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VfB Stuttgart – FC Bayern München 0:2 (0:1)

Der erste Dreier sollte her nach einer bisher durchwachsenen Rückrunde des FC Bayern. Durchwachsen blieb es am Samstag beim VfB Stuttgart, doch am Ende stimmte das Ergebnis. 2:0. Standesgemäß. Vorsprung auf Wolfsburg gehalten. Ein erfolgreicher Nachmittag, auch wenn noch einige Baustellen bleiben, wie die Analyse zeigt.

Falls Ihr es verpasst habt

Guardiola verzichtete auf große Überraschungen. Gerüchte über ein Comeback von Badstuber oder einen Bankplatz für Xabi Alonso bestätigten sich nicht. Dante rückte für den gesperrten Boateng in die Startelf. Müller saß zunächst auf der Bank.

Auf der Gegenseite verzichtete Stevens etwas überraschend auf konterstarke Offensivspieler wie Harnik und Werner. Er setzte dafür auf Ibisevic im Sturmzentrum und eine auch individuell extrem defensiv ausgerichtete Elf.

Bayern begann mit einer Viererkette, auch wenn die defensive Ausrichtung der Stuttgarter dafür sorgte, dass Weiser und Bernat als nominelle Außenverteidiger häufig weit vorn zu finden waren. Alaba sollte Schweinsteiger und Alonso als dritter zentraler Mittelfeldspieler ergänzen, kippte im Spielaufbau aber häufiger auf die linke Verteidiger-Position ab. Es entwickelte sich zunächst ein extrem chancenarmes Spiel in dem Sakai nach einem Konter die größte und eigentlich einzige Möglichkeit in den ersten 35 Minuten liegen ließ. Bayern war stark auf Stabilität bedacht, ging kaum ins Risiko und kam selten konstruktiv in die Nähe des Strafraums. Ein Geistesblitz von Weiser, der mit einem klugen Außenristpass Robben freispielte und der anschließende Schrägschuss des einmal mehr spielentscheidenden Robben sorgten für das zu diesem Zeitpunkt durchaus glückliche 1:0 aus Sicht der Münchner (41.).

In der Pause reagierte Guardiola und brachte Müller für Weiser und stellte gleichbedeutend auf eine Dreierkette mit Alaba als linkem Halbverteidiger um. Alonso und Schweinsteiger agierten nun als klassische Doppelsechs. Der Österreicher war es dann, der mit einem sehenswerten Freistoß für die Entscheidung sorgte. Sein 25 Meter-Schuss schlug unhaltbar im Winkel ein (50.) und nahm endgültig das Tempo aus der Partie. Die Münchner verwalteten in der Folge klug und ließen nichts mehr zu. Am Ende stand ein verdienter erster Pflichtspielsieg im Jahr 2015.

3 Dinge, die auffielen:

1. Guardiola sucht die Balance

Der 2:0-Erfolg sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der FC Bayern in der ersten Hälfte die wohl schlechteste Offensivleistung der laufenden Saison zeigte. In manchen Phasen der ersten 45 Minuten erinnerte der Tabellenführer an die schwächeren Momente unter Louis van Gaal, als hohe Positionstreue gepaart mit fehlender individueller Kreativität häufiger zu hohem, aber unansehnlichem Ballbesitz ohne echte Torgefahr führte. Stuttgart machte es gewiss nicht schlecht und stand defensiv in einer Art 5-3-2 mit hoher Zentrumsorientierung sehr kompakt. Guardiolas eher vorsichtige Ausrichtung mit Viererkette in Kombination mit dem sehr zurückhaltend ausgerichteten Mittelfeld-Trio Schweinsteiger, Alonso und Alaba machte es den Schwaben aber auch leicht.

Bayern startete viele Angriffe 30-40 Meter vor dem eigenen Tor, schob die Außenverteidiger Bernat und Weiser weit nach vorn und versuchte dann über die drei zentralen Mittelfeldspieler die Passzirkulation in gefährliche Räume zu lenken. Wohl auf Grund der Sorge vor gefährlichen VfB-Kontern spielte das Trio dabei häufig kaum gestaffelt, sondern eher nebeneinander auf einer Linie oder nur leicht versetzt. Der Übergang in die 8er- und 10er-Räume gelang dadurch so gut wie nie, was wiederum dazu führte, dass sich Robben und Götze immer wieder weit fallen ließen und viele Bälle in der Nähe der Mittellinie mit dem Rücken zum Stuttgarter Tor und unter hohem Druck verarbeiten mussten. Gerade einmal drei erfolgreiche Pässe spielte der Tabellenführer in den ersten 45 Minuten in den Stuttgarter Strafraum. Einer davon führte glücklicherweise zum Tor.

