Spieler der Saison: Thiago Alcántara

Zum Auftakt der MiaSanRot-Awards der Saison 2016/17 vergeben wir heute den wohl wichtigsten Award und küren den Spieler der Saison. Selten war eine Wahl so eindeutig, gibt es hier doch keine zwei Meinungen. Ein Spieler war doch einfach zu dominant und prägend für die abgelaufene Saison der Münchner. Thiago Alcántara ist unser Spieler der Saison.

Die ersten Zweifler meldeten sich noch während Pep Guardiola gerade seinen Abschied vom FC Bayern verkündete. Würde Thiago, seines Zeichens der Wunschspieler und vielleicht der einzige Guardiola-Transfer der Münchner, die Bayern verlassen und seinem Lehrmeister nach Manchester folgen? Immerhin schienen den mittlerweile 26-jährigen Spanier und den katalanischen Taktik-Meister ein unsichtbares Band zu verbinden. Eines, das spätestens seit Guardiolas legendärer “Thiago oder nix”-Pressekonferenz, unzertrennbar erschien.

Doch entgegen der Spekulationen der Medien blieb der quirlige Mittelfeldspieler in München, fest entschlossen es all jenen zu zeigen, die ihn nur in Guardiolas großem Schatten glänzen sahen.

Thiago ist das neue System

Mit der Verpflichtung von Carlo Ancelotti hatte sich der FC Bayern gegen einen reinen Taktik-Trainer entschieden. Nachdem einige Spieler die Nestwärme unter Guardiola vermisst hatten, der Katalane war all zu oft kühl und akribisch vorgegangen, sollte es unter dem Italiener wieder menscheln an der Säbener Straße.

Taktisch war in der ersten Saison unter Ancelotti einiges beim Alten und doch nahezu alles neu. Der Maestro brachte ein 4-3-3-System mit nach München in das er über die ganze Saison versuchte den Raumdeuter und Freigeist Thomas Müller zu etablieren.

Das extreme Positionsspiel, das unter Guardiola noch die Wirbelsäule des Bayern-Spiels darstellte, wurde aufgelöst. Immer häufiger genehmigte sich der Rekordmeister auch seine Pausen im Aufbauspiel und zog sich selbst gegen Bundesliga-Mannschaften zurück, um dann in einem nicht perfekt geordneten Pressing auf den Ballgewinn zu drängen.

Die gesamte Saison sollte stark geprägt sein von Momenten individueller Klasse. Anstatt die Spieler durch ein taktisches Korsett zu festigen und zu unterstützen, ließ Ancelotti jedem Spieler auf dem Platz mehr Freiheiten. Thiago etablierte sich hier als ordnende Hand im Mittelfeld, die das Spiel immer an sich riss.

Nach drei Saisons, in denen Thiago immer wieder von schwereren Verletzungen zurück geworfen wurde und somit nie sein gesamtes Potential ausschöpfen konnte, blieb Alcántara in der vergangenen Spielzeit endlich ohne größere Verletzungssorgen. Somit konnte er auch erstmals mehr als 2.000 Bundesliga-Minuten absolvieren. Insgesamt standen am Ende wettbewerbsübergreifend 41 Partien zu Buche.

Überall im Mittelfeld zuhause

Der Spanier begleitete während der Saison jede Position im Mittelfeld-Dreieck. Gegen Leipzig glänzte er im Dezember als Zehner und Thomas Müller-Ersatz und wenn Alonso geschont wurde, konnte Thiago den Sechser-Posten vor der Abwehr mit Bravour besetzen. Seine meisten Einsätze bestritt er jedoch als Achter vor Alonso und neben Vidal.

Gegen RB Leipzig zeigte Thiago vielleicht seine stärkste Partie der Saison.
(Foto: Christof Stache/AFP/Getty Images)
Auf der Achter-Position kommen alle Talente des jungen Spaniers zu gelten. Würde man versuchen den perfekten Zentralen Mittelfeld-Spieler zusammen zustellen, man würde am Ende nahe an dem Gewächs der Talentschmiede “La Masia” enden.

Der nur 1,74 m große Thiago verfügt – wie übrigens viele Jugendspieler aus Barcas Talentakademie – über einen tiefen Körperschwerpunkt, der es ihm ermöglicht sich schnell um die eigene Achse zu drehen. Seine blitzartigen Körpertäuschungen direkt nach der Ballannahme verbunden mit einer quicken Drehung, haben in der vergangen Saison einige Bundesliga-Gegner ins Leere laufen lassen.

Hier kommt Bayerns Nummer Sechs auch sein überragendes Gespür für sich öffnende Räume zu gute. Bei den meisten seiner Drehungen, bei denen ihm der Ball nie weiter als eine Haaresbreite vom Fuß weicht, hat er danach ein freies Feld vor sich.

Und dieses freie Feld verstehen nur wenige Spieler so zu nutzen, wie es der Spanier versteht. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison spielte Thiago im Schnitt 1,8 Key Pässe pro Spiel, also Pässe aus denen sich eine direkte Torchance ergab. Doch er versteht es auch die gegnerische Verteidigung durch ein Dribbling erstmal auf sich zu ziehen und erst im letzten Moment auf den freiwerdenden Mitspieler abzulegen.

Hierbei kommt ihm sein überragendes Passspiel zugute. Der 26-jährige spielte ligaweit die meisten Pässe – nämlich 95 Pässe pro Spiel. Zweiter in dieser Statistik ist Javi Martinez mit “nur” 78 Pässen pro Spiel. Zudem ist Bayerns Mittelfeldmotor auch extrem passsicher, kamen doch 90,2% seiner Bälle an den Mitspieler. Dies ist immerhin ein Top-5-Wert in der Bundesliga. Weiterhin spielte der geborene Italiener die meisten langen Bälle aller Feldspieler.

Eine Waffe gegen den Ball

Bereits mehrfach wurde hier im Blog zudem Thiagos überragendes Spiel gegen den Ball erwähnt. Zusammen mit Vidal bildete er eines der gefährlichsten Mittelfeld-Duos bei gegnerischem Ballbesitz. Nicht umsonst hatte der Spanier mit 4,6 abgefangen Bällen pro Spiel die meisten Interceptions in allen fünf europäischen Top-Ligen.

Auch hier überzeugte er immer wieder mit seinem Timing. Er schien geradezu zu wissen, wann sein Gegenspieler den Ball eben jenen Zentimeter zu weit vom Fuß prallen ließ, um diesen dann mit einer flinken Bewegung von jenem zu stehlen.

Im Kampf gegen den Ball ist Thiago zu Unrecht noch immer unterschätzt.
(Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)
Die Allrounder-Qualitäten von Thiago sind somit nicht nur für den Zuschauer offensichtlich sondern auch statistisch belegbar. Zu seinen Top-Werten für einen Mittelfeldspieler kommen auch noch Karriere-Bestwerte in erzielten Liga-Toren – nämlich sechs und damit mehr als in allen bisherigen Bayern-Spielzeiten zusammen – und Assists.

Highlights im März

Ein wahres Feuerwerk an überragenden Spielen zündete Thiago im Frühjahr diesen Jahres. Eingeläutet mit seinem Doppelpack im Achtelfinal-Hinspiel gegen Arsenal Mitte Februar, startete der Mittelfeld-Dirigent im März voll durch.

Alleine in den drei Bundesliga-Spielen gegen Köln, Frankfurt und Gladbach spielte er zehn Key Pässe, absolvierte 9 erfolgreiche Dribblings und gewann 28 Bälle vom Gegner.

In diesem Monat verfeinerte Thiago auch seine neuste Waffe aus seinem scheinbar unerschöpflichen Arsenal: den gepflegten Chip über die gegnerische Defensiv-Reihe. So gesehen gegen Gladbach und unzählbare weitere Male in der abgelaufenen Saison.

