RB Leipzig – FC Bayern München 4:5 (2:1)

Der FC Bayern gewinnt im letzten Auswärtsspiel und besiegt Leipzig im Duell Erster gegen Zweiter. Dabei schwingt sich Arjen Robben zum Matchwinner auf.

Sportlich gesehen, war es die einzige Partie der Bundesliga, in der es an diesem Samstagnachmittag um nichts mehr ging. Meister und Tabellenzweiter standen bereits fest.

Falls Ihr es verpasst habt:

Carlo Ancelotti entschied sich im Vergleich zum Duell gegen Darmstadt für vier Wechsel. Nominell spielte wohl die Elf, die vielleicht auch in einem Champions-League-Halbfinale unter der Woche gespielt hätten. Bedeutet, dass Thiago wieder auf der Zehn agierte. Dahinter durften Alonso und Kimmich spielen. Ebenfalls im Team waren alle erfahrenen Spieler: Lahm, Ribery und Robben.

Ralf Hasenhüttl beließ es bei seinem bekannten 4-4-2 System und der Aufstellung, die am letzten Spieltag Hertha BSC mit 1:4 geschlagen hatte. Die wichtigsten Spieler der Saison Keita, Forsberg, Sabitzer und Werner waren alle an Board. Es war also angerichtet.

Die Münchner wurden nach 65 Sekunden bereits das erste Mal ausgekontert. Nach einem Abwurf von Leipzig spekulierte Lahm im Mittelfeld. Boateng versuchte die rechte Seite von Lahm zu decken, orientierte sich aber im toten Raum. Dadurch öffnete sich die rechte Seite für Werner und Forsberg. Dessen Flanke fand Sabitzer, der von Bernat nicht mehr am Kopfball gehindert werden konnte. Die frühe Führung für Leipzig.

Die Münchner hatten sichtlich Probleme in der Anfangsphase. Leipzig suchte sich gezielt die rechte Seite aus und versuchte Forsberg oder Werner ins Laufduell gegen Lahm zu schicken. Ein Duell, welches der Bald-Frührentner Lahm nicht mehr gewinnen kann.

In der zehnten Minute ergab sich dadurch die nächste große Chance für die Leipziger. Nach einem Flipperball im Mittelfeld legt Poulsen den Ball auf Werner. Der setzte erneut seine Schnelligkeit auf der rechten Seite ein, zog nach innen und traf aus Sicht der Münchner zum Glück nur den Pfosten.

In der 14. Minute verhinderte Bernado Flanke von Lahm mit dem Ellenbogen bzw. dem Arm. Für Linienrichter Sascha Thielert ein strafbares Handspiel und so entschied Tobias Stielert auf Elfmeter. Lewandowski verwandelte überlegt ins linke untere Torwarteck.

Die Münchner hatten trotz des Ausgleichs immer noch Probleme, die richtige Balance zu zwischen Abwehr und Angriff zu finden. Lahm spielte meist sehr offensiv. Dadurch ergab sich immer wieder ein großer Raum, den Kimmich und Boateng zumeist noch in Unterzahl abdecken mussten. So konnten die Leipziger Werner immer wieder in Abschlussposition bringen. Starke rettete in der 22. Minute gegen den deutschen Nationalspieler in höchster Not.

In der 27. Minute bestraften die Leipziger die Münchner Nachlässigkeit. Forsberg durfte mit Tempo in den Strafraum dribbeln. Alonso blieb nur noch das Foul übrig. Werner trat gegen Starke an, der bisher beide Elfmeter im Dress der Münchner gehalten hatte, aber dieses Mal chancenlos war (28.). Die erneute Führung für Leipzig.

In der 39. Minute foulte Ilsanker Ribery im Mittelfeld. Dabei verletzte sich der Franzose so schwer, dass er nach einer langen Behandlungspause ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Costa.

Bis zur Halbzeit tat sich dann wenig. Im Anschluss an den Elfmeter für Leipzig war sichtlich das Tempo und die Dynamik aus der Partie. Das galt an dieser Stelle für beide Seiten, da auch die Gastgeber spürbar Tempo aus der Partie nahmen. Trotz des Abflachens der Partie hat Leipzig in der ersten Halbzeit über vier Kilometer mehr Laufleistung auf den Rasen gelegt. Fast 700 Meter waren dies im deutlich höheren Tempo (17 oder mehr KM/h).

Kurz nach Wiederanpfiff erzielten die Leipziger den dritten Treffer. Abermals wurde Werner mit Tempo auf die bayerische Abwehr losgelassen. Dieser bedient Forsberg am Strafraumrand, vom Schweden ging der Ball weiter zu Poulsen, dessen Schuss aus 16 Metern noch entscheidend von Alonso abgefälscht wurde. Das 3:1 für Leipzig (47.).

Eine Standardsituation brachte die Münchner wieder ran. Ein Eckball wurde von Robben in den Rückraum gelegt. Dort konnte Lahm zur Halbfeldflanke ansetzen. Am langen Pfosten setzte sich Alonso gegen Ilsanker im Kopfballduell durch. Der Ball landete bei Thiago, der ins leere Tor zum Anschluss köpfte (60.). Sein 6. Saisontreffer.

Die Freude über den Anschluss hielt nur kurz. Abermals führte ein langer Ball zu einem Gegentreffer. Lahm, eigentlich in der besseren Position gegenüber Werner, spielte den Ball nur halbherzig auf Boateng. Werner sprintete dazwischen und tunnelte aus maximal spitzem Winkel Starke zum 4:2 (65.).

Im Gegenzug verhinderte der Pfosten den abermaligen Anschluss der Münchner. Lewandowski scheiterte aus kurzer Distanz nach einer Lahm Flanke. Die Partie wurde jetzt wild. Ein zunächst zu schnell ausgeführter Freistoß brachte Thiago eine gelbe Karte ein. Dieser hatte eigentlich schon eine Verwarnung. Erst wesentlich später stellte sich heraus, dass Costa verwarnt wurde. Der anschließende Freistoß brachte ein Tor von Lewandowski, doch der Vorlagengeber Vidal stand im Abseits.

Nach einer Freistoßvariante im Halbfeld, kommt Robben zum Abschluss. Sein Schuss aus 20 Metern wird von Keita abgefälscht und knallt an die Latte. Der Abpraller landet direkt auf dem Kopf von Lewandoski, der sein 30. Saiontreffer erzielte (83.). Zugleich ist er der dritte Spieler innerhalb der europäischen Ligen, der diesen Wert in dieser Spielzeit erreicht.

In der 89. Minute wird Lewandowski gut 25 Meter vor dem Tor gefoult. Alaba tritt an und versenkt den Ball unnachahmlich im Winkel: 4:4.

