Vorschau: FC Bayern München – Real Madrid

Ein Rückblick...

Bereits in unserem Round-Up zur Auslosung hatten wir darüber berichtet, dass es das 23. Kapitel des am meisten gespielten Duells in der Königsklasse ist. Historisch gesehen gab es viele Partien, auf die es sich lohnen würde zurückzublicken.

Doch die jüngste Erinnerung dürfte für die beiden Spiele in den nächsten Tagen die größte Bedeutung haben.

Ein bisschen was hat sich bei beiden Teams getan. Reals damaliger Trainer steht nun an der Seitenlinie des FC Bayern und Zidane, einst Co-Trainer Ancelottis, verantwortet die Königlichen. Überdies haben auch die beiden Regisseure ihrer Teams, Kroos und Alonso, die Seiten gewechselt. Komplettiert wird das Ex-Klub-Spielchen durch Arjen Robben, der zwischen 2007 und 2009 in Madrid 50 Spiele absolvierte und 11 Tore erzielte.

Beide Teams können trotz personeller Veränderungen von einem Rückblick profitieren. Für Real dürfte die Marschroute sein, eine ähnlich gute Leistung abzurufen, während die Münchner Lösungen für das gegnerische Pressing entwickeln müssen.

Real dominiert und kontrolliert das Spiel ohne Ball

Guardiolas Mannschaft war in ihrer ersten Saison. Mit dem Triple im Rücken und der klaren Idee, Spiele mit dem Ball zu kontrollieren, ging es im Halbfinale gegen Ancelottis Madrid. Dieser drehte als Anpassung an einigen Schrauben und stellte auf ein extrem gut organisiertes Mittelfeldpressing um, das nur selten in ein Angriffspressing überging.

Schweinsteiger und das Zentrum der Bayern sahen damals nicht immer gut aus.
(Foto: Martin Rose / Bongarts / Getty Images)

Sein 4-4-2, das gelegentlich durch ein Aufrücken Bales (bzw. im Hinspiel Isco) oder di Marias zum 4-3-3 wurde, hatte das Ziel, drei wichtige Zonen in Bayerns Spiel zu isolieren. Da waren zum einen beide Außenbahnen, die für die Münchner auch heute noch essenziell sind. Ganz wichtig waren aber die Pressingfallen im Zentrum.

Kroos und Schweinsteiger, die mit ihrem Passspiel großen Anteil am schnellen Erfolg des Guardiola-Systems hatten, sollten so früh wie möglich unter Druck gesetzt werden. In dem Wissen, dass die Bayern auf ihr Kurzpassspiel bestehen werden und eher einen riskanten Pass, als einen überbrückenden spielen würden, ging Ancelotti dort bewusstes Risiko.

Schaut man sich die Begegnung im Detail an, so wird immer wieder ein ähnliches Muster erkennbar. Die Madrilenen lenkten den Spielaufbau der Münchner, die nur eine Scheinkontrolle über das Spiel besaßen, mit Benzema und Ronaldo in vorderster Linie.

Immer wieder waren die Bayern gezwungen, Pässe in Zonen zu spielen, in denen Bale (Isco), Modric und di Maria bereits die Situation antizipiert hatten. Der Druck war schließlich oftmals zu groß, um im Mittelfeld die Kontrolle zu bekommen.

Woran es lag, dass die Bayern in beiden Partien nur selten Lösungen kreieren konnten, ist müßig zu diskutieren. Fakt ist aber auch, dass der Mythos, dass die Guardiola-Elf wegen der vielen gefährlichen Konter verloren habe, schlicht zu vereinfacht dargestellt wird.

Es ist durchaus richtig, dass der Katalane im ersten Jahr, ähnlich wie aktuell bei Manchester City, seine Probleme hatte. Konteranfälligkeit war eines, das er erst in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit weitestgehend in den Griff bekam. Das Los einer brutal offensiven Mannschaft.

Doch die Probleme des FC Bayern resultierten aus schlechten Entscheidungen und einem Positionsspiel, das Reals Pressingfallen wenig entgegensetzen konnte. Es war also nicht der viele Ballbesitz, der dem fünfmaligen Champions-League-Sieger das Genick brach, sondern die Art und Weise sowie die Sturheit, mit der dieses Konzept durchgezogen wurde.

