Borussia Mönchengladbach – FC Bayern 0:1 (0:0)

Der FC Bayern traf vor der Länderspielpause auf Borussia Mönchengladbach. Der Angstgegner der Münchner konnte dieses Mal aber wenig Schrecken verbreiten. Die Münchner gewannen nicht unverdient im Borussia Park mit 1:0.

Das Wochenende der Münchner war schon vor dem Anpfiff ereignisreich gewesen. Mit der Champions League-Auslosung am Freitag und den Ergebnissen der Konkurrenz am darauffolgenden Samstag wurden einige Themen schon vor dem Anpfiff gesetzt. Die Mannschaft von Ancelotti hatte indes eine der wenigen vollen Trainingswochen in der entscheidenden Saisonphase.

Falls Ihr es verpasst habt:

Carlo Ancelotti verzichtete auf große Experimente und vertraute auf die Spieler, die zuletzt bereits viel Einsatzzeit sammelten. Lediglich Ribéry und Müller rückten aufgrund von Vidals Gelbsperre von Vidal und einer nicht näher spezifizierten Knieverletzung von Costa in das Team. Die Nachwuchsspieler Kimmich, Coman oder Sanches spielen daher weiter keine nennenswerte Rolle.

Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München, Aufstellung Borussia Mönchengladbach vs Bayern München, 19.03.2017, Grundformationen.

Die Borussia musste ihre Startelf im Vergleich zur Europa League gegen Schalke auf 4 Positionen ändern; unter anderem fehlten Kramer, Dahoud und Johnson. Hecking vertraute daher auf ein 4-4-2 mit Jantschke und Strobl auf der 6er-Position und Hahn neben Raffael als zweiter Sturmspitze.

Die Partie begann mit vielen Sorglosigkeiten auf beiden Seiten. Nach nicht mal 100 Sekunden hatte Robben schon die Chance auf die Bayernführung, doch sein Schuss war zu zentral. Auf der Gegenseite musste Javi Martínez nach einer Flipperaktion in höchster Not gegen Jantschke retten.

Bei Ballbesitz für Bayern stellte sich Gladbach äußerst tief auf und positionierte die Abwehrkette auf Höhe des eigenen Strafraums. Die Mittelfeldkette und die Sturmreihe standen jeweils nur fünf bis zehn Meter höher. Kurzum – die Gladbacher versuchten es mit einer sehr engen Staffelung.

Auf Seiten der Bayern war die Einbindung von Thomas Müller sehr interessant, dem es immer wieder gelang, sich in den Zwischenlinien so anzubieten, dass die Gladbacher Viererketten ungewollt stark verschieben mussten. Dadurch gab es auf der ballfernen Seite immer wieder Platz für Ribéry und Alaba.

Nach zehn stürmischen Minuten entwickelte sich zunehmend eine Partie mit viel Ballbesitz für den FC Bayern, wobei die größten Chancen eher durch Fehler von Gladbach eingeleitet wurden. Jantschke verlor in der 25. Minute im Aufbau den Ball an Ribery, dieser schickte Lewandowski steil. Der Bayernstürmer versuchte aus spitzem Winkel den Kunstschuss gegen Sommer, der lange stehen blieb und so keine Mühen hatte, den Ball zu parieren.

Schon kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatte der FC Bayern die große Chance auf die Führung. Robben zog mit seinem Style-Move nach innen. Mit etwas Glück blieb der Ball an seinem Fuß und er konnte zum Schlenzer ansetzen; der Ball klatschte ans Kreuzeck. Bereits der 18. Aluminiumtreffer in der Bundesliga für die Münchner. Noch größer war die Chance aber nach dem Abpraller: Lewandowski konnte den Ball per Kopf erreichen, Sommer reagierte blitzschnell und fischte den Ball mit einer Weltklasseparade aus dem Eck. So blieb es zur Halbzeit beim torlosen Unentschieden.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufhörte. Viel Ballbesitz für die Elf von Ancelotti, aber weitestgehend ohne großen Ideen, um zum Torabschluss zu kommen. Die zunächst größte Chance hatte Lewandowski, der eine Hereingabe von Müller nicht sauber spielen konnte. Sein Abschluss ging dadurch weit am Tor vorbei (60.).

