Sommer-Round-Up: Wo ist Thomas Müller?

Nächste Woche ist beim FC Bayern Trainingsauftakt. Dann ist auch klar, ob neben Arturo Vidal noch ein weiterer Titelträger nach München zurückkehrt. Die Chancen dafür stehen ganz gut, denn mindestens ein Akteur des Rekordmeisters wird am Sonntag im Finale der Europameisterschaft stehen.

Im Sommer-Round-Up halten wir euch wöchentlich über die Nationalspieler des FC Bayern auf dem Laufenden.

Lewandowski trifft und verliert

Es war nicht der große Auftritt des Robert Lewandowski bei dieser Europameisterschaft. Bis zum Viertelfinale gegen Portugal traf der Stürmer kein einziges Mal. Ausgerechnet er erzielte dann aber das 1:0 für die Polen. Portugal kam jedoch zurück und so war es Renato Sanches, der mit seinem ansehnlichen Tor den Ausgleich besorgte. Die Partie ging ohne größere Höhepunkte in die Verlängerung und schließlich ins Elfmeterschießen, wo Lewandowski und Sanches sicher verwandelten.

Jakub Błaszczykowski verschoss auf Seiten der Polen als einziger und wurde damit der tragische Held des Abends. Portugal wird im Halbfinale auf Wales treffen, die mit Belgien einen der Favoriten mit 3:1 besiegten. Renato Sanches gewann zum zweiten Mal in Folge den Award für den Spieler des Spiels. Auch abgesehen von seinem Ausgleichstor zeigte der 18-Jährige eine ansprechende Leistung. 93,8% Passquote, drei Abschlüsse, eine Torschussvorlage, drei Interceptions, zwei erfolgreiche Tacklings und sieben erfolgreiche Dribblings stehen am Ende auf seinem Konto. Cristiano Ronaldo beispielsweise ist über 120 Minuten kein einziges Dribbling gelungen.

Torschütze und Spieler des Spiels: Renato Sanches. (Foto: Boris Horvat / AFP / Getty Images)
Torschütze und Spieler des Spiels: Renato Sanches.
(Foto: Boris Horvat / AFP / Getty Images)

Deutschland besiegt “Italien-Fluch”

Schon vor dem Spiel waren große Diskussionen über die Taktik von Joachim Löw entbrannt. Deutschland agierte gegen Italien mit einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette. Der Bundestrainer verzichtete dabei bewusst auf die offensive Durchschlagskraft, um Italiens Offensive zu stoppen. Auf der einen Seite stehen nun die Argumente, dass ein Weltmeister sich auf seine Stärken besinnen solle und die Anpassung auf den Gegner unnötig war. Andererseits gibt es aber auch Leute, die Löw für seine taktische Leistung beglückwünschen. Von seinem System abzuweichen, um sich auf den Gegner besser einstellen zu können, muss ja nicht immer verkehrt sein. Das zeigte auch Pep Guardiolas Zeit beim FC Bayern. Auf welcher Seite man auch steht, Löws Mannschaft kontrollierte die Partie über die vollen 120 Minuten und somit lag der Trainer richtig, auch wenn das Elfmeterschießen schlussendlich glücklich war. Mit Müller, Özil und Schweinsteiger verschossen drei Schützen auf deutscher Seite. Kroos, Draxler, Hummels, Kimmich, Boateng und Hector verwandelten. Manuel Neuer avancierte jedoch zum großen Helden. Vier Italiener verschossen, zwei davon hielt der Torhüter selbst. Vermutlich hätte er auch den von Pellè gehabt, der weit an seinem Tor vorbei kullerte.

