Vom Rechtsverteidiger zum Co-Trainer

Am gestrigen Freitag verkündete der FC Bayern per Pressemitteilung, was vorher bereits seit geraumer Zeit in den Gazetten des Landes spekuliert wurde: Ex-Spieler Willy Sagnol übernimmt den vakanten Posten des Co-Trainers an der Seite von Chefcoach Carlo Ancelotti. Der 40-jährige Franzose und ehemalige Publikumsliebling ergänzt damit den Trainerstab rund um Ancelotti’s Sohn Davide. Wir werfen einen genaueren Blick auf die Verpflichtung.

Bereits kurz nach dem bitteren Aus im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund veröffentlichten wir im Blog fünf Aufgaben für den FC Bayern über die Sommerpause. Als erste Aufgabe an die ein Haken gesetzt werden kann, ist Willy Sagnol nun als Co-Trainer verpflichtet worden. Die Stelle des Assistenten war zur neuen Saison frei geworden, nachdem Ancelotti-Vertrauter Paul Clement in der Winterpause die Freigabe des Vereins für die Übernahme des Postens als neuer Cheftrainer von Swansea City erteilt wurde. Zudem wechselt Hermann Gerland, der seit 2009 unter verschiedenen Trainern als Co-Trainer fungierte, zur kommenden Saison ins neue Nachwuchsleistungszentrum, wo er die Leitung übernimmt.

Die Wahl eines Co-Trainers ist keine leichte Aufgabe. In der Regel kommen hierfür zwei Typen in Frage: der langjährige Begleiter des Trainers oder der Taktik-Nerd (auch bekannt als “Laptop-Trainer”). Jeder der letzten Bayern-Trainer hatte seinen langjährigen Begleiter an seiner Seite. Angefangen mit dem Duo Hitzfeld und Henke, über Magath und Eichkorn bis hin zu Guardiola und Torrent. In Clement ist Ancelotti dieser Vertraute im Januar abhanden gekommen.

Die Idee mit dem Taktik-Nerd ist sehr verbreitet im US-Sport, wo die Spezialisierung der einzelnen Trainerpositionen bereits weiter fortgeschritten ist und beispielweise im American Football für Angriff und Verteidigung jeweils ein eigener Coach eingestellt wird, der noch einem Head-Coach unterstellt ist. Das Konzept kam zuletzt zum Beispiel beim FC Sevilla zutragen, wo Trainer Sampaoli von Assistent Juanma Lillo unterstützt wurde. Lillo war zuvor jahrelang selbst Trainer in der Premiera Division und in Mexico. Guardiola bezeichnet ebenjenen Lillo oft als Mentor und wechselte für seine letzte Saison als aktiver Spieler in die Mexikanische Liga, nur um direkt mit Lillo arbeiten zu können.

Mit Sagnol fällt nun die Wahl auf keinen der beiden oben genannten Typen. Viel mehr kommt ein Assistent, der mit dem FC Bayern sehr vertraut und verbandelt ist, der aber auch schon einige Erfahrungen im Trainergeschäft gesammelt hat. Wir blicken kurz zurück auf die Personalie Sagnol und welche Fähigkeiten er mitbringt.

Wer ist Willy Sagnol?

Für jeden Bayern-Fan ist diese Frage leicht zu beantworten. Zu vertraut sind die lang gezogenen “Willy”-Rufe die erst durch das Olympiastadion und später durch die Allianz-Arena schallten. Zu vertraut sind auch die typischen Sagnol-Flanken, die allzu oft zu einer Torchance führten.

Der damals 23-jährige Franzose kam im Sommer 2000 für die damalige Rekordablöse von 15 Millionen Mark zum FC Bayern. Zusammen mit dem Basken Bixente Lizarazu bildete er die französische Außenverteidiger-Zange in der Viererkette der Münchner. Direkt in seiner ersten Saison wurde Sagnol als Stammspieler deutscher Meister und absolvierte auch beim Champions-League-Sieg der Bayern in Mailand eine Halbzeit.

Durfte als Fan-Liebling in München auch immer wieder die Kapitänsbinde tragen: Willy Sagnol
(Foto: Sandra Behne/Bongarts/Getty Images)

Insgesamt absolvierte der Franzose 184 Liga-Spiele für die Münchner und damit die zweitmeisten eines Franzosen nach Franck Ribéry. Über acht Saisons, in denen er insgesamt fünf Meisterschaften und vier Pokalsiege feiern durfte, traf Sagnol sieben Mal ins gegnerische Netz und verbuchte 38 Assists.

