Was der Schweinsteiger-Abgang bedeutet

So richtig überraschen konnte es eigentlich niemanden mehr, als am Freitag-Abend die Meldung die Runde machte, dass Bastian Schweinsteiger den FC Bayern in Richtung Manchester verlässt. Zu klar waren die Signale in den letzten Tagen und Wochen. Zu logisch irgendwie auch der Schritt für einen, der offenbar entschlossen ist bis 2018 auf absolutem Top-Niveau zu spielen und der in München einen hochgerüsteten Mittelfeld-Kader vorfindet. Dass der FC Bayern offenbar auch noch eine stattliche Ablösesumme kassiert, obwohl Schweinsteiger im letzten Vertragsjahr war, rundet das Bild ab. Bastian Schweinsteiger verlässt den Verein auf eigenen Wunsch, wie Karl-Heinz Rummenigge am Samstagmittag auf einer Pressekonferenz mitteilte. Er sucht mit Blick auf seine fortgeschrittene Karriere eine neue Herausforderung. So weit die nüchterne Betrachtung.

Emotional wird die Entscheidung wahrscheinlich jedem Bayern-Fan einen Schlag in die Magengegend versetzt haben. Schweinsteiger ist wohl die größte Identifikationsfigur einer gesamten Generation von Bayern-Anhängern. Er ist das Bindeglied zwischen der 2001er und der 2013er Mannschaft, die jeweils die Champions League gewann, weil er auch mit großen Teilen des 2001er Teams noch zusammenspielte. Es wird schwer, sich an Schweinstieger in einem anderen Trikot zu gewöhnen. Trotz dieses diffusen Unbehagens: Auf seine Bedeutung für den Verein, mit dem er alles gewonnen hat was es zu gewinnen gibt wird der Wechsel keinen großen Einfluss haben – vor allem wenn man in 5-10 Jahren auf seine Karriere zurückschaut. Sein Weggang ist trotzdem eine Zäsur, die Folgen hat für den Verein und den längst antizipierten Umbruch im Kader endgültig einläutet.

Was Schweinsteigers Abgang bedeutet:

1. Alle Augen auf Guardiola

Egal ob es stimmt oder nicht, dass Guardiola seinen Vize-Kapitän mehr oder weniger vergrault hat – der öffentliche Druck auf den Coach wird in der kommenden Saison enorm steigen. Schon am Freitag drehten viele Journalisten die Geschichte in diese Richtung. Guardiola setze auf seine Spanier (Thiago und Xabi Alonso) und der Fußballgott muss darunter leiden. So einfach war die Lesart in vielen Kommentaren. Realistisch ist das nicht. Dass Schweinsteiger in beiden wichtigen Spielen gegen Barcelona in der Vorsaison in der Startelf stand, wird von vielen offenbar gern vergessen. Auch Buchautor Martí Perarnau, der anders als die meisten Kommentatoren einen direkten Draht zu Guardiola hat, sah das Verhältnis der beiden alles andere als schlecht. Im Gegenteil: In seinem Buch über das erste Jahr des Katalanen wird mehrfach betont, wie intensiv und vertrauensvoll das Verhältnis der beiden sei – und wie sehr Guardiola den ihm in der strategischen Denkweise ähnlichen Schweinsteiger schätze. Dass es in der letzten Saison zu einem Bruch kam? Kaum vorstellbar und Karl-Heinz Rummenigge bestätigte, dass Trainer und Spieler ein intaktes Verhältnis haben.

Fakt ist: Schweinsteiger wäre in München einer von sehr vielen hochqualifizierten Kräften im zentralen Mittelfeld gewesen. Garantien, dass er bei einem FC Bayern in Bestbesetzung immer in der Startelf stehen würde, gab es nicht. Vor allem nicht auf der von ihm bevorzugten 6er Position. Dies und Schweinsteigers offensichtliche Lust auf eine Auslandserfahrung bei einem der größten Namen Europas werden am Ende wohl den Ausschlag gegeben haben.

In der öffentlichen Wahrnehmung ist das jedoch egal. Der Abgang wird als erneute Machtdemonstration des Trainers gewertet. Der Druck, im kommenden Jahr erneut einen Meistertitel einzufahren und wohl auch in der Champions League den nächsten Schritt zu gehen steigt noch einmal. Es könnte ein ungemütliches Jahr für den Bayern-Coach werden, der zudem über die Verlängerung seines Vertrags entscheiden muss.

2. Chance für die jungen Wilden

Der FC Bayern hat registriert, dass Xabi Alonso im Vorjahr nach einer starken Hinserie zunehmend die Luft ausging. Er wird deutlich weniger spielen als in der Vorsaison. Da jetzt auch noch Schweinsteiger geht, entstehen große Chancen auf Spielzeit für die jungen Wilden im zentralen Mittelfeld. Namentlich sind hier Sebastian Rode, Pierre Emile Hojbjerg und vor allem Joshua Kimmich zu nennen. Rode hat seinen Wert als 10.-15. Mann und Energizer von der Bank bereits unter Beweis gestellt. Der ehrgeizige Hojbjerg, bei dem eine erneute Leihe immer noch nicht ganz vom Tisch ist, muss beweisen, dass er den nächsten Schritt machen kann.

Mit Kimmich kommt in diesem Sommer ein Juwel dazu, von dem die gesamte sportliche Führung des FC Bayern zu 100 Prozent überzeugt ist. Er gilt als technisch versierter, passstarker Stratege mit feinem defensivem Timing und könnte schon im ersten Jahr deutlich mehr Einsatzzeit bekommen als viele glauben. Alle drei stehen in der Mittelfeld-Rangordnung immer noch ein Stück hinter Thiago, Lahm, Alonso und auch Alaba und Martínez. Trotzdem werden sie durch Schweinsteigers Abgang mehr Zeit bekommen sich zu beweisen. Das gleiche gilt, wenn auch etwas abgeschwächt, für Gaudino. Für alle U25-Akteure beginnt jetzt auch das Wettrennen um eine Rolle ab 2016, wenn Alonso wohl den Verein verlässt und mit Lahm ein weiterer Ü30-Spieler langsam weniger Einfluss bekommen könnte. Erfüllen sie die Anforderungen in der kommenden Saison nicht könnten auch andere Namen (Gündogan, Verratti) wieder stärker in den Fokus rücken.

3. Mehr Freiheiten für Alaba

David Alaba war bis zu seiner Verletzung als strategisches Element für Guardiola Gold wert. Keiner ist so vielseitig wie der Österreicher, der auf mindestens drei Positionen (linker Verteidiger, zentraler Mittelfeldspieler und vor allem linker Halbverteidiger) Weltklasse verkörpert. Durch Schweinsteigers Weggang steigen auch für ihn die Möglichkeiten in zentraleren Positionen zu agieren – so wie er es über weite Strecken der Hinrunde getan hat. Nicht ausgeschlossen ist deshalb auch, dass die Münchner auf der Außenverteidiger-Position noch einmal tätig werden. Rafinha auf der einen und auch Bernat auf der anderen Seite haben im Vorjahr enorm viele Minuten gesammelt. Zusätzliche Rotationsspieler könnten hier durchaus helfen.

Während es rechts mit Lahm, Rode, Hojbjerg und auch Kimmich ein paar Kandidaten im Kader gäbe, bleiben links eigentlich nur Bernat und Alaba. Es sollte deshalb nicht verwundern wenn die Münchner hier noch in diesem Sommer nachlegen, um Alaba für eine variable Rolle frei zu machen. Matteo Darmian, den wir hier im Blog vor einigen Wochen als Kandidaten vorgestellt hatten, wechselt offenbar zu Manchester United. Der FC Bayern hatte sich zuvor nach unseren Informationen gegen eine Verpflichtung des Italieners entschieden.

4. Anpassungen in der Hierarchie

Mit Schweinsteiger verlässt die Münchner auch ein (außerhalb des Sportbild-Universums) seit Jahren anerkannter Führungsspieler. Spieler wie Thomas Müller, Manuel Neuer und Jerome Boateng werden so wohl noch wichtiger für das Mannschaftsgefüge. Vor allem Müller könnte in den kommenden Jahren noch stärker die Rolle als Identifikations- und Führungsfigur nach außen einnehmen. Schon in der vergangenen Saison war zu beobachten, dass er zum Beispiel rund um die Spiele gegen den FC Barcelona die Situation aus Mannschaftssicht einordnete. Die Diskussion um sein angeblich schlechtes Verhältnis zu Guardiola ist übertrieben. Müller ist ein streitlustiger Typ, der in der Vergangenheit auch schon mit anderen Trainern oder Teammitgliedern aneckte. So lange Müller so torgefährlich bleibt wie in den vergangenen Jahren kommt ohnehin kein Trainer an ihm vorbei. Müller ist einer der Kandidaten auf die Nachfolge von Philipp Lahm als Bayern-Kapitän. Seine Bedeutung für den Verein wird weiter steigen.

5. Fehlende Torgefahr aus dem zentralen Mittelfeld

Schweinsteigers wichtigste Fähigkeit in der vergangenen Saison war die Torgefahr, die er aus dem zentralen Mittelfeld einbrachte. Immer wieder stieß er in den Strafraum nach und bewies seinen Torinstinkt und sein gefährliches Kopfballspiel. Er sorgte so unabhängig von den Offensivkönnern für zusätzliche Gefahr. An 28 Toren (16 eigene Treffer) war er so in den vergangenen drei Bundesliga-Saions beteiligt. Vor allem hier reißt sein Abgang sportlich eine Lücke, die zu füllen ist.

Lahm und Alonso sind völlig ungefährlich vor dem Tor. Alaba wirkt in Strafraumnähe manchmal zu überhastet. Thiago traf zwei Mal gegen Porto, ist jedoch auch mehr Vorbereiter als Abschlusspieler. Hojbjerg wäre jemand, der es könnte – bei ihm bleibt jedoch abzuwarten wie viel Einsatzzeit er bekommt. Auch Götze ist in diesem Kontext zu nennen – vor allem dann wenn er aus zentralerer Position kommt als noch über weite Strecken der Vorsaison. Insgesamt wird Schweinsteigers Torgefahr den Münchnern bei der derzeitigen Kaderzusammensetzung jedoch fehlen.

Schweinsteigers Abgang wird – unabhängig von der emotionalen Betrachtungsweise – Folgen für die Akteure des FC Bayern und ihre Spielweise haben. Er wird eine Lücke reißen, auf die Mannschaft und das Trainerteam reagieren müssen. Die Saisonvorbereitung und der Auftakt in die Spielzeit 2015/16 wird zeigen, wie gut dies gelingt.

