FC Augsburg – FC Bayern München 1:4 (1:2)

Der FC Bayern sichert sich über einen 4:1 Sieg gegen den FC Augsburg die 28. Deutsche Meisterschaft. Es ist bereits der sechste Titel in Folge.

Der FC Bayern prägt mit dem Titelgewinn endgültig die Ära der 2010er Jahre. Es ist der siebte Meisterschaftstitel in dieser Zeit, nur unterbrochen von zwei Meisterschaften der Borussia aus Dortmund.

Falls Ihr es verpasst habt:

Sieben Änderungen hatte Jupp Heynckes nach dem Champions League Sieg in Petto.

FC Augsburg gegen FC Bayern, GrundformationenFC Augsburg gegen FC Bayern, Grundformationen

Rafinha, Süle, Rudy, Tolisso, James, Robben und Wagner rückten in die Startelf. Es blieben nur Ulreich, Boateng, Kimmich und Bernat, dieser allerdings in einer offensiveren Rolle als Linksaußen. Rudy durfte bzw. musste erneut im 4-1-4-1 die Aufgaben von Martínez im defensiven Mittelfeld übernehmen.

Die Augsburger entschieden sich für ein 3-5-2 System mit Khedira im Abwehrzentrum und extrem hoch positionierten Außenspielern Max und Schmid. Im

Die Augsburger gingen die Partie mit einem Angriffspressing an. Gregoritsch, Cordova, Caibuy und Koo griffen die Bayern im letzten Drittel an. Die Münchner wählten häufig den Weg über die Außenbahn, um das eigene Spiel anzukurbeln, doch Schmid und Max unterstützten das Pressing geschickt, so dass sich die Münchner schwer taten mit einem strukturierten Aufbau.

In der 19. Minute nahm Boateng den Ball zunächst gut an, verarbeite dann aber die Kugel nicht sauber. Cordova war in diesem Moment gedankenschneller und knöpfte dem Bayernspieler den Ball ab. Ulreich konnte den Schussversuch des Augsburgers zwar noch abwehren, doch seine Rettung traf Süle direkt im Gesicht – von da ging der Ball ins eigene Tor. Der Treffer war insofern konsequent, als dass es die Münchner in den ersten 20 Minuten nicht verstanden, so etwas wie Spielkontrolle zu entwickeln.

Mit dem ersten Torschuss der Münchner gelang der Ausgleich. Im Mittelfeld umspielten die Bayern das Pressing der Augsburger und hatten viel Raum im Angriffsdrittel. Die Augsburger vergaßen Tolisso in der Zone 14 völlig, wo er Kimmich in Szene setzen konnte. Seine erste Flanke wurde geblockt, doch seine zweiter Versuch fand den Initiator Tolisso. Dieser köpfte ohne Gegenwehr zum vierten Saisontor ein. Für Kimmich war es bereits die zwölfte Torvorlage.

Die Bayern übernahmen nun das Kommando. Augsburgs Pressing war nicht mehr so zwingend vorgetragen. Gerade die linke Seite bekam etwas mehr Zeit zum Arbeiten, Augsburg verschob schlecht in dieser Phase und Robben und Kimmich kamen in Gleichzahlsituationen auf ihrer Seite. Nur sechs Minuten nach der Führung tunnelte Kimmich Max und brachte den Ball in die Mitte. Bernat legte den Ball per Hacke weiter auf James, der ins kurze Eck einschieben konnte. Die Meisterschaft war zu diesem Zeitpunkt nur noch eine gute Stunde entfernt.
Die Münchner blieben am Drücker. Wagner per Kopf und Tolisso per Schuss aufs kurze Eck hatten vor der Pause die Chancen auf eine Erhöhung. Der FCA war in dieser Phase zu sehr im letzten Drittel fokussiert auf den ballführenden Bayern Spieler, was immer wieder Chancen für die Gäste durch aufrückende Mittelfeldspieler ermöglichte.

In der zweiten Halbzeit hatten die Münchner wesentlich mehr Ballkontrolle und die Kugel lief gut durch den eigenen Reihen. Augsburg änderte die Herangehensweise und wechselte vom Angriffspressing auf ein ein Mittelfeldpressing. Das kam den Münchnern sichtlich entgegen.

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Nach einer Reihe von guten Halbchancen belohnten sich die Münchner mit dem dritten Treffer. Augsburg konnte im Strafraum den Ball nicht klären und Süle köpfte aus spitzem Winkel aufs Tor. Der Ball verfehlte das Tor, doch James konnte den Ball im Spiel halten und auf Robben zurücklegen. Dieser verwandelte überlegt ins kurze Eck. Das mittlerweile verdiente 3:1 für die Bayern (62.).

In der Schlussphase der Partie, als sich alle schon auf das Meisterschaftsbier freuten, trafen die Münchner nochmal nach einer Standardsituation. Die ehemaligen Hoffenheimer Rudy und Wagner waren beteiligt: Wagner nutzte die punktgenaue Vorlage, indem er sich den nötigen Platz clever verschaffte und schließlich problemlos einnicken konnte (87.).

Markus Schmidt pfiff pünktlich ab und die Bayern-Spieler stürmten den Platz und feierten verhalten zusammen den Titel. Wohlwissend, dass es am kommenden Mittwoch im Champions League Viertelfinal-Rückspiel um ein weiteres Saisonziel geht.

Die Münchner gewannen am Ende verdient nach einer ersten halben Stunde, welche Augsburg aufgrund des hohen Pressings dominierte. Erst danach gelang es den Münchnern über mehr Spielkontrolle die Partie an sich zu reißen. Die Treffer drei und vier fielen folgerichtig, da die Bayern auch in der zweiten Halbzeit weiter auf das Tor der Augsburger spielten.

Drei Dinge die auffielen:

1. Die Ära des FC Bayern

Der FC Bayern prägt mit dem erneuten Titelgewinn eine Ära, die es in diesem Ausmaß noch nicht gegeben hat in der Bundesliga. Sechs Titel in Folge zeigen, welch unfassbaren Job die Münchner in vielen Bereichen erledigt haben. Angefangen von der Jugendarbeit in den 00er Jahren, gefolgt von einer cleveren Transferpolitik mit wenig Fehlern und viel Talent, welches den Kader von Außen verstärkte. In dieser Saison kam die Notwendigkeit zu erkennen, dass es mit Carlo Ancelotti nicht weiter geht. Diese Entscheidung fiel so früh, dass noch genügend Saison übrig blieb, um den Rückstand aufzuholen und in einen komfortablen Vorsprung zu verwandeln. Geholfen hat dabei Jupp Heynckes, der aus dem Ruhestand zurückkehrte und seinen Spielern eine nötige Struktur einimpfte. Nichtsdestotrotz wurde die Meisterschaft mehr denn je durch die individuelle Qualität der Spieler entschieden. Abermals Lewandowski, aber auch Kimmich, Müller und James sind sicherlich die Gewinner der Saison.