Mit der Nationalmannschaft von Frankreich wurde der nimmermüde Rechtsverteidiger 2006 Vize-Weltmeister und 2003 Confederations-Cup-Sieger, wobei er insgesamt 59 Partien für die Équipe Tricolore absolvierte. Bei der WM 2006 in seiner Wahlheimat Deutschland stand Sagnol sogar alle 660 Minuten für Frankreich auf dem Platz.

Ab Januar 2009 stoppten die “Willy”-Rufe in der Allianz-Arena. Ein letztes Mal waren sie wohl beim 4:1-Sieg gegen Stuttgart am 30. Spieltag in seiner vorletzten Saison zu hören – Sagnols letztem Heimspiel für die Rot-Weißen. Mit gerade einmal 31 Jahren wurde der immer wieder verletzte Rechtsverteidiger, trotz bis 2010 laufendem Vertrag, von anhaltender Schmerzen in der Achillessehne zum Karriereende gezwungen. Nach einer OP im Sommer 2008 kam Sagnol nicht mehr auf die Beine und absolvierte bis zum Winter kein Spiel mehr.

Nach dem Ende der Karriere ging es für Sagnol rasant und abwechslungsreich weiter. Der smarte Franzose übernahm verschiedene Rollen und war kurzzeitig bei seinem Heimatverein AS Saint-Étienne als Aufsichtsratmitglied, bei den Bayern als Scout und in diversen Rollen beim französischen Fußballverband tätig. Für insgesamt acht Spiele betreute er auch die französische U21-Auswahl. Diese verließ er jedoch bei der ersten Möglichkeit einen Trainerposten in der ersten Liga zu ergattern.

Zur Saison 2014/15 wurde der ehemalige Rechtsverteidiger neuer Chef-Coach beim französischen Erstligisten Girondins Bordeaux. Nach einer erfolgreichen ersten Saison, die die Bordelais in die Europa League führte, wurde Sagnol nach wettbewerbsübergreifend 88 Spielen im März 2016 in seiner gerademal zweiten Saison aufgrund ausbleibendem Erfolg entlassen.

Warum Sagnol?

In der Pressemitteilung des FC Bayern wird explizit erwähnt, dass mit Sagnol der Wunsch von Ancelotti nach einem Co-Trainer, der sowohl ehemaliger Bayern-Spieler ist als auch über Erfahrung als Cheftrainer verfügt, erfüllt wurde. Dies war dem Italiener nach dem Abgang seiner beiden Co-Trainer wichtig. Doch wie kann Sagnol Ancelotti unter die Arme greifen?

Ein großer Vorteil von Sagnol ist, dass er die Bundesliga und den FC Bayern kennt oder zumindest eine frühere Version der beiden. Natürlich haben sich Liga und Verein seit 2009 extrem weiterentwickelt, gerade in der internationalen Darstellung. Dennoch füllt hier Sagnol die Lücke von Gerland als Bayern- und Liga-Versteher, der dem Cosmopolit Ancelotti die eine oder andere Feinheit und Sitte nahe bringen kann. Zudem spricht Sagnol gut Deutsch.

Zusätzlich zeigte sich Sagnol in der Vergangenheit, gerade nach seiner Entlassung bei Bordeux, als sehr interessiert am Werdegang des FC Bayern. Alleine im letzten halben Jahr äußerte er sich zwei Mal in der deutschen Medienlandschaft. Zuerst nannte er die Mannschaft nach dem Ausscheiden gegen Borussia Dortmund im DFB-Pokal als zu alt. Weiterhin kritisierte er in dem gleichen Interview eine fehlende Club-Philosophie. In beiden diesen Belangen kann der Franzose nun direkt mit Ancelotti diskutieren und gegebenenfalls eine Neuausrichtung anstoßen. Ob der Italiener sich hierfür offen zeigt, bleibt abzuwarten.

In einem zweiten Interview äußerte er sich zur aktuellen Rechtsverteidiger-Situation der Münchner. Hier sieht er Kimmich nicht als Optimalbesetzung, da dieser “mehr Potenzial [hat], in der Mitte zu spielen” und ihm die nötige Erfahrung im Eins-gegen-Eins fehle. Auch wird es spannend zu sehen sein, ob Sagnol diesen Standpunkt beibehält und seine Bedenken einbringt. Immerhin hat Club-Chef Karl-Heinz Rummenigge Kimmich das Lahm-Erbe hinten rechts öffentlich mehrmals anvertraut. Ancelotti hingegen ließ den 22-jährigen nur selten auf dieser Position auflaufen.

