Ist der Transfersommer der Bayern schon vorbei?

James Rodríguez wurde am Mittwoch in der Allianz Arena vorgestellt. In unserer ersten Einordnung deuteten wir bereits einige Folgen dieses Transfers an, auf die wir nun näher eingehen wollen. Wie gut ist der FC Bayern jetzt schon auf die neue Saison vorbereitet?

Grundsätzlich hat Karl-Heinz Rummenigge natürlich recht, wenn er davon spricht, dass die Münchner bereits im vergangenen Jahr sehr gut besetzt waren. Dennoch haben sich in der entscheidenden Phase einige Problemstellen im Kader ergeben, die teils personell, teils aber auch an der Spielpraxis festzumachen waren.

Sind alle Positionen doppelt besetzt?

Will man die Frage nach der Besetzung angehen, muss natürlich erstmal geklärt sein, welche Ausgangsformation die Bayern nutzen möchten. Nachdem das 4-3-3 sich nicht durchsetzen konnte, hat Ancelotti auf ein 4-2-3-1 umgestellt. Dieses wird er sehr wahrscheinlich beibehalten. Auf der Pressekonferenz deutete er an, unbedingt an zwei Sechsern festzuhalten und auch seine Aussage vor einigen Wochen, dass eine Dreierkette kein Thema sei, lässt tief blicken.

Mit den Transfers von James (links) und Tolisso waren die Bayern vielleicht das letzte Mal aktiv. Reicht das?
(Foto: Sebastian Widmann / Bongarts / Getty Images)

Wie statisch diese Formation besetzt sein wird, sei erstmal dahingestellt. Die Frage für die Kaderplanung sollte sein, ob jede Position ausreichend besetzt ist. Im Tor steht dies nicht zur Debatte, wenngleich hier natürlich klar ist, dass Ulreich ebenso wenig Eins-zu-Eins-Ersatz für Neuer sein wird wie Früchtl. Davor wird es aber schon interessanter.

Die Abwehr

Die Bayern kamen mit drei Innenverteidigern zuletzt häufig an ihre Grenzen. Auch gegen Real Madrid war die Personallage ganz sicher ein Faktor, obwohl Hummels und Boateng ihre Sache angeschlagen sehr gut erledigten. Mit Niklas Süle kam nun ein vierter Spieler hinzu, der nicht nur jung ist, sondern darüber hinaus enorme Qualitäten gegen und mit dem Ball mitbringt. Es wird allerdings spannend, wie viele Spiele der Nationalspieler machen wird, falls sich niemand verletzt.

Auf der linken Außenbahn der Viererkette bleibt wahrscheinlich alles wie gehabt. Bernat dachte laut Medienberichten zwar über einen Wechsel nach, wird sich dem Duell mit Alaba aber wohl erneut stellen. Die Aussicht auf einen Stammplatz sollte gering sein, aber der Spanier ist ein zuverlässiger Back-Up. Rechts hat Philipp Lahm hingegen eine große Lücke hinterlassen.

Kimmich soll sein Erbe antreten und zunächst als Stammspieler in die Saison starten. Ihm ist diese Aufgabe zuzutrauen, doch sollten auch Fehler eingestanden werden. Der 22-Jährige braucht eine positive Fehlerkultur, damit er sich optimal entwickeln kann. Speziell gegen den Ball hat er noch einige Probleme. Es wird für ihn darauf ankommen, eine gute Balance aus Offensive und Defensive zu finden und nicht zu linear zu agieren. Wenn er immer wieder in das Zentrum schiebt, wie es auch Lahm gelegentlich tat, wird er mehr Einfluss nehmen und helfen können. Sein Ersatz ist Rafinha, aber auch Rudy ist in der Lage einzuspringen.

Das defensive Mittelfeld

Im nächsten Mannschaftsteil hat sich ebenfalls eine Lücke aufgetan. Erstmals seit längerer Zeit muss der FC Bayern einen spielstarken Sechser kompensieren. Die natürliche Lösung dafür ist Thiago, der mehrfach bewiesen hat, dass er Alonsos Fehlen kompensieren kann. Sebastian Rudy wäre genauso eine Option. Der Deutsche hat für Hoffenheim sehr gute Spiele auf der tiefsten Mittelfeldposition gemacht und bewiesen, dass er das Geschehen lenken kann. Seine strategischen Fähigkeiten sind vielerorts massiv unterschätzt.

Es ist durchaus denkbar, dass die beiden ein Duo bilden werden, das sich die Spielminuten in der Liga aufteilen könnte. Beide zusammen auf dem Platz zu sehen, wäre aber genauso reizvoll. Zusätzlich stehen im Kader der Bayern noch Neuzugang Tolisso, den wir im Portrait bereits vorgestellt haben und Arturo Vidal.

Der Chilene war beim Confed-Cup in höherer Position deutlich stärker, als in tiefer Rolle beim FC Bayern. Ihn als offensivste Option der vier zu sehen, wäre trotz der technischen Fähigkeiten der anderen ein legitimer Gedanke. Bei Renato Sanches wird man sehen müssen, ob er noch verliehen wird. Vieles deutet darauf hin.

Die Offensive

Letztendlich bleiben für die letzten vier Positionen noch sechs Spieler. Lewandowski ist als Stürmer gesetzt. Sein Back-Up dürfte wiedermal Müller sein. Zwar waren viele Fans mit dieser Lösung nicht zufrieden, doch eine andere wäre vermutlich zu komplex. Alexis Sanchez wird sich höchstwahrscheinlich nicht mehr realisieren lassen und würde ohnehin für eine Überbesetzung sorgen.

Ein anderer Spieler, der in den meisten Begegnungen auf der Bank sitzt und im Ernstfall besser als Müller ist, wird nicht existent sein. Vielleicht muss der FC Bayern hier akzeptieren, dass dies die einzige große Schwachstelle des Kaders ist.

Auf den Flügeln werden Ribéry und Robben weiterhin viele Spiele absolvieren. Ein ähnlicher Spielertyp ist Kingsley Coman. Die Anzahl an Einsätzen sowie die Frage, wie der Franzose sie nutzen wird, werden bereits darüber entscheiden, ob er eine längere Zukunft in München hat. Im Zentrum ist Thomas Müller zu Hause. Auch für ihn steht ein wichtiges Jahr an. Wenn der Angreifer ein ähnliches Formtief offenbart wie in der vergangenen Saison, dann wird er es schwer haben.

Doch es ist genauso vorstellbar, dass Müller an der Konkurrenz wächst. Der 27-Jährige ist in Topform weiterhin wichtig für die gesamte Offensive. Arjen Robben, aber auch Robert Lewandowski profitierten in der Vergangenheit enorm vom Deutschen. Carlo Ancelotti wird kaum auf ihn verzichten können, wenn er wieder sicherer in seinem Spiel wird.