Das Problem gegen tiefstehende Gegner ist nicht neu. In der Vergangenheit hatte Guardiola die stark einkippenden Außenverteidiger, das Auflösen des zweiten 6ers neben Alonso (4-1-4-1/4-1-3-2) oder in aller Konsequenz auch die Dreierkette eingeführt, um zusätzliche Spieler in den 8er- und 10er-Räumen zu positionieren. Auch gegen Stuttgart probierten es Bernat und Weiser in der ersten Hälfte immer mal wieder mit dem Einkippen. Wirklich eingespielt wirkte das aber nicht.

Die erste Halbzeit war so auch ein Beleg dafür, wie sehr der komplizierte Rückrundenstart auch Guardiola nachdenklich gemacht hat. Er ist auf der Suche nach der Balance zwischen defensiver Stabilität und Konterabsicherung auf der einen, sowie Kreativität und optimaler offensiver Raumverteilung auf der anderen Seite. Mit Robbens Treffer im Rücken entschied sich Guardiola zur Pause für eine Umstellung auf Dreierkette und eine stärkere Staffelung (1-2 oder 2-1 mit Götze als zentralem Spieler vor der Doppelsechs) im Zentrum. Ein Offensivfeuerwerk leitete zwar auch das nicht ein, doch die Passstaffetten und Laufwege wirkten nun schon deutlich flüssiger und intuitiver als noch in der extrem schwachen ersten Hälfte. Auch die defensive Zweikampfführung verbesserte sich. Am Ende gewannen Alonso (14) und Schweinsteiger (11) die meisten Zweikämpfe aller Münchner. Eine positive Randnotiz. Guardiola hat hier weiter Arbeit vor sich, um gerade das neu formierte zentrale Mittelfeld ideal auszutarieren.

Die entscheidende Frage ist hier übrigens nicht unbedingt, ob Alonso und Schweinsteiger zusammen spielen können, sondern wie die ideale Ergänzung aussieht. Alaba als unterstützender zentraler Mittelfeldspieler war es zumindest in den ersten 45 Minuten gegen Stuttgart nicht.

2. Lewandowski fehlt die Bindung

Guardiola schreckte zum Rückrundenstart trotz der Verletzung von Franck Ribéry nicht davor zurück auf den Offensivpositionen zu rotieren. Zum Start gegen Wolfsburg saß Götze draußen, gegen Schalke erwischte es Lewandowski und am Samstag dann Thomas Müller. Auch wenn der Großteil der Offensivprobleme nicht allein bei den Offensivspielern, sondern wie im Punkt zuvor beschrieben, auch in der Angriffsinitiation zu suchen ist, müssen aktuell alle drei, um ihren Platz in der Mannschaft kämpfen. Vor allem Lewandowski scheint dabei zur Zeit in einer Sinnkrise zu stecken.

Die 28 Ballkontakte von Lewandowski erinnerten ein wenig an die Zeiten von Roy Makaay und Mario Gomez. 70 Prozent Passquote, 23 Prozent gewonnene Zweikämpfe und eher durchschnittliche Laufstatistiken sind Beleg einer schwächeren Leistung des Polen. In seiner auffälligsten Szene scheiterte er nach schöner Kombination freistehend vor Ulreich (82.). Guardiola muss Wege finden seinen 9er stärker ins Kombinationsspiel einzubeziehen. Es wurde hier oft beschrieben, wie sehr sich seine Rolle im Vergleich zu seiner Zeit in Dortmund verändert hat. Das Spiel an der Strafraumgrenze mit zwei Verteidigern und dem Tor im Rücken ist nicht unbedingt seins. Räume, in denen er seine fußballerischen Qualitäten ausspielen kann, gibt es dort kaum. Von den vielen Rotationen und Positionswechseln, die den FC Bayern und auch Lewandowski in der Hinrunde auszeichneten, ist aktuell wenig zu sehen.

