Klub-WM: Fotokurs mit Phillip Lahm oder #Mission5 erfüllt – Das Finale der Klub-WM in Marrakech

Das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte ist also vorbei. Das letzte Spiel des Jahres war körperlich nicht das einfachste und doch: Solche Spiele müssen gewonnen werden. Wie imposant ist eine andere Frage.

FC Bayern München im Klub WM Finale in Marrakech

Vielen Dank an @SammyKuffour und @fehlpass für die Bilder aus Marokko!

Im Vergleich zum Halbfinale stellte Pep ein wenig um, als Rotation sind die Wechsel jedoch kaum zu bezeichnen. Sein erstes Finale von Anfang an durfte Xherdan Shaqiri bestreiten, der für Mario Götze in die Startelf rückte. Zudem ersetzte Thomas Müller als Sturmspitze den zuletzt nicht überzeugenden Mandzukic. Den ersten großen Auftritt legte in der siebten Minute Dante hin, als er mit einem sehenswerten Drehschuss aus leichter Abseitsposition das 1:0 erzielte. Dante, zuletzt von Guardiola im Training gescholten, konnte leider auch in diesem Spiel defensiv nicht überzeugen, zu oft lief ihm ein Gegner im Rücken davon und zu selten waren seine Zuspiele präzise genug. Die Roten drückten in der Folge weiter aufs Tempo, es war klar zu erkennen, dass man das Spiel schnell entscheiden wollte. Und nach 22 Minuten war es soweit: David Alaba kämpfte sich links in den Strafraum und legte ab für Thiago, der wunderbar ins lange Eck vollendete. Für das Spiel an sich war das relativ frühe 2:0 nicht förderlich – Siegessicherheit stellte sich (zurecht) in der Spielweise der Bayern ein und die Marokkaner gaben ihr Bestes im Dagegenhalten. Etwas zu entspannt ging Manuel Neuer vor. Nach seinem missglückten Klärungsversuch hätte sich Chtibi in der 38. Minute beinahe zum Helden gemacht, seine Abnahme verfehlte das Tor nur knapp.

In der zweiten Halbzeit starteten die Bayern äußerst schläfrig. Raja Casablanca kam zu zwei guten Möglichkeiten, einmal Iajour, dessen Kopfball Neuer entschärfte (57.). Auf der anderen Seite hatte Shaqiri in der 62. die Möglichkeit alles klar zu machen, traf jedoch nur die Latte. Das Spiel verflachte, Highlights waren die Einwechslungen von Martinez, Mandzukic und Götze. Green und Höjbjerg verbrachten die 180 Minuten Klub-WM also auf der Bank, schade! Ein letztes Mal wurde Neuer noch in der 84. Minute von Madibe geprüft, dann war die Mission fünfter Titel erfüllt.

Der anstrengende Teil des Abends begann für Philipp Lahm erst nach Abpfiff. Einige Male musste der Kapitän auf die Bühne, um Ehrungen entgegen zu nehmen (Zweitbester Spieler des Turniers, Fairplay Preis, Pokal…). Immer wieder musste er für Fotos posieren und dem Königssohn die Hand schütteln. Er lächelte jedoch immer wieder sehr überzeugend in die Kameras. Auch Franck Ribery bekam seine Auszeichnung als bester Spieler des Turniers. Sonderpreis: Ein weißer Toyota (der leider keine Freudensprünge beim Franzosen auslöste). Bei der Pokalübergabe durfte man sich dann noch einmal kollektiv als Mannschaft freuen – mittlerweile ja schon fast Gewohnheit. Heraus stachen lediglich die Südamerikaner um Rafinha, denen der Titel sichtlich viel bedeutete. Sehr schön zu sehen.

Man könnte an dieser Stelle jetzt natürlich wieder kritisieren, warum die Mannschaft schläfrig und passiv agierte, wo allein schon die mitgereisten Fans (Hut ab!) ein Grund gewesen wären, mehr Einsatz zu zeigen. Doch muss man den Spielern einfach zugestehen, dass Sie nach den unglaublichen Leistungen dieses Jahres sowohl physisch als auch psychologisch eine Pause brauchen. Es sei ihnen also verziehen, dass Sie bei der Klub-WM nicht das weltmeisterliche Niveau erreichen konnten, dass Sie bisher ausgezeichnet hat. Bereits in gut 2 Wochen geht es wieder los. Dann gilt es für die Mannschaft, die gute Ausgangsposition in allen 3 Wettbewerben auszunutzen. Und wer weiß, vielleicht kann man ja den Klub-WM-Titel 2014 als erste europäische Mannschaft verteidigen.

FC Bayern München – Raja Casablanca 2:0 (2:0)
FC BayernNeuer – Rafinha, Boateng, Dante, Alaba – Lahm – Shaqiri (80. Götze), Kroos (60. Martínez), Thiago, Ribéry – Müller (76. Mandzukic)
BankStarke, Raeder, Contento, Van Buyten, Kirchhoff, Hojbjerg, Weiser, Green, Pizarro
CasablancaAskri – El Hachimi, Benlamalem, Oulhaj, Karrouchy – Erraki – Hafidi (88. Kachani), Moutaouali, Chtibi (50. Mabide) – Iajour (78. Soulaimani), Guehi
Tore1:0 Dante (7.), 2:0 Thiago (22.)
KartenGelb: – / Oulhaj, Soulaimani
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Leserkommentare
  1. Hi Felix,
    guter Artikel. Ich fand’s auch wirklich schade dass keiner der “jungen” (Green & Höjbjerg) zum Einsatz kam. Nach dem 2:0 war die Partie durch und der Gegner nicht wirklich zwingend gefährlich. Da hätte Pep schonmal als Weihnachtsgeschenk die beiden Youngsters ranlassen können. Aber na ja, er wird schon seine Gründe haben und für die beiden ist es wahrscheinlich im ersten Jahr auch mal toll bei solchen events einfach mal nur dabei gewesen zu sein.
    Merry-X-mas und auf ein erfolgreiches “rot-weisses” 2014.

  2. Felix

    Hallo Peter,danke für deinen Kommentar!Ich hätte es trotzdem als gute Gelegenheit gesehen,den beiden Minuten zu schenken.Man kann zwar verstehen dass Martínez & Co. auch Spiele brauchen um zufrieden zu sein,aber wieviel Lust Mandzukic aufs Spiel hatte,hat man ja gesehen…Green wär sich in den 15 Minuten sicher kaputt gelaufen! Dir auch schöne Weihnachten
    Felix

    1. Christopher

      Die Chance die beiden Jungen zu bringen war ja gegen den Halbfinalgegner noch größer. Ich denke es ging in erster Linie um persönliche Befindlichkeiten. Ich denke aber beide bekommen in der Rückserie durchaus die ein oder andere Einsatzminute. So waren sie dabei – im Kader. Das war auch schon mal ein Erfolg.

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