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Rot-Weißes Round-Up: Hans Bauer

Hans Bauer ist der erste Weltmeister, den der FC Bayern München hervorgebracht hat. Gestern wäre er 87 geworden – Anlass genug um eine der frühen Münchner‘ Führungspersönlichkeiten kurz vorzustellen. Geboren 1927 in München-Sendling begann seine fußballerische Karriere bei Wacker München, wo er seine erste Saison in der Oberliga erlebte. Bauer war erst kurz zuvor aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, er war an der französischen Front eingesetzt worden. Von 1948 an stand Bauer als Rechtsverteidiger im Kader des FC Bayern und gewann als Kapitän den zweiten großen Titel der Vereinsgeschichte nach der Meisterschaft 1932: Den DFB-Pokal 1957. Seinen größten Erfolg feierte er im DFB-Team, für das er zwischen 1951 und 1958 fünfmal spielte. Im Finale von Bern ’54 stand er zwar nicht auf dem Platz, dennoch wurde er als erster bayrischer Weltmeister daheim in München empfangen. Hans Bauer starb 1997 im Alter von 70 Jahren an einem Herzversagen. Einen lesenswerten und immer noch aktuellen Text zu ihm liefert die 11Freunde.

Miasanrot.de stellt regelmäßig am Dienstag und Freitag in einem Round-Up lesenswerte Texte und Fundstücke rund um den FC Bayern zusammen. Gewidmet wird jedes Round-Up einem ehemaligen Bayern-Spieler, der am jeweiligen Tag (oder kurz zuvor) Geburtstag hat.

Club Nr. 12 erhält Preis für Landauer-Choreo

11Freunde-Lesern und Twitter-Usern war es schon länger bekannt, dass der Club Nr.12 und die Schickeria vom „Magazin für Fußballkultur“ die Ehrung in der Sonder-Kategorie „Aktion des Jahres“ erhält – am vergangenen Freitag wurde der Preis im Rahmen der „11Freunde-Meisterfeier“ überreicht. Die Choreographie vor dem Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt sei nicht nur eine beeindruckende Ehrung des früheren Präsidenten gewesen, sondern auch „ein Bekenntnis zu den jüdischen Wurzeln des Klubs“, begründete die Zeitschrift die Vergabe.

Rummenigge im „Welt am Sonntag“-Interview über Guardiola, Reus und Sommertransfers

Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge widmete sich in einem Sonntag erschienenen, ausführlichen Interview nahezu sämtlichen Fragen, die im Moment um den FC Bayern kreisen.

  • Pep Guardiola: Auf die Frage hin, ob nach einer verkorksten Saison 2015 ein anderer Trainer auf der Bank säße, gab Rummenigge einen Kommentar ab, der ihm in Zukunft nachhängen könnte. „Der FC Bayern wird Pep Guardiola nie entlassen. Das gebe ich ihnen heute schriftlich“ – eine nicht gerade zurückhaltende Formulierung einer Job-Garantie. Mit dieser Aussage hat er dem FC Bayern keinen Gefallen getan. Denn oberste Maxime eines Vorstandsvorsitzenden sollte stets sein, zum Wohle des Vereins zu handeln und das wäre, bei dauerhaft ausbleibendem Erfolg oder fehlender Weiterentwicklung, eine Entlassung des Trainers. Sicher wird es, sollte die Situation eintreten, auch passieren – dann allerdings müsste man sich einer nervigen Debatte über fehlende Konsequenz und großmütige Versprechungen aussetzen. Kurzum: Hätte er von „vollem Vertrauen“ und einem „großen Trainer“ gesprochen, wäre ihm Häme im Falle eines Scheiterns des Projekt Guardiola erspart geblieben.
  • Marco Reus und die Ausstiegsklausel: Beim Thema Marco Reus verschanzt sich Rummenigge hinter ablenkenden Allgemein-Aussagen, wie, er würde sich jetzt keine Gedanken über 2015 machen. Kaum zu glauben und sicherlich nicht die Wahrheit. Fakt ist: Einer der besten deutschen Spieler hat in einem Jahr eine Ausstiegsklausel über 35 Millionen Euro – und es ist fast schon die Pflicht von Sammer und Konsorten sich zumindest um den Spieler zu bemühen (hier wären wir wieder bei der oben genannten Maxime „zum Wohle des Vereins“). Ob ein Transfer zu Stande kommt, ist ohnehin fraglich, denn Reus zog dem FCB schon 2012 den Ruhrpott vor. Das Gerücht, er und Sammer wollten den BVB nicht weiter schwächen, wies Rummenigge dann, wie zu erwarten, auch klar ab.
  • Sommertransfers: Über angebliche Gerüchte um Cuadrado und ein Angebot über 42 Millionen Euro kann der 58-Jährige nur schmunzeln. Man wolle nicht jedes Jahr für einen „Riesenstar Unsummen ausgeben“, sondern der bezahlbare Erfolg sei das Ziel. Eine Linie, die man beibehalten sollte. Der FC Bayern war nie dafür bekannt, das größte Geld zu zahlen – ein Teil der Vereinsphilosophie, den es zu erhalten gilt und den man gar nicht oft genug in Interviews betonen kann.

