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Rot-Weißes Round-Up: Toni Schumacher

Toni Schumacher wurde im März 1954 eigentlich als Harald Anton Schumacher in Düren geboren wurde und bekam seinen Spitznamen vom Kölner Mannschaftskollegen Harald Konopka, wie er in seinem Buch »Anpfiff, Enthüllungen über den deutschen Fußball« schrieb. Erst vor Kurzem war er in München, als »sein« 1. FC Köln, für den er den sportlichen Bereich als Vizepräsident verantwortet, gegen den FC Bayern München spielte.

Der Torhüter wurde zweifacher Deutscher Meister und dreifacher DFB-Pokalsieger. Bekanntheit erreichte er nicht nur im Sport als Vereins- und Nationalspieler sondern auch mit seinem Buch und Engagements als (Torwart-) Trainer. Unvergessen bleibt auch die »Nacht von Sevilla« mit Schumachers Einsteigen gegen Patrick Battiston.

Im September 1973 debütierte Schumacher für den 1. FC Köln als Profi gegen den VfL Bochum und avancierte in der darauffolgenden Spielzeit zum Stammtorhüter als »Nummer 1« des 1. FC Köln. Für den Effzeh bestritt er bis 1987 über 400 Partien, bevor er zum FC Schalke 04 wechselte, der 1988 jedoch abstieg. Schumacher musste mehr als 70 Mal hinter sich greifen und den Ball wegen eines Gegentors aus dem Netz fischen. Nach dieser Erfahrung wagte er den Schritt ins Ausland und heuerte bei Fenerbahçe Istanbul an. Er wurde türkischer Meister und Kapitän. 1991 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Ersatz für Raimond Aumann und Sven Scheuer, die beim FC Bayern München verletzt fehlten. 1992 beendete er seine Karriere, stand aber noch bis 1996 als Torwarttrainer und Ersatzmann in den Reihen von Borussia Dortmund, wo er im Mai 1996 noch einen Einwechseleinsatz erlebte und eine zweite Meisterschaft feiern konnte. Neben über 550 Ligaspielen im Verein bestritt Schumacher 85 Partien für die DFB-Jugendmannschaften und Nationalmannschaft.

Nach seiner aktiven Karriere trainierte er Torhüter beim FC Schalke 04, Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen. Bei Fortuna Köln war er als Cheftrainer aktiv, nachdem er Bernd Schuster ablöste. Im Dezember 1999 wurde er dort noch in der Halbzeit entlassen.

Toni Schumacher übte in den 2000er Jahren die Rolle als Geschäftsführer einer Sportmarketingagentur aus und trat als Experte auf. Seit April 2012 agiert er als Vizepräsident des 1. FC Köln. Wir gratulieren zum 61. Geburtstag!

Miasanrot.de stellt regelmäßig am Dienstag und Freitag in einem Round-Up lesenswerte Texte und Fundstücke rund um den FC Bayern zusammen. Gewidmet wird jedes Round-Up einem ehemaligen Bayern-Spieler, der am jeweiligen Tag (oder kurz zuvor/danach) Geburtstag hat.

Presseschau

Hoeneß mit Vision für die FCB-Jugend

Uli Hoeneß arbeitet seit seiner Rückkehr an die Säbener Straße im Jugendbereich und hat dort alle Hände voll zu tun, um die Durchlässigkeit aus dem Nachwuchs- in den Profibereich zu erhöhen.

Der Rekordmeister arbeitet intensiv daran, die Bedingungen für junge Spieler zu verbessern. In diesem Jahr wird der Verein mit dem Bau eines neuen Nachwuchszentrums beginnen.
»Für die Zukunft der Bayern hat Hoeneß eine Vision«, Welt.de am 04.03.2015

Am vergangenen Wochenende besuchte er ein Spiel der U19 in Mainz und sprach dort mit den Verantwortlichen über die Nachwuchsarbeit. Wie die Welt berichtet, will der FC Bayern ein einheitliches Spielsystem – eine eigene Philosophie – etablieren und zeigt Interesse am 17-jährigen Ante Coric.

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Julian Green: Nicht vor, nicht zurück

Wie Stephan Uersfeld für ESPNFC unter Berufung auf einen Artikel der ZEIT berichtet, geht es für den vom FC Bayern an den HSV ausgeliehenen Julian Green derzeit nicht voran – und wohl auch nicht zurück. Er wurde von Hamburgs Sportdirekter in die U23 versetzt, verweigerte diesen Schritt jedoch ebenso wie eine weitere Ausleihe zu den Münchner Blauen.

Das Leihgeschäft endet im Sommer und wird für Julian Green wohl verlorene Zeit bleiben. In München muss er erneut angreifen oder Alternativen suchen, um sich weiterzuentwickeln.

Christopher im Forecheck

Christopher, der für uns am Samstag die Partie gegen Hannover 96 analysieren wird, sprach mit Christoph Fetzer im Forecheck Podcast über die aktuelle Situation des FC Bayern.

