Javi Martínez: Der unbesungene Held

Douglas Costa bekommt den Ball nach einer Ecke. Seine scharfe Hereingabe wird von allen verpasst. Allerdings hat Arturo Vidal darauf spekuliert. Der Chilene bringt das Spielgerät zurück in die Gefahrenzone, wo kein geringerer als Javi Martínez wartet. Weltklasse-Pass, schöner Abschluss. 1:0 in Köln.

Es ist einer der wenigen Momente, in denen der Spanier in den Fokus rückt. In denen Viele sich daran erinnern, wie wichtig dieser Spieler für den Rekordmeister ist. Eigentlich immer, wenn er fit ist, aber speziell in dieser Saison.

Oftmals spielt der 28-Jährige so konstant und unspektakulär, dass es nur bei genauerer Betrachtung auffällt. Der Innenverteidiger spielt nicht so viele grandiose Pässe – wie Jérôme Boateng. Er kommt auch nicht halb so oft zum Abschluss – wie Mats Hummels.

Javi Martínez ist dafür einer der wichtigsten Faktoren für die defensive Stabilität. Wenn nicht sogar der Wichtigste.

Wieder Köln. Andere Szene. Ballverlust der Münchner. Köln versucht das Gegenpressing mit einem langen Ball zu überwinden, der tatsächlich Modeste findet. Doch bevor der Toptorschütze der Gastgeber auch nur annähernd gefährlich werden kann, ist Martínez zur Stelle, um den Konter aufzusaugen.

Am Samstag glänzte er mit vier Tacklings und vier klärenden Aktionen. Hinzu kommt, dass er sich von Druck nicht beirren lässt. Martínez trifft im Passspiel äußerst kluge, wenn auch sichere Entscheidungen. Für den Aufbau sind sowieso andere zuständig.

Und doch wird seine Fähigkeit mit dem Ball unterschätzt. Dynamische Vorstöße und vertikale Pässe sind nicht ganz so oft zu beobachten wie bei Mats Hummels, aber ebenfalls in seinem Repertoire. Man erinnere sich da nur an das Auswärtsspiel auf Schalke, als sein Pass das Spiel zugunsten der Bayern drehte.

Die herausragendste Qualität des Nationalspielers ist aber sein Stellungsspiel. Pässe hinter die Viererkette des FC Bayern sind nicht nur deshalb so schwer geworden, weil Hummels (72%) und Martínez (64%) so gute Zweikämpfer sind. Beide antizipieren unglaublich viele Angriffe schon im voraus und stellen sich dementsprechend clever auf.

Während Hummels bei 2,3 Interceptions pro 90 Minuten steht, sind es bei seinem Pendant 2,1. Es ist beeindruckend, wie wenig die beiden Innenverteidiger mittlerweile hinterherlaufen, obwohl sie jeweils nicht die schnellsten sind.

“Javi Martínez ist der beste zweite Innenverteidiger der Welt”

Die Rufe nach Martínez im Mittelfeld waren häufig und laut zu vernehmen. Nicht zu unrecht. 2013 machte der Spanier genau das, was er jetzt eine Position tiefer tut. Er hielt seinem kreativen Partner, damals Bastian Schweinsteiger, den Rücken frei.

Der von Bilbao verpflichtete Mittelfeldspieler sicherte ab, gewann wichtige Zweikämpfe, war eine sichere Anspielstation und überragte darin, Schlüsselspieler des Gegners herauszunehmen. Musterbeispiel ist das damalige Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona. Niemand weiß so richtig, ob Iniesta mitspielte. Dank Javi Martínez.

2013 nahm Javi Martínez einen der besten Fußballer aller Zeiten komplett aus dem Spiel.
(Foto: Josep Lago / AFP / Getty Images)

In der jetzigen Saison ist seine Rolle dieselbe. Nur als Innenverteidiger. Im Mittelfeld gibt es keinen Bedarf und Hummels profitiert enorm von seinem Nebenmann.

Je eingespielter das Duo wurde, umso mehr traute sich der Deutsche im Aufbau zu. In den letzten Wochen schien der ehemalige Dortmunder angekommen zu sein. Das liegt auch an einer besseren Mittelfeldbesetzung, aber vor allem an seinem Partner, der bei jedem Ballverlust zur Stelle ist.

Um zu den besten Innenverteidigern der Welt zu zählen, müsste Martínez noch kompletter in seinen Fähigkeiten am Ball sein. Doch man sollte nie vergessen, dass seine Mitspieler neben ihm nochmal besser werden. Javi Martínez ist der beste zweite Innenverteidiger der Welt und er sorgt dafür, dass Hummels nicht nur befreit, sondern auch besser aufspielen kann als in seiner Anfangszeit beim FC Bayern.

Wird die Boateng-Rückkehr zum Problem?

Bei aller Schwärmerei haben die Bayern jedoch auch ein Luxusproblem. Jérôme Boatengs Comeback steht unmittelbar bevor. Der Nationalspieler ist bereits ins Mannschaftstraining eingestiegen und wird bald wieder im Kader stehen.

Ancelotti wird sein System nicht umstellen und so wäre es sinnlos, die Dreierkette zu diskutieren, wenngleich sie unglaublich viele Vorteile einbringen könnte.

Der FCB hat natürlich noch viele Spiele zu absolvieren und dementsprechend wird jeder auf genügend Spielzeit kommen. Ancelotti ist erfahren genug, um alle drei Innenverteidiger bei Laune zu halten.

Doch wie sieht es um die defensive Stabilität des Rekordmeisters aus? Kann Boateng die Rolle des Spaniers direkt übernehmen? Wird seine Rückkehr den Rhythmus der eingespielten Viererkette stören? Wen stellt der Trainer in den wichtigen Spielen auf?

Aktuell führt kaum ein Weg an Javi Martínez und Mats Hummels vorbei. Jérôme Boateng wird sich, sollte Ancelotti nach Leistung aufstellen, hinten anstellen müssen.

