Ein Missverständnis in drei Akten

Das wochenlange Hick-Hack ist beendet. Nur wenige Stunden vor dem Ende der offiziellen Sommertransferperiode verlässt Renato Sanches den FC Bayern auf Leihbasis in Richtung Swansea. Auf der Insel trifft der Portugiese mit Paul Clement auf einen alten Bekannten, hatte der Engländer doch bis ins Frühjahr den Co-Trainer Posten beim Rekordmeister inne.

Von den Medien wird eine Leihgebühr von 8,5 Millionen kolportiert, wobei Swansea laut dem “kicker” keine Option auf eine feste Verpflichtung des jungen Mittelfeldspielers für den Sommer 2018 hat.

Doch wie konnte es so weit kommen, dass der hochgelobte Sanches nach nur einem Jahr leihweise von Bayern nach Wales übersiedelt? Wir blicken zurück auf ein Missverständnis in drei Akten.

Erster Akt: Verpatzte Ankunft des “Wunderkinds”

Am selben Tag an dem Bayern die Heimkehr von Mats Hummels verkündete, wurde auch der Transfer eines gewissen Renato Sanches publik. Für die beachtliche Ablösesumme von 35 Millionen Euro hatte man sich die Dienste des damals erst 18-jährigen Portugiesen gesichert. Der Großteil der Bayern-Fans kannte Sanches zu diesem Zeitpunkt höchstens aus den Viertelfinal-Partien der Roten gegen Benfica im Frühling des gleichen Jahres, in denen Sanches einer der besseren Spieler auf Seiten der Portugiesen war.

Doch der Name Renato Sanches sollte schnell deutlich bekannter werden. Bei der Europameisterschaft in Frankreich lief der Neuzugang für den späteren Titelträger Portugal auf und lieferte dabei eine starke Leistung nach der nächsten ab.

Der frisch gebackene Europameister wusste so zu überzeugen, dass sich Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge weit aus dem Fenster lehnte und in Sanches den Alonso-Nachfolger sah. Die europäische Konkurrenz belächelte er, ob der verpassten Chance den Youngster vor seiner Breakout-Performance in Frankreich zu verpflichten. “Die anderen haben Urlaub gemacht”, so Rummenigge damals.

Allerdings stand der Start von Sanches an der Säbener Straße bereits unter keinem guten Stern. Aus dem EM-Finale brachte der Vielgelobte eine Oberschenkelverletzung mit, die ihm die komplette Vorbereitung kosteten. Aufgrund von Trainingsrückstand stand er die ersten drei Pflichtspiele der Saison 2016/17 nicht im Kader der Münchner.

Hierdurch verpasste der Youngster es, wenn auch nicht von ihm selbst unverschuldet, bereits während der ersten Wochen des ebenfalls neuen Trainers einen positiven ersten Eindruck zu hinterlassen. Er konnte Ancelotti gar nicht zeigen, zu was er im Stande war, bevor sich der Trainer auf eine Formation und eine Aufstellung festlegte.

Zweiter Akt: Eine Saison zum Vergessen

Zum ersten Einsatz kam die Neuverpflichtung dann im Liga-Spiel gegen Schalke. Dort durfte Sanches anstelle von Vidal im Mittelfeld auflaufen. In seinem ersten Spiel zeigten sich bereits die Probleme, die ihn über die gesamte erste Saison verfolgen sollten. Der Portugiese wirkte fehlerhaft im Spielaufbau, teilweise zu langsam im Kopf und am Ball und blieb unauffällig bis wirkungslos.

Der Youngster hatte dauerhaft Probleme sich im System des Rekordmeisters zurecht zufinden. Hier konnte ihn auch Trainer Ancelotti nicht ausreichend entlasten oder unterstützen. Während unter Guardiola jedem Spieler noch zu jeder Spielminute eine feste Position bzw. Zone auf dem Spielfeld zugeteilt war, ließ Ancelotti die Taktik-Zügel etwas lockerer. Gerade Sanches litt hierunter.

Die fehlenden Anspielstationen im Mittelfeld in Kombination mit dem für ihn eher ungewohntem, aber Bundesliga-typischen Mittelfeldpressing überforderten ihn häufig. Die Folge waren Fehlpässe und daraus resultierend eine steigende Verunsicherung. Auch Neuzugang Tolisso hatte damit in seinen ersten Spielen im Dress der Roten zu kämpfen. Hier bedarf es einer gewissen Anpassung des Spielers an die gesteigerten Anforderungen des Bundesliga-Alltags. Am sicheren Passspiel der Münchner, das als Grundlage des Bayern-Spiels zu sehen ist, nahm Renato Sanches dadurch nur selten teil. Das Spiel lief phasenweise an ihm vorbei.

Allzu häufig wirkte Renato Sanches ratlos und überfordert. Allerdings fehlte ihm auch die Unterstützung.
(Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Bei der EM gefiel Sanches noch vorrangig durch seine Physis in den Zweikämpfen und Dribblings weit in die gegnerische Hälfte. Steffen bezeichnete die größte Stärke von Renato Sanches in seinem Scouting-Report damals als “unheimlichen Motor“. Diese Spielweise ist im Bayern-System jedoch nicht so etabliert. Eine Konstellation die auch einen Arturo Vidal an schlechten Tagen wie einen Fremdkörper im Ballbesitzspiel der Bayern wirken lässt. Gerade hier fehlte dem Portugiesen eine führende Hand im Team oder Trainerstab, die ihn unterstützt und weiterentwickelt um seine Stärken im Sinne des eigenen Systems sinnvoll einzubringen.

Man mag nicht daran denken, was für einen solchen Rohdiamant wie Sanches unter einem Taktik-Tüftler wie Guardiola möglich gewesen wäre. So aber war Sanches einer der wenigen Spieler im Bayern-Kader, die nie das Privileg hatten unter einem der großen Taktik-Maestros wie Pep oder auch Tuchel zu trainieren.

Bis zur Winterpause kam Sanches auf einige Einsätze, während Ancelotti noch auf der Suche nach dem richtigen System, der richtigen Elf war. Insgesamt 15 Einsätze hatte der mittlerweile 19-jährige bis Weihnachten. Doch im neuen Jahr, als Ancelotti sich auf sein Team festlegte, war Sanches außen vor. Der Youngster kam nur noch auf zehn Kurzeinsätze, spielte nur zwei Mal mehr als eine Halbzeit.

Natürlich besteht gerade bei so jungen Spielern dann die Gefahr in einen Abwärtsstrudel zu geraten. Im Februar äußerte Sanches in einem Interview, dass der Wechsel für ihn “heftig” war. Auch die Sprachbarriere tat ihr Übriges, so spricht er nur wenig Englisch und noch weniger Deutsch. Ein Teufelskreis aus Isolation, Frust und Verzweiflung.

Dritter Akt: Eine neue Hoffnung?

Doch Sanches gab sich kämpferisch. Zum Ende der Saison zeigt er sich sehr reflektiert: “Davon lasse ich mich nicht unterkriegen. Ich bin sicher, dass die kommende Saison auch in individueller Hinsicht besser laufen wird für mich. Ich habe mir persönlich auch mehr erwartet von meinem ersten Jahr, aber das nächste Jahr wird ein besseres. Mit Sicherheit.”

Den Beginn sollte wiederum die Nationalelf machen. Zwar durfte der Europameister nicht mit seinen Kollegen der Herrennationalelf zum Confed-Cup nach Russland, aber dafür sollte er die portugiesische U21 bei der EM in Polen anführen. Doch auch hier erfolgte ein Rückschlag. Portugal musste bereits nach der Vorrunde die Koffer packen. Sanches hatte zwar sein Potential aufblitzen lassen und spielte gegen Serbien einen wunderbaren Traumpass, aber es war nicht genug.

Somit konnte der Portugiese wenigstens die Vorbereitung in München früher als in der Vorsaison beginnen. Allerdings kochten direkt mit seiner Rückkehr an die Säbener Straße die Gerüchte über einen Abschied hoch. Es wurden viele mögliche Ziele spekuliert und von Hoffenheim über Mailand bis Liverpool fielen alle Namen.

In den Vorbereitungsspielen durfte Sanches nochmals für Bayern auflaufen und zeigte ordentliche Leistungen, die Lust auf mehr machten. Als es jedoch an die ersten Pflichtspiele ging war der Portugiese wieder einmal außen vor. Ancelotti gab den Neuzugängen Rudy und Tolisso sowie den nicht komplett fitten Thiago und Vidal den Vorzug.

Was bleibt von Sanches?

Nun geht es also auf die Insel. Eine verpasste Chance für den FC Bayern. Auch wir hier im Blog hatten bereits über eine Leihe von Sanches diskutiert. Eine Leihe in die Bundesliga wäre gut, eine Leihe nach Hoffenheim optimal gewesen. Dort hätte Sanches die Sprache und Spielkultur der Bundesliga lernen können. Unter einem Trainer wie Nagelsmann hätte er zudem an seiner Technik und seinem Positionsspiel arbeiten können.

Eine Leihe ins Ausland bedeutet nun nichts von alledem. Der größte Pluspunkt an der Lösung Swansea ist sicherlich der Trainer, Paul Clement, der schon heute in der Lage sein sollte zu bewerten, ob Sanches die benötigte Spielzeit erhalten wird. Der vermeintlich größte Nachteil ist das Thema Integration. Sprachlich und (spiel-)kulturell klaffen natürlichen Welten zwischen Swansea und der Premier League auf der einen Seite und dem FC Bayern und der Bundesliga auf der anderen Seite. Sanches wird also auch im kommenden Sommer wieder eine Phase der Integration durchlaufen müssen.

Einen finalen Schlussstricht wollen wir an der Stelle unter die Akte Renato Sanches beim FC Bayern zwar noch nicht ziehen, aber dennoch sollte diese Episode die Möglichkeit bieten auch auf Seiten des Vereins einen Lerneffekt zu erzielen, um für zukünftige Transfers dieser Kategorie einen höheren Nutzen erzielen zu können.

Mit der Ankunft des Portugiesen letzten Sommer hatte man sich als attraktives Ziel auch für international gefragte junge Spieler mit großem Potential etabliert. Laut Medienberichten hatte sich Bayern gegen Manchester United im Rennen um Sanches durchgesetzt. Da der FC Bayern bewusst nicht beim Wettbieten im dreistelligen Millionenbereich um die Weltklassespieler von heute mitmachen möchte, steht Renato Sanches für den Versuch einen potentiell zukünftigen Weltklassespieler in jungen Jahren für eine noch vertretbare Summe zu verpflichten und innerhalb des Vereins zu entwickeln. Gerade mal ein Jahr später muss diese Strategie hinterfragt werden. Welches internationale Toptalent hat jetzt noch Lust beim FC Bayern die wichtigsten Jahre seiner Karriere zu “verschwenden”.

In den Vorbereitungsspielen zur Saison zeigte Sanches nochmal sein Potential. Jetzt soll er sich auf der Insel weiterentwickeln.
(Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Der FC Bayern muss sich hier hinterfragen, wie es so weit kommen konnte. Hierbei muss klar der Trainerstab der erste Ansprechpartner sein. Dieser muss einen jungen Spieler besser einbeziehen und die Schwächen bzw. notwendigen Entwicklungsschritte direkt adressieren. Sonderschichten oder Einzelgespräche mit Bezug auf Taktik und Positionsspiel können hier effektiv sein. Nur so kann sich ein Talent weiterentwickeln.