Neuzugang James Rodríguez wird voraussichtlich alle drei Positionen hinter der Sturmspitze mal bespielen dürfen, weshalb er keinesfalls nur als Konkurrenz zu Müller gesehen werden sollte. Bei seiner Vorstellung wurde untermalt, dass er überall spielen kann.

Rechts dürfte seine Rolle der von Robben ähneln und im Zentrum gibt es ebenfalls wenig Erklärungsbedarf. Auf der linken Seite hat Ancelotti aber endlich zwei Spielertypen, die in sein System passen.

Ribéry blühte zuletzt auf, als er immer wieder einrückte. Diese Asymmetrie zum rechten Flügel ist für den Trainer typisch, war sie doch auch in Madrid zu seiner Zeit ein Merkmal. James kann dies ebenfalls entgegen kommen.

Sowohl der Franzose, als auch der Neuzugang sind nicht (mehr) dafür bekannt, ihre Gegner über lange Sprints zu schlagen. Eingerückt können sie ihre spielgestalterischen Fähigkeiten ausspielen, das Mittelfeld unterstützen und ihre Mitspieler in Szene setzen. James wird dort zwar die ideale Positon für seine Distanzschüsse genommen, doch dafür kann er präzise Flanken schlagen, die Alaba und Costa in den letzten Monaten nicht hinbekamen.

Es ist ohnehin denkbar, dass der Trainer zwischen Müller, Robben, Ribéry, Coman und James hin und her rotiert.

FC Bayern München vs. SV Darmstadt, GrundformationenDer Bayern-Kader ist auf fast allen Positionen ausreichend besetzt.

Die Leistungen werden dann darüber entscheiden, wer sich Hoffnungen in den großen Spielen machen darf und wer von der Bank kommt. Der Italiener wird auf allen Positionen mehr rotieren müssen als in seiner Debütsaison, damit auch die Akteure auf der Bank in den wichtigen Monaten fit sind.

In der Vergangenheit haben wir oft darüber diskutiert, Ribéry eine Teilzeitrolle in der Endphase seiner Karriere zu geben. Mit der Verpflichtung von James könnte sich das bewahrheiten. Der Franzose wäre dann ein wertvoller Einwechselspieler, der in den letzten Minuten eines fiktiven Champions-League-Halbfinals vielleicht den Unterschied machen könnte.

Serge Gnabry ist eigentlich der siebte Offensivspieler, wird jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit noch verliehen. Sowohl Berater, als auch Spieler sind sich einig, dass dies besser für die Entwicklung wäre und auch Rummenigge bestätigte, dass Verhandlungen laufen.

Ist der FC Bayern bereits fertig?

Alles in allem ist der Kader der Münchner bereits jetzt herausragend besetzt. Mit der Leihe von Gnabry würde die Anzahl an Feldspielern auf 19 sinken. Hinzu kommen mit Benko, Dorsch, Friedl und Götze noch vier Feldspieler aus dem Jugendbereich, die sich aber aller Voraussicht nach keine Einsatzzeiten ausrechnen können. Sollte Sanches auch noch ausgeliehen werden, würde man mit derzeit 18 Feldspielern in die Saison gehen – einer weniger als im ersten Ancelotti-Jahr.

Natürlich ist der Italiener bekannt dafür, mit einem kleinen Kader in die Saison zu gehen, doch war der FC Bayern schon vor einem Jahr nicht zufrieden damit. Daher ist es schwer vorstellbar, dass die Münchner mit 18 Spielern starten.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass noch etwas passiert. Ob der Rekordmeister eine Lösung für das Lewandowski-Problem findet, wird sich zeigen, aber selbst wenn nicht, haben sie wieder sehr gute Chancen, in der Champions League einiges zu erreichen sowie die Meisterschaft zu gewinnen.

Der Kader ist ausgewogen und gut gestaltet – sowohl in der Breite, als auch in der Spitze. Insgesamt dürften die Münchner nicht nur jünger, sondern in der zweiten Reihe auch stärker aufgestellt sein als zuletzt. Wenn Ancelotti das richtige Maß an Rotation findet, sollten dies gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison sein.

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Leserkommentare
  1. Kramnik

    Ich hab nichts am Kader auszusetzen. Halte ein Lewi Backup wie schon erwähnt für nicht realisierbar. Eine Leihe von Sanches und Gnabry halte ich mehr als sinnvoll. Speziell Sanches brauch einen festen Stammplatz. Mittlerweile bin ich auch froh, dass Kimmich rechts seine Minuten gesichert bekommen wird. Der Konkurrenzkampf im Mittelfeld ist einfach nur brutal.

    Grade diese Leistungsdichte durch Tolisso, James und Rudy gefällt mir enorm. Man hat viele interessante Spielertypen, aus denen man nun eine Einheit formen muss. Ich würde hier ähnlich wie im Text erwähnt, Thiago weiter hinten platzieren und Vidal vom geschehen des Spielaufbaus fernhalten. James sehe ich ganz klar in der Ribery Rolle. Auf dem Flügel kann er spielen, man hat aber auch schon bei Real gesehen, dass er immer wieder ins Zentrum zieht und er sich dort wohler fühlt. Rechts können sich dann Coman und Robben abwechseln. Grundsätzlich sehe ich Coman eher links, aufgrund der Außenverteidiger macht dies aber weniger Sinn.

    Meine Meinung zu Müller hab ich nochmal überdacht. Davor wollte ich James auf der 10 und mit zwei schnellen Flügelspielern auf den Außen (Coman, Robben). Doch mittlerweile gefällt mir die Idee mit James in der Ribery Rolle und Müller, der den rechten Halbraum bespielt ziemlich gut.
    Das kann dann wie folgt aussehen https://twitter.com/redrobbery/status/885038075348471809
    Ist nicht von mir, war bloß zu faul selber was zu machen.

    Ich bin mehr als positiv überrascht von der Kaderplanung. Man hat seine Leute zum Trainings Start zusammen und hat sich konsequent von Altlasten getrennt. Sogar für nächste Saison scheint man mit Brandt und Goretzka zwei super Spieler für wenig Geld an der Leine zu haben.

