Round-Up: Finanz­ergebnis des FC Bayern

Das Festgeldkonto der Münchner ist in allen Boulevard-Medien berüchtigt. Doch wie ist der FC Bayern finanziell sonst aufgestellt? Im heutigen Round-Up wollen wir den Fokus nicht auf den Kader und den Bundesliga-Alltag richten, sondern uns mit der finanziellen Situation des Rekordmeisters befassen.

Nach der Jahreshauptversammlung, die letztes Jahr am 24.11.2017 stattfand, werden immer die Geschäftszahlen des abgelaufenen Jahres veröffentlicht. Der Blogger “SwissRamble” nutzt diese Daten regelmäßig für ausführliche Analyseartikel, diesmal hat er seine Gedanken dazu als Tweets veröffentlicht und wir wollen diese hier übersetzt zusammenstellen.

Übersicht der Rekorde

Im abgelaufenen Kalenderjahr 2017 konnte der FC Bayern seinen Profit vor Steuer um 23% erhöhen. Dieser stieg dabei auf 66 Millionen Euro – ein neuer Rekord für den Rekordmeister. Nach Steuern blieben hiervon noch 39 Millionen Euro übrig. Immerhin 6 Millionen mehr als im Vorjahr.

Der Gesamtumsatz des Vereins inklusive Spielerverkäufe stieg auf 641 Millionen Euro, was ebenfalls einen neuen Rekord bedeutet. Der offizielle Umsatz fällt mit 587 Millionen Euro knapp unterhalb den Bestwert aus dem Vorjahr.

Im internationalen Vergleich liegt München damit auf Platz vier hinter Branchen-Primus Manchester United (676 Millionen Euro), sowie den spanischen Toreros Real und Barca.

Götze und Rode helfen beim Profit

Nun erfolgt ein etwas detaillierter Blick in die Gewinne des FC Bayern. Der Gewinn stieg im vergangen Jahr hauptsächlich durch Spielerverkäufe. Insgesamt nahm man hier 53 Millionen Euro ein, wobei der Rückverkauf von Mario Götze zu Borussia Dortmund für kolportierte 26 Millionen Euro den Löwenanteil stellt. Zudem wurden Sebastian Rode ebenfalls an Dortmund und Pierre Emile Hojbjerg an Southampton verkauft.

Ebenfalls interessant ist, dass die Abschreibung der Transferkosten ebenfalls 7,5 Millionen Euro gefallen ist. Die Abschreibung ergibt sich aus der Aufteilung der Transferkosten auf die Vertragslaufzeit des Spielers.

Die größten Ausgaben lagen bei den Spielergehältern mit fast 265 Millionen Euro, wobei dieser Posten im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Millionen anstieg. Ebenso stieg die an die Allianz Arena München Stadion GmbH und den FC Bayern München e.V. abzuschreibende Summe um 2,6 Millionen Euro an.

Die Einnahmen aus dem Spielbetrieb in der Allianz-Arena waren um weitere 4,1 Millionen Euro geringer als sie noch zur Vorsaison waren. Dennoch sind die 102 Millionen Euro weiterhin ein Top-5 Wert weltweit.

25 Jahre Gewinn am Stück

Das ist das 25. Jahr in Folge, dass der FC Bayern einen Profit erwirtschaftet hat. Dadurch, dass der Gewinn in den letzten Jahren stark anstieg, konnte Bayern alleine in den letzten drei Jahren 150 Millionen Euro vor Steuer anhäufen. Seit dem Tiefpunkt in der Saison 2009 hat Bayern nun in den letzten neun Saisons stetig ihren Gewinn nach Steuern vergrößert.

Wenn man die Steuern betrachtet, verkürzt sich diese Spanne auf die Zeit seit 2011. Seitdem konnte der Rekordmeister somit nach Steuern 138,9 Millionen Euro erwirtschaften.

Der Abstand zum BVB bleibt konstant groß

Die Differenz zu Borussia Dortmund ist 2017 etwas kleiner geworden, was hauptsächlich an der Rückkehr der Schwarz-Gelben in die Champions-League liegt. Dennoch hatten die Münchner einen um 255 Millionen Euro größeren Umsatz als das Team aus dem Ruhrpott.