Darüber hinaus muss darüber nachgedacht werden, inwiefern man die Integration von Sanches hätte besser gestalten können. An dieser Stelle sollten auch die Führungsspieler mit der Situation konfrontiert werden. Wurden dem Portugiesen alle Möglichkeiten und Türen offen gehalten sich in die Truppe einzufinden?

Besonders brisant ist, dass mit dem Co-Trainer und Sportdirektor zwei Positionen, die als wichtiger Ansprechpartner für Spieler fungieren können und sollen, für Großteile der vergangenen Saison bewusst vakant blieben.

Die letzten beiden Punkte sind hierbei von außen natürlich schwer zu bewerten. Dennoch besteht die Hoffnung, dass durch die Ernennungen von Willy Sagnol und Hasan Salihamidzic hier fachlich und menschlich Personen installiert wurden, um vergleichbare Entwicklungen zu verhindern.

Für Sanches gilt es nun ebenfalls sich zu hinterfragen. Etwas das er ja bereits nach der letzten Saison öffentlich machte. In Swansea hat er die Möglichkeit für einen kompletten Neuanfang. Dort startet er nicht mit den Vorschusslorbeeren aus dem EM-Sommer 2016. Dort soll er keinen Alonso ersetzen. Eventuell hilft ihm diese Außenseiter-Rolle und er findet zurück zu seinen alten Stärken und einen neuen Rhythmus. Dann steht ihm ja immer noch die Rückkehr nach München für einen zweiten Anlauf offen.

Beim FC Bayern stehen nach dem Abgang von Sanches nur noch 18 Feldspieler mit Erfahrung im Profi-Bereich im Kader. Ein sehr kleiner Kader, der im Saisonverlauf zu Problemen führen könnte. Gerade weil mit Ribery, Robben, Boateng, Martinez und Thiago gleich fünf verletzungsanfällige Spieler im Team sind. Zwar sind die meisten Positionen durch polyvalente Spieler – auch hochklassig – doppelt besetzt, aber die Tiefe der vergangenen Jahre ist dem Kader abhanden gekommen. Eine durchauserstaunliche Entwicklung, da speziell das Ausscheiden aus der Champions League in den vergangenen Jahren häufig durch den Ausfall von wichtigen Spielern “begünstigt” wurde.

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Leserkommentare
  1. wipf1953

    Nur zwei Anmerkungen:

    1. Bayern hat durch die CL-Doppelbelastung und die Länderspiele ab September bis zum Jahresende fast nur englische Wochen (wovon man jede zweite mehrere Tage auf Flughäfen und in Hotels verbringt). Ein Bayerntrainer kann mit seiner Mannschaft nur in der Saisonvorbereitung arbeiten. Auch im Winter ist die Zeit sehr kurz, 8 Tage am Golf und das wars. So gesehen ist es gerade für junge Spieler schwer, in die Mannschaft zu finden. Man braucht im Prinzip alte Hasen, die vom ersten Tag an funktionieren.

    2. Swansea ist eine viel bessere Lösung als Hoffenheim / RB Leipzig / VfB Stuttgart oder gar Milan / Juve / ManUtd. In welcher Welt leben denn bestimmte Fans, wenn sie wirklich glauben, dass die Trainer dieser Clubs nichts besseres zu tun haben als Spieler für den FC Bayern auszubilden? Jeder Trainer eines dieser Clubs würde sich fast schon vereinsschädigend verhalten, wenn er die Arbeit nicht in ein Talent steckt, das länger bei ihm bleibt. Darum ist der “deal” mit der Vertrauensperson Clement durchaus schlau, übrigens sowohl aus Sicht des FC Bayern als auch aus Sicht des Spielers selbst. Bei Swansea gibt es einige Spanier/Argentinier, die Sanches den Start erleichtern werden. Zugleich muss er dort wenigstens englisch lernen, so dass die Kommunikation in einem Jahr auf jeden Fall besser laufen wird.

    Trotzdem bleibt der Eindruck haften, dass es Sanches bei Bayern leider ähnlich ging wie damals Breno. Für die Zukunft kann man daraus schon Lehren ziehen, was im Artikel ja ebenso gesehen wird.

    Übrigens: Auch Sanches wird die WM im Kopf haben. Es würde mich nicht überraschen, wenn er bei Swansea ordentlich durchstarten würde.

    1. Kramnik

      Stimme dir komplett zu. Swansea ist ein guter Schritt für Sanches. Die Liga passt mehr zu ihm, der Trainer kennt ihn, die Medien beleuchten ihn nicht so stark und der Kader sollte genug Einsatzzeit bereitstellen. Ich find es ein wenig anmaßend von dem Autor, aber auch vielen anderen, die Leihe zu kritisieren. Dazu fehlt einem schlicht und ergreifend das Wissen. Wer weiß schon ob Hoffenheim interessiert war oder ob es ein Angebot aus Gladbach gab. Wir wissen es nicht und damit bleibt alles eine schwammige Spekulation. Ich bin einfach froh, wenn Sanches viel Einsatzzeit bekommt, dass ist jetzt erstmal das wichtigste und nicht ob er Deutsch oder Englisch lernt. Bei Leihen kann so viel schiefgehen.
      Zu den restlichen Punkte in dem Artikel, kann ich nur zustimmen. Bayern, vorallem aber Ancelotti muss zeigen, dass junge Spieler in den Profikader integriert werden können. Hierbei trifft die Kritik ganz klar den Trainer, die Club Führung hat ihm mit Coman, Kimmich, Süle und Tolisso sehr aussichtsreiche Talente zu Verfügung gestellt, sehr viel besser geht es nicht. Ich erwarte von Ancelotti, dass mindestens drei der vier genannten am Ende der Saison über 2000min gespielt haben. Der September wird richtungsweisend für die jetzige Saison. Man wird in der Cl sehen, ob Bayern international noch mithalten kann, in der Buli wird sich zeigen welcher Verein Bayern die Meisterschaft streitig machen wird und die ganzen englischen Wochen werden Aufschluss darüber geben, ob Ancelotti mehr rotieren wird als letzte Saison.

  2. Dieter Thomas Heck

    An den genannten Problemen hinsichtlich der Talententwicklung wird sich unter Carlo wenig ändern. Ihm geht es allein um die (zweite) Veredlung der Generation Robbery, nicht um Nachhaltigkeit.

  3. Clutch

    Ich lese euch ja eigentlich ganz gerne, aber der Artikel ist dann schon ziemlich schwach und gewisse Argumente wirken einfach nicht durchdacht. Schade.

    1. Cryobot

      Könntest du erläutern was du meinst?
      Kritik ist immer gut und wird auch von MSR-Team bestimmt gerne gelesen. Kritik ist allerdings nur Kritik, wenn sie begründet wird. So ist dein Kommentar leider ziemlich schwach und nicht durchdacht. Schade. ;)

  4. Kita

    Sehe ich alles genauso. Erinnert mich sehr stark an Breno. Ein einsamer Junger Mann der sich nicht mal verständigen kann -> kein englisch.
    Aber, wann bitte hört ihr endlich auf dem Pep nachzutrauern? Das ist für euch so wie die große liebe die euch für einen stärkeren und reicheren verlassen hat, weil der ihr mehr bieten kann.
    Die …lampe kommt nicht mehr zurück! Findet euch damit ab.

    1. FR7

      Danke! Danke! Danke! Die gesamte Redaktion dieses Blogs wird auch in zehn Jahren nicht damit aufhören Pep zu vergöttern. Er wird gefühlt in fast jedem Artikel erwähnt und es wird immer so getan als hätte er nie Fehler gemacht, ausschließlich super Talente entwickelt und das Bayern Spiel wäre taktisch, spielerisch und optisch perfekt gewesen. Es wird ein Trainer idealisiert und alles gegenwärtige mit ihm und dem was er gemacht hat verglichen. Pep ist weg. Punkt. Er trauert uns kein Stück nach, warum sollten wir es dann tun? Das hier ist Fußball, jeder Person ist austauschbar. VOR ALLEM Trainer. Er hat bei weitem nicht alles richtig gemacht. Einige Redakteure sollten endlich mit ihm abschließen und auch das verstaubte Fotoalbum, dass sich unter dem Bett dieses Blogs befindet, endlich entsorgen, neu anfangen und nach einer neuen Liebe suchen. Ich kann diesen Namen Pep nicht mehr hören und auch nicht lesen. Es bringt einfach niemanden weiter. Es nervt nur noch.

      1. Beobachter

        Fussball lebt davon, dass vergangene Zeiten idealisiert werden. Die 70er. Das Triple. Die damit verbundenen Personen soll man also auch streichen? Sind ja auch weg.
        Welchen Gewinn bringt aber das ausblenden. Was bringt das aktuell??

        Davon ab: Niemand(!) vergöttert “Pep” und behauptet, er habe nie Fehler gemacht. Er hat sogar viele gemacht. Der Unterschied aber ist: das Endprodukt (Spielweise) ist besser (nicht zwingend erfolgreicher) als bei manch anderem (nicht bei allen!) Trainern.

        Immer diese Hyperkritik bei Guardiola und der Versuch ihn möglichst aus dem Gedächtnis zu verbannen. Wenn euch das so ankotzt etwas von ihm zu lesen, dann lest doch was anderes.

      2. Lukas

        Seltsam gell, immer wieder dieser Pep!! Welchen Grund gibt es nur, sich immer wieder an ihn zu erinnern? Außer, dass Bayern drei Jahre lang jede Mannschaft spielerisch dominiert hat (und nein, das heißt nicht automatisch gewinnen) und er eine Fußball-Ästhetik auf den Platz gebracht hat, die es so schnell nicht wieder geben wird. Das sind doch keine Gründe!!! Die sollen einfach Kämpfen! geht’s raus Jungs und gewinnt das Ding. Prost!

  5. Jo

    Das Beste was man jetzt noch aus der verfahrenen Situation machen kann.
    Die PL dürfte von der Art des Fußballspielens her auch erst mal die beste Liga für ihn sein. Da wird ihm vielleicht auch nicht jeder Körperkontakt als Foul abgepfiffen.
    Der Kader von Swansea dürfte jetzt auch nicht von Topspielern überquellen, die ihm den Platz streitig machen. Vor allem natürlich kann man auf den Clement-Faktor setzen. Welcher andere Trainer kennt ihn schon so gut um einzuschätzen welche Rolle er in seinem Team spielen kann. Clement muss sich das wohl sehr genau überlegt haben, da Sanches aufgrund der Vorgeschichte dort sicher als der Mann des Trainers gehandelt wird.
    Insofern ein hoffnungsvolles Zeichen für den Jungen, wenn sich ihn so jemand in sein Team holt. Clement scheint offensichtlich deutlich mehr in ihm zu sehen als viele hierzulande. Es spricht auch dafür, dass die gemunkelten Probleme in Bezug auf Einstellung und Auftreten nicht gar so groß gewesen sein können.
    Kleiner ironischer Einschub: Bei dem Glück das wir in letzter Zeit bei Leihen haben, wird Clement wahrscheinlich nächsten Monat entlassen.

