SHANGHAI, CHINA - JULY 19: Thomas Mueller of Bayern Muenchen throws the team pennant prior to the Audi Football Summit 2017 match between Bayern Muenchen and Arsenal FC at Shanghai Stadium during the Audi Summer Tour 2017 on July 19, 2017 in Shanghai, China. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

FC Bayern – FC Arsenal 2:3 n.E. (1:1, 1:0)

Der FC Bayern München musste sich im Vorbereitungsspiel gegen den Arsenal FC mit 1:1 begnügen. Die Münchner überzeugten vor allem in der ersten Halbzeit mit guten Kombinationen und einer stabilen Defensive, aber kurz vor dem Schlusspfiff glich Arsenal die Partie aus.

Die Münchner gingen nach einem Elfmeter Tor von Lewandowski in der 9. Minute früh in Führung und erarbeiteten sich im Laufe der ersten Halbzeit weitere Chancen. Bernat und James scheiterten aber an Arsenal Keeper Cech. Auf der Gegenseite hatte Arsenal zwei gute Möglichkeiten auf den Ausgleich, aber Tom Starke parierte ebenfalls äußerst sehenswert. Trotz Karierende zeigte Starke, dass er eigentlich noch das Niveau hat, um in einer solchen Partie mitzuspielen.

Die Bayern hatten in der ersten Halbzeit 14 Torschüsse. Sechs davon aufs Tor. In einem 4-3-3/4-4-2 agierten die Münchner sehr variabel im Angriff. Müller bildete als hängende Spitze dabei den Freigeist und unterstützte mal im Spielaufbau, mal Lewandowski direkt als Partner im Zentrum. James hielt über weite Strecken der Partie die rechte Außenbahn und rückte nur selten ein. Tat er dies aber, ergaben sich meist Abschlusschancen bzw. Räume für Müller und/oder Rafinha auf der Außenbahn. Insgesamt fiel auf, dass der FC Bayern das Mittelfeld schneller überbrücken will und die Schnelligkeit seiner Außenbahnspieler effektiver einsetzen will.

In der zweiten Halbzeit vergab erneut James eine große Chance auf 2:0 zu stellen. Abermals schien Cech schon geschlagen, doch mit den Fingerspitzen klärte er den zu umplatzierten Schuss. Ansonsten war deutlich weniger Tempo in der Partie. Die Bayern konnten sich nicht mehr so viele Chancen erspielen. Viele Wechsel auf beiden Seiten taten ihr Übriges. Kurz vor Ende der Partie verlor Sanches den Ball im letzten Drittel und Arsenal spielte den Konter aus. Iwobi glich mit dem Schlusspfiff aus.

Im anschließenden Elfmeterschießen verschossen Alaba, Sanches und Bernat. Früchtl konnte “nur” einen Elfmeter parieren. Somit gewann Arsenal die Partie.

Dinge die auffielen:

1. Bernat

Es könnte eine entscheidende Saison für Juan Bernat werden. Dies scheint der Spanier auch erkannt zu haben und überzeugte in den bisherigen Testspielen mit hoher Laufbereitschaft und guter Intensität. Vor allem die Kombinationssicherheit im letzten Drittel half dem Bayernspiel in den ersten 30 Minuten gegen Arsenal, um Druck auf der linken Seite über Ribéry und Lewandowski aufzubauen. Bernats zug zum Tor brachte die Münchner in Führung. Durch konsequentes Nachrücken in den Strafraum erzwang Bernat einen Elfmeter. Kurz vor der Halbzeit hatte Bernat zudem eine gute Chance auf 2:0 zu stellen. Doch sein Schuss mit rechts konnte Cech parieren. Bernat versuchte immer wieder durch Dribblings im Halbraum Verunsicherung in den Reihen von Arsenal zu erzwingen. Dies gelang in einigen Szenen. In dieser Verfassung macht Juan Bernat David Alaba wohl deutliche Konkurrenz um einen Stammplatz als linker Verteidiger.

