FC Bayern München – Hamburger SV 6:0 (3:0)

Acht, sieben oder doch nur sechs? Dem Hamburger SV schallte auf dem Weg nach München viel Gelächter entgegen – wie sich herausstellen sollte, vollkommen zurecht.

Schon vor der Partie deutete sich wegen der Startformationen an, wie dieses Spiel aussehen würde.

Falls Ihr es verpasst habt:

Jupp Heynckes blieb gegen den HSV bei seiner Rotations-Richtlinie und wechselte erneut fast die halbe Mannschaft aus. Daraus ergab sich eine Viererkette mit Kimmich, Boateng, Hummels und Alaba, ein Mittelfeld mit Martínez und Vidal sowie einer offensiven Viererreihe aus Robben, Müller, Lewandowski und Ribéry.

Die Grundformationen beider Mannschaften. Hamburg reagierte bereits nach 25 Minuten.

Bis auf die verletzten Coman sowie Neuer und den erst kürzlich genesenen James bot Heynckes somit eine Art aktuelle A-Elf auf und bestätigte damit seine vor ein paar Wochen getätigte Aussage, der Stammformation Spielpraxis zu geben. Für Wagner, Rudy, Tolisso, Süle, Thiago und Bernat bedeutete dies einen Bank-Platz.

Die angesprochene Vierer-Offensivreihe sollte die defensiv eingestellte HSV-Mannschaft um den Strafraum herum binden. “Defensiv eingestellt” darf im Bezug auf die Startelf der Norddeutschen allerdings fast schon als Untertreibung gelten: Mit Santos, Papadopoulos, van Drongelen, Diekmeier sowie Jung und Walace auf der Doppelsechs und Sakai, nominell auf dem rechten Flügel, standen sieben Defensivspieler auf dem Platz. Kostic, Hunt und Schipplock bildeten die kleine Offensivabteilung.

Genau acht Minuten lang hatte diese kleine Division einen Anreiz, hoch zu stehen und gegen die Bayern-Kette zu pressen – dann kam Franck Ribèry und verwertete einen unglücklichen Fehlpass von Sakai gekonnt zum 1:0. Die frühe Führung sorgte für das, wofür eine frühe Bayern-Führung gegen den HSV immer sorgt: Panik. Und da Panik in Zweikämpfen im Strafraum ein schlechter Begleiter ist, hatte Robert Lewandowski beim 2:0 vier Minuten später leichtes Spiel und köpfte nach Kimmich-Flanke ein.

In der 19. Minute folgte Tor Nummer Drei, bei dem weder Boateng vor seinem perfekt gespielten langen Ball, noch Alaba bei seiner schönen Weiterleitung im Strafraum und nicht einmal Lewandowski bei seinem Abschluss gehindert wurden. Es bereitete einem fast schon Schmerzen, die passive, inkonsequente und komplett verunsicherte HSV-Defensive bei ihrem Versuch zu beobachten, irgendwie nicht unterzugehen.

Dabei sollte in der Folge eine Umstellung auf eine kompakte Viererkette helfen (Spoiler: Auch diese Maßnahme änderte nur wenig). Dass das 3:0 auch das Halbzeitergebnis war, lag vor allem an der etwas gemächlicheren Münchner Spielweise und einer nicht ganz optimalen Chancenverwertung.

Schon nach acht Minuten beendete Ribéry die Hamburger Träume.
(Foto: Guenter Schiffmann / AFP / Getty Images)

Auch in der zweiten Hälfte setzte sich die ruhige, konzentrierte Spielweise der Bayern fort. Neun Minuten lang kombinierten die Roten um den Strafraum herum – dann traf Arjen Robben zum 4:0 und sorgte für die erste nennenswerte Szene nach der Pause. Die weiteren: Tolissos Verletzung in der 62. Minute, die zu seiner Auswechslung führte, Thiagos Pfostentreffer nach schöner Kombination über links in der 66. Minute, Lewandowskis Großchance in der 75. und Ribérys wunderschönes Solo zum 5:0 in der 80. Minute.

Robert Lewandowski setzte den Schlusspunkt – mit einem verschossenen und einige Minuten darauf mit einem verwandelten Elfmeter. Ein 6:0 gegen den HSV über das es in der Analyse nur wenig zu sagen gibt. Wir versuchen es trotzdem in drei Dingen, die auffielen.

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Drei Dinge, die auffielen:

1. Großartiger Müller

Es mag etwas untergegangen sein in letzter Zeit, aber Thomas Müller hat es seit einigen Monaten geschafft, die vielleicht größte Krise seiner Karriere komplett hinter sich zu lassen. Auch gegen den HSV zeigte Müller eine herausragend gute Leistung. Seine Spielweise als Raumfüller irgendwo zwischen Lewandowski, Robben und Ribéry ist derzeit der entscheidende Baustein im Münchner Angriffsspiel. Müller schafft es immer wieder, Überzahlsituationen zu kreieren und ist gleichzeitig als zweite Anspielstation im Strafraum unentbehrlich.

Dazu kommt der Müller-Faktor: Der Kapitän marschiert mit einer derart beeindruckenden Einstellung voran, dass niemand in der Mannschaft auf die Idee kommt, in irgendeiner Form nachzulassen. Ein Beispiel: Mitte der ersten Hälfte klärt der HSV in der Defensive einen Ball ins Seitenaus – und Müller? Rennt wild gestikulierend auf den Balljungen zu, um möglichst schnell die Überzahlsituation auszunutzen.

