FC Bayern München – VfL Wolfsburg 2:2 (2:0)

Freitagsspiel in der Bundesliga! Eine seltene Ehre für den Rekordmeister, wenn es nicht gerade um die Eröffnung einer neuen Saison geht.

Zu Beginn des 6. Spieltages wartete mit dem VfL Wolfsburg eine Wundertüte.

Falls ihr es verpasst habt:

Carlo Ancelotti wechselte wie erwartet auf einigen Schlüsselpositionen. So wurde die komplette Innenverteidigung ausgetauscht, es startete mit Jerome Boateng und Mats Hummels die vermeintliche Königslösung. Im zentralen Mittelfeld ersetzte Sebastian Rudy den Franzosen Tolisso und auf den Flügeln kehrte der Trainer zum altbekannten Duo Ribery und Robben zurück – der auf Schalke noch sehr beeindruckende James Rodriguez musste also auf der Bank Platz nehmen.

FC Bayern, GrundformationenFC Bayern München – VfL Wolfsburg

Auch Martin Schmidt, der erst vor wenigen Tagen Andries Jonker als Wölfetrainer ersetzte, tauschte vierfach. So feierte unter anderem der junge Linksverteidiger Gian-Luca Itter sein Bundesligadebüt.

Zudem rotierten Tisserand, Guilavogui und William in eine Startelf, die mit dem Wolfsburg der letzten Jahre nicht mehr viel gemeinsam hatte.

Der FC Bayern startete druckvoll in die Partie, konnte aus drei aufeinanderfolgenden Ecken in der dritten Minute jedoch keine frühe Führung kreieren. Die Gäste ließen sich in der Defensive schnell in ein enges und tiefes 4-5-1-System zurückfallen, welches den Bayern keinen Raum für Kombinationen erlauben sollte. Die Gastgeber versuchten, mit einer flexibel beweglichen Offensive für Unruhe zu sorgen.

In der 13. Minute sah Arturo Vidal eine frühe gelbe Karte für ein riskantes, aber vergleichsweise harmloses Einsteigen gegen Camacho im Mittelfeld. Eine durchaus harte Entscheidung von Schiedsrichter Dingert, die die Konterabsicherung der Münchner beeinflussen könnte.

Beide Mannschaften taten sich sichtlich schwer, aus dem Spiel heraus für Torgefahr zu sorgen. Wolfsburg kam nur selten in echte Kontersituationen, die Bayern konnten die eng besetzten Zonen nicht bespielen und flüchteten sich regelmäßig in lange Bälle hinter die Abwehr. Im Vergleich zum Spiel auf Schalke gab es keinerlei Raum für die Offensivreihe der Roten, auch das ständige Rochieren zwischen Müller und Robben konnte die Abwehrmauer der Gäste nicht ins Wanken bringen.

Die erste halbe Stunde verging ohne erwähnenswerte Highlights. Man musste mit dem Schlimmsten rechnen. Doch dann gab es aus dem Nichts einen Elfmeter für den FCB. Robert Lewandowski wurde von Tisserand nach der Ballannahme mit dem Rücken zum Tor gelegt – ein fragwürdiger Pfiff. Den Strafstoß verwandelte der Pole selbst und erzielte so die wichtige Führung (33.).

Im Anschluss ging es weiter wie gehabt: es passierte praktisch nichts, bis die Bayern aus dem Nichts ein weiteres Tor erzielten. Nach Ballgewinn im Mittelfeld darf sich Arjen Robben ungehindert aus zentraler Position dem Strafraum nähern. Sein Schuss wird abgefälscht und segelt unglücklich über den machtlosen Casteels hinweg. Eine seltsame 2:0-Führung (44.).

Robben trifft zum 2:0. Rafinha fälscht den Ball noch ab.
(Foto: Sebastian Widmann / Bongarts / Getty Images)

Sekunden vor dem Halbzeitpfiff durfte dann auch Sven Ulreich beweisen, dass er nicht in der Kabine geblieben ist. Der Distanzschuss von Origi war jedoch harmlos. Eine gute Defensivleistung der Gäste wurde mit dem Maximum an Pech zunichte gemacht, für Bayern gab es neben der Führung immerhin reichlich Verbesserungspotenzial, schließlich spielte man sich nicht eine ernstzunehmende Torchance heraus.

Zur zweiten Halbzeit brachte Gäste-Coach Schmidt jede Menge Erfahrung auf den Platz: Jakub Blaszczykowski ersetzte William, ein Tausch ohne Konsequenzen auf die Formation. Die erste Chance in Halbzeit zwei hatte aber der FC Bayern, Arjen Robben verpasste das Tor mit einer Direktabnahme nur knapp. Kurz darauf tauchte auch der VfL vor dem gegnerischen Tor auf, es blieb jedoch bei zwei Halbchancen. Dennoch gestaltete sich das Spiel nun etwas offener, da die Wolfsburger aggressiver herausrückten.

Nach 56 Minuten das dritte Tor des Abends, diesmal für die Gäste. Einen zentral getretenen, harmlosen Freistoß von Maxi Arnold ließ Sven Ulreich ohne jeden Grund ins eigene Tor klatschen (56.). Ein Torwartfehler der herben Sorte, der das Spiel unerwartet öffnete. Arjen Robben vergab nur eine Minute später frei vorm Tor und verpasste es so, das erste halbwegs herausgespielte Tor der Partie zu erzielen.

In der 63. Minute nahm Ancelotti dann den verwarnten Vidal vom Feld und ersetzte ihn durch Corentin Tolisso. Am Spielverlauf änderte dies nichts, keine der beiden Mannschaften kontrollierte das Geschehen. Die wohl größte Chance dieser Phase wusste Mats Hummels mit einer großartigen Grätsche zu verhindern, ansonsten hätte Yunus Malli wohl aus kurzer Distanz aufs Tor schießen können.

Die Schlussviertelstunde wurde von einem gefährlichen Distanzschuss von Robben eingeleitet, den Koen Casteels noch zur Ecke abwehren konnte. Kurz darauf führte eine seltene Kombination der Gastgeber zur Chance für den sonst unsichtbaren Ribery, doch der Ball segelte über den Kasten.

Acht Minuten vor dem Ende passierte es dann. Nachdem die Bayern einige ordentliche Kontersituationen kläglich vergeben hatten, köpfte der eingewechselte Daniel Didavi aus dem Lauf eine Halbfeldflanke ins lange Eck (83.).

Beide Trainer reagierten umgehend auf den Ausgleich. Schmidt brachte Bazoer für Origi, um das Unentschieden zu halten, während Ancelotti mit Coman und Rodriguez die Flügel auffrischte. Insbesondere die Auswechslung von Ribery hätte wesentlich früher passieren dürfen, der Franzose war kein Faktor in dieser Partie.

Der wilde Druck des FCB führte noch zu einer Chance auf den Siegtreffer, doch Hummels’ Kopfball in den Schlusssekunden verpasste das Tor knapp.

Nach zwei Minuten Nachspielzeit wurden die Zuschauer erlöst, der Schiedsrichter beendete eine Partie, die keinen Sieger verdient hatte und dennoch auf jeden Fall vom FC Bayern hätte gewonnen werden müssen.

Drei Dinge, die auffielen:

1. Offensiv kastriert

Es ist bezeichnend, dass die beiden Innenverteidiger Boateng und Hummels mit Abstand die meisten Ballaktionen in dieser Partie hatten. Gegen das kompakte System der Wolfsburger sah die Münchner Offensivfraktion keinen Stich. In Ballbesitzphasen lief der Ball im berühmten U, bis der Angriff in einem verzweifelten Vertikalball endete.

Zwar bewegten sich insbesondere Müller und Robben viel, ohne kreative Pässe brachte dies aber alles nichts. Die Bayern agierten ohne jegliche Kreativität und konnten sich in Halbzeit eins keine echte Torchance herausspielen.

In den zweiten 45 Minuten hatte man mehr Raum, den man nicht nutzte. Die wenigen Möglichkeiten wurden manchmal knapp, meist hingegen fahrig vergeben. Das Mittelfeldduo Vidal und Rudy konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken, der engagierte Kimmich wurde zu selten eingebunden.

2. Defensiv kaschiert

Das System der Wolfsburger sah sicherlich vor, aus der geordneten Defensive immer wieder gefährliche Konter zu setzen. Hierzu waren die Gäste jedoch überhaupt nicht in der Lage, weshalb die zuletzt schwache Konterverteidigung der Bayern in diesem Spiel keinem ernsthaften Test unterzogen wurde.

Eine bemerkenswerte Sicherheit strahlte der Münchner Abwehrverbund dennoch nicht aus, wenn man vom zweikampfstarken Jerome Boateng absieht. Am verletzungsgeplagten Innenverteidiger sind Origi und Co mehrmals humorlos abgeprallt. Ein Boateng in alter Form ist Gold wert, dieses Spiel schürte Hoffnung darauf.

Robben und Müller nach dem Wolfsburger Treffer zum Ausgleich.
(Foto: Sebastian Widmann / Bongarts / Getty Images)

Leider konnte sich die Abwehr auch nicht durch einen sicheren Rückhalt geschützt fühlen. Sven Ulreich agierte unsicher und musste gefühlt bei jeder Aktion nachfassen, um den Ball zu kontrollieren. Das erste Gegentor passte ins Bild des nervösen Torhüters, der sich mental noch seinen Platz in der Startelf erkämpfen muss.

Dass man gegen dieses Wolfsburg zwei Gegentore kassieren konnte, ist eine Kunst.

3. Paris Calling

Es ist zwar nur Spieltag zwei in der Gruppenphase, doch die CL-Partie gegen Paris ist in aller Munde – aus unschönen Gründen. Im Spiel gegen Wolfsburg gelang es den Bayern, den Aufwärtstrend der letzten Spiele krachend zu widerlegen.

Ein Unsicherheitsfaktor im Tor, eine grundsätzliche Unruhe in der Defensivarbeit, ein Mittelfeld ohne Verve, eine uninspirierte Offensive – nur ein Ausrutscher oder doch mehr?

Die Startelf in Paris wird fraglos eine andere sein. Zu sehr spielte sich zum Beispiel James Rodriguez gegen Schalke in den Fokus, zu sehr bewarb sich Franck Ribery gegen Wolfsburg auf einen Bankplatz. Und Thiago tut dieser Mannschaft natürlich immer gut.

Aber dennoch, wenn man in der kommenden Woche einen ähnlichen Auftritt zeigt, dann dürfte es auf internationaler Bühne so richtig krachen.

Es braucht nun eine Trotzreaktion und den unbedingten Willen zu beweisen, dass dies nur ein einmaliger Fauxpas war. Wir sind gespannt.

FC Bayern München – VfL Wolfsburg 2:2 (2:2)
BayernUlreich – Kimmich, Boateng, Hummels, Rafinha – Rudy, Vidal (63. Tolisso) – Robben (85. James), Müller, Ribéry (85. Coman) – Lewandowski
BankFrüchtl, Friedl, Martinez, Süle
WolfsburgCasteels – Verhaegh, Tisserand, Uduokhai, G. Itter – Camacho (73. Didavi), Guilavogui – Arnold – William (46. Blaszczykowski), Malli – Origi (85. Bazoer)
BankGrün, Knoche, Ntep, Hinds
Tore1:0 Lewandowski (33., Foulelfmeter), 2:0 Robben (43.), 2:1 Arnold (56.), 2:2 Didavi (83.)
KartenGelb: Vidal / Tisserand, William
SchiedsrichterChristian Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer75.000 (ausverkauft)

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Leserkommentare
  1. Bayernbazi

    Ein negativer Trend lässt sich nicht so einfach mehr stoppen. An der Börse erfolgt dann immer noch ein finaler Ausverkauf, auch Crash genannt. Warten wir den 04.11.2017 ab.

  2. Marco05

    Ernüchterung beim Anblick der Aufstellung und die war berechtigt.

    Robbery machen unser Spiel statisch, träge und langsam. Ribery mit 50 Ballverlusten, Robben mit viel zu viel Svhnörkeln und zuviel auf eigenen Deckel.

    Dass Müller kein 10er ist muss man Carlo wie oft sagen???

    Man sieht dass offensiv nix geht und reagiert erst nach dem 2:2 in Minute 86. Was macht er eigentlich vorher? Ach ja: Vidal durch Tolisso tauschen. Aha.

    Und was sich Ulreich beim 1. Gegentor denkt wird sein Geheimnis bleiben. Absoluter Blackout. Unfassbar.

    Carlo ist anscheinend nullkommanull lernfähig. Ich weiß dass da der Frust mitschreibt, aber aktuell versteh ichs einfach nicht.

    1. Kurt

      Klar ist Müller ein 10er. War er doch schon immer. Kein 10er. Kein Flügelspieler. Kein Stürmer. Entscheidet euch mal.

