MURCIA, SPAIN - JUNE 07: James Rodriguez reacts during a friendly match between Spain and Colombia at La Nueva Condomina stadium on June 7, 2017 in Murcia, Spain. (Photo by David Ramos/Getty Images)

James Rodríguez wechselt zum FC Bayern München

Es ist offziell: Wie der FC Bayern am heutigen Dienstag bestätigte, wird James Rodríguez mit sofortiger Wirkung von Real Madrid an die Isar wechseln. Zunächst kommt der Kolumbianer auf Leihbasis, doch wie bei Kingsley Coman, besteht auch hier eine Kaufoption für die Münchner. 

Als Uli Hoeneß sich vor einigen Wochen optimistisch gab, dass ein hochkarätiger Spieler kommen würde, spekulierten die Medien hauptsächlich auf Alexis Sanchez. Doch der FC Bayern meldete Dienstagnachmittag Vollzug bei James Rodríguez.

Zu alter Stärke unter bekanntem Trainer?

Bei der Weltmeisterschaft 2014 wusste der Mittelfeldspieler mit dynamischen Dribblings und schönen Toren zu überzeugen. Dabei agierte er häufig als Zehner, aber auch immer wieder mal in den Halbräumen. Für eine Ablöse von rund 75 Millionen Euro wechselte er anschließend zu Real Madrid, wo er zunächst herausragende Werte liefern konnte.

Trainer der Königlichen war zu der Zeit der heutige Bayern-Trainer Carlo Ancelotti. Unter dem Italiener startete James in 46 Partien 44 Mal. Dabei gelangen ihm 17 Treffer und 18 Torvorlagen. Meist wurde der 25-Jährige im Zentrum eingesetzt, doch immer mal wieder bespielte er auch die Flügelpositionen, auf denen er ebenso konstant ablieferte.

Danach ging es minimal bergab. Sowohl mit Benítez als auch mit Zidane hatte James seine Probleme. Im zweiten Real-Jahr bekam er nur noch 32 Einsätze und auch in der vergangenen Saison waren es mit 33 Spielen 11 weniger als unter Ancelotti. In den insgesamt 3.682 Minuten in 2 Jahren konnte er aber immerhin 42 Torbeteiligungen vorweisen (19 Tore und 23 Assists).

Allein diese Konstanz in der Quote zeigt, dass der Kolumbianer eine unfassbare Torgefährlichkeit mit sich bringt, die vor allem Douglas Costa zuletzt fehlte. Nicht umsonst hat sich der FC Bayern um Alternativen bemüht, um den Brasilianer voraussichtlich nach Turin ziehen zu lassen.

Das Fähigkeitenprofil ist vielversprechend

Doch James bringt nicht nur den nötigen Zug zum Tor mit. Er ist vielleicht nicht so schnell wie viele andere Flügelspieler, weshalb er auch oftmals im Zentrum agierte, doch seine Spielintelligenz ragt heraus. Er weiß genau, wo er sich wann zu positionieren hat und wann er ein Dribbling riskieren kann.

Neben seinem Spielverständnis verfügt er jedoch auch über ein starkes Passspiel. Unter seinen Vorlagen für Real Madrid lassen sich Pässe finden, die nicht viele Spieler auf der Welt hinbekommen. Doch auch seine technischen Fähigkeiten im Dribbling ragen heraus.

James ist da mit dem frühen Götze zu vergleichen, der speziell auf den ersten Metern sehr explosiv war und sich so einen Vorteil herausarbeitete. Der Kolumbianer ist deshalb nicht der typische Flügelspieler, den die Bayern in den vergangenen Jahren stellten. Doch im Ancelotti-System kann er diese Position durchaus bekleiden. Zumal es sowieso an der Zeit wäre, den Flügelfokus etwas zu lösen.

Als der Italiener bereits Trainer des Neuzugangs war, stellte er ein sehr flexibles und asymmetrisches 4-3-3 auf, in dem ein Flügelspieler sehr eingerückt agierte. Ansätze zu einrückenden Außen waren auch in der Frühphase beim FC Bayern zu erkennen. Es ist durchaus denkbar, dass James deshalb eher jemand für die Halbräume sein wird.

Darüber hinaus ist auch klar, dass Robben und Ribéry bereits auf ihrer Ehrenrunde sind. Beide werden nicht mehr lange ihr Niveau halten können und waren immer wieder längere Zeit verletzt. Dann einen James Rodríguez in der Hinterhand zu haben, ist natürlich purer Luxus.

Für den Kolumbianer kommen viele Rollen in Frage. Möglich ist auch die Zehner-Position im 4-2-3-1, wodurch Thiago wieder etwas tiefer agieren könnte. Eine weitere Option ist eine Doppel-Acht mit den beiden vor einem Sechser, der je nach Gegner Vidal oder Tolisso heißen könnte. Vidal kann genauso neben James in einer offensiveren Position spielen, die ihm beim Confed-Cup sehr entgegen kam. Thiago wäre mit seinem Gesamtpaket ein durchaus legitimer Nachfolger für eine spielerisch starke Lösung auf der Sechs.

Die Folgen der Verpflichtung

Wie diese Spekulationen zeigen, erweitert James die Breite des Mittelfelds enorm. Für jeden Gegner hat Carlo Ancelotti einen oder mehrere Spieler im Kader, um perfekt aufgestellt zu sein. Auch Verletzungen dürften dann nur noch im Extremfall eine Ausrede sein.

Doch natürlich hat dieser Transfer auch Auswirkungen auf die etablierten Spieler. Je nachdem wo der Kolumbianer zum Einsatz kommt, wird ein Spieler um seine Einsatzzeiten kämpfen müssen. Und dabei ist nicht mal die Rede von jungen Spielern wie Coman oder Sanches, für den eine Leihe ebenso im Raum steht wie für Gnabry, sondern von beispielsweise Thomas Müller.

Der Nationalspieler hatte letzte Saison große Probleme, die nicht nur mit individueller Form zu erklären waren. Ancelotti fand für seinen Angreifer nicht die perfekte Einbindung und Rolle. Im 4-3-3 gab es ebenso wenig einen Platz für Müller wie im späteren 4-2-3-1, weil der Trainer eine spielerisch starke Lösung bevorzugte.

Müllers Qualitäten sind einzigartig und die Lösung wäre eine bessere Rotation als in der vergangenen Spielzeit. Die Spieler von der Bank müssen zum Höhepunkt in der Lage sein, der vermeintlichen Stammelf richtig Druck zu machen. Für Müller bedeutet dies, dass er vor einem wichtigen Jahr steht.

Entweder wird das Eigengewächs ordentlich Spielzeit einbüßen oder sich wieder zeigen können. Dann dürfte der Konkurrenzkampf zwischen Ribéry, Robben, Coman, James, Thiago und eben Müller sehr spannend werden.

Ein Transfer, der den Bayern-Weg unterstreicht

Die Verpflichtung erweitert aber nicht nur die Optionen des Trainers, sondern zeigt auch, dass der Rekordmeister seinem Weg treu bleibt. Am besten lässt sich dies am Beispiel des Champions-League-Triumphs 2013 erklären.

Der Kader bestand damals aus einer Kombination zwischen Eigengewächsen und früh gescouteten Talenten (Schweinsteiger, Lahm, Müller, Alaba, Kroos, Badstuber…) sowie aus klugen Transfers, die sich ebenfalls noch differenzieren lassen. Da waren zum einen die herausragenden Spieler von der Bundesliga-Konkurrenz, die den nächsten Schritt national suchten (Neuer, Mandzukic, Gomez, Dante…).

Zum anderen gab es aber auch Spieler, die bei großen Klubs bereits als gescheitert galten oder zumindest Probleme hatten. Hierzu zählen Arjen Robben und Jérôme Boateng. Abschließend wären da noch die herausragenden Transfers von Javi Martínez und Franck Ribéry zu nennen, die zu ihrer Zeit sehr viel Geld kosteten und sofort funktionierten. Die ganz großen und vermeintlich fertigen Spieler wird der FC Bayern im Kampf mit Real Madrid und Barcelona nur selten bis gar nicht bekommen.

Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images
James im Trikot des FC Bayern.
(Photo by Sebastian Widmann / Bongarts / Getty Images )

Der Mix aus genannten Spielern schaffte es dennoch, sich kontinuierlich zu entwickeln und schließlich 2013 das Triple zu holen. Die Bayern haben ihre aktuellen Leistungsträger bis mindestens 2021 gebunden, was bedeutet, dass es das Ziel sein sollte, mit einer ähnlichen Entwicklung bis dahin erneut den großen Wurf zu schaffen.

Jeder Transfer der aktuellen Periode lässt sich in den Bayern-Weg eingliedern und auch die jüngsten Erfolge im Jugendbereich lassen hoffen. Bei James Rodríguez dürfte am ehesten ein Vergleich mit Robbens damaliger Situation angebracht sein. Der Kolumbianer hatte zuletzt Probleme, sich in der Stammelf zu etablieren und sucht bei den Bayern die Möglichkeit, seine ganze Klasse dauerhaft zeigen zu können.

Für die Münchner ist dies mit wenig Risiko belegt, da sie die Kaufoption, die laut verschiedenen Medienberichten irgendwo zwischen 35 und 60 Millionen Euro liegt, in zwei Jahren nicht zwingend zahlen müssen. Deswegen und, weil die Leihgebühr mit den Costa-Millionen verrechnet werden kann, ist das Geschäft ein Gewinn für alle Parteien.

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Leserkommentare
  1. derdolfe

    Stimme mit allem überein – aber kann mir nur eine Kaufoption bei mind. 50 Millionen vorstellen. Die sind ja auch nicht blöd.

  2. derdolfe

    Was natürlich auch so im Text steht. Wollte nur darauf hinweisen, dass 35 Mio. einfach keinen Sinn machen und die höhere Summe stimmen muss eig.

    1. wipf1953

      Man muss bei dem deal die “Leihgebühr” (juristisch ist es am ehesten eine Art “Pacht”) zur Ablöse dazurechnen. In zwei Jahren hat Rodriguez in Madrid nur noch ein Jahr Vertrag, ist dann auch schon 28 Jahre alt – warum sollen es dann keine 35 Mio. sein? Gesamtsalär für Real wären damit 55 Mio., 75 Mio. hatten sie investiert, drei Jahre hat er dort gespielt – für Perez werden die Zahlen stimmen.