Ein spritziger Antritt, ein Lauf parallel zur Sechzehner-Kante, ein kurzer Blick in Richtung potentiell freier Mitspieler und dann nur ein leichtes Abkippen des Fußgelenks. Dieser Pass filetiert jede Abwehr, egal wie kompakt sie auch stehen mag. Als Lewandowski sich zuletzt in der polnischen Presse über mangelnde Unterstützung seiner Mitspieler beschwert hat, kann er Thiago nicht gemeint haben.

Die Luft nach oben

Der Spanier wusste also die ganze Saison zu begeistern. Oft war er der einzige Grund sich die manchmal tristen Spiele der Bayern anzuschauen – was würde Thiago heute wieder zeigen? Dass dennoch Luft nach oben ist, zeigte er dann ausgerechnet in den wichtigsten Spielen der Saison.

In den Vorjahren war Thiago häufig als Spieler für die große Bühne abgestempelt worden. Einer der gegen Arsenal glänzen kann, aber an einem regnerischen Nachmittag in Ingolstadt etwas Mut und Muße vermissen ließ.

In den wichtigsten Spielen der Saison war Thiago nicht auf dem Höhepunkt.
(Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)
Und während der 26-jährige in dieser Saison seine Leistungen in der Bundesliga um ein vielfaches verbesserte, so verschwand er doch im Viertelfinale gegen Real Madrid. Das starke zentrale Mittelfeld der Madrilenen um Modric und Kroos ließ Thiago nur wenige Freiräume, um seine Kreativität zu entfalten.

Speziell im Hinspiel, nachdem Martinez mit gelb-rot des Platzes verwiesen wurde, war Thiago überfordert. Er alleine konnte gegen das Weltklasse-Duo Modric und Kroos nicht das Heft übernehmen. Er alleine musste mit zusehen, wie das Spiel an ihm vorbei lief und Real ultimativ mit 2:1 gewann.

Doch das wird nicht das Ende des Weges von Thiago bei den Bayern sein, vielmehr ist es der Anfang. Nach dem Karriereende von Alonso wird es mehr denn je sein Job sein die Kontrolle über das Bayern-Mittelfeld zu übernehmen und den Ausgleichspol für Vidal zu geben.

Die Motivation von Thiago ins Bernabeau zurückzukehren und sich zu beweisen, dürfte groß sein. Erst nach dem Comeback-Sieg gegen Leipzig postete er auf seinem Social-Media ein Bild mit der Unterschrift “It’s not over until we say it’s over”. Und um bei diesem Motto zu bleiben: Thiago und der FC Bayern – it’s not over yet.

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Leserkommentare
  1. GP11

    Eine unglaubliche Saison, die Thiago gespielt hat. Ohne ihn wäre man nicht Meister geworden, da bin ich mir sicher. Absolut unersetzbar.

    Bezeichnend auch seine Bewertung durch die ahnungslosen, jämmerlichen Dummschwätzer sämtlicher deutscher Sportmedien.
    Beispielsweise war Thiago nicht in der Sportschau-Elf der Saison und in der gewohnt unterirdischen Kicker-Rangliste zweimal nur internationale Klasse und jeweils hinter Forsberg.

    Dabei war Thiago ohne den Hauch eines Zweifels der mit Abstand wichtigste Bayern-Spieler und spielte wohl eine der besten Bundesliga-Saisons aller Zeiten. Zumindest kann ich mich nicht an eine bessere in den letzten Jahren erinnern.
    Definitiv besser als alles, was sämtliche andere Bayern-Spieler plus De Bruyne und Co. gezeigt haben.

    Und zu den Champions-League-Spielen ist auch hier mal wieder anzumerken, wie konsequent die eigentlichen Ursachen unter den Tisch gekehrt werden. Thiago ist ein Aufbauspieler für die linke Hälfte des Spielfeldes. Wenn er dann als rechtsorientierter 10er eingesetzt werden muss, da der Kader erstens katastrophal zusammengesetzt ist und zweitens Müller immer spielen muss, dann sind Hoeneß und Rummenigge das Problem und nicht Thiago. In der Bundesliga mag das ja noch funktionieren, aber wenn der bekannterweise torungefährliche Thiago mit seinem schwachen Fuß Torgefahr projezieren soll, dann kann man nicht ihn dafür verantwortlich machen, wenn das nicht klappt.

    Jeder Bayern-Fan sollte jetzt schon anfangen, jeden Abend vor dem Einschalfen für Thiagos Gesundheit und Form zu beten.
    Ohne ihn in Topform würden nächste Saison nämlich die Lichter ganz schnell ausgehen.

    1. Marco05

      Ich hatte fast die Hoffnung es gibt mal einen Post von dir ohne UH und KHR Bashing. Langsam wirds langweilig…

      1. GP11

        Dann erklär mir doch bitte mal, wer sonst verantwortlich ist, wenn man grundsätzlich 70% Ballbesitz hat, aber nur einen einzigen Mittelfeldspieler jünger als 36, der für diese Art von Fußball geeignet ist.

        Wer hat außerdem Müller zum Bestverdiener gemacht und verlangt möglichst viel Einsatzzeit für diesen? Was uns sowohl letzte als auch diese Saison das Genick gebrochen hat, weil man nicht konsequent ein System für die großen Spiele einüben konnte. Guardiola hat immer das System radikal umändern müssen und ist damit gescheitert. Ancelotti hat dagegen das System wegen Müller nur minimal ändern wollen, hat dafür aber den besten Spieler Thiago in seiner schlechtesten Position einsetzen müssen und ist deshalb ebenfalls gescheitert.

        Thiago + den zu alten Alonso vs. Modric und Kroos.
        niemand auf der Bank vs. Isco und Kovacic.

        Wie soll man mit so einem Mittelfeld gegen Real bestehen und wer hat das zu verantworten, wenn nicht Hoeneß und Rummenigge?

      2. chicago_bastard

        Nun, ich bin nicht überzeugt davon, dass Guardiola letzte Saison im Vicente Calderon das richtige System (4-3-3 ohne Müller) für dieses große Spiel gewählt hat, vielmehr fand ich unsere Leistung im Rückspiel (mit Müller und 3 weiteren Offensiven) deutlich besser. Die radikale Umänderung im Hinspiel hätte also überhaupt nicht sein müssen. Auch das hervorragende Spiel in Turin (ebenfalls wieder mit 4 Offensiven, einer davon Müller) zeigt mir, dass das eigentlich das richtige System für die großen Spiele gewesen wäre. Hier muss sich Pep folglich an die eigene Nase fassen. Dass man mit dem 4-3-3 bei Atletico zu wenig durchschlagskräftig sein würde um das so wichtige Auswärtstor zu erzielen hätte ich ihm vorher sagen können.

      3. Marco05

        Du machst es dir zu einfach alles auf Rummenigge und Hoeneß zu reduzieren, zumal Hoeneß ja 2 Jahre gar nicht da war – und das ist jetzt gleichzeitig mein letztes Statement dazu, wegen der Langeweile und so, wobei ich den meisten deiner sonstigen Ausführungen schon recht viel abgewinnen kann ;)

        Schuld ist möglicherweise auch ein Trainer Guardiola, der nur “Thiago oder nix” wollte. Und der vielleicht – obwohl er es auch nicht wollte – zuviel umgestellt hat, denn vorher hat Müller wunderbar funktioniert. Schuld ist auch ein Sportvorstand Sammer, der offensichtlich die von dir gewünschten Transfers nicht forciert hat. Schuld ist somit auch ein Reschke, der solche Talente nicht gescoutet hat – wobei das nicht ganz fair ist, denn zB Asensio hatte er ja auch auf dem Zettel.

