Shakhtar Donezk – FC Bayern 0:0

Der FC Bayern steht vor einer komplizierten Aufgabe im Champions League-Achtelfinale gegen Shakhtar Donezk. Ein zähes 0:0 im Hinspiel am Dienstag-Abend bringt die Münchner im Rückspiel in Zugzwang. Kein Drama, aber auch kein Grund für Freudensprünge. Die Analyse.

Falls Ihr es verpasst habt:

Viele Diskussionen hatte es in der Vorwoche über das Mittelfeld-Duo Schweinsteiger/Alonso gegeben – Guardiola brachte schließlich (etwas überraschend) beide von Anfang an. Weil Medhi Benatia aufgrund einer Muskelverhärtung nur zuschauen konnte, spielte Alaba als formeller linker Innenverteidiger in einer Viererkette. Ribéry rückte erstmals in der Rückrunde in die Startelf, Lewandowski blieb dafür zunächst draußen.

Es entwickelte sich von Beginn an ein sehr kontrolliertes, aber durchaus ruppiges Spiel mit wenigen Torszenen auf beiden Seiten. Die Gäste entwickelten aber im Vergleich etwas mehr Torgefahr und hatten vor allem nach schnellen Kombinationen über Robben, Götze und Müller 3-4 gute Szenen in Strafraumnähe.

Nach der Pause wurde das Spiel noch härter und zunehmend unansehnlich. Costa hätte für einen heftigen Ellbogenschlag gegen Ribéry Rot sehen müssen, bekam jedoch nur Gelb. Dafür erwischte es wenig später Xabi Alonso, der in seinem 100. Champions League-Spiel nach einem taktischen Foul Gelb-Rot sah (65.) und ein ohnehin schweres Auswärtsspiel so noch schwerer machte. Es war zwar erst sein drittes Foul – doch der Platzverweis lag nach mehreren riskanten Grätschen Alonsos irgendwie in der Luft. Guardiola reagierte prompt und brachte Badstuber und Lewandowski für Müller und Götze. Zwei Wechsel mit insgesamt wenig Wirkung. Auch in der Folge störten viele Fouls den Spielfluss. So blieb es bei einem insgesamt wohl gerechten 0:0-Unentschieden.

Drei Dinge, die auffielen:

1. Guardiolas kontrollierte Ausrichtung bringt Vor- und Nachteile

Als die Aufstellung der Bayern etwa eine Stunde vor dem Spiel bekannt gegeben wurde, durfte einmal mehr spekuliert werden. Guardiola überraschte durchaus mit dem Verzicht auf Lewandowski und auf einen zweiten Innenverteidger neben Boateng. Alonso als zentraler Innenverteidiger in einer Dreierkette? Rafinha und Alaba als Halbverteidiger? Am Ende wurde es die konservativste aller denkbaren Ausrichtungen. Guardiola versuchte seiner Elf mit einem für Bayern-Verhältnisse recht starren 4-1-4-1 Struktur zu geben. Alonso kippte im Spielaufbau tief ab, Schweinsteiger agierte als flexibler zentraler Mittelfeldspieler davor und sollte den Übergang zu den vier offensiv ausgerichteten Spielern vor ihm herstellen und selbst immer wieder in den Strafraum nachstoßen. Ähnlich wie dies bereits gegen Wolfsburg zum Rückrundenstart interpretiert wurde.

Die Wahl von Alaba (83% Zweikampfquote) als zweitem Innenverteidiger neben Boateng hatte wohl vor allem zwei Gründe. Badstuber scheinen zwei Spiele innerhalb von vier Tagen noch nicht zugetraut zu werden und der Österreicher war für Guardiola gegen die schnellen Offensivspieler der Hausherren offenbar das bessere Matchup als Dante.

Die klaren, kontrollierten Strukturen hatten positive und negative Effekte. Positiv war, dass Bayern über weite Strecken der Partie defensiv extrem wenig zuließ. Die gefürchteten Konter der Ukrainer prallten meist spätestens bei Boateng ab, der 6 effektive Klärungen und 3 abgefangene Bälle verbuchte (jeweils Bestwert). Negativ war, dass zum Beispiel Bernats offensive Qualitäten durch eine sehr zurückhaltende Ausrichtung verpufften. Auch ansonsten präsentierten sich die Münchner im Offensivspiel deutlich weniger fluid und spielfreudig und kamen so nur selten über gute Ansätze hinaus. Positionswechsel gab es meist nur zwischen Götze und Müller und durch die unterstützende Rolle von Schweinsteiger – ansonsten blies es zwar offensiv ausgerichtet, aber nicht mit der letzten Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit umgesetzt. Dass Donezk sich als defensiv gut strukturiertes und auch individuell zweikampfstarkes Team präsentierte, kam erschwerend hinzu.

Der Platzverweis gegen Alonso sorgte dann dafür, dass Bayern noch kontrollierter agierte. Zwar blieben sie die offensiv gefährlichere Mannschaft und rückten durchaus mutig heraus – nach Ballverlust überwog aber eindeutig die defensive Absicherung gegenüber dem riskanteren Gegenpressing. Defensiv zahlte sich das aus. Bis zum Schluss blieb Donezk bei nur einem Torschuss durch einen Freistoß und ansonsten insgesamt völlig ungefährlich.