      1. derdolfe

        a) Man hätte jetzt aus England eine hohe Summe bekommen, und zwar sofort (50 Mio bspw)
        b) könnte James je nach Entwicklung in zwei Jahren Topstar sein, das muss man als Madrid ja auch miteinbeziehen
        c) wäre es eine Kaufpflicht, könnte ich mir eine solche Summe vorstellen, aber es ist ja eine Option, und dementsprechend hat Bayern ja sogar freie Wahl, was sie tun

        Also vllt täusche ich mich auch, aber dass Real einen solchen Deal eingeht will nicht in meinen Kopf (v.a. weil James auch marketingtechnisch ne große Nummer ist)

      2. wahrheitsliebender

        Servus Wipf,

        schneie gerade auch mal wieder rein…

        Meine Fausformel in solchen Fällen = Marktwert von der kranken Unterbewertungsplattform Transfermarkt.de = 50 Mio. + 30 % = 65 Mio. abzg. Leihe 10 Mio. = feste Ablöse in 2 Jahren 55 Mio.

        Gruß!

      3. Nur der FCB

        James hat seinen Vertrag bei Real vor Kurzem um ein Jahr bis 2012 verlängert um genau die Situation zu vermeiden die Du beschreibst.

    2. Ju

      Wenn die Zahlen stimmen, sind sie halt entweder in Madrid, oder in Turin bisschen doof. Sind eigentlich beide nicht bekannt für.

      1. Yilde

        Man darf nicht vergessen, dass sich der FC Bayern in den letzten Jahren immer um ein gutes Verhältnis mit anderen großen Vereinen bemüht hat und nie Brücken eingerissen hat. Ist von außen natürlich schwer zu beurteilen und spekulativ, aber es könnte durchaus sein, dass sich der sehr milde Kroosdeal nun auszahlt.

  3. kita

    im November wird ancelotti fliegen. und James wird nix zerreißen.
    finden wir uns ab, die goldenen FCB Jahre sind leider vorbei

    1. Ja, vermutlich fliegt Ancelotti mit seinen Spielern im November nach England, um in der CL gegen Tottenham zu spielen. Und es stimmt auch, daß James nichts zerreißen wird, da er gemeinhin nicht als Brutalo oder für seine Kreuzbandrisse bekannt ist.

  4. Julius

    Sehr gute Einschätzung, bin gespannt, wie und wo Carlo ihn einsetzen wird.
    (Sind mir nur ein wenig zu viele “Doch”s am Satzanfang ;-) )

  5. wipf1953

    Hier sieht man wieder, wie unser Management bei Transfers so tickt. Für Uli Hoeness sind die hohen Preise sozusagen ein kapitalistisches Bockbierfest. Für ihn lautet die Aufgabe, aus der jetzigen Situation ein Geschäft für den Verein zu machen. Darum hält er sich bei Einkäufen vergleichsweise zurück, aber bei Verkäufen (Costa) werden hohe Ablösesummen aufgerufen.

    Ich habe ein gutes Gefühl. Alle Spieler, die wir von Real Madrid geholt haben (beginnend mit Paul Breitner, das Jahr Braunschweig zählt ja nicht .. über Robben zu Alonso), haben den Verein absolut nach vorne gebracht.

    1. wahrheitsliebender

      Gescheiter wäre, sie würden keine Spieler mehr an Madrid abgeben, weil sonst die im Zweifelsfall ein Geschäft machen, siehe Kroos….

    2. Bei Verkäufen hohe Ablösen? Dafür war Bayern bisher aber absolut nicht bekannt.

      1. wahrheitsliebender

        Es kann doch fast keine niedrigen Ablösen mehr geben, wenn die Fernsehgelder “rund um die Uhr gewaltig steigen”…..

        1,1 Mrd. werden ab heuer in der Bundesliga verteilt. Bisher waren es glaube ich nur knapp 600 Mio.

        Von den Engländern wo über das doppelte ausgeschüttet wird ganz zu schweigen…

        Bei ständig steigenden Fernsehgeldern können selbst für “Nieten” die Ablösen nicht mehr fallen…

        O.k. es gibt natürlich auch Plattformen wie z.B. Transfermarkt.de, wo die Teilnehmer solche einfachen Rechenbeispiele nicht beherrschen und daher die Bundesliga niedriger bzw. nur gleich hoch wie im Vorjahr bewerten – obwohl die Fernsehgelder “explodieren”…..

        Gegen die Dummheit von manchen ist eben kein Kraut gewachsen….

      2. @Wahrheitsliebender: Das spricht ja dann eigentlich umso mehr für die Transferpolitik der Bayern, zumindest einkaufsseitig sind die bezahlten Summen ja mindestens gerechtfertigt. Tolisso hebt sich da vielleicht aufgrund seiner bisherigen Unbekanntheit etwas ab, aber wenn stimmt, was man über ihn liest, sollte auch da die Kosten-Nutzen-Rechnung aufgehen.

        Verkaufsseitig muss man sich aber verbessern. Gerade das genannte Beispiel Kroos ist da gut angebracht.

      3. PS: Wobei man vielleicht noch etwas relativieren muss: Prinzipiell neigt der FCB ja doch dazu, Spieler bis über ihren Zenit hinaus zu behalten. Dass man danach nicht mehr soviel bekommt wie man investiert hat, ist klar. Wenn die Leistung dazwischen allerdings gestimmt hat, ist alles in Butter.

      4. wahrheitsliebender

        @ Sirius

        Solange die Preise steigen, befinden sich hochliquide Vereine wie der FCB eigentlich in einer Win-Win Situation / im Schlaraffenland….

        Du kannst in so einem Umfeld eigentlich kaum was falsch machen, da die Preise beim Verkauf, selbst bei einem Spieler der nicht einschlägt, im Normalfall mindestens den Einkaufspreis wiedererreichen, im Normalfall sogar drüber liegen, siehe Costa….

        Und in so einem Umfeld ist eher Klotzen den Kleckern angesagt, weil für Vereine wie den FCB im Grunde ja überhaupt kein Markt-/Verlustrisiko besteht…

        In so einem Umfeld sollte der Kader eher zuviele als zu wenig Spieler umfassen, da alle Spieler im Normalfall “nachdunkeln” und wie ein guter Wein mit zunehmenden Alter weiter im Wert steigen…

      5. Ju

        @Wahrheitsliebender
        Eigentlich benachteiligt Inflation den Sparer. In solchen Zeiten heißt es normalerweise, Geld sicher anlegen und warten bis der Spuk vorüber ist, oder massiv investieren unf hoffen, zu den Gewinnern zu gehören.

      6. Wenn man die Thesen von Ju und Wahrheitsliebernder zusammensetzt, heißt das wohl, dass Geld in Spielern sicher angelegt ist ;)

      7. wahrheitsliebender

        @ Sirius

        Und eigentlich agiert der FCB in diesem Umfeld immer noch zu defensiv.

        Ich weiß z.B. nicht, warum man den Sane nach Manchester hin hat abhauen lassen….

        O.k. wenn er unbeding zu Pep wollte, dann kann man natürlich nichts machen, wenn es aber ums Geld ging, dann ist das eher auch wieder unverständlich, weil ein Sane selbst bei den von City bezahlten 50 Mio. aus meiner Sicht kein Verlustrisiko beinhaltet…

        Schon bei De Bruyne hat man sich ja anscheinend gefürchtet soviel Geld in die Hand zu nehmen….

        Diese Vorsicht kann ich allerdings im aktuellen Umfeld nicht nachvollziehen, da die Bayern doch gut vernetzt und informiert sind und daher die Marktpreisentwicklung zumindest für ein paar Jahre im voraus abschätzen können sollten (das es z.B. in England zu einem gigantischen neuen Fernsehvertrag kommen würde und sich auch der jetzt auslaufende Bundesliga-Fernsehvertrag nahezu verdoppeln würde, war allen seit mehreren Jahren klar; dann aber muß ich das eigentlich frühzeitig antizipieren und im voraus eher das FG-Konto komplett lehren, um noch günstig einzukaufen, um hernach von den absehbar explodierenden Marktwerten brutastmöglich profitieren zu können….).

      8. wahrheitsliebender

        @ Justin

        So siehts aus….

        Die Sache scheint mir jetzt ausdiskutiert – mache Feierabend….

        Schönen Abend und Gruß!

      9. “Ich weiß z.B. nicht, warum man den Sane nach Manchester hin hat abhauen lassen….”

        Weil das vor allem auch der Wunsch der Schalker war: Nur nicht zum FC Bayern!

        Aber manchmal gibt es auch einen “Fußballgott”: Die Schlacker wurden für diesen Frevel in der abgelaufenen Saison doch auch ziemlich abgestraft ;-)

    3. Find ich auch eher überraschend. Hatte auch immer den Eindruck, dass man nicht unbedingt Wert darauf legt, große Transfergewinne einzustreichen. Aber seis drum, wenn das bei Costa gemacht wird, umso besser. Man sollte diesbezüglich auf den Markt, der ohnehin zu hohe Preise zahlt, reagieren und selbst auch die Hand aufhalten.

  6. Tschemp

    Ich habe ein lachendes, und ein weinendes Auge. Finanziell ist das einer der besten Deals, den man im erhitzten Transfermarkt tätigen kann. Von daher ein nahezu risikoloser und starker Schachzug. Marketing-technisch dürfte die James-Verpflichtung auch ein Volltreffer sein.

    Die sportliche Seite der Medaille sieht aber etwas anders aus. Das Problem für Müller wurde ja oben gut angesprochen!

    Es ist kein Wunder, dass Lahm erstmal weg wollte, denn wir agieren jetzt wieder so, wie er es in seinem SZ-Interview damals kritisierte. James wird mehr nach Namen gekauft, nicht nach speziellem Bedarf. Wir brauchen doch keinen weiteren 10(/8er), der auch “auf außen spielen kann”. Ich hätte mir mehr Tempo und Dribblingstärke gewünscht, aber ich bin ja auch kein Freund davon, die letzten Guardiola-Taktikreste auch noch einzustampfen.