Diese Mentalität, in Kombination mit seiner spielerisch-taktischen Klasse und seiner derzeit herausragenden Form lassen Müller immer mehr zu dem entscheidenden Trumpf im Kampf um die großen Ziele der Saison werden. Dass der “Raumdeuter” seine Krise komplett hinter sich gelassen hat, ist die vielleicht beste Nachricht der bisherigen Bayern-Saison.

2. Genau richtige Dosierung

Für Spiele wie das am Samstag gegen den HSV gibt es theoretisch zwei Herangehensweisen. Option 1 wäre, die klare B-Elf spielen zu lassen, vielleicht ergänzt durch einige Talente aus dem Nachwuchs. Klar, das könnte zum Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung führen, hätte aber wohl auch gereicht, um den schwachen HSV zu schlagen.

Option 2 wäre, mit Vollgas auf ein hohes Ergebnis zu spielen. Pep Guardiola hätte das vermutlich getan und von seiner Mannschaft verlangt, eine durch die Bank perfekte Leistung abzurufen. Ohne Frage, für beide Varianten gibt es zur Genüge Argumente. Der Heynckes-Ansatz jedoch ist vermutlich die beste Kombination aus beidem.

Die Elf, die der routinierte Bayern-Trainer auf den Platz schickte, war über 90 Minuten fokussiert und auf den Punkt genau eingestellt. Es war eine rundum solide Vorstellung dieser Mannschaft – aber eben eine, die den effizienten Umgang mit den Ressourcen ermöglichte.

Eine Mannschaft so zu coachen, dass sie auf ihrem höchsten Niveau bleibt ohne sich zu verausgaben, ist eine Kunst – Jupp Heynckes hat am Samstag bewiesen, dass er sie beherrscht.

3. Eine schlechte Nachricht…

…haben wir doch noch: Der Hamburger SV wird, so der heiße Tipp der Miasanrot-Redaktion, am Ende dieser Saison absteigen. Das ist eine schlechte Nachricht für alle HSV-Fans (auch der Autor dieser Zeilen ist einer dieser armen Kerle), aber auch für die Bayern-Fans. Ob Düsseldorf, Nürnberg, Kiel, Bielefeld oder Regensburg – wer immer für den HSV in die Liga kommt, wird es dem FC Bayern schwerer machen.

Denn, so viel lässt sich festhalten: Leichter als die Heimspiele gegen den HSV war in den letzten Jahren kein Saisonspiel.

Bayern – Hamburg
BayernUlreich – Alaba, Hummels, Boateng, Kimmich – Martínez, Vidal (46. Tolisso (65. Rudy)), Müller – Ribéry, Lewandowski, Robben (63. Thiago)
BankWagner, Süle, Bernat, Starke
HamburgMathenia – Douglas, van Drongelen, Papadoupolos, Sakai, Diekmeier (26. Janjicic) – Walace (70. Vagnoman), Jung – Kostic, Schipplock, Hunt
BankHahn, Pollersbeck, Waldschmidt, Jatta, Salihovic
Tore1:0 Ribéry (8.), 2:0 Lewandowski (12.), 3:0 Lewandowski (19.), 4:0 Robben (55.), 5:0 Ribéry (81.), 6:0 Lewandowski (90., FE)
KartenGelb: Vidal (4.) / van Drongelen (28.), Santos (75.)
Schiedsrichter­Christian Dingert, Tobias Christ, Timo Gerach, Arno Blos, Sascha Stegemann, Robert Kempter
Zuschauer75.000
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Leserkommentare
  1. Jo

    Also ich werde den HSV vermissen. Da hat sich mittlerweile eine so schöne Tradition in unseren Heimspielen entwickelt.

    Nicht dass es heute im Spielverlauf zwingend aufgefallen wäre, aber neben 1. Müller is back kann man 2. dies so allmählich bei Boateng sagen. Er hat seit einiger Zeit körperlich wieder eine ganz andere Ausstrahlung und Präsenz. Er scheint auch wieder deutlich erschlankt zu sein und wirkt nicht mehr gar so klobig. Könnte wie 1. einer unserer Trümpfe für die nächsten Wochen werden.

    Schade für Tolisso, ich will mal hoffen das hat viel schlimmer ausgesehen als es ist. Den könnten wir schon noch brauchen. Sein Verhalten vor dem 4:0, richtig gut. Da hätte er doch fast noch einen Scorerpunkt verdient.

    1. FR7

      Stimme dir bei Boateng zu, vor ein paar Monaten noch stach Hummels neben Boateng deutlich dominanter heraus, da hat Boateng nun aufgeholt. Seine Laserpasse sind so dermaßen geil anzuschauen und immens wichtig für unser Spiel gegen tiefstehende, kompakte Gegner. Den HSV werde ich aber nicht vermisse, irgendwann ist echt mal gut. Das bringt auch frischen Wind in die Liga und unsere Roten dürfen sich z.B. an einen bis dato unbekannten Gegner versuchen, hat ja auch was.