      Zaubervorlage wenn Ribery normal abschließt. Das war zwar im Großen und Ganzen trotzdem mau, was Müller da abgeliefert hat, aber ihn heute wieder extra zu nennen, muss nicht sein.

      1. Marco05

        Doch, weil er außer der genannten Szene nicht im Spiel war. In HZ2 habe ich ihn erst bei einer Balleroberung vorm eigenen 16er wahrgenommen.

        Gegen Mainz hatte er James neben sich (der im Grunde den 10er gab). Leistungs- und Effizienzunterschied wie Tag und Nacht.

    2. Mogician

      Hab ich genauso gesehen.
      Nachdem ich die Aufstellung gesehen hatte war das Spiel für mich schon fast gelaufen.
      Auch wenn Bayern gewonnen hätte wäre ich genauso unzufrieden.

      Ohne ein paar junge Spieler scheinen die anderen sich gegenseitig zu ermüden.

      Ohne Coman und James zu beginnen war für mich ein Fehler.
      Ob Süle oder Hummels macht sicher keinen Riesenunterschied, aber Hummels gefällt mir nicht so gut zur Zeit. Mal ist er stark, dann wieder bräsig.

  3. Kurt

    Carlo raus.

    Zu früh gefreut nach den letzten 2 Partien. Was war das denn heute für ne Scheiße? Ein richtiger Trainer wechselt da in der 50. Minute James und Coman ein.

    Ulreich’s Megapatzer geschenkt. Das war zwar selten dämlich, aber wir alle wussten, dass er sowas ab und zu Mal drin hat. Gegen Schalke hat er geglänzt. Der Freistoß war natürlich vollkommen absurd. Geht halt auch nicht, dass die Schiris mal nicht komplett gegen Bayern austicken.

    Und diese pomadige Leistung von den Spielern. Diese grottige Chancenverwertung.

    Ich ertrag es nicht mehr echt. Schenkt die CL ab und konzentriert euch auf die verdammte Liga, damit wir keinen BVB als Meister erleben müssen.

    1. Marco05

      Aber wsrum sollte er auch wechseln. Immerhin ‘we hädd de game under controlll’.
      Dass nach vorne nix geht – geschenkt, das ein oder andere Zufallstor fällt dann scho.

      Ich versteh nur nicht, warum er gegen Mainz vermeintlich alles richtig macht dann aber immer und immer wieder in die alten Muster verfällt.

      1. Gestrandedinberlin

        Ich weiß nicht ob er alles richtig gemacht hat. Letztlich scheint es doch bei Ancelotti sehr Spieler fokussiert zu sein, sprich, es gibt keine richtige Taktik aber falls man das Glück hat, dass die richtigen Spieler auf dem Platz sind, kann es halt passen. Irgendwie habe ich mich gefragt, ob er das gerade absichtlich macht um Ribery abzusägen, anders kann ich mir das kaum erklären. Eines muss man halt echt sagen, gerade wenn Ribery spielt, läuft es halt überhaupt nicht.
        Hummels hat ja auch nach dem Spiel gesagt, dass es ein taktisches Problem war. Keine Ahnung wieviel deutlicher man dem Trainer einen Mittelfinger zeigen kann aber mit dem Hinweis renne ich vermutlich offene Türen ein. Ist halt bitter, seit Klinsmann waren die Spiele nicht mehr so frustrierend.
        Ach ja, ich hab mich am Anfang echt für Rudy gefreut aber mittlerweile kann ich ihn mehr sehen, der Kollege ist sowas von passiv, hat man ja beim 2:2 gesehen wieder oder auch generell öfter Mal, das ist echt anstrengend mit anzusehen.

      2. rookie

        Hatte die Vermutung, dass da Sagnol seine Finger im SPiel hatte…

    2. Bayernbazi

      Leider hast du in allem recht.
      Aber glaub mir erst wenn wir im DFB-Pokal gegen RB rausfliegen und die Lüdenscheider im November 12 Punkte Vorsprung haben und die CL-Gruppe als Dritter versaut wurde – dann erst werden die reagieren.

    3. User

      „Ich ertrage es nicht mehr „ fasst es perfekt zusammen.

  4. Tschemp

    Zunächst einmal: Das Spiel wäre heute keinen Millimeter anders verlaufen, wenn statt Ancelotti eine der folgenden Personen unser Trainer wäre: Helene Fischer, Stevie Wonder, Gabriel Alcantara, Edna Krabappel.

    Nichtsdestotrotz sollten die Spieler einfach sagen, wenn sie keinen Bock auf die x-te Meisterschaft haben. Dann können die Amateure spielen und die Stars schonen sich zuhause für PSG. Solche demotivierten, uninspirierten und müden Auftritte sind einfach unwürdig und peinlich. Ich bin schon gespannt, wie der sogenannte Sportdirektor jetzt im sammerschen Sinne “die Leistung steuert”..

    1. Kurt

      Wenn ich Trainer wäre, hätten wir das noch gewonnen. Locker.

      Wäre aber auf die Tribüne geschickt worden.

    2. Dakury

      Aber auch nur weil Edna Krabappel verstorben ist. Die würde nicht nur fröhlich Kaugummi kauend an der Seitenlinie stehen.

      1. Jo

        Was Edna Krabappel ist tot? Das rundet diesen unerfreulichen Abend nur noch ab.

      2. Kurt

        @Jo

        Auf die Info hätte ich auch verzichten können. ^^ Aber ich schau sowieso nur die ersten Staffeln. *coolguyaltert*

  5. Herrispezial

    Guten Abend in die Runde,
    ein Heimspiel mit 2:0-Führung wird also noch weggeworfen – gegen einen Fastabsteiger des letzten Jahres. Und das mit einem italienischen Trainer. So wird es nichts diese Saison. So langsam müsste es jetzt auch bei Uli mal klingeln, dass dieser Weg nicht zum Ziel führt. Es braucht endlich wieder eine sportliche Führung mit einem klaren Plan. Während er weg war, hatten wir einen Sportdirektor und einen Trainer, die für ein klares Konzept standen und auch entsprechend einkauften. Jetzt ist es wieder wie vor ein paar Jahren. Es wird Zeit, dass endlich wieder Leute mit einem Plan das Alltagsgeschäft übernehmen.

    Spielerisch muss man ansonsten festhalten, dass es ohne James und Thiago einfach nicht geht. Robben und Ribery sind inzwischen zu selten in der Lage, ein Spiel an sich zu reißen. Und Lewa darf auch gerne mal wieder seine erste klare Chance im Spiel machen. Dass Ulreich heute mehr als schwach war, ist dabei nur eine Nebenerscheinung, denn das Problem ist doch, dass wir nach vorne zu wenig Gefahr ausstrahlen und der Gegner so Hoffnung schöpft und mutig wird. Das war gegen Leverkusen (zu Hause) auch schon so. Wenn ich Sportdirektor wäre, würde ich jetzt schon einmal bei Tuchel anrufen, um ihn mir warm zu halten. Den werden wir in ein paar Wochen vermutlich brauchen. Und er wäre auch derjenige, der der Mannschaft wieder den Fussball beibringen kann, den sie noch vor einiger Zeit gespielt hat.

  6. wipf1953

    Die zweite Halbzeit war das Schlechteste seit dem CL-Spiel in Rostov 11/2016.

    In der ersten HZ hat mir Robben in der Mitte an sich gut gefallen. Allerdings hat auch das nichts daran geändert, dass Robben und Lewandowski so sind wie Kain und Abel .. Insgesamt ein enttäuschendes Spiel von Lewa. IMHO.

    1. Kurt

      Lewy fand ich eigentlich noch recht positiv. Er hat doch das in den letzten Spielen zu beobachtende tief fallen und im Spielaufbau mithelfen wieder öfters praktiziert.

      In der 1. HZ. gab es ja auch noch die gewisse Fluidität, nur Wolfsburg hat eben gut verteidigt.

      Aber wie die Mannschaft dann nach dem Gegentor in sich zusammenfällt. Das kanns doch nicht sein. Da sitzen Leute im Stadion die haben verdammt nochmal Geld und Zeit investiert.

      Da sind vielleicht Kinder das erste Mal im Stadion, weil der Vater endlich mal Tickets bekommen hat und dann müssen die sich so ein Trauerspiel geben. Es ist ja nichtmal der Punktverlust der nervt, sondern diese unfassbare Nichtleistung.

      1. Wohlfarth

        Lewy positiv?
        3 Aktionen hab ich im Stadion gesehen: Zwei Freistöße der Marke Kreisklasse und der Elfmeter. Ansonsten unsichtbar.

      2. wipf1953

        Es wäre mal eine schöne Aufgabe für die “Datensammler” zu vergleichen, wie viele hochkarätigen Chancen Lewandowski (= Kain) hat, wenn er ohne Robben (= Abel) auf dem Platz steht, und wie viele mit ihm. Weiter kann man noch unterscheiden, ob es einen Unterschied macht ob neben den beiden auch noch Müller spielt.

        Und dann sollte man diese Zahlen trainerabhängig vergleichen.

        Mein subjektiver Eindruck ist der, dass “Kain und Abel” unter keinen Bedingungen das Optimum darstellen. Lewandowski spielt dann wie in der ersten Saison unter Pep, als der an sich “schlechtere” Fußballer Mandzukic der bessere Mittelstürmer war. Und Robben passt selten zu Lewandowski, ganz einfach darum, weil das Pass-Spiel nicht Robbens Stärke ist.

        So gesehen war das gestern ernüchternd. Robben spielte nämlich in der Mitte, was prima facie eine interessante Idee ist. Robben kann dann tendenziell auf den linken Flügel ziehen und es müsste sich an sich für Lewandowski der rechte Strafraum öffnen. Hat aber auch nicht funktioniert.

        So sehr ich Lewandowski aufgrund seiner fußballerischen Qualitäten auch bewundere, ist mein Verhältnis zu ihm aufgrund seiner Ich-bezogenen Interviews inzwischen doch sehr ambivalent. Ich würde gerne mal sehen, wie das Spiel ohne echten Mittelstürmer, dafür mit James und Müller, aussieht.

      3. Marco05

        Es müsste zumindest einen Wert geben, wieviele Tore man sich wechselseitig schon aufgelegt hat. Da kommt man mMn seit Lewandowski da ist auf keine Hand voll Buden. Was im Grunde für zwei Stürmer dieser Kragenweite ein Unding ist.

        Robben spielt hauptsächlich nicht ab und wenn dann meistens schlecht, weil ungenau oder viel zu spät. Lewy hat sich das eine ganze Zeit mit angesehen und hat jetzt anscheinend auch keinen Bock mehr. Deswegen hemmen die beiden derzeit unser Offensivspiel ohne Ende. Ausnahme war Mainz, als beide offensichtlich bemüht haben der kurz vorher auftretenden “Kain und Abel”-Debatte entgegenzuwirken. Das war allerdings dem Anschein nach ein Strohfeuereffekt.

        Deine Einschätzung zu Lewandwoski teile ich aus gleichem Grund absolut.

  7. FR7

    Herber Dämpfer. Wird lustig gegen Paris.
    Aus dem Spiel kann man eines mitnehmen: Robben und Ribery sind weit über den Zenit und leistungstechnisch nicht mehr startelf-berechtigt. Man hätte bereits diesen Sommer konsequent sein müssen und sie als Edeljoker einplanen sollen und dafür in einen Martial oder Sanchez investieren sollen. Zu wenig Antritt auf den ersten Metern, Ballverluste, zu eigensinnig und zu berechenbar statisch. Robbery erinnert an ein Monster, dass mal Angst und Schrecken verbreitet hat aber seit geraumer Zeit zu einem Hasen verwandelt wurde ohne es aber selbst zu merken. Es versucht noch so zu rennen wie ein Monster, so anzugreifen wie Eines und auch so zu brüllen aber es ist einfach keines mehr. Es macht mich so unfassbar traurig zu sehen wie zwei der besten Spieler unserer Geschichte langsam adieu sagen.