2. Tolisso

Er könnte sich als Königstransfer des FC Bayern erweisen. Was im Telekom Cup am Wochenende schon zu sehen war, setzte sich auch gegen Arsenal fort. Hohe Laufbereitschaft, Spielverständnis und eine gute Ballbehandlung zeichnen den jungen Franzosen aus. Zusammen mit Martínez bildete er ein sehr physisch geprägtes Bayern-Mittelfeld, wo er den wesentlich variablen Part übernommen hat. Immer wieder rückte Tolisso ins letzte Drittel und unterstütze aus zentraler Position den Spielaufbau. Zu unrecht wurde ein Treffer nach ca. 20 Minuten aberkannt, als Tolisso in den Strafraum vorschob. Am Ende seiner Arbeitszeit nach 74 Minuten hatte Tolisso die meisten Ballaktionen und eine Passquote von über 92%.

Auf der anderen Seite des Spielfeldes hatte Tolisso für die Bayern auch viele Balleroberungen, da er das Spiel von Arsenal sehr gut lesen konnte. Obendrein leistete sich Tolisso deutlich weniger leichtsinnige Foulspiele im Vergleich zum Wochenende. In dieser Verfassung ist er definitiv eine sehr interessante Ergänzung im Kader des FC Bayern. Die Nachfolge von Alonso könnte reibungsloser als erwartet geregelt sein.

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Leserkommentare
  1. Rob

    Ich warte schon auf den geistigen Dünnschiss von einem gewissen “GP11” zum Thema Tolisso. Wahrscheinlich wird er auch wieder einen Weg finden, um Rummenigge und Hoeneß Inkompetenz zu unterstellen.

  2. Tschemp

    Neben Tolisso (ist überhaupt noch Platz auf dem Bandwagon?) und Bernat fiel mir vor allem ein Spieler auf: Ancelotti hat Javi Martinez mal wieder im Mittelfeld aufgeboten. Seine Giftigkeit, Kopfballstärke, Dominanz gepaart mit dieser Ruhe riefen sofort Erinnerungen an eine gewisse Saison vor 4 Jahren hervor. Ein defensives Bollwerk mit Javi vor Hummels und Boateng könnte in großen CL Spielen nochmal ganz wichtig werden.

    Und ich ziehe meinen Hut vor allen, die noch an Renato Sanches glauben..

    1. Bernhard

      Der Bub is 20 Jahre alt (oder 19, egal) und darf ruhig Fehler machen. Dass er großes Potenzial hat, ist ersichtlich. Ich weiß nicht, ob Ancelotti der richtige Trainer für ihn is.

  3. Gonzo

    “glich” nicht “gleichte”

    1. Ich habe mittlerweile gelernt, mir das Klugscheißen zu verkneifen und den Verbesserer nicht raushängen zu lassen. Aber bitte bitte, das hier geht wirklich gar nicht:

      “Doch sein Schuss mit rechts konnte Cech parieren.”

      seinEN Schuss.

      1. PG

        Wir dürfen nicht vergessen, dass der Artikel sagenhafte 5 Minuten nach Abpfiff eingestellt wurde, das ist eine Spitzenleistung :)
        Da kann man meiner Meinung nach schon mal über sowas hinweglesen.
        @MSR-Team: bitte so weiter machen :)

      2. Ich kann auch 5 Minuten länger warten :)

      3. Zumal es auch in Ordnung wäre, den Artikel nach 5 Minuten ungeprüft rauszuhauen und ihn dann nachträglich nochmal zu prüfen und zu korrigieren. Ich blogge selbst, ich kenne das Prozedere :)

  4. Josef

    Zustimmung zu den einzelnen Beobachtungen.

    Aber in einem Punkt muss ich doch vehement widersprechen: Mit einem 433 hatte das nix zu tun. Ich habe selten ein klareres 4231 gesehen als vom FCB in der ersten Halbzeit. Klare Viererkette, eindeutige Doppelsechs. Rib und James klare Links- bzw. Rechtsaußen, die offensiver positioniert waren als die Doppelsechs. Müller im Zentrum auf einer Linie mit Rib und James, davor Lewy.
    Dass Müller sich ein bisschen bewegt: sein Job. Aber kein Grund, hier ein anderes System zu sehen. (Und dass ein 4231 gegen den Ball fast immer zum 442 wird, ist nun ja auch nix Neues, in der Berichterstattung konzentriert man sich aber in der Regel auf die Staffelung in Ballbesitz…)

  5. Eines war klar nach diesem Spiel: Das Sanches-Bashing von den eigenen sog. Fans würde weiter gehen bzw. sich sogar verstärken.

