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FC Bayern – Borussia Mönchengladbach 0:2 (0:1)

Erster gegen Dritter. Das Aufeinandertreffen von zwei der konstantesten Bundesliga-Mannschaften der vergangenen drei Jahre. Ein Gegner, der die Münchner zudem immer wieder mal ärgerte in diesem Zeitraum. Die Vorzeichen vor dem Topspiel am Sonntagabend waren klar. Nach Wolfsburgs Unentschieden hätte der FC Bayern den wohl alles entscheidenden Schritt Richtung Meisterschaft gehen können. Daraus wurde nichts. Im Gegenteil.

Falls ihr es verpasst habt:

Vier Änderungen nahm Guardiola im Vergleich zum 4:0 gegen Bremen vor. Neuer für Reina, Badstuber für den gesperrten Benatia, Alonso für Rode und Robben für Müller hießen die Wechsel am Sonntagabend. Dazu saß Thiago nach einem Jahr Pause etwas überraschend wieder auf der Bank. Mönchengladbach begann mit dem schnellen Hahn als vorderste Spitze mit Spielgestalter Raffael dahinter. Kruse dafür zunächst nur auf der Bank.

Schon nach drei Minuten tauchte der Tabellenführer mit einer Doppelchance vor Yann Sommer auf. Lewandowski misslang jedoch der Seitfallzieher und der Schweizer Schlussmann parierte den Nachschuss von Bernat sicher. Bayern begann auch ansonsten spielfreudig und mit viel Zug zum Tor. Nachdem ein weiterer Schuss von Robben nicht das Netz fand, verflachte das Spiel aber zusehends. Bayern mit viel Ballbesitz aber zu wenig Tempo, um Mönchengladbachs Hintermannschaft in Verlegenheit zu bringen. Die Favre-Elf verlegte sich auf gelegentliche Konter und ging in der 30. Minuten ziemlich überraschend in Führung. Neuer konnte eine zentral geschossene Direktabnahme von Raffael nicht festhalten und ließ den eher harmlosen Ball passieren.

Weil zuvor Arjen Robben verletzungsbedingt ausgewechselt wurde, mussten die Münchner ihr Offensivspiel neue justieren – was überhaupt nicht gelang. Mönchengladbach rückte nun etwas weiter raus, stand aber weiter kompakt sobald die Münchner die erste Linie überspielten. Guardiola wechselte mit Lahm und Rode nach der Pause überraschend defensiv. Offensiv verpufften die Wechsel völlig. Trotzdem war der FC Bayern am Ende mit dem 0:2 durch Raffael (77.) noch gut bedient. Johnson und Herrmann vergaben beste Kontermöglichkeiten für einen höheren Sieg. Bayern hatte zwar einige wenige gute Möglichkeiten und Halbchancen nach hohen Flanken – wirklich zwingend wurde es aber nicht.

Kurz nach dem Schlusspfiff wurde dann auch noch bekannt, dass Arjen Robben mit einem Bauchmuskelriss mehrere Wochen ausfallen wird. Ein gebrauchter Abend.

Drei Dinge, die auffielen:

1. Favres Bluff legt Bayerns Schwächen offen

Viel wurde vor dem Spiel geredet über die spielstarken und passsicheren Gladbacher. Immer wieder sprachen Favre, Eberl und auch einige Spieler davon in München etwas riskieren zu wollen. “Hoch verteidigen und schnell umschalten”, gab zum Beispiel Trainerfuchs Favre vor dem Spiel die Marschroute vor. “Wir müssen sie stören und zu Fehlern zwingen und unser Spiel mit etwas mehr Risiko aufziehen”, sagte Innenverteidiger Stranzl vor der Partie. All das kann nach der Partie als geschickter Bluff bezeichnet werden. Mönchengladbach begann zurückgezogen und defensiv wie zuletzt eher Abstiegskandidaten in der Allianz Arena. Der Tabellendritte überließ den Münchnern gerade zu Beginn den Ball komplett und postierte zwei eng verbundene Viererketten vor dem eigenen Sechzehner. Nachdem die Mannen um den sicheren Schlussmann Yann Sommer Bayerns gute und spielfreudige Anfangsviertelstunde überstanden, wurde es zäh. Gladbach stand extrem gut organisiert und ging zu Beginn sehr wenig Risiko im Konter. Bayern versuchte es immer wieder mit dem gleichen Mittel. Energisches Hinterlaufen und Überzahlsituationen auf den Außen mit anschließender Hereingabe oder Seitenwechsel – Tempowechsel fehlten völlig. Nicht einmal Freistoßgelegenheiten am Strafraum erzwangen die Münchner am Sonntagabend.

Schon in der Hinrunde hatte der FCB gegen die Favre-Elf über weite Strecken auf Granit gebissen und schlug beim 0:0 25 Flanken in den Strafraum. Auch am Sonntag waren es 21 Flanken. Lewandowski hatte hier gegen Dominguez und Stranzl quasi keine Chance. Bis zur Pause gewannen die Gladbacher 58 Prozent der Zweikämpfe und nutzten ihren einzigen gefährlichen Gegenstoß zur 1:0-Führung. Bis zum Schluss waren es übrigens 4:16 Torschüsse aus Sicht der Gäste. Trotzdem wirkten sie gerade in der zweiten Hälfte deutlich torgefährlicher als die Münchner.

Mit der Führung im Rücken rückten die Grün-Weiß-Schwarzen nach der Pause etwas energischer hinten raus und setzten auch Alonso im Spielaufbau stärker unter Druck. Trotzdem blieb es bis zuletzt bei den engen Viererketten vor dem Sechzehner sobald der FCB mit dem Ball am Fuß über die Mittellinie kam. Dass nach Robbens Verletzung auch die Qualität in Eins-gegen-eins-Duellen wegfiel, kam erschwerend hinzu. Götze probierte es immer wieder mal mit dem Kopf durch die Wand – blieb aber wirkungslos. Allein mit Pässen ist Mönchengladbach kaum beizukommen – vor allem wenn das Risiko von vertikalen Bällen so sehr gescheut wird.

Bayerns Probleme mit gut organisierten Defensivformationen, die den Weg in den Strafraum vielbeinig versperren sind nicht ganz neu. Sie waren das große Thema des letzten Frühjahrs in den Duellen gegen Manchester United und Real Madrid und sie waren auch in den Vorwochen immer mal wieder zu erkennen. Häufiger brauchte es eine Standardsituation, um den Bann zu brechen und den Gegner so auch ein wenig herauszulocken. Nur drei Mal in den letzten zehn Spielen gelang dem Rekordmeister der erste Treffer aus dem Spiel heraus.

Die Kreation von Torchancen gegen einen so gut organisierten und kompakten Gegner ist die Königsaufgabe für jede Bayern-Mannschaft. Unverständlich bleibt, warum der FCB selbst bei einem Rückstand so oft Gegenstöße abbrach, um den Ball in den eigenen Reihen zu sichern. So machte man es den Gladbachern leicht, immer wieder in die Ordnung zu finden. Die Hauptkritikpunkt ist deshalb auch nicht, dass es Bayern so schwer fiel Torchancen herauszuspielen – das wäre sehr vielen anderen Mannschaften auch so gegangen. Hauptkritikpunkt war am Sonntag, wie leicht man es den Gladbachern machte die so viel gelobte Ordnung zu finden. In dieser Hinsicht war es sicherlich das schlechteste Saisonspiel der Bayern. Es ist nach dem 1:4 gegen Wolfsburg der zweite deutlich hörbare Warnschuss in dieser Rückrunde. Bayerns Bilanz gegen die Top-5 der Bundesliga verschlechtert sich so auf 9 Punkte in 7 Spielen bei einem Torverhältnis von 6:9.