Und dann kam es, wie es kommen musste: Arjen Robben, der nie verlieren will. Der nicht verlieren kann, setzte sich auf der Außenbahn durch, zog im Robben-Style nach innen und überlupfte überlegt Gulasic.

Der 5:4 Siegtreffer. Die Extase der Münchner Spieler kannte keine Grenzen mehr.

Über 70 Minuten waren die Münchner die klar unterlegene Mannschaft. Zwei Mal lagen sie mit zwei Toren hinten und gewannen die Partie dennoch mit 5:4.

Es war ein Sieg der Moral, der doch aufzeigt, wie fehlerhaft und anfällig die Spielanlage der Münchner ist. Es bedurfte, wie so oft in dieser Saison viele individuelle Einzelleistungen, um den Sieg einzufahren. Leipzig hat über 70. Minuten fast keine Fehler gemacht und verliert am Ende aufgrund zu großer Passivität.

(Bild: Boris Streubel / Bongarts / Getty Images)

3 Dinge, die auffielen:

1. Fehlende Kontrolle im Mittelfeld

Der FC Bayern fand zunächst kein Mittel gegen das 4-4-2-Pressing der Leipziger. Diese machten es geschickt und pressten in manchen Phasen wohl hoch, aber nicht blind, sondern zogen sich abschnittsweise an die eigene Strafraumkante zurück. Dann verdichteten sie ihr 4-4-2 so, dass die Mittelfeldlinie und die Abwehrreihe die Lücken sehr eng werden ließ.

Bei den Münchnern ergab sich so das gefürchtete “U” im Aufbauspiel. Dieses war aber zum Teil sehr fehleranfällig, was im Anschluss zu den überfallartigen Kontern führte.

Die Bayern hatten in allen Mannschaftsteilen, namentlich Thiago (73,1% Passquote), Boateng (72,4%) und Ribery (62,5%), zu viele Abspielfehler. Passquoten von 60 – 70% in der ersten Halbzeit, spielten den Leipziger in die Karten. 9:6 Torschüsse zu Gunsten von Leipzig waren die Folge, wobei die Mannschaft von Hassenhüttl die deutlich hochwertigeren Chancen hatte.

Zu oft wurden die Leipziger mit Tempo auf die letzte Abwehrreihe losgelassen, da die Münchner Rückwärtsbewegungen ungenügend waren bzw. die Ballverluste förmlich zu einem Überfallfußball einluden.

Dies wurde auch in der zweiten Halbzeit nicht besser. Erst als Leipzig ab der 75. Minute in eine zunehmende Passivität verfallen war, bekamen die Münchner mehr Stabilität ins Mittelfeld. Hier half sicherlich auch Vidal, der wesentlich präsenter in den Zweikämpfen agierte, als vorher Xavi Alonso. Ab der 80. Minute hatten die Bayern über 70% Ballbesitz und Leipzig nur noch eine Passquote von 67%.

Die Bayern hatten ab diesem Moment endlich Kontrolle über die Partie.

2. Naivität

Vier Gegentore in der Bundesliga kassierten die Münchner zuletzt beim 1:4 gegen Wolfsburg. Erschreckend sind die Parallelen. Auch damals hatte Pep Guardiola große Probleme die Konter, eingeleitet von DeBruyne, zu unterbinden. In Leipzig zeigte sich ein ähnliches Bild.

Die Münchner liefen in erschreckend viele Konter der Leipziger. Immer wieder reichten einfache lange Bälle auf Werner und Forsberg, um die bayerische Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Die Balance zwischen Defensive und Offensive war nicht vorhanden. Dies bestätigte auch Philipp Lahm im Interview, direkt nach Spielende. Der Sieg sollte jetzt nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bayern ein Defensivproblem haben. Drei Gegentore gegen Dortmund, vier in Madrid und vier in Leipzig. Die Balance, die zwischenzeitlich da war, ist abhanden gekommen. Dies gilt es nach der Saison zu analysieren und aufzuarbeiten.

Zumal sich die Münchner auch von den vielen guten, weil taktisch cleveren, Fouls der Leipziger aus dem Konzept haben bringen lassen. 19 Fouls hatte Leipzig am Spielende. Die harte Spielweise trug sicherlich mit dazu bei, dass die Münchner zum Teil naiv agierten und über weite Phasen nicht wirklich in die Partie fanden.

Alaba trifft zum 4:4.
(Foto: Boris Streubel / Bongarts / Getty Images)

3. Moral

Trotz aller Fehler, zeigten die Bayern viel Moral. Bis zur 84. Minute lag die Mannschaft von Carlo Ancelotti mit 4:2 zurück.

In einem Spiel, in dem es sportlich um nichts mehr ging. Aufgepeitscht von der Stimmung und den Emotionen, die ins Spiel getragen wurden, gaben die Bayern aber nicht auf.

Lewandowski markierte den Anschluss, Leipzig wurde zu passiv und ließ den Ausgleich und sogar noch den Siegtreffer der Bayern zu. Das Tor von Arjen Robben ist der neunte Treffer in dieser Saison, der in der 90. Spielminute oder später gefallen ist. Es zeigt auf, wie sehr der FC Bayern von seinen Einzelspielern abhängig ist, die noch in den letzten Spielsekunden Lösungen suchen müssen und finden.

Eine Qualität, die sich der FC Bayern in den letzten Jahren erarbeitet hat. Viele Spiele wurden in den letzten Minuten noch gedreht. Diese sollte aber im Hinblick auf die neue Saison nicht zur Gewohnheit werden.

Auch wenn das Glücksgefühl nach späten Siegen ein schönes ist.

3.1. Wer will es mehr?

Arjen Robben.

RB Leipzig – FC Bayern 4:5 (2:1)
RB LeipzigGulacsi – Ilsanker, Upamecano, Compper, Bernardo – Sabitzer (69. Benno Schmitz), Keita, Demme, Forsberg – Werner (80. Khedira), Poulsen (76. Selke)
BankMüller, Farnke, Burke, Kaiser
FC BayernStarke – Lahm, Boateng, Alaba, Bernat – Alonso (61. Vidal), Kimmich (67. Müller) – Robben, Thiago, Ribéry (44. Costa) – Lewandowski
BankWeinkauf, Rafinha, Coman, Sanches
Tore1:0 Sabitzer (2.); 1:1 Lewandowski (17., Handelfmeter); 2:1 Werner (29., Foulelfmeter); 3:1 Poulsen (47.); 3:2 Thiago (60.); 4:2 Werner (65.); 4:3 Lewandowski (84.); 4:4 Alaba (90.+1); 4:5 Robben (90.+5)
KartenGelb: – / Alonso, Vidal, Costa, Thiago, Boateng
SchiedsrichterTobias Stieler (Hamburg)
Zuschauer42.558 (ausverkauft)

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Leserkommentare
  1. Marco05

    Mal alle Kritikpunkte – und es gibt weiß Gott genug – beiseite: Was eine geile Wende haben die Jungs da geschafft.