Vor Manuel Neuer agierte Benedikt Höwedes neben den beiden Bayern-Verteidigern Boateng und Hummels. Hector und Kimmich hatten somit genügend Absicherung für ihre offensiven Läufe auf der Flügelverteidiger-Position. Vor der Fünferkette spielten Toni Kroos und Sami Khedira. Letzterer musste allerdings bereits nach 15 Minuten ausgewechselt werden. Ein Einsatz im Halbfinale gegen Gastgeber Frankreich kommt wahrscheinlich nicht in Frage. Ein weiterer ehemaliger Münchner kam mit Bastian Schweinsteiger aufs Feld. Der Kapitän machte ein außerordentlich gutes Spiel und war überall zu finden. Zwar hatte man gerade in der zweiten Halbzeit das Gefühl, dass er durch seine offensive Spielweise die ein oder andere Lücke aufriss, doch das wurde von Italien nicht bestraft. Der Defensivverbund funktionierte über die komplette Distanz sehr gut. Speziell Mats Hummels antizipierte viele Situationen und konnte auch aufgrund der Absicherung immer wieder aus der Kette herausrücken. Ausgerechnet der sonst fehlerfreie Boateng leistete sich dann aber kurz vor Schluss eine Unaufmerksamkeit. Nach einem unnötigen Handspiel gab es Elfmeter für die Italiener. Bonucci verwandelte und sicherte seinem Team so die Verlängerung. Ein individueller Fehler war es also, der Deutschland den Sieg nach 90 Minuten kostete. Allein diese Tatsache zeigt, dass das System so funktionierte, wie es sich Löw erhofft hatte. Es war zudem sehr interessant zu sehen, wie sich Hummels und Boateng in einer solchen Formation auf höchstem Niveau verhalten. Ob Ancelotti auf eine Dreierkette zurückgreifen könnte ist natürlich fraglich, aber die Leistung der beiden Verteidiger und gerade die Freiheiten, die Hummels dadurch nach vorne hatte, sind sicher eine Bewerbung dafür.

Auch Joshua Kimmich zeigte erneut eine solide Leistung, wenngleich er diesmal deutlich häufiger gefordert wurde. Gerade einige Abstimmungsprobleme mit Schweinsteiger ließen ihn in zwei, drei Situationen nicht gut aussehen. Diese blieben aber ohne Konsequenzen und so war seine Leistung eine gute, die sicherlich noch ausbaufähig ist. Bei aller Kritik darf jedoch auch nicht außer Acht gelassen werden, dass Kimmich erst sein viertes Länderspiel machte. 43% der deutschen Angriffe liefen über seine Seite. Außerdem hatte der 21-Jährige 105 Ballkontakte und eine Zweikampfquote von 54%. Seinen Elfmeter verwandelte er unter allerhöchstem Druck. Hätte er verschossen, wäre Deutschland draußen gewesen. Es ist beeindruckend wie abgeklärt, ruhig und selbstbewusst Joshua Kimmich ist. Für Löw dürfte es keinen Grund geben ihn aus der Mannschaft zu nehmen.

Buffon war beim Elfmeter von Joshua Kimmich ohne Chance.(Foto: Alex Livesey / Getty Images)
Buffon war beim Elfmeter von Joshua Kimmich ohne Chance.
(Foto: Alex Livesey / Getty Images)

Wo ist Thomas Müller hin?

Eine Frage beschäftigt den DFB allerdings seit Tagen. Thomas Müller wird vermisst. Zwar spielt vorn im Angriff jemand, der ihm in seinen Bewegungsabläufen ähnelt, doch irgendwie ist er nicht derselbe. Sein Double vergibt große Chancen, verschießt Elfmeter und wirkt im Strafraum etwas unbeholfen. Untypisch für einen Müller. Gerade jetzt, wo das Turnier für Mario Gomez aufgrund einer Verletzung beendet ist, wäre es wichtig, dass Thomas Müller zurück kommt.

Versucht man herauszufinden, wann der echte Müller verloren gegangen ist, so kommt man zu dem Entschluss, dass das schon während der Rückrunde passiert sein muss. Bereits beim FC Bayern wirkte der 26-Jährige am Ende der Saison müde, überspielt und unkonzentriert. Guardiola ließ ihn sogar in wichtigen Spielen auf der Bank. Doch wie groß ist das Ausmaß seiner Formschwäche wirklich? Nicht so groß, wie man aufgrund der öffentlichen Reaktionen vermuten könnte. Müller fehlen plötzlich einfach die Fähigkeiten im Strafraum. Es sind Nuancen. Vielleicht denkt der Angreifer derzeit zu viel nach. Ein Tor könnte seine Situation komplett verändern. Er macht weiter die wichtigen Laufwege für seine Mannschaft, er beteiligt sich am Kombinationsspiel, lässt sich auch mal tief ins Zentrum fallen und spult für sein Team essenzielle Kilometer ab. Zudem erarbeitet er sich wieder mehr Chancen als zu Beginn der Europameisterschaft. Gegen Italien lag es nur an der artistischen Abwehraktion von Florenzi, dass Müller kein Tor gelang. Ohne Gomez fehlt der Mannschaft von Jogi Löw jetzt einer, der aus wenigen Chancen ein Tor machen kann. Potenziell wäre Müller, der noch nie ein Tor bei einer EM erzielte, der ideale Ersatz für ihn. Ob er diesen Fluch besiegen kann, könnte entscheidend dafür sein, ob das deutsche Nationalteam am Sonntag im Finale steht.