  8. Kramnik

    So mal meine paar Gedanken zum dem Spiel.
    1.) Das man den Ausgleich kassiert war mehr als verdient. Wenn man nach dem 2:1 nur noch die Bälle nach vorne haut und sich nicht bemüht kurz hinten rauszuspielen, dann muss man sich nicht wundern.
    2.) Und damit kommen wir auch schon zum nächsten Punkt, warum stellt man regelmäßig den Spielbetrieb ein. Ich bin mir sicher man hätte Wolfsburg heute gut 4:1 nach Hause schicken können. Dieses krasse zurück schalten, macht es doch nur komplizierter, warum nicht fokussiert 90min spielen? Ich versteh es nicht.
    3.) Natürlich sind die Spieler für dieses 2-3 Gänge zurück fahren selber verantwortlich, doch kommt diese Mentalität mMn ganz klar von dem Trainer. Wenn der Trainer solch ein Verhalten duldet und dieses sogar als gut empfindet, indem er offen auf PKs zugibt bewusst nicht mit voller Intensität gespielt zu haben, dann muss man sich nicht wundern, wenn die Spieler ihm in nichts nachstehen.
    4.) Die Wechsel. Ich muss schon sagen, ich hatte ein kleines Lächeln auf dem Gesicht, als man das 2 Tor kassiert hat und in der 86min gewechselt wurde. Das hat sehr schön die Absurdität unterstrichen. Man hätte, wenn man auf den Spielverlauf reagiert hätte, schon viel eher James und Coman bringen müssen.
    5.) Damit kommen wir dann auch schon zum nächsten Punkt, Robbery. Ein Ribery ist für mich ganz klar keiner mehr für die erste Elf, in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr zu sehen. Wenn er dann nichtmal seine Scorerpunkte macht, gibt es eigentlich keinen Grund ihn auf dem Platz zu lassen, zu viele Ballverluste, mangelndes taktisches Verständnis, die Fitness/Spritzigkeit ist nicht mehr da usw. Auch ein Robben scheint noch nicht bei 100% zu sein, zu mindestens halten sich seine Ballverluste in Grenzen, er findet die Räume und arbeitet mehr nach hinten. Das er ab und zu Lewi übersieht, würde ich gar nicht mal seinem Ego vrowerfen, sondern ist mMn Ursache seines enorm schwachen rechten Fußes.
    6.) Und damit bin ich der Meinung die Konstellation James, Coman, Müller und Lewi sollte gegen Paris auflaufen. Wenn man nach Leistung geht, haben diese Spieler bisher am meisten überzeugt.
    7.) Boateng ist einfach nur geil. Der beste IV, wenn er fit ist. Wie stark er immer wieder ist, obwohl er lange gefehlt hat, Wahnsinn! Heute hat wirklich jedes Tackling gestimmt, er ist immer wieder perfekt rausgerückt. Sein Passspiel war auch wieder eine Augenweide, grade wenn man ihn mit Hummels vergleicht. Heute hat wirklich kein langer Ball von Hummels gesessen und schon gegen Mainz ist mir das ganze negativ aufgefallen. Da muss Hummels noch ne Schippe drauflegen, sonst bin ich aber sehr zufrieden mit unserem IV Duo.
    8.) Ja, Ulreich hat Scheiße gebaut und die Aktion war grottenschlecht, doch damit muss man leben, Punkt! Ich halte die ganze Diskussion für sinnlos, man hat nun mal diesen Torhüter und es gibt keinen anderen. Also einfach machen lassen.

    So das sind meine paar Gedanken, viele Ansichten hab ich ja schon lange (Ribery, Boateng, Ancelotti), doch das heutige Spiel hat wirklich perfekt all diese Defizite aufgezeigt. Ich hoffe Ancelotti wird die richtigen Schlüsse aus den beiden letzten Spielen ziehen (und bitte lieber Fußballgott mach das Thiago fit ist).

    1. Gestrandedinberlin

      Zu 2): nee, dies ist doch das Hauptproblem, dass 1:0 war geschenkt und das 2:0 auch nicht ganz unglücklich. Klar gab es noch 1-2 gute Gelegenheiten…aber Zuhause gegen Wolfsburg…das ist halt der Punkt, der sich durch die Ancelotti Zeit durchzieht, dass man echt Probleme hat Chancen zu kreieren.
      Dazu gesellt sich das Problemlo, dass Ribery mittlerweile echt viele Bälle verliert, das ist echt keine gute Mischung.
      In jedem Fall wird es so schwer mit Platz 1 oder 2…

      1. Kramnik

        Ja die Struktur fehlt, man hat weniger Muster/Spielzüge…., dadurch weniger Chancen. Das Problem ist schon immer unter Ancelotti dagewesen, war mir einfach zu blöd nochmal das gleiche zu schreiben, was ich sonst immer schreib. Ich bin aber schon der Meinung, dass man in einigen Spielen gesehen hat, in denen die Spieler Gas gegeben haben, dass man deutlich mehr Chancen kreiert hat. Die wenigen Chancen sind eine Mischung aus diesen zwei Punkten. Und zu mindestens der zweite Punkt, müsste doch auch ein Ancelotti hinbekommen. So kann er schneller Wechseln, Spieler ersetzbar machen und Perfektion von den Spieler fordern (übrigens wieder eine schöne Aussage von ihm, dass morgen schon wieder ein anderer Tag ist. Man müsste echt mal all seine Zitate in einem Buch zusammenfassen, dann könnte mir abends schön vor schlafen gehen, all diese Weisheiten durchlesen und mein Puls würde auf 180 steigen.).

    2. Tschemp

      Bis auf 2 Punkte stimme ich dir zu:

      – Boatengs lange Bälle waren heute schlecht, da waren doch bestimmt 5 Bälle dabei die von niemandem erreicht werden konnten
      – wir haben einen anderen Torhüter: Früchtl. Einen größeren Bock als Ulreich heute hätte der auch nicht gemacht. Und viel schlechter mit dem Fuß und in der Strafraumbeherrschung als Ulreich (Szene mit Guilavogui) ist der auch nicht..

      1. Jo

        Nun haben wir doch auch “Tom die Krake” wieder.
        Ehrlich gesagt hat Starke mir in jedem Spiel ein besseres Gefühl als Ulreich vermittelt.

      2. Kramnik

        Ja, Boateng hat auch ein paar ungenaue Bälle gehabt, er war aber der einzige, der überhaupt einen langen Ball an den Mann gebracht hat. Seine Bälle sind auch meist unproblematisch, wenn ein Ball schief geht, geht er entweder ins Aus oder der Gegner ist in einer unvorteilhaften Position im Ballbesitz. Das ist mir auch immer sehr wichtig bei der Betrachtung. Gutes Beispiel, wären z.B. Riberys Dribblings im Vergleich zu den Dribblings von Robben. Der Eine verliert zentral einen Ball und öffnet einen gigantischen Raum, der andere verliert rechts außen an der Seitenlinie den Ball.
        Zu Früchtel, weiß ich nicht ob er so weit ist. Das ist schon nochmal ein anderes Kaliber. Musste du Napto fragen.

      3. Tschemp

        Starke die Krake ist natürlich eine Legende, alleine wie er lässig die Elfmeter wegköpft.

        Aber er fängt doch erst wieder mit Training an oder?

        Ich würde Früchtl gerne sehen. Patzer macht Ulreich auch. Und mit 17 hatte Donnarumma schon seinen ersten Burnout.

      4. Ju

        Krake war ja eigentlich auch schon immer der bessere Torhüter. Die Frage ist eben, wie fit der noch ist.

      5. Green

        Ich glaube jetzt Ulreich in den Rücken zu fallen wäre nicht gut. Danach könntest du ihn nicht mehr gebrauchen und er wäre auch nächste Saison nicht mehr bei uns. Starke die Krake ist zwar eine absolute Legende aber der ist aus dem Training raus. Früchtl in der Champions League gegen Paris spielen zu lassen halte ich auch für sehr riskant. Der Junge ist 17… Ich vermute das der so nervös sein wird und dann einfach nicht ins Spiel kommt. (Was verständlich ist)

      6. Jo

        Starke hat die Asienreise noch mitgemacht. War also bis zu diesem Moment noch im Training. In der Folge hat er seinen neuen Job angetreten. Inwiefern er sich danach noch weiter in Form gehalten hat?
        Er dürfte also solange aus dem Training sein wie es einer langen Sommerpause entspricht. Nichts was man nicht aufholen könnte, es dürfte allerdings schon die eine oder andere Woche brauchen bis er wieder Topform erreicht.

        War deswegen auch mein Wunsch vor Beginn der Saison, dass er noch ein Jahr dranhängt.

  9. Bayern007

    Ich habe sehr selten einen Kommentar geschrieben, aber mittlerweile sehe ich mich genötigt auch mal meinen Senf dazuzugeben.

    Denn dieses Spiel war wirklich schwer zu ertragen, reiht sich nathlos ein in dieAuswärtsspiele in Frankfurt und Rostov.

    Ich war nie der größe Anhänger von Peps Spielweise, insbesondere die Triple Doppel Sechs aus Schweinsteiger und Martinez aufzubrechen, was meiner Meinung nach die Balance im Bayernspiel nachhaltig runiniert hat, welche danach nie wieder hergestellt werden konnte u. vermutlich eine bessere Performance insbes. in der CL verhindert hat.
    Daher war ich auch sehr froh über die Entscheidung Ancelotti zu holen, da ich mir u. a. erhofft hatte, dass er eben diese Balance wiederherstellen könnte, aber dies hat sich mittlerweile zerschlagen.
    Zumal Martinez auch unter ihm nicht im Mittelfeld eingesetzt werden wird.

    Die aktuelle Situation ist das Ergebnis einer verfehlten Transferpolitik der letzten Jahre.
    Ich hatte UH und KHR immer für Top-Fachleute gehalten, bis UH dann öffentlich gesagt hat, man könne jetzt nicht schon neue Top-Flügelstürmer verpflichten, da dies mit Robbery nicht nicht zu machen sei, ich halte eine solche Politik für höchst fahrlässig.
    Zumal die Transferpolitik der letzten Jahre sowieso fragwürdig ist, man lässt Kroos ziehen okay, war nie ein Fan von ihm.
    Man hatte meiner Meinung ja schon einen perfekten Sechser (Martinez okay, er hatte sich dann verletzt), aber was danach folgte und immer noch folgt, ist das man mittlerweile gefühlt, nur noch Mittelfeldspieler kauft, und mittlweile zig Millionen hier und da verpulvert hat und ich sehe dennoch überhaupt keine funktionierende Achse. Dann hätte man Kroos auch behalten können. Sanches wurde geholt – spielt nie, kommt zu spät zum Training, Ancelotti interessiert das nicht, dann holt man für 40 Mio. Tolisso und Rudy gratis, dann gibt es da aber noch Vidal und Thiago und Müller und jetzt James.

    Rafinha und Ribery funktionieren gemeinsam nicht, Kimmich und Robben ist eher Glückssache, Lewandowski vergibt immer noch zu viele Chancen.
    Von UH kommt öffentlicht keine große Kritik mehr, obwohl einige Spiele mich mit Grauen an die Ära Klinmann erinnern lassen. Und die Annahme alles mit der eigenen Jugend lösen zu wollen, halte ich für illusorisch.
    Es wird eine ganz schwere Saison.

  10. Ronald

    Zunächst etwas Grundsätzliches: Das Lewandowski Foul war in der 33. Min. die Wiederholung dieser Szene erfolgte genau 1x bis zur Pause. Und überhaupt wurden die Szenen einmalig wiederholt gezeigt. Ist das normal? Beim ZDF (Champions League) beispielsweise werden häufiger strittige / entscheidende Szenen wiederholt gezeigt. So kann man die Entscheidungen des Schiri’s besser nachvollziehen.

    Die andere Sache ist die, mit dem Video-Schiri. Wieso greift er nicht bei so einem Fall, wie bei Lewandowski (33 Min.), das kein Foul, nicht ein? Dachte er soll den Feld-Schiedsrichter assistieren und unterstützen. Es gab mehrere strittige Szenen, in denen ich mir gewünscht hätte, dass der Feld-Schiedsrichter und Video-Schiedsrichter eingreifen. Überhaupt muss der Videobeweis transparent öffentlich gezeigt werden, um die Entscheidung besser zu verstehen. Das ganze Schiriverhalten wirkte unsouverän und er hielt seine “linie nicht treu”. Selten so eine Schwäche Leistung erlebt.

    Zum Spiel: Bayern hat mir gut gefallen – abgesehen von der Chancenverwertung. So kritisch sehe ich das Spiel nicht. Muss Müller zustimmen:”…Nutzen wir unsere Chancen, dann gewinnen wir hoch und wir hätten eine andere Diskussion…”.

    Die einzige Sache, die ich Carlo vorwerfen muss, ist, dass er viel zu spät gewechselt hat. Meiner Meinung hätte James und Co. eher rein gemüsst.

    Ich wäre der glücklichste Bayern Fan, wenn ich James, Thiago und Rudy mal im zentralen Mittelfeld erleben dürfte. Und das mindestens eine Spielhälfte.

    Danke, schöne Woche noch..

    1. Gestrandedinberlin

      Der Video Schiri greift bei normalen Fouls nicht ein, nur, wenn es zB um ne rote Karte geht. Glaube, dass das auch gut so ist.

      1. Ronald

        Ist den eine Elfmeter-Entscheidung nicht Grund genug um einzugreifen?