        Wer sagt denn auch, dass nach dem Abschied von Pep überhaupt die Ballbesitzphilosophie in der Ausprägung beibehalten werden sollte. Dass sich das aufgrund des Spielermaterials nicht von heute auf morgen umstellen lässt ist sowieso klar. Dennoch hat man jetzt mit Rudy, Tolisso und demnächst mit Goretzka wieder Leute an der Hand, die natürlich per se besser geeignet sind als ein Vidal und ein Müller.

        Es fehlt ein Stück weit der rote Faden, das ist richtig aber mit zuletzt häufig wechselnden Trainern, fehlenden Sportdirektoren und fehlendem Präsident. Aber mit den aktuellen Transfers sieht das schonwieder eine ganze Ecke stimmiger aus, trotz UH und KHR. Die im übrigen ja auch 2010-2013 an Bord waren und in der Zeit nicht sooo viel falsch gemacht haben können…

  2. chicago_bastard

    “Selten war eine Wahl so eindeutig, gibt es hier doch keine zwei Meinungen.”

    Tja, da muss ich widersprechen, für mich ist es Robben. Thiagos Auftritte gegen Real, vor allem der im Hinspiel, waren eine zu große Enttäuschung. Seine Saison war natürlich trotzdem stark, aber der Spieler der Saison legt für mich im wichtigsten Spiel der Saison nicht einen solchen Kick hin.

    1. GP11

      Hättest du jetzt Neuer oder Hummels genannt, hätte ich noch ein bisschen Verständnis gehabt. Aber Robben?
      Bei dem waren doch die Realspiele ein deutliches Zeichen, dass auch an ihm der Zahn der Zeit nagt. Er wurde von Marcelo komplett kaltgestellt und ist nicht ein einziges Mal an diesem vorbeigekommen Sicherlich lag das auch an Lahm, der ihn nicht mehr genügend unterstützen konnte, aber Robben als lobendes Beispiel der Real-Spiele zu nennen, finde ich dann doch etwas abenteuerlich.
      Abgesehen davon ist er derjenige, dem ich das Pokalaus noch am meisten ankreiden würde. Er hätte einmal querlegen müssen und wir wären durchgewesen, stattdessen kam gegen Dortmund der Ego-Robben längst vergangener Zeiten wieder raus. Ähnlich übrigens auch in der Liga.

      1. Robert

        Er wurde von Marcelo kalt gestellt? Dann haben wir zwei verschiedene Spiele gesehen :-D

      2. chicago_bastard

        Ja im Pokal-HF war er richtig mies (Thiago aber nicht viel besser), das Spiel war mir aber schon recht egal, die Saison war mit dem Ausscheiden gegen Real und der feststehenden Meisterschaft gelaufen, ein Pokalsieg hätte bei mir keine große Begeisterung mehr ausgelöst. Gegen Real war Robben sicher nicht überragend, aber er hat zumindest auch in Unterzahl weiterhin alles probiert, während Thiago dann völlig abtauchte als ihn die Mannschaft am meisten gebraucht hätte.

        Zumal Thiago ausgerechnet gegen Real auch wieder in längst überwunden geglaubte Muster zurückfiel uns plötzlich versuchte, jeden Pass irgendwie besonders zu spielen statt es einfach zu halten. Symptomatisch die Szene als er dem zu einem vielversprechenden Konter startenden Robben den Pass unnötigerweise mit dem Außenrist 5 Meter in den Rücken spielt, so dass der Mühe hat den Ball in der eigenen Hälfte von der Seitenauslinie zu kratzen statt mit viel freier Weise vor sich aufs Real-Tor zu sprinten.

    2. Kramnik

      https://www.youtube.com/watch?v=XhLqC6rgPtg
      Also wenn Robben gegen Real nicht gut gewesen sein soll, dann will ich gar nicht eure Maßstäbe wissen. Es gibt noch viel mehr Videos, in denen noch mehr Szenen gegen Real zu sehen sind. Was stimmt ist, dass er am Ende in Unterzahl nicht mehr mitgearbeitet hat.

  3. Marco05

    Die Wahl ist für mich absolut folgerichtig. Man hätte vielleicht noch Hummels in Betracht ziehen können, der ebenfalls bärenstark war in seinem ersten Jahr. Aber Thiagos Einfluss auf das gesamte Spiel ist ungleich größer, sein Spiel gegen den Ball überirdisch.

    Robben ist mir für so einen ‘Titel’ zu eigensinnig unterwegs. Sicher hat er starke Spiele abgeliefert. Aber erstens hat auch er gegen Real bei weitem nicht sein Top-Level erreicht, zweitens werden solche Highlights wie gegen Leipzig zum Teil (!) mit fehlender Defensivarbeit erkauft. Offensiv ist er nach wie vor eine Waffe und auch ein Torgarant, versucht es aber wie erwähnt zu oft auf eigene Rechnung. Das würde mE vorne alles noch besser funktionieren, wenn er und Lewy besser zusammenspielen würden.

    Auf den folgenden Plätzen – wenn man mal Lewy auf 3 setzt – sehe ich ein großes Loch. Weil die Leistungsträger der letzten Jahre (Ribéry, Lahm, Boateng) nicht so konstant gespielt haben oder lange verletzt waren und mögliche Kandidaten (Alaba, Vidal…) nicht gezündet haben oder nicht oft genug aufgestellt wurden (Kimmich, Coman). Am ehesten ist hier noch Martinez zu nennen, der nach unsäglichen Verletzungspausen fast ein Jahr fit war und konstant gut gespielt hat, allerdings auch im entscheidenden Spiel einen kompletten Blackout hatte. Neuer ist für mich außer Konkurrenz, fast selbstverständlich seine konstante Weltklasse.

    Nachdem sich Carlo nun ein Jahr eingearbeitet hat und Willy zur Seite bekommt, sollte das in Summe und mit der Rotation allerdings im nächsten Jahr besser funktionieren, sonst wird KHR gar nicht erst anfangen von einer “Ära Ancelotti” zu schwadronieren.

  4. Kramnik

    Thiago wäre einer der Spieler, die ich klonen würde und nur aus diesem Spielertypen ein Mittelfeld zusammen stellen würde. Wahrscheinlich gibt es keinen Spieler auf der Welt der hierfür besser geeignet ist. Seine enormen Defensivqualitäten, sind wie erwähnt massiv unterschätzt. Da kann selbst ein Kante, der wie verrückt abgefeiert wird, nach Hause gehen. Ich hoffe, dass der Junge nächste Saison an seine Leistung verletzungsfrei anknüpfen kann. Bin mal gespannt welche Rolle er spielen wird, bin ja der Meinung, ein wenig Defensiver im Aufbauspiel hilft er am besten.

  5. Kramnik

    https://pbs.twimg.com/media/DAchYMrWsAA6pOE.jpg
    Selten sieht man so was schönes. Davon kann ich meinen Enkelkindern noch erzählen.

    1. Brian Laudrup

      Der Wahnsinn.
      Wie oben schon angesprochen absolut unerklärlich, wie diese Leistungen in den Medien weitestgehend unbemerkt bleiben können. Bei SpOn hat er bei einer Kaderbewertung immerhin 3 von 5 Sternen bekommen. Erschreckend, die Leute werden dafür ja tatsächlich bezahlt!

      1. Kramnik

        Muss man einfach ignorieren. Auch wenn es schwer fällt, da Leistung nicht richtig anerkannt wird. Viel wichtiger ist die Meinung der Spieler, Trainer, Bosse und “Experten” (die die wirklich Ahnung haben), solang die Wissen was man an Thiago hat, kann ich und wahrscheinlich auch Thiago in Ruhe schlafen.

