FC Bayern München – Hamburger SV 8:0 (3:0)

Der FC Bayern traf am Valentinstag zum 100. Mal in der Bundesliga auf den Hamburger SV. Das Duell, welches früher von einer speziellen Liebe und Zuneigung geprägt war und lange Zeit als Nord-Süd Gipfel angekündigt wurde, leidet merklich unter dem sportlichen Niedergang des Hamburger Sportvereins. Arjen Robben ist im Duell mit dem HSV der Sieggarant für den FC Bayern. Der Niederländer erzielte in seinen letzten sieben Pflichtspielen gegen den HSV sieben Tore. Lediglich beim 0:0 im Hinspiel musste er verletzt passen.

Falls Ihr es verpasst habt:

Der FC Bayern musste kurzfristig auf Xabi Alonso verzichten, der sich beim Anschwitzen leicht verletzte und nach einer Untersuchung geschont wurde. Durch den Ausfall des Spaniers gab es einige taktische und personelle Umstellungen. Müller ersetzte den Spanier nominell, allerdings wurde die Position des Sechsers alleine von Schweinsteiger begleitet. Weiterhin feierten Rafinha und Badstuber ihr Comeback nach Verletzung. Für Holger Badstuber endete damit eine mehr als 150 Tage dauernde erneute Verletzungspause. Zuletzt spielte er beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Taktisch setzte Pep Guardiola auf ein sehr variables 3-4-3, wobei Alaba und Schweinsteiger gerne zwischen beide Innenverteidiger abkippten. Rafinha spielte mal den rechten Außenverteidiger, allerdings zog sich im Notfall auch Bernat stark zurück. Überwiegend unbedrängt konnte der FC Bayern zumeist über Badstuber aufbauen. Der HSV setzte auf ein 4-4-2, welches von Trainer Zinnbauer personell durchaus offensiv aufgestellt wurde.

In den ersten 15. Minute kombinierte sich der FC Bayern durchaus gefällig nach vorne, ohne aber große Torchancen zu kreieren. In der 20. Minute hatten die Münchner die beste Ballstafette. Auffällig ist, wie blind sich Rafinha und Robben verstehen. Die Flanke des Brasilianers trifft die Hand von Marcos. Schiedsrichter Weiner zeigte auf den Punkt. Müller verwandelte sicher gegen Drobny. Nur ein paar Sekunden nach Wiederanpfiff schickte Schweinsteiger Müller steil, dessen Schuss konnte der HSV Schlussmann noch parieren, doch Götze staubte zum 2:0 ab. Josef Zinnbauer reagierte und wechselte den Verletzten Olic aus und brachte mit Nicolai Müller einen Mittelfeldspieler. Die Grundformation änderte sich auf ein 4-5-1, welches dem HSV zunächst mehr Sicherheit verlieh. Um die 30. Minute versuchte der HSV dann mit sehr aggressiven Pressing die Münchener Spielaufbau zu stören. Der zunächst sträflich ignorierte Badstuber wurde fortan stark unter Druck gesetzt. Allerdings rächte sich die aggressive Art. Aus einem HSV-Einwurf auf Höhe des Bayernstrafraums entwickelte sich eine Kontersituation in der Götze zunächst den Ball gut behaupten konnte. Über Müller kam der Ball zu Robben, der in die Mitte zog und aus fast 25 Meter dank des Innenpfostens auf 3:0 erhöhte.

Unverändert ging es in die zweite Halbzeit. Noch immer durfte der völlig überforderte Marcos gegen Robben auflaufen. Nur kurze Zeit nach dem Pausentee kommt besagter Marcos nicht hinterher. Der Niederländer – diesmal rechts – vorbei und schließt auch mit rechten Fuß ins kurze Eck ab. Erst sein fünftes Tor mit dem rechten Fuß für den FC Bayern. Spätestens jetzt zerfiel der HSV komplett. Müller besorgte unbedrängt mit einem weiteren Fernschuss das 5:0 und legte nur wenig Später den Ball für Lewandowski zum 6:0 auf. Erst jetzt reagierte der HSV Trainer Zinnbauer und nahm van der Vaart und Marcos vom Platz. Es half allerdings nur wenig. Ribery und Götze trafen noch. Am Ende stand es 8:0. Der höchste Bayern-Sieg seit einem 9:0 gegen Kickers Offenbach 1984 und der vierthöchste Bayern-Sieg aller Zeiten in der Bundesliga. Für den HSV war trotz unbedeutender Teilnahmedauer die höchste Niederlage in der Bundesligageschichte.