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Leserkommentare
  1. daniel

    Danke für die Analyse. Was denkt ihr, was denkst du, Steffen, ist Bastian so ungeeignet für die alleinige 6, wie Pep das offenbar sieht? Das war ja wohl der Knackpunkt, der den Stein ins Rollen brachte, dass Pep keine zufriedenstellende Rolle für Schweinsteiger fand, denke ich..

    1. chicago_bastard

      Natürlich ist er dafür nicht ungeeignet. Letztes Jahr gab es da so ein prestigeträchtiges Turnier im Sommer, das gewann eine Mannschaft in der Schweinsteiger die alleinige 6 spielte. Vielleicht hätte sich der katalanische Möchtegern-Zampano ja mal paar Spiele davon angucken sollen dann wüsste er, dass Schweinsteiger da klar besser ist als der 33jährige Rentner, den er dort ständig aufstellt…

      1. Daniel N

        @ Chicago_Bastard: Genau so ist es. Pep ist ein Spaltpilz, der bei Bayern einen Trümmerhaufen hinterlassen wird. Er hat die beste Mannschaft der Welt übernommen und dann kaputt gemacht. Mit ihm werden wir niemals die Champions League gewinnen. Dass sich Rummenigge Pep und seiner offensichtlichen Forderung, dass Basti gehen soll, damit er seinen Vertrag verlängert, so devot unterwirft, ist erbärmlich.

      2. Bazi78

        Wo hat denn bei der WM 2014 Schweinsteiger als einziger 6er gespielt ?
        Da waren immer Khedira oder Kroos neben ihm. Auch beim FCB hat BS fast immer nur mit einem Partner auf der Doppel 6 gespielt.

        Bayern war gerade mal eine Saison 2013 das beste Team der Welt. Mit Jupp oder auch allen anderen Trainern wäre es zu Veränderungen gekommen. Kein Verein hat die CL zweimal hintereinander gewonnen. Daher konnte es nur abwärts gehen…

      3. chicago_bastard

        Schweini war bei der WM in den meisten Spielen alleiniger Sechser mit Khedira und Kroos als Achter davor. Noch deutlicher war es nach Kramers Auswechslung im Finale, wo er mit Kroos und Özil (!!!!) vor sich das Zentrum zusammen hielt. Dass so einer für die alleinige Sechs nicht geeignet sei ist ein Hirngespinst, das nur völlig devote Pep-Jünger glauben können.

      4. ibiza

        wer sagt denn dass Pep Schweinsteiger nicht für in der Lage hielt die alleinige 6 zu spielen? Es war halt in der 2. Saisonhälfte als er dann endlich das erste mal spielfähig war seit Alonso da ist dann so dass wenn beide spielen sollten (was dann vorallem auch wiederum deshalb nötig war weil viele andere Alternativen für die Postionen – Lahm, Alaba, Thiago, Martinez – lange nicht spielen konnte) dass dann immer auf Alonso auf der 6 rauslaufen mußte, nicht weil Schweinsteiger die 6 nicht könnte sondern wie eben schon rausgestellt wurde, weil Alonso nur die 6 kann, Schweinsteiger aber eben auch eine torgefährliche 8 abgeben kann. Hätte es die Ausfälle am Saisonstart (zu Schweinsteiger kam da dann ja kurzfristig noch Martinez hinzu was den Alonsowechsel getriggert hat) nicht gegeben wäre Alonso nie gekommen und Schweinsteiger hätte ziemlich sicher öfter die 6er Position bezogen, erst recht in der Zeit als auch noch Lahm verletzt war der ebenfalls in der Vorsaison vorallem deshalb auf die 6 gezogen werden mußte weil Schweinsteiger da ebenfalls verletzt war zum Saisonbeginn.

        Man muss schon immer die Rahmenbedingungen (und beim Fußball werden die halt oft stark durch Spielerverletzungen vorgegegeben) miteinbeziehen bevor man voreilige Schlüsse zieht..

      5. Bazi78

        @ CHICAGO_BASTARD

        Von dir kommt sowieso nur Schwachsinn ohne Ende…

        “Pep-Jünger” als nächstes kommt wohl noch Hoeneß-Jünger ;)

      6. chicago_bastard

        Schönes Eigentor, den Schwachsinn in Bezug auf die Formation der DFB-Elf bei der WM hast nämlich Du geschrieben.

      7. chicago_bastard

        @Ibiza: Es geht um die Rückrunde, da spielen die Verletzungen der Hinrunde keine Rolle. Alonso kann nur auf der 6 spielen, das ist korrekt, es stellt sich jedoch die Frage warum Alonso denn überhaupt unbedingt spielen musste? Seine Leistungen in der Rückrunde ließen einen Stammplatz nun wahrlich nicht alternativlos erscheinen. Was hätte dagegen gesprochen Alonso rauszunehmen und mit Schweini auf der 6 und Lahm sowie Thiago davor zu spielen? Die Tatsache, dass Alonso trotz größtenteils ungenügender Leistungen in der Rückrunde dennoch in den großen Spielen ständig auf der 6 aufgestellt wurde dürfte Schweinis Entscheidung sicher beeinflusst haben.

      8. ibiza

        also bzgl. Alonso kann ich dir nicht wirklcih widersprechen. Hätte ihn auch lieber ganz draussen gesehen bei den wichtigen Spielen. Aber man muss bedenken dass Thiago und Lahm zu dem Zeitpunkt als Schweinsteiger wieder fit war dann eh auch quasi immer gespielt haben bei den großen Spielen. Dadurch dass Ribery, Robben und Alaba dann aber dauerhaft weg waren lief es dann quasi immer auf ein 4er Mittelfeld hinaus wo dann weiter Alonso gebraucht wurde, auch wenn Schweinsteiger Lahm und Thiago spielten..

  2. Erich_B

    Ich kann diesen Abgang nicht wirklich fassen, vor allem aus Sicht des FC Bayern nicht. Sauer aufstoßen tut mir auch das man nicht wirklich um ihn gekämpft hat, jedenfalls kam das in der Öffentlichkeit nicht rüber.

    Dieser Abgang wäre für mich nur nachvollziehbar, wenn ein Wechsel von Di Maria nun bevorsteht.

    Ich sehe durch diesen Abgang auch psychische folgen, wenn ich das so ausdrücken darf. Starke Neuzugänge sollten einen starken Konkurrenzkampf fördern und Leistungssteigernd wirken. Abgänge können auch das Gegenteil bewirken.
    Im aktuellen Kader sehe ich enorme Risiken:
    – Martinez hat 1 Jahr gar nicht gespielt. Der braucht bei weitem mehr als eine Vorbereitung um wieder bei seinem alten Leistungsniveau zu sein
    – Xabi Alonso (ein direkter) Konkurrent von Schweinsteiger ist einfach nur alt (Ich packe das nicht das man ihn behält und Schweinsteiger nicht)
    – Ribbery und Robben: Im besten Fall spielt einer von beiden die Saison zu 80% durch und ist zumindest in der heißen Phase fit. Das beide über die ganze Saison ohne großen Ausfälle fit sind kann man getrost vergessen. Bedeutet: mindestens auf einer Seite sollte ein Star her sowie Di Maria.
    – Badstuber: Wer denkt denn tatsächlich das der eine Saison ohne Verletzungen durchhält ?
    – Thiago: Noch so ein verletzungsanfälliger Spieler…
    – Rafinha: Hat kein internationales Niveau, nicht auf absolutem Topniveau
    – Lewa: Was ist wenn der Mal ausfällt ? in der Tripple Saison war die große Stärke das man Gomez in der Hinterhand hatte
    – Lahm: Inzwischen relativ alt, der braucht auch seine Pausen.

    Ich finde es ziemlich fahrlässig was letzte Saison und diese Saison in der Transferperiode passiert. Persönlich habe ich das Gefühl das der FC Bayern eher noch Abgänge erwartet statt starke Neuzugänge.
    Aus meiner Sicht braucht man aber mindestens noch 1 richtig starken Neuzugang, wenn nicht sogar 2.

    Ich lese in den Medien .- und auch hier – immer von einem Überangebot. Potentiell sehe ich das auch, bloß praktisch eben nicht. Der Kader hat zu viele Sollbruchstellen. Zu viele Spieler die Lange verletzt waren.

    Naja, man muss ja nicht jedes Jahr Meister werden oder in das CL-Halbfinale kommen…

  3. kurt

    Ach was soll jetzt dieses Rumgeheule? Klar ist es für jeden Fan scheiße, Basti war der FCB. Aber er hat nie einen Hehl draus gemacht, dass er mal nach England will.

    Irgendwann MUSS der Umbruch her und da passt es halt einfach jetzt, vor allem wenn man sich die Verletztenaktie von Schweinsteiger anschaut.

    Ganz ehrlich, wer sich wegen Schweinis Abgang nicht mehr mit dem FCB identifizieren kann, der tut mir leid und der hat auch nicht begriffen wie unser Verein funktioniert. Egal ob das irgendwelche Facebookgirlies oder Mpnchner Stammtischprolls sind. DER FC BAYERN IST MEHR ALS IHR!

    Das ist jetzt die Chance für PEH und Kimmich zu zeigen, dass das Vertrauen in sie gerechtfertigt ist.

    Danke Basti für alles! Viel Erfolg in England, auch wenn du jetzt wohl deine alten Kollegen die Trophäen in die Höhe stemmen sehen wirst.

  4. Axel

    Die Analyse ist super, obwohl ich dann offensichtlich einer Minderheit angehöre, denn BS war für mich zwar in den letzten Jahren ein wichtiger Leistungsträger, aber als Typ hat er mir nicht so viel gegeben wie z.B. Müller oder Neuer. Vor allem in den ersten Jahren bei Bayern hat BS doch sehr schwankende Leistungen gezeigt, mehr als einmal mit einem Wechsel koketiert, und außerdem wirkte er auf mich ziemlich introvertiert. Der Wechsel trifft mich deshalb nicht so sehr.

    @ Erich: Schweinsteiger ist auch relativ alt und verletzungsanfällig. In der letzten Saison hat er mich selten überzeugt. Für mich lief da meist eine Erinnerung an bessere Tage über den Platz. Wenn es um Leistung geht, hätte er in der kommenden Saison sehr zu kämpfen. Dass Leistung wichtiger bewertet wird als der emotionale Wert und der Verdienst eines Spielers, ist für ein gutes Abschneiden der Mannschaft unerlässlich. Vielleicht ist es da ein Glück, dass Pep von unserer Vereinsromantik ziemlich unbelastet ist.