In einem Moment, in dem es schien, als verschleppe der FC Bayern gelangweilt das Tempo, klingt den Münchnern die Führung. Thiago bekam wenig Druck auf der halblinken Seite und konnte einen Chipball Richtung Zentrum schlagen. Dort lauerte Müller, der mit Tempo in den Strafraum gelaufen war. Mit viel Glück und Geschick konnte Müller den Ball verarbeiten und mit dem linken Fuß an Sommer im Tor unterbringen (62.). Die nicht unverdiente Führung.

Gladbach veränderte sofort die Spielweise. Die letzte Reihe stand umgehend zehn bis fünfzehn Meter höher. Dadurch bekamen die Münchner wesentlich mehr Probleme im Spielaufbau, da Alonso, Hummels und Martínez stärker unter Druck gesetzt wurden.

Die Münchner taten sich dadurch schwer, das Spiel im Schongang nach Hause zu spielen, da auch die Abstände zwischen Abwehr und Mittelfeld zu groß wurden. Dadurch wurde eher der lange Ball hinten raus gespielt. Besonders ansehnlich war das nicht, aber den Münchnern reichte es, sich in Persona von Martínez, dem eingewechselten Kimmich und Thiago in alle Abschlussversuche der Gladbacher zu werfen.

So retteten die Münchner eine souverän geführte Partie schlussendlich wenig meisterlich über die Ziellinie. Mit nun 13 Punkten Vorsprung bei noch 27 zu vergebenen Punkten kann die Länderspielpause für den FC Bayern kommen.

Am 1. April geht es in der Liga weiter gegen Augsburg. Fehlen werden den Bayern in dieser Partie sowohl Martínez als auch Xabi Alonso, die sich ihre Gelbsperre abholten.

3 Dinge, die auffielen:

1. Ungenauigkeit im Schlussdrittel

Nur 180 von 232 Pässen im Schlussdrittel kamen an. 25 von 48 im Strafraum. Alles keine schlechten Zahlen, aber dennoch zu oft zu ungenau. So präsentierten sich die Münchner im Spiel gegen die Borussia. Das spielte den Gladbachern zuweilen in die Karten. Durch die sehr tiefe Positionierung nahm sich Borussia zwar selbst aus dem Spiel, aber die Null konnte lange gehalten werden. Bisweilen standen die Gladbacher mit acht Spielern am Strafraum, was ein gutes Kombinationsspiel in den Strafraum erschwerte. An manchen Stellen übertrieben es die Münchner mit der Lässigkeit und einige Szenen verpufften in gut gemeinten Ansätzen. Ein Gladbacher bekam immer den Fuß dazwischen. Umso mehr überrascht es, dass ausgerechnet ein schneller Antritt von Thiago und Müller genügte, um die Gladbacher Ordnung zu sprengen.

2. Thiago

Thiago wurde an dieser Stelle schon oft besungen und wird noch häufig gewürdigt werden, wenn er ähnliche Leistungen wie gegen Gladbach abruft. Sinnbildlich für seine seine überragende Rolle in dieser Rückrunde war eine Szene in der ersten Halbzeit: als er nicht aufgab, einem Gladbacher Konter hinterherzulaufen. Am eigenen Strafraum, dank einer leichten Verzögerung von Jonas Hofmann, reichte es für Thiago, um eine blitzsaubere Grätsche anzusetzen.

Darüber hinaus war Thiago wie gewohnt das Bindeglied zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff. Vor allem in der ersten Halbzeit initiierte er jeden Angriff der Münchner mit. Gladbachs defensive Igeltaktik war auch der Pressingresistenz von Thiago geschuldet. Sein Pass zum 1:0 verdient das Prädikat Weltklasse – nicht mehr und nicht weniger.