    1. Hittmer Otzfeld

      Ein spielstarker Offensivspieler ist genau das, was man gebraucht hat, wir haben genug Spieler die über Räume und Explosion kommen.

      Noch schöner ist, dass damit der größte “Unsympathisant” der letzten 15 Jahre das Team verlassen wird. Die Arbeitsverweigerung und Einstellung Costas in der letzten Saison, war nichts weniger als eine Frechheit.

      Ein Transfersomme in der sowohl Spitze als auch Perspektive gestärkt wurde – zu exzellenten Deals jeweils.

      Freu mich schon auf die Argumente der Anti-Rummenigge/Hoeneß-Fraktion (ARHF).

    2. Ju

      Zumal dem Kader ein Spieler fehlte, der im rechten Zehnerraum stark ist. Links hat man das mit dem einrückenden Ribery ja recht gut gelöst, dann allerdings Thiago von der 10 nach rechts ausweichen lassen, was nie ideal war.

  7. Kramnik

    Allein schon wegen den Ablösemodalitäten ein Top Transfer, bei dem man nichts falsch machen kann. Bin sehr auf den Spieler gespannt und finde es gut einen weiteren technisch starken und kreativen Mann neben Thiago im Team zu haben. Meiner Meinung nach sollte Müller der Mann sein, der Platz für James macht. Ich erwarte nämlich keine bessere Einbindung durch Ancelotti und so passt ein Müller einfach nicht richtig rein. Da ich sehr große Sympathien für Coman habe, würde ich ihm gerne den Sprung wünschen. Da Robben und Lewi nicht wegzudenken sind, sehe ich ihn persönlich auf der 10 in einer zentraleren Rolle. Eventuell mit Thiago als alleiniger Sechser und Tolisso als Achter oder Rudy als alleiniger Sechser und Thiago auf die Acht. Für Sanches wird wahrscheinlich eine Leihe anstehen. Das dürfte der richtige Schritt sein, ich hoffe er bekommt das nicht in den falschen Hals, siehe Instagram. Hoffenheim wäre hier perfekt, ich weiß bloß nicht ob da Bedarf ist.

    Man kann insgesamt mit dem Transfer Sommer mehr als zufrieden sein. Wenn man sich im Vergleich dazu Barca anschaut, sind das Welten. Jetzt liegt es an Ancelotti ein System zu finden und die besten Spieler ordentlich einzubinden. Hoffentlich wird hierfür deutlich mehr als letzte Saison rotiert. Die Kommunikation von den Chefs war ja mehr als deutlich. Nächstes Jahr muss mindestens ein junger Spieler den Durchbruch schaffen, damit Ancelotti sich nicht weiter angreifbar macht. Kein einfacher Job für ihn.

    1. Kramnik

      Achja, eigentlich bin ich kein Fan so etwas bei Transfers zu erwähnen oder als Kriterium mit herauszustellen. Aber unsere Marketing Chefs müssen ja einen Herzinfarkt bekommen haben, als sie von dem Wechsel erfahren haben. 32 Mio Follower bei Instagram und 12 Mio bei Twitter, was das für Fans generieren wird. Wahnsinn!!!

    2. Revolet

      Stimme dir vollkommen zu, nur du hast einen gewissen Chilenen auf der 6 vergessen. Denke auch, dass sich wahrscheinlich James/Müller um die 10 streiten werden, Thiago nach hinten rückt und dort in erster Linie ein munterer Dreikampf zwischen ihm, Vidal und Tolisso entsteht. Rudy und Sanches jetzt mal außen vor gelassen. Bei letzterem hoffe ich noch, dass er verliehen wird. Eventuell geht Müller auch auf die außen, als ein Backup für Robben, dann würde auf der 10 Thiago vs. James aufeinander prallen.

  8. Kurt

    So geil! Am besten finde ich die ganzen Neider und Relativierer, die jetzt aus ihren Löchern kommen und James schlechter schreiben als er ist. Ein absoluter Weltstar seit Jahren. Lange Zeit ähnlich gehyped wie Neymar und das zu Recht. Nur der Trainer von Real ist Schuld, dass er dort keine größere Rolle spielt.

    Absolut genialer Transfer, der den FC Bayern auf Jahre hin prägen wird.

    Konkurrenzkampf mit Müller sehe ich gar nicht. Viel eher wird Carlo auf ein 4 4 2 oder 4 3 2 1 umstellen. Wie auch immer. Die Zeit von Robbery ist vorbei. So ein Wingerpaar wirds vielleicht nie wieder geben. Man muss nicht ewig in den gleichen Bahnen denken. Vor allem wenn man einerseits den wichtigsten Spieler des FC Bayern neben Neuer ins Aus schreibt, aber dann ewig und immer am Flügelspiel festhalten will. Das passt nicht.

    PS: Ich fordere eine IP-Sperre für “Kita” wenn sein Bullshit nicht eintrifft. Was soll dieses Getrolle hier?

    1. kita

      2 provokante thesen die ich nicht weiter auskommentiere?
      wennst bock hast, können wir ja drauf wetten? ein Bier pro These? einzulösen beim saisonfinale 2018 im Stadion falls du auch ne Karte hast?

      1. Kurt

        Ins Stadion gehen ist so 90er.

        Provokant finde ich eher, wenn man den Leuten die Freude an einem Transfer vermiesen muss, wenn noch nicht einmal die letzten Modalitäten geklärt sind.

        James ist ein absoluter Topstar. Der hat trotz mieser Behandlung von Zidane noch bessere Werte als Isco.

        http://e00-marca.uecdn.es/multimedia/graficos/futbol/2017/los-9-centrocampistas-del-madrid/desktop.jpg

    2. Ohne81

      Hey KURT,
      geh doch gar nicht auf ihn ein – nach 5 min trollen verzieht er sich eh wieder ;-)

      1. kita

        alles klar, du gehst also nicht darauf ein.
        1. wenn alle deine Einstellung haben, können wir ja bald Fußball ohne Ton und auf nem Bolzplatz kucken. das wird dann klasse.
        2. ich verzieh mich sicher nicht, da ich hier gerne mitlese. hoffe ihr seit noch da, wenn ich im Dezember recht behalten werde.

      2. M1900

        @Ohne81

        Ich bin zwar auch ned für Tuchel als Trainer, jedoch gehe ich davon aus, dass KITA ein junger Leser ist und deshalb sollte man ihn und seine Meinung auch ernst nehmen. Auch wenn einige sie nicht teilen ;)

      3. Ohne81

        Sry M1900, aber egal wie jung oder alt er ist – Jemand der solche “Thesen” (auf absolutem Bild-Niveau) raushaut ohne jeglicher Darlegung / Begründung etc. wird niemals von mir ernst genommen!

  9. Flachzange

    Ich denke, dass Bayern sich jetzt wirklich langsam nach einem legitimen Nachfolger für Franck umsieht. Sofern das überhaupt möglich ist. Sowohl vom Können, als auch menschlich.

    In James sieht man anscheinend das Potential und hat eine gute finanzielle Lösung gefunden. Da ist es meiner Meinung nach auch nicht so wichtig, wie >> genau << der Spieler seine Position auslegt – die Außergewöhnlichkeit macht es, dieses Potential sehe ich bei James schon.

    LG

  10. Roland Wohlfarth

    In 38 möglichen Spielen in der LaLiga in der Saison 16/17 hat er ganze 5x über 90 Minuten gespielt, 1x in der CL (gegen BVB) und 2x in der Copa del Rey. Sprich bei Real hatte James ähnliche Einsatzzeiten wie z.B. Coman oder Sanches. Der schale Eindruck, dass der gute Chames nach einer zugegeben tollen WM viel zu sehr gehypt wurde und von Real viel zu teuer verpflichtet wurde, bleibt. Mal sehen ob der Junge, der nur vom Namen her die versprochene “Granate” ist, die Uli versprochen hatte, auch auf dem Platz die Erwartungen erfüllen kann.

    1. Das mag ja stimmen, aber ist nicht entscheidend, wie gut man diese Einsatzzeit nutzt? Im Text wurden ja seine Scorerstatistiken genannt, und die sind mehr als eindrucksvoll. Und das ist nur das Zählbare.

      1. systemrelevant

        Ist schon interessant, dass die 2 Toptransfers diesen Sommers doch eine recht große Torgefährlichkeit ausstrahlen. Wenn im 4231 gespielt wird mit James, Müller, Robben – Lewi vorne drin könnten allein die im besten Fall Pi x Daumen auf gut 80 Tore kommen.

  11. Da ist dann wohl die angekündigte Granate. Dickes Ding!
    James hatte ich auch schon auf dem Zettel, auch mit Robbens damaliger Situation im Hinterkopf. Dass man die ganz Großen (z.B. diMaria, Alexis Sanchez) nicht kriegt (zumindest nicht für das Geld, das der FCB zu bezahlen bereit ist), ist klar. Ist auch gut so, dass die Bayern bei den irren Transfersummen nicht mitspielen. Also bleiben ja nur entweder entwicklungsfähige Talente (z.B. Gnabry, Süle, Sanches, Coman), nicht ganz so bekannte, aber durchaus fähige Spieler (z.B. Costa, Tolisso) oder eben bei ihren bisherigen Topvereinen unzufriedenen Spielern, die dort mit einem Bein schon auf dem Abstellgleis stehen (z.B. Robben). In diese Kategorie gehört wohl auch James, damit war er definitiv ein Kandidat für den FCB, und von seinem Fähigkeitenprofil steht er uns definitiv gut zu Gesicht. Genau das, was Costa, abgesehen von seinen ersten paar Wochen bei uns, völlig abging, bringt James mit. Mit 25 hat er auch noch einiges vor sich, und mit seiner Flexibilität sollten wir auch Verletzungen im Mittelfeldkader ohne Probleme auffangen können. Das einzige “Problem” ist natürlich ein gewisser Thomas M., der sich nun noch höherem Druck ausgesetzt sieht. Aber man muss die Ziele der Mannschaft trotzdem über einzelne Spieler stellen, auch wenn es gerade bei Müller besonders weh tut. Ich hoffe, Ancelotti findet eine Lösung, ihn ins Team zu integrieren, so dass er seine Fähigkeiten auch optimal nutzen kann. Möglicherweise ist eine Lockerung des bisherigen Flügelfokus ja eine Option, also mit Müller und James zwei Offensive ins Halbfeld hinter Lewandowski zu stellen. Stelle ich mir spannend vor :)
    Auch finanziell ein guter Deal, quasi mit dem Abstoßen von Costa vorerst gegenfinanziert. Sollte er wie geplant einschlagen, kann man ihn in zwei Jahren auch getrost für 50Mio. € kaufen. Wer sich Tolisso für 41Mio. gönnt, sollte auch vor 50Mio. für einen 27jährigen Top-Offensiven nicht zurückschrecken.

