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Fanclubtreffen München: Bittere Realität & viel Frustration

Montagabend im Neuhausener »Wassermann«. Regionales Fanclubtreffen zwischen Fanclubs des FC Bayern München, dem Club Nr. 12 als Veranstalter, dem Sprecher des Arbeitskreis Fandialog (AKFD), einem Vertreter der Schickeria, dem Fanbeauftragten und einem Fanrat-Mitglied. Weder die Vereinsführung noch Leitung der Fan- und Fanclubbetreuung war anwesend. Ein Ansprechpartner aus dem Bereich Ticketing wurde ebenfalls vermisst.

Fanclub Treffen München FC Bayern

Auf dem Podium anwesend: Matthias Strobl (Club Nr. 12), Simon Müller (Schickeria, Mitglied AKFD), Alexander Groß (Sprecher AKFD), Andi Brück (Fanbeauftragter FCB) und Werner Simmerl (Fanrat-Mitglied, Fanclub Über-Fünfzigjährige [ÜFÜ])

Es ist schon eine bittere Erkenntnis, wenn man den über viele Jahre aufgestauten Frust der Fans (und Fanclubs) über ihre Situation beim FC Bayern live erlebt und sieht, wie groß der Wunsch nach Dialog ist, welcher von der Seite des Vereins einfach nicht erwidert wird. Ebenso traurig ist die Abwesenheit jeglicher Entscheidungsträger des FCB bei einem Fanclubtreffen. Besonders unter den gegeben Umständen und mit dem Gesprächsstoff der letzten Monate und Wochen im Kopf wirkt das wie ein »wegducken« oder »Kopf einziehen«. Es ist Andi Brück sehr zugute zu halten, dass er spontan als einziger Vertreter mit Arbeitsvertrag beim FC Bayern anwesend war. In seiner Funktion als Fanbeauftragter ist er wohl derjenige, der den Fans bei Spielen am nächsten, aber gleichzeitig weit von den Entscheidern im Verein entfernt, ist. Für die Beantwortung der Vielzahl an Fragen, Anmerkungen und zur Klärung der Unstimmigkeiten wäre die Anwesenheit von Raimond Aumann (Leiter Fan- und Fanclubbetreuung) oder Oliver Meßthaler (Ticket- und Mitgliederservice) dringend notwendig gewesen. Nachfragen zu ihrer Abwesenheit wurden abgeschmettert, denn es sei vorgesehen, dass die Fanclubs sich untereinander kennenlernen und der Arbeitskreis Fandialog Themen & ein »Stimmungsbild« in Richtung Verein weiterträgt. Er wurde schließlich von der Fanbetreuung gegründet, »um sich Empfehlungen sowie Meinungen innerhalb der Fanbasis einzuholen«. Aktuell wäre der direkte Kontakt wesentlich sinnvoller.

Die von mir beim Treffen getwitterten Eindrücke können in einem Storify nachgelesen werden. Außerdem wurde unter dem Hashtag #fcbfc diskutiert. Trotz einigen Notizen, Tweets und Eindrücken wird es schwer ein komplettes Protokoll des Abends wiederzugeben. Dieser Beitrag wird in den folgenden Ausführungen einige Punkte aufgreifen und näher auf sie eingehen. Zitate sind entsprechend markiert und werden auf Basis meiner Aufzeichnungen und Erinnerungen wiedergegeben.

Zu wenig Personal in der Fanbetreuung. Mit inzwischen über 3.330 Fanclubs und 240.000 Fanclub-Mitgliedern hat der FC Bayern in den letzten Jahren ein steiles Wachstum hingelegt. Trotz alledem ist der Stab an Fanbetreuern weiter klein geblieben. Aktuell kümmern sich zwei Leiter (Aumann, Meindl), ein Fanbeauftragter (Brück) und zwei Bürokräfte um die Belange aller Fanclubs. Bei den Gesprächen im Wassermann gab es keine einheitliche Meinung dazu. Vielfach wurde die Arbeit und der direkte Draht zu Andi Brück gelobt. Gleichzeitig stellten die Anwesenden fest, dass dieses Betreuungsverhältnis für einen derart großen Verein, wie es der FC Bayern ohne Frage ist, einfach nicht der Realität entsprechen darf. Hier muss dringend nachgebessert werden, denn durch die hohe Be- und Auslastung »fehlen die, die Visionen entwickeln und nach vorne denken«.