    Meiner Meinung nach hat Bayern zur Zeit den zweit besten Kader auf der Welt. Real steht nochmal über allen anderen. Ich hatte mich bis zu dieser Saison wenig mit Real beschäftige, da ich deren Spielstyl nicht gerne anschaue. So ist mir gar nicht aufgefallen, was für einen perversen Kader Perez aufgebaut hat. Und das auch noch mit relativ wenig Geld. Barcelona hat meiner Meinung nach in den letzten Jahren einfach zu viele falsche Entscheidungen am Transfermarkt getroffen. Das alte Fundament beginnt nun auch langsam wegzufallen. Wenn diesen Sommer nichts größeres bei den Katalanen passiert, bin ich mal sehr gespannt wie sie sich nächste Saison schlagen. Wenn man mal sechs Jahre zurück denkt, da hatte man das beste Mittelfeld der Welt (Iniesta, Busquets, Xavi, Thiago, Toure) und nun kann man schon von einem Klassenunterschied zwischen Real und Barca sprechen. Real hat mit Modric, Kroos, Casemiro, Ceballos, Asensio, Kovacic und Isco das wahrscheinlich beste und tiefste Mittelfeld der Welt. Meiner Meinung nach gewinnen nicht gute Defensiven Titel, sondern gute Mittelfeld Spieler. Und wenn man sich unseren Kader anschaut, dann hat man sich grade in diesem Bereich sehr gut verbessert. Trotz des Alonso Abgangs.

    1. GP11

      Ich finds interessant dass du am Ende Barca und Real erwähnst.
      Barca hatte das vielleicht spielstärkste Mittelfeld aller Zeiten und setzt nach und nach auf technisch und spielerisch schwächere Spieler wie Turan, Rakitic und Gomes.
      Real setzt dagegen immer mehr auf spielstarke ZMs. Die Chancen stehen ja nicht schlecht, dass mittelfristig schon der von dir sogar vergessene Llorente Casemiro ersetzt.

      Nun die Quizfragen:
      – Was ist die erfolgreichere Weg?
      – Welchen dieser Wege geht Bayern?

      1. Kramnik

        Es kommt immer auf die Spielweise drauf an. Spielstarke Mittelfeldspieler sind keine universal Lösung. Da man von diesem Typus auf höchstem Niveau auch nur eine sehr begrenzte Anzahl vorhanden hat. Bayern geht meiner Meinung nach einen interessanten Mittelweg. Man hat mit Rudy, James und Thiago sehr spielstarke Leute im Kader. Mit Vidal, Tolisso und Sanches “dynamische Allrounder”.
        Ich bin auch ein großer Fan von Spielern wie Thiago, Verrati, Keita und Modric. Doch brauch man von diesem Typus nicht 3-4 Mann. Durch James ist man nicht mehr so abhängig von der Kreativität von Thiago und mit Rudy hat man jemanden der sauber von hinten ein Spiel aufbauen kann. Unterstütz werden sie von laufstarken, torgefährlichen und technisch/spielerisch soliden Leuten (Vidal, Tolisso, Sanches). Grade wenn ich an die Real Spiele denke, an Chile, Chelsea oder Javi Martinez sollte man diesen Typus nicht unterschätzen. Auch bei Real war Casemiro ein sehr wichtiger Baustein, dass man hinten stabiler steht und Modric/ Kroos sich weniger auf die Defensive konzentrieren müssen.

      2. GP11

        Das beste Barca gab es mit

        Iniesta Xavi
        Busquets

        Kein Dauerläufer benötigt

        Casemiro ist der einzige (!) nicht-spielstarke Real-ZM.
        Im Vergleich zu Modric, Kroos, Isco, Ceballos, Kovacic und Llorente.
        Und wie gesagt soll er auch noch durch Llorente ersetzt werden.

      3. Kramnik

        Ich hätte auch nichts gegen ein Mittelfeld bei Bayern was aus Thiago, Keita und Verrati besteht. Doch wie realistisch ist das ganze? Barca war eine absolute Ausnahmeerscheinung (mit Messi hatte man ja faktisch noch einen Mittelfeldspieler) . Man kann ja auch den Spielstil an seine Mittelfeld Spieler anpassen. Sodass man nicht so stark auf den spielstarken Typus angewiesen ist. Ich halte ein Mischung aus zwei spielstarken/technisch versierten Mittelfeldspielern (James und Thiago) in Kombination mit einem “Wühler” (Vidal) für den Spielstil von Bayern als optimal. Barca ist natürlich das Traumbeispiel, dass man Leute wie Vidal nicht braucht. Doch für mich stellt diese Mannschaft eine Ausnahme Erscheinung da, die man nicht kopieren kann. Es gab viele erfolgreiche Mannschaften mit “Wühlern” (Bayern 2013 oder Deutschland). Und nicht jede Mannschaft mit massenhaft spielstarken Leuten ist erfolgreich, siehe hierzu Spanien in den letzten Jahren.

  2. GP11

    “Der Kader ist ausgewogen und gut gestaltet”

    Wir haben sechs Spieler mit Profivertrag in der Innenverteidigung
    Wir haben einen Spieler mit Profivertrag als echten inversen Rechtsaußen, der Stand jetzt zudem auch wieder mal verletzt ist.
    James, Müller und Coman können da zwar auch spielen, aber das wäre schon wieder eine Umstellung. Kimmich und Alaba könnte man dann außerdem auch zu den Innenverteidigern dazu zählen.
    Vom weiträumigen Läufertypus im Mittelfeld möchte ich gar nicht anfangen.

    Ausgewogen ist für mich etwas anderes.

    Dann gibt es noch die allseits bekannte Thiago-Problematik, den man nicht ersetzen kann, und einen Ribéry, der Stammplatzansprüche hat, aber nicht 90 Minuten durchhält.

    Zum Sturm-Backup:
    Gnabry ist hierfür doch eigentlich ideal. Er ist ein Stürmer, der auch noch ein anderes Spielerprofil in die Mannschaft einbringt, und notfalls auch mal auf Außen einspringen kann. Zudem bringt er im Gegensatz zum Trio Lewandowski, James und Müller auch Tempo ins Zentrum.
    Ich hätte ihn zwar nicht unbedingt verpflichtet, aber wenn er schon hier ist, dann sollte man ihn doch bitte auch nutzen und einsetzen. Was bringt denn eine Leihe? Mehr als ebenjene Backup-Rolle wird Gnabry hier eh nie einnehmen, dann gebt sie ihm doch einfach jetzt schon.

    Wenn sich keiner verletzt, die Tagesform passt und das Glück mitspielt, kann man mit

    Lewandowski
    Ribéry James Robben
    Vidal Thiago
    Alaba Hummels Boateng Kimmich
    Neuer

    sicher jede Mannschaft schlagen.

    Ob man bei diesen Gehaltskosten und jährlichen Abschreibungen aber nicht noch einen viel besseren Kader zusammenstellen könnte, darf jeder für sich selbst beantworten …

    1. chicago_bastard

      @GP11: Du immer mit deinen Umstellungen. Als wäre es ein Katastrophenszenario nicht für jede Position zwei identische Spielertypen zu haben. Hatte Real Madrid letzte Saison einen vom Spielertyp identischen Bale-Backup? Nein, als Bale verletzt ausfiel, spielte statt des linksfüßigen inversen Tempo-Dribblers Bale plötzlich der rechtsfüßige verkappte Spielmacher Isco auf Rechtsaußen, eine krasse Umstellung des gewohnten Systems. Inwiefern hat das Real geschadet?