2. Zum letzten Mal mit Alonso und Schweinsteiger?

Die Kritiker der Kombination Alonso und Schweinsteiger im zentralen Mittelfeld haben durch die Partie gegen Mönchengladbach neues Futter bekommen. Gut möglich, dass es das letzte Mal war, dass die beiden gemeinsam in der Startelf standen. Lahm und Thiago stehen bereits in den Startlöchern. Guardiola probierte gegen Mönchengladbach etwas Neues und stellte Alaba zu Beginn auf die halbrechte Position im zentralen Mittelfeld, um dem Übergang mehr Diagonalität zu verleihen. Gleichzeitig positionierte er Schweinsteiger deutlich weniger offensiv als zuletzt, wenn er mit Alonso auf dem Platz stand. Wirkung zeigte das so gut wie nicht. Alonso kippte erneut weit ab und spielte einige hanebüchene weite Flügelwechsel, die von den Gladbachern leicht abgefangen wurden. Ansonsten fiel er kaum auf. Schweinsteiger war zwar in den Zweikämpfen präsenter, wirkte aber so wenig handlungsschnell wie lange nicht. Guardiola schob Alaba während des Spiels mehrfach hin und her. Er war insgesamt sicher noch der aktivste der Drei.

Das Problem bei Alonso und Schweinsteiger ist, dass sie sich in Stärken und Schwächen eher addieren, als ergänzen. Gerade Schweinsteiger wirkte in den vergangenen Wochen auf der alleinigen Sechs wie befreit. Lahm und Thiago werden spätestens jetzt zurück in die Mannschaft drängen. Guardiola muss Möglichkeiten finden, Schweinsteiger oder Alonso bestmöglich zu ergänzen. Dann können sie beide auch in den kommenden Wochen wertvoll sein.

Zur Vollständigkeit gehört übrigens dazu, dass Bayerns Spiel auch nach Alonsos Auswechslung gegen Rode nicht wirklich besser wurde. Das Experiment mit beiden gemeinsam in der Startelf dürfte mit der Niederlage gegen Gladbach trotzdem beendet sein.

3. Passiver Guardiola

Es war eine der großen Stärken der vergangenen beiden Jahre. Wenn es gegen einen Gegner mal nicht lief, griff Guardiola immer wieder zu System-, bzw. Formationswechseln. Stellte innerhalb von Spielen mehrfach zwischen Dreier- und Viererkette um, verschob die Offensiven auf dem Feld und stellte damit den jeweiligen Gegner vor unterschiedliche Aufgaben. Wir haben das hier in der Hinrunde mal sehr ausführlich analysiert. Im Moment wirkt der Katalane überraschend gehemmt was sein In-Game-Coaching angeht. Zwar wechselte er auch gegen Mönchengladbach Alaba von rechts nach links und schob Bernat weiter nach vorne und Lewandowski etwas weiter zurück – ansonsten gab es jedoch kaum Anpassungen. Der Coach verpasste es so, seinem Team von außen einen Rhythmuswechsel zu verordnen. Bayerns Spiel wirkte über 90 Minuten wie ein Metronom, aber eben auch ausrechenbar. So ähnlich wie schon beim Auswärtsspiel in Donezk, als viele ebenfalls vergeblich auf einen Eingriff von Pep warteten.

Klar waren gerade seine offensiven Möglichkeiten von der Bank nach Robbens Verletzung extrem beschränkt. Die Wechsel von Rode und Lahm für Alonso und Götze änderten aber nicht gerade viel. Vor allem die Herausnahme von Götze bei einem 0:1-Rückstand überraschte. Schwer zu deuten, was Guardiola mit diesem Wechsel bezwecken wollte. Etwas mehr Stabilität vielleicht, aber die so sträflich unbesetzten 8er-Räume wurden so auch nicht besser bespielt.

Durch die Rückkehr von Lahm und Thiago und Ribéry hat Guardiola nach der anstehenden Länderspielpause wieder deutlich mehr Optionen und sollte auch wieder deutlich mutiger die potenziell große Variabilität seiner Mannschaft nutzen. Ohne Arjen Robben muss er das sogar tun, denn dem Rekordmeister steht ohne seinen Top-Torjäger eine extrem komplizierte Phase bevor. Seine Fähigkeiten in direkten Duellen und seine Durchschlagskraft sind kaum zu ersetzen.

Der FC Bayern darf es einer Mannschaft wie Mönchengladbach nicht erlauben, es sich in der Allianz Arena gemütlich zu machen und ohne große Denksportaufgaben den eigenen Matchplan durchzuziehen. Dieser Vorwurf geht zuallererst an die Mannschaft – aber auch in Richtung Guardiola.

FC Bayern – Borussia Mönchengladbach 0:2 (0:1)
FC BayernNeuer – Rafinha, Boateng, Badstuber, Bernat – Schweinsteiger, Alonso (61. Rode), Alaba – Robben (24. Müller), Götze (70. Lahm), Lewandowski
BankReina, Dante, Weiser, Thiago
MönchengladbachSommer – Jantschke, Stranzl, Alvaro Dominguez, Wendt- Kramer, Xhaka, Johnson – Herrmann – Raffael, Hahn (72. Kruse),
BankHeimeroth, Korb, Hazard, Nordtveit, Traoré, Hrgota
Tore0:1 (30.) Raffael, 0:2 (77.) Raffael
KartenGelb: Jantschke, Hahn
Zuschauer75.000 (ausverkauft)
SchiedsrichterFlorian Müller (Burgdorf)

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Leserkommentare
  1. Hans

    Das Spiel erinnerte mich sehr stark an das Hinspiel gegen Real: Sehr viele Flanken, die alle abgefangen wurden. Ich hab mich auch gewundert, dass Alonso und Schweinsteiger gespielt haben. Ich hätte eher gedacht, dass Alonso nach Sperren in der Liga und in der CL spielen würde und Schweinsteiger dafür eine Pause bekommen würde.

    Natürlich muss sich die Mannschaft etwas einfallen lassen, wenn der Gegner so defensiv steht, aber man hat auch gesehen, dass es ohne Robben und ohne Ribery schwer wird.

    Wenn wir davon ausgehen, dass wir Porto schlagen und sich in den anderen Partien auch jeweils die
    Favoriten durchsetzen, gäbe es drei Mannschaften die ähnlich auftreten würden wie Gladbach heute: Real/Atletico und Juve. Da wünscht man sich ja fast schon Barca als Gegner, aber wie die momentan aufspielen..

    Ich weiß es gehört zum “Mia San Mia” und auch zum Selbstverständnis von Guardiola immer zunächst auf sich zu schauen und “sein” Spiel durchzuziehen. Wie wäre es denn mal mit einer ganz kruden Taktik: Die Bayern stellen sich so hinten rein wie Gladbach. Das würde den Gegner doch vollkommen verwirren. Die Frage ist: könnten wir so spielen?

