FC Bayern München – Juventus Turin 4:2 n.V. (0:2, 2:2)

Für den FC Bayern stand am Mittwochabend gegen Juventus das erste kleine Endspiel dieser Champions-League-Saison an. Durch ein 2:2 in Turin sicherten sich die Münchner eine gute Ausgangslage für das Rückspiel, mit der sie alles selbst in der Hand hatten.

Die Rollen waren vor dem Spiel also klar verteilt. Juventus durfte dieses Spiel auf keinen Fall verlieren und benötigte mindestens ein Tor um die Chance auf das Weiterkommen zu wahren. Den Bayern hätte hingegen ein niedriges Unentschieden gereicht.

Falls ihr es verpasst habt:

Pep Guardiola veränderte im Vergleich zum Werder-Spiel einige Positionen und stellte die im Schnitt älteste Mannschaft auf, seit er Trainer des FC Bayern ist. Durch den Ausfall von Arjen Robben, der aufgrund von Adduktorenproblemen das Spiel verpasste, rückte Douglas Costa wieder in die Startelf. Der gegen Bremen zuletzt stark aufspielende Kingsley Coman saß hingegen nur auf der Bank, wo sich auch Thiago etwas überraschend wiederfand. Sowohl Vidal als auch Lewandowski durften dafür wieder von Beginn an spielen, während Mario Götze erwartungsgemäß draußen blieb. Für ihn kam ein Einsatz in der Champions League zu früh.

FC Bayern München vs. Juventus Turin, 16. März 2016

Massimiliano Allegri musste seine Startelf im Vergleich zum Hinspiel aufgrund von Verletzungen umstellen. Neben Chiellini, der bereits in Turin fehlte, fielen auch Marchisio und Dybala kurzfristig aus. Mandzukic war zudem angeschlagen und saß zunächst auf der Bank. Alex Sandro, Hernanes und Alvaro Morata rotierten in die Startformation. Auch in der taktischen Ausrichtung veränderte Allegri seine Mannschaft.

Die Turiner begannen druckvoll und sehr hoch verteidigend in einem 5-2-3, das in Ballbesitz oder bei sehr hohem Pressing situativ zu einem 3-4-3 variierte. Mit klarer Mannorientierung sowie großem Aufwand schafften es die Italiener, den deutschen Rekordmeister früh unter Druck zu setzen und vor allem auch eklatante Ungenauigkeiten zu erzwingen. Trotz einer guten Halbchance von Vidal in der 2. Spielminute startete Juventus deutlich besser in die Partie. So war es auch wenig überraschend, dass Paul Pogba nach einem Fehler von David Alaba das 0:1 erzielte. Der Österreicher konnte einen langen Ball von Khedira auf Lichtsteiner nicht verteidigen. Die anschließende, den Ball verfehlende Parade des heraneilenden Manuel Neuer landete nach einem weiteren Pass bei Pogba, der den Ball aus kurzer Distanz nur einschieben musste.

Auch in der anschließenden Phase ließ die Elf von Allegri nicht nach. Die Ungenauigkeiten im Spiel der Bayern häuften sich. Zwar kamen sie durch Ribéry (10., 26.), Müller (13.) und Costa (18.) zu einigen kleineren Möglichkeiten, doch etwas wirklich Zwingendes kam dabei nicht herum. Juventus hatte hingegen die klar besseren Chancen. Nach einem Fehlpass von Neuer war es Morata, der beinahe das 0-2 erzielte. Doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits. Schließlich sollte dies aber Cuadrado gelingen. Nach einem weiteren Fehler von Alaba erzielte er das 0:2. Der 23-Jährige verlor am gegnerischen Strafraum den Ball und verpasste es dann das taktische Foul zu spielen. Anschließend lief Morata mit dem Ball ein Mal über das gesamte Spielfeld ohne dabei wirklich attackiert zu werden. Auch Benatia verpasste hier das wohl notwendige Foul. Die darauf folgende Kombination mit Pogba und Cuadrado führt zum frühen 0:2 in der 28. Minute.

In der Folge beruhigte sich das Spiel, weil sich Juve zurückzog. Die Bayern bekamen etwas Kontrolle über das Geschehen, ohne daraus aber wirklich Zählbares machen zu können. Lediglich eine echte Großchance von Lewandowski (42.) stand zur Halbzeit auf dem Konto der Münchner, während Juventus durch Cuadrado (44.) fast noch das 0:3 erzielte. Manuel Neuer war es, der die womögliche Vorentscheidung verhinderte.

Pep Guardiola wechselte zur Pause nur auf einer Position und brachte Juan Bernat für den überforderten Medhi Benatia. Sein Leistungsniveau wird im Sommer zu bewerten sein, wenn der Kader vollständig und verletzungsfrei ist. Auch im zweiten Durchgang veränderte sich das Bild nicht. Bayern fand keine Lösungen und Juventus hatte gleich drei gute Möglichkeiten zwischen der 56. und 58. Minute durch Morata. In der 60. Minute brachte Pep Guardiola dann Kingsley Coman für Xabi Alonso. Douglas Costa bespielte fortan verstärkt das Zentrum und den rechten Halbraum, während der Franzose auf die rechte Seite ging, wo er gegen Bremen bereits glänzte. Das brachte den Bayern mehr Kontrolle und einige Halbchancen durch Ribéry (63.) und Müller (70.). Allgemein kam der junge Franzose direkt sehr gut in die Partie und war an vielen Aktionen beteiligt. So war es Coman, der in der Entstehung am 1:2 beteiligt war, als er an der Grundlinie einen verloren geglaubten Ball rettete (73.). Robert Lewandowski köpfte anschließend die Flanke von Douglas Costa in das Tor von Buffon. Die Bayern erhöhten den Druck und kamen zu einer weiteren guten Chance durch Ribéry (77.). Es sah lange Zeit in der Schlussphase so aus, als könne der FC Bayern nicht mehr den Ausgleich erzielen, doch dann war es Thomas Müller, der in der Nachspielzeit die Hoffnungen der Münchner wiederbelebte und nach Flanke von Kingsley Coman zum 2-2 einköpfte. Es gab tatsächlich Verlängerung in München. Über weite Strecken der Partie konnte man daran, unter Berücksichtigung der gezeigten Leistung des FC Bayern, nicht mehr glauben.

Juventus kam wieder etwas mutiger in das Spiel und bekam durch Lichtsteiner (92.) die erste große Chance der Verlängerung. Doch insgesamt wirkten die Bayern jetzt zielstrebiger und wacher in den Zweikämpfen. Nachdem Ribéry in der Anfangsphase zwar viele Aktionen hatte, aber inzwischen ausgelaugt wirkte, reagierte Pep Guardiola und brachte Thiago für ihn (101.). Auch in der zweiten Halbzeit der Verlängerung dasselbe Bild. Die Bayern bemüht um Kontrolle, Juventus mit einigen im Ansatz gefährlichen Kontern, die sie nicht mehr ausspielen konnten. Chancen blieben zunächst aus, doch dann war es eine herrliche Kombination zwischen Müller und Thiago, die das 3:2 durch den Spanier besorgte (108.). Juventus brauchte nun zwingend ein Tor und ging direkt mehr Risiko, was Bayern einen Konter über Kingsley Coman bescherte (110.). Der Franzose, dessen Einwechslung das Spiel der Münchner merklich belebte, konnte in Robben-Manier zum 4:2 abschließen und beendete so auch die letzten Hoffnungen der Turiner – wenngleich Mandzukic und Sturaro mit einer Doppelchance in der 116. Minute noch einmal die Chance auf den Anschlusstreffer hatten.

Auch Bonucci scheiterte am starken Manuel Neuer (118.) und so blieb es schließlich beim 4:2 für den FC Bayern und einem glücklichen, schlussendlich vor allem hart erarbeiteten Einzug ins Viertelfinale.

3 Dinge, die auffielen:

1. Alaba startet schlecht

David Alaba erwischte einen bemerkenswert schlechten Start in diesen Abend. So schwach wie in der ersten Halbzeit dieses Champions-League-Spiels und auch über weite Phasen der zweiten Halbzeit, hat man den Österreicher schon lange nicht mehr gesehen. Er war nicht nur an den beiden Gegentreffern direkt beteiligt, sondern legte auch weitere Großchancen des Gegners vor. Bei seinem ersten Fehler in der 6. Spielminute, der zu Pogbas Führungstreffer führte, schaffte es Alaba nicht einen ganz normalen, relativ unkomplizierten langen Ball zu verteidigen. Er verkomplizierte die Situation. Zur Halbzeit hatte der Österreicher eine Passquote von nur 78%, was für seine Verhältnisse unterirdisch ist. Über das ganze Spiel strahlte er in engen Situationen eine Unruhe aus, die man so einfach nicht kennt. Nachdem Guardiola ihn auf die Innenverteidiger-Position stellte, wurde dies etwas besser. Grundsätzlich sollte es jedoch nicht der Abend von David Alaba sein.

ODD ANDERSEN / AFP / Getty Images
David Alaba nach seinem Fehler, der zum 0:1 führte.
(Bild: ODD ANDERSEN / AFP / Getty Images)

Alaba fehlte in vielen Situationen die nötige Cleverness. Er hätte beispielsweise beim 0:2 nach eigenem Ballverlust ein taktisches Foul spielen können, entschied sich aber für das Laufduell mit Morata, das er schließlich verlor. Alaba gewann nur 38% seiner Zweikämpfe und kam mit Verlängerung auf 93 Ballkontakte, was ebenfalls sehr wenig für ihn ist. Offensiv scheiterte er zu häufig an eigenen Ungenauigkeiten und auch sein Zusammenspiel mit Franck Ribéry harmonierte nicht so gut, wie gewohnt. Alles in allem ein gebrauchter Abend für den Österreicher, was durchaus bemerkenswert ist, da er sonst einer der konstantesten Spieler ist.

2. Vidal und Coman drehen die Partie

Grundsätzlich ist es oft zu einfach einen Umschwung auf ein oder zwei Spieler zu begrenzen. Aber an diesem Abend haben zwei Spieler für die Wende gesorgt. Zum einen ist das Arturo Vidal, der eine nahezu unfassbare Willenskraft zeigte und viele Konter von Juventus Turin im Keim erstickte, als es wichtig wurde. Zum anderen Kingsley Coman, der an drei von vier Treffern beteiligt war.

Als Arturo Vidal in Dortmund mit einer sehr guten Leistung glänzte, gab es nicht wenige, die meinten, dass der FC Bayern ihn für genau diese Spiele verpflichtet habe. Zu Beginn des Spiels wirkte der Chilene in seinen Ballaktionen noch sehr ungenau. Jedoch zog sich dies durch die gesamte Mannschaft. Neben Alonso wirkte er oft überflüssig. Seine Positionierung war über weite Phasen viel zu tief und so gab es kaum vertikale Entlastungspässe für die Münchner. Als er sich ab dem zweiten Durchgang und spätestens nach der Auswechslung von Alonso viel höher positionierte, wurde auch das Spiel des FC Bayern besser.

Gegen den Ball war er der wichtigste Mann auf dem Feld für die Münchner. Fünf Tacklings, vier Interceptions und eine Passquote von 95% zeigen, wie wichtig er für das Team war. Gerade in der Phase wo die Bayern ihre Aufholjagd begonnen haben, war es Arturo Vidal der mit seiner Genauigkeit im Gegenpressing viele Konter der Turiner verhinderte und einen erneuten Angriff einleitete. Auch vor dem 2-2 von Thomas Müller hat er einen entscheidenden Zweikampf gewonnen, der den Ausgleich erst ermöglichte. Man kann auch durchaus davon sprechen, dass der Chilene seine Mitspieler positiv mitgezogen hat.

Arturo Vidal. Kämpfernatur. (Bild: TOBIAS SCHWARZ / AFP / Getty Images)
Arturo Vidal. Kämpfernatur.
(Bild: TOBIAS SCHWARZ / AFP / Getty Images)

Kingsley Coman war der zweite entscheidende Spieler. Mit ihm gab es nicht nur mehr Zielstrebigkeit zum Tor, sondern auch die Spieler um ihn herum wurden auffälliger. Speziell Douglas Costa harmonierte in tieferer Position sehr gut mit dem Franzosen und brachte einige gefährliche Flanken in der Schlussphase der regulären Spielzeit. Beim 1:2 Anschlusstreffer behauptete Coman einen Ball an der Grundlinie, um dann Costa zu bedienen. Er flankte den Ball auf Lewandowski, der den Auftakt zu einer furiosen Schlussphase gab. Am Ausgleich war Coman sogar direkt beteiligt. Auch in der Verlängerung bestätigte er seine starke Form und erzielte das entscheidende 4:2 selbst. Drei Torschussvorlagen, zwei erfolgreiche Dribblings und zwei eigene Abschlüsse komplettieren seinen starken Auftritt.

Der Franzose bewies damit, dass er in Zukunft nicht nur als “Joker” glänzen könnte, sondern durchaus eine Alternative für die Startelf ist. Auch in wichtigen Spielen, wenn er dieses Leistungsniveau halten kann.

3. Starke Moral kaschiert schwachen Auftritt

Der FC Bayern legte rund 70 Minuten den vielleicht schwächsten Auftritt unter Guardiola seit dem Rückspiel gegen Real Madrid hin. Die Münchner hatten zwar viel Ballbesitz, aber über die meisten Phasen des Spiels keinen richtigen Zugriff auf die Partie. Juve verteidigte im 5-2-3 sehr hoch und schob so teilweise zu einem 3-4-3 nach vorne. Bayern hatte damit ebenso große Probleme wie mit der Manndeckung, weil im Aufbau jede Struktur fehlte. Alonso und Vidal waren beide zu tief positioniert und Alaba auf der Außenbahn selten zu guten Anspielen in die Offensive fähig. Auch Kimmich kam sehr selten dazu einen Pass durch die Schnittstelle der vordersten Pressinglinie zu spielen. Die Turiner machten das sehr clever und rückten – auch wenn sie überspielt wurden – sehr schnell zurück.

War der FC Bayern dann in der Hälfte von Juventus, war es das Ziel von Allegris Mannschaft die Münchner so zentral wie möglich zu halten. Ribéry und Costa hatten über 70 Minuten kaum Zugriff zum Spiel, weil sie stets in Manndeckung waren. Juventus zeigte, wie man gegen die Bayern in der Breite verteidigen muss und offenbarte, dass die Elf von Guardiola ohne ihren Flügelfokus an diesem Abend keine nennenswerten Lösungen finden konnte. Dass dann ausgerechnet zwei Flanken für den Ausgleich sorgten, ist bezeichnend für den schwachen Offensivauftritt des FC Bayern an diesem Abend.