2. Kein Mittelfeld

Den Münchnern fiel es an diesem Nachmittag extrem schwer, das Angriffspressing der Augsburger zu umspielen. Nach 25 Spielminuten kam Sebastian Rudy auf elf und Tolisso auf zwölf Ballaktionen. Das zeigte, wie gut der FCA einerseits den Münchner Aufbau früh auf die Außenbahn lenkte und in einen Bereich, in dem die Mannschaft von Jupp Heynckes keinerlei Struktur in die Partie bringen konnte. Auf der anderen Seite aber auch, wie die Mannschaft des Bayern-Trainers Probleme hatte, die richtigen Positionen im Aufbau zu besetzen. Allen voran Rudy hätte sich früher deutlich aktiver einbringen müssen, um seine Abwehrspieler zu unterstützen. Auch James und Tolisso standen am Anfang der Partie zu hoch, wodurch die Abstände der einzelnen Mannschaftsteile nicht passten. Da mit Bernat und Rafinha zudem keine Spieler auf dem Platz standen, die so eine Situation mit einem Dribbling etwas auflösen könnten, brauchte es fast 30 Minuten, um einen Münchner Torschuss zu generieren.
In der zweiten Halbzeit änderte der FCA seine Taktik. Statt Angriffspressing zogen sich die Augsburger immer stärker zurück und überließen das Spielfeld den Münchnern. Die Probleme der ersten halben Stunde waren vergessen.

3. James

Der Kolumbianer fehlte überraschenderweise in der Startelf in Sevilla. Erst nach der verletzungsbedingten Auswechslung Vidals kam James ins Spiel und gab dem Münchner Spiel mehr Sicherheit. Gegen Augsburg knüpfte James an seine gute Leistung unter der Woche an: ein Tor und eine Vorlage sicherten am Ende des Tages die Deutsche Meisterschaft für die Bayern. In etwas mehr als 60 Minuten sammelte James 68 Ballaktionen auf, gewann 50% seiner Zweikämpfe. Neben der Torvorlage bereitete er zudem zwei weitere Abschlüsse der Münchner vor. Auch wenn James’ Leistung auch aufgrund der ersten halben Stunde nicht omnipräsent war, prägte er daraufhin das Bayernspiel neben Kimmich und Robben. Kein Wunder, dass der FC Bayern an einer Weiterbeschäftigung seines Offensivspielers über das Jahr 2019 interessiert ist.

FC Augsburg – FC Bayern 1:4 (1:2)
FC Augsburg Hitz – Schmid, Gouweleeuw, Hinteregger, Max – Khedira, Baier (89. Janker) – Koo, Gregoritsch (80. Morávek), Caiuby – Cordova (62. Richter)
BankLuthe, Heller, Parker, Kacar
FC Bayern Ulreich – Kimmich, Süle, Boateng, Rafinha – Rudy – Robben (83. Müller), Tolisso, James (64. Martínez), Bernat (82. Ribéry) – Wagner
BankStarke, Hummels, Thiago, Lewandowski
Tore1:0 Süle (18., Eigentor), 1:1 Tolisso (32.), 1:2 James (38.), 1:3 Robben (62.), 1:4 Wagner (87.)
Gelbe KartenGregoritsch, Khedira, Baier / Boateng
Schiedsrichter­Markus Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer 30.660 (ausverkauft)
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Leserkommentare
  1. Jo

    Herzliche Gratulation der Mannschaft und dem ganzen Verein zu einem weiteren historischen Erfolg!

    Erscheint heute so selbstverständlich. Wenn man da an gewisse Tage im Herbst zurückdenkt. Da hätten wohl extrem wenige auf ein Szenario wie heute gewettet.

    Angesichts der Herausforderungen der nächsten Wochen sicher auch der richtige Moment um das Thema abzuräumen und volle Konzentration auf die nächsten Aufgaben zu richten.

    Im Spiel selber mal wieder der typische Verlauf, wobei der Moment indem das Spiel umschlug diesmal sehr krass ausfiel. Doch recht selten eine Mannschaft gesehen bei der der Stecker dann derart krass gezogen wurde wie bei Augsburg heute.

    Für Bernat freut mich dass er nach dem unglücklichen Sevilla-Auftritt wieder gespielt hat und nach der ebenfalls unglücklichen Anfangsphase dann schlussendlich richtig gut ins Spiel fand.

    Wagner wieder mit seinem mittlerweile ja fast schon obligatorischen Tor. Das passt einfach mit ihm und Bayern. Jedes Spiel, jede Äußerung transportiert das zumindest.

    Robben mit sehr viel Herz und Power. Schön, dass er sich noch mit einem Tor belohnt hat.

    Tolisso zwar nicht unbedingt spielprägend, aber beweist mal wieder einer der torgefährlichsten MF-Spieler der BL zu sein.

    Und noch zu Augsburg: Grundsätzlich sehe ich den Verein eigentlich ganz positiv. Man macht da mit kleinem Budget seit vielen Jahren gute Arbeit. Finde ich absolut respektabel.
    Aber nach jedem Spiel gegen sie ist mir klar, dass ich sie in der BL absolut Null vermissen würde. Jedesmal die gleiche Treterei und Hackerei. Am Schluss kannst du nur froh sein, wenn alle das halbwegs unbeschadet überstanden haben.

    1. “Aber nach jedem Spiel gegen sie ist mir klar, dass ich sie in der BL absolut Null vermissen würde. Jedesmal die gleiche Treterei und Hackerei. Am Schluss kannst du nur froh sein, wenn alle das halbwegs unbeschadet überstanden haben.”

      Seh ich ebenso JO. Da muss man zum Teil sogar die Absicht eine Verletzung herbeizuführen unterstellen.

      Ach ja… Zum wichtigsten Thema des Tages… Glückwunsch FCB zum six-peat!!!

    2. Marco05

      Same here. Absolut ekelhafte Tretertruppe, die in ausnahmslos jeden Spiel gegen uns ihr Heil im Foulspiel sucht. Von mir aus können die sonstwo bleiben. Leider wird sowas von den Unparteiischen zu sehr durchgewunken. Wenn man bei jedem Zweikampf (ohne zu grätschen) von hinten in die Hacken latscht gibts in der Regel erst beim 4./5. Foul gelb. Bis dahin sind die Knöchel schon dick. Bin nur froh, dass Boateng und andere sich nicht verletzt haben. Pfui Augsburg!

  2. Kurt

    MEISTER! :D

    Glückwunsch an uns alle.