Schaut man sich die Ära Guardiolas im Zeitraffer an, so sieht man in den Jahren 2 und 3 Entwicklungen, die der Mannschaft in den beiden Partien gegen Real Madrid fehlten. Dazu zählen die langen Bälle Boatengs, die Qualität Thiagos, mehrere Positionen im Mittelfeld gleichzeitig zu besetzen und ein Spielaufbau, der sich gut organisiertem Pressing entziehen kann.

Letztendlich waren beide Siege Reals auf ihre Art und Weise verdient. Eine reife, durchorganisierte und eingespielte Elf traf auf einen FC Bayern, der unter Guardiola noch zu viele Schwachstellen offenbarte.

Dennoch muss man auch festhalten, dass das Endergebnis von 5:0 deutlich zu hoch ausfiel.

Auf höchstem Niveau kann man taktische Prozesse zu Genüge analysieren, äußere Umstände ausklammern und sich auf Statistiken fokussieren. Aber oft wird nicht beachtet, dass jede Begegnung ihre eigene Geschichte schreibt. Bayerns Leistung war bis zu den beiden Ramos-Toren in der Allianz Arena keinesfalls eine schlechte. Danach ließ man sich jedoch gehen.

Wie wäre das Spiel wohl gelaufen, wenn die Münchner im Hinspiel das späte 1:1 durch Mario Götze erzielt hätten? Die Ausrichtung im Rückspiel wäre vermutlich eine andere gewesen. Eine ruhigere, die nicht auf ein schnelles Tor ausgelegt gewesen wäre.

Mario Götze hatte 2014 im Hinspiel den Ausgleich auf dem Fuß.
(Foto: Paul Gilham / Getty Images)

Drei der fünf Tore waren Standards. Gegentreffer, die mit einer Spielphilosophie nicht zu erklären sind. In der Offensive hingegen war man nicht in der Lage, sich genügend Chancen zu erspielen. Dafür hätte es den angesprochenen Zugriff im Mittelfeld gebraucht.

Alles in allem sollte die Erfahrung von 2014 deshalb nicht zu negativ bewertet werden. Die Bayern können aus der Vergangenheit lernen und die Fehler nun, drei Jahre später, korrigieren und verbessern. Was genau es dafür braucht und wie Ancelotti seinen Ex-Klub bezwingen kann, erfahrt Ihr auf Seite 3.

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Leserkommentare
  1. Marco05

    Für mich stehen die Chancen besser als beim letzten Aufeinandertreffen. Aufgrund der aktuellen Form und der Personalsituation (auch wenn diese grade etwas weniger gut geworden ist).

    Bei Real weiß man gar nicht, wovor man eigentlich Angst haben soll. Man weiß ja ziemlich genau wie sie spielen und wer die entscheidenden Leute sind. Sie spielen seit gefühlten Jahren mit der gleich Formation und Strategie. Dennoch schaffen sie es in den letzten Jahren fast immer wie ihr beschrieben habt, in der entscheidenden Phase voll da zu sein und dann auch noch das nötige Glück zu haben.

    Ich gehe von einer defensiveren Formation aus, da ohnehin die personelle Ausrichtung vom Grundsatz her offensiv ist und mit Pepe jetzt auch noch der zweite etatmäßige Innenverteidiger fehlt. Die Konterabsicherung und die Bewachung von Ramos bei Standards werden für mich die entscheidenden Dinge sein. Und natürlich die Effizienz vorm Tor.

    Vielleicht ist es mal an der Zeit, dass man sie barcelonaesk aus dem Stadion schießt. Möglicherweise waren die Voraussetzungen dafür selten so gut wie jetzt.

    1. “Vielleicht ist es mal an der Zeit, dass man sie barcelonaesk aus dem Stadion schießt. Möglicherweise waren die Voraussetzungen dafür selten so gut wie jetzt.”

      Ohne jetzt zu sammeresk klingen zu wollen, aber Vorsicht! “Gefühlt” haben wir gegen Real oft antizyklisch gespielt. Wir fühlten uns gut (himmelhochjauchzend in Peps erster Saison, wie im Vorbericht angesprochen), und Bumm. Wir fühlten uns in früheren Jahren aber auch schon schlecht und als Außenseiter (siehe die Berichte im Round-Up) und setzten uns durch.

      Unabhängig davon sollte es Reals auf Kontrolle angelegte Spielweise auch einfach kaum zulassen, dass wir sie barcelonaesk aus dem Stadion schießen. Soll nicht heißen, dass ich uns kein überzeugendes Spiel und klaren Sieg zutrauen, aber ein 3 oder gar 4 zu Null, das passt einfach nicht gegen Zidanes Real.