    Und Robben wie weiland in der 109. Minute auf Schalke. Sensationell!!!

    Rechnet man mal die selbst verschuldeten Treffer und das Pech (Alu #25) im Abschluss weg müssen wir das Ding trotz Feldunterlegenheit von mind. 45 Minuten klar mit 5-6:1-2 heimschaukeln. Aber so war es umso besser.

    Baustellen: Mittelfeld, Abwehr.

    Fragen: Ribéry!? Was war denn da los? Scheinbar harmloser Zweikampf, völlig unglücklich erwischt? Rippe gebrochen oder ähnliches?

    1. Systemrelevant

      Unterschreibe ich mal und spar mir irgendwelche Kommentare. Hatte in der Halbzeit letztlich leider in die Konferenz geschalten. :-)

      1. Kurt

        Schwach. Sollte man ja eigentlich wissen, dass bei Bayern erst Schluss ist, wenn der Schiri zum letzten Mal abpfeift.

        Aber wegen der eigentlichen Bedeutungslosigkeit dieses Spiels (im Hinblick auf die Tabelle) und der spannenden Konferenz sei es dir verziehen.

        Man hat aber gemerkt, dass sich diese Mannschaft es nicht nehmen lässt, hier noch mal einen rauszuhauen. Anders wären die Gazetten dann doch wieder voll gewesen mit “Wachablösung” und sonstigem Gedöns.

        RB war richtig heiß und die wollten eben zeigen, dass sie ein Faktor sind. Aber die Kaltschnäuzigkeit einer Topmannschaft ist noch lange nicht gegeben. Real spielt sowas dann lässig runter (auch Bayern würde das bei einer entsprechenden Führung), RB ist aber mächtig ins Schwimmen geraten, eigentlich schon das ganze Spiel über.

        Brutale Konter klar, aber die Druckphasen der Bayern waren da schon sehr gut zu beobachten. Wenn man eine Schippe drauflegt, dann hat RB keine Chance.

        So solls sein.

      2. Lencer

        Sky Go ist Dein Freund. Habs mir da nochmal komplett reingezogen.

  2. Kramnik

    Solche Siege sind immer noch die schönsten. Schade, dass ausgerechnet Lahm und Alonso nicht überzeugen konnten. Hoffentlich erhalten sie gegen Freiburg ein dankbares Spiel. Die wichtigste Erkenntnis, die sich heute nochmal manifestiert hat, ist der enorme Unterschied zwischen Robben und Ribery. Zwischen den beiden liegen mindestens zwei Klassen. Ich hoffe mir für nächste Saison einen fairen Zweikampf zwischen Coman und Ribery. Es soll nur nach Leistung aufgestellt werden und nicht der größere Name. Die Einwechslung von Costa, war wahrscheinlich nur nochmal ein präsentieren im Schaufenster, sonst kann man seine Leistung genauso wie die von Ribery vergessen. Ich bin nächste Saison unheimlich gespannte wie sich die Situation im Mittelfeld und auf den Flügel entwickeln wird. Welche Personalien dazukommen, wer in welcher Position eingesetzt wird und welche gesamt Konstellation gefunden wird.

    1. Kurt

      Muss ich dir widersprechen. Ribery hat über weite Strecken diese Saison besser performt als Robben. Da besteht absolut kein Klassenunterschied.

      Beide CL-Tore gegen Dortmund 2013 wären so ohne Ribery nicht gefallen. Es ist albern, da Robben explizit als besser oder wichtiger für den Verein zu bezeichnen. Beide haben ihren Anteil an dieser goldenen Generation von Bayern.

      1. Kramnik

        Ich rede von dieser Saison und habe nirgendswo in dem Text davon gesprochen, dass Robben wichtiger für den Verein sei. In der Saison sieht man aber deutlich einen Unterschied. Allein die Statistiken sprechen für sich, vorallem in der CL kann Robben deutlich bessere Werte vorweisen. Ribery hat deutlich an Geschwindigkeit eingebüßt und kann so nicht mehr so viele Durchbrüche schaffen. Das letzte Tor heute, hätte ein Ribery nicht geschafft. Zudem sind seine Leistung, bei denen er zentraler spielt immer mit Licht und Schatten verbunden. Manchmal kreiert er massenhaft Chancen und dann leistet er sich nur noch Ballverluste. Hier ist Robben deutlich sicherer mit dem Ball. Die Defensivarbeit lässt auch zu wünschen übrig und Robben ist der wesentlich bessere big game player gewesen. Ich glaube einfach die Zeit für Ribery als Stammspieler ist abgelaufen, ohne das ich seine überragende Karriere in Frage stelle bzw. kritisieren will. Ribery kann wesentlich wertvoller als Joker in der 70min werden, mittlerweile würde ich Coman den Vorzug geben und auf ihn nächste Saison setzen.

      2. Kurt

        Okay da geh ich mit. Hatte das wohl etwas überinterpretiert.

        Ich sehe Ribery eigentlich auch als Joker. Wenn er vernünftig ist, wird er das auch verstehen und umsetzen. Da bin ich mir zwar nicht ganz so sicher, aber wird man ja sehen.

        Costas Entwicklung ist wirklich sehr schade. Ich hab mich zwar nicht auf ihn eingeschossen, wie viele zurzeit, aber realistisch muss man auch sagen, dass das mau ist. Nur ein Schatten seiner ersten Saison.

      3. Kramnik

        Leider, hab immer geglaubt er schafft irgendwann den Sprung. Seine Anlagen sind phänomenal und er hat ja auch schon Weltklasse Leistungen gezeigt. Man sieht jedoch keine Entwicklung mehr und es sind nur noch kleinere Schwankungen nach oben erkennbar. Er gehört mit Sicherheit zu den Spielern, den der Trainer Ancelotti nicht so gut tut. Da er aber kein Talent mehr ist, fände ich einen Verkauf notwendig. Ob ein Sanchez die optimale Lösung ist, wage ich zu bezweifeln. Jedoch findet man auf dem Markt zur Zeit nichts besseres und erhält einen sehr guten Spieler. Ein weiteres Talent, wie Brand zu verpflichten würde ich kritisch sehen. Da man wahrscheinlich, nächste Saison mit einen Ausfall von Robben rechnen muss. Die verletzungsfreie Phase wird nicht ewig anhalten. Da Ribery auch nachgelassen hat, ist es wichtig noch einen Mann mit sehr guten Qualitäten im Kader zu haben. Mal schauen was auf dem Flügel passiert. Im Mittelfeld hoffe ich immer noch auf Kimmich. Und kann mir die Mischung Thiago/Vidal/Kimmich oder Vidal/Thiago/Müller sehr gut vorstellen. Nächste Saison muss Ancelotti viele richtige Entscheidungen treffen, mal schauen was das Resultat dann seien wird.

