José Barcala (FC Bayern).
Bild: Adam Pretty/Getty Images

FC Bayern Frauen: Nachträglich für Afrika-Cup qualifiziert! Neuzugang fehlt wochenlang

Jonas 12.01.2026



Bereits früh während der Saison verletzten sich mit Sarah Zadrazil und Lena Oberdorf zwei Schlüsselspielerinnen schwer am Knie und werden in dieser Spielzeit auch voraussichtlich kein Spiel mehr bestreiten können. Dies führte zu einem Engpass im zentralen Mittelfeld, auf den der Deutsche Meister erst einmal nur intern reagieren konnte.

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Neben der gesetzten Georgia Stanway kamen abwechselnd Arianna Caruso und Momoko Tanikawa auf der Sechs zum Einsatz. Mit der Öffnung des Wintertransferfensters konnte Bianca Rech mit der Verpflichtung von Bernadette Amani vom spanischen Erstligisten CD Tenerife Femenino das Mittelfeld der Bayern nun auch extern verstärken.

Die Kapitänin der Elfenbeinküste „ist eine äußerst zweikampfstarke und kompakte Spielerin, die durch ihre Schnelligkeit, Stabilität aber auch ihr sicheres Passspiel überzeugt“, begründete Rech die Verpflichtung der 28-Jährigen. Doch Amani wird dem FCB im Frühjahr voraussichtlich mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Trotz verpasster Quali: Amani mit Elfenbeinküste beim Afrika-Cup

Denn vom 17. März bis zum 3. April findet in Marokko der CAF Women’s Africa Cup of Nations statt, für den es eine Abstellungspflicht gibt. Zwar war Amani mit der Elfenbeinküste eigentlich unglücklich in der Qualifikation für das Turnier gescheitert, doch der Verband entschied sich nachträglich, die Anzahl der Teilnehmerinnen von 12 auf 16 Nationen zu erhöhen.

Diese vier verbliebenen Qualifikationsplätze wurden anschließend anhand der FIFA-Weltrangliste unter den Verliererinnen der zweiten Qualifikationsrunde verteilt, zu denen neben Kamerun, Mali und Ägypten auch die Elfenbeinküste zählt. Somit kann die Ivorerin unverhofft doch noch an dem Turnier teilnehmen und für ihr Land um den Titel kämpfen.

Für die Bayern bedeutet dies jedoch, dass sie vorrausichtlich einige Partien nicht auf die Dienste von Amani zurückgreifen können. Denn ähnlich wie beim derzeit stattfindenden Africa-Cup der Männer stehen für José Barcalas Team im Zeitraum des Turniers einige Pflichtspiele an.

So könnte Amani die Auswärtsspiele in Hamburg (im Pokal), Köln und Essen sowie das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (alle Bundesliga) verpassen. Zudem droht sie bei einem erfolgreichen Turnier für die Elfenbeinküste ebenfalls für die beiden Viertelfinalpartien in der Champions League nicht zur Verfügung zu stehen, die am 24./25. März und am 1./2. April stattfinden.

Alles andere als optimal – sowohl für die Spielerin als auch für den Verein. Insgesamt sechs Spiele könnte Amani also nicht zur Verfügung stehen.

FC Bayern mit nächstem Engpass? Auch Momoko Tanikawa fehlt für mehrere Partien

Und damit nicht genug: Auch Momoko Tanikawa nimmt im Frühjahr mit ihrer Nationalmannschaft Japan an einem großen Turnier teil und könnte somit bei mehreren Spielen fehlen. Denn vom 1. bis (maximal) 21. März findet der AFC Women’s Asian Cup in Australien statt.

Zwar stehen zur Zeit des Asien-Cups ebenfalls für die europäischen Nationalspielerinnen ein paar Länderspiele an, das Toptalent der Bayern könnte mit den Auswärtspartien in Hamburg (Pokal), Köln und Essen (beide Bundesliga) dennoch bis zu drei Spiele verpassen.

Dass sich der Zeitraum von Amanis und Tanikawas Abwesenheit bei diesen drei Spielen auch noch überschneiden könnte, bringt die Bayern jedenfalls mal wieder in Personalnot auf der Sechserposition. Georgia Stanway und Arianna Caruso sollten in dem genannten Zeitraum jedenfalls in Watte gepackt werden.

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