurde verkauft um 2-3 Millionen im Jahr zu sparen,

      1. Marco05

        Aber warum hat der einzelne Spieler denn gefühlt keinen Spaß mehr? Gestern war es nur Ribéry, der sowas wie Spielfreude ausgestrahlt hat. Götze hat noch nach dem Länderspiel gesagt “wie froh er ist, endlich wieder zu spielen”. Und? Viel gelaufen, ok, aber sonst? Das hat mir im Moment alles zu viel Pflichterfüllungs-Charakter. Und am schlechten Wetter kanns gestern auch nicht gelegen haben…

        Und zu Kroos: 2-3 Millionen für EIN gutes Spiel im Jahr wären mir aber auch zu viel ;)

      2. Jo

        Zu Kroos: Langt ja grade noch für Barca. Da sind wir besseres gewohnt.

      3. Tipic

        Ich sehe das Problem nicht so sehr im Mittelfeld. Der große Unterschied zur Hinrunde ist doch das Fehlen von Boa. Der ist – insbesondere, was seine Fähigkeiten im Spielaufbau betrifft, – schlicht nicht ersetzbar.

      4. Götze ist am Samstag zwar sehr viel gelaufen, aber unter seinen Statistikwerten fällt seine Zweikampfquote sehr negativ auf. Mario Götze gewann 11% seiner Zweikämpfe. Nur elf Prozent …! (Quelle: kicker) Und Zweikämpfe sind das A und O des Fußballs!

        Mit diesem Wert kann man ihn gegen Benfica nicht spielen lassen. Zum Vergleich: Lewy gewann 57% seiner Zweikämpfe.

      5. Tipic

        Ich kann mir nicht vorstellen, dass Götze am Dienstag spielt.
        Im üblichen 4-1-4-1 werden wir wahrscheinlich Vidal auf der 6 sehen, davor Ribery – Thiago – Müller – Costa, dazu Lewy.
        Und die Abwehrkette … Lahm als RV gesetzt, DA27 ebenfalls gesetzt, aber ob er LV oder IV spielt, hängt wohl davon ab, wer zwischen Kimmich, Bernat und Martinez zum Zug kommt.

      6. Ju

        In welchem Universum sind Zweikämpfe denn das A & O im Fussball?

        Die miese Zweikampfquote kommt daher, dass er einige Fouls gespielt hat. (lange Verletzung-Timingprobleme-Foul .. ist jetzt nicht erst seit gestern normal).

      7. Jo

        Jetzt mal unabhängig davon ob Zweikämpfe das A und O im Fußball sind, ist da schon allein die Erfassung problematisch. Jeder Anbieter hat da andere, teilweise deutlich voneinander abweichende, Werte zu bieten.
        Von Götze habe ich zu diesem Spiel z.B. auch einen Wert von knapp über 31% gesehen (ZDF?).

        Und wenn man sich dann über die Zahlen einig wäre, könnte man über die Interpretation derselben noch Bücher verfassen.
        Ohne sich im Detail zu verlieren ein Beispiel: Alaba oder Benatia hätten bei Moratas Solo vor dem Tor von Juve ein taktisches Foul gezogen. Gilt als Zweikampfverlust. Wäre das gut oder schlecht gewesen?
        In dem Fall sicher klar (aber auch vielleicht nur im nachhinein??), aber worauf ich hinaus will ist, dass Zweikämpfe von all diesen Statistikwerten vielleicht die am schwierigsten einzuordnenden sind.
        Vor allem wenn man sich nur ein einzelnes Spiel herausnimmt. Über eine ganze Saison mittelt sich da dann schon eher was brauchbares raus.

      8. Die offizielle Bayern-App gibt folgende Statistiken zum Frankfurt-Spiel des Mario Götze aus (via Matchcenter):

        Torschüsse: 4
        Torschußvorlagen: 2
        Zweikämpfe: 10%
        Pässe: 32
        erfolgreiche Pässe: 87,5 %
        Gelbe Karten: 1

        Da können die angeblichen 31 Prozent vom ZDF nicht stimmen. Und wer seine Zweikämpfe meist verliert, der verliert auch meist den Ball. Auf jeden Fall kann er nicht das umsetzen, was Pep von ihm verlangt: geordneter, schneller Aufbau und die Mitspieler in vielversprechende Situationen für einen Torabschluß zu bringen.