Mit Sagnol hat sich der FC Bayern also einen Co-Trainer mit Stallgeruch ausgesucht. Zudem hat der Franzose bereits einige Standpunkte öffentlich präsentiert, was zeigt, dass er die aktuelle Situation der Münchner auch aus der Ferne im Auge hatte. Es wird spannend zu sehen sein, wie er seine Meinungen intern anbringen wird.

Was bringt Sagnol mit?

Durch seine vielfältigen Tätigkeiten von Aufsichtsratmitglied über Scout bis Trainer bringt Sagnol eine große Bandbreite an Erfahrungen mit. Allerdings übte er keine seiner bisherigen Aufgaben für mehr als drei Jahre aus. Auch der Co-Trainerposten beim FC Bayern kann und wird nicht auf Dauer seinen Ansprüchen genügen. Doch wie kann sich der Franzose hier profilieren?

Eine Komponente des Trainer-Jobs, bei der auch wir im Blog bei Ancelotti immer noch Potential gesehen haben, ist die Taktik. Kann hier die Addition von einem Ex-Cheftrainer einer Europa-League-Mannschaft Früchte tragen? Um das zu beantworten genügt ein kurzer Blick auf die Amtszeit von Sagnol in Bordeaux.

Sagnol an der Seitenlinie im Europa-League-Spiel gegen Klopps Liverpool
(Foto: OLI SCARFF/AFP/Getty Images)

Die erste Saison hätte für Sagnol bei Bordeaux nicht besser starten können. Nach drei Spieltagen grüßte der Trainer-Novize von der Tabellenspitze und war damit der erste Girondins-Trainer, der mit drei Siegen in seinen neuen Job startete. Symptomatisch für den frischen Wind den Sagnol ins Team brachte war ein 4:1-Sieg daheim gegen Monaco. Lag man zur Halbzeit noch mit 0:1 zurück und wurde phasenweise vorgeführt, so entschied sich der Ex-Profi aus dem klassischen 4-4-2 ein flügellastigeres 4-2-3-1 zu machen. Beflügelt von der neuen Formation schoss ein entfesseltes Bordeaux vier Tore in 25 Minuten und gewann das Spiel.

Der Ex-Münchener wurde allerseits für seinen taktischen Mut und seine frische Spielweise mit vielen jungen Spielern gelobt. Am Ende der Saison stand ein respektabler sechster Tabellenplatz, der nach erfolgreicher Qualifikation zur Teilnahme an der Europa-League berechtigte.

Doch in der nächsten Saison sollte es für den erst 38-jährigen Trainer-Neuling nicht gut laufen. Bedingt durch einige Verletzungen und mehrere Sperren, fiel Bordeaux ins untere Tabellendrittel. Immer mehr wurde Sagnol angezählt. Seine taktischen Änderungen, sein In-Game-Coaching, das nach dem Sieg gegen Monaco noch so gelobt wurde, wurde ihm nun zum Strick. Jede Anpassung zur Halbzeit wurde als Eingeständnis einer fehlerhaften Grundformation gesehen.

Auf der Suche nach einer funktionierenden Startelf und Taktik experimentierte Sagnol viel herum. Alleine im Februar 2016, einen Monat vor seiner Entlassung, versuchte er fünf verschiedene Formationen zu etablieren – mit ausbleibendem Erfolg.

Zudem verlor Sagnol in dieser Zeit auch die Mannschaft. So zumindest deutete die französische Presse die teils öffentlichen Handgemenge zwischen den Top-Spielern der Mannschaft. Auch Sagnol blieb nicht ohne Ausrutscher und wurde nach einer öffentlichen Kritik am Schiedsrichter für drei Spiele gesperrt.