  3. Osrig

    Ich gratuliere auch ganz herzlich zur 6. Meisterschaft in Folge! Ich freue mich riesig, denn die PS immer wieder gegen unterschiedlichste Gegner mit verschiedenen Herangehensweise “auf die Straße” zu bringen, ist ganz sicher nicht selbstverständlich. Um so schöner, dass es wieder geklappt hat; und jetzt bin ich auch noch zuversichtlicher für die Pokalwettbewerbe,

  4. Roland Wohlfarth

    Glückwunsch zum sechsten Meistertitel in Folge. Kimmich heute ganz stark und auch einige aus der zweiten Reihe (Tolisso und Bernat) mit einer ansprechenden Leistung. Allerdings mit einem Wermutstropfen. Wieder hat es ca. 30 Minuten gedauert, bis wir Kontrolle über das Spiel gewinnen konnten. Das zieht sich nun schon so durch ein paar der letzten Partien (Besiktas Hinspiel, Sevilla etc). Zum Glück ist das bislang folgenlos geblieben. Wenn ich mir aber angucke wie lange Pool (potentieller Gegner im Halbfinale der CL) mit ihrem überfallartigen Angriffsspiel brauchte, um Peps ManCity drei Gegentore einzuschenken, beispielsweise, wird das auf richtig hohem Niveau böse bestraft. Solche “Anlaufzeiten” sollte sich eine echte Spitzenmannschaft nicht leisten.

    1. Osrig

      Die Befürchtung ist wohl berechtigt! Ich denke, es ist der Rotation geschuldet, dass die Jungs immer etwas Zeit brauchen, um sich zu finden, denn an der Motivation darf und kann es eigentlich nicht liegen. Ich hoffe daher, dass es mit der Rotation jetzt ein Ende hat.

  5. Sascha

    Herzlichen Glückwunsch aus Hamburg :)

  6. kita

    Ich hatte heute Tränen in den Augen als Jupp Ribery und Robben nach vorne geholt hat.
    Da wurde mir klar dass auch die Besten irgendwann aufhören müssen.
    Das macht mich ganz traurig.
    Ich kenne den FCB seit Anfang der 90er, die beiden haben den Club auf ein ganz anderes Niveau gebracht. Geniale 10 Jahre sind leider vorbei

    1. pitvonbonn

      …..sind noch nicht vorbei.

      1. M1900

        Ich denke auch, dass beide nochmal ein Jahr dranhängen ;)

      2. dicker-bäcker

        Fronk wird mit einer 7 vorne und hinten auf dem Shirt aufhören! :)

    2. FR7

      Diese Geste von Jupp Ribéry und Robben einzeln nach vorne zu holen und mit dem Finger auf sie zu zeigen war ein eindeutiges Zeichen an die Führung, dass man mit ihnen verlängern soll. Da hat Heynckes sich für seine Jungs starkgemacht. In den nächsten Wochen wird sicherlich Vollzug gemeldet werden und beide bleiben noch eine Saison.

      1. grullit

        ich wundere mich dass khr sowas von da steht eigentlich nicht viel im weg um robbery zu verlaengern. wie kann das sein hat er mit dem neuen trainer da schon drueber gesprochen…? oder kommt tt nicht weil khr lieber robberey als dorsch batista und mai hat? (ok sind verschiedene positionen…aber die strategie)

  7. Marco05

    6 Mal Meister in Folge. Dazu mi den größten Vorsprüngen die es je gab.
    Man wird erst irgendwann in (ferner) Zukunft das Ausmaß dieser Dominanz richtig bewerten können. Aus heutiger Sicht sind Zeiten wie unter Ribbeck und Trappatoni unvorstellbar weit weg.

    Was das an Professionalität in der täglichen Arbeit bedeutet kann man nur erahnen. Wir jammern hier sehr oft auf sehr hohem Niveau, was aber auch menschlich ist. Am Ende des Tages muss man anerkennen, dass hier seit Jahren Unglaubliches, Historisches geleistet wird wie es das im deutschen Fußball nie gab und vielleicht nie mehr geben wird.

    Chapeau FC Bayern, Glückwunsch zum doppelten Hattrick.

    Forever number 1.

  8. Schwarzenbeck

    Ich mag ja die Kommentare von Anja Rützel auf SPON. Und der hier ist doppelt lesenswert:
    http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-bayern-muenchen-warum-sich-fans-noch-ueber-die-deutsche-meisterschaft-freuen-a-1201742.html
    Schönen sonnigen Meister-Sonntag allerseits ;-)

    1. Osrig

      Sehr gut! Danke, dass spricht mir doch aus der Seele! :-)

  9. Sascha

    Wo sind denn unsere Kritiker heuer ???
    ;)

  10. FR7

    Meister! Ich gratuliere euch allen die hier immer mit mir fleißig Kommentare schreiben und diskutieren. Ich gratuliere auch allen Autoren und Schreibern die uns unermüdlich mit tollen Artikeln beliefern. Egal wie kritisch, fachmännisch wir uns immer hier präsentieren, am Ende des Tages sind wir doch alle FC Bayern Fanboys und freuen uns mit unserem Team. Ich jedenfalls freue mich riesig über den Titel! So werden aus Fünf Punkten Rückstand mal eben 20 Punkte Vorsprung. Danke Jupp.

    Interessanter als das Spiel fand ich alles was direkt danach passierte. Die Geste von Jupp Ribéry und Robben einzeln vor die Mannschaft zu holen und nach oben blickend mit dem Finger auf sie zu zeigen war ein klares Signal an Rummenigge, dass man mit beiden verlängern soll. Der Teamgeist den ich nach dem Spiel erkannt haben will hat mich umgehauen. Das ist eine richtige Mannschaft, ein Team und jeder freute sich für den anderen mit. Auch das haben wir Jupp zu verdanken. Wir mögen zwar spielerisch und taktisch gerade nicht ganz auf Augenhöhe mit Real Madrid, Barca und Liverpool sein, aber die Mentalität stimmt schon mal. Man darf wirklich gespannt sein was diese Saison noch drin ist. Meisterschaft, DFB Pokal und CL Halbfinale wäre angesichts der Situation bevor Jupp kam, ein riesiger Erfolg. Alles darüber hinaus ist Bonus und zementiert nur noch mehr den Legendenstatus von Jupp Heynckes beim FC Bayern und im Weltfußball.

  11. M1900

    Worauf ich mich auch schon freue, ist auf Gnabry :)

    Er entwickelt sich gut und trifft auch regelmäßig, hat jemand Lust auf seine Entwicklung und Stärken einzugehen?

    1. Jo

      Ja, Gnabry macht gerade richtig Lust auf ihn und die neue Saison.
      Er trifft in Hoffenheim, er traf in Bremen, er traf in den diversen Nationalmannschaften.

      Währenddessen wurde unter Bayernfans eifrig diskutiert, ob man jetzt eher Bailey oder Pulisic für 60-80 Mio € (oder was es auch immer koste) verpflichten solle.
      Mittlerweile kann man mit Recht fragen, was die beiden ihm (zumindest mal Stand heute) groß voraushaben.