Es wird sich erst nach dem Rückspiel zeigen, ob sich Guardiolas eher vorsichtiger Ansatz im Hinspiel auszahlen wird. Mit den Rahmenbedingungen im extrem kalten Stadion in Lemberg und der unklaren Form des Gegners im Vorfeld der Partie hat er durchaus Argumente auf seiner Seite. Guardiolas mit Nachdruck geäußerter Respekt vor dem Gegner war offenbar keine Floskel. Klar ist: Die Münchner werden in vier Wochen im Rückspiel deutlich mehr Risiko gehen müssen. Das 0:0 ist eine gefährliche Ausgangslage.

2. Fragezeichen hinter Schweinsteigers Rolle

Es war das Top-Thema der vergangenen Tage und nach dem Auftritt gegen Donezk wird die Diskussion über die Co-Existenz von Schweinsteiger und Alonso sicherlich weitergehen. Die Diskussion, ob die beiden erfahrenen und hochdekorierten Mittelfeldspieler “zusammen spielen können” erübrigt sich eigentlich. Die Frage ist aber schon, ob Guardiola insbesondere Schweinsteiger mit einer Rolle wie am Dienstag-Abend nicht seiner Stärken beraubt. Am Samstag glänzte der Vizekapitän gegen den HSV auf der Sechs mit seinem besten Saisonspiel. Er hatte das Spiel vor sich, kurbelte an, stoppte Gegenstöße mit robustem Einsatz. Gegen Donezk hatte Schweinsteiger das Spiel so gut wie nie vor sich. Er lief viel und durchaus klug in die gefährlichen Räume am Sechzehner, musste Bälle durch seine hohe Positionierung aber meist mit dem Rücken zum Tor und hohem Gegnerdruck verarbeiten. Schweinsteiger hatte zur Halbzeit nicht einmal 30 Ballkontakte, nur Thomas Müller hatte noch weniger. Auch die Passquote (72%) fiel gegen den Rest des Teams deutlich ab. Bis zum Schlusspfiff steigerte er sich auch durch den Positionswechsel auf die Sechs nach Alonsos Platzverweis immerhin auf 70 Ballkontakte und fast 80 Prozent Passquote.

Auf der anderen Seite gewann Schweinsteiger auch in der hybriden Rolle bis zu Alonsos Platzverweis viele Zweikämpfe (10 ingsesamt), hatte die meisten Torschüsse (2) und war insgesamt an mehreren gefährliche Szenen im Strafraum (2., 19., 42., 49.) beteiligt. Er findet also auch in dieser Rolle durchaus Wege seinem Team zu helfen, allerdings war ihm das Unbehagen mit der veränderten Positionierung auf dem Feld durchaus anzumerken. Für das Rückspiel gegen Donezk in vier Wochen hat sich das Thema erst einmal erledigt. Schweinsteiger dürfte durch Alonsos Sperre auf der Sechs gesetzt sein. Trotzdem stellt sich die Frage über die Rollenverteilung von Schweinsteiger und Alonso nun Woche für Woche. Alonso den Platzverweis anzukreiden greift zu kurz. Trotzdem ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Spanier trotz nur dreier Fehlpässe und immerhin 14 gewonnenen Zweikämpfen aktuell nicht spritzig und handlungsschnell genug wirkt. Guardiola wird auch über das in der Winterpause andiskutierte Jobsharing zwischen den beiden Führungsspielern auf der Sechs nachdenken müssen.

3. Kratzen, beißen, kämpfen

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35 Fouls. 6 Gelbe Karten. Eine Gelb-Rote Karte. Dazu mindestens fünf bis zehn nicht geahndete Fouls. Ungewohnt hohe Werte für ein Spiel des FC Bayern, zumal die Münchner selbst mit 20 gepfiffenen Fouls rekordverdächtig oft hinlangten. Es gibt zwei Möglichkeiten dies zu bewerten. Die positive Variante ist, dass sich die Guardiola-Elf wehrte, sich nicht den Schneid abkaufen ließ und mehrfach Konter durch energische Fouls unterband. Die negative Variante ist, dass sich die Gäste von der ruppigen Gangart der Orange-Schwarzen anstecken ließen und zudem in mehreren Szenen zu spät kamen und zu Fouls gezwungen wurden. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.

Bayern wirkte von Beginn an sehr aggressiv. Dass selbst Götze Gegenspieler wegschubste, kann als Beleg dafür gelten. Trotzdem wird Guardiola in der Nachbereitung adressieren, dass die vielen Fouls insgesamt den Spielfluss extrem störten und so für eine hohe Zerfaserung des Spiels sorgten. So etwas spielt in der Regel immer dem Gegner in die Karten. Dass der Rekordmeister nun schon den zweiten Platzverweis in fünf Rückrundenspielen kassierte, ist ebenfalls ein Trend, der sich nicht fortsetzen sollte. Vor allem Schweinsteiger (5 Fouls) und Boateng (3 Fouls) fielen erneut mit riskanten Grätschen auf. Guardiolas Vorgaben sind hier sicher andere.

