Vorschau: Borussia Dortmund

Elf Pflichtspiele in Folge konnte der neue Dortmund-Trainer Thomas Tuchel zu Beginn seiner Amtszeit gewinnen. So einen Lauf hatte die Borussia noch nie. In einer normalen Bundesligasaison würde dies für die Tabellenführung reichen. Von dort aber grüßt der FC Bayern, der in der Bundesliga bisher alle Partien erfolgreich bestreiten konnte.

Am Sonntag kommt es nun zum Topspiel, was für Viele bereits vorentscheidenden Charakter für die Meisterschaft hat. Schließlich hat der FC Bayern gegenwärtig vier Punkte Vorsprung und eine leicht bessere Tordifferenz. Die Partie markiert den Abschluss vieler englischer Wochen und zugleich ist nach Ablauf der Begegnung bereits ein Viertel der Saison absolviert.

Bisheriger Saisonverlauf

Thomas Tuchel hat das Spiel des BVB nicht grundlegend verändert, aber er hat das Spiel von Jürgen Klopp konsequent weiterentwickelt. Im Mittelpunkt steht nicht mehr nur das aggressive Pressing, sondern auch ein zielgerichtetes Pass- und Kombinationsspiel. Gerade gegen Gegner aus dem Mittelfeld hatte der BVB in den vergangen Jahren Problemen. Die Dortmunder konnten zu viele Spiele mit eigenem Ballbesitz von über 60 – 65% nicht gewinnen. Negativer Höhepunkt war sicherlich die Hinrunde der Saison 2014/15, als die Mannschaft von Jürgen Klopp meist ziemlich planlos anrannte und durch eine Vielzahl von individuellen Fehlern viele Punkte liegen ließ.

Die Zeiten haben sich verändert. Der BVB spielt mittlerweile ein konsequentes 4-3-3/4-2-3-1. Wobei die 8er Kagawa und Gündogan eine zentrale Aufgabe im Spielaufbau übernehmen. Mchitarjan und Reus unterstützen konsequent über die Flügelpositionen. Das Ziel in der Offensive ist ziemlich klar:

Typische Halbfeld Überlagerung des BVBTypische Halbfeld Überlagerung des BVB. Auf der ballfernen Seite ergeben sich große Räume.

In der Regel wird der linke Halbraum so überladen, dass die gegnerischen Abwehrketten zusammenrücken und Räume auf der ballfernen Seite entstehen. Da die bereits erwähnten Kagawa, Mchitarjan und Gündogan aber so Pass- und Kombinationssicher sind, sind Ballverluste selten. Viel mehr lösen sie die Situation mit einem tödlichen Pass oder einem Dribbling auf. Anschließend kommt ein flacher Pass im Strafraum auf Aubameyang oder Reus, die durch das vorherige Verschieben viel Platz bekommen haben. Alternative noch eine Seitenverlagerung auf Ginter, der wiederum in den Strafraum flankt. Dieses Angriffsmuster hat die Elf-Spiele-Siegesserie des BVB getragen. Alleine Matthias Ginter hat mit diesem Angriffsmuster schon vier Tore in der Bundesliga vorbereitet.

Die Elf von Thomas Tuchel setzt dabei gezielt auf ein Kombinations- und Passspiel. Mit einer durchschnittlichen Passlänge von 18 Metern weist die Borussia den gleichen Wert wie der FC Bayern auf. Auch die sonstigen Werte lesen sich ziemlich identisch. Im Schnitt hat der BVB 62% Ballbesitz – nur die Bayern haben mit 69% etwas mehr in der Bundesliga. Auch die Passquote von 84% gehört zu den Bestwerten. Der BVB konnte sich in der Bundesliga bisher 96 Torchancen erspielen und 120 Torschüsse abgeben, also gute 17 Abschlüsse pro Partie. Aus diesen Werten generiert der BVB im Schnitt 3 Tore pro Bundesligapartie. Ein für sich genommen überragender Wert. Auch das Problem der Chancenverwertung hat der BVB in den Griff bekommen. Die Qualität der Abschlüsse ist gut – das zeigt das Chancen/Torschussverhältnis. Zudem scheint Aubameyang Robert Lewandowski vergessen zu machen. Neun Tore in sieben Spielen sprechen für sich.