Seine Kollegen spielen eine herausragende Saison. Allen voran Martínez, der eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass man nicht immer die offensichtlichen und spektakulären Dinge tun muss, um zu den wichtigsten Spielern im Kader zu zählen.

Der Rekordtransfer des FC Bayern ist der unbesungene Held dieser Spielzeit. Das war er auch im Jahr 2013.

Was das für die nahe Zukunft bedeutet, wird sich zeigen, aber in dieser Verfassung ist Martínez unverzichtbar und ein Segen für den Rekordmeister.

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Leserkommentare
  1. BigK

    Javi Martínez sollte zurück auf die sechs. So genial Xabi Alonso im Spielaufbau ist, so sehr ist er defensiv mit seiner Behäbigkeit in wichtigen Spielen, bei denen es um die Kleinigkeiten geht, ein Sicherheitsrisiko.
    Mit Martínez auf der sechs gäbe es noch mehr Möglichkeiten für Boateng und Hummels das Spiel aufzubauen und zu gestalten. Das würde die Gegner auch dazu zwingen sich noch weiter zu strecken, da die Spielauslösung noch weiter vorne gestört werden müsste.
    Martínez kann zum Einen, seinen Stärken entsprechend, das gegnerische Spiel weiter vorne stören, noch stärker antizipieren und im Spielaufbau Boateng oder Hummels absichern wenn diese einen Ausflug starten.

    1. Mia dan mia

      Javi ist einfach stark und seine 40 Millionen auch wert. Meiner Meinung ist er vor allem in knappen und wichtigen Spielen sehr wichtig, da er sehr präsent und Zweikampfstark ist und kaum Fehler macht. Er war und wird der Schlüssel zum Triple sein.

  2. Jo

    Javi unbesungen? Ja, aber nur so weit es den medialen Auftritt beschreibt.
    In Bezug auf die Bayerngemeinde ist das Bild da doch anders. Ich habe im Hinblick auf Javi in diesen Kreisen bisher nur zwei Meinungen gehört. Die einen schätzen ihn. Die anderen schätzen ihn sehr.
    Ansonsten unterfällt er eben dem Los eines Abwehrspielers, der in der Öffentlichkeit nie so im Rampenlicht stehen wird.

    Das angesprochene Luxusproblem fürchte ich weniger, als ich darauf hoffe. Mir spielen Hummels und Martinez eh schon zu viel. Wenn man denen mal wieder eine Pause gönnen könnte, käme es gerade recht. Zumal Boateng sicher noch ein paar Wochen brauchen wird, um eine wirkliche Alternative zu sein.
    Mittelfristig wird es natürlich interessant sein, wer dann in den großen Spielen tatsächlich auf dem Platz steht.

    Eine gewisse Pikanterie kommt noch dazu, da ich Hummels “Angekommensein” in den letzten Wochen und Monaten nur teilweise mit einem größeren Eingespieltsein o.ä. in Verbindung bringe. Vielmehr ist auffällig, dass Hummels Aufschwung augenscheinlich unmittelbar mit dem Fehlen von Boateng zusammenfällt.
    Es ist deutlich zu sehen wie Hummels nun die Rolle im Spielaufbau übernimmt, die vorher Boateng zugedacht war. Davon profitiert, sich profilieren kann und nun selber im Boss-Mode performt.
    Da wird es ggf. spannend zu sehen sein welches IV-Pärchen wie harmoniert.

    Aber andererseits hat mich die Erfahrung gelehrt personelle Konstellationen, die ggf. in einigen Wochen oder Monaten eintreten könnten, mit großer Gelassenheit zu sehen. Denn tatsächlich: Meist kommt es sowieso anders als man denkt.

    1. Wenn man Bayern-Fans fragt, wer der Held der Saison ist, glaubst du also, dass Javi eine Chance auf den Sieg hätte? Da halte ich dagegen. Und ja, er bekommt für seine Leistungen wenig Aufmerksamkeit, ob medial oder generell. Da war es mir ein Bedürfnis, diesen Text zu verfassen. “Das Los des Verteidigers” spielt schließlich bei Boateng und Hummels auch keine Rolle, wenn sie in ihrem “Bossmode” performen, weil sie spektakuläres tun. Das macht Javi nur selten. Trotzdem zählt er zu den wichtigsten Bestandteilen des Kaders.

      Unruhig gehe ich die Zukunftsdiskussion ebenfalls nicht an. Ich stelle fragen, sie sehr interessant werden. Das wars.

      1. Jo

        “Wenn man Bayern-Fans fragt, wer der Held der Saison ist, glaubst du also, dass Javi eine Chance auf den Sieg hätte?”

        Nein natürlich nicht. Wer würde denn so etwas behaupten?
        Das würde für die letzten 10 Jahre aber z.B. auch auf einen Philipp Lahm zutreffen.
        Über die Tatsache warum welche Spieler jeweils unterschiedlich behandelt und gewertet werden, sollte man ein Buch oder eine Doktorarbeit verfassen. Material gebe es zur Genüge. Jedenfalls zu viel um das hier abzuhandeln.

        Und natürlich spielt “das Los des Verteidigers” auch für Hummels und Boateng ein Rolle. Gerade Boateng musste ja jahrelang fast überirdisch performen, damit die Öffentlichkeit endlich bereit war das auch dementsprechend zur Kenntnis zu nehmen und zu würdigen.

        Im übrigen spricht gar nichts in meinem Kommentar gegen dein Bedürfnis diesen Text zu verfassen. Wenn du das nochmal liest wirst du das sicher auch feststellen.

      2. Boateng wurde bei uns Spieler des Jahres. Wir versuchen jeden nach seiner Position zu beurteilen und ins Verhältnis zu setzen. Trotzdem hatte ich (hatten wir) das Gefühl, dass Javi immer noch zu kurz kommt. Es geht ja gar nicht darum, dass Bayern-Fans ihn nicht schätzen würden. Natürlich tun sie das, aber ich finde schon, dass Javi zum wichtigsten zählt was der Kader hergibt und das wird manchmal einfach nicht erwähnt. Das heißt nicht, dass es nicht geschätzt wird, sondern mehr, dass es gerne mal vergessen wird.