  12. Tom

    Also den Spiegel-Bericht, “warum man sich als Bayernfan immer noch über Meisterschaften freut…”, kann ich nur unterstreichen. Dort wird ja der Vergleich mit Ostern herangezogen. Ich würde es noch auf Weihnachten ausweiten. Nur weil Weihnachten jedes Jahr stattfindet, freut man sich ja auch nicht weniger! Ich für meinen Teil freue mich bei jedem FCB-Titel sogar noch mehr als auf Weihnachten ;-) Weihnachten ist halt auch nur als Kind richtig geil! ;-)

    Von mir aus können wir 10x (und mehr) hintereinander Meister werden. Ich freu mich jedes Mal. Klar, die Titel um die Jahrtausendwende (Leverkusen verliert 2000 in Haching, Schalke fühlt sich schon als Meister 2001) waren natürlich viel emotionaler, aber jeder Titel muss erstmal gewonnen werden. Und nach unserem miesen Saisonstart und Dortmunds Siegesserie zu Beginn glaubte ich nicht wirklich an (wieder) so einen souveränen Durchmarsch. Daher freue ich mich riesig!

    Und in der CL ist auch was drin. Mag sein, dass Pool, Real und Barca noch etwas besser sind. DIE werden sich aber auch nicht mehr großartig steigern können. Und wenn Messi / CR7 mal ausfallen würden, wären gerade die beiden Spanier um einiges schwächer. Pool ist für mich Geheimfavorit. Sollten wir die im Halbfinale bekommen (ich gehe davon aus, dass wir Sevilla am Mittwoch putzen), müssen wir vor allem die Anfangsminuten überstehen, wo Klopps Jungs immer pressen wie die Wilden.

    Einziger Wermutsropfen ist der Ausfall von Coman. Da fehlt uns eine richtige Waffe :( Hoffentlich kann Ribery seine momentan gute Form konservieren!!! Und wenn keine weiteren Ausfälle in den Halbfinals dazukommen, muss man uns erstmal schlagen!!!

    Mia san mia!

  13. Tom

    Also den Spiegel-Bericht, “warum man sich als Bayernfan immer noch über Meisterschaften freut…”, kann ich nur unterstreichen. Dort wird ja der Vergleich mit Ostern herangezogen. Ich würde es noch auf Weihnachten ausweiten. Nur weil Weihnachten jedes Jahr stattfindet, freut man sich ja auch nicht weniger! Ich für meinen Teil freue mich bei jedem FCB-Titel sogar noch mehr als auf Weihnachten ;-) Weihnachten ist halt auch nur als Kind richtig geil! ;-)

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-bayern-muenchen-warum-sich-fans-noch-ueber-die-deutsche-meisterschaft-freuen-a-1201742.html

    Von mir aus können wir 10x (und mehr) hintereinander Meister werden. Ich freu mich jedes Mal. Klar, die Titel um die Jahrtausendwende (Leverkusen verliert 2000 in Haching, Schalke fühlt sich schon als Meister 2001) waren natürlich viel emotionaler, aber jeder Titel muss erstmal gewonnen werden. Und nach unserem miesen Saisonstart und Dortmunds Siegesserie zu Beginn glaubte ich nicht wirklich an (wieder) so einen souveränen Durchmarsch. Daher freue ich mich riesig!

    Und in der CL ist auch was drin. Mag sein, dass Pool, Real und Barca noch etwas besser sind. DIE werden sich aber auch nicht mehr großartig steigern können. Und wenn Messi / CR7 mal ausfallen würden, wären gerade die beiden Spanier um einiges schwächer. Pool ist für mich Geheimfavorit. Sollten wir die im Halbfinale bekommen (ich gehe davon aus, dass wir Sevilla am Mittwoch putzen), müssen wir vor allem die Anfangsminuten überstehen, wo Klopps Jungs immer pressen wie die Wilden.

    Einziger Wermutsropfen ist der Ausfall von Coman. Da fehlt uns eine richtige Waffe :( Hoffentlich kann Ribery seine momentan gute Form konservieren!!! Und wenn keine weiteren Ausfälle in den Halbfinals dazukommen, muss man uns erstmal schlagen!!!

    Mia san mia!

  14. Schwarzenbeck

    Nur mal so am Rande: Bei der ganzen “Es wird schon triplen”-Betrachtung wird mir das DFB-Pokal-Ding zu sehr als Selbstläufer gesehen. Wir haben da jetzt erstmal Halbfinale in Leverkusen (die heute mal eben Leipzig weggeblasen haben). Und falls man die schlägt hat man in Berlin vermutlich Schalke. Das ist 2x keine Laufkundschaft und kann jederzeit ins Auge gehen, wenn man da nicht voll fokussiert rangeht. Schon heftig: Wüsste nicht, dass man für einen DFB-Pokal-Sieg schon mal die BuLi-Plätze 2-5 aus dem Weg räumen gemusst hätte. 2 von 4 hatten wir ja schon.

    Ach ja: Bei einem BL/CL-Double muss es für mich kein Berlin-Trip sein – hatte ich 2013 schon, in einem 13 Triple-Trikot. Soviel Arroganz musste sein. Der Henkelpott ist eh schicker. Das Gold-Teil darf dann gern einer der drei anderen haben.

    1. Tom

      “Nur mal so am Rande: Bei der ganzen “Es wird schon triplen”-Betrachtung wird mir das DFB-Pokal-Ding zu sehr als Selbstläufer gesehen. Wir haben da jetzt erstmal Halbfinale in Leverkusen (die heute mal eben Leipzig weggeblasen haben). Und falls man die schlägt hat man in Berlin vermutlich Schalke.”

      DAS ist schon alles richtig. Dennoch sind wir auch in Leverkusen und in einem evtl. Finale klarer Favorit.
      In Leverkusen wird es natürlich schwer, auch wenn wir das letzte Duell in Leverkusen recht souverän 3-1 gewonnen haben. Leverkusen wird am Samstag gegen Frankfurt aber sicher 100% bringen müssen, um im direkten Duell um die CL-Plätze keine Punkte liegen zu lassen.
      Wir werden gegen Gladbach hoffentlich ähnlich rotieren wie in Augsburg und damit etwas frischer nach Leverkusen reisen. Ich bin recht optimistisch, dass wir ins Finale einziehen werden. Vizekusen hat gestern zwar eine beeindruckende Leistung abgeliefert, ist aber immer noch sehr inkonstant, was die Heimniederlagen gegen Hertha, Schalke und der Punktverlust gegen Augsburg sowie die Pleite in Köln beweisen…Natürlich wird ihnen unser Spielstil mehr entgegenkommen, als der von den genannten Teams, aber wenn alles “normal” läuft, schlagen wir die Pillendreher!

      1. Liza

        Ich habe Leverkusen in Köln gesehen und das war vom Auftreten einer Spitzenmannschaft wirklich sehr weit entfernt, sowohl mental als auch spielerisch. Zum Rückrundenauftakt gegen uns hatten sie mir allerdings sehr imponiert. Das mit der Inkonsistenz lässt sich daher aus meiner Perspektive wohl unterstreichen.
        Wie sich an der Tabelle ablesen lässt, ist das ja auch das Problem der Liga: Es gibt zwar etliche Teams, die an einem guten Tag den FCB schlagen können, aber keines davon erreicht auch nur annähernd die Leistungskonsistenz, um auch ernsthaft um die Meisterschaft mitspielen zu können.