    Ist man ja von den eigenen “Fans” aus den letzten Jahren so gewöhnt – Mario Götze, Benatia weg … da braucht man schon wieder mal einen, auf den man drauf hauen kann.

    Nur zur Erinnerung: Renato Sanches trainiert netto vielleicht gerade mal eine Woche, wenn überhaupt – und stand dann mit den jungen Pantovic, Wintzheimer, Friedl, Dorsch und Felix Götze auf dem Platz.

    Mich wundert ja, dass der 17-jährige Früchtl nicht auch noch auseinander genommen wird: Er hätte eigentlich noch zwei weitere ganz schwach geschossene Elfmeter der Gunners halten müssen. ;-)

    Halten wir doch nach dem Spiel einfach fest, dass die Bayern in einigermaßen normaler Aufstellung das ganz klar bessere Team waren und dass man vlt. auch zu Spielen in China europäische SR mitnehmen sollte. Die stehen zwar auch erheblich in der Kritik, sind aber trotzdem noch zwei Klassen besser als ihre chinesischen Kollegen.

    1. wipf1953

      Ich glaube Du hast Tschemp “mistverstanden”.

      1. Tschemp

        Ich fühle mich von Peter nicht angesprochen. Ihm geht es ja um “Spieler-Bashing”.

      2. wipf1953

        War Sanches jetzt heute gut oder schlecht, Tschemp?

      3. Tschemp

        Schlecht.

      4. wipf1953

        Schade. Aber warum ziehst Du dann den Hut?

      5. Tschemp

        Weil er in einem schwachen Auftritt, bei dem er vor allen mit unnötigen Fouls, hilflosem Positionsspiel und überhasteten Abschlüssen auffiel, eben doch in einer Szene sein Können hat aufblitzen lassen. Da war er explosiv, ging selbstbewusst mit Ball am Gegner vorbei nach vorne, und kreativ, mit einem ganz feinen Lupfer hinter die Abwehr zum freien Mitspieler. Das war so ein Moment, an dem man sich festhalten könnte. Wenn man es denn noch kann.

  6. Ju

    Vielleicht kann mich ja jemand auf Stand bringen bei diesen fernöstlichen Anstoßzeiten:
    – James hat also Rechtsaußen gespielt?
    – Rafinha wieder recht tief?
    – Ist Müller auf den rechten Flügel ausgewichen?

    1. Josef

      – James hat also Rechtsaußen gespielt?
      In der ersten Halbzeit. Ja. Hat die Position auch überwiegend gehalten, d.h. natürlich mal nach innen gerückt, aufgerückt, mit nach Hinten, aber keine expliziten Rochaden.
      In der zweiten Halbzeit kam Coman für Müller, Coman ging auf Rechtsaußen, James ins Zentrum. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hat er von dort aus aber einige Male mit Ribery rochiert und ging auf Linksaußen, während Ribery ins Zentrum rochierte. (Nach den weiteren Wechseln gegen Ende des Spiels habe ich den Überblick verloren.)

      – Rafinha wieder recht tief?
      Ja, kann man so sagen. Ein paar Mal hat er James überlaufen, aber schon weiterhin ein eher passiver Rechtsverteidiger.

      – Ist Müller auf den rechten Flügel ausgewichen?
      Nein bzw. nur sehr minimal.

  7. wipf1953

    Testspiele sind ja an sich “egal”. Aber von fünf Elfmetern vier zu verballern (Müller im letzten Spiel und jetzt das Elfmeterschießen) ist irgendwie krass. Ich würden nix sagen, wenn die Elfmeter nicht ein echtes Problem seit 2012 wären.

    1. Josef

      Lewys Elfmeter im Spiel war drin. Macht es ein bisschen besser. Aber ich weiß was du meinst.