        Was mir an der ganzen Sache sehr wehtut, ist das Erinnern. Zum Beispiel bei Lahm, hier kann es passieren, dass man außerhalb von Deutschland nur an die Einmann Mauer gegen Portugal denken wird. Hoffentlich passiert das nicht. Ein Sergio Ramos, David Luiz (welcher meiner Meinung nach zu den am überbewertetsten Spielern gehört) und Pique werden als die besten IV unserer Zeit in die Geschichte eingehen, ein Boateng und Hummels werden nur im Deutschen Sprachraum lange in Erinnerung bleiben. Sowas macht traurig. Ein Kroos, wenn er noch bei Bayern spielen würde und noch besser wäre als er jetzt ist, würde genauso ins Vergessen geraten. Deswegen war das Triple und die Weltmeisterschaft so wichtig. Mit solchen Titel kann man nicht vergessen werden. Ganz sicher bin ich mir bei sowas aber auch nicht. Schaut man sich manche amerikanischen Youtuber an, die reaction Videos über Fußball machen, dann bekommt man einen Vorgeschmack, wie unsere Erinnerungskultur in 20 Jahren aussehen wird. Deswegen bin ich jeder Person dankbar, die sich den Arsch aufreißt und trotz der Bundesliga, Videos von Bayern Spielern hochlädt, um deren Erbe in Erinnerung zu behalten.
        Naja, wahrscheinlich schafft man es nie gewisse Meinungen auszublenden. Die dümmste Person auf der Welt könnte mit Thesen um sich werfen, die jeglicher Grundlage entbehren, irgendwie stört es einen. Kann man wohl nichts gegen machen.

    2. Josef

      Wo wir über Radare sprechen, habt ihr den von Rafinha gesehen? WTF! Hat durchaus gute Gründe, dass er letztes Jahr unsere erste Alternative auf RV war…
      https://twitter.com/mixedknuts/status/877233796390805504

      1. Kramnik

        Krass hätte ich nicht so stark erwartet. Ist auch ein super Mann, hab ich immer gesagt. Trotzdem finde ich Kimmich etwas stärker, mit außerdem viel mehr Potenzial. Wenn sich auch mal den Radar von Alaba anschaut und diesen mit anderen LV vergleicht, dann sieht das nicht schlecht aus. Alaba ist bis auf einen der beste (Marcelo mit deutlichem Abstand). So schlecht war die Saison nicht. Es wurde, auch hier im Blog, ein sehr negatives Bild von Alaba gezeichnet. In Teilen finde ich die Kritik jedoch unberechtigt. Es war eine schwächere Saison von ihm und er hat mehr Potenzial nach oben, jedoch war die Leistung immer noch gut. Alaba hat halt nicht mehr die Freiheit, wie unter Pep, und damit kann er nicht mehr so stark brillieren (Partie gegen City, die wahrscheinlich beste Partie eines LV die ich bisher gesehen habe). Bin mir sicher nächste Saison geht es wieder aufwärts, mit hoffentlich Coman als Partner.

  6. Osrig

    Ich finde die Wahl von Thiago auch richtig, er ist mit seinen fußballerischen Fähigkeiten ein Ausnahmekönner, höchst beeindruckend mit seinen Pässen, und seine defensiven Fertigkeiten stehen dem offensiven Talent kaum nach. Er hat dem Spiel unseres FCB in der abgelaufenen Saison seinen Stempel aufgesetzt, und ist aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken.
    Ein Versprechen auf die Zukunft, denn was im Text ja auch anklang und was keinesfalls unterschätzt werden darf: Er hat ja erst diese Saison wirklich voll dabei sein können, ist zuvor durch die Verletzungen immer wieder zurückgeworfen worden.
    Kann man da von ihm erwarten, sogleich auch auf internationalem Niveau ohne wenn und aber zu funktionieren? Ich meine, nein!!
    Die kommende Saison, wenn er hoffentlich auch weiterhin von Verletzungen verschont bleibt, wird Thiago auch international noch reifen, besser werden, sich noch besser einschätzen und sich zeigen können. Da bin ich zuversichtlich!
    Nur nebenbei erwähnt: Auf den Plätzen 2 bis 5 sehe ich übrigens Hummels, Lewy, Martinez und Robben :-)

  7. Sascha

    Ja,da kann ich mit Leben,wobei Thiago längst noch nicht sein volles Potenzial ausschöpfen konnte.
    Im Übrigen ist Robben für mich der Spieler,der im Offensivbereich die besten Aktionen insgesamt hatte,wie ich finde.Aber zum Spieler der Saison zu werden,dafür reicht es meiner Meinung nach nicht,zumindestens nicht letzte Saison.Ich möchte auch ganz besnders Humels nennen,der dafür das er ein Neueinkauf war,ich sofort das Gedanken hatte : Ja,da gehört Er hin,so als ob der schon gefühlt 3 oder 4 Jahre bei uns gespielt hätte :)
    Allerdings muss ich auch sagen,das Wir insgesamt zwar eine ansprechende Spiele gesehen haben,aber ich hoffe,das die Vorgaben des Trainers endlich umgesetzt werden,oder der Trainer mit dem Team zusammen eine Lösung für die offentsichtlichen “Baustellen”findet.
    Meine Liste wäre :
    Thiago
    Hummels
    Lewa
    Robben
    Martinez

    Gruss :)

  8. wipf1953

    Man muss auch mal eine Lanze für Thia6os Charakter brechen. Als ausländischer Youngster stand er die ersten Jahre natürlich nullkommannull im Medienmittelpunkt. Interviews mit ihm, gar “homestories” (oder, eine besondere “Delikatesse”, Fotos mit der Frau an des Mannes Seite, was Edmund Stoiber und Mario Götze bis zum Exzess gemacht haben), gab es bei ihm nicht.

    Es kam seine unsägliche Verletzung, und die Geschichten, dass er sich bei diesem katalanischen Arzt hat behandeln lassen.

    Alles das vermittelte das Gefühl eines Spielers, der nur beim FC Bayern ist weil sein “Mentor” Guardiola ihn hier haben wollte.

    Und dann ging es Schlag auf Schlag. Thia6o hatte seinen Vertrag längst verlängert, als über Pep noch diskutiert und plötzlich allen verkündet wurde, dass er ManCity (!) besser findet als München – von wegen “Anhängsel”. Und dann gab Thia6o plötzlich auch Interviews auf Deutsch. Dieser Junge hatte sein Deutsch in den Jahren beim FC Bayern verbessert, während man bei seinem (hochintellektuellen) Trainer leider den Eindruck hatte, dass er seit seiner Ankunft insoweit nicht viel dazugelernt hat.

    Auch wenn man das Fußballerische ausblendet – ein Spieler, der sich aus dieser existenzbedrohenden Verletzung rausgearbeitet hat, der sich beim rausarbeiten mehr und mehr mit seinem Verein identifiziert – das ist ein ganz ganz Großer. Für mich ist er auf einem Level mit Ribery und Robben, sowohl fußballerisch als auch in Bezug auf die Vereinsbindung, und ich hoffe inständig, dass er (i) seine Karriere bei uns beendet und (ii) irgendwie, wie auch immer, dem Verein anschließend erhalten bleibt.

    1. Marco05

      Sehr schön geschrieben. Irgendwie hatte ich bei ihm vom Feeling her ein so gutes Gefühl, dass ich mir – wie bei Martinez – direkt nach Bekanntgabe des Transfers sein Trikot bestellt habe. Einer der wichtigsten Transfers der letzten Jahre, der – soviel muss man gerechterweise dazusagen – ohne Guardiola nicht möglich gewesen wäre. Aber aus dem einen Grund wurden in der Zwischenzeit viele und inzwischen ist er zum Gesicht unseres Vereins geworden. Und sein Höhepunkt wird noch kommen.