    Der Verein gibt in dieser Angelegenheit leider auch nicht unbedingt das beste Bild ab. Das wird im Artikel ja auch sehr schön beleuchtet.
    Und ja es hätte mich auch brennend interessiert, was ein Trainer wie Guardiola aus ihm herausgeholt hätte.
    Vielleicht hätten wir heute eine neue Alternative als Linksaußen, oder als Rechtsverteidiger ((-;

    1. Kita

      :-) Guter Witz das mit Pep. Sag mir bitte einen einzigen Spieler der dauerhaft eine andere Position begleitet hat die ihm Pep beigebracht hat.
      Alaba? Hat überall mal gespielt, am Ende doch immer nur linker Verteidiger.
      Lahm? Im Mittelfeld, bis er die letzte Saison doch wieder rechts hinten war.
      Und sonst? Ok, Martinez ist jetzt IV (wobei er das ja in Spanien schon war).
      Komm jetzt bitte nicht mit Kimmich. Das war Löw seine Erfindung.
      Und überhaupt. Diese Pep/Carlo Vergleiche.
      Als Pep angetreten war, befanden sich Robbery, Schweini, Lahm im allerbesten Fussballeralter. Dass das 3 Jahre später nicht mehr der Fall war, ist ja offensichtlich.

      1. Jo

        Ich weiß gar nicht warum das jetzt ein so wunder Punkt für dich ist.
        Mein bescheidener Wunsch wäre nur zu erfahren, was ein Trainer wie Guardiola aus einem Spieler wie Sanches gemacht hätte.
        Ist ok wenn es dich nicht interessiert. Ich bleibe dabei.

      2. Kita

        Was er aus ihm gemacht hätte? Er hätte ihn genauso wenig eingesetzt. Denn das hätte bedeutet dass er Alonso, Vidal, Thiago und Kimmich noch weniger Einsätze gegeben.
        Siehe Götze, Hojbjerg, Shaquiri, Coman und auch Kimmich selbst.

      3. Beobachter

        Coman
        – unter Guardiola: 35 Einsätze mit 2400 Minuten
        – unter Ancelotti: 30 Einsätze mit 1300 Minuten

        Höjbjerg und Shaqiri siehe unten

        Götze
        – siehe unten
        – richtig ungünstig war nur die Saison 15/16. Und der Umstand, dass Götze gezwungenermaßen oft auf der falschen Position spielen musste.

      4. Lukas

        Haha Kita was ist los mit dir?
        Ich stimmte dir zu, Guardiola erkannte das Talent damals nicht, heute sind Hojbjerg, Shaquiri und Götze Weltklasse Spieler. Kimmich und Coman hat er kaum eingesetzt, deswegen sind sie heute so scheiße… Oh man. Wie kann man sich von Guardiola so angegriffen fühlen? Das sind ja fast schon komplexe. Ist es weil Bayern in der Zeit so schönen Fußball gespielt hat und so dominant war?

  6. Axel

    Eine Frage am Rande: Wie gut spricht Brazzo eigentlich Englisch oder sonst eine Fremdsprache? Kann er seine Betreuungsaufgabe für Spieler wie Sanches überhaupt erfüllen, ohne die nötigen Kommunikationsmittel zu beherrschen? Oder macht er das fast ohne Worte und eher mit “Handauflegen”?

    1. Jo

      Ein gewichtiges Argument das bei seiner Vorstellung pro Brazzo angesprochen wurde war seine Vielsprachigkeit. Er spricht wohl fünf Sprachen.
      Wie gut bleibt offen (zumindest für mich).

    2. pitvonbonn

      einige Sekunden gegoogelt:
      “Salihamidzic spreche außer Deutsch fünf Sprachen (Englisch, Spanisch, Italienisch, Bosnisch und Serbokroatisch), sei bestens im Weltfußball vernetzt und schon als Spieler extrem fleißig gewesen, sagte Rummenigge. Zudem sei er integer, loyal und ausgeschlafen”.
      Das zum Thema Handauflegen.

      1. Pat

        Ribery spricht vermutlich auch Deutsch, wenn man ihn danach fragt…. ;-)

  7. JP

    Ich muß sagen, daß ich die Kaderpolitik des Vereins im Moment nicht mal im Ansatz verstehe. Draxler nicht geholt, obwohl er und quasi auf dem Silbertablett präsentiert wurde. Sanches verleihen, ohne sich im sowieso schon sehr dünnem Kader um einen Ersatz zu bemühen, der zumindest für 80% der BL-Spiele geeignet wäre. Und Lewandowski hat immer noch keinen echten Vertreter…
    Jetzt dann eben eine Saison mit 18 Feldspielern, fast alle davon Nationalspieler. Man wird sehen. Vielleicht funktioniert es ja.

    1. pitvonbonn

      verpflichtet wurden:
      2 deutsche Nationalspieler (Süle und Rudy) und zusätzlich einen neuversplichteten Nationalspieler (Gnabry) für ein Jahr nach Hoffenheim ausgeliehen,
      2 französische Nationalspieler (Tolisso und Coman), davon dieses Jahr den einen (Coman) fest verpflichtet
      und eine kolumbianischen Nationalspieler (James).
      Früchtl, Friedl und Götze erhielten Profiverträge.
      Dazu wurden etliche Talente und Jugendnationalspieler für die Ausbildung in der Allianz Akademie verpflichtet.
      Das Alles für ca. 100 Mio. und das bei den heutigen inflationären Preisen.
      Benatia wurde endgültig abgegeben, Costa wurde gut “entsorgt” und Sanches wurde gut bei Clement für ein Jahr zur Weiterbildung untergebracht.
      Dazu wurde Rafinha, dem zuverlässigen “Ersatz” für Kimmich, die Freigabe zu Chelsea verweigert.
      2 altgediente EX-Bayern wurden als Assistenstrainer und Sportdirektor verpflichtet.
      Der Bayern Campus wurde eröffnet und sehr gut neu besetzt.
      Sonst ist nicht viel geschehen, aber das könnte man doch gut verstehen.

      1. Sehr schön zusammengefasst!

        Ich bin zwar auch der Meinung, dass beim FC Bayern derzeit einiges nicht optimal läuft. Trotzdem sollte man die positiven Dinge und Entwicklungen nicht immer völlig außen vor lassen.

        Wenn ich manche Kommentare durchlese, bekomme ich das Gefühl, dass nicht die Turner, sondern die Bayern mittlerweile viertklassig sind – gut, dass man es besser weiß ;-)

      2. Jo

        @Peter.
        Du weißt doch genau, dass es viel wichtiger ist im Erfolg kritisch und wachsam sein. Im Mißerfolg ist es dann sowieso jeder.
        Dieses nie ganz zufrieden zu sein, immer mehr zu wollen, das ist doch das Holz aus dem Sieger geschnitzt sind.
        Für mich ist das ein positiver Bestandteil der Bayern-DNA. Lassen wir doch den Turnern, dem BVB oder wem auch immer ihre rituelle Selbstzufriedenheit jetzt aber wirklich der geilste Klub auf Erden zu sein.
        Wir wissen es besser und legen trotzdem gerne mal auch den Finger in die eigene Wunde.

    2. Ohne81

      Ich finde zwar auch nicht alles gut was die Kaderpolitik angeht, aber ich würde niemals einen Draxler fordern.

      Warum? Wir haben hier einen Kommentar über Sanches, der es aufgrund der aktuellen Kaderstärke nicht in die Startelf schafft bzw. nicht genügend Spielzeit bekommen würde. Dabei muss er sich über Spiele entwickeln und stärker werden.
      Jetzt haben wir auf den Außenseiten neben Rib und Rob noch Coman und ab nächster Saison Gnabry – also 2 Spieler die sich entwickeln sollen / müssen und das nur über Spielzeiten können. (Müller und alle anderen die da auch spielen könnten lasse ich jetzt mal raus, es geht mit einzig um die jungen Spieler die wir extra für diese Positionen gekauft haben) Also warum einen Draxler holen / fordern, der einen von den beiden Spielzeiten wegnehmen würde? (Oder soll er James auf der 10 oder Thiago die Zeit klauen? – die werden sich bedanken)

      Wir fordern junge Spieler die sich entwickeln und wollen auf der anderen Seite immer mehr erfahrene Spieler (als Backup) die auch Spielzeiten benötigen / wollen? Passt also nicht wirklich zusammen.

      Die Leihe von Sanches ist das aller beste was dem Jungen und uns passieren kann. Wenn er da mal 20 Spiele und mehr gemacht hat, wird er ganz anders auftreten und uns viel besser weiterhelfen. Aktuell haben wir auf der Position mehr als genug Personal, was da spielen kann – also einen “sehr dünnen Kader” kann ich absolut nicht erkennen.

      Backup Lewa: Wer macht das freiwillig? Ein Topspieler (also ein echter Vertreter) setzt sich nicht 90% der Zeit freiwillig auf die Bank. Ein mittelklassiger Spieler würde es machen – bringt uns nur nicht weiter bei einem Ausfall und das Geschrei wäre wieder groß. Wechselt man Lewa jedes Spiel aus brennt auch der Baum :-)
      Ein Talent braucht Spielzeit und die gibt Lewa freiwillig niemals ab…….also was machen?
      Ich bin ja ein “Fan” von Wriedt, den ich gerne als solches sehen würde – vor allem könnte man ihn zur Zeit weiter Unten spielen lassen und im falle einer Verletzung “hochziehen”.

      1. Jo

        Wriedt? Toller Körper, aber wirkt schon ein wenig ungelenk und technisch limitiert.

        Aber Pizza is back. Pizarro wohnt doch wieder in München. Gebt dem noch mal ein Jahr Vertrag und zaubert ein Lächeln auf das Gesicht aller Bayernfans. Für 30 Minuten wird es schon noch reichen.

    3. Tschemp

      Unser Kader ist im Tor, Abwehr und defensivem Mittelfeld sehr sinnvoll besetzt.

      Vorne jedoch ist es pures Harakiri.
      Wir haben mit Lewandowski, Müller, Robben, Ribery, Coman, James, Thiago 7 Spieler für 4 Positionen.

      Zum Vergleich Dortmund:
      Aubameyang, Isak, Yarmolenko, Schürrle, Philipp, Pulisic, Götze, Kagawa, Reus, Bruun Larsen, Sancho: 12 Spieler.

      1. Beobachter

        Sehe ich auch so.
        RA mit Robben, Coman und zur Not Müller geht noch, aber a) kein Stürmer-BU und b) LA einzig auf Ribery hoffen (selbst wenn er fit bleibt, sehr optimistisch!), das ist schon mutig. Gut, Coman kann auch links spielen, aber wenn Robben + Ribery ausfallen, dann ist man nur am Improvisieren.

        Und je nach dem, auf welche Grundordnung es nun hinausläuft, stellen sich dann noch Detailfragen.

      2. pitvonbonn

        …und Vidal und Tolisso…. 9 Spieler für 4 Positionen und was ist daran Harakiri? Einige dieser Spieler schreien Zeter und Mordio, wenn sie einmal ein- bzw. ausgewechselt werden?

      3. Tschemp

        Das ist das Problem! Wir schaffen es nicht, den Altstars Robbery klar zu machen, dass sie oft verletzt sind, und wir deshalb Ergänzungen brauchen, und dass diese Ergänzungen auch mal spielen müssen, wenn Robbery mal fit sind. Da stehen Egos über dem Gesamterfolg, ein kollektives Versagen von Robbery, dem Trainerteam, dem Sportdirektor und den Bossen.