      4. “Ich rede von dieser Saison …In der Saison sieht man aber deutlich einen Unterschied. Allein die Statistiken sprechen für sich, vor allem in der CL kann Robben deutlich bessere Werte vorweisen.”

        Muss ich widersprechen, vor allem, wenn von einem “2-Klassen-Unterschied”(!!) gesprochen wird.

        Ja, Robben (ist ja auch ein knappes Jahr jünger) wirkt(e) etwas fitter, aber Riberys Saison war (ähnlich wie bei Müller) nicht sooo schlecht. Leider hab ich nur die (BL)Daten bis inkl. 31. Spieltag:
        Robben: 24 Spiele – 18 Torbeteiligungen (11 Tore; 7 Vorlagen) – nach dem Wahnsinnstreffer vom Samstag und dem Lattenschuss vor dem 3:4 sind es 20 (12; 8)
        Ribéry: 19 Spiele – 14 Torbeteiligungen (4; 10). – Keine sooo schlechte Quote.

        Froonck war schon immer mehr der Vorbereiter, der Dribbler, manchmal zwischen Genie und Wahnsinn – dagegen suchte Arjen immer eher den Abschluss, war immer schon dynamischer, aber technisch auch limitierter als der geniale Techniker Ribéry.

        Bei den Einsatzminuten bis inkl. 31 Spieltag war Ribéry sogar effektiver als Robben: 14 Torbeteiligungen in 1099 Minuten: alle 78 Minuten … Robben: 18 in 1647 Minuten => alle 91 Minuten.

        Coman: 18 Spiele / 824 Minuten / 2 Tore / 1 Vorlage … da muss man wohl nichts ausrechnen … ;-)

        Trotzdem bin ich froh, dass man mit Coman verlängert hat – dieses Zeichen des Vereins hätte gerne früher kommen können. Coman ist die ZUKUNFT des FCB!

        ABER: Irgendein sehr intelligenter Fußballfachmann hat mal gesagt, dass es keine alten und jungen Spieler gibt, sondern nur gute und schlechte – so sehe ich das auch bei den bayerischen Flügelflitzern. Warum Stammplatzgarantie für Coman? Wenn er wirklich der bessere im Vergleich zu Ribéry ist, dann gerne … aber nicht, weil er der viel Jüngere ist!

        Costa: WÄRE ein wirklich (sehr) Guter. ABER: Irgendwas stimmt bei ihm (seinem Charakter) nicht. Ich muss es so deutlich sagen: Bei seinem 30-Min.-Einsatz im Hinspiel gegen Madrid hat er es sich zumindest bei ALLEN Bayernfans im Stadion “verschissen” (ist für mich der passendste Ausdruck, sorry!): Das war Arbeitsverweigerung: Martinez mit Rot vom Platz, Boateng extrem angeschlagen, hat sich permanent gedehnt, konnte nicht mehr laufen, geschweige denn sprinten – und dann ist sich ein Douglas Costa zu schade, Defensivaufgaben zu übernehmen! Die anderen 7 Feldspieler + der angeschlagene Boateng vor dem fantastischen Neuer haben sich nach Kräften gewehrt – Costa ist nicht einmal nach hinten getrabt …. Unfassbar!!

        Alexis Sanchez´Verpflichtung macht sehr viel Sinn: Er könnte die wenig geliebte Back-Up-Position für Lewy einnehmen – aber zusätzlich auch als Außen agieren: diese Flexibilität macht ihn für Bayern so interessant. Nur als Back-Up für Lewy ist das für einen Klassestürmer (siehe Gomez) eine Katastrophe, wenn man aber so flexibel wie Sanchez ist….

    2. Kieler

      Was Ribery/Coman angeht bin ich bei Kramnik. Coman sollte nächste Saison Stammspieler auf einer der beiden offensiven Außenpositionen sein. Der hat ein so großes Leistungspotential und er braucht Einsätze von Beginn an, um das auch (dauerhaft) zeigen zu können. Ribery als Joker ist eine Top-Alternative. Oder auch Robben, je nachdem, wer von den beiden besser in Form oder fitter ist.

  3. Kurt

    Was für ein unfassbares Spiel. Man stelle sich mal vor das Spiel hätte die Meisterschaft entschieden.

    Übrigens die Art und Weise wie Coman und Sanches (und der Rest der Mannschaft und des Staffs) Robben nach dem Siegtreffer umringt haben spricht Bände für die Atmosphäre im Team. Es wird schon alles gut. ^^

    Allerdings muss man Müller halt eher bringen. Klar das Tor war 90% Robben, aber der entscheidende Pass kam halt vom Thomas.

    1. Lencer

      Wenn es um die Meisterschaft gegangen wäre, hätte Sie vermutlich nicht mit derart offenem Visier gespielt.

  4. Osrig

    Erstmal nur ganz kurz ;-)
    Was für begeisterndes Spiel! Zwar teilweise bei uns Marke “Vogelwild”, aber trotzdem begeisternd! Da es im Grunde um nichts mehr ging, spielten taktische Konzepte vermutlich eine untergeordnete Rolle – und so wurde nach von Halali geblasen, und nach hinten es etwas gemütlicher angegangen! Gegen angriffslustige Leipziger nicht die beste Variante, aber verständlich! Jedenfalls kann ich mir nur so die 4 Gegentore erklären! Nichts desto weniger, die Abwehrarbeit gibt Anlass zur Sorge, und ähnlich wie Pep muss sich auch Carlo etwas einfallen lassen, um zu verhindern, dass die Jungs auch nächste Saison so ausgekontert, oder ausgetanzt werden. Das sollte dem Italiener mit jeder Menge Catenaccio-Erfahrung doch wohl gelingen! ;-)

    1. Revolet

      Mache mir um die Abwehr wenig Sorgen. Mit Hummels & Martínez hatten wir zu dem Zeitpunkt 17 Gegentore in der Liga. Ein absolut guter Wert, aber natürlich muss das defensive Mittelfeld mehr dieser Angriffe schlucken. Da liegt das Problem meiner Meinung nach.

      1. Osrig

        Da bin ich bei Dir! Mit “Abwehr” meine ich unsere Abwehrarbeit, und da gilt es natürlich, auch weiter vorn zu schauen, woran es hängt! Ich denke nicht, dass es “nur” daran liegt, das Rib und Rob in ihrem Alter nun nicht mehr jeden Sprint mit nach hinten machen. Da gibt es noch mehr. Allerdings dürfte auch die Abstimmung in unserer Viererkette ein Thema sein!