    Übrigens war ich überrascht, dass Kirchhoff wieder da ist. Den hatte ich ganz vergessen. Wollte den keiner haben oder hat Pep mit dem was vor?

    1. kurt

      Schweinsteiger ist Fußballgott. Der Boss. Aber zum jetzigen Zeitpunkt auch einfach nicht DER Verlust, zu dem er hier gemacht wird.

      Wenn wir Neuer, Müller, Robben, Boateng oder Alaba verlieren können wir gerne auf die Barrikaden gehen.

      Effenberg halte ich übrigens mittlerweile für einen einzigen Troll. Das kann doch keiner mehr ernstnehmen. Kann man hier ne Ignorefunktion einbauen?

      1. Tobi

        Zum Ende der Saison hat Effenberg nach Niederlagen den totalen Umbruch gefordert sowie die teuersten Spielern die der Markt hergibt (Pogba, Veratti etc.)
        Nun wo ein Spieler Platz macht und der Umbruch langsam eingeleitet wird passt es ihm auch nicht.

    2. Pia

      nein Kirchhoff wollte wirklich keiner, zumindest bis jetzt. Schalke hat auf seine Kaufoption verzichtet .

      1. Ja bzw. hat Sammer wohl was in ihm gesehen. Aktuell hält man nichts mehr von seiner Qualität und wird sicher einen Transfer anstreben. Er kam damals ablösefrei also konnte man das Thema mit relativ wenig Risiko versuchen.

  5. Johannes

    Das er gehen würde war ja irgendwie klar, hätten die Verantwortlichen ihn halten wollen, wäre sein Vertrag wohl schon im Winter verlängert worden.Deswegen kann ich die aufregeung teilweise nicht verstehen, die trennung war lange abzusehen.Überraschend ist für mich nur die angebliche Ablöse von 20 Mio da muss man wirklich sagen gut gemacht.Für einen Spieler der bei uns nicht mehr erste Wahl war mit nur noch 1 jahr Vertrag ist das schon happig.Wie auch immer ich finds gut und werd mir kommende Saison einige Spiele von United anschauen sofern er denn spielt.

  6. M

    Sehr schöner Artikel! hatte den ganzen Tag schon auf deine Einschätzung dazu gewartet :)

    Ich hab insgesamt viel Verständnis für den Transfer auch wenn es doch mit einem sehr merkwürdiges Gefühl einhergeht. Für Schweini war es sicher die letzten Möglichkeit einen großen Vertrag zu unterschreiben und zu einem Top Club zu wechseln. Andererseits kann ich gut verstehen, dass man ihm keinen langfristigen Vertrag angeboten hat und somit eine zentrale Position für die nächsten Jahre blockiert. Ich denke das ist die Position wo am besten der bevorstehende Umbruch mit eingeleitet werden kann. Lahm ist noch zu wichtig für die Statik in der Kabine und auf dem Platz und für Rob/Rib gibt es einfach keine bezahlbaren Alternativen. Daher müssen hochtalentierte junge Spieler in die Rollen reinwachsen, dazu benötigen sie aber Spielzeit. Auch Schweinsteiger war nicht nicht von Anfang an der Chef, der immer da war und alles dominiert hat. Es gab Zeit wo zurech an Schweinis Fähigkeiten gezweifelt wurde aber man hat an ihm festgehalten, ihm die Zeit gegeben und er hat alles zurück gezahlt. Die Chance muss jetzt aber auch die nächste Generation erhalten und für das Mittelfeld haben wir einige vielversprechende Alternativen und außen rum feste Größen (Boa,Lahm,Alaba) die einem jungen Akteur Sicherheit geben können.
    Hinzu kommt die enorme Verletzung Anfälligkeit Schweinsteigers und damit ein Faktor der schwer zu kontrollieren ist und vergangen Saison maßgeblich prägte. Der Vergleich mit Alonso hinkt auch. Der wird noch 1-2Jahre den BackUp geben, das kannst du mit Schweinsteiger aber nicht machen, wäre auch nicht fair nachdem was er für uns geleistet hat.

    Fazit:
    Emotional -> scheise
    Kognitiv -> sinnvolle Sache

  7. ultramuc2007

    spätestens wenn ich lese “mit Uli Hoeneß hätte es das nicht gegeben” höre ich auf, den Schreiber ernst zu nehmen bzw. muss annehmen, dass es entweder ein Troll ist oder einfach nur ne billige Provokation.

    Was würde es denn evtl. mit Uli geben, einen Verein, der immer noch wie eine “one man show” geführt wird, obwohl er mittlerweile (natürlich auch Dank Uli!!) ein international erfolgreiches Unternehmen geworden ist!? Wir würden Spieler kaufen, die bei Wolfsburg und Leverkusen stark spielen und in der CL wären wir auch nicht besser als wir das die letzten Jahre ohne Uli waren. Weiter mag ich dazu gar nicht mehr schreiben, weil es schon so unendlich oft zerredet wurde und ich wie gesagt solche Aussagen eher gar nicht fassen kann.

    Bastian möchte zum Ende seiner Karriere nochmal eine neue und große Herausforderung annehmen, er möchte außerhalb seiner bekannten Komfortzone sehen und zeigen, ob er mehr sein kann als der Basti Fußballgott. Das ist verdammt nachvollziehbar und dass Bayern ihm keine Steine in den Weg legt, ist eine seinen Verdiensten angemessene Geste. Wer will beurteilen, ob man um ihn gekämpft hat und was soll das sein “um ihn kämpfen”? Was soll man ihm sagen? ” Werde bei uns eine Legende in der Endphase”, mit Auswechselungen, Reibereien, mit den Vorwürfen, dass er jungen Nachwuchsspielern den Platz weg nimmt?

    Es bleibt ihm und den Fans erspart, einen Spieler auf dem Weg zum “er hat den Zeitpunkt aufzuhören verpasst” zu begleiten.

    Ich wünsche ihm in Manchester tolle und erfolgreiche Jahre, dass er von weiteren Verletzungen verschont bleibt und den Engländern zeigen kann warum er bei uns eine lebende Legende ist……….

    1. Marco05

      Danke.

      Ich sehe überhaupt keinen Grund für irgendjemanden (mal das Emotionale ausser Acht gelassen) rumzujammern. Schweini will die vlt. letzte Chance nutzen, der Verein ermöglicht ihm das mit Verweis auf seine Verdienste. Alles gut, alle sind zufrieden. Nur ein paar Fans heulen wieder rum, weil SIE lieber hätten, dass Basti da bleibt (und auf die Erfahrung und alles verzichtet). Nur weil es ein paar Fans gerne so wollen. Ziemlich egoistisch, wie ich finde. Aber das wird ja nicht zugegeben, da wird lieber nach einem Sündenbock gesucht, den es nicht gibt. Anstatt sich einfach für Schweini zu freuen wird wieder rumgemault. Typisch.

    2. Tobi

      Zustimmung von mir

      Ich bin froh man geht auseinander ohne Streit und “zerbrochenem Geschirr” wie bei anderen Trennungen. Das war man BS nach den langen Jahren im Verein einfach schuldig. So ist die Tür für eine spätere Rückkehr nach der aktiven Karriere weiterhin offen.
      Leute die behaupten “unter Uli hätte es das nicht gegeben” denen sei gesagt, es wäre genauso abgelaufen. Der Wunsch des Spielers wird respektiert, seine Verdienste auf diese Art gewürdigt und die “Bayernfamilie” bleibt intakt. Einer ewige Diskussion “kann es Schweinsteiger noch” oder “er ist zu alt” geht man ebenso aus dem Weg.

      Bitte mal Fanbrille absetzen und alles nüchtern betrachten. Auch wenn es schwer fällt.

  8. lol

    Ein neuer Linksverteidiger? so ein schwachsinn, Alaba und Bernat können sich gerne die Position teilen und wieso sollte Alaba jetzt ganz auf die Innenverteidiger Position?! Es ist nicht mal seine Stärke, als weltklasse ist er da nicht, wie hier beschrieben wird! Nur mit rosaroter Bayern Brille Artikel schreiben!

    1. Alaba kann als Linksverteidiger, linker Halbverteidiger und auch in der Zentrale auf allerhöchstem Niveau spielen. Wenn du dir die Kaderstruktur anschaust und Optionen für alle Positionen aufschreibst, wirst du feststellen, dass ein weiterer LV durchaus Sinn macht, da dort nur Alaba und Bernat verfügbar sind und der Österreicher perspektivisch (1-2 Jahre) in die Zentrale rücken könnte.

      1. Sascha

        “Linker Halbverteidiger” ??? Heisst das bei Euch so,ernstgemeinte Frage.Ich würde denken,du meinst halblinker Innenverteidiger,oder ?! ;)

      2. ibiza

        mit linker Halbverteidiger ist die Position links in einer 3er Abwehrkette gemeint, die sich dann eben vorallem im linken Halbraum, also der Zone zwischen linker Außenbahn und Zentrale, abspielt..

      3. Sascha

        Ah ja,verstehe.Aber seit wann spielt FCB mit einer 3er Kette ??? Das ahbe ich letzte Saison nicht einmal gesehen.

      4. lol

        Du Komiker, Alabas Traum ist das MIttelfeld, und da soll er noch 1-2 Jahre warten. Sag mal was ist dein Problem? David kann Tore aus dem Spiel heraus, ist gut in Assists, und soll sich hinter in der IV verstecken? Das ist doch einfach nur unfair!

      5. TheSpecialOne1991

        @SASCHA:
        Dann hast du letzte Saison wohl nicht alle Bayernspiele geguckt;)
        Bayern hat des öfteren im Spiel das System umgestellt und so ist es nicht nur einmal vorgekommen, dass mit eine 3er-Kette gespielt wurde.

      6. ibiza

        keine Sorge Sascha, selbst viele Fußballkommentatoren sind bei Pep nicht mehr in der Lage jeweils zu identifizieren welches System gerade gespielt wird. Es wechselt ja oft nicht nur über längere Zeiträume des Spiels wie erwähnt wurde sondern auch noch zwischen offensiver und defensiver Formation je nachdem ob man gerade den Ball hat oder nicht.