Vielleicht liegt die Lösung aber durchaus näher als viele glauben. Vor der zweiten Halbzeit in Stuttgart standen Götze, Robben, Lewandowski und Müller in dieser Rückrunde noch keine einzige Minute gemeinsam auf dem Platz. Nach Müllers Einwechslung wurde zumindest in Ansätzen deutlich, dass alle vier von den zusätzlichen Pass-, Spiel- und Rotationsmöglichkeiten profitierten. Auch Lewandwoski könnte die zusätzliche Unterstützung durch einen weiteren Offensivspieler in den kommenden Wochen helfen. Falls Guardiola allerdings weiter einen der vier von der Bank bringen will, ist Lewandowski nach dem Spiel gegen Stuttgart wohl der wahrscheinlichste Kandidat für eine Joker-Rolle im Spiel gegen den HSV.

3. Stabile Defensivleistung ohne Boateng

Nach viel Kritik am Münchner Offensivspiel in den zwei Punkten zuvor, soll an dieser Stelle auch auf die sehr solide Defensivleistung der Guardiola-Elf hingewiesen werden. Ohne den gesperrten Boateng bekam Dante erneut das Vertrauen seines Trainers und rechtfertigte es mit einer guten Leistung. Fast 70 Prozent seiner Zweikämpfe gewann der Brasilianer, spielte zudem die meisten Pässe (106) und glänzte mit einer Passquote von 95 Prozent. Nebenmann Benatia war zwar nicht so auffällig wie zuletzt gegen Schalke, machte seine Sache aber erneut kompromisslos und gut. Allein das ein oder andere unnötige Foul muss der Marokkaner noch abstellen. Zum ersten Mal in der Rückrunde blieb der Rekordmeister ohne Gegentor und leistete sich über 90 Minuten nur bei Sakais Schlenzer an den Außenpfosten eine echte defensive Schwäche.

Stuttgarts schwaches Offensive ist sicher kein Maßstab, trotzdem war es wichtig, dass die Münchner über die volle Distanz eine hohe Aufmerksamkeit behielten und sich so auch zusätzliches Selbstvertrauen holten. Es zeichnet sich ab, dass Holger Badstuber im Rahmen der Boateng-Sperre seine ersten Einsatzminuten nach der erneuten Verletzung bekommt. Der Kampf um die zwei bzw. drei Innenverteidiger-Plätze in der Abwehr nimmt somit zusätzlich Fahrt auf.

VfB Stuttgart – FC Bayern 0:2 (0:1)
VfB Stuttgart Ulreich – Schwaab (46. Harnik), Baumgartl, Niedermeier, Hlousek (72. Kostic)- Oriol Romeu (58. Maxim) – Sakai, Klein, Gentner, Leitner – Ibisevic
Bank Kirschbaum, Haggui, Sararer, Werner
FC Bayern Neuer – Weiser (46. Müller), Benatia, Dante, Bernat – Alonso – Alaba, Götze, Schweinsteiger, Robben (88. Rode) – Lewandowski
Bank Reina, Badstuber, Gaudino, Kurt, Pizarro
Tore 0:1 (41.) Robben, 0:2 (50.) Alaba
Karten Gelb: Romeu / Benatia
Zuschauer 60.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf)

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Leserkommentare
  1. Oliver

    Wo ist Götze???

    Nur mal so in den Raum gestellt: Ich weiß ja das er hier in den Himmel gelobt wird und ich kann mich noch daran erinnern als Ribery, nachdem dieser von seiner Verletzung zurück kam, hier nur noch ‘Ergänzugsspieler’ gehandelt wurde da Götze das Spiel jetzt dominiert und gestimmt……

    Danach fiel er total ab und selbst jetzt wo Ribery wieder fehlt und er eigentlich wieder ‘übernehmen’ könnte fehlt es an allen Ecken und Enden.

    Götze ist ein begnadeter Techniker und Künstler aber er scheint nicht in der Lage zu sein wirklich konstant kreative Impulse in das Spiel der Bayern zu bringen und dieses zu bestimmen. Sorry das ist einfach zu schwach und wenig konstant. Er hat einfach zu viele ‘Auszeiten’……

    Robben, Ribery und Thiago (wenn er mal wieder fit wird) sind die wirkliche Kreativität. Götze bleibt wohl nur ein Künster auf Zeit für besondere Augenblicke (wie das Tor bei der WM)

    Vielleicht sollte man Özil und Götze mal eine Woche lang jeden Tag zusammen in den Boxring stecken

    1. Hans

      Das Problem ist, dass Götze auf allen Position durchgewürfelt wird je nach Bedarf und dann aber immer funktionieren muss ob mittig, rechts oder wie heute teilweise linksaußen. Das find ich immer relativ unfair ihm gegenüber. Götze war genau so Totalausfall wie Lewandowski und Robben, abgesehen von seinem Tor. Ich denke das Problem lag/liegt eher am [wieder mal] schwachen Mittelfeld, wie im Artikel schon beschrieben. Alonosos lange Bälle kamen nicht, Alaba konnte selten Raum gewinnen und Schweinsteiger hat seine guten Ideen nie sauber ausspielen können.