Auch Defensiv macht der BVB allerhand richtig. Durch das Überladen der linken Angriffsseite ergeben sich beim Ballverlust gleichzeitig wiederum gute Chancen ins Pressing zu kommen. Schlägt dieses Fehl, greift das gute Auge von Julian Weigl. Der Ex-Löwe kommt im Schnitt auf 2.6 abgefangene Bälle pro Partie. Er klärt somit viele Situationen bereits in der Entstehung. Gegner vom BVB kommen so nur selten zum Abschluss. In den bisherigen sieben Bundesligapartien ließ der BVB nur 39 Abschlüsse für den Gegner (FC Bayern 45) zu – 20 Schüsse (FC Bayern 12) gingen aufs Tor. Rechnerisch war aber jeder dritte Torabschluss für den Gegner erfolgreich. Anders formuliert sind Chancen für den BVB-Gegner zwar Mangelware, aber die wenigen Möglichkeiten können sie überdurchschnittlich gut nutzen. Das Spiel von Darmstadt hat dies vielleicht in der krassesten Form aufgezeigt. Aber auch die Spiele gegen Hertha BSC oder Hannover 96 können hier genannt werden. Lediglich Bayer Leverkusen und Hoffenheim nutzten ihre Chancen nicht vollends aus.

Nach den elf Siegen in Serie ‘schwächelte’ der BVB zuletzt etwas. Die letzten drei Partien endeten allesamt Unentschieden. Die Ursachen sind vielschichtig. Gegen Hoffenheim und gegen PAOK Thessaloniki rotierte Thomas Tuchel viel. Das System griff nicht mehr gut ineinander. Abspielfehler und leichte Ballverluste häuften sich. Gegen Darmstadt waren es vor allem individuelle Fehler, die zum Punktverlust führten. Beim 1:0 für Darmstadt war es ein leichtfertiger Ballverlust von Gündogan im Aufbauspiel. Beim 2:2 waren es die mangelnden Klärungskünste des BVB bei einer Standardsituation. Gleichzeitig zeigt sich, dass die ersten Gegner ein Mittel gegen das Überladen des linken Halbraums gefunden haben. Insbesondere Hoffenheim reagierte sehr gut und konnte die Überlagerung durch exzellente Bewegungen von Rudy auf der linken Seite kontern. Die Überlagerungen von Dortmund waren dadurch nicht so erfolgreich. Zugleich zeigt sich, dass die Spieler 14 – 16 vielleicht nicht 100% zum System vom Thomas Tuchel passen. Ramos, Castro, Bender oder Subotic – so namhaft sie auch sind. Gegen Hoffenheim war es zum Beispiel Castro, der durch einen leichten Ballverlust den zwischenzeitlichen Führungstreffer für Hoffenheim einleitete. Allerdings bewies auch der BVB – ähnlich wie der FC Bayern in dieser Saison – gewisse Comeback-Qualitäten. Auch der BVB war wie der FC Bayern in dieser Saison in der Bundesliga bereits drei Mal im Rückstand – gegen Hannover reichte es für drei Punkte. Gegen Hoffenheim und Darmstadt mussten die Schwarzgelben dennoch die ersten Punktverluste der Saison hinnehmen.

Worauf muss der FC Bayern achten?

