Vorschau: FC Bayern München – Borussia Dortmund

Es ist lange her, dass eine Bundesliga-Partie gegen Borussia Dortmund für den FC Bayern so unbedeutend für die Tabelle war wie am Samstag. Trotzdem hat das Duell eine moralische Bedeutung, die vor dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Real Madrid nicht zu unterschätzen ist.

Für die Gäste geht es in der Liga noch um viel mehr. Zwar hat der BVB 10 Punkte Vorsprung auf Platz 5 und dürfte somit relativ sicher in der Qualifikation für die Königsklasse stehen, doch das müsste für die Ansprüche zu wenig sein. Wegen der vielen Abgänge, gab die Borussia im Sommer über 100 Millionen Euro für Transfers aus. Die direkte Champions-League-Qualifikation sollte daher das Mindestziel sein.

Zu jung für mehr?

Bei den angesprochenen Verpflichtungen handelte es sich überwiegend um junge Talente, die über die Saison hinweg mit Höhen und Tiefen zu kämpfen hatten. Dembélé war dabei noch der konstanteste Spieler unter ihnen.

Damit war jedoch zu rechnen und der BVB scheint dies auch eingeplant zu haben. Beim größten Konkurrenten der letzten Jahre ist wiedermal ein Neuanfang notwendig gewesen. Hummels, Mkhitaryan und Gündogan waren allesamt auf ihre Art und Weise unersetzlich. Hinzu kommt, dass der eigentlich so wichtige Marco Reus mal wieder einen Großteil der Spiele wegen Verletzungen verpasste.

Die Lücken können schwer von jungen Debütanten oder unerfahrenen Spielern geschlossen werden. Will man den Dortmundern für diese Spielzeit einen Vorwurf machen, so muss man klar die Transferpolitik im Abwehr- und Mittelfeldbereich kritisieren.

Bereits letzte Saison war die Defensive der Hauptgrund für den großen Abstand zum FC Bayern. Zwar fand Tuchels Team im Laufe der Zeit eine immer bessere Stabilität, doch 34 Gegentore und somit doppelt so viele wie die Münchner, waren zu viele.

Speziell Weigl litt in der aktuellen Saison lange Zeit unter der fehlenden Unterstützung durch Hummels und eines spielstarken Achters. Der BVB hat sich aber gesteigert. Die spielerische Stabilität ist im Laufe der Monate etwas besser geworden, jedoch nicht so konstant wie im vergangenen Jahr.

Das liegt vor allem an der Jugendlichkeit des Teams. Dembélé ist jetzt schon einer der wichtigsten Spieler, kann aber noch nicht die perfekte Entscheidungsfindung und Konstanz vorweisen. So geht es vielen Spielern im Kader. Natürlich ist der BVB aber auch wegen der Verletzungen auf die unerfahrenen Akteure angewiesen.

Eines ist bei aller Kritik aber auch klar: Dortmund ist immer noch im Soll. Und können sie diese Mannschaft endlich mal über mehrere Jahre zusammenhalten, so entwickelt sich da etwas, das den Bayern sehr schnell wieder gefährlich werden kann.

Das Potenzial in der Offensive muss dann aber auch mit einer deutlich besseren Defensive verknüpft werden. Mit Dahoud und Toprak hat man bereits zwei Spieler für die Zukunft verpflichtet, die große Lücken schließen könnten. Daher ist der Blick nach vorne beim Konkurrenten äußerst spannend.

Dortmund und die Bayern verteidigen so hoch wie keine andere Bundesliga-Mannschaft.

Spielvorschau

An guten Tagen ist Tuchels Borussia auch im Moment eine Mannschaft, die sich zu den besten in Europa zählen kann. Eine enorme Durchschlagskraft, ein ordentliches Positionsspiel, die Fähigkeit Bälle in die Tiefe zu spielen und diesen mit einer unfassbaren Geschwindigkeit nachzujagen, zeichnen dieses Team aus. Gerade das Tempo, mit dem Aubameyang, Dembélé, Pulisic und Co. agieren, ist atemberaubend.

Für Bayern heißt das, dass man speziell die Laufwege kappen muss. Kommen diese Spieler in ein Laufduell, sind sie kaum zu stoppen. Passgeber wie Weigl oder zuletzt Kagawa sollten schon beim Pass gestört werden.

Der BVB wird versuchen, einzelne Münchner aus der Formation zu ziehen, um dann die schnellen Spieler in den freien Raum zu schicken. Dieser Platz darf den schnellen Angreifern der Gäste nicht gegeben werden.