  2. wipf1953

    Das 0:4 aus 2013 vermittelt ein unzutreffendes Bild. Davon abgesehen hat Bayern in fast 40 Jahren Europacup-Gegnerschaft in Heimspielen bis auf eine Ausnahme Madrid nie mehr als ein Tor zugestanden. Die Ausnahme war 1987/1988 und ganz bitter. Landesmeistercup, Halbfinalhinspiel, die Bayern waren ca. 50 Minuten absolut überlegen, führten dann 3:0, wollten das Ergebnis verwalten und haben dann – vielleicht zu recht – in den letzten zwei Spielminuten noch zwei Treffer kassiert. Und bis auf eine Ausnahme (2003/2004, CL-Achtelfinale, das war das Jahr des Hitzfeld-Abschieds, als Bremen Meister wurde) hat Bayern immer mindestens zwei Tore geschossen.

    Wir sind in der CL-ko-Phase. Wer auswärts nicht trifft, hat es ganz schwer. Ich rechne für Mittwoch mit einer ordentlichen Portion catenaccio. 2:0 für Bayern wäre ein Traumergebnis ..

    1. Zum Verständnis: Du sprichst vom 4:0 als Ergebnis in der Gesamteinordnung der Klubgeschichte oder von meiner Einordnung des 4:0 im Artikel?

      1. wipf1953

        Ich meinte das 0:4 im CL-Rückspiel am 29. April 2014. Der Tiefschlag war ja nicht nur, dass man rausgeflogen ist, sondern wie. In einer Weise, die es 40 Jahre zuvor nie gegeben hatte. Absolut nicht bayernlike.

  3. Kramnik

    Danke für den interessanten Artikel und die damit verbundene Arbeit. Freu mich unheimlich auf die Partie und tippe auf ein 2:1.

  4. Systemrelevant

    Das letzte Mal, dass ich so ein Vertrauen in die Stärke der Mannschaft bei einem 50/50 Spiel hatte war in der Triplesaison. Real wird sich dem härtesten Spielen seit Jahren gegenüber sehen.

    Die Jungs brennen :-)

    1. Systemrelevant

      Und ach so, Real wird den Tag verfluchen als sie Robben an die Bayern verkauft hatten.

      a) hat er wie nach dem Spiel gegen Dortmund schon gesagt für Real Maß genommen und
      b) falls sich die Abwehr Reals auf ihn fokusiert wird er riesige Räume für Lewi, Ribery und Co. schaffen können und ich denke Carlo und Robben sind sich darüber bewusst.

    2. Clemens

      Das letzte Mal als in München etwas gebrannt hat, hat aber Real 0:4 gewonnen :)

      http://www.n-tv.de/sport/fussball/Der-FC-Bayern-bekniet-seine-Fans-article12732641.html

  5. Gerade erst gelesen, dass drei Spieler bei einer weiteren gelben Karten fürs Rückspiel gesperrt wären: Boateng bei uns. Modric und Ramos bei Real.
    Wenn Hummels wieder fit wird, könnten wir Boa ersetzen.
    Aber Ausfälle von Modric und/oder Ramos wären für Real ein dickes Problem. Und wie soll Ramos seine üblichen Ringkämpfe gegen Lewy einbauen, wenn er nicht mal eine Gelbe riskieren darf? DAS gefällt mir außergewöhnlich gut.

    1. Marco05

      Das ist in der Tat ein Vorteil. Gerade bei Ramos, der ja tw. gar nicht anders kann als harakiri. Für mich ist das bei allen Ronaldos und Benzemas der wichtigste Mann. Sollte der im Rückspiel fehlen oder irgendwie gehemmt sein ob der drohenden Gelbsperre könnte sich das zu unseren Gunsten auswirken.

      @Josef: wenn ich auf deinen Namen klicke kommt eine Werbeseite. Ist das so gewollt? ;)

      1. Josef

        Das ist Werbung für (m)eine App. Kostet nix, schadet hoffentlich auch nix ;-)
        Hatte ich irgendwann mal hier im Kommentarfeld bei “Website” eingegeben, seitdem im Firefox gespeichert. Ich nehm’s mal raus.