  • Nur ein Mal in der Bundesliga-Historie gab es nach sieben Spieltagen zwei Spieler mit mindestens neun Toren: 1977/78 traf Gerd Müller zehn Mal und Dieter Müller neun Mal. Lewandowski und Aubameyang machen zur Zeit den Unterschied in ihren jeweiligen Mannschaften aus. Aubameyang profitiert endgültig vom Verschieben in die Sturmspitze und kann dort seine Schnelligkeit bei scharfen, meist flachen Hereingaben sehr gut ausnutzen. Der FC Bayern muss also sowohl die bereits oben erwähnten Überlagerungen verhindern, sowie scharfe Hereingaben und vertikale Zuspiele auf Aubameyang unterbinden.
  • Ein Schlüssel für Pep Guardiola wird es sein, die Spielweise des BVB vorherzusagen. Zwei Varianten sind denkbar. Variante 1 – der BVB versucht sein Ball- und Kombinationsspiel auch in München durchzudrücken. Schließlich hat Tuchel im Falle von Ballverlusten mit Kagawa, Gündogan und Weigl drei Spieler, die Umschaltsituationen für Gegner vermeiden und durch gutes Pressing Ballverluste erzwingen können. Variante 2 ist dennoch etwas wahrscheinlicher. Der BVB wird auf ein 4-4-2 setzen und über Aubameyang, Reus und Mchitarjan auf schnelle Kontersituationen setzen. Wolfsburg hat es in der Bundesliga vor zwei Wochen eine Halbzeit sehr gut vorgemacht.
  • Der FC Bayern muss die Schlüsselduelle für sich entscheiden. Eines könnte dabei Douglas Costa gegen Ginter sein. Piszczek spielte zwar gegen PAOK, war aber offensichtlich noch nicht bei 100%. Ein weiteres dürfte Alonso gegen Kagawa werden. Dem BVB dürfte sehr daran gelegen sein, dass Alonso keine Diagonalpässe auf die Außenpositionen spielt, um direkte Duelle zwischen bayerischen Außenstürmern und BVB-Verteidigern zu vermeiden.
  • Eigene Risikobereitschaft kalkulieren. Der FC Bayern muss dieses Spiel nicht gewinnen. Daher wird Pep Guardiola wahrscheinlich eher auf ein System mit klarer Vierkette setzen. Martinez und Boateng durften sich dafür in der Champions League einspielen. Auch wenn Martinez gegen die schnellen BVB Spieler auch ein gewisses Risiko birgt. Zugleich rückt dafür aber Alaba auf die Außenposition und hat in der Verteidigung dort einen direkteren Zugriff, als in einem System mit Dreierkette. Allerdings gibt Pep Guardiola so auch viel Kontrolle im Mittelfeld auf. Gegen Wolfsburg ergab sich im Aufbau zu oft das starre “U-System”, das keine vertikalen Zuspiele im Mittelfeld erlaubt und keinerlei Raumgewinne garantierte.
  • Statistik zum Spiel: Sieben Spiele – Sieben Siege sind keine Garantie auf die Meisterschaft. Vier Teams gelang bisher ein ähnlicher Start – drei Teams sind am Ende kein Meister geworden.
  • Mögliche Aufstellungen:

    FC Bayern München: FC Bayern München: Neuer – Lahm, Javi Martinez, J. Boateng, Alaba – M. Götze, Xabi Alonso, Thiago – Douglas Costa, Lewandowski, Müller

    Borussia Dortmund: Bürki – Ginter (Piszczek), Sokratis, Hummels, Schmelzer – Weigl, Gündogan – H. Mkhitaryan, Kagawa, Reus – Aubameyang

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Leserkommentare
  1. kurt

    Hier nochmal die Zusammenfassung von Sonntag:

    Anstoß Dortmund: Reus spielt zu Weigl der gibt den Ball nach Außen zu Schmelzer. Der heranpreschende Müller spitzelt die Kugel vom Fuß – Pass auf Lewy > 1:0 nach 7 Sekunden. Schnellstes Tor der Bundesligageschichte. Zillertaler Hochzeitsmarsch wird eingespielt.

    24. Minute: Langer Ball auf Costa. Kann nur noch per Foul von Sokratis gestoppt werden. Freistoß Alaba. Unterlatte 2:0

    Halbzeit.

    Bengalos der Dortmundfans. Spiel muss für 7 Minuten unterbrochen werden.

    54. Minute: Dortmund wie im Rausch aus der Kabine gekommen. Kagawa steckt durch auf Mkhitaryan. Dessen Schuss wird abgefälscht und landet neben dem verdutzten Neuer im Tor. ABER die Fahne ist oben. Abseits. Fehlentscheidung.

    55. Minute: Tuchel beim 4. Offiziellen. Gute Rücksprache mit dem Schiri > Ab auf die Tribüne

    58. Minute: Kopfball Lewy nach Costaflanke 3:0

    60. Minute: Kopfball Lewy nach Costaflanke 4:0

    74. Minute: Sehenswerte Kombination von Thiago. Lewy und dem kurz zuvor für Vidal eingewechselten Götze. Dieser schließt eiskalt ab. 5:0

    86. Minute: Ecke Bayern. Bürki boxt den Ball raus. Alonso bekommt den zweiten Ball und zieht einfach mal ab. Auf der Linie mit der Schulter geklärt von Hummels. Kurze Verwirrung. Schiedsrichter geht zum Assistenten. Geht wieder zu Hummels. ROT! Elfmeter für Bayern. Wieder Fehlentscheidung. Müller verlädt Bürki. 6:0

    89. Minute 27 Sekunden: Trotz der gefallenen Tore und der Unterbrechung aufgrund der Ruhrpottchaoten pfeift der Schiri das Spiel pünktlich ab.