      2. Klaus Moor

        Gegen schnelle und wendige Spieler sind die Recken in der Abwehr anfällig und ein Neuer wird diese Fehler nicht immer ausbügeln.
        Zum Thema Tore in der Nachspielzeit: Daumen drücken, damit die Schiedsrichter dies in der nächsten Saison ähnlich handhaben.

      3. Osrig

        Ein gewisses Risiko, Konter einzufangen, besteht natürlich immer! Gerade gegen kleine, wendige und schnelle Gegenspieler! Es kommt dann darauf an, gar nicht erst in Schwierigkeiten zu geraten. Wenn die 4er Kette konzentriert bleibt, das defensive Mittelfeld die Räume eng hält und die Offensiven die Ballführenden des Gegners gleich unter Druck setzen, kann unsere Mannschaft aber das Risiko gering halten. Unter Guardiola ließ es sich zuletzt ja recht gut an, trotz der hohen Positionierung. Aber es erfordert Kompaktheit und Konzentration.
        Was die Nachspielzeit betrifft: 3 Minuten sind ja mittlerweile üblich, auf allen Plätzen! Und je nach Situation sind es eben auch mal 1 oder 2 Minuten mehr! Ich denke nicht, das es unangemessen war jetzt gegen Leipzig! Unsere Jungs haben große Moral gezeigt, und bis zum Schluss daran geglaubt, noch den Siegtreffen zu erzielen. Arjen ist da ja wirklich Weltklasse! Da lebt er das Mir san mir!

      4. Ju

        Die Konteranfälligkeit steigt natürlich mit dem Tempo und der technischen Klasse der gegnerischen Spieler. In erster Linie ist sie aber eine Frage des Gegenpressing, also Struktur*Intensität. Ich sehe unsere Innenverteidiger keineswegs als ungeeignet zur Konterabsicherung, im Gegenteil.

      5. Für mich war dieses Spiel auch nicht unbedingt ein Gradmesser, um sich Sorgen um die Abwehr(arbeit) für die nächste Saison zu machen:

        Mit Neuer, Hummels und Martinez sieht es im Vergleich zu Starke, Alaba in der IV und einem derzeit leider schwächelnden Boateng (er kann eigentlich derzeit nur mit sich selbst unzufrieden sein!) schon einmal ganz anders aus.

        Noch wichtiger aber: Ich bin Fan und Bewunderer von den beiden großartigen Spielern Philipp Lahm und Xabi Alonso – großartige Strategen, fantastische sympathische Sportsleute. Aber: Die Entscheidung beider, “schon” nach dieser Saison die Karriere zu beenden, ist von beiden ein kluger Schritt. Beide waren an allen 4 Gegentreffern mit- oder haupt-beteiligt – kein Vorwurf, aber da hat es einfach auch an (Handlungs-)Schnelligkeit gefehlt. Wenn man gegen solche “Tempo-Bolzer” wie die Leipziger gegenhalten will, muss man das auch körperlich hinbekommen. Die beiden konnten einem fast leid tun.

        Für beide würde es auch nächste Saison noch für alle BL-Gegner außer RB und BVB reichen. Aber auch international reicht das nicht mehr gegen die absoluten Topgegner. Das ist nicht der Anspruch dieser beiden (ehemaligen) Weltklassespieler.

  5. Revolet

    Erstmal: Wahnsinns Spiel, egal wie es am Ende ausgegangen wäre, Respekt an Leipzig, so schaut ein Spitzenspiel aus!

    Nun, wie im Artikel richtig beschrieben, hätten wir uns bis zur 70./75. nicht beschweren dürfen, wenn wir baden gegangen wären. Wir waren schlichtweg unterlegen, auch qualitativ. Das es innerhalb der Mannschaft stimmt, weiß man und es gibt wohl kaum einen anderen Verein, der weiter, immer weiter spielt, am Ende haben wir Leipzig eingeschnürt und konnten dieses Ding tatsächlich noch gewinnen. Einfach ein geiles Gefühl!

    Was ich aber heute wiedermal von einem Herrn Jérome Boateng gesehen habe, lässt mich mit schwerer Enttäuschung und gleichzeitigem “es war doch fast zu erwarten”-Gefühl zurück. Seit einem Jahr kommt leistungsmäßig nichts konstantes mehr von ihm auf den Rasen, was selbstverständlich auch den Verletzungen geschuldet ist. Aber dann die Klappe aufzureißen, ohne jeglichen Anspruch, ist einfach nur brutal respektlos gegenüber seinen Teamkollegen. Er ist eindeutig Innenverteidiger Nummer 3 in der Hackordnung, wenn man nach Leistung aufstellen würde. Hummels (für mich Spieler der Saison) schwebt über allem & Martínez performt als kongenialer Partner zu Mats seit Monaten wieder auf Weltklasse-Niveau. Da hat ein Boateng einfach nichts zu melden momentan und muss sich gefälligst mit Leistung den Arsch aufreißen, um da wieder ranzukommen. Da 1:0 und 4:2 geht eindeutig mit auf seine Kappe.

    Ansonsten zu den restlichen Spielern, die ich heute erwähnen möchte:
    Lahm war vorne gut drauf, Anspielstation, Flanken passten, Tor mit eingeleitet, allerdings war es hinten schlichtweg katastrophal. Aufgrund der offensiven Ausrichtung, war hinten alles offen und in seinem Alter kommt er hinter keinem Werner hinterher. Sein Karriereende zum richtigen Zeitpunkt und qualitativ sehr wohl ersetzbar.

    Bei Alaba möchte ich einfach nur seinen geilen Freistoß erwähnen. Sonst solide gespielt, bei den Gegentoren will ich ihm nichts vorwerfen, mehr kann er da als Ersatz-IV nicht tun.

    Alonso hatte heute keinen guten Tag. Seine fehlende Pressingresistenz war augenscheinlich. Schwerwiegende Ballverluste, Elfer verursacht, zum Vergessen.

    Kimmich hatte es stellenweise gut gemacht Forsberg unter Kontrolle zu kriegen. Allerdings nichts sehr auffällig, kein Glanzspiel, aber gute kämpferische Leistung. Das mag ich ja an ihm, weiter so, auch wenn’s viel besser geht.

    Thiago war ein Totalausfall. Tor gemacht, doch in den Spielen wo es mal hart auf hart kommt, nichts zu sehen. Bis auf ein gutes Tackling in der zweiten Halbzeit und seiner Bude war’s für mich keine gute Leistung.