    2. Olorin

      “Nur mal so am Rande: Bei der ganzen “Es wird schon triplen”-Betrachtung wird mir das DFB-Pokal-Ding zu sehr als Selbstläufer gesehen.”

      Naja…der Pokal ist auch einfach der am wenigsten wichtige Wettbewerb. Wenn wir die CL tatsächlich gewinnen sollten (jetzt mal unabhängig davon, wie wahrscheinlich das ist) dann kräht kein Hahn mehr danach, ob wir vielleicht in Leverkusen rausgeflogen sind. Klar ist das dann kein Triple, aber ein “großes Double” aus Meisterschaft und CL wäre mir genauso Recht. Wenn ich mir aussuchen dürfte, ob Bayern den Pokal gewinnt oder mindestens in Finale der CL kommt, dann wäre das eindeutig letzteres. Und so geht es denk ich den meisten.

      1. Osrig

        Na, da möchte ich dir gern widersprechen! Klar, wenn ich mir aussuchen dürfte, welchen Pokal wir holen, dann würde ich mich – natürlich – für die CL-Trophäe entscheiden. Da wird es wohl niemanden geben, der es anders sieht.
        Bei der Entscheidung zwischen CL-Finalteilnahme mit Niederlage oder DFB-Pokalfinale mit Sieg für uns, würde ich mich für den DFB-Pokalsieg entscheiden. Titel ist schließlich Titel; und sooo schlecht ist ein DFB-Pokalsieg nun auch wieder nicht.

        Könnte ich zwischen dem DFB-Pokalsieg und einer CL-Finalteilnahme mit zumindest möglichem Titel entscheiden, wird es knifflig^^ Mit sozusagen leeren Händen dazustehen, würde mir nicht gefallen, allerdings ist die Aussicht auf den “Henkelpott” natürlich höchst reizvoll, weswegen ich vielleicht doch auf den DFB-Pokal verzichten könnte. Obwohl, nein, was zählt, sind die Titel!^^
        Aber wie gut, dass es nur ein Gedankenspiel ist ;-)

  15. Schwarzenbeck

    Pool war ja wahrscheinlich, aber Roma haut Barca raus. Unglaublich! Jetzt morgen irgendwie weiterkommen.
    Dann darf Pool Ronaldo erledigen, sonst holen die echt noch Henkeltopf Nummer 3.

    1. Martin

      Ronaldo hauen wir raus, und dann darf Klopp wieder mal ein Finale verlieren…

      1. Kurt

        Lieber Real im Finale. Über 2 Spiele summiert sich deren Schiriglück nur allzusehr. Und Auswärtstore gibts im Finale auch nicht.

  16. Martin

    Alle Scheichs raus, Barca trotz unfassbaren Hinspiel-Dusels raus, einfach ein geiler Abend.

    Geld ohne Plan bringt halt nix, und no Messi, no Party!

    Einfach herrlich!

    Morgen machen wir Sevilla platt (mein Tipp: 4 : 0, nein, ich habe vor denen mal so gar keine Angst) und dann schauen wir mal…

    1. Kurt

      Bei uns stimmt einfach immer die Mentalität. So einen Fehltritt wie Barca gerade, würde man sich nie leisten. Jedenfalls nicht im zweiten entscheidenden Spiel. (Ich sag nur Porto).

      Sevilla nicht unterschätzen, aber zu Hause wird man das dann sicher locker über die Bühne bringen.

      Dann will ich Liverpool. Die machen mir ja nach der Leistung heute so gar keine Angst. Klar, fiese Konter, aber 1. unsere Abwehr ist um ein paar Klassen besser als die von City und 2. die Spieler werden auch viel mehr beschäftigt von unseren Offensivkräften.

      Und dann am Ende wohl Real im Finale. In einem Einzelspiel, können wir die immer schlagen.

      Triple is on!

  17. FR7

    Wie ich bereits oft sagen musste, no Messi, no party! Rom hat Messi komplett aus dem Spiel genommen und Barca war tot, wie gelähmt standen sie herum. Messi ist das Herz der Mannschaft, Dreh- und Angelpunkt. Roma schaltete ihn im Kollektiv aus und erntete die Früchte. Man was habe ich gejubelt bei dem dritten Tor! Unsere Chancen auf den Henkelpott sind soeben drastisch gestiegen. Morgen Sevilla schlagen und wir können die Auslosung am Freitag ganz entspannt verfolgen. Best case scenario wäre Liverpool-Real und Bayern-Rom, auch Bayern-Liverpool und Real-Rom wäre ok. Ziehen wir aber Real, wird es sehr brenzlig. Gegen Liverpool hätten wir zumindest noch unsere individuelle Klasse und Jupps Erfahrung mit Klopps Spielart. Wir sind abgesehen von den Flügeln auf jeder Position eine Klasse besser besetzt als sie, das wäre ein großer Vorteil. Man darf gespannt, heute war jedenfalls für Bayern München ein sehr guter Tag.

    City hat mich so schmerzhaft an Bayern erinnert, dass ich mir das Spiel nach Sarahs Treffer nicht weiter ansehen konnte. Tiki Taka vom feinsten, wenn der Ballbesitz zum Selbstzweck verkommt. Druck, Druck und nochmal Druck mit Citys Variante der Line-Up von death. Zack der erste richtige Konter, Gegentor, gute Nacht. City schied in beiden Spielen genauso aus wie Bayern die drei Jahre unter Pep, irgendwas macht er falsch.

    1. Marlene Dietrich

      Naja, die Ähnlichkeiten zu den Spielen mit den Bayern halten sich in Grenzen.
      Außerdem sehe ich wirklich ned, wo der Ballbesitz zum Selbstzweck verkommen is. Nach drei Jahren, die er als Trainer beim FC B verbrachte, sollte man als Fan des Vereins, was du vermutlich bist, mehr hinter seiner Philosophie erkennen.