  2. Marco05

    Martinez war gegen den BVB eigentlich schon immer immens wichtig. Im CL- und DFB-Finale war er jeweils bester Mann auf dem Platz. Auch wenn er die Schnelligkeit noch nicht wieder hat, sein Vorteil ist ja, dass er sie selten braucht, weil er meist vorher schon einschreiten kann.

    Der letzte Punkt ist für mich der entscheidende: Wir müssen nicht unbedingt gewinnen, können deswegen erstmal schauen, wie der BVB überhaupt gewillt ist aufzutreten. Aus dem Nachteil der EL-Belastung hat Tuchel für Sonntag ja mal eben einen Vorteil gemacht indem er 5 Stammkräfte auf der Couch gelassen hat, die jetzt natürlich topfit sind. Selbst Aubameyang, der ja einen “Grippe” hatte *zwinkerzwinker* aber natürlich rechtzeitig wieder genesen ist. Ja ne is klar.

    Im Grunde gehe ich davon aus, dass es wieder eine zähe Angelegneheit wird, Dortmund pressen wird wie die Hölle und unsere Außenspieler trippelt. Wenn wir sie dann müde gespielt haben, dürfte es dann ab Minute 70 eine klare Angelegenheit werden.

    Danach ist nur noch die Frage, welche “Verletzung” Reus diesmal in der Länderspielpause ereilt… :P

    1. Christopher

      Aus dem Nachteil der EL-Belastung hat Tuchel für Sonntag ja mal eben einen Vorteil gemacht indem er 5 Stammkräfte auf der Couch gelassen hat, die jetzt natürlich topfit sind.

      Ist für mich jetzt kein ausschlaggebender Punkt. Der restliche Kader hat die lange Reise + Spiel um 22 Uhr Ortszeit hinter sich. Angesichts der Abreise aus Griechenland und der Anreise nach München sicherlich kein Vorteil, da der FC Bayern die ganze Woche in München verbringen konnte.

  3. Erich_B

    Hallo zusammen,

    erstmal Danke für den Bericht.

    @Christopher: Warum ohne Vidal ? Meiner Meinung nach wäre es fahrlässig ohne ihn aufzulaufen. Einziger Grund könnte seine körperliche Verfassung sein. Aber gerade Vidal hat soviel Erfahrung auf hohem Niveau (Copa America, CL), der darf eigentlich nicht fehlen. Anders als z.B. ein Thiago.

    Lustig finde ich auch das die meisten Leute erst jetzt die EL als Vorteil für den BVB wahrnehmen, bzw. die Rotation (meine Befürchtung letztes Jahr war das der BVB international nicht vertreten ist, und sich voll auf die BL konzentrieren kann). Für mich war klar das der BVB meist eine B-Mannschaft in der EL auflaufen lässt, gegen Gegner bei denen du Google-Maps benötigst um zu wissen aus welchem Land die kommen.

    Ich bin sehr gespannt auf die Herangehensweise von Pep, an obige Aufstellung glaube ich nicht wirklich.
    Pep wird sich was “spezielles” einfallen lassen, er hat zuviel Respekt vor dem BVB.
    Im DFB-Pokal-Finale hatte er das erste mal die 3er bzw. 5er Kette ausgepackt.
    Kann sich noch jemand an das erste Spiel mit Pep gegen den BVB erinnern, als er Martinez als 9/10er aufgestellt hat als erste Pressing-Instanz und um die langen Bälle zu sichern.

    Er wird sich auch überlegen wenn er draußen lässt aber dennoch nach der Einwechslung ein X-Fakor zu werden.
    Bei der obigen Aufstellung sehe ich nicht viele Möglichkeiten. Das Coman morgen den Unterschied macht glaube ich nicht.
    Eventuell lässt er Götze und/oder Thiago draußen um Sie später bringen zu können ?
    Robben wird morgen keine Rolle spielen.

    Zum anderen würde ich die Aufstellung so interpretieren das Müller außen spielt. Das ist aber nicht wirklich seine Paradeposition, vor allem im Zusammenspiel mit Lewa. Stark ist Lewa vor allem wenn Müller ein seiner nähe ist, also als hängende Spitze.