    2. Brian Laudrup

      Absolut. Integration und Identifikation mit dem Verein sind (bzw. waren) bei Thiago aber auch bei Javi und Alonso wirklich ungewöhnlich und vorbildlich. Wenn das so funktioniert kann man sich auch das Geschwafel von der zweiten deutschen Nationalmannschaft sparen, denn das sind die beiden Faktoren die den Unterschied machen und diese werden von den genannten mehr gelebt als von manchem deutschen Spieler. Was aber natürlich leider längst nicht immer der Fall ist (s. Costa…).

      OT: Kann mal jemand dem Barthel ne Ansage machen? Sehr, sehr peinlich diese ganze Torschützenkönig-Geschichte. Für Lewandowski. Und ärgerlich für alle anderen.

  9. pitvonbonn

    na endlich tauchen uneingeschränkte, anerkennende, positive Forenbeiträge zu Thiago auf.

  10. Hervorragend geschrieben! Ein Beitrag von der Güteklasse “Steffen”!
    Gut gegliedert, einfache Sprache und der Verzicht auf künstliche Metaphern, die gerade Sportjounalisten so sehr lieben.

    Danke :-)

  11. Revolet

    Auch wenn ich mir ein paar Feinde machen werde: Für mich ist der Spieler der Saison ziemlich eindeutig und auch mit weitem Abstand Mats Hummels. Ich kann den Thiago-Hype nur bedingt nachvollziehen. Ganz klar hat er eine starke Saison gespielt und es ist immer wieder eine Augenweide ihn am Ball zu sehen, doch das alles ist ein zweischneidiges Schwert, denn ähnliches könnte ich über einen Mesut Özil sagen. Es gibt viele Parallelen, aber bei Özil ist es so, dass er jedes zweite Spiel komplett abtaucht und einfach überhaupt nicht zu gebrauchen ist, der klassische, sogenannte “Schönwetterfußballer”. Auch wenn ich den Begriff als etwas zu pragmatisch betrachte, beschreibt er die Gemengelage ganz gut. Thiago hat in dieser Saison sicherlich eine höhere Konstanz abgeliefert, als das Özil-Beispiel, aber mein Gott, schöne Pässe, den Ballverteilen und in den Interceptions zugelegt zu haben, reicht für mich einfach nicht als Spieler der Saison, gerade wenn man das genannte Real-Spiel in Augenschein nimmt, wo man auch mal “Eier” zeigen muss. Das war dann so ne Art Özil-Vorstellung, wenn man so will.
    Warum jetzt also Hummels? Ganz offen und ehrlich, ich hatte ihn aufgrund diverser Aussagen in Vergangenheit verachtet. Fand immer, dass ein Boateng in seiner Prime doch ein ordentliches Stück besser ist als Mats, gerade zur Katastrophenhinrunde der Dortmunder, wo er ein paar Mal zu oft nachts in den Kühlschrank geschaut hatte. Wenn es aber dann ein Spieler schafft, mich derart von Spiel zu Spiel zu überzeugen, komplett fehlerfrei zu spielen und als der Prototyp des perfekten Verteidigers auftritt und sogar meinen persönlichen Lieblingsspieler Martínez überstrahlt, dann hat nur er es verdient Spieler der Saison genannt zu werden. Egal ob gegen Ingolstadt, Hoffenheim, Dortmund oder die dicken Brocken in den CL, er war da, hat immer, einfach immer, Leistung abgeliefert und was für eine Leistung!
    Mir ist natürlich klar, dass bei solch einem Thema jeder seine subjektive Meinung hat und das ist vollkommen in Ordnung, nur einen Artikel mit dem Satz zu beginnen “Selten war eine Wahl so eindeutig, gibt es hier doch keine zwei Meinungen.” gleicht einer Ohrfeige an alle anderen, die dieser Meinung nicht zu 100% zustimmen. Sowas geht eigentlich nicht und ist ein großer Kritikpunkt des ansonsten gut geschriebenen Artikels. Persönliche Meinung ist absolut okay, nur andere Meinungen schon zu Beginn zu untergraben, mein Gott, wo sind wir hier?
    Meine persönliche Rangliste wäre:
    1. Hummels
    2. Thiago (<– tragende Säule, aber für mich, wie gesagt, Mats deutlich vor ihm)
    3. Martínez
    4. Vidal (<– trotz verschossenem Elfmeter, trotz gelb-roter Karte, war er für mich der Spieler der Spiele gegen Real, als es drauf ankam)
    5. Lewandowski (<– eine eigentlich hervorragende Saison, nur er (fast) allein war Schuld am Ausscheiden gegen Dortmund im DFB-Pokal)

    1. Sascha

      Ich war auch hin und hergerissen bei dem Thema,habe mich aber trotzdem auch für Thiago entschieden.Allerdings,wie ich schon erwähnt hatte,war Hummels mehr als nahe dran,um den Titel zu verdienen.
      Aber Feinde macht man sich nicht,wenn man seine Meinung klar äussert,insofern Alles gut :)
      Gruss

      1. Revolet

        Danke Sascha! Ja, bei mir ist’s ja im Prinzip genauso, nur dass die Plätze 1 und 2 getauscht sind. :)

    2. Kramnik

      Klar jeder kann seine Meinung haben und es ist mit Sicherheit überspitzt zu sagen, dass Thiago mit Abstand unser bester Spieler war. Deine Argumentation finde ich hingegen mehr als lückenhaft. Du beziehst dich nur auf die Real Spiele und willst damit Thiagos Leistung kleinreden. Von seinen 3500min die er gespielt hat, gab es vielleicht 180min die nicht ganz so überragend waren. Das ist ein marginaler Anteil. Klar es waren die zwei wichtigsten Spiele in der Saison. Ich bin desweiteren nicht der Meinung, dass seine Leistung schlecht gewesen sein soll. Er war kein game changer, hat aber eine normale Leistung geliefert. Dies hing mit einem starken Gegner zusammen, der Thiago die ganze Zeit in Manndeckung genommen hat. Die Spiele waren knapp und man hätte auch gewinnen können, dann hätte man wahrscheinlich nicht mal mehr über seine Leistung geredet. Zudem haben Leute wie Müller, Alonso, Martinez und Ribery ebenfalls überschaubar gespielt.
      Ich will die Leistung von anderen Spieler gar nicht kleinreden, da ich ebenfalls Hummels, Lewandowski, Martinez und Robben extrem stark empfand in dieser Saison. Doch mich stört die “Ignoranz” gegenüber einer so fehlerfreien Leistung, bei der man nichts kritisieren darf! Spieler werden so schnell schlecht geredet, wenn sie aber gute Leistung zeigen spricht man nur kurz drüber. Grade Thiago mit Özil zu vergleichen ist einfach nur falsch. Thiago war in dieser Saison viel kompletter, als es Özil jemals gewesen ist (soll nicht heißen, dass er kein Weltklasse Spieler ist). Ihn dann in die Ecke eines phlegmatischen Schönspielers zu schieben ist nicht in Ordnung. Grade seine Arbeit für das Team hat ihn in dieser Saison ausgezeichnet.

      Er hatte die meisten Ballkontakte, hohe Passquote, eine konstant hohe Zahl an erfolgreichen Dribblings und key passes und eine überdurchschnittliche Anzahl an Toren und Assists. Er hat sich in all diesen Kategorien gesteigert und repräsentiert damit fast absolute Weltklasse. Was ihn aber zu den wahrscheinlich drei besten Mittelfeldspielern dieser Saison gemacht hat, waren seine defensiv Werte. Hier hat er, wie im Text und in den Kommentaren schon erwähnt, eine Leistung gezeigt, die ich diese Saison nur bei Kante gesehen habe. Du wischt dies ja einfach weg, als wäre dies nichts, mit der Begründung das könnte ja jeder halbwegs guter Spieler. Okay dann zeig mir mal Spieler die betreffend der Interceptions, Zweikampfquote und Tackles besser Werte vorzuzeigen haben. Hier nochmal die Statistik.
      https://pbs.twimg.com/media/DAchYMrWsAA6pOE.jpg

      Witzig ist, nach deiner eingangs formulierten Kritik, dass man Thiago zu sehr nach oben stellt, schreibst du Mats sei deutlich vor Thiago gewesen.

