Roundhouse-Kick oder der Fußballgott ist kein Braunschweiger

Es war eine harte Fußballwoche für die Fans des FC Bayern, schließlich konnte man nicht den süßen Nektar des Erfolges genießen, wie beim letzten Sieg gegen Dortmund.  Es war eben doch nicht mehr als nur ein Zwischenschritt. Vielmehr hetzte man von Spiel zu Spiel – und von Rekord zu Rekord und ehrlich gesagt, als Fan verliert man so langsam die Übersicht. Gibt es eigentlich einen Rekord für »meist gehaltene Rekorde«? Als Fan und Spieler nimmt man aktuell jedes Spiel mit, auch wenn es mal nicht so läuft wie erwartet.

FC Bayern in der Allianz Arena gegen Eintracht Braunschweig

Nachdem sich nicht nur die Anreise, sondern auch die Abreise aus Moskau als schwierig gestaltet hat, setzte Pep Guardiola für die Restwoche nur zwei Trainingseinheiten an. Nein, das Spiel gegen Braunschweig war nicht als öffentliches Training geplant. Pep vertraute weitestgehend auf die gleiche Elf, die gegen Moskau gespielt hat. Thiago ersetzte wie in der Champions League den verletzten Philipp Lahm und Boateng bekam eine Verschnaufpause. Für ihn durfte Daniel van Buyten den Bus durch die Allianz-Arena ziehen.

Wenn man ehrlich ist, war das Spiel nach zwei Minuten entschieden. Götze mit einem tollen Lupfer  auf Robben, der zunächst am Keeper bzw. Pfosten scheiterte, aber den Ball direkt wieder auf den Schädel bekam – 1:0. Im Anschluss daran entwickelte sich ein Spiel mit bis zu 90% Ballbesitz (offizielle Zahl) — gefühlt 120%. Die Braunschweiger bekamen keinen Fuß in die Tür. Nahezu jeder Ball wurde sofort zurück zum FC Bayern gegeben. Nur leider konnte der nicht viel mit diesem anfangen. Zwar gab es noch einen Lattentreffer nach einem Eckball von Dante, aber ansonsten wirkte das Spiel des Rekordmeisters doch eher wie bezahltes Auslaufen. In der 30 Minute lies man doch noch mal aufblitzen, was möglich ist. Der oft kritisierte Kroos mit einem tollen Diagonalball auf Robben. Der vernaschte seinen Gegner – zog nach innen und verwandelte trocken zum 2:0. Ein typisches Robben-Tor — man könnte wohl eine ganze DVD mit Toren immer gleichen Musters produzieren. Bis zur Halbzeit imponierte vor allem Thiago der alleine(!) nur 7 Pässe weniger spielte als die komplette Braunschweiger Mannschaft.

Nach dem Pausentee ist man vollends in den Plätzchen- und Stollenmodus verfallen. Viele Fehler, die zu teilweise gefährlichen Kontern führten. Die größte Chance hatte sicherlich Kumbela, der völlig frei auf den Kapitän Neuer zulief. Dieser rettete mit einem Kung-Fu-Tritt. Der Abpraller landete bei einem Braunschweiger – der das leere Tor vor sich hatte, doch sein Schuss rettete Alaba mit einem Roundhouse-Kick. Das artistische Highlight des Tages – auch so kann Zirkus aussehen. Wenig später wurde ein Freistoß von Martinez mit dem Kopf so glücklich unglücklich abgefälscht, dass er gegen die Latte knallte. Es war offensichtlich, dass der Fußballgott kein Braunschweiger sein kann. So plätscherte das Spiel in der zweiten Halbzeit dahin. Der Advent kann kommen. Leider wurden unsere Youngsters Green und Højbjerg nicht mit einem Einsatz beschenkt. Pep lies seine Startelf durchspielen. Nur Mandzukic kam für Müller, was aber nicht nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.

Im DFB-Pokal wird es in Augsburg eine Leistungssteigerung brauchen, da der FCA sicherlich eine andere Verbindung zum Fußballgott hat und seine Chancen besser nutzen wird. Nächstes Wochenende geht es dann nach Bremen.

FC Bayern – Eintracht Braunschweig 2:0 (2:0)
FC BayernNeuer – Rafinha, Van Buyten, Dante, Alaba – Martínez – Müller (57. Mandzukic), Thiago, Kroos, Robben – Götze
BankStarke (Tor), Contento, Kirchhoff, Green, Hojbjerg, Boateng
Eintracht BraunschweigDavari – Elabdellaoui, Bicakcic, Dogan, Theuerkauf – Bellarabi, Kratz, Caligiuri (79. Oehrl), Boland, Jackson (59. Korte) – Kumbela
BankPetkovic (Tor) , Correia , Washausen , Vrancic , Ademi
Tore1:0 Robben (2.), 2:0 Robben (30.)
Karten– / –

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