    Ríbery hat es in den ersten 20 min gut gemacht. War drin im Spiel, auffällig, doch dann ein totaler Abfall bis zu seiner Auswechslung. Nichts klappte mehr. Wie ein Vorredner bereits feststellte: Licht und Schatten.

    Robben wird jetzt natürlich wieder gelobt. Sein Tor war ein Zeichen von absoluter Siegesmentalität. Dafür schätze ich ihn auch, dennoch ein schlechtes Spiel von ihm. Den Lattenkracher zu Lewa’s Kopfballtor hatte er noch zu bieten, generell aber unterdurchschnittlicher Auftritt.

    Lewa mit einem guten Auftritt, reingefightet, zwei Buden gemacht, ABER: ebenso zwei Hochkaräter liegen gelassen. Davon MUSS er einen verwandeln.

    1. Done

      ” Da hat ein Boateng einfach nichts zu melden momentan und muss sich gefälligst mit Leistung den Arsch aufreißen, um da wieder ranzukommen. Da 1:0 und 4:2 geht eindeutig mit auf seine Kappe.

      Ansonsten zu den restlichen Spielern, die ich heute erwähnen möchte:
      Lahm war vorne gut drauf, Anspielstation, Flanken passten, Tor mit eingeleitet, allerdings war es hinten schlichtweg katastrophal. Aufgrund der offensiven Ausrichtung, war hinten alles offen und in seinem Alter kommt er hinter keinem Werner hinterher. Sein Karriereende zum richtigen Zeitpunkt und qualitativ sehr wohl ersetzbar.”

      Das 4:2 geht aber doch eindeutig auf Lahms Kappe!

      Mit deiner sonstigen Einschätzung zu Lahm gehe ich mit. Wobei es doch bei ihm schon immer so war, dass er von seinen Offensivausflügen gern mal eher gemächlich (ich spare mir das Wortspiel ) zurückkam und so die Innenverteidiger (meist Boateng) im Regen stehen ließ. Auch seine meist unbrauchbaren weil mit wenig Druck aus dem Halbraum in den 16er gechipten “Flanken” werden mir nicht abgehen. Ich konnte eh noch nie nachvollziehen, wie sich auch hier einige Kommentatoren immer wieder über angeblich schwache Flanken von Costa oder Alaba aufregen können und zugleich dieses Manko beim Lahm übersehen.

      1. Das 4:2 geht aber doch eindeutig auf Lahms Kappe!

        Eindeutig. Hier von einem Fehler Boatengs zu sprechen, ist eine Verzerrung. Lahm läßt prallen statt den Ball abzuschirmen oder zu Boateng zu passen oder ins Aus zu schlagen. Der Werner nimmt dann dankend an. Boateng hätte zwar noch klären können, aber er war gedanklich eben nicht schnell genug. Boateng konnte m.M.n. gar nicht damit rechnen, daß ein Paßversuch in seine Richtung kommen könnte, dem er dann noch 1 Meter entgegen gehen müßte.

        Daß Boateng anschließend Lahms Fehler nicht ausbügelt, kann man doch Boateng nicht anlasten! Nach dieser Argumentation könnte man ja sogar Tom Starke vorwerfen, daß er den Ball durch die Beine bekommen habe …

        Lahm spielt den Ball halbherzig (luschig). Punkt.

      2. Revolet

        Am 4:2 haben drei Spieler Schuld. Lahm, der so einen Pass nicht spielen oder mit Druck spielen kann. Boateng darf aber nicht wie angewurzelt nur rumstochern, sondern konsequent mitgehen, Werner nach außen drängen und Starke darf das Ding aus dem Winkel nicht kassieren. Durch die Beine war die einzige Option für Werner. So sehe ich es, eine klassische Fehlerkette :D

      3. Kramnik

        Ja versteh hier auch nicht warum Boateng für alle Tore verantwortlich gemacht wird. Er hat mit Sicherheit keinen guten Tag erwischt, doch fand ich andere schlechter. Speziell Alonso und Lahm waren an den meisten Gegentoren beteiligt. Das zweite und dritte Tor geht klar auf Alonsos Kappe und das vierte ist einfach, wie du schon gesagt hattest ein Fehler von Lahm. Generell war die rechte Seite komplett überfordert gegen den schnellen Werner. Um solche Defizite zu kompensieren, muss man besser im kollektiv stehen.

      4. Marco05

        Am 4:2 hatte er definitiv eine Mitschuld. Den Zweikampf gegen Werner führt er zu läppisch. Starke aber genauso, das Ding darf nie rein, der Schuss kam genau auf Mann.

        Boateng hatte von vorne bis hinten einen schlechten Tag. Ein paar lange Bälle hat er probiert, die landeten konsequent im Nirvana. Überhaupt wirkte er irgendwie pomadig und lustlos. Passt halt so gar nicht zu den etwas merkwürdig anmutenden Forderungen just vor dem Spiel.

        Ich bin mir nicht ganz sicher, ob er seinen Zenit nicht bereits überschritten hat. Seit seiner Aduktorengeschichte wurde er nie mehr der Alte. In alter Form allerdings immernoch einer der Top-IVs in Europa. Da sollten jetzt alle Parteien mal etwas Ruhe bewahren. Jetzt sind fast 3 Monate Pause, dann sieht die Welt schonwieder anders aus.

    2. Lencer

      Das Thiago-Bashing halte ich für vollkommen überzogen. Ausgerechnet in diesem Spiel hat er sich die einzige Auszeit in dieser Saison genommen. Ansonsten ist er für mich, neben Lewandowski, der Spieler der Saison.

  6. Ich war allein in der Bayernkurve. Dort herrschte Ernüchterung nach dem 2:4 und Lahms zweitem Fehler: “Na, wir werden heute wohl nicht mehr gewinnen”, winkte mein Kurvennachbar ab. Ich pflichtete ihm bei. “Nee, die spielen heute eine Grütze zusammen!”

    In der 95. Minute haben wir uns in den Armen gelegen: “Hurra, wir durften dabei sein!!!” Die Kurve explodierte. Vidal und alle anderen kamen zur Kurve gesprintet; später kam auch Ancelotti zu den Fans und klatschte aufgewühlt.

    Ein tolles Finale und ein unvergeßliches Erlebnis für mich. Allerdings war erschreckend, wie anfällig unsere Abwehr war. Leipzig sah schon wie der sichere Sieger aus. —

    Übrigens, ich wurde nirgends angepöbelt oder gar bedroht, als ich allein durch die RBL-Fans zum Stadion lief. Alle waren sehr freundlich, zwei RB-Fans machten Selfies mit mir; eine Frau wünschte “den Bayern” Glück und nach dem Spiel habe ich mit den RB-Fans zwei Bier auf der Festwiese getrunken (RB feierte die Champions League). Auch in der Straßenbahn gab es keine Chaoten. Die Leipziger Fankultur ist freundlich, friedfertig und sehr bunt.