3 Dinge, die auffielen:

1. Spielfreude

Von Beginn an merkte man vor allem den zuletzt kritisierten Lewandowski, Götze und Müller eine deutlich gesteigerte Spielfreude an. Alle drei besagten Spieler hatten fast 60% gewonnene Zweikämpfe und wirkten deutlich präsenter. Die gesamte Spielanlage wirkte vertikaler und direkter. Wobei Thomas Müller ein ganz besonders Spiel hatte: 2 Tore und 3 Torvorlagen. Hinzu kamen noch 3 weitere Abschlüsse – und das alles mit nur 45 Ballkontakten. Seine Stärken in dieser Partie lagen eher im antizipieren der Räume. Ähnlich lesen sich die Zahlen von Mario Götze: 82 Ballkontakte, 2 Tore und vier Abschlüsse. Darüber hinaus für einen Offensivspieler eine überragende Passquote von 94%. Ähnlich Robert Lewandowski, der in den letzten Wochen stets bemüht, aber glücklos wirkte. 1 Tor und 1 Torvorlage zeugten von einer guten Leistung. Der Pole wich von Beginn an stets auf den linken Flügel aus, zog die Innenverteidiger weit auseinander und schaffte so Raum für seine Kollegen. Unerwähnt bis hier hin, aber mit einer sehr guten Vorstellung: Arjen Robben. Der Niederländer kommt nun mit 14 Toren und 3 Assists auf 17 Torbeteiligung in 17 Bundesligaspielen. Nicht unerwähnt bleiben darf der Spielgestalter Bastian Schweinsteiger, der die meisten Pässe (113) und meiste Key Passes (5) aufweisen konnte. Er übernahm im Vergleich zu den Auftritten mit dem Duo Alonso-Schweinsteiger dieses Mal den Part des Spaniers.

2. Holger Badstuber

Kein leichtes Comeback erlebte Holger Badstuber, der möglicherweise erst durch den Ausfall von Alonso etwas überraschend in der Startelf stand. In den ersten drei Pflichtspielen wurde er nach nur spärlicher Einsatzzeit in den Testspielen außen vor gelassen. Sammer bestätigte unlängst man wolle Badstuber behutsam aufbauen. Umso überraschender sein Startelfdebüt 2015.

Immer wenn Holger Badstuber spielt, fällt auf, was ein typischer Innenverteidiger eigentlich nicht kann: Sein überragender Spielaufbau. Der HSV versuchte den ehemaligen deutschen Nationalspieler manchmal zu pressen, doch meist scheiterte der Versuch. Dies öffnete Räume, die der FC Bayern zu nutzten wusste. Mit zunehmenden Spielverlauf gewann Badstuber mehr Sicherheit und wagte sich an seine Spezialfähigkeit: lange Diagonalbälle. Schlug der erste Pass auf Robben noch fehl, öffnete dann jeder weitere Pass große Räume für den Niederländer. Mit Leichtigkeit konnte das inkonsequente Hamburger Pressing überspielt werden. 7 dieser Pässe kamen an – nur 3 fanden keinen Abnehmer.

Auch sonst zeigte Badstuber eine souveräne Leistung: 117 Ballkontakte, 90% Passquote und 100% Zweikampfquote. Lediglich ein Mal lies er sich von Rundevs überlaufen, konnte diesen aber durch geschicktes Stellungsspiel noch nach Außen abdrängen. Allerdings wurde hier deutlich, dass Badstuber noch etwas die Spritzigkeit und Fitness fehlte. Kein Wunder nach 17 verpassten Bundesligapartien.

3. Desolater HSV

Die Zahlen aller Bayernakteure lesen sich überragend. Am Ende stehen 8 Tore, 25 Torschüsse und 806 gespielte Pässe auf der Habenseite. Hinzu kommen 73% Ballbesitz, sowie eine Zweikampfquote von 70% – gepaart mit lediglich 3 Foulspielen der Münchener. Diese Zahlen waren nur möglich, weil der HSV dem FC Bayern diese Art Spiel ermöglicht hatte. Konnten die Hanseaten in den ersten Minuten die Räume noch geschlossen halten, zerfiel das taktisch fragile 4-4-2 Gebilde spätestens in der zweiten Halbzeit in seine Einzelteile. Die Abstände, weder zum Nebenmann noch zu den vor bzw. nachgelagerten Ketten, stimmten nicht. Der FC Bayern hatte in allen drei Dritteln beliebig viel Platz zum Kombinieren und spielte sich zwischen der 45. und 70. Minute in einen wahren Rausch.