      Du solltest nicht alles so dogmatisch sehen. Bei einigen Dingen wie der Abhängigkeit von Thiago (vor dem James-Transfer) hast du ja durchaus Recht, aber ab und zu übertreibst du dein Uli-Kalle-Bashing.

      1. GP11

        Du hast sicher Recht, dass das eigentlich nicht so ein großes Problem darstellen sollte, nur scheint es aber in den letzten Jahren dieses aus Problem aus irgendwelchen Gründen gegeben haben.

        Abgesehen davon war das ja auch noch explizit auf das Zitat bezogen. Und wenn man Robben nicht eins zu eins ersetzen kann, aber gleichzeitig sechs Innenverteidiger hat, dann ist ein Kader nicht ausgewogen.
        Genau da liegt ja das Problem. Wenn man sagt, dass man bewusst auf einen Robben-Ersatz verzichtet und das mit Coman, James und Müller regelt, weil das Geld besser in einer anderen Position investiert ist, habe ich da volles Verständnis dafür. Nur wird bei uns das Geld eben in den x-ten IV und weiträumigen ZM gesteckt. Dann ist es nunmal besser, zwei inverse, schnelle RA zu haben als sechs IV und eine ganze Menge Arbeiter im ZM.

      2. Ohne81

        @GP11:
        Ich frage mich, wie Du zu den Zahlen kommst:
        Schaue ich mir den Kader an sehen ich zuerst einmal 2 Spieler, deren Hauptposition Rechtsaußen ist: Robben und Coman -> Also kann man von einer “Umstellung”, was das System betrifft, beim Wechsel Robben / Coman nicht sprechen. Müller spielt die Position zwar auch, aber seine Hauptposition ist dann doch eine andere.
        Zudem sprichst Du von 6 Innenverteidiger. Ich sehe hier nur: Hummels, Boateng, Martinez, Süle sowie den 19 Jährigen Götze, der wohl eher keine große Rolle spielen wird. Mit Götze sind es also nur 5 / ohne ihn sogar nur 4.

        Oder habe ich wieder einmal einen Transfer nicht mitbekommen?

      3. GP11

        Coman geht über rechts aber jegliche Torgefahr ab. Den Verlust des Abschlussspielers Robben kann er nicht kompensieren.

        Friedl hat hier einen Profivertrag bis 2021 unterschrieben. Wenn man den dann trotzdem unterschlägt bzw. wie der Autor dieses Artikels nicht einmal kennt, dann kann man schon auf die Idee kommen, der Kader wäre ausgewogen. Friedl hat übrigens den letzten Test als einziger neben Evina durchgespielt und ist nicht einmal auf dem Mannschaftsfoto der Amateure drauf.

      4. Ohne81

        Bei Friedl hab ich tatsächlich den Wechsel LV zu IV vergessen. Der läuft bei mir noch unter LV, soll ja aber IV spielen….dann sind es ja doch 6 :-)

        “Den Verlust des Abschlussspielers Robben kann er nicht kompensieren.” -> Wenn wir das gewollt hätten, dann hätte wir einen anderen Spieler holen müssen. Jeder Spieler ist anders in seiner Spielweise. Einen Robben kannst du niemals 1:1 ersetzen. Den “Robben-Move” kann halt nur…..Robben.

      5. GP11

        Mit Friedl kann man wohl auch am stärksten rechnen. Der lange Profivertrag ist ein Ausrufezeichen und seine Linksfüßigkeit im Gegensatz zu seinen Konkurrenten dürfte auch nicht schaden.

        Schade, dass man ihm Süle vor die Nase gesetzt hat. Der ist zwar wahrscheinlich schon talentierter, aber als vierter IV auf Bank/Tribüne macht das dann auch keinen großen Unterschied und ich hab da sowohl aus emotionalen als auch finanziellen und Image-Gründen lieber das Eigengewächs.

      6. Kramnik

        Stimmt Friedel ist gar nicht bei den Amateuren auf dem Bild. Vielleicht kann das hochziehen zu den Profis für Martinez ein Platz im Mittelfeld bedeuten. Wurde ja von Hoeneß mal angedeutet. Dann macht die Verpflichtung von Derrick Köhn mehr Sinn.

  3. Vobius

    Auf jeden Fall ein sehr viel dynamischerer und variablerer Kader, als die letzten Jahre. James gibt sehr viel Spielraum, für den Einsatz auf Außen oder im Zemtrum. Vidal bringt je nach Gegner eine weitere offensiv Option. Solange Lewi trifft, super, als Backup kann ich mir auch zwei Spitzen mit Müller und James, wobei der eine ein bisschen weiter vor bzw. zurückgezogen agiert. Das DM ist mit Rudy und/oder Thiago gesetzt. Ich freu mich wirklich, daß System mit den neuen Spielern funktionieren zu sehen.

  4. chicago_bastard

    In dem Schaubild hätte ich als zweite Option neben Robben für RA Coman statt James hingeschrieben. Der interpretiert die Rolle als Rechtsfuß zwar anders als Robben, aber dennoch als Flügelstürmer. James sehe ich dagegen eher eingerückt, ob halblinks oder halbrechts, aber eher nicht als klaren rechten Außenbahnspieler. Coman wäre zudem schon deshalb der natürliche Ersatz wenn Robben ausfällt, weil er dann als Einziger dessen Fähigkeiten im 1 gegen 1 einbringen könnte (wenn auch nicht auf dessen Niveau aber das kann keiner außer dem kleinen Argentinier von Barca).

    Außerdem würde ich ein 4-3-3 mit Thiago, Vidal und Tolisso im Mittelfeld nicht ausschließen. Carlo sprach zwar von einer Doppelsechs, aber er kann Vidal oder Tolisso ja auch als Zehner vor einer Doppelsechs sehen, dann wäre man bei dieser Variante. Die hier aufgemalte Formation mit der Offensivbesetzung James-Müller-Lewy-Robben sowie Thiago und Vidal dahinter wäre mir aber am liebsten.

    1. Ausschließen würde ich nix, aber der Weg vom 4-2-3-1 zum 4-3-3 ist ja eh nicht weit.

      Bei der Grafik ist mir auch vorhin aufgefallen, dass Coman rechts fehlt, aber ich erwähne ja im Text, dass da auf den 3 Positionen (hoffentlich) rotiert wird.