  6. cj

    Ich glaube, dass die weichen Faktoren diesmal für Bayern sprechen. Mental wirkt Bayern giftig und locker zugleich. Bei Real ist der Fokus erklärter Maßen dieses Jahr etwas mehr die Meisterschaft (kann mich zwar nicht mehr an die genaue Formulierung von Zidane erinnern, aber es ging klar in diese Richtung). Mich würde ein hoher Bayernsieg aber mit Gegentor keineswegs überraschen (sehe vor meinem inneren Auge: zwei Lewandowski-Netze, und jeweils eins von Robben und Vidal oder Thiago. Auf der anderen Seite einmal Benzema – macht 4:1).

  7. Sascha

    Bevor hier ein Schreiber in Jubelstürme ausbricht und von einem möglichen 4:1 geschrieben wird,darf ich daran erinnern,das Wir hier von Real Madrid (!) reden.
    Und trotz des wunderschönen Spieles gegen Dortmund,hat dorteine Profimannschaft gegen ein stark dezimiertes BVB gespielt.
    Real wird wie immer sehr professionel an die Sache herangehen und ich sehe bei Weitem keine besseren Chanchen als die Jahre zuvor.
    Wenn Wir bei Ballverlust,wieder einmal die Aussenbahnen zu offen lassen,dann wird es sehr gefährlich.
    Ich denke,das hier wieder einmal die Tagesform entscheidend sein wird und Andere Dinge,die man nur ansatzmässig “planen” kann.
    Das Wichtigste scheint mir,das Wir kein Gegentor kassieren,zumindestens nicht im Hinspiel,und hoffentlich mit einem Tor die Partie gewinnen.
    Gruss

    1. cj

      Wir werden sehen. Schon Dortmund-Real vergessen? Ich kann mir übrigens auch vorstellen, dass sich Bayern in Madrid einige Buden fängt.

  8. Osrig

    Also, Real ist sicherlich als stärker einzuschätzen, als DO; und es ist das deutlich vielseitigere Team im Vergleich zu den Ruhrpottlern. Der Sieg gegen DO ist gut herausgespielt und verdient, aber wenn wir gegen die Königlichen gewinnen wollen, dann braucht es sicherlich noch mal eine spürbare Leistungssteigerung. Unsere Jungs können es, gar keine Frage, man begegnet sich auf Augenhöhe. Allerdings muss Ancelotti in diesem Spiel auch zeigen, dass er taktisch gewieft ist. 4-2-3-1 und “Geht raus, und spielt Fussball” reicht ganz sicher nicht, um ins Halbfinale einzuziehen.
    Er muss wie gegen DO und Arsenal flexibel spielen und das Tempo variieren lassen, und in der Offensive alle Räume nutzen. Wenn unsere Jungs dann hochkonzentriert in der Abwehrarbeit sind, nach vorn die nötige Dynamik und das schnelle Pass-Spiel auf den Rasen bringen können, dann wird auch gegen Real Madrid ein Sieg möglich sein, vielleicht sogar mit mehr als einem Tor Unterschied. Aber Madrid wird brandgefährlich mit ihren schnellen Spielern kontern, und wir werden nicht jeden dieser Konter unterbinden, und auch nicht jede Freistoßsituation verhindern können. Ich befürchte, dass eine dieser Gelegenheiten zu einem Gegentor führen wird, weshalb es umso wichtiger ist, vorn für genug Wirbel zu sorgen, um wenigsten drei Bälle im königlichen Kasten unterzubringen. Rib und Rob sind gut drauf, Thiago als Passgeber, dazu Vidal als früh attackierender Zerstörer und Ballgewinnler, dann wird es auch im spanischen Strafraum brennen! Sollte Lewy tatsächlich ausfallen, so wäre das allerdings ein herber Schlag, der das Pendel zugunsten der Madrilenen ausschlagen lassen könnte. Denn Müller ist leider noch kein guter Ersatz, da er ja selbst gerade erst wieder in die Mannschaft zurückgekommen ist. Aber vielleicht kann er ja die Räume aufreißen, die unsere “Rentnergang” an den Außenlinien braucht^^
    Insgesamt erwarte ich ein hochklassiges Spiel mit viel Kampf und Ballbesitz auf beiden Seiten, in dem beide Teams sich nicht gegenseitig “ins Messer laufen” wollen, weswegen nur einige wenige geniale Kombinationen und Abschlüsse dann die Entscheidung bringen werden. Hoffentlich überwiegen diese Kombinationen bei unserem FCB – die Jungs dafür haben wir ja!