Was bringt Sagnol nun also mit? Definitiv den Mut taktisch etwas auszuprobieren. Er selbst will einen offensiven und attraktiven Fußball spielen lassen, etwas das er mit Bordeaux zuletzt nicht schaffte. In einem ruhigeren Umfeld, das gefestigt ist, und deutlich besseren Spielern könnte der Heimkehrer nun allerdings durchaus den ein oder anderen taktischen Kniff für Ancelotti bereit halten. Ob dieser sich dann ultimativ in die Taktik reinreden lässt, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

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Leserkommentare
  1. wipf1953

    1. Bayern hat sich sicherlich ganz genaue Gedanken gemacht und insbesondere den taktischen Aspekt beachtet. Ein anderer genannter Name war Marc van Bommel – auch einer der erst denkt bevor er spricht und der als Holländer prädestiniert ist für taktische Überlegungen. Ich bin mit der Entscheidung für Willy voll einverstanden.
    2. Gut finde ich auch, einen Franzosen zu holen. In den letzten 15 Jahren haben gerade Franzosen den FC Bayern geprägt. Lizarazu, Sagnol, Ribery, (hoffentlich bald) Coman. Hinzu kommt, dass Frankreich wohl die mit Abstand heißesten Nachwuchsspieler der Welt aufzubieten hat (fragt noch einer nach Brasilien?). Klar hat Bayern da genügend Scouts. Trotzdem ist es wichtig, dass gerade in den entscheidenden Trainerpositionen Leute sind, die sich in diesem Punkt sehr gut auskennen.

    1. Josef

      Dieser Frankreichbezug ist tatsächlich spannend. Unabhängig davon ob der französische Nachwuchs jetzt besser oder schlechter ist als der brasilianische oder spanische gilt doch, dass es einfach für uns interessante Spieler sein können.
      Kurz recherchiert: Er war als U21-Trainer recht erfolgreich. 8 Spiele, 6 Siege und 2 Unentschieden. Interessante Spieler, die er coachte sind u.a. Rabiot (<3), Digne und Umtiti (jetzte beide Barcelona), Martial oder Sidibe (RV von Monaco). Der ein oder andere könnte perspektivisch durchaus interessant sein.

  2. Der Groninger

    Hmm. Eine überschwängliche Lobeshymne liest sich anders. Die Skepsis des Autors ist förmlich zu greifen – aus nachvollziehbaren Gründen, denn die Meriten Sagnols sind doch sehr überschaubar (so sehr ich ihn als Spieler mochte). Ein Übergangskandidat, auf Abruf wie Ancelotti selbst? Dafür spräche nicht nur die von Maurice geäußerte Ansicht, dass Sagnol selbst noch mehr vorhat, sondern auch die hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein neuer Startrainer seinen eigenen Stab mitbrächte. Also: Schau mer mal. Immerhin tut sich was.

  3. Jo

    Ist doch schön, eine Baustelle abgeräumt.
    Sagnol dürfte genügend Erfahrungen als Spieler und Trainer gesammelt haben um so eine Position adäquat auszufüllen.
    Wie es denn mit der Chemie mit Trainerstab und Mannschaft aussieht und welchen konkreten Input er leisten kann/darf ist jetzt sowieso nicht abzusehen.
    Abgesehen davon dürfte ein Co-Trainer in der Geschichte des Fußballs wohl selten mal eine Saison in den Sand gesetzt haben. Von daher kann man das eh gelassen betrachten.

    Ein weiterer Punkt über den man öffentlich natürlich nicht sprechen wird. Man hat nun einen vom Ancelotti-Clan unabhängigen Trainer engagiert, mit einem gewissen Namen und einer Reputation speziell bei der Anhängerschaft des FCB.
    D.h. sollte man in Zukunft irgendwann nach einer Notbremse im Trainerbereich suchen, steht eine (zumindest) Übergangslösung schon mal Gewehr bei Fuß.

  4. Osrig

    Ich meine, wir sollten erstmal auf dem Boden bleiben! Es handelt sich doch “nur” um die Besetzung des Postens des Co-Trainers!Nicht, dass ich diese Aufgabe klein reden will, im Gegenteil, aber die Relationen sollten wir im Blick behalten^^
    Der Text liest sich – unterlegt mit spürbaren Zweifeln – wie die Beurteilung eines neuen Cheftrainers, der gerade seinen Job an der Säbener Straße angetreten hat. Etwas zuviel der Ehre für einen zweiten Mann, der als Assistent Ancelotti zuarbeiten soll.
    Und ich bin sicher, unser Maestro an der Seitenlinie wird sich nicht drein reden lassen von seinem “Assi”, zumindest nicht in den großen Taktikfragen. Allerdings halte ich Carlo auch für offen für neue Anregungen, und wenn es Sagnol klug anstellt, wird er Carlo sicherlich auch für sich gewinnen können. Letztlich bleibt er aber – vorerst – der zweite Mann, und Ancelotti wird es nicht zu lassen, dass sich ein “Schattenmann” hinter ihm aufstellt, der seiner Arbeit entgegensteht. Ich kann mir auch vorstellen, dass Willy ein Kompromiss darstellt zwischen Carlos Wunsch nach einem erstligaerfahrenen Assistenten und dem Wunsch der FCB-Führung nach einem Co-Trainer mit Stallgeruch.