        Und was ein Halbraum oder ein Halbraumverteidiger ist hätte ich vor der regelmäßigen Lektüre dieses Blogs auch nicht gewußt…

      7. Sascha

        +Ibiza Ich weiss schon was das ist.Ich wollte nur wissen,wie das interpretiert wird.Eine 3er Kette im eigentlichen Sinne gibt es so wie früher ja nicht mehr.Durch meine DFB Ausbildung haben Wir öfter das Thema,nur es wird ja heute immer Spielsituativ und/oder Ballorientiert “verschoben”.Aber Alles gut ;9 Tolle Seite hier,und nette höfliche Menschen.Find ich Klasse !!! LG Sascha

  9. Marco05

    Blödsinn. Das ist nur die Interpretation einzelner. Die Idee zu wechseln gärt schon viel länger. Dieses Rumgeheule ist unerträglich.

  10. Koan Messi

    Es war abzusehen, ich hatte es im Frühjahr schon in einem Kommentar gecalled.

    Mich stößt der Wechsel auch überhaupt nicht auf, ganz im Gegenteil, ich find ihn charmant.

    Bei United jetzt nochmal den Leader zu geben, ist der ultimative Fähigkeitsbeweis. Auch aus Vereinssicht: vor knapp 10 Jahren ging Ballack als DER Bayern-Spieler zu Chelsea und ist dort zum Mitläufer verkommen. Jetzt wird ein nicht Schlüsselspieler Leitwolf beim großen ManUnited und die Ablösesumme ist auch stattlich. Man hat einen gewaltigen Sprung gemacht, auch bzw. besonders dank Schweinsteiger.

    Ich hoffe die kommende Debatte wird unaufgeregt geführt seitens Fans. Die Medien werden das natürlich voll ausschlachten und alles mögliche reinspekulieren – sollte man besser ignorieren.

    Wieso kann man eine Ikone nicht ziehen lassen und sagen: ‘ Danke für alles und godspeed ‘ ?

    1. kurt

      Word.

      Ich würde mich richtig freuen, wenn er in England United aus der Krise holt und Chlesea und Man City ein Schnippchen schlägt.

      Die Fähigkeit dazu hat er und mit LvG ist ja ein Förderer und Kenner von ihm Trainer, der weiß wie er ihn einsetzen muss.

      Ein Bayer bleibt er doch trotzdem. Raul ist auch Madridlegende. Trotz Engagements auf Schalke, in Qatar und New York.

  11. chicago_bastard

    Schlimm, einfach nur schlimm…

    Neben dem Verlust einer Identifikationsfigur, wie wir sie in der gesamten Vereinsgeschichte nur wenige haben, macht die Entwicklung auch sportlich keinerlei Sinn. Man hatte ein Mittelfeld mit Kroos und Schweinsteiger und lässt beide ziehen und macht dabei den Eindruck nicht wirklich alles getan zu haben um sie zu halten. Statt diesen beiden spielen nun wohl das Auslaufmodell Alonso und Lahm, der den Beweis absoluter Weltklasse im zentralen Mittelfeld noch nicht wirklich erbracht hat, im wohl wichtigsten Mannschaftsteil. Sorry, das reicht hinten und vorne nicht für einen CL-Favoriten, der man die letzten Jahre war. Von diesem Status muss man sich wohl oder übel verabschieden. Einfach furchtbar die Entwicklung seit dem Triple…

    Ich war nie ein Hoeneß-Fan aber momentan merk ich was diesem Verein ohne ihn fehlt.

    1. und macht dabei den Eindruck nicht wirklich alles getan zu haben um sie zu halten

      Inzwischen verstehe ich nicht mehr, wie man das bei Schweinsteiger sagen kann? Es wurde doch gestern absolut deutlich, dass der Verein einfach seinem Wunsch entspricht einen letzten Vertrag im Ausland abschließen zu wollen. Schweinsteiger ist nicht wie Lahm, der seine Karriere in München beenden wird. Er schaut eher auf Beckenbauer, Müller, Rummenigge und geht den gleichen Schritt wie sie. Und damit hat er seit Jahren kokettiert. Wesentlich schlimmer wäre doch ein Rosenkrieg gewesen, weil man nach mehr als einem Jahrzehnt zusammen nicht den Wunsch des anderen akzeptieren kann.

      1. Oliver

        Das verstehst Du wirklich nicht? Na dann stell Dir mal folgende Fragen:

        Wie viele Gespräche wurden denn geführt und mit wem? Wo oft hat Guardiola denn mit ihm gesprochen in den letzten 4 Wochen? Hat der Trainer jemals zu ihm gesagt das er möchte das er bleibt und hat er um ihn gekämpft? (Das einzige was er gesagt hat ist das es seine Entscheidung ist, wie übrigens bei Müller-Wohlfahrt auch) Und Rummenigge redet von einem sachlichen Gespräch, wow …….

        Vielleicht solltest Du Dir mal anschauen wie gerade in den USA die LA Clippers um DeAndre Jordan gekämpft haben wo Eigentümer, Coach und eine Hand voll Spieler alles getan haben um ihm zu zeigen wie wichtig er für sie ist.

        Wenn man als so verdienter Spieler so wenig Wertschätzung erfährt und Schweinsteiger evtl. das Gefühl hatte nur noch 2. Wahl zu sein dann kann man auch gut verstehen das er wechseln wollte. Nur ist das dann ein ganz anderer Grund….

        Natürlich geht es nicht darum ihm Steine in den Weg zu legen wenn er wirklich weg will und natürlich ist es mehr als Richtig ihn auch gehen zu lassen. Die Frage ist nur was hier im Hintergrund alles gelaufen ist bzw. nicht gelaufen ist um an diesen Punkt zu kommen.

        Bezeichnend ist doch das sich Schweinsteiger nach all diesen Jahren noch nicht einmal von seinen Fans verabschiedet, keine Stellungnahme, keine PK. Das ist absolut nicht typisch für ihn und wenn man das einfach nur mal mit Iker Casillas vergleicht der gestern sogar Tränen in den Augen hatte dann weiß man das hier etwas nicht stimmt!

        Ich finde es auf der einen Seite sehr beeindruckend wie Äußerungen von Rummenigge einfach so hin genommen werden und wie wenig man sie hinterfragt und auf der anderen Seite aber aber auch sehr traurig. Dieser FC Bayern mit einem kalten, rationalen Rummenigge, einem knallharten u berechnenden Guardiola (der genau weiß wie er mit seinem Charme und netten Auftritten seine Ziele erreicht) hat viel von seinem speziellen Charakter verloren

      2. Bezeichnend ist doch das sich Schweinsteiger nach all diesen Jahren noch nicht einmal von seinen Fans verabschiedet, keine Stellungnahme, keine PK. Das ist absolut nicht typisch für ihn und wenn man das einfach nur mal mit Iker Casillas vergleicht der gestern sogar Tränen in den Augen hatte dann weiß man das hier etwas nicht stimmt!

        Nunja, Oliver.. https://www.facebook.com/BastianSchweinsteiger/videos/10153443541514723/

      3. Bazi78

        Schlimm ist nur wirklich das egal welcher Trainer auch immer beim FCB von den eigenen Fans kritisiert wird. Das war bei Van Gaal so und beim Jupp (nach dem Finale Dahoam 2012) ebenso der Fall. Beim nächsten Trainer wird es das gleiche Spiel geben. Weil einige Fans einfach der Meinung sind das unser Verein genau nach ihren Vorstellungen geführt werden sollte…

      4. Oliver

        eben….. privat ohne den FC Bayern, kurz und knapp. Ist das ein Abgang wie der ihm würdig ist?

      5. Dakury

        Woher willst du wissen wie Schweini tickt? Er wollte anscheinend keine Konferenz und keinen Abschied oder das Zeitfenster gab es nicht her, oder deine romantische Vorstellung von Schweinsteiger ist falsch.

      6. ibiza

        “Wie viele Gespräche wurden denn geführt und mit wem? Wo oft hat Guardiola denn mit ihm gesprochen in den letzten 4 Wochen? Hat der Trainer jemals zu ihm gesagt das er möchte das er bleibt und hat er um ihn gekämpft?”
        und woher willst du wissen was sich hinter den Kulissen da alles abgespielt hat?

        “Vielleicht solltest Du Dir mal anschauen wie gerade in den USA die LA Clippers um DeAndre Jordan gekämpft haben wo Eigentümer, Coach und eine Hand voll Spieler alles getan haben um ihm zu zeigen wie wichtig er für sie ist.”
        ohne auch nur irgendeine Ahnung vom US-Basketball zum haben, aber eine schnelle google Suche sagt mir dass es um einen 26 jährigen geht -> völlig andere und nicht vergleichbare Situation..

  12. Osrig

    Ich bedauere den Weggang von Basti auch, mit ihm geht ein Stück Identität des Vereins, ein Teil des “Mir San Mir”. Ich bin sicher, dass der Verein sich bemüht hat, Basti zu halten, denke aber auch, dass man auf Seiten der Führung auf bestimmte Forderungen nicht bereit war, einzugehen.
    Ob das der Grund für die Trennung war? Ich meine nicht, hinsichtlich Vertragslaufzeit und Gehalt wäre man sich schon einig geworden. Überzogene Forderungen wird es weder auf der einen noch auf der anderen Seite gegeben haben. Letztlich wird, wie sich in der Einschätzung von Steffen ja auch deutlich zeigt, einerseits der Wunsch nach Veränderung und Auslandserfahrung eine große, vermutlich sogar sehr große, Rolle gespielt haben. Andererseits wird aber auch die Befürchtung, im Team keinen adäquaten Platz mehr zu finden, diesen Veränderungswunsch befeuert haben. Ob zu recht, kann ich nicht sagen, dass Schweinsteiger sich durchaus mal auf der Bank wiedergefunden hätte, dürfte wohl klar sein – dies ist schon dem Zwang zur Rotation geschuldet, der natürlich auch verdiente Spieler trifft. In vielen wichtigen Spielen hätte ein fitter Basti schon noch seinen Startplatz gehabt. Aber eben nicht in allen. Ob er in der PL zurecht kommt, wird sich zeigen, die zweikampfbetonte Art wird ihm liegen, die große Zahl an Spielen und das häufige Rauf-und-Runter allerdings ihren Tribut fordern. Ob er unter Van Gaal mehr Spiele machen wird, mag sein; unter einem anderen Trainer kann sich der Wind ganz schnell drehen. Vielleicht ist Basti unserem Pep nur vorausgegangen und sondiert schon mal die Lage^^
    Auf jedem Fall wünsche ich Basti viel Erfolg bei den Limeys – nur nicht in den Spielen gegen uns^^

    1. ibiza

      “Ich bin sicher, dass der Verein sich bemüht hat, Basti zu halten, denke aber auch, dass man auf Seiten der Führung auf bestimmte Forderungen nicht bereit war, einzugehen.”

      ich glaube kaum dass Gehalts- oder Vertragslaufzeiten hier die entscheidende Rolle gespielt haben. Für mich war neben der generell recht anderen Mentalität im Vergleich zu zb. Lahm oder Müller (bei denen man sich immer schon gut vorstellen dass bis Karriereende bei Bayern bleiben) der entscheidende Faktor dass ihm wohl van Gaal (und das ist halt nicht irgendein fremder Trainer den man kaum kennt/vertraut sondern für Bastian jemand auf dessen Wort er sicherlich viel gibt) einen festen Stammplatz versprochen hat wenn er fit ist – etwas das er beim FCB aber wohl von keinem Trainer bekommen würde für die nächsten Jahre..