Shakhtar Donezk – FC Bayern 0:0
Shakhtar DonezkPyatov – Srna, Kucher, Rakytskyy, Shevchuk – Fernando, Fred – Douglas-Costa (78. Marlos), Taison (84. Wellington) – Alex Teixeira – Luiz Adriano (89. Gladkyy)
Bank Kanibolotskyi, Kryvtsov, Azevedo, Ilsinho
FC BayernNeuer – Rafinha, Boateng Alaba, Bernat – Schweinsteiger, Xabi Alonso – Robben, Müller (70. Badstuber), Götze (75. Lewandowski), Ribéry
BankReina, Starke, Dante, Rode, Weiser
Tore /
KartenGelb: Srna, Costa, Fred / Schweinsteiger, Boateng, Rafinha / Gelb-Rot: Xabi Alonso
Zuschauer 30.000
SchiedsrichterAlberto Mallenco (Spanien)
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Leserkommentare
  1. Johannes

    Kommentar gelöscht. Hass und Drohungen haben hier nichts verloren.

  2. chicago_bastard

    Das Beste am heutigen Abend ist, dass Pep nun gezwungen ist, im Rückspiel auf Alonso zu verzichten…

    Jeder andere Trainer hätte im Vergleich zum Samstag maximal Boateng für Badstuber gebracht, aber der große Zampano muss natürlich die halbe Startelf umkrempeln um allen zu zeigen wie toll er ist…

    Nicht sehr sachlich, ich weiß, aber musste jetzt gerade raus. Ab morgen kommen wieder konstruktivere Beiträge ;-)

    1. kurt

      Pep kann aber auch nichts dafür, wie fahrlässig manche Spieler mal wieder mit den Chancen umgegangen sind. Wenn Müller den Ball in die Kurze schiebt, statt zu dem nicht vorhanden MItspieler rüberzulegen, hätte man noch locker 2,3 Tore nachgelegt.

      So war das aber ein Geduldsspiel, welches durch die nickliche Spielweise der Brasilianer pardon Ukrainer und dem grottigen Undiano immer wieder zerfahren wurde.

      Auch Robben liefert nicht immer 120%. Trotz allem war das eine recht ordentliche Vorstellung von den meisten.

    2. daniel

      die halbe Startelf? 3 Spieler, Benatia musste kurzfristig verletzungsbedingt absagen, dass Badstuber geschont wird ist nach der Verletzungshistorie mehr als nachvollziehbar. Hättest du statt Lewandowski Ribery auf die Bank gesetzt?

      1. chicago_bastard

        Ja. Viel gebracht hat Ribery ja nicht, außer dass er wieder mehrfach nah dran war sich einen Platzverweis abzuholen. Lewandowski hatte zudem in seinen 15 Minuten mehr sinnvolle Aktionen als Müller in der ganzen Zeit davor. Die Aufstellung war ein Fehlgriff.

        Hat eigentlich noch jemand das Gefühl, dass sich Pep irgendwie nicht traut die ganz großen Namen in wichtigen Spielen nicht aufzustellen? Ribery durfte letzte Rückrunde in allen KO-Spielen ran obwohl er völlig außer Form war, jetzt hält Pep eisern an Schweinsteiger und Alonso fest obwohl es nicht wirklich passt. Etwas verwunderlich ist das schon wenn man bedenkt welche Namen Pep in Barcelona abgesägt hat.

      2. Hat eigentlich noch jemand das Gefühl, dass sich Pep irgendwie nicht traut die ganz großen Namen in wichtigen Spielen nicht aufzustellen?

        Hat sich die Mannschaft gestern Abend nicht fast von selbst aufgestellt? Auch mit Alaba in der IV, hätte da Benatia als gesetzt gesehen, aber der verletzte sich vor Ort. Also musste Alaba in die Mitte Rücken, Badstuber ist nach vollem Pensum am Wochenende sicher so flott nicht wieder eine Partie zuzumuten, den Fehler ihn zu früh voll Einzusetzen hat man ja in der Vergangenheit gemacht. Entsprechend mussten auch Schweinsteiger und Alonso ran. Einziger Punkt war für mich Lewandowski, der der Partie sicher gut getan hätte, wie er in der letzten Viertelstunde gezeigt hat. Wobei er es da als “frischer” Spieler ggü. denen mit 75min in den Beinen natürlich auch etwas einfacher hatte aufzufallen.

      3. Erich_B

        Was ist eigentlich mit Dante ? Gesperrt oder Leistungsgründe ? M.M.n hätte Alaba den Mittelfeld gestern gut getan…

      4. Erich_B

        Ribery ist auch ein Thema. Der braucht seinen Rythmus (eventuell hat ihn Pep trotz aller Nachteile deswegen auch aufgestellt). Aber eventuell wäre Ribery gestern von der Bank wertvoller gewesen…

      5. Was ist eigentlich mit Dante ? Gesperrt oder Leistungsgründe ? M.M.n hätte Alaba den Mittelfeld gestern gut getan…

        Für mich ein reines Thema der Geschwindigkeit / Raumdeckung und Dantes derzeitiger (erneuter) Formkrise. Ich denke das Spiel gegen Wolfsburg hat hier als Blaupause gedient, sodass man sicher stehen und nichts zulassen wollte. Insofern hat Dante auch Probleme mit der Geschwindigkeit, weswegen für mich Boateng und Benatia, der sich dann aber verletzte, gesetzt gewesen wären. Mit Alaba hat man einen soliden Kopfballspieler mit hoher Geschwindigkeit gegen die brasilianische Donezk-Offensive.