Schafft es das defensive Konstrukt der Bayern, wenige Laufduelle eingehen zu müssen und die Pässe effektiv abzufangen, ist man einem Erfolg schon einen Schritt näher gekommen. Fast alle Treffer erzielte Tuchels Team innerhalb des Strafraums, was bemerkenswert ist. Dortmund spielt die Angriffe gekonnt aus und schließt häufig nur aus sicherer Distanz ab.

Sollte Schmelzer spielen können, wird seine Rolle ebenfalls wichtig sein. Der Linksverteidiger leitet viele Angriffe ein und sorgt für eine bessere Grundorganisation gegen den Ball. Er muss genauso als Schlüsselspieler betrachtet werden, den es aus dem Spiel zu nehmen gilt.

Spielt er nicht, ist das auch deshalb ein großer Vorteil für die Bayern, weil es keine gute Alternative im Kader gibt. Guerreiro, der eine wäre, wird vermutlich im Mittelfeld auflaufen. Gerade gegen Robben wäre das keine gute Ausgangslage für den BVB.

Doch auch bei den Bayern ist mit Lewandowski ein Spieler fraglich, der nicht zu ersetzen ist. Er absolvierte das Abschlusstraining jedoch und sollte somit das Duell mit Aubameyang aufnehmen können.

Ob mit oder ohne den Polen: Spannend wird vor allem das Spiel mit dem Ball. Die Bayern hatten in dieser Saison enorme Probleme, wenn der Gegner ein gut organisiertes und aggressives Pressing vorweisen konnte. Das war sowohl bei Atlético Madrid als auch in den beiden Spielen gegen Hoffenheim oder im Hinspiel gegen den BVB zu sehen. Es ist kein Zufall, dass der Rekordmeister keines dieser Spiele gewinnen konnte.

Es zeigte sich aber auch in Dortmund, dass der BVB ebenfalls nicht die taktische Disziplin der letzten Jahre aufweisen kann. Vielleicht war es das taktisch schlechteste Duell der letzten Jahre zwischen den beiden. Dennoch konnte die Borussia gewinnen.

Bayern ist mehr denn je auf einzelne Spieler angewiesen. Das Grundgerüst aus Neuer, Thiago und Lewandowski ist essenziell. Fehlt einer dieser Akteure, ist das deutlich zu merken.

Mit Thiago liegt die Tordifferenz pro 90 Minuten bei rund 2,1. In 1867 Minuten, in denen der Mittelfeldmann auf dem Platz stand, erzielten die Bayern 53 Treffer bei nur 8 Gegentoren. In lediglich 575 Minuten ohne ihn, sind es bereits 6 Gegentreffer und 14 Tore.

Thiago ist der wichtigste Spieler beim FC Bayern.
(Foto: Patrik Stollarz / AFP / Getty Images)

Thiago wird deshalb der Schlüsselspieler sein am Wochenende. Kann er sich dem Pressing der Dortmunder entziehen und seine gewohnte Dynamik entwickeln oder schafft es Tuchel, den Spanier zumindest teilweise aus dem Spiel zu nehmen?

Es lohnt sich kaum, detailliert auf taktische Entwicklungen des Spiels einzugehen, weil es diese wohl nur bei den Gästen geben wird. Während Tuchel vermutlich anpassen wird und zwischen Fünfer- und Dreierkette alles möglich scheint, ist es Carlo Ancelotti herzlich egal wie sein Gegner aufläuft.

Dass er sich von Hoffenheims Spielweise überrascht zeigte, ist eine Offenbarung, die sich eigentlich kein Trainer erlauben sollte. Der Italiener kann es aber. Weil zum einen die Ergebnisse bisher für ihn sprechen und er zum anderen die Erfahrung mitbringt, um die Kraft seiner Spieler auf die Höhepunkte der Saison zu bündeln. Das hat er jetzt mehrfach bewiesen, wenngleich er es noch weiter bestätigen muss.

Zu erwarten ist, dass der BVB etwas tiefer und abwartender agiert. Immer mit dem Versuch, die Münchner in den richtigen Zonen zu pressen, um dann die schnelle Offensive ins Rollen zu bekommen. Bayerns Plan dagegen ist Thiago. Über ihn werden die Angriffe eingeleitet und die eigenen Offensivspieler freigespielt.

