Paris Saint-Germain – FC Bayern München 3:0 (2:0)

Der erste Gradmesser der Saison stand für den FC Bayern auf dem Programm: mit Paris Saint-Germain wartete der erste große Gegner in der Champions League. Für beide ging es um viel.

Umso größer war die Anspannung unter den Fans zu spüren. Und Carlo Ancelotti wusste diese nochmal zu verschärfen.

Falls Ihr es verpasst habt:

Der Italiener ließ Robben, Ribéry und Hummels draußen, Boateng war erst gar nicht im Kader. Alles deutete darauf hin, dass der Trainer den Plan hatte, durchs Zentrum und die Halbräume zu kombinieren. Bereits auf Schalke funktionierte dies sehr gut.

PSG - FC Bayern, GrundformationenParis Saint-Germain – FC Bayern München, Grundformationen

Vor Ulreich begannen Süle und Martínez sowie Kimmich und Alaba, die für Breite sorgen sollten. Davor eine Dreierreihe bestehend aus Thiago, Vidal und Tolisso. Vorne dann die größte Überraschung: Müller und James hatten die klare Aufgabe, Lewandowski besser ins Spiel einzubinden und die Schwächen der Pariser im Zwischenlinienraum zu nutzen.

Das Heimteam trat hingegen wie erwartet auf. Areola im Tor, Kurzawa, Silva, Marquinhos und Dani Alves in der Viererkette. Im Mittelfeld boten sie mit Verratti, Motta und Rabiot ihre ganze spielerische Klasse auf. Komplettiert wurde das 4-3-3 von “MCN” – Mbappé, Cavani und Rekordtransfer Neymar.

Alle Pläne der Münchner wurden jedoch früh auf die Probe gestellt. Paris setzte den FC Bayern mit hohem Pressing unter Druck, Neymar setzte sich auf der linken Außenbahn durch und spielte Dani Alves auf der anderen Seite frei, der zur Führung einnetzte (2.).

Es brauchte eine Weile, bis Bayern sich die ersten Ballbesitzphasen des Spiels erarbeiten konnte. In den ersten zehn Minuten war Paris dominant, doch dann schienen die Münchner langsam in einen Rhythmus zu kommen. Die ersten kleinen Möglichkeiten boten sich jeweils nach Kimmich-Ecken (12. und 13.).

Die Partie wurde nun immer ausgeglichener, weil auch der FCB teilnahm. In der 19. Minute hätte Javi Martínez fast den Ausgleich erzielt, doch Areola parierte. Auch Lewandowski gelang dieser nach einer Flanke von Alaba nicht (22.).

Obwohl der Serienmeister aus der Bundesliga immer besser wurde, zeigten sich hin und wieder die Probleme, die Neymar und Mbappé verursachten. So richtig in den Griff bekamen sie die beiden nicht. Es war allein der schlechten Ballmitnahme Neymars verschuldet, dass es nach gut 23 Minuten noch nicht 2:0 für Paris stand.

Immer wieder bekamen die Gastgeber Kontermöglichkeiten. So verpasste auch Cavani wenig später nur knapp nach schnellem Gegenstoß (27.). Doch der Uruguayer holte dies rund vier Minuten später nach: Über die rechte Außenbahn kombinierte sich Paris nach vorn, Cavani brachte das Spielgerät schlussendlich sehenswert in Ulreichs Tor unter, wenngleich der Torhüter nicht chancenlos schien.

Aus drei sehr gut herausgespielten Chancen machte Paris zwei Tore, während Bayern viele halbgare Möglichkeiten liegen ließ. Immer wieder lief die Ancelotti-Elf an, doch meist resultierte dies in gefährlichen Kontern des Gegners. Allein zwischen der 36. und 38. Minute hätte es die nächsten beiden Gegentreffer geben können.

Es ging mit dem 0:2-Rückstand in die Kabinen. Carlo Ancelotti sah sich direkt gezwungen, seine Entscheidungen etwas zu korrigieren. Für James und Tolisso brachte er zur Halbzeit Coman und Rudy.

Das Spiel schien jedoch dasselbe zu bleiben. Sinnbildlich dafür die 50. Minute: Javi Martínez köpfte nach einer Ecke beinahe den Anschlusstreffer, doch die Aktion mündete in einen Konter der Pariser. Neymar war nur Sekunden später frei vor Ulreich, schoss jedoch daneben.

Nicht mal eine Stunde war gespielt, als Bayern die 15. Ecke bekam. Doch diese Statistik war nichts wert, weil keine klaren Chancen entstanden. Auf der anderen Seite fuhr PSG einen Konter nach dem anderen. Einer von ihnen sorgte in der 63. Minute für die Entscheidung. Mbappé ließ Alaba mit einer eleganten Täuschung stehen und Neymar vollstreckte.

Die Partie war entschieden. Auch wenn die Bayern weiterhin alles versuchten, im letzten Drittel gelang ihnen nicht der entscheidende Durchbruch. Immer wieder war es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Konter kam.

Im Endeffekt war die Endphase nur ein Warten auf den Schlusspfiff. Auch Comans gefährlicher Abschluss in der 88. Minute brachte keinen Treffer ein. Als der Schiedsrichter das Spiel beendete und den FC Bayern erlöste, wurde klar, dass es für Europas Spitze derzeit nicht reicht.

Man hatte nicht schlecht gespielt. In der Redaktion fiel der Satz, dass es ein wenig an Leverkusens Champions-League-Auftritte erinnerte. Engagiert, aber schlussendlich doch chancenlos. In den nächsten Wochen und Monaten gilt es deshalb, die Probleme zu analysieren.

3 Dinge, die auffielen:

1. Ancelotti geht mehr Risiko

Ausgerechnet der Pragmatiker Carlo Ancelotti war es, der vor dem Auswärtsspiel in Paris alle überraschte. Ohne Hummels, Boateng, Robben und Ribéry ließ er sein Team in die Partie starten. Eine mutige Entscheidung, die ihm bereits zur Halbzeit um die Ohren flog, obwohl die Kritik nur teilweise nachzuvollziehen ist.

In der vergangenen Saison war die berechtigte Kritik, dass Ancelotti zu selten rotierte und er jungen Spielern keine Möglichkeiten verschaffte. Außerdem wäre nicht erkenntlich, dass er den Wegbruch von Robbéry vorbereite. Gegen Paris tat er beides. Er vertraute Tolisso, Kimmich und Süle. Darüber hinaus setzte er auf eine starke Halbraumbesetzung statt auf Breite und Tempo. Auch die Einwechslung von Coman statt Robben oder Ribéry war ein durchaus erfreuliches Zeichen. Es war eine Idee, die richtig umgesetzt durchaus Sinn ergeben kann.

Der Plan dürfte gewesen sein, die Pariser in deren Zwischenlinienräumen zu erwischen und sich über die Halben in den Strafraum zu kombinieren – mit der Endstation Lewandowski, dessen Qualitäten bekannt sind. Es war eine mutige und taktisch nachvollziehbare Entscheidung, und doch wird Ancelotti nach dieser Partie Kritik dafür erhalten. Diese Kritik sollte aber vielmehr der Umsetzung der Idee gelten, als den personellen Entscheidungen.

2. Struktur und Plan gegen Chaos

Denn die Umsetzung war eine andere, als man es mit dieser Formation erwartet hätte. Müller und James besetzten zwar immer wieder mal die Räume um Lewandowski herum, doch nicht konsequent genug. Auch Vidal, Thiago und Tolisso wussten nicht, wie sie sich gegen das starke Mittelfeld der Pariser behaupten sollten. Speziell, weil Thiago die spielstarke Unterstützung fehlte. Wenn man also doch eine personelle Entscheidung kritisieren möchte, dann, dass Rudy erst zur Pause kam.

Die fehlende Kontrolle des Mittelfelds führte nämlich dazu, dass der FC Bayern das Mittelfeld überbrückte, teilweise sogar mit Erfolg. Anschließend fehlte aber ein besseres Nachrückverhalten und so war es das typische Flankenspiel des Deutschen Meisters. Die Probleme ziehen sich so durch die Saison. Mal macht die individuelle Klasse des Kaders den Eindruck, als gäbe es eine taktische Verbesserung, doch offensichtlich gibt es diese nicht.

Es ist ein chaotisches System, das gelegentlich ordentliches Positionsspiel vorweisen kann, um im nächsten Moment die Verbindungen komplett zu vergessen. Genau in diesen Momenten gelang es Paris, die Bayern eiskalt zu erwischen. Sie gewannen den Ball und nutzten die quasi nicht vorhandene Absicherung der Münchner, deren Gegenpressing löchrig wie so häufig in dieser Saison war.

Das war der Unterschied zwischen beiden Teams. Auf der einen Seite eine gute Elf, die situativ zu überzeugen wusste, der aber die große Idee fehlte. Die Idee, wie man eine gut organisierte Abwehr spielerisch knacken kann. Es fehlten Automatismen, einstudierte Laufwege und die letzte Aktion, wenn man es ins Angriffsdrittel schaffte. Am Ende waren es 53 Flanken der Bayern. Dreiundfünfzig! Ein Sinnbild für die fehlende Kreativität.

Und auf der anderen Seite Paris Saint-Germain; ein Team mit klarer Struktur und offensichtlich einstudierten Laufwegen. Kreuzende Angreifer, Überladungen, um schließlich die andere Seite zu öffnen und ein ständiger Rhythmuswechsel zählten an diesem Abend zum Rüstzeug der Pariser.

Das ärgerliche an der Partie war, dass Bayern so aussah, als könnten sie auf Augenhöhe spielen. Doch das waren sie nicht. Während Paris es schaffte, sich selbst klare Chancen herauszuspielen und diese zu nutzen, hatte Bayern nur wenig anzubieten. Meist waren es Halbchancen, aber kaum etwas Handfestes. Und so hatten die Münchner zwar mehr Ballbesitz, mehr Ecken, mehr halbgefährliche Schüsse, aber keine Kontrolle über das Spiel.

Junge Spieler wie Coman und Süle bekamen ihre Chance. (Foto: FRANCK FIFE/AFP/Getty Images)
Junge Spieler wie Coman und Süle bekamen ihre Chance.
(Foto: FRANCK FIFE/AFP/Getty Images)

3. Das Ding mit den Erwartungen

Der FC Bayern hat in der Nacht von Paris eine herbe Niederlage einstecken müssen. Eine, die abermals unterstreicht, dass der Weg eher von Europas Spitze wegführt, als zurück auf den Thron. Eine Entwicklung, die nicht sein musste. Fehler wurden bereits Monate zuvor begangen und man hätte sich dieses Loch ersparen können. Doch jetzt ist es da und jeder im Klub, aber auch die Fans müssen daraus die richtigen Schlüsse ziehen.

Die Einordnung dieser Partie zählt dazu. So deutlich das Ergebnis auch war und so klar der Unterschied wurde: Bayern war weder sehr gut, noch sehr schlecht. Es steckt weiterhin enorme Qualität im Kader, die dazu führen kann, dass es immer noch eine ordentliche Saison wird. Doch die Erwartungen müssen gegebenenfalls etwas korrigiert werden.

Mit den Barcelonas und Madrids können sie im Normalfall nicht mehr mithalten – da muss viel zusammenkommen. Es braucht nun wieder einen Prozess in München. Einen, der junge Spieler fördert, entwickelt und gestandene, aber alternde Superstars nach und nach ersetzt. Will man also doch etwas Positives aus der Nacht von Paris mitnehmen, so ist es die Tatsache, dass Coman, Süle, Rudy, Kimmich und Tolisso enormes Lehrgeld bezahlt haben.

Im Idealfall werden sie daraus lernen. Es bleibt aber auch die erneute Bestätigung, dass Carlo Ancelotti trotz nachvollziehbarer Personalentscheidungen nicht in der Lage ist, aus diesem Kader das Maximum herauszuholen. Der FC Bayern ist wieder eines von vielen Teams in Europa und die Aufgabe dürfte allerspätestens nach dieser Niederlage sein, einiges zu verändern. Nicht nur auf dem Platz.

Paris Saint-Germain – FC Bayern München 3:0 (2:0)
Paris Saint-GermainAreola – Dani Alves, Marquinhos, Thiago Silva, Kurzawa – Verratti (89. Draxler), Motta (86. Lo Celso), Rabiot – Mbappé (79. Di Maria), Cavani, Neymar
BankTrapp, Kimpembe, Moura, Meunier
FC BayernUlreich – Kimmich, Süle, Martínez, Alaba – Vidal, Tolisso (46. Rudy), Thiago – Müller (69. Robben), James (46. Coman) – Lewandowski
BankFrüchtl, Hummels, Ribéry, Rafinha
Tore1:0 Dani Alves (2.); 2:0 Cavani (31.); 3:0 Neymar (63.)
KartenGelb: Verratti / Kimmich, Vidal, Thiago, Rudy
SchiedsrichterAntonio Miguel Mateu Lahoz (Spanien)
Zuschauer46.252 (ausverkauft)

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Leserkommentare
  1. kita

    4 dinge die auffielen
    1. Thiago zieht beim 1:0 zurück
    2. Thiago trabt beim 2:0 hinterher
    3. James fiel nicht auf
    4. Tholisso mag Bayernfan gewesen sein, spielt auch auf dem Niveau einer Fanclub-Mannschaft

    Das waren meine Notizen nach der ersten Halbzeit. 3. und 4. wurde zur Halbzeit korrigiert.

    Zum Glück ist immer noch nichts verloren, aber meine These zu Beginn der Saison, dass Carlo im Dezember nicht mehr da ist wird immer mehr bittere Realität

    1. Kurt

      Denke auch mittlerweile, dass Tuchel noch vor Weihnachten hier antanzt.

      Oder man sagt sich scheiß drauf, beendet die Saison ohne Titel, oder vielleicht mit dem DFB-Pokal und beendet dann im Sommer die Zusammenarbeit. Dann hätte man einen neuen Trainer und ein neues Team und einiges wiedergutzumachen. Ein Neuanfang eben.

      Wäre zu schauen, was perspektivisch sinnvoller ist.

      1. GP11

        Tuchel wurde beim BVB rausgeschmissen, weil er sich dagegen gewehrt hat, dass die Bosse ihm nicht seine Transferwünsche erfüllen wollten, dafür andere Spieler verpflichtet haben, die er nicht gebrauchen konnte und ihm den Einsatz gewisser verdienter Spieler vorschrieben.

        Unter diesen Gesichtspunkten frage ich mich nur, wer noch weniger Lust auf eine Zusammenarbeit hätte:
        Tuchel auf Hoeneß und Rummenigge oder Hoeneß und Rummenigge auf Tuchel?

      2. Kurt

        So hab ich auch gedacht, aber Tuchel war jetzt ein paar Monate auf Sinnsuche oder was auch immer. Wer weiß, was er sich so vorgenommen hat.

        Nen besseren Trainer gibts außerdem nicht einfach zwischendurch. Dann wartet man eben bis zum Ende der Saison, aber dann sollten wir uns alle auf ein Jahr voller Leiden einstellen. Ob da jeder (Vereinsführung) Bock drauf hat? Ich weiß ja nicht.

    2. Tom

      Am dem China-Angebot für Ancelotti scheint doch was dran zu sein. Anders kann ich mir die gestrige Aufstellung und Provokation gegenüber Robbery nicht erklären…
      Carlo will seinen Rauswurf beschleunigen

  2. Marco05

    Alaba hast du vergessen. Grottenschlecht in allen Belangen.