      3. Ohne81

        ” “Das Los des Verteidigers” spielt schließlich bei Boateng und Hummels auch keine Rolle, wenn sie in ihrem “Bossmode” performen, weil sie spektakuläres tun. ”
        Eigentlich kannst Du dich gegen Boateng und Hummels nicht “wehren”. Die beiden spielen ja nicht nur in der N11 (wodurch die Beiden eine noch größere Präsenz auf dem Spielfeld haben) – sondern sind Werbeträger für die unterschiedlichsten Produkte in Deutschland. Also sind die Beiden auch noch in der HZ präsent. Einen Bossmode wird es bei Martínez bestimmt gar nicht geben, der hat eher den “ich-bin-dein-Gegenspieler-und-mache-dir-auf-faire-art-und-weise-das-Leben-zur-Hölle–Modus :-)
        Zudem hat Martínez mMn. einfach etwas Pech mit den Verletzungen gehabt, sonst wäre er sicherlich einer der absoluten Stammspieler bei uns.

  3. Zero

    Martínez hat mMn aktuell überhaupt nichts auf der 6 verloren. Spieler verändern sich und nach vielen Jahren Innenverteidiger sollte man vielleicht mal darüber nachdenken, ob Martínez wirklich ein Mittelfeldspieler ist, der in der Innenveteidigung aushelfen kann, oder ob er nicht tatsächlich ein Innenverteidiger ist, der auch das Mittelfeld dicht hält.
    Martínez war in der Rückrunde der (oft verklärten) Triple-Saison pure Magie, aber das war er im Verbund mit seinem Partner. Er wurde mit dem Profil geholt Schweinsteiger den Rücken freizuhalten, weil man mit Gustavo nicht zufrieden war und weil ein gewisser Arturo Vidal ein Jahr zuvor nach Turin ging.
    Mittlerweile spielt Schweinsteiger nicht mehr bei uns und noch viel wichtiger: Arturo Vidal ist Münchener. Es hat seine Gründe wieso Jupp Heynckes anno 2011 Vidal wollte und dann ein Jahr später Martínez Ersatz war. Sie sind der selbe Spielertypus. Vidal ist kein Schweinsteiger, dem man den Rücken freihalten muss und Vidal bietet in den oft verschrienen “großen” Spielen auch stets starke Leistungen, mittlerweile bietet er sie ja auch in den “kleinen” Spielen gegen Köln. Nach meinem Empfinden ist er mit Ball am Fuß auch deutlich stärker als Martínez.
    Es macht also auch absolut keinen Sinn Martínez für Vidal in die Mannschaft zu packen. Und die Doppelsechs Vidal und Martínez macht in meinen Augen nur in CL-Rückspielen nach Vorsprüngen in Hinspielen Sinn, als Joker zur Absicherung oder wenn man gegen eine Ballbesitzmannschaft das Spiel des Gegners brechen und auf Konter setzen möchte. Ansonsten fehlt es einfach an elementarer kreativer Energie im Mittelfeld. Das Mittelfed braucht die Kreativität eines Alonsos, mit Abstrichen eines Kimmichs oder Thiago im Verbund mit dem freien Radikal Thomas Müller.
    Solange Vidal bei Bayern ist, macht Martínez im Mittelfeld kaum Sinn, egal wie stark er 2013 war.

    1. wahrheitsliebender

      Ja gut, aber dann erscheint mir die Abwehr fast überbesetzt und Frage ich mich, wie Süle auf Einsatzzeiten kommen soll….

      Ich denke eigentlich schon, daß Martinez bis zum Kauf von Verratti (2018 ?) auch auf der 6 wieder eingeplant ist….

      Gruß!

      1. Zero

        Und Verratti ist schon fix, gell?

      2. wahrheitsliebender

        Fix nicht, aber Verratti kann und wird nicht sein ganzes Leben in Paris verplempern – das hat er ja auch schon gesagt….

        Und eine Zwischenstation über München auf dem Weg zurück nach Italien scheint schon denkbar.

        Und Bayern kann nicht aufs Geld draufsitzen sondern muß das was rein kommt auch immer wieder neu investieren…

        Und – wenn die weiterhin zu den 3 – 5 besten Mannschaften der Welt zählen wollen, dann können auch die Bayern nicht kleckern sondern müssen “mitklotzen”, daß scheinen mir in vielen Foren viele noch nicht ganz verstanden zu haben….

        Auch in Dortmund-Foren lese ich ständig grobe Fehleinschätzungen hinsichtlich der tatsächlichen Finanzkraft und des bestehenden Investitionsvermögens – viele meinen und tun da immer noch so als gehörte Dortmund zu den armen Kirchenmäusen, welche sich bei “Ersatzinvestitionen” nur unbekannte “Strassenfußballer” kaufen könnten. Die aktuell von Jahr zu Jahr massiv steigenden Einnahmen, sind bei vielen noch nicht angekommen…

  4. Marco05

    Na, der Artikel kommt ja angesichts der Statements im “Köln-Thread” wie auf Zuruf. :)

    Man kann ihn im Grunde gar nicht genug lobend erwähnen. Was er macht hat zu 99% Kopf und Fuß. Außerdem ist er ein sehr sympathischer Typ, der mal eben den Rufen der ganz Großen widerstanden hat und zum weit entfernten FCB kommt. Der den 40-Mio-Rucksack mal so gar nicht trägt und mittlerweile auch die einheimische Sprache spricht. Wie selbstverständlich hat er den Vertrag – genauso unspektakulär wie im Grunde alles was er tut – langfristig verlängert und man meint im Grunde, er wäre schon ewig ein Teil des FCB. Nicht von ungefähr wurde nach seiner Verpflichtung das Triple geholt und was weiß ich wieviele Bundesligaspiele nicht verloren.

