Supercup: Borussia Dortmund – FC Bayern München 2:0 (1:0)

Es sollte ein intensiver Aufgalopp in die Saison 2014/2015 werden. Ein letzter richtiger Test, bevor es mit dem Auftakt im Pokal gegen Münster am Sonntag ernst wird. Doch aus dem prestigeträchtigen Duell des FC Bayern mit Borussia Dortmund, um den sportlich eher wenig bedeutenden Supercup, wurde für den Rekordmeister ein ziemlich bitterer Abend. Javi Martínez musste in der 31. Minute mit einer offenbar schweren Knieverletzung (Verdacht auf Kreuzbandriss) vom Feld und der FC Bayern bewies danach mit einer in weiten Teilen alarmierenden Vorstellung, wie viel Arbeit noch vor Guardiola und seinem Team liegt.

Falls ihr es verpasst habt: Bayern startete mit dem erwarteten Mix aus Spielern, die die komplette Vorbereitung absolviert haben, wie Lewandowski, Bernat und Alaba, sowie einigen verspäteten Rückkehrern, wie Müller oder Boateng. Guardiola setzte dabei ebenfalls wie erwartet auf das in der Vorbereitung einstudierte 3-4-3, das mit den variablen Außen schnell zu einem 5-4-1 wurde. Im Zentrum bekamen Rode und Gaudino die Chance von Anfang an. Bayern begann recht gefällig und hatte zunächst wenig Probleme mit Dortmunds Angriffspressing. Shaqiri vergab die erste Chance aus vielversprechender Position (3.). Mit zunehmender Spielzeit wurde Dortmund gefährlicher. Vor allem im Gegenpressing gelangen der Klopp-Elf dabei immer wieder schnelle Ballgewinne. Nach mehreren Halbchancen die Neuer gut parierte, gelang Mkhitaryan in der 23. Minute das 1:0. Als kurze Zeit später Martínez nach einem Zweikampf liegen blieb, verlor Bayern endgültig die Sicherheit. Fast 100 Fehlpässe spielte Bayern über 90 Minuten. 83 Prozent Passquote dürften dazu in der Guardiola-Ära ein ziemlicher Tiefstwert sein. Dortmund überrannte die Münchener phasenweise und erspielte sich über ein Dutzend sehr guter Möglichkeiten. Neuer bewies dabei mit einigen Paraden eine gute Frühform.

Zwar kam mit der Hereinnahme von Lahm zur Pause etwas mehr Struktur ins Spiel – an den Kräfteverhältnissen änderte sich aber wenig. Aubameyang nickte in der 62. Minute eine Piszczek-Flanke zum 2:0 Endstand ein. Am Ende war Bayern mit diesem Ergebnis noch sehr gut bedient.

3 Dinge, die auffielen:

1. Dortmunds Pressing entscheidet das Spiel

Wie so häufig steht und fällt ein Duell zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund mit dem Dortmunder Pressing und Bayerns Reaktion darauf. Es bleibt dabei: Je besser das Dortmunder Pressing funktioniert, je seltener der FC Bayern einen geregelten Spielaufbau organisiert bekommt, desto größer sind die Chancen der Klopp-Elf und umgekehrt. Selten wurde das deutlicher als in diesem Spiel. Bayern verstand es zunächst die Vorteile der Dreierkette ohne umständlich abkippenden 6er und mit sehr breiten Halbverteidigern, die Dortmund auseinanderzogen, das Angriffspressing immer wieder auszuhebeln. Bayern hatte in den ersten knapp 15 Minuten Spiel- und Ballkontrolle, kombinierte sich recht ansehnlich durch die Schnittstellen und nutzte die Räume hinter Dortmunds 2er-Sturm geschickt. Mit zunehmender Spieldauer gelang das immer seltener. Je kürzer der Weg der Dortmunder zum Tor nach einem Ballgewinn war, desto gefährlicher wurden die Angriffe. Das 0:1 fiel nach einem missglückten Diagonalball von Neuer nach dem Mkhitaryan das Spiel durch das Zentrum schnell machte. Über 10 Dortmunder Chancen entstanden innerhalb weniger Sekunden nach einem Ballgewinn. Bayern machte es dabei den Hausherren so leicht wie selten. Mit Boateng (11), Dante (10), Alaba (10) und Neuer (9) führten vier Aufbauspieler die Fehlpass-Statistik an. Auch Gaudino als häufig defensiverer zentraler Mittelfeldspieler spielte am Ende 9 Fehlpässe. 49 Fehlpässe also insgesamt von diesen für den Spielaufbau so wichtigen Akteuren – der beste Beweis für die Nachlässigkeit der Roten und die Qualität des Dortmunder Pressings. Dass Gaudino im Zentrum so gut wie nie Zugriff gegen die Dortmunder Gegenstöße bekam (nur 4 gewonnene Zweikämpfe) kam erschwerend hinzu.