Eine Torvorlage, fast 90% Passquote, 25/35 Pässen im letzten Drittel und drei herausgespielte Großchancen. Thiago war der Motor der Bayernoffensive. Aber nicht unerwähnt bleiben soll sein Einfluss in der Defensive. Drei Grätschen, elf Ballgewinne(!) und ein geblockter Schuss am Ende der Partie zeigen auch am anderen Ende den Einfluss von Thiago.

Thiago war wieder mal der Matchwinner.
(Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images)

3. Pause wird Reservisten in die Karten spielen

Nach der Pause stehen für die Mannschaft von Ancelotti neun Spiele im April auf dem Plan. Durch den Vorsprung von 13 Punkten dürfte sich eine Fokusverschiebung beim FC Bayern ergeben. Gerade gegen Augsburg, Leverkusen, Mainz und Wolfsburg dürften Kimmich, Coman und Sanches zu mehr Einsatzzeit kommen. Zwar hat Ancelotti bisher wenig rotiert, dennoch dürfte sich dieser Effekt verstärken, da es in der Bundesliga nicht mehr um alles geht. Auch lange verletzte Spieler wie Boateng können so gezielt wieder herangeführt werden. Ein Faktor, den Pep Guardiola bisweilen sehr vernachlässigte, da er nach Comebacks Spielern lange Einsatzzeiten zumutete. Der Einsatz von Ribéry gegen Zagreb oder das Spiel von Boateng in Hamburg sind hier sicherlich zu nennen.

Unabhängig davon werden dennoch Ancelottis Moderationskünste gefragt sein. Die bei ihrer Auswechslung nur wenig Verständnis zeigenden Ribéry und Robben müssen ebenso bei Laune gehalten werden wie die Newcomer. Dass Robben in der 85. Minute bei einer Auswechslung so aus der Haut fährt, kann positiv formuliert nur noch mit Siegermentalität beschrieben werden. Dennoch setzt es in einer schon fast zu harmonischen Phase ein Thema, das die Münchner in der Länderspielpause begleiten dürfte.

Borussia Mönchengladbach – FC Bayern 0:1 (0:0)
Borussia MönchengladbachSommer – Elvedi, Christensen, Vestergaard, Wendt – Herrmann (64. Hazard), Jantschke (73. Drmic), Strobl, Hofmann – Hahn (81. Bénes), Raffael
BankSippel, Schulz, Kolo, Korb
FC BayernNeuer – Lahm, Martínez, Hummels, Alaba – Alonso (77. Kimmich), Thiago – Robben (85. Sanches), Müller, Ribéry (72. Coman) – Lewandowski
BankUlreich, Rafinha, Boateng, Bernat
Tore0:1 Müller (63.)
KartenGelb: – / Alonso
SchiedsrichterTobias Stieler (Hamburg)
Zuschauer54.014 (ausverkauft)

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Leserkommentare
  1. GP11

    FC Thiago Alcántara.
    Mit Abstand bester Offensiver, mit Abstand bester Defensiver.
    Es fehlen mir die Superlative, um diesem Genie zu huldigen.

  2. pitvonbonn

    Wann leitet endlich mal wieder ein neutraler Schiedsrichter ein Bayernspiel?
    ironisch: sagt der Schiedsrichter den Gladbachspieler, wenn ihr euch fallen lasst, dann pfeife ich für euch enen Freistoss?
    Alonso bewegt sich keinen Zentimeter, hält nur schützen enganliegend die Hände vor die Brust und Hahn läuft voll in Alonso hinein= Freistoss für Gladbach + gelbe Karte für Alonso.
    Ein Glück, dass selbst so, die Bayern nicht zu knacken sind
    …..und der Vorsprung wächst an….

    1. Lobo

      Ja, das finde ich auch immer schlimmer z.Zt. Fast jede nur etwas unklare Situation wird gegen uns gepfiffen. Gut in der Liga ist es egal, aber die Verantwortlichen sollten schon mal was sagen. Mir fehlt der Sammer!