        Tolisso und Vidal zählen nicht für die offensiven 4 Positionen Sturm/Rechtsaußen/Halbstürmer bzw 10er/Linksaußen.
        Ansonsten könnte man bei Dortmund auch noch Castro und Dahoud zählen, die hätten dann 14 Spieler für die Offensive..

      4. Ohne81

        Warum unterschlagt ihr immer unsere jungen Spieler? (zählt sie beim BVB aber mit dazu?)
        *Augenzwinkern*
        Benko gehört bei uns schon mit dazu. Also sind wir bei 8 Spieler.

        Zudem sind es beim BVB 11 Spieler. Auch wenn Bruun Larsen einen Doppelnamen hat, der zählt nur als Einer!

        Und warum haben die Bienchen denn so viele Spieler da? Liegt wohl A an deren Spielweise (sehr offensiv ausgerichtet + Pressing) und B an deren Verletzungspech.
        Reus kommt wohl erst 2018 wieder, Schürrle spielt auch keine Saison durch, bei Götze weiß man eh nicht ob und wie lange das gut geht und Kagawa war (so meine ich) auch öfters mal verletzt.

      5. Olorin

        @Tschemp
        Seh ich genauso, das eigentliche Kernproblem ist die Tatsache, dass Ribéry und Robben meutern, wenn sie mal auf der Bank sitzen. Gleichzeitig ist klar zu erkennen, dass sie ein Fußballspiel nicht mehr auf hohem Niveau über 90 Minuten durchhalten (zu einem Fußballspiel gehört nämlich durchaus auch defensive Mitarbeit). In jedem Spiel kann man entweder sehen, dass sich die beiden Auszeiten nehmen, oder dass sie die Mitarbeit in die Defensive verweigern, um ihre nachlassende Kondition zu verheimlichen (oder beides).

        @Ohne81
        “Warum unterschlagt ihr immer unsere jungen Spieler? (zählt sie beim BVB aber mit dazu?)”
        Weil der Trainer des BVB dafür bekannt ist, junge Spieler durchaus mal mit einzubeziehen. Unser Trainer ist legendär dafür, das absolute Gegenteil zu sein.

        “Und warum haben die Bienchen denn so viele Spieler da? Liegt wohl A an deren Spielweise (sehr offensiv ausgerichtet + Pressing) und B an deren Verletzungspech.”
        Puh, zum Glück ist Verletzungspech bei uns ein Fremdwort. Kann sich irgendwer erinnern, dassThiago, Coman, Ribéry oder Robben mal verletzt gewesen sein könnten? Vollkommen undenkbar. Und haben wir denn keine offensive Ausrichtung?

  8. chicago_bastard

    “Man mag nicht daran denken, was für einen solchen Rohdiamant wie Sanches unter einem Taktik-Tüftler wie Guardiola möglich gewesen wäre. So aber war Sanches einer der wenigen Spieler im Bayern-Kader, die nie das Privileg hatten unter einem der großen Taktik-Maestros wie Pep oder auch Tuchel zu trainieren.”

    Um Himmels Willen… Allmählich wird dieser Blog für normale Bayernfans, die nicht einen Trainer vergöttern, der in der Vereinsgeschichte eine Fußnote bleiben wird, unlesbar. Schade.

    Was hätte einer wie Pep aus einem Rohdiamanten wie Götze formen können? Oh, den hatte er ja drei Jahre lang und hat es nie geschafft sein Potential zum Vorschein zu bringen. Was hätte er aus einem Thiago rauskitzeln können? Ach, der war unter ihm ebenfalls nur Mitläufer und spielt erst Weltklasse, seit Ancelotti hier Trainer ist.

    Der Witz ist, dass Sanches nicht mal ansatzweise in der Talentkategorie dieser beiden einzustufen ist.

    Und damit zum eigentlichen Thema: Der Artikel spart einen Beteiligten größtenteils aus und das ist Sanches selbst. Was man so hört hat er keine Anstrengungen unternommen Deutsch oder wenigstens Englisch zu lernen. Da vermisse ich dann schon die Bereitschaft sich hier einzufügen. Dabei darf man den Verein natürlich nicht ausklammern, dessen Betreuung da auch nicht optimal gewesen sein kann.

    Ancelotti hat hier – anders als dieser Blog wenig überraschend konstatiert – noch den kleinsten Anteil. In erster Linie muss man den Verein fragen, wieso sie einen Spieler holen, der sportlich nicht wirklich passt und dann auch noch erhöhte kulturelle Anpassungsprobleme haben dürfte, wo diese Schwierigkeiten doch absehbar waren.

    Letztlich ist Sanches einfach nicht das Riesentalent, zu dem er gehypt wurde. Da fehlt es einfach an so vielen Dingen. Wäre gut, wenn er sich in der PL ins Schaufenster stellt und man dann in einem Jahr gute Angebote für ihn erhält, dann käme man wenigstens ohne finanziellen Verlust aus dem Missverständnis heraus. Bei uns wird das eh wieder nix, da man ihm mit Goretzka höchstwahrscheinlich einen weiteren Konkurrenten vor die Nase setzen wird.

    1. Beobachter

      “Um Himmels Willen… Allmählich wird dieser Blog für normale Bayernfans, die nicht einen Trainer vergöttern, der in der Vereinsgeschichte eine Fußnote bleiben wird, unlesbar. Schade.”

      Aha, “normale Bayernfans” sind also traditionelle Pep-Hater :D – Man muss den Trainer PG ja nicht mögen, aber deine Aussage ist absurd, wenn man deine Beiträge der letzten Jahre verfolgt hat.

      “Was hätte einer wie Pep aus einem Rohdiamanten wie Götze formen können? Oh, den hatte er ja drei Jahre lang und hat es nie geschafft sein Potential zum Vorschein zu bringen.”

      Weil er offensichtlich krank war. Schäme dich Pep!

      “Was hätte er aus einem Thiago rauskitzeln können? Ach, der war unter ihm ebenfalls nur Mitläufer und spielt erst Weltklasse, seit Ancelotti hier Trainer ist.”

      Äh ja, klar. Das mit der Wahrnehmung ist eine interessante Sache. Interessant, mit welchen absurden Argumenten man versucht, CA zum besseren Trainer hochzuloben. Das ist grotesk, wenn man sich die Ergebnisse und die Entwicklung der Spielweise seit Sommer 2016 ansieht. Und die zunehmenden Grummeleien in fast allen Mannschaftsteilen.

      1. Kita

        Hätte da noch ein paar Beispiele:
        Xherdan Shaqiri -> unter Pep noch schlechter
        Hojbjerg: Hm, geiles Pokalfinale. Danach nie mehr eingesetzt.

        Ein echter Talentförderer dieser Pep.

      2. Beobachter

        Pep war von 2013-2016 hier (nur mal zur Erinnerung!).

        Höjbjerg von 2012 bis Ende 2014. Pep hat es in 1,5 Jahren nicht geschafft, den 18/19 Jährigen aufblühen zu lassen. Schäm er sich. Zumal es in Augsburg, Schalke, Southhampton dann ja wie am Schnürchen lief. Oder doch nicht. Egal hat der Pep versaut. Shaqiri dito. Wo nix ist, kann auch nichts werden…

      3. Beobachter

        Messi, Busquets, Pique, Pedro, Thiago usw. zählen natürlich nicht. Die waren schon entdeckt und/oder hätten sich auch unter Oma Käthe durchgesetzt.

      4. chicago_bastard

        Emre Can nicht zu vergessen. Der ist sogar ein recht ähnlicher Spielertyp wie Sanches und wurde von Pep weggeschickt, statt ihn zu formen, obwohl er solche Dynamiker-Rohdiamanten im Mittelfeld doch so sehr schätzt, wenn man den Meinungen hier Glauben schenkt…

      5. Beobachter

        Emre Can hat nie unter Guardiola gespielt. Trainiert vielleicht 4 Wochen.

        Denn: Guardiola kam zum 1.7.2013 und Can ging zum 2.8.2013 zu Leverkusen.
        Und wurde bekanntlich dann von dort gleich weiterverkauft. Was genau hatte Guardiola damit zu tun?

      6. Beobachter

        Ergänzung: Ob er weggeschickt wurde, ist reine Spekulation.

      7. Kita

        und wer sagt dass Sanches nicht genau die gleiche “Karriere” in Angriff nimmt wie ein Hojberg oder Shaquiri?
        Was lääst dich so optimistisch sein? Seine 2 guten Auftritte bei der Euro? Wo er mehr mit Armfuchteln beschäftigt war und einen Sonntagsschuss abgezogen hat?
        Da es ihm m.M.n. an Ruhe und Übersicht fehlt, wird es bei Bayern nie was.

      8. Beobachter

        Ich würde nicht sagen, dass es bei Sanches anders laufen würde als bei Höjbjerg und Co. Bei uns bin ich ehrlich gesagt sehr skeptisch – und zwar unabhängig vom Trainer.
        Aber zwei Dinge:
        1) ich glaube, dass es für junge Spieler einfacher ist, wenn Sie feste Rollen haben, als wenn sie sich selber zurechtfinden müssen. Das spräche m.E. für Guardiola.
        2) Andererseits glaube ich, dass nicht jeder Spieler in jeder Liga funktioniert. Überragende Pressingresistenz wird Sanches wahrscheinlich nie entwickeln, daher könnte (!) er in der PL und portugiesischer Liga besser funktionieren als etwa in der BL. Logischerweise sehe ich die Chancen dann auch unter Guardiola in der PL besser als unter Guardiola in der BL.

        Die Bemerkung im Artikel, über den man sich hier so aufregt, zielte wahrscheinlich auf den ersten Punkt. Und da würde ich zustimmen. M.E. bedeutet das aber nicht, dass es unter PG sicher funktioniert hätte, noch gar, dass jeder Jugendspieler unter PGs Fittichen etwas geworden wäre.

    2. Revolet

      Danke Chicago! Sehe es ähnlich, ich finde inhaltlich stimmen wir als Leser und die Artikelschreiber ja grundlegend überein, aber es wurden sowohl wichtige Punkte für Sanches eigene (fehlende) Motivation nicht angesprochen und dafür abermals Pep aus dem Hut gezogen, der “Wundertrainer” des Jahrzehnts. Ich schätze den Blog eigentlich, aber nach und nach verliert man die Lust den gleichen Schmarrn immer und immer wieder zu lesen.

  9. Kurt

    Wenn man sich mal anschaut, was andere Vereine STÄNDIG für Missverständnisse haben, sollte man mit dem FCB hier mal nicht allzu hart ins Gericht gehen. Immer fordern hier viele, dass auch mal so ein Hammertransfer getätigt wird und an Sanches war nunmal ganz Europa dran. Das war der Mbappe vor 2 Jahren. So gesehen, haben wir da sogar ein Schnäppchen gemacht, wenn man sich den Markt jetzt anschaut.

    Dass er dann hier den Breno macht (leider sogar ohne entsprechende Leistungen), dafür kann in erster Linie erstmal nur er selbst. Aber, wenn man den Werdegang von Sanches sieht, erklärt das schon einiges. Ein Kid aus der Favela. Das war ein Risiko für den FCB, aber eines, das man auch einfach mal wagen muss.