  2. Bajuwandres

    Positives, das ich dem Spiel abgewinnen kann:

    Schweinsteiger+Alonso konnte ohne wirklich gravierende Folgen ein weiteres Mal auf hohem Niveau getestet werden. Dass es nicht geklappt hat, ist hoffentlich Hinweis genug, es nicht noch öfter zu versuchen.

  3. Bayer

    Die Abhängigkeit von Robbens bzw. Ribérys Leistungen ist mMn zu groß. Was sollte geändert werden, um nicht in der Offensive so ideenlos zu wirken? Das Spiel heute erinnerte mich sehr an das Spiel aus der Vorsaison gegen BVB in der Allianz Arena, bzw. Rückspiel gegen Real Madrid, wo wir viel Ballbesitz hatten, trotzdem vorne wirkungslos wirkten und zudem noch sehr konteranfällig waren.

    1. chicago_bastard

      Dazu müsste er schon von sich aus gehen, unser devoter Vorstand würde ihm ja am liebsten morgen einen Blankovertrag vorlegen in den er selbst Gehalt und Laufzeit eintragen kann…

      Leider hat er diesen enormen Vertrauensvorschuss der Bosse bislang durch nichts gerechtfertigt, denn nationale Titel mit einem Kader, der der Konkurrenz derart himmelweit überlegen ist würden wohl viele Trainer holen.

      In Bezug auf die größte Problematik, der sich ein Ballbesitzteam gegenüber sieht, nämlich kompakt verteidigenden Mannschaften, hat er das Team gegenüber dem Triple-Jahr eher zurückentwickelt, da sind wir jetzt wieder da wo wir unter Heynckes 2012 waren. Der hat in seinem zweiten Jahr die richtigen Schlüsse gezogen, Pep bislang überhaupt nicht.

    2. Dakury

      Ist das euer ernst? Kein cl-Finale = Trainer feuern? SpoxNiveau ist nun auch hier, schade. 2013 stand einfach unter einem gutem Stern… Die spanischen Teams waren nicht gut drauf, und im Finale hatten wir das nötige Glück. Seitdem scheinen einige ihre Erwartungen in ungeahnte Höhen geschraubt zu haben…

    3. Erich_B

      Im 2ten Jahr unter Jupp war Martinez oft der Matchwinner – auch gegen die Spiele gegen den BVB, Gladbach etc.

      Der ist in der Konterabsicherung überragend. Habe mir erst vor 3-4 Wochen Video’s von ihm angeschaut, und da ist mir erst wieder bewusst geworden wie sehr er fehlt.

    4. Puh, Herr Effenberg. Da würde ich auch eher empfehlen mal wieder den Fuß vom Gas zu nehmen. Wir haben in der Champions League jetzt eine knifflige, aber lösbare Aufgabe vor uns. Danach kann man weiter sehen. Ein CL-Sieg ist sicher nicht die Erwartungshaltung – sollte und darf es auch nicht sein.

    5. Hans

      Mach dich doch nicht lächerlich Effenberg!

      Du, und einige Kommentare unter dir, bestätigen genau das, was ich schon länger sehe: Pep wird enorm kritisch gesehen. Diese Kritik verstummt bei deutlichen Siegen, bei den Niederlagen gegen Wolfsburg, Gladbach und dem Unentschieden gegen Donezk kommt sie wieder ungefiltert hoch.

      Es ist die alte Leier: Warum musste überhaupt irgenwas verändert werden, in der Triple-Saison war doch alles perfekt, usw. usf.

      Dem liegt meiner Ansicht nach ein tiefs Mistrauen gegenüber Pep zugrunde. Ich erlebe das in meinem Bayern-Freundeskreis, mit dem ich jedes Spiel anschaue, immer aufs neue.

      Die Frage ist: Was wollt ihr genau? Das Triple verteidigen? Träumen darf man ja, aber ist das realistisch? Es haben nur ganz wenige Mannschaften überhaupt das Triple gewonnen. Selbst Jahrhundertmannschaften wie Real Madrid oder der AC Mailand haben das nicht geschafft. Und ihr wollt es verteidigen? Das Ziel muss es sein, die Mannschaft dauerhaft in den Top3/Top4 zu etablieren. Das heißt für mich Champions League Halbfinale. Das ist letztes Jahr gelungen und das wird dieses Jahr auch wieder gelingen! Alles was danach kommt ist Bonus.

      Außerdem: Die Triple-Saison ist mit der jetzigen nicht zu vergleichen. Nenn mir doch bitte die Spiele, in denen der Gegner so defensiv stand jetzt Gladbach, Hannover oder Donezk.

  4. Hase

    Wie sagt man nach solchen Spielen: Aufstehen und Mund abputzen. Bis auf eine Sache, wenn wir wieder mal gegen den 3. der Liga spielen, dann sollten wir einen Zeitraum vom 7 Tagen Vorbereitung evtl. doch mal anders nutzen und nicht so (die nachfolgende Aufzählung habe ich mal aus einem anderem Forum kopiert)

    Samstag – Spiel
    Sonntag – Frei
    Montag – Frei
    Dienstag – öffentliches Training was auch bei youtube übertragen wurde
    Mittwoch Training – ohne Pep
    Donnerstag – Frei
    Freitag – erstes geheimes Training mit Pep
    Samstag – Abschlusstraining
    Sonntag – Spiel gegen den 3. der Liga!!

  5. Jürgen

    Ich stimme den meisten Punkten soweit zu. Was mir seit Monaten auffällt ist, das Rafinha keine vernünftigen Flanken in den 16 hinbekommt. Gestern beste Flanke von rechts kam um die 85. Minute von Boateng. Hinterläufen wie Lahm auf rechts , kann er auch nicht, oder macht es nicht so oft. Würde behaupten , ein Rode kann das besser.

    Wie weit man von Robbery abhängig ist, sah man nicht das erste mal. Wenn ich bei Sky 90 das Interview von Guardiola richtig verstand, sagte er da wirklich, wir haben nicht genug Spieler die dribbeln können? Klar ist 1 vs 1 wichtig, aber deswegen darf man doch nicht so ideenlos spielen.

    Wie schon geschrieben wurde, gegen extrem tief stehende Mannschaften ist der FCB meist überfordert, wenn das frühe Tor fehlt. Und da muss man mal ansetzen. Welche Ideen haben die Spieler, wenn der Trainer mal keine hat. Und warum versagt die Mannschaft in solchen Spielen immer wieder.

    Man darf gespannt sein, wie Thiago, Lahm und später Martinez wieder in die Mannschaft eingebaut werden und wie das Spiel dann aussieht. Man hat gesehen, wie stark Thiago in Sachen Ideen war, bevor er verletzt wurde. Nur wenn Thiago mit Alonso oder Schweinsteiger in der Zentrale wirken, wo soll Lahm hin außer auf rechter Verteidiger?

  6. Erich_B

    Hallo zusammen,

    es scheint als würde Bayern gegen Mannschaften mit Niveau nicht richtig in Fahrt kommen – erst die Klatsche gegen WOB und jetzt gegen Gladbach.