Die Probleme beim Ticketing schauen ähnlich aus. Es gab mehrfach Beschwerden darüber, dass immer noch Buchungen von falschen Konten (z.B. dem Privat- statt Fanclubkonto) durchgeführt werden, sich kein Ansprechpartner den Problemen der Fanclubs stellt und die Ticketing-Abteilung überlastet ist. Ein Verein wie der FC Bayern (mit seinem Sponsor Telekom) sollte im Jahr 2013 in der Lage sein ein Computersystem in den Griff zu bekommen. Antwort vom AKFD-Sprecher: die Probleme werden weitergegeben.

Hauptgesprächsthema war selbstverständlich die aktuelle Situation in der Südkurve, der fehlende Dialog zwischen Fans und Vereinsführung sowie die fehlende Stimmung. Diese Themen begleiteten uns über den gesamten Abend und sind nicht voneinander zu trennen. Es fällt schwer eine Einschätzung dazu abzugeben. Positiv aufgefallen ist, dass keiner der anwesenden Personen diesen Zustand hingenommen hat. Einigkeit über das weitere Vorgehen besteht nicht. Besonders der Sprecher des Arbeitskreis Fandialog hat mehrfach auf Drehkreuze als »Schritt um die Kurve weiterzubringen«, um letztendlich »freie Blockwahl« zu ermöglichen, hingewiesen. Aus Vereinssicht sind sie die letzte Chance um »maximale Kapazität«, »keinen Schmuggel« und »Rotation in der Kurve« für die Blöcke 112/13 (und angrenzende Bereiche) sicherzustellen. Diese Ziele kann man aber nur unter Verwendung eines »elektronischen Zugangssystems« erreichen. Dabei spricht er, wie Rufe und Wortmeldungen gezeigt haben, nicht für den gesamten Arbeitskreis. Er möchte die Drehkreuze akzeptieren und nun weitere Schritte in die »richtige Richtung« unternehmen. Mit seinem Leitsatz »jetzt Aufbruchstimmung erzeugen«, um Freude und Stimmung beim Fußball zurück zu bekommen, akzeptiert er das bisher geschehene und richtet sich strikt nach vorn. Zum entscheidenden Punkt für fehlenden Dialog, insbesondere der Bekanntgabe von Entscheidungen im Arbeitskreis Fandialog anstatt dort Vorschläge zu diskutieren, gab es kaum Reaktion vom AKFD-Sprecher. Ein Vertreter der Munichmaniacs 1996 sagte dazu: »dem Verein geht es doch darum die Kurve unter Kontrolle zu haben« und eine weitere Wortmeldung lautete: »[der] Arbeitskreis hat sich dazu entwickelt, nur noch den Fans die eigene Meinung [die des Vereins] mitzuteilen«. Kritischer Punkt ist zum Beispiel die Anzahl an (aus Sicherheitsaspekten) zulässigen Personen im Stehplatzbereich. Zur Politik des FC Bayern passt eine Wortmeldung des Club Nr. 12 aus dem Publikum: »Der FC Bayern hindert uns seit 5 Jahren daran mit Experten zu reden«. Das zuständige Kreisverwaltungsreferat München darf nur mit dem Betreiber (FCB) sprechen und dieser weigert sich gemeinsam mit den Fans in den Dialog zu treten. Alle diese Punkte sind bekannt und stehen mitunter seit Jahren ungelöst im Raum. Bezeichnend für den gesamten Abend und speziell die Abwesenheit eines Verantwortlichen von Vereinsseite waren wiederum die Antworten des AKFD-Sprechers auf dem Podium: »berechtigte Frage, können wir hier nicht beantworten, Verein beschäftigt sich [damit], die Mühlen mahlen langsam«, »Dinge gehen schnell oder langsam. Wir können nicht beeinflussen was in der Chefetage los ist« und der vom Publikum stark angezweifelte Satz »dem Vorstand sind die Augen aufgegangen«. Zusammenfassend für den fehlenden Dialog bzw. die Gründe dafür steht ein Satz des Club Nr. 12 Vorstands es gäbe »keine Person in Fanbetreuung [die] von Vorstand und Fans ernst genommen wird«. Das ist leider bittere Realität, denn es gibt beim FC Bayern München kein akzeptiertes, verbindliches und entscheidungsfähiges Gremium mit Fanbeteiligung.