Die taktische Variante Robben nicht zu Doppeln bzw. die Mittelfeld- und Abwehrkette soweit auseinander hängen zu lassen, wirkte geradezu naiv. Gerade weil der junge Ronny Marcos erst sein 8. Bundesligaspiel machte und noch nicht über die taktische Erfahrung eines gestanden Profis verfügen kann. Marcos wirkte gegen Robben vollkommen überfordert – gewann keinen Zweikampf und hatte lediglich 22 Ballkontakte. Immerhin konnte er noch fünf Mal in höchster Not klären, nachdem er zumeist von Robben ausgespielt wurde.

Spätestens nach dem 4:0 gab sich der HSV völlig auf und sehnte den Abpfiff herbei. In der Summe erinnerte vieles an die 2:9 Niederlage im Frühjahr 2013. Eigentlich hatte sich vor allem die Defensive unter Zinnbauer stabilisiert, doch heute kassierte der HSV 26% seiner bisherigen Gegentore und muss mit Betracht auf die Tordifferenz einen herben Dämpfer hinnehmen.

FC Bayern – Hamburger SV 8:0 (3:0)
FC BayernNeuer – Rafinha, Benatia (59. Ribéry), Badstuber, Bernat – Schweinsteiger – Robben (71. Pizarro), Müller (66. Gaudino), Götze, Alaba – Lewandowski
BankReina, Dante, Rode, Weiser
Hamburger SVDrobny – Götz, Djourou, Westermann, Marcos (57. Ostrzolek) – Stieber, Díaz, van der Vaart (57. Jiracek), Jansen – Rudnevs, Olic (24. Müller)
BankAdler, Rajkovic, Gouaida, Kacar
Tore1:0 Müller (21.), 2:0 Götze (23.), 3:0 Robben (36.), 4:0 Robben (47.), 5:0 Müller (55.), 6:0 Lewandowski (56.), 7:0 Ribéry (69.), 8:0 Götze (88.)
KartenGelb: – / van der Vaart
Zuschauer75.000! (ausverkauft)
Schiedsrichter Michael Weiner (Ottenstein)
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Leserkommentare
  1. kurt

    Hab in der privaten Runde 8:0 getippt. Dafür schonmal ein Schulterklopfen von mir selbst.

    Ein wirklich tolles Spiel und der HSV kam da in der aktuellen Phase genau richtig. Ich wüsste nicht, über welchen Spieler man heute meckern sollte. EInzig Lewandowski wirkte etwas unglücklich, aber das lag vielleicht auch daran, dass heute andere umso mehr geglänzt haben.

    Müller müllert, Götze heute mal überragend (hoffe er macht da weiter), Ribery war nach seiner Einwechslung richtig heiß und hat wahnsinnig gut nach hinten gearbeitet (auch wenn da von den HSV-Spielern natürlich die letzte Konsequenz gefehlt hat) und Robben hat heute wieder einmal untermauert, warum er der beste aktive Fußballspieler dieser Welt ist.

    Nur die Schiedsrichterleistung muss man teilweise kritisieren. Van der Vaart MUSS mit Gelb-Rot vom Platz, dafür war wohl das Tor der Hamburger kein Abseis, was zumindest diesen Umstand ausgleicht. Aber objektiv betrachtet, neutralisieren sich 2 Fehlentscheidungen natürlich nicht, sondern summieren sich.

    Alles in allem aber ein super Spiel mit tollem Ergebnis.

    1. Hero991

      Bei Lewandowskis Tor hat man es gesehen wie sehr er sich gefreut ist, auch wenn Müller den Ball freundlicherweise rüber gelegt aber man merkt, dass es an ihm nagt. Momentan fehlt ihn glaub ich das Selbstvertrauen. Er hätte paar mal direkt abschließen können aber hat den Ball angehalten und dann den Ball verloren.

      Ich fand es schade, dass Kurt nicht im Kader war. Man hätte ihn nach ja statt Piza einwechseln können.

