Rot-Weißes Round-Up Gruppenphase: Shaqiri macht sich teuer und Müller hört auf zu „müllern“ – Ein Zwischenfazit

Der erste Teil der Weltmeisterschaft ist vorbei – die Gruppenphase geschafft. Für alle Fans von Spielen um Mitternacht oder später sind die schönsten zwei Wochen des Jahres vorbei, für fast alle Bayern-Spieler geht es weiter in Brasilien.

Den Anfang machte am dritten Spieltag ausnahmsweise nicht Gruppe A mit Brasilien, sondern die Achtelfinalgegner des Gastgebers (was zu einer kleinen Schimpftirade unseres Ex-Coaches Louis van Gaal führte). Die Niederländer gaben sich, trotz B-Elf, keine Blöße gegen Chile und besiegten die Südamerikaner 2:0. Arjen Robben spielt momentan so gut, dass er selbst bei einem Ausscheiden im Achtelfinale (äußerst unwahrscheinlich) alle Chancen hätte, die Wahl zum Spieler des Turniers zu gewinnen. Macht er so weiter und bleibt verletzungsfrei, könnten wir beim FC Bayern ab Januar 2015 einen Weltfußballer im Kader haben. Die Spanier gewannen derweil ihr Spiel gegen Australien und „sicherten“ sich Platz drei – Javi Martinez blieb auf der Bank. Genauso wie sein Teamkollege Dante im dritten Spiel. Gegen Kamerun ging es für die Selecao um den Gruppensieg, also lief die beste Elf auf. Dante kann bloß auf eine Gelbsperre seiner Konkurrenten hoffen, um noch eingesetzt zu werden. Derweil enttäuschte Mario Mandzukic mit seinen Kroaten gegen Mexiko (1:3) – ein Spiel das zeigte, warum es nicht komplett falsch ist, ihn gehen zu lassen. Eine furiose Show lieferte am Mittwochabend Xherdan Shaqiri – seine 3 Tore gegen Honduras sicherten dem Hitzfeld-Team das Weiterkommen. Vor allem der erste Treffer war derart schön, dass das Faxgerät in der Chefetage der Säbener Straße womöglich überquoll. Ob wir den „Kraftwürfel“ nächstes Jahr noch bei uns sehen, steht komplett in den Sternen. Liverpool wäre für den Spieler in jedem Fall eine gute Option. Wieder zum Einsatz kam auch Daniel van Buyten. Der Belgier ist für sein Team unheimlich wertvoll und darf im Abwehrzentrum den Großvater der jungen Elf spielen.

Beim ersten Entscheidungsspiel für die DFB-Elf landete wieder ein Münchner Akteur auf der Bank – Mario Götze wurde erst für die letzte Viertelstunde eingewechselt. Manuel Neuer musste, zum ersten Mal seit Oliver Kahn 2002 im Spiel gegen Saudi-Arabien, keinen Ball entschärfen. Ein Härtetest sieht anders aus. Jerome Boateng spielte wieder einmal stark auf der rechten Seite. Langsam dürfte sich Rafinha zu sorgen beginnen, denn sollte noch ein weiterer starker Innenverteidiger kommen, könnte Boateng sich in der Viererkette rechts seinen Platz sichern, um dem Konkurrenzkampf in der Mitte auszuweichen. Dies hängt auch davon ab, wo Philipp Lahm nächste Saison spielt. Viel kritisiert, zeigte er gegen die USA wieder, dass er auch im Mittelfeld zu den besten der Welt gehört. Genauso wie Bastian Schweinsteiger, der gerade in der ersten Hälfte omnipräsent war und sich so seinen Stammplatz verdient hätte – ob Löw gegen Algerien trotzdem wieder auf Khedira zurückgreift? Zum Abschluss grüßt der tägliche Müller: Unser Shootingstar trifft gerne mit allen Körperteilen, selten jedoch so schön wie gegen die USA. Goldrichtig gestanden nach der Ecke, kontrolliert abgeschlossen – ein Tor, dass kein Messi, kein Ribery und kein Ronaldo besser hätte schießen können. Der Konkurrenz treibt es bereits die Tränen in den Augen, wenn Müller auch noch anfängt, gefährliche Distanzschüsse zu seiner Stärke zu machen.