Das Thema Pyrotechnik wurde weitestgehend umgangen. Eine konstruktive Diskussion war im Rahmen dieses Treffens der Fanclubs nicht möglich. Verwunderlich und irgendwo auch traurig finde ich, dass als Ergebnis des Treffens der Inhaber von Auswärtsdauerkarten vor dem Spiel in Frankfurt der Vorschlag aufkam eine Gruppe zu bilden, um konstruktiv und kritisch am Thema Pyrotechnik zu arbeiten und Informationen zu sammeln. Die Debatte zum Thema läuft seit Jahren, aber erst nun ist man anscheinend auf dem Weg das Thema gemeinsam anzugehen und auf eine Basis mit fundierten Informationen zu stellen? Wobei fraglich ist, ob ein weiterer Arbeitskreis in der Arbeitsgruppe die richtige Lösung ist. Mitunter wirkt das gesamte Geschehen unglaublich bürokratisch, in sich verschachtelt und wenig lösungsorientiert.

Deutliche Worte wurden beim Thema Auswärtsdauerkarte (AWDK) gesprochen. So sagte der AKFD-Sprecher »die treuesten der Treuen dürfen nicht über einen Kamm geschert werden. Bis zum ersten CL Spiel muss altes AWDK-System wiederhergestellt sein. Dafür zerreiße ich mich!«. Die kollektive Bestrafung aller AWDK-Inhaber (Entzug des Kartenrechts auf DFB- und Europapokalspiele) ist nicht hinnehmbar. Der Arbeitskreis Fandialog wird sich vehement für das Thema einsetzen. Selbstverständlich können erst die nächsten Wochen zeigen, ob man den Verein wirklich zum Einlenken bewegen und eine Veränderung anstoßen kann.

Als letzten Punkt möchte ich den Auftritt der Schickeria loben. Sie haben sich mit einem Vertreter den Fragen der anwesenden Fanclubs gestellt. In den letzten Wochen begannen sie eine Art Transparenzoffensive. Ihr »Offener Brief an die Fanclubs« war der erste Schritt und nach dem Spiel gegen Nürnberg am Samstag erfolgt mit der Einladung zum Gespräch nun der zweite. In meinem Artikel zum Südkurvenbladdl wurde die fehlende »Greifbarkeit« bzw. das intransparente Auftreten der Gruppe kritisiert. Die ausgesprochenen Einladungen zum Kennenlernen und kritischen – aber gemeinsamen – Dialog sind der richtige Weg. Fanclubs, gelegentliche Stadionbesucher und die Südkurve (bzw. die darin vertretenen Gruppen) müssen sich annähern. Das gegenseitige Verständnis gehört unausweichlich dazu!

Irgendwie fällt es sehr schwer ein Fazit nach dem Treffen der Fanclubs zu ziehen. Die Abwesenheit der Vereinsvertreter stimmt einfach nur traurig und beweist meiner Meinung nach das fehlende Interesse dieser Partei. Nach meinem Hinweis bzw. Wunsch für mehr Transparenz von der Seite der Fans / Ultras kann man klar feststellen, dass auch der Arbeitskreis Fandialog nachbessern muss. Wieso gibt es keine öffentlichen Protokolle der Sitzungen mit Teilnehmern und Ergebnissen? Welche Gruppen arbeiten / diskutieren bestimmte Themen und wo bleibt die Einbindung der großen Masse an Bayernfans? Spätestens bei der Vorstellung von Konzepten und Ideen sollte man den Rahmen erweitern und allen Interessierten Einsichtnahme erlauben. Viele Gremien im Umfeld des FC Bayern sind seit Jahren intransparent.

Transparenz und der breite Dialog sind auf allen Ebenen dringend notwendig. Sonst passiert es auch weiterhin, dass die Treffen gleich zu Beginn verlassen werden und man deutliche Worte gegen den Sprecher des Arbeitskreis Fandialog liest. Dennoch: jedes Gespräch kann ein Schritt zur Verbesserung der Münchner Fankultur sein.