      Insgesamt eigentlich ein furchtbares Spiel: statisch, behäbig, unsauber in Strafraumnähe. Schwaches gespielt, aber durch individuelle Qualität gewonnen. Hoffe spätestens gegen Donezk, ist man aus dem Winterschlaf erwacht.

      1. Oliver

        Aber gerade in solchen Spielen brauchst du eben Spieler die das Spiel dann an sich reißen und für die entscheidenden Momente sorgen, Räume schaffen und die anderen Spieler mitreißen und das Spiel bestimmen.

        Eben nicht nur Mitläufer sondern Spieler die Spiele bestimmen und verändern können und wollen. Wenn alles gut läuft und das System funktioniert ist es relativ einfach ein Teil dieser Mannschaft zu sein aber Spieler wie Götze, Ribery, Robben und Thiago sind eben dafür da das Spiel zu bestimmen und zu verändern und ein neues Momentum zu setzten und vorne weg zu gehen, die Mannschaft zu dominieren und das Team mitzuziehen. Götze funktioniert nur bei ‘Sonnenschein’

      2. Christopher

        Götze hat die Mannschaft gerade zum Beginn der Hinrunde mitgetragen. Dies lag überwiegend an der Idee ihn zentral aufzustellen. Auch heute hat man gesehen, dass er auf der linken Seite etwas zu sehr taktisch eingebremst wird. Generell hat heute aber auch die Unterstüzung für ihn gefehlt. Nach der Umstellung in Halbzeit 2 hat Götze durchaus einige Chancen kreieren können, da er eher aus der Mitte heraus agieren konnte. Gerade im Zusammenspiel mit Robben, Müller und Lewandowski.

      3. Oliver

        @CHRISTOPHER
        Genau so sehe ich das auch aber das entspricht genau dem was ich oben geschrieben habe. Nicht mehr und nicht weniger…..

        Wenn man nicht mehr von ihm erwartet ist alles gut aber dann ist er masslos überbezahlt

      4. Matze

        Für mich sind gerade Spieler wie Götze und Lewandowski aktuell Opfer der schlechten Spieleröffnung hinten raus.

        Diese Spieleröffnung ist einfach viel zu langsam, der Gegner hat zu viel Zeit zu verschieben und so kommt es dazu, wenn Spieler wie Götze oder Lewandwoski mal den Ball bekommen, haben sie immer direkt 2-3 Gegner auf den Füßen stehen. Das war gestern wieder extrem auffällig, dass sowohl Dante, wie Benatia in der Spieleröffnung sehr, sehr schlecht spielten. Nur Querpässe und vor jedem Pass noch 3-4 Sekunden überlegen. Ein Traum für jeden Gegner, der hat Zeit zu verschieben und so immer Überzahl in Ballnähe, sobald der Ball mal etwas näher an deren Tor kommt.

      5. Erich_B

        Götze hat diese Hinrunde bewiesen das er die Mannschaft tragen kann.

        Wir haben nur 2 Spieler die diese Klasse ebenfalls haben: Robben, Ribery.
        Diese 2 Spieler beweisen Saison für Saison was für eine Klasse Sie haben. Und es gibt nicht viele Spieler die die Qualität haben eine Mannschaft wie den FCB mit Ihrer Qualität gegen immer aufopferungsvolle und defensiv eingestellte Gegner von Sieg zu Sieg zu tragen, z.B. Ribery Hinrunde 12/13 und 13/14, Robben und Ribery Rückrunde 12/13, Robben Rückrunde 13/14.

        Götze hat diese Qualität, daran muss man ihn messen. Oft hat es aber definitiv den Eindruck das ihm der Biss und letzte Wille fehlt dies kontinuierlich zu zeigen.