    Ich glaube weiterhin, an eine erfolgreiche Zeit von Sanches bei Bayern. Swansea hat Bedarf und Clement wird sein Bestes tun, den Bayern einen reiferen Spieler zurückzuschicken.

    Auf keinen Fall, sollte man Sanches aufgeben und sich an die deutschen Namen klammern. Das mag Sinn machen, wenn man Leute wie Goretzka in den Startlöchern hat, aber es wird auch mal eine Generation ohne diese Spieler geben und dann wirkt man unattraktiv für die internationalen Talente.

    1. Thomas

      Swansea hat Bedarf und Clement wird sein Bestes tun, den Bayern einen reiferen Spieler zurückzuschicken.

      Das ist ein edler Vorsatz und ich unterstütze deine Hoffnung, Kurt. Allerdings träfe dieses Vorhaben nur ein, wenn Paul Clement auch Cheftrainer von Swansea bleiben wird. Sollte Clement im Saisonverlauf entlassen werden, sähe das möglicherweise wieder ganz anders aus!

  10. Thomas

    (…) wenn auch nicht von ihm selbst unverschuldet, (…)

    Was denn nun?

  11. GP11

    Ich finde es jedes Mal aufs neue erstaunlich, dass so viele Leute in der MSR-Redaktion und den Kommentaren nicht verstehen wollen, dass Guardiola genau deshalb nicht mehr hier ist, weil er keine Lust hat, sich mit den ganzen Hoeneß- und Rummenigge-Transfers auseinandersetzen zu müssen.
    Guardiola würde einen Sanches niemals verpflichten und auch nicht freiwillig einsetzen.
    Sanches ist der typische Dynamiker nach Geschmack von Hoeneß und Rummenigge, aber im Leben kein Spieler für Guardiolas Fußball.

    1. Beobachter

      Wie auch Vidal. Und selbst solche Spieler konnte er einbinden. Einzig Götze hat er nie dauerhaft hinbekommen, aber der war krank und der Lückenbüßer für verwaiste (Links)Außenpositionen

    2. Kurt

      Aber Danilo, Kyle Walker, John Stones sind typische Guardiolaspieler was?

      1. Beobachter

        Das schöne bei PG war und ist: er ist lernfähig. Er hat(te?) einen bevorzugten Spielertyp. Wenn er aber einen anderen Typ vorgesetzt bekam oder es die Umstände (PL) erfordern, konnte er sie auch integrieren.

        Natürlich nicht jeden. Aber bei manchen schwingt beim Thema Guardiola immer dieser Hyperanspruch mit. Entweder er macht jeden Spieler zu Messi und gewinnt dabei das Quintupel oder er hat versagt.

        Bei anderen Trainer sieht man dann schon mal nach, dass die Mannschaft nach 1,5 Jahren taktisch mehr schlecht als recht funktioniert und vor allem defensiv dauernd schwimmt. Bei Guardiola war jeder (der im Vergleich zu heute seltenen) Konter persönliches Versagen des Trainer.

      2. GP11

        Schnelle Außenverteidiger sind definitiv typische Guardiola-Spieler.
        Selbiges gilt für Innenverteidiger, die stark am Ball sind.
        Abgesehen davon sind Walker und Stones “homegrown” und Engländer, die braucht man nun mal wohl oder übel.

        2015 gab es ja Gerüchte, dass Guardiola Danilo als RV und Lahm im Mittelfeld wollte. Gekommen ist dann natürlich Kämpfer Vidal. Die jetztige Danilo-Verpflichtung lässt zumindest die Möglichkeit zu, dass an den Gerüchten tatsächlich etwas dran war.

    3. Hennes

      Hallo GP 11

      Da ist natürlich Wahrheit drin, auch wenn nur die Halbe. Pep weiss natürlich auch, dass er bei City schier unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten hat. Allein dieses Jahr koplportiert Ausgaben ca .240 mios / Einnahmen ca. 80 mios.. Müssig ob diese Angaben realistisch sind. Bayern wollte / konnte in diesen Dimensionen nicht investieren. Auf der anderen Seite, ist es dann natürlich auch dieser Faktor (UH und KHR Transfers, welche er nicht gut fand. Wobei unter seiner Ägide eigentlich meines Wissens mehrheitlich Spieler geholt wurden die er auch wollte (Ausnahmen Götze und Vidal) soweit ich weiss …

      Gruss

  12. bürschchen

    Ich lese eure Seite seit Jahren gern. In letzter Zeit (genau gesagt seit der Rückrunde 16/17) stelle ich fest, dass der Ton der Leser rauer wird und einzelne doch sehr ungnädig mit den Machern der Seite umgehen. Das ist eine Unsitte, den jeweiligen Textschreiber der Seite persönlich anzugehen, wenn man anderer Meinung ist. Gerade das Thema “Guardiola” und seine nachträgliche Bewertung für den FC Bayern ist hier ein geeignetes Beispiel. Abgesehen davon, dass ich auch dem variablen Spielstil der Guardiola-Bayern nachtrauere (und das auch für legitim halte) kann hier gern jeder seine Meinung haben und eine andere Meinung tolerieren. Nur erschließt sich mir nicht, welche “Verbesserung” zum Spiel unter Guardiola nun bei Ancelotti zu erkennen sein soll? Zurück zum Thema: bitte respektiert die Meinung der anderen und ganz besonders respektiert die Ernsthaftigkeit und das hohe Niveau mit der die Macher von miasanror diese Seite betreiben – in diesem Sinne, Servus!

    1. chicago_bastard

      Dem könnten die Autoren einfach entgegenwirken, indem sie aufhören ihn in Artikeln, die nichts mit ihm zu tun haben, dennoch ständig zu erwähnen. Das Kapitel ist seit über einem Jahr abgeschlossen, wäre daher vielleicht ganz gut, wenn die MSR-Autoren es jetzt auch langsam mal zu den Akten legen. Oder kann mir jemand plausibel erklären, warum man in einem Artikel zu Renato Sanches Pep Guardiola zwingend erwähnen muss?

      1. Kurt

        So wie man unter Pep aufgehört hat über Heynckes zu schwärmen? Nene C_B, ist nicht.

        Wenn man den besten Trainer der Welt für 3 Jahre in seinen Reihen hatte, wird natürlich einige Zeit vergehen, bis man ihn nicht mehr vergleichend erwähnen wird.

      2. Beobachter

        Gerd Müller und Beckenbauer (oder irgendeine andere Figur der Vereinsgeschichte einsetzen) sind auch schon eine Weile nicht mehr dabei. Und trotzdem ist es legitim darüber zu reden. Du (und ein paar andere) kannst Guardiola einfach nicht ausstehen und willst ihn möglichst aus dem Gedächtnis streichen.

      3. Beobachter

        Danke Kurt. Vor allem ist es aktuell schwer um das The,a rumzukommen, da die Leistungen in vielerlei Hinsicht nicht gerade zum Schwärmen einladen. :-/

      4. Josef

        Ich sehe das Thema Pep-Vergleiche etwas differenzierter.

        Wenn es um die Einordnung des aktuellen Spiels unserer Mannschaft, gerade in taktischer und spielerischer Hinsicht geht, dann sind die Vergleiche natürlich sinnvoll, gar notwendig.
        Wenn es um die Bewertung von Transfers geht, dann ist es natürlich notwendig, das aktuelle Spielsystem zu verstehen (und die Abgrenzung zum vorherigen Pepschen System gehört dazu). Dann versteht man auch die aktuelle Vorliebe für Kämpfer und Läufer.

        Die hypothetische Entwicklung von Renato unter Pep aber, sorry, ist Schmarrn. Für die Bewertung des Transfers von Renato und seiner Zeit hier ist der Vergleich mit Pep nicht zielführend, insbesondere die hypothetische Erwartungshaltung. Denn wie GP11 richtig schreibt: Renato ist bisher vieles, aber weiß Gott kein Spieler für Pep (er ist ja noch jung, und er und Pep ändern sich…).

      5. chicago_bastard

        Nun, ich kann mich nicht erinnern, dass in den Spielanalysen der peinlichen Klatschen gegen Real und Barca Heynckes erwähnt worden wäre, wobei es sicher eine nicht ganz unberechtigte Frage gewesen wäre, ob Jupp nicht einen besseren taktischen Ansatz gehabt hätte, um uns solche historischen Blamagen zu ersparen. Haben die MSR-Autoren damals aber nicht getan, dabei hätte es sicher mehr Sinn ergeben als die Erwähnung von Guardiola in einem Artikel zu Renato Sanches.

      6. Lukas

        Auf deine Frage, warum man Pep erwähnen muss… hmmm…. mir fällt nichts ein…. Ah doch! Er ist ein einzigartiger Trainer und hat unseren Verein 3 Jahre lang einen pervers geilen Fußball spielen lassen, den wir so schnell nicht wieder sehen werden. Den sollten wir unbedingt sofort vergessen, der hatte schließlich kein MiasanMiaGen (*kotzendesgesicht*).

    2. Kita

      Du hast vollkommen recht, auch ich rege mich fürchterlich darüber auf (habe das hier schon des öfteren bemängelt). Allerdings versuche ich auch immer wieder die Schreiberlinge zu loben, da es des öfteren sehr interessant ist (und mir neue Denkansätze gibt).
      Dennoch, irgendwann ist es doch auch mal gut. Weil es einfach nichts bringt.

      1. wipf1953

        Ich halte Guardiolas Spielstil aus diversen Gründen nicht für optimal – jedenfalls nicht für den FC Bayern. Trotzdem muss man ihn diskutieren – gerade WEIL der Verein inzwischen andere Wege eingeschlagen hat.

  13. Tschemp

    Es ist mir wohl auf ewig ein großes Rätsel, wieso Sanches Leistungen bei der EM verklärt werden.

    Ja, er wurde zum besten Jugendspieler gewählt – aber vor allem da sein Land den Titel gewonnen hat, er wegen unseres Transfers, der Ablöse und seinem Alter gerade gehyped wurde, und weil sich schlicht kein junger Spieler wirklich aufgedrängt hat.

    Schaut man sich die Turnier-Spiele (nochmal) genau an, hat man schon damals gesehen was ihm einfach fehlt und warum er es wohl nie bei einem Topverein wie Bayern schaffen wird: er hat kein Spielverständnis, positioniert sich planlos im Raum und zum Mitspieler, er hat eine katastrophale Pass-Streuung, einen ungenauen Abschluss, und neigt zu schlampigen Ballverlusten samt folgenden unnötigen Fouls.

    Die beste Note, die im der Kicker im gesamten Turnier gegeben hat, war eine 3 (für das Spiel in dem er sein abgefälschtes Tor erzielte).

    1. Kurt

      Der Kicker. ’nuff said.

    2. wipf1953

      Mein Gott ja, das ist halt ein zweikampfstarker Individualist, der den Ball erobern, ihn behalten und ihn möglichst spät abspielen will. In der systemfixierten deutschen Fußballausbildung hätte man ihn mit 12 zum Futsal geschickt.