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Leserkommentare
  1. marie

    Danke für den Artikel und den gestrigen Ticker, der nur das bestätigt, was man ohnehin schon ahnen konnte.
    Wie gestern schon kurz auf Twitter erwähnt, ist es bezeichnend, dass Aumann und Meindl es mühelos zu einem regionalen Fanclubtreffen nach Hamburg schaffen, aber es innerhalb der Stadtgrenze nicht hinbekommen.
    Ohne etwas pauschalisieren zu wollen: Die Fanclubs im Norden, ohne jetzt mit dem Finger auf einen speziellen zu zeigen, sind handzahm und denken nicht an offene Kritik. Stattdessen wird alles mitgetragen und unterstützt. Arschkriecherei statt Auseinandersetzung.
    Diese Tatsache bleibt eben auch in MUC nicht ungeachtet, also wird dahingehend auch nicht die Konfrontation gescheut. Schließlich kommen keine prekären Themen auf den Tisch.
    Konfliktbewältigung galore.

  2. Geert H

    Erwartet ihr von dieser Vereinsführung demokratisches Verhalten?

    1. Jan

      Etwas »Erwarten« ist in der aktuellen Situation wohl falsch. Aber es ist ein Armutszeugnis für den Triplesieger, wie seine Fanbetreuung (seit Jahren) aussieht.

      In der Vergangenheit stochern hilft aber nichts, jetzt muss herausgefunden werden mit welchen (kleinen) Schritten man sich nach und nach in die richtige Richtung bewegen kann.

  3. Hans

    Hallo zusammen

    Zuerst einmal ein danke für die Zusammenfassung und für die Stunden, welche ihr dafür opfert um diese Sache doch noch zu einem guten Ende zu bringen. Aber was der Verein einmal mehr vorführt ist an Arroganz und Ignoranz nicht zu überbieten und macht einem nachdenklich und traurig. Die Worte des Uli H. bei der JHV 2007 liessen tief blicken. Danach spätestens war klar, dass es leider vorbei ist …

  4. Matthias

    Jetzt ist auch Solidarität von den Sitzplätzen gefragt. Sonst wird unsere Arena ein Disneyland.
    Fordert eure Nachbarn auf die Klatschpappen nach unten zu werfen.
    Die Stille in der Südkurve. Gönnt unserem Vorstand und besonders Uli H. die Schmähgesänge der asozialen Franken. 90 Minuten lang.

  5. […] (mehr zu den Hintergründen hier). Auch bei anderen Klubs – beispielsweise in Dortmund und München – gehen die Clubs teilweise im Schulterschluss mit der Polizei gezielt gegen einige Fans vor. […]

  6. Sascha

    Wieso dreht sich der Vertreter der Schickeria weg? Ist das die neue Offenheitsstrategie?
    Ausserdem hoffe ich das im nächsten Südkurvenbladdl nicht so eine “hirnlose” *** drin steht. Das kann nämlich kein normaler Fan verstehen (verweise damit auf den Blogeintrag hier auf der Seite). Dann gibt es auch keine Solidarität!!!

  7. Jan

    Wieso dreht sich der Vertreter der Schickeria weg? Ist das die neue Offenheitsstrategie?

    Nein, das war nur ein schnelles Bild für Twitter ganz am Anfang des Abends. Danach dachte ich nicht mehr daran und versuchte lieber den Gesprächen zu folgen, ein paar Eindrücke zu twittern und Notizen zu machen.

    Ganz im Gegenteil: der Vertreter der Schickeria beteiligte sich sehr offen an der Runde!

  8. Dennis

    Koane Schickeria !! wer neuer nicht akzeptiert, hat auch nichts in der kurve zu suchen.

  9. Jahrelang wurde gefordert, gegen Transfers gehetzt und sogar unser Präsident beschimpft. Und jetzt “erwartet” ihr, daß der Verein auf euch zu geht? Darüber hättet ihr euch vorher Gedanken machen sollen, und nicht erst, wenn der Karren an die Wand gefahren ist. Aber hinterher ist man immer schlauer…
    Natürlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren, aber einige wenige können die komplette Süd in Verruf bringen. Und wenn man schon Pyros zündet, sollte man auch den Arsch in der Hose haben und dazu stehen und sich nicht vermummen oder den Verein die Strafe zahlen lassen… Ich kann keinen Stehplatz für nen 10er haben UND gegen die Vorschriften verstoßen und mich dann verstecken – wo sind wir denn?