        Problem ist aber definitiv das er nicht immer seinen Qualitäten entsprechend eingesetzt wird.
        Der klassische Flügelstürmer wie Ribery der immer den Weg an die Grundlinie sucht oder diese Dribblings an der Seitenlinie liegen ihm nicht. Sein Spiel sind eher die Zwischenräume oder die Halbräume.

        Ich würde Götze aktuell eher auf der 6/8/10 sehen anstatt Links…

    2. Axel

      @ Oliver: Bin ich froh, dass ich nicht mehr der Einzige hier bin, dem Götzes Leistung nicht gefällt.
      @ Christoph: Dein Verständnis für ihn in allen Ehren, aber das Bemühen, seine Leistungen mit taktischen Zwängen zu erklären, greift m.E. wirklich zu kurz. Er ist seit vielen Wochen eine spielende Enttäuschung. Wenn er zum eins gg eins ansetzt, geht der Ball fast immer verloren. Er bewegt sich selten aus Deckungsschatten heraus. Hat er links vorne gespielt, ignorierte er den hinterlaufenden Bernat in neun von zehn Fällen und zog lieber nach innen. Dass er als Offensivspieler hin und wieder an einer Passstafette beteiligt ist, kann wohl kaum als Bewertungsmaßstab ausreichen. Wäre er aus der eigenen Jugend und ohne den Heiligenschein des WM-Finaltores unterwegs, stünde er auch auf der Liste der auszuleihenden Spieler (manchmal frage ich mich, ob er sich richtig reinhängen und kämpfen würde, wenn er jetzt noch beim BVB aktiv wäre… )

      1. Hase

        Ich denke es ist Zeit das Thema Götze so lange zu schließen bis der Junge bereit “Gras zu fressen”! Sorry für diese Ausdrucksweise. Was er hier seit 1,5 Jahren anbietet geht mir gewaltig gegen den Strich. Die paar guten Spiele in der HR machen es auch nicht besser.

        Es ist Zeit sich über die Spieler zu unterhalten, die wirklich wollen. Zum Beispiel über einen David Alaba, einen Bernat oder auch mal über Robben. Die Jungs – die hier Gas geben – ohne Ende. Manchmal mit mehr Glück manchmal mit weniger! Aber sie wollen und das ist es was zählt.

        Für Götze und Lewandowski war die Party gestern Abend wohl um einiges wichtiger als das Spiel. Siehe deren Instagram Accounts. Hauptsache die Posen, Röcke und Kostüme sitzen. Das süße Leben in München bekommt halt nicht jedem. So jetzt Schluss damit.

        Die Jungs müssen sich nach der Winterpause noch finden und mehr einspielen. Das wird schon. Waren die ersten Spiele in der HR nicht auch etwas “schlechter”, danach kam dann die richtig gute Phase. Und wenn wir den Lauf bis März gefunden haben, dann mach ich mir für den Rest der Saison keine Sorgen. Die letzte Rückrunde sollte Warnung genug gewesen sein.

        Mit besten Grüßen aus der Sonne!!

      2. Matze

        @Hase:

        Ihnen war die Party danach wichtiger? Ernsthaft? :)

        Götze und Lewandowski sind aktuell so ziemlich die ärmsten Sch….. da vorne. Das Spiel ist derart langsam aktuell, dass der Gegner so viel Zeit bekommt zu verschieben, dass jedes mal wenn die Offensivspieler an den Ball kommen, direkt 2-3 Mann des Gegners ihnen auf den Füßen stehen.

        Das Problem sind aktuell nicht Spieler wie Götze, Lewandowski und Müller, das Problem ist die Spieleröffnung hinten raus, das ist einfach zu mutlos, zu langsam und zu unkreativ. Der Gegner hat zu viel zeit alles zuzustellen, da kann man als Offensivspieler nur schlechte aussehen.

      3. bsg

        ich schlage vor den Stammtisch abzubestellen, bis Bayern abgestiegen ist. fixlujah

        @ Matze ja da wird der Hase irgendwo zu suchen sein. Schweinsteiger gibt sich ja echt Mühe auch mal fix zu verlagern und schneller zu kombinieren, man merkt jedoch sofort, dass er dann am Limit spielt, was die Entscheidungsfindung angeht. also besonders 8er und 10er Raum. Und ich kann nur das Wünsch-dir-was-Mantra anwerfen “Thiago, wo bleibe Thiago?” Das ist die traurigste Geschichte seit Badstuber oder noch länger. Wenn dann Philipp noch fit wäre, steht einfach ein anderes Grundgerüst, weißte? Dass Götze abgehoben sei und Alaba zum Partyboy mutiert, will ich nicht kommentieren, mich nur an die kleinen Szenen erinnern (auch auf Schalke), in denen Götze in der Enge des Zwischenlinienraums mit Tempo kombiniert und mega-schnell Entscheidungen trifft und die Situation einfach kennt!
        Peace.