    Bayern schafft es aktuell nicht sein bestes Niveau zu erreichen. Wenn dann noch individuelle Fehler hinzukommen wie gestern ist der Tag natürlich gebraucht.

    Wie Probleme des Spielsystems scheinen nicht wirklich abgestellt, solche Spiele wie gestern erinnern mich stark an die Auftritte gegen Real im der letzten Saison.

    Zum Thema Robben: Gefühlt war es für mich eine Frage der Zeit bis der sich wieder verletzt, jetzt halt gerade zu ungünstigsten Zeit, weil es auf die spannende Saisonphase zugeht.

    Was mich jedoch mehr ärgert, ist die Abhängigkeit von Robben/Ribery. Das ist wie zu schlimmsten LvG Zeiten. Wir diskutieren hier doch schon vor Spielen gegen den HSV ob wir diesen besiegen ohne Ribery/Robben. Bei der Qualität der Mannschaft ist das für mich keine Diskussionsgrundlage.

    Bei allem Respekt, Gladbach ist keine europäische Top-Mannschaft. Selbst ohne Robben/Ribery kann man gegen die nicht 0:2 verlieren, vor allem im Prinzip ohne Chance ! Lewa, Müller, Alaba, Schweinsteiger sollten die Qualität haben Top-Chance herauszuspielen.

    Langsam stellt sich für mich die Frage nach diesem abartigen Spielsystem den Gegner immer komplett in das letzte 1/3 pressen zu wollen.
    Mannschaften wie Gladbach freuen sich auf sowas, und warum sollte man die Stärken des Gegners so absichtlich noch unterstreichen.

    1. Steffen

      Mir ist das mit der Abhängigkeit von Robben und Ribéry ein wenig zu billig. Klar ist jede Mannschaft irgendwo von ihren besten Spielern abhängig. Zumal Robben und Ribéry 1:1 momentan kein äquivalent im Kader haben. Aber: In der Vorwoche gab es ein sehr überzeugendes 4:0 gegen Bremen ohne die beiden. Beim 0:4 gegen Real Madrid standen beide auf dem Feld. Beim 1:4 gegen Wolfsburg war zumindest Robben dabei.

      Ich weiß schon was ihr sagen wollt – nämlich, dass es ohne Robben und Ribéry kaum Dribblings und eins gegen eins-Duelle gibt und das Spiel so eher noch statischer wird. Aber nach der zweiten Saisonniederlage auf eine Abhängigkeit von den beiden zu verweisen finde ich etwas zu kurz gegriffen. Ich denke in 2-3 Wochen werden wir beurteilen, ob es diese starke Abhängigkeit wirklich gibt.

      1. Oliver

        Sorry, aber wieder mit dem Bremen Spiel anzufangen finde ich schon echt lustig. Wir alle haben gesehen wie Bremen gespielt hat, wie viel Platz Bayern hatte und das es Kontertore waren die dort gefallen sind. Also vergiss dieses Spiel doch einfach in dem Zusammenhang, es hat 0,0 Aussagekraft.

        Es geht darum das Robben und Ribery direkt mal 2 Spieler binden und der Gegner diese Spieler komplett anders verteidigt wodurch der Rest deutlich mehr Platz bekommt und das Spiel eine komplett andere Dynamik bekommt. Es geht darum das Spieler in den Gegner rein und durchgehen gehen wodurch Tempo und intensität in das Spiel kommt anstelle nur quer hinter herum zu spielen. Ich fand es gut das Götze das gestern öfters versucht hat, auch wenn er nicht durch kam. PS: Barca ohne Messi ist auch nur die Hälfte wert

        Das entscheidende war doch viel eher das wir schon zig Ideen gesehen haben wie man Bayern angeblich am besten ‘knackt’, insbesondere mit aggressivem Angehen und mutigem Auftreten war ja die öffentliche Meinung. Borussia, als Tabellendritter und spielstarke Mannschaft hat es zur Überraschung fast aller komplett anders gemacht und sich komplett hinten rein gestellt in den ersten 20 Minuten, nicht versucht mitzuspielen (das komplette Gegenteil von Bremen) und dann perfekt die Räume nach vorne genutzt. Sie haben genau das gemacht was man gegen eine Bayern ohne RibRob am ehesten funktionieren sollte…..

      2. Steffen

        Den Haken in deiner Argumentation merkst du aber oder? Robben stand ja in den ersten 24 Minuten noch auf dem Platz.. Das Problem war da ja auch schon vorhanden. Wie gesagt: Alleiniger Verweis auf Robben und Ribéry ist mir viel zu einfach.

        Was das Bremen-Spiel angeht stimme ich dir aber zu. Es ist insofern nicht mit Mönchengladbach zu vergleichen. Aber die Diskussion ging ja in die Richtung: “Es geht nie ohne Robben und Ribéry”.

      3. oliverp

        Den Haken an meiner Argumentation merke ich schon, als Robben ging stand es noch 0:0 und die ersten 25 Minuten waren mit abstand die Besten der gesamten Partie und keiner hätte zu der Zeit darauf getippt das Gladbach 2:0 gewinnen würde.

        Zumal es einen Unterscheid ausmacht ob ich eine Abwehr 25 Minuten ‘bearbeite’ oder aber 90 Minuten lang, die Unachtsamkeit und Fehler kommen bekanntermaßen eher mit der Zeit zu Ende des Spiels.

        Aber das spielt gar keine Rolle weil es hier nicht um 20 Minuten oder einzelne Sequenzen oder Spiele geht (wie das tolle Beispiel Bremen zeigt) sondern um grundsätzliche Fragen und eine zielgerichtete Analyse

  7. Fänger

    Gemach, gemach, meine jungen Padawane… 
    Ganz so schwarz sollten wir jetzt nicht malen. War es ein gutes Spiel von uns – nein. Aber man muss schon sehen gegen wen wir gespielt haben und wie das Spiel gelaufen ist.
    Gegen die Fohlen tun wir uns schon länger schwer, siehe nur das Hinspiel. Die sind taktisch und defensiv einfach extrem gut geschult und für uns sehr unangenehm zu bespielen. Wenn dann noch beide Dosenöffner fehlen, macht es die Aufgabe nicht wirklich leichter.
    Kramer und Stranzl haben in den Interviews nach dem Match sehr sachlich analysiert, dass es in den ersten 20 Minuten schon extrem schwierig gewesen sei, dem Druck der Bayern stand zu halten. Dann fällt aus dem Nichts ein Tor, das so auch nicht oft fällt (Fehlentscheidung beim Einwurf und Fehler Neuer). Und es darf ja viel passieren gegen Gladbach, aber dass die in Führung gehen gehört nicht dazu.
    Mir schwante schon bei der Aufstellung der Borussen, dass sie sehr defensiv spielen und auf Konter setzen werden. Die Stürmer standen ja 15 Meter in der eigenen Hälfte. Und mit nur einem echten Kreativen mit Götze wird es halt extrem schwer.
    Grundsätzlich fand ich ja, dass wir defensiv eigentlich gut gespielt haben. Insgesamt 3 Torschüsse der Borussen, viel besser kann man es eigentlich nicht machen. Vorne ist es eben sehr schwierig, sich gegen solche Teams durch zusetzen. Du muss einfach in Führung gehen und das ist nicht gelungen.
    Viel schlimmer ist, dass Robben jetzt so lange ausfällt. Weiß gar nicht, wie man sich bei dem Foul gleich so verletzen kann.
    Jetzt haben wir 14 Tage Pause. Zumindest Lahm und Thiago sollten dann wieder dabei sein. Und dann schauen wir mal…