Dementsprechend wird es vielleicht wieder nicht die taktisch interessanteste Partie der letzten Jahre. Aber es wird ein Aufeinandertreffen zwischen individueller Klasse, die auf dem Weg ist, sich in Richtung Höhepunkt zu entfalten und einer jungen Mannschaft, die in ihren besten Momenten so flexibel agieren kann wie kaum eine andere. Allein das macht die Partie so spannend.

Für den FC Bayern geht es am Samstag nicht nur darum, eine negative Serie zu verhindern. Viel mehr ist es wichtig, vor dem Spiel gegen Real Madrid Selbstvertrauen zu tanken. Und gegen welchen Gegner könnte man das eigene Ego besser pushen als gegen den größten nationalen Rivalen der jüngeren Vergangenheit?

Fünf Thesen zum Spiel

  1. Beide Teams treffen.
  2. Es fallen mindestens drei Tore.
  3. Der FC Bayern gewinnt das Spiel.
  4. In der ersten Halbzeit fällt mindestens ein Tor.
  5. Aubameyang wird nicht treffen.

Zwei Thesen aus der letzten Vorschau waren korrekt. Gesamt: 92/175

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Leserkommentare
  1. pitvonbonn

    mit Lahm, Boateng, Thiago und Ribery wird es ein anderes Spiel, als auswärts in Hoffenheim mit Rafina, Sanches und Coman.
    Außerdem wird Dortmund andere Energien freisetzen und nicht nur als Vorspiel zum Real Mittwoch dahinplättschern. ein umkämpftes 3:1, denn auch Dortmund hat Mitte der Woche Monaco in der CL zu Gast.

  2. Lobo

    Glaube auch, dass das ein klasse Spiel wird. Obwohl bei Carlo weiß man nie, was er wieder vorhat. Schon erstaunlich der Bursche.

  3. Mr Nico 274

    Wieder einmal eine sehr gute Vorberichterstattung,vielen Dank schon einmal dafür.

    Hoffe das CA die derzeit beste Mannschaft, wie er sie auch gegen RM in der CL einsetzen wird, aufs Feld schicken wird. Die wohl interressantes Personalie wäre dann die Besetzung der IV, Martinez oder Boateng? Vor allem gegen eine so sprintstarke Mannschaft wie den BVB würde Jerome sicherlich durch seine Schnelligkeit die bessere Option sein, aber ist er das auch für Mittwoch???.
    Das selbe gilt für Phillip Lahm, welcher es auf seiner Seite höchst wahrscheinlich entweder mit Dembele oder mit Pulisic, 2 deutlich schnelleren Spielern im Gegensatz zu ihm, zu tun bekommen wird.
    Ansonsten gilt es ein postives Ergebnis(Sieg) zu erzielen um dann unter der Woche die Spanier mal richtig zu ärgern.
    Auf gehts ihr Roten!!!

  4. MrNico274

    Wieder einmal eine sehr gute Vorberichterstattung,vielen Dank schon einmal dafür.

    Hoffe das CA die derzeit beste Mannschaft, wie er sie auch gegen RM in der CL einsetzen wird, aufs Feld schicken wird. Die wohl interressantes Personalie wäre dann die Besetzung der IV, Martinez oder Boateng? Vor allem gegen eine so sprintstarke Mannschaft wie den BVB würde Jerome sicherlich durch seine Schnelligkeit die bessere Option sein, aber ist er das auch für Mittwoch???.
    Das selbe gilt für Phillip Lahm, welcher es auf seiner Seite höchst wahrscheinlich entweder mit Dembele oder mit Pulisic, 2 deutlich schnelleren Spielern im Gegensatz zu ihm, zu tun bekommen wird.
    Ansonsten gilt es ein postives Ergebnis(Sieg) zu erzielen um dann unter der Woche die Spanier mal richtig zu ärgern.
    Auf gehts ihr Roten!!!

    1. Tschemp

      Ancelotti hat angekündigt, dass
      – Boateng morgen neben Hummels oder Martinez spielt
      – wer morgen auf der Bank sitzt, spielt dafür am Mittwoch
      – es ist ausgeschlossen, dass alle Drei zusammen spielen (also kein Javi auf der 6)

      Ich tippe, dass Javi morgen eine Pause bekommt. Er dürfte am Mittwoch gerade in der Ramos-Verteidigung eine ganz wichtige Aufgabe bekommen.

      1. Oh, interessant.
        “…spielt dafür am Mittwoch” neben Boateng oder wird es am Mittwoch das Duo Martinez + Hummels geben?