      1. Kurt

        Er hat auch jeden Seufzer der Gladbacher genutzt, um ihnen einen Freistoß in aussichtsreicher Position zu geben. Keine Fehlentscheidungen in dem Sinne, aber ziemlich offensichtliche Linie.

    2. Jo

      “Wann leitet endlich mal wieder ein neutraler Schiedsrichter ein Bayernspiel?”
      Im Regelfall in der CL.

    3. Interessant, dass das hier jetzt angesprochen wird. Empfinde ich seit mindestens 10 Jahren so bei den Heimspielen…

      Nachdem aber “Bayern-Bonus” medial besser ausgeschlachtet werden kann als “Bayern-Malus”, zumal die Mannschaft die Titel in den letzten Jahren sowieso immer mit 10 bis 25 Punkten Vorsprung gewonnen hat, wird so etwas nicht thematisiert. Entsprechend sollten zumindest “wir Bayernfans” die Leistung des Teams noch höher einschätzen.

  3. Lernd Beno

    Schönstes Detail: Wie Martinez vorgibt sich über seine Urlaubsverlängerung, äh 5. Gelbe, aufzuregen

    1. Thomas

      Nee.
      Das schönste Detail war Robbens Unmut: die gesamte Ersatzbank lacht ihn aus. Ribery und Rafinha kriegen sich gar nicht mehr ein. :-D

  4. Stiepel-Arne

    Im Stadion sieht man manches ja nicht so gut wie im TV, aber ich würde mal sagen:
    – Gelb für Alonso mehr als berechtigt, da er einzig per Foul den Konter verhindern wollte und auch musste
    – Robben war eher sauer, dass er kein Tor gemacht hat bzw. einige Male der letzte Pass auf ihn fehlte. Einige Minuten vor seiner Auswechslung hätte Lewandowski gut auf ihn durchstecken können bzw. müssen!

    P.S. Dienstag Bayern Basketball II in Iserlohn – entscheidendes Playoff- Spiel ;-)

  5. zipflhuber

    Robben fuhr nicht wegen seiner Auswechslung aus der Haut. Der fuhr einzig und allein wegen Lewandowski aus der Haut! Weil sich der Herr Torjäger beim stand von 0:1 in der einen Situation dazu entschied, lieber selbst abzuziehen anstatt zum tausend mal besser positionierten Robben zu passen, der dann alleine vor Sommer gestanden hätte. Seinen Frust lies robben im unmittelbaren Anschluss an diese Szene schon raus, als er empört abgewinkt hat. Und sich fortan nicht mehr beruhigte! Und das, meine Herren, ist tatsächlich ein sehr gutes Zeichen!

  6. Jo

    Selbst die theoretischen Zweifel an der Meisterschaft kann man nach diesem Spieltag wohl ad acta legen. Insofern schon ein außergewöhnlich gelungener Spieltag.

    Ein Sieg in Gladbach nicht so häufig, also zu würdigen.

    Das Spiel selbst hat mir, mal mit Ausnahme der letzten Minuten, auch außerordentlich gut gefallen.
    Absolute Kontrolle, den Gladbachern fast nichts zugestanden, der Ball lief über weite Strecken richtig rund. Zwar wurden nicht pausenlos Chancen herausgespielt, aber in schönen, regelmäßigen Abständen hatten wir immer wieder ein “dickes Ding”.

    Ich hatte jedenfalls immer das Gefühl, dass ein Tor in Luft liegt und wir dieses Spiel nie verlieren würden.
    Eigentlich fast schade und ungerecht, aber was soll man zu Thiago noch sagen? Vielleicht, dass “Thiago Alcantara Fußballgott” ein wirklich hübscher neuer Schlachtruf wäre.

    Gottseidank spielt Müller allmählich, auch abgesehen von seinem Tor, allmählich wieder halbwegs ansehnlich. Wäre gerade die richtige Zeit dafür.