      1. Christopher

        Bei Lewandowskis Tor hat man es gesehen wie sehr er sich gefreut ist, auch wenn Müller den Ball freundlicherweise rüber gelegt aber man merkt, dass es an ihm nagt. Momentan fehlt ihn glaub ich das Selbstvertrauen. Er hätte paar mal direkt abschließen können aber hat den Ball angehalten und dann den Ball verloren.

        Ich hoffe das Tor schafft neues Selbstvertrauen. Wie bereits erwähnt wirkte er zuletzt etwas glücklos. Allerdings wirkte er gestern schon viel präsenter, was auch an dem besseren Kombinationsspiel lag.

        Ich fand es schade, dass Kurt nicht im Kader war. Man hätte ihn nach ja statt Piza einwechseln können.

        Kurt wird sicherlich noch Einsatzzeit bekommen. Auch für Pizarro gilt das gleiche wie für Lewandowski. Ihm fehlt das Selbstvertrauen und die Tore. Somit kommt zur Zeit auch wenig Druck von der Bank. Daher war es richtig den Peruaner so früh zu bringen.

    2. chicago_bastard

      Teile die Kritik an Lewandowski nicht, ich fand ihn gestern stark. Überhaupt haben mir die vertauschten Rollen mit Lewy auf dem Flügel und Müller im Zentrum gut gefallen, da hat Pep die richtigen Schlüsse aus den letzten Spielen gezogen.

      In den letzten Wochen war ein Problem, dass wir mit Lewy und Müller vorne zwei Spieler hatten, die niedrige Passquoten hatten und somit zu viele Ballverluste verursacht haben. Müllers Passquote ist immer unter dem Durchschnitt des Teams, da er nunmal spielerisch der schwächste Offensivakteur ist. Bei Lewy, der spielerisch top ist, war das Problem hingegen, dass es der Mittelstürmer bei den Bayern extrem schwer hat, weil die Gegner im Zentrum extrem wenig Platz lassen und man bei der Ballannahme schon von 2, 3 Gegenspielern gestört wird. Gestern auf dem Flügel hatte er mehr Platz und prompt war er extrem ballsicher, mit einer Passquote von über 90%. Somit hatte man gestern mit Müller nur einen Spieler mit einer Passquote von unter 80%, wodurch das Offensivspiel viel besser war als zuletzt.

    3. Pachinko

      Götze´s sein Leistungsabfall kam ja mit der Verletzung von unserem Hybriden Alaba und Lahm. Pep musste das System umstellen und Götze musste auf links spielen, weil auch der Ribery verletzt war. Götze gehört einfach in die Mitte und das hat er gestern wieder bewiesen.

  2. chicago_bastard

    Hehe, langsam könnt ihr darüber nachdenken als dauerhaftes viertes “Ding, das auffiel” einen Platzhalter für Robbens Leistung einzuführen. Einfach unglaublich was der Kerl leistet. Bin ja seit jeher Riesen-Fan von ihm aber selbst mich überrascht er mit den konstant überragenden Leistungen seit ca. 2 Jahren.

    Außerdem dürfte die Diskussion, ob die Kombination Schweinsteiger/Alonso optimal ist, durch dieses Spiel neue Nahrung erhalten haben.

    1. Christopher

      Außerdem dürfte die Diskussion, ob die Kombination Schweinsteiger/Alonso optimal ist, durch dieses Spiel neue Nahrung erhalten haben.

      Ich würde aus dem Spiel keine voreiligen Schlüsse ziehen. Der HSV war wirklich sehr schlecht. Daher haben wir deren Spielweise einen Punkt gewidmet. Auch ein Alonso hätte die Räume und die fehlenden Abstände zu nutzen gewusst.

      1. chicago_bastard

        Ich mache das nicht nur am gestrigen Spiel fest, aber wenn man Schweinis Interview bei Sky direkt nach dem Spiel gehört hat, in dem er mehr oder weniger unverblümt zum Ausdruck gebracht hat, dass er lieber auf der 6 spielt statt auf der 8, auf die er immer ausweichen muss wenn Alonso spielt, dann könnte das in den nächsten Wochen ein Thema werden das uns beschäftigt.

      2. Oliver

        Ja, das stimmt. Das Interview war sehr deutlich……..