      1. Eva Etheber

        Rotation ist am besten so erhält man die Kraft weniger Verletzungen und ein ausgewogeneres Spiel

  5. Jo

    Der Transfersommer dürfte nach allen gemachten Aussagen noch nicht zu Ende sein.
    Eine Leihe von Gnabry dürfte wohl schon abgemacht sein. Bei Sanches dürfte es wohl schwierig werden den geeigneten Verein zu finden, aber da könnte ebenfalls noch was gehen.
    Dann würden wir bei den schon angesprochenen 18 Feldspielern (ohne Amas/Jugend) stehen. Für einen Verein mit unserem Pensum im Grunde schwer darstellbar. Dann würde sich ggf. die spannende Frage stellen, ob und was noch auf der Einkaufsseite passieren würde.
    Oder man geht tatsächlich den Weg bewusst die Plätze ab 18 ff für den eigenen Nachwuchs freizuhalten. Die erfolgreichen U-Mannschaften dieses Jahres bieten zumindest einen gewissen Spielraum für Phantasien.
    In dem Zusammenhang dürften die Vorbereitungsspiele vielleicht schon interessante Fingerzeige geben, ob sich da evtl. jemand profilieren kann.
    Die größten Baustellen sollten also erst einmal abgearbeitet sein, spannend bleibt es allerdings trotzdem noch ein wenig.

    1. Kramnik

      Ich würde die Plätze für die Jugend frei halten. Selbst mit einer Leihe von Gnabry und Sanches hat mann jede Position im Mittelfeld, Abwehr und Tor doppelt besetzt. In der Offensive kann die Vielseitigkeit von James helfen. Zudem kann Müller die Lücke des Lewi Backup schließen und Thiago kann auch immer in den offensiven Bereich vorrücken.

  6. Josef

    Gut ist der Kader natürlich. Keine Frage. Ist er ideal besetzt? Hier gehe ich mit GP11 und sage: An der ein oder anderen Stelle wäre mehr drin, ich leider auch unter der Vertikalisierung unseres Mittelfeldes. Aber lassen wir das. Die sportliche Leitung hat hier anscheinend andere Vorstellungen. Ihr gutes Recht.

    Justins Frage, ob alle Positionen doppelt besetzt und er Kader insgesamt ausgewogen besetzt ist, hätte ich gestern noch mit Ja beantwortet. Heute nicht mehr. Wenn Ancelottis Ankündigungen ernst gemeint sind, passt das nicht. Ancelotti kündigt also an, weiterhin auf eine Vierkette und eine Doppelsechs zu setzen. Also läuft es weiterhin auf ein 4231 hinaus. (Meiner Meinung nach nicht das richtige System, um auf die Epidemie an 3er/5er-Ketten zu antworten, aber lassen wir auch das.)

    Dann ist die Rechnung fürs Tor, die Abwehr und die Doppelsechs schnell gemacht: passt. Exzellent. Leider kein Platz für Sanches, der dann unbedingt verliehen werden müsste. Leider kein Platz für die defensiven Jugendspieler. Leider wenig Spielzeit für Rudy. Aber dass ist alles okay, gemessen an den Ansprüchen des FCB.

    Aber für die vier offensiven nach mutmaßlicher Gnabry-Leihe nur sechs Spieler. Seriously? Mit Rib und Rob, die noch ein Jahr älter sind? Das passt vorne und hinten nicht. Wenn man sich dann noch auf den Schirm ruft, dass es pro Spiel drei Einwechslungen gibt, und dass bevorzugt offensive Spieler gewechselt werden (Ribery hat ja keine Kraft mehr für 90 Minuten), passt das noch weniger.

    Vielleicht hat Ancelotti aber einfach nur gemeint, dass er mit mindestens zwei Sechsern spielt und es wird nachher doch ein Ancelotti-V mit drei zentralen Mittelfeldspielern. Dann wäre der Kader – gegeben der Prämissen – ziemlich rund und die Saison kann starten.

    1. Ohne81

      Ja ist das aber nicht ein Widerspruch an sich? Auf der einen Seite “muss” Sanches verliehen werden, da kein Platz für ihn da ist. (Und auch die Jugendspieler haben kaum eine Change auf Spielzeiten.)
      Auf der anderen Seite sollen neue Spieler für die Offensive kommen, wodurch aber Spieler wie Coman / Benko noch weniger Chancen auf Einsatzzeiten hätten. (Gnabry lass ich mal außen vor, der wird mMn. eh verliehen.)

      Ich würde sagen: Entweder etwas weniger “gestandene” Spieler und den Rest müssen die jungen Spieler / Jugendspieler erledigen (inkl. der Gefahr, dass diese spielentscheidende Fehler machen). Oder aber mehr “gestandene” Spieler und wir brauchen uns über unsere jungen Talente keine Sorgen mehr zu machen, da sie eh nie bei uns spielen werden.

      1. GP11

        Spieler werden aber nicht nach ihrem Alter, sondern nach ihren Positionen unterschieden.
        Wenn man tatsächlich mit Doppelsechs spielt, gibt es nur eine Kaderstelle für Vidal, Tolisso und Sanches – außer einer davon spielt auf der 10.
        Das ist schon ein Unterschied zum Spielerangebot in der Offensive.
        Allerdings würde ich auch lieber niemanden holen, anstatt jemanden, der nur bedingt passt.

      2. Josef

        Nö, kein Widerspruch.
        Für die 2 Positionen (Doppelsechs) im DM wäre man mit Sanches fünf Spieler = 2,5 Spieler pro Position. Ohne Sanches wären es 2,0 pro Position.
        Für die 4 offensiven Positionen hätte man ohne Gnabry sechs Spieler = 1,5 Spieler pro Position. Mit Gnabry immer noch “nur” 1,75 pro Position. Für Gnabry sähe die Welt also deutlich besser aus als für Sanches.

        Aber wie gesagt, eh alles nur Spielereien unter der Prämisse Doppel-6 plus James auf der 10.
        Und im 433/4321/442 sieht die Welt eh ganz anders aus.

  7. wipf1953

    Wie geht es Euch bei der “Idee” des rechten Außenverteidigers Kimmich? Mir ist da ehrlich gesagt unwohl. Nur weil er das gegen Nordirland (!) passabel gespielt hat ist er noch lange kein Lahm-Ersatz. Mein Tipp lautet, dass Rafinha viel mehr Spiele machen wird als ihm “der Mainstream” momentan zutraut.

    Mich erinnert das leider auch an die “legendäre” Entscheidung des Bayern-Managements nach van Gaal (also im Sommer 2011), Lahm wieder als linken Außenverteidiger einzuplanen (O-Ton Franz B. – da hat er seine besten Spiele gemacht – das war allerdings gegen Costa Rica, das fußballerische Nordirland von Mittelamerika). Zur Erinnerung: Ein halbes Jahr später, zu Beginn der Rückrunde, meinte der unvergleichliche Nerlinger dann: “an die Meisterschaft brauchen wir gar nicht zu denken” .. Die Meisterschaftshoffnung glomm dann schon noch mal auf – allerdings mit einem Lahm als Rechtsverteidiger.