      1. Sascha

        Wie können Sie sowas schreiben ? Waren Sie dabei ? ….um mal den Ball zurück zu spielen ;)

      2. ibiza

        gut, ich glaube über die Mentalität eines Bastian Schweinsteigers kann man sich als langjähriger Bayernfan schon deutlich eher ein Bild machen als bei relativ frischen Spielern wie Benatia oder Thiago (nicht ganz so frisch aber noch wirklcih viel aktiv für uns bisher).

        Und dass van Gaal Schweinsteiger mit Versprechungen geködert hat ist relativ naheliegend und einen Multimillionär, wie es alle Bayernstars sind, wird man wohl eher mit einem Versprechen, ihn immer wenn er will spielen zu lassen, ködern können als der einen oder anderen mio mehr. Zumal der regelmäßige Einsatz im Verein halt auch gerade in späteren Jahren entscheidend sein kann ob man auch in der Nationalmannschaft noch seine Stammposition halten kann..

      3. An dieser Stelle kann man den Artikel von Holger Gertz und Alexander Gorkow aus der Süddeutschen Zeitung von gestern empfehlen (Seite 3), der aber leider derzeit nicht online verfügbar ist.

        Gertz und Gorkow zeigen schön auf, wie Schweinsteiger eher Kosmopolit statt Ur-Bayer war und ist.

      4. ibiza

        in der Tat für jeden Bastianschweinsteiger-Fan/Sympatisant sehr lesenwerter und ausführlicher Text. Hier online verfügbar, allerdings nur nach vorheriger Registrierung – wars mir dafür aber echt mal wert:
        http://www.sueddeutsche.de/politik/ende-einer-aera-warum-1.2562202

      5. ibiza

        am klarsten finde ich wird Schweinsteigers Mentalitätsunterschied im Vergleich zu zb. Müller/Lahm aber am besten nach der alten und vielleicht auch etwas abgedroschenen Formel “wenn du etwas über einen Mann wissen willst, kuck dir seine Frau/en” an: Da haben wir auf der einen Seite bei Müller/Lahm 2 Weltstars, die aber ihre jetzige Ehefrau bereits als Jugendliche mit 16/17 Jahren (witzigerweise bei beiden sogar recht ähnliche Geschichte dass sie diese in dem Alter schon kennengelernt haben, dann aber doch erst paar Jahre später mit ihnen zusammenkamen) gekannt haben, also noch bevor sie ihrer fußballerischen Durchbruch hatten. Schweinsteiger dagegen war erst mit einem Münchner Model mit eigener Fashionboutique zusammen und hat diese dann vor kurzem gegen einen durchgehend um die Welt reisenden Tennis Weltstar (ebenfalls mit Modelgesicht+körper) ausgetauscht.

        Da liegen halt schon Welten dazwischen und Rückschlüsse auf die jeweiligen männlichen Protagonisten sind da wohl kaum völlig an der Realität vorbei. Was in keinster Weise eine Kritik an Schweinsteiger sein soll, aber es ist halt wie gesagt eine sehr “andere” Grundmentalität, die wiederum durchaus Rückschlüsse auf so Sachen wie “ewige Vereinstreue” zumindest schon nahelegt haben und jetzt auch passend zur Realität wurden im Falle Schweinstieger…

      6. Marco05

        Kann man definitiv so sehen. Schweini eher Glamour, Jet-Set, Weltoffenheit, International. Lahm und Müller eher die grundsoliden Hauusmannsverköstiger, konstant, standhaft, bodenständig.

        Ein paar Mal habe ich so bei mir gedacht, ob nicht diese ganzen (Frauen-)Geschichten doch den ein oder anderen Einfluss auf seine Leistung haben, man wird es nie erfahren. Das er schon vorher auf seinem Twitter Account (Standesgemäß jetzt mit ManU-Dress im Profil) mehr englisch als deutsch postet (womöglich seitdem sich der Wechsel angebahnt hat), passt genauso ins Bild.

      7. ibiza

        ja, die Frage ob das die Leistung betrifft darf durchaus gestellt werden. In nem nicht gerade unähnlichen Fall der beiden Mercedes F1-Fahrer Hamilton und Rosberg ist es ähnlich gelagert mit dem (obwohl im jetset monaco aufgewachsenen) relativ bodenständigen Rosberg (ebenfalls mit Freundin aus Jugendtagen jetzt Heirat und Kinder) und dem mega glamour Typ mit Frauen on/off (passenderweise die Langzeitfreundin auch Model/Weltstar) Hamilton. Der schafft es anscheinend aber zumindest mal recht klar seine wesentlcih unstetere Lebensweise mit einem Extra Schuss Talent zu kompensieren..

  13. Tobi

    Die Wahrheit hinter der Story wird irgendwo in der Mitte sein. Die 100%ige Wertschätzung fehlte. Keine Aussage des Vereins “der Spieler steht nicht zum Verkauf”. Das macht es leichter dem Gedankengang nach ein paar Jahren Auslandserfahrung nachzugehen. Es sei BS gegönnt und ich wünsche ihm alles Gute bei ManU.
    Mannschaftstechnisch/emotional ein herber Verlust. Eine Identifikationsfigur geht. Die Rolle bleibt nun klar bei Müller. Umso sicherer kann man sich sein, dass nicht auch er noch den Verein verlässt. Fantechnisch wäre dessen Abgang dann der Supergau.
    Spielerisch hätte ich BS, bei verletzungsfreier Vorbereitung, deutlich vor Alonso gesehen. Ich denke der “Fussballgott” hat noch ein paar Jahre im Tank auf hohem Niveau zu spielen. Alonsos Abgang hätte ich eher verstanden. Aber man muss sich damit abfinden.
    Aus kaufmännischer Sicht, sofern die Beträge stimmen, ein super Geschäft für Bayern. Bei nur noch einem Jahr Vertragslaufzeit hat man hier vieles richtig gemacht. Wobei Engländer mit dem neuen TV Vertrag für deutsche Verhältnisse astronomische Summen zahlen.
    Pep sehe ich, wie im Artikel beschrieben, nun enorm gefordert. Alle Abgänge (Gomez, Mandzu, “Mull”, BS) und Veränderungen (Medizinische Abteilung) der letzten Zeit werden als “Willkürakte” des Spaniers medial ausgeschlachtet. Um darüber erhaben zu sein müssen die neuen Spieler einschlagen. Es gilt PEH und Kimmich erfolgreich einzubauen. Ich hoffe die jungen Spieler bekommen das Vertrauen von Pep. Nur so lässt sich ein beginnender Umbruch, als das muss man BS Abgang auch sehen, umsetzen.

    1. ibiza

      “Alonsos Abgang hätte ich eher verstanden. Aber man muss sich damit abfinden.
      Aus kaufmännischer Sicht, sofern die Beträge stimmen, ein super Geschäft für Bayern. Bei nur noch einem Jahr Vertragslaufzeit hat man hier vieles richtig gemacht.”

      sehe ich genauso. Natürlich hätte man für das eine Jahr lieber noch einen Schweinsteiger im Kader gehabt als Alonso, gerade nach dem was der in der 2. Saisonhälfte so geboten hat. Aber das haben halt auch die anderen gesehen und auch sein Weltmeisterruf ist halt schon etwas angestaubt ganz anders als bei Schweinsteiger. Außerdem ist Alonso bestimmt nicht zu Bayern gekommen um schon nach einem Jahr wieder zu gehen. Von daher war da wohl weder auf Spielerseite der Wunsch zu wechseln da (anders als bei Schweinsteiger der dann ja nächstes ja ablösefrei wechseln hätte können) noch hätten andere Vereine noch allzu viel für ihn geboten – wir haben ja schon “nur” 10 mios für ihn bezahlt und jetzt wäre man wohl mit 5 schon gut weggekommen – hat man für Schweinsteiger als dann mindestens das 4 fache kassiert und für 15mios Differenz ist das eine Jahr Alonso statt Schweinsteiger wohl dann doch ganz gut zu verkraften zumal man ja eh nicht gewußt hätte wieviel er davon überhaupt spielfähig gewesen wäre..

  14. chicago_bastard

    Mal was an die Apologeten der Vereinsführung, die hier Vertreter der Gegenmeinung als Trolle abtun:

    Vergleichen wir die Situation mit dem Abgang einer anderen Identifikationsfigur, z:B Elber, weil der alterstechnisch gut als Vergleich taugt: Als der gehen musste war es emotional auch hart aber es war zumindest sportlich absolut nachvollziehbar, weil man mit Makaay nunmal einen jüngeren und zu dem Zeitpunkt eben besseren Spieler für seine Position bekommen hatte.

    Aber Schweinsteiger wird hier für einen 3 Jahre älteren Alonso geopfert, der gerade eine komplette Rückrunde nur Grütze zusammengespielt hat. Dass das aus sportlichen Gesichtspunkten kompletter Wahnsinn ist kann man doch unmöglich negieren. Und erzählt mir jetzt nix davon, dass Alonso eh nicht mehr als Stammspieler eingeplant sei. In einem CL-Halbfinale wird Pep sicher nicht Höjbjerg oder Kimmich statt Alonso aufstellen, das sind Träumereien, natürlich wird da Peps Liebling spielen obwohl der auf diesem Niveau nix mehr zu melden hat.

    1. Erich_B

      Kann ich nur “unterschreiben”…

      Mir fehlt das Signal das man jetzt noch einen Kracher holen will…

      Wer auf Kimmich und Hoijberg verweist kann ich nur müde belächeln… ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren. Aber die reichen für mittelmäßiges BL-Niveau, keine Top-Klasse und vor allem nicht in zentraler Funktion.