    Der einzige Negativpunkt, den wir seit einiger Zeit ja schon diskutieren, ist die Situation um die jungen Spieler. Mittlerweile ist man fast an dem Punkt angelangt, dass ihnen eine Einwechslung derzeit eher mehr zu schaden als zu nutzen scheint.

    Die erste Mannschaft um die 13-14 Spieler die regelmäßig zum Einsatz kommen funktioniert. Teilweise richtig gut.
    Wenn du dann aber in einer noch komplexen Situation wie heute in den letzten Minuten die drei Jungs für Schwergewichte wie Ribery, Robben und Alonso reinbringst ist der spielerische Abfall schon eklatant.

    Hoffen wir mal, dass das bis zum Ende der Saison gut geht. Oder um mit Carlo zu sprechen, auch ich “habe Angst vor der Länderspielpause”.

    1. ichfcb

      Das mit dem spielerischen Abfall unterschreibe ich..Die “Probleme” in der Schlussphase begannen mit den Wechseln ..

  7. Kurt

    Thomas Müller Fußballgott.

    Wenn das kein 1A-Raumdeuting war, dann weiß ich es auch nicht.

    Jaja Thiago hier Thiago da, stimmt ja alles, aber den Pass können so auch Ribery, Hummels, Lahm,…so in den freien Raum laufen kann nur einer.

    Dennoch sollte man jetzt langsam alles in die Wege leiten, um Thiago mit einem neuen Arbeitspapier auszustatten. Ist schon Wahnsinn der Typ. So gut wie jede Sekunde am Ball ein Genuss.

    1. Osrig

      Ja, der Ball wurde gut laufen gelassen, die Kontrolle über das Spiel mit ausgesprochen defensiv eingestellten Gladbachern, die teilweise mit 5er Abwehrkette gespielt haben, gut aufrecht erhalten. Aber mir fehlte nach vorn die Dynamik, auch die Positionsläufe waren nicht immer gut, manches wirkte etwas langsam. Und hinten erschien mir unsere Abwehr diesmal wieder etwas unsortiert, ich habe mehrfach Sorge gehabt, die Borussen könnten doch noch zum erfolgreichen Abschluss kommen. Mannschaften mit höherer Qualität im Sturm nutzen so etwas sicher besser aus.
      Im Grunde hat die Mannschaft wieder mal genauso viel Tempo hineingebracht, wie unbedingt notwendig! Eine Fähigkeit, die ich Ancelotti zuschreibe und die mir mittlerweile wirklich Respekt abnötigt – bei der ich mich jedoch auch mehr und mehr frage, ob es mit dem “Energiesparen” nicht langsam genug ist.
      Wie auch immer, kein schlechtes Spiel unserer Jungs, mit einem Müller als Torschützen, der seine Qualität im Strafraum endlich mal wieder unter Beweis stellen konnte, und der mich – ich staune immer noch etwas – auch mit seiner Ballbehandlung überzeugen konnte. In dieser Form allemal ein Gewinn für das Team! Thiago einmal mehr herausragend, stark und beweglich auch Robben, der meines Erachtens zu Recht verärgert war. Ich meine allerdings, dass Arjen weniger wegen der Auswechselung sauer war, vielmehr dürfte ihm der Eigensinn von Lewy gegen den Strich gegangen sein, denn unsere Nr. 9 hat – wenig mannschaftsdienlich – mehrmals den besser postierten Mitspieler geflissentlich übersehen und selbst den Abschluss gesucht. Robben hätte von einem Zuspiel ganz sicher profitiert und den Ball im Tor der Gladbacher versenkt, so ging er leer aus – und wir mussten weiter zittern. Für mich verständlich, dass er da verärgert war! Allerdings gehört es sich nicht, den Handschlag zu verweigern, es sei denn, das Wegschlagen der Trainerhand gehört auch dazu^^
      Warum die anderen Spieler sich so amüsierten, erschließt sich mir nicht, ich bin mir aber auch nicht sicher, ob in der Szene tatsächlich Arjen gemeint war. Wie auch immer, jetzt sind sicher Moderationskünste gefragt, aber die Szenen werden sicher keinen Keil zwischen die Mannschaft treiben. Schließlich wollen alle größtmöglichen Erfolg.