      1. wipf1953

        Achsoooo, richtig – aber der wurde ausgewechselt und darum ging das Elfmeterschießen über den Jordan.

    2. Es wurden vier von sieben verschossen, auch wenn das nicht gerade eine tolle Quote ist …

      Lewy, Coman, Hummels haben heute getroffen – Alaba, Sanches, Bernat heute und Müller am Samstag haben verschossen.

      Als Bayernfan speichert man ja oft die (Gott-sei-Dank wenigen) Negativerlebnisse, ich würde aber sagen, dass Bayern bei den Elfmeterschießen seit 2012 nicht so schlecht war.

      2012 hat man das Finale dahoam im Elfmeterschießen verloren, vorher aber beide Pokal-HF 2012 (in Gladbach und in Madrid) im Elfmeterschießen gewonnen.

      2013: Sieg im Super Cup Finale gegen Chelsea

      2015: Sieg im Pokal VF in Leverkusen – wir können uns aber nur an das “Dortmund-Desaster” erinnern.

      (Deutsches Supercup-Finale in Wolfsburg 2015 – für mich kein wirklich wichtiges Spiel, auch wenn die Niederlage im Elfmeterschießen gewurmt hat)

      2016: Sieg im Pokalfinale gegen den BVB per Elfmeterschießen.

      Also: Bilanz seit 2012 im Elfmeterschießen 5:2 pro Bayern (inkl. WOB 5:3)…

      Sanches und Bernat würden wohl “normal” keinen Elfmeter schießen, obwohl Sanches sogar im EURO VF 2016 gegen Polen souverän verwandelt hat – mit dem Rückenwind, dass sein Treffer zum 1:1 die Portugiesen überhaupt im Wettbewerb gehalten hat! Was Selbstbewusstsein doch aus macht ;-)

      1. wipf1953

        2012 wurden aber auch in den regulären Spielen reihenweise die Elfer verballert.

        An sich muss man rein sportlich sagen, im CL-Finale 2012 war die Mannschaft nach den 120 Minuten sowas von platt, da war es ein Wunder dass überhaupt noch getroffen wurde. Sozusagen die spiegelbildliche Situation zum HF, da war Real platt.

        Dass aber inzwischen Elfer gegen Madrider Teams konsequent nicht reingehen, zeigt Handlungsbedarf.

        Irritierend ist auch, dass der FC Bayern Elfmeterschießen gegen englische Teams verliert ..

        Aber dazu ist die Vorbereitung schließlich auch da. Wenn das Ergebnis lautet, dass Lewandowski Schütze #1 und Hummels Schütze #2 ist, sollte nicht allzu viel anbrennen.

      2. Michael

        Ich finde schlimm, dass viele Elfer, die reingehen, schlecht geschossen sind und nur dadurch reingehen, dass sich der TW für die andere Ecke entscheidet. Bei EM und WM sieht man, wie viel Elfer-Training bringen kann. Da sind die Elfer durchweg besser = härter, platzierter geschossen.

        Okay, Zahlen habe ich dazu keine. Ich nehme es aber immer so wahr. Es bleibt mir unbegreiflich, wie Millionenprofis Elfer nicht beständig trainieren können. Es kann ja wohl nicht sein, dass ein Team wie der FC Bayern sich da auf die richtige Reihenfolge seiner Schützen verlassen muss und alles ab Position sechs Glückssache ist.

      3. Marco05

        Was mir seit Ewigkeiten auffällt: Linksfüße können irgendwie keine Elfer! Beobachtet das mal bitte, ich weiß auch nicht ob es eine Statistik dazu gibt, aber ich jedenfalls denke immer schon beim Anlauf: das wird nix. Gestern auch wieder 2/3 Linksfüßen verschossen. Getroffen wurde nur mit rechts.

        Ansonsten hab ich nichts gesehen, nur das viel gewechselt wurde in HZ2 und dementsprechend weiß ich auch nicht, ob man Sanches jetzt abschließend bewerten sollte. Allgemein sehe ich Vorbereitungsspiele – egal gegen wen und wann – eher als keinen Indikator für Form und Leistungsfähigkeit.