      Die Bayern gehen mit diesem Abgang arg hohes Risiko, aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt.

    2. Dakury

      Komisch, ich hab Schweinsteiger bei weitem nicht so gut gesehen wie du ihn jetzt machst.

    3. ibiza

      “Und erzählt mir jetzt nix davon, dass Alonso eh nicht mehr als Stammspieler eingeplant sei. In einem CL-Halbfinale wird Pep sicher nicht Höjbjerg oder Kimmich statt Alonso aufstellen, das sind Träumereien, natürlich wird da Peps Liebling spielen obwohl der auf diesem Niveau nix mehr zu melden hat”

      glaube auch kaum dass Höjbjerg oder Kimmich in CL-Halbfinale in der Zentrale spielen würden, aber zb. Lahm oder Alaba könnte ich mir gut vorstellen. Dass diese Saison Alonso eine scheinbare Stammposition inne hatte würde ich nicht überwerten – das lag zu guten Teilen daran dass viele Alternativspieler auf seiner Postion lange verletzt waren, nicht von ungefähr war das ja auch der ursprüngliche Auslöser dafür dass Alonso überhaupt geholt wurde!

    4. bsg

      na dann schau doch aber erstmal auf was für einer Position Alonso die ganze Saison gespielt hat und auf was für einer Schweinsteiger häufig auftauchte? Alonso gab nie (wenn ich es recht erinnere) den 8er. Gab nie den vertikalen Strafraumhengst. also waren die beiden rein funktional schon unterschieden für die mannschaft.
      Und wenn du einen 6er willst der jünger ist und noch ein paar Trixe mehr in der Kiste hat -> Thiago wird sie dir geben. Lahm gibts dir auch noch zur Genüge. Und Kimmich, Höjberg et al. sind da noch gar nicht in der Rechnung (Stichwort Rotation)

      1. Erich_B

        Was mir fehlt in der ganzen Diskussion ist ein Ersatz für Schweinsteiger.
        Martinez wird wohl eher als ZV eingeplant sein, nicht als 6er.

        Bleiben folgende Spieler: Thiago/Lahm/Alonso/

        Hoijberg und Kimmich erwähne ich nicht, weil diese Spieler auch gegen Mannschaften wie WOB/LEV/BVB/Gladbach den Unterschied nicht ausmachen werden.

        Lahm und Alonso sind schlicht alt. Deren Leistungskurve/Verletzungsanfälligkeit kann nur bergab gehen.

        Thiago wird nie eine Saison durchspielen. Auch wenn er keine großen Verletzungen hat wird immer irgendwo was zwicken und kleine Verletzungen zwischen 1-2 Wochen werden bei ihm üblich sein.

        Ich muss schlicht sagen das mir die Transferstrategie nicht passt:
        – Letzte Saison geben wir Kroos her und jetzt Schweinsteiger
        – Im Sturm haben wir nur Lewa: Ich will jetzt nicht hören das Müller und Götze auch vorne spielen können. Das sind keine klassischen Stürmer wie ich sie will.
        – Auf den Flügeln haben wir die Probleme das Robben/Ribbery immer mal ausfallen werden. Ist einfach so. Zu hoffen das Sie beide fit sind wenns um die Wurst geht ist Käse. Zeigt einfach die Vergangenheit.

        Ich hoffe sehr das da noch was kommt bis Ende August… 1 für die Flügel, am besten variabel und 1 für das Mittelfeld.

  15. scape

    wünsche basti viel gesundheit und erfolg… DANKE FÜR ALLES
    aber kimmich wird alles vergessen machen, der knirps ist ein wahrer segen für uns

  16. rotweiss

    wer verdiente spieler (und generell menschen) als “abfall” bezeichnet, der verstößt gegen alle anstandsregeln und sollte hier eigentlich nicht zu wort kommen. können die Betreiber des Blogs da nicht mal eingreifen?

    1. Habe ich soeben getan, da wir hier in vernünftigem Ton diskutieren.

    2. rotweiss

      oh, doch, ich hätte einiges zu sagen, mein lieber, und habe es an anderer stelle auch schon getan, siehe breitnigge.de. da ich hier nur interessierter mitleser bin, äußere ich mich wenig. wenn allerdings jemand die regeln des zivilisierten miteinanders so derb verletzt, dann sollten die vernünftigeren einschreiten.

      ansonsten besteht finde ich deine Stellungnahme eher stammtischparolenhaft. das kann ich auf den deppenforen wie Sport.de oder ähnlichem auch so lesen. “massiv investieren und auf dem transfermarkt aktiv werden”? bei DIESER mannschaft? bei der nun etliche langzeitverletzte zurückkehren? wo sollen denn deine massiven Investments alle hin? ich bin im gegenteil froh, dass bei Bayern heute nicht mehr “massiv”, sondern wesentlich zielgerichteter transferiert wird als zu Zeiten, als fast jeder geholt wurde, der gegen uns mal einen sahnetag hatte.

      mund verbieten? niemals, nur gewisse anstandsregeln wahren. wir sind als verein etwas besonderes. benehmen wir uns auch so!

  17. Marco05

    Zwei Dinge, die für moch noch erwähnenswert sind:

    1. Ohne van Gaal wäre es wohl nie zu einem Wechsel gekommen. Wobei für mich fraglich ist, ob der Louis aufgrund aktueller Form oder eher der mal gewesenen Form diesen Wechsel forciert hat.

    2. Seit dem Foul von Inler und dem anschließenden Schlüsselbeinbruch im Herbs 2011 ist Basti nie mehr richtig fitt geworden. Hat sich durch die Turniere mit der EM gequält und ist infolgedessen immer lange im Verein ausgefallen. Ich fürchte, dass er auch in den kommenden Jahren seiner Verletzungsanfälligkeit treu bleiben wird. Die etwas höhere Belastung in England und das Alter tun ihr übriges. Ich würde ihm wünschen, dass er gesund bleibt, aber den Erfahrungen der letzten 3,5 Jahre nach ist das nicht zu erwarten.

  18. Bayernexpat

    So, nachdem ich jetzt 12 std unkontrolliert geheult habe geht es mir etwas besser. 30 Jahre Bayern Fan, und ich erinnere mich an keinen Transfer der mich so beschäftigt hat. Dabei war ich seit Monaten darauf vorbereitet. Aber genug zu mir selbst.

    So wie immer, wurde eigentlich schon alles gesagt.

    Es ist der ausdrückliche Wunsch des Spielers. Ich finde es schön wenn ein grosser verein und ein grosser Spieler es schaffen so auseinander zu gehen (siehe Czech und Chelsea).

    FUER BS31

    macht es sinn. Es ist der richtige Zeitpunkt (letzte Chance was alter an geht, letzter grosser vertrag in Europa, überfülltes Mittelfeld beim FCB). ManU ist ein grosser Verein, in einer Phase wo Bastian nochmal seinen Stempel aufdrücken könnte. Wenn die kolportierten 13 million euro gehabt stimmen wäre das ja auch ne ganze Stange mehr als er hier bekommen würde, obwohl ich nicht glaube das finanzielles hier ausschlaggebend war.

    Allerdings muss ich als ‘Engländer’ auch sagen, dass dieser Wechsel natürlich mit Risiken verbunden ist. LvG hat letzten Sommer einen 3 Jahres vertrag unterschrieben, wenn es diese saison nicht lauft kann der auch schnell weg sein. Da war letztes Jahr noch viel Unruhe drin, die durch erreichen der CL Quali natürlich erstmal weg ist, bis die neue saison los geht.

    Physisch ist die EPL unerbittlich, wie Bastian damit klarkommt muss man abwarten, besonders unter dem Gesichtspunkt das er glaub ich seit mehreren Jahren nicht mehr als 30 spiele die saison bestritten hat. Keine Winterpause. Und all das vor dem (wahrscheinlich) letzten grossen Turnier naechsten Sommer.

    Auch medial kann es unerbittlich sein wenn er sich nicht schnell einfindet (siehe Oezil im ersten Jahr bei Arsenal, und dass obwohl er ein eindeutiger Liebling der Fussballjournalisten ist).

    FUER DEN FCB/medial:

    Sportlich gesehen wären meiner Meinung nach Boateng, Mueller, Neuer oder Alaba größere Verluste.

    Die Binsenweisheit ist natürlich: der erfolg gibt einem immer recht. Momentan sitzt Pep etwas auf nem Pulverfass. Sollte er allerdings Martinez auf die 6 stellen und der fit bleiben, kann es sein das in 3 Monaten kein Han mehr nach Bastian kräht. So ist das Geschäft.

    Wenn es allerdings nicht läuft, kann es meiner Meinung nach extrem ungemütlich werden. Egal was Bastian und der Verein sagen, die Medien (und Pep hater) haben sich sofort auf ihre Interpretation der dinge festgelegt, ‘Pep/KHR ruinieren den Ferien, unter Uli war das nie passiert’. Da muss man vorsichtig sein das diese Interpretation nicht zu schnell ihre Eigendynamik entwickelt, denn das kann desastroese Folgen haben. Deswegen finde ich auch das wir als Bayernfans in der Verantwortung stehen jetzt alles erstmal mit ruhe anzugehen um trainer und verein den Raum zu geben, den mini Umbruch vernünftig anzugehen.

    Auf jeden fall wünsche ich Bastian alles gute, und viel Erfolg. auch wenn es glaube ich eine weile dauern wird bis ich es fertig bringen werde mir ein United Spiel anzugucken. Und bitte bitte kein duel in der CL :(

  19. Bazi78

    “Traurig, sowas hätte es mit Uli Hoeneß niemals gegeben”

    Uli Hoeneß ist auch weiterhin im Hintergrund für den FCB aktiv ;)
    Nur darf er aus bekannten Gründen eben nichts in der Öffentlichkeit sagen…

  20. Jo

    Unabhängig von der emotionalen Gemengelage um Schweinsteiger wird die restliche Transferperiode jetzt natürlich noch mal richtig heiß.
    Wenn der heutige Sachstand Endstand wäre, wäre das Ergebnis der Transferaktivitäten für mich ziemlich desaströs. Allerdings gilt auch hier, dass solange noch gesungen wird die Kirche nicht aus ist.
    Ich gehe davon aus, dass sich noch einiges in der Hinsicht bewegen wird. Erst wenn man dann die Gesamtbilanz ziehen kann wird man den Schweinsteiger-Transfer sportlich abschließend beurteilen können.

