Hamburger SV – FC Bayern München 1:2 (0:1)

Nach 34 Tagen meldet sich die Bundesliga aus der Winterpause zurück. Der FC Bayern traf im ewigen Duell der Bundesliga auf den Hamburger SV. Zum vierten Mal hieß das Duell am 18. Spieltag Hamburg gegen Bayern und bisher konnten die Münchner den Rückrundenauftakt nie erfolgreich gestalten. Am 6.2. 2000 endete die Partie 0:0 und in den Jahren 1999 und 2009 ging das Auftaktspiel aus Sicht der Münchner verloren.

Wie schwierig ein Start ins Jahr sein kann, hat der FC Bayern in der letzten Saison gezeigt. Mit 1:4 ging damals das Auswärtsspiel in Wolfsburg verloren. Das Spiel zeigte die Schwäche, die die Mannschaft von Pep Guardiola immer noch hat: Die Konterabsicherung. Diese war auch im ersten Spiel des Jahres das größte Problem. Beim Zweitligisten Karlsruher SC verloren die Bayern überraschend mit 1:2. Das Spiel war geprägt von vielen Kontersituationen für die Heimmannschaft und etlichen individuellen Aussetzern in allen Mannschaftsteilen.

Falls ihr es verpasst habt:

Pep Guardiola wartete mit einer Überraschung auf: Holger Badstuber spielte anstelle von Javi Martinez in der Viererkette. Angesichts der etwas ausgeprägteren Spielpraxis von Javi Martinez war dies schon eine überraschende Aufstellung. Ansonsten vertraute Pep Guardiola wohl auf die erwartete Elf, die sich zunächst in einer 3-4-3-Grundformation sortierte. In der Dreierabwehrreihe gab Alaba sein Comeback und im Mittelfeld begannen Lahm und Alonso zunächst in einer zentralen Rolle. In einer offensiveren Position agierten Thiago und Müller. Costa begann zunächst auf dem rechten Flügel und wechselte erst in der zweiten Halbzeit auf die linke Seite. Coman startete auf der Gegenseite und wechselte sich mit dem Brasilianer gelegentlich ab.

Auf Seiten der Hamburger spielten sowohl der angeschlagene Lasogga als auch Kacar. Beide waren noch am Wochenanfang fraglich. Nur für Spahic reichte es nicht mehr, für ihn spielte Cleber in der Innenverteidigung. Nominell ergab sich ebenfalls ein 4-3-3, allerdings mit zwei Sechsern: Holtby und besagter Kacar.

Hamburg startete zunächst mit einem hohen Pressing und lief die Bayernspieler auf dem gesamten Platz an. Zwar versuchte die Elf von Pep Guardiola dies durch die Dreierkette Alaba-Badstuber-Boateng zu kontern, doch oftmals kippte Alonso als zusätzliche Sicherheit ab – wie so oft etwas zu früh. Dadurch ergaben sich sehr weite Wege für die Bayernspieler ins Mittelfeld.

Hamburger SV - FC Bayern, GrundformationenHamburger SV – FC Bayern, Grundformationen. Auffällig die 3-4-3 Grundordnung.

Dort war Lahm zunächst alleine und konnte wenig gegen die nominelle Unterlegenheit ausrichten, da Thiago und Müller meist zu weit vorne spielten. So neutralisierte sich lange Zeit die Partie.

Hier konnten auch die Außenbahnspieler Costa und Coman nur wenig unterstützen, da sie auf ihrer Außenbahn sehr isoliert waren. Zwar gelang es Costa früh Ostrzolek eine gelbe Karte anzudrehen, doch dieser wurde fortan von Holtby gut unterstützt und Costa konnte sich nur noch selten und wenn dann nur ungefährlich durchsetzen. Auf der Gegenseite war Coman noch stärker isoliert, da Alaba seine Rolle anfänglich noch defensiver interpretierte.