    Dass es Probleme bei der Fanbetreuung und im Stadion (Verteilung, Karten, Südkurve) gibt ist unumstritten. Wenn der Vorstand der Meinung ist, dass es euch ernst ist, wird er sich auch sicher damit befassen und mit den zuständigen Personen sprechen. Aber so lange man sich dann noch ständig selbst bejammert und in der Kurve still ist, wird sicherlich nichts passieren.
    Und wenn ihr ehrlich seid, denkt mal drüber nach. Würdet ihr auf der anderen Seite sitzen, würdet ihr genauso handeln.

    Die Worte “KOAN”, und “HURE” solltet ihr generell von euren Plakaten streichen und euch untereinander erstmal einig werden, dann klappts auch mit einer Südkurve…

  10. BaMu

    @Dennis

    Danke für diesen höchst Kontruktiven Beitrag zu diesem Thema.

  11. Sascha

    @Jan: Ok, dann will ich die Kritik zurücknehmen, hatte mir nur so den Eindruck gemacht.
    @Dennis: Akzeptiert wird er doch, oder wann hat man ein Banner in der Süd gesehen das etwas anderes zeigt. Das er nicht so geliebt wird wie Schweinsteiger oder Müller sollte jedem irgendwie klar sein.
    @Jörn: Kritik muss man auch äußern dürfen. Stichwort Rede- und Meinungsfreiheit, ob es allerdings mit solch Worten wie Hure sein muss, sei mal dahin gestellt. Sicher nicht der beste Weg um vom Vorstand eine konstruktive Basis zu erwarten.

    Was mir wirklich sauer aufstösst ist das Südkurvenbladdl. Hier sollte die Schickeria doch ein bischen auf ihre Aussendarstellung achten, aber das habe ich schon erwähnt und von daher soll es auch dabei bleiben.

  12. Jan

    @Jörn:

    Wenn der Vorstand der Meinung ist, dass es euch ernst ist, wird er sich auch sicher damit befassen und mit den zuständigen Personen sprechen.

    Genau das passiert aktuell nicht und ist auch in der Vergangenheit nicht passiert. Die Vereinsführung ist zu vielen Themen einfach nur stumm und sitzt sie anscheinend aus. Dialogbereitschaft von Seiten der Fans gibt es, aber wie z.B. beim Fanclubtreffen wird meistens nur vertröstet und man hört ein »Ja, geben wir weiter«.

    Aber so lange man sich dann noch ständig selbst bejammert und in der Kurve still ist, wird sicherlich nichts passieren.

    Die Kurve ist still, weil diejenigen die gern Stimmung und Lautstärke machen wollen nicht mehr hinein kommen. Es ist kein Boykott, wie bereits mehrfach erwähnt. Dafür muss eine Lösung gefunden werden!

    Und wenn ihr ehrlich seid, denkt mal drüber nach. Würdet ihr auf der anderen Seite sitzen, würdet ihr genauso handeln.

    Wo kommen wir denn da hin….?!

    @Sascha

    Was mir wirklich sauer aufstösst ist das Südkurvenbladdl. Hier sollte die Schickeria doch ein bischen auf ihre Aussendarstellung achten, aber das habe ich schon erwähnt und von daher soll es auch dabei bleiben.

    Absolute Zustimmung.

  13. Hans

    Lieber Jörn

    Ich möchte hier keine Diskussion vom Zaun brechen, aber: unser werte Präsident Uli H. ging und geht alles andere als zimperlich mit ihm nicht genehmen Personen um. Das er als Hure beschimpft wurde, war sehr hart, aber: dies hat er sich auch selber zuzuschreiben, weil er in der erwähnten Sache mehrmals wissentlich NICHT die Wahrheit gesagt hat.

    Uli hat zweifelsohne sehr viel für den FC Bayern geleistet, aber er ist keine heilige Kuh. Um es in aller Deutlichkeit zu sagen: Was er 2007 an der JHV geleistet hat ist nicht zu überbieten. Und es war nicht das erste mal …

    Und betreffend den Pyros: Sippenhaft ist beim FC Bayern nichts neues … Wo leben wir denn hier eigentlich ???

  14. Jörn

    @Hans: dass UH keine heilige Kuh ist, würde ich auch niemals behaupten und seine Verdienste für den FCB und viele andere Vereine/personen/Institutionen ist sicher unbestritten. Er muss auch nicht immer die Wahrheit sagen, genau so wie es alle Menschen machen, oder kennst du jemanden der das macht?