      1. Revolet

        Schade, dass man trotz Hinweis teils arg angegangen wird. Wie ihr alle sehen könnt, ist Thiago in meiner “Liste” auf Platz 2, das für mich auch ziemlich deutlich. Ich erkenne die Leistung (gerade die -steigerung) von Thiago sehr wohl an und alle positiven Argumente, die ihr genannt habt, sind auch die meinen, nur habe ich begründet, warum er für mich nicht DER Spieler der Saison ist. Ganz einfach. Da kannst als zentraler Mittelfeldspieler immer glänzen und gerade die von dir genannten Werte hochtreiben. All das hat Thiago getan und kann zurecht als internationale Klasse eingestuft werden. Für mich fehlt es bis zum Weltklasse-8er allerdings noch ein wenig. Thiago’s Interceptions waren teilweise extrem wichtig in bestimmten Situation, teilweise gab es aber auch Spiele wo es überhaupt nicht geklappt hat, daher finde ich den Vergleich zum Interceptions-Beast Kanté nicht ganz passend.
        Für MICH war Hummels deutlich vor Thiago. Der Autor schreibt jedoch leider dreisterweise der Allgemeinheit vor, wer der beste Spieler der Saison sei und untermauert das damit, dass es keine zweite Meinung darüber gibt. Exakt das war mein Hauptkritikpunkt und hat mich doch sehr verärgert.
        Jeder hat seine eigene Meinung und ich kann es doch total nachvollziehen, wenn man für sich entscheidet, Thiago ist der Spieler der Saison. So sehr liegen die Meinungen in der Community ja gar nicht voneinander, also nicht zerfleischen.

      2. Kramnik

        Ich will doch gar nicht deine Meinung kritisieren. Bei mir war Thiago der beste Mann, bei dir Hummels. Das ist okay, beide haben super gespielt. Mir hat bloß die Begründung gegen Thiago nicht gefallen. So finde ich Thiagos Leistung in der deutschen Medienlandschaft nicht ausreichend gewürdigt. Bei Kicker usw. werden voll kommen irrationale Listen zusammengestellt, auf die sich gefühlt ganz Fußball Deutschland bezieht. Man muss sich Sprüche von gewissen Chefredakteuren anhören, die könnte ich mir auch im Stadion geben. Sowas führt dann zu einer zu hohen Erwartungshaltung oder manche Spieler werden in den Himmel gehoben. Da erinnere ich mich gerne an die letzte Saison, als Dortmund Fans ihren Ginter abfeierten und ihn wegen seinen paar Assists höher als Lahm eingestuft haben.
        Ich finde es auch gut, wenn Verteidiger mal in solchen Listen an die Spitze gestellt werden. Doch die Saison war Thiago einfach eine Augenweide. Ich hab aber ein Gefühl, dass nächste Saison Boateng und Hummels rasieren werden (12 Gegentore in der Buli).

      3. Revolet

        @Kramnik Sorry erstmal, es hat sich etwas vermischt mit dem, was ich zu einem gewissen anderen Herrn schreiben wollte. Meine Argumentation möchte ich gar nicht so bezeichnen, es ist eher eine kleine Grundlage, warum es Thiago für mich (dann doch etwas deutlich) nicht vor Hummels geschafft hat. Deine Kicker-Kritik kann ich absolut nachvollziehen, dort werden wirklich Ansprüche gestellt, wo man sich fragt: hat das jemals ein Buli-Spieler in den letzten Jahren erreicht? Bei Thiago finde ich allerdings (ähnlich wie auch bei einem Robben und da für mich etwas fälschlicherweise) wird an Lob nicht gespart. Hat er sich auch über die Saison hinweg verdient mit der genannten Steigerung.
        Ich wüsste momentan allerdings nicht, was man am Duo Hummels-Martínez besser machen könnte. Ohne das kuriose Spiel gegen Leipzig, wäre man am Ende bei 18 Gegentoren gewesen. Ich bin mir aktuell nicht sicher, aber das ist schon sehr sehr nah dran an Rekordmarke oder? Also für mich war die Defensive das Prunkstück. Nur ein Boateng in Prime-Topform könnte das Duo sprengen, aber ich bezweifle momentan, ob das so schnell geht. Ich fand ihn seit 1 1/2 Jahren (ja bereits vor und während der EM fing es an) nach und nach ziemlich grottig. Trotzdem wünsche ich mir natürlich, dass er zu alten Glanzzeiten zurück findet, allerdings wird dies meiner Ansicht nach noch dauern.
        Mein letzter Absatz zu der Antwort auf deinen Kommentar mit der Darstellung des Autors war auf deine Aussage bezogen. Das konnte ich nicht nachvollziehen.
        Dennoch, absolut in Ordnung sonst, wie du zu deiner Meinung stehst, kann’s nachvollziehen!

      4. Kramnik

        Ich hab auch gar nichts an Hummels/Martinez auszusetzen. Boateng in Topform würde für mich das gewisse Etwas einer schon fast vollkommenen Sache darstellen. Für mich ist er der beste Innenverteidiger der Welt. Hab von ihm nur super Leistungen gesehen, bis er diese gigantische Verletzungsserie hingelegt hat. Fand ihn im Spiel gegen Atletico und bei der EM immer noch sehr stark, vor allem wenn man berücksichtigt, wie wenig Vorbereitungszeit er hatte (ca. 20min gegen Gladbach). Hoffentlich wird er bis zum 1. Juli fit und kann endlich in Ruhe in die Saison starten. Ich glaub man muss nicht die Krankenakte im Detail kennen, um schlussfolgern zu können, dass ein paar seiner Verletzungen aufgrund eines bewusst zu frühen Einsatzes zustande gekommen sind. Das rechne ich ihm immer noch hoch an.
        Und ja die letzte Saison war fast am Top Wert, ich meine 14 Gegentore, dran. Ein wenig wird die Defensivleistung der Bayern auch unterschätzt. In Europas Top Ligen hat man in den letzten 5 Jahren mindestens zu den drei Teams gehört die am wenigsten Tore in der Liga kassiert haben. Auch der deutliche Unterschied auf Dortmund, ist maßgeblich auf die bessere Defensivleistung zurück zu führen. Mal schauen wie Carlo den Konkurrenzkampf coachen wird. Alle vier Innenverteidiger sind eigentlich zu gut um auf der Bank zu versauern. Ungefähr 9000min werden an vier Leute zu vergeben sein, wenn sich niemand verletzt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass einer unter 2000min kommt, was ich als kritisch sehen würde. Von Experimenten wie einen Martinez ins Mittelfeld zu stellen halte ich spielerisch nicht viel und er würde den Konkurrenzkampf dort unnötig verschärfen. Was ich jedoch gerne mal sehen würde, ist eine Dreierkette. Mit Carlo wird dies aber nicht geschehen.

    3. GP11

      Da Martínez dein persönlicher Lieblingsspieler ist und du Thiago als Schönwetterfußballer abstempelst, ist offensichtlich, wo der Hund begraben liegt und es lohnt sich nicht, hier eine lange Diskussion anzufangen. Du schätzt wohl den Spielertypen Thiago grundsätzlich nicht und präferierst Kämpfer und Läufer. Was für uns wichtiger ist, lass ich mal dahingestellt, vielleicht solltest du dich aber mal als Scout beim FC Bayern bewerben, da rennst du mit deinen Vorlieben offene Türen ein.