    1. wipf1953

      Ich bin optimistisch was Lewandowski angeht. Es kann auch eine Finte sein dass er heute das Training abgebrochen hat.

      Und sollte er tatsächlich ausfallen, spielt wenigstens kein “Fitgespritzter”, sondern ein Müller der körperlich gut drauf sein sollte. Die Diskussion letzte Woche über die größeren Freiräume für unsere alten Herren war doch aufschlussreich – die beiden sind immer noch so gefährlich dass sie ein Spiel entscheiden können. Zumal es für Zidane ein Problem sein dürfte, sein Team auf einen FC Bayern einzustellen, das ohne ihren etatmäßigen Mittelstürmer plötzlich ganz anders spielen muss / wird. Real muss auch auf der Vorstopperposition improvisieren – das ist um so schwerer, wenn man gar nicht weiß was der Gegner tun wird.

  9. Sascha

    @Osrig :
    Allerdings muss Ancelotti in diesem Spiel auch zeigen, dass er taktisch gewieft ist. 4-2-3-1 und “Geht raus, und spielt Fussball” reicht ganz sicher nicht, um ins Halbfinale einzuziehen.
    DAS sind genau die Sätze ,die immer von Dir kommen.
    Ancelotti muss nichts “beweisen” und wer setzt dann den Massstab,falls es klappt oder nicht. ?
    Es ist eine Anmassung,wie ich Sie von Dir kenne.
    Immer muss Ancelotti etwas beweisen,oder gerade “Dir” zeigen,was der Mann kann.Wie vermessen muss man sein,um diesen Anspruch zu haben ?

    …..vorn für genug Wirbel zu sorgen, um wenigsten drei Bälle im königlichen Kasten unterzubringen.

    Auch wieder völlig vermessen,meiner Meinung nach.
    Weisst Du,jeder hat seine Meinung.Das ist auch gut so.
    Aber ich muss Dir diese Rückmeldung geben.
    Es wäre schön,wenn Du meine Meinung einfach mal aufnimmst und darüber zumindestens nachdenkst,anstatt Dich wieder persönlich angegriffen zu fühlen.
    Ansonsten bin ich mit Dir in anderen Punkten einer Meinung.
    Gruss

    1. Osrig

      @Sascha: Ich nehme Dir deine Rückmeldung auch überhaupt nicht übel, und setze mich durchaus mit ihr auseinander. Ancelotti “muss” sicherlich nichts mehr beweisen! Nicht bei der Erfolgsgeschichte, die er als Spieler und als Trainer vorzuweisen hat. Doch gewinnt sich das Spiel gegen Real eben nicht “mit den Händen in den Hosentaschen” um in einem bestimmten Bild unseres “Misters” an der Seitenlinie zu bleiben. Daher “muss” er schon zeigen, was er als Trainer zu leisten im Stande ist, will er mit unserem FCB die Hürde Real Madrid überwinden. Ich finde, dass hat nichts mit Anmaßung zu tun, wenn ich darauf hinweise, dass meiner Meinung nach eine 08/15-Aufstellung und das Vertrauen auf die individuelle Klasse unserer Spieler eben nicht reicht, um dieses Spiel zu gewinnen. Denn individuelle Klasse kann Real eben auch ins Feld führen. Also braucht es eine kluge Taktik, um einerseits die Stärke der Madrilenen zu neutralisieren und gleichzeitig die eigenen Stärken zur Geltung zu bringen. Das gelingt eben am besten, wenn alle Räume besetzt werden und die Jungs schnell agieren, den Ball schnell laufen lassen, aber eben auch flexibel bleiben, das unter Ancelotti perfektionierte vertikale Spiel zu zeigen versuchen. Nur nebenbei gesagt, auch wenn ich durchaus Ancelotti in einigen Dingen noch mit einiger Skepzis begleite, sehe ich auch, wo er den FCB nach Guardiola noch verbessert hat, wofür er meinen großen Respekt genießt. Er kann daher auch aus der CL ausscheiden, ohne dass ich seinen Kopf fordern werde ;-) Ich traue ihm aber eben auch zu, die taktische Finesse aufzubringen, um zu gewinnen. Wobei der Sieg, wenn er dann errungen werden kann, am besten mit 2 Toren Unterschied gelingen sollte, um einigermaßen Sicherheit für das Rückspiel zu bekommen. Mit Ribéry und Robben in ihrer aktuellen Form auf den Außenbahnen traue ich unserer Offensive diese Tore zu, auch wenn es sicherlich schwer wird.
      Leider fällt Lewa wohl tatsächlich aus, sodass es jetzt auf Müller ankommt, es im Sturm für uns zu richten. Aber Thomas hat in der CL ja schon getroffen, er wird es auch wieder schaffen^^