    3. “Schaut man sich die Turnier-Spiele (nochmal) genau an, hat man schon damals gesehen was ihm einfach fehlt …”

      Wenn du so etwas schreibst, muss man davon ausgehen, dass du dir die 7 Spiele Portugals bei der EURO 2016 jetzt noch einmal (Mediathek?) angeschaut hast. Bist du sicher, dass du das wirklich getan hast? ;-)

      Mein Maßstab ist immer, was ich selbst live im Stadion sehe bzw. gesehen habe: Ribéry z.B. habe ich im WM HF 2006 in der AA zum ersten Mal live gesehen: Er hat in jenem Spiel eindeutig Zidane, Figo und auch einen gewissen C. Ronaldo ausgestochen. Ich war begeistert von ihm. (allerdings war der damals schon 23 Jahre)

      Renato Sanches ist mir zum ersten Mal beim CL VF Hinspiel 2016 in München aufgefallen. Ich kannte den jungen Mann mit den Rastahaaren nicht – und war beeindruckt, wie er es phasenweise alleine mit dem ganzen FCB-Mittelfeld aufgenommen hat. Als ich dann erfahren habe, dass er erst 18 Jahre ist, war ich sogar schwerst beeindruckt.

      Ein 18-, 19-jähriger Spieler ist selten taktisch-technisch ausgereift, eher als “Rohdiamant” zu sehen. Aber er sollte sicher noch lernfähig sein.
      Und wenn ihr mal wissen wollt, wie weit normalerweise Spieler in dem Alter sind, dann schaut euch die Amas in der RL in der HGK oder die U19 im Campus an.

      Wenn Sanches 24-25 Jahre alt wäre und man ein (deprimierendes) Urteil über ihn fällen würde, wie es nicht wenige hier tun, dann könnte ich es eher verstehen. – der ist aber gerade mal 20 geworden und es ist eben auch zuletzt einiges bei ihm schief gelaufen. Wenn ich mir so betrachte, was bei 19-/20-jährigen “Jugendlichen” (die keine Fußballprofis sind) sonst so alles schief läuft, dann hat man hier aber zum Teil einen sehr hohen Anspruch an Renato …

      Von außen betrachtet haben auch Verein und Trainer(team) in der Causa wohl nicht alles richtig gemacht – aber wir wissen nicht, welche “menschlichen Komponenten” diese etwas unbefriedigende Entwicklung von Sanches beim FCB beinhaltet.

      Außerdem – in die Zukunft gerichtet: Think positive!! ;-)

  14. Ich finde es fast schon frech, mit welcher Arroganz uns hier einige ständig vorwerfen, dass wir etwas glorifizieren oder heroisieren würden. Unfassbar, dass uns unterstellt wird, dass wir mit Guardiola nicht kritisch umgehen würden. Genauso tun wir dies jetzt mit Ancelotti. Es gab nunmal mehr positive als negative Dinge in der Pep-Ära und ich glaube kaum, dass diese Meinung verwerflich ist. Dass man dann von einem Nachfolger erwartet, dass er die positiven nimmt und darauf aufbaut, ist doch völlig klar. Das waren übrigens auch die Erwartungen an Heynckes und der hat das mit Bravour gemacht. Diese Kritik muss Ancotti sich gefallen lassen. Ab davon ist der Tonfall einigender Kommentierender absurd. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Überlegt euch mal lieber zwei Mal, ob das angemessen ist, wenn ihr den Kommentar abschickt.

    Und noch eine Sache: Hört endlich auf, gesamte Artikel auf einen Satz zu beschränken. Das ist ja an Überreaktion kaum noch zu überbieten. Sobald der Name “Guardiola” fällt, gehen einige hier ab, als würde er das zentrale Thema des Artikels sein. Irgendwann reicht es auch mal. Wir können mit Kritik sehr gut umgehen und ich bestreite nicht, dass wir Ansichten haben und diese auch zu diskutieren sind. Auch die Meinung über Guardiolas Zeit muss man nicht 1:1 teilen. Dafür ist dieser Blog da. Doch uns vorzuwerfen, wir würden nicht kritisch mit den Dingen umgehen oder etwas idealisieren, ist Quatsch. Als wäre Peps Gesicht unser Logo, weil sein Name hin und wieder fällt. So ist das eben, wenn jemand bis vor kurzem noch sehr erfolgreicher Trainer des FCB war und nun einige der positiven Aspekte dieser Ära nach und nach verschwinden. Veränderungen kann man kaum erklären, ohne zu erklären, was vorher gut war.

    1. Mehmet68

      Sehe ich genauso Justin. Tendenzen kann man eben nur mit Vergleichen gut aufzeigen. Abgesehen davon wurde hier oft genug der rote Faden seit van Gaal und die Gesamtentwicklung thematisiert – so gesehen sollte man auch über ihn, Heynckes und Klinsi wohl nicht mehr sprechen… :-/

      Insgesamt gehts hier im Forum ein bisschen den Bach runter, daher poste ich auch kaum noch etwas. Wäre schon, wenn die / der Eine oder Andere sich beruhigt, bevor sie / er “abschicken” drückt.

    2. Revolet

      Achja Justin? Wie es oben bereits jemand erwähnt hatte: erkläre mir bitte was der Transfer + nachfolgende Entwicklung eines Renato Sanches mit einem Pep Guardiola zu tun hat? Jegliche Kritik natürlich auch an Ancelotti ist mehr als nachvollziehbar, aber den Portugiesen in rein hypothetischer Weise in ein Guardiola-System zu pressen und wirre Vergleiche anzustellen halte ich für absoluten nonsens. Ich bin froh, dass ihr uns Woche für Woche diese Artikel bietet und inhaltlich sind wir öfter einer Meinung als manch einer denken mag (die Grundbasis steht im Prinzip), aber dann wirklich in jedem Artikel unabhängig ob es gerade um den Buli-Auftakt oder den neuen Anstrich des Bayern-Campus geht, eine, wie du es so schön als “Glorifizierung Guardiolas” betitelt hat, nervt einfach ungemein. Es ist lediglich Balsam aller absoluten Pep-Befürworter, aber nicht zielführend um ein aktuelles Konstrukt anzusprechen, da es einfach NICHTS damit zu tun hat.

      1. Es geht mir speziell um den Ton einiger. Kritik ist wichtig und ok.

        Zum Thema: Guardiola hat seinen Spielern klare Anweisungen und Rollen an die Hand gegeben. Nüchtern betrachtet ist das einfach hilfreich. Gerade für Spieler, die sich an einen neuen Stil gewöhnen müssen. Es ist natürlich spekulativ, aber es wäre sicher interessant gewesen, was er mit so einem Spieler gemacht hätte. Vielleicht wäre er auch nie zu Bayern gekommen, wer weiß das schon? Wieso soll es aber verboten sein, zu überlegen, ob Sanches bei einem Trainer mit klarerer Philosophie besser funktioniert hätte? Mehr wird im Artikel nicht getan.

    3. Mic

      Danke! Aus einem für mich doch recht stimmigen Artikel über den (bisher) gescheiterten und dadurch schlussendlich auch “teuren” Sanches-Transfer, wurde eine Diskussion zum “Thema” Guardiola. Einige Leser eurer Beiträge fühlen sich offenbar aufgefordert alles besser zu wissen und ihre Besserwisserei in ewig langen Ergüssen mitzuteilen. Vielleicht denkt ihr doch mal über eine Kommentar-Zeichenbegrenzung (nicht im Sinne einer Zensur) nach, damit eure Inhalte nicht verwässert werden. Schließlich ist dies ein Blog, an dem ich teilhaben kann/darf/soll an den Gedanken und Meinungen der Autoren und schlussendlich ist es kein Diskussionsforum-Forum, oder steh’ ich da auf dem Schlauch!?

      1. Grundsätzlich habe ich gar nichts gegen lange Kommentare und Gegenmeinungen. Ich kann sogar nachvollziehen, was genau einige Leute stört. Aber diese Arroganz der Unterstellung, dass wir hier bewusst irgendwas idealisieren, stört mich massiv und wie das teilweise ausgedrückt wird, noch viel mehr. Das wollte ich einfach mal los werden.

      2. Kita

        Guten Morgen lieber MiaSanRot Redakteur Justin,
        es tut mir herzlich leid wenn du meine Kritik dir so zu Herzen nimmst (ich beziehe deine Kritik auf meinen Kommentar ganz oben).
        Ich wollte mit meinem Kommentar zur verflossenen Liebe bewusst provozieren um einfach mal darzustellen dass es genug des guten Peps ist.
        Ich denke nicht, dass wenn wir die gleiche Diskussion bei einem Glas Bier führen würden du genauso beleidigt reagieren würdest.
        Falls du nicht meinen Kommentar gemeint hast, wäre es schön wenn du erklären könntest welchen Kommentar du gemeint hast -> um zu verstehen welcher “Ton” dich gestört hast.
        Prinzipiell freue ich mich ungemein wenn ihr mal wieder einen neuen Artikel einstellt. Wenn ihr aber dann wieder mit diesem Thema aufkommt nervt es einfach.
        Die Konsequenz für mich wäre, dass ich euch nicht mehr lese. Aber das will ich nicht, denn ich finde euch wirklich gut (und ich lerne neue Sichtweisen über Fussball kennen).

      3. Ich nehme zunehmend wahr, dass Kritik hier persönlich wird. Darunter zähle ich Aussagen, die von oben herab implizieren, dass wir hier bewusst etwas glorifizieren würden. Ich kann mich nicht mehr an den genauen Wortlaut des Kommentars erinnern, aber es ging unter anderem darum, dass wir ja eine Agenda gegen Ancelotti führen würden. Es wird stellenweise so getan, als wäre Guardiola unsere Religion und alles andere Gift.

        Ich kann nachvollziehen, was euch am Artikel stört. Aber hört doch bitte auf, über 1000 Wörter auf einen Satz zu beschränken. Das wird der Arbeit des Autoren nicht gerecht, der viel Zeit investiert hat ohne dafür bezahlt zu werden und das wird auch dem Sinn der ganzen Diskussion nicht gerecht.

        Nochmal: Den Kritikpunkt kann ich nachvollziehen. Gerade die Formulierung ist hier und da häufig ein Problem. Das gilt aber für uns Autoren genauso wie für einige Kommentierende, die ja hin und wieder mit ihrem Ton sogar den Respekt vor der Vereinsführung oder einigen Spielern ablegen. So habe ich die Kommentierenden hier einfach nicht kennengelernt, als ich damals anfing den Blog regelmäßig zu besuchen.

    4. Marco05

      Recht hast du, @Justin. Zumal es immer die selben sind, die sich an den immerselben Themen hochziehen. Das langweilt im Grunde nur noch und bringt weder in der Diskussion noch qualitativ irgendwas voran. Ich finde auch dass man konstruktive Kritik üben soll, bitte aber sachlich bleiben. Das scheint für manche allerdings nicht erstrebenswert…

      1. Jo

        So ist es.
        Ich hoffe nur, dass es einigen wenigen nicht gelingt durch aggressives dauerlamentieren hier Tabuthemen zu etablieren.

      2. Dakury

        Ich bin mittlerweile dazu übergangen einige Kommentatoren zu überlesen. Früher war es noch nicht so extrem, aber da war der Blog auch noch nicht so erfolgreich. Je mehr Reichweite desto eher sinkt das Niveau der Kommentare. Früher gabs nur Chicago_Bastard der Pep einfach nur hasst, jetzt darf ich GP11 und KITA überlesen. Ist wohl der lauf der Dinge.

      3. kita

        Tut mir leid für dich, aber ich hab “früher” auch schon kommentiert.