    Wie dem auch sei, Sonntag ist Schicksalsspiel.

    1. Lord Fenimore

      Alaba: sehr ich auch so. Was soll sich ein rafinha denken, der seine Sache recht gut gemacht hat, wenn er heute Alaba spielen sieht… unglaublich schlechtes defensivverhalten und offensiv ein absoluter Schatten seiner selbst. Dies aber sicher seit mindestens einer Saison!

      1. Kurt74

        Bei Alaba hab ich mittlerweile das Gefühl das dem die Höhenluft aufgrund der Lobhudeleien in den Öschi-Medien nicht gut tut. Seit er in der Nationalmannschaft zentral aufläuft, wird sein Spiel auf der Aussen immer schlechter. Langsam wirds Zeit das er sich wieder auf das wesentliche konzentriert anstatt sein Konto durch Werbeeinnahmen zu füllen…

      2. Olorin

        Gehts auch ne Nummer kleiner? Alaba hat einen Monat nicht gespielt und wurde jetzt gegen mit den schwersten denkbaren Gegner in eine Mannschaft ohne Struktur und Spielidee reingeworfen

      3. Lord Fenimore

        Alaba hat auch vor seiner Verletzung nicht gut gespielt. Defensiv stellungsfehler und kaum zweikampfstärke und diese halbfeldflanken …

      4. Marco05

        Ja ok, dass war wohl etwas zu dick aufgetragen, aber es nervt mich einfach dermaßen. Für seinen Einsatz nach Verletzung kann er nix, aber wie er sich vor dem 3:0 wegdreht, wie ein (schlechter) Schüler das geht gar nicht.

        Hinzu kommt, dass ich mich seit der Vertragsverlängerung vor 3 (?) Jahren an eine handvoll gute Spiele erinnern kann aber mich an gefühlt 1000 ganz schlechte Flanken und Hereingaben erinnere. Dazu kommen die defensiven Stellungsfehler, wenn wir mal unter Druck sind und dass er im Grunde offensiv auch nur im Windschatten von Ribéry kann. Ich würde auf links gern mal wieder Bernat ein paar Spiele am Stück sehen, da kommt sicher nicht viel weniger.

  3. Kramnik

    Ich glaub Carlo hat das mit Absicht gemacht, damit Nagelsmann den Job bei Bayern nicht bekommt, weil Tuchel nun kommen wird.
    Mehr will ich nicht mehr zu dem Spiel sagen. Respekt an Justin, ich glaub jeder hier hätte Verständnis, wenn heute kein Text erschienen wäre.

    1. Marco05

      Das stimmt. Allerdings konnte der Text ab Minute 2 vorbereitet werden. Tuchel wird bald der einzige Notnagel, weil schlimmer kann ers auch nicht machen. Carlo wird dann entgegen allen Vorschusslorbeeren einen Haufen Unzufriedene hinterlassen.

    2. Kurt

      Wieso sollte Carlo nicht wollen, dass Nagelsmann den Job bekommt? Bzw. wieso sollte er es bevorzugen noch zeitiger ersetzt zu werden?

      Ich bin Carlo ja auch gar nicht böse. Aber es funktioniert halt nicht. Passiert.

    3. Kramnik

      Wegen Nagelsmann Aussage zu Bayern und das war Ironie

  4. UCMY

    Man erntet, was man sät.

  5. GP11

    Wenn Hoeneß und Rummenigge nur einen Funken Anstand und Ehre hätten, würden beide noch heute mit sofortiger Wirkung von ihren Posten zurücktreten. Wie es bei beiden aber um Anstand und Ehre steht, weiß man aber duch einen kurzen Blick auf ihre Strafregister zur Genüge.

    Dass man kein Spielermaterial hat, um Ballbesitzfußball auf hohem Niveau zu spielen, dürften – bis auf Hoeneß, Rummenigge und ihre Jubelperser – ja die meisten inzwischen verstanden haben.
    Das wirklich Traurige ist ja, dass man mit diesem Team nicht einmal richtig kontern kann, weil dazu die entsprechenden schnellen Stürmer fehlen. Man sieht auch deutlich, dass Lewandowski und Müller zwingend starke Flügelspieler brauchen, weil es jeweils ihre Stärke ist, sich bei flachen Hereingaben vom Gegner abzusetzen. Sie gehen aber beide nicht bei eigenem Ballbesitz in der Mitte in die Tiefe, weshalb die Mittelfeldspieler ja nicht einmal die entsprechenden öffnenden Pässe spielen könnten, wenn sie fußballerisch dazu in der Lage wären.

    1. Alex

      Man stelle sich nur einmal vor, man hätte damals die paar Euro mehr für de Bruyne oder Sane aufgebracht und Guardiola hätte dort weitermachen können, wo er mit dieser goldenen Generation, die so vielleicht nie mehr wieder kommt, aufgehört hatte…

      Sehe das auch so, dass KHR und Uli (dieser alleine schon durch seine Rückkehr) versagt haben.

      1. Kurt74

        Najo, Pep mag zwar die Bundesliga gefickt haben aber man darf nicht vergessen das er sich die wichtigen CL Spiele immer vercoacht hat.

      2. Olorin

        Er hat die wichtigen Cl-Spiele erreicht. Das ist doch schonmal was. Wird dieses Jahr wohl nix

      3. Alex

        @Kurt74: Mag ja sein. Das impliziert aber auch, dass die Mannschaft spielerisch zu mehr in der Lage war. Davon kann man heute und auf absehbare Zeit nicht mehr sprechen.

      4. Kurt74

        @ALEX
        Auf die schnelle gebe ich dir leider recht. Aber ich habe auch das Gefühl das es nicht nur am Trainer liegt. Auf dem Platz stehen Profis die wissen sollten wie der Hase läuft, aber das Zweikampfverhalten und die Defensivarbeit war einfach nur schlecht, das kann man nicht nur am Trainer festmachen. Oder soll der jetzt den Spieler noch erklären wie sie zu grätschen und in die Zweikämpfe zu gehen haben?

      5. Lukas

        Ironischerweise ist die Antwort: ja! Trainer wie Guardiola oder Tuchel erklären ihren Spielern tatsächlich wie sie Zweikämpfe führen, ob, wann und wie sie zu grätschen haben. Deswegen war Bayern 4 Jahre lang an der Weltspitze und nicht nur sehr gut. Tuchel beispielsweise hat in der Anfangsphase bei Dortmund unterbrochen, wenn jemand den Ball mit dem falschen (ballnahen) Fuß annimmt. Streich ist auch einer der sowas macht. Und Ancelotti… vielleicht spricht hier mein Frust, aber ich bin ziemlich sicher, dass Carlo garnicht weiß welcher Fuß sinnvoller ist

  6. Kurt74

    Unser Defensivverhalten bzw. allgemein das Zweikampfverhalten wirkt chaotisch und unkoordiniert. Der eine geht drauf, der andere läuft zurück und der nächste begleitet den Gegner. Da muss Carlo wirklich mal ansetzen.
    Ich will aber ansonsten gar net großartig auf Carlo draufhauen, denn ich habe auch das Gefühl das wir momentan einfach nicht das nötige Spielglück haben. Solche Phasen muss man einfach überstehen.

    1. Kurt

      Ach komm. Das einzige was Carlo heute rettet, ist wohl die Tatsache, dass Neuer die ersten beiden Treffer hält und das Spiel dann sicher anders verläuft.

      1. Kurt74

        Über Ullreich will ich heute kein Wort mehr verlieren, denn sonst vergesse ich mich noch…

  7. AM

    Drei Ecken Elfer und alles wird gut.

  8. Carsten Jancker

    Ich habe alle CL-Spiele gesehen – und das war das erste, bei dem ich nach dem Blick auf die Aufstellung im Grunde keine Lust hatte, es anzusehen. Wie man ausgerechnet in diesem Spiel

    1. zum ersten Mal in einem System (ohne außen) spielen kann, das man seit mindestens einem Jahrzehnt nicht mehr gespielt hat,
    2. ohne die erste IV-Reihe spielt und insbesondere ohne Hummels, sodass einem jeder Spielaufbau von hinten fehlt,
    3. neben Hummels auch Coman und Robben draußen lässt, dafür aber den langsamen Süle, den Zweitligaspieler Tolisso und den nicht mehr höchsten Ansprüchen genügenden Müller spielen lässt,

    ist mir komplett unverständlich. Ich habe einen Moment gedacht, CA legts drauf an zu verlieren. Alles andere lasse ich für heute – ich bin einfach zu frustriert, um noch zu kommentieren.

    1. förb

      Waren exakt meine Gedanken :/

    2. Mimi Kri

      Dir bringt es aber nichts, beide Flügel zu besetzen, wenn in der Mitte nichts nachrückt. Das ist ja das Problem, wenn man im 4-3-3 mit beiden Flügeln spielt. Es war ja Müllers und Lewandowskis Problem bei deren guten Szenen, dass sie recht alleine waren. Nur verstehe ich dann nicht, warum bei 3 Offensiven nicht Robben, Müller und Lewandowski spielen, gerade weil man so etwas asymetrisch spielen kann und es zumindest zwischen den Dreien noch Automatismen gibt.

    3. Revolet

      An der Aufstellung kann ich eigentlich nichts kritisieren, außer, dass ich vielleicht Süle trotz starker Leistungen nicht in so nem Spiel gebracht hätte, sondern eher Boateng. Hummels Saison ist bisher für mich eine einzige Enttäuschung, gerade auch an seinem Leistungsoptimum gemessen. Hätte auch eher Coman, statt Tolisso erwartet und dann eben die Doppelsechs Vidal + Thiago + James auf der 10. Finde es immer wieder ein bisschen krass, wie mit Tolisso umgegangen wird. Natürlich spielt er noch nicht himmelhochjauchzenden Fußball, aber er macht seine Sache wesentlich besser als beispielsweise ein Sanches und muss sich in dieser Saison auch nicht hinter einem Thiago verstecken. Es fehlt einfach Gesamtqualität im Vergleich zu den Parisern. Würde uns momentan in Europa auf den Plätzen 5-8 einschätzen, sprich Viertelfinale.

      1. cj

        Endlich mal eine etwas weniger hysterische Einschätzung.

    4. Ju

      1. Man hat nicht in einem System ohne Außen gespielt. Lediglich ohne Spieler mit 1gg1-Fokus, womit man zum Beispiel 2015 Porto aus dem Stadion geschossen hat.
      2.+3. Süle ist nicht langsam. Er ist im Gegenteil erheblich schneller als Hummels und Martinez, die nun tatsächlich langsam sind. Das wird auch der Grund für seinen Einsatz gewesen sein.

  9. Osrig

    Oh man! Wenn ich jetzt sage, “Leute, wartet auf die Rückrunde, dann läuft alles besser!”, dann klingt das nach Durchhalteparole, und im Grunde wie Hohn. Tatsächlich fällt mir nicht mehr so recht etwas ein, was ich an Positivem diesem Spiel abgewinnen kann. Vielleicht noch: “Gäbe es die Regel ‘Drei Ecken – Ein Elfer’ auch im Profi-Fussball, so hätten wir vermutlich gewonnen”. Ansonsten kann ich nur den Kopf schütteln. Vielleicht fällt mir morgen nach ein mal drüber schlafen mehr ein, aber auch morgen wird die Erkenntnis bleiben, dass es so nicht für Europas Top-Mannschaften reicht.
    Allerdings könnte ich auch nicht behaupten, die Jungs hätten an ihrem Limit gespielt!! Und das ärgert mich noch mehr als Ancelotti’s merkwürdige Entscheidung, ausgerechnet gegen den Wundersturm aus Paris unsere Weltmeister-Abwehr auf der Bank bzw. der Tribüne zu lassen. Ob in den nächsten Spielen plötzlich Spielwitz, Tempo und mentale Frische zu sehen sein werden, da hab ich so langsam meine Zweifel. Auch Laufwege sowie klare Strukturen sollten sich jetzt – Mitte der Hinrunde – eigentlich entwickelt haben, selbst wenn immer noch nicht alles rund laufen kann. Da fehlt immer noch so viel!

    1. Sascha

      Letzte Woche hiess es noch : Man kann nicht alles am
      Trainer festmachen ;)

      1. Revolet

        Finde ich auch. Bei diesem Spiel etwas am Trainer festzumachen ist komplett sinnlos. Es fehlt einfach an der Qualität. Im Gesamtkonstrukt trägt natürlich auch Ancelotti, aber auch noch so ein paar andere “Schuld”. Obwohl ich von Schuld gar nicht so viel reden möchte, es war schlichtweg zu erwarten. Wir können nicht bei im Transferkarussell mithalten, bei weitem nicht. Der Abstand zu früher ist größer geworden und Geld schießt nunmal doch Tore, ohne wenn und aber. :)

  10. Tschemp

    Dickes Lob ans MSR Team, es ist mir immer wieder unbegreiflich wie nüchtern und besonnen ihr so kurz nach Spielen einordnet und analysieren könnt.

    Ich kann das nämlich gar nicht. Habe nur wirre, zusammenhanglose Gedanken.

    – Mbappe und Neymar sind jeden Pfennig wert. Jeder für sich strahlt mehr Gefahr aus als unsere komplette Offensive kumuliert.

    – Thiago (wie immer?) unsichtbar gegen einen großen Gegner. Ein Mittelfeldduo Thiago-Özil wäre gleichzeitig ein Traum und ein Albtraum

    – Tolisso bringt unserem Spiel nichts, was wir nicht schon hatten, oder billig hätten haben können. Die 41 Mio. sind unerklärlich.

    – das Ergebnis heute ist egal. Gruppenzweiter werden, im Achtelfinale können wir nicht gegen Paris spielen, immerhin etwas

    – spielerisch ist nichts mehr aus der Pep Zeit übrig. Gar nichts. Nur Flanken und Ecken, wie in besten Sagnol Ballack Zeiten. Grauenvoll.

    1. wipf1953

      Ja. Flanken und Ecken wie zu den Zeiten von Sagnol und Ballack. Martinez hat sogar geköpft wie Ballack damals. Aber selbst wenn er einmal getroffen hätte hätte Bayern immer noch verloren. Weil sie nicht mehr verteidigen können.

    2. Revolet

      Sehe es ähnlich. Möchte aber noch mal unterstreichen: vergleicht mal bitte unsere Offensivreihe (egal in welcher Konstellation) mit der von PSG. Da liegen schlicht Welten dazwischen. Kurz gesagt: da machste nix!

    3. Ju

      @Revolet, auch in Reaktion auf deinen Kommentar oben:
      Nicht wegen der Pariser Offensivreihe ins Hemd machen. Der Einzige von denen, der unstrittig Weltklasse hat, ist Neymar. Cavani ist ein super Abschlussspieler, ansonsten aber nicht allzu viel und Mbappe ein Konterstürmer. Da gibt’s jedes Jahr ein neues Wunderkind, ob die nun Mbappe, Martial, Bojan Krkic oder sonstwie heißen. Nimm dir 3 von unseren Offensivspielern in einer funktionierenden Mannschaft und die sind erwiesenermaßen nicht viel schlechter. Nur halt, dass die rund 350 Millionen weniger gekostet haben.