Coman oder Deutschland im Finale

Kingsley Coman und seine Franzosen werden sicher etwas dagegen haben. Frankreich besiegte am Sonntag Island klar mit 5:2 und sicherte sich somit das Halbfinal-Ticket. Dort treffen sie nun auf Deutschland. Während Joachim Löw wahrscheinlich Schweinsteiger, Khedira, Gomez und auch sicher Hummels fehlen, kann Deschamps auf seinen ganzen Kader zurückgreifen. Der Gastgeber zeigte erstmals bei diesem Turnier eine flexible Offensivleistung. Griezmann ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Atléticos Stürmer rotiert oft die Positionen und kommt so auch mal über den Flügel, bevorzugt aber über die Zentrale. Hinten sind die Franzosen gelegentlich unkonzentriert. Evra und Sagna sind anfällig für Ballverluste, aber auch in der Innenverteidigung standen sie nicht immer sicher. Es wird das Duell einer durchschlagskräftigen, französischen Offensive gegen den vielleicht besten Defensivverbund der EM. Gleichzeitig wird Deutschland aber versuchen das Umschaltspiel der Franzosen mit Kontrolle zu unterbinden. Für die Elf von Joachim Löw nehmen Kroos, Özil und Boateng die wichtigsten Rollen ein. Kroos muss gemeinsam mit dem zweiten Sechser die Kontrolle über das Zentrum gewinnen. Schafft er das, ist schon viel gewonnen. Boatengs Eröffnung ist dafür aber auch sehr wichtig. Er umspielt die erste Pressinglinie und bringt das Mittelfeld in Position. Gerade ohne Mats Hummels wird er eine noch höhere Verantwortung tragen müssen. Vorne ist es dann vor allem an Mesut Özil Chancen zu kreieren. Gegen eine massive italienische Defensive leitete er viele Angriffe klug ein. Arsenals Mittelfeldakteur bereitet die meisten deutschen Torschüsse vor. Diese gilt es dann zu verwerten und wie bereits erwähnt, wird dafür vor allem Müller sehr wichtig sein. Vielleicht setzt Löw aber auch auf Mario Götze, der nach der Gruppenphase komplett außen vor zu sein scheint. Wer auch immer dieses Duell gewinnen wird, mindestens ein Bayern-Spieler steht mit Sicherheit im Finale.

Die nächsten Termine im Überblick

  • Renato Sanches trifft mit Portugal im Halbfinale der EM auf Wales. (Mittwoch, 6. Juli um 21:00 Uhr)
  • Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Mats Hummels, Joshua Kimmich, Mario Götze und Thomas Müller treffen mit Deutschland im Halbfinale der EM auf Kingsley Coman mit Frankreich. (Donnerstag, 7. Juli um 21:00 Uhr)
  • Das Finale der Europameisterschaft mit mindestens einem Bayern-Spieler. (Sonntag, 10. Juli um 21:00 Uhr)

Bayern-Spieler der Woche

Seit wenigen Tagen gehört er offiziell zum FC Bayern und schon ist Renato Sanches unser Akteur der Woche. Mit 18 Jahren der entscheidende Spieler seiner Mannschaft zu sein, sollte eigentlich schon reichen, um diese Auswahl zu rechtfertigen. Dass er dabei aber auch Spieler wie Cristiano Ronaldo in den Schatten gestellt hat, ist ebenso erwähnenswert. Mit sieben erfolgreichen Dribblings hat der Neuzugang von Benfica sieben erfolgreiche Dribblings mehr als eben jener Ronaldo.

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Leserkommentare
  1. Tanja

    Justin, wie würdest du spielen lassen um die Ausfälle zu kompensieren?!