Durch das tiefe Spiel von Alonso war Lewandowski gezwungen, selbst sehr tief zu spielen. Er bewegte sich phasenweise eher auf dem Achter- bzw. Zehnerraum als auf der Stürmerposition. Dies resultierte aus dem hohen Pressing der Hamburger. Meist wirkte dies situativ, als wolle sich der Pole nur einbringen, um überhaupt am Spiel teilzunehmen. Es entstanden zwar teilweise keine schlechten Räume nach Zuspielen auf ihn, allerdings ergaben sich im Anschluss daran wenig Kombinationsmöglichkeiten. Die Angriffe verpufften so meist im zweiten Drittel. Außer in der 37. Minute: Lewandowski wird in der eigenen Hälfte gefoult, doch Schiedsrichter Zwayer entscheidet auf Vorteil, denn die Bayern überspielen das Mittelfeld mit einem hohen, langen Ball von Lahm zu Müller. Adler zögert beim Herauslaufen, kommt dann an der Strafraumkante zu spät gegen Müller und holt ihn zwar erst nach dem Abschluss, aber zu klar von den Beinen. Elfmeter. Lewandowski läuft an und schießt den Ball ins rechte Eck. Adler hat sich für die andere Seite entschieden. 16. Saisontreffer für den Polen. Es war der erste Bayern-Torschuss auf das Tor der Hamburger.

In der zweiten Hälfte gab Hamburg das 4-4-2-Grundpressingsystem zwar nicht auf, schob aber alle Mannschaftsteile etwa 15-20 Meter nach vorne. Dadurch ergaben sich für die Bayern gute Kombinations- und Zirkulationsmöglichkeiten. So hatten die Bayernspieler viele gute Halbchancen das Spiel frühzeitig zu entscheiden, die aber verpasst wurden. Dadurch kam alles anders: Alonso spielt in der 52. Minute einen katastrophalen Fehlpass, der nur mit einem taktischen Foul im Halbfeld unterbunden werden kann. Hunt bringt den Ball auf den Elfmeterpunkt. Dort behindern sich Lasogga und Alonso gegenseitig – der Ball prallt von einer Fußspitze unhaltbar ins lange Eck für Neuer.

Kurze Zeit später musste Boateng das Spielfeld verlassen. Die ARD berichtete in ihrer Liveschalte von einer Adduktorenverletzung. Für Boateng kam Martinez. In einer Phase, in der es schien als würde der HSV nun Oberwasser bekommen, schlug der FC Bayern nach dem doch etwas überraschenden Ausgleich zurück. Javi Martinez lässt eine Flanke von rechts mit dem Kopf unorthodox für Müller prallen. Dieser geht aus 18 Metern sofort auf den Abschluss und hat Glück, dass Lewandowski sich genau in der Schussbahn befindet und den Ball unhaltbar für Adler abfälscht (61.).

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Ab dieser Phase kontrollierte der FC Bayern weitestgehend das Geschehen, ohne allerdings wirklich zu glänzen. Der HSV hatte über zwei Freistöße in zentraler Position noch die Chance auf den Ausgleich, doch Gregoritsch vergab beide Chancen. So blieb es am Ende bei einem 2:1-Arbeitssieg für die Münchner.

3 Dinge, die auffielen:

1. Lahm in halbgarer Rolle

Prinzipiell war die Idee von Pep Guardiola, das Spiel gegen Hamburg mutiger anzugehen als viele Auswärtsspiele zuletzt, die richtige. Der HSV würde viel Pressing spielen, darauf deuteten auch die bisher zweitmeisten Sprints aller Bundesligisten hin. Guardiola versuchte dies durch eine variable Dreier-/Viererkette zu lösen. Die Grundidee war, dass Lahm ins zentrale Mittelfeld schiebt und so als Anspielstation fungiert. Gleichzeitig sollte er Ilicevic etwas aus der Mittelfeldkette ziehen und so Raum für Costa schaffen. Diese Variante funktionierte aber überwiegend nicht, da die Distanz zu seinen Mitspielern meist nicht passte. Schob Lahm ins Mittelfeld, so waren die Abstände zu Boateng und Alonso, der in diesen Szenen abkippte, zu groß. Das Resultat war ein langer Ball auf den Außenspieler Costa, der wiederum ziemlich isoliert war. Hatte Lahm mal einen guten Abstand zur Abwehrkette, war wiederum die Distanz zu Thiago und Müller zu groß. In der Summe war Lahm so verschenkt.

Das erkannte auch Pep Guardiola und stellte ab der 30. Minute wieder eher auf eine klarere Viererkette um. Aus seiner angestammten Position leitete Lahm dann auch durch einen langen Ball den zwischenzeitlichen Führungstreffer ein. Rein spielerisch war es ansonsten eine solide Partie von Lahm, der die meisten Ballkontakte bei den Bayern (103) hatte und nur vier Fehlpässe spielte. Seine Zweikampfbilanz von 75% war überdies eine Steigerung zu den letzten Wochen vor der Winterpause.