    Ansonsten für mich traurig zu sehen, dass der Spin den man der Geschichte zu geben wünscht seine Wirkung tut, wie man auch einigen Kommentaren hier entnehmen kann.
    Was für die Medien natürlich nicht denkbar ist, sollten sich vor allem einige Fans des FCB mal überlegen. Es gibt auch Geschichten die nicht nach dem Schwarz-Weiß-Schema funktionieren, es braucht nicht unbedingt Helden und Schurken, Sieger und Besiegte.
    Manchmal kann es einfach auch für alle Beteiligten grade so o.k sein wie es ist. Die Sache Schweinsteiger/FCB scheint für mich zumindest in die Richtung zu verlaufen.

  21. Sascha

    Toller sachlicher Kommentar ! Weiter so ;)

  22. Sascha

    #Sehe ich genauso ! Thigo,Benatia sind “Söldner”.Die identifizieren sich nicht wirklich mit dem FCB.Ich mache mir auch Sorgen um den Verein.Kimmich,Kirchhoff,Green,Kurt…das sind doch bis jetzt zumindestens “nur” Talente.Wo bleiben die Verstärkungen,gerade im Sturm brauchen Wir noch jemanden.Ich denke nicht,das de Maria kommt,ebenso Damian ist ja jetzt auch zu Manu gegangen.Prognose: Bayern wird wieder Meister,gewinnt vielleicht das Double…mehr wird diese Saison nicht “passieren”‘.Wie gesagt : Es ist nur eine Prognose.Die Mannschaft hat für mich zumindestens keinen “positiven Geist”.Das wird wohl auch der Knackpunkt sein,die kommende Saison.Schafft das Team um Guardiola es,einen positiven Konkurrenzkampf zu erzeugen und dabei das Defensivverhalten weiter zu verbessern,ist “mehr drin”.Wenn nicht,knallt es früh und dann richtig !!! Mfg Sascha

    1. Magnus

      Also Meister werden und vielleicht sogar das Double zu gewinnen ist für mich schon eine ganze Menge! War die letzte Saison etwa eine Enttäuschung? Ich glaube kaum. Seid mal ein bisschen zufrieden.

    2. ibiza

      “Thiago,Benatia sind “Söldner”.Die identifizieren sich nicht wirklich mit dem FCB”

      Wie willst Du das beurteilen können? Kennst Du die persöhnlich? Hätte zb. bei Robben oder Ribery in ihren Anfangzeiten jemand geglaubt (Robben war ja wohl der absolut klassische Söldner der von Land zu Land zog bis dahin und bei Ribery hätte man sich so eine emotinale Verbundenheit sicherlich auch eher bei einem frz. Verein vorstellen können) dass die dem FCB mal dermaßen verbunden sein werden, dass sie ganz klar hoffen den Rest ihrer Karriere bei uns verbringen zu können?

  23. Magnus

    Was mich traurig macht ist, dass wir ihn nicht ordentlich verabschieden konnten. Klar kann man nicht von Schweinsteiger verlangen, dass er schon vor dem letzten Spiel weiß oder er wechseln möchte oder nicht. Aber trotzdem ein letztes Spiel, vielleicht einer Choreo und der verloren gehenden Fußballromantik, wäre doch mal was gewesen. Wenigstens eine Pressekonferenz wäre doch drin gewesen.
    Das versprochene Abschiedsspiel am Ende seiner Karriere kann man eh vergessen!

  24. chemie

    Hi,

    ich würde es gut finden, wenn sich einer das Herz nehmen könnte und einen kleinen Positionierungsartikel zu schreiben. Denn das was gerade anfängt ist echt gruslig (http://www.focus.de/sport/fussball/proteste-nach-schweinsteiger-wechsel-pep-zerstoert-unsere-identitaet-bayern-fans-zuernen-guardiola_id_4814189.html)

    Das ist einfach übelster Chauvi-Dünkel und Nationalismus. Das ganze “Hispanisierungs” und “zerstört unsere Seele”-Zeug schreit nach einem reingehaltenen Volxkörper aus dem alle Volxzersetzer zu entfernen sind. Diese Leute interessieren sich nicht für Fußball sondern benutzen ihn um ihr Deutschtum auszuleben.

    Kurt Landauer firmierte früher übrigens auch als Volxschädling.

    1. Jo

      Du sprichst mir aus der Seele. Was da z.T. abgeht ist einfach nur beschämend.
      Ich dachte die Bayernfans hätten aus den Erfahrungen gelernt, wie absurd Transfers zu uns teilweise öffentlich abgehandelt wurden (z.B. Götze), und könnten solche Vorgänge sachlich/rational einordnen.

      Zumindest teilweise habe ich mich da wohl getäuscht. Wenn, wie in dem verlinkten Artikel, schon der fast 40-jährige Pizza und der Dauerreservist Contento als Beweise für unseren Identitätsverlust herhalten müssen merkt man schon, dass sachliche Erwägungen gar keine Rolle mehr spielen. .

      Der FCB kann gerade deshalb auf eine 50-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken, weil er sich immer als größer als die agierenden Personen erwiesen hat und gerade nach jeder abtretenden großen Generation eine neue gefolgt ist. Wenn es anders wäre, wären wir schon in den 70-er-Jahren nach den Abgängen von Maier/Beckenbauer/Müller am Ende gewesen.

      Und unabhängig davon was jetzt passiert ist, sollte doch jedem klar sein, dass Schweinsteigers Karriere sich so oder so dem Ende zuneigt. Sollte das Wohl und Wehe, die Identität des Vereins davon abhängen, ob Basti nach 17 Jahren jetzt noch das eine oder andere Jährchen hier dranhängt, dann sind wir offensichtlich so oder so verloren.

      Noch peinlicher wird es für mich wenn man das Ganze noch mit der vermeintlichen Hispanisierung des FCB anreichert. Gerade wenn ich an unsere spanischen Profis an Reina, Bernat, Martinez, Alonso, Thiago denke, fällt aber auch gar nichts ein was man den Jungs vorwerfen könnte. Ohne sie jetzt persönlich zu kennen, machen die auf mich alle den Eindruck absolut integre Charaktere zu sein, die sich gut in die Mannschaft einfügen. Ich sehe weit und breit keine spanischen Identitäts-Zersetzer.

      Sportlich ist es sicher sinnvoll den Transfer zu hinterfragen und zu bewerten, wie jeden anderen davor und danach. Aber diese unappetitliche Soße mit der das ganze vermengt wird hat bei mir eher Brechreiz zur Folge.

      1. ibiza

        ich denke man muss das ganze mit etwas mehr Abstand sehen – den einen typischen Bayernfan gibt es nicht. So wie überall in der Gesellschaft gibt es ein breites Spektrum von Fans – auf der einen Seite welche die das Ganze sachlich und relativ objektiv beobachten (zu großem Anteil trifft das auf die Leser/Kommentierer in diesem Blog zu, auf die eigentlichen Verfasser natürlcih erst recht) aber es gibt natürlcih wie immer/überall auch Leute die das Ganze dazu missbrauchen ihre generell vorhandenen Resentiments (jetzt zb. im bezug auf die vielen spanischen Spieler, was ja an sich nur normale und auch durchaus sinnvolle Entwicklung ist da Guardiola auf sie natürlich einerseits eine besondere Strahlkraft, aber auch Integrationsfigur für sie darstellt, er andererseits aber natürlich auch besonders bei spanischen Spielern oft diese schon länger im Visier hatte und daher besser einschätzen kann ob ein Kauf für den FCB lohnt) auf den eigenen Verein zu übertragen und den Fußballverein als perfekte Bühne sehen um sich dahingehend auszuleben.

        So wie halt zb. in der Vergangenenheit auch schwarze Fussballspieler in ostdeutschen Stadien Dinge erleben mußten wie man sie sonst nicht in dieser Vehemenz kennt – also von meisten der Normalobürgern (das waren jetzt bestimmt nicht alles Neonazis die da beteiligt waren) die bei sowas aus einer Gruppendynamik heraus im Stadion mitgemacht haben hätte man ein solches Verhalten auf der Straße wohl nicht erlebt. Durch die Emotionaliät des Fußballs (gerade bei “echten” fans) und die entstehenden Gruppendynamiken wird halt vieles auf die Spitze getrieben was sonst eher im Verborgenen vor sich her köchelt…

    2. Done

      @Chemie: Nagut, ich kann Deine Sorge verstehen, aber ich denke, so weit muss man nicht gehen. “Übelster Chauvi-Dünkel und Nationalismus” sehe ich noch nicht. Wohl aber eine starke Tendenz zu unsachlicher Handhabung der Befindlichkeiten rund um den FCB, wie sie, soweit ich mich erinnere, selten zu Tage tritt. Dass es einen Umbruch geben wird/muss, dürfte wohl auch dem Dümmsten klar sein. Das wurde hier und auf anderen Plattformen ja auch schon zu Genüge thematisiert. Dass es jetzt als ersten den Schweinsteiger trifft, ist wohl für manche schwer verdaulich. Dass er nun von jenen zur Ikone, zum Fussballgott, zur alleinigen Identifikationsfigur hochstilisiert wird, ist dem guten Schweinsteiger wohl selber nicht geheuer, was ihn dazu veranlasst, sich nun medial eher zurückzuhalten und es (vorerst) bei ein paar Facebook-Worten und offenbar einem (ich verweigere den Konsum standhaft) ziemlich absurden Youtube-Werbe-Video zu belassen. Was in Zukunft hier noch kommen mag, wird sich zeigen.

      Als ich zum ersten Mal den Beinamen “Fussballgott” im Stadion hörte, dachte ich zuerst an ein kleines ironisches Bonmot, denn so phänomenal gut hatte ich zuvor den Schweinsteiger nicht wahrgenommen. Dass es zuvor beim Super-Super-Techniker Jancker dieses Attribut Anwendung fand, lässt ja den Schluß zu, dass es eher ironisch gemeint war. Dass es im Laufe der Jahre offenbar zum Selbstläufer wurde und anscheinend einige der Fans es dann ernst meinten, war dem Schweinsteiger wohl eher peinlich, wie er selbst in einem Interview andeutete.