      2. Gestrandedinberlin

        Sorry, ich kann mich echt nicht an ne Elfmeter Situation erinnern. Vielleicht hab ich das verpennt. Aber der Elfmeter an sich war ja schon glücklich.

    2. Kurt

      Der Schiri hatte den Video-Ref ja am Ohr. Der hat ihm dann einfach fix gesagt, “war Elfer”. War ja schon die richtige Entscheidung, was will man dann transparent gestalten? Noch leitet der Schiri auf dem Feld das Spiel und Elfer ist Elfer.

      Wenn es tatsächlich ne Fehlentscheidung zugunsten von Bayern gewesen wäre, dann hätte man das doch noch rauf und runter gezeigt. Darauf kann man sich eigentlich verlassen.

      1. Klaus Moor

        Wer hier einen klaren Elfmeter erkannte, der muss dann auch für weiter 10 Elfmeter pro Spiel plädieren, denn Trikotzupfen ist an der Tagesordnung. Es war kein Elfmeter, basta! Das Spiel hätte auch so gewonnen werden müssen.

      2. Dakury

        Laut der Regel ist am Trikot ziehen verboten. Es ist die Schuld der Schiris, die dies all die Jahre inkonsequent verfolgt haben.

      3. Osrig

        Genau das ist doch das Problem! Es ist laut Regel ein Foul, also Elfmeter! Schiedsrichter sollen Fouls bestrafen, gleichzeitig aber auch “Fingerspitzengefühl” beweisen und Spiele nicht “zerpfeifen”, sollten deshalb auch im Strafraum kein anderes Maß anlegen, als außerhalb des Sechszehners.
        Was dazu führte, dass im Allgemeinen Halten und Trikotziehen bislang noch bis zu einem gewissen Grad toleriert wurde.
        Zu Beginn einer neuen Saison werden die Schiedsrichter geschult und auf Neuerungen aufmerksam gemacht, werden auch Vorgaben gegeben. Ganz sicher wird auch Halten und Trikotzupfen auf der Liste gestanden haben, mit dem Ergebnis, dass die Schieries im Moment noch kleinlich sind und schnell pfeifen, zumal ja auch noch der Videoassistenz da ist, der eine eventuelle Fehlentscheidung korrigieren könnte. Da kommt so ein Pfiff in dieser Phase der Saison noch schnell! Das wird sich spätestens zur Rückrunde geben, da werden die Schiedsrichter wieder größere Toleranz zeigen, auch wenn sich am Verhalten der Spieler nichts ändert.
        Es wird aber immer Foul bleiben, nur eben eines, das man im Verlauf der Saison immer seltener ahnden wird, um eben gerade nicht pro Spiel zig Elfmeter geben zu müssen. Aber vielleicht findet ja doch ein Lernprozess bei den Spielern statt ;-)

  11. Jo

    Mal ehrlich ein desaströses Ergebnis. Wann hat Bayern schon mal einen Zweitore-Vorsprung verspielt? Wann hat man je gegen Wolfsburg nicht gewonnen? Wie konnte man gegen gerade dieses Wolfsburg nach einen Zweitore-Vorsprung nicht gewinnen?

    Ok, das muss man erst mal schaffen. Wie ärgerlich, wie absolut ärgerlich dass man den so greifbaren Aufwärtstrend so brutal abgewürgt hat. Dieses Spiel mit dem Gashebel wird zunehmend zu einer reinen Zockerei. Leistungen zunehmend irrlichternd, abhängig von der gerade aktuellen Lust und Laune der Mannschaft.
    Extrinsische Motivation scheinen Trainerteam und sportliche Leitung nicht vermitteln zu können oder zu wollen, also muss alles aus der Mannschaft bzw. dem Einzelnen heraus gesteuert werden. Schwierig.

    Mal taktisch betrachtet zumindest interessant, dass die veränderte Statik in der Aufstellung und in den Abläufen sichtbar zu einer deutlich schlechteren Performance als in den letzten beiden Spielen führte.

    Erfreulich, wie hier auch schon erwähnt, die “Wiederauferstehung” von Boateng. Wenn er physisch weiter durchhält könnte das für uns noch sehr wichtig werden.

    Ulreich liefert noch schneller als erwartet die Begründungen für die latenten Befürchtungen aller Fans. So ein Ding wie beim ersten Tor? Wenn es nicht gerade uns passiert ja fast schon zum totlachen. Anwärter für den “Piplica-Preis”.

    Ach ja und Müller ist immer noch und definitiv kein Zehner (wobei es dafür natürlich unterschiedliche Definitionen geben mag).

    1. Kurt

      “Wann hat Bayern schon mal einen Zweitore-Vorsprung verspielt? ”

      2008 das letzte Mal.

    2. Kurt

      Und unter wem? Klinsi natürlich.

      http://int.soccerway.com/matches/2008/08/15/germany/bundesliga/fc-bayern-munchen/hamburger-sv/645612/

      Wahnsinn :D die Aufstellungen. Jerome noch gegen uns. Ze Roberto <3 Van Bommel <3 Lucio <3

      Borowski, Lell, Oddo…ich geb zu, das ordnet die aktuelle Situation auch wieder ein bisschen ein. Das ist schon alles Jammern auf hohem, verwöhnten Niveau von uns, aber berechtigt ja trotzdem.

      Gerade eben, weil mit dem aktuellen Kader, gegen DAS Wolfsburg so ein Spiel einfach nicht sein darf.

      1. Kurt

        Verdammt. Da bin ich doch einem Twitterer aufgesessen. Danke Alex.

      2. Kurt

        Ach ne, Moment. Es ging um Heimspiele und hier um Vorsprung allgemein.

        Naja, ist schon spät.

      3. Sorry, muss ich euch alle korrigieren.

        Am 29.03.2014 hat der FC Bayern unter Pep Guardiola(!) zuhause einen 3:1-Vorsprung gegen Hoffenheim vergeigt: Endresultat: 3:3. Das war damals das erste Unentschieden nach 19 BL-Siegen in Folge.

        Noch dramatischer: “Brachialo” Volland hat in dem Spiel den genialen Thiago ausgeknockt, der dann ein Jahr lang von Verletzung zu Verletzung gehumpelt ist. In dem Spiel wurde auch das für mich beste Mittelfeld-Duo, das ich jemals beim FCB gesehen habe, gecancelled (leider nur Feb./März 2014): Thiago / Götze. So genial wie in diesen beiden Wochen war es nie mehr!

      4. Jo

        Das war doch der Spieltag nach der gebuchten Meisterschaft. Der gilt nicht ((-,

    3. Mimi Kri

      Natürlich ist Müller kein Zehner. Trotzdem brauchen wir in unserem Spiel seine Fähigkeiten ohne Ball, seine Läufe, den zweiten Stürmer, der er ist und natürlich auch seine Torvorlagen und Tore. Irgendwie schafft er es in jedem Spiel noch die größte Chance zu kreiieren… Ohne ihn auf seiner Position hätte es aber auch ein 10er sehr schwierig zu agieren – hat man ja auch z.B. gegen Anderlecht gesehen, als man mit ähnlicher Aufstellung spielte und James nach außen ausgewichen ist und wir eine Rekordmenge an Flanken hatten. In dieser Konstellation muss der Spielmacher von der 8 oder wie früher Ribery vom Flügel kommen. Gab ja viele Szenen gegen Schalke, wo sich James sogar unbedrängt im 10er Raum aufhielt und dort angespielt werden konnte, weil er in dem Moment hinter Lewy und Müller agierte. Robben und Müller haben es ja versucht – kamen aber rechts und zentral nicht durch. Da fehlte das Gegengewicht auf links, ggf. auch die Unterstützung vom Mittelfeld oder ein besseres Herausspielen von hinten.

      Ich möchte jetzt gar nicht werten, ob Mainz jetzt vordringlich in der ersten Hälfte die Räume klug dichtgemacht hatte oder ob es wirklich an der Unfähigkeit unserer Spieler lag.

      Individualistenfußball – und dazu verkommt unser Fußball ja immer mehr – funktioniert gut, wenn man Räume bekommt. Uns ist in dem Jahr unter Ancelotti das gesamte System abhandengekommen, auf dem wir früher unseren Fußball aufgebaut haben.

  12. Rainer

    Bayern benötigt dringend einen weiteren schnellen Außenstürmer, der im eins gegen eins und im
    Torabschluss top ist. Leider wurde Jarmolenko verpasst. Ich bin ein echter Ribéry Fan. Aber langsam
    scheint er an Grenzen zu stoßen. Robben ist immer noch top. Coman von den Anlagen super.
    Insgesamt scheint die Manschaft leider nicht mehr hungrig genug zu sein.

  13. Osrig

    Es ist eigentlich nicht zu fassen! Das es Trainer und Mannschaft drauf haben, ein vernünftiges System mit Erfolg zu spielen, dabei sogar zu glänzen, dass haben sie gegen Mainz und Schalke gezeigt! Und nun wieder solch eine elendig pomadige Vorstellung! Wieder mal der Versuch, mit nur 95 % Leistung zu Recht zu kommen! Das klappt nicht mehr! Nicht in einer Liga, die das Busparken vor dem eigenen Tor immer mehr perfektioniert und sich im Konterspiel ergeht. Da gilt es, schnell und beweglich zu sein, Anspielstationen zu bieten – erst recht, wenn ich merke, der Gegner geht fast in Manndeckung! Stattdessen ideenloses Laufen mit dem Ball am Fuß oder uninspirierte Pässe nach vorn. Kombinationsspiel = Mangelware! Will man so Abwehrbollwerke knacken? Auf die letzten 10 Minuten hoffen, weil der Gegner sich müde gelaufen haben könnte? Das kann es nicht sein, das darf es nicht sein, wenn man den Anspruch hat, Titel zu gewinnen.

    Taktisch und konzeptionell will ich Ancelotti gar nichts vorwerfen, da geht es in die richtige Richtung, wie die letzten beiden Spiele gezeigt haben.
    Aber mit seiner Aufstellung hat er – wohl mit Blick schon auf PSG – daneben gelegen, und mit seinen späten Wechseln dann erst recht. Und das Carlo nicht in der Lage zu sein scheint, den Jungs “Feuer unter dem Hintern zu machen”, spricht nicht für ihn! Allerdings spricht es noch weniger für unseren SpoDi, von dem ich in solchen Situationen klare Worte an die Mannschaft erwarte, auch nach außen. Da passt es ganz und gar nicht, und wenn nicht so langsam die Erkenntnis reift, dass ohne ausreichende Leistungsbereitschaft alles Schonen und Kräfte sparen für die CL-K.O.-Runde nichts bringt, weil man bis dahin in der Liga hinterherhängt und international verunsichert ist, dann wird sich daran auch nichts ändern.
    Übrigens, ich würde Uli nicht so sehr in die Kritik nehmen. Er ist “nur” Aufsichtsratsvorsitzender und muss sich aus dem Tagesgeschäft der Profis heraushalten. Kalle ist derjenige, welcher…und der ist mir viel zu ruhig!

    1. Klaus Moor

      Ok, alles richtig beschrieben. Allerdings dürfte auch ein klares Wort von KHR nicht viel am Spiel und Einstellung geändert haben. Wer bisher mit 95% Einsatz seine Spiele erfolgreich absolviert, der kann nicht von jetzt auf gleich die 100% erreichen.

  14. Sascha

    Ich schreibe es immer wieder.
    Carlo und Bayern passt nicht !
    Und Nein,ich bin nicht überrascht,denn ich habe diese Spiele erwartet und vorausgesagt.Es ist das Problem Ancelotti.
    Punkt Fertig Aus Ende ! :(
    Gruss

  15. Ju

    Die Stimmung rund um den FC Bayern ist ja im Moment schon ziemlich manisch-depressiv. Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt in nur zwei Tagen. Und falls man gegen Paris gewinnen sollte, wahrscheinlich gleich wieder zurück.

    Im Leben funktioniert im höchsten Anforderungsbereich nichts ohne 100% Fokus und Einsatz. Ein Bundesligaspiel gleich gar nicht. Es ist letztendlich nicht unverständlich, dass dieser nach 5 Meisterschaften in Folge, an einem Freitag Abend bei 2:0 Führung und vor einem wichtigen Spiel, aus der Mannschaft selbst heraus fehlt. Es braucht dann schon so einen Verrückten an der Seitenlinie, der die Mannschaft mit seiner Versessenheit antreibt. Auch im Spiel, aber vor allem im Training. Das Ding von Carlo ist das halt nicht, das sollte allen im Verein auch klar gewesen sein. Es bleibt dabei, dass auch diese Mannschaft nur durch Intensität funktioniert und man diese nicht jede Woche auf höchstem Niveau bekommen wird. Ich kann damit – für dieses Jahr – leben, auch wenn ich es mir anders wünschen würde.