Mit einem Thriller-Spiel ins Viertelfinale. (Bild: TOBIAS SCHWARZ / AFP / Getty Images)
Mit einem Thriller-Spiel ins Viertelfinale.
(Bild: TOBIAS SCHWARZ / AFP / Getty Images)

Auch die Ungenauigkeiten im letzten Drittel bleiben ein Thema bei den Bayern. David Alaba (11 von 15 Pässen im Angriffsdrittel), Douglas Costa (46/54) und auch Franck Ribéry (32/38) sind hier durchaus negativ hervorzuheben. Viele Konter von Juventus wurden eingeleitet, weil die Guardiola-Elf einen Angriff nicht geduldig und genau genug ausspielen konnte. Gerade die beiden Flügelspieler verdribbelten sich zu häufig, spielten einen ungenauen Pass oder waren im Gegenpressing nicht zielstrebig genug. Speziell bei Franck Ribéry bestätigte sich der Eindruck, dass er noch nicht bei 100% ist.

Herausragend war dann aber die Moral der Mannschaft. Angeführt von Arturo Vidal und motiviert durch die beiden Tore kurz vor Schluss, rannten die Bayern an und fanden ihre Linie. Auch die zum Schluss wachsende Müdigkeit der Turiner spielte den Münchnern dabei in die Karten. In der Verlängerung zeigten sie alles, was sie in den 90 Minuten zuvor vermissen ließen. Schnelle und kluge Seitenverlagerungen sowie Zielstrebigkeit zum Tor.

Ab dem 2:2 hatte man den Eindruck, dass es nur noch einen Sieger geben kann. Das war der FC Bayern.

FC Bayern München – Juventus Turin 4:2 N.V. (0:2, 2:2)
FC Bayern MünchenNeuer – Lahm, Kimmich, Benatia (46. Bernat), Alaba – Alonso (60. Coman) – Costa, Müller, Vidal, Ribéry (101. Thiago) – Lewandowski
BankUlreich – Rafinha, Götze, Rode
Juventus TurinBuffon – Lichtsteiner, Bonucci, Barzagli, Evra, Alex Sandro – Cuadrado (89. Pereyra), Khedira (68. Sturaro), Hernanes, Pogba – Morata (72. Mandzukic)
BankNeto – Zaza, Asamoah, Rugani
Tore0:1 Pogba (6.), 0:2 Cuadrado (28.), 1:2 Lewandowski (73.), 2:2 Müller (90.), 3:2 Thiago (108.), 4:2 Coman (110.)
KartenGelb: Kimmich, Vidal, Lewandowski, Thiago, Bernat / Khedira, Morata, Lichtsteiner, Bonucci, Cuadrado, Pereyra, Sturaro
SchiedsrichterEriksson (Schweden)
Zuschauer70.000 (ausverkauft)

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Leserkommentare
  1. Arslan

    Super Analyse. Unglaubliches Spiel… Ich liebe diese Mannschadt !

  2. kurt

    WAHNSINN.

    Ich hätte niemals gedacht, dass Juve 2 Tore bei uns schießt, aber diese 1. HZ war ja unterirdisch.Unsere “Juventinos” haben uns am Ende den Sieg gebracht.

    Bayerndusel muss halt auch mal wieder sein.

  3. Oliverp

    Ja, finde ich auch. Sehr treffende u gute Analyse. Großes Kompliment!

    Nur die starke Balleroberung von Vidal vor den 1:2 kam mir etwas zu kurz und die Konsequenzen die man aus dieser grauenhaften Leistung ziehen sollte/muß denn das sollte mehr als ein ‘Warnschuss’ sein für die weiteren CL Spiele!

    So kann man einfach nicht verteidigen, das ist ein Witz und reines Glücksspiel. Das ist lachhaft und nicht CL bzw Bayern würdig. Wenn Bayern ausgeschieden wäre hätte ich Guardiola noch in dieser Nacht gefeuert wenn ich verantwortlich wäre, so kann man keinen Fußball spielen, das ist mehr Glücksspiel als sonst was. Das geht evtl. in der Buli wenn der Gegner kaum den Ball hat und zu viel Respekt hat aber nicht gg große Mannschaften, da braucht man auch eine solide Abwehr und sollte den Ball auch mal weg spielen und nicht noch im eigenen 16er klein klein spielen und alles spielerisch lösen wollen.

    Juve hat heute 2:0 in München geführt bevor Buffon überhaupt ins Spiel eingreifen musste.

    Bayern hat 4 Tore in unter 60 Min gg Juve kassiert aus völlig unnötigen Situationen mit reihenweise individuellen Fehlern.

    Und in der 2. HZ hatte Juve auch noch reihenweise gute Chancen, sogar nach dem 4:2 brannte es noch lichterloh im Bayernstrafraum. Sorry aber das war ein Witz und mehr Glück als alles andere heute.

    Wenn hier nicht ganz schnell etwas passiert und man aus dem ‘Harmoniegetue’ raus kommt und endlich mal Dinge deutlich anspricht und Klartext mit Guardiola redet brauchen wir über die CL nicht mehr zu reden.

    Irgend jemand muss jetzt mal den Hammer raus holen und auf den Tisch hauen, mehr und lautete Warnschüsse als gestern Abend kann man nicht mehr bekommen

    1. kurt

      Was kann denn Pep für Alabas 2 Aussetzer? Neuers Patzer hat er auch nicht verschuldet.

      Pep hat den Sieg geholt, indem er clever gewechselt hat. Wenn hier einer ne Ansprache braucht, dann ja wohl die Spieler!

      Alaba bekommt wohl nen neuen Millionenvertrag (zu Recht) und seine Reaktion darauf ist das schlechteste Spiel im Bayerndress ever? Benatia ist ständig verletzt, will aber laut eigener Aussage bei Bayern bleiben und dann kuckt er dem Morata nur hinterher, wie er 50m über den Platz dribbelt, anstatt ihn mal wie Boateng oder Badstuber es tun würden, ordentlich am Hemd zu packen?

      Lahm und Alonso sind mittlerweile fast zu einem Spieler gemorpht, vor allem wenn die AV einrücken sollen (das kann man Pep vorwerfen) und stehen sich gegenseitig auf den Füßen, trotz Schlafwagenfußball.

      Müller und Lewy waren auch nicht im Spiel, bloß die scoren halt dann trotzdem noch, weswegen man da zumindest mit der Kritik etwas vorsichtig sein muss.

      Also Pep kann man vieles vorwerfen, aber für DIE Leistung heute, kann er sicher nichts. Du hast es vielleicht verpasst, aber wir haben Verletzungssorgen in der Abwehr und der einzige Innenverteidiger (der gegen Bremen noch geglänzt hatte), hat sich entschieden heute nicht am Spiel teilzunehmen.

      1. Oliverp

        Na, so einfach möchte ich es mir ja auch mal machen. Erstens lag nicht alles an Alaba, Zweitens gab es genügend Chancen das 2. Tor zu verhindern, dafür braucht man kein super Abwehrspieler zu sein, Drittens gab es reihenweise weitere Chancen für Juve und Viertens geht es wohl auch darum Spieler und Mannschaft auf den Punkt zu Topleistungen zu führen wenn es um die wichtigen/großen Spiele geht. Aber natürlich kann man den Trainer immer in Schutz nehmen wenn man das will nur leider kann ich mich an zu viele Spiele gg Topmannschaften erinnern wo Bayern nicht wirklich gut aussah und wenn ich mich an die CL Niederlagen der letzten 2 Jahre gg Real und Barca erinnere fühle ich mich auch nicht besser……

      2. Oliverp

        Beide Gegentore waren ganz einfach mit normalen Mitteln zu klären bzw zu verhindern gewesen, dafür brauchte es keine großen Abwehrstrategen bzw Weltklassespieler, nur etwas Konsequenz. Wenn man gegen Real zuhause 4:0 verliert, ein Jahr später in Barcelona 3:0 verliert weil Barca die Bayern zuhause auskontert und man dann nach 2:0 Führung 4 Tore gg Juve in 60 min bekommt und eigentlich ausscheidet darf man das Thema Abwehr und Trainer sicherlich stellen auch wenn ich eigentlich ein Guardiola Fan bin aber kann so einfach nicht sein.

      3. chicago_bastard

        Boah Kurt deine Pep-Hagiographien hier sind echt nicht mehr feierlich… Der arme Pep, hat einfach solche Flaschen als Spieler zur Verfügung die jedes Spiel vergurken obwohl er immer so grandiose Aufstellungen und Taktiken wählt. Wie diese grottenschlechten Spieler in den 4 Jahren vor seinem Amtsantritt 3 mal das CL-Finale erreichen konnten muss man wohl als größeres Wunder ansehen als den EM-Sieg der Griechen 2004…

        Spieler anderer Mannschaften machen auch Fehler, der Unterschied ist, dass deren Spielweise nicht dafür sorgt, dass jeder Fehler sofort eine Riesenchance und somit oftmals ein Gegentor verursacht. Dieser extreme Ansatz von Pep ist einfach hanebüchen und passt überhaupt nicht zu unserem Spielermaterial. Aber das wird Ancelotti zum Glück wieder korrigieren. Schade nur, dass 3 Jahre der vielleicht besten Generation der Vereinsgeschichte so verschenkt wurden…

        Nach seinen 3 Jahren in Manchester wird der Lack bei Pep komplett ab sein und es wird sich die Mehrheitsmeinung durchsetzen, dass er bei seiner ersten Station einfach das Glück hatte Messi, Iniesta und Xavi auf ihrem Zenit trainiert zu haben und sicher nicht in den Olymp gehört in den ihn viele gehievt haben.

      4. Dakury

        Ich gebe Kurt recht. Individuelle Aussetzer verurschten die Gegentore. Das 2 war ein 2 gegen 5 in Untezahl Tor für Juve. Gegen Dortmund waren sie doch gut ohne gelernten IV, wird scheinbar vergessen. Hachja wir werden ja erstmal sehen wie gut sie unter Carlo sind da Jupp der beste Trainer allerzeiten war, quasi ein Trainergott, wird auch er es schwer haben…

      5. Erstmal würde ich euch bitten das hier sachlich zu halten. Über die Ursache von Fehlern kann man diskutieren ohne den anderen dabei zu provozieren.

        Beim Thema Pep denke ich, dass er teilweise zu pragmatisch geworden ist. Er geht weniger Risiko und will auf “Nummer sicher” gehen. Vielleicht ist das der Grund warum er Thiago unten gelassen hat und zwei eher defensivere brachte. Er hat aber mit Coman rechtzeitig eingelenkt und so ebenfalls Verantwortung am positiven Spielverlauf.

        Die CL ist nicht planbar und da brauchst du auch solche Erfahrungen und vor allem auch dieses Glück. Allegri hat unglücklich gewechselt, Pep glücklich. Statt eine Trainerdiskussion zu öffnen würde ich gerne daran erinnern dass ein Trainer kein Spiel alleine gewinnt und auch keins alleine verliert.

  4. chicago_bastard

    Alabas wahrhaft unterirdische Leistung könnte damit zusammenhängen, dass er langsam überspielt ist. Ich hab jetzt nicht nachgeschaut aber wenn ich nicht irre hat er in diesem Kalenderjahr bislang alle Spiele bestritten und wurde nie geschont, selbst in Spielen wie Samstag gegen stark ersatzgeschwächte Bremer musste er immer ran obwohl man da angesichts der gegnerischen Stärke auch einen Tasci oder Rafinha hätte bringen können. Das muss man Guardiola (neben einigen anderen Sachen) ankreiden. Hoffe er gibt David in den nächsten Wochen in der Liga die nötigen Ruhepausen.

    Und für Alonso muss es das in der CL jetzt endgültig gewesen sein. Dass es bei ihm für dieses Niveau hinten und vorne nicht mehr reicht kann doch nicht mehr wegdiskutiert werden.

  5. Alex

    Konnte nicht schlafen nach dem aufregenden Spiel, ohne genau zu wissen warum. Habe mich im Bett gewälzt. Bis mir auf einmal der Gedanke kam, was faul sein könnte, im Staate Dänemark, was der Unterschied ist zur Triple-Saison:

    Wir haben kein eingespieltes Team. Einfach zuviele Wechsel an Spielern und Positionen. Dadurch fehlt die letzte Konsequenz auf höchstem Niveau.

    Ich zahle gerne ins imaginäre Phrasenschwein. Aber für mich ist es das. Gute Nacht.

    1. Viele unterschätzen aber auch die Ausfälle von Javi und Boateng. Kimmich und Alaba sind trotz aller Klasse die sie haben keine Innenverteidiger und Benatia ist derzeit ebenfalls nicht fähig CL zu spielen. Die Abwehr ist auf diesem Niveau derzeit ein großes Problem.

      1. Alex

        Auf jeden Fall. Hätten wir die Verletzungen nicht, sähe die Sache sicher anders aus. Meine Intention war auch keinesfalls, mich in den Chor der Guardiola-Basher einzureihen. Sondern einfach eine Feststellung zu machen, was gerade (noch) ein Problem ist. Im Mittelfeld ja auch, das sich z. Zt. fast nach Tagesform zusammensetzt. Ich hoffe, hier bildet sich noch eine Stammformation heraus, etwa mit Vidal, der jetzt ins Rollen gekommen ist, und Thiago.

      2. Alex

        Nachtrag: Wobei das Mittelfeld natürlich auch, wie hier geschrieben wurde, von einem Ballverteiler abhängig ist. Womit wir wieder bei der Abwehr währen…

  6. kurt

    @Chicago:_Bastard

    Weils halt Gelaber ist. http://i.imgur.com/ZTmgtdd.png Das ist Guardiolas CL-Bilanz. Noch nie vor dem HF ausgeschieden. Wenn, dann gegen den späteren Sieger.

    Das ist so albern, ihm da eine Schwäche zu unterstellen. Ich weiß echt nicht, was für Erwartungen ihr habt. Es gibt halt auch noch andere Trainer und Mannschaften die mitspielen.

    Echt am Ende kommst du jetzt noch an und machst den Jupp zum besseren Trainer, weil er das Triple geholt hat. Lol auf dem Niveau brauchen wir halt nicht weiterdiskutieren, dann kuck dir die Spiele an und zieh deine Schlüsse raus. Na klar, es liegt an unserer Spielweise, dass Alaba der Ball vom Fuß wegrutscht. Ey komm. Echt kein Bock hier mit solchen Leuten zu diskutieren, die noch von Manndeckern und Vorstoppern träumen.

    Nach 3 Jahren Meisterschaft mit Man City glaub ich kaum, dass Guardiola irgendetwas von seinem Ruf eingebüßt haben wird.