    Spannend finde ich vielmehr die Frage, wie sich Sagnol aufstellen wird mit Blick auf die Zeit nach Ablauf der zwei Jahre, die – welch Zufall – auch dem Ablauf des Vertrags von Carlo entspricht. Möchte Willy selbst Cheftrainer werden und sich empfehlen? Oder ist er eher an einer Tätigkeit im Funktionärbereich des FC Bayern interessiert?
    Immerhin spricht er mehrere Sprachen, hat in diesen Bereich auch schon hineingeschnuppert, und ist dem FCB ganz sicher eng verbunden, hat Charme und Austrahlung aufgrund seiner Zeit und seiner Erfolge bei uns!

    Ein idealer Mann für die Sportdirektor-Position! Weil er eben auch über Trainer-Erfahrung verfügt, die er jetzt sogar noch intensivieren kann. Sagnol als SpoDi, dass könnte eine gute Lösung werden – leider erst in zwei Jahren! Aber in der Zwischenzeit machen Lahm und/oder Alonso ihren Trainerschein, und einen von beiden sehen wir dann als neuen Co an der Säbener ^^
    Gefällt mir, diese Aussicht

    1. Gestrandedinberlin

      Aus meiner Sicht war das (taktisch) beste Spiel der Saison das Hinspiel gegen Leipzig. Da war Clement doch noch da? Ist das Zufall? Auch das In Game Coaching war ja bei Ancelotti nicht so super gut.
      Es ist irgendwie schade, da es ja aus der Außenperspektive unmöglich ist zu beurteilen wie der Einfluss des Co-Trainers ist. Bei Sagnol ist halt die Sache, dass man ja weiß, dass es den Bayern Hintergrund ist, das heißt nicht zwangsweise, dass er nur oder hauptsächlich deswegen geholt wurde oder er eigentlich auch n taktisches Genie ist, aber irgendwie ist es ja zumindest naheliegend anzunehmen, dass der Hintergrund n größeren Grund in der Auswahl gespielt hat…das macht mich persönlich erstmal skeptisch.

  5. JP

    Ich muß sagen, daß ich auch etwas skeptisch bin. Aus dem Bauch heraus wirkt die Verpflichtung wie ein Rückfall in alte Zeiten, als Stallgeruch wichtiger war als ein Konzept… Aber vielleicht sehe ich das zu pessimistisch.
    Jetzt bin ich gespannt, was sich im Kader noch tut. Ein Gerücht von einem 22jährigen von Lyon als Alonso-Ersatz habe ich heute gelesen. Möglicherweise nicht schlecht, aber am Wichtigsten erscheint mir mindestens ein Offensiv-Allrounder, der Lewandowski oder Rib/Rob entlasten kann. da tut sich ja noch gar nichts, denn daran, daß man Sanchez für das doppelte Gehalt des jetzigen Topverdieners verpflichtet, glaube ich nicht. Wäre auch nicht sinnvoll.

    1. Osrig

      Um Himmels willen! SancheZ ist zwar gut, sogar sehr gut, aber dafür unser ganzes Gehaltsgefüge geradezu auf den Kopf zu stellen, halte ich für hoch riskant! Der FCB steht für Erfolg, der unter wirtschaftlich soliden Bedingungen und familiärer Atmosphäre errungen wird! DAS ist unser Pfund, mit dem wir wuchern können, wenn es gilt neue Spieler zu holen – junge Talente genauso, wie Top-Spieler! Jemand, der Forderungen jenseits der bisherigen Größenordnung des Vereins stellt, ohne sich auch nur im geringsten für den FCB bewiesen zu haben, passt nicht dazu! Entweder, er rückt von den Forderungen ab und passt sich ein, oder er darf woanders seine Fussballschuhe schnüren. Aber mal schauen, noch ist alles ja Gerüchteküche und nichts ist gesichert! Ich bin gespannt^^

    2. Ju

      Würde hier mal einhaken und ein paar Punkte anbringen:
      1. Mir fallen wenige geeignetere Leute als Sagnol ein. Der kann im Verein mit jedem und war in Bordeaux recht spannend.
      2. Tolisso wäre kein Alonsoersatz. Er ist kein Spielmacher, vielmehr ein spielstarker Unterstützungsspieler.
      3. Sanchez darf nicht mehr verdienen als Lewandowski. Das wäre ein Ausschlusskriterium.