  5. wipf1953

    Ich denke, dass die Mannschaft spielen wird, die gegen Juve aufgelaufen ist. Mögliche Änderung Bernat für Kimmich (so dass Alaba auf die IV rücken würde). Ist ja schön, dass wir wenigstens diese eine Variante haben. Martinez hat am Samstag durchgespielt – denke, er pausiert jetzt erst mal.

    Mich nervt die Arroganz (grad in den Medien), dass alle schon denken, die Sache sei durch. Fakt ist, seit 2013 war jede ko-Runde ein Gewürge. Meistens musste mit Kampf gewonnen werden. Klar, es war mal ein 6:1 dabei. Aber morgen wird es anders laufen.

    1. wipf1953

      Wobei es hoffentlich keine “Doppel-Sechs” (oder was auch immer) bestehend aus Alonso und Vidal geben darf. Vidal auf der Position von Alonso, dafür Thiago rein. Und dann kanns losgehen ..

  6. Marco05

    Ich gehe von voller Offensivpower aus. Also Müller, Lewy, Rib, Costa und Coman. dahinter Alonso und Vidal. In der IV entweder Kimmich/Benatia oder Alaba. Je nachdem.

  7. Brian Laudrup

    OT aber deswegen nicht weniger interessant: DFB und DLF haben die Zahlungen der Bundesligavereine an Spielervermittler von März ’15 bis März ’16 veröffentlicht.
    (http://www.bundesliga.de/de/dfl/dfl-und-dfb-veroeffentlichen-spielerberater-honorare-agmd28.jsp)

    Das Ergebnis finde ich äußerst interessant.

    1. Schalke 04 16.860.333 Euro
    2. Bayern München 16.663.250
    3. Borussia Dortmund 15.720.350
    4. VfL Wolfsburg 12.883.826
    5. TSG 1899 Hoffenheim 11.720.500
    6. Bayer 04 Leverkusen 10.962.610
    7. Borussia Mönchengladbach 7.100.000
    8. Werder Bremen 5.959.000
    9. VfB Stuttgart 5.217.669
    10. Hamburger SV 5.179.113
    11. Hertha BSC 4.174.390
    12. 1. FC Köln 3.335.000
    13. 1. FSV Mainz 05 2.721.250
    14. Hannover 96 2.713.074
    15. FC Augsburg 2.570.038
    16. Eintracht Frankfurt 1.914.830
    17. FC Ingolstadt 04 1.274.400
    18. Darmstadt 98 761.000

    Schalke?!? Außerdem: “Die Zahlen beinhalten neben Zahlungen an Vermittler durch Transfers auch Vergütungen, die durch Vertragsverlängerungen von Profis angefallen sind.” Bedenkt man die hochkarätigen Vertragsverlängeungen beim FCB in dieser Saison erscheint mir das vergleichsweise “günstig”.

  8. wipf1953

    Ich sehe das anders, Brian.

    Bayern hat für ca. 90 Mios. Transfers gemacht (alleine Costa und Vidal kamen auf weit über 60 Mio.). Berater kassieren aber nicht nur Provision für die Ablösen, sondern auch für Handgelder und Gehalt (zw. 8 – 12% heißt es). Dann gibt es Provisionen aber nicht nur bei Transfers, sondern auch bei Vertragsverlängerungen (wieder das gleiche Spiel, Handgeld und Gehalt). Bayern hat 2015/2016 mit Boateng, Martinez, Thiago, Müller, Neuer und Alonso verlängert .. inzwischen auch Alaba ..

    Coman hat bisher nur Leihgebühr ausgelöst. Da kommt der “Schluck aus der Pulle” noch.

    Ergo: Die Zahlen geben ein falsches Bild.

    1. Ablösen werden in Raten bezahlt. Provisionen dann vielleicht auch? Ein Fünfjahresvergleich wäre besser.
    2. “Eigentlich” bekommen die Berater ihr Geld vom Spieler (jedenfalls bei Beckenbauer und Robert Schwan war das noch so, smile ..). Oft aber bezahlen die Vereine beim Transfer dann doch den Berater. Das kann entweder direkt erfolgen, oder indem man dem Spieler seinen “Aufwand” erstattet.

    Bayern hat drei große Transfers gemacht und sieben dicke Vertragsverlängerungen. 10 Transfers, von denen S04 keinen Einzigen stemmen kann. Auch wenn S04 alles, alles, alles falsch gemacht hat, sie können nicht mehr bezahlen als die Bayern.

    Das Einzige, was ich aus der Tabelle ablese, ist, was für ein Wahnsinnsgeld die Berater sogar von so einem Haufen wie S04 kassiert ..

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