  2. Marco05

    Das Problem bei Götze ist vermutlich nicht die Position. Er gewinnt kaum einen Zweikampf, kommt trotz seiner Technik im Grunde an keinem Gegner vorbei und spielt die Pässe schludrig. Zudem ist er kaum zu sehen auf dem Feld und viel zu brav, selbst wenn er vom Gegner übelst umgesemmelt wird.

    So eine Phase hatte er schonmal und man sollte mal ergründen, woran das liegt. In der Hinrunde gings doch auch…

    Ansonsten wieder ein sehr schwacher Auftritt der Mannschaft. Null Ideen, null Zug zum Tor, keine Unterstützung für die Offensiven, Passqualität einfach schlecht, länge Bälle kommen nie an (wo ist Badstuber?) und zu unkreativ in der Zentrale (wer spielt eigentlich vor Alonssteiger?). Teilweise stehen bei Ballbesitz 5-6 Mann hinterm Ball. Vorne steht Lewandowski fast allein gegen 2 Viererketten. Robben hat uns (mal wieder gerettet) und in HZ2 reichts nur zu einem Standard.

    Komisch auch, dass Alaba keinen langen Ball an den Mann bringt aber wenns drauf ankommt den Winkel trifft. Ich bin der Meinung, das ist einzig und allein ein Kopfproblem. Wenn der Gegner tief steht fehlt die Bereitschaft sich zu quälen. Irgendwie fehlt vielleicht auch der Spaß am Kicken zur Zeit. Solange die Ergebnisse stimmen kann man das eine Zeit verkraften, aber in 1.5 Wochen gehts in der CL weiter…

    1. Erich_B

      Ich würde im Moment auch behaupten das es eher eine Einstellungs/Konzentrations-Thematik ist.

      In der BL hat man eventuell ein zu großen Vorsprung so das man sich zu sicher fühlt und bezogen auf die CL fehlt eventuell ein namhafter Gegner. Ich will damit aber nicht sagen das man gegen Donezk nicht verlieren kann… ist aber natürlich der klassische Aussenseiter…

      Zum anderen kommt Hinzu das sich die Mannschaft von selber aufstellt und der Konkurrenzkampf fehlt, das sorgt auch nicht zwangsläufig für Spannung.

  3. Die Traumkombination ist Götze mit Thiago. Die beiden zusammen wären z.B. in der Lage gewesen, Abwehrreihen wie die von Schalke auseinanderzunehmen. Geduld.

  4. Also, diese massive Kritik an Götze kann ich nur teilweise nachvollziehen.
    Ja, er hat ein paar Spiele nicht gut gespielt. Ja, gestern war er extrem schwach.

    Aber, Mario Götze ist erst 22 Jahre alt. Als Bayern Ihn verpflichtet hat war das zum großen
    Teil eine Wette auf die Zukunft. Wer hat denn bitte erwartet dass er direkt bombig einschlägt
    und zum zweiten Neymar reifen wird? Das finde ich reichlich naiv. Gebt ihm Zeit und
    erschlagt Ihn nicht mit Erwartungen.
    Ich bin mir sicher, dass er trotz aller Schwierigkeiten seinen Weg machen wird und den FC
    Bayern über längere Zeit prägen wird.

    Damit genug des Pathos. You can hate me now!

  5. Pachinko

    Ich fand Götze auch in der Rückrunde der letzten Saison am stärksten, als er zusammen mit Thiago in der Mitte gespielt hat. Trotzdem sollte der Junge auch auf links mehr geben. Robben hat z.b auch keine langen Bälle bekommen aber er hat sich fallen gelassen und hat sich Bälle geholt. Also bei Götze muss jetzt die Chance nutzen sonst sitzt er in den wichtigen Spielen wieder auf der Bank.

  6. Gibts eigentlich News zu Thiago? Ungefähres Comeback?

    1. Hero991

      Man hört da nicht viel drüber. Man will ihn wohl den Druck nehmen, wenn man keine Prognose raus gibt.

