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Rot-Weißes Round-Up: Uli Bayerschmidt

Uli Bayerschmidt wurde am 3. März 1967 geboren und spielte bereits seit seinem achten Lebensjahr für die Nachwuchsabteilung des FC Bayern München, wo er bis 1986 aktiv war. In dieser Spielzeit erhielt er einen Vertrag als Lizensspieler und lief im April 1987 erstmals als Einwechselspieler für Michael Rummenigge auf. Obwohl er in seiner ersten Profisaison direkt die Deutsche Meisterschaft verbuchen konnte, war sein Debüttor (Mai 1988) sein einziges für die Roten und er schoss es außerdem in seinem letzten Spiel für die Münchner. Er konnte sich in München nicht durchsetzen, erlebte noch Einsätze im Europapokal der Landesmeister sowie im UEFA-Pokal und wechselte zur Saison 1988/89 zum 1. FC Nürnberg. Dort blieb er drei Jahre in der Bundesliga und absolvierte 41 Partien. Der Abwehrspieler wechselte im Anschluss nach Berlin, um im Trikot der Hertha aufzulaufen. Er avancierte zum Stammspieler und bestritt 83 Partien.

1994 wurde er zum »ausgemusterten Herthaner«, wie die Berliner Zeitung im Februar desselben Jahres schrieb. Der damals 26-Jährige stand vor dem fußballerischen Aus, hatte sich mit der Vereinsführung überworfen, wurde vom Training ausgeschlossen und befand sich mit seinem Arbeitgeber im Prozess vor dem Arbeitsgericht:

Bayerschmidt geht im Zorn. “Ich hänge sehr an Hertha und hätte hier sehr gern länger als zweieinhalb Jahre gespielt. Doch nach den Querelen der letzten Wochen mit Ausschluß vom Training und Prozeß vor dem Arbeitsgericht ist dies unmöglich.”
Berliner Zeitung, am 05.02.1994

Uli Bayerschmidt blieb in Berlin und lief von 1994 bis 1996 für Tennis Borussia, die gerade den Abstieg aus der 2. Bundesliga erlebte, in der Regionalliga Nordost auf. Nach 14 Partien mit einem weiteren Torerfolg, beendete er seine Karriere. Von 2007 bis 2012 trainierte er die Jugendabteilung des FSV Babelsberg 74. Wir gratulieren zum 48. Geburtstag!

Miasanrot.de stellt regelmäßig am Dienstag und Freitag in einem Round-Up lesenswerte Texte und Fundstücke rund um den FC Bayern zusammen. Gewidmet wird jedes Round-Up einem ehemaligen Bayern-Spieler, der am jeweiligen Tag (oder kurz zuvor/danach) Geburtstag hat.

Presseschau

Letzte Woche musste unserer Round-Up krankheitsbedingt ausfallen. Wir melden uns ab jetzt wieder regelmäßig.

Nachklapp: Heimspiel gegen Köln

Der FC Bayern feierte zum 115. Geburtstag einen souveränen Heimsieg gegen den 1. FC Köln. Die Spielanalyse zum 4:1 gibt es wie gewohnt bei uns. Steffen hat sich noch einmal extra Manuel Neuer und seinem FCB-Anforderungsprofil gewidmet.

Björn, dessen Herz für Eintracht Frankfurt schlägt, besuchte die Partie ebenfalls und berichtet in seinem Blog unter dem Titel »Welten? Dimensionen!« von seinen Eindrücken. Neben dem ein oder anderen Seitenhieb vergleicht er selbstverständlich mit der Eintracht.

Das Wesentliche, das Spiel, der Sport, der Erfolg dieses FC Bayern fußt auf dem Streben danach, der Arbeit an der Perfektion. Und diese Perfektion beruht nicht auf der Klasse von Arjen Robben, Manuel Neuer, Franck Ribéry oder Bastian Schweinsteiger. Es ist die Art, wie sie spielen, sichtbar in (entscheidenden) kleinen Situationen bzw. Entscheidungen.
Eintrachtinside am 28.02.2015

Martínez: Schlimmere Verletzung

Javi Martínez absolvierte seit einem halben Jahr kein Spiel mehr für den FC Bayern. Seine Knieverletzung im letzten Supercup wurde für die Öffentlichkeit als Kreuzbandriss diagnostiziert – man sprach vom Saisonaus. Wie die TZ jetzt unter Berufung auf den Kicker berichtet war der Schaden in seinem Knie wesentlich komplizierter.