    Wirklich problematisch erscheint mir aber unser Lieblingsfranzose. Was ihn früher stark gemacht hat – seine Intuition, sein Kopfauschalten – schadet ihm jetzt. Er scheint einfach nicht zu erfassen, dass ihm die Abwehrspieler mittlerweile physisch überlegen sind und er seine raumgewinnenden Dribblings kaum noch durchbringen kann. Zumindest nicht aus dem Stand. Am und im Strafraum ist er wahrscheinlich immer noch der beste Dribbler im Team; er richtet im Moment allerdings so viel Schaden an, dass das keinen Mehrwert hat. Ich bin mir auch nicht sicher, inwiefern man Ancelotti da wegen der breiten Einbindung kritisieren kann. Ich würde einfach mal frech tippen, dass Ribery es am Ende sowieso so macht, wie er es für richtig hält. Nun ist es unabhängig davon, dass man das mit einem so verdienten Spieler sowieso nicht machen kann, ja leider so, dass man aufgrund der Kadergröße nicht nach dem eigentlich nötigen Muster vorgehen kann. Nämlich: Wenn ich einen Spieler nicht eingebunden bekomme und er so mehr schadet als er nutzt, ihn eben nicht einzusetzen. Ich setze deshalb darauf, dass die Wiederkehr der Linksverteidiger ihn zumindest wieder bundesligatauglich machen wird. In der CL sollte Coman vorerst gesetzt sein.

    Spannend fand ich noch, was Hummels nach dem Spiel gesagt hat. Nämlich, dass die fehlende Kollektivität im Pressing ausschlaggebend war. Das würde ich sofort unterschreiben. Die Probleme in der Tiefensicherung ziehen sich ja schon durch die ganze Saison und werden durch die Trägheit der Angriffsreihe, wenn sie einmal überspielt wurde, noch verstärkt. In Anbetracht der ständigen Gerüchte, Teilen der Mannschaft wäre das Training zu lasch (nicht nur physisch, sondern auch inhaltlich), ergibt sich da ja schon ein Bild, was eigentlich ziemlich besorgniserregend ist. Aber wenigstens auch etwas, wo man ansetzen kann.

  16. Marco05

    Es hilft nix, wir werden das Jahr irgendwie rumkriegen müssen. Danach Carlo und Robbery verabschieden und einen Neuanfang machen mit wem auch immer. Man kann nur hoffen, dass nicht zuviel den Bach runter geht, denn selbst wenn es momentan tabellarisch noch ok aussieht, die Abwärtsspirale scheint sich fortzusetzen.

    Jetzt kommt man auch ins Nachdenken, ob vielleicht Mainz an diesem Tag ein dankbarer Gegner war und der Spielverlauf auf Schalke uns einfach zupass kam. Dennoch denke ich, dass die Ausrichtung vor allem gegen Mainz eine ganz andere war. Als vor dem Spiel nochmal Bilder gezeigt wurden, hatten wir da teilweise 7-8 mann VOR dem Ball in des Gegners Hälfte. Davon war gestern wieder nichts aber auch gar nichts zu spüren. Carlo scheint nicht verinnertlicht zu haben, dass italienischer Ergebnisfußball alter Schule nicht unser Anspruch ist, sonst hätte er gestern schon viel viel eher reagiert.

    Aber er hat das Offensivgestümper einfach laufen lassen und nichts verändert. Allein James nach der Leistung am Samstag draussen zu lassen ist im Grunde unerklärlich. Schmidt wird sich eins gegrinst haben, so einfach war es anhand der Aufstellung uns unserer “Stärken” zu berauben. Einfach die Linie dicht machen, fertig. Aber da wird auch nicht reagiert auch nicht von Seiten der Spieler. Da wird stur am Plan A festgehalten und sich einfach wieder und wieder festgerannt. Verstehe nicht, wie man so unflexibel sein kann.

    Und nochmal zu Ulreich. Ich habe ihn auch sehr gelobt, aber so eine Aktion wie gestern, ist unerklärbar. Was genau wollte er da tun? Den Freistoß mit einer Hand weg”patschen”? Selbst wenn das gelungen wäre hätte das sehr schräg ausgesehen. Warum um Himmels Willen fängt er die Kirsche nicht einfach??? Man kann ja Böcke machen, aber da muss wenigstens ein Wille vorhanden sein, sich halbwegs wie ein Keeper zu verhalten. Die Aktion sah aus, wie beim meinem Sohn in der F-Jugend. Und selbst da erntet man schon Haue von den Kollegen.

    Vielleicht kann das ja Ex-Keeper @Peter erklären? ;)

    1. Ju

      Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, dass er James draußen gelassen hat. Der hält noch keine englische Woche durch (ohne sich wieder zu verletzen) und soll bitte gegen PSG spielen.

      Zu Ulreich: Da würde mich die Meinung eines Keepers auch interessieren, aber sah für mich so aus, als ob er ihn über die Latte lenken wollte, nicht wegpatschen.

      1. Marco05

        Aber ein über die Latte lenken wäre ja auch Unsinn, da der Ball viel zu flach und auf Kopfhöhe kam. War auch nicht erkennbar, dass der Ball irgendwie geflattert hätte, der kam kerzengerade. Und derartige Böcke hat(te) er ja durchaus im Repertoire, vermute dass das wirklich irgendwelche kleinen Blackouts sind…

        Er hatte ja auch in HZ1 bei 2-3 Bällen, die relativ mittig und gerade aufs Tor kamen immer nachfassen müssen. Da kann man auch wieder an die Flanke – wars gegen Schalke? – denken, die man im Grunde ganz ganz locker pflücken kann, da weit und breit kein Gegner da war und er lässt sie durch die Hände gleiten.

        Ist halt insofern komisch, da es ansonsten in den allermeisten Fällen, insbesondere auf der Linie ja gut klappt. Wenn sich das häuft, muss doch Starke nochmal fit werden.

      2. Ju

        Gute Fragen. Man kann nur hoffen, dass sich uns ein Torwart erbarmt.

      3. Kurt

        Laut Ulreichs eigener Aussage, wollte er genau das. Den Ball über die Latte lenken.

      4. Bei so einem “Flatterball” aus großer Entfernung muss er beide Hände zu Hilfe nehmen. Das wäre eigentlich eine sehr einfache Übung gewesen. Entweder seitlich nach vorne wegboxen – oder (Neuer hätte das wohl eher gemacht) nach (hinten) oben “wegbritschen”. Manu hat dabei eine ganz eigene Arm- und Handhaltung.

        Warum es Ulreich mit einem Arm und Übergreifen versucht hat, bleibt sein Rätsel. Diese “Fehlreaktion”, wenn auch keineswegs so dramatisch, hat er auch bei der 0:1 Niederlage in Hoffenheim im April gezeigt. Übergreifen und vorbei langen …

        Wahrscheinlich hätte er den Ball – höher als 2 Meter war der ja nicht – auch wegköpfen können ;-)

        PS: Tomislav Piplica lässt grüßen – passiert eben auch mal, selbst wenn sich auch ein C-Klassentorwart dafür in ein Mauseloch verkrochen hätte.

  17. Sascha

    Die Aufstellung,egal wie,ist gar nicht das Problem.Also,entweder man macht jetzt im Winter einen Cut,oder aber im Sommer.Denn das Gekicke kann sich gar nicht mehr anschauen.Wenn ich den Kader vergleiche und die Trainer dazu,dann war der Fussball,den Wir gespielt haben eigentlich sehr erfolgreich.Van Gaal,Pep,Heynkes…..Ja selbst bei Magath habe ich zumindestens ein System erkennen können und man hat sehr wenig Tore kassiert.Wenn Wir so einen starken Kader haben,dann muss und darf viel mehr erwarten.Es ist Oldschool -Fussball.Damit gewinnst Du in Europa keine Titel mehr.Gerade an Tagen wie gestern habe ich mir einen Pep zurück gewünscht.Und wenn man das Spiel verändern will,dann wechselt man in der Halbzeit oder 60Min. oder in der 75Min.
    Selbst hier ist Carlo unbelehrbar.Ein defensives Mittelfeld bei Ballverlust ist nicht zu erkennen usw….das würde jetzt zu lange dauern.Also so jedenfalls darf es nicht weitergehen !
    Gruss

  18. GP11

    Gibt eigentlich nicht viel zu diesem Spiel zu sagen. Diese Leistung wurden von den beiden Herren auf der Tribüne exakt so bestellt und jetzt bekommt man eben die Rechnung.

    Da ich ohnehin nicht viel erwarte, nehme ich sogar mehr Positives vom Spiel mit. Es war eine Freude, Boateng wieder einigermaßen in Form zu sehen.
    Man sieht deutlich, dass zwischen ihm und Hummels Welten liegen. Falls Boateng fit bleibt, ist er einer unserer fünf wichtigsten Spieler.

    1. wipf1953

      GP, was sagst Du eigentlich zu Rummenigges neuester Verlautbarung über sein Verhältnis zu UH: „Wir haben noch nicht wieder geheiratet. Wir haben kein Problem, aber hin und wieder auch unterschiedliche Meinungen. Es ist wichtig, dass wir am Ende des Tages zu einer gemeinsamen Gefechtslage finden.“

      Das klingt nun wirklich nicht so, als ob sich die zwei noch viel zu sagen hätten.

      Z.B. ist es auch Fakt, dass sich der Karlheinz und der HansJoachim (Watzke) gerne mit Gattinnen zu Kaffee und Kuchen treffen, währen UH’s Verhältnis zum BVB-Boss sogar noch schlechter ist als es zu Werder Bremens Willi Lemke je war. Das kann natürlich daran liegen, dass die beiden aus Westfalen kommen und sich gut riechen können. Aber möglicher Weise spielt da auch noch eine gemeinsame Antipathie eine Rolle ..

      Wer von uns weiß schon, wie es intern bei Bayern wirklich abläuft? Vielleicht wurde Brazzo vor allem deshalb eingestellt, damit sich die beiden Silberrücken konsequent aus dem Weg gehen können und nur noch über einen Boten (= Salihamidzic) miteinander reden müssen (UH kann ja noch nicht mal E-Mail ..).

      Ich beobachte das Verhältnis der beiden Cluboberen schon geraume Zeit und muss immer wieder schmunzeln, wenn Du “Hoeness und Rummenigge” schreibst.

      1. GP11

        Ich adressiere ganz bewusst grundsätzlich beide gemeinsam, auch wenn es Unterschiede und teilweise sogar Differenzen zwischen beiden gibt. Denn am Ende des Tages – um Rummenigges Lieblingsfloskel zu benutzen – kann man zu beiden nur konstatieren, dass sie
        – rechtskräftig verurteilte Straftäter sind.
        – korrupt sind und das leider aller Wahrscheinlichkeit nach auch Geschäfte des FC Bayern betreffend
        – sie nicht die geringste Ahnung davon haben, einen modernen Fußballverein zu führen
        – sich bewusst gegen die Implementierung eines stringenten Ballbesitzsystems wehren
        – dauernd primitive Holzhacker und Dauerläufer fürs Mittelfeld verpflichten
        – eigenmächtig unpassende Spieler gegen den Willen des Trainers verpflichten
        – gewissen Spielern vollkommene Narrenfreiheit verleihen
        – in der Zeit komplett stehen geblieben sind
        – oder kurz: sowohl menschlich wie auch fachlich vollkommen untauglich und eine einzige Bankrotterklärung sind.

        Diskussionen, wer von beiden für welchen Fehler verantwortlich ist oder allgemein unfähiger ist, sind nicht zielführend, da man beide so schnell wie möglich loswerden muss.
        Insbesondere Differenzen zwischen den beiden bestätigen diesen Ansatz nur zusätzlich. Wir können keine Kleinkriege hinter den Kulissen gebrauchen.

  19. Usedomspotter

    Es gibt Trainer und es gibt Ancelotti.