  2. FR7

    Ribéry muss meine Gebete erhört haben und steigerte seine Form drastisch, zumindest heute. Erinnerte mich an den Ribéry der damals zu meinem Lieblingsspieler wurde. Jedes Mal als er nach einem Foul zu Boden fiel hielt ich den Atem an. Franck in dieser Form ist ein Schlüsselbaustein für die Champions League, hätte mir gewünscht, dass sein Spiel heute mit einem eigenen Punkt in der “Drei Dinge, die auffielen” Liste gewürdigt wird. Ich stimme Felix zu, das war von Anfang bis Ende ein super Spiel heute, Jupps hartes Training scheint zu fruchten. Auch wenn es heute ein Testspielkick war, Rudy und Thiago gefielen mir auch sehr gut. Ich mache mir Sorgen um Tolisso… :(

    1. Olorin

      In der Tat das stärkste Rib-Spiel seit langem und eines, das nochmal die Phantasie ordentlich anheizen kann. Übrigens fand ich auch Alaba bärenstark, ich hab mich gefühlt wie 2013 :) Aber ehrlich gesagt tu ich mir bei Spielen gegen den HSV sehr schwer, irgendwas für Begegnungen gegen richtige Gegner abzuleiten…

      1. Done

        “Aber ehrlich gesagt tu ich mir bei Spielen gegen den HSV sehr schwer, irgendwas für Begegnungen gegen richtige Gegner abzuleiten…”

        Genau das ist der Knackpunkt, leider. Aber trotzdem schön und die Tendenz geht ja eindeutig nach oben.

  3. Tschemp

    Für mindestens 10 Bundesligagegner sind Robbery noch mehr als gut genug, mal sehen ob man sie deswegen nicht doch noch weiter hält?
    Nächste Woche in Leipzig oder danach gegen den BVB wird die Meisterschaft fix gemacht. Ansonsten gilt es nur noch, Szenen wie mit Coman gegen Hertha oder heute Tolisso zu vermeiden. Es kann doch nicht sein, dass sportlich so unbedeutende Spiele uns wichtige Spieler rausreißen. Die Spieler dürfen da auch nicht so in die Zweikämpfe gehen, verletzen kann man sich immer, aber doch nicht so dämlich selbstverschuldet!

    1. Nunja, geht Tolisso nicht so hin, heißt es von vielen Seiten, er geht nicht in dern Zweikampf, lässt Einstellung vermissen etc. Das würde ich jetzt nicht höher aufhängen als nötig, sondern unter “dumm gelaufen” verbuchen. Schade natürlich, dass uns, je nachdem wie “kaputt” er ist, eine Option fehlt.

      Verlängern mit Robbery von mir aus, aber dann müsste das auch etwas konstanter kommen. Ribéry hat natürlich stark aufgespielt heute, aber man sollte es natürlich in Relation zum Gegner sehen, der ja nun wirklich alles andere getan hat als sich IRGENDWIE zu wehren. Und als sie es dann versucht haben, war es zum einen zu spät und zum anderen so von Frust durchzogen, dass dabei noch zwei Elfmeter rausspringen.

      Wirklich erschreckend, wie sich der HSV präsentiert. Ob der Verein die Fans wieder zum Grillfest lädt, nachdem sie sich erneut haben abschlachten lassen? Irre.

      1. Mika

        „Nunja, geht Tolisso nicht so hin, heißt es von vielen Seiten, er geht nicht in dern Zweikampf, lässt Einstellung vermissen etc.„

        Und wen interessiert das? So, mit der diagnostizierten schweren Schienbeinprellung, fällt er länger aus als dieser Quark Thema gewesen wäre.

      2. Ja klar, wenn man es natürlich weiß, ist das Mist. Aber wenn du mit der Einstellung in die Spiele gehst, gewinnst du halt auch keinen Zweikampf. Ob das jetzt unbedingt in unserem Interesse ist…?

      3. Olorin

        Ich seh das wie Sirius. Mit der Begründung dürften sich Ribéry und Robben bei ihrer Verletzungsgeschichte ja keinem Gegner mehr als zwei Meter annähern. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass wir hier über einen Spieler sprechen, der um seinen Platz in der Mannschaft kämpfen muss und meistens (so auch in diesem Spiel) nur Reservist ist. Wenn sich Tolisso in der Rotation nach oben kämpfen will geht das sicher nicht mit Alibifußball und wenn ein Spieler dieses Alters und mit diesem Status im Verein gemütlich über den Platz traben würde wäre das wohl ein bedenkliches Zeichen. Im Zweikampf zurückziehen kann er immer noch, wenn er gesetzter Leistungsträger ist und niemandem mehr etwas zeigen muss.
        Außerdem auch halb so wild. In Istanbul hätten wir ihn am besten eh geschont (da gelb vorbelastet), jetzt halt noch ein bis zwei Spiele dazu. Wenn es wirklich nur eine Prellung ist sollte er bis zum nächsten wichtigen Spiel schon lang wieder fit sein.