      4. Die “Episode Elfmeter” hier entlockt mir doch einige Schmunzler ;-)

        Meine sehr verkürzte Antwort:
        Natürlich kann man Elfmeter trainieren – und ich bin mir sicher, wenn im Training konzentriert geschossen wird, dass 19 von 20 rein gehen werden.

        DEFINITIV NICHT TRAINIEREN BZW. SIMULIEREN KANN man die spezielle Situation beim Elfmeter im Spiel oder nach dem Spiel beim Elfmeterschießen.
        Gerade beim Elfmeterschießen ist man nach (meist) 120 Minuten + schon ziemlich am körperlichen Limit – noch schwerer macht aber die Verantwortung die Beine: X-Millionen Fans kleben in diesem Moment mit ihrem ganzen Gewicht am Fuß des Schützen!

        Selbst wenn bei Amateurvereinen nur ca. 50 Zuschauer draußen beim Elfmeterschießen stehen, merkt man den Schützen die besondere (nervliche) Anspannung an.

        Der dümmste Buchtitel der Fußballgeschichte ist übrigens “Die Angst des Tormanns vor dem Elfmeter” von Peter Handke – nicht der Towart, sondern der Schütze hat häufig Angst.

        Auch das mit dem Linksfuß kann ich nicht nachvollziehen (bin ja selbst einer ;-) . Für mich der beste Bayern-Elfmeterschütze der letzten 10 Jahre: Linksfuß Arjen Robben – bis auf 2 alle souverän reingemacht, aber an was erinnert man sich? An Dortmund und Finale dahoam 2012!!

        Für das “Versagen” beim Elfmeter habe ich persönlich eine andere “Regel”: Je kürzer der Anlauf, umso häufiger wird verschossen ….

        Auch das “Torwart ausgucken” hat ausgedient, nicht erst seit Thomas Müller.

        So hat jeder seine ganz spezielle Wahrnehmung … ;-)

      5. GE

        Zudem sollte man das Elfertraining so gestalten, das es nicht frustriert ,
        was derzeit gerade noch ginge ;-)

        Neuer: Quote gehaltener Elfmeter (in seiner gesamten Karriere) 35% !!!!!!!!!!!!!!

      6. wipf1953

        Übrigens ganz interessant, was man da bei wikipedia und anderswo lesen kann:

        1. Fußball ist wie Wasserball. Statistisch gehen vier von fünf penalties rein.
        2. Läuft der Schütze mit hohem Tempo an und schießt er den Ball in eine der Ecken, hat der Torwart an sich keine Chance. Er kommt schlicht nicht schnell genug in die betreffende Ecke. Also sind die Torhüter dazu übergegangen, schon vor dem Schuss auf gut Glück auf eine der Seiten zu springen.
        3. Das hat wiederum zur Ausguckerei geführt. Segelt der Torwart zu früh los, ist das ganze Tor offen.
        4. Seit 2016 wurden nun aber die Regeln geändert und der Schütze darf nicht mehr abstoppen, nur noch verlangsamen.

        Offenbar lässt die Regeländerung 2016 das Pendel wieder in Richtung der Keeper ausschlagen. Und – seit dieser Regeländerung hat Thomas Müller kaum noch Elfmeter getroffen.

        Im “ersten Pep-Buch” wird die Ansprache vor dem Elfmeterschießen im Europäischen Supercupfinale gegen Chelsea geschildert. Pep sagte damals nur, überlegt Euch vorher in welche Ecke ihr schießen werdet und ändert euren Entschluss unter keinen Umständen. Ihr werdet sehen, alle Elfer werden reingehen. So kam es auch.

        Frage: Warum versuchen es die Bayernspieler trotzdem weiter mit dem Ausgucken?

        Die Beobachtung mit dem kurzen Anlauf stimmt auch. Es ist wirklich so, dass von diesen Elfern überraschend viele nicht reingehen.

      7. Beim Manu schrumpft für den Elfmeterschützen das Tor auf Handballtorgröße ;-)

        “Läuft der Schütze mit hohem Tempo an und schießt er den Ball in eine der Ecken, hat der Torwart an sich keine Chance. Er kommt schlicht nicht schnell genug in die betreffende Ecke….”