      6. Erich_B

        Das Dante-Thema ist eh so ein Fall für sich. Ist das tatsächlich eine Form-Krise oder liegt ihm der Spielstil von Pep nicht ?

        Unter Jupp war das DER IV, teilweise auch sogar mit guter Spieleröffnung. Sonderlich Pressingresistent wer er noch nie.

        Aber seine gutes Spiel bei Jupp lag meiner Meinung auch an Martinez/Schweinsteiger. Ich kann mich kaum an Szenen erinnern bei denen ein Stürmer alleine auf einen IV gelaufen ist… ein 6er hat immer abgesichert.

      7. Thomas

        Hättest du statt Lewandowski Ribery auf die Bank gesetzt?

        Ein Franck Ribery braucht Nestwärme. Der muß das Vertrauen spüren; der muß wissen, daß der Trainer hinter ihm steht. Nach seiner Muskelverletzung war das der erste Einsatz von Beginn an. Deswegen sollten Bayernfans nicht so beckmesserisch sein.

        Und zu Lewandowski: Im Rückspiel wird er hoffentlich sofort auflaufen. Und die gesamte Mannschaft muß sich steigern.

  3. kurt

    Haha was da wohl stand.

    Fand den Schiri heute schrecklich. 2 rote Karten hätte es für Donezk geben können, eine für Costa sogar müssen. Nichtgegebener Handelfmeter und das Ziehen gegen Schweini kann man auch pfeiffen.

    Gegen uns war er dann aber ungleich konsequenter (wenn auch zu Recht).

    Ändert aber nichts daran, dass dem Spiel die letzte Konzentration gefehlt hat. Teilweise etwas lässig von fast allen Beteiligten. Jetzt muss man hoffen zu Hause kein frühes Gegentor zu fangen und es sollte eigentlich alles klar gehen.

    1. Haha was da wohl stand.

      Das will man gar nicht wissen. Unverständlich, wie man im vermutlich starken Abpfiff-Frust so einen Stuss von sich geben kann. Insbesondere, wenn man die Situation in der Ukraine im Kopf hat und sich dann mit gewissem Vokabular dem Gastgeber gegenüber nicht zurückhalten kann.

  4. DS

    Eine solide Leistung aber wahrlich keine Glanzleistung der Bayern.
    Trotz der defensiven Ausrichtung konnte man sich einige Chancen und Halbchancen erspielen und unter normalen Umständen hätte man das Spiel mit dieser Leistung wohl auch gewonnen.
    Dass Douglas Costa mit einer gelben Karte für seine Tätlichkeit gegen Ribery davonkam und Bayern ein klarer Handelfmeter verweigert wurde, sind dann aber derart spielentscheidend, dass man mit dem Ergebnis schon fast zufrieden sein muss. Auch Alonsos Platzverweis, war meiner Meinung nach etwas zu kleinlich, wenn auch vertretbar.
    Ich werfe dem Schiedsrichter auch keine Befangenheit vor, denn in einigen Szenen hatte Bayern durchaus Glück und die gelbe Karte für den äußerst fairen Srna war wohl ein schlechter Witz.

    Dennoch haben die Schiedsrichterentscheidungen Bayern wohl um den Sieg gebracht.
    Auch die gelben Karten von Boateng und Schweinsteiger wären bei einem 10 gegen 10 oder gar 11 gegen 10 zugunsten Bayerns wohl leichter zu vermeiden gewesen. Zur Vermeidbarkeit von Rafinhas gelber Karte sage ich mal besser nichts.

    Abermals auffällig war die Abhängigkeit der Mannschaft von Robben. Dieser war am Anfang für fast alle guten Szenen verantwortlich. In der zweiten Halbzeit wurde er dann enger gedeckt und somit weitestgehend aus dem Spiel genommen.
    Da Ribery auch nicht seinen besten Tag hatte, kam es schließlich kaum noch zu nennenswerten Aktionen.

    Das Rückspiel ist ein Muss, allerdings wohl auch nicht die einfachste Aufgabe.

    1. kurt

      Befangen nicht, aber sehr “unglücklich” in vielen Szenen.

      Wenn Rafinha für die Aktion Gelb sieht, muss das Taison für sein Ballwegschlagen von Götze an der Auslinie auch tun.

      Wenn er den Schubser an Schweinsteiger korrekt als Foul wertet, dann unterbindet dieser nicht mit einem taktischen “Frust”foul den darauffolgenden Konter.