    Einer der allergrößten Transfers, der Vereinsgeschichte, weil er nur für Insider nachvollziehbar war und nicht aufs Geld geschaut wurde, weil man einfach überzeugt war. Am besten beschreibt es das damalige Zitat über ihn, welches immernoch Gültigkeit hat:

    “Der wird uns nicht zu Titeln führen, aber wenn wir Titel gewinnen wird er auf dem Platz stehen.”

    Ich weiß nicht genau, warum ich mir unmittelbar nach seiner Verpflichtung das Trikot mit seiner Rückennummer bestellt habe – das erste seit Lothar Matthäus. Es muss irgendeine Vorahnung gewesen sein und einfach eine Sympathie, die er von Beginn an bei mir ausgelöst hat. Ich freue mich, dass er konstant fit ist und über seine Leistungen sowieso. Wenn er fit bleibt, ist Großes möglich.

  5. pitvonbonn

    …aber es gibt, außer der Dreierreihe, noch mehrere Varianten.
    Da sowohl Hummels als auch Boateng präzise weite Pässe schlagen können,
    könnte auch einer von diesen Beiden auf die 6 rücken.

    1. Boateng hat ein Mal Sechser gespielt. War ganz ok, aber wir sollten nicht übertreiben damit. Unser Mittelfeld ist top besetzt und Javi macht seinen Job in der IV überragend. Erstmal schauen was Boateng macht.

      1. rookie

        hat Hummels mal auf der sechs gespielt? Würde mich interessieren wie das so wäre , sit aber ja an sich die Postion wo wir gerade gar keine Not haben. Ich mache mir eigentlich nur über de nRV sorgen weil ich Angst habe dass entweder Rudy oder Kimmich da verschenkt werden

      2. Marco05

        Ich erinnere mich an ein Interview in dem es darum gehen. Da sagte er sinngemäß, dass er da viel mehr laufen und dementsprechend Gewicht reduzieren müsse. In Summe klang durch, dass er sich nicht auf der 6 sieht. Hat er nicht in der NM da sogar manchmal gespielt bzw. Anfangs beim BVB. Davon würde ich die Finger lassen, vom Typus her ein ganz klarer IV.

        Bei Martinez hingegen würde ich auch sagen, dass er auf der 6 noch besser ist. Inzwischen hat er sich zwar als IV etabliert aber dennoch kämen seine Staubsauger-Fähigkeiten auf der 6 nochmal besser zur Geltung. Allerdings gebe ich insofern recht, als ein Vidal einfach die Position quasi perfekt (wenn er seine Top-Leistung abruft) ausfüllt. 3er Kette Hummtenginez wäre ein Traum. Möglicherweise nach dem Abgang von Lahm…!?

      3. Lukas

        Hummels hat damals bei der U21 auf der 6 überragend gespielt, mit Boa und Höwedes hintendrin…
        Aber wie schon erwähnt wurde sieht sich Hummels selbst nicht fit und beweglich genug für die 6.

  6. Tripple2013

    Martínez ist einer der Besten 6er, die bei den Glorreichen spielt. Nur mit einem Martínez und ohne Opa Alonso gewinnen wir die CL.
    Basis ist für den großen Erfolg ist, wenn Boateng wieder in WM Form kommt und Martínez als 6er, Vidal als 8er und Thiago als 10er spielen.

    1. Man sollte in der Bewertung vorsichtig sein mit Begriffen wie “Opa”.

  7. wipf1953

    Man sollte nicht nur den einzelnen Spieler sehen, sondern das Gesamtgefüge. Es ist nun mal Fakt, dass Alonso in den wichtigen Spielen aufläuft, und CA wird seine Gründe haben warum das so ist. Nimmt man mal Boateng und Alonso als die beiden Fixpunkte in Abwehr und defensivem Mittelfeld, scheint mir Martinez eigentlich die logischere Ergänzung zu sein als Hummels.

    1. wahrheitsliebender

      Die Frage die sich stellt ist aber doch, ob man Alonso nochmal gegen das höchste und unangenehme Niveau, wie das “Beast” Atletico aufstellen kann, soll, will, darf….

      1. Alonso spielte in den letzten Wochen stabil und gut. Im Halbfinale der letzten Saison zählte er zu den besten. Habe keine Sorgen, wenn er spielt. Letzte große Spiele hat er drin.

  8. Kurt74

    Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern als mich ein Freund und Gladbach Fan in der Triple-Saison fragte, ob sich der 40Mio Mann Martinez überhaupt gelohnt hat. Meine Antwort: Du scheinst keine FCB Spiele zu guckn, für diese Qualität die Martinez bringt waren die 40Mio ein Schnäppchen. Ein einzelner Spieler entscheidet zwar nicht über die Saison (ausser man heißt Robben und schiesst das CL Tor ^^) aber Martinez war definitiv einer der Schlüsselfiguren in der Triplesaison. Er hatte dutzende Angriffe unterbunden und wie ein Staubsauger Bälle erobert. Leider hat ihn später eine Verletzung deutlich zurückgeworfen aber mittlerweile agiert er wieder auf höchsten Niveau. Er schießt keine spektakulären Eröffnungspässe a´la Boateng oder agiert mit dem Ball wie ein Thiago aber aber er gibt der Defensive die Stabilität die man braucht um Titel zu gewinnen. Ein Spieler die man für Finalspiele braucht.

    1. wahrheitsliebender

      Also “Schnäppchen” erscheint mir dann auch etwas über- bzw. untertrieben…..
      Angemessen erscheint da die bessere Einordnung.
      Als man Martinez verpflichtete, hatten wir noch nicht das Preisniveau von 2017….
      Heutzutage sind 40 Mio. selbst für einen Abwehrspieler sicher nichts besonderes mehr, wenngleich das auch viele immer noch nicht kapiert haben und sich die Bewertung eines Martinez, z.B. auf transfermarkt.de, mit 25 Mio. immer noch auf “Deppenniveau” bewegt….

      Gruß!