Seit 2009 ist die Differenz konstant bei über 150 Millionen Euro. Damit liegt der Umsatz der Bayern eigentlich dauerhaft beim mindestens 1,5-fachen der Dortmunder. Im vorherigen Jahr lag der Unterschied sogar noch bei 307 Millionen Euro, was mehr als dem gesamten BVB-Umsatz entsprach.

Einnahmen aus Fernsehen und Champions League

Nur ein Verein der zwanzig umsatzstärksten Vereine verdiente mehr Geld durch Werbeeinnahmen als die Bayern – Manchester United mit 364 Millionen. Mit 343 Millionen Euro liegt Bayern hier 200 Millionen vor Borussia Dortmund.

Wo Bayern auf die internationale Konkurrenz verliert ist bei den Einnahmen aus TV-Deals. Hier liegt Bayern sogar hinter dem AS Rom und Tottenham – trotz 64 Millionen Euro aus der dem europäischen TV-Deal. Die 83 Millionen im nationalen TV-Deal erscheinen winzig gegenüber den 148 Millionen von Real Madrid.

Für die Saison 2017/18 ist hier jedoch mit einer Steigerung um 85% zu rechnen.

Durch das frühe Ausscheiden in der Champions League sanken die Einnahmen dort im Vergleich zur Vorsaison um 9 Millionen Euro auf “nur” noch 55 Millionen Euro, wovon 23 Millionen aus dem Fernsehgeldern stammten. Topverdiener war hier Juventus Turin mit 110 Millionen – 59 Millionen Euro davon aus dem TV-Deal.

Trotz diesem Einbußen sind die Einnahmen der Münchner aus dem internationalen Geschäft deutlich höher als die der nationalen Konkurrenz. Über die letzten fünf Jahre liegt Bayern hier 79 Millionen Euro vor Borussia Dortmund.

Gehälter steigen kontinuierlich

Zum Abschluss wollen wir noch kurz auf Gehälter und Transfersummen blicken.

Die Gehaltskosten des FC Bayern stiegen um 2% an im Vergleich zur Vorsaison. Dennoch machen Gehälter weiterhin nur 45% des Gesamtumsatzes aus, was weiterhin ein guter Wert ist.

Im Vergleich zu 2011 sind die Ausgaben für Gehälter um 100 Millionen Euro angestiegen. Auch ein Zugeständnis an die heutige Zeit in der die internationale Konkurrenz die Preise am Markt hochtreibt.

In der Bundesliga ist Bayern der Konkurrenz bereits weit enteilt. Gegenüber den Dortmundern zahlte man im Vorjahr 87 Millionen Euro mehr an die Spieler. Die 178 Millionen Euro Gehaltsbudget der Dortmund hat der FCB seit 2013 in jedem Jahr deutlich überboten.

Bei Betrachtung der Transferbilanz liegt Bayern über die vergangenen drei Jahre bei einem Minus von 91 Millionen Euro. Nur die relativen Liganeulinge aus Leipzig haben über diesen Zeitraum mit 143 Millionen Euro noch mehr ausgegeben. Die beste Transferbilanz hatte ausgerechnet Dortmund mit einem Plus von 95 Millionen Euro.

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Leserkommentare
  1. wipf1953

    Witzig dass der Artikel mit dem Wort “Festgeldkonto” beginnt. Erst heute morgen habe ich mir (anlässlich der BVB-Ablöseforderung für den “Söldner” Aubameyang) gedacht, dass gerade dieses Festgeldkonto in den letzten drei, vier Jahren dramatisch entwertet wurde. Die Assets eines Fußballclubs sind heute junge, begehrte Spieler – wer in der Verkäuferposition ist (so wie der BVB), füllt sein Konto auf. Wer ein vormals prall gefülltes Konto besitzt, schaut in die Röhre, weil er für sein vieles Geld keine hochwertigen Spieler mehr bekommt.