    5. Kurt

      Peps Gesicht euer Logo. Gute Idee. Umsetzen bitte :)

  15. Marco05

    Hier ist ja was los…

    Genauso unmöglich, wie vermeintlich in jedem Artikel Pep glorifiziert wird es es doch, sich in zig Kommentaren darüber aufzuregen. Wenn nicht noch unmöglicher. Genauso ist der Tonfall mal zu überdenken. Nur so am Rande.

    #Sanches
    wird mMn wie Hojbjerg und Kirchhoff und wie sie alle heißen ein Fehlgriff bleiben und sich auf Sicht nicht beim FCB durchsetzen. Anscheinend hat “Superscout” Reschke auf Charakteristiken Wert gelegt, die bei uns nicht gefragt sind (und selbst die bleibt Sanches ja schuldig).

    Das zweite ist, dass es dem FCB mal wieder nicht gelungen ist ein womöglich vielversprechendes Talent ordentlich zu intergrieren und zu entwickeln. Und da tragen wohl mehrere die Verantwortung. Ancelotti hat ihn vor einem Jahr noch als “Phänomen” betitelt und nun sagt er “wenn er geht ok, wenn nicht auch ok”. Was sind denn das für Aussagen?

    Wenn man sich die Aussagen von UH ins Gedächtnis ruft (“…ist selbst schuld”) muss man natürlich annehmen, dass auch Sanches seinen Teil beigetragen hat, aber die Frage muss erlaubt sein, warum das zum x-ten Mal passiert. Demnach kann ich dem Spieler nur eine (kleine) Teilschuld zuordnen, und dem Verein die Hauptschuld. Die Aussagen, dass man nach wie vor mit ihm rechnen sind für mich nicht mehr als die letzte Hoffnung, keinen kompletten Fehlgriff getan zu haben. Für mich sieht es aber ganz danach aus.

    1. Tschemp

      Die Hauptschuld hat natürlich der Verein.

      Sanches kann nichts dafür, dass Reschke ihn völlig an Bedarf und Eignung vorbei gescoutet hat, und wir für ihn auch noch so eine Ablöse zahlen wollten. Mit der Ablöse entstand ja auch eine Erwartungshaltung, die der Spieler Sanches alleine schon mangels Qualität nie rechtfertigen konnte.
      Wir haben viel Geld für einen Spieler ausgegeben, der nicht besser ist als zB Dorsch. Dem hätte man die Leistungen aber eher verziehen und Geduld gehabt.

      1. M1900

        Zum einen muss ich anmerken, dass Hojbjerg RIM Fehlgriff war. In dem Fall wurde einiges falsch gemacht ;)

      2. “Wir haben viel Geld für einen Spieler ausgegeben, der nicht besser ist als zB Dorsch.”

        Die Kommentare werden hier insgesamt immer abenteuerlicher – aber das ist mein persönlicher Brüller!

        Gehst du regelmäßig in die HGK? Wenn ja, dann hast leider definitiv von Fußball keine Ahnung, diese Aussage ist aberwitzig!

        Solltest du nicht regelmäßig zu den Spielen der Amateure gehen, dann schreib nicht einfach aus dem Bauch heraus so einen Mist.

        Was soll das, den “besten Nachwuchsspieler” der EM 2016 (und zwar der Senioren) in einen Topf mit einem Regionalligaspieler zu werfen?

        Ich habe wirklich bei diesem Post (versteckte?) Hinweise auf ein Witzchen (Smileys, die ich nicht sehen kann) gesucht … Wenn hier in der Form “diskutiert” wird, dann macht das weder Sinn noch Spaß …

  16. Martin

    Pep ist weg.

    Carlo ist da.

    Carlo ist nicht Pep.

    Und da liegt der Hund begraben.

    Denn der Vergleich Carlo / Pep ist zwar müßig, bietet aber (leider!) die Möglichkeit, ‘die gute alte Zeit’ zu beschwören (was noch nie ein guter Plan war). Auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen, die Ära Pep ist vorbei. Und eine neue Ära der Marke Pep, wie sie hier viele herbeiwünschen, wird es wohl erst in der nächsten Saison geben. Dazu gleich mehr.

    Denn jetzt haben wir nun mal diese Saison, und unser Trainer ist Carlo (und Carlo ist Carlo und nicht Pep). Und der hat (meiner Meinung nach) einen klaren Auftrag:

    1. Hol den Henkelpott.

    2. Moderiere die Übergangsphase, bis ein Trainer kommt, der den Neuaufbau OHNE Robbery, Lahm und Alonso angeht. DAS wird (meiner Meinung nach) in der nächsten Saison geschehen. Denn Carlo hat zwar einen 3-Jahres-Vertrag, aber ich bin mir sicher, dass (geplant) nach zwei Jahren Schluss ist.

    Optionen sind dabei wahrscheinlich Tuchel und Nagelsmann oder auch ein anderer Trainer, den ich nicht auf dem Schirm habe. Der wird (vielleicht) dann an die Pep-Ideen anschließen. Wenn das denn möglich ist.

    Bis dahin sollten wir alle Geduld haben. Strategische Planung umfasst nämlich durchaus mehr als nur die nächste Saison. Und ich traue das unserer Führung auch zu, auch wenn ich damit wohl alleine stehe. Aber das ist eine andere Geschichte.

    1. Marco05

      Und der Artikel heißt “Sanches…” und nicht anders.

      Nicht auszumalen, wenn man jetzt jedes einzelne Wort (nicht nur das mit den 3 Buchstaben) dermaßen seziert…

      1. Martin

        Na und? Geredet wurde hier nun mal (auch) über das Thema Pep (den ich als sehr guten Trainer sehe) und den Tonfall der Diskussion, also habe ich mich dazu geäußert.

    2. Revolet

      Hol den Henkelpott? Dein Ernst? Vielleicht sollten wir mit diesen abstrusen Forderungen aufhören. Das hat auch Pep nicht geschafft & durfte meiner Meinung nach auch nicht (abgesehen von der ersten Saison & der Schmach gegen Real, deren Trainer übrigens mit Vornamen Carlo hieß) die Forderung Ultíma sein. Damit wurde unnötiger Druck mit einem nunmal unrealistischen Ziel ausgeübt. Das dann ernsthaft mit dem aktuellen Kader diese Forderung erneut aufgerufen wird ist … ich kann’s gar nicht in Worte fassen …

      1. Kurt

        “Mit dem aktuellen Kader”…mit dem kann man ja aber wohl locker ohne Weiteres die CL gewinnen. Rummeckern tun da nämlich nur absolut Ahnungslose. Möchtest du dich dazu zählen?

        Ich sehe es übrigens ähnlich, dass die Erwartungshaltung unnötig hoch ist und das es selbst bei Real nicht garantiert werden kann (immer spielt der Schiri nicht mit), aber wir müssen auch nicht übertreiben und so tun, als hätte Bayern nicht einen der besten Kader der Welt.

        Wo bleiben denn da die Graustufen?

      2. Olorin

        @Kurt
        ““Mit dem aktuellen Kader”…mit dem kann man ja aber wohl locker ohne Weiteres die CL gewinnen. Rummeckern tun da nämlich nur absolut Ahnungslose. Möchtest du dich dazu zählen?”

        Na das ist ja mal ein super Diskussionsniveau. Wer nicht meiner Meinung ist, ist ahnungslos. Möchtest du ahnungslos sein? Hast du in der DDR diskutieren gelernt? Kleiner Tipp: normalerweise sollte man andere Meinungen nicht schon im Vorfeld der Diskussion abkanzeln.

  17. wipf1953

    Mal was anderes: PSG holt nun auch noch Mbappe – und wird die kolportieren 180 Mio. wohl bezahlen. Die Gewinner der Transferperiode heißen Barca, Monaco und BVB. Was bedeutet das für unseren Club? Werden wir noch in der Lage sein, dem BVB Spieler wegzukaufen? Müssen wir nicht jedem Tag Gott danken, dass wir Tolisso für “deutlich unter 50 Mio.” bekommen haben, weil ihn nächste Saison Monaco locker für 60 oder gar 75 Mio. verpflichten würde? Können wir uns die Arroganz noch leisten, Sanches als “Fehleinkauf” abzukanzeln?

    Ich kann es mir inzwischen sehr gut vorstellen, dass der FC Bayern in den nächsten Jahren (bis die Blase platzt, und das wird sie irgendwann, entweder mit Knall oder schleichend) jedenfalls international in vielen Spielen als absoluter Underdog auftreten wird, der dann ähnlich wie grad eben Werder Bremen gegen uns mit 5 + 5 Mann am eigenen 16er steht und heilfroh ist, wenn er nicht schon zur Halbzeit aussichtslos zurückliegt.

    Ich denke nicht, dass es sich der FC Bayern in den nächsten Jahren sein Spielsystem wirklich aussuchen kann. Vielmehr wird es darauf ankommen, “Schnäppchen” zu machen. Das Spielsystem wird sich auch danach richten, welche Spieler man überhaupt bekommen kann (herausragende Winger, die alles in Grund und Boden dribbeln / sprinten, wahrscheinlich nicht). Hummels, Martinez, Boateng, Lewandowski werden alle nur noch ein paar Jahre spielen. Die Spieler, die heute 22, 23 Jahre alt sind und sie mal ersetzen könnten, werden vermehrt zu den Clubs wechseln, die 200 Mio. für einen Spieler an Ablöse bezahlen oder die solche Ablösen kassieren. Das wird auch bei deutschen Nationalspielern so sein.

    So gesehen begrüße ich es nach wie vor, dass Sanches nicht “einfach verscherbelt” wurde, sondern dass der Verein weiter auf ihn setzt.

    1. chicago_bastard

      Wieso sollen Barca, Dortmund und Monaco die Gewinner der Transferperiode sein? Hab ich was verpasst und es geht gar nicht mehr um sportliche Wettbewerbsfähigkeit, sondern darum möglichst viel Geld einzunehmen?

      1. wipf1953

        CB, der BVB hat sich durch den Dembele-Transfer (eine Verzehnfachung in einem Jahr!) auf einen Schlag in eine Postition gebracht, dass sie – nur als Beispiel – einen Weigl halten könnten, auch wenn ihn der FC Bayern unbedingt will. Für einen Club, der vor ca. 10 Jahren noch so eine Art “Konkursmasse im Überlebenskampf” war ist das nicht schlecht.

        Bayern hat zwar nicht viel Geld ausgegeben (insb. der Transfer von James war wirtschaftlich genial). Aber leider auch nix eingenommen (o.k., ein paar Mios. für Costa).

        Stellen wir es doch einfach mal zur Diskussion: Wenn sich die Ablösen für (bestimmte) Spieler quasi in einer verdoppeln bis verdreifachen, wer ist dann der Gewinner? Der, der wie ein Irrer das Geld raushaut? Oder doch der, der es einnimmt?

      2. chicago_bastard

        Zu den Dembele-Millionen hat Hoeneß, der in letzter Zeit eigentlich viel zu viel redet, eben erst ausnahmsweise mal was Richtiges gesagt. Am meisten freut sich über so einen Transferüberschuss der Finanzminister (und Aki Watzke, der sich eine Gewinnbeteiligung in seinen Vertrag gesetzt hat, ein Schelm wer Böses dabei denkt, dass er so viel Wert darauf legt immer hohe Gewinne auszuweisen…). Für einen Fußballverein ist es überhaupt nicht sinnvoll so einen hohen Transferüberschuss zu generieren, lieber sollte man das Geld wieder in neue Spieler investieren, sonst landet ein großer Teil eben beim Finanzamt und man hat gar nix davon.