    1. chicago_bastard

      Ja, wenn man außer Acht lässt, dass er da immer eines der besten 3 Teams der Welt zur Verfügung hatte kann man das beeindruckend finden… Gegen wen hätte er denn mit dieser Mannschaft vor dem Halbfinale rausfliegen sollen? Arsenal, die seit gefühlt 10 Jahren kein Achtelfinale mehr überstanden haben? Das schlechteste Manchester United seit 2 Jahrzehnten? Schachtjor fuckin Donezk??? FC fuckin Porto??? Die ersten Gegner auf Augenhöhe kamen immer erst im Halbfinale und da gab es beide Male historische Blamagen.

      Allerdings auch keine Lust diese Diskussion weiterzuführen, im Sommer ist der Spuk Gott sei Dank vorbei. Dann kannst Du Pep für Meisterschaften in einer Liga feiern, wo die beiden besten Teams aktuell 2 Witztruppen wie Leicester und ein von Dortmund vorgeführtes Tottenham sind, das ist genau die Liga für ihn, lauter schwache Teams als Konkurrenz, die er mit seinem im Sommer mit Scheich-Millionen aufgepimpten Kader abschießen kann, mit Gegnern auf Augenhöhe hat ers ja nicht so. In die Nähe von CL-Halbfinals wird er mit City deshalb ohne massives Losglück nicht kommen, ein Sieg mit denen ist Utopie, den schafft er ja nicht mal mit dem überragenden Bayernkader.

      1. Dakury

        Junge hat Pep deine Oma angefahren oder was ist los mit dir? Ist ja furchtbar.

      2. Nullachneuner

        Tz…wenn es nach den Ansprüchen der Pep-Hatern ginge, ist jede Saison ohne Triple ein verkorkstes Jahr. Fakt ist: Wir spielen unter Pep seit 3 Jahren relativ konstant überragend attraktiven, offensiven Fussball. IMHO phasenweise der beste Fussball, den ich seit 30 Jahren vom FCB sehe. Unter Magath, LvG, Klinsi, Hitzfeld gabs immer ca. 10-20% totale Gurkenspiele pro Saison. Und heutzutage regt man sich auf, wenn Bayern fast die gesamte BL total dominiert und gegen Ende der CL mal 70 min. schlecht aussieht. Leute, als wenn es selbstverständlich wäre, den Vorjahresfinalisten einfach mal wegzuhauen.

  7. Thomas

    Euren Artikel über Joshua Kimmich mit dem Titel “Der Saisonretter” müßt ihr jetzt leider einstampfen. Der Saisonretter ist Thomas Müller.

    Nein, es ist Arturo Vidal _und_ es ist Kingsley Coman _und_ Thomas.

    Und es ist (zum Teil) Thiago Alcantara.

    Ich habe nur die nächtliche Wiederholung im ZDF gesehen, muß aber sagen, daß da viel Glück und viele “Rucksäcke” bei unseren Jungs dabei waren. Die Bayern spielten nicht als Mannschaft, sondern als Sammelsorium von Künstlern. Daß dann in der 90. Minute eine zweite Flanke endlich erfolgreich war, ist fast schon grotesk. Ribery gelang in 90 Minuten fast nix und ein guter Moment von Thomas Müller rettet uns vor einer riesigen Enttäuschung.

    Deswegen ist mein Saisonretter: THOMAS MÜLLER!!!

    Gute Nacht,
    Thomas.

  8. Marco05

    Erstmal danke für den guten und schnellen Spielbericht!

    Schließe mich weitestgehend den Ausführungen von @OliverP an. Ich gebe Pep in der Tat auch eine Mitschuld, weil er es offensichtlich nicht geschafft hat, vor dem Spiel die richtige Ansprache zu finden. So was fahriges, nervöses, unkonzentriertes habe ich ehrlich gesagt schon ewig nicht mehr erlebt. Das war das schlechteste Spiel in seiner Amtszeit. Und das gipfelte nur in Alaba – für dessen Fehler er natürlich nichts kann – aber er war immer nur das Ende oder der Anfang unglaublicher Fehlerketten und einem Defensivverhalten, dass von Anfang bis Ende ungenügend war. Mit etwas Pech liegen wir nach der Pause schnell mit 0:5 hinten (wenn das Abseitstor zählt und Juve die ersten Chancen reinmacht) und das wird eine der krachendsten Niederlagen aller Zeiten. So einfach kann man das nicht an Pep vorbeimoderieren, auch wenn er gut eingewechselt hat – aber welche Optionen hätte er denn gehabt?

    Ich konnte mich irgendwie ab dem 3:2 richtig freuen. Vorher war der Ärger über diese “Leistung” zu groß. Es sind viele Dinge passiert über die man reden muss. Darunter einige, die unter Pep immer wieder vorkommen. Warum bleibt man nach dem 0:1 nicht etwas cooler und positioniert sich etwas defensiver? Warum ist man auf das Gegenpressing nicht richtig eingestellt? Warum gibt es keine Option B sondern muss immer hinten raus kombiniert werden? Sicher, dem kann man auch immer was entgegenhalten, aber gestern war es leider 70 Minuten eine Vorführung von Allegri und seinen Jungs. Danach ging ihnen die Puste aus und wir haben das Kämpferherz wiedergefunden, was sicher eine großartige Geschichte ist. Nur so haben wir im Halbfinale aber auch gar nix verloren. Oftmals kommt es dennoch anders, erstmal das Los abwarten…

    1. Pat

      100% Zustimmung. Unkonzentriert, fahrig, Stockfehler am Fließband. Alaba als Paradebeispiel. Es war eine Frage der Zeit, wann es einschlägt. Und dann diese überraschende Taktik von Juve hoch zu stehen und früh zu pressen. Ist ja gar nicht so, dass sie erst im Hinspiel mit dieser Umstellung gefährlicher wurden und zwei Buden machten. Das war doch zu erwarten. Und dann mit Benatia einen hinten rein zustellen, der 1. langsam ist, 2. keinen ordentlichen Kurzpass spielt, 3. lange Pässe auch nicht sein Markenzeichen ist. Mit ihm gewinnt man kein Set-Play-Spiel. Für mich ein schwächerer van Buyten, wobei man Daniel noch kurz vor Schluss als Stürmer bei Rückstand einwechseln konnte :-)
      Auch ich konnte mich bis zum 3:2 nicht freuen. Es fehlte irgendwie die Körperspannung und die Ruhe am Ball. Vidal hat allen gezeigt, dass er sich nicht damit abfindet auszuscheiden. Sein Einsatz, die Körpersprache, sein Jubel und seine Präsenz sind schon stark gewesen und hat die anderen mitgezogen.
      Hoffentlich spielen wir nicht gegen Athletico, denn dann kann ich mich wirklich um die Steuererklärung kümmern…

  9. BayernExpat

    Ich sehe es auch eher so wie Oliver und Chicago. Hier ein paar Anmerkungen.

    Benatia und Alaba waren unterirdisch. Wenn ich da an MSN denke krieg ich jetzt schon Albträume.

    Es kam viel Zuwenig durch die Mitte (außer Thiago Tor). Hier fehlt uns Götze!

    Als eingefleischter Gunner finde ich es erschreckend wie viele negative Parallelen es zwischen Arsenal und Bayern gibt unter Guardiola. Wenn alles flutscht (oft aber natürlich nicht immer gegen schwächere Gegner) ist es Fußball vom anderen Stern. Aber wenn es um die Wurst geht reicht ein gut platzierter steiler pass in den Rücken der Abwehr, oder eine gute hohe Flanke in den Strafraum, und schon herrscht völliges Chaos. Das kann doch nicht sein! Siehe oben eben, Benatia und Alaba in der innen Verteidigung könne eben nicht Boateng und Javi/Badstuber ersetzen.

    Ich liebe diese Spiele wo es um alles geht. That’s what football is all about.

  10. wipf1953

    Als Bayernfans schauen wir naturgemäß erst mal auf die eigene Mannschaft – ich will aber doch mal die Frage aufwerfen, ob sich nicht Allegri verzockt hat. Kurz vor Bayerns Anschlusstreffer wurden Morata und Khedira ausgewechselt. Und plötzlich haben bei Coman die Dinger geklaptt, die zuvor noch schiefgegangen sind.

    Zu Vidal: Am 2:0 m.E. der Hauptschuldige. Was rennt er sinnlos quer auf den ballführenden Moarta zu, um so den Torschützen Quadrado frei stehen zu lassen? Albern. Aber ohne diese individuellen Fehler hätten wir auch nicht dieses Spiel erleben dürfen. Und danach war er nicht nur ein Krieger, sondern auch ein Leader.

    Zu Alaba: Mag sein, dass er schlecht war. Nur: So lange Boateng fehlt, ist er der einzige laufstarke Defensivspieler. Kimmich mag ein toller “Sechser auf der IV” sein. Aber im direkten Laufduell erinnert er an Klaus Augenthaler. In solche Situationen darf man ihn nicht kommen lassen.

    Zu Coman: [ mir fehlen die Worte – man zeige mir einen Bundesligaspieler mit einem besseren “schwächeren” (= linken) Fuss ]

    1. Marco05

      Der “Haupt”schuldige ist Alaba, der am gegnerischen 16er den Ball verliert, dann zwar hinterherläuft, sich aber nochmal abkochen lässt. Dazu kommt noch Benatia, der halbzerzig eingreift, Kimmich, der ausgespielt wird und Vidal wollte natürlich helfen. Lässt dabei Cuadrado laufen, kann man ihm vorwerfen. Allerdings wärs sonst auch 2 gegen 1 gewesen. Kimmich versucht dann alles und wird nochmal ausgetanzt (war aber auch schwierig) und dann schießt Cuadrado den Ball 1mm vor Benatias Fuß ein. Schon auch etwas unglücklich. Wie auch beim 0:1 als Kimmich getunnelt wird und Alonso den Block nicht richtig setzt. Trotz der wahnwitzig vielen Fehler hätten beide Tore mit etwas Glück verhindert werden können. Das Glück hatten wir dann beim regulären 0:3, welches nicht gezählt hat.

      Und zum ersten Punkt: sehe ich genauso. Vor allem Morata hat mächtig Betrieb gemacht und 4-5 unserer Jungs beschäftigt. In Summe glaube ich auch, dass Juve den ersten 60 Minuten Tribut gezollt hat. Wenn man Pogba gesehen hat, wie der gerannt ist. Am Ende konnte er kaum noch laufen.

      1. Dakury

        es wäre ein reguläres 0:2 nicht 0:3 gewesen. Es stand zu dem Zeitpunkt 1:0, und es wäre ebenfalls ein haarsträubendes Gegentor geworden, da Neuer ziemlich mieß in dieser Situation war.

    2. Jo

      Als Morata ging, kam bei mir die Hoffnung zurück. Ich weiß nicht ob der angeschlagen oder platt war, aber mit dem Wechsel hat Juve seine Offensive zerstört.
      Zu dem 0:2 . War teilweise schon lächerlich verteidigt, aber wie unfassbar gut wurde das auch herausgespielt!

  11. Hennes

    Klasse analysiert ! Danke

    Vidal in der besten Form, seit er bei uns ist ! Coman ist Gold wert. Über Müller brauchen wir net reden !

    Auf die Bayern :)

  12. wipf1953

    Eins noch:

    Das ist jetzt glaube ich das erste Mal seit sechs Jahren (2010), dass ich auf ein “leichtes Los” hoffe. Vom “MiaSanMia” und “wenn man die CL gewinnen will muss man eh alle schlagen” sind wir ein großes Stück entfernt. Willkommen in der Arena, Wolfsburg, sag ich da nur.

  13. Moritz

    Taktisch ist alles gesagt worden.
    Was mich so stolz macht ist diese Mentalität. Dieser Glaube dass auch in der 93 Minute noch der Ausgleich möglich ist, dieses immer an sich glauben. Mit einem Wort: Mentalitätsbestie.

    Deswegen bin ich Fan dieser Mannschaft und von diesem Verein.

  14. kurt

    Also entschuldige C_B, falls du dich angegriffen fühlst. Wollte nicht beleidigen, war gestern noch im euphorisierten Zustand.

    Aber mal ernsthaft Leute, meint ihr das Ernst? Wie kommt ihr denn auf solche Schlüsse? Das Hinspiel vergessen? Jetzt vergleicht man sich schon mit Arsenal. Das ist doch absurd.

    Habt ihr gesehen, gegen WEN wir gespielt haben? Juventus Turin. Das ist halt mal der härteste Brocken gewesen, den wir zu dem Zeitpunkt hätte haben konnten. Die können auch Fußball spielen und da braucht es auch nicht “von Pep eingestellt” zu werden, sondern man muss seine Leistung abrufen. Tagesform nennt sich sowas und die ist ausschlaggebend auf dem Niveau.

    Wenn sich hier alle vor Barca einmachen, weiß ich nicht wieso ihr überhaupt meckert. Denn MSN verhindert man auch nicht mit Boateng, wie letztes Jahr gesehen. Dafür kann halt keiner was, das bei denen grad die 3 besten Spieler der Welt spielen. Abet mit “Bälle hinten rausbolzen” und “auf Konter lauern” gewinnt man gegen die auch nicht. Das sind komische Vorstellungen echt.

    Dazu dann noch das verklärte Abfeiern von Heynckes. Da gabs auch 2 Jahre Demütigung durch Dortmund. Wenn unter Ancelotti nicht sofort alles sitzt und der BVB unter Tuchel richtig ins Rollen kommt, dann brennt hier richtig der Baum.

    Ich brauch keine CL um glücklich zu sein. Das sind völlig überzogene Erwartungshaltungen.

    1. chicago_bastard

      Unter Heynckes 2 Jahre Demütigung durch Dortmund? Das Pokalviertelfinale 2013 und das CL-Finale 2013 waren schon krasse Demütigungen, jo…

      1. kurt

        Okay es war 1 Jahr Demütigung. Das andere Jahr war ja noch LVG. Für mich wertet das Pokalviertelfinale auch nicht das Finale 2012 auf. Also sorry 5:2! Und Double am Borsigplatz. OMG. Horror einfach. Dafür flieg ich auch mal im AF der CL raus, um sowas nie wieder erleben zu müssen.

    2. wipf1953

      Die CL ist eine bitch. Mein erstes Finale, das ich gesehen habe, war 1976. Dann musste ich 25 Jahre warten ..

      Es wird noch wahnsinnig viel passieren in den nächsten Runden. Spieler bekommen gelbe Karten (gestern z.B. fünf Stück für die Unseren …). Barca kann auf eine Mannschaft treffen, die knallhart verteidigt und unangenehm zu spielen ist (Atletico). Alles ist möglich, und wir brauchen jetzt ein einfaches Los ..