  8. Usedomspotter

    Es war das zu sehen, was schon in der ganzen Rückrunde da ist. Es wurde in der Liga nur gelegentlich durch hohe Siege gegen Abstiegskandidaten übertüncht. Aus dem Spiel heraus gegen halbwegs ebenbürtige Gegner ist die Mannschaft nur selten in der Lage, Druck aufzubauen. Sie wirkt unkonzentriert, viele Zuspiele sind schlampig, was immer wieder zu Tempoverlusten führt und es werden jede Menge Verlegenheitspässe gespielt, weil das Spiel ohne Ball nicht passt. Zu diesem Zeitpunkt der Saison sollte eine Spitzenmannschaft eigentlich gut eingespielt sein. Bei Herrn Guardiola hat man aber zunehmend den Eindruck, er möchte nur noch beweisen, dass er jede Woche Spieler auf eine andere Position schieben kann.

    1. Oliver

      Grundsätzlich gebe ich dir recht, auf der anderen Seite siehst du das zb auch Real zur zeit große Probleme hat. Jede Saison hat ihre eigene Dynamik

      Das ist eine Zeit für Bayern wo die Meisterschaft eigentlich entschieden ist man nur über die Tordifferenz diskutiert und man auf die großen Spiele zu geht und diese auch schon im Hinterkopf hat. Die Abstimmung und das Spielgefüge (das Einspielen) stehen aber man holt eben gerade noch mal tief Luft vor den entscheidenden 2 Monaten und kann wirklich auch noch Dinge ausprobieren.

  9. Da ich noch keine Aufzeichnung sah und nur die Eindrücke von gestern Abend aus dem Stadion habe, nur wenige Anmerkungen von mir. Erst einmal die Partie am TV schauen…

    – Badstuber hat mir bis auf die Szene beim Einwurf inkl. seiner überlangen Beschwerde wirklich wieder gut gefallen. Nicht, weil er unglaubliche Akzente nach vorn gesetzt hat, sondern weil es einfach Freude ist zu sehen mit welcher Selbstverständlichkeit er agiert.

    – Alabas Positionierung fand ich ausgesprochen schlau, aber eben nicht von Erfolg gekrönt und mit laufender Spielzeit verpuffte das alles – wie im gesamten Team

    – Den Wechsel von Rode konnte ich gestern Abend nachvollziehen. Er kann etwas wuseliger und aggressiver zwischen die Reihen gehen. Wenn die meisten Kombinationen dann aber weiterhin der Pass auf Außen und die semi-gute Flanke sind, nutzt er wenig. Ins Zusammenspiel war er leider auch selten eingebunden oder hat sich dann den Schneid im Zweikampf abkaufen lassen. Wieso man den wuseligen Götze herausnimmt, hab ich auch nicht verstanden.

    – Gladbach hat das über 90 Minuten – vielleicht mit Abstrichen in den ersten 10-15 Minuten – wirklich souverän und hochkonzentriert gemacht. Großes Lob für ihre Ordnung und Ruhe. Dass wir dann keine Möglichkeiten außer Flanken finden, Zuspiele zunehmend ungenauer werden und 1-gegen-1 Situationen nicht erzeugen können, ist eine andere Seite. In den Kommentaren und Steffens Analyse wurden ja allerhand Punkte dazu herausgearbeitet. Allein auf das Fehlen von Robben und Ribéry will ich das nicht abwälzen. Das wäre zu einfach.

  10. förb

    ich bin der meinung, die verletzung von robben geht auf die kappe der medizinabteilung. eine riß an der bauchmuskulatur ist unter normalen umständen eine extrem unwahrscheinliche und seltene verletzung; da fällt es schon auf, dass robben zuvor probleme mit einem nerv hatte. mMn war sein rumpf als ganzes noch nicht wieder geschmeidig und die muskelkoordination noch nicht wieder optimal. und dann passiert sowas halt.

    ansonsten frage ich mich ehrlich, warum man in so einem spiel auf teufel komm raus dominant und mit viel ballbesitz und hoch stehend spielen WILL! was soll das? die situation ist doch so, dass BMG die punkte viel nötiger hatte im kampf um einen CL platz als bayern im kampf um die schale! also warum nicht einfach mal sagen “ach wißt ihr was leute… ihr wollt was? dann holt’s euch doch!” und die einfach mal kommen lassen. dass man durchaus noch in der lage ist, erfolgreich zu kontern, haben die letzten spiele gezeigt. dazu sind RibRob sicher sehr nützlich, aber come on, mit müller, lewa, alaba bernat etc geht das durchaus auch!

    also, mMn nach originär ein totalausfall von guardiola. der individuelle fehler von neuer führt zum konkreten ergebnis, aber das eigentliche problem war die spielanlage und die gibt der trainer vor.

    1. Patrik

      Sehe ich wenig anders. Im Hinblick auf die CL sind noch einige Gegner dabei, die genau so spielen werden und da muss man das einfach auch mal bis zum Ende spielen können. So gut organisiert sind die am Ende dann alle. Porto wird so spielen, und wenn Juve oder Athletico weiterkommen wird es genauso aussehen. Und dann kannst du nicht sagen: “Kommt doch und holts euch.” Die werden sich alle schön hinten rein stellen.

      1. förb

        sorry aber die logik dahinter verstehe ich nicht. ist es denn so, dass ‘sich hinten reinstellen’ grundsätzlich das bessere konzept ist? wenn dem so ist, dann sollte man es, aller löblichen spielphilosophie zum trotz, auch ganz genau so machen…

        nein aber mal im ernst. in einem CL knockout spiel ist die ausgangslage für beide mannschaften erstmal die gleiche. natürlich können beide mannschaften erstmal defensiv auftreten, aber an irgendeinem punkt muss etwas gewagt werden, sonst gibt’s elfmeterschießen. und das funktioniert ja im normalfall auch, und nur deswegen ist der sport ja auch nach wie vor für den zuschauer attraktiv.

        in der liga ist es aber was anderes. FCB liegt souverän vorne, BMG muss nach wie vor um einen sicheren CL platz kämpfen. ja, da finde ich schono kann man auch mal den stinkefinger rausfahren, die reihen schließen und einfach den gegner mal kommen lassen. was ist daran falsch?

        ich sehe da keinen grund, der dagegen spricht, das auch MAL zu machen! man muss auch einfach mal variieren können; genau das ist nämlich das problem, dass nämlich derzeit jeder gegner jederzeit haargenau weiß, dass bayern auf teufel komm raus versuchen wird, das spiel zu machen. sicher, mit taktischen variationen, und deswegen gelingt es auch nicht jeder x-beliebigen mannschaft, dagegen anzukommen; aber die teams, die wirklich fussball spielen können, die gegen verschiedene taktische systeme ausgerüstet sind, die haben einen strukturellen vorteil, nämlich genau den, dass sie wissen, dass bayern immer versuchen wird zu drücken.

        ich weiß nicht, wie man diesen umstand NICHT als problem ansehen kann!