  8. Mika

    Puh. Endlich mal wieder in Gladbach gewonnen. Klasse Thiago, klasse von Müller. Ich geriet vorm TV auch ob unserer Abwehr nie schwitzen.

    Was mich allerdings störte, waren 2 Dinge, die bitte bis Real abgestellt gehören.
    1. Ob Robben oder Lewy: der Egoismus vorm Tor muss aufhören. Spielt Lewy 1x auf Ribéry in hz1 oder Robben in hz2, klingelt es. Spielt Robben anstatt zu schießen mal den (no Look) Pass in die Schnittstelle, wird’s auch gefährlich. Gegen Real zählt jede Bude und persönliche Auszeichnungen haben Nachrang.
    2. Lahms Flanken waren grottig. Bitte üben oder zurück spielen. So konnte er auch gleich den Ball in Aus treten.

  9. Marco05

    Robbens aus-der-Haut fahren ist Lewys Aktion kurz vorher geschuldet. Hat er nicht sogar nochmal Richtung Spielfeld applaudiert?

    Der Ärger ist zwar nachvollziehbar, doch müsste doch genau Robben wissen, das so etwas passiert. Carlo wird das entspannt moderieren, Müller vermutlich auch.

    Lewy hatte ohnehin einen rabenschwarzen Tag. 2 100% Zuspiele verpasst, selbst nicht getroffen, kaum im Spiel… was ihn bei der Szene mit Robben reitet selbst abzuschließen weiß wohl nur er selbst.

    Thiago wieder in allen Belangen weltklasse, kann man nicht anders beschreiben. Wenn man einen Kritikpunkt finden will, dann den, dass er aus 18m vorm Tor bei freier Bahn immernoch den Pass spielt statt abzuziehen. Und zwar so wie damals für Barca beim Audi-Cup…

    In Summe eines der entspanntesten Auswärtsspiele in Gladbach seit Ewigkeiten. Jetzt ist Zeit für Rotationsstufe 2, Carlo.

    1. GP11

      Thiagos einzige Schwäche sind seine Distanzschüsse.
      Das weiß er auch und deshalb schießt er so ungern von außerhalb des Strafraums. Auch gestern hat er einmal relativ stark verzogen.
      Wenn es einen Spieler bei uns gibt, der öfters selbst abschließen sollte, dann ist das Ribéry. Der hat eine sehr gute Schusstechnik, nutzt diese aber viel zu selten. Exemplarisch gleich zu Beginn des Spiels gestern, als er zu hoch auf Lewandowski flankt, anstatt selbst abzuschließen.

    2. Johannes

      Dabei geritten hat ihn der 2 Tore Rückstand auf Opameyang …

  10. Didi1970

    Das Spiel hatten wir ausgenommen von den ersten 5 min und den letzten 10 min sehr dominiert und hatten die ein oder andere Torchance für ein höheres Ergebnis. Gesamtfazit damit sehr erfreulich!
    Ich meine auch, dass Robben wegen Lewandowski so bei seiner Auswechslung reagiert hatte. Das ist mir in Vergangenheit schön öfters nun bei Lewandowski aufgefallen, dass er anstatt dem besser positionierten Mitspieler den Ball zuspielt lieber selber den Abschluss sucht. Letztendlich ist Robben in Vergangenheit dies auch schon öfters aufgefallen, weshalb hier ein wenig Demut seitens von Robben gezeigt werden sollte.
    Wir haben dort vorne eine weltklassereihe von Angreifern mit RibRob und Lewy. Und am besten funktioniert sie wenn alle zusammen halten un nicht ihr EGO in den Vordergrund (Bsp: Lewy Torschützenkönig) stellen.

  11. […] Borussia Mönchengladbach – FC Bayern 0:1 (0:0) | Chris […]

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