Ein weiteres Erfolgskriterium für die Dortmunder war die Verteidigung von Robert Lewandowski. Es war klar zu sehen, dass Klopp die Anweisung ausgegeben hatte die Ballannahme des Polen engagiert zu attackieren. Im Prinzip eine simple vorgehensweise gegen einen technisch versierten Stürmer, die vor allem Sokratis fast in Perfektion umsetzte. 11 Zweikämpfe gewann der Grieche. Lewandowski nur 5. Dazu hatte der Pole mit 32 Ballkontakten die wenigsten auf Seiten der Münchener. 22:4 Torschüsse waren am Ende eine klare Ansage. Der Umgang mit Dortmunds Pressing wird definitiv die Königsaufgabe in den Duellen mit den Westfalen bleiben.

2. Die zweite Reihe enttäuscht

Der Supercup war eine gute Gelegenheit für Spieler aus der zweiten Reihe Ansprüche zu untermauern und das große Vertrauen, das Guardiola allen Spielern bisher entgegengebracht hat zu rechtfertigen. Genutzt hat diese Chance zumindest in diesem Spiel keiner. Die linke Seite mit Juan Bernat und Shaqiri blieb weitgehend wirkungslos. Vor allem Bernat offenbarte dabei durchaus überraschende spielerische Defizite wenn er unter Druck geriet. Shaqiri, der vor einer richtungsweisenden Saison steht, ließ sich nach engagiertem Beginn den Schneid abkaufen und traf allzu häufig falsche Entscheidungen. Auch Højbjerg wirkte seltsam gehemmt, verlor viele Zweikämpfe und war insgesamt wenig ins Spiel eingebunden. Einzig Rode, dem sicher auch nicht alles gelang, dem aber immer anzumerken war, dass er um seinen Platz in der Mannschaft kämpft, konnte ein paar Pluspunkte sammeln. 18 Zweikämpfe gewann der giftige Neuzugang. Die meisten aller Feldspieler.

Sicher nicht allzu hart sollte die Kritik an Gianluca Gaudino ausfallen. Der 17-Jährige unterstrich seine gute Ballbehandlung und Ruhe am Ball, trotzdem wirkte auch er spätestens ab der 30. Minute überfordert. 26 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind dafür der beste Beweis. Auch seine Passquote litt mit zunehmender Spielzeit und Spielintensität. Der FC Bayern steht vor einem extrem kniffligen Saisonstart – der 17-Jährige sollte die Zeit bekommen bei den Amateuren zu wachsen und sich an die Intensität des Herrenfußballs zu gewöhnen. Die Anlagen für eine gute Entwicklung mit Einsatzchancen in München hat er allemal. Das blitzte gegen Dortmund durchaus immer mal wieder auf.

Insgesamt wird die Leistung der “zweiten Reihe”, die den FC Bayern zum Saisonstart tragen soll (oder besser muss), Guardiola ein wenig Kopfzerbrechen bereiten. Er wird gerade von Ihnen schon am Sonntag in Münster eine Reaktion einfordern.

3. Die möglichen Folgen der Martínez-Verletzung

Es ist schon brutal wie viel eine Szene, ein Zweikampf verändern kann. Sollte sich der Verdacht auf einen Kreuzbandriss bestätigen, könnte der damit zu erwartende langfristige Ausfall von Martínez weitreichende Konsequenzen haben. Zuallererst für die Karriere des Basken. Ein Kreuzbandriss ist heute in der Regel kein Grund für eine Karriereende. Trotzdem wäre diese Verletzung für Martínez weiteren Karriereverlauf ein Einschnitt. Er wird so oder so Zeit brauchen, um zurück zu finden. Auch für den FC Bayern hätte eine schwere Verletzung des 25-Jährigen Konsequenzen. Die Innenverteidigerposition war die, auf der am wenigsten passieren durfte. Die Münchener werden wohl in den nächsten Tagen einen weitgehend leer gefegten Markt sondieren müssen. Die Verpflichtung eines Hochkaräters könnte zu diesem Zeitpunkt sehr teuer werden. Eine Lösung mit einem erfahrenen, international erprobtem Spieler – wie zuletzt Pepe Reina – scheint die naheliegenste Option zu sein, wenn Bayern tatsächlich nachlegen sollte. Schwierig wird diese Personalsuche allemal. Auch Holger Badstuber wird nun wohl deutlich früher als geplant als echte Alternative in den Fokus rücken müssen.