  5. DasDing

    Schwaches Spiel, ganz einfach. Die beste Nachricht des heutigen Tages ist wohl, dass sich die leidige Alonso/Schweinsteiger-Diskussion für das Rückspiel erübrigt. Warum muss man auf Teufel komm raus wieder beide in die Mannschaft einbauen, dann wieder mit der für Schweinsteiger wenig passenden 8er-Rolle? Alonso und Schweinsteiger haben leider auch durchaus ähnliche Schwächen: Beide sind nicht gerade Pressingresistent, beide brauchen vergleichsweise viel Raum für ihre Handlungen, und durch extreme Geschwindigkeit fallen sie auch nicht auf. Das bedeutet jetzt nicht, dass sie schwach wären; sie sind eben fußballerische Brontosaurier: lange Reaktionszeit, großer Wendekreis, nicht gerade flink und beweglich – aber wenn sie etwas Platz haben, sind sie ganz schwer aufzuhalten. Und natürlich sind beide herausragend darin, ein Spiel aus der Tiefe heraus zu gestalten.

    Sobald der Gegner allerdings ein passables Mittelfeld- bzw. im Fall des Tieferstehenden der Beiden Angriffspressing betreibt ist schicht im Schacht, da beide Spieler aufgrund ihres oben angerissenen Fähigkeitsprofils damit leicht aus dem Spiel zu nehmen sind. Man bräuchte hier also jemanden, der Xabi oder Schweini den nötigen Platz verschafft, indem er Gegenspieler bindet – oder man setzt gleich ganz auf wendige Lahms und Thiagos, die auch auf engstem Raum Lösungen finden. Die letztere Variante fällt aufgrund von Verletzungen momentan leider flach, aber Alonso und Schweinsteiger können sich nicht gegenseitig Raum verschaffen, darum ist eine Aufstellung beider Spieler keine Lösung. Und es braucht auch niemand zu erzählen, dass diese Aufstellung aufgrund der Personalsituation alternativlois sei, gegen Hamburg hat es ja auch anders hingehauen.
    Und überhaupt, wenn man schon hört, dass Schweinsteiger als einziger(!) Verbindungsspieler zur Offensive fungieren soll, weiß man schon vorher, dass die Offensivspieler wieder in der Luft hängen werden.

    Problematisch war heute natürlich auch das im Blog schon ausgiebig thematisierte, extrem risikoarme Spiel. Offensichtlich wollte man mögliche Konter um jeden Preis verhindern. Warum muss man dazu so vorsichtig und offensivschwach auftreten? Etwa, weil mit Schweinsteiger und Alonso zwei Leute auf dem Platz stehen, die im Gegenpressing schwach sind, und man deshalb nicht auf hohes und risikoreiches GP setzen kann, um Konter zu verhindern und gleichzeitig den offensiven Druck aufrechtzuerhalten? Falls dem so ist, weshalb werden dann beide gemeinsam aufgestellt? Allgemein ist so eine defensive Spielweise ein Ärgernis. Vielleicht wollte man nicht wieder wie gegen Wolfsburg ins offene Messer laufen, aber gegen WOB entstanden die Probleme im Wesentlichen durch schwaches Gegenpressing, nicht durch eine zu offensive Grundausrichtung.

    Allgemein muss man wohl festhalten, dass es um die Mannschaft im Moment nicht allzu gut stehen kann, wenn man jetzt schon gegen Mannschaften wie Donezk auswärts eine (für Bayern-Verhältnisse) Igeltaktik fahren muss und alles darauf ausrichtet, erstmal kein Gegentor zu erzielen. Vom CL-Sieg sollte man besser erstmal gar nicht mehr reden, wie die Mannschaft sich momentan gegen die Top 3-4 in Europa schlagen würde will ich ehrlich gesagt lieber nicht wissen…

  6. chicago_bastard

    Wir haben genug Spieler, die den tödlichen Pass spielen können, das Problem ist, dass die sich das in KO-Spielen einfach nicht trauen, weil man in Guardiolas System im Fall eines Fehlpasses sofort einem gefährlichen Konter ausgesetzt ist. Das zog sich schon durch die letztjährige KO-Phase und scheint sich leider fortzusetzen. Man scheint dem Gegenpressing nicht zu trauen sondern will lieber völlig ohne Risiko den Ball in den eigenen Reihen halten.

    In der Liga ist das Offensivspiel viel inspirierter, weil man da nicht so viel Angst vor Fehlpässen und daraus resultierenden Kontern hat, dort ist ein Gegentor ja nicht so entscheidend wie in KO-Spielen.

    1. DasDing

      Jetzt wo Du es sagst fällt es mir auch auf: Es gab unter Guardiola noch kein einziges richtig gutes K.O.-Spiel – höchstens das DFB-Pokalfinale kann man gelten lassen, aber das war nationaler Wettbewerb, nicht internationaler, und in gewisser Hinsicht ein durch besondere Umstände bestimmtes “Freak-Spiel”, in dem Guardiola gezwungen war, Änderungen vorzunehmen.

      Und an der Sache mit dem Aufstellen der “großen Namen” scheint auch ein bisschen was dran zu sein – jedenfalls wäre das eine Erklärung für Riberys schon seit bald einem Jahr nicht mehr zu rechtfertigende Stammplatzgarantie in solchen Spielen wie gestern. Da denkt man an die Spiele gegen Real zurück, als die formschwachen Ribery und Kroos einfach immer wieder aufgestellt wurden, während zb. Martinez auf der Bank schmoren musste. Woher kommen diese Fehlentscheidungen? Fehlt Guardiola trotz seiner für jeden erkennbaren, gigantischen Fähigkeiten am Ende etwa der letze Schuss an Sicherheit außerhalb seines natürlichen Lebensraumes Barcelona?