  3. Marco05

    Zu Lewa: ich denke nicht, dass es an ihm liegt. Wenn man sieht, wie oft er sich in die Schnittstellen bewegt und wie wenig er Bälle bekommt und wenn dann meistens zu ungenau, dann fehlt es einfach noch am Verständnis der Mitspieler. Wenn Robben dann zum zehnten Mal wieder alles auf eigene Faust macht und den Abschluss sucht und 3 Mitspieler stehen frei, auch Lewa, dann verursacht mir das fast körperliche Schmerzen.

    Nicht falsch verstehen, Robben ist überragend und er darf auch viel alleine machen, aber bitte nicht alles. Ab und an mal ein Pass und dann am besten noch ein paar Sekunden eher, hilft glaube ich der ganzen Mannschaft.

    Ansonsten sehe ich es auch so, dass von Anfang an die Körpersprache anders war als in den letzen Wochen. Besonders bei Götze war es ein Unterschied wie Tag und Nacht. Möglicherweise war der HSV der richtige Gegner zur richtigen Zeit.

  4. Johannes

    Hab nach dem 3:0 die Konferenz geschaut, denke wenn man eins mitnehmen kann, dann das man aus diesem Spiel nicht viel lernen kann.Der HSV hat sich nach dem Handelfmeter aufgegeben, unglaublich das sich Profis so abschlachten lassen.

  5. Thomas

    Das Spiel hat bewiesen, daß Robben und Rafinha unverzichtbar sind für Guardiolas Spielsystem. Die beiden werden auch Donezk gut beschäftigen. :-)

  6. Done

    Zitat Marco05:
    “Wenn Robben dann zum zehnten Mal wieder alles auf eigene Faust macht und den Abschluss sucht und 3 Mitspieler stehen frei, auch Lewa, dann verursacht mir das fast körperliche Schmerzen.

    Nicht falsch verstehen, Robben ist überragend und er darf auch viel alleine machen, aber bitte nicht alles. Ab und an mal ein Pass und dann am besten noch ein paar Sekunden eher, hilft glaube ich der ganzen Mannschaft.”

    Also sowas wie vor Lewas Tor? ;-)

  7. Jo

    Perfektes Spiel! Die Abwehr steht zu null, alle Offensiven hamstern Tore und Assists fürs Selbstvertrauen, die Rückkehrer überzeugen und schaffen neue personelle Alternativen. Ich habe das Gefühl die Rückrunde hat gestern erst so richtig, und gerade rechtzeitig, begonnen.

    Rafinha, was war ich froh den wieder auf dem Platz zu sehen. Einer der eher unscheinbaren Spieler unter lauter Stars, aber aktuell einer der am schwersten zu ersetzenden.

    Besonders interessant war die Rotation die Pep mit dem offensiven Krisentrio veranstaltet hat. Jeden Spieler ein Stück weit verschoben, und gottseidank jeden in Richtung seiner Stärke.
    So klar im Achter und Zehnerraum und mit Bewegungsfreiheit habe ich Götze schon lange nicht mehr gesehen. Im Ergebnis sprühte der Junge vor Einsatz- und Spielfreude.

    Müller als hängende Spitze, oder falsche Neun, dagegen aus seinem Kerker dem Halbraum entlassen und in einem Bereich wo er mit einer Bewegung, einem Kontakt, einer Idee sofort für Gefahr sorgen kann.

    Lewandowski sehe ich zwar nicht unbedingt als Linksaußen, aber ich denke es tut ihm für das eine oder andere Spiel ganz gut, dem Druck des zentralen Stoßstürmers auszuweichen. Zudem war das eine Position auf der er mal ein paar Ballkontakte und Erfolgserlebnisse sammeln konnte. Ich könnte ihn mir auch sehr gut in der Position vorstellen, die Müller gestern hatte. Etwas zurückhängend um Spielanteile zu gewinnen, um warm mit dem Spiel zu werden und bei Bedarf dann in den Strafraum vorstoßend.

    Wir sollten natürlich auch Zinnbauer für dieses Spiel danken. Ob die Hamburger gestern mit welchem Plan auch immer eine Chance gehabt hätten sei dahingestellt, aber dass das so ein Debakel wurde muss sich der Trainer auch mit auf die Fahnen schreiben. Wie heißt es so schön: Wer alles verteidigen will, verteidigt am Schluss überhaupt nichts.

    Btw. kann sich jemand an eine Teamzweikampfquote von 70% erinnern? Wenn das ein Rekord gewesen wäre hätte das sicher eine schlaue Datenbank ausgespuckt, aber ich kann mich nicht annähernd an so was erinnern.

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