Round-Up: Spieler des Monats Mai

Ein letztes Mal diese Saison vergeben wir heute in unserem Round-Up den Titel Spieler des Monats. Während der Mai sonst die wichtigsten Spiele der Saison umfasst, waren die Spiele dieses Jahr alle “nur” Gala. Außer für einen Spieler, der nie verlieren will und vielleicht auch nicht verlieren kann – unseren Spieler des Monats: Arjen Robben.

Wenn wir in einigen Jahren auf den Mai 2017 zurückschauen, wird dieser Monat vor allem mit den Abschieden von Vereins-Legende Philipp Lahm und den Fußball-Maestro Xabi Alonso in Verbindung gebracht werden. Die großen Spiele blieben diesen Mai aus – kein Pokal-Finale, kein Champions-League-Finale, kein packendes Finale um die Meisterschaft.

An ein Spiel wird man sich vielleicht dennoch erinnern können. Der bereits feststehende Deutsche Meister zu Gast beim aufstrebenden Tabellenzweiten RB Leipzig. Ein Spiel in dem es um nichts hätte gehen können und es doch um mehr als das Prestige ging. Der Rekordmeister wollte auch im zweiten Duell gegen den Verfolger seine Vormachtstellung deutlich unterstreichen. Die Sachsen wollten sie genau daran hindern und den großen FC Bayern ärgern.

Dementsprechend schwungvoll gestaltete sich die Partie, bei der Leipzig mit noch zehn Minuten auf der Uhr 4:2 in Führung lag. Es folgte eine verrückte Schlussphase. Zuerst gelang Lewandowski der Anschlusstreffer (84.), bevor Alaba per direktem Freistoß den Ausgleich erzielte (90.+1). Ein irres Spiel, mit einem gerechten Unentschieden am Ende. Eigentlich schien alles klar. Für alle 42.558 Zuschauer im Stadion, für alle Spieler auf dem Rasen und alle Funktionäre auf der Bank.

Unser Spieler des Monats Mai: Arjen Robben
(Bild: Matthias Hangst/Bongarts, Alexander Hassenstein/Bongarts, Robert Michael/AFP alle Getty Images)
Auftritt Arjen Robben. Nach einem öffnenden Pass von Thomas Müller nimmt der Holländer in der 95. Minute an der Mittellinie Fahrt auf. Mit schnellen, kurzen Schritten überläuft er den Leipziger Marvin Compper, wie zuletzt nur Marc Bartra von Gareth Bale überlaufen wurde. Danach zieht er bei etwa elf Metern nach innen – wie könnte es auch anders sein – und überlupft den chancenlosen Keeper Gulasci. Ein Solo, das durchaus an sein Siegtor im DFB-Pokal Halbfinale 2010 gegen Schalke erinnerte. Der Jubellauf von Robben im Anschluss sprach Bände. “It’s not over until we say it’s over”, sollte Thiago im Anschluss passend in den Sozialen Netzen schreiben.

Eine Woche später gegen Freiburg durfte Robben ein letztes Mal, nach acht gemeinsamen Jahren, mit Lahm die rechte Seite beackern und der Holländer nutzte dies nochmals komplett aus. Er hat sichtlich Spaß am Spiel gegen die Breisgauer. Bereits nach vier Minuten erzielt er das 1:0. Das 2:0 von Vidal und das 3:1 von Ribery legt er an diesem Tag mustergültig auf. Insgesamt gibt Robben 11 Torschüsse ab, für ihn ein persönlicher Rekord.

Über die beiden Spiele im Mai – gegen Darmstadt kam er nicht zum Einsatz – sammelte Robben zwei Tore, zwei Assists, fünf Key Passes und absolvierte neuen Dribblings. Außerdem war er in beiden Spielen einer der drei Bayern-Spieler mit den meisten Ballkontakten, was einmal mehr seine Motivation und Einbindung in das Bayern-Spiel unterstreicht.

Über die gesamte Saison erzielte Robben 13 Tore und blieb damit zum sechsten Mal in seiner Torausbeute zweistellig. Außerdem konnte er elf Assists verbuchen, was einen neuen persönlichen Rekord für ihn bedeutet. Ebenso stellte Mr. Wembley mit 24 Scorer-Punkten seinen vorherigen Bestwert aus der Saison 2014/15 ein.

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Der Quarterback, der das Chaos ordnete | Martin Schneider | Süddeutsche

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Die Robbery Nachfolge | Tobias Hahn | TheFalseFullback

Guardiola ließ Bayern-Spieler über Taktik abstimmen | Marie Kilg | taz.de

Der Übersehene | Julian Ritter | ZEIT

Bundesliga-Rückblick: FC Bayern 17-mal im Nachteil | WahreTabelle

Die FCB-Termine in der Sommervorbereitung | FC Bayern

FC Bayern München – 5 Baustellen | Johannes Mittermeier | Eurosport

Die Mutter aller Niederlagen | Tim Jürgens, Dirk Gieselmann | 11Freunde

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Die Meister-Saison der Bayern in Zahlen | FC Bayern

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Leserkommentare
  1. Roland Wohlfarth

    Danke für den taz-Artikel. Endlich mal Enthüllungen: Jan trägt “aus Faulheit” weder Trikot noch Schal und trinkt Pfefferminztee der Marke “be Cool”. Wann gibt´s endlich mal Starschnitte oder zumindest mal Poster?