    2. Pachinko

      Nun hat sich Thiagos Landsmann Xabi Alonso verplappert. „Ich stehe im Kontakt mit ihm, er macht Fortschritte“, sagte er über Thiago. „Er läuft schon wieder, noch hat er aber etwa anderthalb Monate vor sich. Wichtig ist, dass er wieder zu hundert Prozent fit wird.“
      Hat er angeblich beim Fanclubtreffen ausgeplaudert…
      Hoffe das Stimmt und das diesmal alles gut geht. Dann wäre er Mitte März wieder im Teamtraining. Aber Bayern wird da kein Risiko eingehen, deshalb wird er denk ich mal ganz langsam aufgebaut.

      1. Erich_B

        Ich behaupte mal provokant und irgendwo natürlich spekulativ das Thiago in der Saison keine Rolle mehr spielt. Im besten Fall steigt der Mitte März wieder ins Team-Training ein und hat erstmal Einsätze für paar Minuten. Bis der wieder richtig fit ist und Ryhtmus hat dauert es bis Mitte April, Ende April. Da ist die Saison gelaufen…

      2. Ibiza

        “dauert es bis Mitte April, Ende April. Da ist die Saison gelaufen…”

        für die Bundesligasaison gilt das natürlcih (hoffentlich) auch dieses Jahr, CL dagegen ist in dem Zeitraum gerade mal Halbfinale angesagt, Finale (wegen der fehlenden Nationalmannschafts-tunier Vorbereitung dieses Jahr) sogar erst fast 1,5 Monate später. Und genau das sind im Normalfall (wenn nicht gerade Lospech im Viertelfinale oder die BL nochmal unötig spannend wird) die einzig wirklcih wichtigen und entscheidenden Spiele in der Saison, deshalb hat er eben doch sehr wohl noch gute Chancen einen wichtigen Betrag zu leisten auch für die aktuelle Rückrunde..

      3. Pachinko

        Hoffentlich wird er einfach wieder Fit und bleibt es auch mal. Ende März ist auch eine Länderspielpause in der Thiago und Martinez ganz in Ruhe mit der einigen Jungs trainieren könnten. Ist ja klar das die es diese Saison in die Startelf schaffen aber es wäre schon super wenn man beide als Ergänzung auf der Bank hätte. Gerade ein Thiago, den mal in der 70 Minuten einwechseln könnte wäre sehr Wertvoll. Aber wie schon oben geschrieben, Bayern und Pep werden dieses mal kein Risiko eingehen und ihn ganz langsam aufbauen.

  7. Jo

    Wichtiger Sieg um eine negative Dynamik zu verhindern! Zudem mal wieder kein Gegentor und so gut wie nichts zugelassen.
    Negativ momentan noch die offensiven Bemühungen. Wir hängen seit Wochen fast ausschließlich von Robben ab.
    Und bei Lewy, Götze und Müller ist das durchaus auch eine Frage der Form.
    Hängt bei den beiden letzten sicher auch mit der Position zusammen die sie spielen müssen.
    Was uns dieses Jahr elementar fehlt, sind BallMaschinen wie Kroos oder Thiago auf der Acht oder Zehn um unser Ballbesitzspiel auch noch vor dem gegnerischen Strafraum durchzudrücken. Dann kommt man natürlich ganz anders in die gefährlichen Räume.

    1. Erich_B

      Ich sehe das Spiel gegen Stuttgart gar nicht so negativ, die Tendenz der Entwicklung ist eher verblüffend.

      In Stuttgart hat man sich selten leicht getan. (In der Tripple Saison haben wir dort 2:0 gewonnen, 2x Manzu, kein berauschendes Spiel und letztes Jahr 2:1 wo der Treffer von Thiago ein eher schwaches Spiel kaschiert hat).

      Verblüffend ist für mich eher ein wiederum lethargisches Auftreten der Mannschaft…

      Natürlich wird das in Summe alles sehr kritisch gesehen weil es schon der 3te eher Schwache auftritt der Mannschaft war…

  8. Johannes

    Die entscheidende Frage ist hier übrigens nicht unbedingt, ob Alonso und Schweinsteiger zusammen spielen können, sondern wie die ideale Ergänzung aussieht. Alaba als unterstützender zentraler Mittelfeldspieler war es zumindest in den ersten 45 Minuten gegen Stuttgart nicht.