      1. chicago_bastard

        Für mich ist ein 0:4 zu Hause gegen Real noch ein paar Stufen über einem 2:5 gegen Dortmund anzusiedeln was den Horrorfaktor anbetrifft. Zumal das eine der DFB-Pokal war, der nur dritte Priorität genießt und das andere die CL.

        Und Wembley hat alles was vorher mit den Schwarzgelben war aufgehoben, da interessieren keine zwei Meisterschaften mehr. Wenn man das anders sieht muss man schon ein echtes Problem mit dem BVB haben ;-)

      2. Dakury

        Das 0:4 gegen Real schmerzt mich absolut nicht. Niederlagen gegen Dortmund stören mich allerdings schon.

  15. kurt

    Klar hat Allegri “schwach” gewechselt, aber die waren schließlich auch platt. Und sowohl Morata als auch Cuadrado hätten auch beide mit Gelb+Rot vom Platz fliegen können. (Morata Foul + Schwalbe, Cuadrado Angriff auf Ribery + Ball wegschlagen).

    Insofern war das schon richtig von Allegri, oder er hätte zu Zehnt spielen müssen.

  16. Der Groninger

    Drei Punkte, um die – größtenteils berechtigte – Kritik etwas zu relativieren:

    1) Anders als gegen Gladbach ist die Mannschaft nicht in sich zusammengefallen, sondern hat sich selbst an den eigenen Haaren aus dem Schlamm gezogen. Das habe ich diesem Team so nicht zugetraut, und das muss man den Spielern als Mentalitätsgewinn hoch anrechnen.

    2) Hätte der türkische Schiedsrichter im letzten CL-Finale beim Stand von 1-1 Juventus den berechtigten Elfer gegeben und damit verhindert, dass Suarez quasi im Gegenstoß das 2-1 macht, hätten wir gestern möglicherweise gegen den aktuellen CL-Gewinner gespielt. Und Juve wirkt momentan – trotz der Abgänge von Vidal, Tevez und Pirlo – noch stärker als letztes Jahr.

    3) 90 Minuten extrem laufintensives Pressing ist unmöglich. Das haben Dortmund 2013 und Athletico 2014 im CL-Finale schmerzhaft erkennen müssen. Gestern hat Juve diese Lektion gelernt. Juve war nach ca. 70 Minuten völlig kaputt, Pogba völlig untergetaucht. Juve hätte den Sack halt vorher zumachen müssen, und Cuadrado hatte die Chance dazu. Das haben sie nicht getan. Und dann kommt halt der FCB wieder ins Rollen, weil er Spieler wie Coman und Thiago bringen kann.

    Berechtigt ist die Kritik vor allem in Fragen der nicht vorhandenen Rotation. In den ersten 45 Minuten waren die beiden schwächsten Spieler auf dem Platz auch diejenigen, die permanent durchspielen: Alaba und Neuer. Warum Pep den beiden nicht gelegentlich eine Pause gönnt – gerade gegen Kanonenfutter wie Bremen – bleibt mir auch unerklärlich. Aber vielleicht bekommen sie ja schon am Wochenende ihre Auszeit. Wichtig wäre es.

  17. Jo

    Football, bloody hell! Da bin ich bei Sir Alex.

    Die Diskussion um Vidal dürfte damit durch sein, die Diskussion um unsere IV leider nicht. Wichtigstes Thema für die nächste Kaderplanung. Wir haben einen IV der zuverlässig auf hohem Niveau abliefert. Wenn der dann fehlt?? Da muss mindestens noch ein Topmann her.

    Ok, Alaba hatte einen Clown gefrühstückt oder was war das? Nach seinem Fehler zum ersten Tor war der so was durch den Wind. Da war gar nicht mehr feststellbar welche Position er überhaupt spielt. Wollte wohl im Alleingang das Spiel rumreißen.

    Juve sollte man nach diesem Spiel natürlich auch würdigen. Was für eine starke, große Mannschaft. Jeder Spieler absolute individuelle Klasse. Dagegen war Dortmund Pillepalle.
    Diese Duelle auf Augenhöhe fehlen uns vielleicht auch ein wenig. Ich gehöre zwar nicht zu denjenigen, die behaupten wir würden in der Liga nicht gefordert, aber Gegner von einem gewissem Kaliber da sind da sehr rar, oder gar nicht vorhanden.
    Manchmal wirkt die Mannschaft in den Spielen gegen solche Gegner fast schon ein wenig geschockt, wenn man einmal im Jahr auf solche fußballerischen Weltmächte trifft.

  18. Marco

    Wahnsinn! Kann mir mal jemand erklären, warum Pep offensichtlich so unbeliebt ist?
    Trotz der erfolgreichsten Jahre in der BL. CL hat man auch vor Pep nicht reihenweise gewonnen, und wird es auch in Zukunft nicht tun. Es gab Zeiten, da waren wir schon froh, die Gruppenphase zu überstehen.
    Also, warum ist Pep bei weiten Teilen der Anhänger so unbeliebt?
    Spielt die Mannschaft gut, waren es die außergewöhnlichen Spieler, verlieren sie ist es ausnahmslos Peps Schuld.
    In der Ära Pep kann ich mich gar nicht daran erinnern, dass mal ein Spieler Schuld war.
    Wenn man heute die Kommentare liest, war gestern auch Pep Schuld, dass es die ersten 70Min nicht lief, danach war es die Mannschaft, die alles rausgerissen hat.
    Verstehe ich nicht. Kann mir es jemand erklären?

    1. Jo

      Psychologisch sicher sehr interessant. Aber auch amüsant mit welcher Verbissenheit sich einige nach den zwei oder drei relevanten Niederlagen an Guardiola abarbeiten (ok mittlerweile auch nach Siegen).
      Da die Wahrscheinlichkeit extrem groß ist, dass wir auch unter Ancelotti nicht jedes Spiel und jeden Titel gewinnen bin ich schon mal auf die Reaktionen gespannt.
      Vielleicht ist’s ja Sammer der dann ihr Wasser trübt??

      1. “Also, warum ist Pep bei weiten Teilen der Anhänger so unbeliebt?”
        Das Triple war der Worst-Case für Pep. Don Jupp, von Hoeneß mehrfach in den Himmel gelobt (grundsätzlich durchaus okay, ich mag ihn auch seit jeher), geht mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte UNFREIWILLIG. Was willste da als Nachfolger machen? Vor allem wenn dann noch permament von Medien und leider auch FCB-intern ein erneuter CL-Triumph quasi gefordert wird, siehe z.B. Hoeneß’ Laudatio zu Heynckes (Danke Sammer für den Konter!), als gäbe es den anderen FCB aus Katalonien gar nicht. Und in Turin, Madrid und Paris spielen sie auch ganz passabel Fußball. Ist den Leuten eigentlich klar, wie viel Glück man braucht, egal wie gut man ist, um 4 K.O.-Runden zu gewinnen?

        Und darüber hinaus passierte noch folgendes:

        1) Peps Bayern waren in der Liga ZU GUT. So gut, dass der Erfolg nicht mehr als Leistung anerkannt wurde, sondern als Zwangsläufigkeit und Konkurrenzlosigkeit der anderen. Dass eine gute/teure Mannschaft nicht automatisch Erfolg bedeutet, sieht man zwar regelmäßig (Grüße nach Chelsea, BVB letztes Jahr), aber scheiß drauf, blendet man aus.
        2) Pep – und hier liegt seine Mitschuld – interessiert sich einen Sch**** für Homestorys und sonstiges, in Deutschland leider erwartetes Journalistengeschwätzt. Exklusivinterviews mit kicker und Bild? Nö. Was passiert: Unglaublich schlechte Presse. Und die meisten Fans lesen nun mal nach wie vor mehr SportBild als Spielverlagerung und Miasanrot. Leider.
        Dem hätte Pep aber ein Stück weit entgegenwirken können. Warum kein großes Interview mit dem kicker, in dem er den kicker erzieht hin zu sinnvollen Fragen, z.B. taktischer Natur.

    2. Dampfnudel

      @Marco:
      Ich finde man muss zwei Dinge unterscheiden:
      Zum einen Spieler, die einen schlechten Tag haben und Fehler machen, wofür Pep nichts kann.
      Und zum anderen die Aufstellung und der “game plan”, für den Pep verantwortlich ist.
      Ich habe in der ersten Halbzeit kein Konzept gegen das hohe Pressing von Juve erkennen können.
      Alonso und Vidal standen oft zu eng beieinander und zu tief. Alaba und Lahm spielten nicht, wie sonst oft, eingerückt, sondern sehr breit. So fehlte die Verbindung vom ersten ins zweite Drittel und so kommt man gegen das Pressing von Juve natürlich gewaltig unter Druck, was widerum auch dazu beiträgt, dass Fehler bei einzelnen Bayern Spielern provoziert werden.
      Ich finde der Spielverlagerung-Artikel zum Spiel arbeitet das super heraus:
      http://spielverlagerung.de/2016/03/16/bayern-setzen-sich-im-krimi-durch/
      Auch offensiv konnte ich da grad in der ersten Halbzeit keine überzeugende Herangehensweise erkennen.
      Klar, Pep hat dann spätestens ab der zweiten Halbzeit eingegriffen und korrigiert. Das muss man ihm auf jeden Fall zu Gute halten und das hat letztlich auch den Umschwung zum Sieg herbeigeführt.
      Nur, finde ich, muss man auch im Hinterkopf haben, dass man zu dem Zeitpunkt schon gut und gerne hätte ausgeschieden sein können. (wenn ich da allein an die Großchance denke, die Juve fälschlicherweise wegen Abseits abgepfiffen wurde)
      Und ich persönlich kann da den Hype um Jupp sehr gut verstehen. Denn in der Champions League in der Triple Saison hatte Jupp in jedem Spiel einen überzeugenden “Game plan”. Auch mit einer überzeugenden Strategie kann man ausscheiden.
      Aber ich finde es schon beruhigend, wenn man als Mannschaft eine überzeugende Strategie an die Hand bekommt, anstatt, wie im gestrigen Spiel in der ersten Hälfte dem Pressing von Juve hilflos ausgeliefert zu sein.
      Damit man mich nicht falsch versteht: Ich bin froh, dass Pep Trainer der Bayern ist und die letzten Saisons über war, weil ich denke, dass die Mannschaft und auch einzelne Spieler sich in vielen Bereichen weiterentwickelt haben und phasenweise immer wieder auch atemberaubender Fussball geboten wurde. Aber es bleibt der Makel, der das Bild zumindest für mich ein wenig trübt, dass oft, wenn es gegen die großen Mannschaften geht, bei ihm keine überzeugende Strategie erkennbar ist, und, dass er sich in manchen entscheidenden Spielen sogar komplett verzockt hat

      1. Pep

        du triffst eine sehr sinnvolle Unterscheidung zwischen match plan (Verantwortung Trainer) und Umsetzung (Verantwortung Spieler) . Hatte Pep einen schlechten Plan oder haben die Spieler einen an sich sich sinnvollen Plan schlecht umgesetzt , oder beides? Ich würde sagen sowohl als auch,definitiv haben gestern Spieler in keinster Weise ihre Form gehabt, alle voran Alaba der meiner Meinung nach das schlechteste Spiel im Bayern.Trikot gemacht hat, geldgeiler Vater /Berater haben jungen Spielern halt noch nie gut getan. Auf den ersten Blick wirkt Peps Aufstellung nicht nachvollziehbar, warum nicht Coman bringen der ein Riesenspiel gegen Bremen gemacht hat und bestimmt heiß gegen seinen Exverein ist. -habe ich keine Erklärung für behaupte aber es war für Pep klar in später zu bringen. Warum Alonso? erstmal hat er schon ein paar geile Diagonalpässe gespielt die Juventus Außenspieler auch hinten gebunden haben, und Boateng der das sonst spielen könnte ist verletzt. Vidal kann es in der Form nicht. Warum nicht Thiago, Thiago spielt mit viel Risiko und hat öfters Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, direkt nachdem er reinkam hatte er gleich 2 dicke Böcke die zu guten Kontern geführt haben. Warum nicht Lahm ins Mittelfeld? Wäre die beste Lösung gewesen aber dann Rafinha in so einem Spiel, ne besser nicht
        Warum Benatia? Hier hat sich Pep tatsächlich total verzockt und ich glaube dies war der entscheidende Fehler : Ich behaupte der Hauptfaktor war Benatia für die Unsicherheit der Hintermannschaft. Juve hat eine Wahnsinns Pressing gespielt (und Pep damit in der Form denke ich überrascht) . Es verunsichert eine komplette Hintermannschaft (inklusive Torwart ) wenn es einen gibt bei dem du immer die Luft anhalten musst wenn er angespielt wird, du musst immer doppelt denken ach zu dem nicht oder nicht so, dass packt er nicht, übrigens hat Juve im Hinspiel anfangs auch die Ivs massiv gepresst aber Kimmich und Alaba (in Normalform) sind pressingresistent, Benatia eben überhaupt nicht. Ich denke Benatia war drin wegen Morata Thema Kopfballstärke…was wäre los gewesen er hätte Benatia nicht gebracht und Juve macht ein Kopfballtor: Zwergenabwehr, , zu viele Wechsel stellt Mittefeldspieler nach hinten , obwohl er einen Iv hat der fit ist undgegen Bremen gut war…

        Ich will damit sagen, ja es stimmt dass Pep sich verzockt hat, seine Ideen aber angesichts der Verletzten schon nachvollziehbar waren

      2. Dakury

        Selbst in der Tripplesaison gab es eine 0:2 Heimniederlage gegen Arsenal, das war sau knapp für uns.

      3. Dampfnudel

        @DAKURY:
        Wenn ich mich richtig erinnere, war man damals nach dem Hinspiel im Gefühl, man sei eh schon so gut wie weiter und ging das Rückspiel dann zu lässig an. Ich weiß nicht, ob’s an Jupp oder der Mannschaft lag, aber das kann man Jupp auf jeden Fall ankreiden.
        Es ist jedoch in meinen Augen ein Unterschied, ob man ein Spiel zu lässig angeht, oder ob man gegen eine Mannschaft keinen Stich sieht, wie gestern in der ersten Halbzeit, weil man keine Antwort auf die Herangehensweise dieser Mannschaft hat.

      4. Dakury

        @Dampfnudel, ich möchte niemanden etwas ankreiden, ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass man einfach Glück braucht um die CL zu gewinnen und davon hatten wir so einiges in der TrippleSaison. Ich interpretiere es als Glück, dass die spanischen Mannschaften schwächelten und wir doch recht verschont von Verletzungen blieben.

  19. Done

    Ich muss heute zum ersten Mal Kritik an der Berichterstattung hier anbringen. Es schien mir spätestens nach der Schilderung des 0:2, dass der Schreiber ein anderes Spiel gesehen haben muss.