  20. icke

    Nach verlorenen Spielen und schlechter Laune lese ich eigentlich nur eure Seite und die Kommentare, weil mich alles andere aufregt…
    Bin ganz hin und her und muss auch mal meine Gedanken loswerden:
    1. Im Gesamtzusammenhang betrachtet wird irgendwann der Tag kommen, an dem wir nicht Meister werden. Was ist dann? Geht dann das Abendland unter? Was ich sagen will ist, dass es irgendwo auch normal ist, dass die Mannschaft nicht 100 Jahre am sportlichen, physischen wie psychischen Limit spielen können. Um neue Motivation zu finden, braucht es Anreize, und die sind nun mal mit weniger sportlichem Erfolg verbunden… (übrigens bei ALLEN Fussball-Teams der Welt zu beobachten).
    Obwohl ich dies als normal empfinde, weiß ich um das einerseits zu sagen und wenn es dann eintritt dennoch draufzuhauen und den Schlauen zu geben.
    2. den Moment betrachtet braucht es einfach einen Plan, wohin die Reise geht. Umbruch? Konzentration auf CL, 6.Meisterschaft? Hinzu kommt, dass sich mir der Eindruck aufdrängt, dass die wichtigen Zukunftsentscheidungen z.Z. Konsenzentscheidungen sind, da UH und KHR “noch nicht wieder verheiratet sind”. Im Ergebnis entsteht ein (Macht- und Entscheidungs-)Vakuum, bei dem wir einen Co-Trainer, Sportdirektor und grad einen Außendarstellung haben, die uns förmlich auf den “Crash” warten lässt (sorry für das harte Wort). Es war immer unsere Stärke zu agieren, aber grad scheinen die Umstände die Macht zu haben, wann was passiert (möchte nicht wissen, wieviel Fans sich das mittlerweile wünschen).
    3. gestern spielte eine satte Truppe, die vornehmlich für sie Erfolge der letzten Jahre stand… einen Sammer, der permanente Reizsetzung als Motor propagiert (egal, wie man das jetzt findet), hätte ich mir gestern nach dem Spiel wohl nur mit Ohrenstöpsel angetan. Aber hier sehe ich eine gewisse Handlungsunfähigkeit… Grund siehe unsere Eheleute unter Punkt 2.
    4. da zitiere ich gern mal KHR: “Fussball ist keine Mathematik”, nur sagt es grade keiner (s.o.). Wären nach dem 1:2 die entsprechenden Auswechslungen erfolgt, hatten wir VW locker nach Haus geschickt (nüchtern betrachtet hatten sie eine Torchance, nämlich den Ausgleich. Ich bin auch kein Fan von “Rechnereien” im Fussball. Ich glaub dran, dass du die Saison mit gleichem Elan (im positiven Sinn mit der entsprechenden Spielfreude) quasi runterspielst und sich dann auch der Erfolg (und übrigens auch das nötige Glück) einstellt.
    5. Will deshalb auch nicht in den Chor einstimmen, was auf’m Platz jetzt wie und wo verändert werden muss, weil ich die Dinge etwas übergeordneter sehe… und plädiere dennoch für Ruhe bewahren. Ich gehe davon aus, das dies in der Führungsetage genauso bekannt ist (die sind ja auch nicht blöd) und brodelt. Die sind halt jetzt gefordert, wieder die volle Handlungsfähigkeit herzustellen… und… seien wir doch mal ehrlich… jetzt wird’s doch erst wieder spannend für uns alle. Es passiert was bzw. wird was passieren. Das ist Bewegung und das gibt Veränderung. Und am Ende steht, mal ganz emotional betrachtet, auch wieder die neue Euphorie (siehe Punkt 1.)… Und ich würde mich jetzt nicht als naiv betrachten ;-)

  21. MUC_LIM

    Morgen zusammen! Bin hier meistens stummer Mitleser, werde hier jetzt aber mal meine Meinung kund tun, da hier einige gerne eine Meinung zum ersten Gegentor von einem Torwart haben wollen (bin Torwart im Herrenbereich).

    Für mich sieht das so aus, als hat Ulreich den Ball total falsch eingeschätzt, was die Flugbahn und härte betrifft. Ich glaube, dass er tatsächlich vorhatte den vermeintlichen “harten und hohen” Schuss über den Querbalken zu lenken. Als er dann merkt, dass das Ding doch eher auf Kopfhöhe kommt, kommt in einer gewissen Panik dennoch der ursprünglich ersonnen Bewegungsablauf fürs “Drüberlenken” und er patscht ihn sich rein…

    So eine Aktion zeigt übrigens den elementaren Unterschied der meisten Keeper zu Neuer. Selbst wenn Neuer etwas zunächst falsch antizipiert (was ihm übrigens überraschend oft passiert), erkennt er oftmals noch deinen Fehler und klärt das Ding dann oftmals recht unkonventionell. Hätte er diesen Ball wie gestern so wie Ulreich unterschätz, hätte er ihn vermutlich im letzten Moment mit beiden Händen in die Mitte zu Boden geboxt, aber er wäre halt nicht drin gewesen…

    Wird gegen Paris spannend zu sehen, ob und wie gefestigt mental Ulle ist … ich wünsche ihm alles Gute!

  22. Meine Meinung zum Spiel – als gestriger leidgeplagter Stadionbesucher:

    Wenn – von der ersten Minute an(!) – die Einstellung der ganzen Mannschaft zum Spiel (PSG im Hinterkopf?) gar nicht stimmt, dann kommt so etwas dabei heraus. Wundert mich, dass dies hier gar kein Thema ist.

    Wenn man dann zusätzlich selbst – ohne nur ansatzweise zu überzeugen – eine Reihe bester Chancen vergibt und der Gegner mit einer einzigen Chance 2 Tore erzielt, dann spielt man trotz klarster Überlegenheit nur 2:2.

    Natürlich hat Ancelotti dazu auch seinen Beitrag geleistet – keine Zeichen von außen, zu späte Auswechslungen und dann wohl auch die falsche Wahl: Warum Robben und nicht Müller? ABER: Das was hier in diesem Forum passiert, ist mittlerweile zu einfach: Bayern spielt schwach – Ancelotti schuld und raus mit ihm Bayern spielt stark – das hat gar nichts mit dem Trainer zu tun!!! LÄCHERLICH!!

    Die Frage ist doch am ehesten: Warum ist die Mannschaft – trotz Rotationsfestival – nicht in allen Spielen bereitet, mit der richtigen Einstellung ins Spiel zu gehen? Ein Mix aus “larifari” und “hoch konzentriert” — höchst sonderbar.

    1. Jo

      Es ist völlig offensichtlich, dass die Einstellung hier ein negativer Faktor ist. Wird m.E. auch in einigen Kommentaren angesprochen.
      Aber ich verstehe nicht warum du gerade bei diesem Punkt den Trainer rauslassen willst? Wenn ich fehlende Einstellung moniere unterstelle ich doch zwei mögliche Szenarien.

      – Der Trainer will die Intensität nicht in jedem Spiel und in jeder Phase hochhalten. Das wäre der K.O.-King-Ansatz. Kann man drüber diskutieren, ob das nicht der berühmte Ritt auf der Rasierklinge ist, aber denkbar. Dann habe ich allerdings ganz klar den Einfluss des Trainers als Faktor identifiziert.

      – Der Trainer kann die Intensität nicht in jedem Spiel und in jeder Phase hochhalten. Genauso plausibel, oft schon erlebt. Dann ist der Trainer allerdings wieder ein Faktor und es läuft im Grunde schon auf eine Bankrotterklärung raus.

      Und eine Reihe bester Chancen? Kann man diskutieren was beste Chancen sind. Ich sehe da vielleicht 2 oder 3 Topdinger und ein paar Halbchancen.
      Wenn ich berücksichtige, dass unsere beiden Tore im Grunde aus Nullchancen entstanden sind, hatten wir in der Hinsicht sogar ein ausgezeichnete Bilanz. 2 bis 3 Chancen und zwei Tore? Hört sich für mich nicht so schlecht an.
      Mich besorgt eher, dass wir zuhause gegen ein sich wirklich nicht in bester Verfassung befindliches Wolfsburg nur so wenige halbwegs deutliche Chancen herausspielen konnten.

      1. Osrig

        @JO: Ich glaube, Peter hat sich eher daran gestört, dass hier soviel Schwarz-Weiss-Malerei betrieben wird: “FCB schlecht, also Carlo Schuld und daher Carlo raus! FCB gut, also Spieler gut, hat aber nix mit Carlo zu tun!” Das ist undifferenziert und einseitig, und wird noch durch die Aussage mancher Beiträge getoppt: “…FCB gut, also Spieler gut, hat aber nix mit Carlo zu tun, weil der hat kein System, also Carlo raus!”
        Es geht im Grunde nur gegen den Trainer, verbunden mit der Hoffnung, ein neuer Trainer möge es bitte richten und auf Anhieb die CL gewinnen.
        Diese Sichtweise kann ich nicht nachvollziehen!

        Ich bin gewiss nicht mit allem einverstanden, was Carlo sich so überlegt, aber ein nicht funktionierendes System und fehlenden Ideen kann man ihm sicherlich NICHT vorwerfen. Im Gegenteil, wenn das System funktioniert, ist es richtig gut, selbst im Vergleich zu Pep, dessen Ideen ich sehr schätze. Augenscheinlich schlechtes Timing bei Rotation und Einwechselungen sowie zu wenig Einwirkungen von außen während des Spiels muss man Ancelotti schon vorwerfen! Reicht das, um ihn zu entlassen? NEIN!
        Aber es muss Anlass zu Selbstkritik und Fehlersuche geben, und da fallen mir ein paar Dinge auf, die ja hier auch schon von einigen benannt wurden.
        Warum ist so wenig Tempo im Spiel? Warum wirkt es häufig so statisch? Warum fällt den Spielern – allesamt hocherfahrene Nationalspieler und Titelsammler – im Spielaufbau und in der Offensive nicht genug ein? Sind die Spieler noch nicht bei hundert Prozent Fitness? Und wenn ja, ist das so gewollt?

        Tatsächlich ist ja erst der 6. Spieltag gespielt, die CL noch ganz am Anfang! Drei Punkte Rückstand auf DO, deren Sieg einfach mal vorausgesetzt – sind noch alles andere als unaufholbar. Und wenn Carlo tatsächlich Rotation und Trainingsintensität mit Blick auf den Saisonendspurt in allen Wettbewerben so steuert, dass am Ende genug Saft und Spielwitz da ist, dann kommen solche Spiele wie jetzt gegen Wolfsburg mal zustande, gehen Punkte durch Pech und Unvermögen auch mal verloren,
        Wichtig ist mir, dass die Mannschaft gegen PSG ein anderes, besseres d.h. aktiveres Gesicht zeigt, und die Zahl der Rumpelspiele abnehmen, je länger die Saison läuft. Das spräche dann nämlich dafür, dass man beim FCB tunlichst vermeiden möchte, alle Körner schon in der Hinrunde zu verschießen.

      2. Klaus Moor

        @ Osrig! Der Trainer bekommt immer die Schuld! Spielt man schlecht, dann hat es der Trainer zu verantworten. Spielen sie gut, dann war es die Leistung der Mannschaft und eigentlich benötigt man keinen Trainer..

      3. @ Osrig: Danke! Und auch ansonsten gehe ich mit dir absolut konform.

        @ Jo: Keine Ahnung, warum du mir unterstellst, dass ich den Trainer außen vor lasse, wenn ein ganzer Absatz von mir beginnt: “Natürlich hat Ancelotti dazu auch seinen Beitrag geleistet…”

        Und zur Gedächtnisstütze bzgl. der “Reihe bester Torchancen”:

        3. Minute: Boateng trifft aus 5 Metern nur den auf der Torlinie stehenden Wolfsburger

        Kurz nach der Halbzeit: Robbens Ball (wäre das vorentscheidende 3:0 gewesen) geht ganz knapp am linken Torwinkel vorbei.

        Direkt nach dem 2:1 zieht Robben ganz alleine aufs gegnerische Tor zu und schiebt rechts vorbei

        Ribéry trifft das leere Tor nach Müllers Hackentrick nicht

        Letzte Minute: Hummels köpft aus bester Position knapp links vorbei …

        Mindestens 2 Treffer wären da schon noch drin gewesen – oder nicht?

        Zu den “Nullchancen” bei den Toren: Naja, wenn nicht Elfmeter, dann wäre Lewy ja am Gegenspieler vorbei gewesen und wäre aus 12 Metern frei zu Schuss gekommen. Und natürlich war das auch beim 2:0 eine Torchance, auch wenn Robbens Schuss glücklich durch Rafinha abgefälscht worden ist.

        Der Freistoß für Wolfsburg vor dem 2:1 (angebliches Foul von Boateng) war übrigens auch ein ganz schlechter Witz.

        Ansonsten gilt alles, was ist oben geschrieben habe.

    2. Tschemp

      Es ist nicht zu einfach, wenn es wahr ist. Warum sollte man die Wahrheit unnötig verkomplizieren?

      Ich habe es schon vor einem Jahr im Spätsommer 2016, nach Trainingsbesuchen und den ersten Spieleindrücken, geschrieben:

      Nichts, was wir unter dem Trainer Ancelotti erreichen werden, hat mit dem Trainer Ancelotti zu tun.

      Das Training wird bei jeder 2.Herren Mannschaft auf dem Dorf mit mehr Esprit, Tiefgründigkeit und Komplexität geleitet. Alles, was die Mannschaft taktisch abruft, was man an Spieltagen sieht, beruht noch auf der Arbeit früherer Trainer. Von Ancelotti kann man vielleicht Carbonara-Rezepte lernen, aber keine individualtaktischen Kniffe, von Gruppentaktik ganz zu schweigen.