    Seh ich komplett anders wir brauchen auf beiden achter Positionen schnelle, kreative aber auch aggressive Spieler.Wir haben überhaupt keinen Zugriff mehr auf den Zehnerraum deswegen hakt es bei uns so massiv nach vorne aber auch nach hinten.In der Hinrunde haben wir oft gradlinig durch die Mitte kombiniert was unser Spiel sehr schnell gemacht hat.

    Auch defensiv zeigt sich das wir im Gegenpressing nicht mehr so effektiv sind, die meisten Kontersituationen in den ersten drei Spielen enstanden genau aus dieser Zone.
    Extrem auffällig natürlich gegen Wolfsburg wo dann letztlich Dante zum Sündenbock gemacht wurde.Aber die Tore 1, 3 & 4 entstanden weil wir im Umkehrspiel nach hinten, zu weit weg waren und die Sechser des Gegners zu viel Zeit hatten konstruktiv nach vorne zu spielen.

    Das wir jetzt gegen Schalke und Stuttgart etwas stabiler stehen und weniger zulassen ist für mich kein grosser Fortschritt, da es nach vorne einfach zu langsam und ungefährlich ist.Vor dem Hintergrund das uns die meisten Teams eh den Ball überlassen umso erschreckender.
    Daher kann ich nicht verstehen, wie du an dieser Idee Alonso&Schweinsteiger nach drei so mageren Auftritten noch festhälst.Es ist offensichtlich das diese beiden Spielertypen dem Rest des Teams nicht gut tun.Falls wir mal tiefer stehen wollen und eine Führung verteidigen wollen gerne aber nach vorne ist mir das zumindest bisher zu pomadig.

  9. Was sagt ihr eigentlich zu den neuen (vermeintlichen) Bayern-Trikots für die kommende Saison?

    http://www.bundesliga-trikots.com/2015/02/fc-bayern-muenchen-trikot-201516-neue-foto-leaks-sind-aufgetaucht/

  10. Erich_B

    Bzgl. der Beziehung Pep zu seinen Stürmern stellen sich mir auch ein paar Fragen.
    Fakt ist das es eine gewisse Historie gibt (Ibra, Eto) die auch weiter fortgeführt wird – Manzu.
    Das Manzu weg ist tut mir immer noch weh, für mich war der oft sowas wie ein “aggressive Leader” – der an der Spitze vorne weg maschiert ist.
    Der hat gegen Real am WE auch ein gutes Spiel gemacht.

    Lewa ist ein enorm spielstarker Stürmer, das hat man auch im Spiel gegen den BVB am besten gesehen, wo er sich oft vom Mittelfeld aus durchkombiniert hat.

    Die Frage die sich mir bloß stellt ist ob man immer das “schöne” Spiel an Prio 1 setzen soll, letztendlich entscheidend die Effizienz. Und da war Manzu super.

    Ich hätte vor allem gern einen Stürmer der Druck macht auf Lewa, Pizarro ist einfach zu klar Nr. 2 oder 3 und schlicht zu alt…

  11. Lencer

    Sehe ich ähnlich. Das Ballgeschiebe hintenrum in der ersten Halbzeit war grauenvoll. Die Tore kamen dann sehr überraschend und waren genial. Punkt. Zweite Halbzeit dann besser, weil etwas mehr Räume waren. Lewa kann auch mal eine seiner beiden (Groß)Chancen nutzen. Beim Eckball stand er schließlich völlig blank vor dem Tor. Alaba war auffällig gut. An Schweinsteiger und Alonso rumzukritteln halte ich für ein Luxusproblem. Viel gravierender finde ich, das Götze keinerlei Ideen nach vorn bringt. Der ist sooo unauffällig, meine Güte, redet den nicht immer so stark. Wenn Robben nicht in absoluter Topform wäre, würde im Angriff gar nichts laufen.

  12. Erste Halbzeit habe ich mir zum Glück nicht angesehen, weil ich noch in der Arbeit war. Ich hätte nicht gerechnet das da noch was in der zweiten Halbzeit gehen würde. War zwar nicht das beste Spiel, aber man freut sich trotzdem immer wenn unsere Jungs gewinnen.

  13. […] VfB Stuttgart – FC Bayern München 0:2 (0:1) […]

  14. […] die erste Niederlage. Gegen Schalke gabs dann mit besserer Leistung ein Unentschieden und gegen Stuttgart dank zweier Traumtore einen Sieg – von den furchterregend dominanten Bayern der Hinrunde ist man aber noch meilenweit […]

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