      4. Yilde

        Sollte man mit Robbery verlängern, hoffe ich dass dabei deren Rollen auch klar kommuniziert und angenommen werden. Ich denke beide könnten weiterhin eine große Hilfe sein, in der Rotation unterstützen und Verletzungen ersetzen. Wäre Top. Sollten beide ihre Starallüren aber nicht ablegen und auf Stammplatz pochen sollte man sich das mit dem Verlängern aber zweimal überlegen

      5. Mika

        @sirius / olorin
        ich meine das auch nicht so, wie ihr das – imo – aufgefasst habt. Grundsätzlich soll die Einstellung natürlich nicht von Beginn lasch sein. Ich hab lediglich auf die Szene plus Kontext reagiert: haushoch geführt, der Liga enteilt, freier Ball und vorhersehbares Malheur. Da zieh halt nicht voll durch und geh stattdessen ins Pressing und wenn sich wer drüber aufregt -> wen interessiert das?

  4. Marco05

    Das Spiel selbst war eigentlich wie immer. Allerdings habe ich schon seit Minute 8 den Kaffee auf wegen eines gewissen Arjen R.
    Der führt sich vor dem 1:0 auf wie ein Irwisch weil der Steilpass von Lewandowski nicht so kommt wie er ihn gerne hätte und verpasst vor lauter Gemaule fast das Tor.

    Das Verhalten ist auf gut deutsch unter aller Sau und ärgert mich maßlos. Damit bin ich jetzt mit Robben um diesem Thema auch durch. Dennoch sollte dies mal angesprochen werden. Für mich einer der Gründe warum wir uns aich dieses Jahr international früh verabschieden werden…

    Zustimmung zu Boateng. Ganz stärker Auftritt Heute!

    1. Done

      “Für mich einer der Gründe warum wir uns aich dieses Jahr international früh verabschieden werden…”

      Für mich einer der Gründe warum es auch dieses Jahr international weit gehen wird!
      Und vermutlich sogar noch weiter als die Jahre zuvor schon, wo lediglich einmal im Viertelfinale (verpfiffen bis vercoacht) , ansonsten erst im Halbfinale Schluss war. Manche scheinen schnell zu vergessen.

      1. Liza

        Nun ja, spielerisch finde ich uns schon immer noch etwas schlechter als in den vergangenen Jahren, aber unter der Woche habe ich sowohl PSG-Real als auch Spurs-Juve gesehen und keine wirkliche Angst bekommen. Das ist alles auf Augenhöhe mit uns und letztlich entscheidet da wie in den vergangenen Jahren auch wohl Tagesform, Matchglück, etc. Nur Liverpool möchte ich nicht. Die sind unser Kryptonit.

      2. Olorin

        @Liza
        “Nur Liverpool möchte ich nicht. Die sind unser Kryptonit.”

        Ahm…das ist aber deine ganz persönliche Spekulation, oder? Wir haben gegen Liverpool schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gespielt, von den damaligen Spielern und Trainern ist heute keiner mehr im jeweiligen Verein aktiv. Auch wenn du sicherlich insofern Recht hast, dass Klopp-Teams in KO-Spielen immer ätzend zu spielen sind für eine Ballbesitzmannschaft. Im Spiel zerstören gibt´s wahrscheinlich neben Mou keinen besseren Trainer momentan auf dem Markt.

      3. Liza

        @Olorin: Ja, das war nicht historisch gemeint, sondern spekulativ auf die Spielanlage gemünzt.

    2. Michael

      Ja, Robben hat gemault. Aber nach dem abgewerten Schuss von Kimmich (ich glaube zumindest, diese Szene war es) läuft er sofort zur Ecke. Weitermachen, immer weitermachen! Der Typ ist halt super ehrgeizig. Das ist seine Stärke und Schwäche zugleich. Aber die Stärke überwiegt.

      1. Marco05

        Um Ehrgeiz geht es hierbei gar nicht. Hast du diese “Weitermachen”-Geste je bei Lewandowski gesehen? Die beiden haben in jeder Szene Klärungsbedarf. Da gibt es meines Erachtens ein Riesenproblem. Das wäre mir an sich völlig wurscht, solange man es nicht auf dem Platz sieht und das tut man leider sehr deutlich.

        Man darf auch mal maulen, wenn man in deutlich besserer Position übersehen wird – kein Ding, aber nicht in der 8. Minute weil ein Pass nicht ankommt. Das hätte er auch bei keinem anderen Spieler gemacht. Aber wie gesagt, das nervt (vielleicht nur) mich so sehr, dass Robben aktuell mit diesem Verhalten an seinem Denkmal rüttelt und ich vermutlich froh bin, wenn er irgendwann weg ist. Nicht schön aber es ist so und schuld ist er selbst.

      2. Ju

        @Marco
        Das mag schon alles sein, du hast dich aber auch darauf eingeschossen. Da geht es dir wie mir, wenn Arturo mal wieder einen Passweg zugehen lässt und anschließend den Ball in den falschen Fuß spielt – Ja, das ist ein Problem, aber passiert wesentlich seltener als mir “mein Gefühl” suggeriert und darüber hinaus anderen auch. Hast du am Dienstag PSG-Real geschaut? Da müssen sich dir doch die Zehennägel hochgerollt haben. Cavani und RC17 (oder wie auch immer der sich nennt) lassen Robben und Lewandowski ja fast freundlich wirken – und da stand der brasilianische Sympathiebolzen schon gar nicht auf dem Platz.