  11. Jo

    Der zweite vergebene Matchball nach dem Wolfsburgspiel. Das macht das nächste Spiel gegen Dortmund leider wieder ziemlich heiß. Dort eine Niederlage (was immer drin ist) und wir sind ggf. bei 7 Punkten Vorsprung und haben zwei Niederlagen nacheinander im Gepäck vor den entscheidenden Wochen. Man möchte sich dann den ausgerufenen Hysteriemodus gar nicht vorstellen.

    Das Spiel selber:

    – Gladbach der erwartet unangenehme Gegner. Außer Dortmund gibt es keine Mannschaft gegen die wir uns schon traditionell so schwertun.

    – Robben/Ribery fehlen. Man mag das bedauern oder kritisieren, aber es ist eben nicht zu leugnen, dass das ohne/mit Ribery/Robben jeweils eine andere Mannschaft ist.

    – Neuer schmeißt das Spiel dann weg. Wahrscheinlich sein schlechtestes Spiel bisher bei Bayern. Erstaunlich bei drei Schüssen aufs Tor, aber “being Neuer” ist eben nicht einfach. Die Spezialisten die einen neuen Trainer fordern, könnten doch gleich mit einem neuen Torwart weiter machen.

    Bemerkenswert Steffens Hinweis bezüglich der TOP 5 der Liga. Von diesen 7 Spielen haben wir gerade mal 2 gewonnen. Das stimmt in Anbetracht der Tatsache, dass in den Pokalspielen ab jetzt nur noch mit starken/sehr starken Gegnern zu rechnen ist, nicht gerade optimistisch.

    Natürlich bleibt Porto, angesichts der Alternativen weiter ein Glückslos. Diejenigen die es als Freilos betrachtet haben, sollten allerdings noch mal in sich gehen.

    Aber das sind wahrscheinlich eh die die an das Märchen der ewigen Unschlagbarkeit geglaubt haben. Und ob denen noch zu helfen ist?

    1. Oliver

      sorry aber das ist doch Kindergarten. Wo sind wir hier eigentlich angekommen das man nach evtl 2 Niederlagen gg Gladbach und in Dortmund mit ‘nur noch 7 Punkten Vorsprung’ Schnappathmung bekommt???

      SEID IHR ALLE IRRE????? Oder nur Angshasen?? Ist Bayern dann ein Abspiegskandidat und kann gar nicht mehr gewinnen bei verbleibenden 7 Spieltagen?

      Guardiola raus wenn man die CL nicht gewinnt, Panik macht sich breit wenn man nur noch 7 Punkte Vorsprung hat…… Hier ist jedwede Fussballrealität auf der Strecke geblieben heute

      Wenn der Bayernfan keine 10 Punkte Vorsprung, was für ein Luxusproblem. Das schlimmste ist das es evtl. viel besser für die CL wäre wenn es eben nicht so einfach wäre und wenn man mehr Spiele unter Druck hätte weil das eben in der CL in den entscheidenden Spielen auch der Fall ist und vielleicht würde man dann als Bayernfan auch mal wieder anfangen richtige Freude nach einem wichtigen Sieg zu empfinden als nur diese alltägliche Zufriedenheit weil man es eh erwartet hat und nicht anders kennt

      1. Jo

        Du hast das wohl nicht richtig verstanden. Es ist genau die hysterische Scnnappatmung, die gerade deinen Beitrag auszeichnet, die ich bei einer weiteren Niederlage befürchte.

      2. Oliver

        Eben, und du fängst damit an. Lass sie doch heute Punktgleich and er Spitze sein mit Wolfsburg. Und dann? Sind die Bayern dann nicht gut genug Meister zu werden?

        Glaubst du die schaffen das dann nicht? Aber du glaubst das sie die CL gewinnen?????

        Künstliches Drama weil man gar nicht mehr weiß was wirkliches Drama ist (siehe Hamburg :) )

      3. oliverp

        Sorry, wen ich es wirklich falsch verstehe und du den ersten Absatz nicht so meinst wie du ihn schreibst und nur als ‘theoretische Grundlage’ für die dann folgende öffentliche Stimmung gedacht hast.

        Aber es geht mir sowieso nicht gegen bzw um Dich sondern um die grundsätzliche Einstellung vieler Bayernfans

      4. Jo

        Ja so meine ich das. Als “theoretische Grundlage” für das was dann ggf. los sein wird.

        Und den dann losbrechenden Hype braucht man wirklich nicht. Weil das dann etwas ist was sich verselbstständigt und den weiteren Verlauf der Saison beeinträchtigen wird. Auch die Spieler des FCB sind entgegen der landläufigen Meinung eben keine Maschinen.

  12. JP

    Bzgl. der Abhängigkeit von R&R: wie gut ist Real eigentlich ohne Bale und Ronaldo? Wie gut war Barca zu Guardiolas Zeiten ohne Messi und Iniesta? Wir haben Barca 4-0 und 3-0 geschlagen: als Messi außer Form/leicht verletzt war. Sicher nicht der einzige Grund, aber leichter hat es das schon gemacht…
    Wie beurteilen wir eigentlich die Tripel-Saison, wenn der BVB aus seinen 3-4 guten Chancen im CL-Endspiel 2 oder 3 Tore macht? Hat Heynckes dann alles falsch gemacht? Natürlich haben wir die CL hochverdient gewonnen, aber ohne ein bissl Glück in den 3 oder 4 entscheidenden Spielen geht es nicht.
    Ich finde es ziemlich albern, Guardiola zu kritisieren. Fußball hat als low-scoring-game einen (im Vergleich zu anderen Sportarten) relative hohen Glücksfaktor – unter Guardiola haben wir den, wie anhand der Ergebnisse problemlos sichtbar, so gut im Griff wie nie zuvor.
    Das Spiel gestern war nicht gut, aber ich denke, daß man in einem CL-KO-Spiel ein anderes Aufbäumen des Teams sehen würde als in einem Spiel, in dem man nicht wirklich viel verlieren kann.

    1. Oliver

      Sehr gut, danke dafür

    2. chicago_bastard

      Richtig, ohne bissel Glück geht es nicht. Allerdings hat die Triple-Mannschaft diesen Glücksfaktor auf ein extremes Minimum reduziert, indem sie in eigentlich jedem Spiel die bessere Mannschaft war und mehr Torchancen hatte als der Gegner, so auch im CL-Finale. Ein Sieg des BVB wäre natürlich möglich, aber in Anbetracht der Chancenverteilung klar unverdient gewesen.

      Ganz anders sah es gestern aus. Gladbach hat sich nur 4 Torchancen erspielt aber das reicht, damit man von einem hochverdienten Sieg sprechen kann, weil die Bayern nunmal fast gar nix Gefährliches aufs Tor gebracht haben. Die aktuelle Mannschaft kann überhaupt kein Glück erzwingen, weil sie sich schlicht und ergreifend keine Torchancen gegen kompakt verteidigende Mannschaften einer gewissen Qualität erspielt! Da kann dann einfach auch keiner mit Glück reingehen, wenn man den Ball 90 Minuten lang uninspiriert querschiebt.