Zwischenfazit – das zeigten unsere Spieler bisher

Die Bayern-Spieler zeigen sich in Brasilien von ihrer besten Seite. Kein „Verein“ hat mehr Tore erzielt als der FCB – so sollte es weitergehen. Wir haben uns die Spieler in der Gruppenphase genauer angeschaut:

Manuel Neuer: Zu Anfang stand infrage, ob er überhaupt spielen kann – am Ende stehen 2 Gegentore aus 3 Spielen. Eine gute Vorrunde unseres Torwarts, der jedoch zu selten gefordert wurde, als dass man besser benoten könnte. Seine Zeit kommt noch – ab dem Achtelfinale. Note 3

Jerome Boateng: Starke Spiele für Deutschland zeigte der Innenverteidiger, auf einer Position, die er gar nicht mal gern hat. Gerade offensiv kann Boateng immer wieder gute Akzente setzen. Hat seinen Stammplatz unter Löw sicher und spielt bisher das Turnier seines Lebens. Note 1-

Dante: Es war relativ schnell klar, dass Dante bei Brasilien nicht oft zum Einsatz kommen wird, und doch: Wenigstens ein paar Minuten wären schön gewesen. Ohne Note

Daniel van Buyten: Ich bin ehrlich – ich hatte es dem 36-Jährigen nicht zugetraut, dass er alle Spiele in der Gruppenphase macht. Nicht nur dass er auf seinem Platz stand, sondern auch wie, war beeindruckend. Hat seinen Platz in Wilmots‘ Elf sicher. Note 2

Philipp Lahm: Jogi Löw hatte sich festgelegt: Der Kapitän sollte im Mittelfeld auflaufen. Und da Lahm, überraschenderweise, in den ersten Spielen nicht immer sicher agierte, kam an dieser Entscheidung schnell Kritik auf. Das USA-Spiel gibt Löw allerdings Recht. Note 3-

Javi Martinez: Eine grausame WM für Spanien – und somit auch für Martinez. Nur im zweiten Spiel gegen Chile kam er zum Einsatz und konnte auch nicht wirklich überzeugen. Positiv: Er steht für den Umbruch, der in Spanien erfolgen muss und wird. Note 4

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Arjen Robben: Spielfreudig, ehrgeizig, laufstark, zweikampfstark, mannschaftsdienlich. So könnte man Arjen Robbens Leistungen bei dieser WM bisher beschreiben. In Brasilien will er es auch in den Niederlanden allen zeigen – und ist auf dem besten Weg dazu. Note 1+

Xherdan Shaqiri: Zweimal Totalausfall, einmal Man of the Match. Der junge Schweizer hatte Schwierigkeiten am Anfang, verlor in den ersten Spielen wichtige Zweikämpfe und traf die falschen Entscheidungen auf dem Platz. Spiel 3 und drei Tore brachten die Wende. Note 3+

Mario Götze: Über links hatten viele Experten Lukas Podolski vorne gesehen – am Ende spielte dort Mario Götze. Und, wie sich im Spiel gegen die USA mit „Poldi“ zeigte, zurecht. Götze macht seine Sache gut, auch wenn ihm vor dem Tor ab und an die Entschlossenheit fehlt. Note 2

Toni Kroos: Hat seinen Platz im Mittelfeld bei Jogi Löw sicher – und sticht damit namhafte Konkurrenz wie Bastian Schweinsteiger aus. Überzeugt wie gewohnt mit Ballkontrolle und Passquote, zeigte aber vor allem gegen Portugal dass er auch mehr als das kann. Note: 2

Bastian Schweinsteiger: Wie oft war seine Zeit schon vorbei. Zuletzt am ersten Gruppenspieltag, als er, um „die Welt“ zu zitieren „schmorte“. Nun ja, wie wichtig er weiterhin ist, zeigte er nach seiner Einwechslung gegen Ghana und im Spiel gegen die USA. Note: 2

Mario Mandzukic: Gesperrt, überragt, enttäuscht. Drei Worte, die die WM von Mario Mandzukic beschreibt. Sicherlich: Seine zwei Tore gegen Kamerun waren wichtig – allerdings nicht so wichtig, wie ein Treffer im Spiel gegen Mexiko gewesen wäre. Note: 4

Julian Green: Blieb bisher ohne Einsatz für die USA – eine wichtige Erfahrung im Leben eines jungen Spielers ist eine WM aber allemal. Ohne Note

Thomas Müller: Bisher mochten wir Müller sehr gerne in München, spätestens seit dieser WM ist der sympathische Oberbayer in ganz Deutschland beliebt wie kaum ein anderer. Vier Tore bisher – alles deutet auf ein Rennen mit Robben um die FCB-interne WM-Torjägerkanone hin. Note: 1+

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