      Ansonsten ist die Mannschaft ziemlich halbgar. Die Defensive ist gut, aber auf hohem Niveau Durchschnitt. Das Mittelfeld, auch wenn ich weiß, dass das hier im Blog vorm Spiel anders geschrieben wurde, auch. Verratti ist sehr stark. Motta war aber auch zu seinen besten Zeiten nicht Weltklasse und von Rabiot hab ich abgesehen von gutem Timing beim Einlaufen noch nichts Beeindruckendes gesehen.

      1. Tschemp

        Zum einen heben PSG vorne ihre individuellen Weltklassespieler wie Mbappe(kein reiner Konterspieler…und was für ein Level mit 18 Jahren!) und Neymar immer auf Topniveau, die brauchen (wie gestern) nicht mal als Mannschaft ein besonders gutes Spiel oder tolle Taktik.

        Andererseits ist auch unsere Mannschaft gnadenlos überschätzt. Von allen. Bis auf Neuer und die zentrale Verteidigung haben wir keine absolute Weltspitze mehr im Kader.
        Schlimmer noch, viele Spieler wie Alaba, Müller, Thiago oder Vidal (eigentlich auch Lewy) sind so dermaßen weit weg von ihrem Peak, das es sich verbieten müsste uns aktuell auch nur im Bereich der europäischen Spitze zu sehen.

        Nicht ohne Grund haben wir in den Duellen mit den wirklichen Branchengrößen zuletzt den Kürzeren gezogen.

        Es würde uns gut tun, uns nicht mehr zu überschätzen und die anderen nicht mehr zu unterschätzen.

  11. Klaus Moor

    Mit Hummels und Boateng saß eine Weltmeisterabwehr auf der Bank, Routine pur. Was soll einem da noch einfallen?

    1. Lord Fenimore

      Ohne Worte…

    2. Revolet

      Hast du Hummels in dieser Saison erlebt? Sorry, aber das war nicht das Problem heute. Hätte Süle wahrscheinlich auch nicht reingeworfen, auch wenn er leistungstechnisch vielleicht der Beste aller IV’s in dieser Saison bislang war. Von daher war das für mich nachvollziehbar. Die Defensivprobleme sind in dieser Saison drastisch, was nicht unbedingt an den Einzelspielern (außer Formtiefs siehe Hummels) liegt. Wenn da dann M’bappe, Cavani und Neymar auf dich zu rennen muss man kein Hellseher sein, dass man da nicht wirklich lebendig rauskommt.

  12. Kurt

    Das Tolissobashing finde ich übertrieben.

    1. Carsten Jancker

      Wirklich? Ich finde Dir mehr als ein Dutzend Zweitliga-Mittelfeldspieler, die jedenfalls nicht schlechter sind. Keine Ballannahme, bei der der Ball unmittelbar unter Kontrolle ist (geschweige denn, in Spielrichtung liegt), kein Pass, der nicht in Schienbeinhöhe kommt. Spielaufbau nicht nur nicht vorhanden, sondern mit vielen Ballverlusten, Spiel gegen den Ball ok bis mäßig. Führungsqualitäten nicht existent. Ein kruder Mitläufer, bestenfalls.

      1. Revolet

        Jeder soll seine Meinung haben, Jancker! Sehe es aber auch eher wie Kurt. Seine Pässe finde ich gut, bis teilweise sehr gut. Klar, waren da vor allem in den ersten Partien ein paar Schnitzer drin, was natürlich auch an Abstimmungsschwierigkeiten liegt. Ich finde immer, man setzt ihn falsch ein. Er ist ein guter Box-to-Box-Player, der viel Torgefahr ausstrahlen kann (hat er auch in den ersten Spielen gezeigt), wenn er mal aus einer 8er Position raus an die Strafraumkante mit seinem Antritt gelangt.

    2. Ju

      Ist bei Tolisso halt die Müller-Götze-Problematik. Unpassend eingebunden sind die auch nicht wertvoller als Zweitligaspieler. Tolisso kommt über Bewegungsspiel, das im Aufbau balancierend und dann Strafraumorientiert ist. Das Positionsspiel dieser Mannschaft ist zwar manchmal nicht unspannend (zb auf Schalke) aber auch oft sehr merkwürdig, weswegen Tolisso offenbar das Timing einfach nicht findet. Ist mit Vidal doch das gleiche, auch wenn der dominanter ist.

    3. Yilde

      Absolut. Ich fand ihn in den Phasen, wo man geregelten Ballbesitz auf den Platz bekam eigentlich relativ stark. Außerdem hat er 2-3 mal in der Konterabsicherung wichtig Zweikämpfe gewonnen nachdem das Gegenpressing weiter vorne schon in die Hose gegangen war

  13. Mehmet68

    Die Aufstellung fand ich sogar noch halbwegs stimmig – gegen den Jubelsturm kompakt aufzutreten, das kann man so machen, auch wenn ich diese Spielidee nicht mag.

    Dann müssen aber Laufwege, verschieben und Gegenpressing funktionieren: Davon war heute nichts zu sehen. Husch, wo ists Balli, so haben wir heute gespielt. Gegen ein PSG, das defensiv alles andere als kompakt gewirkt hat.

    Und warum bitte sind einige der Leistungsträger, wie etwa Alaba und Müller, nur noch Schatten ihrer besten Tage?

    Wird eine sehr bunte Saison werden, mit vorprogrammierten Pleiten, möglicherweise sogar national, möglicherweise ganz ohne Titel.

    Es wurde eben schon seit 2 Jahren verbummelt, einen neuen, perspektivisch stimmigen Kader zusammenzustellen. Wundert mich aber bei der aktuellen Führungsriege auch nicht (mehr). Teils Amateure, teils Legenden von gestern. Ich hoffe hoffe hoffe, dass Uli sein Lebenswerk nicht noch selbst demontiert. Momentan macht der BVB vor, wie’s geht – das kann uns nicht gefallen.

    1. Mehmet68

      Edit: Schon klar, der BVB hat aktuell weniger CL-Punkte als wir. Ist mir bewusst. Nur wird da eben eine konsequente Linie verfolgt.

    2. Kurt

      Naja mal die Kirche im Dorf lassen. Wenn Dortmund in den letzten Jahren eins gezeigt hat, dann dass sie schnell in eine Formkrise rutschen, wenn es mal nicht läuft. Und jedes Spiel werden die in der Liga auch nicht gewinnen.

  14. Lord Fenimore

    Bayern ist heute international gewogen und als deutlich zu leicht gewichtet worden.viele Probleme sind ja schon angesprochen worden. Wenn ich die Defensivstärke italienischer Mannschaften betrachte, verstehe ich nicht, wieso C.A. dies unserem Team nicht vermitteln kann???

    1. wipf1953

      GENAU DAS IST DER PUNKT, myLord.

      Um zu verteidigen braucht man auch keine 100 Mio-Stürmer. Sondern nur einen realistischen Blick darauf, was man leisten kann und was nicht. Ich bin auch sehr enttäuscht, wie naiv Bayern nach mehr als einem Jahr Carlo “verteidigt”.

      1. süd73

        Ich bin zwar auch mehr als enttäuscht, aber trotz allem, habe ich seit dem Schalke Spiel das erste Mal den Eindruck, dass Ancelotti eine Vorstellung hat, wie seine 1A Mannschaft in Zukunft ungefähr aussehen könnte – also einen Plan hat. Leider hat er bei der heutigen Aufstellung nicht Rudy neben Thiago gestellt. Die Einwechslung von Rudy und Coman fand ich aus seiner Sicht konsequent. An sich versucht er gerade, was viele auch gefordert haben, eine Mannschaft zu finden, die es auch ohne Robbery kann. Trotz all der Defizite, die heute wieder zu sehen waren (schlechtes Pressingverhalten, unsauberes Passspiel, viele Bälle aus dem Halbfeld etc.) ist es mir trotzdem lieber, Ancelotti probiert was aus, als so ein Spiel wie gegen Anderlecht.

  15. Jo

    Seit langer Zeit war ich nicht mehr so auf eine Aufstellung gespannt. Eine Partie die zeigen sollte wo man steht, der stärkste Gegner auswärts, fast alle Spieler fit. Also viele Möglichkeiten und gleichzeitig ein klares Statement wer momentan wo in der Mannschaftshierarchie steht.
    Und die Aufstellung enttäuscht dann nicht die Erwartungen, zumindest der sensationslüsternen Fans. Schon ein Hammer.
    Mal abwarten welche der geneigten Primadonnen sich als erstes zu Wort melden wird.

    Meine persönliche Meinung, nach dem Ergebnis sicher sehr strittig, nach einigem Nachdenken konnte ich die personellen und taktischen Überlegungen durchaus nachvollziehen.

    Der typische Ancelotti-Tannenbaum basierend auf den positiven Erkenntnissen damit gegen Mainz und Schalke und den negativen (bei Nichtanwendung) gegen Wolfsburg. Die Mitte schließen und die Außenspieler in der MF-Dreierreihe zum Doppeln auf die Flügel schicken, hat sich für mich nicht schlecht angehört.

    Und zur personellen Komponente: Mag man nach dem Ergebnis drüber lachen. Aber absolut Respekt für diese Aufstellung. Ancelotti hätte es sich in diesem Spiel natürlich viel einfacher machen können. So typisch nach dem was man ihm nachsagt, nach Namen und Hierarchie aufstellen. Er hat heute ganz offensichtlich darauf verzichtet und dafür zolle ich ihm meinen Respekt. Da ist mir im Gesamtkontext immer ein Trainer lieber der einen Plan hat und den auch verfolgt, als ein Fähnchen im Winde.

    Was man natürlich in diesem Zusammenhang infrage stellen muss ist das Gesamtkonstrukt.
    Hier bezweifle ich z.B. auch die Aussagen aus dem Vorbericht hier auf MSR, dass wir eine Ballbesitzmannschaft wären usw.
    Fakt ist wir sind spätestens seit diesem Jahr keine Ballbesitzmannschaft im philosophischen Sinne mehr. Wir sind eine Mannschaft die zwar in fast allen Spielen viel Ballbesitz hat, aber wir sind keine Mannschaft mehr die in Ballbesitz strukturelle Lösungen anzubieten hat, oder dies strategisch auch nur anstrebt.

    Dazu könnte man im Detail viel sagen, nur soviel dass wir in diesem Jahr zum ersten mal Ancelotti-Fußball pur erleben. Das mag für die einen vielversprechend für die anderen bedrohlich wirken. Lassen wir es mal für heute dabei.

    Zu PSG kann man auch sportlicher Ebene nur sagen Respekt. Nicht dass sie absolut unverwundbar wirkten, aber diese gebündelte Ansammlung individueller Klasse? Da muss man, vielleicht auch schon etwas widerwillig den Hut ziehen.

    Bei Neymar und Mpappe musste ich unwillkürlich an Robbery auf ihrem Zenit denken. Klar dribbeln die ihre Gegner auch nicht ein paar dutzendmal im Spiel aus, aber sie sind immer und jederzeit die Spieler die den Unterschied machen können.

    Was wir für heute und diese Wochen/Monate mitnehmen sollten: Es gibt offensichtlich einige Mannschaften die uns aktuell einfach deutlich über sind. So möchte ich z.B. nächste Woche auch nicht unbedingt gegen Real spielen.

    Bleibt uns, uns auf das zu konzentrieren was drin ist. D.h. Erst mal den zweiten Platz in der CL-Gruppe sicherzustellen und in der BL auf jeden Fall am BVB kleben zu bleiben. Und das wird schon nicht ganz einfach sein.

    1. Lord Fenimore

      Mal vorausgesetzt hummels ist nicht verletzt ist die Aufstellung mit Süle für mich nicht nachvollziehbar. Aber vielleicht hat Carlo keinen Bock auf den nasskalten November /Dezember und bereitet elegant seinen Abgang vor.

      1. Jo

        Wenn ich mal Boateng mangels fast jeder relevanten Spielpraxis ausklammere, ist Süle in dieser Saison so weit der zuverlässigste und konstanteste IV. Hummels spielt bisher, so leid es mir auch tut, bisher eine sehr durchwachsene Saison.
        Was für mich noch infrage gekommen wäre, ist Hummels statt Martinez. Der spielt nämlich dieses Jahr auch nicht gerade überragend.

      2. Kurt

        @Jo

        Ich sehe es vor allem so, dass entweder Süle ODER Martinez spielen sollten. Beide brauchen aber eben Hummels oder Boateng neben sich, die den Spielaufbau übernehmen. Hummels war in den letzten 2 Spielen mies, die Rotation an sich also durchaus gerechtfertigt, aber dann muss eben Boateng spielen. Ob der geschont werden sollte, oder schon wieder was zwickt? Kein Plan.

      3. förb

        Genau @ Kurt, wir brauchen in der IV eine “brawns & brains” Arbeitsteilung, und da sind Martinez und Süle nunmal brawns und Hummels und Boateng nunmal brains.

      4. Jo

        Ja wir haben da natürlich schon IV mit wunderbarer Aufbauqualität. Allerdings ist gerade diese Qualität im System Ancelotti gar nicht gefragt.
        Bei Ancelotti sollen die IV den Ball im Mittelfeld abliefern und dann passiv absichern. Da Boa und Hummels nun mal Spieler sind, die in der Richtung schwer zurückzuhalten sind hat er sich ggf. gerade aus diesem Grund in diesem Spiel gegen sie entschieden.
        Ich denke mal er wird sogar einen Auftritt wie den Boa gegen Wolfsburg, als der immer wieder am Mittelfeld vorbeilief, mit Grausen gesehen haben.

        Und zu Süle: Bitte nicht dessen Möglichkeiten im Aufbauspiel unterschätzen. Wenn ich mich recht erinnere hatte er in Hoffenheim eine der besten Packing-Raten der BL.
        Man muss mal sein Passpiel beobachten, wie präzise und scharf er die Bälle spielt. Da hoppelt der Ball nicht rum wie bei einigen anderen. Man merkt, dass man in Hoffenheim offensichtlich sehr viel Wert auf diese Dinge gelegt hat.

  16. Sascha

    Tja Freunde…………….
    Ich hoffe unsere Jungs kriegen die Kurve :)

  17. FR7

    Kopf hoch, wir stecken in der tiefsten Phase des Umbruch. Das ist die in der man zwei der besten Spieler der Vereinsgeschichte ersetzen muss. Glaubt ihr Barca könnte einfach Messi und Suarez ersetzen? Oder Real Madrid Ronaldo und Benzema? Wir befinden uns in einer Phase wie Barca als wir sie damals in zwei Spielen 7:0 besiegt haben. Die Entwicklung einer Mannschaft ist niemals linear sondern geht auf und ab. Ich stellte auch vor diesem Spiel meine fünf Thesen auf und hatte Recht damit, dass James und Müller beginnen werden, PSG mindestens zwei Tore schießt und wir nicht gewinnen werden.