    1. Ju

      Was du sagst, ist natürlich richtig. Die Situation folgt einfachen marktwirtschaftlichen Gesetzen: Steigt die Geldmenge stärker an als die Güterangebotsmenge, dann steigen die Preise, was letztendlich zur Inflation führt. Erspartes verliert dann genauso seinen Wert, wie es Schulden tun. Wo in der “echten Welt” allerdings in dieser Situation eine Zentralbank gegensteuert, wird in den Markt Fussball immer mehr Geld gepumpt. Wohin das führen wird (ist das nun ein Peak oder nicht?) und was deshalb die Handlungsempfehlungen für einen Verein wie den FC Bayern sein müssten, ist tatsächlich eher eine Frage für eine Doktorarbeit, als für Kommentare unter einem Blog-Artikel. Fest steht, dass es die Arbeit von Jahrzehnten zerstören würde, wenn man den “Ablöse-Wahnsinn” mitmacht und das berühmte Festgeldkonto innerhalb weniger Jahre verpulvert. Sicher ist es naheliegend, dass in dieser Situation auf Jugendarbeit und Scouting gesetzt werden müsse (auch, um sich Missverständnisse wie Sanches und Tolisso zu sparen). Jedoch haben diesen Gedanken leider auch andere, woraus folgt, dass wir “besser” als die anderen sein müssten. An dieser Stelle hält sich mein Optimismus dann ehrlich gesagt in Grenzen, da rüstige Senioren im Allgemeinen nicht für ihre Innovationskraft bekannt sind. Wenn sie dann noch offenkundig dazu neigen, ihre leitenden Angestellten nicht vordergründig nach Kompetenz, sondern nach “weichen Faktoren” auszuwählen, schlägt mein Optimismus in Pessimismus um. Nichtsdestotrotz gibt es noch keinen Grund zum Schwarzmalen: Bayern hat einen Arsch voll Geld und eine nach wie vor hervorragende Einnahmesituation. Daraus sollte sich schon was machen lassen.

    2. wipf1953

      Das Festgeldkonto (was ist damit eingentlich gemeint? Das Eigenkapital? Die Liquidität?) ist ja nur ein Element. Hinzu kommen die wirtschaftliche Kraft der Marke (interessant für Sponsoren), das Renommee des Vereins (interessant für Talente, Spieler und Trainer) und die für deutsche Verhältnisse wohl einmalige Vernetzung auf Internationaler Ebene und mit dem DFB. So gesehen muss man sich um den FCB keine Sorgen machen.

      Es ist aber sinnbildlich für die verrückten wirtschaftlichen Verhältniss, in denen wir inzwischen alle leben, dass 25 Jahre beispiellosen Erfolgs (jedes Jahr Gewinn) und Maßhaltens (kaum “verrückte” Dinge) nun handstreichartig entwertet wurden.

      Ich wäre absolut überrascht, wenn “Hoeness & Rummenigge” aus den geänderten wirtschaftlichen Verhältnissen nicht die richtigen Schlüsse ziehen würden. Tatsächlich sind die beiden nämlich gerade keine Dogmatiker. Sondern sie sind in der Lage, ihr Handeln geänderten Verhältnissen anzupassen.

      Man kann ja mal durchdenken, was es für Bayern bedeuten würde, wenn sie – nur als Beispiel – Lewandowski ziehen ließen und statt dessen Timo Werner verpflichten. Beides wären Transfers in Größenordnungen, die die Dimensionen des letzten Transfersommers übersteigen (Costa Tolisso ..). Irgendwann wird man das Spiel mitspielen, und es ist in diesem Fall nur bayernlike, sich vor den Einkaufspreisen nicht zu fürchten und die Chancen auf enorme Verkaufsgewinne auch zu ergreifen.

      1. Jo

        “Das Festgeldkonto (was ist damit eingentlich gemeint? Das Eigenkapital? Die Liquidität?)”

        Vor der Frage scheinen regelmäßig auch Journalisten zu stehen, die sich dazu äußern. Deswegen variieren die dann genannten Summen auch so beträchtlich.