    1. Marco05

      Ich würde es nicht ganz so schnippisch formulieren wollen, aber die Frage ist schon, ob die Qualität der verlinkten Artikel irgendwie einen gewissen Anspruch erfüllen soll, oder ob es einfach eine lose Sammlung ist.

      Grundsätzlich würde ich zum einen so Fußball- und vor allem Bayern-ferne Blätter selbst nicht anklicken, da dort meist nur das bekannte – ja – Bashing stattfindet und zum anderen die Münchener Haus- und Hof-Blätter wie az, tz, merkur etc auch meiden, da die einfach inhaltlich nahe Null liefern. Natürlich begrenzt sich die Auswahl dann enorm aber ist halt die Frage von oben, Quantität oder Qualität?

    2. Kita

      “Be cool” ist zwar der Vom BR, aber trotzdeminteressant. Jan ohne Trikot und mit Handy in der Hand. Kenne viele, die das in der SK nicht mögen ;-)

    3. Entlauber

      Naja, jetzt zwei solche -zugegebenermaßen keinen Mehrwert bietenden- Details aus einem recht langen Artikel rauszugreifen, die überhaupt nicht repräsentativ für den gesamten Artikel sind, um dessen Qualität in Frage zu stellen, finde ich etwas fraglich.

      Und gerade an diesem Beispiel die grundsätzlich natürlich berechtigte Frage von “Qualität oder Quantiät” zu erörtern, halte ich auch für deplatziert. Ich jedenfalls fand ihn durchaus interessant und informativ und alles andere als plump oberflächlich oder ein bekanntes Bashing betreibend.

      Das Haupt-Thema darin -die zunehmende Verbreitung journalistischer Inhalte aus erster Hand nur noch über einen vereinseigenen Kanal- ist meines Erachtens eine zu Recht thematisierte Problematik. Unbestritten gibt es einen Haufen fragwürdiger Medien, die nur auf billige Schlagzeilen-Produktion aus sind. Daneben existieren aber schon auch noch ein paar seriöse Vertreter der Zunft, die man dann eben genauso aussperrt. Und das gefällt zumindest mir gar nicht – für mich ist eine journalistisch unabhängige, auch seriös kritische, Berichterstattung bzw. Frage-Stellung deutlich wichtiger als vereinseigene Selbst-Beweihräucherung.

      Dass beispielsweise damit zusammenhängend auch zum ersten Mal überhaupt bei der Sendung “Blickpunkt Sport” eine komplette Saison lang kein Bayern-Spieler zu Gast war, weil es exklusiv nur die weichgespülten Talks im Bayern-TV geben soll, ist für mich ein Unding. Nun mag der BR in dem Fall nicht gerade als leuchtendes Beispiel des kritisch investigativen Journalismus dienen, ein zumindest unabhängigeres Medium ist es aber sicher allemal (und auch eher kaum dem einschlägig bekannten boulevardeskem Medien-Teil zuzuordnen).

  2. chicago_bastard

    Kurz Off Topic, da es in der Kommentarspalte letztens eine längere Diskussion über den unsäglichen Anastacia-Auftritt in der Halbzeitpause gab: Gestern beim Pokalfinale haben die Fans deutlich gemacht, was Fußballfans von solchen Halbzeitshows halten. Hoffe wir bleiben in Zukunft von solchen peinlichen Versuchen den US-Sport nachzuäffen verschont.

    1. Entlauber

      Schon ausgiebig im anderen Beitrag diskutiert, aber kann nur nochmal beipflichten… +1!

  3. Mehmet68

    Warum eigentlich nicht Arjen als Sportdirektor ab 2018? Ein Vollprofi mit Gespür – siehe die Entschuldigung bei Streich am letzten Spieltag.

    OK, er würde vielleicht manchmal “zu schnel abheben”… ;-)

    Ich fänds spannend – und er könnte es ganz sicher besser als van Bommel.

  4. Marco05

    Ich weiß nicht, ob das auf Arjens Agenda steht. Auch wenn ich van Bommel für geeigneter halte, hätte Robben durchaus ein gewisses Potential in der Richtung. Bin mal grundsätzlich gespannt, was der Verein hier vorhat. Wenn UH schon sinngemäß sagt, dass man den Markt “sichtet”, dann schwant mir böses. Bei so einer Stellung müssten eigentlich die Kandidaten Schlange stehen. Da werden wir sicher noch die ein oder andere Diskussion führen.

    Mal kurz OT, da ich grade nicht weiß, wo ich es platzieren soll:

    Die ach so tollen Dortmunder “Pokal-Helden” haben es ja jetzt tatsächlich geschafft, das schlechteste Rückrundenteam mit 2:1 niederzuringen. Dennoch steht eine Trennung von Tuchel bevor. Laut Journalie hat er “sportlich die Ziele erreicht”.
    Im Hinblick auf ein mögliches Engagement von Tuchel beim FCB in naher Zukunft muss ich dem deutlich widersprechen. Nicht nur das Spiel am Samstag war deutlich unter dem Niveau, welches man von diesem Kader erwarten kann, im Grunde war es bis auf einige Ausrutscher nach oben, die gesamte Saison.