Breitner über Doping im Fußball

Die Debatte um Doping im Fußball sowie die Aufarbeitung der Geschehnisse aus den 70ern und 80ern hält sich zum Glück. An dieser Stelle möchten wir gern auf Fussballdoping.de verweisen, die Aufklärung und Erklärung betreiben.

Paul Breitner sprach im Interview mit der TZ über Doktor Klümper und Doping.

Ich habe mich schon zu diesem Thema geäußert, als alle gesagt haben, dass es im Fußball kein Doping gibt. Fußball sei eine Mannschaftssportart, da würde es keinen Sinn machen, hieß es. Ich habe als Aktiver und auch nach meiner Karriere immer gesagt, dass im Fußball gedopt wird.
Paul Breitner bei TZ.de am 05.03.2015

Martí Perarnau: Guardiola & die Joker

Martí Perarnau analysiert für Eurosport das »Dreigestirn« Lahm, Alaba und Rafinha. Seit dieser Saison hat Pep Guardiola mit dem jungen Spanier Juan Bernat eine weitere Option. Er fügt sich durch klasse Leistungen in den Verbund der Außenverteidiger ein und ist ein weiteres »Puzzlestück« am »Rand der Perfektion«, wie Perarnau schreibt.

Für Guardiola sind Alaba, Rafinha und Bernat wohl »Joker«. Er setzt sie nach Aufgaben ein und weicht von der klassischen Bezeichnung »Außenverteidiger« ab, um ihre individuellen Fähigkeiten optimal zu betonen. Eine spannende Betrachtungsweise.

Neuer Sponsor: Tipico statt bwin

Wie der Kicker berichtet wechselt der FC Bayern zur Spielzeit 2015/16 seinen Partner im Bereich Sportwetten und wird künftig mit Tipico statt bwin kooperieren. Der neue Vertrag läuft bis 2019 und soll jährlich bis zu 5,5 Millionen Euro einbringen. Bwin zieht sich auch aus dem Sponsoring bei anderen Vereinen zurück und möchte künftig neue Marketingschwerpunkte setzen.

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Leserkommentare
  1. Toni Schumachers Verpflichtung war eins der wenigen Highlights einer aus Sicht des FCB völlig verkorksten Saison.

    Zum Thema Doping im Fußball haben die Jungs drüben bei Schwatzgelb.de einen guten Kommentar geschrieben, finde ich: http://www.schwatzgelb.de/2015-03-06-unsa-senf-doping-im-fussball-schluss-mit-den-nebelkerzen.html
    Wäre auch mal interessant, ob man unserem Trainer mal eine Aussage zu dem Thema entlocken könnte. Er wurde in seiner Zeit in Brescia ja zunächst wg. Nandrolon gesperrt und später freigesprochen, aber unabhängig davon hat er als Spieler in Italien und auch als Trainer in Barcelona (Stichwort Fuentes) durchaus “was mitbekommen” können. Ich fürchte aber, dass entsprechende Nachfragen maximal mit Phrasen beantwortet werden.

  2. Thorsten B.

    Zu Mehmet Scholls selstsamen Erklärungen, dass Doping im Fussball keinen Sinn mache, fällt mir folgende Geschichte ein:
    In seiner Dokumentation “Frei gespielt” erzählt Mehmet Scholl, dass er 2001 vor dem CL-Endspiel verletzt gewesen wäre. Als er über den Flur lief um Ottmar Hitzfeld für das Endspiel wegen Schmerzen abzusagen, begegnete ihm Müller.Wohlfarth. IDer hätte ihm dann etwas gespritzt. Er konnte dann doch noch spielen.

    Mehmet Scholl sagt verwundert, dass er vollkommen schmerzfrei gewesen wäre.

    Mit Sicherheit waren dies keine “Kindermedikamente”, wie er in der Sportschau erzählt hat.

  3. Markus Reuter

    Rummenigge, Hoeness und Breitner scheinen auch Kunde oder Patient bei Klümper gewesen zu sein. Sie haben laut den Enthüllungen sich wohl ebenfalls Anabolika geben lassen.

    Ich denke, dass diese Typen von ihren Ämtern zurücktreten sollten.

    Der Breitner stellt sich als grosser Dopingenthüller dar und dopte selbst.

    Hoeness hat selbst mal angekündigt, wenn er in einen aktiven Dopingfall involviert wäre, würde er zurücktreten.

    http://www.zeit.de/news/2011-09/fussball-hoeness-ruecktritt-nur-unter-besonderen-umstaenden-21132807

    Selbst order gerade als Jugendkoordinator ist er nicht mehr tragbar in unserem Verein.

    1. Done

      “Rummenigge, Hoeness und Breitner scheinen auch Kunde oder Patient bei Klümper gewesen zu sein. Sie haben laut den Enthüllungen sich wohl ebenfalls Anabolika geben lassen.”

      Quelle?

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