      1. Kurt74

        Ja ok, ein wenig über/untertrieben. Zu der Zeit staunte ich auch nicht schlecht das der FCB einen 40Mio Transfer absegnete, doch dazu für einen Spieler den selbst die sogenannten Experten nicht kannten.Aber er war GENAU das was Jupp brauchte. Mann konnte ja leider sehr gut sehen das Pep seine Ausfälle nie so richtig kompensieren konnte. Und ich bin mir sicher, bleibt Javi fit und spielt so weiter, wird sein Marktwert wieder in die Höhe schießen.

    2. wipf1953

      Wie “pervers” sich die Ablösesummen entwickelt haben, sieht man an den 40 Mio. für Martinez. Damals FCB-Rekord, heute kostet uns das nur noch ein müdes Lächeln ..

      Wobei es mich immer ein wenig ärgert, wenn Transfers nur an der Ablöse festgemacht werden. Hinzu kommen Gehälter, Vertragslaufzeit und Handgeld. Mario Götze hat z.B. viel, viel mehr gekostet, obwohl seine Ablöse mit “fix 37 Mio.” unter den 40 von Javi lagen.

      Deshalb sind auch die “Marktwertangaben” von transfermarkt.de mehr Stuss als sinnvoll. Ein Toni Kroos, den sie dort mit 60 Mio. bewerten, kostet, wenn man ihn tatsächlich verpflichten würde, sicher alles in allem 150 Mio.

      Und noch eins oben drauf: Bisher konnte mir keiner erklären, ob diese Ablösen “netto” sind, oder “inklusive Umsatzsteuer” (ich denke mal “netto”, schon wegen der unterschiedlichen USt-Sätze in Europa, vielleicht war es vor 30 – 40 Jahren noch anders ..).

      1. Jo

        @Wipf:
        Zur Umsatzsteuer in diesem Zusammenhang hat sich vor gar nicht allzu langer Zeit die bayrische Staatsregierung geäußert. Dies ungefähr in folgendem Sinne:

        Bei jedem Spielertransfer fällt Umsatzsteuer an (also inklusive), allerdings ist diese Umsatzsteuer in vollem Umfang als Vorsteuer abzugsberechtigt. Für alle Beteiligten, die beiden Vereine und das Finanzamt handele es sich dabei steuertechnisch um ein Nullsummenspiel.

      2. wipf1953

        Ja, dass die Vereine die USt. als Vorsteuer abziehen können ist ja auch nur logisch. Mir geht es nur um die “Summen”, die da immer lanciert werden, und dass noch nicht mal erklärt wird ob es Brutto- oder Nettobeträge sind (kann mir gut vorstellen, dass es in den Anfangsjahren der Bundesliga die Bruttobeträge waren, um ein wenig “anzugeben”, dass aber bald die Nettobeträge genannt wurden, weil diese kaufmännisch “richtiger” sind).

        Bei Javi gab es damals übrigens ein Problem mit der Vorsteuer, weil er eine so in der Bundesliga noch nicht praktizierte Ausstiegsklausel nach spanischem Modell hatte, so dass die USt. nicht direkt von Bayern an Bilbao gezahlt wurde, sondern von Bayern an den Spieler und der dann an seinen Verein ..

      3. Ju

        @Wipf
        Da bist du sicherlich der Willkür des Erklärenden ausgeliefert. Sicherlich zahlt man für den Spielertransfer Steuern, aber je nachdem, wie die Berichterstattung in den Medien über den eigenen Verein gerade aussieht, kann dann schon gestaltet werden. Jetzt mal unabhängig davon, dass in Dortmund als börsennotiertes Unternehmen besondere Grundsätze gelten: Die hatten sicher großes Interesse, dass der Preis für Hummels so hoch wie möglich publiziert wird, um die eigene – höchst sympathische – Anhängerschaft bei Laune zu halten. Ob man den Preis für Rode nun Netto oder Brutto angegeben hat, war wahrscheinlich relativ egal, da es eh niemanden interessiert hat. Bei Schürrle wiederum könnte es schon gejuckt haben, da etwas defensiv in der Kommunikation heranzugehen.
        Man kann das natürlich abziehen. Wäre für die Vereine auch eine Katastrophe, wenn nicht. Fussballvereine machen ja ansonsten vergleichsweise recht wenige Dinge, die zum Vorsteuerabzug in Größenordnungen berechtigen würde.

  9. Giovane Élber

    Persönlich bin ich absoluter Liebhaber der Dreierkette. Aber erst zur nächsten Saison – wenn überhaupt.
    Man hätte Stand jetzt Boateng, Hummels, Javi, Süle, Badstuber und auch Alaba ist eine Option.

    Martínez hat für mich nichts mehr im Mittelfeld zu suchen. Die Definiton des Sechsers bei Bayern hat sich geändert. Zudem dominiert er ja auch in hinterster Reihe.

    Boateng soll sich erstmal hintan stellen. Mal davon abgesehen, dass er lange weg war spielen die anderen zwei einfach zu gut zusammen.

    Ich bin gespannt, was kommt!

  10. BayernExpat

    Ja, ich finde Javi bekommt immer noch zu wenig Props. Aber ich liebe Javi und das seit beginn, und habe generell ein Faible für die ‘unsung heroes’ anstatt der natürlicheren Rampensäue der Offensive.

    Des weiteren finde ich die mediale ‘wird Boateng’s Rückkehr zum Problem’ Überschriften die jetzt wieder überall zu finden sind völlig uberfluessig. Wir haben 3 fach Belastung, haben den Anspruch zu den top Vereinen in Europa zu stehen, und die drei werden sowieso nie länger als 4 Wochen alle gleichzeitig Blessur frei sein. 2 Weltklasse 9er in einem team zu haben, das wäre ein Luxusproblem. 3 Weltklasse Binnenverteidiger ist es meiner Meinung nach nicht.

    Javi <3

    1. Sascha

      ….Bossmode ???
      Martinez zu behäbig ???
      Hummels oder Boateng auf die Sechs ???

