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Rot-Weißes Round-Up: Michael Rensing

Der im Mai 1984 geborene Torhüter Michael Rensing bestritt für den FC Bayern und die Bayern Amateure über 150 Spiele. Dennoch erlebte der B- und A-Jugend-Meister von 2000 und 2001 einen Karrierebruch.

Rensing begann in der Jugendmannschaft des TuS Lingen in Niedersachsen, bevor er 2000 im Alter von 16 Jahren an die Säbener Straße wechselte und fortan in der Regionalliga für den FC Bayern auflief. Es folgten die erwähnten Jugend-Meisterschaften und ab der Saison 2003/04 der Sprung in den Profi-Kader, für die er im Anschluss Einsätze sammeln konnte. Er hütete den Kasten in der Bundesliga, dem DFB- und Ligapokal sowie in der Champions League. Mit Oliver Kahns Abschied wurde die Tür zum Platz des Stammtorhüters aufgestoßen – zwischenzeitlich stellte er mit 27 Partien ohne Niederlage sogar einen Debütantenrekord in der Bundesliga ein. Die ohnehin schon schwierige Phase des FC Bayern unter Jürgen Klinsmann traf Michael Rensing besonders hart. Hans-Jörg Butt ersetzte den jungen Torhüter und erst Louis van Gaal gab ihm in der Saison 2009/10 wieder eine Chance. Rensing absolvierte die ersten drei Saisonspiele unter dem holländischen Trainer. Es folgten deutliche Unsicherheiten und Probleme, die van Gaal dazu veranlassten einen Torhütertausch durchzuführen und Butt erneut zwischen die Pfosten zu stellen. Es folgte das mittlerweile legendäre 3:0 gegen den VfL Wolfsburg. Es blieb aber vielen Fans nicht wegen des Torhüterwechsels in Erinnerung, sondern weil es das erste Spiel von Arjen Robben im Bayern-Trikot war. Rensings Zeit beim FC Bayern war damit beendet und er erhielt 2010 keinen weiteren Vertrag.

Als »vereinsloser« Spieler hielt er sich in der Münchner Umgebung fit und unterschrieb erst im Winter 2010 beim 1. FC Köln. Sein Vertrag beim Effzeh wurde verlängert, aber der Verein musste sich restrukturieren, um den Abstieg in Liga 2 zu verkraften, wodurch auch Michael Rensing wieder gehen musste. Er wechselte als zweiter Mann nach Leverkusen und zur Spielzeit 2013/14 zu Fortuna Düsseldorf. In der aktuellen Saison bestritt der vierfache Deutsche Meister, vierfache DFB-Pokal-Sieger und Champions-League-Finalist 2010 insgesamt 23 Partien.

Wir gratulieren Michael Rensing nachträglich zum 31. Geburtstag!

Miasanrot.de stellt regelmäßig am Dienstag und Freitag in einem Round-Up lesenswerte Texte und Fundstücke rund um den FC Bayern zusammen. Gewidmet wird jedes Round-Up einem ehemaligen Bayern-Spieler, der am jeweiligen Tag (oder kurz zuvor/danach) Geburtstag hat oder – wie in diesem Fall – einem besonderen Ereignis.

Presseschau

Aus im CL-Halbfinale

Der FC Bayern verabschiedete sich mit einem 3:2 Heimsieg gegen Barcelona aus der diesjährigen Champions League Saison. Unsere Analyse behandelte das Offensivfeuerwerk mit Makeln, die Defensivgrenzen des zentralen Mittelfelds und Thomas Müller. Im Interview mit dem DFB betonte Manuel Neuer, dass man das Gesicht gewahrt hat und trotz der Enttäuschung auf eine gute Saison zurückblicken kann.

Gabrielle Marcotti schrieb für ESPN FC, dass Pep Guardiola trotz der jüngsten Niederlage(n) der richtige Mann für den FC Bayern ist und seine Zeit in München unter den gegebenen Umständen einzuordnen ist.