        Da der Begriff “Festgeldkonto” im Zusammenhang mit dem FCB immer eher symbolisch verwendet wird, kann sich theoretisch ja auch jeder seinen eigenen Reim darauf machen was er darunter versteht.

        In der Logik in der der Begriff allerdings verwendet wird sind imo alle Angaben, die sich nicht auf die Liquidität beziehen extrem irreführend.
        Dazu habe ich allerdings in den betreffenden Artikeln noch nie (wirklich noch nie) korrekte Werte (s. hier Beitrag von El Tren) gelesen.
        Meistens wird ein vielfaches der realen Summen angenommen und damit die weitverbreitete Ansicht der Fans unterstützt, der FCB horte irgendwo immense versteckte Reichtümer, die er aus schnödem Geiz einfach nicht unter die Leute bringen wolle.

        Ich sehe es auch nicht so, dass die Jahre erfolgreichen Wirtschaftens nun gerade eben vollständig entwertet würden. Wenn man von der jüngsten Vergangenheit absieht waren die Gewinne der letzten Jahrzehnte doch eher bescheiden und kommen eher als “Schwarze Null” denn als große Reichtümer daher. Ein beträchtlicher Teil unserer finanziellen Möglichkeiten ist in diesen Jahren (im nachhinein kann man nur sagen gottseidank) nicht in wankelmütige Spielerbeine geflossen, sondern in reale Werte wie Stadion und NLZ. Das kann und wird so schnell nicht entwertet werden.

  2. @ Maurice:

    “Der Gesamtumsatz des Vereins inklusive Spielerverkäufe stieg auf 641 Millionen Euro, was ebenfalls einen neuen Rekord bedeutet. Der offizielle Umsatz fällt mit 587 Millionen Euro knapp unterhalb den Bestwert aus dem Vorjahr.”

    Der “offizielle Umsatz” ist also der Gesamtumsatz abzüglich der Transfereinnahmen? Und dieser Wert ist dann immer der maßgebliche bei den zahlreichen Vergleichsstudien?

    Das macht durchaus Sinn. Ich persönlich würde dann aber eher beim Gesamtumsatz vom “offiziellen Umsatz” sprechen. Und beim Umsatz, der für diese Vergleichsstudien verwendet wird, von einem “Tranfererlös-bereinigten Vergleichsumsatz”.

  3. El Tren

    Zum Festgeldkonto: Zum Ende des GJ 2016/2016 waren ca. 109 Mio liquide Mittel in der AG. Zu 2017 sind noch keine Zahlen im Bundesanzeiger. Die vom FCB veröffentlichte Bilanz taugt ja nichts, da die Zahlen nicht detailliert sind.

    Die Zahlen hier im Artikel verraten doch eher, dass die Einkommenseite eigentlich geschrumpft und nur wegen Sondereffekten (Ablösen) gestärkt wurde. Dazu zeigt das geringe Volumen von Abschreibungen, dass man “von der Substanz” lebt, d.h., teure Spielerinvestitionen liegen schon eine Weile zurück. Verfälschend ist dabei natürlich, dass die Spieler mit Anschaffungskosten verbucht werden, so dass ein Robert Lewandowski vermutlich mit 0 in den Büchern steht (vielleicht wird aber auch ein Handgeld bilanziert?), während ein Renato Sanchez mit der Ablösesumme drinsteht – wie hoch die im Einzlenen auch immer ist.

    Ob man die Einnahmenseite steigern kann? Bei Werbeeinnahmen ist man ohnehin fast ganz vorne, ohne die internationale Strahlkraft wie ManU zu haben – Steigerung vermutlich schwierig. Einnahmen durch Stadioneintritt will man vermutlich nicht spürbar steigern, bei TV-Rechten hängt man doch sehr von der Bundesliga insgesamt ab. Sehe also nur begrenzt, wie wir die Einnahmen weiter steigern sollen.

