Round-Up: Spieler des Monats April

Bisher gab es hier bei der Spieler des Monats-Wahl nur zwei Namen: Thiago und Robert Lewandowski. Im April reiht sich ein neuer Name in die Liste der Sieger ein: Mats Hummels.

Die zwei bisherigen Sieger konnten in den wichtigen Spielen gegen Real und Dortmund nicht vollends überzeugen. Thiago war im Real-Dreieck zwischen Modric, Kroos und Casemiro schwer einzubinden und Lewandowski konnte auch aufgrund einer Schulterverletzung nicht sein Top-Niveau abrufen.

Die Wahl fällt daher auf den Innenverteidiger, dem die Bayern vor der Saison den Wunsch erfüllten ihn vom Titelkonkurrenten Borussia Dortmund zurück in die bayrische Landeshauptstadt zu holen.

Dabei ging der April für Hummels denkbar ungünstig los. Am Tag nach dem überzeugenden 4:1-Sieg in der Liga gegen Dortmund, bei dem der 28-jährige nur eingewechselt wurde, verletzte sich Hummels am rechten Sprunggelenk. Sogar ein Saison-Aus schien nicht ausgeschlossen. Für das Champions-League-Hinspiel gegen Madrid fiel Hummels dann sogar tatsächlich aus.

Wie kommen wir da auf die Idee einen Spieler, der im April von 720 Minuten nur 440 Minuten absolvierte, zum Spieler des Monats zu wählen?

Unser Spieler des Monats April: Mats Hummels
(Bild: CHRISTOF STACHE/AFP, Lars Baron/Bongarts, Matthias Hangst/Bongarts/ alle Getty Images)

Die Antwort darauf liefern drei Szenen aus drei Spielen.

Szene 1, Real-Bayern, 39. Minute:

Nach einem Querpass von Marcelo auf Höhe des Sechzehners, der mit Lahm, Alonso und Robben gleich drei Bayern-Spieler aus dem Spiel nimmt, kommt Kroos aus zentraler Position etwa zwölf Meter vorm Tor zum Abschluss. Wie oft hat Kroos genau diesen Ball schon für Real mit Zug ins wahlweise linke oder rechte Eck versenkt?

Aber heute nicht, weil sich Hummels im genau richtigen Moment von Benzema löst und sich in den Schuss wirft. Wodurch dieser abgeblockt wird und im hohen Bogen aus dem Strafraum fliegt. Das fast sichere 0:1 verhindert.

Szene 2, Bayern-Mainz, 16. Minute:

Nach dem Aus gegen Madrid tun sich die Bayern schwer gegen den Abstiegskandidaten aus Mainz. Und dann das: Nach drei Minuten geht Mainz durch Krkic in Führung. Die Bayern lassen sich verunsichern. Öztunali taucht nach 15 Minuten frei vor Ulreich auf, aber der Ersatz des verletzten Neuer kann parieren.

Dann Auftritt Hummels. Zuerst holt er sich den Ball in der eigenen Hälfte, macht dann einige Schritte mit Ball Richtung Mittelline. Es folgt ein genialer Flachpass auf Müller, der gleich mehrere Mainzer überspielt. Danach passt Müller auf Ribery, Ribery auf Robben und der vollendet zum 1:1-Ausgleich ins Netz.

Szene 3, Bayern-Dortmund, 41. Minute:

Bayern hat Oberwasser gegen den großen Rivalen aus Dortmund, nachdem man den frühen Rückstand durch einen Kopfball von Martinez ausgleichen konnte. Aber der Ball will nicht ins Netz.

Nach einer Ecke ist Hummels einfach mal vorne geblieben. Alonso verlagert geschickt auf die Seite zu Ribery. Dieser ist nach einer Körpertäuschung an Piszcek vorbei und bedient Hummels, der halblinks etwa zwölf Meter vor dem Tor steht. Und dann schiebt ihn der Ex-Dortmunder ganz gemütlich gegen die Laufrichtung von Bürki ins linke untere Eck. Als hätte er ein Leben lang nichts anderes gemacht. Als hätte er einen Pass nach Außen auf Alaba gespielt. Die verdiente 2:1-Führung.

Diese drei Szenen stehen symptomatisch für den April von Mats Hummels. In der Defensive stets souverän und trotz Verletzung jederzeit mit hundertprozentigem Einsatz. Im Spielaufbau nahe am Vorsaison-Boateng dran und darüberhinaus auch in der Offensive ein Gefahrenherd mit Überraschungspotenzial.

Kommen wir zu den Links für diese Woche

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Leserkommentare
  1. pitvonbonn

    Spieler des Monats, dass hat der heimkehrer Hummels verdient.

    Wann räumt Bayern endlich mit der Mär auf, Dortmunds Leader abgeworben zu haben?

    Hummels war Bayernspieler, genauso wie Götze ein Dortmunder war.
    Beide sind zu ihren Heimatvereinen zurückgekehrt.
    Dieses hin und her hat die Bayern fast 50 Millionen € gekostet.
    Kein schlechter Deal für Dortmund.

    Dann bleiben noch: Lewandowski, ablösefrei zu den Bayern und Rode für 15 Mio € zu Dortmund.
    Wenn man alles zusammenzählt um eine ausgeglichene Bilanz zu haben, hat Bayern über 30 Mio € theoretisch für Lewandowski gezahlt.

    Es ist diesem Jahrzehnt ein Spieler nach Dortmund gewechselt und einer zu den Bayern.

    Das zu Thema Bayern klaut Dortmund die Spieler.

    Wenn man behaupten würde durch den Kauf von: – Kagawa, Gündogan (Nürnberg), Mchitarjan, Schürrle (Wofsburg), Sokrates (Werder), Weigl (1860), Castro (Bayer), Bender (1860), Ramos (Berlin), Kampl, Ginther, Mainz, Subotic (Mainz), Bartra Barca), Guerreiro (Benfica), Pulicic, Dembele, Mor, Aubamejan, Immobile, Ramos, usw. – hätte Dortmund die Konkurrenz geschächt, ist das genau so falsch, wie die Behauptung der sich die Bayern immer ausgesetzt sind.
    Und die Spieler: – Subotic, Leitner, Stenzel, Hofmann, Sahin, Blaszczyko, Immobile usw. sind auch nicht zu den Bayern gewechselt.

    Die Presse und die Fans sollten sich wieder sportlichen Themen zuwenden.

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