Unklar ist auch was eine Verletzung von Martínez für Guardiolas taktische Pläne bedeuten würde. Martínez war fest als zentraler Spieler in der Dreierkette eingeplant. Er hätte hier seine herausragenden Qualitäten am ehesten zur Geltung bringen können. Ohne Martínez hat der Bayern-Trainer mit Dante, Boateng, Badstuber und mit Abstrichen Alaba, der auf dieser Position bisher sehr fehleranfällig agiert, gerade einmal vier Alternativen für drei Positionen – darunter drei Linksfüßer. Es spricht nun wohl noch mehr dafür, dass der Rekordmeister zum Beginn der neuen Saison eher wieder auf ein System mit Viererkette zurückwechselt.

Es war ein eher unbedeutender Zweikampf im gegnerischen Sechzehner, bei dem Javi Martínez während eines Drehschusses an Marcel Schmelzer abprallte und sein linkes Bein sichtbar überdehnte. Eine Szene, wie sie in jedem Spiel hätte passieren können. Die Folgen sind für den FC Bayern wenige Tage vor dem Saisonstart alles andere als unbedeutend. Martínez Verletzung wiegt viel schwerer als die spielerisch bedenkliche, aber im Prinzip doch unbedeutende 0:2-Niederlage.

Borussia Dortmund – FC Bayern München – 2:0 (1:0)
BVBLangerak – Piszczek, Sokratis, Ginter, Schmelzer (46. Durm) – Kehl – Kirch (85. Bender), Mkhitaryan – Hofmann -Immobile, Aubameyang (63. Ramos)
FC BayernNeuer – Boateng, Martínez (31. Dante), Alaba – Hojbjerg (59. Götze), Rode, Gaudino, Bernat – Müller (46. Lahm), Lewandowski, Shaqiri
Bank Reina, Starke, Badstuber, Pizarro
Tore 1:0 Mkhitaryan (23.), 2:0 Aubameyang (62.)
Karten Gelb: Lahm, Boateng, Hojbjerg
SchiedsrichterPeter Gagelmann (Bremen)
Zuschauer80.667 (ausverkauft)
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Leserkommentare
  1. DS

    Für mich ist es ein Rätsel wie sich in einer Vorbereitungsphase drei Spieler verletzen können.
    Bei einem Kreuzbandriss hat Bayern kaum eine andere Wahl als einen weiteren Spieler zu verpflichten. Wie du schon sagst wird das teuer und wahrscheinlich suboptimal. Bei einer Rückkehr zur Viererkette wäre ein Großteil der Vorbereitung zumindest im Hinblick auf die kommende Saison für nichts gewesen. Sollte es bei einer Dreierkette bleiben, wird diese deutlich schwächer ausfallen, als das mit Martinez der Fall gewesen wäre.

    Naja zumindest haben wohl die Einschaltquoten wohl gestimmt, denn ansonsten würde es diesen sinnlosen Cup nicht geben.

  2. Für mich die DInge die man aus diesem Spiel mitnehmen muss:

    1. Nach Martinez aus ist 3er Kette aus meiner Sicht erst einmal raus. Außer Badstuber gibts keinen bei Bayern dem ich den ZV dauerhaft zutraue. Und der braucht sicher noch. Ganz ganz bitter für ihn persöhnlich.
    Denke könnte nicht schaden, wenn man jetzt hier noch einmal nachlegt.

    2. 2 Anzug sitzt nicht halte ich ehrlich gesagt für untertrieben. Klar es ist ein Vorbereitungsspiel und klar nur der Super Cup.
    Das es da mannschaftlich nicht läuft nehm ich gerne hin und ist verständlich. Aber individuell ging da nun wirklich gar nixs. Und das ist erschreckend. Bernat VOllausfall sowohl defensiv als auch offensiv. Gaudino ganz gut aber verständlicherweise überfordert. Rode hab ich auch nicht so stark gesehen…Hojbjerg aus meiner Sicht auf rechts außen verschenkt.

    3. Dante…..man man man. ich versteh das nicht. Der war mal sooo eine Obergranate. Und jetzt. Letzte Saison schon nicht gut. Und das heute war auch wieder mehr als Hahnebüchen.

    4. Shaqiri: für mich mal wieder bestätigt dass er wohl zu den größten Enttäuschungen der letzten Jahre gehört. So viel Potenzial…so viele Möglichkeiten. Und dann in Spielen wo ers zeigen kann / muss. Kommt nichts. Es reicht einfach nich 8 Tore pro Saison gegen Freiburg etc zu schießen. Wenn Robben / Ribery / götze / Müller nich spielen oder nich fit sind. Dann muss er explodieren. DA muss einfach mehr passieren.
    War heute einfach wieder schwach. Viel zu lange am Ball und dann die falschen Entscheidungen getroffen.