    1. Jo

      Ich glaube nicht, dass die Abschreibungen unbedingt ein “von der Substanz leben” nahelegen.
      Wie du ja selbst darlegst wäre diese Sicht verfälschend. Wir haben tatsächlich viele Spieler die wir zum Nulltarif oder sehr günstig erworben haben, oder die über die lange Frist, die sie schon im Verein sind abgeschrieben wurden.
      Ein Effekt der auch damit zusammenhängt kein Verkäuferklub zu sein, sondern seine Leistungsträger halten zu wollen bzw. zu können.
      Positiv formuliert würde ich in diesem Bereich eher einiges an stillen Reserven sehen.

      Zur Einnahmeseite: Was da noch drin sein sollte ist natürlich immer schwer zu sagen. Allerdings werden diese Grenzen des Wachstums schon jahrelang (oder eigentlich auch schon jahrzehntelang) beschworen. Was passiert ist, wissen wir alle.

      Wer weiß, vielleicht hat ja ein Uli Hoeneß recht, als er das Szenario der 100 Millionen Chinesen beschworen hat, die durch einen Klick auf ihr Smartphone sich ein Spiel des FC Bayern anschauen möchten und mal kurz einen Euro je Person rüberschieben.
      Da mag man heute vielleicht drüber lächeln. Ich kann mich noch daran erinnern, als derselbe Hoeneß in den 80-ern auf die skurrile Idee kam Bettwäsche zu vermarkten. Oh ja, Hohn und Spott von vielen Seiten gab es damals auch gratis dazu. Es hat dann nicht sehr lange gedauert bis keiner mehr gelacht hat.

  4. Mister Stallgeruch

    “Die größten Ausgaben lagen bei den Spielergehältern mit fast 265 Millionen Euro,”

    Bei den 264,9 Mio. Euro handelt es sich NICHT nur um die Spielergehälter. Es ist der “Gesamtpersonalaufwand” der FC Bayern München AG!

    Die Positionen der Aufwandseite sind:
    – Gesamtpersonalaufwand 264,9 Mio. Euro
    (alle Angestellten/Mitarbeiter der FC Bayern München AG)
    – Betriebliche Aufwendungen 177,4 Mio. Euro
    – Materialaufwand und –einsatz 38,8 Mio. Euro
    – Abschreibungen 68,8 Mio. Euro
    (Transfer- und Anlageabschreibungen)
    – davon Abschreibungen auf
    Transferentschädigungen: 62,4 Mio. Euro
    Quelle: Jahresabschluss der Saison 2016/17
    Der Konzern FC Bayern München mit Rekordergebnis
    https://fcbayern.com/binaries/content/assets/downloads/homepage/jhv/kennzahlen_16-17.pdf

    Es ist also inkl. der Gehälter der Vorstände, Direktoren, Abteilungsleiter, Geschäftsrührer….
    Es ist inkl. der Gehälter der medizinischen Abteilung, des Trainer Stabes, des junior teams und das gehört auch noch alles dazu:
    Direktion Medien, Digital und Kommunikation
    Direktion Finanzen und Controlling
    Direktion Recht, Personal und Institutionelle Beziehungen
    Direktion Merchandising und Lizenzen
    Direktion Corporate Partnerships
    Direktion Fan-/Fanclubbetreuung
    Markenführung, Marketing und Events Allianz Arena, FC Bayern Erlebniswelt
    Internationalisierung und Strategie
    Assistenz Vorstand
    FC Bayern München Service AG & Co KG
    FC Bayern München Fan-Shop AG & Co KG
    FC Bayern Munich LLC (Büro in New York)
    FC Bayern Munich Shanghai Co., Ltd (Büro in Shanghai)
    Allianz Arena München Stadion GmbH
    FC Bayern Tours GmbH
    Das und damit auch das Personal, gehört nämlich auch noch alles zur AG!
    Die FC Bayern München AG: https://fcbayern.com/de/club/fcb-ag
    Aber vielleicht arbeiten die Mitarbeiter dieser Abteilungen und Tochterunternehmen ja ehrenamtlich und beziehen keine Gehälter.

    1. wipf1953

      2017/2018 kommt bei den Personalaufwendungen noch die Abfindung für CA und seinen Stab dazu ..