        Bei dieser Diskussion geht ja beinahe unter, dass derjenige, dessen Verhalten in dieser Woche die größten Fragen an seinem Charakter aufgeworfen hat, für mich der liebe Jupp ist. Eben der, der zwar beruflich das letzte mal in Freiburg sein möchte, den Journalisten auf der nächsten Pressekonferenz allerdings schön gereizt das Gegenteil aufs Butterbrot schmiert. Sah für mich nach jemandem aus, der sich des großen Moments der Bekanntgabe seiner Abdankung beraubt sah – Mann, Mann, Mann.

      3. Systemrelevant

        @Ju

        Jupps Aussagen verstehe ich deutlich als Medienkritik. Er sagt monatelang eindeutig und klar, dass es nur bis Sommer geht. Jetzt stellt er die Frage, ob er jemals gesagt hat, dass er am 30.06. aufhört (die Antwort lautet ja) und die Medien springen erneut auf den Zug.

        Dass ihm die Leute auf den Sack gehen mit ihren ständigen Fragen ist doch ziemlich eindeutig. Letzte Woche verließ er wortlos das Interview nachdem mal wieder die Frage gestellt wurde.

      4. Ich habe da auch vollest Verständnis für Jupp. Ob er sich damit jetzt einen Gefallen getan hat, sei dahingestellt. Wohl eher nicht, wenn man sich allein die Reaktion von Sky darauf ansieht. Die machen da jetzt ein noch größeres Fass auf als vorher. Wirklich ätzend, Jupp kann da eigentlich nichts richtig machen.

      5. Marco05

        Naja, die Journalisten haben immer nachgefragt, weil UH, die “Charmeoffensive” starten wollte. Dieser wiederum behauptet, das Thema “nie in die Öffentlichkeit getragen zu haben”, vergisst aber wohl Handzeichenabstimmungen bei Fanclub-Treffen und ähnliches.

        Die Frage war ja hauptsächlich, ob Heynckes sich davon beeindrucken lasse. Da hat er es tunlichst vermieden klar Stellung zu beziehen sondern nur rumgeeiert. EIN klares Statement hätte die Diskussion beendet (bis zum nächsten UH-Interview). Also da muss man sich nicht wundern.

        Unklar ist allerdings, ob eine gewisse Taktik dahintersteckt, sprich, die Medien so lange es geht hinzuhalten um nicht irgendwelche Unruhe reinzubringen sondern weiter “auf einer Wolke zu schweben”. Das werden wir tatsächlich wohl erst später erfahren.

        Dennoch auffällig, dass Jupp just nach dem Bericht der SportBild, in dem von einem “Machtwort” die Rede ist, wieder alles in Frage stellt.

    3. Osrig

      @Marco05: Laß’ uns eine Abmachung treffen! Du gehst nachsichtiger mit Robben um, und ich dafür wohlwollender mit Coman! Einverstanden? ;-)

      1. Mika

        Bin da 100% bei dir, Marco. Robben und lewa können nicht miteinander, das sieht man fast in jeder Szene, wenn Robben ihn anmault oder so oft bewusst nicht oder zu spät abspielt.

        Wir könnten offensiv viel besser sein, wenn die beiden – vor allem Robben – sich zusammenreißen würden.

      2. Marco05

        @Osrig
        :)
        aber nein, ich kann nicht. Das Thema nervt mich schon viel zu lange und ich fühle mich im Recht ;)
        Ich habe Robben den Disput mit Ribéry verziehen (und Ribéry auch, so wie sie sich selbst und mittlerweile best friends sind). Ich habe Robben verziehen, dass er Müller mal mitten im Spiel gewürgt hat, weil ihm nicht passte, dass er seine Eigensinnigkeit kritisierte. All das ist schon vorgefallen. Für mich ist das Maß aktuell voll.

        Ich streite gar nicht ab, dass ich mich auf das Thema eingeschossen habe, für mich ist es ein Indiz. Ein Indiz dafür, dass es in der Mannschaft nicht so super ist wie es alle immer darstellen. Und das wird uns in engen und schwierigen Spielen, von denen nicht mehr viele anstehen, das Genick brechen, weil sich nicht mehr jeder für jeden zerreisst, wie das 2013 der Fall war.

      3. nDeeB

        Ich gebe dir insofern Recht, dass auch mich der ständige “Streit” zwischen Lewa und Robben ziemlich nervt. Sicher hat uns das schon einige leichte Tore gekostet.

        Aber warum siehst du das als Indiz für Probleme beim Rest der Mannschaft? Gerade das von dir angesprochene 2013 hatte doch auch so seine “Stinkstiefel”: Zum einen war Robben da auch schon da und die von dir aufgezählten Vergehen stammen ja nicht aus den letzten beiden Jahren. Zum anderen hatten wir den Stürmer Mandzukic, der später von Pep als Egoist vom Hof gejagt wurde.

        Und auch eine Gefahr für den Erfolg sehe ich nicht als sicher an. Immerhin haben wir damals die CL gewonnen und die Tore gemacht haben? Richtig: Mandzukic und Robben.

        Ich bin ebenfalls Harmonie-liebend. Ob Harmonie aber immer der wichtigste Faktor für Erfolg ist, bezweifle ich zumindest leicht.