      1. FR7

        Ich muss hier leider den Angegriffenen spielen und dir sagen, dass ich nicht nur spieltaktisch wichtige Dinge von Marti Perarnau über Pep gelesen habe, sondern auch das gesamte zweite zweite Kapitel in die “Die Zeit der Strategen”, dass ausschließlich Guardiola behandelt, z.B. auch seine Philosophie und Werdegang. Leider kenne ich mich nur zu gut mit seiner Philosophie aus. Die Ähnlichkeiten zwischen dem Peps ManCity und Peps Bayern sind verblüffend. Beide Mannschaften formieren sich zu einem U und versuchen dem Gegner die Luft abzuschnüren, indem sie sie am eigenen Strafraum belagern. Peps Positionsspiel ist so raffiniert, dass er maximal offensiv spielen kann und dabei trotzdem den Ball behält. Wie auch mit Bayern spielte er gestern mit nur drei Innenverteidigern und einer Offensive aus fünf Leuten. Wie schon mit Bayern verlor er aus unbekannten Gründen die Form seiner Mannschaft pünkltich zum April, kassierte sowohl letzte Saison in Monaco als auch gestern in Liverpool drei Tore. Peps City ähnelt Peps Bayern viel mehr als Peps Barca den beiden ähnelt. Auch jetzt versucht er durch das krasse Positionsspiel den Ball immer auf die ballferne Seite zu verlagern wo dann Sané, Sterling oder Bernardo Silva steht. Wie bei uns schon mit Ribéry, Robben und Costa. Der Ballbesitz verkommt spätestens dann zum Selbstzweck, wenn der Gegner genau das erwartet und sich darauf eine Woche lang eingestellt hat. Da kann man den Gegner z.B. auch mal kommen lassen, wie es ein Heynckes oder Zidane macht. Ballbesitz kurz mal abgeben, Luft schnaufen und dann den Ball erobern und den gewonnenen Freiraum in des Gegners Hälfte nutzen. Aber nein, man hält den Ball und den Ball und hält den Ball. Warum? Weil der Gegner laut Pep ja kein Tor schießen kann, solange man selbst den Ball hat. Tun die Gegner aber trotzdem, immer wieder. Klopp wusste ganz genau, dass City immer nur den Ball haben wird und konnte seine Mannschaft deshalb exzelent darauf einstellen. Das war einfach sehr vorhersehbar und wenig dynamisch. Fußball lebt auch von Überraschungsmomenten und Geistesblitzen, diese werden durch das äußerst dominante taktische Konstrukt von Pep aber weitesgehend unterdrückt. Der Gegner kann einen so sehr leicht lesen. Klopp hat Pep nicht rein zufällig über beide Spiele 5:1 besiegt. Das war gestern fast 1:1 Bayern gegen Atletico. Auswärts kein Tor geschossen und verloren, zuhause dann extrem dominiert aber dennoch einen schmerzhaften Gegentreffer kassiert. Sorry, man muss blind sein da keine Gemeinsamkeiten zu erkennen. Du solltest dich etwas mehr mit Klopps Idee von Fußball beschäftigen und mit der von Pep, beide faszinierend und so unterschiedlich.

      2. Liza

        Zitat FR7: “Warum? Weil der Gegner laut Pep ja kein Tor schießen kann, solange man selbst den Ball hat. Tun die Gegner aber trotzdem, immer wieder.”

        City hat die beste Defensive der PL – und unsere Defensive unter Pep war im zweiten und dritten Jahr auch sehr gut.
        Ich denke, es gibt sicherlich einen Unterschied zwischen Dominanz in der Liga und Stärke in KO-Spielen. Da passt die Balance bei Pep offenbar noch nicht. Wäre aber auch schade, wenn der gar nichts mehr zu lernen hätte in seinem Leben.

  18. cj

    Gegen Liverpool wäre ich weiterhin skeptisch. Die kriegen unseren Flügelfokus ganz gut verteidigt und die drei Offensiven sind in einer derart herrausragenden Form, das sie selbst in Unterzahl erfolgreich Konter fahren (und das tief aus der eigenen Hälfte). Gerade in Bezug auf Handlungsschnelligkeit sehe ich uns defensiv klar unterlegen. Ich habe heute zwischen beiden Spielen ein bisschen hin und her gezappt, in Rom war das Schlafwagenfussball im Vergleich zum Spiel in Manchester. Na ja, wäre auf jeden Fall interessanter als wieder gegen Real. Gegen Rom sehe ich uns klar im Finale.

  19. Herrispezial

    Naja, Pep beweist inzwischen in steter Regelmäßigkeit, dass er nur einen Plan A hat und dieser ausrechenbar ist. Auf internationalem Topniveau können Gegner das lösen. Nur mit Barca hat er es gut hinbekommen, aber das auch eher dank Messi, der eben immer alleine Spiele entscheiden kann. Aber sowohl bei uns als auch bei City hat er weniger Erfolg als seine Vorgänger. Und bei uns hat er den CL-Sieger übernommen, der zuvor auch regelmäßig im Finale stand. Das konnte er nicht wiederholen. Und bei City durfte er fast 1 Mrd in knapp 2 Jahren investieren und hat auf (fast) jeder Position mind 1 Spieler für 50 Mios. Dennoch scheitert er 2x in Folge im VF. Eben weil er nur 1 Art von Fussball kann. Die ist zwar beeindruckend, wenn sie klappt. Aber auf Topniveau gibt es eben Gegner, die richtig gut verteidigen und kontern können. Zudem können seine Teams selbst kaum tief verteidigen, sondern werden dann selbst anfällig. Deswegen ist er für mich auch nur ein sehr guter Trainer, aber eben nicht weltklasse. Die Auswärtsschwäche seiner Teams in der CL ist ja schon mehr als auffällig.

    1. Systemrelevant

      Peps größtes Problem ist auf diesem Niveau, dass die Torchancen die zugelassen werden fast immer nahezu 100%ige sind. Im Hinspiel wundern sie sich, dass Liverpool 2 Mal aufs Tor schießt und 2 Mal trifft. Dazu noch diese Auswärtsschwäche in K.O.-Spielen die es auch schon in Barcelona gab und es ist fast unmöglich gegen die Top3, Top5 weiterzukommen. Jetzt hat er in Manchester das gleiche Problem wie hier. Während der Saison entsteht die Euphorie, ein Glauben an die eigene Stärke und dann am Ende ist die Saison schon im April gelaufen.

    2. Jo

      “Und bei City durfte er fast 1 Mrd in knapp 2 Jahren investieren und hat auf (fast) jeder Position mind 1 Spieler für 50 Mios. ”

      Und ist es nicht erstaunlich wie wenig man heutzutage dafür bekommt? Die Scheichklubs plus englisches TV-Geld haben zwar die Preise total kaputt gemacht, aber die echten Stars (jetzt mal auf die Situation von City bezogen) kicken nach wie vor woanders. Wen würde man in der Mannschaft von City denn als internationalen Topstar bezeichnen wollen? De Bruyne? Dem fehlt zwar der Glamourfaktor, aber würde ich mal so sehen. Aber ansonsten? Viele gute Spieler, viele sicher noch entwicklungsfähig, aber Starappeal?
      Welcher Spieler von City hätte denn die Chance in einer Bayern-Wunschelf 2017/2018 jemanden zu verdrängen? Bei mir wäre es wieder de Bruyne der hier infrage kommen würde. Ansonsten könnte ich auf jeden Spieler von denen verzichten.

      Es wird spannend sein zu beobachten wie City auf diese Situation reagiert. Ist man der Meinung dieses Team hat tatsächlich Entwicklungspotential und muss nur noch 1,2 Jahre mit dem Trainerteam wachsen. Oder heißt es alles auf Anfang?