      Wir gewannen natürlich trotzdem meist unsere Spiele, weil wir über Erfahrungswerte und hohe individuelle Qualität verfügen, die den meisten Gegnern überlegen ist, und weil die Eigenmotivation der Mannschaft oft passt(e). In den großen Spielen ist das ja weiterhin der Fall, deshalb kann man relatov optimistisch auf Mittwoch blicken.

      1. Ju

        Meine Güte, ich bin ja auch kein Fan von ihm. Aber, dass er grundsätzlich ein schlechter Trainer ist, entbehrt jeder Grundlage. Und dass er erst kürzlich zu einem geworden wäre, ist auch nicht sonderlich wahrscheinlich.

      2. Tschemp

        Verwunderlich ist es natürlich nicht. Jeder wusste, wir holen da einen Verwalter, der auf taktische Vorarbeit angewiesen ist und der als Moderator einen hochkarätigen Kader leitet.

        Sollte aber sein Steckenpferd, das Kadermanagement und die Einstellungskonstanz, wie bisher in dieser Saison leiden, muss man das ansprechen. Letzte Saison haben diese soft skills ja noch funktioniert.

        Heute hat man aber nicht mehr das Gefühl, dass die Mannschaft noch späte Tore erzwingen kann. So wie wir letzte Saison geschätzt 10 Punkte gerettet haben.

        Da nehme ich die Spieler ausdrücklich nicht aus bei der Kritik. Die Motivation kommt von innen und muss von außen verstärkt werden. Ein Lewandowski spielt die schlechteste Saison seit er bei uns ist. Bis auf die Torszenen ist er nahezu unbeteiligt.

      3. rookie

        ich bin einfach bei dir,:-) . Die anderen brauchen halt noch eine Saison ;-) Muss halt erst der BVB Meister werden

    3. wipf1953

      Ancelotti hat m.E. schon ein Zeichen gesetzt. 63te Minute, sieben Minuten nach dem ersten Wölfe-Tor, kam Tolisso für den (gelbbelasteten) Vidal. Trappatoni hätte es nicht anders gemacht ..

      Schade, dass die Mannschaft nicht Willens war, in einem dreckigen Spiel eine erdreckte Führung dreckig über die Zeit zu retten. Denn dazu hätte sie vor dem 2:2 konsequenter verteidigen müssen.

  23. Thomas

    Kaum stimmt das Ergebnis nicht, ist hier der Teufel los!
    Kommt mal alle wieder runter auf den Teppich
    (besonders @Kurt und @bayernbazi). Danke.

    1. rookie

      Das Ergebnis sit mir schnuppe, unter Pep gabe ich nie ein kritisches Wort gesagt wenn mal trotz einenm mindestens dopplet so hohen expected goals Wert nur ein Unentschieden auf Grund z.B. eine Konters raussprang . Warum? Weil die Mannschaft , außer in der letzten Rückrunde, immer Vollgas gegeben hat, ein System und eine Taktik erkennbar war und es einfach schöner Fußball war .Alles das, vermisse ich unter Carlo, abgesehen von Ansätzen eines vertikalen Stils, der aber für die Bundesliga aus meiner Sciht ineffektiv ist(weil da viele hintendrin stehen). Jetzt stimmen langsam auch die Ergebnisse nciht aber das hat sich seit langem angekündigt. Ist nciht dass Carlo plötzlich alles falsch macht, er hat es schon immer getan, bzw. eher gesagt ebne nichts getan. Jetzt eerntet er die Früchte für sein nicht ausreichendes Training weil die Substanz die Guardiola aufgebaut hatte aufgebraucht ist. Ging Carlo bei allen vorigen Vereinen übrigens ebenso, außer bei Mailand, schau die mal seinne Vita an, maximal 2 JAhre pro Verein, warum nur…

    2. Bayernbazi

      Das ist doch bereits eine Langzeitwirkung und hat nichts mit aktuellen Ergebnissen zu tun oder hast du seit August 2016 (Ausnahme 1. Halbzeit gegen Leipzig) ein gutes, begeisterndes Spiel gesehen. Man kann doch die Jahre seit Heynckes und Pep nicht einfach so verdrängen. Also lieber Thomes bleib auf deinem Teppich. Übrigens gerade führt Dortmund 6:1 gegen Gladbach und haben die nicht vor ein paar Wochen 5:0 in Wolfsburg gewonnen. Prost Mahlzeit!

      1. Kurt

        3:0. 5:0 war gegen Köln.

    3. Kurt

      Es geht weder um das Ergebnis, noch um den verspielten Sieg.

      Du kannst gerne in die meisten Spieltagsanalysen reinschauen, ich bin bisher immer besonnen mit Ancelotti und dem gezeigten Fußball umgegangen, wo hier schon letzte Saison die Hälfte die Entlassung gefordert hat.

      Aber nach so einer grottigen Darbietung, wird man ja auch mal seinen Frust ablassen können. Schließlich zeichnet sich ein Schema ab.

  24. Rainer

    Ich sehe das Ergebnis nicht als den Hauptkritikpunkt. Das gesamte Auftreten gibt zu denken. Die Raumaufteilung, Laufbereitschaft und Kreativität fehlte. Das Spiel hat einfach keine Freude bereitet.

  25. Kurt74

    Nach dieser Leistungsbereitschaft auf Carlo draufzuhauen ist mir zu billig. Das Spiel gestern hat die Mannschaft im kollektiv verloren. Die letzten 2 BL Spiele haben gezeigt das es Laufbereitschaft und 100% Fokus braucht um sich Torchancen zu erspielen und erfolgreich zu sein. Gestern wollte man das Spiel im Schongang runternudeln und das wurde zurecht bestraft. Und man hat gestern schmerzlich gesehen das das System Robbery zum Auslaufmodell geworden ist. Wolfsburg musste nur Rafhinia und Kimmich aus dem Spiel nehmen und schon agierten Robbery zahnlos.

  26. rookie

    Dieses hin und her mit Ancelotti ist tatsächlich scher auszuhalten, wieso fehlt es so schwer einfach mal dabeizubleiben, dass er nicht der richtige Trianer für uns ist?.Kaum hauen wir MAinz und Schalke (uiiuii) weg ist wieder alles in Butter. Ja da hat Neuer auf die Pauke gehauen und die Jungs sind wieder glaufen. Wofür habe ich dann eigentlich einen Trainer?

    Also offener wie im Moment kann eine Mannschaft ja nicht einen Trainer kritisieren., Hummels: taktsiche Probleme… Robben auf die Frage was der Trainer dazu beigetragen , dass die Mannschaft gegen Mainz ein anderes Gesicht gezeigt hat:
    Nichts.
    Training wird von vielen als zu lasch bezeichnet und von Trainingsbeobachtern entsprechend bestätigt. Letztes Jahr hatten wir in der CL deutliche Konditionsprobleme.
    Kimmich und COman spielen wohl auch nur aufgrund von Ansagen von oben. Hier im Forum sagen es einige seit Ewigkeiten und jetzt stimmen langsam auch die ERgebnisse nciht mehr . Wieso kann man nicht vorher reagieren. Die Gesamtentwicklung ist einfach negativ und ja, ich denke gegen Paris wird die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen und ich könnte mir sogar einen Sieg vorstellen. Ist Carlo dann wieder der richtige: nein? Weil es taktisch einfach nicht stimmt, (siehe Pressing)Fußball ist eben nicht so einfach wie er behauptet. Kaschiert wurde die Entwicklung von einem schwächeren BVB letzt Saison. Gegen den BVB der Vorsaison den PEp in die Knie gezwungen hat, hätte Carlo keinen Srich gesehen. Dieses JAhr werde nwir in der CL eventuell nicht von PSG aber spätestens von Man city, REal, Barca etc. die Grenzen aufgezeigt bekommen in der BL wird es knapp mit der Meisterschaft. Irgendwann wird es dan nendlich Schluss sein mit Carlo, leider sehr sehr spät

    1. Bayernbazi

      Klasse Rookie, genau so sehe ich es auch.

    2. Marco05

      “Kimmich und COman spielen wohl auch nur aufgrund von Ansagen von oben.”

      Mit Verlaub, wer Kimmich noch immer penetrant seine Eignung absprechen will, der hat den Gong nicht gehört. Er war jetzt schon ein paar Mal bester Mann auf dem Platz, deswegen kann ich solche Aussagen nicht ernst nehmen. Zudem muss man wirklich anzweifeln, dass jemand der Kimmich kritisiert tatsächlich die (richtigen) Spiele gesehen hat.

      1. rookie

        ich kritisiere nicht Kimmich, ich war schon ein großer Fan als alle es geduldet haben, dass Carlo ihn häufig auf der Bank lässt. Mich wundert es nur , dass Carlo ihn auf der Bank versauern lässt bis er weg will, dann Hoeneß in einem Zeitungsinterview sagt, er ist die Lösung für eine RV und kurz darauf spielt er immer, ähnlich bei COman(wobei der auch verletzt war,). Daher meine Vermutung Kimmich spielt (was ich super finde und ewig vorher gefordert habe) nicht wegen Carlo, sondern wegen Druck von oben. Klar ist nun Lahm weg, aber auch wie Lahm da war hätte man Kimmich öfter einsetzen können. Ich habe mich über Carlos Lernbereitschaft auch mal junge SPieler einzusetzen sehr gefreut ich frage mcih nur warum es so spät kommt und vermute da einfach den genannten Druck von oben.

      2. Marco05

        Ach so ok, sorry, dann hab ich den Satz falsch interpretiert. So wie du es beschreibst macht es Sinn und ist nachvollziehbar.

    3. AlAs

      Ich habe ja bereits nach dem letzten Spiel versucht auf die Euphoriebremse zu treten, da mir die Stimmungsschwankungen nicht passten. Ich sehe es auch, dass Carlo definitiv der falsche Trainer ist. Mir wurde in meinem letzten Post ein wenig vorgeworfen, dass ich Ancelottis Methoden in die 90er Jahre verorte und diesen Fußball als zu einfach bewerte. Dass der Trainer selbst derjenige war, der behauptet, dass Fußball einfacher sei, als das was ihm alle vorwerfen, nicht zu tun, ist fakt. Ich bin übrigens der Meinung, dass “einfach” nichts schlechtes sein muss. Ich will die Mailänder Fußballschule der 90er ja gar nicht schlecht reden. Für die damalige Zeit wurde hier auf höchstem Niveau gespielt und sicherlich resultieren die taktischen und strategischen Überlegungen vieler Trainer heute auch aus diesen Erfahrungen. Aber was mich an Carlo stört: er ist einfach in den 90ern stecken geblieben. Das dürfte übrigens auch der Grund sein, warum er in seiner lange Trainerkarriere so selten Meisterschaften gewonnen hat, trotz aller Erfolge, die man ihm nicht absprechen darf. Es wirkt einfach so, dass – warum auch immer – er nicht in der Lage ist, das Spiel in seiner veränderten Formen zu lesen und In-Game zu reagieren. Ich würde behaupten, dass in den 90er Jahren die Marschrichtung am Anfang des Spieles vorgegeben und dann nach 90 Minuten analysiert wurde und ggf. danach Anpassungen für die kommenden 90 Minuten gemacht wurden. Was ihm aus meiner Sicht ganz besonders fehlt, ist die Anpassung während des Spiels. Er ist immer noch der Meinung, dass die einzelnen Spiele nicht entscheidend sind (“junge Spieler gewinnen Spiele, erfahrene Spieler Meisterschaften”) und genau hier hat er meiner Meinung nach die Entwicklung maßgeblich verschlafen und das ist dann wohl auch der Grund, warum seine Traniningsmethoden so lasch wirken. Er meint, dass er diese Dinge weder tranieren lassen noch im Spiel anwenden muss.
      Ich persönlich hoffe, dass er möglichst bald gehen muss, aber ich fürchte, dass er die ganze Saison noch hier bleiben wird. Schade finde ich persönlich nur, dass Sagnol wohl auch gehen werden muss, da der Nachfolger ihn nicht haben will.

      1. Osrig

        @ALAS: “…Was ihm aus meiner Sicht ganz besonders fehlt, ist die Anpassung während des Spiels.”

        Und Du glaubst wirklich, dass einer, der alle 15 Minuten das System umstellt, von außen laut rufend und wild gestikulierend auf seine Spieler einwirkt, der bessere Trainer ist???
        Das wäre lediglich eine Vermutung, und selbst, wenn sie noch so oft wiederholt wird, wird sie dadurch nicht beweisbarer oder in meinen Augen richtiger!