    Also von mir gibts zwei Daumen hoch dafür! Jetzt noch Pizarro als Lewa-Backup für ein Jahr zurückholen, dann ist alles perfekt :)

  12. Ju

    Ich freue mich ja immer, wenn ein Transfer hier im Blog für gut befunden wird.

    Denn bei James muss ich ehrlich zugeben, dass ich von dem nicht viel auf dem Schirm habe, außer dass der gut schießen kann. Die angesprochene Stärke in engen Räumen habe ich völlig vergessen, oder ist mir nie aufgefallen.

    Bis abzusehen ist, welches Niveau er nun tatsächlich hat, bringt der Transfer zumindest drei positive Nebeneffekte:
    1. Thiago wird wieder tiefer spielen.
    2. Gnabry wird verliehen. Hat mich bei der u21 erneut nicht vom Hocker gerissen.
    3. Der ist eine Marketing Goldgrube. Die Leihgebühr werden schon die verkauften Trikots in Kolumbien wieder einspielen.

  13. Rheumakai

    Guter Transfer!

    Aber bitte bitte lasst doch endlich diesen Schmarrn mit dem “Flügelfokus”. Haben Real und Barca einen “Flügelfokus” oder einen “Zentralfokus”? Nein, sie haben Ronaldo außen und Kroos innen, Neymar außen und Messi und Busquets innen. Sie sind innen UND außen perfekt besetzt und “fokussieren” sich je nach Gegner und System auf das ganze Spielfeld. Und das muss das Ziel für Bayern sein!

    Deshalb führt der James-Transfer auch mitnichten dazu, dass wir jetzt keine Flügelgranate und keinen Mittelstürmer mehr bräuchten. Die brauchen wir weiterhin, zumindest wenn das Ziel Konkurrenzfähigkeit mit der Weltspitze sein soll.

    1. Als “Schmarrn” möchte ich meine Gedanken nicht bezeichnet sehen. Das nimmt normalerweise jegliche Diskussionsbasis, aber ich bilde mir ein, dass du es nicht so scharf meinst.

      Zum Thema: Das beißt sich doch nicht mit dem, was ich schreibe? Bayern ist zu abhängig von den Flügeln. Das ist bei Real zB nicht der Fall. Bei Barca war es in den besten Jahren auch nicht so. Bayern gewann den Titel mit diesem Fokus, der gar nix schlechtes ist. Nun ist es vielleicht an der Zeit, diesen etwas zu lösen. Andere Wege und neue Impulse könnten helfen.

      1. Rheumakai

        Kleine Provokationen sind nie abwertend oder böse gemeint, sondern sollen nur Dinge auf den Punkt bringen und die Diskussionsintensität fördern:-)

        Wenn du mit “Flügelfokus” meinst, dass Bayern in der Vergangenheit immer zu abhängig von den Flügeln war, bin ich ganz bei dir. Ihr habt mit dem Begriff aber schon öfters die Beobachtung bezeichnet, dass es Bayerns Ansatz und Intention gewesen wäre, vor allem über die Flügel zu kommen, und dass das ein richtiger Ansatz war.

        Die Flügel waren aber doch nur deshalb so dominant, weil wir auf diesen Positionen mit Ribery und Robben Spieler hatten, die in ihrer besten Zeit eine ganze Klasse besser als der Rest der Mannschaft und der gesamten Bundesliga waren und auch international kaum zu verteidigen waren. Einen “Flügelfokus” oder “Zentrumsfokus” als taktisches Grundkonzept bewusst anzustreben, ist aber keine gute Idee, weil man so nur ausrechenbar wird und sich allein von der überlegenen Spielerqualität abhängig macht (die im Vergleich zu Real und Barca im Übrigen nicht mehr überlegen ist).

        Kurz: Mich stört vor allem der Begriff “Flügelfokus” im Sinne von “valides taktisches Konzept”. Es geht nicht darum, “den Flügelfokus etwas zu lösen”, sondern eine Mannschaft zu bauen, die auf allen Positionen so gleichwertig besetzt ist, dass sie gegen jeden Gegner alles spielen kann, ohne sich auf bestimmte Schlüsselspieler oder -bereiche oder Standardspielzüge festlegen zu müssen.

        Für den Kaderplaner wie auch den Taktiker darf der “Fokus” nicht dem Flügel oder dem Zentrum zu gelten, sondern der gesamten Mannschaft.

      2. Naaaja, also wenn du zwei so starke Spieler hast, dann legst du deinen Fokus in der Taktik natürlich auf sie und dementsprechend war das Spiel der Bayern auch auf sie ausgelegt. Als sie beispielsweise unter Guardiola beide verletzt waren, stellte der sehr zentral auf und so sah es dann auch aus. Die Angriffe gingen vermehrt über die Zentrale. Da kann man schon von einem Fokus sprechen. Wie gesagt: Überhaupt nicht negativ wertend.

        Die Aufgabe der Zukunftsbayern ist es: Entweder Spieler zu finden, die diesen Fokus aufrecht erhalten (fast unmöglich) oder den Fokus etwas zu lösen und ausgewogener zu agieren.

      3. Rheumakai

        Das ist doch genau der Fehler: Bayern hatte mit Ribery und Robben nur zwei so starke Spieler. Ziel muss sein, auf allen Positionen so starke Spieler zu haben, so wie es Barca und Real vormachen. Dann brauche ich keinen “Fokus” auf irgendwas, sondern kann meine Taktik auf Gegner und Situation anpassen, und zwar – und das ist doch genau das Entscheidende – ohne dass das zu einem Qualitätsverlust führt.

        Deswegen brauchen wir auch NICHT NUR James, SONDERN AUCH zwingend noch einen Linksaußen und einen Ersatzstürmer, wenn eine realistische Chance auf die CL das Ziel sein soll.
        Und dafür muss man halt Geld in die Hand nehmen, denn der Markt ist zwar verrückt, aber wird sich bis auf weiteres nicht mehr ändern.

  14. Charlesstinson

    Einmal mehr ein sehr schöner Artikel von Miasanrot und Justin, der die Thematik gut auf den Punkt bringt. Nur ein ganz kleiner Fehler ist mir aufgefallen, “Als der Italiener mit Real Madrid und James den Titel in der Champions League gewann”; die Champions League hat Carlo bisher noch nicht mit James gewonnen, was nicht ist kann ja aber noch werden :))

    1. Vielen Dank! Da habe ich wohl zu weit in die Zukunft geschaut. ;)

  15. systemrelevant

    Interessanter Transfer. Erhöht natürlich die Variabilität der Mannschaft nochmals ein Stückchen. Die Frage wird sein ob er mehr für die Außen gedacht ist oder doch fürs Zentrum.

    Die Mannschaft kann nun einfach nur zentrumslastig spielen oder auch über die Außen wie die letzten Jahre bzw. einfach biedes gleichzeitig. Bei dem Überangebot im Mittelfeld muss dann aber auch noch viel mehr rotiert und ausprobiert werden als im vergangenen Jahr.

    Bin gespannt. Das Gesicht der Mannschaft hat sich jedenfalls schon sehr gewandelt. Nun nur noch schauen wie das auf dem Spielfeld aussehen wird.

    Costas Weggang ist fast sicher. Eine Leihe von Gnabry deutet sich an und ist so lange Robben und Ribery da sind auch angebracht damit er Spielpraxis sammeln kann. Ähnliches gilt wohl auch für Sanches.

  16. Tschemp

    Einen Pluspunkt will ich noxh vorbringen: Alterstechnisch passt James ganz hervorragend in unseren (fast zweigeteilten) Kader.

    Wir haben vor allem Talente und Spieler, die gleich im Bereich 28-30 Jahre sind.

    Mit James haben wir jetzt einen weiteren Spieler der mittleren Alterklasse von 23 bis 27. Da sind aktuell nur Alaba, Thiago, Bernat und Müller.
    Das wird mal ganz wichtig, wenn die große Gruppe gehen wird.

    1. Minanda

      Sehr gute Überlegung! Und von denen werden wahrscheinlich nur Thiago und Müller Führungsansprüche anmelden.

  17. AustrianThia6o

    Super Artikel dem ich voll zustimmen kann. Ich war mir zwar sicher, dass die “Granate” noch kommen wird, aber James hatte ich überhaupt nicht auf dem Radar, da ich voll auf die Außenbahn fokussiert war. Ich bin bei allen Bedenken, dass die Position nicht zu hundert Prozent gefragt ist, überzeugt davon, dass Ancelotti sich keinen Spieler wünscht, mit dem er keinen konkreten Plan hat. Man kann sich auf alle Fälle auf spektakuläre Tore einstellen.

  18. cj

    Ich denke nicht, dass Ancelotti vom 4-2-3-1 abrückt. In Sachen Rollenverteilubng erwarte ich Thiago fest als Spielgestalter auf der 6 (Alonso-Nachfolger , Rudy als Backup) mit Vidal oder Tolisso als dynamische Ergänzung. Auf der offensiven zentralen Position gibt es am meisten Spielraum und je nach Ausrichtung wird Rodriguez (spielgestaltend), Müller (hängender Stürmer) oder Vidal (dynamisch-pressend) spielen. Rechts geben Robben oder Coman Breite. Links spielen Rodriguez oder Ribéry einrückend. Das grösste Fragezeichen bleibt sicherlich letztgenannte Position: Ribéry ist schon über seinen Zenit und bevorzugt Rodriguez nicht eher den rechten Halbraum? Eigentlich wäre es sinnvoll Costa zu halten bis Brandt kommt, aber er hat wohl seinen Kredit verspielt.