2. Lewandowski – ein mitspielender Stürmer

Im 18. Saisonspiel traf Lewandowski nun zum 16. und 17. Mal. Dabei war es eigentlich ein undankbares Spiel für einen Stürmer. Der Elfmeter war sein erster Schuss – und der erste Torschuss der Münchner überhaupt. Lewandowski übernahm die Verantwortung vom Elfmeterpunkt. Gleichzeitig hatte er den Angriff durch seine Interpretation der Achter- bzw. Zehnerrolle überhaupt erst eingeleitet. Djourou musste sehr weit aus dem Abwehrverbund rausrücken und eröffnet so Müller diesen wunderbaren Laufweg, der zum Elfmeter führte. Zwar gelang ihm ansonsten wenig auf dieser Position, dieses lag aber auch mehr an den ungünstigen Möglichkeiten, sich aus einigen Szenen heraus zu kombinieren. Dennoch versuchte der Pole aus den wenigen Möglichkeiten das Beste zu machen – und wenn es ein Sprintduell mit Diekmeier an der Seitenauslinie war. Lewandowski hat den ganzen Platz beackert. Nach Douglas Costa (5) hatte Lewandowski die meisten Dribblings auf Bayernseite (4). Zudem gab er vor allem in der zweiten Halbzeit einige Torschüsse ab. Insgesamt kam er auf acht Versuche – drei mehr als Müller, Costa und Coman zusammen. Dass Lewandowski in der 61. Minute einen Distanzschuss von Müller noch so glücklich abfälscht, spricht für den Lauf, den der Stürmer zur Zeit hat.

3. Alonsos Leistungsabfall

Über das zunächst übertrieben stark absicherende Abkippen wurde bereits in der Zusammenfassung bzw. in Punkt 1 gesprochen. Dieses gilt es sicherlich zu analysieren und kann auch taktisch vom Trainer vorgegeben gewesen sein. Bedenklicher stimmt der Leistungsabfall, beginnend ab der 52. Minute. Ein Leichtsinnsfehler und ein schlechter Pass verursachten eine Halbfeldflanke. Zugegeben, diese war gut getreten. Aber auch hier hatte der Spanier seine Aktien im Spiel, als er den Ball nicht konsequent genug klärte und von Lasogga entscheidend gestört wurde.

Danach fand er nicht mehr zu seinem Spiel. In der letzten halben Stunde hatte Alonso nur 19 Ballaktionen – davon fünf kurz nach dem Ausgleich und vier in der Nachspielzeit. Kurzum: Es gab eine Phase mit viel Leerlauf, in der Alonso das Spiel nicht mehr diktieren konnte. Die Ordnung war weg. Hier half auch nicht mehr die Einwechslung von Vidal, um das Mittelfeld zu stärken. 10 Fehlpässe bei nur 90 Versuchen sind für den Spanier auch eher eine unterdurchschnittliche Quote. Sinnbildlich stand hierfür das Foul kurz vor der Strafraumkante, das den HSV fast noch mal zurück ins Spiel geholt hat. Alonso und wird sich zusammen mit dem gesamten Bayernmittelfeld steigern müssen.

HAMBURGER SV – FC BAYERN 1:2 (0:1)
Hamburger SVAdler – Diekmeier, Djourou, Cleber, Ostrzolek – Kacar (81. Jung), Holtby – Müller, Hunt, Ilicevic (69. Gregoritsch) – Lasogga (77. Rudnevs)
BankDrobny – Carolus, Sakai, Porath
FC Bayern MünchenNeuer – Boateng (56. Martinez), Badstuber, Alaba – Lahm, Alonso – Costa (81. Robben), Thiago, Coman – Müller (69. Vidal), Lewandowski
BankStarke – Kimmich, Rode
Tore0:1 Lewandowski (37., Foulelfmeter), 1:1 Hunt (53.), 1:2 Lewandowski (61.)
Karten Ostrzolek, Kacar, Adler, Müller / Lahm, Alonso
SchiedsrichterFelix Zwayer (Berlin)
Zuschauer57.000 (ausverkauft)
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Leserkommentare
  1. kurt

    Hier zwei Szenen für dich:

    36. Minute: Müller lupft den Ball über Adler, holt einen Elfmeter heraus und trifft beinahe das Tor

    61. Minute: Müller schießt Lewandowski an, dieser lenkt den Ball ins Tor. Assist.

    Das sind 2 Scorer, je nachdem ob man herausgeholte Elfer mitzählt So richtig scheinst du keinen Plan von “deinen” Bayern zu haben, oder?