      Meine lieben Sportfreunde
      Man sollte sich eher an die Fakten halten,und nicht irgendwelche Träumereien zum Thema machen.Martinez kann auf der Sechs spielen,das ist doch gar nicht die Frage.Zum Anderen habe ich manchmal das Gefühl,das sich hier manche als Laptoptrainer “ausprobieren” und mit teilweise sehr komischen Geistesblitzen auf sich aufmerksam machen wollen.
      Da werden die dollsten Aufstellungen mit wirren 3er oder 4er Kettenideeen präsentiert,da wird hin und her “getauscht” wie bei einem PC Spiel.Der Eine ist zu alt,der Andere ist zu behäbig,wiederum ein Anderer Spieler wird wohl unzufrieden werden, aufgrund eines “vermeintlichen” Überangebotes in der Verteidigung.Wieder Andere sehen Martinez nur auf der Sechs….

      Nun Ja,man darf ja gerne im Kopf solche Dinge durchspielen,aber es ist immer die MANNSCHAFT,die Spiele gewinnt und es geht um die Interpretation einer Position,die der Trainer vorgibt.Wenn hier nach Lust und Laune Zahlen in die Luft gworfen werden,z.B.Vidal auf der 6 oder Thiago auf der 10 oder auf der 8 ist das Alles möglich,aber bitte nicht übertreiben.Das Spiel ist nur gut,wenn sich jeder Spieler der Spielidee des Trainers unterordnet und jeder seine Freiheiten auch nutzt.
      Insofern,wenn man die Aufstellungen vergleicht und die Rotation,ist so viel möglich,das ich mir keine Sorgen mache.Und manche reden hier schon wieder vom Triple.Verstehe ich auch nicht,nachher ist das Gejaule wieder gross.
      1.Meiner Meinung nach ist kein weiterer Abwehrmann zwingend nötig,auch nächste Saison nicht.Wenn aber,dann ein junges deutsches Talent
      2.Man sollte mindestens ein weiteren Stürmer kaufen.
      3.Man sollte sich im Mittelfeld zwei neue offensive Weltklassespieler holen. (ca.120 Millionen)
      4.Die Option bei Coman ziehen.
      5.Costa verkaufen
      6.Ruhe bewahren

      LG

      1. rookie

        du hast recht, es gab da auch ein paar abgefahrene Trainer die in echt noch nichts gerissen haben sondern nur auf der Playstation, die haben ganz verrückte Sachen gemacht: z.B. Kimmich als Innenverteidiger oderSchweinsteiger auf die 6!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ;-)

      2. Ohne81

        @Sascha
        1.Meiner Meinung nach ist kein weiterer Abwehrmann zwingend nötig,auch nächste Saison nicht.Wenn aber,dann ein junges deutsches Talent
        –> Sollte man mit Süle doch geholt haben. Noch ein Talent / Spieler wäre zu viel, da wir durch die Vielseitigkeit unserer Spieler Verletzungen ggf. kompensieren können.

        2.Man sollte mindestens ein weiteren Stürmer kaufen.
        –> Ein (!) Stürmer ja, zwei -> nein. Zudem muss man jemanden finden er mit der Bank zufrieden ist und trotzdem ein internationales Top-Niveau hat –> Sonst schreien wieder alle und befürchten den Abstieg :-)

        3.Man sollte sich im Mittelfeld zwei neue offensive Weltklassespieler holen. (ca.120 Millionen)
        –> Okay, welche 2 Weltklassespieler bekommt man denn für je 60 mio.? Aber bitte nicht nur Namen nennen sondern auch begründen, warum der Spieler zu Bayern wechseln würde udn wie er ins System vom Trainer passt.

        4.Die Option bei Coman ziehen.
        –> Das werden unsere Verantwortlichen schon machen. Die kitzeln den Coman gerade noch etwas um seine Leistung zu steigern ;-)

        5.Costa verkaufen
        –> Warum? Welche Alternative gibt es die man A bekommt, B bezahlen will und C der nicht das Gehaltsgefüge komplett sprengt?

        6.Ruhe bewahren
        –> Ich bin die Ruhe selbst ;-)

      3. Sascha

        An Ohne81
        1.Deswegen habe ich ja geschrieben,man muss nicht,kann aber.
        2.Die Stürmerpostion ist sehr weit interpretierbar.Einen “Ersatz” für Lewa brauchst Du so oder so.Aber ich glaube,das Ancelotti lieber mit 2 Spitzen agieren würde,und dann macht ein zweiter Weltklassemann schon Sinn.
        3.Ich habe nicht je 60 Mill. geschrieben,sondern meinte Einen oder Zwei.Mein Schreibfehler.
        Nun,da gibt es einige Namen,aber mir ist durchaus bewusst,das viele nicht zu bekommen sind.
        Nun:
        Sanchez könnte man im Sommer durchaus bekommen.Das halte ich für realistisch
        Dybala würde warscheinlich auch 60-70 Mill. kosten,aber er ist jung (22) und ein starker Spieler
        Carrasco wäre wohl ähnlich teuer,aber wäre auch eine Riesenverstärkung,wenn dann Costa gehen würde.
        Das nur mal spontan geschrieben jetzt.Es gibt natürlich noch Andere.
        4.Ja
        5.Costa ist ein starker Spieler,aber er zeichnet sich auch durch viele Ungenauigkeiten aus.Man muss ihn ja nicht verkaufen.
        6.Gut,gut :)
        7.Wenn Du jetzt von mir erwartest,das ich komplett die Arbeit der möglichen Transfers übernehme muss ich Dich leider enttäuschen.So viel Zeit habe ich nicht.Ausserdem ist Reschke der Preofi,und nicht meine Person.
        LG

      4. Osrig

        @Sascha: Ich meine, Du musst gar nicht so kritisch sein hier!^^ Klar gehen einem gern mal “die Gäule durch” bei der Vorstellung, wer denn alles als Verstärkung in Frage kommen könnte, und auch bei den Aufstellungen kann man sicher mal “über das Ziel hinaus schießen”. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass hier ahnungslose PlayStation-Kiddies agieren, und auch von den “ewigen Besserwissern” gibt es hier nur ganz wenige ;-)