    1. cj

      Nachtrag: natürlich ist Coman auf links auch eine Option, aber ich sehe ihn auf rechts schon deutlich stärker und Robben braucht im besten Fall eine vorsichtige Belastungssteuerung.

      1. Revolet

        Sehe es wirklich fast exakt so wie du. Ähnliche Umstellungen kann ich mir auch vorstellen. Nur frage ich mich wirklich, wer der Mister X sein wird, der Franck beerbt. Gnabry nach seiner Leihe? James tatsächlich auf der Außenbahn? Coman doch eher links? Oder kommt da noch was?

  19. GP11

    James ist es nun also geworden.
    Diesen Spieler habe ich bisher in erster Linie als hängende Spitze/zweiter Stürmer wahrgenommen, also ähnlich wie Götze und Müller, welche hier in den letzten Jahren mehr schlecht als recht in die Mannschaft gepasst haben. Auch wenn er sicher besser als Erstgenannte auf der 10 und auf dem Flügel einsetzbar ist, bleibt er für mich doch erstmal eine HS.

    Was bedeutet das nun für unser Spiel?
    Nehmen wir nun die Topaufstellung des vergangenen Frühlings für Möglichkeit eins:
    Lewandowski
    Ribéry Thiago Robben
    Vidal Alonso
    Auch wenn James meinen bisherigen Beobachtungen nach kein 10er ist, dürfte es wohl trotzdem insgesamt besser als letztes Jahr funktionieren, wenn Thiago – unser bester und wichtigster Spieler – endlich nach hinten rücken kann und James seinen Platz einnimmt. Besonderer Pluspunkt bei James ist dann natürlich seine Linksfüßigkeit und Schussstärke, denn die mangelnde Torgefahr von rechts kommend ist Thiago ja zuletzt unverschuldet zum Verhängnis geworden, weshalb ja auch die ganzen Kick-and-Rush-Fanatiker und Ballbesitzhasser aus ihren Löchern gekrochen kamen, um ihm das Ausscheiden anzulasten.
    Ein bisschen stellt sich mir dann allerdings die Frage nach der Tolisso-Verpflichtung, da dann nur Platz für Vidal oder ihn wäre.

    Zweite Möglichkeit wäre die Umstellung auf ein 4-3-2-1 oder 4-3-1-2:
    Hier wäre der Vorteil, dass man unsere Myriaden an weiträumigen Dauerläufern im Mittelfeld wenigstens einigermaßen sinnvoll einbinden könnte. Außerdem würde dann Müller wieder besser reinpassen und man umgeht das Problem, keine passenden Flügelspieler zu finden, indem man verstärkt auf die Mitte setzt.
    Nachteil hier wäre, dass Robben zwar gerne in die Mitte zieht, aber dabei immer von der Seitenlinie aus startet. Er passt also nur bedingt, ist aber auf der anderen Seite auch schon im Herbst seiner Karriere. Coman passt sogar überhaupt nicht mhr. Zudem müssten die AVs fast alleine den Flügel beackern. Alaba ist dafür der richtige Spielertypus, Kimmich definitiv nicht, der entspricht Lahm auf nierdrigerem Niveau und agiert besser eingerückter.
    Falls dies der Plan wäre, wäre ich nicht wirklich begeistert über diesen, aber es wäre definitiv erfreulich und ein Fortschritt, dass man überhaupt einen solchen Plan hat und verfolgt. Das hatte man zuletzt vor zwei Jahren mit dem 4-4-2 mit klassischen Außen, welches in der Hinrunde dank Überraschungseffekt herausragend war, nach der Entschlüsselung in der Rückrunde dann aber leider erwartungsgemäß weniger gut funktioniert hat.

    Eine dritte Möglichkeit gibt es natürlich auch noch: James als Außenspieler.
    Da ich mir gar nicht ausmalen will, was schlimmer wäre, ein linkfüßiger eingerückter LA, der keine Torgefahr projezieren kann, oder ein RA, der zu langsam für die Flügel ist und mit Kimmich den falschen RV zum Überlaufen hinter sich hat, hoffe ich einfach auf die Gesundheit Ribérys und Robbens.

    Das positivste Fazit meinerseits bezüglich der James-Verpflichtung ist auf jeden Fall das, welches hier allgemein kritisch gesehen wird. James gräbt massiv an Müllers Status und das ist etwas ganz und gar Positives und Wünschenswertes.

    1. GP11

      Noch ein paar Anmerkungen zum Artikel:

      “Doch auch seine technischen Fähigkeiten im Dribbling ragen heraus”
      Würde ich nicht so sehen, dass das Dribbling eine besondere Stärke James’ ist. Ähnelt eher wie von dir später auch beschrieben Götze, der ein extrem gute Ballbehandlung und Übersicht auf engem Raum hat. Mit Dribbling hat das aber deshalb noch nichts zu tun.

      “Für jeden Gegner hat Carlo Ancelotti einen oder mehrere Spieler im Kader, um perfekt aufgestellt zu sein. Auch Verletzungen dürften dann nur noch im Extremfall eine Ausrede sein”
      Sehe ich komplett anders. An unserer Abhängigkeit von Thiago hat sich nichts geändert, es sei denn Tolisso stellt sich wider Erwarten als Thiago-Ersatz heraus. Meiner Meinung nach ändern weder Tolisso noch James etwas daran, dass Thiago unser einziger Spielmacher in der richtigen Qualität (schließt Rudy aus) und Fitness (schließt Ribéry aus) ist – und das schon ohne Verletzungen. Dagegen braucht man mindestens derer zwei, um international erfolgreich zu sein. James kann sicher seinen Teil zum Gesamten beitragen, er bleibt aber eher Abschlussspieler als Spielmacher. Und nein, da haben Assists so gut wie nichts damit zu tun.

      “Müllers Qualitäten sind einzigartig und die Lösung wäre eine bessere Rotation als in der vergangenen Spielzeit. Die Spieler von der Bank müssen zum Höhepunkt in der Lage sein, der vermeintlichen Stammelf richtig Druck zu machen”
      Das ist schon eine sehr interessante Interpretation von Müllers letzter Saison. Müller hat außer in den CL-K.O.-Spielen, den wichtigsten Pokalspielen und den absoluten Topspielen der Liga immer (!) gespielt. Gerade Coman, aber auch Costa (nicht dass ich Mitleid mit dem hätte) und Sanches (zugegebenermaßen nochmal deutlich schlechter) mussten sich doch geradezu verarscht vorkommen, dass Müller ihnen immer vorgezogen wurde. Wir haben unser gesamtes System mehrmals nur wegen Müller umstellen müssen und diese Umstellung ist uns am Ende auch zum Verhängnis geworden. Müller war offensichtlich auch schon nicht Guardiolas Wunschspieler und hat auch in dessen letzten Rückrunde und der EM unterirdisch gespielt. Wieso wird dann hier Ancelotti vorgeworfen, zu wenig auf Müller gesetzt zu haben? Müller hatte letzte Saison die siebtmeisten Einsatzminuten.

      1. chicago_bastard

        Ich finde du siehst James zu sehr als Abschlussspieler. In meinen Augen ist er auch sehr kreativ. In seiner ersten Real-Saison unter Ancelotti kam er auf 3 kreierte Torchancen und 2,5 Key Passes pro Spiel, das sind starke Werte, die ihn klar als Kreativposten im letzten Drittel ausweisen.

        In Kombination mit Thiago auf der 6 sehe ich uns was die Spieleröffnung angeht daher deutlich besser aufgestellt als letzte Saison mit Thiago und Alonso.

      2. GP11

        Ist natürlich immer schwierig mit den Begrifflichkeiten.

        Um es anders auszudrücken: James ist für mich ähnlich kreativ wie ein Robben. Der sorgt auch für kreative Momente und kann super Pässe spielen, ist aber trotzdem kein Spielmacher.

  20. Jo

    Genialer Schachzug! Vor allem wenn die kolportierten finanziellen Rahmendaten stimmen sollten ein Superdeal. Fast schon zu gut um wahr zu sein.

    James hat bisher immer und überall überragende Scorerwerte erzielt. Nachdem die Torgefahr aus dem Mittelfeld in den letzten Jahren immer etwas unser Manko war, sieht das nun mit James und Tolisso hoffentlich ganz anders aus.
    Genauso schließen beide nun ebenso hoffentlich die Lücke, die seit langer Zeit in der Zentrale und den offensiven Halbräumen klaffte.
    Erhöht wiederum die Flexibilität in unserem Mittelfeld vor allem im Hinblick auf den Einsatz von Thiago.

    Abseits des sportlichen natürlich auch aus Marketinggründen ein optimaler Transfer. Nachdem uns nach den Rücktritten von Lahm und vor allem Alonso etwas das Weltstarflair verloren gegangen ist, ist das ein Transfer der auch in dieser Hinsicht überzeugt. James ist ein Gesicht mit dem man den Verein bestens vermarkten kann. Und das optimalerweise vielleicht noch viele Jahre.

    Die Vorfreude auf die neue Saison beginnt gerade eben beträchtlich zu wachsen.

  21. wipf1953

    Mal ne andere Frage – kann “Chames” auch Mittelstürmer (er wird ja mit Götze verglichen, bei dem das eine Option ist).

    1. Jo

      Ich kann mir schwer vorstellen, dass ihn irgendwer hier als MS spielen lassen will.
      Nach dem aktuellen Stand der Dinge dürfte der MS-Backup jetzt noch eine der letzten Kaderoptionen für Müller bleiben.

      1. wipf1953

        Wie wir gesehen haben ist Müller eines nicht – die vorderste Spitze. Wenn man einen so gut wie nie verletzten Lewandowski hat, braucht (und bekommt) man keinen “Ersatz”. Ein zweiter Mittelstürmer ist sinnlos, ein Spieler, der auch (besser als Müller) Mittelstürmer spielen kann, ist dringend erforderlich.

      2. Jo

        Wie wir gesehen haben? Wann denn?
        Da scheint sich seit dem einen Spiel gegen Real eine neue Erkenntnis Bahn gebrochen zu haben.
        Müller hat bei uns und in der NM schon dutzende Male bewiesen, dass er da vorne spielen kann. Zumindest für 90% der Spiele dürfte das völlig ausreichen. Und einen Spieler zu suchen der Lewy dann in einem CL-HF adäquat, also besser als Müller, ersetzt? Da kann man nur viel Glück wünschen.
        Das wäre u.a. der große Charme an einem Sanchez-Deal gewesen. Da wäre diese Option mit drin gewesen.