    Nochmal für dich: Müller spielt immer.

    Ich wünschte Krankheit würde die Internetkarriere von so manchem Tastaturhelden zunichte machen.

    1. Done

      Dont feed the troll.

      Heute leider mal ein schwacher Auftritt von Alonso, hätte hier ab der 60. gerne Kimmich oder Rode gesehen. Müller wie immer sehr geil, enorm engagiert und immer hungrig. Die gelben Karten gegen Lahm (war zuerst am Ball ) und Alonso ( wird von hinten über den Haufen gerannt) waren ein Witz. Thiago noch etwas unauffällig bis auf ein paar schöne Szenen. Sehr gefreut hat mich Badstuber der durch sein Stellungsspiel vor allem durch Kopfbälle viele Situationen im Keim ersticke. Was mir auch sehr gefallen hat war die enorme Laufbereitschaft und Aufopferung im Team, wenn mal einer einen Fehler macht, sprangen andere ein. So zum Beispiel so um Mitte der zweiten Halbzeit , als Badstuber ein riskantes Duell an der Seitenauslinie auf Höhe der Mittellinie verliert und Coman als Linksaußen Sekunden später seinen Platz als IV besetzt und den Ball klärt. Wirklich stark!

  2. Tanja

    Endlich wieder Bundesliga. Wie erwartet ein zäher Arbeitssieg. Fand Alsonso, aber auch Lahm unter ihren Leistungen. Weiß nicht ob bei Alsonso die Konzentration u Ausdauer noch mehr für 90 Min reichen?!

    Die Offensive fand ich gut. Coco und Lewy mit Müller harmonieren schon gut.
    Auch Thiago hat mir mit der Arbeit aus dem Mittelfeld nach vorne gut gefallen.

    Man merkt aber das wir mal wieder nicht bei 100% sind, warum das immer so nach Winterpausen ist weiß ich auch nicht.

    PS. Und wieder ein Verletzter. Das kotzt mich echt an. Ich hoffe er ist schnell wieder da. Gerade Boateng ist einer der wichtigsten Spieler.

    1. Christopher

      Alonso hatte viele gute Auftritte in der Hinrunde, man wird abwarten müssen wie sich seine Leistungen entwickeln. Mit Kimmich steht die logische Alternative bereits im Kader. Wir werden sehen, ob es da in den nächsten Wochen und Monaten eine Einsatzzeitenverschiebung gibt.

  3. Marco05

    Sicher kein großer Kick, treffend analysiert.
    Allerdings erwartet hoffentlich keiner, dass wir am 22.1. schon alles in Grund und Boden rennen. Die Rückrunde – auch wenns überheblich klingt – beginnt mit dem CL-Achtelfinale. Da muss es passen.
    Ich hätte auch einiges zu kritisieren: Müller war für mich außer bei den beiden Toren gar nicht auf dem Platz. Kann man Effizienzmonster nennen – muss man nicht.
    Alaba das gleiche in grün, nur defensiv. Außer dem Freistoß habe ich null, aber wirklich null von ihm gesehen.
    Thiago auch wieder eher im Bundesliga- denn im CL-Modus. Da fand ich Lahm (solide), Coman und Costa (aktiv) und Lewy (geackert) noch mit Abstand am besten.

    Aber und das sage ich nochmal deutlich: drauf gepfiffen. 3 Punkte in Hamburg zum Rückrundenauftakt (und bei Dortmunder Punktverlusten heute womöglich die Vorentscheidung in der Meisterschaft) verbieten ergebnistechnisch im Grunde jede Kritik. Der HSV hat schon öfter (gut, gelegentlich) gezeigt, dass er dominanten Teams das Leben schwer machen kann. Speziell Holtby und Müller latschen im Grunde bei jedem Anlaufen dem gegnerischen Spieler auf die Socken. Das macht keinen großen Spaß. Wenn dennoch das Maximum rausspringt – passt scho.