    1. Erstmal Viererkette, weil es zu Frankreich besser passt. Hummels würde ich eher mit Mustafi ersetzen, weil er besser in der Spieleröffnung ist als Höwedes. Höwedes wäre die defensiv stabile Variante mit schwächerem Aufbauspiel. Hummels’ Ausfall tut aber weh. Sehr sogar.
      Also: Kimmich, Boa, Musti (Höwedes), Hector

      Khediras Ausfall ist, so hart es klingt, vielleicht sogar eine gute Sache für Deutschland. Schweinsteiger ist anscheinend gut drauf, wenn auch noch manchmal fehlerhaft, aber richtig spannend wäre es wenn er auch ausfällt. Weigls große Chance, dem ich neben Kroos richtig was zutraue. Kroos hätte offensiv mehr Freiheiten und Weigl wäre in Busquets-Rolle.

      Gomez’ Ausfall tut ebenfalls weh. Würde wohl auf Müller setzen und entweder Sané rechts spielen lassen oder Götze. Götze würde von Löw aber eher ins Zentrum gestellt werden, was auch okay wäre. Man braucht ihn in engen Räumen eher als auf dem Flügel. Allerdings gibt mir seine Form etwas zu denken.

      Neuer–Jo-Boa-Musti (Höwedes)-Hector–Weigl, Kroos–Draxler-Özil-Müller/Sané–Götze/Müller

      Wird sehr schwer, aber auch mega interessant. Ich freue mich drauf.

      1. Abwehr: Sehe ich wie du. Ich würde Mustafi bevorzugen, rechne mit Höwedes.

        Mittelfeld: Wenn Schweinsteiger ausfällt, wird es spannend. Traut sich Löw, Weigl zu bringen? Weigl, Kroos und Özil davor, das wäre wahnsinnig spielstark. Die Alternative Can wäre körperlich stärker / defensiver / konservativer als Weigl.
        Im Kern also: Willst du mit Can körperlich gegen Pogba dagegenhalten? Oder willst du ihn mit Weigl ausspielen?

        Sturm/offensiv: An Sane glaube ich nicht, insbesondere nicht, falls Schweinsteiger ausfällt. Weigl/Can und Sane, das wäre für Löw zu viel des Guten. Dann bliebe Götze. Spannend ob Götze als 9 und Müller rechts, oder ob Müller als 9 und Götze auf dem Flügel.
        Oder Schürrle! Gegen die Franzosen könnte ich mir durchaus Schürrle als fluiden Mittelstürmer vorstellen. Ausweichende Bewegungen für Müller, Özil und Draxler einerseits, Raum für eigene Sprints hinter die Abwehr andererseits. Frankreich sollte der offensivste Gegner bisher werden.

      2. Ich glaube auch nicht an Sané. Aber die Frage war ja was ICH machen würde.

      3. Wie Löw die drei Baustellen in unserem Team beheben soll, wird sicherlich jeder von uns anders beantworten. Es ist aber interessant, daß plötzlich jedermann glaubt, in fußballtaktischen Überlegungen bewandert zu sein und es besser zu können als der Jogi …
        Ich will das nur mal in den Raum stellen, weil mir dieser Trend damals schon bei Pep Guardiola auffiel. (Damals, als die Viertelfinals und die Halbfinals der CL anstanden.) Da taten all diese Spiegel-/Sport-/BILD-Schreiberlinge als ob sie ebenfalls eine Trainerakademie besucht hätten. Und wir Bayernfans haben auch noch in diese Kerbe gehauen und uns echauffiert, wie man denn den Thomas Müller draußen lassen könne?!!??
        Ich habe auch so meine Vermutungen und meine Lieblingsspieler. Und ich habe meine Hoffnungen. Aber ich denke, ich werde die spezifischen taktischen Überlegungen, wie dieses 3er Puzzle gegen Frankreich zu lösen sein könnte, nie verstehen. Deshalb muß ich leider mein Vertrauen in Jogi legen und hoffen, daß er das Puzzle löst und die Baustellen so behebt, daß die Chancen am besten sind, das Finale zu erreichen.
        Ich und wir alle sollten vielleicht darauf verzichten, ein besserer Bundesjogi zu sein. Wir sollten nicht alle denken, wir würden vom Fußball mehr verstehen als Jogi Löw, als Pep Guardiola. Und wir sollten den o.g. Schreiberlingen mehr mißtrauen.
        Gruß!
        Thomas