      2. Tschemp

        Für Mittwoch ist noch alles offen. Fest steht nur, dass derjenige spielt, der morgen nicht spielt. Dessen Partner wird dann einer der beiden von morgen sein.

        Spielt morgen also Boateng und Hummels, sehen wir Mittwoch Martinez und Boateng/Hummels.

        Spielt morgen Boateng und Martinez, sehen wir Mittwoch Hummels und Boateng/Martinez.

  5. wipf1953

    Ich werde das Spiel leider nicht sehen können – Bayern spielt ja gleichzeitig gegen Ulm :p

    Wer diese Planung “verbrochen” hat möchte ich mal wissen. Bayern und Ulm spielen nur noch BBL, das Spiel hätte auch an einem anderen Tag stattfinden können.

  6. chicago_bastard

    Man wird von diesen Vorberichten ja immer noch überrascht. Ein Artikel, der explizit vor Schmelzer warnt, ist mir bislang noch nicht untergekommen.

    Ihn aus dem Spiel zu nehmen dürfte nicht schwer werden, ich würde ihn einfach machen lassen und er besorgt das mit seinen Flanken hinters Tor und Rückpässen selbst :-)

    Das Einzige was bei Schmelzer wirklich zu befürchten wäre ist sein in vielen Duellen erfolgreich erprobter Brutalo-Tritt in den ersten Minuten gegen Robben, der selbstverständlich nie eine gelbe Karte nach sich zieht…

    1. “Ein Artikel, der explizit vor Schmelzer warnt” ist ja schon mal quatsch. Die Passage nimmt geschätzt irgendwas zwischen 2 und 5% des Textes ein. Auf den Rest gehe ich allein deshalb schon nicht ein, weil mir die Ausdrucksweise viel zu respektlos ist.

      1. Mika

        1 Vorlage in 20 Spielen (~1.600) Minuten in der Bundesliga finde ich auch alles andere als beängstigend.

      2. Axel

        @ Justin, Du schießt ein wenig über das Ziel hinaus. Den Kommentar von Chicago_Bastard als Quatsch und respektlos zu bezeichnen, erscheint mir ein wenig verbissen und sicher übertrieben. In Deiner (prima) Vorberichterstattung schreibst Du, Schmelzer wird eine wichtige Rolle haben und als Schlüsselspieler aus dem Spiel genommen werden müssen. Eine solche Wertschätzung erhält Schmelzer sonst selten, weil er im Vergleich zu anderen Gelbschwarzen in den Hintergrund tritt und ansonsten kein so großartiger Kicker ist (frag mal Löw). Und das er zuweilen unfair spielt, darf man hier auch schreiben, denke ich, ohne abgewatscht zu werden.

      3. Ich fand die Ausdrucksweise hier jetzt nicht übermäßig respektlos, verstehe aber, dass man das als direkt angesprochener Autor vielleicht anders wahrnimmt.

        Zur Schmelzer-Frage: Ich glaube, ein Stück weit habt ihr beide recht.

        Justin hat insofern recht, als Schmelzer ein oft unterschätzter, für den BVB wichtiger Spieler ist. Er ist ein wichtiger Führungsspieler, er ist ein Spieler, der sich intelligent bewegt und dadurch teilweise Mitspieler gut aussehen lässt, er hat allgemein ein gutes Raumgefühl, und er ist ein guter Defensivspieler.

        Was in meiner Aufzählung fehlt, und weshalb ich die Einschätzung von CB teilen kann: Für den Spielaufbau oder gar konkret das Kreeieren von Toren / Torchancen ist er nun nicht sooo wichtig.

      4. Marco05

        Das mit Schmelzer ist in der Tat ein etwas merkwürdiger Ansatz, zumal der seit mindestens 1-2 Saisons wirklich kaum noch gute Spiele macht. Anfangs unter Klopp konnte er (wie alle) noch marschieren ohne Ende und alle paar Minuten eine Flanke bringen, aber das ist langsam auch vorbei. Dass einer wie eher Kapitän ist zeigt für mich den Mangel an Alternativen. Internationale Klasse stellt er für mich schon eine geraume Zeit nicht mehr dar.

      5. Ich sagte, dass er ein Faktor ist, der beachtet werden muss. Er ist wichtiger für das Spiel des BVB, als der durchschnittliche Bayern-Fan denkt. Nicht mehr, nicht weniger.