    Jetzt sind 9 Tage Zeit für die Vorbereitung auf Hoffenheim. Ich gehe davon aus, dass es dann schon deutlich anders aussieht.

    @Euphoniac
    irgendeinen Spacko gibts offensichtlich immer, oder @Effe?

    1. Christopher

      Allerdings erwartet hoffentlich keiner, dass wir am 22.1. schon alles in Grund und Boden rennen

      Sehe ich auch so. Ich hatte die Form angesichts des KSC-Spiels sogar noch schlechter eingeschätzt. Ärgerlich ist eigentlich nur die Verletzung von Boateng.

    2. Bazi78

      @EUPHONIAC

      Wer sowas schreibt wie du in deinem ersten Post unter dem Artikel, darf sich nicht wundern wenn andere User darauf reagieren.

      Du hast wohl vergessen das Bayern erst mit Spielern wie Thomas Müller die CL gewonnen hat !?
      Bei beiden CL-Titeln 2001+2013 waren viele Spieler dabei die nicht gerade Filigrantechniker waren…
      Spieler wie Messi und CR7 haben wir eben nicht und werden sie wohl auch niemals bekommen!

    3. kurt

      Müller hat 12/13 Barcelona komplett zerschossen. Und Ronaldo wurde schon mehrfach mit der Nationalmannschaft vorgeführt.

      Bei Messi ist dir letztes Jahr bestimmt einer abgegangen. Dass Müller sich keineswegs vor den besagten überhypten Spielern verstecken muss, sollte dir als Bayerfan wohl klar sein.

      Beleidigungen gehen vielleicht zu weit, aber wer Blödsinn schreibt, muss halt auch mit den Reaktionen rechnen.

      “Effe” ist ein bekannter Troll hier und du reihst dich eben mit deinem ersten Post qualitativ ein.

  4. Jan

    Alonsos angebliches “Foul kurz vor der Strafraumkante” war keins. Wie einige andere Freistöße der Hamburger. Die Gelbe für Lahm war absolut lachhaft. Labaddia meinte ja später auch, das sie in den richtigen Situationen gut gefallen sind.

  5. Axel

    Stimme Jan zu, aber das werden nicht alle tun. Ich bin vor Steffen Simon von der ARD zu Sky geflüchtet und bei der Abschiedstour von Marcel Reif gelandet, der wieder einmal gezeigt hat, warum er nicht nur Fans hat: In zu vielen Szenen hat er trotz Zeitlupe einfach nicht verstanden, was passiert ist, ob es z.B. Foulspiel oder Schwalbe war. Ist schon spektakulär. Aber bemerkenswert fand ich, dass sowohl der Elfer als auch das Nicht-Abseits von Lewa richtig gepfiffen wurden. Gerade das 1:2 hätten nicht viele Linienrichter erkannt.

    1. Interessanter Punkt mit den “glücklichen” Schiedsrichterentscheidungen bei unseren beiden Toren. Glücklich deshalb in Anführungszeichen weil es richtige, aber schwere Entscheidungen waren.
      Da kann man dann auch drüber weg sehen, dass ansonsten mehrere wichtige Entscheidungen falsch zu unseren Ungunsten ausgelegt wurden (z.B. 2. Elfmeter, Abseits von Lasogga beim 1-1). Mit “perfektem” Schiedsrichter hätten wir also ein 3-0 gesehen [Ich bin kein großer Freund von diesen Ceteris-Paribus-Wahre-Tabelle-Spielereien, nur hier zur Illustration ausnahmsweise…], dann wäre die Kritik hier und andernsorts auch wesentlich milder.

      1. Jo

        Die Schiedsrichterleistung war, sagen wir mal, bemerkenswert. Ausgezeichnet bis zum Elfmeter. Dann ist Zwayer unter dem Druck der Zuschauer und der Hamburger Spieler völlig eingeknickt. Dann lag er manchmal schon fast absurd falsch.
        Hätte er seine Linie von Beginn an bis zum Ende durchgezogen hätten die Hamburger die Partie z.B. nie mit elf Mann beendet. Das wollte er ganz offensichtlich vermeiden.
        Aus seiner Sicht wohl eine erfolgreiche Strategie. Zumindest ist er bei den Diskussionen zum Spiel außen vor.