    Ich bin gespannt, was Carlo “in petto” hat. Wir haben auf beiden AV-Positionen Baustellen. Alaba war die letzte Saison nicht wirklich gut und sollte sich jetzt mal beweisen (was alle von Müller einfordern). Und rechts ist an sich nur Rafinha. ..

    Man kann es drehen und wenden wie man will – die Zeit der puren Bayern-Flügeldominanz, mindestens 10 Jahre, ist vorbei. Transfers helfen uns allerdings nicht, weil es passenden Ersatz einfach nicht gibt. Jetzt ist der Trainer gefordert.

    1. Axel

      Stimme dir völlig zu und bin wirklich erstaunt, wie schulterzuckend dieser krasse Qualitätsunterschied zw Lahm und Kimmich auf RV von vielen akzeptiert wird.

      1. chicago_bastard

        Das wird deswegen akzeptiert, weil es auf dem Markt nun mal keinen RV gibt, der zu finanziell sinnvollen Konditionen verfügbar ist und ein deutliches Upgrade zu Kimmich wäre. Du kannst ja gerne entsprechende Kandidaten benennen, ich kenne keinen.

        Außerdem sollte man sich mal entscheiden. Letzte Saison wurde rumgejammert Carlo verbaue dem Verein die Zukunft weil er die jungen Spieler zu wenig einsetze, jetzt bekommt ein junger Spieler die Möglichkeit auf viele Einsätze zu kommen und es wird auch wieder gemeckert.

      2. Ohne81

        @CHICAGO_BASTARD
        “Außerdem sollte man sich mal entscheiden. Letzte Saison wurde rumgejammert Carlo verbaue dem Verein die Zukunft weil er die jungen Spieler zu wenig einsetze, jetzt bekommt ein junger Spieler die Möglichkeit auf viele Einsätze zu kommen und es wird auch wieder gemeckert.”

        +1 -> genau meine Meinung

      3. Kimmich wird gerade zu Beginn Fehler machen, aber gesteht ihm die doch zu? Er hat das Potential diese Position langfristig sehr erfolgreich zu gestalten, wenn er sie auf seine Weise interpretiert. Dafür braucht es aber Geduld und nicht das Verlangen danach, dass er sofort alles richtig macht. Kimmich ist Lernfähig wie kein zweiter und wird das Ding auf länger Strecke schon rocken. Vertrauen, positive Fehlerkultur und eben NICHT der Vergleich mit Lahm werden ihm helfen.

        Rafinha ist übrigens keine langfristige Lösung.

      4. Jo

        Ich glaube auch nicht unbedingt, dass Kimmich seine Karriere vorzugsweise als RV verbringen wird. Aber für den Anfang kann es ein ganz guter Einstand sein um Spielzeiten zu bekommen.
        Und die Frage wer denn nun besser als der Stamm-RV der deutschen Nationalmannschaft geeignet sei und auch halbwegs realistisch zur Verfügung steht harrt immer noch der Antwort.

        Leider werden sich allerdings Justins Hoffnungen in Bezug auf eine positive Fehlerkultur sicher nicht erfüllen. Und natürlich wird Kimmich vorzugsweise mit Lahm verglichen werden. Und das natürlich mit dem imaginären, nicht dem realen Lahm.
        Also werden wir nächste Saison vsl. sehr viele angeregte Diskussionen um Kimmich und seine Position und den RV führen.

    2. GP11

      Meine Bedenken bzgl. Kimmich sind weniger qualitativer Natur, sondern ich sehe ihn als falschen Spielertyp an, da wir einen linearen und keinen einrückenden RV brauchen.

    3. Systemrelevant

      Na ja,

      wenn ich mich richtig erinnere wurde auch gerade hier Lahm in der letzten Saison nicht gerade unkritisch gesehen. Gab genügend Situationen in denen er von schnellen Flügeldribblern einfach stehen gelassen wurde.

      Gerade wir, also die Fans, müssen Kimmich genügend Luft für seine Entwicklung geben. Gerade wir als Bayern müssen doch wissen, dass es auch große Niederlagen braucht um einen großen Spieler, eine große Mannschaft zu formen. Kimmich sollte absolut das Zeug dafür haben um in diese Position hineinzuwachsen, sodass wir in 10 Jahren + x wieder hier sind und darüber schwadronieren, dass es keinen Ersatz für ihn geben kann.

      Vllt kompensiert er seine Fehler, die es mit Sicherheit mal hier und dort in der Defensive geben wird mit 10 Vorlagen + x für Lewi, wie es Wagner es während des CC prophezeit hat.

    4. Eva Etheber

      Man kann keinen Spieler eins zu eins ersetzen. Kimmich wächst mit seiner Art in die Position oder der Rest der Mannschaft muss die Lücken ausfüllen.

  8. Dieter Thomas Heck

    Fuck sieht Carlo auf dem Bild alt aus.

    1. Eva Etheber

      Der ist auch schon alt oder glaubst du der bleibt wegen seiner Bekanntheit für immer jung? Das ist auch nur eine Mensch wie jeder von uns. Nicht jeder steht auf Schönheitsops ich jedenfalls nicht Natürlichkeit ist immer noch am besten.

  9. cj

    Mich wundert es schon auch ein bisschen, dass Gnabry verliehen werden soll. Er wäre ein sinnvoller Ergänzungsspieler für diesen Kader. Für seine Entwicklung ist es natürlich besser. Insgesamt sollte man die Abgänge von Alonso und Lahm nicht unterschätzen spielerisch aber insbesondere auch in ihrer Rolle als Spielerpersönlichkeiten. Offensiv könnte Rodriguez einen neuen Schub geben, aber man sollte drei Dinge nicht vergessen: 1. Das Duo Kimmich/Robben muss sich erst finden. 2. Robben und Lewandowski müssen verletzungsfrei und formstark wie letzte Saison bleiben. 3. Viele neue Spieler brauchen eine gewisse Eingewöhnungsphase, insbesondere Rodriguez könnten die disziplinierten Defensivtaktiken der Bundesliga durchaus zusetzen.

    1. Marco05

      “Soll” ist ja relativ. Offenbar will er das weil er sich im letzten Vertragsjahr von Robbery zu wenig Einsätze ausrechnet. Das ist meines Erachtens auch eine realistische Einschätzung. Allerdings ist es halt ein riskantes Spiel, da die beiden ja kaum alle Spiele machen werden und Verletzungen vorprogrammiert sind (siehe Robben).

      Bei Kimmich ist jetzt vor allem erstmal wichtig, dass er konstant spielt. Da er auch in der NM als RAV eingeplant ist sehe ich das nicht so kritisch, zumal im ZMF ohnehin schon jetzt ein Überangebot herrscht. Die Lösung ist mir allemal lieber, als mit Rudy hinten rechts, weil der inzwischen die nötige Abgezocktheit für das MF mitbringt und dort sicher besser aufgehoben ist.