        Grundsätzlich finde ich es spannend, sich zu überlegen, wie denn eine mögliche Aufstellung gegen den jeweiligen Gegner aussehen könnte. Und da ist der Gedanke, Vidal auf die 8 zu stellen, dafür Thiago auf die 6 neben Alonso zu ziehen, durchaus interessant, genauso wie die Überlegung, unserem “Krieger” mal eine Pause zu gönnen und stattdessen Kimmich auf der 6 auflaufen zu lassen. Diese Gedankenspiele machen für mich ja gerade den Reiz aus!
        Keiner hier aber würde ernsthaft z.B. Rafinha anstatt Lewy im Sturm auflaufen lassen, es bleibt also alles in klaren Grenzen. Und niemand hier ernsthaft den Trainer in Frage stellen, wenn er dann doch anders aufstellt, als man selbst^^ Ancelottis Kopf wurde hier aus anderen Gründen gefordert – und ich war noch vor wenigen Wochen nicht weit davon entfernt, Selbiges zu tun^^

        In einem gebe ich Dir aber recht! Einen Spieler gering zu schätzen, weil er älter ist, vermeintlich nicht mehr die Leistung bringt, den Verkauf zu fordern, weil gerade mal eine schlechte Saison gespielt wird – DAS geht nicht! Das ist in meinen Augen respektlos und überheblich. Deswegen bin ich durchaus auch noch bereit, Costa Zeit zu geben, was nichts daran ändert, dass ich ihn im Moment allenfalls als Joker von der Bank kommend im Team sehe.

      5. wipf1953

        Ich denke, OSRIG, dass das “typische” Problem der Foristen hier darin besteht, die guten Seiten eines Spielers zu wenig zu schätzen und die Schwächen überzubetonen. Was z.B. über Alonso im Allgemeinen so geschrieben wird, ist zu 95% negativ (“zu alt”, “zu langsam”, “konnte noch nie pressen” usw. usw.). Woraus ein Gutteil der Bayern”fans” jedenfalls nach Spielen, die nicht so gut gelaufen sind, herleitet, das auch Ancelotti “zu alt” sei, so dass lautstark Tuchel (beim BVB knapp vor dem Rausschmiss) oder der “U-30-Trainer Nagelsmann gefordert werden.

        Bei anderen Spielern ist das nicht viel besser. Es gibt “Spezialisten”, die sogar dem Ausnahmespieler Thiago seine zu geringe Torgefahr ankreiden .. Costa gilt sehr sehr vielen Bayernfans fast als eine Art “Fußballlegastheniker”, der “ständig falsche Entscheidungen trifft” usw. usw. Coman hat für viele technische Defizite” (aber ein Spieler wie Sane – von dem ich noch kein wirklich gutes Spiel gesehen habe, o.k., ich verfolge City auch nicht so – ist dann eine Art von Heiland, Messias etc.).

        Wären diese Leute konsequent, hätte vor ca. 30 Jahren ein Klaus Augenthaler kaum ein Spiel machen dürfen (weder die CL / Landesmeister-Halbfinals, die er alle gespielt hat, noch sein WM-Endspiel, und acht dt. Meisterschaften hätte er auch nicht gewinnen dürfen), nachdem er “langsam wie eine Schnecke” war ..

        Letztes Jahr hat die absolute Mehrheit der “deutschen Fans” Pep Guardiola in der Luft zerrissen, dass er den Volksheld Thomas Müller im Hinspiel gegen Atletico draußen gelassen hat. Nach der EM und nach dieser Saison sollte diese Mehrheit mal in sich gehen und die Frage stellen, ob Guardiola damals nicht Dinge hat kommen sehen, die jetzt – leider – offensichtlich sind (Fakt ist, dass genau das diese Mehrheit nicht tut, sondern munter die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird).

        Es gibt es doch kaum einen Trainer, der seine Mannschaft so aufstellt, wie “die Fans es fordern”. Das liegt daran, dass ein Coach zunächst einmal die guten Eigenschaften eines Spielers sehen und dann versuchen muss, mit dem richtigen Mix die Fehler auszugleichen (würde er, wie die Internetcommunity, überwiegend das Negative sehen, könnte er seine Aufgaben an den Chefscout und an den Sportdirektor abgeben und jedes Jahr neue Spieler kaufen lassen). Weil ein Trainer aber auch erkennt, ob ein Spieler herausragende Stärken hat, spielt eben z.B. ein “Methusalem” wie Alonso (->, der, man darf das nicht vergessen, die Vereinslegende BS31 verdrängt hat, warum wohl?). Und 10 andere (incl. Neuer) müssen für ihn rennen.

        So gesehen sind die vielen “Fußballmanager”, die in Threads wie diesem die Aufstellungen durcheinanderwirbeln, letztlich doch nur Amateure. Denn diesen Aufstellungen haben alle eins gemeinsam: CA hält sich nicht dran, und zwar, weil er die Spieler kennt, weil er sie jeden Tag im Training sieht, und weil er viel viel mehr über die Mannschaft weiß als wir alle.

      6. Ohne81

        Ich muss WIPF1953 zustimmen. Gerade das genannte Beispiel alá Alonso gefällt mir beim Beitrag , da es die Realität sehr gut wiederspiegelt.
        Jeder kennt ja die folgende Situation: Man sitzt vor dem TV, die Aufstellung wird eingeblendet und intuitiv kommt ein: “Warum stellt er denn DEN auf?” Dabei war keiner bei uns bei jedem Training dabei und hat einen Einblick in die aktuelle Verfassung / mentale Stärke / Fitness / Laune / etc. des Spielers….der Trainer aber schon und der weiß (hoffentlich) auch was er macht.