  6. Doerk

    Ein erbärmlicher Kommentar! Sehr überraschend, dass Du offenbar mit der Spielweise von Müller, im Guten wie im schlechten, nicht vertraut bist!

    Erbärmlicher noch als das schon schwache Spiel.

    Am erbämlichsten von Pflicht Tripple zu sprechen!

  7. Jo

    Starke Hamburger, schwache Bayern. Dann kann man froh sein auswärts mit einem Sieg nachhause zu fahren.
    Es gibt viele Gründe warum das gestern nicht leicht war, aber man muss schon festhalten, dass das eines unserer schwächsten Saisonspiele war.
    Wir hatten zwar wie immer viel Ballkontrolle, aber ganz selten echte Spielkontrolle. Und wenn ich mich frage wer denn von unseren Spielern gerade individuell in Form ist fallen mir nicht sehr viele ein. Offensiv war es eigentlich nur der kleine Coman, der so seine Momente hatte.
    Ach ja und bei Badstuber war ich zumindest erleichtert. Nach seiner teilweise schlimmen Vorstellung in Karlsruhe hatte ich da gestern größte Bedenken. Aber Respekt, er hat sich über 90 Minuten nicht erwischen lassen.
    Das Thema Verletzungen ist ja schon bis zum Erbrechen durchdekliniert. Kann man nur feststellen: Die unter den gegebenen und offensichtlich nicht zu verändernden Umständen limitierte physische Einsatzfähigkeit der Mannschaft limitiert auch entscheidend die möglichen Erfolge.
    Leider hat sich meine Einschätzung vom Ende der Hinrunde nicht geändert: Das wird wahrscheinlich ein schwieriges und kompliziertes halbes Jahr für das ich im Moment nicht übermäßig optimistisch bin.
    Hoffentlich punktet Gladbach gegen Dortmund, wir sind im Frühjahr wahrscheinlich für jeden Punkt mehr Vorsprung dankbar.

  8. Bazi78

    @EUPHONIAC

    -Schon die Aussage vom Pflicht-Triple ist einfach unrealistisch und größenwahnsinnig!

    -Die Erwähnung der eigenen Beinahe-Profifußballer-Karriere ist nur unglaubwürdig… ;)

  9. Johannes

    Langweilig … nach 30min ausgemacht.

  10. ucmy

    Nach einem Spiel Rückschlüsse auf die Rückrunde zu ziehen, ist wohl unseriös. Trotzdem müssen Pep und die Mannschaft zeigen, dass sie das Niveau halten können. Zugegebenermaßen kommen in der zweiten Saison Hälfte die schwereren Spiele, aber ich werde mein Lebtag nicht verstehen, wie eine Winterpause jedesmal wieder solche Veränderungen hervorrufen kann. Eine Mannschaft mit dieser Dominanz soll nach 34 Tagen Pause noch nicht wieder im Rhythmus sein? Ganz soviel Zeit bleibt nicht, den Rhythmus zu finden…. oder man verkürzt die Winterpause… auch schlecht wegen der teils langen Spielzeiten mit EM/ WM…in GB und ES geht’s…
    Warum ist das so? Vielleicht gibt’s ja “beinahe” -Profis, die das nachvollziehen können.

    1. bazi78

      Dann werde doch einfach Fan von Real oder Barca !

      Mit deiner negativen Sichtweise bist du als Bayern-Fan nicht geeignet… ;)

    2. Joschi

      Thema Winterpause und Training:

      So paradox es klingt: Im Grunde zerschlägt ein Trainingslager zunächst einmal die Form, um dann auf den gelegten Grundlagen die Form wieder aufzubauen. Eine hohe konstante Form ist kaum oder nur selten über eine ganze Saison zu halten.
      Nach einem guten Trainingslager ist Körper zunächst in einem übermüdeten, überbelasteten Zustand. Die Frische und die Spritzigkeit fehlt und werden dann in den Spielen/Wettbewerben und der dortigen Tempohärte / Spielgeschwindigkeit neu aufgebaut. Ich habe häufiger Triathlontrainingslager abgehalten und der Sinn des Trainingslagers war eben die Grundlagen- / Kraftausdauer. In den folgenden Wettkämpfen wurde dann die Maximalform aufgebaut im Hinblick auf den Hauptwettkampf.
      Könnte mir vorstellen, dass es auch im Fußball ähnlich ist. Dementsprechend ist die fehlende Frische und die gestern deutlich merkbare Müdigkeit vielleicht sogar ein gutes Zeichen.