      Ansonsten ist es wie immer ein Glücksspiel: verletzt sich niemand – und letztes Jahr hatten wir die Situation ziemlich lange – spielen nur die arrivierten und der Rest schmollt. Kommt Verletzungspech hinzu, wie letztes Jahr zum blödesten Zeitpunkt, wird es schnell knapp und gerade gegen die Top5 fehlt die Qualität in der Breite. Insofern ist der CL-Titel auch nie programmierbar. Wenn bei Real Modric, Ramos oder Ronaldo ausfallen ist es das auch gewesen. Leider haben wir die letzten 4 Jahre dort nie im Bestzustand antreten können, aber irgendwann wird das ja wohl mal wieder gelingen…

      Ich bin mit den bisherigen Aktivitäten mehr als zufrieden und das bei einem Transferdefizit von ca. 50 Mio (wenn man Costa als verkauft betrachtet). Das ist absolut in Ordnung und qualitativ sind wir vor allem mit James und vermutlich auch mit Tolisso wieder ein Stück weiter gekommen.

    2. Eva Etheber

      Der will spielen wenn er das trotz der Konkurrenz kann wird er bleiben sonst hat er bestimmt wo anders mehr Chancen . Der muss sich entscheiden wo er sich am besten weiter entwickeln kann. Auf dem Platz oder auf der Bank was meint ihr?

      1. Entlauber

        Ich meine, dass er sich auf der Bank am besten weiter entwickeln kann. Meiner Ansicht nach ist eine seiner größten Stärken das Sitzen, dieses Potenzial kann so am wirkungsvollsten gefördert werden.

      2. Eva Etheber

        Wie dreist !!!

  10. Ju

    Sehr schön, dass mit diesem Artikel die Diskussion fortgeführt wird, was die Transfers denn nun für den FC Bayern bedeuten.
    Mit vielem kann ich mich anfreunden, allerdings mit einem nicht: Die Großzügigkeit, nun Gnabry zu verleihen, halte ich, nachdem ich es im ersten Moment nachvollziehen konnte, für grob fahrlässig. Weder James, noch Müller sind passende Flügelspieler; und selbst wenn, entstünde dadurch Personalknappheit auf den beiden zentralen Offensivpositionen. Somit wird man mit Robben, Ribery und Coman als Außenstürmer in die Spielzeit gehen. Wenn man sich die Einsatzzeiten der vergangenen Jahre anschaut, weiß ich nicht, wie das gehen soll:
    – Robben hatte zuletzt ein relativ gesundes Jahr. Er hat in der Liga (CL und Pokal noch zusätzlich zu betrachten wäre sehr spekulativ) 1827 Minuten gespielt. Damit hat er vergleichsweise überperformt, deshalb nehmen wir mal seinen Schnitt der letzten drei Jahre, der 1535 beträgt.
    – Ribery hat 1240 Minuten gespielt. Ich erwarte nicht, dass es dieses Jahr viel mehr werden wird. Im Gegenteil, sein Durchschnitt der letzten drei Jahre liegt bei 960.
    – Coman hat letzte Saison 913 Minuten gespielt, hätte aber, trotz vieler kleiner Verletzungen, sicher mehr spielen können. Nehmen wir einfach die Zahl aus seinem ersten Jahr, nämlich 1690.

    Das bedeutet, dass von unseren drei Spielern pi mal Daumen 4200 Einsatzminuten zu erwarten sind. Zu besetzen sind allein in der Liga allerdings 6120 Minuten. (also beide Außenpositionen in 34 Spielen. Wir haben also eine Differenz von knapp 2000 Spielminuten, also eine komplette Kaderstelle. Selbst wenn ich jetzt sage, dass diese 2000 Minuten James spielt, dann ist es auf der 10er Position bzw. im Sturm wieder sehr sehr dünn.

    Entschuldigt die vielen Zahlen, ich sitze in der Bahn und habe Zeit ;)

    Zum Thema Innenverteidiger, was oben von GP11 und Ohne81 diskutiert wird: Wir sind da nur auf dem Papier überbesetzt. Ich sehe – stand jetzt – in Boateng kein vollwertiges Kadermitglied.

    1. Jo

      Die Frage der Costa bzw. Gnabrynachfolge (bevor er überhaupt da ist) ist durchaus spannend.
      Leider habe ich auch gewisse Zweifel, ob Robbery nochmal an die Einsatzzeiten des letzten Jahres anknüpfen können. Das war, wie von dir beschrieben, schon eher überdurchschnittlich.
      Deshalb halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass da auf der Einkaufsseite noch was passiert. Oder alternativ ist man tatsächlich der Hoffnung, wie oben schon angedeutet, man hätte mit Leuten wie Tillman oder Evina noch Optionen im eigenen Haus.

      Zur Innenverteidigung kann man evtl. diskutieren ob diese überbesetzt wäre. Dazu muss man natürlich alles ignorieren was in den letzten Jahren tatsächlich passiert ist. Also lasse ich es mal.

    2. chicago_bastard

      Ich denke mal man geht von der Formation mit zwei Flügelstürmern allmählich ab, daher reicht es Robben, Ribery und Coman im Kader zu haben. Die Verpflichtung von James ist ein Fingerzeig in diese Richtung. Wie oben skizziert gäbe es dann nur noch rechts einen echten Flügelstürmer, während der linke Offensivspieler (meist James) eingerückt agiert und hier der aufgerückte Alaba für die Breite sorgt.

      Zudem ist zu bedenken, dass man über 40 Mio für Tolisso ausgegeben hat, der somit wohl auch für viele Einsatzzeiten vorgesehen ist und nicht nur als Backup für Vidal. Daher wird auch der wohl mit den Offensivspielern um Einsatzzeiten konkurrieren.

      1. GP11

        Damit habe ich eigentlich auch gerechnet, aber Ancelotti hat gestern gesagt, dass er mit zwei 6ern spielen will. Das würde einen Weggang vom Flügelspiel eher ausschließen.

        Kann natürlich auch nur Gerede sein, um den gemeinen deutschen Sportjournalisten und Fußballfan zu beruhigen. Gerade Guardiola, Ancelotti und Löw bezeichnen ja gerne alles mögliche als 4231, weil man dann nie hinterfragt wird, ob eine andere Formation besser wäre. Gerade die Mythen vom 10er Müller und 6er Khedira belegen das ganz gut.

    3. Eva Etheber

      Wann kommt Boateng den zurück?
      Ist Neuer wieder fit?