      4. Olorin

        Kann Marco da schon verstehen…wenn man sich mal auf sowas eingeschossen hat fällt es einem immer wieder auf und es nervt einen jedesmal mehr. Bei mir ist das so mit Ribérys häufigen Aktionen am Rande der Tätlichkeit. Damit hat er 2013 den größten Erfolg unserer Vereinsgeschichte gefährdet, was ich ihm nie ganz verziehen habe. Und er macht das halt so regelmäßig und ich geh jedes mal durch die Decke.
        Zu Robben und Lewy: ich schätz die beiden so ehrgeizig ein, dass sie ihre persönliche Antipathie für 90 (oder 120 Minuten) runterschlucken werden für das große Ziel. Für einen Sieg in der CL werden beide wohl alles tun…auch im entscheidenden Moment dann eben doch dem jeweils anderen ein Tor auflegen. Denke nicht, dass das unsere Chancen schmälert, da mach ich mir um andere Dinge deutlich mehr Sorgen.

      5. Marco05

        Ok, dann wirds jetzt doch umfangreicher als geplant (wers nicht mehr hören/lesen kann, einfach ignorieren)

        @Ndeeb
        #2013
        kann ich nicht erkennen, dass da “Stinkstiefel” dabeigewesen sein sollen.
        Robben hatte vom Finale 2012 am meisten gutzumachen, seit dem Ausfall von Kroos war er in der Startelf gesetzt, hatte also keinen Grund Stunk zu machen
        Mandzukic wurde erst unter Pep zum Stinkstiefel. Auch er war 2013 gesetzt, Gomez auf der Bank hat sowieso keinen Terz gemacht.
        Die Truppe damals ist gerollt und hatte zudem unter dem Trauma #finaledahoam eine Mission. Zudem wollten Lahm und Schweinsteiger gekrönt werden und Martinez war eine Sensation.

        Das ist alles grade nicht vergleichbar, aber das Thema Stinkstiefel sehe ich da absolut nicht.

        Ich weiß nicht, ob sich das auf den Rest der Mannschaft auswirkt, aber wenn sich zwei Topleister nicht grün sind, könnte das schon etwas beeinflussen. Wie gesagt – und wer selbst Fußball gespielt hat weiß das – man muss nicht 11 Freunde sein, vermutlich geht das auch gar nicht, aber entscheidend ist auf dem Platz. Da darf sowas keinen Raum haben, da muss man als EINE Mannschaft auftreten, selbst wenn man sich danach wieder eine Woche nichts zu sagen hat. Und das ist für mich der Knackpunkt,
        @Olorin
        sie können es eben _nicht_ hinterschlucken. Gegen Hamburg nicht mal 8 Minuten, geschweige denn 90. Und das ist unprofessionel und schädlich.

        Bestes Beispiel in der Historie ist die Auseinandersetzung von Robben mit Ribery. Da gab es auf dem Platz wenn ich mich erinnere einen Vorfall bei der Ausführung eines Freistoßes. Danach das Handgemenge in der Kabine aber von da an war es gut. Da hat niemand diese ständigen Unzufriedenheitsgesten von Robben Richtung Ribery gesehen, DA hat er es runtergeschluckt, im Sinne des Teams. Bei Lewy geht es fast in keiner Szene ohne irgendeien “Hinweis”.

        Ich würde mir auch wünschen, dass man das insoweit bereinigen könnte, dass es nicht auf dem Platz stattfindet. Doch dafür geht die Geschichte meiner Meinung nach schon zu lange.

      6. Osrig

        In der TZ ist der 2. Teil eines längeren Heynckes-Interviews sehr interessant gerade hinsichtlich seiner Vorstellungen hinsichtlich Mannschafts- bzw. Menschenführung.
        Ich bin sicher, dass Jupp auf solche Dinge achtet; und dafür sorgt, dass tatsächlich alle Spieler an einem Strang zu ziehen bereit sind, wenn es darauf ankommt. Zumal er selbst ja ganz ähnlich wie Müller der Meinung ist, die beste Mannschaft gewinnt die CL, nicht das Team mit den besten Einzelkönnern.
        Robben, aber auch Lewa haben das sicher verstanden! Weshalb ich nicht von vornherein von einem frühen Scheitern ausgehe. Und wenn, dann liegt es an anderen Dingen, aber nicht an der fehlenden Kameradschaft innerhalb des FCB.

      7. Jo

        Nachdem früher bekanntlich alles besser war und wir mit Franz Beckenbauer den König (oder Kaiser?) aller Abwinker im Team hatten, folgende kleine Anekdote die Sepp Maier gerne zum Besten gibt:

        “Wenn ich bei Flanken herausgekommen bin und dann bei ihm im Kreuz gelandet bin, dann hat er immer gesagt: ‚Schrei doch einfach mal! Jetzt schrei endlich mal!‘
        Und dann habe ich mal geschrien, und er ist trotzdem dageblieben. Beim nächsten Mal dann bin ich im Tor geblieben und habe „Franz“ gerufen, er selbst ist aber auch stehen geblieben und hat „Sepp“ gerufen. Dann ist also keiner hingegangen.
        Er hat von da an immer mit der Hand abgewunken, so richtig abwertend. Das mochte ich gar nicht, überhaupt nicht! Und ich habe ihm gedroht: „Wenn du noch mal so eine Handbewegung machst, dann knie ich mich vor dich hin und bete dich an! Im Stadion, vor allen Leute! Ich bete dich an wie den lieben Gott!“
        Er hat mir natürlich nicht geglaubt. Dann ist eine Zeit vergangen, er hat nicht mehr daran gedacht – und dann kam plötzlich eine Flanke, die uns beiden durchging, und der Franz hob an zum Abwinken. Ungefähr auf halber Höhe vom Arm sagte ich: „Hey, Franz, weißt du noch?“ Da hat er blitzschnell zurückgezogen und seine Hand hinterm Rücken versteckt. Ich hätte mich sofort hingekniet – das wäre ein schönes Bild geworden.”