      1. ucmy

        Der leere Kommentar sollte ein “gefällt mir” Daumen werden. Hat das System aber nicht übernommen.

  11. Ich denke nicht, dass angebliche Handjobs zwischen Spielern und Ärzten in die Kategorie “völlig normal” zählen oder irgendetwas mit Meinungsaustausch zu tun haben. Viele Grüße.

  12. Osrig

    Zunächst mal: Euphoniac ignorieren! Don’t feed the Troll!

    Zum Spiel: Haben hier einige wirklich eine FCB-Gala erwartet? Nicht nur, dass der Spielrhythmus erst noch wieder entwickelt werden muss, auch ist die kämpferisch starke Leistung der Stellinger gerade zu Beginn einer Rückrunde nicht dazu geeignet, eine Fussball-Gala zu begünstigen! Nein, kein starkes Spiel von unseren Jungs, aber auch kein “Grottenkick” – dafür waren Laufbereitschaft und Passwege dann doch zu gut, auch wenn eben Vieles noch nicht recht geklappt hat. Das der Rest der Republik die Leistung des HSV über den grünen Klee lobt, war zu erwarten, aber m.M.n. kam über die besagte kämpferisch gute Leistung nicht viel. Selten mal Kombinationen, meist den Ball nach vorn gedroschen und dadurch zwei, drei Kontersituationen erzeugt, die unsere Abwehr aber letztlich gut im Griff hatte, auch wenn sie noch nicht ganz souverän wirkte. Gefährlich wurden die Stellinger nur bei den Standards, und da hatten sie dann auch – mal wieder – Glück!
    Bei unserer Mannschaft waren Abstimmungsprobleme im Spiel nach vorn nicht zu übersehen, obwohl es schon einige ansprechende Kombinationen gab, bleibt da noch viel Luft nach oben. Coman finde ich durchwachsen, er hat tolle Momente, die er dann durch Zögerlichkeit – er wartet ja geradezu darauf, dass sein Gegenspieler ihn wieder stellen kann, anstatt einfach loszuflitzen – wieder zunichte macht. Alonso war die Verunsicherung nach seinem Fehlpass anzumerken, da muss er sich tatsächlich, wie die meisten unserer Spieler auch, noch steigern. Und das werden sie, da bin ich sicher, schon die nächste Partie wird besser, weil schon besser eingespielt!

  13. Done

    Du hast absolut recht. Diese Seite ist scheiße! Mein Tipp: einfach meiden! Vielleicht findet sich ja irgendwo eine CR7-Fanpage auf der du dich sicher wohler fühlst.

  14. Done

    Das denke ich auch. Einfach als Arbeitssieg verbuchen , 3 Punkte sind die erfreuliche Bilanz. Der Rhythmus kommt schon wieder. Wenn ständig gefordert wird, dass alle Spieler ab CL-Halbfinale auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft sein sollen, darf man sich nicht beschweren, wenn es im Januar noch nicht flutscht.

  15. Marco05

    Was mir grade wieder beim Abendspiel auffällt: Der BVB hat es in HZ1 schon 5 oder 6 Mal geschafft einen Ball von außen zum Mitspieler zu bringen. Wir schaffen das im gesamten Spiel 1-2 mal, bei 20 Versuchen. Das macht mich seit Jahren wahnsinnig. Schon unter Heynckes. Davon ab, dass man das natürlich trainieren kann, offensichtlich aber nicht tut, selbst ohne Training muss das doch besser gehen. Das geht einfach nicht in meinen Kopf, wie man so konsequent ungenau bei den Hereingaben sein kann.

    Natürlich ist bei uns oft nur einer (Lewy) oder zwei (Müller) gegen 4-6 Gegner im 16er. Aber selbst Pässe in den Rückraum kommen nicht an. Auch dort sind wir meist in Unterzahl. Dennoch schaffts der Gegner (zu) oft, den Gegenangriff zu fahren.

    Was mir am Anfang bei Pep gefallen hat war das Gegenpressing, das sofortige Wiederdraufgehen mit mehreren Spielern. Das hat für meine Begriffe stark nachgelassen. Sowohl an Intensitität wie auch an Qualität. Das sind für mich zwei Themen, an denen wir unbedingt arbeiten müssen.