    Die Frage ist für mich tatsächlich ob er nicht ein 3-5-2 wählt, mit Götze/Costa als Flügelläufer:

    Eventuell auch Lahm ins Mittelfeld ziehen… oder auf die Flügel, gegen die Halbraumüberlagerungen.

    Wichtig wird morgen sein 90 Min. eine konstante Leistung zu bringen. Das hat bislang gefehlt. Zagreb ausgenommen.
    Im Normalfall wird der BVB der erste richtige Gradmesser. Das 5:1 gegen WOB sollte man nicht überbewerten, die sind aktuell sehr instabil und keinen Falls eine Spitzenmannschaft. Leider. Ich denke das so ein Abgang wie De Bryne auch Signalwirkung an eine Mannschaft hat.

    Bayern wird morgen eine schippe drauflegen müssen, um was zu reißen. Ein Lewa oder Costa alleine wird morgen nicht reichen.

    1. kurt

      Ich tendiere zu einem 3 5 2 mit Costa und Bernat auf den Außen, oder andersherum mit Lahm und Costa.

      Alaba Martinez Boateng in der Abwehr. Davor Alonso Vidal und Götze auf der 10. Lewy und Müller im Sturm.

      Mit Lahm/Vidal/Boateng hätte man dann auch die rechte Spielfeldseite gut abgedeckt, die Tuchel ja primär bespielen lässt. Mit Bernat/Alaba auf links wiederum hätte man 2 schnelle Spieler gegen Auba.

      Bin gespannt. Gehe aber egal wie die Aufstellung wird von einer ungefährdeten Sache aus. Dortmund wird überschätzt.

      1. Erich_B

        Bin gespannt ob das tatsächlich so ungefährdet wird.
        Wir haben den BVB – aus meiner Sicht – schon mal unterschätzt. Saison 10/11 und 11/12. Meiner Meinung nach haben die Siege gegen uns Sie derart euphorisiert das sie das zur Meisterschaft getragen hat.

        Aus BVB-Sicht scheinen die Spiele gegen Bayern was besonderes zu sein (anders als z.B. gegen WOB oder LEV), liegt eventuell auch an der Historie. Das waren stets heiße Spiele.

        Ich finde das man es auch unserer Mannschaft anmerkt das sie selten “frei” aufspielen gegen den BVB, so hätte man eigentlich letztes Hinspiel in der BL höher gewinnen müssen und das Halbfinale eigentlich nie verlieren dürfen (bis sich Pep vercoacht hat).

        Bin gespannt und wäre mit einem Unentschieden mit entsprechender Leistung zufrieden…

    2. Christopher

      @Christopher: Warum ohne Vidal ? Meiner Meinung nach wäre es fahrlässig ohne ihn aufzulaufen. Einziger Grund könnte seine körperliche Verfassung sein. Aber gerade Vidal hat soviel Erfahrung auf hohem Niveau (Copa America, CL), der darf eigentlich nicht fehlen. Anders als z.B. ein Thiago.

      Hallo Erich,
      ich bin angesichts der Verletzung davon ausgegangen, dass Vidal vielleicht nicht beginnt. Mit ihm käme natürlich noch eine kämpferischer Aspekt in das Spiel. Vermutlich würde er anstelle von Götze auf der 8er Position spielen und vor allem das Überladen des linken Halbraums verhindern. Thiago dürfte aufgrund seiner Pressingresistenz gesetzt sein.

  4. Alex

    Sehr hörenswert, was Thomas Tuchel heute auf der PK über Pep zu sagen hatte (“Pep ist der Beste!”):

    https://youtu.be/QbX54tOckhU

    Mit Blick auf den FC Barcelona eine historische Perspektive, von der sich meiner Meinung nach so mancher Bayern-Fan eine Scheibe abschneiden könnte!

    1. Alex

      https://youtu.be/5HFqhjgPZ3w

      Und den Ausschnitt über die Mantalität der Mannschaft lasse ich auch noch da ;-) Sehr bemerkenswert, was Tuchel da von sich gibt.

      1. Alex

        *Mentalität

  5. Ich tippe auf ein 4-3-3 mit Lahm – Boateng – Martinez – Alaba / Vidal – Alonso – Thiago / Müller – Costa – Lewandowski. Eine 3er-Kette will ich gegen den BVB eher nicht sehen, da sie vorne mit Reus, Micki und Auba drei sehr schnelle Spieler haben und zudem versuchen werden nach Ballgewinn das Mittelfeld über Gündogan und Weigl sehr schnell zu überbrücken. Umstellen kann man zur Not immer noch…

    1. Erich_B

      Will jetzt hier nicht zu spammen anfangen ( :-) ) bzw. eine detaillierte taktische Diskussion, da ich selbst kein Experte bin.