        => Diese “Grundregel” hat immer (noch) Gültigkeit – wenn wirklich gut ausgeführt, ist es auch egal, ob der Torhüter sich früh bewegt.

        “Im “ersten Pep-Buch” wird die Ansprache vor dem Elfmeterschießen im Europäischen Supercupfinale gegen Chelsea geschildert. Pep sagte damals nur, überlegt Euch vorher in welche Ecke ihr schießen werdet und ändert euren Entschluss unter keinen Umständen. Ihr werdet sehen, alle Elfer werden reingehen. So kam es auch.”

        => Ganz genau! Pep ist ein Fußball-Weiser!! ;-) Sich während des Anlaufs umzuorientieren, geht mit großer Wahrscheinlichkeit schief!!

      8. wipf1953

        “Entscheidet Euch vorher, in welche Ecke Ihr schießt” heißt aber auch, “lasst den Schmarrn mit dem Ausgucken”.

      9. Marco05

        Neuer macht sich vorher bewusst ziemlich groß, dass verunsichert den Schützen ein wenig. Noch besser wäre es, er würde auf der Linie immer einen halben Meter hin und herhüpfen, wenn es den restlichen Ablauf nicht stört. Das habe ich mal bei einem Keeper beobachtet, das hätte mich als Schütze extrem genervt.

        Ansonsten sehe ich es auch so: EINE Ecke raussuchen und dann genau dahinschießen und das möglichst gut und scharf.

        Für nächstes Jahr habe ich noch eine Bitte an alle Keeper, die gegen Aubameyang antreten: Bleibt bitte endlich einfach stehen.

      10. “Entscheidet Euch vorher, in welche Ecke Ihr schießt” heißt aber auch, “lasst den Schmarrn mit dem Ausgucken”.

        => Jaaaaaaaaaa!!! ;-)

        “Neuer macht sich vorher bewusst ziemlich groß, dass verunsichert den Schützen ein wenig. Noch besser wäre es, er würde auf der Linie immer einen halben Meter hin und herhüpfen, wenn es den restlichen Ablauf nicht stört. Das habe ich mal bei einem Keeper beobachtet, das hätte mich als Schütze extrem genervt.”

        => Neuer muss sich gar nicht erst groß machen. Jeder weiß, dass er ein Torwartriese ist – die Schützen haben maximalen Respekt vor ihm.
        Auf meinen “alten Torwarttagen” habe ich das mit dem “Hin- und Herhüpfen” auch probiert. Ganz ehrlich: Bringt gar nix – du bringst dich dabei als Torwart eher selbst aus dem Konzept. Allerdings habe ich das natürlich nicht bewusst trainiert – ich weiß nicht, ob man sich da eine spezielle Taktik zulegen kann.
        Die “wirklich großen (von der Leistung her) Torhüter” machen es aber nicht – heißt schon auch etwas. ;-)

      11. GE

        Tolle Beiträge! Viel richtig, aber nicht alles ;-)

        Bei einer „normalen wuchtigen Schusshaltung“ zeigt bei Innenrist oder Vollspan das Knie des Standbeins, bevor der Ball getroffen wird, in die Schussrichtung. Der Goalie hat hier sehr wohl die Möglichkeit richtig zu antizipieren und auch scharfe und platzierte Schüsse zu erreichen.

        Die Kunst des Verladens besteht hier nun, dass der Schütze den Ball entgegen seiner Standbeinknierichtung schießt.

        Hier wird schon ungemein schwerer platziert und wuchtig bzw. auch noch hoch oder halbhoch zu landen. Und das kann Lewi perfekt.

  8. Super, die beiden Neuen gefallen jedenfalls schon mal :)

    Ich muss allerdings sagen, dass ich Bernat zwar bemüht, aber keineswegs verbessert gesehen habe. Man kann natürlich darüber streiten, ob die ewig angedeuteten Übersteiger was bringen oder nicht, aber m.E. sah das heute nur so gut aus, weil Franck noch etwas die Spritzigkeit fehlt. Bernat hat vor allem dann Probleme, wenn Ribery die Pässe exakt in den Fuß braucht, was heute in der Form nicht nötig, bzw. gefordert war.