  6. Kramnik

    Das mit den jungen Spielern hört sich doch gut an. Nächste Saison muss Ancelotti mehr Spielzeit an die Bank vergeben. Eine Rotation von 2-3 Spielern kann rein rechnerisch die ganzen jungen Spieler gar nicht zufrieden stellen (Kimmich, Coman, Sanches, Süle, Bernat und eventuell Tolisso). Mit Kimmich teile ich seinen Standpunkt, die Vereinsführung und der Trainer haben sich jetzt schon deutlich positioniert und auf dem Transfermarkt wird auch kein RV gesucht, deswegen sollte es hier keine Änderung geben. Generell glaub ich auch nicht, dass ein Co Trainer einen deutlichen Einfluss haben wird, auf einen so erfahrenen Trainer. Trotzdem bin ich froh auf frischen Wind, der eventuell mehr Kante zeigen wird, als ein Gerland oder Davide Ancelotti.

  7. Andre

    Man sollte Sagnols rassistische Äußerungen gegenüber afrikanischen Spielern nicht verschweigen. Hier muss genau auf seine zukünftigen Aussagen geächtet werden vom FCB und wenn nötig auch schnell entlassen werden.

    1. Gestrandedinberlin

      Hab ich gar nicht mitbekommen. Was war denn da los?

      1. Marco05

        Danke für die Links. Ich wollte mich im Grunde gar nicht mit der Thematik beschäftigen und jetzt weiß ich auch warum. Darüber eine Diskussion anzuzuetteln ist in meinen Augen lachhaft aber vermutlich dem aktuellen Zeitgeist geschuldet. Das ist ja wie man einen verurteilt der sagt der typische Chinese hat Laktoseintoleranz. Leuteleuteleute…

        Mit der Entschuldigung sollte aber auch für alle, die sich drüber aufregen wollen der Deckel drauf sein.

      2. Gestrandedinberlin

        @marco05, geht so. Also die Differenz zwischen athletisch (im Bezug auf die afrikanischen Spieler wobei da schon wieder unklar ist, was eigentlich mit den schwarzen Franzosen ist) und Intelligenz (weiße Europäer) die in dem Interview angesprochen wird, und von der er sich ja nicht distanziertert ist ja geradezu Rassismus aus dem Bilderbuch h. Seine Einsicht hält sich da auch in Grenzen finde ich.
        Aber vielleicht kann er das dann den ganzen Arbeitnehmern in Katar erzählen, die ggf. aus der gleichen Ecke kommen. Ja, der Zusammenhang ist etwas lose aber ich freue mich nur gerade über das moralische Wirken unseres Lieblingsclubs.

  8. Marco05

    Die Skepsis ist insoweit nachvollziehbar, als Sagnol noch nirgends wirklich konstant und schon gar nicht konstant erfolgreich irgendwo tätig war und man von daher wenig Referenzen hat. Ich sehe es aber wie @Osrig: es ist “nur” der Co-Trainer-Posten. Wohl eine der Planstellen, die von jeher wohl die geringste Aufmerksamkeit genießen. Vielleicht auch deswegen, weil der Stelleninhaber immer im Windschatten des Head-Coaches verpflichtet wurde und ohnehin nicht auswählbar war.

    Ob das mit Ancelotti dann wirklich taugt und wie sehr er wirklich einen derartigen Ex-Bayern wollte wird man sehen (sofern man es mitbekommt). Grundsätzlich finde ich die Maßnahme aber nicht verkehrt, ein renommiertes Mitglied der Bayern-Familie an Land zu ziehen. Perspektivisch hat er sicherlich mehr vor als Co-Trainer aber warum nicht klein anfangen.