    Die Erwartungen müssen natürlich runtergeschraubt werden. Was passierte bei Real Madrid als die Galaktischen sich auflösten? Eine Durststrecke und Findungsphase steht an. Je nach Ansicht ist es eine gute oder eine schlechte Nachricht, dass wir selbst mit viel Geld diesen Entwicklungsprozess nicht aufhalten könnten. Es ist wie damals als so langsam Kahn, Effenberg, Ze Roberto, Elber und Scholl langsam verschwanden. Es steht nun das Warten an auf den nächsten Van Gaal. Oder eben… Tuchel oder Nagelsmann. Niemand hier in diesem Blog hat Ancelotti so sehr mit Vorschusslorbeeren überhäuft wie ich. Niemand hat ihn auch so sehr verteidigt wie ich, egal wie wir gespielt haben. Es passt leider einfach nicht. Er muss gehen. Wir haben auf dem Papier die beste Defensive Europas und kassieren gefühlt jedes Spiel mindestens ein Tor. Klar hat PSG ordentlich aufgerüstet aber mit Lewandowski, James und Müller MUSS man in der Lage mindestens ein Tor zu schießen. Unser Mittelfeld mit Thiago, Vidal, Tolisso und Rudy ist sogar besser als das von PSG. Dennoch laufen wir nur hinterher und spielen kopflos. Tuchel oder Nagelsmann könnten bei weitem mehr aus diesem Kader zaubern. Denn unsere Mannschaft kann rein individuell locker um das Triple spielen. Dazu bedarf es aber des richtigen Spielsystems und einer guten Taktik.

    Ich wünsche mir, dass wir in der Gruppenphase nur zweiter werden und im Achtelfinale rausfliegen. Ich wünsche mir, dass wir gegen Leipzig im Pokal rausfliegen und in der Liga maximal zweiter werden. Ich will, dass die Bosse endlich mal so richtig die Schatulle öffnen.

    ++ Bayern verpflichtet Griezmann für 140 MIO ++
    ++ Bayern bietet Rekordgehalt für ablösefreien Alexis Sanchez ++
    ++ FC Bayern verpflichtet Anthony Martial ++

    Solche Schlagzeilen werden nächsten Sommen zu lesen sein MÜSSEN, sofern man mit der Spitze Europas noch mithalten möchte. Oder man ist konsequent und wechselt im Winter den Trainer.

    1. Sascha

      Nun,der Gedanke in Ehren.Das wird aber nicht passieren.
      P.S. Bei über 4 Promille würde ich den Gedanken aber auch unterstützen :)

      1. FR7

        Was wird nicht passieren? Welchen Gedanken unterstützen? Die Promille liegen wohl eher eindeutig bei dir :S

    2. Lord Fenimore

      Deine Mittelfeldeinschätzung hast du aber exklusiv und diese wird durch den Spieverlauf und das Ergebnis konterkariert

  18. Sascha

    Lese bitte deinen Text und meine Antwort.Hast Du überhaupt verstanden,was DU geschrieben hast ;)

    1. FR7

      Ich kenne meinen Text, was genau daran hast du denn nicht verstanden? ;) Wie wärs wenn du inhaltlich darauf eingehst wenn du irgendwas nicht verstehst statt von Promille zu schreiben, lol du musst einer dieser Trolls hier sein, wieso antworte ich dir überhaupt :D

      1. Lukas

        @FR7 Junge junge was ist los mit dir? Der Papa erklärt das jetzt.
        – Du hast 3 Spieler angesprochen die du gerne bei Bayern sehen wirst.
        – Der Ausdruck “Gedanken in Ehren” bedeutet, er findet diese Idee super, spielt aber darauf an, dass sie wohl Gedanke bleibt, da in der Realität nicht umzusetzen.
        – Die 4 Promille sollen bedeuten, dass wenn Sasha richtig besoffen ist und in Nostalgie schwelgt, dass er dann die Idee mit Griezman, Martial und Sanchez voll unterstützt.

        Also mein Schnukki, keiner hat dich getrollt oder angegriffen, Sasha hat dich auch durchaus verstanden.
        Und jetzt beruhige dich und sei brav!

      2. FR7

        Warum so sauer, Lukas :D Kratz dir den Sand aus der du weißt schon wo und mach dich mal locker mein Sohn. Da hätte sich der Sascha einfach besser ausdrücken müssen und sei du jetzt auch mal ganz brav mein Junge ;)

      3. Lukas

        Oh man… Ich nehme alles zurück! Du hast recht, Sasha war schuld.

  19. kita

    Jetzt, nachdem ich seit ner Stunde nicht schlafen kann ist es mir eingefallen. Es gibt nur die eine Erklärung.
    Es ist eigentlich seit 2010 so, wenn robbery nicht spielt, ist der FCB ne Klasse schlechter. Nun sind sie seit 1, 2 Jahren zu alt und somit ist die Geschichte zu Ende.
    Fußball ist ganz einfach, da stimme ich Carlo zu. Gute Nacht

  20. Sascha

    Ich wünsche Euch trotzdem gute Tage Sportfreunde
    Das Leben muss ja weitergehen !
    Gruss

  21. wipf1953

    Ich bin wirklich kein Freund des Ballbesitzfußballs. Heute hat hoffentlich jeder gesehen warum.

    Als Ancelotti verpflichtet wurde, hatte ich die Hoffnung, dass unsere Mannschaft das Verteidigen lernt. Per Stand heute hat sich das leider immer noch nicht bewahrheitet. Was helfen denn bitte 2/3 Ballbesitz, wenn der Gegner diesen mit 10 Mann verteidigt und die Konter laufen dann so wie heute? Diese drei PSG-Strolche hatten doch einen Heidenspass, die Räume gegen die maximal 3 – 5 Bayernverteidiger zu nutzen, die es bei ihren schnellen Kontern noch in die Bayernhälfte zurückgeschafft hatten.

    Gegen eine Mannschaft wie PSG wäre an einem Tag wie heute ein Unentschieden das höchste der Gefühle gewesen. Dazu hätte man aber anders spielen müssen.

    Ancelotti gebe ich in einem Punkt recht: Fußball ist (längst) nicht so kompliziert, wie viele Leute denken. Aber, da fehlt noch was. Denn um erfolgreich zu sein, darf man sich nicht so dämlich anstellen wie Bayern heute.

    1. Kurt

      Was willst du denn aber gegen Mannschaften machen, die den Ball nicht wollen? Wie zb 15 oder 16 Clubs in der Bundesliga? Ballbesitz ist da die logische Konsequenz. Das 1:0 darf niemals fallen und dann spielt PSG auch anders.

      Wenn man kein Ballbesitz spielt, dann kommt solches Gekicke wie in der Premier League dabei raus. Willst du das?

    2. Olorin

      Ich bin wahrlich kein Freund von Defensivmannschaften. Letzte Saison hat hoffentlich jeder gesehen warum: Darmstadt verteidigt eine Saison lang mit 10 Mann am Strafraum, kann sich abgesehen von Kontern kaum befreien und steigt dennoch chancenlos ab und hat die zweitmeisten Gegentore. Was für eine beschissene Herangehensweise.

      Worauf ich damit hinauswill: wenn eine schlechte Mannschaft (Bayern) Ballbesitzfußball spielt und eine gute (PSG) kontert, dann gewinnt halt die gute, weil sie besser ist. Und wenn eine schlechte (Darmstadt) nur verteidigt und kontert steigt sie trotzdem ab, weil sie schlecht ist. Letztendlich ist die Qualität wichtig, mit der ich meine Herangehensweise umsetze. Die Spieler von PSG wussten, was ihre Mannschaftskameraden machen und wendeten antrainierte Mechanismen an. Die Spieler von Bayern wussten weder, was sie tun sollen noch was ihre Kameraden taten. Und man muss sich auch eingestehen, dass bei PSG einfach mehr individuelle Klasse auf dem Feld war. Die Mär davon, dass der FCB individuell eine der besten Mannschaften ist, muss man spätestens mit diesem Sommer beenden.
      Zu deiner These: die letzte Maurermannschaft, die die CL gewann, war 2012 Chelsea. Wenn diese Herangehensweise so toll ist, warum sind dann nicht öfter solche Mannschaften erfolgreich?

      1. Kurt

        Naja man muss es aber auch echt nicht übertreiben. Neuer, Hummels, Boateng, Kimmich, Vidal, Thiago, Lewandowski und ja auch Müller würden in jedem Topteam spielen. Alaba in Normalform definitv auch. Unser Problem ist doch, dass das System nicht funktioniert und da auch Spieler wie Coman oder Tolisso auf der Strecke bleiben. Ganz ehrlich, wenn hier manche Tolisso als Zweitligaspieler bezeichnen, dann ist das doch albern. Der war letzte Saison Captain von Lyon.

        Und von wegen Ligue 1. Dembele und Aubameyang kommen auch von dort.

        Ja, der FCB hat Qualität eingebüßt, aber das liegt mit Sicherheit nicht hauptsächlich an den Spielern.

      2. Kurt

        Martinez natürlich auch. Sorry Javi <3

      3. Carsten Jancker

        Zu Tolisso siehe meinen Kommentar oben. Abqualifizierungen (‘albern’) ersetzen keine inhaltliche Auseinandersetzung. Und wo oder wie er letztes Jahr gespielt und wieviel Geld er gekostet hat, interessiert mich überhaupt nicht – mich interessiert nur seine Qualität, und die ist weit, weit unter FCB-Niveau.

    3. grullit

      es erinnert an das dfb pokalfinale wo man gegen den bvb 5: 1 oder 2 verloren hat. taktisch so kaput gespielt. so un-cool so muehevoll und schwer. als ob druecken helfen koennte. noch nach 500 minuten waere da kein bayern treffer bei rausgekommen. bitte van gaal
      mach’s noch mal

      1. Revolet

        Van Gaal, are you sure? Das, was wir momentan spielen (Paradebeispiel: Wolfsburg) war in weiten Teilen der van-Gaal-sche Fußball. Finde es immer wieder beachtenswert, wie van Gaal hier angeführt wird.

      2. Kurt74

        Van Gaal wurde zurecht in der Rückrunde entfernt, das war Fussball zum abgewöhnen. Das es tatsächlich noch Leute gibt die diesen Trainer sich zurückwünschen…

  22. Roland Wohlfarth

    Das war ein grausames Sezieren unseres Team. Schlimmer als Real letztes Jahr, weil es keine Entschuldigungen mehr gibt. Das Spiel hat Carlo nicht nur vercoacht, es wurde auch deutlich offenbart, dass er Bayern München keine Impulse weder im Offensiv- noch im Defensivverhalten geben kann und was noch schlimmer ist, der zunehmenden Formkrise einst tragender Säulen (Alaba, Müller) fast tatenlos zusieht, ohne die Jungs individuell zu verbessern. Auch die Transferpolitik muss überdacht werden. Es reicht einfach nicht mehr, trotzig sich als die “Guten” zu präsentieren, die im internationalen Wettbieten um die Stars nicht mitmachen, es müssen fähige Leute geholt werden, die die Mannschaft verbessern. Tolisso ist mittlerweile mehr als ein Fehleinkauf, James ist ein großer Name aber ob er sein Geld auch gegen große Teams wert ist, den Beweis muss er erst noch erbringen. Ich bin richtig erschüttert, eine Niederlage war vielleicht zu erwarten aber nicht so, das erinnert mich an das 4:0 gegen Barca unter Klinsmann, ein Offenbarungseid, aus dem man hoffentlich die richtigen Schlüsse zieht.

  23. Paul

    Den Niedergang einer Bayern Ära wie es sie seit den 1970er Jahren nicht mehr gab wird man auch mit viel Geld oder einem anderen Trainer nicht aufhalten können. Gehobenes europäisches Mittelmaß, mehr wird nicht drin sein in den nächsten Jahren.

  24. Sascha

    Nochmal : Es liegt nicht an der Aufstellung,nicht an der Taktik (da es keine gibt) !
    Carlo muss raus.Punktum !

  25. rotweiss

    …das tolisso-bashing ist zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch etwas zu früh. da würde ich lieber jemand von den etablierten am Schlafittchen packen: thiago! nach vorn ohne effekt, nach hinten zweimal im joggermodus mit eklatanter zweikampf-Verweigerung. zudem Lewandowski. das schlenzer-schüsschen (oder was immer das sein sollte?) von der strafraumgrenze in HZ 1 ist einfach lächerlich auf diesem Niveau. da war zeit, da war platz und dann kommt so ein Rohrkrepierer dabei heraus.

    in spielen, wo es – wie uns ja immer wieder von spielern wie Trainern vorgebetet wird – Kleinigkeiten den unterschied machen, müssen halt Kleinigkeiten auch mal sitzen. ebenso bei einige anderen torannäherungen der Bayern…wir haben uns gefühlt zwanzigmal vor dem kasten getummelt, aber fast alle abschlüsse waren halbherzig, ohne druck und meist schlecht platziert. obendrein: 53 flanken! Dreiundfünfzig! spätestens hier darf man schon auch mal fragen, was der Trainer unter der Woche mit der mannschaft so treibt?!? ich hätte ganz gern wieder einen, der nervt, antreibt, umstellt, arbeitet und einen plan hat. Laissez-faire und gute atmo scheinen dann doch nicht zu reichen.

    und dann seh ich uli Hoeneß auf der Tribüne mit roten kopf, wie er sein wie er sein weises Haupt schüttelt ob der Darbietung der Mannschaft. als ob dieses match gar so eine Überraschung gewesen ist? seit eineinhalb jahren hat sich in diesem Team nichts, aber auch gar nichts verbessert. aber statt tatsächlich Konsequenzen zu ziehen, wird die hoeneßsche Restauration fortgesetzt: festhalten am offenbar allzu lockeren übungsleiter, versagen auf dem transfermarkt, Installation eines offenbar gänzlich ungeeigneten sportdirektors und eines zwar ikonischen, aber vlt mit 66 auch schon deutlich zu alten chefs im neuen jugendzentrum. stattdessen verweigert man philipp lahm die Kompetenzen, die er bräuchte, um arbeiten zu können.

    schließlich lese ich noch das Hoeneß-interview im kicker. wow, was für eine realitätsleugnung! ich will auch keine 100 mio-spieler kaufen, aber warum die scheichs und Oligarchen dieser welt in bälde die lust verlieren sollten, das kann mir der große vorsitzende nicht plausibel erklären. abramowitsch macht das nun seit einer halben Ewigkeit.

    teilweise muss ich GP 11 in diesem Forum abbitte leisten, er hat – zwar krass, aber nicht so ganz abwegig – die bosse zum problem erklärt, die einer Renovierung des FCB im wege stehen. und so kommt eben Restauration heraus…von der Personalpolitik bis zur Spielweise der Ballack-jahre.

  26. Kurt

    @Carsten Jancker

    Das ist halt nunmal Blödsinn. An Tolisso war nicht nur der FC Bayern dran. Haben die ganzen Scouts wieder alle keine Ahnung, und der Internetfan weiß es besser?

    Da brauchst du auch nicht von “Abqualifizierungen” reden. Schließlich tust du genau das.

    1. Carsten Jancker

      … und immer noch keine Auseinandersetzung in der Sache, mit seinen Leistungen. Der Qualitätsausweis soll nun, nach seinem letzten Team im letzten Post, sein, wieviele Scouts angeblich “an ihm dran waren”. Na bitte sehr – wenn das und das Herabsinken auf das Niveau “Internetfan” der neue Stil ist…. Schade, bisher fand ich Deine Ausführungen immer inhaltlich interessant.

      1. Kurt

        Und bisher wurde auch Spielern mehr Zeit als ein katastrophaler Saisonbeginn eingeräumt, bevor man sie verteufelt hat. Tolisso hatte doch schon einige gute Spiele bei uns. Gute Seitenverlagerungen, oft noch die meiste Torgefahr. Passspiel auch okay.