    Mit Aubameyang hat man einen Torgarant der die Hälfte aller Buden alleine macht. Der ist ja im Grunde ein Selbstläufer. Man hat sehr ordentliche Transfers getätigt, von denen letzten Endes nur Dembele gegriffen hat, wobei dieser auch noch schwankend ist aber auf hohem Niveau. Manche (wie Mor) kamen im Grunde gar nicht zum Zug – warum auch immer.

    Taktisch ist vor allem defensiv kein Konzept zu erkennen, die Stabilität fehlt sogar hinten und vorne. Will sagen: wenn Auba jetzt den Verein verlässt, dann hat Dortmund ein richtiges Problem und ich wüsste nicht, wie Tuchel das in den Griff bekommen sollte, wenn er es jetzt schon MIT ihm nicht geschafft hat. Und für den direkten CL-Platz hatte man genug Schiri-Entscheidungen auf seiner Seite, bei denen auch keiner weiß, wie erfahrenen Referees das passieren kann (Brych!!!)

    Also für mich ist der BVB (und damit auch Tuchel), trotz Stolper-Pokalsieg grandios gescheitert. Mit dem Kader – Verletzungen hin oder her – muss man zumindest spielerisch deutlich anders auftreten. Als Mensch ist mir Tuchel ein Stück weit sympathischer geworden weil ich seine Interviews stets als interessant, sachlich und in der Sache oft richtig empfand. Als potentieller Ancelotti-Nachfolger ist er bei mir deutlich nach hinten gerutscht.

    1. Baldi

      Einen van Bommel kann ich mir auch viel besser vorstellen, weil er
      – Abstand zur aktuellen Mannschaft hat.
      – bereits Erfahrungen als “Funktionär” gesammelt hat.
      – vom Typ (auch eher als Robben) her einer ist, der Verantwortung für eine Mannschaft/einen Verein übernehmen kann und will.
      – eine Starke Verbindung zum FC Bayern hat.
      – einer sein könnte, der mit Hoeneß (Machtstellung) klar kommt.

      Was den BVB angeht, sehe ich das genauso. Mit Ausnahme den Partien gegen uns ist die Mannschaft jeder anderen Bundesligamannschaft deutlich überlegen. Dafür hat sie deutlich unterperformt. Ich hatte damals gedacht, dass die gerade mit (einem gesunden) Götze, uns einen heißen Meisterschaftskampf liefern würden. Tuchel ist mehr das Versprechen auf einen richtig guten Trainer als das er ein so guter Trainer wäre, wie viele denken.
      Als Ancelotti-Nachfolger sehe ich ihn deshalb auch nicht, oder noch nicht, wer weiß wie er sich entwickelt. Nichtsdestotrotz bleibt die verfrühte Frage, wer Ancelotti nachfolgen könnte und damit die Frage, welche Art Fußball der FC Bayern in Zukunft spielen wird.

      1. Mehmet68

        Erfahrungen als “Funktionär” ? Wäre mir ganz neu, was hat er gemacht?

        Ich finde ihn von der Art her schwierig, eher Streithahn als Vermittler.
        Es wundert mich immer wieder, dass er bei MSR so hoch gehandelt wird, nur meine 2c…

    2. Mehmet68

      Sorry, sollte die direkte Antwort sein:

      vB – Erfahrungen als “Funktionär” ? Wäre mir ganz neu, was hat er gemacht?

      Ich finde ihn von der Art her schwierig, eher Streithahn als Vermittler.
      Es wundert mich immer wieder, dass er bei MSR so hoch gehandelt wird, nur meine 2c…

      1. Baldi

        Bei der PSV war er im Jugendbereich tätig und soll die nächste Saison die A-Junioren trainieren.
        Zwischendurch hat er irgendwas als Co-Trainer mit der Nationalmannschaft von Saudi Arabien zu tun gehabt …

        Ich kann allerdings nicht beurteilen ob das was er macht so gut ist, dass es für Bayern reicht.

  5. Minanda

    Mahrez möchte laut eigenen Angaben Leicester verlassen.

    Wäre das nicht einer, der in die Robbéry-Fußstapfen treten kann (wenn er nicht schon woanders zugesagt hat)?

    Vielleicht begibt sich miasanrot noch einmal auf die Suche nach möglichen Transfers für uns, bevor die Entscheidungen gefallen sind. Würde ich liebend gerne lesen!

    1. Jo

      Die letzte Saison von Mahrez und Leicester insgesamt war jetzt nicht so berauschend.
      Im Grunde hatte er in seiner Karriere bisher nur ein Jahr (eben die Meistersaison) in der er bayernlike performt hat. Bei den vsl. aufgerufenen Summen um die 40, 50 Mio. wäre das ein ziemliches Risiko sich ein “One-Season-Wonder” einzufangen.

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