  10. Mic

    …so, die nächsten Tage werden dann wohl zeigen, ob Ribéry und andere hier mit ihrem “Triple-Saison-Gefühl” recht behalten. Da sich die Saison ja dem Ende zuneigt, muss ich sagen, das Ancelotti ehrlich einen guten Job gemacht hat bis hierhin. Ich habe das hier in den Kommentaren auch nicht immer so gesehen. Das heutige Spiel ist mMn das wohl schwerste der ganzen Saison, beweisen muss der Trainer aber gar nix. Gegen die Buli-Gegner hat die Mannschaft es zuletzt “gut” gemacht, aber das als aussagekräftig heranzuziehen gegen Real Madrid ist unseriös und wird auch Real nicht gerecht. Die Mannschaft, allen voran ein zur Zeit unglaublicher Thiago, ist in sehr guter Form und haben alle Möglichkeiten es Real heute sehr schwer zu machen. Oberste Priorität ist es allerdings heute keinen Gegentreffer zu kassieren. Das Boateng unverwarnt bleibt wage ich anzuzweifeln. Dann wird es im Rückspiel defensiv umso härter, da wohl Hummels auch weiter ausfällt. Ich bin jedenfalls gespannt und hoffe nach den Eindrücken des gestrigen CL-Abends zunächst auf eine störungsfreie Anreise der Teams. Ich hoffe sehr auf ein 2:0 für unsere Herzens-Mannschaft und sollte Kroos für Madrid treffen muss ich glaub’ ich ein bisschen weinen ;-) Und nach wie vor hab’ ich -obwohl ich ihn auch immer wieder boulevardesk-belustigend finde- großen Respekt vor der Qualität eines Ronaldo – der ist in der Lage der Mannschaft heute Abend richtig Probleme zu machen.

  11. Ich würde meinen das Bayern gerne ein Sieg heute machen will, weil sie vor 2 Jahren im eigenen Stadion 0:4 gegen Real abgeschossen wurden. Bayern möchte gerne eine Revanche gegen Real haben und auch gerne ins Halbfinale kommen…. Und wenn sie es schaffen sollten dann würden trotzdem noch viele starke Gegner stehen die sie wohl unterschätzen würden.

  12. Josef

    So. Ohne Lewy. F***. Jetzt rächt sich, dass wir keinen Backup für ihn haben.

    Die “Standard”-Alternative wäre wohl Müller auf die 9, Thiago auf die 10 und Vidal + Alonso dahinter. Gefällt mir nicht. Müller ist gut, aber ein ganz anderer Stürmertyp als Lewy, ändert das Spiel deutlich.

    Mein unkonventioneller Vorschlag: Vidal auf die 9, Müller auf die 10, Alonso und Thiago dahinter. Vidal ist genau der richtige Gegenspieler für Ramos, und im Duell Vidal-Ramos wäre mindestens je eine gelbe Karte garantiert…

  13. wipf1953

    Also das Aus von Lewandowski kann einem die Freude am heutigen Spiel schon nehmen. Der Titelverteidiger als Gegner, und unser Goalgetter fällt aus. Nicht, weil er überlastet war, nicht, weil er sich selbst verletzt hat. Sondern weil ihn der BVB-Torwart Bürki aus dem Spiel getreten hat.

    Ich bin wirklich keiner, der ständig lamentieren würde, dass Bayern vom Schiedsrichter benachteiligt wird bzw. dass Gegnern zu viele Fouls zugestanden werden. Aber es fällt schon auf. Z.B. gab es doch 2013 dieses völlig durchgeknallte Foul von Marwin Hitz an Robben – auch kein Rot. Sowas ermutigt die gegnerischen Torhüter schon, bis an die Grenzen zu gehen.

    Wie oben allerdings auch schon geschrieben: Ein fitgespritzter, aber ggf. doch gehemmter Lewandowski wäre vielleicht noch schlechter gewesen.