FCB-Frauen: #MiaSanMeister

Jetzt, mit etwas Abstand, blickte das Team des FC Bayern Frauenfußball erneut auf die Meisterschaft in der Allianz Frauen Bundesliga zurück. Außerdem gewannen die U17 II Mädels den Titel in der Bayernliga.

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Im Fokus: Mario Götze

Nicht nur bei uns stand Mario Götze in den letzten Tagen und Wochen in teilweise heftiger Kritik. Löw äußerte sich zu ihm gegenüber dem DFB:

Ich habe kein Verständnis für diese teilweise unsachliche Diskussion und Kritik. Aber so ist das in unserem Geschäft: Vor kurzem war Mario noch der beste Götze aller Zeiten, unser aller WM-Held – und jetzt ist alles schlecht. Das ist mir zu einfach.
Joachim Löw, DFB.de am 13.05.2015

11Freunde sprach für Heft #162 ebenfalls mit dem 22-Jährigen. Der Artikel ist inzwischen online zu finden und bietet einen durchaus spannenden Einblick. Eine hervorragende Analyse wieso Pep Guardiola Mario Götze im Champions-League-Halbfinale nicht in der Startformation aufbot, bietet Danial Montazeri für Spiegel Online.

Erik ten Hag über deutsche Talente

Noch-Amateure-Trainer Erik ten Hag wird den Nachwuchs des FC Bayern im Sommer verlassen und zum niederländischen Erstligisten FC Utrecht wechseln. Der 45-Jährige scheiterte zweifach am Aufstieg in die 3. Liga. Im Interview mit Transfermarkt.de sprach er über die FCB-Talente wie Strieder, Görtler und Steeven Ribéry, die Regionalligen und seinen neuen Job.

Analyse: Kritik an Benatia

Medhi Benatia sah sich nach dem Champions League Auftritt gegen Barcelona teils heftiger Kritik ausgesetzt. Allen voran Oliver Kahn im ZDF, der scharf analysierte und sich immer wieder am 28-jährigen Marokkaner festsetzte.

Der britische Statistik-Blog StatsBomb veröffentlichte eine Einschätzung zu Medhi Benatia, Innenverteidigern im Allgemeinen und ihrer Entwicklung. Untermauert mit statistischen Daten:

Benatia had attempted four shots, made eight interceptions and succeeded with four tackles and that this was likely a rare combination of feats. It was, you have to go back some years to find a comparable numerical performance. Now whilst the defensive measures noted here, much like errors, are not noted for their usefulness in predicting future performance, they do offer a descriptive measure of involvement […] The speed of the modern game has damaged the perceived reliability of the centre back. Ten years ago, defensive systems involving two defensive midfielders offered superior centre back protection. The advent of high lines, a widespread abandonment of 4-4-2 and ever more focus on attacking full backs has left the centre back more isolated. They now appear more error prone than before. –
James Yorke, StatsBomb.com am 13.05.2015

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Leserkommentare
  1. DS

    Vor allem der Beitrag zu Benatia spricht mir aus dem Herzen. Wie oft man hört, dass es keine guten Innenverteidiger wie Maldini, Nesta oder Beckenbauer mehr gibt. Defensivleistungen werden vor allem von den Massenmedien kaum gewürdigt und Defensivfehler werden fast ausschließlich den Verteidigern zugeschrieben. Wenn hingegen ein Offensivspieler ein paar hunderprozentige Chancen vergibt und dann mit einem Abstaubertor den entscheidenden Treffer erziehlt, wird ein solcher oft als Held besungen.

    Ich will mir gar nicht vorstellen, wie das Ergebnis gegen Barcelona ausgesehen hätte, wenn hier nicht Boateng und Benatia gestanden wären sondern zum Beispiel Dante. Vollkommen fehlerfrei geht es gegen eine solche Mannschaft halt in 180 Minuten trotzdem nicht.

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