      Mit Lahm, Müller, Alaba und Badstuber stehen sicher noch genügend Identifikationsfiguren mit ausreichend Stallgeruch im Kader. Dazu mit Kimmich, Höjbjerg, Kurt, Gaudino und Green ein Schwung junger Wilder, denen ich zum Teil zutraue, in Zukunft diesen Verein prägen zu können. Weiter sehe ich – Stichwort Hispanisierung – insgesamt 14 deutsche Spieler im Kader, davon je nach Aufstellung 5 bis 7 für die erste Elf, darunter Weltklasseleute wie Neuer oder Boateng und mit kleinen Abstrichen Götze, den ich bei weitem nicht so kritisch sehe, wie manch anderer hier, aber das ist ein anderes Thema. Ich denke jedenfalls, dass sich der FC Bayern weder international noch national verstecken muss, was den Punkt “einheimische/nationale/regionale Spieler” anbelangt.

      Was an ausländischen Spielern im Laufe der letzten Jahre dazugeholt wurde, verdient in den allermeisten Fällen das Prädikat “Weltklasse” oder zumindest “internationales Niveau”. Ich kann mich jedenfalls nur an sehr wenige erinnern, die sich als totaler Reinfall entpuppt hätten. Wenn, dann muss ich schon etwas weiter zurückgehen, dass ich da vielleicht einen Braafheid oder Pranjic ausgrabe, wobei bei den beiden ja die Ablöse nicht überirdisch hoch war.

      Doch zurück zum Thema: Was bedeutet der Abgang von Schweinsteiger?

      1. Der Umbruch findet ab jetzt statt. Dies ist in meinem Augen gut, da er sich so über einen längeren Zeitraum streckt und damit leichter zu kompenisieren sein wird.

      2. Schweinsteiger hinterlässt, was ebenfalls schon zur Genüge thematisiert wurde, aus rein sportlichen Gesichtspunkten keine unauffüllbare Lücke. Den 6er oder 8er können bei uns andere auch und in meinen Augen auch besser.

      3. Dass Schweinsteiger im fortgeschrittenen Fußballeralter noch einmal die Chance bekommt, trotz seiner Verletzungshistorie so einen Wahnsinnsvertrag zu unterschreiben, wie er ihm Manu offenbar angeboten wurde, sei ihm vergönnt.

      4. Aus wirtschaftlicher Sicht hat der FC Bayern alles richtig gemacht, ich denke ich muss hier nicht weiter ausholen.

      5. Zum emotionalen Faktor: Die Wahnsinnsidentifikationsfigur, wie er von machen Fans mit rosaroter Brille nun gesehen wird, war er in meinen Augen nie. Er hat immer schon mit einem Wechsel ins Ausland kokettiert. Ich verurteile das nicht, es ist ja schließlich sein Leben und seine Karriere, da kann ich mir nicht anmaßen, einem Spieler vorschreiben zu wollen, wie es zu laufen hat. Auch hier sehe ich daher genügend Spieler, die diese “Lücke” schließen können und werden, warten wir es einfach ab.

      6. Dreifach-Win-Situtation:

      Bayern gewinnt, weil man für einen in die Jahre gekommenen, von Verletzungssorgen geplagten und vermutlich auch deshalb nicht mehr unumstrittenen Stammspieler und Großverdiener noch eine richtig gute Ablöse kassiert und die Resourcen nun anderweitig investiert werden können.

      Schweinsteiger kann sich seinen schon lange gehegten Traum der Auslandserfahrung erfüllen und dabei noch richtig gut verdienen. Dass dies in Kombination mit seinem ehemaligen Mentor van Gaal und bei einem europäischen Spitzenclub passiert, ist noch das Sahnehäubchen. Ich wünsche ihm dort alles Gute, habe jedoch Bedenken, ob er sich auf die Dauer eines dreijährigen Vertrags dort durchsetzen kann.

      Manu gewinnt den dringend benötigten aggressive Leader im ZM für relativ kleines Geld, wobei das ja bei denen eh wurscht ist bei dem TV-Vertrag.

      Abschließend denke ich, dass eine Beteiligung am hyperaktiven Rumgebashe einiger Boulevardmedien und leider auch einiger Fans völlig unangebracht ist. An der Spitze unseres Vereins sehe ich durch die Bank Fachleute, die ihren Job unaufgeregt und seriös erledigen. Wir können und sollten dafür dankbar sein, es könnte auch anders sein, siehe HSV, Stuttgart oder gar unsere armen gebeutelten blauen Nachbarn. Also lehne ich mich entspannt zurück und harre der Dinge.

      Ich freue mich auf die neue Saison!

      1. Südoberfranke

        very well done, Done !!

    3. Bazi78

      Wenn Fans denken dem Verein geht die Identität verloren dann ist ihnen sowieso nicht mehr zu helfen. Das ist aktuell ebenso ein sinnlos Thema wie die Aktion “Koan Neuer” vor einigen Jahren.

  25. Pia

    Lieber Steffen,
    du bist einer der wenigen die einen realistischen Artikel über dieses Thema schreiben. Ich kann dir nur Respekt zollen ! Niemand will das offensichtliche wahr haben, dass Bastian Schweinsteiger nach 17 Jahren FCB einfach was anderes sehen wollte. Das geht doch einem selbst auch so wenn man seinen Arbeitsplatz wechseln will, man will was neues , man will ein neues Abenteuer seine letzte Chance.
    Natürlich kann man das als Fan nicht so nüchtern sehen, weil Bastian Schweinsteiger Emotionen hervorruft, man liebt ihn , man verehrt ihn,man braucht ihn als Vorbild,Sinnbild für seinen geliebten Klub.Es ist wie wenn einem der Geliebte Partner verlässt. Man fühlt sich verraten, enttäuscht ,traurig, und deshalb muss ein Schuldiger her um seiner Wut freien lauf zu lassen, das tut gut. Wo soll man denn sonst hin, mit seiner Enttäuschung.
    Aber Leute so einfach ist das nicht! Man sollte sich nicht von der Bild aufhetzten lassen, ja ich hab auch diese Biografie über Pep Guardiola gelesen, von einem Autor der immer am Geschehen war und es besser weiß als die Bild und alle Zeitungen und ” Experten “aus dem Boulevard.
    Tatsache ist ,Bastian wollte seine Chance nutzen, nochmal ein letztes Abenteuer zu erleben.Das passt doch auch zu seinem Naturell.
    Nachdem er alles mit dem FC Bayern erlebt und gewonnen hat, was es gibt, ist das für ihn nochmal einen Motivationsschub.
    Das ist eine Tatsache ob man es nun wahrhaben will oder nicht !
    Ob er nach Manchester passt, steht in einem anderen Buch,was man wohl erst in einem Jahr aufschlagen kann.

  26. Ich war lange Zeit kein großer Freund von Schweinsteiger und seiner Rolle beim FCB, aber was er die letzten Jahre geleistet hat und wie er sich dabei entwickelt hat, war einfach unglaublich.
    Beide Seiten betonen ja, dass der Abgang von Schweinsteiger aus ging. Ehrlich gesagt kann ich mir das ohne weiteres nicht vorstellen. Sicherlich nimmt er die Alternative Manu sicher dankend an, aber ich behaupte mal, wenn Guardiola auf Schweinsteiger gebaut hätte bzw. man ihn sportlich hätte halten wollen, wäre es sicher nicht zu dem Wechsel gekommen.
    Auch die Verabschiedung hat mir nicht besonders gefallen, wobei man natürlich nicht weiß, ob Schweinsteiger keine Verabschiedung in der Arena wollte oder ob ihm die Verantwortlichen das nicht angeboten haben.
    Sportlich kann man Schweinsteiger in Manchester nur alles Gute wünschen.

    1. bsg

      Der Kommentar ist nicht zu verstehen.

      Es wurde öffentlich kommuniziert, dass man Schweinsteiger nicht ohne seinen Wunsch abgibt. Punkt.
      Dann sagst du, du kannst dir nicht vorstellen, dass es allein Schweinsteigers Entscheidung war, sondern dass er geblieben wäre, wenn man ihn hätte aus sportlichen Gründen halten wollen.
      Erstens ist es dann immer noch seine Entscheidung! Weil niemand ihn gegen seinen Willen verkauft. Na und zweitens, was denn wenn die sportlichen Grüunde eben nicht gegeben sind? Die sportliche Leitung sieht es dann offensichtlich so, dass er sportlich nicht unverzichtbar ist und seinem WUNSCHwechsel kein Stein in den Weg gelegt wird. Wenn du ne Traditionsmannschaft sehen willst, wo Spieler spielen, die irgendwann mal was Heftiges geleistet haben unabhängig von dem was sie der Mannschaft bringen, dann musst du zu Legendenspielen gehen. Oder in die Kreisliga oder zu den alten Herren. Und selbst da spielen die meisten (Ironie), weil sie dort spielen wollen und nicht, weil sie nicht wechseln dürfen.
      Wer soll denn den Scheiß kaufen, dass man sich auf Wunsch der Fans jemanden in den Kader stellt, der einmal keinen Bock drauf hat und zweitens nicht mal unersetzlich ist.

  27. Dinzinger

    Yo, als Ersatz kommt ein unbekannter Chilene namens Arturo Vidal, jawoll!
    Alles richtig gemacht, EXAKT das was Bayern im Mittelfeld gefehlt hat. Freut mich sehr, Thiago und Vidal, einfach nur geil.

    1. Bixente

      Benatia, Martínez, Vidal. Es wird wieder gegrätscht wie in den Bommel-Jahren!

  28. pitvonbonn

    Wann beruhigt sich des Volkes Seele wieder?
    Wenn die Freundin sagt: London (Weltstadt) oder Manchester, (Arbeiterstadt, vergleichbar mit Dortmund) Hauptsache es wird englisch gesprochen.

  29. Mic

    …vor ein paar Tagen hab’ ich mal bei FIFA15 den Wechsel Schweinsteiger – Vidal durchgespielt. Was soll ich sagen; da hat’s funktioniert ;-)

    Der Wechsel ist für alle Beteiligten gut. Schweinsteiger hat mit Bayern alles erreicht und sich am Verein etwas “abgearbeitet” glaub’ ich. Die neue Herausforderung setzt vielleicht Energien und Fähigkeiten frei, die er bei der EM dann brauchen kann. Der neue Input wird ihm sicherlich gut tun. Der Internationalisierung seiner “Marke” tut das sicherlich auch gut. Mal ganz abgesehen davon, das ich im Netz beim herumstöbern gelesen habe, er solle 18,5 Millionen€/Jahr bei ManU verdienen – Wahnsinn!

  30. […] ausgemacht wurde. Allerdings zeigte das Frühjahr 2015, dass Schweinsteiger zusammen mit Alonso nicht funktionierte. Eine Veränderung war für beide Parteien wohl […]

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