        Die Moral von der Geschicht? Bleibt jedem selbst überlassen.

  5. Osrig

    Eigentlich…hatte ich vom HSV mehr erwartet! Mehr Willen, mehr Biss. Aber da kam ja kaum etwas! Wenn man eine Mannschaft als harmlos und ungefährlich bezeichenen kann, dann ist es dieser HSV. Ich denke zwar immer noch, dass diese Gurkentruppe noch irgendwie das Ruder herumreissen kann, aber dazu braucht es eine deutlich bessere Leistung mit mehr Struktur nach vorn. Vielleicht mit einem neuen Trainer und einer Serie…und Konkurrenten, die ähnlich jämmerlich auftreten, wie die Stellinger jetzt.

    Das Spiel unserer Jungs war selbst mit angezogener Handbremse, selbst nur im vierten Gang so deutlich überlegen, dass selbst ein 8:0 nicht zu hoch gewesen wäre. Dabei war ich zwischenzeitlich etwas angesäuert, weil ich den Eindruck hatte, die Mannschaft könnte jederzeit eine Schippe drauflegen und den HSV tatsächlich zweistellig aus der Arena schießen. Aber – Felix hat mich da besänftigt – Heynckes und seine Führungsspieler auf dem Platz haben das Spiel tatsächlich genau richtig dosiert, um souverän bleiben zu können und gleichzeitig die nötigen Körner für die wichtigen Spiele in der CL und in der Liga aufzusparen. Denn gegen die Bullen und den BVB werden sie sicherlich Ausrufezeichen setzen wollen, und dafür braucht es doch mehr Dynamik. Ich denke, dass wir dann auch wieder mehr von den zuletzt so begeisternden schnellen Pass-Stafetten sehen werden.
    Zu unseren Spieler gibt es kaum etwas Negatives, dafür viel Positives zu nennen, wenn man mal von der phasenweise zu sehenden Neigung zu “Hacke-Spitze-Ein, zwei, drei” absieht. Lewandowski und Ribery sind aufgrund ihrer Tore sicher hervorzuheben, auch Robben und Müller auffällig – wobei Thomas wohl nicht mehr so häufig in den Genuß gewonnener Dribblings kommen dürfte, wenn der HSV tatsächlich absteigt. ^^ Oder offenbaren sich jetzt doch verborgene Talente bei unserem Spielführer^^

    In sofern gibt es wenig zu meckern,

    1. Eva Etheber

      Deutscher Meister schon im März noch zwei Siege und perfekt.der beste Weg seit 2013

  6. Korinthenaussonderer

    Liebe Redaktion,

    Eure Artikel sind wirklich gut geschrieben und auch sprachlich auf hohem Niveau, aber ein paar Dinge könntet ihr sprachlich noch besser machen:
    – Statt “zurecht” muss es “zu Recht” heißen. “Zurecht” geht nur in “zurechtkommen”, aber nicht im Sinne von “mit Recht, aus gutem Grund”. Mit dieser Bedeutung muss das Recht zwingend ein Substantiv sein.
    – Anstelle des geschwollenen, floskelhaften “Überzahlsituationen ‘kreieren'” wird es manchmal auch ein nüchternes “herausspielen” oder “schaffen” oder “herstellen” oder “aufbauen” tun.
    – Genauso bei “Agieren”. Agieren tun nur Agenten. Oder Akteure, und Spieler sind zwar spieltheoretisch vielleicht Akteure, aber letztendlich doch nur ganz profane Spieler. Und als solche agieren sie eher weniger, sondern “spielen” ganz einfach.
    – Heutzutage “fokussiert” sich jeder nur noch in schönstem Denglisch, aber sich “konzentrieren”, das kann keiner mehr.
    – Und dann kann man sich auch manchmal fragen, warum heutzutage überall und auch von Miasanrot nur noch “Awards” verliehen werden und keine “Preise”.
    Das alles bitte nicht missverstehen, ist nur als konstruktive Kritik gemeint, um einen Superblog noch besser zu machen!

    1. FR7

      Bin ja kein Admin hier, geschweige denn Journalist aber wenn man “Überzahl kreiert”, dann wird sie zuerst einmal lediglich hergestellt, das schließt nicht ein, dass sie auch “herausgespielt” wurde wie du es beschreibst. Überzahl Situationen entstehen oft auch ohne, dass man sie selbst herausgespielt hat. Solche Situationen können plötzlich entstehen, sie können sich auch durch das Unvermögen des Gegners bilden. Außerdem sind kreieren, Kreation und Kreativität doch a) deutsche Wörter und b) deutlich schönere, präzisere Wörter als “schaffen” oder “aufbauen”, meinst du nicht? :D