    Beim ersten Tor wars ein Missverständnis zwischen Alaba und Neuer nach dem Schema “nimm du ihn ich hab ihn sicher”. Deshalb drischt Manuel den Ball nicht in die Wolken sondern kommt in den Pressschlag mit Lichtsteiner und der Ball wiederum fällt dem Pogba vor die Füße und der kann ins leere Tor einschieben. Hier frage ich mich, warum Neuer rauskommt wenn er den Ball nicht sicher klären kann. Aus spitzem Winkel wäre Lichtsteiner sicher kein Problem für ihn gewesen, wäre er auf der Linie geblieben.

    Beim 2:0 verliert Alaba den Ball, ok. Am gegnerischen 16er! Da sollten doch noch genügend Mitspieler da sein, den Morata irgendwann einmal zu stören. Von Alonso angefangen, der vorsichtshalber mal gar nicht mitgelaufen ist über Benatia, der ihn an der Mittellinie hätte stören können aber nur Alaba einbremst bis hin zu Kimmich und Lahm. Hier die Hauptschuld bei Alaba zu sehen, wie es bei einigen Kommentaren anklingt, gibt mir Rätsel auf. Inwiefern Pogba beim 2:0 beteiligt war, weiß wohl auch nur der Verfasser.

    Bin immer noch sauer ob dieser hanebüchenen Fehlern. Es ist ja nicht so dass Juve so viel besser war in dem Moment.

    Leichter wirds in der nächsten Runde sicher nicht.

    1. Hallo Done,
      erstmal danke für deine Kritik. Ich glaube schon dass Alaba an beiden Toren nicht nur direkt beteiligt ist, sondern auch den Ausgangsfehler macht. Dass Neuer rauskommt ist diskutabel, für mich aber nicht belastend für Alaba, weil der sich nur auf den Ball fokussiert und den langen Ball unterschätzt als Neuer noch gar nicht da ist. Neuer meinte später im Interview dass er den Ball mit Links speziell wegschlagen wollte um genau diesen Abpraller zu verhindern, das funktionierte dann halt nicht. Hauptschuld sehe ich dennoch beim Österreicher.

      Beim 2-0 hast du recht. Als Morata durchs Mittelfeld rennt muss beispielsweise Benatia (im Text ebenfalls erwähnt) ihn ebenfalls legen wenn das schon Alaba nicht getan hat. Alaba hat eben die Ausgangsfehler gemacht. Einen alleine für etwas schlechtes verantwortlich zu machen ist nicht die Intention, aber bei Alaba war das doch sehr bemerkenswert, da er sonst (zurecht) nur gelobt wird. Ich finde da kann man auch mal kritisieren, sollte aber auch durchaus wissen, dass es (hoffentlich) eine einmalige Sache war.

      Liebe Grüße

    2. Ju

      Damit, dass Alaba da nicht allein schuld war, hast du schon recht. Aber trotzdem muss man bei der Aktion ein paar Dinge festhalten:
      1. Ja, es gehört durchaus zum bayerischen Matchplan, in Situationen zu kommen, wo man den Ball am gegnerischen Strafraum auch mal verlieren kann. Man achtet dabei allerdings strikt auf den Kontext. Heißt: Wird ein Pass aus der Mitte in/an den Strafraum gespielt, bei dem die Gefahr besteht, dass der Ball verloren wird, muss die Staffelung so sein, dass der passende Spieler Zugriff im Gegenpressing entwickeln könnte. Das ist auch so geschehen, Alonso passt auf Alaba genau so, dass er Zugriff hat, wenn Alaba den Zweikampf verloren hätte, dazu stehen rechts und links Lewandowski und Vidal für den 2.Ball. Alaba verliert aber den Zweikampf nicht, sondern bringt irgendeinen komischen Move, durch den der Ball gegen den Laufweg von Alonso prallt, sodass da niemand mehr Zugriff entwickeln kann. Alonso hätte auch nicht stehen bleiben können, da Khedira den Passweg zumacht. Sicher kann man diskutieren, ob Alonso ihn da überhaupt anspielen muss. Wenn nicht, können wir aber weiter diskutieren, was Alaba dann da macht.

      2. Wenn er den Ball schon verliert, muss er das taktische Foul ziehen, auch das gehört zum Matchplan. Sicher hätte das später auch Benatia machen müssen (Müssen !!), allerdings ist es da schon ne scheiß Situation, da, wenn du dir die Szene nochmal anschaust, Morata schon Steil auf Cuadrado hätte spielen können, der dann durch gewesen wäre.
      Auch wenn ich nicht viel von Alonso halte, aber: Was soll der da mitsprinten, kommt eh nicht hinterher. Der denkt ja auch, dass Alaba jetzt das Foul zieht und wäre eh nicht hinterher gekommen. Kimmich kann dann auch nichts mehr machen, außer vielleicht endlich das verdammte Foul ziehen, was Lahm nicht mehr kann, denn das wirds schon fast rot.

      1. Ju

        Oh, wie ich sehe, ist mein Kommentar bereits überflüssig. Justin hat das schon aufgeklärt.

      2. Gut dass du Justins Antwort nicht gelesen hattest, weil sehr gute Antwort von dir.
        Klar trägt Alaba eine Mitschuld, aber eben nur diese: insgesamt hat bei beiden (!) Toren einiges nicht gepasst an Staffelung und Entscheidungen.
        Beim ersten Tor kann Neuer anders reagieren (Ball besser klären oder im Tor bleiben), vor allem aber ist es extrem, wie viel Platz Juve vorher hat, um diesen guten Pass von Khedira in die Schnittstelle vorzubereiten. Wir haben da überhaupt keinen Druck auf Khedira, in unserer Hälfte.
        Beim zweiten Tor, mein Gott, Ballverluste gehören zum Fußball, am gegnerischen Sechzehner darf man mal ins Dribbling gehen.
        Bzgl. taktischem Foul gegen Morata: Das ist vermutlich aus zwei Gründen nicht passiert. Erstens dachte jeder, die anderen kämen noch in einen Zweikampf gegen Morata, so dass man sich Foul und Karte sparen könnte, “ach wir haben ja Überzahl, warum soll ich da jetzt von hinten grätschen (Alaba), wenn Alonso und Benatia in 3 Metern auf Morata warten”. Benatia kommt so krass schlecht in den Zweikampf (hüftstarr wie ein Kreisligaspieler, WAS war da los?), wenn er da foult, kann es Rot geben.

      3. Done

        Ihr habt natürlich beide recht. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass Alaba hier nicht allein schuld hat, sondern es ein Kollektivversagen der halben Mannschaft war. Wie in manch anderer Situation auch. Mir zumindest ist in etlichen Situationem das Herz stehengeblieben, auch noch zwei Minuten vor Ende der Nachspielzeit. Das 99er-Trauma hab ich wohl immer noch nicht aufgearbeitet…

      4. Ju

        Zum Thema ins Dribbling gehen vorm zweiten Tor habe ich gerade weiter unten noch was geschrieben bevor ich deine Antwort gesehen habe. Mann, hab ich ein Timing, sorry.
        Du hast sicher recht, mit der Begründung, warum das taktische Foul nicht gezogen wurde. Ich verstehe es aber trotzdem nicht, denn der Laufweg von Cuadrado sah schon ziemlich gefährlich aus, und Morata kann den Pass spielen, bevor er in der Unterzahl angekommen ist.
        Die Zweikampfführung von Benatia ist natürlich lächerlich. Da frage ich mich unter anderem, warum der einen Schritt hinter der Mittellinie steht, wenn rechts von ihm Cuadrado im Laufduell kommt. Abseits aufheben auf Spitzenniveau. Soll er doch einen Schritt vor gehen.
        Meinst du wirklich, dass es da Rot gibt? Morata geht doch links vorbei, und dort haben Kimmich und Lahm (theoretisch) Zugriff. Kimmich hat den Ball ja sogar berührt. Oder meintest du, dass Benatia sich da nicht sicher war?

      5. Ja, es geht hier heute verständlicherweise hoch her. Überwiegend auf tollem Niveau mal wieder.

        Ich stimme dir komplett zu, auch wenn es fast zu sehr nach Effe/Kahn klingt: Morate muss da gestoppt werden, egal wie. Wollte mit meinen Gedanken nur erklären, was eventuell dazu führte, dass sich niemand des Fouls bemüht hatte.
        Wenn Benatia “normal” foult, gibt es sicher keine rote Karte. Dazu hätte aber gehört den Körper in zweikampfart in Morata reinzubekommen. So ungelenk wie Benatia in der Szene wirkte, hätte er Morata sicherlich extrem über die Klinge springen lassen. Kann (!) dann schnell rotwürdig aussehen.

  20. Jo

    Was man auch noch(mal) bemerken konnte. Alonso/Vidal sind das neue Alonso/Schweinsteiger. Passt einfach nicht so recht zusammen.

    1. Das sehe ich genauso. Sie stehen sich zu häufig auf den Füßen und durch die Dominanz von Alonso fällt Vidal dann leider ab. Alleine und vor allem höher positioniert machte Vidal seine bisher beeindruckendste Partie für uns.

      1. Ju

        Bist du auch der Auffassung, dass Guardiola Vidal lieber als alleinigen 6er bringen würde, wenn er Boateng und/oder Badstuber für die Diagonalbälle hätte?
        Und wenn ich einmal bei einer kleinen Fragestunde an den Autor bin: Wie ist deine Auffassung zur Staffelung vor dem 0:2 ? Es war ja schon auffällig, dass der linke Halbraum nicht besetzt war (da sich der im Normalfall hereingekippte AV am Strafraum befand). Positionell hätte Vidal abdecken müssen, aber von dem kam ja der Pass nach vorne. Darf also Ribery keine Breite geben? Wenn er keine Breite gibt, ist die Situation eher ungefährlich. Die Lösung hätte also Zirkulation sein müssen, bis der linke Halbraum besetzt ist. Sollte das Alonso nicht auffallen? Oder sind wir da wieder bei Alaba, da Alonso darauf vertraut, dass der da keinen Scheiß macht?

      2. Done

        Seh ich auch so. Ich habe mich schon sehr gewundert , dass Pep Thiago nicht schon zur Halbzeit für Alonso gebracht hat. Und mit jeder verstreichenden Minute habe ich mich mehr über das Loch in der Mitte geärgert. Für mich war da zuwenig Bindung zwischen Abwehr und Angriff. Da hat Thiago auf dem extrem engen Raum, den Juve in der Mitte zugelassen hat, halt deutliche Vorteile ggü Alonso/Vidal/Costa. Wie “einfach” es dann sein kann konnten wir ja beim 3:2 sehen.

    2. Ja und nein.
      Gestern war das Hauptproblem nicht Alonso-Vidal, sondern das “Todesdreieck” Alonso-Vidal*-Benatia (wofür ich Pep ausnahmsweise mal kritisieren will: hier hat er sich verzockt).
      Diese drei im Zentrum waren dem Pressing von Juve einfach nicht gewachsen. Alonso und Vidal mit zu schwacher Unterstützung für unsere Verteidiger, wenn diese unter Druck waren, Benatia mit erwartbaren Problemen unter Druck. Das war viel zu wenig Pressingresistenz. Mit Boateng oder Badstuber in der IV, Thiago, Lahm (oder Kroos) im Mittelfeld hätten wir die erste, extrem aggresive und GUTE Pressingreihe von Juve ausspielen können und mit dem dann resultierenden Platz dahinter selbst gefährlich werden können. Das haben wir gestern in den ersten 60 Minuten nie geschafft, wäre gegen dieses Pressing aber lebenswichtig gewesen.

      *Schmälert nichts an Vidals insgesamt sehr guten Spiel.

      1. Ju

        Mächtig verzockt hat er sich sogar. Die 5er Kette inkl. Mannorientierung gegen unsere Außenstürmer beraubt Alonso seiner Stärke, das Pressing legt seine Schwächen offen. Schon als ich die Aufstellung gelesen habe (wie du schon sagst: Alonso, Benatia, Vidal) war eigentlich klar, dass sich Guardiola da verpokert hat. Ich sehe Juve allerdings zu selten, um zu wissen, wie wahrscheinlich Evra als Halbverteidiger war.
        Dass die hoch pressen könnten, hat Guardiola sicher auch erwartet, allerdings wahrscheinich unterschätzt. Ich muss da aber auch wirklich ein Kompliment an Juve machen. Das Pressing war schon sehr geil. Khedira im Pressing als zentraler Spieler der vorderen Dreierreihe, die Außenverteidiger im Deckungsschatten von Morata und Pogba: Chapeau !

  21. Ryuss

    Servus allerseits!

    Lese schon länger mir und genieße die größtenteils wirklich guten Diskussionen mit sachlichen Bayernfans, wurde an der Zeit endlich mal zu schreiben.

    Zum Spiel:

    Ich weiß nicht ob ich lachen, oder weinen soll.
    Als aller erstes, war ich ähnlich wie die Bayern drauf – emotional & mental noch nicht drin im Spiel, natürlich begünstigt durch die beiden frühen Gegentreffen.
    Das 0:2 musste ich zähneknirschend als wirklich schöne Treffer anerkennen und gleichzeitig daran denken, wie MSN uns auseinandernehmen würde..

    Mir ist eigentlich egal wer jetzt im VF kommt, außer Barca- nicht mit dieser Abwehrreihe. Deutsches Duell muss auch nicht sein und wäre auch eher ein Freilos, keine Lust drauf.Atletico wäre cool, wobei die wohl auch Beton anrühren würde. Paris wäre auch gutes los.
    Ich für meinen Teil war doch schon entsetzt muss ich sagen.. was mit Alaba los war ?!
    Hab echt nicht schlecht gestaunt, 2 dicke Patzer in (so) einem Spiel? Wann gab es das letzte Mal? Mr. Konstanz schlechthin, aber passeirt -denke er ist intelligent genug um die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen .

    Auf dem Niveau mit dieser Abwehrreihe, sind wir leider immer für ein Gegentor gut – und aus diesem Grund bleibt für mich Barca der Favorit für den Titel – denke diese wird man momentan nur in einem großen Spiel mit einem eingespielten Boateng & Martinez schlagen können.

    Was ich einfach nicht verstanden hab, wieso Pep Alonso aufstellt, anstatt Thiago.
    War ihm die Sicherheit bzw. Erfahrung doch so wichtig?
    Erfahrung & Sicherheit über den möglichst optimalsten, taktischen Ansatz?
    Alonso‘s träge Langsamkeit, gegen spritzige, agressive Italiener.. kann doch nur nach hinten losgehen.
    Und er scheint sich mit Vidal zu beißen, wie man gesehen hat.
    Nach dem Kopfballkracher von Müller (Das Tier! – Er ist einfach Bayern durch & durch) wusste ich das wir weiterkommen, Juve psychologisch ausgeknockt.