    Ecken ist das nächste womit ich bei Reif wäre. Vor jeder Ecke muss man sich bei ihm anhören, wie schwach die Ausbeute ist. Zieht sich auch schon ein Jahr. Das wird mir garantiert nicht fehlen. Ansonsten höre ich ihn nach wie vor gerne. Aber auch nur, weil wir in den letzten Jahren sehr gut dastehen. Ich möchte ihn nicht mehr haben, wenn der FCB mal etwas schwächelt. Da war er zum Teil unerträglich.

  16. Harry

    Sorry aber es hätte auch in HZ 1 im Hinspiel 2013 vs Barca 2 oder 3 mal handelfmeter für Bayern geben können.

  17. Joschi

    Momente des glücklichen Zufalls gehören zum Sport dazu und ebenso häufig auch das Momentum des Pechs. Die großen Mannschaften siegen meist deshalb, weil sie den Zufall / die Abhängigkeit des Glücks weitestgehend minimiert haben.
    Es ist schwer den Sinn nachzuvollziehen, was dich so verärgert, außer den Schadenfrohsinn. Deshalb, weil die derzeitige Bayernmannschaft einmal als eine der besten Bundesligamannschaften in die dt. Fußballgeschichte eingehen wird. Aufgrund der zahlreichen historisch hohen Siege und den etlichen aufgestellten Bestmarken, werden die vergangenen Jahre zur Legende werden. Das wird auch für Müller gelten.
    Ob du ihn für überbewertest hälst, der anderen Ruhm stiehlt, ist dabei völlig nebensächlich: Er wird als einer der erfolgreichsten und originärsten dt. Fußballer ebenfalls legendär werden.
    Ebenso wird feststehen, dass die Epoche von 2005 – 2020 die des CF Barcelona sein wird. Dass zudem Messi und Ronaldo als beste Fußballer der Geschichte über allen anderen stehen werden und ihr Torjägerduell in der Nachbetrachtung eines der größten Duelle der Sportgeschichte darstellen wird ist auch klar.
    Das kann alles friedlich nebeneinanderstehen, so lange man nicht von Neid und Missgunst angefressen, zerfressen ist.

    Ansonsten solltest du überdenken, wann etwas als erfolgreich bzw. gescheitert bezeichnet werden sollte. Halbfinale CL ist aus meiner Sicht erfolgreich, alles was mehr ist, ist Zugabe. Das gilt auch für 4, 5, 6 oder zehnte Plätze von Athleten bei Olympia, WM’s, EM’s.
    Aber als Ex-Profi wirst du wissen, dass man sehr gut gespielt haben mag und trotzdem 0:3 verlieren kann.

  18. bazi78

    Ich kann es überhaupt nicht verstehen, wie einige FCB-Fans schon wieder am Rad drehen. Nach dem ersten Punktspiel in der Rückrunde kommen schon Prognosen zum Vorschein wie “Es wird wieder nix mit dem Triple”. Was kommt erst wenn es wieder mal ein Jahr ganz ohne Titel gibt ? Für mich sind viele Fans einfach zu verwöhnt, von den guten Leistungen und Meisterschaften der letzten Jahre. Diese hohe Ansprüche können nur in großer Enttäuschung enden, weil sie einfach unrealistisch sind. Ich bin Baujahr 1978 und FCB-Fan seit Mitte der 80er. In all diesen Jahren gab es kein Bayern-Team das Erfolgreicher war als unsere aktuellen Spieler. Vielleicht sollte man deswegen mal etwas Dankbar sein, diese Zeit als Fan miterleben zu dürfen… ;-)

  19. Tanja

    @Bazi78:

    Ganz deiner Meinung. Der FC Bayern muss am besten immer hoch gewinnen u jedes Jahr das Triple holen. Viele Fans sollten mal wieder auf den Boden der Tatsachen kommen. Titel sind keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen hart erkämpft werden.
    Dieses ständige Gejammer geht mir auf den Sack.
    Trotz eines schwachen Spiels und nur vllt 70% Leistung haben wir 3 Pkt geholt. Lewy hat wieder getroffen.
    Winterpause ist gerade um. Letzte Saison haben wir gegen Wolfsburg 4:1 verloren. DAS war ein schlechter Rückrundenstart.

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