  5. Tom

    Die 265 Mio. Personalaufwand beinhalten allerdings nicht nur die Spielergehälter, sondern die Gehälter aller Angestellten beim FC Bayern.
    Also von der Putzfrau über den Platzwart, bis hin zu den Basketballern, dem Trainerstab und den Vorständen

    Die Gehälter der Spieler + Trainerstab dürften dann ca. 75-80% der 265 Mio. betragen

    1. Mister Stallgeruch

      Die Basketballer sind NICHT dabei. Es ist der “Gesamtpersonalaufwand” der FC Bayern München AG! Die Basketballer sind aber kein Teil der AG, sie sind eine GmbH und die gehört zum e.V.

      Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb des FC Bayern Basketball wurde mit Wirkung ab 01. Juli 2014 aus dem FC Bayern München eV ausgegliedert und in die Gesellschaftsform einer GmbH überführt. Alleiniger Gesellschafter der FC Bayern München Basketball GmbH ist der FC Bayern München eV.
      Quelle. http://www.fcb-basketball.de/de/fcbb/organisation/

    2. wipf1953

      Die Basketballer laufen extra, Tom. Die Basketball-GmbH gehört zu 100% dem e.V. Gibt übrigens eine eigene Bilanz im EBanz .. Gehaltsaufwand ca. EUR 10 Mio. ..

      1. Tom

        Ok, danke. Ist an mir vorbeigegangen

  6. Olorin

    Nur um sicherzugehen: die hier dargestellten Zahlen beziehen sich auf die AG und nicht den Verein, oder?

    Dann noch eine Frage: was für “Gehälter” sind hier gemeint, die auf 265 Millionen gestiegen sind? Sind das nur die Spielergehälter der ersten Fußballmannschaft? Oder die kompletten Gehälter für die erste Mannschaft, also mit Trainern und Betreuerstab? Oder die Gehälter für sämtliche Teams, also auch Frauen und zweite Mannschaft? Oder sogar die kompletten Gehälter der AG, also auch mit den Gehältern für Vorstände z.B.?

    1. Mister Stallgeruch

      Es ist der “Gesamtpersonalaufwand” der FC Bayern München AG! Es sind die Vorstände, Direktoren, Geschäftsführer, Abteilungsleiter, Sachbearbeiter, Spieler, Trainer, Ärzte, Scouts, dazu noch die Mitarbeiter in New York und Shanghai und vieles, vieles mehr. Einfach alles. Der kompletten Aktiengesellschaft!

      Es ist “Gesamtpersonalaufwand” für all das hier:
      https://fcbayern.com/de/club/fcb-ag

      Gesamtpersonalaufwand 264,9 Mio. Euro
      (alle Angestellten/Mitarbeiter der FC Bayern München AG)
      Quelle: https://fcbayern.com/binaries/content/assets/downloads/homepage/jhv/kennzahlen_16-17.pdf
      Zu finden auf Seite 2!

  7. BayernExpat

    Sehr interessante Zahlen, besonders Gehälter und Umsatz. Mit 265 Millionen sind wir so weit ich das sehen kann nicht allzu weit entfernt von den top 5 der Premier League, bzw gleich auf. Obwohl ich keInge ganz aktuellen Zahlen aus England gesehen habe und nicht weiß wie sehr Ibra, Pogba, Sanchez, neuer de Bruyne Vertrag etc das nochmal nach oben schießen lassen. Da haette ich größere Unterschiede erwartet.

    Obwohl ich dabei offensichtlich vergessen habe dass Bayern eben in einer anderen Liga spielt und der Unterschied richtig sichtbar wird wenn man alles hinter Dortmund mit Premier League Mittelmaß vergleicht.

    1. BayernExpat

      Habe grad erst vorige Kommentare gesehen die gesamt Gehälter näher erklären. Das macht dann Sinn und dann liegt man doch etwas hinter den ganz großen.