    Nebenbei sei noch gesagt: Inhaltlich zweifelsohne interessant, sehe ich dennoch keinen Grund, in der Sommerpause die Nachkorrektur wegzulassen. Neben mehreren Deppenleerzeichen (“Elfmeter Tor”, “Arsenal Keeper”) gibt es Buchstabendreher und grammatikalische Kleinigkeiten, die euch sonst nicht passieren. Ich fände es persönlich schade zu sehen, dass das sprachliche Niveau dem journalistischen nicht folgen kann. Und jetzt holt von mir aus die Fackeln und Heugabeln ‘raus.

  9. Osrig

    Dieses erste Spiel im Reich der Mitte kann schon aus klimatischen Gründen nicht hoch hängen! Bei den Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit dürfte sich jeder Spieler zurückgehalten haben – Konkurrenzkampf hin oder her! Einsatz war da, aber eben nicht mit hoher Intensität – und das ist auch richtig so! Ging es doch vor allem darum, bestimmte Ideen mal auszuprobieren, und den jungen Spielern weitere Möglichkeiten zu geben, sich zu zeigen. Dafür war es gerade in der ersten Halbzeit ein munteres Spiel, und ich ahne jetzt schon, dass ich in den Pflichtspielen von einer Ohnmacht in die andere fallen werde, wenn unsere Schusspech so weiter geht^^
    Gut hat mir die Idee mit Martinez auf der Sechs gefallen, was auch zeigt, dass Ancelotti keineswegs stur ist, sondern durchaus experimentierfreudig. Bernat fand ich einmal mehr stark, würde ihn in dieser Form in der Startelf sehen, Alaba als IV noch mit Koordinationsproblemen, er wäre auch mal im Defensiven Mittelfeld auszuprobieren.
    Tolisso und auch James in der ersten Halbzeit beide sehr auffällig, wobei mir der Franzose etwas besser gefiel. Prima, wie gut sich die Neuen einfügen, wie schnell der Ball schon durch unsere Reihen läuft.
    Sanches? Was soll man dazu sagen? Zögerlich, deutlich verunsichert, Patzer im Aufbau, auch ungestüm, unkoordiniert. Der verschossene Elfer passt da irgendwie ins Bild! Eigentlich würde ich sagen: Das war’s, der hat keinen Mumm, schafft nichts mehr! Und dann zeigt er plötzlich doch eine richtig geniale Aktion, wie dieses herrliche, schnelle Dribbling – bei dem selbst Ribery und Coman blass aussehen – und den einen gelungen Pass noch vorn, wo er seine ganze Klasse aufblitzen lässt. Da sage ich mir wieder: Abwarten! Zeit lassen! Wenn der Sanches sich fängt, dann wird das was!
    Also, nichts überstürzen! Aber er muss nächstes mal mehr zeigen!

    Mal sehen, wie das nächste Spiel am Samstag läuft! Vermutlich besser, denn dann haben sich die Jungs besser an das Klima gewöhnt und noch ein paar Trainingseinheiten mehr absolviert. Vielleicht noch eine Idee mehr vom “Mister”; und wir bekommen wieder ein interessantes Spiel zu sehen.

  10. Marco05

    Btw: das CL-Trikot ist für mich Fail #3. Dann wird es dieses Jahr kein Trikot geben. Warte ich halt bis James nächstes Jahr die 10 hat :D

    1. Minanda

      Seit die Trikots jährlich wechseln und so abnormal teuer wurden, gibt es für mich noch einen Grund weniger, das aktuelle Trikot zu kaufen. Der Preis wird einfach durch nichts gerechtfertigt. Und bald ist es schon wieder ein alter Hut.

      Zum CL-Trikot-Design: Definitiv das Schwächste in diesem Jahr. Das Auswärtshemd ist aber _der_ Bringer.

      1. Kurt

        Naja zum Ende der Saison zum halben Preis ist schon okay. Habe mir das Heim der letzten Saison mit Robben vor kurzem im Sale gekauft.