      4. P.S. Ich würde mich über Emre Can im MF freuen. Aber das nur nebenbei.
        -Th.

      5. Alex

        1) “Es ist aber interessant, daß plötzlich jedermann glaubt, in fußballtaktischen Überlegungen bewandert zu sein und es besser zu können als der Jogi …”

        Dazu ein schöner Artikel aus der Schweiz (Tenor: Jogi ist längst der Gewinner. Denn endlich reden die Deutschen nicht mehr nur über Einsatz und verschmutzte Trikots, sondern streiten sich über Taktik):

        http://www.nzz.ch/euro2016/joachim-loew-der-mann-der-den-wandel-des-deutschen-fussballs-vollzog-ld.103880

        2) Schweinsteiger wird wohl spielen können. Damit kann man sich die Spekulationen für’s Mittelfeld wohl sparen. Pech für Weigl und seine Fans. Can hat bei Jogi noch nie auf dieser Position gespielt und wäre dort eh nicht zum Einsatz gekommen.

      6. Marco05

        Da davon auszugehen ist, dass Schweini fit wird und die “Baustelle” in der Abwehr durch Höwedes oder Mustafi (die beide schon gespielt haben) qualitativ gut geschlossen wird, bleibt die Kompensation von Gomez (der weder bei der WM dabei war noch vor seinen starken Auftritten eine große Rolle gespielt hat).

        Ergo: überhaupt keine Baustelle. Löw wird so spielen, wie er immer ohne Gomez gespielt hat. Mit Müller in der Spitze. Vakant ist dann nur eine Außen-Position. Da würde ich mir Sané wünschen (was nicht passieren wird) aber mindestens Schürrle. Da Götze auf Außen kaum zu gebrauchen ist und diese beiden deutlich mehr Dynamik mitbringen. Gerade Schürrle hat zwar auch viel schwache Aktionen, kann aber zumindest mal etwas Wirbel veranstalten.

        Hat es schon jemand erwähnt? Genau in dieser Konstellation ist es mehr als schade, dass Bellarabi nicht dabei ist…

        Unterm Strich also weniger Fragezeichen wie anfangs gedacht (zumindest für mich), es bleibt das “immer schon au’mal irgendwie” schlechte Bauchgefühl, was die offensive Durchschlagskraft anbelangt. Vielleicht platzt ja bei Müller nun der Knoten. Es käme kein Spiel zu früh.

      7. Tanja

        Danke für deine ausführliche Antwort.

        Ich glaube dass das Flügelspiel einfach nicht Götze ist. Er sollte hinter Müller bleiben.

        Höwedes und Mustafi kann ich schlecht einschätzen. Aber bis auf das Tor, fand Mustafi jetzt nicht so überragend. Aber neben Boa wird das schon gut gehen.

        Schweinsteiger spielt! Reicht eigentlich ;-)

        Das wird ein hartes Stück Arbeit. Aber wenn alle ihre Leistung abrufen und die Abwehr steht (wovon ich ausgehe) sollte man die Franzmänner schlagen.

  2. Alex

    Einmal abgesehen von dem kuriosen Schnitzer von Boateng, der zum Elfer geführt hat, und den man wohl unter “Black Out” verbuchen kann: Was für eine absolute Hammer-Innenverteidung haben wir jetzt? Grandiose Leistung von Mats und Boa über das gesamte Turnier. Top-solide Verteidigung, Spieleröffnung, sogar hier und da gute Tor-Abschlüsse. Gegen Frankreich wird Hummels schon sehr fehlen. Bezüglich Müller hoffe ich auch, dass ein Tor vielleicht schon reicht, um den Knoten platzen zu lassen.