        Wir haben gestandene Nationalspieler in unseren Reihen, Titelsammler, die mit allen Wassern des nationalen und internationalen Fussballs gewaschen sind. Die ganz sicher nicht dusselig sind!
        Unsere Spieler sollten in der Lage sein, auch selbst Lösungen auf dem Platz zu finden!!!

        Das, wenn Laufbereitschaft, Bewegung und Konzentration fehlt, ein System nicht gut funktioniert, liegt doch auf der Hand! Da müssen sich aber vor allem die Spieler an ihre eigenen Nasen fassen. Auf den Trainer zu schimpfen, ist da zu einfach!!

        Ich meine, Ancelotti versucht, durch viel Rotation und Kräfte sparen, die Mannschaft für die Endphase der Saison voll im Saft zu haben. Grundsätzlich eine gute Idee, nur muss man aufpassen, dass jetzt zu Anfang nicht zu viel Boden verloren geht – und vor lauter Kräftesparen nicht Zusammenspiel und Struktur aus dem Blick geraten. Dazu halte ich Carlo für durchaus in der Lage, diese Dinge so zu steuern, dass es passt.
        Also, wir sollten zurückhaltender sein und abwarten, wie sich die Mannschaft entwickelt. Die Zeit der Gala-Spiele wird sicherlich wieder kommen – sofern die Spieler bereit sind, sich wieder als Mannschaft zu verstehen und sich zu 100 Prozent einzubringen.

      2. Ju

        @Osrig
        Ich möchte über die übrigen Punkte gar nicht streiten, das kann man sicherlich alles so sehen.

        Wir haben uns nun aber schon das dritte mal in dieser Saison (das zweite mal mit Punktverlust), durch eine deutliche gegnerische Umstellung die Butter vom Brot nehmen lassen. Warum wehrst du dich denn so entschieden gegen den Wunsch, das auch umgedreht mal so zu sehen? Es sagt ja keiner, dass das durch lautstarkes Gestikulieren bewerkstelligt werden muss; bekommen andere ja auch hin. Ich habe es neulich schon mal so gesagt: Bei uns muss die erste Idee zünden, sonst siehts düster aus.

        Sicher, wir haben erfahrene Weltklassespieler. Aber wie Hummels es nach dem letzten Spiel schon gesagt hat: Wenn ein paar Spieler was machen, wovon der Rest nichts weiß, wird’s scheiße.

      3. Jo

        @Osrig:
        Gerade die jetzt vieldiskutierten Äußerungen von Hummels sind in dieser Richtung interessant. Ja buchstäblich wie soll sich denn eine komplette Mannschaft selbst eine andere taktische Richtung verpassen? Diskutieren das der IV und der Zehner am Mittelkreis aus? Und rennen dann in alle Richtungen um das weiterzugeben?
        Im Bereich Mikromanagement auf dem Platz funktioniert das sicher und da ist die Mannschaft auch gefordert mitzudenken. Im Sinne “du gehst lang, ich kurz”, oder “jetzt hinterlauf mich doch mal”.

        Wie das funktionieren kann, zeigt eine von Perarnau geschilderte Episode. Als man auf Tuchels Dortmunder traf, analysierte das Trainerteam, dass der BVB diese Saison in drei verschiedenen Grundordnungen auftrat. Diese wurden beliebig von Spiel zu Spiel, oder gerne auch im Spiel gewechselt. Da man nicht wusste welche Formation Tuchel für dieses Spiel wählen würde, wurden für alle drei entsprechende Reaktionen vorbereitet und trainiert. Im Spiel bekam Lahm die Aufgabe auf dem Platz selbständig zu erkennen was die Dortmunder gerade spielten und sofort das entsprechende Muster an seine Mannschaftkameraden weiter zu geben. Da das alles vorweg besprochen war, konnte die gesamte Mannschaft in Sekunden reagieren.
        So kann die Delegation von Aufgaben funktionieren. Im Rahmen von vorbereiteten Optionen.

      4. AlAs

        @OSRIG
        Jo hat es eigentlich sehr treffend gesagt. Nicht die wilde Gestikulation, sondern die richtige Anpassung ist entscheidend. Von mir aus kann er mit dem rechten Ohrläppchen anzeigen, was er erwartet. Und dass gestandene Titelsammler auf dem Platz stehen ist weder eine Argumentation für noch gegen taktische Anpassungen. Wenn Kimmich die rechte Spielseite beackert, wird er dennoch nicht die Entscheidung beeinflussen, dass die Spieler auf der linken Seite tiefer, höher, eingerückt oder wie auch immer stehen müssen, um ggf. die gegnerischen Reihen effektiv zu bearbeiten. Dafür ist ja der Trainer da. Er muss Entscheidungen treffen, die das gesamte Spiel beeinflussen, die Spieler dagegen alle die sie selbst betreffen (sicherlich ist das jetzt sehr vereinfacht dargestellt, verdeutlicht aber hoffentlich gut, was ich sagen will)
        Und diese Flexibilität, die ich vom Trainer erwarte, spiegelt sich in der taktischen Ausbildung der Spieler wieder. Scheinbar passiert das aber auch nicht.

        Und ein weiterer Einwand. Alle Teams machen sich ja Gedanken, mit welcher Aufstellung und Taktik sie gegen den aktuellen Gegner spielen sollen. Es soll vorkommen, dass der Gegner eine wirklich tolle Idee hatte und daher das eigene Team in Bedrängnis gerät. Warum soll ich denn nicht nachjustieren? Klar sehe ich auch, dass die Bayern stark genug sind ihre Ideen den anderen aufzudrängen, aber ich muss doch auch mal kleine Anpassungen machen können. (sofern alle wissen, was ich mit meinen Ideen will!)

      5. Osrig

        Die Passagen aus Pernau’s Buch über Guardiola’s taktische Maßnahmen kannte ich noch nicht, es bestätigt für mich, warum Pep so ein besonderer Trainer ist.

        “…Im Spiel bekam Lahm die Aufgabe auf dem Platz selbständig zu erkennen was die Dortmunder gerade spielten und sofort das entsprechende Muster an seine Mannschaftkameraden weiter zu geben”
        Genau das ist ja, was ich mir vorstelle: Eigene Entscheidungen auf dem Platz durch die Spieler, denen man das ja auch zutrauen sollte. Dabei geht es ja auch um mehr als Entscheidungen bezüglich Hinterläufen oder wer den nächsten Freistoß tritt. Ich bin weit davon entfernt, zu denken, Fussballer brauchen keinen Trainer, aber ich meine eben auch, ihnen muss nicht – jedenfalls nicht auf dem Niveau unseres FCB – alles en Detail vorgegeben werden. Vorgegebene Optionen für bestimmte Situationen im Spiel, z.B. wenn der Gegner auf 5er Kette in der Abwehr umstellt, wird es sicherlich auch unter Ancelotti geben.
        Warum die Mannschaft trotzdem so schlecht auf Änderungen des Gegners reagiert, bleibt mir ein Rätsel.
        Warten die Führungsspieler auf das Signal von außen, während Ancelotti erwartet, dass seine Spieler diese Entscheidung selbständig treffen?

  27. Kurt

    PSG hat übrigens 0:0 gespielt.

    Hab auch das Spiel gegen Lyon geschaut und die Abwehr ist auf jeden Fall zu knacken. Ein 4:4 oder so ist also auf jeden Fall drin. ^^

  28. pitvonbonn

    Für das schwache Spiel gibt es verschiedene Gründe.
    Bayern führte, ohne viel Aufwand, zur Halbzeit mit 2:0 und das zur ewig erfolgreichen Wiesnzeit.
    Das Parisspiel war nicht aus den Köpfen zu verbannen.
    Keiner wollte sich verletzen, um in Paris dabei zu sein. Daher der 90%tige Einsatz (Zweikampf, Laufbereitschaft, Tempo, usw.).
    Wäre das Dortmunder Spiel am Freitag gewesen (6:1) gegen Gladbach und das Bayernspiel am Samstag,
    dann hätte Bayern nicht so Larifari gespielt, Ergeiz gezeigt und ebenfalls gewonnen.
    Über die späten Wechsel und die Taktik haben schon andere geschrieben.

  29. Hubert

    Die Mannschaft ist nach 5 Meisterschaften in Folge einfach nicht mehr top-motiviert und wird älter. Ständig sind Leistungsträger verletzt, und wenn ich mir Boateng anschaue, wie der sich über den Platz schleppt (anders kann ich das nicht nennen), dann gebe ich ihm keine 10 verletzungsfreien Spiele.
    Hinzu kommt ein Kadermanagement, welches keines ist und wohl maßgeblich von uneren Granden beeinflusst wird. Eine sportliche Linie kann ich da nicht erkennen. Der Verlust von Mull, Hörwick, Sammer, Reschke und Konsorten kann ich nicht nachvollziehen – zum Besseren hat sich in diesen Bereichen nichts gewandelt. Der Trainer scheint auch nicht mehr auf der Höhe der (Trainer)-Zeit und gibt zu wenig Impulse, zumindest kann ich keine erkennen. Wir werden dieses Jahr mit Sicherheit keine 6. Meisterschaft in Folge einfahren, Lewandowski wird (zu Recht) das Weite suchen und ich hoffe wirklich, dass es mal wieder so ordentlich kracht. Es muss ein Weckruf her – leider muss dieser schmerzhaft sein. Wie professionelles Kadermanagement und Scouting geht, kann man sich in Dortmund momentan anschauen. Und da haben sie Reus, Götze und Schürrle noch in der Hinterhand.

    1. Rainer

      ……….oder in Leipzig. Junge, schnelle und technisch visierte Spieler. Wenn man sich ansieht, wieviele
      Sprinter Dortmund und Leipzig in der Manschaft haben, Hut ab für das Scouting. (top Preis -Leistung Verhältnis und top Perspektive der einzelnen Spieler).

    2. Kurt74

      Schürrle in der Hinterhand .. der Witz war gut :D Götze spielt nett und Reus ist für mich der nächste Badstuber.
      Lass mal 10 Spieltage vergehen und dann schauen wir uns nochmals die Tabelle an. Dortmund hätte das eine oder andere Spiel auch verlieren oder unentschieden spielen können. Sie schwimmen momentan auf einer Euphoriewelle, die werden schon noch das eine oder andere Spiel verkacken. Das Gladbach Spiel darf man nicht bewerten, was die Gladbacher da gezeigt haben war unter dem Niveau der Regionalliga.
      Was mich da nervt, gegen Bayern igeln sich alle vorm Tor ein und suchen ihr Heil im Konter, dasselbe war auch die letzten Saisons gegen dem BVB so. Jetzt auf einmal versuchen die Gegner wieder offensiv gegen dem BVB zu spielen was regelmässig in die Hose geht. Denn wenn sie das Spiel aufziehen müssen tun sie sich da deutlich schwerer als Bayern.

  30. Torpedo

    die Bayern spielen saisonübergreifend so , als ob sie nur Regenerationstraining vor den Spielen betreiben .
    Und dann verteilt einer vor dem Spiel – 11 Trikots , gibt einen Klapps auf den Hintern und sagt ” Du bist a guada , de Brezn da drüben – kenna eh nix und jetzt putz mas “.
    und langsam geht die Einstellung schief.
    Es ist echt ein taktisches Armutszeugnis was da geboten wird , nicht nur derzeit sondern seit längerem.

  31. Torpedo

    Nachtrag … es wäre mal interessant zu lesen , wie die Kaderplanung bei Bayern ,
    auf das Ausscheiden von zwei spielintelligenten Typen wie Alonso und Lahm zu reagieren
    gedacht hatte . Alonso und Lahm , haben immer den Eindruck vermittelt ein Spiel lesen zu können
    und individualtaktisch und dann natürlich durch ihr Standing in der Mannschaft gruppentaktisch ,
    zu agieren oder zu reagieren.
    Das fehlt momentan extrem.

  32. FCB_1900

    Man kann doch von einer Mannschaft erwarten dass sie im Heimspiel vor einem wichtigen CL-Spiel alles gibt um sich Selbstvertrauen zu holen und im Einzelfall sich als Spieler für die 11 Elf für die CL zu empfehlen. Da muss doch jeder brennen, zumindest bis zu 60. Minute bis das Spiel mit 3:0 entschieden ist. Auch in dem Hinblick dass nach den meisten CL spielen ein Auswärtsspiel folgt. Das zu verhauen kann mal passieren, aber nicht ein Heimspiel bei Wiesn‘ Zeit…. gegen Wolfsburg, nicht gerade die Elite der Bundesliga.

  33. […] jetzt um Schadensbegrenzung in einer äußerst unangenehmen Woche. Nach den Enttäuschungen gegen Wolfsburg und Paris will die Hertha in Berlin die Schwächephase des Rekordmeisters ausnutzen. 0 […]

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