      1. Kurt

        De Bruyne und Silva würden auch bei uns wichtige Spieler sein. Fernandinho finde ich auch eher unterbewertet und er könnte Vidal wohl adäquat ersetzen. Aguero natürlich noch.

        Dann gibt es noch Laporte, Sane, Bernardo Silva, Jesus, Ederson die alle Topspieler werden können. Der Kader ist schon ordentlich. (Mehr wert als Bayern laut Transfermarkt ist natürlich absurd!)

        Aber ja, im Großen und Ganzen sind diese Teams einfach overhyped. Liverpool genauso.

        Auch wenn hier grad wieder Kloppo gefeiert wird (die Dortmundsaisons schon vergessen?), positionsbezogen und kadertechnisch sind das schon echt noch Klassenunterschiede zwischen den Big Playern wie Real und uns.

  20. Marco05

    Hab ich was verpasst und wir stehen schon im Finale???

    Ich bin dafür immer den nächsten Schritt vor dem übernächsten zu machen. Lasst uns heute Abend erstmal das Ding nach Hause schaukeln, das dürfte schwer genug werden.

    Man hat gestern mal wieder gesehen, wie schnell ein noch besseres Ergebnis kippen kann. Barca hätte nur ein Tor machen müssen, dann wäre der Drops gelutscht. Dummerweise bekommt Rom aber zu Hause keine Gegentore. Ich sehe die nicht als ultra-angenehmes Los. Natürlich machbarer als Real, die jetzt mal wieder Topfavorit sind (was aber genau die Krux sein könnte…)

    Also, heute Abend wissen wir mehr. Ich hoffe ab 22:30 Uhr fiebern wir der Auslosung entgegen. Dann sehen wir weiter…

    1. Olorin

      +1

      Noch ist es viel zu früh für Spekulationen über den Wunschgegner, Häme gegen Guardiola und Freude über Barcas Ende.

  21. Stiftl

    Meiner Meinung nach sind wir momentan zu stabil und konzentriert als dass da gegen Sevilla etwas anbrennen könnte. Wenn wir ins HF einziehen, würde ich mir tatsächlich auch die Roma wünschen. Einfach weil Pool/Real in einem Finale offensiv etwas vorsichtiger agieren werden als in zwei KO Spielen – und unsere Defensive hat meiner Meinung nach aktuell nicht das Niveau von 2013.

    Bin sowieso gespannt, ob Neuer fürs Halbfinale angedacht ist oder man doch eher auf den eingespielten Ulreich setzt.

    Und im Finale dann bitte gern Kloppo gegen Jupp – und Geschichte, die sich wiederholt :-)

    1. Systemrelevant

      Real gegen Bayern im Finale hätte aus Jupps Sicht bestimmt auch etwas, so als dann wirklich letztes Spiel der langen Trainerlaufbahn.

      Aber wie erwähnt, Schritt für Schritt. Noch 11 Spiele, noch 11 Siege… im besten Fall.

  22. Kurt

    @FR7

    Also sorry, aber das ist doch Quatsch. City hat maximal Pech bei den Schirientscheidungen, so wie wir gegen Real. Steht es 2:0 dann ballert City Liverpool noch 5:0 weg. So zu tun, als hätte Klopp gestern Pep taktisch ausmanövriert, ist einfach falsch. Pep kann auch nur soviel mitgeben, wenn die Spieler nicht mitmachen, dann klappt es halt nicht.

    Der Pep-Hass und die Häme nehmen hier langsam überhand. Zumal man sich bei Liverpool auch nichts davon kaufen kann, wenn man Ende eh Real gewinnt.

    Dann hat City immer noch den Ligatitel.

    1. FR7

      “Also sorry, aber das ist doch Quatsch. City hat maximal Pech bei den Schirientscheidungen”

      Der Schiri hat sicher nicht dafür gesorgt, dass City in zwei Spielen 5:1 baden geht. Sich hierbei auf den Schiri zu berufen ist nicht sehr seriös. Wieso Pep Häme? Er ist der beste Trainer den Bayern jemals hatte (nach Jupp). Sein Spielsystem ist das welches von allen die bekannt sind die wenigsten Schwachstellen aufweist, die wenigen Schwachstellen aber die fraglos da sind, sind eklatant. Sei es Bayern gegen Real 2014 (1:0, 0:4), Bayern gegen Barca (3:0, 3:2), gegen Atletico (1:0, 2:1), letzte Saison gegen Monaco (5:3, 3:1) oder eben jetzt gegen Liverpool (3:0, 1:2). In all diesen Begegnungen verlor er auswärts und kassierte verheerende Tore. Das ist kein Zufall. Bei Barca hatte er den genialen Messi der praktisch unter jedem Trainer funktioniert und schlicht einzigartig ist. Bei Bayern und City fehlt ihm als Trainer noch irgendein Baustein, keine ahnung welcher. Gegen “schwächere” Teams ist sein taktisches Gerüst perfekt und kann fast unmöglich geknackt werden, darum wird Pep auch so deutlich Meister auf lange Distanz. Topteams allerdings entschlüsseln dieses System und stechen genau in die Schwachstellen rein wo es Pep am meisten wehtut. Es ist über die Jahre ein klares Muster erkennbar, das ist nicht bloß Pech.

      1. Mehmet68

        Und wo bleibt Gottmar bei den besten Trainern?

      2. Holdor

        Vielleicht wart ihr gegen Real kein Top-Team, als Ancelotti mit Real gegen euch gewann? Aber genau diesen Erfolgstrainer Ancelotti habt ihr später dann vom Hof gejagt. (Jupp wurde ja auch mal gegangen)
        Anders gefragt: Was wollt ihr eigentlich und wieso regen sich hier so viele Leute über Guardiola auf? Unter seiner Führung hat Bayern mit den besten Fußball überhaupt gespielt. Nur weil er die CL mit Bayern nicht gewann, wird jetzt über ihn gemault? Kapiere ich nicht. Egal, was beispielsweise Klopp noch mit Liverpool reißen wird (die kommenden Jahre): Eines hat er den Liverpoolern (zurück)gegeben, die Emotionen! Das finde ich wesentlich bedeutsamer als irgendeinen Titel. Und genau das wissen die Liverpool-Fans auch zu schätzen. Und wer einen Salah in seinen Reihen hat, kann auch gegen noch höherklassige Mannschaft gewinnen. Der Typ ist in dieser Verfassung einfach mörderisch gut und macht einfach den Unterschied. Gut, dass es solche Spieler (wie Ronaldo oder Messi) noch gibt und nicht immer das vermeintlich bessere System/Team die Spiele gewinnt.