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Außenband, Kreuzband, Innenmeniskus und die Kapsel sollen bei dem Zusammenstoß mit Schmelzer in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Das Fußballmagazin schreibt, es handele sich “quasi um einen Totalschaden im Knie” des 26-jährigen Spaniers.
»Martinez-Verletzung schlimmer als gedacht«, TZ.de am 02.03.2015

Sloan Sports Conference: Michael Niemeyer

Die »Sloan Sports Conference« des amerikanischen MIT gilt als größte Konferenz zum Thema Analyse im Sport. Michael Niemeyer ist der Chef-Spielanalytiker des FC Bayern. Er besuchte die MIT-Konferenz und spricht mit der US-Seite des FC Bayern über seine Eindrücke, die Konferenz, Analysen im Fußball und die Zusammenarbeit des FCB mit SAP.

Bayern Amateure: »Es ist noch alles drin«

Der Auftakt in das Fußballjahr 2015 für die Bayern Amateure rückt näher und der Münchner Merkur zitiert Trainer Erik ten Hag.

Es ist noch alles drin […] Die Liga wird immer in den Monaten April und Mai entschieden.
Erik ten Hag, Münchner Merkur am 24.02.2015

Der Nachwuchs des FC Bayern absolvierte allerhand Testspiele gegen Gegner, die durchaus in höheren Spielklassen angesiedelt sind. Der Bericht legt außerdem wert auf Verletzungsprobleme in der Defensive (Edwin Schwarz, Stefan Buck) und die Suche nach Alternativen. Die ersten drei Spiele werden richtungsweisend sein.

Weiser weiterhin im Fokus

Der 20-jährige Mitchell Weiser bleibt weiterhin im Fokus und nun widmet ihm die Welt ein Portrait unter der Überschrift »der erstaunliche Karriere-Knick«.

Obwohl er sich »abseits des Platzes […] stets in Fettnäpfchen-Nähe« befindet, baut Guardiola inzwischen auf ihn. Weiser erhält immer wieder die Gelegenheit sich zu beweisen und hat spürbar Anschluss an die erste Mannschaft des FC Bayern gefunden. Für ihn geht es weiterhin um einen neuen Vertrag im Sommer, da sein Kontrakt ausläuft.

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Leserkommentare
  1. Jo

    Hochinteressanter Beitrag aus dem Eintracht-Blog. Das kennt man so gar nicht mehr, dass jemand einfach mal seine Beobachtungen schildert und Schlüsse zieht, statt den üblichen “böse ligavernichtende, konkurrenzzerstörende, immer bevorteilte, glanzlos vor sich hin duselnde Übel-Bayern”-Mist abzusondern.

    Zu Martinez: Das hat sich ja schon abgezeichnet, dass die Kreuzband-Sechs-Monate-Ausfall-Standardprognose bei ihm ziemlich ins Leere geht. Ob er die Saison noch eine größere Rolle spielen wird kann man bezweifeln.

    Auch bei Lahm ist mittlerweile eine gewisse Skepsis angesagt. Nach den damaligen Prognosen müsste er ja auch schon wieder munter mitmischen. Ich war schon damals eher skeptisch, da das Sprunggelenk einfach heikel sein kann. Für ein mögliches CL-Viertelfinale dürfte das schon sehr eng werden.

  2. Krapf

    Vielen Dank für die vielen interessanten Links!
    Kleiner Hinweis: Welt.de schreibt “Karriere-Kick” und nicht “Karriere-Knick”.

  3. Zum Thema Spiel-/Datenanalyse ist in der aktuellen “11 Freunde” ein recht interessantes Interview mit Analyst Christofer Clemens vom DFB (bisher nur Print, noch nicht online).

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