        Der BVB steckt aber in dem Dilemma, dass er das eingenommene Geld doch gar nicht adäquat reinvestieren kann, weil die großen Stars, die viel kosten, doch gar nicht zu einem Verein wie Dortmund gehen. Was meinst du wieso sie einen 27jährigen aus der ukrainischen Liga für vergleichsweise bescheidene 25 Mios holen, obwohl sie doch so eine Riesensumme eingenommen haben? Selbst wenn sie 200 Mios für Dembele kassiert hätten, würden sie Spieler der Kategorie Draxler oder noch höher niemals bekommen, weil die andere Ansprüche haben als einen Verein, der Platz 2 als Erfolg feiert. Außerdem fordern sie ein Gehalt, das der BVB ihnen nicht bezahlt.

        Was Anderes ist es bei Barcelona, die durchaus Topspieler kriegen könnten, aber selbst für die gestaltet sich das schwierig wie man nun sehen konnte. Laut meinem letzten Stand (weiß nicht ob sie heute noch wen verpflichtet haben, Coutinho war ja im Gepräch) haben die sich auch sportlich verschlechtert, denn Dembele ist bei weitem nicht auf Neymars Level. Topspieler zu kriegen ist nun mal extrem schwierig, selbst für einen Verein mit dem Status von Barcelona, wenn er gerade über 200 Mios kassiert hat.

        Das wichtigste ist es daher, Stars unter Vertrag zu haben und diese halten zu können und da sind die Bayern extrem gut aufgestellt, da alle Leistungsträger langfristig gebunden sind und keine Ausstiegsklauseln besitzen.

        Nein, Barcelona, Monaco und der BVB sind ganz bestimmt nicht die Gewinner der Transferperiode.

      3. wipf1953

        CB, die Körperschaftsteuer beträgt (auf nicht ausgeschüttete Gewinne) nur noch 15%. Die Gewerbesteuer in Dortmund dürfte ähnlich sein. Die steuerlichen Verhältnisse, von denen unser Vielsprecher Uli Hoeness geredet hat, sind seit Jahren vorbei.

        Vor allem aber: Transfers werden das Ganze Jahr verhandelt. Siehe etwa Brandt und Goretzka, die in dieser Transferperiode zwar bei ihren Clubs geblieben sind, bei denen aber offenbar bereits etwas mit Bayern gelaufen ist. Mit dem wohl dreistelligen Extra-Ertrag kann der BVB uns hier sehr weh tun. Es werden eventuell die Zeiten um die Jahrtausendwende wiederkehren, als uns der Spieler Kehl mal ganz locker das bereits geflossene Handgeld zurücküberwiesen hat, um nachträglich ein – besseres? – Angebot des BVB anzunehmen. Und sollte sich der Verein für Julian Weigl oder Christian Pulisic interessieren, kann der BVB da nun locker gegenhalten.

        Monaco kann das Gleiche auf dem französischen Markt tun – dort, wo Bayern in den letzten 15 Jahren einige sehr gute Spieler verpflichtet hat (eventuell über die Adidas – Dreyfus – Connection).

        Um den Begriff des “Siegers” etwas zu erläutern. Natürlich wäre es eine Katastrophe, wenn wir z.B. einen Lewandowski jetzt abgegeben hätten. Sogar mit 200 Mio. + x Transfererlös wären wir da nicht “Sieger”. Bei einem Verkauf von Müller sähe es aber vielleicht schon anders aus (zumal der in eineinhalb Jahren zurückkommen würde). Wenn ich von “Sieger” geschrieben habe, meinte ich “Sieger auf längere Sicht”.

        Alles in allem hat Bayern aber aus den sich bietenden Möglichkeiten in dieser Treansferperiode sehr sehr viel rausgeholt. Die Neuen könnten durchaus einschlagen. Die Gründe für den Verkauf von Costa hat Hoeness erklärt. James ist ein Transfer ohne Risiko. Und bei Sanches hat man nun wirklich genau das Richtige getan.

        Mir kam es vor allem darauf an, die bei einigen Fans anzutreffende Haltung zu kritisieren, die auf ein “Sanches? Fehleinkauf! Für 35 Mio. .. Macht nix, wir ham’s ja” hinausläuft. Zum Glück haben wir ein Management, das nicht so denkt.

      4. chicago_bastard

        Zum einen kommen auch noch 20% hinzu, die Ex-Club Rennes kassiert und zum anderen denke ich, dass du Ulis Zahlen, die sicher zu hoch sind, eher zu niedrig ansetzt, aber eine pedantische Finanzdiskussion ist jetzt nicht sehr zielführend.

        Der BVB wird nie die bessere Adresse für Topspieler sein, das ist doch realitätsfremd. Wenn ein Brandt dort hingeht, dann einzig aus dem Grund, dass er sich dort bessere Einsatzchancen ausrechnet. Brandt ist ohnehin nicht die Kategorie Spieler, dem man zwingend nachtrauern müsste. Und sollte er sich wider Erwarten doch als Granate herausstellen, verlässt er den BVB doch eh gleich wieder für einen richtigen Topclub. Um uns wirklich gefährlich zu werden, müsste der BVB in der Lage sein, seine Topspieler zu halten, aber das ist eben nicht der Fall.

        Jetzt haben sie mit Sancho ein Talent geholt, bei dem jetzt schon klar ist, dass der in ein paar Jahren zu einem englischen Topclub wechseln wird, wenn er einschlägt. Für die eingenommene Kohle holt der BVB dann den nächsten Maximilian Philipp. Denn Spieler wie James Rodriguez sind weiterhin vollkommen utopisch für Dortmund. Um die zu kriegen müssten sie ihr Gehaltsgefüge deutlich anheben, dafür reichen Einmalzahlungen wie die Dembele-Ablöse aber nicht, stattdessen müssten sie vom Umsatz her deutlich näher an die Bayern rankommen, davon sind sie aber noch ein gutes Stück entfernt.

        Also vor dem von dir befürchteten Angriff der Dortmunder hab ich wenig Angst, wenn sie ihn mit solchen Granaten wie Philipp, Toprak und Yarmolenko ausführen… Und viel bessere Spieler werden sie auch in Zukunft nicht bekommen, außer sie landen bei Talenten wieder einen Treffer wie Dembele. Aber der ist dann halt ein Jahr hit and miss und dann eh wieder weg.

    2. Revolet

      Genau diese “Befürchtung” teile ich auch. Im Prinzip ist uns aber, außer vielleicht etwas mehr Cleverness und Sinnhaftigkeit in der Kaderplanung, nicht viel vorzuwerfen. So ist es eben, auch wenn’s nicht schön ist. Doch wünschte ich mir, dass die ständigen Tripleforderer auch mal zu solch einer Einsicht gelangen würden.

    3. Vobius

      Alle 3 genannten werden aber auch dieses Jahr höchstens wieder nur Vize…

    4. Mehmet68

      @ Wipf: Ich lese Dich immer gerne, aber bei den Gewinnern muss man imho differenzieren:

      Die drei von Dir genannten haben sich zwar finanziell verbessert, aber sportlich eher verschlechtert – speziell beim AS Monaco hat ja eine Massenabwerbung eingesetzt. Bei Barca ist es nicht gelungen, Neymar oder die alternden Stars adäquat zu ergänzen, beim BVB wird man sehen, ob die Transfers, speziell Yadingsda, Glücksgriffe waren.

      Sportlich sinnvoll und qualitativ verstärkt haben sich imho – leider – ManCity und speziell die Reds, mit Abstrichen ManU und PSG.
      Also wären die doch im sportlichen Sinn die Gewinner?!

  18. Osrig

    @WIPF: ” Das Spielsystem wird sich auch danach richten, welche Spieler man überhaupt bekommen kann”
    DAS halte ich für einen Fehler! Ich denke nicht, dass bei uns das Spielsystem nach den Spielern ausgerichtet wird, sondern ein System, eine Philosophie, gespielt wird, für das die passenden Spieler verpflichtet oder entwickelt werden.
    Sicher wird es auch weiterhin keine 100 Mio Käufe geben, und es wird wohl auch so sein, dass manch ein gefragter Spieler es ablehnt, zu uns zu kommen. Aber es wird auch weiterhin gutes Geld beim FCB zu verdienen geben, und es wird weiterhin – hoffentlich – sehr gute Trainer und zuarbeitendes Personal geben. Somit gibt es gute Gründe zu uns zu kommen, auch wenn wir den aktuellen Hype nicht mitgehen.
    Ich bin ohnehin der Meinung, dass Taktik und kluge Abläufe auf dem Platz bedeutend wichtiger sind als einzelne Spieler, selbst, wenn diese vermeintliche oder tatsächliche Weltklasse darstellen! Durchaus ein Grund, weswegen ich Guardiola hinterher trauere – übrigens, ohne ihn zu glorifizieren, da ich die Nachteile seines kompromisslosen Dominanzsystems sehe!
    Natürlich brauchen wir auf höchstem internationalem Niveau herausragende Könner, aber auf diesem Niveau sind die Unterschiede in den Fähigkeiten prozentual gesehen gering, zumal in der CL bei Anpfiff auf beiden Seiten der Mittellinie hochwertige Spieler stehen, sodass sich die Top-Spieler durchaus gegenseitig neutralisieren. Umso mehr kommt es auf die Strukturen und die mannschaftliche Geschlossenheit an – und wie üblich auch auf eine gehörige Portion Glück!
    PSG hat trotz des Aufwandes von 400 Mio Euro nur für 2 Spieler die CL noch nicht gewonnen, und möglicherweise gelingt es dort nicht, ein harmonisches, funktionierendes Mannschaftsgefüge herzustellen. Auch Real oder die aufstrebenden Engländer sind noch nicht im Finale, sodass es m. E. keinen Grund für Pessimismus und Schwarz-Seherei gibt.

    1. wipf1953

      @OSRIG, ich denke auch nicht, dass PSG ihr Geld so richtig klug investiert hat. 400 Mio. für zwei Stürmer, aber der einzige wirklich gute Verteidiger im Kader ist 34 Jahre alt und kam für lau (= Dani Alves, denn Thiago Silva – auch schon 32 Jahre alt – macht mir keine Angst). Nach dem Neymar-Deal nochmal für fast gleichviel Geld einen weiteren Stürmer zu holen, aber Abwehr und Mittelfeld zu vergessen, wirkt schon eher unprofessionell.

      Auch im Fall des FC Barcelona muss man mal zur Diskussion stellen, ob die Investition von 100 bis 150 Mio. für Dembele und ein Sturm “Messi – Suarez – Dembele” wirklich so klug waren. Wäre es nicht besser, auf wenigstens einen dieser 90- 300 Mio-Stürmer zu verzichten und – z.B. – auf einen “Indianer” wie Pedro Rodriguez (inzwischen Chelsea) zu setzen? Der auch mal was für die Mannschaft macht wenn er nicht den Ball hat?

      Die “Sieger” dieser Transferperiode sind meiner Meinung nach die Mannschaften aus den Positionen 8 – 16. Die, die dreistellige Ablösen kassiert haben und jetzt Teams wie Juve und Bayern angreifen werden.

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