  23. Fänger

    Also ein wenig muss man schon hier die Schiedsrichter mit einbeziehen. Bei korrekten Entscheidungen gewinnt Liverpool das erste Spiel 2:1 (1. Tor leicht abseits und Treffer von City zählte nicht) und City führt zur Hz im Rückspiel mit 2:0. Keiner weiß, wie es ausgegangen wäre am Ende klar, aber das dies war zumindest ein großer Einfluss. Und dann stehen wir heute hier und feiern Pep, der all-in gegangen ist.
    Nichtsdestotrotz stimmt es auch, dass im Frühling, wenn es um die Pokale geht, Peps Mannschaften in den letzten Jahren oft gescheitert sind. Woran es liegt? Schwer zu sagen. Vielleicht können die guten Teams die Schwachstellen in seinem System effizienter ausnutzen.
    Davon ausgehend, dass wir heute weiterkommen (bessere Warnung als Barca gibt es gar nicht), würde ich mir Rom wünschen. Die Spielweise mit den langen hohen Bällen können Sie gegen uns nicht so durchziehen, da sind wir mit Boa/Mats/Javi zentral zu kopfballstark.

    So, Daumen drücken!

    1. Olorin

      Naja, wenn man schon auf dem Schiri rumreitet muss man auch sagen, dass Citys Führungstor ein Foul vorausging.

    2. Jester

      “Mit den hohen langen Bällen …”

      Ganz ehrlich, da ist mir in Sevilla ein paar Mal der Arsch auf Grundeis gegangen. Ich finde wir sehen fürchterlich gegen hohe lange Bälle aus.

      1. Kurt

        Finde ich nicht generell. Aber Sevilla hat die Bälle wirklich außerordentlich stark festgemacht.

  24. Olorin

    All die Pep Hater hier und anderswo sollten vielleicht mal folgendes bedenken: er ist noch immer der mit Abstand erfolgreichste Trainer der letzten neun Jahre, egal was gestern war. Mourinho, Klopp und wie sie alle heißen werden wahrscheinlich in ihrer ganzen Karriere nicht so viele Titel einräumen wie Guardiola im Laufe dieser paar Jahre. So schlecht scheint er also nicht zu sein.

  25. Marlene Dietrich

    Lieber FR7,
    in einigen Dingen gehe ich d’accord mit deinen Ansichten. Es stimmt, dass die Ähnlichkeiten zwischen City und Bayern größer san als zwischen Barcelona und Bayern bzw. Barcelona und City. Dennoch gibt es auch bei City ein eigenes Charakteristikum, das nicht nur auf individuell andere Spieler zurückzuführen ist, sondern a in gruppentaktischer Perspektive wahrzunehmen ist. Stach bei Bayern v
    or allem spätestens ab der zweiten Saison Peps natürlich das Flügelspiel mit dem Fokus auf die zweiten Bälle im Strafraum heraus, läuft dies bei City anders ab. Primär versuchen sie durch/über die Halbräume durchzubrechen, wo ihr Personal wesentlich besser dafür geeignet ist. Logisch, mit solchen Flügelspielern forciert Pep auch hier das Flügelspiel aber meiner Meinung nach ist das relativ frei treibende Element im Halbraum durch da Silva und de Bruyne der dominantere Aspekt.
    Das U ist Pep verhasst, aber das wirst du ja in den Büchern bestimmt gelesen haben. Dass es sich manchmal bildet, ist unvermeidlich, weil es die einfachste Struktur ist, um die Zirkulation aufrechtzuerhalten. Bestimmt wäre ihm ein V (ergo Flügelspieler, zentraler Spieler, Flügelspieler) lieber, aber des wird auf Dauer a bissi schwierig. :)
    Über den Formverlust kann ich auch nur rätseln. Wieso seine Mannschaften im Herbst extrem stark, aber im Frühjahr schwach san, erschließt sich mir nicht. Womöglich liegt a Erklärungsgrund bei der individuellen Klasse Barcelonas. Immerhin mussten die Gegner ihr System auf einen Spieler ausrichten – i.e. Busquets – und zusätzlich noch Messi beachten. Das blockiert gewissermaßen gleich a paar Spieler.
    Mir scheint, beim Thema grundsätzliche Philosophie werden wir ned zamkommen, das muss auch nicht sein. Aber seinen Ballbesitz als reinen Selbstzweck abzustempeln, halte ich für falsch. Außerdem reduzierst du aus meiner Sicht a extrem komplexe Frage – nämlich jene, der “besseren” Philosophie, die meiner Meinung nach nicht beantwortbar ist, auf relativ einfache und nicht unbedingt zusammenhängende Umstände. Des wird mir a bisserl zu monokausal und zu einfach. Im Umkehrschluss hatte auch Pep eine Woche Zeit, seine Mannschaft auf Klopps Pressing einzustellen, was ihm eine Halbzeit im Rückspiel lang ja exzellent gelang. Dass Peps Stil Kreativität, Spontanität oder Dynamik unterdrückt, finde ich schlicht und ergreifend falsch. Du wirst doch ganz genau Beispiele aus seiner Zeit bei den Bayern und auch bei City kennen, die diese These widerlegen.
    Gemeinsamkeiten sind erkennbar, ja. Aber ich bin der Meinung, dass es mehr zum Scheitern Peps gehört, als seine Philosphie auf “Ballbesitz wird zum Selbstzweck” zu reduzieren.
    Ach und mit Klopp und seinem Pressing- und Gegenpressingfußball habe ich mich doch scho a wengerl auseinandergsetzt. ;)

  26. Herrispezial

    Das Problem an Pepa Fussball ist, dass er international am Ende der Saison auf Mannschaften trifft, die einfach gut verteidigen können und auch die Qualität haben, sich daraus schnell zu befreien. Wenn die Mannschaft dann hoch steht, ist sie schnell übertölpelt. Dafür gibt es genügend Beispiele- entweder weil der Gegner einen guten Tag erwischt (Wolfsburg) oder weil der Gegner eben gut genug ist, um tief zu verteidigen und effektiv zu kontern. Und solche Gegner begegnen Dir am Ende der Saison in der CL eben häufiger als zuvor. Dass seine Teams bis dahin in der Meisterschaft weit vorne Sind, liegt dann daran, dass das System gegen die kleineren Gegner eine hohe Erfolgwahrscheinlichkeit hat. Aber solche deftigen Klatschen gibt es bei ihm unter der Saison auch immer mal wieder. Insofern ist es das Problem von Pep, dass er nur das eine System kann und sich nicht auf stark verteidigende Teams mit hoher Konterqualität einstellen kann.

  27. Schwarzenbeck

    Hmm, gefällt mir nicht so recht. Hauen uns die Spieler kaputt und Ribéry wird kaum recht viel mehr als 65 Minuten in den Beinen haben. Dazu muss James den ganzen Spielaufbau allein schultern. Hmmm…

  28. Schwarzenbeck

    Und vor allem machen wir die Kiste nicht.

  29. Schwarzenbeck

    Aufwachen, zäh fix!

  30. Schweizer Aussensicht

    KOVAC neuer Trainer. Ich habe nichts gegen Kovac als Trainer. Aber ich glaube Bayern ist eine andere Baustelle als Eintracht Frankfurt.

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