      Manchmal habe ich jedoch den Eindruck das eine 3-er bzw. 5.er Kette grundsätzlich als “offensiver” empfunden wird als eine 4-er Kette, was so nicht stimmt (Je nach Einbindung der AV in der 4-er Kette hast du ja grundsätzlich eine 2-er Kette).

      Im letzten Hinspiel hat man Alonso wenn ich mich recht erinnere per Manndeckung durch Kagawa rausgenommen, ich denke dass das morgen ähnlich laufen wird. Von dem wird man morgen nicht viel sehen. Da fehlt’s an Möglichkeiten im 1:1.

      Martinez wäre hier eventuell perfekt als ZV, weil er dann nicht permanent hinten gebunden ist und nach vorne schieben könnte. Und das beherrscht er ne nach Situation. Der ist dort stärker als in einer Position als IV.

      Bei tief stehenden Flügelspielern (also 5-er Kette) würde man eventuell auch besser stehen bei den Halbraumüberlagerungen des BVB.

      Natürlich hast du das Thema das vorne die Breite fehlt, wenn du “nur” 2 Stürmer hast, mit Lewa und Müller. Jedoch hast du das meiner Meinung nach mit Müller grundsätzlich wenn er auf Außen spielt. Der ist kein Spieler der einem Spiel breite gibt wie Costa/Coman/Ribery/Robben. Da fehlt’s an Möglichkeiten im 1:1 oder gar 1:2. Die besten “großen” Spiele macht Müller zentral, jedoch nicht als Stoßstürmer.

      Meiner Meinung nach fehlt in solchen Spielen auf außen noch das Niveau. Costa hat es. Bei Coman bin ich mir unsicher. Götze hat schlicht andere Fähigkeiten. Wenn 4-3-3 müsste er Coman bringen, nicht Müller auf aussen.

  6. wewew87

    Kann mir vorstellen, dass auf die Formation und Aufstellung bezogen auf beiden Seiten alles bisherige über Bord geworfen wird. Eventuell auch taktisch oder sogar strategisch. Weil Tuchel weiß, das Pep gerne anpasst. Und Pep weiß, dass Tuchel gerne anpasst. Und Tuchel weiß, dass Pep das weiß. Und Pep weiß, das Tuchel das weiß.

    Glaube deshalb, dass Tuchel sein System beibehält, aber dieses mal den rechten Halbraum überlädt, und Pep mit einem 334 mit Alaba als Linksaußen-Linksverteidiger-Hybrid, Costa rechts, und Vidal als linkem Halbverteidiger startet. Lahm balanciert natürlich wieder Alonso und Thiago aus. Checke streibar?

    1. Christopher

      und Pep mit einem 334 mit Alaba als Linksaußen-Linksverteidiger-Hybrid, Costa rechts, und Vidal als linkem Halbverteidiger startet.

      Das wäre natürlich die offensivste aller Varianten. Wie bereits erwähnt kann ich mir vorstellen das Pep mit einer flexiblen Aufstellung abwartend in das Spiel gehen wird — schließlich muss der FC Bayern das Spiel nicht gewinnen.

  7. kurt

    Heute aufwachen, hat sich wie Weihnachten angefühlt haha. Hab richtig Bock auf das Spiel.

  8. Johannes

    Wenn wir heute gewinnen ist die Meisterschaft so gut wie entschieden, da Dortmund der einzig richtige verfolger ist.Schon komisch aber eigentlich wäre es besser wir verlieren mal ein Spiel ansonsten wird es echt langweilig.

    1. Dakury

      Es ist nicht unsere Aufgabe die Liga spannend zu halten, ich will gewinnen und ich denke die Mannschaft auch.

  9. Erich_B

    Mir gefällt die Bank nicht.
    Das kannt du offensiv keinen mehr bringen ab der 70. wenn das Spiel auf der Kippe steht.
    Coman vielleicht… Aber das der den Unterschied heute macht glaube ich nicht.
    Ansonsten Kimmich oder Vidal… Aber das sind keine Spieler für den Schlussspurt.

  10. kurt

    LOL

    ROFL

    LMAO

    TROLOLOL

    1. Done

      Hihi… unsere Experten..

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