    Fazit:
    Es ist nur ein Vorbereitungssspiel gewesen von daher who cares..aber dennoch..der ein oder andere muss sich da bzgl der individuellen Leistung schon hinterfragen

    Just my 2 cents.
    Für ZUstimmung und haarsche Kritik wie immer offen

  3. Erich_B

    Hallo zusammen,

    ich denke aus sportlicher Sicht muss man zum Spiel nicht soviel sagen. Die Bayern haben auch letztes Jahr den Super-Cup verloren, sogar mit 4 Gegentoren und dennoch eine sehr gute Saison gespielt.

    Ärgerlich finde ich viel mehr, das sich jetzt schon eine Tendenz erkennen lässt, die man vorher erahnen konnte.

    Wir haben Stand jetzt schon 3 verletzte Schlüsselspieler, ohne das man ein Bundesligapflichtspiel gemacht hat:
    – Rafinha
    – Thiago
    – Martinez

    Hinzu kommen jetzt schon wieder “weh-wechen” älterer Spieler wie z.B. Ribery.
    Schweinsteiger wird auch keine Saison durchspielen, mal schauen wann der wieder verletzt ausfällt.
    Badstuber hat praktisch 1,5 Jahre kein Pflichtspiel gemacht und ist jetzt der 1 Backup in der Innenverteidung – in der man übrigens den Konkurrenzkampf erhöhen wollte.
    Zusätzlich hat man Kroos und Mandzukic verkauft. Beide zwar Spieler die kein Ersatz sind für die oben genannten (Kroos eventuell für Schweinsteiger), aber dennoch Säulen der erfolgreichen Mannschaft der vergangen Jahre.

    Hinzu werden schlicht satte Weltmeister auflaufen die überspielt sind. Die können gar nicht so motiviert und bissig sein als hätten sie nichts gewonnen.
    Belastungstechnisch war letztes Jahr schon wahnsinn mit dem europäischen Super-Cup und der Klub-WM, dieses Jahr geht es weiter so wegen der WM.

    Ich hatte damals (im “alten Blog”) noch geschrieben das ich noch gerne einen IV hätte und einen Rechtsaußen. Und die gibt der Markt her bzw. hätte Sie hergegeben.
    Stand jetzt muss ich sagen das sich mein schlechtes Gefühl für die Saison bestätigt hat…

  4. Josef

    Mal wieder sehr treffend auf den Punkt gebracht.
    Ich will gar nicht über die Konsequenzen von Javis Verletzung nachdenken. Er würde nicht nur als ZIV der Dreierkette, sondern auch als Alternative (Ersatz) auf der 6 fehlen.

    Mir graut’s wenn ich an den defensiven Teil unserer Aufstellung denke. Wen haben wir denn noch:

    LV: Alaba, Bernat – perfekt.
    LIV: Dante, Badstuber – okay, wenn Badstuber wieser zu alter Form findet. Dabei ist allerdings sowohl das ob als auch das wann trotz seiner erfreulichen Vorbereitung noch relativ offen.
    RIV: Boateng, NA – Boateng natürlich gesetzt und perfekt. Aber nichts dahinter. Reicht nicht.
    RV: (Rafinha), (Lahm), (Hojbjerg), (Rode) – Ganz radikal gesprochen: Hier ist niemand da. Deshalb alle drei in Klammern gesetzt.
    Lahm ist meiner Meinung nach fest im Mittelfeld eingeplant und nach dem Abgang von Kroos und der Verletzung von Martinez dort nicht wegzudenken. Rode (obwohl ich bisher sehr angetan bin) und Hojbjerg (trotz allem Talent) können hier kaum als qualitativ gleichwertige Alternativen zu Kroos und Javi angesehen werden und kaum direkt deren Spielanteile übernehmen.
    Rafinha noch verletzt, und auch wenn er wieder da ist, da fehlt was.
    Hojbjerg und Rode nur Notlösungen.

    DM/ZM: Schweinsteiger, Lahm, (Thiago), Rode, Hojbjerg – wenn Lahm (s.o.) im Mittelfeld eingesetzt wird, dann reicht das. Hoffentlich ist nicht dran an den Gerüchten um Thiagos verzögerte Gesundung!
    Alaba war hier meiner Meinung nach zumindest bisher nicht als echte Alternative eingeplant, siehe sein Interview (“nur andere Positionen als Mittelfeld trainiert”) und seine bisherigen Einsätze in der Vorbereitung. Könnte sich jetzt natürlich ändern, allerdings bliebe dann als LV nur Bernat. Reicht dann dort wieder nicht.