      Die besten Offensivleistungen in der Ära Guardiola wurden im Übrigen allesamt* mit der Viererbande Robben-Müller-Götze-Lewandowski erbracht, vorzugsweise mit einem nach links ausweichenden Lewy, einem zentral orientireten Götze und einem in die Spitze vorstoßenden Müller. Diese Kombination von Spielern sollte in den wichtigen Partien deshalb gesetzt sein. Ribery ist momentan als Joker am stärksten, nicht nur gegen den HSV, sondern auch gegen Dortmund und Rom hat er von der Bank getroffen, vor allem gegen den BVB zeigte sich, wie effektiv er für 30-35 Minuten sein kann. Ich denke, dass man auf Namen hier keinerlei Rücksicht nehmen sollte, und diejenige Kombination von Spielern aufstellen muss, die am besten harmoniert und für die größte Gefahr in der Offensive sorgt.

      *Ich weiß. letztes Jahr gab es diesen Vierertrupp noch nicht – allerdings kann ich mich beim Rückblick auf die Saison 13/14 auch an keine wirklich überragenden Offensivleistungen erinnern, wie wir sie dieses Jahr ein paar mal hatten, speziell im September/Oktober 2014. Eher hat in Peps erster Saison das Mittelfeld ein paar mal extrem auftrumpfen können (ManCity, Levrkusen, Hertha).

    2. chicago_bastard

      Sehe ich genauso. Bin ja gespannt ob wir das 3-4-3 mit Robben als rechtem Läufer aus der Hinrunde nochmal wiedersehen, das schien mir wirklich die perfekte Formation gewesen zu sein.

  7. Zum eigentlichen Spiel wurde hier schon alles gesagt.

    Was mir gestern positiv aufgefallen ist: Götze fängt an sich zu wehren. Im Buch “Herr Guardiola” sagt er ja dass er Götze zu nett findet. Hoffen wir dass er das langsam ablegen kann. Da sind so Schubser wie gestern sicher gut:)

  8. Erich_B

    Leider stellt das 0:0 des FCB auch die Leistung gegen den HSV wieder arg in Frage – war der HSV nur so schlecht ?

    Die Bayern gefallen mir aktuell gar nicht, die Auftritte nach der Rückrunde sind zu lethargisch.
    Gefühlt finden Sie bis jetzt nicht in den Rythmus.

    Sorry für die populistische Aussage: Ich habe das Gefühl das einfach 1-2% Fehlen als Leistungsvermögen/Konzentration/Wille die notwendig sind auch mal so ein Spiel zu gewinnen.
    Außer Robben hat im Moment kein Offensiv-Spieler 100%.

    Über die Taktik will ich gar nicht diskutieren… ob lieber 3-4-3 etc, meiner Meinung nach Mangels im Moment an anderen Themen.

    – Das Thema Schweinsteiger vs. Alonso werden wir nicht mehr los, jedenfalls nicht so schnell. Das sind einfach zu gleiche Spielertypen. Und Schweinsteigers-Fähigkeiten sind auf der 8 verschenkt.

    – Warum setzt Pep auf Ribery, wenn dieser keinen Rythmus hat ? für mich unverständlich. Ich hätte ihn lieber die letzten 15-20 Min. gesehen. Und verzichtet dafür auf Lewa…

    – Ich hoffe Pep baut sich mit Lewa nicht die nächste Baustelle. Bei Stürmern hat eine klare Rangfolge schon immer gut getan, auch wenn diese mal nicht treffen. Ich hoffe das sich das nicht negativ auf ihn auswirkt, wir brauchen im Moment jemanden der Tore schießt.

    – Götze ist einfach verschenkt… der gehört auf links, in die Halbräume. Hätte ihn gerne dort gesehen.

    – Eventuell wäre Alaba im Mittelfeld besser gewesen, Dante scheint überhaupt keine Alternative mehr zu sein (Anstatt für Alaba in der IV).

    – Das Spiel konzentriert sich auf Robben wie zu LvG Zeiten.

    Pep hatte wohl eine Menge Respekt vor Donezk… er hatte wohl Bedenken den einen Konter zu kassieren und dann in München einen Rückstand hinterher zu laufen.

    Um solche Gegner zu knacken fehlen kleine, wendige, quirlige Mittelfeldspieler wie Lahm, Thiago. Deshalb wäre auch Alaba interessant gewesen. Schweinsteiger hat vorne im dichten Mittelfeld einfach nix zu suchen.

    Ich bin sehr gespannt auf welches Niveau sich die Bayern noch spielen, aber im Moment gefällt mir das gar nicht. Rythmus und Struktur scheinen durch die ganzen Verletzungen und die Winterpause verloren gegangen zu sein…

    Aktuell zähle ich Bayern nicht zu den 3 Besten Mannschaften in Europa, das sind für mich aktuell Real, Barca, Chelsea/Athletico.