      3. wipf1953

        Wie wir am 12. April 2017 gesehen haben …

        http://miasanrot.de/fc-bayern-real-madrid-2017/

        Da Lewy kaum verletzt ist spielt Müller die Position zum Glück nicht oft.

        Die Idee, dass Sanchez auch Mittelstürmer spielen kann, hatte schon was. Nur, wenn ein Spieler so offensichtlich den letzten Euro rauspressen will, bevor er sich dazu herablässt, bei einem Verein zu unterschreiben, ist er vielleicht doch nicht der Richtige. Er sollte dann vielleicht doch zu Pep nach ManCity gehen, entweder dieses Jahr gegen eine salzige Ablöse oder nächstes Jahr ohne Ablöse.

        Außer Sanchez fällt mir jetzt auch keine Lösung für den “seltenen Lewy-back-up” ein. Dann ist es vielleicht eben so. Kein Kader ist absolut perfekt.

  22. Nur um seine Saisons bei Real mal einzuordnen (wettbewerbsübergreifend, aufgerundet auf ganze Minuten):

    2014/15: 17 Tore, 18 Vorlagen = 35 Scorerpunkte in 3.524 Einsatzminuten = 101 Minuten pro Scorerpunkt
    2015/16: 8 Tore, 10 Vorlagen = 18 Scorerpunkte in 1.858 Einsatzminuten = 104 Minuten pro Scorerpunkt
    2016/17: 11 Tore, 13 Vorlagen = 24 Scorerpunkte in 1.824 Einsatzminuten = 76 Minuten pro Scorerpunkt

    Zum Vergleich ein paar ausgewählte Spieler 2016/17 (wettbewerbsübergreifend, aufgerundet auf ganze Minuten):

    Thiago: 196 Minuten pro Scorerpunkt (8/8/3.524)
    Lewandowski: 76 Minuten pro Scorerpunkt (43/10/4.021)
    Robben: 91 Minuten pro Scorerpunkt (16/14/2.730)

    Kroos: 199 Minuten pro Scorerpunkt (4/17/4.170)
    Isco: 112 Minuten pro Scorerpunkt (11/10/2.339)

    Granate!

    1. PS: Ja, diese Werte sind natürlich nicht alles. Aber außer acht lassen sollte man sie nicht.

    2. chicago_bastard

      Bei den Zahlen der letzten Saison muss man natürlich berücksichtigen, dass er meist gegen schwächere Gegner zum Einsatz kam, gegen die Top-Gegner saß er auf der Bank. Gegen schwächere Gegner holt man natürlich leichter Scorerpunkte. Daher eignet sich die erste Saison, wo er klarer Stammspieler war, für eine Einschätzung am besten und da sind die Zahlen ja auch stark. Ist schon ein toller Einkauf, bin sehr zufrieden.

      1. Ich finde vor allem die Konstanz bemerkenswert. Man könnte sogar den Umkehrschluss ziehen und sagen, dass er seine Quote verbessert hat, OBWOHL er nicht regelmäßig spielen durfte. Auch die Überbayern haben gezeigt, dass man sich gegen die Freiburgs und Augsburgs dieser Liga manchmal schwertun kann, insofern sehe ich da unterm Strich keine Leistungsschmälerung.

      2. Jo

        Ich finde übrigens gerade auch die Werte der Jahre in denen er nicht Stammspieler war bemerkenswert. Und zwar bemerkenswert gut.

        Normalerweise läuft die Argumentation ja so: Star-bzw. Stammspieler verliert seinen Platz, sein Standing in der Mannschaft, Kritik der Medien und Verantwortlichen kommt auf, Spieler verliert sein Selbstvertrauen, bringt nicht mehr seine Leistung, Negativspirale dreht sich schneller usw.

        In so einer Situation, bei seinen weniger werdenden Einsätzen, dann trotzdem zuverlässig weiter seine Scorer abzuliefern ist nicht selbstverständlich, eher ungewöhnlich.
        Auch wenn die Gegner im Schnitt dabei eher etwas schwächer gewesen sein mögen, spricht das trotzdem für ein ziemlich stabiles System.

  23. Marco05

    Ich finde die Werte schon wichtig, da man ihn in den letzten Jahren ja in den beachteten Spielen quasi nur auf der Bank gesehen hat und das Bild von ihm insofern gerade gerückt werden muss. Also das sind schon herausragende Werte.

    Ich finde es zusätzlich zu allem bereits gesagten sensationell wie der FCB das wieder im Schatten aller Gerüchte mit Real eingefädelt hat und erst ganz zum Schluss entsprechende Gerüchte auftauchten, witzigerweise zuallererst aus kolumbianischen Medien.

    Ich denke, dass er in unser System gut passt und im Zweifel den Lewy-Backup geben kann und wird. Allein aufgrund seiner Torgefahr kann man die nicht ganz positionsneutrale Rochade durchaus bringen.

    Für Müller sehe ich dagegen eher schwarz, zumal mit den Leistungen der letzten Saison. Allerdings wird sich auch das zeigen müssen und die Breite brauchen wir ja auch.

    Danke auch an @miasanrot an den wie immer blitzartig eingestellten und gut geschriebenen Artikel.

  24. wipf1953

    Justins interessanteste Aussage ist für mich, dass eventuell vermehrt eingerückte Außenspieler zum Einsatz kommen werden. Da würde ich gerne zwei Fragen zur Diskussion stellen: Wer ist dann James’ Pendent auf rechts? Coman? Und wie seht ihr die eventuelle Abkehr vom Flügelfokus vor dem Hintergrund, dass auch auf den Außenverteidigerpositionen Veränderungen anstehen (das mit Kimmich als Lahm-Nachfolger ist IMHO immer noch ein “Auch-Medienthema” – in einem System, wo auch mal Bälle erobert werden müssen halte ich ihn für keinen ausreichend guten Verteidiger).

    1. Ju

      Robben kann einrückend spielen. Für mich wäre in dieser Konstellation aber vielmehr James das Pendent zu Ribery. Passt allerdings überhaupt nicht zu Kimmich, den man unorthodox, nämlich ins zentrale MF rückend, einbinden sollte.
      Da der Carlo ja unbedingt eine Viererkette spielen will, wäre eine assymetrische Kiste mit dem rechten Flügelspieler und dem linken AV in der Breite und James, Robben oder Müller in einer verkappten, breiten Halbstürmerrolle eine Lösung. Wurde ja im Ansatz schon so probiert.

      P.S.: Was haltet ihr von Sanches in der einrückenden Ribery-Rolle?

      1. Sanches könnte diese Rolle spielen, das stimmt. Mich würde aber tatsächlich das Szenario, ihn zum Rechtsverteidiger umzuschulen (hat er in der Jugend ja schon gespielt), deutlich mehr reizen. Damit könnte Kimmich wieder dort hin, wo er besser ist, nämlich ins zentrale Mittelfeld, und man könnte Sanches’ Stärken auch ganz gut nutzen. Solange Vidal da ist, brauchen wir ihn eh nicht wirklich auf seiner Stammposition.

        Ich persönlich mag die Vorstellung, Müller und James in den Halbräumen hinter Lewa statt der gewohnten Flügelzange zu sehen. Da bliebe natürlich vor allem auf der rechten Seite die Rolle von Kimmich zu klären, das Hinterlaufen ist ja offensichtlich nicht seine Stärke. Vielleicht ja mit Rudy? Auf links mache ich mir da keine Sorgen.

        Oder eben die von dir vorgeschlagene asymmetrische Variante. Hat absolut seinen Reiz. Wurde schon im Ansatz versucht, aber meiner Meinung nach sind wir mit den aktuellen Transfers besser besetzt, um das erfolgreich zu spielen.

        Wie auch immer, lassen wir uns überraschen :)

  25. wackJackle

    Dreierkette incoming?

    ———-Lewa———-
    —–Müller—James–
    Alaba-Thiago-Vidal-Robben/Kimmich
    —Matz–Javi–Boateng
    ———-Neuer———–

  26. Irgendwie schon schade um Costa. Auch wenn er die letzten 1,5 Jahre nicht wirklich gut gespielt hat, seinen Antritt, seine Schüsse, seine Diagonalläufe und seine Dribblings werde ich vermissen

    1. Kurt

      Hat halt nicht sollen sein. An Ribery (der hier auch, wer weiß wieso, schlechter geredet wird, als er immer noch ist) gab es eben kein vorbeikommen. Und an Robben erst Recht nicht. Eine solche Saison der beiden war so nicht zu erwarten und mit der fehlenden Keyplayerrolle scheint Costa nicht so zufrieden gewesen zu sein.

      Seine Attitüde dann nicht mehr 100% zu geben, kann man auf jeden Fall kritisieren, aber es lief ja allgemein nicht so rund. Das Spiel unter Carlo wurde angepasst und nicht mehr jeder Ball auf Lewy oder Müller gekloppt wie noch am Ende unter Pep.

      Finde es auch schade, aber denke er ist in Italien, auch was die Spielkultur angeht besser aufgehoben. Der faire Preis und die Verpflichtung von James tun ihr Übriges um mir den Transfer schmackhaft zu machen.

      Aber klar, die Szenen, die einen ab und zu nur staunen lassen haben, wird man schon vermissen.

  27. Dieter Thomas Heck

    Meine Zuneigung zum Verein zeigt sich oft an der Schärfe meiner Kritik, aber in Sachen Transfers bin ich wie so oft uneingeschränkt begeistert.
    Optimal wäre jetzt noch eine Leihe für Sanches und ggf. Gnabry, eventuell Goetzka noch als Bonus oben drauf. Der Kader ist aber auch ohne ihn sehr stark in der Tiefe.