      Solche Spiele aufgrund schlechter Chancenverwertung mal zu verlieren wäre kein Beinbruch aber auf diese Art und Weise, dass man sich einfach Null Torchancen herausspielt, ist besorgniserregend.

      1. oliverp

        Grundsätzlich sehe ich das auch so und das quer Geschiebe ohne Zug zum Tor ist schrecklich.

        Aber dir ist schon aufgefallen das die Mannschaften gegen Bayern mittlerweile ganz anders spielen als sie es noch unter Heynckes getan haben (Ähnlich wie auch der BVB ein Opfer seiner selbst ist und mittlerweile die Gegner das schnelle Umschaltspiel kaum noch zulassen), also die Vergleiche machen nicht mehr wirklich viel Sinn wenngleich ich mich auch freuen würde wenn die Bayern die Gegner auch mal kommen lassen würden und man dann auch mal Platz zum Fussball spielen hätte (wie gegen Bremen), insbesondere mit einem schnellen Robben.

        Ich glaube sogar das Gladbach mit seiner Spielanlage, schnelle Konter und der überragenden Defensive (nur 20 Gegentore) die absolute Höchststrafe für Bayern ist wenn sie so tief spielen und der am schwersten zu bespielende Gegner der Buli ist. Und wenn man dan auch noch das Pech hat durch einen seltenen Fehler in Rückstand zu geraten und komplett ohne Robben /Ribery spielen muss kann das eben so ausgehen.

        PS: So spielt Porto nicht, Wolfsburg nicht und auch der BVB nicht und wenn wir ehrlich sind hätten auch die wenigsten erwartet das Gladbach gestern so spielen würde

      2. chicago_bastard

        Spielen die Gegner so oder zwingen wir die Gegner aufgrund der Philosophie unseres Trainers so tief in die eigene Hälfte?

        Es gab gestern nach dem Spiel eine Aussage von Stranzl im Interview, wo er sinngemäß sagte, dass Gladbach gar nicht vorhatte so tief zu stehen, sondern sie durchaus situativ auch mal hoch pressen wollten, dies hätten die Bayern aber nicht zugelassen, diese hätten die Gladbacher nämlich so extrem nach hinten gedrückt. In Ansätzen hat man das auch gesehen, als Neuer in HZ1 mal einen kurzen Abschlag ausgeführt hat haben die Gladbacher ihn und die Verteidiger schon am Bayern-Sechzehner gepresst. Das war aber extrem selten der Fall.

        Da frag ich mich, ob es nicht sinnvoller ist den Gegner rauszulocken und unsere Verteidiger pressen zu lassen, um dann die erste Pressinglinie zu umspielen und so dann mehr Räume in der Offensive zu haben statt ihn derart hinten reinzudrücken und folglich kaum Raum zu haben.

    3. Nullachtneuner

      Danke, sehe ich genau so. Die Selbstverständlichkeit, mit der hier manche die CL gewinnen wollen geht mir echt auf den Zeiger.

  13. axel

    Wie wäre es mit einer völlig taktikfreien Erklärung für das Ergebnis gestern? Mir scheint es nämlich, dass zu viele wichtige Spieler nicht in Form sind. Lewa nicht, Götze nicht (der in den Kommentaren hier bisher übrigens nicht einmal als dribbelstarker 1 vs 1 -Spieler genannt wurde, bemerkenswert), Alonso nicht, Müller nicht. Wenn Neuer dann festfriert und auch noch einen Fehler macht, ist das Erklärung genug, denke ich.

    Es würde mich nicht wundern, wenn Alonso der erste wäre, der durch die Rückkehr von Lahm und Thiago längerfristig auf die Bank wandert. Ich habe auch noch einen zweiten Kandidaten, aber über den habe ich in den letzten Wochen schon genug gemosert, das spare ich mir jetzt.

  14. Didi

    Ist doch traurig, dass wir gegen gut (stehende) Gegner immer wieder auf die individuelle Qualität von rib und Rob abhängig sind. Und das auch nur weil die beiden die einzigen sind, die mal 1:1 gehen.

    Was wir quer spielen, geht auf keine Kuhhaut, der schlimmste Moment wohl, als eine Ecke zu neuer zur Ballsicherung gespielt wurde – wie kann man nur so 0 Risiko gehen wollen?

  15. Bayernexpat

    BAYERN IN DER KRISE!
    PEP RAUS!

    Is ja fast wie hier bei Arsenal :)

  16. Usedomspotter

    In den 7 Spielen gegen die folgenden vier Mannschaften hat man auch gerade einmal 6 Tore geschossen.

    Wolfsburg (H) 2:1 (A) 1:4
    Gladbach (A) 0:0 (H) 0:2
    Leverkusen (H) 1:0
    Schalke (A) 1:1 (H) 1:1

    Den komfortablen Vorsprung hat der FCB, weil er gegen die anderen Mannschaften konstant gepunktet hat, während der Rest der Spitzengruppe immer wieder Punkte liegen lässt. So einfach ist das. Wäre gut, wenn die Medien das auch einmal so nüchtern sähen und nicht immer den Quatsch von Übermannschaft verbreiten und Guardiola als Mutter aller Trainer abfeiern würden.

  17. Marco05

    Dem Bericht ist im Grunde nicht viel hinzuzufügen.

    Weil jemand gefragt hat was zu ändern wäre:
    Vlt. mehr Offensiv-/Krativkräfte!

    Es standen von Beginn an genau drei Offensivakteure auf dem Platz. Als Lahm für Götze kam waren es noch genau zwei!!!

    Ich frage mich ernsthaft, warum die Räume im vorderen Drittel nicht (adäquat) besetzt werden und wir stattdessen mit 2 Liberos auflaufen und dann noch später 2 Sechsern…

    Neben der Abhängigkeit von Ribery ist Thiago dabei die einzige Hoffnung. Warum schiebt man nicht Alaba mal etwas weiter vor, zur Unterstützung von Götze? Warum schlägt man 21 Flanken wenn man im 16er in einer 1/4 oder 2/7 Unterzahl steht? Und wenn warum kommen 90% der Flanken mehr als grottig??? Warum wird das gleiche unwirksame Konzept wie gegen Hannover verwendet und diesmal nicht innerhalb des Spiels reagiert?

    Da sind schon etliche Fragen, die man sich stellen muss. Rein rechnerisch ein Betriebsunfall, aber ich denke es ist de facto etwas mehr als das.

  18. Hans

    Hört doch bitte endlich auf, die jetzige und die letzte Saison mit der Triple-Saison zu vergleichen! Nennt mir bitte die Spiele, in denen sich unsere Gegner so hinten reingestellt haben!

    1. Jo

      Keine Chance! Wenn man davon ausgeht, dass die Verklärung mit zunehmendem zeitlichen Abstand immer größer werden wird, kann man sich ja vorstellen was uns noch bevorsteht.

      Ich fordere ja eher die Rückbesinnung auf 1974, da war die Welt noch in Ordnung und wir haben zumindest alle Spiele gewonnen (so wars doch??).

