Herbstmeister & die Erkenntnis des Abends: wir holen wieder die wichtigen Punkte

Bundesliga am Dienstag- und Mittwochabend hat sich etwas komisch angefühlt, aber das Ergebnis spricht vollkommen für die Münchner. Schalke und Frankfurt haben gepatzt. Dortmund kam im Schongang nicht über ein 1:1 hinaus. Respekt an dieser Stelle nach Düsseldorf. Der FC Bayern rotierte nicht zu viel und gewann mit zwei Toren gegen kämpferische Freiburger. Herbstmeister, 10 Punkte vor Leverkusen auf Platz 2 und noch einen mehr Vorsprung auf Dortmund. Der Rekordmeister ist nun auch Rekordherbstmeister.

Das Vereinsheim füllte sich gestern Abend doch relativ flott. An einem Mittwoch haben wohl mehr Männer Zeit und Ausgang als am Wochenende. Florian und ich hatten unsere Stammplätze an der Bar wieder eingenommen, die Currywurst verspeist und die Zeit bis zum Anpfiff war wie immer recht schnell vergangen.

Selten schaute ich ein Spiel mit so wenigen Erwartungen wie unsere Auswärtsreise nach Freiburg. Im Hinterkopf schwebte zwar noch das Unentschieden vom Februar, aber unsere Situation in der Liga ist zur Zeit so entspannt, dass man als Bayernfan eigentlich Spiel um Spiel genießen sollte. Natürlich nur solange wir gierig auf den Erfolg bleiben.

Zum Spiel gibt es von meiner Seite aus nur wenige Punkte zu erwähnen. Die Überschrift ist gleichzeitig meine wichtigste Erkenntnis: wir holen einfach wieder die wichtigen Punkte. Auch nach Misserfolgen (oder nicht gerade optimalen Leistungen), auch unter Druck und das alles mit einer guten mentalen Einstellung. Man muss Freiburg einfach nur allergrößten Respekt für ihre kämpferische Leistung gestern Abend zollen. Sie sind in Minute 12 in Rückstand geraten und waren ab der 18. Spielminute sogar in Unterzahl. Trotzdem hielten sie ihre taktische Formation und machten uns das Leben sehr schwer. Ihre Abseitsfalle war gut gestellt und auch wenn sie das 0:2 nicht verhindern konnten, fand ich das sehr stark gespielt. Freiburg hat sich von unseren schnellen Flügelspielern nicht locken lassen, sondern ist defensiv in der Breite geblieben und hat so Vorstöße von Lahm oder Alaba gut verhindern können. Dadurch fehlte uns der Zug nach Vorn. Gleichzeitig attackierten sie unsere Verteidiger und 6er früh und störten damit den Spielaufbau. Es gelang uns nicht entscheidende Kombinationen durch zwei Viererketten zu spielen. Gegen die erstarkte Linke Seite konnte in der zweiten Halbzeit Rafinha gut helfen. Das Spiel war taktisch sehr interessant und ich empfehle allen Interessierten die Analyse von Tobias Escher für 11 Freunde.

Worin lag nun der Schlüssel zum Erfolg?

Anders als in vergangenen Jahren stehen wir defensiv mit einer außergewöhnlichen Ruhe und Abgeklärtheit. Dante sorgt als Neuzugang genauso dafür wie ein starker Badstuber. Lahm könnte seine beste Saison spielen und Alaba wurde sowieso schon oft genug gelobt. Gleichzeitig können wir den Spruch »die Bayern sind immer für ein Tor gut« in dieser Spielzeit auch in die Tat umsetzen. Ob durch den berechtigten Elfmeter oder eben einen beherzten Vorstoß von Anatoliy Tymoshchuk, welcher sich endlich mit einem Tor belohnen durfte. Wirkte der loyale Ukrainer (bitte lesen – sehr schön zusammengefasst) im Pokal noch wie ein Fremdkörper konnte er mich gestern überzeugen. Rafinha schloss Lücken auf der rechten Seite und das alles verdanken wir der breite unseres Kaders.

Störgeräusche?

Ja, Christian Streich gab nach dem Spiel ein unnötiges Interview und beklagte sich über den Schiedsrichter und wie er einige Szenen gewertet hat. SkySportHD zeigt das Gespräch ab Minute 6:35 in diesem Video. Das war unnötig, aber blieb die einzig unschöne Sache am gestrigen Abend.

Und jetzt?

Volle Konzentration auf Borussia Dortmund. Der BVB bescherte uns unnatürlich viele Niederlagen in Liga und Pokal und es wird Zeit dieses Bild wieder gerade zu rücken. Ich freue mich auf Samstag und die Stimmung in der Stadt. Im Supercup spielten wir ja recht gut und da stand noch nicht einmal der vollständige Kader. Auf geht’s ihr Roten!

Zum Abschluss kann man wieder einmal nur das FernglasFCB zitieren. So kann es von mir aus laufen!

Gewinnen wir gegen die Dortmunder, kann man wohl äußerst zuversichtlich sein, dass die Meisterschaftssaison 2012/2013 eine rot-weiße Angelegenheit wird. 14 Punkte Vorsprung holt der BvB niemals auf. Und Leverkusen wird ohnehin nie Deutscher Meister.

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Leserkommentare
  1. […] viele dürftige Kicks in der vergangen Saison. Ich erinnere nur an die Spiele gegen Frankfurt, das Auswärtsspiel in Freiburg oder den Heimauftritt gegen Arsenal. Hier wäre beinahe der Champions League Traum geplatzt. Und […]

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