    Die Moral stimmt, das gibt einem Hoffnung.
    Der Jubel beim 2:2 und vor allem bei 3:2, die Szenen von der Bank, wie Boateng direkt nach dem Schluss zu der Mannschaft, zu jedem einzeln pusht… ich weiß noch nicht ob dieses Spiel den Charakter von 0:3 gegen Lyon 2001, oder vom dem 0:2 gegen Arsenal 2013 einnehmen kann – wird man die nächste Zeit sehen.

    Was auch noch positiv stimmt ist, dass Pep’s ingame coaching nach wie vor funktioniert.
    Er ist in der Lage seine Fehlentscheidung aus der Startaufstellung zu korrigieren – Thiago hat er bewusst solange wie möglich zurück gehalten, um ihn dann frisch in die Verlängerung zu werfen, und den Ball zentral zu halten.
    Vidal war großartig, wie er sich in jeden Ball geschmissen hat, kein pardon gegen die Ex-Kollegen– wirklich eine Macht im Gegenpressing.

    Ribery mit sehr viel Wille, aber wenig Aktionsglück. Fast 100min abgespult.Er kommt noch, da bin ich absolut sich.
    Mit Robben wäre es auch ein anderes Spiel gewesen – vor allem von der Mannschaftsführung und Moral, man merkt sofort wenn Robben bei den großen Spielern fehlt. Ein nicht zu unterschätzender Faktor!
    So jetzt bitte ein paar Spieler gegen Köln schonen, mal chillen aber die Spannung halten..

    ..und Boateng bitte beeil dich!

    1. Ju

      Ich glaube, wie schon geschrieben, dass Alonso gespielt hat, um mit Diagonalbällen zu drohen, und so die Außenverteidiger und auch Außenstürmer von Juve zu binden. Man hat wohl nicht mit der 5er Kette gerechnet, gegen die diese Diagonalbälle + Folgeaktionen schlecht funktionieren, wenn sie gut umgesetzt ist.

  22. kurt

    @C_B Natürlich habe ich ein Problem mit dem BVB Noch nicht einmal so sehr mit dem Verein, als mit den Fans, denen ich in ihrem Leben keine sportliche Freude mehr wünsche. Dafür haben eben jene 2 Jahre gesorgt und der ganze menschenverachtende Spott, der da aus dem Ruhrpott geschwappt kam.

    Deshalb habe ich auch kein Problem mit einem 0:4 (mit 2 Standardtoren!) gegen REAL MADRID. Wir sind trotzdem noch La Bestia Negra und im Head-to-Head-Vergleich besser als sie.

    Mag ja sein, dass wir da unterschiedliche Prioritäten haben. Für mich gibt es keinen wichtigeren Titel als die Deutsche Meisterschaft. Schon alleine um niemanden der ganzen Trollos, die man sich tagein tagaus geben muss als Bayerfan jubeln zu sehen.

    International kann man eben mal verlieren. Natürlich muss man kritisieren, wo es was zu kritisieren gibt, aber Marco hat das schon gut beschrieben. Spielen wir gut “super Spieler”. spielen wir schlecht “scheiß Pep”. Komischerweise gibt es (außer von solchen Divas wie Ibrahimovic, Eto’o, Toure) auschließlich Lobeshymnen auf Pep von ehemaligen Mitspielern. Also irgendwas muss er ja richtig machen.

    Unsere Verletzungssorgen sehen zur Zeit auch schon wieder ganz anders aus, auch ohne, dass der Pferdeblutguru zurück im Verein ist. Also war das mit dem “falschen Training” dann wohl auch mal wieder nix.

    Pep ist noch bis zum Ende der Saison unser Trainer und ich finde er hat schon jetzt unsere Dankbarkeit verdient für diese 3 geilen Jahre. Wer hier ständig nur was zu meckern hat, sollte vielleicht mal in sich gehen, was für ein Privileg es ist, ein Bayernfan zu sein. Klingt vielleicht bescheuert, aber im Endeffekt ist es doch so. Man sucht sich einen Verein, meist in jungen Jahren. Als echter Fan bleibt man diesem Verein treu. Also können und sollten wir alle froh sein, dass es bei uns der FC Bayern ist und jetzt mit Ancelotti der nächste Welttrainer auf Pep folgt. Weißt nicht, wieviel besser es noch werden soll.

    Es geht eben auch nur so und so viel, wenn man keinen Messi (Neymar Suarez) im Team hat. Dafür betreibt unser Club keine fadenscheinigen Deals mit Minderjährigen, zahlt dubiose Unsummen für einzelne Spieler und überschuldet sich bis zur Vereinsauflösung.

    Lieber mia san mia als mes que un club.

  23. Uli

    Was ich zu Punkt 3 noch anfügen würde:
    Wir haben gestern auch viele unnötige gelbe Karten kassiert. Kimmich in der 43 Minuten wegen meckern! Vidal mit Ansage bei einem verbalen Scharmützel, Lewandowski mit einem blödsinnigen Frustfoul, Bernat bei einer Rudelbildung und es gab noch einige andere Situationen in denen wir uns von Juves Art haben anstecken lassen. Das kann genauso gewaltig in die Hose gehen, wie die gestrige Defensive.

    1. Rolf

      Wieso hat eigentlich Thiago keine gelbe Karte fürs Trikotausziehen bekommen?

  24. Es gibt einen grundlegenden Unterschied zwischen deutscher – und italienischer Reaktion.

    Als Reaktion auf das Hinspiel reden die Deutschen von der bayrischen Anfälligkeit nach der 63zigsten Minute,
    die Italiener von der grandiosen Zeit ab der 64zigsten Minute.
    Als Reaktion auf das Rückspiel reden die Deutschen von der italienischen Überlegenheit bis zur 74zigsten Minute,
    die Italiener von den grandiosen ersten 74 Minuten.

    Wo bleibt die deutsche Lobeshymne auf die ersten 63 Minuten im Hinspiel und die grandiose Aufholjagt ab der 74 Minute im Rückspiel?
    Hat es das überhaupt schon einmal gegeben, nach 0:2 noch 4 Tore gegen einen italienischen Spitzen Catenatio?
    Juve ist seit 926 Minuten in Italien gänzlich ohne Gegentor. Noch 4 Minuten dann stellt Juve einen Allzeitrekord in Italien auf und gegen die schießen die Bayern nach 0:2 noch 4 Tore!!!!!

    1. MehmetS

      Sehe ich genauso: Wir legen zuviel Gewicht auf die negativen Aspekte und die Kritik daran.

      Trotzdem wird diese Saison im VF Schluss sein: Die Defensive gewinnt ja immer die Titel, und die ist momentan nicht der Rede wert.

      Ich hoffe, dass wir Alonso und Benatia im Sommer abgeben (können) und dafür auch mal wieder Geld für 1-2 Defensivkracher in die Hand nehmen werden. Zur Not packe ich Super-Mario noch mit drauf. ;-)

      1. Pep

        kann dir nur 100 Prozent zustimmen, angeblich wollte Pep einen Rechtsaußen damit Lahm richtig in die Mitte kann (wäre gestern Gold wert gewesen, er bekam dafür Benatia…..so viel zu der super super Mannschaft die jeder Idiot trainieren könnte

    2. Guter Punkt! Unterschreibe ich.

    3. Jo

      Es gibt noch einen grundlegenden Unterschied. Die Italiener sind draußen, die Deutschen sind weiter.

      Möchte da nicht unbedingt einen Zusammenhang konstruieren, aber wer weiß…..??

    4. Pep

      geeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeennnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaauuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu, aus demselben Grund wird Pep hier gebasht übrigens nur in Deutshcland vorstellbar, hat was mit Neid gegenüber erfolgreichen MEnschen zu tun ein Hang zur Miesmacherei,

    5. Jaaa – Pitvonbonn!

      Endlich einer … Deutsche Mentalität: Flasche immer halbleer, nie halbvoll!

      Man zerfetzt nahezu die gestrige Bayernabwehr – die neben eigenen Unzulänglichkeiten aber auch auf einige Weltklassespieler getroffen ist. Mandzu, der einstige Bayernheld und CL-Finaltorschütze, fiel bei Juve schon ziemlich ab. Der wurde fast komplett abgemeldet.

      Juve bekommt gefühlt seit ein paar Jahren kein Gegentor mehr in der Serie A. Gegen Bayern kassiert man in 2 Spielen sage und schreibe sechs … in 37 Minuten gestern (73. bis 110. min.) gar vier Buden!!!

      Ja, Bayern war gestern in keiner guten Verfassung. Wenn man aber trotzdem gegen einen derart hochkarätigen Gegner weiterkommt, verdient dies ein Sonderlob für die Charakterstärke und macht Hoffnung!

      Zur Erinnerung: In der Triplesaison 2013 verlor man nach einem 3:1 in London zuhause mit 0:2 gegen Arsenal … der Schreck saß danach auch tief!

      Come on, think positive!!

  25. Ryuss

    @KURT

    Bin ganz bei dir, Pep polarisiert in beide Richtungen extrem – klar ich will nich verheimlichen, dass ich mir auch so meinen Teil gedacht hab, Ende der ersten Halbzeit – aber letztendlich ist Dankbarbkeit auch mein Gefühl, welches nach den 3 Jahren übrig bleiben wird, auch wenn wir in CL rausfliegen sollten.
    Einfach ein Genuss zu sehen was für einen Fußball dieses Mannschaft seid fast 3 Jahren Woche-für-Woche auf dem Platz zeigt.

    Mehr Bescheidenheit & Besonnenheit, anstatt krampfhaft mit allen Mitteln das Triple zu fordern, wie viele andere es tun.
    Die fast schon krankhafte Erwartungshaltung stiftet nur Unruhe und vernebelt den nur den objektiven Blick auf die Situation.

  26. Ryuss

    @PITTVONBONN

    Truestory – einfach schon total verzerrte Wahrnehmung durch die total übertriebene Erwartungshaltung aus dem Umfeld.

    Gestern hatte ich ähnliche Gedanken, ich mein guck dir dieses Juve mal an. In der Form sehe ich Sie unter den Top 4, – die hätten alle Teams inklusive Barca in schwitzen gebracht. Eigentlich echt schade das die schon raus sind.

  27. Hans

    Die ersten 60 bis 65 Minuten waren eine Katastrophe. Ich werde noch deutlicher: Die erste Halbzeit war eine Frechheit und eine Schande! Beim 2:0 sagen wir aus wie eine Schülermannschaft. Das war ganz schlimm. Ich konnte mich danach auch nicht mehr richtig freuen, weil ich so fassungslos war. Wie kann man auf dem Niveau so einbrechen? Unfassbar! Ich habe extrem schlecht geschlafen und mich nur herumgewältzt. Ganz schlimm :-(

    1. “Wie kann man auf dem Niveau so einbrechen? Unfassbar!”

      Bist du zur 70. Minute ins Bett gegangen?
      Oder urteilst du aus der Juve-Perspektive?

  28. Ein Thema geht hier bisher übrigens ein bisschen unter: Sehr geiler Support gestern von den Fans.
    Großartig die Mannschaft nach vorne gepusht.
    Danke an alle die im Stadion waren, auch ihr habt euren Anteil am Weiterkommen!

  29. War gestern selbst im Stadion, bin immer noch heiser … Ich gebe jetzt meine eigenen Eindrücke zum Besten, auch wenn hier eigentlich (fast) schon alles aufgearbeitet wurde:

    Mit einer fantastischen Energieleistung und Moral doch noch eine Runde weiter, wonach es gut 70 Minuten gar nicht ausgesehen hat.

    Als ich nach ungefähr 70 Minuten auf die Stadionuhr geschaut habe, habe ich kurz an die möglichen Schlagzeilen der Gazetten von heute gedacht. Am Wahrscheinlichsten war für mich: “Pep vercoacht Bayern – zum dritten Mal das frühzeitige Aus in der CL!” Ein Gefühl zwischen maßloser Enttäuschung und Fassungslosigkeit hatte mich zu dem Zeitpunkt erfasst.

    Traditionell treffen wir uns vor dem Spiel in Stadionnähe bei einem Bier zum Fantalk, dieses Mal in beträchtlicher Runde. Als die Manschaftsaufstellung von Bayern bekannt wurde, machte sich Verwunderung bis leichtes Entsetzen breit: Arturo Vidal und Xabi Alonso gemeinsam in der Startaufstellung! Ähnlich wie 2014/15 Xabi / Schweini war dies bislang eine Konstellation, die nicht gepasst hatte. Wir hofften alle auf das Duo Vidal / Thiago, vor allem nachdem sich Letzterer gegen Werder glänzend präsentiert hatte. Zudem erwarteten wir nach dem Ausfall von Robben eher Coman als Ribéry in der Startaufstellung. Aber der Taktikfuchs Guardiola wird sich schon etwas gedacht haben, dachten wir …

    Wer weiß, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn Vidal das Zuspiel von Costa in der 2. Minute besser hätte verarbeiten können und Bayern früh mit 1:0 in Führung gegangen wäre. So kam es ganz anders.

    Nach Alaba-Fehler fiel früh das 0:1 durch Pogba. Leider hatte der sympathische Österreicher gestern wirklich einen gebrauchten Tag und eine gewisse Verunsicherung ergriff die gesamte Mannschaft. Just in dem Moment, als sich die Bayern etwas “freischwimmen” konnten, fiel das 0:2 durch Cuadrado. Abermals war Alaba mit seinem Ballverlust in Mittelstürmerposition(!) Ausgangspunkt des Gegentreffers. Morata marschierte anschließend durch das gesamte Bayernmittelfeld wie “Messer durch Butter” und Cuadrado schloss in Weltklassemanier ab …. Nach einer Bayern-Doppelchance von Müller und Lewandowski hätte es anschließend kurz vor der Halbzeit sogar 0:3 stehen können: Die frühe endgültige Entscheidung verhinderte aber der bayerische Welttorhüter Manuel Neuer gegen Cuadrado.

    Als die Spieler zur Halbzeitpause in die Kabinen gingen, sah man ein allgemeines Kopfschütteln in der Arena bei den Bayernfans. Trotz drückender Feldüberlegenheit schien der Weg zum Juve-Tor wie vernagelt. Die gesamte Mannschaft schien verunsichert. Alonso / Vidal ging irgendwie gar nicht. Aufgrund seiner für seine Verhältnisse katastrophalen Leistung hätte eigentlich David Alaba in der Kabine bleiben müssen. Aber einen Weltklassemann wie Alaba wechselt man einfach nicht aus. Wir hofften aber auf einen frühzeitigen Wechsel Alonso / Thiago. Der kam nicht – dafür musste Benatia raus, und Bernat, der seit Wochen seiner Form der letzten Saison hinterher läuft, kam für ihn – Kopfschütteln … Hatte sich Benatia schon wieder verletzt?