  28. Carsten Jancker

    Mir fehlt immer noch ein Lewy-Backup. Müller kann das auch gegen schwächere Gegner nicht wirklich überzeugend spielen (schon weil er die Bälle schlicht nicht “festmachen” kann und ihm auch das oft nötige Eins-gegen-eins fehlt), und James sehe ich da ebenfalls nicht. Gleichzeitig gibt es drei Szenarien, in denen wir dringend einen zweiten echten Mittelstürmer bräuchten: (1) Pausen für Lewy (letzte Swison hat er auch nach und vor den wichtigsten CL-Partien fast immer gespielt), (2) Lewy-Verletzungen (bisher selten, aber das muss nicht so bleiben), (3) Spiele mit Brecher-Bedarf (Rückstand kurz vor Schluss). Und natürlich gibts auch dafür Kandidaten (ebenso wie einen Ulreich fürs Tor hinter Neuer). Gomez beispielsweise wäre bestimmt gekommen, statt nach Wolfsburg zu gehen, wenn man ihn denn wirklich gewollt hätte.

    (PS: Spricht etwas gegen “mE” anstelle von “IMHO”?)

    1. Dann viel Erfolg an denjenigen, der…
      1. jemanden findet, der es besser als Müller macht,
      2. sich in den meisten Spielen hinter Lewy auf die Bank drückt,
      3. die Qualität hat, Lewy gegen Real Madrid zu ersetzen,
      4. Lewy nicht unzufrieden macht, weil der häufiger auf der Bank sitzen muss,
      5. überhaupt vom Verein abgegeben wird…

      wahrscheinlich gibt es noch mehr Komponenten. Diese Sache ist schlicht zu komplex und für mich ist es unvorstellbar, dass das klappt. Es hat mit Morata bei Real genau ein Jahr funktioniert bis es Ärger gab und es hat bei uns mit Gomez und Mandzu nur genau ein Jahr geklappt.

      1. Carsten Jancker

        Ganz spontan fallen mir ein: Wagner, Kruse, Gomez. Und das ist nur die Bundesliga, und aus der Hüfte. Ich bin sicher, dass es mehr als genug Spieler für die Position “hinter” Lewy gibt, die den Vertrag bei uns mit Kusshand nehmen. Das kann altermäßig auch beispielsweise Typ Petersen oder Typ Pizarro sein (natürlich jeweils seinerzeit und nicht heute – also am Anfang oder gegen Ende der Karriere).

    2. Systemrelevant

      Lewi wird mit Sicherheit sowieso über 90% der Spielzeit auf dem Feld stehen. Rotationen können mit verschiedenen Lösungen kompensiert werden.

      Sollte er sich doch mal verletzen könnte man doch auch auf die Idee kommen kurzfristig und übergangsweise einen der Youngster aus der Jugend hochzuziehen. Da ist der ein oder andere dabei, der auch wirklich den Sprung schaffen könnte.

      1. Carsten Jancker

        Aber ist das gut (Lewy spielt 90%)? Er wird das wollen, ehrgeizig wie er ist – aber wäre es nicht besser für uns, er wird zB zwischen zwei CL-KO-Spielen geschont?

  29. wipf1953

    Noch zwei Punkte (bevor sich hier wieder alle in die Sommerfrische verziehen):

    Nächstes Jahr ist WM. Ich könnte mir vorstellen, dass das für James das ausschlaggebende Motiv war, zu einem Trainer zu wechseln der auf ihn setzt. Kolumbien ist für die WM noch nicht qualifiziert, aber auf einem guten Weg. Er will in der Quali eine gute Rolle spielen, muss also auch im Verein seine Einsätze haben. Und er will sicherlich als Stammspieler zur WM. Weder PSG noch die englischen Clubs dürften ihm da echte Sicherheit gegeben haben.

    Mich würde mal interessieren, wie der Trikot-Deal gestrickt wurde. Wenn diese Trikotverkaufszahlen stimmen, wäre die “Leih”gebühr ja viel zu niedrig, ebenso die kolportierte Ablöse von 38 Mio. Aber vielleicht teilen sich Bayern, Real (und der Spieler) die Trikoterlöse auch auf.

    1. Minanda

      Die wichtigste Frage: Welche Rückennummer kriegt er?

      1. Marco05

        Anscheinend hat er eine Klausel im Ausrüstervertrag die die Nummer 10 verpflichtet. Glaube aber nicht, dass man Arjen im letzten Jahr die Nummer wegnimmt sondern sich mit Adidas darauf verständigt, dass er die 11 bekommt und im nächsten Jahr die 10. Heute ab 14:30 wissen wir mehr…

      2. wipf1953

        Tja – für die 10 hätte er wohl ins nasskalte Manchester wechseln müssen zum unterkühlten Jose – da ist der aktuelle 10er grad nach Everton transferiert worden.

        Interessant, dass er Adidas als Ausrüster hat. Hat vielleicht den Transfer erleichtert.

      3. wipf1953

        lt. Transfermarkt bekommt er die 11.

      4. Marco05

        Hab ich auch gesehen, kann aber auch nur eine Vermutung sein. Sicher wissen wir es erst heute Nachmittag.

    2. chicago_bastard

      James ist in Kolumbien der Star schlechthin, der hätte seinen Stammplatz in der Nationalelf auch als Ersatzspieler von Real sicher. Ist zudem ja nicht so als wären die Kolumbianer mit massenweise hochklassigen Spielern für seine Position gesegnet. Die WM wird daher wohl eher kein Hauptgrund für den Wechsel gewesen sein.

      1. wipf1953

        Es kommt ja nicht nur auf den Stammplatz an, sondern darauf, Spielpraxis zu haben.

    3. “Mich würde mal interessieren, wie der Trikot-Deal gestrickt wurde. Wenn diese Trikotverkaufszahlen stimmen, wäre die “Leih”gebühr ja viel zu niedrig, ebenso die kolportierte Ablöse von 38 Mio. Aber vielleicht teilen sich Bayern, Real (und der Spieler) die Trikoterlöse auch auf.”

      Hahaha – nicht dein Ernst! ;-)

      Bei diesem “Trikotverkaufsargument” werden häufig, wie auch hier, gewisse Denkfehler gemacht.
      Wenn sich bei der Trikotbeflockung ein absoluter Lieblingsspieler herauskristallisiert, dann heißt dies nicht unbedingt, dass die Zahl der insgesamt verkauften Trikots signifikant höher ist.
      Sehr viele Trikots gehen an die jüngeren Fans: Dann gibt es ein Trikot pro Saison (ich weiß, wovon ich spreche ;-) ) – der junge Fan darf sich dann den Spieler aussuchen …
      Wenig ältere Fans kaufen sich eines pro Saison …

      James ist in Kolumbien definitiv mega populär – da wird es sicher künftig nicht wenige geben, die mit einem FCB/James-Trikot herum laufen werden … der Prozentsatz, der dies jedoch in einem teuren Originaltrikot tun wird, dürfte verdammt gering sein …

      1. Dieter Thomas Heck

        Das mag teilweise stimmen, andererseits wird natürlich die Bereitschaft, überhaupt ein Trikot zu kaufen, bei Chicharito, James, Ronaldo oder Messi weitaus höher, sodass iher Strahlkraft viele “Unsichere” anzieht, und natürlich auch der Umsatz signifikant ansteigt. Wie erwähnt, Leverkusen ist da ein jüngeres Beispiel.

      2. wipf1953

        Dass der James-Deal den Bayern-Trikotabsatz in Deutschland nicht unbedingt steigern wird, ist schon richtig. Aber es kommt auf den weltweiten Trikotabsatz an.

        Das Problem, dass in Asien oder Südamerika die wenigsten Trikots Originaltrikots sind, stellt sich bei Christiano Ronaldo etc. doch auch. Trotzdem ist bei diesen Spielern der Trikotverkauf ein wichtiger Faktor (hat Real mit Ronaldo nicht sogar eine Vereinbarung, die Erlöse zu teilen?).

        Und übrigens – auch auf einem “gefälschten” Bayerntrikot steht das Große T für Telekom, steht “Adidas” und steht “FC Bayern”. Insoweit ist sogar das gefälschte Trikot ein Multiplikator.

        In Asien sind die Fans viel mehr auf den einzelnen “Star” fixiert als auf den Verein. Wenn Christiano Ronaldo bei Rapid Wien spielen würden, würden sie eben hellgrüne Leiberl kaufen. Gerade für Asien ist ein James für den FC Bayern Gold wert.

      3. Ju

        Mal für Dumme: Was wollen die Asiaten denn mit James?

  30. Eva Etheber

    Wo ihr gerade bei Trikots seit wollte selber welche entwerfen drei Artikel vorher hatte ich gefragt ob ich Rückmeldungen zu Beispielen bekommen kann. Kann man hier Bilder reinstellen um sie zu zeigen?

    1. Daniel

      Du kannst sie ja irgendwo hochladen und hier den link reinstellen :)

  31. Ronald

    Was bedeutet dieser Transfer für Thomas Müller und die Youngsters ( Nachwuchs) ?

    1. Minanda

      Der Nachwuchs kommt zu kurz.
      Aber das muss auch so sein, wenn man die Priorität auf einen CL-Gewinn legt. Es ist wohl keine Übergangssaison geplant – wie es zwischendurch mal von UH angedeutet wurde.

      Auch wenn der Kader insgesamt klein ist: Selbst Rudy, Coman, Sanches und Süle werden sich strecken müssen, um auf nennenswerte Spielpraxis abseits des grauen Bundesliga-Alltags zu kommen. Vorausgesetzt, dass wir nicht wieder Verletzungsseuchen erleben.

  32. GP11

    Nachdem ich eine Nacht über den Wechsel geschlafen habe, überwiegt bei mir doch inzwischen klar die Freude.
    Zwar bin ich der Meinung, dass man die Gesamtausgaben diesen Sommer insgesamt deutlich besser an den Mann bringen hätte können, aber wenn ich an den Frühling zurückdenke, hätte ich mir da doch einen James gewünscht.
    Ganz einfach, weil er Müller eins zu eins ersetzen und sogar sowohl qualitativ als auch profiltechnisch als Linksfuß überkompensieren können hätte.
    Und vor allen Dingen werden wir Thiago nicht mehr als 10er sehen müssen, sondern er darf endlich immer das Spiel von hinten aufbauen.