        Aber das “typisch Deutsche”-Problem “[…]die guten Seiten eines Spielers zu wenig zu schätzen und die Schwächen überzubetonen[…]” werden wir eh nicht mehr los. Jedes mal in der Vorberichtserstattung werden die Stärken des Gegner in den höchsten Tönen gelobt und eigentlich (so der Anschein) hat man ja eh keine Chance. Naja aber egal, sofern Moderatoren schon dafür kritisiert werden, dass Sie bei internationalen Spielen für die deutsche Mannschaft sind…….lassen wir das, ist ein anderes Thema

        Das wir andere Spieler immer als Heiland, Messias verehren ist schon absurd (also nicht die Aussage sondern die Tatsache, das es so ist!). Aber da spielt leider das bekannte “Play-Station-Denken” mit. Der Spieler ist ja 2 Punkte besser als mein jetziger – damit bin ich viel besser und zahle gerne 50 mio…… Wer so was in die Realität überträgt wird nie mit der Mannschaft zufrieden sein, die wir haben. Es spielen so viele Faktoren mit hinzu ob ein Spieler ein Top-Niveau auch bei einem anderen Club zeigen kann, die kann man davor gar nicht “berechnen”.

        @Osrig
        “Und niemand hier ernsthaft den Trainer in Frage stellen, wenn er dann doch anders aufstellt, als man selbst^^ Ancelottis Kopf wurde hier aus anderen Gründen gefordert – und ich war noch vor wenigen Wochen nicht weit davon entfernt, Selbiges zu tun^^”
        –> Schön, dass Du wieder Vertrauen in unseren Trainer hast! Ich glaube so schlecht ist der gar nicht :-)

  11. rookie

    3 er Kette könnte auch das RV Problem lösen

    1. Sascha

      3er Kette ist zu Offensiv und unter Ancelotti wird das nicht passieren,denke ich.Vor allen Dingen nicht in der CL.

      1. Dreierkette mit drei Innenverteidigern ist sogar defensiver.

      2. Sascha

        Also,da habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht.Aber gut,es ist natürlich immer die Frage,wie man eine 3er Kette interpretiert.Ich für meinen Teil sehe eine 3er Kette als Offensiv an,da man auf einen IV verzichtet,dafür aber entweder im Mittelfeld mehr Überzahl hat,oder im Angriff.Ich würde gerne mal wissen,wer die erzählt hat,das 3 IV defensiver sind als 2.

    2. Sascha

      Frage : Was für ein RV Problem ?

    3. Sascha

      Lieber Rookie

      1.Das habe ich so nicht behauptet.Ich habe nichts negatives über Profitrainer geschrieben,also
      bleibe doch sachlich.

      1. rookie

        sorry, wollte nicht unsachlich werden. Ich wollte nur mit einem Augenzwinkern darauf hinweisen, dass Experimente dazugehören und manchmal erstaunliche Ergebnisse bringen. Mal ehrlich wer hätte bei der Idee Kimmich als IV aufzustellen nicht erstmal gezuckt, da es PEps Idee war hat sich der Protest in grenzen gehalten.

      2. Sascha

        Du,alles gut.
        Aber ein Gruppentaktisches oder individuelles Taktikverhaltewn auf einer Position wird ja vorher trainiert.Die Spieler werden da ja nicht “blind” aufgestellt.Klar,Training und Spiel sind immer etwas Anderes.Aber meine Kritik bezog sich darauf,das man Spieler nicht hin und her tauschen kann,wie bei einem PC Spiel.Den Wir reden hier ja von realen Personen.Da nützt das Herumgeschiebe auf dem Reissbrett herzlich wenig,wenn man nicht fordert,fördert und Aufgaben auch abverlangt.
        LG

      3. Ju

        Eine Dreierkette in ihrer derzeit geläufigen Form ist nominell eine defensive Formation, Sascha.

      4. Sascha

        Ju

        Ich interpretiere das Anders.Aber gut.
        Denn eine 3er Kette ist nur defensiver,wenn beide Aussenspieler zurückrücken,und dadurch eine 5er Reihe wird.Aber auch hier ist unter anderem die Frage – Raumdeckung oder Manndeckung.Bei Kontersituationen ist man mit 3 Leuten deutlich anfälliger.

      5. “Bei Kontersituationen ist man mit 3 Leuten deutlich anfälliger.”

        Gibt es dafür eine Erklärung, für die man nicht studiert haben muss? Dem “einfachen” Geist erscheint das ja erstmal unlogisch.

  12. Revolet

    Ich finde es wunderschön, dass hier die Qualitäten von Martínez einmal zurecht “besungen” werden. In der Triple-Saison wurde der von mir getaufte “Kettenhund” zu meinem Lieblingsspieler. Diesen Status hat er bis heute inne und ich werde ihn stets gegen jegliche Kritiker verteidigen, die für bestimmte (Leistungs)Kriterien des Fußball schlichtweg blind sind. Zum Glück scheint dies in diesem Rahmen des Forums/Blogs nicht der Fall zu sein. Javi ist eine so wichtige Stütze, ein Fundament und eine tragende Säule, die, wenn man sie wegreißen sollte, zum Einsturz des gesamten Systems führen sollte. Aktuell sehe ich keine Möglichkeit das Innenverteidigerpärchen Hummels-Martínez auseinander zu reißen. Zumindest in den Alles-oder-Nichts-Spielen in der Champions-League oder dem DFB-Pokal. Für mich wirkt dieses Gebilde ähnlich homogen wie die im Artikel beschriebene magische Schweini-Javi Verbindung aus 2013 nur positionsbedingt unter anderen Voraussetzungen. 2013 hat er, ähnlich wie Kanté heutzutage alles in einem 5-Meter-Radius dem Erdboden gleichgemacht, bis der Ball im Besitz seines Teams war. Heute weiß ich in jeder zwickligen Zweikampfsituation, dass sobald Javi der Gegenspieler ist, der Gegner bereits den Ball verlieren wird. Ein Gefühl, wie ich es vor allem bei einem gewissen Demichelis zu seinen besten Zeiten hatte. Javi, wärst du eine Frau: Ich würde dich heiraten!

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