    Ich habe Sagnol neulich bei Sky90 gesehen und war erstens überrascht von dem nahezu perfekten Deutsch und zweitens einigermaßen angetan, von dem was er gesagt hat. Er ist kein Hitzkopf wie Sammer (wie war das von Kahn: “eine Ausgeburt an Emotionslosigkeit”?), er überlegt gut was er sagt, was mir erstmal gefällt.

    Insofern würde ich aktuell ohne Umschweife den Haken dran machen. Freu mich außerdem den Willy wieder zu sehen. Ggf. helfen auch seine Kontakte nach Frankreich bei der ein oder anderen Verpflichtung. Ach: Gegen Liza hätte ich auch nichts.

  9. “Wir werden nur Granaten verpflichten.” :-D
    mMn hätte man Gnabry, genau wie Coman, als Leihe mit Kaufoption holen sollen. Naja, ist halt jetzt so.

    Damit steht Costas Abgang wohl fest.

    1. Ju

      Es gab halt ne Ausstiegsklausel. Und keine Leihe-mit-Kaufoptions-Klausel.

  10. Kurt

    Gnabry für 8 Mio. Toptransfer.

    Sanchez wäre schon toll, aber eben nicht für ein Mondgehalt. Ich hoffe das Niveau auf Miasanrot bleibt ensprechend hoch und hier werden nicht die gleichen Fifakiddietränen fließen, wie in entsprechenden anderen Bayernforen.

    Sonst rast ich nämlich echt aus :D

    Mia san Mia! Auf rückgratloses Geflenne können wir verzichten.

  11. pitvonbonn

    Sagnol mit Bayernstallgeruch und Sympatieträger als Co-Trainer,
    Die drei jungen deutsche Nationalspieler Süle, Rudi und Gnabry für zusammen 28 Mio €, das nenne, ich in der heutigen Zeit, 3 Super gute und preiswerte Verpflichtungen.
    Dazu, wie wäre es, noch mit Goretzka fürs Mittelfeld?
    das ergäbe dann eine fast deutsche Nationalelf im Jungen bzw. mittleren Alter.
    Neuer,
    Kimmich – Boateng – Hummels – Süle,
    Rudi – Goretzka – xxx,
    Müller – Gnabry – xxx,
    und schon hat Bayern wieder 8/9 deutsche Nationalspieler.
    Die Senioren = deutscher Meister,
    die Damen und die U19 = deutsche Vizemeister,
    die U17 Mädchen und die U17 Jungs im Finale um die deutsche Meisterschaft.
    Der Campus ist in 6 Wochen bezugsbereit.
    Es geht spürbar aufwärts.
    Die Verjüngung ist auf dem besten und dazu noch auf einem soliden Weg.

    1. Baldi

      Ich finde die Qualität eines Spielers wichtiger als seine Nationalität. Außerdem macht eine Verpflichtung nur dann Sinn, wenn der Spieler in die Mannschaft und das Spielsystem passt.
      Bei Gnarby weiß ich nicht ob er gut genug ist, aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
      Goretzka ergibt für mich keinen Sinn, wenn mit Sanches und Vidal bereits zwei ähnliche Spieler im Kader stehen.

      Was Sagnol als Sympatieträger angeht, hängt allerdings auch davon ab, was man von seinen kontroversen Aussagen über afrikanische Spieler hält. Zumindest passt er damit zu Ancelotti.
      http://www.spiegel.de/sport/fussball/willy-sagnol-ex-bayern-star-irritiert-mit-rassistischen-aeusserungen-a-1001043.html
      http://www.spiegel.de/sport/fussball/ligue-1-sagnol-von-girondins-entschuldigt-sich-wegen-aeusserungen-a-1001467.html
      https://www.11freunde.de/interview/willy-sagnol-ueber-rassismusvorwuerfe-und-die-em-2016

  12. […] Vom Rechtsverteidiger zum Co-Trainer | Maurice […]

  13. Eva Etheber

    Es ist schon verrückt seinen Sohn als Berater auf einen solchen Posten Hoch zu bauschen aber die Spieler die nur gekauft werden um die Bundesligagegner zu schwächen sind übertrieben. Die verrotten nur auf der Bank und kosten Geld das man anderswo viel besser investieren könnte. Ehemalige Fußballspieler sollten am Ende ihrer Kariere ein ganz normales Leben führen oder noch mal studieren. Sie sollten glücklich werden . Wird man das im Halbschatten seines berühmten Vaters ?

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