      Deshalb nur kurz Folgendes:
      Jedes Spiel ohne Thiago haben wir deutlich und um Größenordnungen in jeglicher Hinsicht sowohl offensiv als auch defensiv schlechter gespielt. Da dürfte es wohl wenig zu widersprechen geben. Klar, eigene Meinung und so weiter, aber dann kann ich irgendwann auch behaupten, dass Renato Sanches unser bester Spieler ist und mich auf die eigene Meinung berufen.
      Ohne jetzt Hummels’ Leistung schmälern zu wollen, der sicherlich eine Säule der vergangenen Saison war, ist das bei ihm doch etwas anders. Wenn er nicht gespielt hat, waren wir insgesamt sicherlich auch etwas unsouveräner, aber schon das Wort schlechter möchte ich hier ausdrücklich nicht benutzen.

      Genau genommen würde ich sogar sagen, dass wir meiner Meinung nach (hier sind wir dann auch tatsächlich im Feld persönlicher Hypothesen) wahrscheinlich eine bessere Saison gespielt hätten, wenn man statt Hummels z. B. Pjanic verpflichtet hätte (quasi gleiche Ablöse und er spricht als luxemburgisch-bosnischer Doppelstaatsbürger fließend Deutsch). Man hätte defensiv in der Innenverteidigung mit Alaba/Kimmich sicherlich schlechter performert, das durch das kompaktere Mittelfeld aber eventuell schon defensiv überkompensieren können. Offensiv hätte man so das Geld definitv stimmiger investiert.
      Pjanic war jetzt aufgrund der vergleichbaren Ablöse nur ein Beispiel.

      1. Revolet

        Drehen wir den Spieß mal um GP11: Wenn ich anscheinend “Kämpfer und Läufer” präferiere, ziehst du “spiel- und passstarke Spielertypen” vor. Du glaubst also ernsthaft, dass eine Innenverteidigung, ich betone STAMMinnenverteidigung, aus Alaba und Kimmich + einen Pjanic der zu einem kompakteren Mittelfeld beitragen soll, eine große, ja sehr große Saison gespielt hätten? Tut mir Leid, aber das bezweifle ich doch stark und irgendwie kommt es mir so vor als wär der Jeder-Spieler-egal-auf-welcher-Position-muss-ein-MF-sein-Guardiola-Gedanke vollends in dich gegangen und hat dich dem Wahnsinn ein Stück näher gebracht. Aber gut, sei es so. Es gibt Leute, die zu ihrer Meinung stehen und trotzdem andere Ansichten nachvollziehen können und es gibt Leute, wie dich, mit denen man in keinster Form diskutieren möchte. Cheers …

      2. GP11

        Selbstverständlich gehe ich dann von einer Martínez-Boateng-Stamminnenverteidigung aus. Ich habe quasi schon eine Verletzung/Sperre eingerechnet. Selbst im Falle so einer Situation wäre mir beispielsweise im Real-Rückspiel

        Thiago
        Vidal Pjanic
        Bernat Alaba Boateng Lahm

        lieber gewesen als

        Thiago
        Vidal Alonso
        Alaba Hummels Boateng Lahm

        Abgesehen davon bin ich weder einer, der überall Mittelfeldspieler aufstellen würde noch ein blinder Guardiola-Fanatiker. Auf den Außenverteidigerpositionen sehe ich lieber verkappte Flügelspieler und Guardiola hat sich meiner Ansicht nach besonders in seiner letzten Rückrunde hier auch stark vercoacht.

        Und ja, ich ziehe ballsichere, kreative Mittelfeldspieler grundsätzlich und uneingeschränkt dem Läufertypus vor. Wahrscheinlich bin ich da auch außerhalb deutscher Sportredaktionen und der Führungsetage des FC Bayern alles andere als alleine mit dieser Ansicht.

        Alleine wenn man aktuell bei der U21-EM Sanches auf der einen Seite mit einem Dahoud oder Ceballos auf der anderen vergleicht …

    4. Sascha

      ………….Vidal ?! :)
      Gruss

  12. FCB_1900

    Nur mal so… weil man derzeit immer von Granaten spricht und diese falscherweise nach den Ablösesummen beurteilt, je teurer desto besser. Thiago hat seinerzeit 25 Mio gekostet (also keine Megaablöse) heute ist er Spieler des Jahres und aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Was garantiert uns denn ein Megatransfer von Verratti (gegen Barca nicht zu sehen) oder Griezman um die 100 Mio + Megagehalt? Nichts. Vielleicht eine 10% höhere Chance die CL zu gewinnen. Dafür muss man aber keine 100 Mio ausgeben. Klar hat sich der Markt gewandelt, was vor paar Jahren 25 Mio Ablöse waren sind heut 40-50 Mio. Aber man muss nicht alles und um jeden Preis mitmachen.

    1. GP11

      Ich lese hier gefühlt mindestens dreimal so viele Kommentare, die sich über andere Kommentare beschweren, welche angeblich nur nach der Ablöse Spieler beurteilen, als tatsächlich ebenjene Kommentare.
      Um auf deine Beispiele Verratti und Griezmann einzugehen.
      Ein Verratti für 100 Mio. garantiert einen Mittelfeldspieler, der spielerisch über jeden Zweifel erhaben ist und geradezu den Prototyp des Ballbesitzspielers verkörpert. Einzig seine Leiste würde mir bei der Ablöse etwas Bauchschmerzen bereiten, da das schon finanziell ein bisschen Risiko im Angesicht seiner Wehwechen wäre, aber spielerisch wäre er schlicht und ergreifend perfekt.
      Vidal, Sanches und Tolisso haben schwarz auf weiß zusammen mindestens 113,5 Mio. gekostet (Sockelablösen wurden jedes Mal vom abgebenden Verein veröffentlicht). Wenn ich entscheiden könnte, ob ich für 113,5 Mio. lieber Verratti oder diese drei zusammen haben könnte, würde ich mich immer für Verratti entscheiden.
      Und was soll denn bitte der Verweis auf das Achtelfinale gegen Barca?
      Erstens war er im Hinspiel überragend, zweitens frage ich mich, ob du nach dem Hinspiel, dem Viertelfinale oder auch 2013 Ähnliches über Messi und Co. schreiben würdest und drittens ist es doch das gleiche Spiel wie bei uns mit Thiago:
      Stellt man Thiago/Verratti zu geht, nichts mehr, weil das ganze Spiel von ihnen abhängt. Hat man aber Thiago und Verratti zusammen im Mittelfeld, geht das nicht mehr.

      Umgekehrt würde ich dann einen Griezmann nicht einmal für einen Bruchteil seiner AK verpflichten. Wo soll er denn spielen?

      Es kommt darauf an, ob ein Spieler passt und nicht darauf, was er kostet. Weder in die laut dir hier vorherrschende Richtung, dass man teure Transfers tätigen muss, noch in die von dir vertretene Richtung, grundsätzlich keine Großtransfers zu tätigen.

      1. Sascha

        @GP11

        Du bist mir oft ein Stück weit zu radikal,auch in Punkto Vorstand,mit Deinen Meinungen.Du machst immer sehr viel an einzelnen Personen fest,
        unterschätzt,meiner Meinung nach,aber oft die Kraft einer Einheit,die viel wichtiger ist,denn davon lebt ja gerade der Fussball und ein Verein.
        Ich z.B. : Würde niemals einen Veratti kaufen im Gegensatz zu diesen 3 Spielern.Ich meine,da bedarf es keinen weiteren Kommentar dazu,zumindestens nicht von meiner Seite.
        Das ist auch nicht böse gemeint.Das hat ein bisschen was von Wild-West Manier: Erst schiessen und dann Fragen.
        Ein Spieler,für
        diesen Geld zu holen ist nicht clever,nicht fördernd für das Gemeinwohl.
        Die Gehaltsforderungen bei Neuverträgen oder Vertragsverlängerungen würden in die Höhe schiessen.
        Was ist,wenn der Spieler sich schwer verletzt ?
        Wer soll dann die Position adäquat ersetzen ?