      6. Quatsch war die Aussage, dass der Artikel explizit vor Schmelzer warnt und das darf ich dann auch so sagen. Die Aussage nahm einen Bruchteil des Artikels ein.

        Der Rest war mir in der Formulierung einfach viel zu unpassend, als dass ich darauf eingehen würde. Andere Meinungen sind kein Problem, aber der Ton ist wichtig.

  7. Hans Schütz

    Der FCB ist für mich der Faforit in diesem Spiel,obwohl der Trainer alles erdenkliche dagegen tut.
    So z.B. Sind die vorgesehenen Auswechselungen nachteilig.
    Aber wenn sich ein Trainer vor einem Spiel zum Schlafen legt ist das ohne Worte. Bayern sollte seinen Abschied vorverlegen.

  8. Justin

    Es wird ganz klar Bayern gewinnen

  9. Osrig

    Ich habe zu diesem Spiel im Moment noch so gar keine Meinung, außer: Alles ist möglich!
    Es kann durchaus sein, dass beide Mannschaften gedanklich schon in der CL sind und an Real respektive Monaco denken, weshalb das Spiel dahinplätschern würde, mit vielen Fehlpässen und Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten. Oder aber beide Teams nehmen die Partie ernst, dann wird unseren Jungs alles abverlangt werden, denn DO ist trotz der Abwehrschwäche ganz sicher keine Laufkundschaft, sondern in der Lage, auch in der AllianzArena Punkte mitzunehmen. Vor allem dann, wenn sie wie schon im Bericht angemerkt, ihre schnellen Offensiven in Szene setzen können. Es wird dann darauf ankommen, wie gut nicht nur unsere Viererkette hinten agiert, sondern wie gut auch das Mittelfeld defensiv agiert. Ich befürchte, auch dieses mal wird es nicht gegentorlos ausgehen, zumal ja “Fliegenfänger” Ulreich zwischen den Pfosten stehen wird. Ein Glück für ihn, dass DO eher innerhalb des Sechszehners den Abschluss sucht, da kann er wieder seine herausragenden Reflexe unter Beweis stellen.
    Mit Thiago wird der Zehnerraum bei uns wieder besser besetzt sein, und damit wieder mehr Variabilität und Dynamik nach vorn möglich werden, wenn dann noch die schnellen vertikalen Pässe gelingen, wird es sicherlich das eine oder andere Mal im Strafraum der Schwatzgelben brennen. Dazu muss das Zusammenspiel aber besser laufen, als gegen Hoffenheim, müssen die Bewegungen und die Pässe schneller laufen, sonst wird es wieder auf die individuelle Klasse ankommen. Und die wird nicht immer den Ausschlag geben. Allerdings wird unsere FCB mit Robben und Ribery ein anderes offensives Gesicht zeigen, als mit Coman oder Costa, der ohnehin wohl noch keine Luft für 90 Minuten hat.
    Wie auch immer, ich rechne tatsächlich vor dem Hintergrund der anstehenden CL-Spiele nicht mit 90 Minuten Volldampf auf beiden Seiten, es sei denn, Tuchel kann Ancelotti “auscoachen” und wir liegen plötzlich mit zwei Toren hinten, dann bekommt das Spiel eine ganz andere Qualität. Ich denke jedoch, am Ende geht es 1:1 aus, schiedlich-friedlich in einem insgesamt recht guten Spiel ohne die ganz großen Momente! Die sparen sich beide Teams für die CL auf.

  10. pitvonbonn

    Wie schlecht ist denn schon wieder dieser Schiedsrichter?
    Kein rot gegen Barta (tritt mit dem Fuss gegen den KOPF von Lewandowski) und kein Elfmeter für die Klammeraktion, die Sokrates immer wieder macht, direkt vor der Halbzeit..

    1. Ju

      In Dortmund nimmt man es vor Championsleague Wochen mit Lewandowskis Kopf traditionell nicht so ernst.

  11. Marco05

    Schade dass das Zufallsding von Guerrero powered by Vidal uns komplett den Rythmus nimmt. Statt 4:0 jetzt schmeichelhaft für den BVB 2:1. Und wie ich das aus dem letzten Jahren einschätze dauerts nicht lang bis zum glücklichen Ausgleich. Ist im Grunde egal, aber im Hinblick auf Real zählt jeder Prozentpunkt Selbstvertrauen.

    1. Karsten Hutmacher

      ALLE 5 THESEN STIMMTEN!

      Ich ziehe meinen Hut!

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