        Jetzt haben sich die Fehlpässe ein bisschen gehäuft und es fehlt Struktur, aber das liegt doch nicth alleine an dem Spieler. Es hapert in der gesamten Mannschaft. Ich finde Tolisso als Ballverteiler weiterhin ansprechend, auch wenn das natürlich kein Ballverteilen im Sinne eines Spielmachers ist. Aber er bringt immer noch genug mit, um auf einem Level der dem FCB gerecht wird zu performen. Es müssen aber eben die Abstimmungen passen.

  27. Sascha

    Gp11 basht nur,was Uns nicht weiterbringt !
    Das Kalle und Ulli sich nicht einig sind,ist ja nichts Neues.Es fragt sich heute immer noch,wo der Faden bleibt,den unsere Herren immer noch nicht finden !

  28. Bulboa

    Allein schon wegen dem Respekt, der Aura & der Erfahrung müssen Hummels und Boateng in die IV. Wegen Ihrem Spielaufbau, Ihrer Passsicherheit und Übersicht sowieso. Ein Franck muss in Frankreich, in Paris spielen. Für solche Spiele lebt der Mann. Paris hätte eine ganze andere Brust gehabt wären sie auf unsere eigentliche Top Elf getroffen. Das ist das was ich letztens schon sagte. Man kann dieses Team nicht einschätzen weil sie einfach nicht in Bestbesetzung spielen. Zwischenzeitlich sah es ganz ok aus, Kontrolle war da. Und das hätte mit Hummels, Boateng und vorne mit Robbery, Müller und Lewandowski auch nochmal anders ausgesehen. Die kennen sich sind eingespielt und können das auch mal in halbfitter Form zeigen und jedes Team mal eine Zeit an die Wand spielen. Das ist Qualität. Robbery sind nunmal noch da also lass sie auch spielen. Wie man dann aber heute eine völlig neue Formation testen kann ist mir unbegreiflich. Klar, das Ergebnis dieses Spiels ist nicht ganz so wichtig, die Reputation die der FCB damit aber verloren hat ist imens. In so einem Spiel lasse ich Erfahrung und Schwergewichte ran. Daher war schon bei Verkündung der Elf klar das heute nichts zu holen ist. Ich hoffe Carlo hat daraus was gezogen.
    Auch Erstaunlich wie große Teams regelmäßig Ihr eigenes Spiel taktisch umstellen gegen uns und damit ziemlich klaren Erfolg haben. Wir aber egal in welcher Formation an unserem Spiel festhalten und ausgekontert werden. Nahezu jeder Angriff von Paris war gefährlich. Nahezu jeder von uns harmlos. Ich hoffe Carlos findet endlich mal seine absolute Top Elf und damit auch ein eingespieltes, klares Konzept denn das Material ist da.
    Ach ja. mind. zwei Tore über die Alaba Seite (was ist bloß mit dem Jungen), Süle hat ordentlich Lehrgeld bezahlt. Tolisso weiterhin auf der 6 verschenkt, nicht seine Position. Thiago braucht Altstars an seiner Seite. James eifrig, Müller auch aber ohne Dampf.
    Dagegen Mbappe Talent pur, macht alles richtig. Neymar wohl nochmal besser als in Barcelona. Cavani wie gewohnt ein Monster. Die Abwehr und das Mittelfeld aber keineswegs Weltklasse.
    Ich hoffe auf ein Rückspiel in Bestbesetzung.

  29. Raptor

    Und Fussball ist doch einfach!
    Für Fußball auf CL Niveau braucht man nicht nur einen guten Kader.
    Den bringen viele Vereine in unterschiedlicher Ausrichtung mit.
    Systeme und Spielideen entwickeln kann sicher auch jeder Trainer dieser Mannschaften. (Zugegeben in unterschiedlicher Ausprägung)
    Aber Grundvoraussetzung ist ein fitter Kader. Und zwar Matchfit. Zur Not für 120 Minuten.
    Das ist nach dieser “Vorbereitung” nicht gegeben und kann nicht einfach aufgeholt werden. Ein gewisser Schlendrian nach fünf Meisterschaften und anstrengenden Jahren obendrauf.
    Erklärt für mich eigentlich alles.
    Weigere mich den Spielern die Qualität abzusprechen. Da ist deutlich mehr drin. Nur werden wir das bis zur Winterpause nicht zu sehen bekommen.
    Hoffe bis dahin auf ein paar dreckige Siege die uns im Geschäft halten.

  30. Ju

    Das erste Tor verdeutlicht eigentlich, dass die fehlenden Pressingmechanismen der Mannschaft immer wieder das Genick brechen. Da presst man in Überzahl zum Flügel, das restliche Mittelfeld schiebt mit, die Abwehrkette muss noch nicht reagieren – sehr schön. Dann rücken urplötzlich zwei Mann ohne Zugriff auf den Ballführenden und werden überspielt. Ganz ehrlich: Schon bei diesem Pass hatte ich ein ganz mieses Gefühl. Jedenfalls muss anschließend der nachgeschobe 6er (Thiago) unabgesichert rausschieben, wird logischerweise ebenfalls überspielt und schon steht man hinter dem Ball komplett flach und kann den Rückraum nicht mehr sichern.

    Ich habe mit der gewählten Aufstellung kein Problem. Im Gegenteil, ich habe dafür Respekt für Ancelotti. Aber wer bitte ist dafür verantwortlich, dass die Mannschaft ein funktionierendes Konzept für ein stinknormales Mittelfeldpressing hat, wenn nicht der Trainer? Sollen die das nach Feierabend ausknobeln? Wenn ich sehe, dass in der 1
    Minute da zwei Spieler gleichzeitig, ohne auch nur im entferntesten irgendwen in der Nähe des Deckungsschattens zu haben, auf den Ballführenden rücken, dann fehlts mir wirklich.

  31. GE

    Wie hätte sich das Spiel ohne eines der ersten beiden Gegentore entwickelt? Oder gar ohne beide?

    Wie der FC Barcelona ist der FC Bayern seit Jahren fundamental abhängig von einem Spieler.
    Es gibt einen FC Bayern mit Manuel Neuer: Weltweit Top 1 bis 4 der Spitzenclubs.
    Und es gibt einen FC Bayern ohne Manuel Neuer: Top 5 bis Top 10 der Spitzenclubs.

    http://www.sueddeutsche.de/sport/fc-bayern-ulreich-flattern-haende-und-beine-1.3686938

    1. Kurt

      Und das sollte man vielleicht auch mal zähneknirschend akzeptieren. Genau das gleiche macht Real Madrid ohne Cristiano Ronaldo, oder Barca ohne Messi durch.

      1. pitvonbonn

        Mit Manuell hätte hinten die Null gestanden
        und dann wäre es vorne wahrscheinlich auch anders gelaufen.
        Gespannt bin ich auf Rummenigges Ankündigung:
        “Es wird Konsequenzen geben”.

      2. GP11

        @PitvonBonn

        Ist dir eigentlich in der ersten Hälfte die Szene aufgefallen, als Süle auf dem Flügel gegen Mbappé stand und aus dem Stand heraus hoffnungslos überrannt wurde? Laut dir wären wir ja dicht gestanden wenn wir es dauerhaft auf dieses Duell angelegt hätten.

    2. GS

      Natürlich ist Manuel Neuer ein zentraler Faktor, der den Unterschied ausmacht. Aber das ist seit Ancelotti halt nicht mehr genug, da das Spiel auf dem Feld kontinuierlich an Qualität abnimmt. Und man hat zunehmend den Eindruck, dass die Spieler mit Carlo massiv unzufrieden sind … inzwischen nicht nur die, die Guardiola vermissen, sondern auch z.B. Ribery oder Hummels (der Pep ja nicht als Trainer erlebt hat).
      Ich war ja eigentlich der Meinung, dass Ancelotti noch bis Saisonende bleibt, und wenn Manuel Neuer im Januar zurück kommen kann, noch alles drin ist. Inzwischen sieht es aber für mich zunehmend nach atmosphärischen Störungen zwischen Mannschaft und Trainer und wohl auch zwischen Trainer und Vorstand aus, daher gehe ich mal davon aus, dass wir relativ bald eine Veränderung auf Traienr-Chefposten sehen werden.

  32. Marco05

    Nochmal zum Spiel:

    Das Problem war aus meiner Sicht nicht die Auftsellung an sich. Das Problem ist nur, dass sie Carlo relativ unvermittelt im vielleicht schwersten Spiel der Hinrunde so ins kalte Wasser wirft. Seit wir im 3-Tages-Rythmus spielen kann ja im Grunde nicht mehr trainiert werden, also wann bitte wurde denn so eine Ausrichtung eingeübt???

    Und entsprechend sah es auch aus. Wie oben schon beschrieben, wenn ich das Pressing nicht vernünftig abgestimmt durchführen kann, dann lasse ich es halt ganz. So war es ein Leichtes uns gnadenlos auszukontern. Also auf ein halbgares Pressing zu setzen war definitiv die falsche Herangehensweise.

    Hummels war zuletzt nicht in Topform, Boateng 1 Jahr verletzt, Robbery haben gegen (Unter-)durchschnittliche BuLi-Mannschaften nichts gerissen zuletzt, nur das Spiel verschleppt und Bälle verloren. Von daher kann ich den personellen Ansatz nachvollziehen, den taktischen weniger.

    Und dennoch: mal angenommen Ulreich stellt sich bei den ersten beiden Toren nicht so ungeschickt an und eine unserer doch in eigentlich ausreichender Zahl vorhandenen Chancen geht rein, was hatte denn Paris darüberhinaus für Möglichkeiten? Allerdings ist das auch ein Punkt, den man (stark) verbessern muss, Effizienz in der Offensive, da hakts aktuell gewaltig.

    Unterm Strich – und hier muss man dennoch wieder die Trainerdiskussion aufmachen – ein nur im Ansatz nachvollziehbarer Schachzug von Ancelotti. Noch dazu hat er ein paar “Tabus” gebrochen wie zB Ribéry in Paris komplett draußen zu lassen und andere. Der Nichterfolg gibt ihm Unrecht sozusagen, insofern sehe ich weiterhin hier keine Entwicklung, die sich auch nur anbahnt. Ich wette wenn am Sonntag nicht gewonnen wird, wirds eng.

  33. Daniel

    Bin immer noch geplättet ob der deutlichen Überlegenheit unseres gestrigen Gegners. Mehr noch geärgert hat mich aber diese eindimensionale Spielweise unserer Mannschaft. Flanken, nix als Flanken und zahllose Ecken. Und wirklich kaum eine nennenswerte Chance dadurch kreiert. Wir hätten noch drei Stunden weiterspielen können, da hätte sich nix getan…

    Vor vier Jahren wurden wir noch als die beste Klubmannschaft der Welt gehandelt.
    Heute sind wir meilenweit davon entfernt.
    Natürlich ist das halt mal nun nicht mehr der FCB von damals. Lahm weg, Kroos weg, Schweinsteiger, etc…
    Solche Spieler sind schwer zu ersetzen. Robbery sind bis auf wenige Momente überm Zenit.
    So what… Wir befinden uns wohl tatsächlich gerade im seit Jahren angekündigtem Umbruch.
    Ob CA allerdings hierfür der passende Trainer ist, wage ich zu bezweifeln.

    1. Tom

      Völlig ernüchternd! Es gäbe so viel zu kritisieren. Es fehlt irgendwie an allem. Hauptübel für mich ist Carlo. Kein Konzept erkennbar. Keine Entwicklung, weder von Einzelspielern noch im Verbund. Die Spieler haben keinen Bock mehr auf ihn, schätze ich.

      Ich würde mit Martínez auf der 6 spielen lassen. Ich glaube, das würde Vieles ändern.
      Es fehlt total die Hierarchie. Wer geht denn momentan voran? Die, die es könnten, werden nicht aufgestellt gegen Paris.
      Ribéry in Paris nicht spielen zu lassen, ist eine einzige Provokation ihm gegenüber. Den bekommt Carlo nicht mehr hinter sich.
      Robben hat auch die Schnauze voll.
      Coman ist bemüht, leider fehlt es am Abschluss und der Präzision. Aber er kann sich an keinen anlehnen.
      Lewandowski ist nur noch am Abwinken.
      Müller ebenfalls stets bemüht, aber eher beim Abstauben stark.
      Thiago viel zu verschnörkelt.
      Vidal fehlt die Übersicht, kann kein Spiel lenken.
      Alaba bringt nur noch brotlose Kunst.
      Kimmich ist noch der einzige Lichtblick für mich.
      Tja, und Ulreich ist halt maximal ein Ersatztorwart. Starke wäre vermutlich sogar stärker.
      Bayern hat zuletzt zu oft wegen dem Preis abgesagt. Was hätte ich so gerne einen de Bruyne, Sane oder Kroos (Gehalt).

      Wir haben kein Ausnahmetalent in unseren Reihen. Die wollen nicht zu uns, weil Carlo sie nicht fördert. Pep zieht diese Spieler magisch an.

      Zudem fehlt es uns zunehmend an Geschwindigkeit in allen Mannschaftsteilen. Wenn Rib und Rob demnächst Geschichte sind, ist offensiv nur noch ein Coman im Kader, der mal 1:1 gehen oder auch mal 2 Gegenspieler ausspielen bzw. binden kann, um Überzahl zu schaffen. Wenn ich da an Real, PSG oder auch an den BVB denke: CR7, Bale, Asensio, Modric… Mbappe, Neymar, diMaria, Draxler…Aubameyang, Pulisic, Yarmolenko, Reus….Diese 3 und fast alle anderen Topteams sind uns in punkto Speed inzwischen haushoch überlegen. Das schafft uns auch genauso die Probleme mit den Konterangriffen des Gegners. Aber konteranfällig waren wir ja auch schon unter Pep.

      Der Ausfall von Neuer macht alles nur noch schlimmer. Ulreich ist einfach keiner, der auch mal einen Unhaltbaren hält. Ich weiß nicht, ob Manu gestern das Ding von Cavani nicht doch verhindert hätte…

      Es muss sich verdammt viel ändern. Kurzfristig geht es wohl am einfachsten auf der Trainerposition. Das würde (für den Rest der Saison) schon viel bewirken. Aber ich hätte da noch keine Idee, wer uns da rausbringen kann. Klopp und Nagelsmann haben ja gut laufende Jobs. Auf jeden Fall brauchen wir einen Trainer mit Konzept, der die Spieler geil macht.

  34. LeDDerhose

    Ich muss jetzt auch meinen Senf dazugeben: grauenvolles Spiel vom FCB, miese Taktik, chancenlos, CA ist schuldig am Untergang der Spielkultur.

    Das alles ist keine neue Erkenntnis, das war bereits letzte Saison schon zu schlussfolgern.

    Carlo muss weg!!! Jetzt, sofort. Reißleine ziehen, Tuchel muss morgen anfangen.

    1. Kurt74

      Und nach Tuchel hast du keine Mannschaft mehr weil der ganze Kader zertritten ist. Tuchel mag taktisch ein schlauer Fuchs sein, aber zwischenmenschlich ist er eine Katastrophe. Auch hat er nicht immer das richtige Händchen für die richtigen Spieler, siehe Sahin den er total ignoriert hat (und jetzt der wichtigste Spieler beim BVB ist) und Schürrle (der nicht mal Ansatzweise seinen Hype gerecht wird).
      Nagelsmann würde ich Tuchel definitiv vorziehen, selbst einen Hasenhüttel.