Tarnat über Jugendarbeit & Training mit den Profis

Michael Tarnat, Koordinator der Jugendabteilungen des FC Bayern, spricht mit dem Münchner Merkur ausführlich über den Nachwuchsbereich, die Rolle von Pep Guardiola und Matthias Sammer, sowie Pierre-Emile Højbjerg.

Aber er hat auf jeden Fall das Potenzial, das hat er schon im Pokalfinale auf einer für ihn ungewohnten Position nachgewiesen. Da hat man gesehen, was er alles kann. Er kann im Mittelfeld auf jeder Position spielen.
Tarnat über Højbjerg, Merkur-Online.de am 26.07.2014

Das Interview, in dem es unter anderem auch um Lucas Scholl, Gianluca Gaudino und die Bedeutung des Trainingsalltags mit den Profis für junge Spieler, kann auf Merkur-Online gelesen werden.

Sportpsychologie: Guardiolas Aufgabe nach der WM

Im Blog »Die Sportpsychologen« findet sich ein interessanter Beitrag von Prof. Dr. Oliver Stoll zum Thema Motivation und den Auswirkungen der Weltmeisterschaft auf die Mannschaft des FC Bayern. Die WM-Fahrer steigen erst sehr spät in den Trainingsbetrieb ein und müssen kurze Zeit später bereits wieder Top-Leistungen abrufen – ihre Kollegen trainieren da mitunter bereits Wochen zusammen. Aus individuellen und persönlichen Zielen muss eine gemeinsame Vorgabe geschaffen werden.

Am Ende ist es die Aufgabe allen voran von Trainer Pep Guardialo,allen Widrigkeiten durch die fehlende Vorbereitung zum Trotz diese Mannschaft so vorzubereiten, dass Bayern München seinen Weg in diese neue Saison findet.
»Guardiolas Aufgabe«, Die Sportpsychologen am 29.07.2014

Schweinsteigers Singstimme und die Macht der Sozialen Medien

Was haben wir uns letztes Jahr ärgern müssen über verbale Scharmützel zwischen FCB und BVB, unter anderem nachzulesen in unserem Artikel vom 11.04. Und am Wochenende drohte das Thema erneut aufzukommen – die BILD-Zeitung hatte den Keil, der zwischen die WM-Sieger getrieben werden sollte, schon vorbereitet. Dann allerdings zeigte sich, wie man mit einem, zugegebenermaßen unsinnigen, Video umgehen sollte. Bastian Schweinsteiger postete auf Facebook ein Entschuldigungs-Video, Kevin Großkreutz „verzieh“ ihm via Instagram und der BVB meldete sich via Facebook und Twitter.

Deeskalation im 21. Jahrhundert. Als dann die BILD versuchte Newsgehalt in die Sache zu bringen (Großkreutz sei auch noch anwesend gewesen), richtete sich Schweinsteiger direkt an die Zeitung, ein Vorgang, der nicht besonders häufig vorkommt. Insgesamt lässt sich aus der Affäre folgender Schluss, beziehungsweise folgender Wunsch, ziehen: Wenn beide Vereine sich in der kommenden Saison außerhalb des Platzes auf demselben Niveau begegnen würden wie auf dem Platz, würde die Auseinandersetzung zweier großer Vereine eine neue, gereifte Ebene erreichen.

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Leserkommentare
  1. Sauze7

    Interessant zum Thema WM-Nachwirkungen sind auch die Aussagen von Domenec Torrent in L’Esportiu. Nachzulesen im Twitter-Accout @GuardiolaTweets

    Doménec Torrent "Now six players are coming back from winning the World Cup which is a huge disadvantage" [L'Esportiu] #Pep— The Pep (@GuardiolaTweets) July 28, 2014

  2. Ibiza

    Tolle Sache dieses neue “Rot-Weißes Round-Up”, bitte regelmäßig machen in Zukunft!

    1. Christopher

      Hey Ibiza,

      ja es wird regelmäßig kommen. Jeden Dienstag & Freitag.

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