    2. Kurt

      Das Away ist doch top. Heim sieht auf dem Platz auch sehr gut aus, aber kaufen würd ich es mir auch nicht. CL leider wirklich Fail.

  11. Minanda

    Schön, dass ihr Bernats bisherige Andeutungen so würdigt. Ich sehe ihn auch stark, Alaba kann definitiv nicht da weitermachen, wo er im letzten Jahr aufgehört hat. Zumal man bei Freistößen von halbrechts jetzt auch James ruhigen Gewissens schießen lassen kann.

  12. Kurt

    Wer war das, der den Pass auf Sanches gespielt hat, kurz vor seinem Ballverlust? Ja der war unnötig, aber ihn gedeckt von 3 Mann anzuspielen, ich wäre fast ausgerastet.

    Dass Renato dann zum Elfer antritt, Respekt. Er wollte es (ich nehme an, eben genau wegen dem fehlenden Selbsbewusstsein) zu genau machen. Wenigstens war er nicht drüber, was ein Pech aber auch. Wenns einmal nicht läuft…

    Hoffe mehr als ne Leihe wird es nicht geben. Das Potenzial ist immer noch da und ich sehe schon ein Debakel wie bei Kroos auf uns zukommen.

    Alaba und Bernat mussten hoffentlich Runden rennen für ihre Elfmeter.

    1. Jo

      Der Pass war von Götze. Vielleicht nicht optimal, aber die Situation war jetzt auch nicht so dass man den Ball unbedingt verlieren muss.
      Was ich Götze dann eher vorhalten würde ist, dass er 40 Meter vor oder neben Ramsey läuft und ihm dann im entscheidenden Moment die Tür völlig aufmacht.

    2. wipf1953

      Hab das Spiel ja nicht gesehen – hat Götze wieder Rechter Außenverteidiger gespielt?

      Ich will keinen Bayernspieler bashen wenn ich sage, dass ich bei Sanches eher nicht optimistisch bin. Es ist ja kein Ponyhof, beim so einem Club zu spielen. Sanches hat nun mal Defizite im Stellungsspiel, darin, richtige Entscheidungen zu treffen. Es wäre für ihn am besten, zu einem Club (und zu einem Trainer) zu wechseln, der diese Defizite mit der größten Wahrscheinlichkeit abstellt. Eventuell wäre das ein Club in Portugal oder in Spanien.

      Hier in MSR wurde der interessante Gedanke diskutiert, dass Sanches in seiner Jugend mal rechter Außenverteidiger war. Körperlich hätte er das wohl besser drauf als Kimmich, und er wäre wohl auch zweikampfstärker. Nachdem er aber auch in den Testspielen auf dieser Position nicht eingesetzt wird, wird aus dieser Idee wohl nichts.

      Bayern hat mit Boateng, Ribery und Robben nur noch drei wirklich verletzungsanfällige Spieler. Thiago und Martinez haben jeweils eine gewaltige Verletzungshistorie hinter sich, könnten sich aber gefangen haben (“auf-Holz-klopf”). Auch ohne Sanches hat Bayern somit einen ausreichend großen Kader. Außerdem sind es bislang vier echte Zugänge (Tolisso, Rodriguez, Rudy, Süle) und nur drei “echte” Abgänge (Lahm, Alonso, Costa – Badstuber war schon zur Winterpause weg). Rein rechnerisch könnte noch einer gehen, und das ist IMHO Sanches. Mit Friedl, Felix Götze, Früchtl und eventuell einem weiteren aus der U23 (Evina, Fein, Wintzheimer, Dorsch, Benko, Pantovic) kann “Kater Carlo” immer noch ausgezeichnet arbeiten und könnte vielleicht einen Spieler entwickeln. Und die aus der zweiten Reihe sind nicht komplett frustriert, dass ihnen ein 30 Millionen Mann nach dem anderen vor die Nase gesetzt wird.

      1. Jo

        Ja, Götze kam eine Viertelstunde vor Schluss für Rafinha und hat ihn als RV ersetzt.

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