    ABER: Jeder Fan ist ein Besucher, nicht mehr und nicht weniger. Und der Gastgeber bestimmt, wie sich der Besucher zu verhalten hat, was auch sein gutes Recht ist. Und wer sich nicht daran hält, der braucht eben nicht mehr zu kommen. Auf die Karten die dann freiwerden warten manche 50 Jährige schon ihr Leben lang!
    Und die UEFA hat dem FC Bayern schon wegen dem Pyromist verwarnt. Die nächste Verwarnung wird eine Platzsperre inklusive drakonischer Geldstrafe nach sich ziehen. Das will wohl niemand!

    @Jan: Ich bin der Meinung, daß ein offener Brief nicht reicht um den Vorstand zu bewegen, mit den Fanclubs zu reden. Die Fanclubs unter sich sollten ein Gremium wählen/bestimmen, das für die Zukunft Konzepte entwickelt, wie man sowohl auf die eigenen Belange als auch die des Vorstandes eingehen könnte. Dabei kann und muss es Kompromisse geben, wie halt immer im Leben.
    Ein weiteres Stillsein im Block bedeutet Stillstand und wird von den Verantwortlichen des FC Bayern sicherlich nicht als Annäherungsversuch gesehen. Und wenn der Block voll besetzt ist und trotzdem keine Stimmung aufkommt, dann liegt das doch an denen die da sind, oder an wem?
    Wenn konkrete Konzepte entwickelt wurden, werden sich sicher auch Raimond Aumann oder sonstige Personen damit beschäftigen.

  15. Jan

    Karl-Heinz Rummenigge im Bayern-Magazin zum Spiel gegen Nürnberg:
    Miasanrot.de Post auf Facebook

    Ein erster Schritt in die richtige Richtung? Ein erstes »Hände reichen«? Was meint ihr?

  16. Brigl

    He Leute,
    ich lese immer nur Vorstand, Fanbeauftragte, Schickeria, Club nr12 und so weiter – wisst ihr wer fehlt?? Die, für die wir das ganze TammTamm eigentlich veranstalten – also unsere Spieler.
    Wo bleibt denn mal eine klare Ansage vom Spielerrat bzw Capitano Lahm & Schweinsteiger???
    Bekommen die das überhaupt mit? Wenn es um einen Kompromiss geht, sollte die Spielerseite, die sicherlich “Pro Stimmung” mit einbezogen werden aber da wartet man vergebens.

  17. […] jemand etwas über ein paar Details der Südkurven-Problematik lesen möchte, kann das gerne bei miasanrot.de […]

  18. […] der letzten Woche hat sich einiges getan. Angefangen mit dem Fanclubtreffen in München kam erneut Schwung in das Thema »Südkurve« und die Signale für Veränderung bzw. Verbesserung […]

  19. Grüß Gott,

    wie wird man als neuer FCB Fanclub zu euren Treffen eingeladen?

    Wo findet eine Voreinigung im Vorfeld statt? Wir als neuer Club denken derzeit,
    DASS wir im Bereich München MEHR aktive Clubs brauchen die auch natürlich
    MITGLIEDER beim FCB werden sollen. Nur in Hauptversammlungen MÜSSEN
    wir Gehör finden.

    Das Ticketing ist grausam.
    Die Zuteilungsgerechtigkeit ebenso.
    Ebenso die Vergabe der Jahrestickets.
    Insbesondere ist auch der Telekom Webauftritt mehr als lästig.

    Wir lassen uns ansprechen, nehmen noch neue Mitglieder auf und wollen im
    Dialog mit anderen Fanclubs sowohl eure Meinungen hören – wie auch “unseren
    Senf” dazugeben.

    Das heutige Resultat ist auch verfehlte Einkaufspolitik des derzeitigen “Einkäufers”.
    Uns PASST das nicht. Veränderungen sind aber wahrscheinlich NUR von INNEN möglich.
    Also in der Mitgliederversammlung.

    Den Fans vom FCB – ALLES Gute.

    Servus

    1. Jan

      Hallo Christian,

      Veranstalter der Fanclubtreffen ist der FC Bayern, die er in unregelmäßigen Abständen deutschlandweit initiiert. Wir berichteten nur darüber und waren selbst aufgrund eines Fanclubs eingeladen. Die Vorsitzenden bzw. Kontaktpersonen werden dafür vor einem Termin angeschrieben.

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