    Sollte dieser Wechsel taktischer Natur gewesen sein, ging er abermals in die Binsen … Bernat war wie ein Fremdkörper, fand keine Bindung zum Spiel und verlor Ball und Zweikämpfe. Die Hintermannschaft schien gerade in der ersten Viertelstunde der 2. Halbzeit noch einmal zusätzlich verunsichert. Turin hätte mehrmals das 3:0 erzielen können, wenn nicht müssen.

    Die Bayern fanden kein Konzept, das Tor des italienischen Rekordmeisters zu gefährden, auch zunächst nicht nach der Einwechslung von Coman für Alonso nach einer Stunde Spielzeit. Trotzdem übernahm Bayern zu diesem Zeitpunkt mehr und mehr die Spielkontrolle – und es fiel auf, dass Juve langsam seinem extremen Aufwand beim Anlaufen der Bayernspieler Tribut zahlen musste. Einige Spieler des italienischen Rekordmeisters schienen stehend KO.

    In der 73. Minute fiel so endlich der viel umjubelte und herbei gesehnte Anschlusstreffer durch Lewandowskis Kopfball nach Flanke von Costa. Zu dem Zeitpunkt fast schon nicht mehr erwartet – alle vorherigen Bemühungen verpufften nach dem Motto “heute geht einfach nix, zefix!” Die Allianz Arena bebte und entwickelte sich zum Hexenkessel. Juve stand immer tiefer mit allen Mann in der Defensive, der in der Zwischenzeit für Morata eingewechselte Mandzukic konnte seiner Abwehr kaum Entlastung verschaffen. Bayern mit fast schon verzweifeltem Powerplay.

    Als die reguläre Spielzeit fast exakt abgelaufen war, erkämpfte sich der unermüdlich rackernde Vidal in seiner unnachahmlichen Art den Ball fast am gegnerischen Strafraum, Flanke Coman und Thomas Müller macht nach wenigen Sekunden der Nachspielzeit per Kopf das kaum mehr für möglich gehaltene 2:2. Die Arena stand Kopf, Juve geschockt … der kurz später ertönende Schlusspfiff rettete die Alte Dame in die Verlängerung.

    101. Minute: Endlich kommt Thiago für den müder werdenden Ribéry, führt sich aber mit 2 Fehlpässen denkbar schlecht ein. Bayern insgesamt überlegen.

    108. Minute: abermals fantastische Balleroberung durch Vidal, dieses Mal im Mittelfeld. Der Ball kommt über ein paar Umwege zu Thiago am Strafraumkreis, Doppelpass mit Müller – Klasse Abschluss Thiago zum 3:2. Die Arena kocht mittlerweile!

    110. Minute Alleingang Kingsley Coman, am rechten Flügel, tief aus der eigenen Hälfte kommend – mit Abschluss à la Robben zum 4:2!! Wahnsinn!

    Danach drängt Juventus noch auf den Anschlusstreffer. Ein paar hohe Flanken bringen Gefahr. Gerne hätten wir zu diesem Zeitpunkt Benatia als Turm im Abwehrzentrum gesehen. Aber Juves Unvermögen zu diesem Zeitpunkt des Spiels, etwas “Bayern-Dusel” (da ist er wieder ;-) ) und ein Welttorhüter sichern den 4:2 Sieg!!!

    Nach 121 Minuten pfeift der nicht immer souveräne schwedische Schiedsrichter Eriksson die extrem emotionale, meist nicklige Partie ab. 12 gelbe Karten (5 Bayern / 7 Juve) deuten darauf hin. Diese Kartenanzahl ist nach einer derartigen Partie sicher nicht außergewöhnlich, die Art der Verteilung war es zum Teil schon: Juves französischer Superstar Pogba leistete sich eine Unzahl (meist kleiner) Fouls und noch mehr Mätzchen – dass er nicht verwarnt worden ist, fällt wohl unter die Rubrik “Artenschutz”. Ein großartiger Spieler – aber in seinem Auftreten und seiner Körpersprache sehr arrogant wirkend.

    Tiefes Durchatmen bei Bayern – mit einer sensationellen Energieleistung in der nächsten Runde, obwohl man über weite Strecken der Partie eine – an den eigenen Maßstäben gemessen – schwache Partie ablieferte. Wahrscheinlich ein noch tieferes Durchatmen bei Pep Guardiola, welcher seine (ja man muss es so nennen!) Aufstellungsfehler peu à peu und erst sehr spät (Thiago) korrigierte. Ich denke er hat sich bei der Mannschaft für deren überragenden Charakter – niemals aufgeben – bedankt!

    PS: Nachdem wir alle im Stadion in etwa “dasselbe Spiel” gesehen hatten und es auf dem Heimweg & Absacker ziemlich geschlossen bewertet hatten, kamen immer mehr Meldungen (Whatsapp; SMS; Telefon; Facebook) von “Fernsehfans”, welche offensichtlich ein in Teilen anderes Spiel gesehen haben, vor allem was die Bewertung einzelner Spieler betrifft. So habe ich mir, weil ich sowieso nicht hätte einschlafen können, fast die gesamte Spielwiederholung im ZDF bis fast 04:00 morgens reingezogen. Und ganz ehrlich: im TV war es wirklich ein anderes Spiel – wenn man permanent durch des Reporters Kommentare beeinflusst wird und vor allem nur immer einen kleinen Teil des Spielfelds sehen kann, dann hat man nicht ansatzweise den Überblick des Stadionzuschauers. Dies ist eigentlich keine neue Erkenntnis, aber gestern fand ich es extrem krass. Nachdem ich noch viele Spielzüge von live im Stadion bestens in Erinnerung hatte, verwunderten mich einige Reporterkommentare sehr, ich hatte aber echt auch das Gefühl, dass manche Szenen anders buchstäblich ins Bild gerückt worden sind, als es live der Fall war!

    1. Pep

      könntest du den Unterschied deiner live Eindrücke zu den Kommentaren noch weiter ausführen, welche Sichtweise /Kommentare haben dich besonders überrascht. Ich finde es spannend weil ich dir Recht gebe, dass ein Spiel vom Fernseher aus eigentlich nicht richtig zu bewerten ist. Es müsste z.B. immer möglich sein auch ständig auf eine Überblickskamera schalten zu können die das gesamte Feld im Blick hat

      1. Es fällt jetzt wirklich schwer, einzelne besonders prägnante Situationen, Szenen zu benennen, weil es im TV insgesamt quasi ein anderes Spiel ist.
        Es gab z.B. einige extrem nicklige Szenen, die immer die Gemüter der Stadion-Fans, die einigermaßen in der Nähe des Geschehens waren, extrem erhitzt haben. Im TV wurden die Szenen z.T. vom Reporter nicht einmal erwähnt bzw. kommentiert. Ich fand die Kameraführung im ZDF auch eigenartig – war “irgendwie” sehr weit weg vom Geschehen … Ich hatte bei der “Nachbetrachtung im TV” das Gefühl, dass Szenen ausgeblendet wurden. Es gab sehr viele “Nebenkriegsschauplätze” überall auf dem Feld, die die Kameras auch nicht gleichzeitig einfangen konnten.

        Dann haben wir die Leistung von Benatia im Stadion wesentlich besser gesehen, als diese offensichtlich von allen Fernsehkommentatoren und -Zuschauern gesehen wurde.
        Als ich ihn allerdings selbst im TV in seinen Offensivbemühungen gesehen habe, wirkte er in der Tat sehr passiv. Aber: weil ich schon im Stadion vorher den gesamten Überblick hatte, wusste ich auch, warum er so gespielt hat – es gab ganz einfach keine Anspielstationen. Jede Aktion von ihm wäre ein Risikopass gewesen – von Guardiola nicht geliebt. Diese klärende Gesamtsituation blieb dem Fernsehzuschauer verborgen …
        OK, beim 0:2 hätte er taktisch foulen müssen und eine gelbe Karte in Kauf nehmen, aber da war er nicht der einzige – die Morata-Aktion vom eigenen Strafraum wurde offensichtlich in ihrer Entstehungsgeschichte von der gesamten Mannschaft unterschätzt, nach dem Motto: “da sind ja noch 4 von uns, muss ich nicht volles Risiko gehen” ….

    2. Done

      Danke @Peter für deine Eindrücke aus dem Stadion! Ich denke auch, dass das 0:2 dem Umstand geschuldet war, dass eigentlich genug Optionen zur Klärung da waren und deshalb niemand so richtig konsequent drauf ging. Ohne jetzt natürlich die gute Aktion von Morata schmälern zu wollen.

      @Pep: sowas solls ja in der zdf-app geben, habs aber noch nicht ausprobiert

      1. @ Done

        ” Ich denke auch, dass das 0:2 dem Umstand geschuldet war, dass eigentlich genug Optionen zur Klärung da waren und deshalb niemand so richtig konsequent drauf ging. Ohne jetzt natürlich die gute Aktion von Morata schmälern zu wollen.”

        Ja, absolut auf den Punkt gebracht!!
        Mich macht deswegen auch das aktuelle “Benatia-Bashing” wütend.
        Die AZ schreibt doch glatt von seinen “eigentlich soliden Statistikwerten”: 75% gewonnene Zweikämpfe und 95% Passquote, wertet aber sein Spiel als “katastrophal”!!!
        Diese beiden Werte sind an sich sehr gut und selbst “solide” ist eine Frechheit. Natürlich war er an zumindest 2 kritischen Szenen beteiligt, andere aber an wesentlich mehr!

      2. Marco05

        +1

        Das Benatia-Bashing geht mir auch deutlich zu weit. Natürlich war sein Abwehrverhalten vor dem 0:2 gegen Morata stümperhaft. Ggf. hat er damit gerechnet, dass Alaba seine rechte Seite dicht macht und Morata links an ihm vorbei geht. Letzten Endes aber eine Co-Produktion der beiden nach dem Motto nimm du ihn, ich hab ihn sicher.

        Was kaum jemand erwähnt, dass Benatia um ein Haar den Schuß von Cuadrado noch geblockt hätte. Da fehlte ein Sekundenbruchteil. Auch ansonsten habe ich jetzt keine Rechtfertigung für die maßlos überzogene Kritik gesehen. Zumal bis zur 60. Minute nahezu alle inkl. mit Abstrichen auch Neuer total neben der Mütze standen.

      3. Benatia hat das große Problem dass er immer in einer Phase verletzt ist wo die unwichtigeren Spiele sind, in denen die Mannschaft sich einspielen kann. Kommt er zurück wird es, wie letzte Saison, wichtig und er hat keine 100%. Ich mache ihm das gar nicht zum Vorwurf, denn er macht es ja nicht mit Absicht, aber man muss im Sommer überlegen, ob man ihn behalten möchte oder eben abgibt und dafür einen jungen, talentierten und vor allem Verletzungsfreieren Innenverteidiger holt. Die Grundqualität ist bei Benatia da, aber es fehlt an konstanter Spielpraxis und Fitness.

      4. Marco05

        In Rom _war_ er weitestgehend verletzungsfrei ;)

      5. Auch in Rom hatte er einige Verletzungen. Schau mal bei transfermarkt.de nach.

      6. Marco05

        Naja, von 12/2012 bis zum ersten Ausfall bei uns in 09/2014 war er genau 3 Wochen verletzt…

      7. @ Marco: Ja, das ist absolut korrekt. Benatias Rettungstat gegen Cuadrado beim 0:2 kam vlt. um eine 1/100 Sekunde zu spät … dann wäre es eine “Heldentat” gewesen.

        Zu Benatias letzten Spielen: Beim 1:2 gegen Mainz war er einer von 3 Bayernfeldspielern (neben Vidal und Robben) der seine Leistung gebracht hat. Dafür hat ihn Pep dann gegen Dortmund bis zur letzten Minute auf der Bank schmoren lassen, um ihn dann für das “Nichtüberbringen” der Message an Kimmich gleich nach dem Spiel zusammen zu stauchen … Jeder hat sich anschließend auf die Geschichte mit Kimmich gestürzt, aber das eigentlich Opfer der “Pep-Wutattacke” war Medhi…
        Gegen Werder war er dann wieder von der ersten bis zur letzten Sekunde souverän…

        Was mich aktuell an der “Bayern-Gemeinde” etwas stört: manchen Spielern gibt man (sogar vorab schon) gar keine Chance: ich kenne sogar sog. “Bayernfans”, die Tasci für eine absolute Fehlinvestition hielten und sich dann gefreut haben, dass er beim 0:1 von Wagner im Heimspiel gegen Darmstadt am Gegentreffer “beteiligt” war … Echt wow!!!

    3. drschnell1

      Danke Peter für deine wie ich finde treffende und sachliche Analyse. Ich bewerte ein Spiel grundsätzlich nicht in erster Linie nach dem Ergebnis sondern nach dem Spielverlauf.
      Von daher konnte ich mich über unser Weiterkommen gar nicht so richtig freuen. Vielmehr war ich von unserer Leistung zutiefst geschockt und natürlich enttäuscht. Eigentlich bin ich es immer noch. Wir haben das Spiel nicht gewonnen sondern Juve hat es schlichtweg verloren.
      Ich dachte, dass wir in unserer Entwicklung viel weiter wären…Ich habe noch nie ein derart unterirdisches Defensivverhalten von uns gesehen…
      Die Freude ein verloren geglaubtes Spiel mit dem Tor in der 110. Minute zum 4:2 (gegen ein eigentlich zu diesem Zeitpunkt “totes” Juve) endgültig gedreht und gewonnen zu haben war nur von kurzer Dauer. Wenn Juve in der 115. die 100 % ige Chance nutzt hätten wir auch noch den Ausgleich kassiert.

      Zu Benatia: Die ganzen ermittelten Passquoten finde ich teilweise irrsinnig. Benatia ist nach meiner Einschätzung fußballerisch extrem limitiert. Spieleröffnung praktisch null. Pass über 5m nach vorne und hinten (ähnlich wie Rafinha) – da bin ich natürlich schnell bei 95% Passgenauigkeit…In so einem Spiel, indem aus dem Mittelfeld praktisch nichts kommt weil der Gegner die Räume gut verdichtet, fällt das natürlich besonders auf. Bei Benatia bin ich mir nicht sicher, ob er aufgrund seiner taktischen (speziell das richtige Antizipieren) und spielerischen Defizite, uns auf dem Niveau weiterhelfen kann. Auf der anderen Seite ist er ein kopfballstarker Mann der auch Stärken im Zweikampf hat…

      Ein richtiger Fan würde einen eigenen Spieler niemals bashen. Sachliche Kritik ist selbstverständlich erlaubt. .

