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Akute Probleme – der FSV Mainz 05 in der Vorschau

Zum Hinrundenabschluss reist der FC Bayern am Freitag nach Mainz. Während die Münchner das Spiel entspannt angehen können, steht für den FSV bereits einiges am Spiel. Nach 16 Spieltagen, geprägt von Auf und Abs, stehen die Mainzer auf Platz 11 – mit Tendenz nach unten.

Personal & Aufstellung

Ein Grund für die schwierige Lage in Mainz ist mit Sicherheit das Verletzungspech in dieser Saison. Nicht nur, dass langfristig mit Baumgartlinger, Moritz und vor allem Jonas Hofmann drei essentielle Mittelfeldspieler fehlen – vor dem Spiel in München fällt auch noch die etatmäßige Innenverteidigung aus. Niko Bungert ist schon seit einigen Wochen nicht fit, wesentlich schlimmer ist allerdings der Ausfall von Stefan Bell, der bisher eine starke Saison spielt und der Stabilisator der Viererkette war. Selbst Routinier Nikolce Noveski, der vertreten könnte, ist fraglich. Mit Philipp Wollscheid und Gonzalo Jara stehen lediglich zwei nominelle Innenverteidiger zur Verfügung. Wobei Wollscheid noch nicht in Mainz angekommen ist und seine Leihe von Leverkusen daher nicht die persönliche Weiterentwicklung brachte.

Vor der Saison hatte sich was das Personal angeht einiges getan bei den 05ern. Eric-Maxim Choupo-Moting und Nicolai Müller, zwei der drei Offensivkräfte 2013/14, verließen den Verein. Auch der Wegfall von Stammrechtsverteidiger Zdenek Pospech viel schwer ins Gewicht. Erst wenige Tage vor Transferschluss präsentierte Manager Heidel die Ersatzkräfte. Aus Dortmund konnte Jonas Hofmann ausgeliehen werden, aus Leverkusen Philipp Wollscheid und aus Berlin Sami Allagui. In Jairo Samperio, Pablo de Blasis und Filip Djuricic wurden zudem drei recht unbekannte Offensivspieler verpflichtet – auch der Verteidiger Jara wurde erst während der WM mit Chile zum bekannten Gesicht. Die Transfers waren eine Reaktion auf den erschreckend schwachen Start unter Neu-Trainer Kaspar Hjulmand. Sowohl in der letzten Quali-Runde für die Europa League, als auch in der 1. Pokalrunde gegen den Chemnitzer FC schied man in zwei von drei Wettbewerben aus.

System & Aufstellung

Hjulmand passt sein System grundsätzlich immer dem Gegner an und stellt ausgehend von einer 4-2-3-1-Formation um. Gegen die Topteams der Liga, konkret gegen Gladbach, Wolfsburg und Schalke, baute der Däne auf eine Fünferkette. Davon ist auch am Freitag auszugehen – Kandidaten für die Besetzung des dritten Innenverteidigerpostens sind Junior Diaz oder Jungspund Julian Koch. Die Fünferkette wird sich vor Loris Karius aufbauen, der am Freitagabend wohl das ein oder andere Mal gefordert sein dürfte. Im Mittelfeld gesetzt ist eigentlich nur Johannes Geis auf der Sechs, vor allem in der Offensive ist schwer zu sagen, wem Hjulmand vertrauen wird. Richtig überzeugen konnte in den letzten Spielen keiner. Das Problem des Mainzer Spiels ist, dass die Offensive trotz eventueller Personalwechsel leicht auszurechnen ist. Seit Hofmanns Ausfall ist alles zu einhundert Prozent auf Shinji Okazaki ausgerichtet. Wird der Japaner zugestellt, fehlt vorne eine Anspielstation und die Torgefahr.

Das gewisse Etwas

Grundsätzlich ragen beim FSV Mainz 05 zwei (fitte) Spieler heraus: Karius im Tor und Okazaki im Sturm. Hier liegt die kleine Mainzer Chance, am 17. Spieltag etwas mitzunehmen. Wenn Karius einen Sahnetag erwischt und der flinke Okazaki es schafft, gefährlich vors Tor zu kommen, ist ein Punktgewinn möglich. Sobald Okazaki jedoch aus dem Spiel ist, dürfte es schwierig werden.

Prognose

Nicht nur die Mainzer müssen auf eine Menge Personal verzichten, auch der FC Bayern wird umstellen müssen. Alonso, Lewandowski, Rode und Benatia sind aller Wahrscheinlichkeit nach nicht dabei, weshalb Höjbjerg erneut eine Chance bekommen könnte. Auch ein Einsatz von Shaqiri (möglicherweise sein letzter) ist wahrscheinlich. Am Ende wird es für den FCB darauf ankommen, Torjäger Okazaki aus dem Spiel zu nehmen. Wenn das gelingt spricht wenig gegen einen Auswärtssieg in Mainz.

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Leserkommentare
  1. Jo

    Ich bin immer noch etwas fassungslos wegen unserer Ausfallorgie. Vier Spieler quasi an einem Tag zu verlieren. Gab’s das schon mal?

    Ist eigentlich Pizarro im Kader? Wenn nein bringen wir es auf 11 Ausfälle (!), das dürfte wohl auch rekordverdächtig sein.

    Ganz gut, dass Mainz nicht mehr die Maschine der Tuchel-Ära ist. Sonst hätte ich echt schwarz gesehen.

    1. Erich_B

      Naja, folgende Aufstellung:

      Neuer
      Rafinha – Boateng – Dante – Bernat
      Schweinsteiger
      Hojbjerg – Götze
      Ribery – Müller -Shaquiri
      Robben

      Mit dieser Aufstellung sollte man schon “mitspielen” können…

      Bzgl Ausfällen habe ich letztes Mal schon was geschrieben…

      1. Johannes

        LoL das sind aber zwölf Mann xD

      2. Erich_B

        Tatsache – bedeutet noch mehr Auswahl :-)

  2. Johannes

    Dann kommen wir ja heute so gerade auf 18 Spieler oder?!

    ————————–Neuer——————————-
    Rafinha———Boateng———Dante———–Bernat
    —-Hojberg——–Schweinsteiger——–Ribery
    ——-Robben————Müller————–Götze

    Reina, Zingerle, Weiser, Gaudino, Shaqiri, Kurt, Pizarro

  3. Done

     Auch der Wegfall von Stammrechtsverteidiger Zdenek Pospech viel schwer ins Gewicht. 

    … wirklich keine Rechtschreibprüfung? So gevällts mir nicht ;-)

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