5 Gründe für die historische Saison des FC Bayern – Teil 4: Rotationsprinzip

Pep Guardiola sitzt in den Startlöchern, doch die vorangegangene Saison ist zumindest was mich angeht noch nicht vollends verarbeitet. Der Bayern Blog blickt noch einmal zurück auf die Triple-Spielzeit 2012/2013. und 5 Gründe für die historische Saison des FC Bayern. Nach Teil 1 zu den Neuzugängen, Teil 2 zum Pressingkonzept und Teil 3 zur neuen offensiven Variabilität nun Part 4.

Teil 4: Rotationsprinzip

Es war die Lehre der Bayern-Bosse aus einer titellosen Saison 2011/2012. Der Kader der Bayern war schon in der Saison in der Spitze Weltklasse. Er war in der Lage Real Madrid im Champions League-Halbfinale nieder zu ringen und den FC Chelsea im Finale über weite Strecken zu dominieren. Warum das Finale dahoam zum Albtraum wurde, hatte vielschichtige Gründe, die am Ende im Detail wohl nie logisch zu erklären sind. Eine Sache fiel jedoch auch in diesem Spiel auf, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison 2011/2012 zog. Die fehlende personelle Flexibilität. Schon die Gelbsperren von Holger Badstuber, Luiz Gustavo und David Alaba brachten die Bayern-Hintermannschaft personell in eine Schieflage. Zudem wurde vor allem eines deutlich: Als das Spiel nach dem 1:1 einen neuen Impuls benötigte, fehlten schlicht die Alternativen. Heynckes brachte notgedrungen Ivica Olic für den verletzten Ribery. Die weiteren Alternativen hießen Rafinha, Pranjic, Usami und Petersen und waren damit keine für ein Champions League-Finale.

Gleichzeitig sorgte der schmale Kader in der Saison 2011/2012 für das Problem, dass Heynckes auch in der Liga kaum rotieren konnte. Unentschieden gegen Freiburg, Hamburg, Mainz, die am Ende den Unterschied ausmachten waren sicherlich auch damit zu begründen, dass es den Bayern-Spielern zunehmend schwer fiel mit der stets gleichen Formation den Samstag-Mittwoch-Rhythmus aufrecht zu erhalten.

Wie sehr sich das in der Saison 2012/2013 änderte als Bayern den Kader mit Martinez, Mandzukic, Pizarro und Shaqiri qualitativ verbreiterte, lässt sich an Zahlen ablesen. 2012/2013 kamen insgesamt 24 Spieler zum Einsatz. 2011/2012 waren es 21. 2012/2013 absolvierten 20 Bayern-Spieler 10 oder mehr Spiele. 2011/2012 nur 17 Bayern-Spieler. Dafür kamen 2011/2012 8 Spieler auf über 30 Einsätze in der Bundesliga. 2012/2013 war es nur Manuel Neuer, der diese Marke erreichte. Heynckes variierte geschickt. Gab Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger aber gerade auch Franck Ribéry und Arjen Robben immer wieder wichtige Verschnaufpausen in der Liga, die von den “Reservisten” hervorragend kompensiert wurden. Heynckes wechselte zudem früher aus, als noch in der Vorsaison und sorgte auch damit für mehr Regeneration. Auch die langwierigen Ausfälle von Toni Kroos konnten so gut verkraftet werden.

Ein so breiter und hochklassiger Kader ist die Grundlage, um überhaupt in 3 Wettbewerben bestehen zu können. Dass Heynckes diesen breiten Kader nutzte und offensiv rotieren ließ, war ein Schlüssel für die herausragende Bayern-Saison. Pep Guardiola sollte sich daran aus meiner Sicht ein Beispiel nehmen.

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Leserkommentare
  1. […] den Neuzugängen, Teil 2 zum Pressingkonzept, Teil 3 zur neuen offensiven Variabilität und Teil 4 zum Rotationsprinzip nun der abschließende Part 5: Die […]

  2. […] hier regelmäßig mitliest weiß, dass ich ein großer Fan der Rotation bin. Eine intensive Rotation entfaltet mehrere positive Effekte. Sie setzt Reize, Sie hält die […]

  3. […] hier regelmäßig mitliest weiß, dass ich ein großer Fan der Rotation bin. Eine intensive Rotation entfaltet mehrere positive Effekte. Sie setzt Reize, Sie hält die […]

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