  30. kurt

    @Dampfnudel

    Also gegen hohes Pressing spielen wir ja nicht das erste Mal. Es gibt doch nicht ständig einen neuen Matchplan. Solche Eventualitäten sind doch auch durchgesprochen und trainiert. Immerhin reden wir hier von Profispielern.

    Das war einfach mal eine grottige Leistung unserer Spieler und eine sehr gute von Juve. Problem war eben auch, dass der “Gegentreffereffekt” den man bei uns immer wieder sehen kann, so früh und gleich doppelt eingesetzt hat. Das war ja fast wie gegen Real die zwei frühen Tore.

    So gesehen war das dann im Verlauf ein souveränes Zurückkämpfen und man kann diese Mentalität nicht genug loben. Dass man dann einen Müller hat, der das Ding echt in der 90. Minute auch noch reinmacht, darauf darf man sich zwar nicht verlassen, aber wie man sieht, kann man es aber auch immer wieder mal.

    Ich bleib dabei Peps Matchplan ging vor allem nicht auf, weil die Spieler nicht auf der Höhe waren und Juve halt auch sehr gut.

    Am Ende zählt das Weiterkommen.

    1. Dampfnudel

      Sorry, aber da muss ich widersprechen. Natürlich gibt es für ein Spiel mit diesem Stellenwert, wie ihn ein CL Achtelfinalrückspiel gegen Juve hat, einen eigenen Matchplan. Pep verzichtet ja nicht darauf die Jungs auf so ein Spiel einzustellen und er schickt sie ja nicht unvorbereitet in so ein Spiel nach dem Motto: “Ihr werdet schon selbst darauf kommen, wie ihr heut gegen Juve zu spielen habt” Pep ist ja ein absoluter Perfektionist und investiert im Vorfeld sehr viel Zeit darin die gegnerischen Mannschaften
      zu studieren.

      Gerade weil wir nicht zum ersten Mal gegen ein so hohes Pressing gespielt haben, fand ich es erschreckend, wie schlecht wir darauf eingestellt waren.

      Aber auch ich fand die Mentalität der Mannschaft sehr beeindruckend und auch Pep hat mit seinen Umstellungen das Spiel gut in die richtige Richtung gelenkt.

      Man hat, vor allem, wenn alle fit sind, eine unglaubliche Qualität in dieser Mannschaft. Das heißt in meinen Augen nicht, dass man deshalb von dieser Mannschaft einen CL-Titel oder ein Triple einfordern kann. Denn dazu gehört auch eine Portion Glück,
      gute Tagesform, etc. Was man aber finde ich einfordern kann, ist, dass die Mannschaft gut vom Trainer auf die Gegner eingestellt wird und dass die Spieler versuchen alles aus sich herauszuholen. Gestern haben auch individuelle Fehler einen großen Beitrag dazu gehabt, dass es spannend wurde. Ich finde es jedoch grundsätzlich extrem frustrierend, wenn man dann gegen Mannschaften nicht mithalten kann, nicht weil die Qualität im Kader fehlt oder weil sich die Spieler nicht reinhauen,
      sondern weil man schlecht auf den Gegner eingestellt wurde. Aber wer weiß: vielleicht sind meine Sorgen ja unbegründet und Pep legt sich in den nächsten CL-Partien überzeugendere Herangehensweisen zurecht als gestern in der ersten Hälfte.

      1. kurt

        Das ist halt deine Interpretation. Du hast keinerlei Beweise dafür, dass die Mannschaft schlecht eingstellt wurde.

      2. Dampfnudel

        @Kurt:
        Naja, da ist zum einen die Mannschaftsaufstellung, für die ja Pep verantwortlich ist.
        Da hat es in meinen Augen zu Problemen geführt, dass Vidal und Alonso zusammen aufgestellt wurden.
        Etwas, das auch in Peps Hand ist, wären zum Beispiel auch Lahm und Alaba, die zu Spielbeginn beide breit gespielt haben und nicht z.B. Lahm eingerückt, wie er es in anderen Spielen tat. Ob Verteidiger z.B. eingerückt oder breit spielen sind Dinge, die auf Anweisung Peps geschehen. Wenn man mal auf Pep am Seitenrand achtet, sieht man ja, dass er immer wieder damit beschäftigt ist, einzelnen Spielern Anweisungen zu geben, wie sie sich anders positionieren sollen.
        Ich kann nur nochmal den Spielverlagerungsartikel zum Spiel empfehlen, wo sowohl die Herangehensweise der Bayern zu Spielbeginn gut aufgezeigt wird, als auch sehr anschaulich aufgezeigt wird, wie Guardiola zur zweiten Halbzeit Spieler umpositioniert hat, was einen großen Beitrag zur positiven Wende gehabt hat:
        http://spielverlagerung.de/2016/03/16/bayern-setzen-sich-im-krimi-durch/

    2. chicago_bastard

      Wahnsinn, schon wieder…. Spieler grottig und Pep trifft keinerlei Schuld. Da kann man sich doch nicht ernsthaft wundern, dass entsprechende Gegenreaktionen kommen, die Peps Anteil am schwachen Auftreten in den Fokus rücken wenn seine Fans jedes Mal alle Schuld nur den Spielern in die Schuhe schieben.

      1. kurt

        Wir haben es ja verstanden, du hasst Pep.

      2. chicago_bastard

        Und dass Du Spieler, die die CL und teilweise die WM gewonnen haben, für grottige Kicker hältst wissen wir auch, hält Dich auch nicht davon ab es immer wieder zu schreiben.

  31. kurt

    An das Team, könnte man vielleicht zusätzlich zum Timestamp noch eine Nummerierung der Posts angeben? Das würde das Lesen etwas übersichtlicher gestalten, da man sonst bei so vielen Beiträgen nie recht weiß, auf welchen Beitrag jetzt geantwortet wurde.

  32. Tanja

    Wow, ganz schön was los hier.

    Für mich war auch gestern der Kopf ein großer Aspekt für die schlechte Leistung, die sich ja durch die ganze Mannschaft, mehr oder weniger, zog. Unkonzentriert, Fehlpässe, ungenaue Ballannahmen, keine Ideen vorm Tor.

    Nach so desaströsen 70 Min, soviel Kampfgeist aufzubringen um das Spiel zu gewinnen, zeigt in meinen Augen auch die hohe Qualität dieser Mannschaft.

    Ich sag ja schon länger das Vidal u Alonso keine gute Idee sind. Vidal bleibt unter seinen Fähigkeiten, zieht sich zurück. Nach der Auswechslung konnte man sehen wieviel freier er gespielt hat u wie wichtig er dann für dieses Spiel war.

    1. Marco05

      Ganz genau. So ein Totalblackout hat keine individuellen sondern kollektive Gründe. Deswegen denke ich auch, dass in Summe was nicht gestimmt hat und das war nicht die Taktik. Anscheinend hat man es versäumt die richtigen Worte zu finden, die richtige Vorbereitung oder ähnliches. Oder es gab zwischen den zwei Heimspielen “zu viel” Zeit um Abzuschalten, ich weiß es nicht. Aber so wie Sammer aktuell wieder “in Form” ist deutet das für mich schon darauf hin, dass er sowas gespürt hat und seit Samstag versucht voll gegenzusteuern.

      Gegen Köln würde ich nicht so extrem rotieren. Das wird kein unkompliziertes Spiel. Sollen sich die Jungs lieber in der unnötigen NM-Pause schonen, da würde ich gerne noch mit 5 Punkten Vorsprung reingehen.

  33. Tom

    Mich wundert, dass es noch niemand bemerkt hat, Pep hat offensichtlich die wichtigste Lektion gelernt.
    In K.O.-Spielen darf man einen Thomas Müller nicht auswechseln!!!
    Wird schon…

    1. Ich gehe fest davon aus, dass du dies mit einem großen Schmunzeln bzw. Augenzwinkern geschrieben hast. ;-)

      Thomas Müller ist in der Tat ein sehr wichtiger Spieler, ein Phänomen. Aber er ist auch ein Spieler, der extrem viel investiert. Ich habe ihn schon des Öfteren mit Wadenkrämpfen erlebt. Im Finale dahoam schon vor seinem 1:0. Ganz zu schweigen vom Pokalfinale 2014 gegen den BVB.

      Zu deiner These: Man muss ihr unbedingt zustimmen wenn man resümiert:
      1) Beim Stand von 1:0 gegen Chelski ausgewechselt, Spiel verloren … dass van Buyten genau wegen einer Situation wie beim 1:1 eingewechselt wurde, ist fast ein Witz!
      2) Gegen den BVB trotz massivster Wadenkrämpfe auf dem Platz geblieben, macht er in der 119.(!!) noch das 2:0!! (er konnte aber auch nicht mehr ausgewechselt werden, weil das Kontingent schon erschöpft war)

      Als Trainer würde ich persönlich mir aber immer darüber Gedanken machen, ein Spieler auszuwechseln, der Krämpfe hat ….. ;-) ;-)

  34. […] einem großartigen Abend in der Champions League, an dem der FC Bayern auf beeindruckende Art und Weise zurückkam und den Viertelfinaleinzug […]

  35. Ronald

    Auch zwei Tage nachdem Fussball-Wahnsinn, bin ich noch total begeistert von der Partie. Ich bewundere die Moral und die Zuversicht ab der 80min. Es war ein tolles Spiel mit zwei großartigen Mannschaften, die beide einen Sieg verdient hätten.

  36. Osrig

    Oh ha, es ist ja wirklich eine Menge hier los! Und den Vorbericht zum Köln-Spiel gibt es auch schon :-)
    Ärgerlich, dass ich Nachtdienst hatte und erst jetzt “in die Tasten hauen kann”^^
    Was mir zur Pep-Diskussion spontan einfällt ist die alte Weisheit “wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr”, die Verbissenheit und Schwarz-Weiss-Malerei mancher Leser hier vor allem aus der Anti-Pep-Fraktion ist kaum zu begreifen.
    Letztlich steht hinter der Kritik an Pep meiner Meinung aber immer die System-Kritik: Dominanz-Fussball vs. Umschaltspiel! Das wurde ja nun schon in unzähligen Beiträgen beleuchtet, wer das ballbesitzorientierte Dominanzsystem von Guardiola nicht mag, hat seine Gründe dafür, wer es wie ich vorzieht, aber genauso! Und in dieser Diskussion persönlich zu werden gegen Trainer, Spieler oder Diskutierende ist ungehörig! Ich halte das Dominanzsystem für das grundsätzlich erfolgversprechendere Modell, aber dazu muss alles passen! Mittwochabend hat in den ersten 65 Minuten wenig gepasst, die Verunsicherung durch das extrem frühe Pressen der Italiener war deutlich zu spüren und der schnelle Gegentreffer hat auch psychologisch Wirkung gezeigt. Solche Momente gibt es im Fussball ja immer wieder, erst recht, wenn man sich seiner Sache vorher sehr sicher war. Vielleicht waren sich unsere Mannen ihrer Sache gegen Juve vor dem Spiel zu sicher.
    Das kann man nicht Pep anlasten, der sich auch mit seiner Startelfaufstellung, die auch mich überrascht hat, etwas gedacht und sich einen Matchplan zurecht gelegt haben wird. Andererseits sind unsere Spieler, nur weil sie schlecht ins Spiel gekommen sind, nicht gleich allesamt Rumpelfussballer, weswegen ich mich auch darüber freue, dass David seinen Vertrag verlängert hat! (Ich hoffe allerdings, dass Kalle ihm gleich wieder ‘ne Million gestrichen hat nach der Leistung gegen Juve ;-))

    Eines könnte ich Pep aber tatsächlich ankreiden: Zu defensiv eingestellt gewesen zu sein! Sicher hat er mit einer heftigen Turiner Angriffswucht gerechnet, die sich aus einer starken Defensive heraus entwickeln würde, sein Schachzug mit Alonso weist m.E. genauso daraufhin, wie die Hereinnahme von Benatia – den ich im Übrigen auch nicht so schlecht gesehen habe – in die Startelf. Aber: Pep kann mit seiner Mannschaft einfach nicht Defensiv! Er sagt ja selbst, er liebt es, wenn er im kleinen Raum vor dem gegnerischen Tor spielen muss, anstatt in der Offensive noch viel Grün vor sich zu haben.
    Nur braucht es eben Genauigkeit UND Geschwindigkeit im Pass-Spiel, zusammen mit den richtigen Bewegungen, und da hat es lange dran gefehlt. Was eher an den durch den Gegner beeindruckten Spielern lag als am Trainer, und an dem eher ungewohnten Spiel ohne “volle Kapelle” nach vorn. Pep hat sich ja dann nach und nach korrigiert.
    Ich bin mal gespannt, wie Ancelotti die Jungs einstellen wird.

    1. Mehmet68

      Eigenwillige Analyse imho… im eigenen Stadion ausgekontert zu werden, weil die Verteidiger am gegnerische Strafraum stehen, ist für mich nicht wirklich defensiv…

  37. […] Stunden waren seit dem dramatischen Weiterkommen gegen Juventus Turin vergangen, bevor das nächste Bundesligasspiel auf dem Spielplan des FC Bayern stand. Auswärts […]

  38. Bazi78

    Ich habe absolut kein Verständis dafür, wie man nach so einem Spiel, noch unzufrieden sein kann. Wenn der BVB so ein Spiel umgebogen hätte, dann wäre überall vom Wunder von Dortmund berichtet worden. Unter den vielen FCB-Fans, gibt es natürlich wieder einige Schwachmatiker, die jetzt wieder das Haar in der Suppe suchen. Man sollte sich mal in Erinnerung rufen, wie das Achtelfinal-Rückspiel gegen Arsenal im Jahr 2013 abgelaufen ist… Vielleicht bewirkt der Trainer-Wechsel im Sommer, wieder mehr Realismus in der Erwartungshaltung !?

  39. […] die Champions League Spiele gegen Juventus Turin haben gezeigt, dass die Abwehr des FC Bayern ohne gelernte Innenverteidiger funktionieren kann, […]

  40. […] vergebens nach seiner Form. Sein einziger Höhepunkt der Rückrunde war das wichtige 3:2 in der Verlängerung gegen Juventus. Thiago ist jetzt 25 Jahre alt und erlebt vielleicht das größte Formtief seiner Karriere. Immer […]

  41. […] Jedes Tor und jede Vorlage erzählen ihre ganz eigene Geschichte. Die emotionalste im Kalenderjahr 2016 war sicherlich das Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus Turin. […]

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