      1. Usedomspotter

        Eine Mannschaft hast Du jetzt auch nicht. Ich sehe da nur Einzelspieler. Und seit der Aufstellung gestern hat CA wenigstens zwei Mannschaften, wenn nicht noch mehr.

      2. Pat

        Sahin spielt doch nur, weil Weigl verletzt war. Gegen Gladbach sass er doch schon wieder nur auf der Bank und bald wieder regelmäßig….

      3. Ju

        Dass Sahin jetzt der wichtigste Spieler ist, würde ich ja vehement bestreiten. Für mich war der Grund, dass die vorgestern so schlecht waren, vor allem, dass Sahin statt Weigl gespielt hat (was verständlich war, denn der war lange verletzt).

        Letztendlich liegt es mir fern, den Umgang Tuchels mit einem so verdienten Spieler schönzureden. Trotzdem habe ich keine Zweifel, dass die inhaltlichen Gründe für die Geringschätzung Sahins schon vor den persönlichen da waren. Mal davon abgesehen, dass seine langen Bälle (über die er sich definiert) nicht außergewöhnlich gut sind, hat er Probleme in der Positionierung und ist zu leicht rauszunehmen. Das war für Tuchels 3-1-4-2 (was er zu der Zeit meist gespielt hat) Gift; und auch vorgestern war deutlich, wie leicht er manngedeckt werden konnte. Die Umstellung, dass Sahin den Gegenspieler nach vorne zog und ein 8er sich fallen ließ, kam dann offenbar auch von Außen und nicht von ihm selbst. Weigl zieht den Manndecker da schneller aus dem Passweg, als der “echte Liebe” sagen kann, bekommt dann die Ablage und spielt einen Vertikalpass ;) Es gibt Schlechteres, als einen Trainer, der genau weiß, mit welchen Spielern er arbeiten möchte und mit welchen eben nicht. Da braucht man nur mal bei van Gaal und Guardiola nachfragen. Gemein ist ihnen mit Tuchel, dass sie dann ziemlich resolut sind. Kann dann am Ende natürlich mal passieren, dass man aus persönlichen Gründen Ibrahimovic vom Hof jagt, womit man dann übers Ziel hinaus geschossen sein dürfte ! … ;)

      4. Daniel

        Wo ist denn die vermeintlich einmalige Art von CA mit seinen Stars umzugehen? Bislang habe ich eher den Eindruck, dass die Spannungen und Differenzen im Kader eher wachsen…
        Dann doch lieber einen distanzierten Tuchel, der aber das Taktische wieder stärker profiliert…

      5. Marco05

        Das fragen wir uns ja schon länger…

        Allerdings wurde er von seinen ehemaligen PSG-Spielern gestern im Tunnel regelrecht geherzt, umarmt und geknuddelt. Also da hatte man schon den Eindruck, dass die ihn alle noch ganz lieb haben.

        Warum das bei uns anscheinend nicht funktioniert ist die große Frage. Größere Egos als andere Teams haben wir ja auch nicht. Kann mir auch nicht vorstellen, dass er sich da groß geändert hat im Vergleich zu seinen letzten Stationen.

        Aber es sieht derzeit wirklich so aus, als dass irgendwann vom FCB nicht viel Freunde übrig bleiben.

  35. Max

    Ziemlich ernüchternd das Spiel gestern. Tolisso fand ich auch nicht so schlecht und mit Rudy wurde es auch nicht besser, mir sind bloß ein/zwei haarsträubende Fehlpässe in Erinnerung geblieben, die zu Großchancen führten. So gern ich Thiago mag, war sein Zweikampfverhalten wieder schwach. Für mich sein Hauptfehler der zum 1-0 führte. Das war auch leider nicht das erste mal in wichtigen Spielen in denen er nicht konsequent hingeht. Ebenso Lewandowski beim 3-0, erst verfolgt er den durchstartenden Alves und dann bleibt er einfach stehen, sowas verstehe ich einfach nicht.
    Was man deutlich sehen konnte ist, dass das Gegenpressing überhaupt nicht mehr funktioniert und Ballverlust in gefährlichen Szenen entstanden. Das Spiel hätte auch 6-1 ausgehen können.
    Kimmich hat mir fast noch am Besten gefallen, der hatte Neymar relativ gut im Griff, auch wenn er viel Unterstützung dabei erhielt.
    Ein wenig Hoffnung habe ich noch, dass die Rückrunde besser wenn es keine so grottige Vorbereitung gibt und wieder mit Neuer, aber so richtig glaube ich auch nicht dran. Die Saison wird wohl eher nix, am Besten den Jungen Spielpraxis geben, Umbruch einleiten und dann mit neuem Trainer eine neue Mannschaft aufbauen.

    1. Usedomspotter

      Lewandowski bereitet seinen Abschied in der Winterpause vor.

      1. rotweiss

        wie kommst du drauf? das wollen wir doch mal sehen, das bestimmt ja Gott sei dank nicht er allein, nicht einmal sein Berater. nach der Leistung gestern und einigen durchwachsenen spielen in dieser jungen Saison sollte er vielleicht zwischendurch mal in sich gehen. gestern konnte robben schließlich gar nicht schuld sein…

      2. Usedomspotter

        Wenn ein Spieler gehen will, dann geht er. Mittel und Wege finden sich immer, siehe Dembele.

    2. GP11

      “Tolisso fand ich auch nicht so schlecht und mit Rudy wurde es auch nicht besser, mir sind bloß ein/zwei haarsträubende Fehlpässe in Erinnerung geblieben, die zu Großchancen führten.”
      Das Problem ist, dass Tolisso keinerlei Mehrwert bietet auch in Zukunft nie bieten wird. Der spielt seinen Stiefel runter und ist dadurch nie der schlechteste Spieler. So einen zum Rekordtransfer zu machen ist ein einziges Armutszeugnis. Aber er kostet halt nur minimal mehr als 40 Millionen, dann muss er gekauft werden.

      “So gern ich Thiago mag, war sein Zweikampfverhalten wieder schwach. Für mich sein Hauptfehler der zum 1-0 führte.”
      Thiago hat – ohne die Statistiken angeschaut zu haben – gefühlt am meisten dichtgemacht. Sein Fehler ist übrigens beim 2-0, dass er nicht energisch genug bei Cavani bleibt, beim 1-0 kann er fast gar nichts machen. Tolisso und Müller stürmen beide gleichzeitig auf den ballführenden Spieler und danach ist die Sache schon verloren, weil Neymar viel zu viel Platz hat. Oder hältst du es für eine normale Spielsituation, dass der zentrale DM Thiago an der Seitenlinie einen Zweikampf gegen LA Neymar führen muss? Da Thiago aufgrund der fehlenden Abstimmung zwischen dem rechten ZM Tolisso und RA Müller nach außen rücken muss, muss der linke ZM Vidal noch weiter ins Zentrum rücken und auf der linken Seite entsteht ein riesiger Raum. James hätte dann noch besser auf Alves aufpassen können, aber im Prinzip war man schon nur noch am Hinterherlaufen, sobald der Pass zu Neymar ankam.

      1. Max

        Tolisso und Müller gehen zu unkoordiniert auf den ballführenden Spieler und machen den Passweg nicht zu, da gebe ich dir Recht. Danach macht Thiago trotzdem den entscheidenden Fehler, er versucht eine halbgare Grätsche und lässt Neymar “einfach” vorbei, Neymar ist halt auch ein sehr guter Dribbler. Gerade deswegen hätte er etwas passiver agieren müssen um Neymar auf der Außenbahn zu lassen. Dann hätte man im Verbund noch eine Chance gehabt. Als er an Thiago vorbei war und nach innen ziehen kann war alles zu spät.
        Wenn er schon “all-in” geht und alles auf eine Grätsche setzt, dann muss er auch durchziehen und ein Foul/gelbe Karte riskieren.
        Das ist mir bei Thiago schon öfter aufgefallen, allerdings auch sein einziges Manko.

        In bester Erinnerung ist mir noch das CL-Halbfinal-Hinspiel bei Atletico, als Thiago bei Saul zurückzieht um keine Karte zu bekommen. Danach war dieser durch und hat das Tor erzielt, wenngleich die anderen dabei auch nicht besser verteidigt haben.

      2. Ju

        Das Rausschieben von Thiago kann man als falsche Entscheidung beurteilen – es gibt aber genauso gute Gründe dagegen. Man hat in den letzten Wochen regelmäßig so gepresst, dass einer der zentralen Mittelfeldspieler aus dem 4-2-3-1/4-4-2 nach Außen schob und dort den Flügelspieler unterstützte. Wenn man nun im 4-3-3 agiert und eine ähnliche Handhabung möchte, gibt es auf ein Herausrücken des (im Vergleich zu sonst) breiteren 8er eigentlich nur drei Reaktionsmöglichkeiten um den Raum in seinem Rücken aufzufüllen: A: Der Außenverteidiger rückt auf. Der war durch Kurzawa gebunden. B: Der Außenstürmer übernimmt die Position.Der rückte aber ebenfalls heraus. C: Der 6er sichert durch. Das Problem war ja nun, dass Thiago nicht damit rechnen konnte, dass die da beide Herausrücken und dabei beide (!) Neymar nicht im Deckungsschatten haben, weswegen er sich entschied, den Passweg ins Zentrum zu belauern statt sich frühzeitig nach Außen zu orientieren. Kann ich nachvollziehen. Wenn er dann auf Neymar zuläuft, der 180 Grad Möglichkeiten hat, besteht kaum noch eine Chance auf einen Ballgewinn. Ich bin mir auch nicht sicher, ob er überhaupt das Foul ziehen kann. In meiner Erinnerung kommt er gar nicht nah genug ran. Sicherlich, er hätte innen bleiben können. Dann laufen Neymar und Kurzawa aber zu zweit auf Kimmich zu. Thiago KONNTE in der Situation eigentlich nichts richtig machen.

      3. GP11

        Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
        Thiago sieht vielleicht auf den ersten Blick schlecht aus, kann aber im Prinzip nichts mehr retten.

      4. Max

        Ich kritisere nicht dass er rausrückt. Er muss aber die Innenbahn zumachen. Entweder voll draufgehen und Neymar foulen (Gelbe Karte) oder passiver draufgehen und Neymar die Außenbahn anbieten. Wäre auch nicht ideal aber dann hätte die Abwehr ein wenig mehr Zeit. Er macht halt ein halbgares Mittelding und das war die schlechteste Lösung, weil dadurch Neymar ungehindert schräg nach innen ziehen kann.
        Erster Fehler ist natürlich das unkoordinierte Pressing der anderen, was ja das ganze Spiel lang ein Problem war.

  36. Thueringer1900

    Es tut weh, auf diese Art zu verlieren. Trotz frühem Rückstand, konnte man für circa 20 Minuten einen Plan erkennen aber spätestens nach dem 2:0 war die Messe gelesen. Dann kommt es zu den typischen Auflösungserscheinungen. Wo sind die Zeiten hin, als der FC Bayern einen Rückstand mit unbändigen Siegeswillen noch umbog? Mir fehlt es hier, an einer Hierarchie aber wo soll die auch herkommen. Mittlerweile hat man das Gefühl, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht, ob das an Ancelotti liegt, mag ich nicht beurteilen. Natürlich kann man auch hinterher die Aufstellung kritisieren. Ob der völlig überforderte Alaba nach Verletzung gegen MBappe der richtige Gegenspieler war.

    Lewandowskis Rolle erschließt sich mir aktuell auch nicht. Es nützt nichts, gegen zweitklassige Teams 5 Buden zu machen. Gestern hat man gesehen wie sich Weltklasse definiert und dazu fehlt es Lewandowski aktuell doch etwas. Generell finde ich es schade, das es der FC Bayern nicht schafft, zwei TOP-Stürmer in seinen Reihen zu haben, um variabler und unausrechenbarer zu werden, das ist wohl einmalig unter den TOP Teams Europas.

    Dazu kommt, mit Thiago und Vidal, ein völlig außer Form spielendes Mittelfeld, welches es nicht gebacken bekommt, diese Gegenstöße zu unterbinden. Allgemein hätte ich gestern gegen Paris auf Erfahrung gesetzt, sprich Robben und Ribery, dazu Hummels in der Abwehr aber hinterher ist man ja immer schlauer.

    Aktuell sollten wir unsere Ansprüche definitiv etwas zurückschrauben. Die Kombination Mannschaft, Trainer wird auf europäischer Ebene nicht um die Titel mitspielen.

  37. Torpedo

    Da überrascht mich CA mit einer, von mir unerwarteten Aufstellung , was ich erstmal positiv bewertete
    und macht doch letztendlich vieles falsch .
    Natürlich war der Spielbeginn mit dem frühen Tor , nicht förderlich , aber den angedachten Matchplan
    mit dem aufgestellten Personal durchzusetzen war schon sehr optimistisch , vielleicht blauäugig .
    Die Hilflosigkeit oder das Trudeln , die fehlende Balance im Team , ist wirklich zu spüren.

    Ballbesitzspiel im Mittelfeld ,mit Spielern die das nicht optimal können ,
    Pressing oder nennen wir es unkoordiniertes halbschariges Anlaufen ohne Pressingfallen
    Zwei IV die gestern wie einer agiert haben, mit Verlaub sah doch, hinsichtlich der Raumaufteilung,
    mehr wie mehr Paarlaufen oder zweier Synchronschwimmen aus .
    Ich will Tolisso nicht bashen , der steht bei mir noch unter Welpenschutz , und es freut mich dass er Spielzeit bekommt –
    aber auf der Position wäre m.E nach Kimmich auch langfristig , der derzeit beste Bayernspieler und auf der RV Position absolut verschenkt , mit seiner Passquote und Pressingresistenz hinsichtlich Spielaufbau die viel viel bessere Variante .
    Ich will auch nicht auf Alaba draufhauen , weil es war sein erstes Spiel seit einem Monat !
    Was erwartet man da ? Raketenstart??? usw. usw.

    Letztendlich werden wir eine Wundertütensaison spielen , mal Superspiele aufgrund der individuellen Klasse und besseren Spielverlauf , mal Grottenkicke und undefinierbares Gegurke .Erinnert bisserl an Chelsea Saison 11/12, die haben mit solcher Spielweise auch die Championsleague gewonnen, daran wage ich nicht einmal im Traum zu denken .

    Vielleicht kann man den beiden Granden bei Bayern , es so klarer machen :
    Seit dem CA da ist , ist kein Bayernspieler, durch Training /Schulung , besser geworden und dadurch verliert man an WERT.

  38. Flinsi

    Meine Lieblingsszene gestern: Lewandowski schickt aus einer 6er Position heraus den rechten Außenstürmer Martinez steil!
    Charakterisiert das Auftreten nach der Halbzeit in meinen Augen auf den Punkt.

    Die Verantwortlichen sollten sich einmal fragen, warum das ganze taktische Wissen seit des Abgangs von Pep abgelernt wurde und, wenn man alle Spieler durchdekliniert, sehr viele nicht mehr an ihren Zenit herankommen. Exemplarisch seien hier Alaba, der hier gestern von einem alten Dani Alves aufgezeigt bekommen hat, was einen modernen AV ausmacht oder Vidal, Thiago und Müller.

    Kommt mir alles aktuell so vor wie bei der CDU/CSU und SPD: Leider über einen längeren Zeitraum verpasst, mutige und konsequente personelle Richtungsentscheidungen zu treffen. Zumindest wurde jetzt mit dem NLZ ein Einschnitt vollzogen. Fragt sich nur, ob hier das Personal aktuell auch das Topniveau mitbringt.