    1. Leider stellt das 0:0 des FCB auch die Leistung gegen den HSV wieder arg in Frage – war der HSV nur so schlecht ?

      Definitiv. Weswegen die Leistung gegen den HSV für die Liga wohl recht befreiend, für die Champions League aber auch gefährlich war. Dennoch ist die Leistung gegen Donezk zumindest defensiv gut zu bewerten. Nicht wirklich etwas zugelassen, nach vorn muss man sich – das habt ihr bereits herausgearbeitet – definitiv verbessern. Steffen hat es in der WOB-Analyse formuliert, dass mit der Konteranfälligkeit Probleme auftauchten, die man eigentlich bereits abgestellt hatte. Hier sehe ich den FCB wieder auf einem guten Weg.

      Götze ist einfach verschenkt… der gehört auf links, in die Halbräume. Hätte ihn gerne dort gesehen.

      Er spielte ja so zentral wie seit dem Pokalfinale nicht mehr. Hat mir gefallen, auf den Außenbahnen kommen seine Fähigkeiten nicht zur Geltung, wobei das gestern im gesamt-offensivschwachen bzw. wenig zielstrebigen Spiel nicht so auffällt.

      1. Erich_B

        Götze ist für mich kein “Aussenläufer” wir es Ribery ist, der jedenfalls vor allem früher oft die Linien gesucht hat und sich oft “auf der Linie” durchgedribbelt hat.

        Götze ist für mich eher ein Spieler für die Halbräume, links. Also nicht Zentral und auch nicht ganz Außen wie Ribery.

    2. DasDing

      @Erich: Volle Zustimmung bis auf einen Punkt: Götze ist zumindest meiner Ansicht nach in zentraler Position besser, auf links wirkt er mit seinen Fähigkeiten immer ein bisschen verschenkt.

    3. bsg

      Matthias? Matthias Beckenbauer?!

  9. Josef

    Zum Spiel ist wie immer alles (viel gutes) gesagt. Passt schon. #Packmas in Minga.

    Aktuell zähle ich Bayern nicht zu den 3 Besten Mannschaften in Europa, das sind für mich aktuell Real, Barca, Chelsea/Athletico.

    Ach, natürlich läuft es im Moment nicht perfekt. Aber wie das immer so ist mit den Kirschen in des Nachbars Garten: Aus der Ferne sehen die auch oft knackiger aus als sie sind.
    – Chelsea gestern alles andere als überzeugend, dazu mit dem “Cesc-Problem” gegen gute Gegner.
    – Real wieder (letztes Jahr auch schon) mit relativ kleinem Kader und dieses Jahr, verstärkt durch WM und Club-WM, damit am absoluten Belastungslimit. Nur 7 *Stammspieler* für die 6 Offensivpositionen: Benz, Bale, Cristiano, Modric, Isco, Kroos und James. Dahinter klafft eine riesige Lücke. Khedira, Illara und Jesé sind meilenweit vom Rest entfernt, nicht unbedingt (nur) was ihre individuelle Klasse angeht, sondern vor allem wie sie in Carlitos anspruchsvolles System passen. Dadurch schmerzen die Verletzungen von Modric und James extrem. Und die wenigen immer gesunden Spieler wirken im Moment absolut überspielt (Kroos, Isco). Wenn Schalke nicht Schalke wäre, wäre da heute sogar eine Überraschung drin.
    – Bei Barca läuft es tatsächlich im Moment. Aber vor ein paar Wochen noch war Luis Enrique quasi gefeuert. Vermeintlich.
    – Atletico, nun ja, andere Art von Team. Bei weitem nicht die Dominanz der Big 4, aber gerade in der CL natürlich mit der unangenehmste Gegner, auf den eins der großen Teams treffen kann. Aber schaun mer mal wie sie sich gegen einen anderen “Spielverhinderer” wie Leverkusen schlagen.

    Ansonsten erlaube ich mir noch ein 4. Ding das auffiel:
    Sebastian Rode ist im Moment ziemlich außen vor. Nach dem durchaus durchwachsenen Spiel in WOB wurde er noch 2 Mal in den letzten Minuten eingewechselt und 2 Mal ohne Einsatz. Gerade gestern hatte ich kurz damit gerechnet, dass er eventuell nach Alonsos Platzverweis kommen würde.

    1. Jo

      @Josef: Gute Ausführungen zur Konkurrenz. Kann ich nur zustimmen.

      Und was heißt in diesem Kontext aktuell? Heute, vor zwei Wochen, in drei Monaten?
      Es gibt nur ein relevantes Datum dafür. Das ist der Tag an dem man auf diese Mannschaften ggf. trifft. In welcher Aufstellung und Form man sich dann präsentieren kann ist entscheidend.

      Wenn wir z.B. letztes Jahr einige Wochen früher auf Real getroffen wären, hätten die Formkurven beider Teams ganz anders ausgesehen.

      Da im Fußball eine Formsteuerung auf den Saisonhöhepunkt im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten schlicht nicht möglich ist müssen wir eben mit einem großen Zufallselement leben.

      Es hat schon seinen Grund warum bisher noch keiner seinen CL-Titel verteidigen konnte.