      Das Verb “agieren” hat doch wenig mit Agenten zu tun(?). Es ist doch viel eher das Gegenteil von reagieren. Kontermannschaften wie der HSV reagieren während spieldominante Teams (vorsicht denglisch) agieren. Man kann auch Fußball spielen ohne zu “agieren”, siehe HSV im letzten Spiel. Zu agieren setzt für mich vorraus, dass man tätig wird, also eine bestimmte Aktion ausführt. Das können nicht nur Agenten und Schauspieler. Ja ich weiß, dass meine ganzen Anführungszeichen nicht duden-konform sind aber so what. (vorsicht denglisch)

      1. Lukas

        Nein nein, also der Korintendings hat schon mit allem Recht. Es geht ja auch nicht darum, dass der Blog sprachlich schlecht wäre, sondern darum, dass er noch besser sein könnte :-)
        Indem man mit Verben variiert und Floskeln vermeidet, beschreibt man ein Spiel oder die Taktik ja auch einfach noch präziser

      2. Danke für eure Anmerkungen. “Chancen kreieren” oder “Überzahlsituationen kreieren” sehe ich nicht so problematisch wie ihr. Ich für meinen Teil werde deshalb weiterhin darauf zurückgreifen. Genauso ist agieren ein Wort, das jedem – auch und vor allem im Fußball-Jargon – bekannt ist. Sprache ist nicht schlecht oder gut, Sprache dient dem Verständnis. An einigen Stellen hindern Formulierungen – auch bei uns – dieses Verständnis. Bei ‘kreieren’ und ‘agieren’ sehe ich das nicht. Das Verb fokussieren ist für mich im Übrigen auch kein “Denglisch”. Ich finde nicht, dass das im Vergleich zu “konzentrieren” irgendeinen Unterschied macht.

        Dennoch vielen Dank für dein Feedback. Wir sind stets darum bemüht, unsere Texte auch sprachlich weiterzuentwickeln.

      3. Lukas

        Also komm jetzt… Wenn eine Art der Sprache dem Verständnis besser dient als eine Andere dann kann Sprache nicht gut oder schlecht sein w….. egal, muss wohl ein Wortspiel gewesen sein.
        Also Justin, das ist natürlich alles eine Beschwerde auf extrem hohem Niveau und natürlich kann man Fokussieren, Agieren, Kreieren sagen, aber es gibt wirklich schönere Verben, die exakter beschreiben. Als Strategie würde ich mir zum Beispiel überlegen alle Wörter aus meinem Wortschatz zu streichen, die Didi und Lothar verwenden hihihi. Als Sozialwissenschaftler mache ich das auf ähnliche Weise mit Politikern.

      4. Nochmal: Ich bin dankbar für jegliches Feedback. Aber ich bleibe in dem Fall dabei, dass diese Formulierungen okay sind. Sie sorgen nicht für Verständnisprobleme und sie sind nicht komplizierter als die Synonyme. Auch finde ich, dass ihre Bedeutung keinerlei Probleme darstellt. Wir befinden uns hier aber auf einer individuellen Ebene des Geschmacks.

        Und nein, dass Sprache weder schlecht noch gut sein kann, ist kein Wortspiel oder ähnliches. Als Germanistik-Student spreche ich von Sprache als Funktion. Die Funktion der Verständigung sehe ich bei allen Wörtern als unproblematisch. Mein Geschmack zum Abschluss: „Chancen herstellen“ klingt für mich furchtbar. Ich würde, wenn ich „kreieren“ vorher schon hatte, wohl auf „Chance vorbereitet“ oder einen gänzlich anderen Satz zurückgreifen und nicht auf „hergestellt“ oder „erstellt“.

        Um das klarzustellen: Ich bin wirklich dankbar für diese Kritik. Ich persönlich würde sie in diesem Fall wahrscheinlich für meine Artikel nur teilweise annehmen, aber grundsätzlich bin ich froh, wenn auch sprachliches Feedback kommt, über das man diskutieren oder reden kann. Dass ich einen anderen Punkt – wie du sagst: auf hohem Niveau – habe, macht die Kritik ja nicht „falsch“ oder „ungerechtfertigt“. Ich sehe durchaus auch bei uns – oder bei mir persönlich – Formulierungen, die ich im Nachhinein gerne anders geschrieben hätte.

  7. Joscha

    @Marco!
    Ist das dein Ernst? Du siehst dich in der Position jemanden, den du zudem überhaupt nicht kennst, etwas zu ver zeihen? Verzeihen zu können.

    Das disqualifiziert dich für so ziemlich alles. Geht gar nicht. Geht überhaupt gar nicht. Das Selbstverständnis scheint mir mit arrogant noch freundlich beschrieben.

    1. Marco05

      Was bitte ist denn mit dir los? Nich nie den Spruch gehört „die Fans haben Spieler x oder y dies oder jenes verziehen“?

      Wenn man hier oder sonstwo jedes Wort auf die Goldwaage legen würde hätte man viel zu tun. Dein Urteil über mich – selbst die in absoluter Unkenntnis – anhand so einer simplen Aussage zu treffen ist nicht minder arrogant und selbstgerecht. Was dich wiederrum für alles disqualifiziert…

    2. Lukas

      Joscha hast du gekifft?

      1. Es ist Montagmittag. Lasst uns doch alle bei einem vernünftigen Ton bleiben, ok?

      2. Lukas

        Heeee du kannst nicht einfach Kiffen als unvernünftig bezeichnen! Mit ging es mehr darum, dass man dadurch paranoid wird.

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