    Hach! Ich weiß, jammern auf immer noch sehr hohem Niveau. Aber verglichen mit den Möglichkeiten der letzten beiden Jahre oder den aktuellen Möglichkeiten in der Offensive definitiv eine deutliche Schwächung.

    Fazit: Sollte sich der Verdacht auf Kreuzbandriss bestätigen, muss der FCB noch auf dem Transfermarkt tätig werden.

  5. DasDing

    Dass es in diesem Spiel Schwierigkeiten geben würde, war zu erwarten. Auch wenn die Dortmunder ebenfalls geschwächt angetreten sind kann man das nicht in der selben Kategorie werden wie die Ausfälle der Bayern – beim BVB waren mit Hofmann, Kirch etc. immerhin Ersatzleute auf dem Platz, die im letzten Jahr schon Teil der Mannschaft waren und BL/CL gespielt haben. Dazu kommt, dass die Dortmunder Spielweise dem FCB bekanntlich nicht liegt (mit Guardiolas System ist diese Schwäche im vgl. zum 2.Heynckes-Jahr eher größer geworden) und man dies nur überwinden kann, indem man das eigene Spiel so zur Perfektion treibt, dass für die Dortmunder kein Zugriff mehr möglich ist. Das Dortmunder Pressing kann nur mit einer voll eingespielten Mannschaft wirksam bekämpft werden.
    Zu den individuellen und kollektiven Unsicherheiten welche man gestern immer wieder beobachten konnte wurde hier ja schon einiges geschrieben, darum gehe ich da mal nicht weiter drauf ein.

    Das Spiel wäre sowieso eher irrelevant, hätte sich Javi Martinez nicht schwer verletzt. Die Verletzung bedeutet nicht nur ein schwerwiegendes Problem für die defensive Organisation, mir tut es auch für den sympathischen Kämpfertyp JM unheimlich leid. Er sollte in diesem Jahr richtig durchstarten, die Rolle als Zentralverteidiger war wie für ihn gemacht. Gerade in den ganz wichtigen Spielen ist er zudem bislang immer eine Bank gewesen.

    Leider rächt es sich jetzt auch, dass man in der IV keinen hochwertigen Ersatz besorgt hat. Die Entscheidung hier erstmal niemanden zu holen ist für mich völlig unverständlich gewesen. Schon eine Verletzung reicht, und man steht dumm da. Vermutlich wird man jetzt noch einen Notkauf tätigen müssen

  6. Hans

    Die schwere Verletzung von Martinez wird sehr weh tun. Die 3er Kette ohne Martinez kann ad acta gelegt werden, keiner der anderen IV wird Martinez ersetzen können.

    Darüber hinaus hat man gesehen das ein Alaba als nomineller IV auch keine super super Lösung ist, dass 1:0 geht klar auf seine Kappe. Auf Dante hab ich genauer geschaut und es war grenzwertig: Unsicherheit bei der Ballnahme und im Passspiel, ein richtig dicker Bock, generell als andere als eine selbstbewusste Körpersprache. Badstuber muss/soll nun nach 19 Monaten rekonvaleszenz also frühest möglich in Topform sein – au weh.

    Wenn man eine dicke CL-Gruppe gelost bekommt, kann es sein es kommt im Winter schon zur Götterdämmerung. Man muss jetzt Geld in die Hand nehmen und einen IV holen.

    1. Nur wen soll man holen um die IV kurzfristig bzw. ad hoc zu verstärken? Wenn ich mich auf dem Transfermarkt umschaue sind die Preise fern jeglichen Marktgleichgewichtes stellenweise astronomisch und viele Innenverteidiger mit passenden Fähigkeiten nicht zu haben.

      1. Josef

        Sehe ich auch so. Sehr schwierig. Notfalls gäbe es noch die kleine Lösung. Ein gewisser Belgier ist zur Zeit vertragslos bzw. im (vorübergehenden?) Ruhestand..

      2. Er hat seine Karriere beendet. Wurde gestern publik und neben diversen Kanälen auch beim FC Bayern verbreitet. Denke diese Option wird nur im allergrößten Notfall als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden. Halte es aber für sehr sehr unrealistisch.

  7. […] Supercup: Borussia Dortmund – FC Bayern München 2:0 (1:0) […]

  8. […] Supercup 2014, also beim unwichtigsten Pflichtspiel der Saison, kollidierte Martínez bei einem Torschussversuch […]

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