    Hat mich sehr gefreut. Daumen hoch!

    1. Kurt

      “Die Leipziger Fankultur ist freundlich, friedfertig und sehr bunt.”

      Schonmal was von Chemie und Lok gehört? ;)

      Bei RB geh ich natürlich mit, aber verallgemeinern sollte man nicht. Ich hab auch überhaupt nichts gegen das Projekt RB. Es ist halt nunmal da und das Team spielt tollen Fußball. Lieber RB als die Bienchen ausm Westen.

      Hätte auch mit ner Niederlage leben können, obwohl mir das dann im Laufe der Partie schon etwas zu “aufmüpfig” war. Gesunder Ehrgeiz hin oder her, aber nicht abheben.

    2. Ju

      Lok und Chemie sind rund um RaBa Spiele nicht präsent. Die sind sowieso mit sich selbst beschäftigt. Wenn man nicht gerade an Spieltagen mit dem Bus in Richtung ihrer Stadien fährt, merkt man die eigentlich gar nicht. Zu Unrecht, denn zumindest Chemie hat eine tolle Fankultur.
      Ja, bei RaBa ist friedliche Stimmung. Das ist angenehm. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es (bis zum Stadion) keine fuasballtypische ist. Hat halt eher was von Jahrmarkt bis Helene Fischer Konzert.

      1. Es gibt halt keinen schwarzen Block bei RB. Die Kapuzenjungs habe ich dort nicht getroffen. Im Stadion waren viele Frauen, viele kleine Kinder und auch viele ältere Herren.

        Familiäres Publikum sorgt eben für Familien-Stimmung! Ich fand es angenehm.

  7. pitvonbonn

    die entscheidende Wende im Spiel war die übermütige “Vorführung der Bayern 5 gegen 2”.
    Damit haben sie uns gereitzt und aufgebaut.
    Boateng, bitte reiche kein Video von diesem Spiel als “Bewerbung” bei Real ein….

  8. Mehmet68

    “Defensivproblem” finde ich etwas zu pauschal formuliert: Irreguläre Treffer von Real in Überzahl, “Lucky punches” vom BVB, heute womöglich nicht Alle bei 100%.

    Da kann ich trotz der Gegentore kein Muster erkennen, abgesehen von mauer Form bei Alonso und Boateng. Allerdings fehlt Mats massiv.

    Tolles Spiel kurz vor Saisonende, für mich eher die fehlende Struktur in Mittelfeld und speziell Spielaufbau als Baustelle #1.

  9. Dieter Thomas Heck

    Nach der Partie sollte dem letzten klar sein: Boateng, Müller und Ribéry müssen im Sommer weg. Erstere beiden nach China, der alte Franzose kann seine Karriere auch schon 2017 problemlos beenden.
    Freue mich schon auf den neuen FC Bayern 2017/18 unter Thomas Tuchel:

    Neuer
    Kimmich – Alaba – Bernat
    Sanches – Vidal – Thiago
    Robben – Mbappe – Lewy – Sanchez

    1. M1900

      @Dieter Thomas Heck

      Träum weiter ;)

    2. Mehmet68

      Kannst Du mir Deinen Dealer empfehlen? :-)

    3. Mika

      Ich nehm auch noch ein Helles!

  10. grullit

    naja wenn rb tatsaechlich 2 bis 3 erfahrene spieler kauft..schaukeln die den sieg laessig ueber die zeit

    1. Marco05

      Nach eigener Aussage wird kein Spieler gekauft, der älter als 24 ist. Insofern erledigt sich das von selbst. Offenbar wollen die ihr Konzept so weiter durchziehen. Wie das wird, wenn Doppel- und Dreifachbelastung anstehen da bin ich mal gespannt. Die haben auch nicht jedes Jahr so einen Lauf wie heuer. Da wird mir noch lange nicht bange.

  11. abt72

    Dem ganzen Team von miasanrot möchte ich meinen herzlichen Dank für eure Arbeit aussprechen.
    Ohne den Rasenfunk und miasanrot hätte ich mich bei der sonstigen Fußballberichterstattung wohl schon länger von diesem Spiel verabschiedet.

    PS: 3.1 ist sowas von großartig!

    1. Lencer

      Ja, 3.1. ist ein toller Überblick. Und auch von mir einen herzlichen Dank an misanrot!

  12. Roland Wohlfarth

    Nach einem Tag Abstand bin ich froh, dass es bei diesem Spiel um nichts mehr ging. Allein die Art und Weise wie Bayern von Leipzig in den ersten sagen wir mal 75 Minuten hergespielt worden ist, lässt einmal mehr tief blicken auf die mangelnde Fähigkeit von Ancelotti passende, auf den Gegner abgestimmte, Matchpläne zu entwickeln. Leider wurden diese taktische Mängel wieder übertüncht von Einzelaktionen (Alaba, Robben!), resultierend aus dem konditionellen Abbau der Leipziger, die es zu Wochenanfang wohl doch etwas mit Feiern übertreiben haben, sodass die fast schon Hilflosigkeit mit der Bayern auf das überfallartige Offensivspiel von Leipzig reagiert hat, angesichts des Sieges leider etwas in den Hintergrund rückt. Ich musste mehrmals an ein Spiel unter LvG denken, war ein 1:3 glaube ich gegen Hannover, in dem deutlich aufgezeigt worden ist, wie einfach es ist, selbst für nicht Top 4-Teams Matchpläne gegen Bayern zu entwickeln. Ähnliches sehe ich bei Ancelottis U, Hoffenheim, Mainz, Berlin, um nur Beispiele zu nennen, haben uns weitestgehend neutralisiert, eine qualitativ hochwertiger Mannschaft wie Leipzig phasenweise an die Wand gespielt. Für mich ist das alarmierend!

  13. Axel

    Wir sollten feiern, dass es endlich wieder einen richtigen Konkurrenten in der Liga gibt. So etwas ist nötig für uns, um interntional was zu reißen und öfter zu erfahren, wie sich spannende Fußballspiele anfühlen. Bei aller völlig berchtigten Kritik an der Konstruktion RB, ich bin froh, dass die da sind.

    Um dann direkt die Frage hinterherzuschieben: Wenn wird unsere Vereinsführung von denen kaufen? Ist Werner sinnvoll, oder braucht der zu viel Raum? Keita? Käme Forsberg in Frage?