      1. GP11

        Nur gilt eins zu eins dasselbe auch für alle anderen Clubs.
        Die veröffentlichen alle ihre Gesamtgehaltskosten.
        Wenn du die Gehaltszahlungen überhaupt irgendwie einordnen willst, dann must du das sogar tendenziell (genau kann dir das natürlich niemand sagen) eher zuungunsten Bayerns machen.
        Bayern hat als einziger Club das Konstrukt mit eV und AG. Sprich der ein oder andere Angestellte in Verwaltung und Jugendbereich, der bei allen Clubs herumspringt, ist bei Bayern im Gegensatz zu allen Vergleichsparteien gar nicht erst in dem Gehaltsposten drin, weil er vom eV und nicht von der AG bezahlt wird. *
        Selbst wenn man diesen Aspekt nicht beachtet, kannst du trotzdem davon ausgehen, dass Bayern prozentual sogar überdurchschnittlich viel Fußballgehälter zahlt. Real und Barca leisten sich teure Basketball- und/oder Handballmannschaften, während die Engländer von ihren Eigentümern oft als echte gewinnbringende Unternehmen angesehen werden.
        Machester United zum Beispiel hat ein zwölfköpfiges Bord of Directors, was offensichtlich schon zahlenmäßig teurer ist als das Bayern-Äquivlent. Dazu kommt, dass die Hälfte davon der Familie Glazer angehört, also ordentlich Gehälter aus United rausschröpfen wird, und der Rest ehemalige Leute von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Investmentbanken etc. sind. Die werden auch deutlich mehr verdienen als irgendeiner bei Bayern.

        * Dafür ist aber auch der Umsatz des eVs nicht drin. Das zeigt eigentlich, dass solche Vergleichsspielereien sehr schwierig sind, außer du vergleichst relativ ähnliche Clubs (Barca vs. Real, Bayern vs. Dortmund, Arsenal vs. Liverpool vs. United, PSG vs. City).

    2. wipf1953

      Wenn die Zahlen von France Football stimmen (France Football gilt als gut informiert), befinden sich unter den 20 bestbezahlten Spielern der Welt ebenso viele Bayernspieler wie von Real Madrid (nämlich jeweils vier ..).

  8. Alex

    Kommt noch eine Einschätzung des Goretzka-Transfers von euch? Würde mich freuen!

    1. Spaceman Spiff

      Dem kann ich mich nur anschliessen. Für mich ist der Goretzka Transfer noch nicht definitiv, bevor er nicht von miasanrot bestätigt bzw. kommentiert wurde! Also bitte.

      1. Marco05

        Ich schließe mich auch an, wenngleich ich diesen Artikel auch für hochinteressant halte – vielen Dank dafür.

        Mal unabhängig von den Zahlen ist mir beim Lesen wieder eingefallen, dass der Verkauf von Rode – auch wenn er durch die Bank ob seiner Einstellung etc. gelobt wurde – wohl das beste war, was man tun konnte. Mir war klar, dass er beim BVB floppt, Verletzungen mal hin oder her. Das relativiert dann etwas eigene Flops wie Sanches (@Ju Tolisso zähle ich entschieden nicht dazu).

        Von daher ist auch der Goretzka-Deal in allen Belangen einfach nur richtig. Solle es nix werden kauft ihn in zwei Jahren der BVB von seinem “wertlosen” Festgeldkonto. :)

  9. Cickham

    Viele gute Kommentare, aber kein Lob für unsere Vereinsführung und das bei dem nachweislich überragenden sportlichen und finanziellen Erfolg in den letzten 10 Jahren????? (Oder ist das fehlende Bashing von GP11 Lob genug?)

    Ich finde diese Bilanz sucht seinesgleichen auf der Welt und man kann sie gar nicht genug würdigen.

    Vielen Dank an Karl Heinz Rummenigge und alle anderen veantwortlichen Kollegen für diese überragende Arbeit!

  10. Eva Etheber

    Hey Redaktion ich hab euch was geschickt und bekomme keine Antwort

  11. […] die Einnahmen aus Transfers nicht mit einfließen. Dadurch weichen die Daten beispielsweise vom Finanzergebnis-Round-Up ab und es werden die finanziellen Möglichkeiten von “Ausbildungsvereinen” etwas verzerrt […]

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