  10. Pachinko

    Pep traut sich wohl nicht den Alonso auf der Bank zu lassen und stellt dafür Lewy nicht auf. Schweinsteiger und Alonso würde im System vom Jupp funktionieren aber für das System vom Pep ist das einfach zu träge. Am Wochenende lief es doch in der Offensive perfekt, klar es war der HSV aber mit dieser Offensive waren wir auch gegen die Roma stark. Lewy hat gegen den HSV getroffen, was ihm gut getan hat und dann wird er wieder auf die Bank gesetzt. Ribery ist schon seit 1 Jahr nicht mehr in Topform, kam von einer Verletzung und steht auch in der Startelf. Als Joker für die letzten 20-30 Minuten ist er solange er nicht bei 100% ist viel wertvoller. Bernat war in der Offensive kaum zu sehen, weil der Pep wohl Angst vor Konter hatte. Was sollen die 4 Offensivspieler alleine gegen eine Mauer anrichten.

  11. Dampfnudel

    Ich persönlich sehe die Leistung der Bayern gestern nicht so negativ wie manche sie hier sehen. Sie haben sich in der ersten Hälfte 3-4 wirklich gute Situationen rausgespielt, aus denen auch Tore hätten werden können, wenn man einmal abgezogen hätte anstatt kurz vor dem Tor den Ball ins nirgendwo zu passen. Nach hinten hat man dabei die ganze Partie über gar nichts zugelassen.
    Was mich gestern geärgert hat, war die zweite Hälfte. Donezk hat sehr destruktiv gespielt und Spieler, wie Ribery wurden von Donezkspielern provoziert. Die Bayern sind nicht über den Provokation gestanden und haben versucht ihr Spiel weiter aufzuziehen, sondern sind auf die Provokationen hereingefallen und haben so in meinen Augen auch schon vor Alonsos Platzverweis den Rhythmus verloren (bzw. sich Donezks Rhythmus angepasst).
    Aber wenn sie da weiter machen, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört haben, werden die Bayern es im Rückspiel gut über die Bühne bringen.

  12. Jo

    Schulnote Befriedigend würde ich sagen. Nicht toll, nicht schlecht, im Grunde ganz o.k.

    It’s Championsleague! Da wird dir, spätestens in den KO-Spielen nichts geschenkt. Lucescu hat seine Hausaufgaben gemacht und seine Mannschaft nicht wie Zinnbauer oder Garcia zur Abschlachtung bereitgestellt. Dann muss man vielleicht auch mal ein Unentschieden mitnehmen und zufrieden sein.

    Wie viele hier hätte ich wohl auch anders aufgestellt. Zum Beispiel, aus eher psychologischen Gründen, Lewandowski für Ribery. Jetzt nach dem Spiel bin ich mir da gar nicht mehr so sicher ob das richtig gewesen wäre. Allerdings muss Lewy jetzt definitiv gegen Paderborn spielen, sonst wird hier tatsächlich eine ungute Baustelle aufgemacht.

    Was mich tatsächlich etwas besorgt ist der Eindruck, den ich auch mit einigen hier teile, dass Pep in den wichtigen Spielen zu einer “hierarchieorientierten” Aufstellung neigt.
    Das ist nicht grundsätzlich negativ, wenn man auch solche Überlegungen mit einfließen lässt, aber auch dafür gibt es natürlich Grenzen.

  13. Hans

    Wenn in der ersten halben Stunde eine der vielen guten Chancen bestimmter ausgespielt wird, dann wäre Operation Donzek sicher komplikationsfreier verlaufen.

    Ich persönlich kann dem Spiel mehr positives abgewinnen: Guardiola ist [noch] auf der Suche nach einem ausgewogenen System wenn es Auswärts gegen stäkere, insbesondere konterstarke Gegner, geht.

    Denke dass Wolfsburg Spiel hatte den Spiegel vorgehalten und an das Halbfinale gegen Madrid erinnert und daran, dass weniger manchmal mehr ist. Mit konsequentem Dominanzfußball und 10 Spieler in der gegnerischen Hälfte ubicumque gewinnt man im Normfall keine Champions-League. Mir hat die konservative Herangehensweise gefallen, man hat praktisch nichts zugelassen.

    Nach vorne muss natürlich mehr kommen, gerade auch weil Donezk früh gepresst hat, da hat mir Schweinsteigers Raumfindung wieder mal überhaupt nicht gefallen. Donezk ist allerdings auch stark aufgetreten, teilweise auch ausgesprochen unsympathisch. Der Autor hat auch die Szene mit dem sonst so tiefenentspannten Götze angeführt, auch Schweinsteiger und Alaba wirkten sehr angefressen, da kann ich mir gut vorstellen wie Donezk die Zweikämpfe geführt hat (Guardiola ist das bestimmt auch bekannt vorgekommen).

    Gut aufpassen in München, gegen so eine Mannschaft kann schnell auch mal Schluss sein.

  14. C

    Ich sehe auf der 6 aktuell wirklich ein Luxusproblem, wir haben mit Schweini Alonso und eigentlich auch Martinez 3 Leute die hier am besten Eingebunden sind und auch Benatia, Badstuber und Lahm können einen Libero 6er geben, auf der 8 dagegen haben wir mit dem Abgang von Kroos und den vielen Verletzungen diese Saison echt eine kleine Problemzone, die nur nicht so stark auffiel weil Bernat und Alaba offensiv so Bärenstark spielten.

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