    1. Osrig

      Da wäre ich mir nicht so sicher, Axel! Ich halte es für ein Gerücht, dass starke Konkurrenz in der Liga zu Erfolgen in der CL antreibt! Möglicherweise sogar im Gegenteil, denn mit höchster Konzentration in allen Wettbewerben gleichzeitig agieren zu müssen, kann auch dazu führen, dass am Ende kein Ziel erreicht wird, weil die Mannschaft “overperformed”

      1. Systemrelevant

        Juve steht vor der 6. ungefährdeten Meisterschaft in Folge und hat sich in diesen Jahren trotzdem zu einer Mannschaft entwickelt, die 2 Mal in 3 Jahren das CL-Finale erreicht. Real oder Barca pflügen auch nur so durch ihre Liga. Machen diese 2 Duelle im Jahr dann wirklich einen Unterschied?
        Warum hat es bei Barca zwischen 2011 und 2015 4 Jahre gedauert um wieder etwas in der CL zu reißen und warum bei Real sogar 12 Jahre?
        Bayern und Barca waren 13 und 15 herausragend und konstant. Real ist seit spätestens 14 konstant stark. Entweder du performst eben so wie Bayern und Barca damals und es scheint die unausweichliche Konsequenz zu sein die Titel zu holen oder du bist eben konstant stark und holst, vllt auch mit ein bisschen Glück wie Real in beiden Fällen, das Ding nach Hause. Real steht dieses Jahr wieder im Finale, aber wir dürfen halt auch nicht vergessen, dass wir mit ein bisschen Glück (Elfer, Lewi..) auch da stehen könnten. 2016 hatte uns auch das Glück gefehlt, 15 und 14 waren wir alles in allem nicht mehr auf dem Level um irgendetwas mitsprechen zu können.

        Letztlich seh ich das nicht, dass es einen Unterschied macht in welcher Liga du spielst. Arsenal wurde letztes Jahr doch 2. oder 3. in der anscheinend besten Liga der Welt und hat die letzten 3 Duelle gegen Bayern mit 3:15 verloren. Wo ist also das Argument?

      2. Daniel

        @Systemrelevant

        “Arsenal wurde letztes Jahr doch 2. oder 3. in der anscheinend besten Liga der Welt…”

        Arsenal spielt jetzt in der spanischen Liga? Hab ich noch gar nicht gemerkt… ;)

  14. Osrig

    Ich würde das Spiel, so begeisternd es lief, auch nicht überbewerten wollen! Gerade der taktische Aspekt ist sicherlich weit in den Hintergrund zu rücken, was ich – obwohl großer Taktikfreund – verstehen kann, da es ja letztlich für uns um nichts mehr ging! Klar wollten die Junges gewinnen, ein schönes Spiel machen! Das ist ihnen ja auch gelungen!
    Sie sind auf einen Gegner getroffen, für den es zumindest formal noch um einen Punkt ging, der vor allem aber zeigen wollte, dass er “Herr im Haus” ist. Dem entsprechend motiviert gingen die Leipziger zur Sache, während unsere Spieler defensiv weniger konzentriert waren, dafür nach vorn mit Hurra angriffen, um zu zeigen, dass sie auch Tore schießen können.

    Ich bin sicher, wäre es ein Spiel mit größerer Bedeutung gewesen, hätte das Team Alonso besser abgesichert – so, wie im Hinspiel, wo auch die taktische Ausrichtung deutlich besser war. Auch hätte Lahm seinen Offensivgeist mehr gezügelt, wären wohl auch die Absprachen in der Abwehr besser gewesen. Wobei nicht vergessen werden sollte, dass mit Alaba und Boateng keine eingespielte Innenverteidigung auf dem Platz stand, und Bernat links auch mehr nach vorn gearbeitet hat, als nach hinten. Nebenbei finde ich, zeigt Juan immer öfter, wie gut er am Ball ist, und das Zusammenspiel mit Franck gelingt auch immer besser. Bedeutsame Erkenntnisse dürften sich aus dem Spiel insgesamt aber nicht viele finden lassen, am Wichtigsten vielleicht noch, das Moral und Teamgeist innerhalb der Mannschaft stimmen.
    Beeindruckt hat mich die Ballsicherheit, mit der die Leipziger agiert haben, auch sie sind in der Lage, den Ball laufen zu lassen – wenn auch noch im Moment nur im Kreis und nicht nach vorn ;-)

    Hier sehe ich auch den wichtigsten Entwicklungsaspekt bei unserem FCB für die neue Saison: Davon ausgehend, dass wir auch in der nächsten Saison tiefer stehen werden, uns nicht so schnell wie möglich um den gegnerischen Sechszehner positionieren werden, müssen wir über die weiten vertikalen Pässe hinausgehend Lösungen finden, mit denen wir sowohl früh pressende, als auch kompakt stehende Gegner ausspielen können. Da wird es um das schnelle Pass-Spiel gehen, mit dem man sich aus der eigenen Hälfte nach vor kombiniert, dabei aber flexibel und wenig ausrechenbar bleibt. Das die von Phillip selbst angemahnte Balance zwischen Abwehr und Angriff erhalten bleiben muss, ist selbstverständlich, aber sicherlich nicht einfach zu realisieren, wie das gestrige Spiel gezeigt hat. Aber ok, noch ist das letzte Spiel dieser Saison nicht gespielt, und über die kommende Saison, neue Spieler und neue taktische Optionen können wir uns noch in der – gefühlt viel zu langen – Sommerpause reichlich unterhalten^^

  15. Sascha

    Der FCB hat gestewrn einfach wieder ganz schlecht gespielt.Zwar gewonnen,aber schlecht gespielt.Und genau so,oder ähnlich wird es auch die kommenden Monate aussehen.Wir sind für jeden Gegner komplett ausrechenbar,weil es kaum oder gar keine Lösungen im vorderen Halbfeld gibt,geschweige denn ein Positionsspiel zu erkennen ist.Sehr lange habe ich die Hoffnung gehabt,das unser Fussbal besser wird.Aber leider muss ich sagen,das es eher im schlimmer wird.
    Die erste Halbzeit war einfach genau das,was ich in ganz vielen Spielen diese Sason erlebt habe.
    Wir stehen nicht als Einheit auf dem Platz.Es scheint so,als ob keiner weiss,was Er eigentlich für eine Aufgabe hat.
    Wie schon geschrieben These: Spätestens im Winter wird Carlo entlassen.Und mittlerweile sehe ich keinen einzigen Grund,der mich eines besseren belehren könnte.
    Gruss

    1. Klar haben sie schlecht gespielt. Was schlecht war, haben deine Vorredner schon viel besser erklärt. Der Rest deines Kommentars ist ein einziger Rundumschlag.

  16. Sascha

    Aha…
    Und was möchtest Du jetzt von mir ?

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