  39. Mic

    Moin, Moin an Alle! Der Schreck nach dem gestrigen Spiel will noch gar nicht weichen – mal ganz abgesehen von den dämlichen Sprüchen der Kollegen heute früh auf der Arbeit (Mönchengladbach Hochburg). Da freut man sich immer noch, wenn die Bayern mal richtig eins drauf kriegen. Eigentlich habt ihr hier schon alles dazu gesagt, aber irgendwohin muss ich jetzt meine Eindrücke loswerden ;-)
    Ich sehe es mittlerweile als strukturelles Problem. Mal abgesehen von den, zwar wesentlichen Abgängen in den letzten Monaten, steht hier aber eigentlich noch eine Top-Mannschaft auf dem Platz. Was ein für mich ein wesentlicher Unterschied zum letzten Trainer ist, ist das Coaching nach dem Spiel. Nach weniger guten Spielen wurde durch Guardiola viel offensiver und „härter“ kristisiert. Für mich hinterfragen die Spieler sich nicht genug. Gestern sagt Ullreich tatsächlich bei Sky, das er ein ordentliches Spiel gemacht habe. Lewandowski schwebt offenbar genau wie Müller über jeder Selbstkritik, weil sie ja ach so wichtig sind für die Mannschaft. Sorry, nach solchen Leistungen in der jüngeren Vergangenheit ist jeder ersetzbar und muss sich hinterfragen, ob er das notwendige Niveau abrufen kann. Passiert aber nicht. Genau wie bei Ancelotti selbst, der nur Phrasen rausballert, aber keinen Ansatz zeigt, tatsächlich am System (Trainig & Sppielidee) zu schrauben, oder nachzujustieren. Weiterhin weigere ich mich aber auch anzuerkennen, das hier Gehaltsmillionäre und absolute Topprofis von einem Trainer auf den anderen plötzlich das Fußballspielen verlernt haben sollen. Auf mich wirkte das gesättigt und als hätten sie nix mehr zu beweisen. Außerdem finde ich, das es im heutigen Fussballgeschäft keine Eingewöhnungszeiten für Spieler mehr geben kann/dürfte. Alle top ausgebildete Profis und schließlich haben alle die Vorbereitung und die diversen Trainings mitgemacht. Sie sollten eingebunden sein und die nötige Intelligenz mitbringen, sich schnell taktisch und spielerisch anzupassen. Siehe bspw. Mbappé. Kommt, spielt und trägt seine Teil zu einer absoluten Topleistung sofort bei. Es fiel schon bei Sanches auf, das die Entwicklung stagniert und genauso sieht es auch für Tolisso aus – ist natürlich spekulativ. Strukturell bleibt auch die Weigerung Ablösesummen mitzugehen und Gehaltsobergrenzen (bspw für Kroos) zu verändern ein gravierendes Problem. Jetzt warten wir also auf „Granaten“ aus dem Leistungszentrum. Na klar. Man muss attestieren, das hier Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander liegen. Das kann aber nur die Vereinsführung korrigieren indem sie für die Zukunft andere Ziele ausspricht und sich selbst neu aufstellt. Wie soll ein Umbruch in der Mannschaft vollzogen werden, wenn sich nicht auch der Verein und die Struktur dahinter wandelt. Das Business hat sich offenbar enorm verändert, aber die Verantwortlichen wollen sich selbst augenscheinlich nicht anpassen. Ich habe es schon mal geschrieben, aber vielleicht ist eine Korrektur der Ziele „nach unten“ angebracht!?

    Sorry, ist ein bisschen lang geworden… Aber ich frage mich schon, wo die Reise hingeht. Auch über das nächste Spiel hinaus, das sie sicherlich gewinnen werden. Allerdings ist fraglich, ob für die ausgegebenen Ziele, den Anspruch und das Selbstverständnis ein (vermutlich höherer) Sieg gegen die Hertha einen Rückschluss zulässt auf die wirkliche Leistungsfähigkeit einer Mannschaft und einer Vereinsführung.

    1. Daniel

      Kann die Aussagen definitiv unterstreichen.
      Viele Spieler kommen mir auch irgendwie “gesättigt” vor. Da fehlt die Gier, das Aufbäumen nach Rückständen.
      Mir geht es mittlerweile auch etwas an die Nieren, dass nach derartigen Leistungen kein richtiger Druck in den Kessel kommt. Weder aus der Mannschaft, noch vom Trainer. Auf die von KHR angedrohten Konsequenzen bin ich mal gespannt. Wo war nach dem Spiel der neue Sportdirektor? Ich hätte gerne mal Sammer nach diesem Auftritt erlebt…
      Ne ne ne. Hier ist gerade der Wurm drin. Vieles lässt sich in der BL übertünschen. International sehe ich da arge Schwierigkeiten.

  40. LeeDaiGer

    Es wurde ja bereits einiges an Beobachtungen hervorgebracht, viele davon richtig. Kritik an den Spielern ist sicherlich auch nicht falsch, aber:

    So schlecht fand ich das gestern von Spielerseite gar nicht. Im Gegenteil, die individuelle Klasse hat es bei einigen, besonders in der Phase 10 Minuten nach dem ersten Gegentor, sogar wieder wettgemacht, zum x-ten Mal. Spontan ausgenommen davon, wären für mich zwei Hauptakteure der Offensive, die ja hier Ihre Fans und Kritiker haben: Lewa und Müller. Beide waren schlecht, aber ich habe sie in den letzten 1,5 Jahren auch noch nie so schlecht eingebunden gesehen. Müller muss man aber, wie wir natürlich alle wissen, ein taktisches Korsett bieten, in dem er aufblühen und raumdeuten kann. Auch Lewa muss man mit all seinen Qualitäten in Szene setzen können. Die schlechten Flanken? Tja, war da jetzt aber mal ein freigespielter bzw. einstudierter Flankenlauf dabei? Es regiert Prinzip Zufall oder Halbfeld.

    Hinsichtlich der Aufstellung fällt mir spontan ein: Thiago verpuffte, da er mit zwei Typen wie Tolisso und Vidal (beides markante, KH/Uli-Fußballmalocher-Transfers) spielen musste. Süle darfst du eigentlich in so einem Spiel ohne Not erstmal nicht bringen (der muss noch aufgebaut werden). Aber wie gesagt, so schlecht fand ich sie individuell gar nicht.
    Die Spieler aber wissen einfach nicht, so zumindest mein Eindruck, wie sie zu laufen oder zu stehen haben, wie sie zu flanken haben, wie sie ein kohärentes Pressing mit Absicherung aufziehen sollen. Konter gab es vorher natürlich auch, aber gestern waren das ja gleich 10 Stück mindestens. Man meint, dass Bayern nichts Einstudiertes mehr drin hat, Gegenbeispiel ist PSG.

    Meine These: Ancelotti kann nicht nur mit der Mannschaft nichts anfangen (okay, das wurde schon mehrmals vermutet), sondern hat sie zudem total heruntergewirtschaftet. Bayern ist bestimmt nicht mehr Top 3 (PSG aber auch nicht), aber wenn ein Trainer mehr aus dem Team herausholen könnte, wäre sie noch immer Top 5 und könnte bei Losglück noch weit kommen.

    Ausblick: Sonntag gibt’s Punktverlust bei Hertha (bis dato 2 Siege, 1 Unentschieden zu Hause). Dann ist für Carlo Schluss … aber nur wenn Tuchel will (oder ist Uli tatsächlich an einer van-Gaal-Übergangslösung dran?).

  41. Martin

    Meiner Meinung nach krankt das Spiel im Mittelfeld. Thiago oder nix. Thiago und nix wäre die bessere Aussage. Nach vorne wird vom Mittelfeld keine Gefahr erzeugt und nach hinten wird nicht mitgearbeitet und nur hinterhergelaufen. Vidal treibt sich überall rum nur nicht dort wo er sein sollte. Immer einen Schritt zu spät. Gehört für mich mit Ribery leider zu einem Auslaufmodell. Seine “Aggressivität” reißt auch keinen mehr mit.
    Leider arbeiten die Stürmer auch nicht mit nach hinten. Exemplarisch Lewy vor dem 3:0. Er bleibt einfach stehen und lässt Alves laufen.

    Wer gestern in der IV gespielt hat ist zweitrangig. Wenn solche guten und schnellen Spieler auf die “einsamen” Hunde zugerannt kommt ist es fast unmöglich zu verteidigen ohne die Unterstützung aus dem Mittelfeld/Sturm.
    Ein Neymar hat auch mal hinten ausgeholfen wenn es sein muss.

    Die ganze Flankerei ging mir so auf den Senkel. Das spiegelt die Ideenlosigkeit wieder. PSG steht gut und der FCB schafft es seit geraumer Zeit nicht, dagegen Lösungen zu finden. Dann kommt die Alibiflanke und in der Mitte stehen 3 IV gegen 1 Mittelstürmer.

    Und wann gab es eigentlich das letzte klassische Kontertor der Bayern? Mir geht das Herz auf wenn ich an Robben gegen Schalke im Pokal denke. Solche Momente hab ich seit Monaten nicht erleben dürfen. Jede Umschaltmöglichkeit wird vertendelt und ausgebremst. Vor allem der Kollege Alaba und Thiago sind da Spezialisten. Dazu kommt, dass unsere Flügelspieler nicht mehr im 1 gg 1 an den Gegner vorbeikommen. Ribery und Coman haben beide einfach nur den Kopf unten und rennen los.

    Just my 2 Cent

    1. Lord Fenimore

      @Martin: richtige Einschätzungen! Kann ich nur bestätigen!

  42. franzferdl

    der fisch stinkt vom kopf her… und bis zum fuss: wie sagte weiter oben einer so schön: metterni… ähm, hoeness’ restauration muss gekontert werden. der mann sollte sich schleunigst auf den alterspräsidentenposten zurück ziehen & dabei seine bratwürschtl weiter geniessen (der eigentliche grund seiner roten, sehr ungesunden gesichtsfarbe). rummenigge sollte ebenfalls einsehen, dass seine große uhrensammlung zuhause gepflegt und abgestaubt werden muss.

    alsdann: lahm sofort an die macht! als präsident und aufsichtsratsvorsitzender des fc bayern. sammer zurückholen, oder, falls gesundheitlich zu riskant, eben kahn (zusammen mit seinem taktikflüsterer). oder gleich beide zusammen.

    danach: ancelotti zur ac milan (oder, von mir aus, nach china) wegloben. es ist erschütternd, wie stark sein fahriges bayern-regiment jegliches klischee, das man von der taktischen vorreiterrolle italienischer trainer hatte, widerlegt. die spieler rennen, insbesondere im defensivverhalten, wie geköpfte hühner-torsi umher.

    mit lahm an der spitze herrschte ein grundsätzlich anderes binnenklima, weshalb sich tuchel dann geborgener fühlen sollte. also: tuchel her (nagelsmann ist dann in einigen jahren natürlicher tuchel-nachfolger), ist schließlich ein guter freund unseres extrainers und auch ansonsten auf ähnlicher taktischer/strategischer wellenlänge.

    oder ganz anders gesagt: wenn alles beim alten bleiben soll (fcb als europäische fussballmacht) muss sich alles ändern!!!

  43. rotweiss

    …Rummenigge beim bankett: “das war heute nicht der FC Bayern”, Ancelotti nach dem spiel: “uns hat die balance gefehlt”…wenn sie uns doch wenigstens diese unsäglichen plattitüden ersparen würden. wie oft hat man diesen wortmüll schon gehört?

  44. Usedomspotter

    Es ist auch immer wieder schön von Ancelotti nach dem Spiel zu hören, was nicht gepasst hat. Nur um dann im nächsten Spiel zu sehen, dass er offenbar nicht in der Lage ist, die Fehler abzustellen. Das Defensivverhalten ist eine absolute Katastrophe. Und es wird immer schlimmer und nicht besser. Damit wird diese Ansammlung von Einzelspielern auch in der Bundesliga nichts reissen.

  45. Doug Stamperl

    Anarcho Ancelotti traut sich was und macht teilweise auf dem Papier clevere Anpassungen an den Gegner.
    Warum sehr viele Spieler oder frühere Anker der Mannschaft überhaupt keine Form und keine Klarheit im Spiel haben sind zentrale Fragen.

    Es war ein Spiel wie ein Herbstgutachten mit sehr negativen Wachstumsaussichten.

  46. Olorin

    Das Problem an Tolisso ist nicht seine individuelle Leistung, ihn als ‘Zweitligaspieler’ zu titulieren sehe ich als ziemlich daneben an. Tolisso bringt durchaus Qualitäten auf (sehr) hohem Niveau mit: Laufstärke, Weiträumigkeit, Kampfstärke, Torgefahr durch gefährliches Nachrücken in den Strafraum, Kopfballstärke. Als torgefährlicher Achter, der weiträumig presst und mit Anlauf in den Strafraum zieht, könnte er durchaus effektiv sein. Problem daran: alle diese Fähigkeiten bringt Arturo Vidal auf höherem Niveau mit. Und zwei Spieler dieser Art kann eigentlich keine Mannschaft gebrauchen. Und weil nunmal Tolissos Paraderolle in München belegt ist, wird er in einer etwas anderen Rolle als rechter Sechser zweckentfremdet, in der er dann natürlich ziemlich Fehl am Platz wirkt.
    Der FC Bayern hat also den teuersten Transfer seiner Vereinsgeschichte dafür rausgehauen, einen Spieler zu verpflichten, der keinerlei neue Fähigkeiten in die Mannschaft bringt. Im Grunde taugt Tolisso nur als eine Art Edel-Backup/perspektivischer Nachfolger für Vidal, oder anders ausgedrückt: er hat den Kaderslot von Renato Sanches 1:1 in noch teurer übernommen. Rechnet man die drei zusammen hat der FCB in den letzten drei Jahren mehr als 90 Mio (!) allein an Ablöse (!!) für drei Spieler rausgehauen, die sich gegenseitig ausschließen. Und das schlimmste: angeblich steht mit Leon Goretzka schon Nummer vier auf der Matte. Das ist ungefähr so, als hätte der FCB letzte Saison für knapp 40 Mio Donnarumma und diese Saison für gut 40 Mio Bürki geholt, damit sie hinter Neuer auf der Bank sitzen (was angesichts von Ullreichs Leistung vielleicht sogar besser investiert gewesen wäre) und jetzt gäbe es recht konkrete Gerüchte um Horn-da würde sich auch jeder an die Stirn fassen. Meiner Meinung nach kann man schon drüber diskutieren, ob man für diesen Spielertyp überhaupt so viel Geld ausgeben sollte, weiträumige Kämpfer gibts eigentlich genug und ziemlich günstig. Sebastian Rode hat diese Position gar nicht mal so viel schlechter, dafür aber wesentlich günstiger ausgefüllt. Emre Can ist auch so ein ähnlicher Spieler und hätte nichtmal Ablöse gekostet. Regelrecht witzig wird es, wenn dafür gesagt wird, dass für die dringend notwendigen Verstärkungen im kreativen und offensiven Bereich kein Geld da ist.

    Die Verantwortung dafür kann man aber nicht auf die Spieler abwälzen: weder Sanches noch Tolisso können was dafür, dass der FCB sie teuer gekauft hat, obwohl er sie nicht braucht. Zweitklassig sind hier nicht die Spieler, nur das Transfergebahren.