        Ich hoffe,das der Verein solche Spielchen nicht mitmacht

        Gruss

      2. GP11

        “Du machst immer sehr viel an einzelnen Personen fest”

        Das genaue Gegenteil ist der Fall. Ich bin ja dafür, nur noch passende Spieler zu verpflichten, die sich gewinnbringend in unsere Mannschaft bei hohen Ballbesitzwerten einbringen können. Und dann bitte nicht an Verratti aufhängen, den habe ja nicht ich ins Spiel gebracht, sondern ich habe nur auf entsprechende Äußerungen reagiert, dass Verratti ein dummer Transfer wäre.
        Es ist doch für die “Kraft einer Einheit” viel besser, einen Dahoud oder Ceballos für niedrige zweistellige Millionensummen zu verpflichten als Sanches oder Vidal für 35 bzw. 37. Erstere beide passen ins System, während Vidal deshalb geholt wurde, weil er der größte Name war der für unter 40 Millionen zu bekommen war und Sanches, weil man zeigen wollte, dass man auch ein vermeintliches Toptalent gegen englische Widersacher holen kann. Das waren die einzigen Gründe, warum Vidal uns Sanches hier spielen. Das soll gut für ein funktionierendes Mannschaftsgefüge sein?
        Bestes Beispiel ist doch die Transferperidoe 2015. Man hat bei De Bruyne geknausert, aber dafür Vidal und Costa geholt. Für die kombinierten Ablösesummen und Gehälter hätte man einen passstarken, kreativen De Bruyne locker haben können. Stattdessen hat man zwei unpassende(re) Spieler geholt, die jetzt (Costa) bzw. nächstes Jahr (Vidal kokettiert schon mit China nach der WM) wieder den Abflug machen.
        Wie kann es für die Entstehung eines Kollektivs besser sein, wenn man nach 2-3 Jahren die Spieler wieder austauscht, anstatt die Lösung für die nächsten ca. 8 Jahre zu verpflichten?
        Wer heute spart, zahlt morgen doppelt => Transfermotto beim FC Bayern
        Irgendwie hat es sich beim FC Bayern festgesetzt, dass Ablösesummen über 40 Millionen (41,5 Millionen seit ein paar Wochen) böse zu sein scheinen, weil es dann einen Medienaufschrei geben könnte. Und den Wahnsinn wolle man ja nicht mitmachen. Nur ist es für mich deutlich wahnsinniger, 35+45 für Sanches zu zahlen als 75 für De Bruyne. Egal, was dann Bild und der Doppelpass dazu sagen.

      3. Daniel

        @Sascha

        Der entscheidende Punkt bei einem Spielertransfer (wie eigentlich bei jedem anderen Geschäft auch) ist weniger der Preis als mehr das Preis-Leistungs-Verhältnis und der Bedarf. Etwas billig einzukaufen, das ich nicht brauche ist schlechter als etwas benötigtes teuer zu kaufen. Um jetzt den Bogen zu Verratti zu spannen: in meinen Augen sind 100 Mio in Verratti besser investiert als 35 Mio in Renato Sanches. Sanches hat noch nie nachgewiesen, dass er auf höchstem Niveau spielen kann (im Gegensatz zu manchen Gerüchten war er bei der EM solide, aber nicht herausragend).
        Viel entscheidender: Selbst wenn Sanches die individuellen Erwartungen voll erfüllt hätte würde er uns dennoch kaum weiterbringen, da er ein Box-to-Box Spieler ist, der seine Stärken im Bereich der Athletik und der Lauf- und Zweikampfstärke hat. Von diesem Spielertyp hat Bayern aber bereits den in meinen Augen weltbesten Vertreter (Arturo Vidal) im Kader. Und selbst dieser hat gewisse Probleme, da dieses Fähigkeitenprofil nur sehr eingeschränkt zu einem Mittelfeldspieler in unserem System passt.

        Ich stimme mit GP11 in manchen seiner radikalen Ansichten nicht überein und insbesondere nicht in seinem absolutistischen Anspruch, dass seine Meinung der Weisheit allerletzter Schluss ist. Ich gebe ihm allerdings Recht, dass unser größtes Problem das Fehlen eines kreativen Mittelfeldspielers neben Thiago ist. Der größte Unterschied gegen Real Madrid war in meinen Augen, dass Kroos und Modric das Mittelfeld auf eine Art und Weise dominierten, die Thiago alleine nicht erreichen konnte, weil er halt allein auf weiter Flur stand, da weder Alonso noch Vidal ihn angemessen unterstützen konnten. Entsprechend würde ich einen Transfer, der diese Lücke schließt, begrüßen. Ob dieser Transfer jetzt Dahoud für 12 Mio gewesen wäre, Thielemans für 30 oder halt Verratti für 100 Mio ist jetzt erstmal gar nicht so entscheidend. Diese Transfers hätten uns alle deutlich weitergebracht. Ob Tolisso das in dem Maße kann muss man abwarten, ich hab ihn zu wenig gesehen, um das beurteilen zu können…

      4. Sascha

        Interessanter Artikel

        Zum Einen sind für mich die Ballbesitzwerte gar nicht entscheidend,zumindestens nicht an einer Person festzumachen,und selbst wenn,ist die Mannschaftsleistung der entscheidene Faktor (Unter Anderem),die über Sieg oder Niederlage entscheidet.
        Ferner sind das für mich auf jeden Fall : Nicht,die einzigen Gründe,wie Du denkst.

        Glaubst Du ernshaft,der Verein reagiert aus Trotz,um dann solche Transfers zu tätigen ?

        Bei über 80 Jahren internationaler Erfahrung im Profigeschäft und Vorstand des FCB,ist das mehr als schwer zu begründen.

        Zu Thema Lösuung :
        Deine Lösung,sprich Transfer ist also auf 8 Jahre ausgelegt ?!
        Habe ich das richtig gelesen ?

        …………………8 Jahre…………….Letzte Woche habe ich mir einen Kühlschrank gekauft,mit 10 Jahren Garantie,wohlwissend das der Kollege vielleicht in 2 Jahren wieder auf dem Schrott landet ;)
        Oha………..der Tiger kommt,jetzt gibts Ärger……..

        Gruss

      5. Sascha

        Schwarz oder Weiss……….?

        Meine Meinung :
        So viel Grau.
        “Etwas billiges einzukaufen”……Billig ist für mich eine Rumpsteak im Angebot,vielmehr eher günstig.

        Ich hoffe Du verstehst,was ich meine.

        “Sanches wird uns nicht weiterbringen”

        Das ist mal ne steile Aussage ;)

        Zum Thema Lücke,wie Du schreibst.

        Die Lücke wurde gerade mit dem Transfer Tolisso geschlossen.

        Gruss

  13. GE

    Hummels, Lewy, Robben oder Thiago … es gibt gute Gründe einen davon als Spieler der Saison zu küren.

    Allerdings wird, wie hier in Euren Kommentaren, wie in fast allen MSR Spielberichten und in allen Medien übersehen (die Gründe hierfür würden mich langsam interessieren), dass bei uns ein absoluter Weltstar spielt, der auch diese Saison wieder konstante Weltklasse ablieferte.

    MEIN Spieler der Saison:
    https://petersgradmesser.wordpress.com/2016/09/18/ancelotti-gott-sei-dank-haben-wir-neuer/
    (Durchaus lesenswert sind auch die Kommentare zu diesem Blog)

  14. […] wir in Thiago unseren Spieler der Saison und in Mats Hummels unseren Newcomer der Saison gekürt haben, vergeben wir nun gesammelt die […]

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