    Ich warte ab, was “Kater Carlo” einfällt. Vielleicht brasilianisch / fc-barlelonamäßig ganz ohne Sturmspitze spielen? Reals Vorstopper werden jetzt eventuell nicht wissen, wo sie hinlaufen sollen. Costa in der Mitte wäre auch noch möglich (gab es unter Pep m.W. aber nur ganz selten, Rib, Rob und Costa ..)

  14. Marco05

    Das Foul von Langerak an Lewy war noch schlimmer. Offiziell wars ja noch nicht mal ein Foul. Da langt man sich nur an den Kopf.

    Zu Lewy: lieber im Rückspiel 100% als heute bei 90%. Müller wird das vorn schon machen. Vielleicht sogar durch seine unkonventionelle Art gegen Ramos ein Vorteil. Und die Gelbe wird er schon ziehen.

    In Summe schade aber nützt jetzt nix. Mir war das im Grunde klar, so wie er auf die Schulter gefallen ist. Und fit spritzen bei Gelenk-Geschichten… ich weiß nicht.

    1. wipf1953

      Richtig, “das Lächeln von Mitch” – als er Lewandowski mehere Gesichtsknochen brach. Das war im Halbfinale gegen Barcelona, jetzt haben wir das Viertelfinale gegen Real.

      Hat schon ein Geschmäckle, zweimal der BVB ..

      Es gab in den 1980ern mal ein Foul von Augenthaler an Völler, das diesen sehr lange außer Gefecht setzte. Das hat man uns aus Bremen noch 2004 vorgehalten.

      Wollte ich nur mal dran erinnern ..

  15. liza

    Man sollte in K.O.-Spielen einfach keine Elfmeter verschießen. So einfach ist es manchmal. Mit einem 2:0 im Rücken, spielt sich das ganz anders in der zweiten Hälfte.

  16. Rye B

    Man ist 1 Mann weniger, nimmt einen zentralen Mittelfeldspieler wird gnadenlos überrannt und anstatt, dass man dann wieder einen Mittelfeldspieler zu bringen kommt ein weiterer Stürmer?!?!?!
    WTF?!?!??

    …oder seh ich ein anderes Spiel?!?!?

    1. rookie

      ganz genau, Vidal war dazu sowas von platt, warum Kimmich nicht kam kann ich langsam nur als persönliches Kimmich-Gebashe von Carlo interpretieren

  17. Tanja

    Nach dem verschossenen Elfer war der Siegeswille verpufft. Mit hängenden Schultern ist man über den Platz. Man hat Real einfach machen lassen. Vidal und Robben waren für mich die einzigen die mal geackert haben. Gut das Neuer wieder fit war. Ich hoffe wir können uns zurück kämpfen.

  18. pitvonbonn

    Was mir heute besonders auffiel: Ein hervorragender Neuer und der Kämpfer Vidal. Das war das Gute.
    Hummels und Lewandowski fehlten dem Bayernspiel sehr.
    Der verschossene Elfmeter, die ersten schlafmützigen Minuten nach der Halbzeit und der unnötige Platzverweis des wichtigen Martinez waren der Anfang der unerwarteten Niederlage.
    Da waren die vielen unpräziesen Zuspiele und der noch nicht wieder fitte Boateng, der nur Augen für den ballspielenden Spieler hat und nicht für seinen Gegenspieler und, und, und…..
    Noch einer fiel mir auf, von dem ich glaube, dass Bayern ihn Ende der Saison abgeben werden, ich meine den Spaziergänger Costa.

  19. wipf1953

    Ich glaube, heute haben wir das den Schlusspunkt im Zyklus einer grandiosen Bayernmannschaft gesehen (die mit Riberys und dann Robbens Transfer und der Arbeit van Gaals entstanden ist). Vielleicht ist es bald wieder so wie 2001 bis 2009 – als man international letztlich chancenlos war. Nach dem verschossenen Elfer wusste die Mannschaft wohl, dass das ihre letzte Patrone war.

    Und es soll sich nicht wie eine Entschuldigung anhören. Aber wenn BVB-Torhüter dir zweimal vor ganz wichtigen Spielen den Mittelstürmer raustreten kommt man als Spieler vielleicht auch ins Grübeln. Mir jedenfalls ginge das so.

  20. […] the Leverkusen preview, three predictions were right, while two were correct from the Real Madrid second leg. Total: […]

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