    1. Mic

      Unterschreib ich so! Bleibt aber dann in der Tat ein strukturelles Problem…

    2. GP11

      Sehr schön auf den Punkt gebracht, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
      Jedem einzelnen Satz kann man voll und ganz zustimmen.

  47. Tipic

    Heute Nachmittag offenbar Krisensitzung beim FCB … Wird Ancelotti schon heute entlassen?
    http://sportbild.bild.de/bundesliga/vereine/bayern-muenchen/trainer-carlo-ancelotti-krisensitzung-53360666.sport.html

    1. Mic

      …da fragt man sich doch; was soll eine Krisensitzung jetzt bringen, wenn man den Trainer nicht entlassen will/kann!? Was wollen die besprechen? Wie man es hätte besser machen können? Wäre sinnlos…Vielleicht spricht man eine “Deadline” aus? Im Hintergrund wird vielleicht schon mit einem vakanten Trainer verhandelt? Aber allein durch die mediale Aussenwirkung nach der Niederlage gestern, dem nicht “standesgemäßen” spielerischen Auftritten in der Bundesliga und durch die (mutmaßliche) Krise zwischen einigen Spielern und dem Cheftrainer, ist Ancelotti quasi “verbrannt”. Wenn die Verantwortlichen jetzt nicht handeln und eine gute und glaubwürdige “Lösung” präsentieren, demontieren sie sich gleich mit (noch mehr als ohnehin schon)…

  48. Stern des Südens

    Ein aufgescheuchter Hühnerhaufen ist, verglichen mit der gestrigen Abwehr, eine geschlossene Kampfformation (frei geklautes und modifiziertes Zitat).

  49. cj

    Tuchel zu Bayern? Das wäre ein tickende Bombe. Wer schon im beschaulichen Mainz extrem aneckt, danach auf der grösseren Bühne in Dortmund sich komplett ins Abseits befördert, soll in Müchen bei medialem Dauerfeuer und unter zwei Alphatieren einen schwierigen Umbruch gestalten? Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das gut gehen soll.

    1. Kurt

      Ja und wer als Pragmat gilt, der sich an Gegebenheiten besser als ein Idealist Pep anpassen kann, der als Spielerversteher gilt und weiß wie man die Stars bei Laune hält…und der dann im Endeffekt die komplette Mannschaft in einen Haufen verärgerter Individualisten verwandelt, weder ein bestehendes System fortführen, noch ein eigenes installieren kann, der beweist vielleicht, dass man auf irgendwelche Spekulationen und “Erfahrungswerte” bei anderen Vereinen einen Dreck geben sollte.

      Sollte Tuchel zu haben sein, bin ich dafür, dass man ihm und uns die Chance gibt. HER MIT DEM MÖNCH!

      1. Kurt

        *Pragmatiker

    2. Tschemp

      Jede Lösung hat doch einen Haken.

      Ancelotti? Bringt die Mannschaft taktisch nicht weiter und ist nicht geeignet für einen Umbruch, dazu Sprachbarriere.

      Tuchel? Hat große zwischenmenschliche Gräben hinterlassen in Mainz und Dortmund. (analog: Favre)

      Nagelsmann? Hat noch keinen einzigen Star trainiert, kennt ein mediales Umfeld und Druck bisher quasi überhaupt nicht, hat keine internationalen Meriten.

      Klopp? Ist in Teilen der Fanszene durch seine schwarzgelbe Vergangenheit vorbelastet, hat noch nicht nachgewiesen, ein Team mit etwas anderem als Aussenseiter-Umschaltfussball erfolgreich zu führen. (analog: Hasenhüttl)

      Löw? Hat auf Vereinsebene nur geringe, und weit zurückliegende Erfolge nachgewiesen, kennt die tägliche Arbeit mit einer Mannschaft nicht mehr.

  50. Marco05

    Spiegel Online hat gerade die Trennung von Ancelotti unter Berufung auf die Bayern-Seite getwittert, aber kurz danach einen Rückzieher gemacht. Zeitgleich erzählt ESPN von einer einvernehmlichen Trennung und beruf tsich auf Insiderkreise. Ich geh fast davon aus, dass der Zug abgefahren ist…

    1. Pat

      Sport1 bezieht sich ebenfalls auf ESPN…

    1. Danke! Gibt es jedoch schon seit einigen Monaten bei uns & nicht erst seit gestern. ;)

    2. Ist auch nicht mehr aktuell ^^

      1. Wir warten selbstverständlich auf offizielle Bekanntmachungen, bevor wir auf “Aktualisieren” drücken.

  51. Usedomspotter

    Die Gräben zwischen Tuchel und dem BVB sollte man vielleicht auch vor dem Hintergrund sehen, dass ihm die Vereinsführung Jahr für Jahr die besten Spieler aus dem Kader genommen hat.

  52. Mic

    Sky Sport News vermeldet grad‘, Ancelotti sei nicht mehr Trainer…

  53. MG

    Sky meldet dass Ancelotti nicht mehr Trainer ist.

  54. Rainer

    Tuchel sofort installieren. Im Winter einen torgefährlichen, schnellen Winger holen. Hoeneß aus dem Tagesgeschäft raus. Im Sommer Draxler und endlich einen Backup für Lewandowski kaufen. Die Scoutingabteilung optimieren und ggf. die Anforderungsprofile für die einzelnen Positionen neu definieren.(Alter, Geschwingigkeit und technischen Fähigkeiten berücksichtigen).
    Ancelotti wurde gerade entlassen!!

  55. wipf1953

    Die Medien wissen’s angeblich schon – Carlo ist raus und Sagnol soll übernehmen ..

    So wird wenigstens konsequent weitergeflankt. Der FC Bayern München auf dem Weg zum Satireclub ..

    1. Kurt

      Dir ist schon klar, dass man nicht 5 Minuten nach dem Rausschmiss einen neuen Trainer vorstellen kann? Natürlich macht es Sagnol vorerst. Und dann in ein paar Tagen präsentiert man den neuen Trainer.

      1. wipf1953

        Dir ist schon klar dass man einen Trainer nicht spontan rausschmeißt, sondern dass man sich als allererstes überlegt, wer an seiner Stelle den Job machen soll? Und ist jetzt wirklich der entscheidende Zeitpunkt, kurz vor dieser “wunderschönen” Länderspielpause?

        Natürlich ist der Trainer das schwächste Glied, und eventuell ist der Trainer auch diejenige Schaltstelle, wo man am schnellsten etwas verändern kann. Es gibt aber für die aktuelle Krise einige weitere Faktoren, für die alle der Trainer am allerwenigsten kann:

        – die medizinische Betreuung scheint immer noch nicht optimal zu sein,
        – den Cotrainer Sagnol hat die Vereinsspitze geholt,
        – die legendär schlechte Saisonvorbereitung mit (verlorenen) Testspielen am Ende der Seidenstraße haben die zwei Jungdachse im Marketingbüro zu vertreten,
        – und dass mit Vidal, Sanches und jetzt Tolisso drei Spieler für eine Position geholt wurden ist auch nicht die Schuld des Trainers.

        Unser Club befindet sich gerade leider auf dem Nivea von Schlacke04 ..

  56. Jonez

    Auch wenn ich mich mit Carlo nie so richtig anfreunden konnte ärgert mich dieser Aktionismus schon sehr. Nach dem Motto: Oh, schon 2x verloren in dieser Saison, wechseln wie halt den Trainer.
    Komme mir vor wie in Wolfsburg oder beim HSV.

    1. Aktionismus? Wie lange schaust du dir schon Bayernspiele an? Wenn länger als diese Saison, dann sollte dir klar sein, dass schon länger kein vernünftiges taktisches Konzept vorlag und die Entlassung sicher nicht wegen zweier Spiele erfolgt ist.

  57. Es gibt sehr viele verschiedene Ansätze, warum aktuell bei Bayern so viel schief läuft. Komischerweise findet aber ein gewaltiges Argument hier fast nicht statt: Der mit Abstand weltbeste Torhüter und Bayernkapitän fällt aus!

    Neuer ist für Bayern wichtiger als ein CR7 für Madrid und mindestens so wichtig wie Messi für Barca. Stattdessen – sorry Sven – steht wohl aktuell bei Bayern der schwächste Ersatztorhüter mindestens der letzten 50 Jahre Vereinsgeschichte im Tor: Rensing, Butt, Reina und selbst Starke waren da in der jüngeren Vergangenheit eine ganz andere Hausnummer.

    Hatte Bayern in den letzten 6 Jahren immer einen Giganten im Tor, steht nun fast bei jedem BL- und CL-Spiel auf der Gegenseite ein besserer Keeper im Tor.

    Thesen werden hier sehr geliebt, deswegen meine zum gestrigen Spiel: “Hätte Bayern gestern mit Manuel Neuer gespielt und bei PSG wäre ein Sven Ulreich im Tor gestanden, dann hätte Bayern – und zwar auch nach dem Spielverlauf verdient – nach 32 Minuten mit 1:0 geführt und wäre nicht mit 0:2 zurück gelegen. Wie wäre das Spiel dann weiter verlaufen und ausgegangen?

    1) Beim 0:1 war Ulreich zwar keineswegs der Hauptschuldige, aber ein Neuer wäre bei Alves´ kleiner technischer Panne (Ball zu weit vom Fuß gesprungen) wesentlicher schneller am Brasilianer dran gewesen und hätte den Winkel wahrscheinlich entscheidend verkürzt.

    2) Martinez´ Schuss auf der Gegenseite hätte Ulreich gestern passieren lassen, denn 3) Cavanis Schuss zum 0:2 war eigentlich wesentlich einfacher zu halten. Dieser Schuss MUSS eigentlich von jedem Torwart in den 3 deutschen Profiligen gehalten werden (schaut nur mal das MSR-Foto an!). Ich vermute übrigens genauso wie einige auf SKY, dass er eventuell bei Flutlicht eine Sehschwäche hat … Hoffenheim, Wolfsburg, Paris – alles ähnliche Patzer bei Abend(!)spielen. Wenn nicht, dann hat er in gewissen Situationen einen “Systemfehler” in seinem Torwartspiel, welcher ws. sogar noch schwerer zu beheben ist / wäre.

    Geht Bayern mit einem 1:0 in die Halbzeit, sieht alles anders aus – alles!!

    Gehen wir mal zurück ins Jahr 2001: Bayern gewinnt das CL HF mit 1:0 in Madrid: Ein Oliver Kahn springt, hechtet, faustet und bringt die madrilenischen Stürmer zur Verzweiflung. Wenn “ein Sven Ulreich” im Tor gestanden wäre, hätte es wahrscheinlich eher ein Debakel gegeben und keinen Europapokalsieg nach 25 ewig langen Jahren des Wartens …
    2016 wäre Atleti in München ohne Oblak auch unter gegangen …

    Es gibt Spiele, da ist der Torwart der wichtigste Mann auf dem Platz.

    https://petersgradmesser.wordpress.com/2017/09/20/der-ausfall-von-manuel-neuer-und-seine-konsequenzen/

    1. wipf1953

      Das mit der Sehschwäche hatte ich mir (als Brillenträger) beim Tor von Wolfsburg auch schon gedacht. Aber sorry, das muss im Verein doch auffallen!

      1. Marco05

        Aber wie, wenn die tatsächlich nur bei Flutlicht zum Tragen kommt. Da hat er ja nie gespielt und vermutlich auch nie trainiert…

      2. @ Marco: Wenn Ulreich diesbzgl. einen kleinen Realitätsverlust hat? Trotzig hat er ja auch behauptet, dass seine Leistung in Paris OK gewesen wäre und sinngemäß, dass das 2:0 unhaltbar war …

        Da müsste man eher einen Psychologen fragen ….

    2. MUC_LIM

      Sorry, aber das ist einfach nicht wahr, dass jeder Gegner einen besseren Torwart drin hat, wenn wir mit Ulle spielen.

      Klar, Ulreich tut sich bislang bei Bayern schwer. Man darf aber auch nicht vergessen, dass er über einen langen Zeitraum kaum Spiele gemacht hat und es lässt sich nicht leugnen, dass das Einfluss auf auf die Sicherheit eines Torhüters hat. Man braucht schon immer mindestens 4-5 Spiele am Stück um die Mechanismen und die Situationen eines Spiels wieder gut lesen kann als Torwart. Er kann also gar nicht in der Verfassung sein, die jeder andere Stammkeeper in der Buli hat.
      Dann hat er so einen dummen Patzer wie gegen WOB und spielt dann die Woche drauf gegen Paris, wo der erste Schuss nach zwei Minuten auch recht undankbar reingeht. Die Folge ist komplette Verunsicherung, die sich dann in so einer “Aktionismus-Aktion” wie beim zweiten Gegentreffer zeigt: Er geht zum Ball und man kann förmlich sehen, wie er schon beim Abspringen denkt “der geht rein – hoffentlich sieht es wenigstens nicht nach einem Fehler aus”. Nich falsch verstehen, ich gebe dir vollkommen recht bei der Bewertung des 2:0, allerdings kann man es halt auch alles erklären. Es ist verdammt undankbar in die derzeitige Mannschaft als zweiter Torwart geworfen zu werden.

      Als Ulreich Nr.1 bei Suttgart war, gehörte er durch technisch starke Zielverteidigung, stärke im 1 vs 1 sowie einem starken Zonenspiel stets zu den Top-Leuten. Daher bin ich dafür ihn weiter machen zu lassen, da ich ihm die mentale Stärke durchaus zutraue (siehe Abstiegskampf mit dem VFB).

      1. Ich habe geschrieben “fast” jeder Gegner … Und bei der Meinung bleibe ich auch. Ebenso, dass Ulreich der schwächste Ersatzkeeper der Bayern seit mind. 50 Jahren ist …

        Dass seine aktuelle Aufgabe eine unfassbar schwere ist, daran besteht kein Zweifel. Ich würde auch sagen, dass die Torwartposition die mental anspruchsvollste aller Spieler auf dem Platz ist. Und genau dieser Mix lässt Ulreich nun wohl leider(!!!) scheitern.

        Du hast nicht unrecht, wenn du sinngemäß schreibst, dass jeder Torwart (wie natürlich die Spieler auf den anderen Positionen auch) eigentlich mehrere Spiele bräuchte, um wieder voll im Spiel drin zu sein. ABER: Diese Zeit hast du gerade als Torwart leider nicht. Dass man aber auch diese Situationen besser meistern kann, hat ein junger Rensing jahrelang als Nr. 2 hinter Kahn gezeigt. Immer wenn dieser mal ein Spiel ausgefallen ist, war Rensing sofort VOLL da. Und trotzdem hat es dann auch bei Rensing nicht zu einer großen Torwartkarriere gereicht – und der war (ist) wesentlich talentierter als Ulreich!!

        Profi-Fußball ist brutal … das muss Ulreich gerade besonders bitter erfahren. Er hat (hätte) gerade die Chance seines (Torwart-)Lebens – und merkt, dass er sie nicht nutzen kann.

    3. rotweiss

      …alles richtig, aber die gesamte tendenz seit sommer 2016 hat hier den ausschlag gegeben. da kann der welttorhüter auch nicht viel machen, wenn vor ihm kraut und rüben herrscht!

  58. […] Paris hat sich im Vergleich zum Hinspiel kaum etwas verändert. Draxler rückte für den angeschlagenen Motta in die Startelf, aber sonst […]

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