  3. Osrig

    Jaha, wenn ich mir die absolut solide Leistung unserer beiden IV ansehe, und noch dazu Neuer dahinter im Tor weiß, dann bin ich selbst gegen die offensivstarken Franzosen doch recht entspannt. DAS Abwehrbollwerk knackt so schnell aus dem Spiel heraus keiner!
    Und was mich noch viel entspannter sein und mit riesiger Vorfreude auf die neue Saison schauen lässt, ist die Tatsache, dass bei unserem FC Bayern ja noch Phillip Lahm als RV auflaufen kann – und links haben wir David! Was für eine Abwehr!
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass angesichts dieser beeindruckenden Defensive so manchem Gegner schon beim Anpfiff das Herz in die Hose rutschen wird. :-D
    Klar, gegen uns geben fast alle immer hundertzehn Prozent, und in der CL werden wir es mit Gegnern zu tun haben, die sich keinesfalls verstecken müssen, aber ich bin sicher, dass es außerordentlich schwierig werden wird, gegen uns zum Torerfolg zu kommen. DAS, finde ich, gibt nun wirklich Anlass zum Optimismus!
    Was allerdings nicht bedeutet, es wird ein Selbstgänger, Meisterschaft, Pokal und CL-Titel zu erringen. Im Gegenteil: Es wird immer noch harte Arbeit und höchste Konzentration erfordern!
    Aber, wie heißt es so schön: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Titel! Und da sind wir nun wirklich bestens aufgestellt!

    1. Kurt

      Stell dir mal bitte Neuer – Alaba – Hummels – Boateng – Lahm . Vidal – Martinez – Sanches vor :D

      Wir würden nie wieder ein Gegentor kassieren.

  4. wipf1953

    Man sieht jetzt, dass Löw an die Stürmer nicht mehr wirklich glaubt. Gomez musste er mitnehmen – schon um taktische Variabiliät zu haben. Aber sonst? Kein Alex Meier (gut, der war lange verletzt), kein Nils Petersen (o.k., zweite Liga), kein Sandro Wagner und schon gar kein Max Kruse. Die Vorstellung, Müller in die Spitze zu beordern (wo er noch nie überzeugt hat – klar, da kann er nicht frei seine Laufwege entscheiden), oder gar Götze (der auf dem Platz so viele Ballberührungen hat wie auf der Bank – 18 Minuten gar keine), ist nicht wirklich prickelnd ..

    Mir ist es wurscht. Die N11 ist unwichtig. Was zählt ist unser Verein. Wenn unsere zwei Youngsters das Finale spielen – Sanches und Coman – bin ich zufrieden. Und das ist auch mein Tipp ..

    1. Solche Ansichten habe ich noch nie gemocht (“Was zählt, ist [allein] unser Verein!!”) Da kommt es mir fast hoch. Ich bin Bayernfan, aber vor allem bin ich Fußballfan und ich bin Deutscher. Wenn ich dann Verachtung für mein Nationalteam ausdrücken würde, dann zeige ich nur, daß ich armselige Ansichten habe.

      1. Mehmet68

        Sehe ich auch so, vor allem, weil man sich eine N11 eben nicht schnell zusammen kaufen kann – siehe PSG oder ManCity.

        Erinnert mich an die Schlacke-Fans, denen Europa egal ist, solange die BL spannend bleibt. Mit Sportsgeist und Wettbewerb hat das wenig zu tun.

  5. Kurt

    Scheißegal. Europameister wird Deutschland auch mit nem schwachen Müller.

    Bei uns muss er wieder liefern und das wird er.

    FUSSBALLGOTT! Wichtigster Bayernspieler neben Neuer. Punkt.

    1. Kurt

      Aber um das nochmal genauer auszuführen, er hat das ja schon auf der PK anklingen lassen. Er ist einfach zur Zeit etwas mental und physisch ausgelaugt. 3 Jahre Pep zehren halt auch irgendwann an der Substanz. Gerade das letzte Jahr war wohl doch nicht nur Sonnenschein.

      Und eine Formkrise darf auch ein Müller sich mal leisten. Zumal ich seine Leistungen trotz allem noch ansprechend finde. Im Spiel gegen Nordirland mehrfach einfach Pech gehabt und ansonsten ist die EM auch wirklich schlimmster Busparkfußball und da ist die Nationalmannschaft einfach nicht so gut eingespielt wie Bayern.

    2. Tanja

      Müller ist ja nicht schwach. Im Spielverlauf super wichtig. Er macht nur gerade keine Tore.

      Daran wird seine Leistung gemessen…schade eigentlich

      1. Tanja

        Habe deine ausführliche Antwort nicht gesehen. War zu schnell ;-)

        Sehe es genauso.

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