    1. Ich verstehe nicht, warum Thiago nicht der 10 “ertragen” werden muss. Dort hat er mMn seine besten Spiele gezeigt. Man denke nur an das Hinspiel gegen Leipzig

      1. GP11

        Erstens habe ich nicht “ertragen” geschrieben und zweitens war ab dem Arsenal-Rückspiel zu erkennen, dass es mit Thiago auf der 10 nicht funktioniert, weil er nicht mehr in den Spielaufbau eingebaut werden konnte und nicht torgefährlich genug für die 10 ist. Zusätzlich ist noch das Problem, dass er immer im rechten Halbraum spielen musste, weil Vidal wiederum links viel besser ist. Und nun ist zwar Thiago bei Standardpässen beidfüßig und hat einen sehr guten rechten Außenrist, nicht aber bei Schüssen oder den absoluten Hollywoodpässen. In seiner Position im rechten Halbraum ist es aber besser, Linksfuß zu sein – wie James. Wäre er also wenigstens linksorientiert eingesetzt gewesen, hätte ich noch damit leben können, aber da links immer Vidal vorgestoßen ist, musste Thiago nach rechts ausweichen.

        Thiago muss entweder tiefster oder zweittiefster Spieler im Mittelfeld sein.

      2. Ju

        Was primär gegen Thiago auf der 10 spricht, unabhängig von Überlegungen, ob er in der nach rechts tendierenden Rolle alles mitbringt, wan sich wünscht, ist vor allem eines: Man hat nur einen Thiago. Und den braucht man, um den Übergang ins Angriffsdrittel zu gestalten, auch gegen Pressing Raumgewinn zu erzielen und aggressiven Gegnern den Zahn zu ziehen. (Das halte ich im übrigen nur bedingt für einen Fehler des Managment, denn mir fallen keine auf dem Markt befindlichen Spieler ein, die das auf Thiagos Niveau leisten könnten.

    2. Spaceman Spiff

      Wenn du eine bessere Verwendung der Gesamtausgaben ansprichst, dann gehe ich stark davon aus, dass du damit einen Kauf von Ceballos um 15 Millionen Euro meinst. Aber genau da liegt das Problem: Er hat zwar eine Ausstiegsklausel für diesen Betrag, aber durch das Interesse von Real und Barca ist ein Transfer zu Bayern doch illusorisch. Ich kann zwar nachvollziehen, dass gewisse Transfers kritisch bewertet werden (gerade das Kosten-Nutzen Verhältnis von Tolisso ist für mich schwer abschätzbar), aber dass der Transfermarkt in diesem Sommer sehr ökonomisch angegangen wurde, ist für mich nicht in Abrede zu stellen.

      Welche anderen Transfers würden dir vorschweben, die sowohl realistisch als auch finanzierbar (letzteres schliesst Alexis Sanchez aus) gewesen wären? Hättest du einen di Maria Transfer gegenüber James bevorzugt? Oder hast du noch weitere Talente auf dem Schirm, die zu uns passen würden?

      1. GP11

        An direkten Namen möchte ich mich da gar nicht aufhalten, auch wenn ein Dahoud oder ein Tielemans abgesehen von Ceballos auch interessant gewesen wären.
        Es geht eher darum, dass man sehr viel Geld ausgegeben hat für Spieler, die man aktuell nicht wirklich benötigt.

        Wer oder was jetzt mit dem eingesparten Geld alles verfügbar wäre, kann ich schwer einschätzen, aber wenn man z. B. nicht Süle auf Halde einkauft, sondern diesen Platz Friedl und Götze gibt, hat man Geld gespart und die eigene Jugend gefördert.

      2. Rheumakai

        James UND di Maria!

        Auch ein James schließt nicht die Baustelle auf links außen, wenn Ribery verletzt, Costa weg, Gnabry verliehen und Coman dort nicht auf seiner optimalen Position ist.

        James, di Maria (den sie schon anstatt Costa hätten holen können) und Gomez aus Wolfsburg und wir haben wieder eine überall perfekt doppelt besetzte Mannschaft und die Welt fürchtet uns! :-)

  33. Done

    Interessant, dass hier offenbar so wenige die Option James UND Müller hinter Lewa sehen. Dahinter dann das Dreier MF mit Vidal Tolisso Thiago. Sehe ich zumindest am naheliegensten dass man, wenn es keinen adäqaten Ersatz für zwei WK-Winger gibt, das System umstellt auf ohne klassische Winger. Als zusätzliche taktische Variante würde es unserem Spiel sicher auch schon in dieser Saison gut tun.

    1. wipf1953

      Nunja, wenn man den Gerüchten glauben darf, dass ein Julian Brandt ab 2018 bereits fix sein soll, spricht das doch weiter für einen gewissen Flügelfokus.

      Nur möchte ich dann mal sehen, wer Außenverteidiger spielen soll.

    2. Marco05

      Dass aber auch Goretzka feststehen soll deutet wieder auf das Gegenteil hin ;)

      Wobei man sich schon fragen muss, ob ein Goretzka dann überhaupt Sinn macht. Oder ein Brandt.

    3. Ju

      Aber Brandt ist doch kein Flügeldribbler, dazu fehlt ihm einfach das Tempo. Der ist auch eher ein Halbraumspieler, will kombinieren und ist aus dem Zentrum sehr durchschlagkräftig.

  34. Marco05

    So Vorstellung durch. Sehr sympathischer Typ muss ich sagen, souveränes Auftreten. Nummer 11, passt. Wenn ich das Trikot nicht so bescheiden finden würde, würde ich direkt ordern. Die 10 behält Robben, der sich (leicht) verletzt hat.

    Gleichzeitig der Auszug der Turner aus unserem Stadion besiegelt. Ich würde sagen eine sehr sehr gelungene Woche! Und es ist erst Mittwoch :D

    1. Minanda

      Finde ich ebenfalls. James wirkt sehr aufgeweckt, wenn man das aus der Ferne beurteilen kann.

      Und die Fans sollen laut Rummenigge ein Mitspracherecht beim Design der AA-Sitzschalen haben, interesting!

  35. Osrig

    Ich bin auch sehr zufrieden mit dem Transfer! Immerhin war James für mich auch so etwas wie ein Wunschspieler^^
    Der Junge ist ähnlich wie Thiago ein Zauberfuß, kann das Spiel aufgrund seiner Spielintelligenz lesen, und die entscheidenden Pässe in die Spitze spielen. Gerade das schnelle Pass-Spiel im “one-Touch” dürfte ihm liegen, sodass mit ihm endlich das Zentrum besetzt werden wird. Daher ist es nicht ganz so wichtig, dass er nun kein Sprinter oder Dribbler “vor dem Herrn” ist.
    Ich denke auch, dass unsere Nr. 6 durch ihn etwas entlastet wird, weil Thiago weniger Druck durch den Gegner bekommen wird, was ihm in seinen Möglichkeiten sicher entgegen kommt. Und ich meine auch, dass Thomas Müller von James profitieren könnte, weil unsere neuer Kolumbianer aufgrund seiner Fähigkeiten besonders gut auf Müllers oftmals unorthodoxen Laufwege eingehen könnte. Es wäre daher durchaus denkbar, dass beide gemeinsam auflaufen dürften.
    Grundsätzlich meine ich, dass James eher zentral eingesetzt werden wird, vor Thiago, dabei, wenn er auf die Flügel ausweichen soll, sich sicher nach links orientieren wird. Nicht zu vergessen: Wir haben mit James einen weiteren Spieler, der bei Standards für Gefahr sorgen kann, oder mal den Ball auch aus der zweiten Reihe auf und idealer Weise ins Tor befördern kann.
    Jedenfalls stellt unsere neue Nr. 11 einen weiteren, sehr wichtigen Baustein in einer Mannschaft dar, die zusammengenommen ganz sicher im besten Müller’schen Sinne eine Weltklasse-Truppe darstellt – mit der wir gute Chancen haben, am Ende dieser Saison tatsächlich den ersehnten Henkelpott wieder zu holen.
    Dafür brauchen wir keine 100 Mio Transfer, sondern Spieler, mit denen diese Mannschaft ihre Stärken voll ausspielen kann! James gehört für mich ganz entschieden dazu! Unaufdringlich, aber motiviert und fußballerisch vielleicht sogar unter den Top-10 der Welt. Wir werden es sehen. Ich freue mich jedenfalls riesig darauf, dass es bald wieder los geht.

  36. ichfcb

    Ich prophezeie euch eine Sache..spätestens bis zur Winterpause werdet ihr euch alle, aber auch wirklich alle, in den Jungen und in seiner Spielweise verlieben..!! Versprochen..Mir ist James als er noch bei Monaco unter Ranieri gespielt hat aufgefallen..es gibt Spieler die einen direkt beeindrucken..der Junge ist so einer..einfach nur ein geiler Kicker..!

    Willkommen James..

  37. Stern des Südens

    Ich freue mich über den Transfer und Spieler. Bienvenudo James

    Beim Beobachten von Teams drängt sich mir immer wieder auf, dass die Zusammensetzung und Spielkultur so individuell ist wie die jedes Spielers. Was sich natürlich auch, insbesondere wg. Trainereinfluss, ändern kann. Aber generell verfolgen Vereine doch eine konsistente Art, die Spielkultur zu prägen. Wie kleine Mikrokosmen.
    Aus diesem Grund glaube ich beispielsweise, das Kroos einfach nicht zum FCB gepasst hat und nie diese prägende Rolle entwickelt hätte, die er bei Real jetzt hat. Das Teamgefüge dort passt einfach wie der Topf auf den Deckel. Ziemliche Individualisten bis hin zu Diven wollen von mannschaftsdienlichen Strategen gefüttert werden.
    Beim FCB sehe ich eine flachere Hierarchie mit mehr Entwicklungs- und Spielraum für jeden einzelnen Spieler. Ein James war einfach eine “zu bedienende” Station zuviel bei Real. Beim FCB im derzeitigen Teamgefüge halte ich die Ausgewogenheit für durch James verbessert. Um beim Bild zu bleiben: Er ist Kellner und Koch zugleich und hat die Mittel, die jeweils gefragte Rolle stärker abzurufen.
    Unterm Strich glaube ich, dass Kroos super nach Madrid passt, James super zum FCB und umgekehrt nicht. Und das erklärt meines Erachtens auch die mutmaßlich “faire” Vertragsausgestaltung. Real denkt nicht nur an Geld, sondern gelegentlich auch an den Fußball.
    Ui, versteht mich jemand;-)

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