  11. Rheumakai

    Der Kader ist gut, aber wie im letzten Jahr nicht ausgewogen:
    – Zentrale Mittelfeldspieler zum Saufuadan.
    Dafür:
    – Ein Flügelstürmer zu wenig.
    – Kein zweiter Mittelstürmer. Einen solchen brauchen wir einfach unbedingt!!!! Dass Lewandowski letzte Saison so wenig verletzt war, war reines Glück! Stellt euch vor, Lewandowski holt sich Mitte Januar einen Bänderriss. Was dann?
    Es reicht doch ein talentierter Jugendspieler oder alter Haudegen. Aber wir brauchen einen zweiten Stürmer!

    1. Jo

      Wenn dir ein talentierter Jugendspieler genügt nimm doch gedanklich Wintzheimer oder Evina mit dazu. Dann passt es ja.

      1. Minanda

        Die würden verhungern. Jungen Spielern muss man Vertrauen und viel Einsatzzeit schenken, wie LvG damals Müller und Badstuber.

        Als Spieler Nr. 20-23 ist es für die Entwicklung kontraproduktiv, gelegentlich mal im Profi-Kader mit auf der Bank zu sitzen und ansonsten nur mitzutrainieren.

        Wie Pep es teilweise kreativ löste, so würde ich auch heute bei Bayern auf ausgefallenere Lewandowski-Backups setzen. Robben kann das, wenn er sich zwischen den Linien bewegt, Müller auch, James vielleicht als falsche Neun. Die Frage ist nur, ob Ancelotti das möchte.

    2. Eva Etheber

      Was ist mit Müller kann man den nicht wieder zu alter hochform aufbauen. Der war doch mal gut und sie vertrauen ihm sonst wäre er weg. Können die sich nicht mal um die seelischen Probleme ihrer eigenen Leute kümmern und nicht nur neue als Ersatz kaufen. Das kostet nur Geld und ist einfach nicht sozial gegenüber den eigenen Leuten.

  12. Minanda

    Ich bin gespannt, ob Ancelotti nicht mal mit dem Spielermaterial seine alte Tannenbaumformation aus der Mottenkiste holt.

    Die angesprochenen zwei Sechser waren damals Ambrosini und Gattuso. Zwei Wadenbeißer (obwohl Ambrosini auch spielerisch Akzente setzen konnte). Dazwischen spielte Pirlo wohl behütet groß auf.

    Transportiert in die heutige Zeit wäre das:

    Ambrosini = Tolisso
    Gattuso = Vidal
    Pirlo = Thiago

    1. Eva Etheber

      Man kann nicht alle Systeme auf eine Mannschaft übertragen es muss im Gesamtkonzept passen. Ancelotti ist schlau der wird seine Spieler schon optimal einsetzen. Sucht er eigentlich die neuen Spieler aus oder machen das Rumenigge und Hoeness ? Er muss mit den Spielern arbeiten und es geht zwar um Leistung aber auch um Charakter und Soziale und Kluge Entscheidungen im Kader und auf dem Platz das ganze System muss funktionieren und nicht nur ein einzelner auch Spieler die eine Schlechte Saison spielen können gut für das Zusammen Gefüge des Kaders sein.
      Nur große Ego Spieler wie Vidal und Ribery brauchen einen moralischen Gegenpol. Wollen die nur ihre Bekanntheit steigern und sich mit Transfers saure Konkurrenz machen oder ernsthaft eine Fähige und gut zusammen agierende Mannschaft aufbauen die zwar nicht nur bekannte Stars besteht aber einen fairen Umgang auf dem Platz und Sympatie bei den Fans erzeugt. Wenn sich die Spieler im Verein wohlfühlen und es ihnen gut geht spielen sie besser und werden erfolgreicher das ist doch das Ziel. Die sollten sich mal überlegen wie man das am besten erreicht .

  13. Tschemp

    Wird es eine Fragerunde der Miasanrot-Autoren zum Thema geben?

    z.B.:
    Wo liegen Stärken/Schwächen in der Kaderzusammenstellung?

    Wer fehlt noch und wer ist überflüssig?

    Genügt die Kadertiefe (Dortmund hat gefühlt 10 Profis mehr)?

    Wird der Post-Robbery-Umbruch zu schaffen sein und ist dafür Philosophieänderung nötig?

    Auf welchen Positionen kann man mit einer Chance und einem Nutznieser von den Amateuren rechnen?

    Wie sieht unsere stärkste Aufstellung im Ligaalltag (passiver, tiefstehender Gegner) und CL-Ernstfall (starker, Druck machender Gegner) aus?

    Wie stark ist der Kader im Vergleich international?

  14. PH

    Die sechs Innenverteidiger sehe ich als sinnvoll, wenn man die Polyvalenz der meisten Verteidiger bedenkt: Martinez und Kimmich und mit Abstrichen Alaba können bedenkenlos im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden; mit Friedl/Götze und Süle in der Innenverteidigung würde ich (bei einem theoretischen Ausfall von Hummels und Boateng) ungern gegen ManCity im CL-Halbfinale spielen, gegen Hannover am 13. Spieltag kann ich mir das aber durchaus vorstellen. Gleichzeitig können eigentlich alle “echten” Mittelfeldspieler außer Rudy auch gut eine Position nach vorne rücken, so dass Ausfälle auf den offensiven Positionen ebenfalls leichter aufzufangen sind. Klar: Wichtig hierfür wäre natürlich eine entsprechende gedankliche Flexibilität des Trainerstabs, die ich mir durch Sagnol erhoffe; aber setzt man die voraus, ist die Kaderzusammenstellung m.E. sehr gelungen.
    Als Lewandowski-Backup werden wir wieder mit Müller rechnen müssen. Mit einem stärkeren Fokus auf Zentralität und Vertikalität im Angriff kann das aber durchaus besser funktionieren als im letzten Jahr, als man am Flügelspiel festhielt, dafür aber im Grunde in Robben nur noch einen Spieler hatte. Denn man darf nicht vergessen, dass es in der Ribéry/Robben-Hochzeit mit Kroos und Schweinsteiger (nicht zu vergessen: Gustavo!) auch Mittelfeldspieler gab, deren strategische Fähigkeiten perfekt dazu passten – im Gegensatz zu Thiago oder Vidal. Im Übrigen wird Müller m.E. auch auf allen anderen denkbaren Positionen von der veränderten Ausrichtung profitieren.

  15. Tannenbaum System incoming?
    Lewandowski
    James (Ribery)- Müller (Robben)
    Thiago (Rudry) – Vidal (Martinez) – Tolisso (Kimmich)
    Alaba (Bernat) – Hummels (Martinez) – Boateng (Süle) – Kimmich (Rafinha)
    Neuer

    Es ist schon bemerkenswert, dass trotz vermeintlichem Bedarf kein echter Flügelspieler geholt wurde und mit Costa einer abgegeben wurde.

    1. Minanda

      Siehe meinen Kommentar vom 13.07.

      Ancelotti scheint sich aber auf eine Doppelsechs versteift zu haben.

  16. Martin

    Ein sehr informativer Beitrag, danke dafür!

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