  19. Lencer

    Meine 5Cent zum Spiel:
    – Alaba war völlig falsch eingesetzt, der irrlichterte nur so umher.
    – Bernat hat deutlich gezeigt, dass er einer der überschätztesten Spieler überhaupt ist. Für die offensive Position die er spielt, muss er viel torgefährlicher sein.
    – Götze mal wieder ein Totalausfall. 3-4mal festgelaufen = Spiel für ihn gelaufen
    – ich vermisse die Spieleröffnung von Alonso. Fast alle Flanken aus der Abwehr kommen von Boateng. Der macht das nicht so schlecht, aber Alonso gefällt mir als Spielgestalter besser.

  20. Bayer

    Matthias Brügelmann schreibt in seiner Bild-Analyse: Die Bayern-Bilanz mit Schweinsteiger und Alonso in der Startformation spricht für sich: 3 Siege, 2 Remis, 2 Niederlagen. Alonso alleine: 18 Siege, 2 Remis, 1 Niederlage. Schweini alleine: 6 Siege! Sehr interessant (als Ergänzung zum Punkt 2 des wie immer hervorragenden Spielberichtes).

  21. Rheumakai

    In allen Spielen, in denen gute Gegner hinten drinstehen und den Bayern den Ball komplett überlassen, und das Bayern-Spiel zum Handball-Spiel wird (von links nach rechts nach links nach rechts, 90% Ballbesitz, aber nur im ungefährlichen Raum, und alle stehen rum – wie auch eben letzte Saison gegen Man U und Real), frage ich mich immer, ob denn nicht einfach gerade der Versuch, den Gegner durch Ballbesitz einzuschnüren das eigentliche Problem ist. Denn dadurch macht man sich doch nur selbst die Räume kaputt, in die man sonst hineinstoßen könnte. Wenn der Gegner auf der 5er-Linie steht, kann ich einfach schwer Vertikalpässe hinter die Abwehr spielen… Warum nicht den Gegner mit den eigenen Mitteln schlagen und ein bisschen kommen lassen? Das konnte mir noch nie jemand erklären.

    1. daniel

      Weil dir der Gegner meist nicht den Gefallen tut und selbst kommt, wie es z.B. Bremen letzte Woche probiert hat. United hat es letztes Jahr völlig gereicht, alle 15 minuten einen langen Ball auf Valencia? zu schlagen und dem dann in einem 2 gegen 5 Unterzahlkonter viel Glück zu wünschen. Auch Gladbach war eigentlich erschreckend defensiv, in der ersten Hälfte gabs einen (!!!) Angriff und der hat mit viel mithilfe der Hintermannschaft und Neuer gleich zum Tor geführt. Ich hatte bis weit in die 2. HZ hinein nicht den Eindruck, dass Gladbach groß kommen wollte, das haben sie sich eigentlich erst gegen Ende getraut und dann gute Konter gefahren oder schnelle Angriffe gespielt. Mit bischen mehr Spielglück und einer besseren Tagesform Neuers geht das Ding 0:0 aus, Gladbach bleibt dann 90 Minuten hinten stehen und freut sich über den Punkt.

      1. chicago_bastard

        Das stimmt eben nicht. Wie oben schon erwähnt hat Stranzl nach dem Spiel erklärt, dass man eigentlich viel höher stehen wollte und die Bayern früher pressen wollte, die Bayern sie aber so nach hinten gedrückt hätten, dass das nicht möglich war. Und auch Guardiola hat ja schon mehrfach zu Protokoll gegeben, dass er genau das will, also den Gegner nach hinten drücken und sich selbst so die Räume eng machen (klingt verrückt aber das hat er wirklich gesagt).

        Es wäre also durchaus eine Option gewesen die Gladbacher hinten rauszulocken und sie die Bayern-Verteidiger schon in unserer Hälfte pressen zu lassen. Sobald man die erste Pressinglinie umspielt hätte hätte man vorne dann mehr Raum gehabt. Aber offenbar widerspricht so ein Ansatz der in Stein gemeißelten “Philosophie” des Trainers.

      2. Oliver

        Ich glaube ganz so ist es nicht. Ja, Guardiola sieht den Gegner gerne hinten drin und will Ballbesitz weil er dann sagt der Gegner könne dort kein Tor schießen (er ist eben von Haus aus ein sehr ängstlicher Typ). Guardiola scheint ein eher offenes, schnelles Fussballspiel nicht zu mögen weil er das nicht wirklich kontrollieren kann, zu viele Unwägbarkeiten darin enthalten sind und man dann evtl. selbst mehr Tore kassiert.

        Er ist es natürlich auch gewöhnt von der Barca Schule das seine Spieler technisch und spielerisch überlegen sind und den Gegner zb. mit einem Messi eben auch auf engstem Raum ausspielen können. Das ist sein Ansatz und seine Philosophie, den Gegner technisch zu beherrschen und auszuspielen. (Vor dem Hintergrund glaube ich das er auch gerne wieder Messi als Spieler haben möchte weil er mit ihm seine Philosophie am besten umsetzten kann, ein Ronaldo oder Bale wären nicht wirklich seine Spielertypen)

        Die Idee des ‘Herauslockens’ hört sich natürlich erst mal gut an und unterstütze ich auch aber man muss eben auch sehen das das nur einmal pro Angriff geht und wenn man es dann nicht schafft den Angriff schnell bis zum Ende durch zu spielen und man eben erfolgreich gestört wird ist das Tempo und der Raumvorteil dahin und wir sind wieder an dem Punkt wo wir immer sind denn man wird den Gegner dann wohl nicht wieder herauslocken wollen bis man einen neuen Angriff startet (das wäre ja eben wie einen Eckball zurück zu Neuer zu spielen). Das funktioniert also nur wenn man bei Angriff des Gegners später angreift und sie näher an den eigenen Strafraum lässt um selbst Raum zu haben den mann dann allerdings schneller nutzen müsste was Guardiola auch nicht wirklich mag da er ja eher auf längere Ballstafetten setzt.

        Grundsätzlich ist es aber eben so das technisch und spielerisch überlegene Mannschaften weniger Raum bekommen weil die Gegner sich verstärkt auf die Defensive konzentrieren (Real hat in dieser Saison noch nicht einmal gegen Athletico gewonnen) und man dadurch eben vor der schwereren Aufgabe steht sich auf engem Raum durchsetzten zu müssen und dem Gegner gleichzeitig den Raum zum schnellen Gegenzug gewähren muss.

        Das beste Beispiel hierfür ist doch die Entwicklung des BVB, die es geliebt haben gegen überlegene Gegner anzutreten und ihr schnelles Umschaltspiel zu nutzen aber die Meisterschaft in den letzten Jahren eben gegen schwächere Gegner verloren haben weil sie dich da eben nicht durchsetzten konnten. Wenn man sieht wie ängstlich und vorsichtig Arsenal in den CL Spielen in den letzten beiden Jahren gegen den BVB agiert hat sieht man was die Konsequenzen einer solchen Entwicklung sind.

        Du kannst eben nicht alles haben, eine Mannschaft wie den FC Bayern wo die Gegner aus Respekt und Angst schon zufrieden sind wenn sie nur 4 Tore bekommen und dann den Raum um einfach Fussball zu spielen.

        Dann musst du dich eben der Herausforderung stellen solch eine Abwehr knacken zu müssen und idR schaffen die Bayern das ja auch ziemlich gut aber es geht nicht immer und wenn dann noch Pech dazu kommt…….

        PS: Warum die Bayern sich gerade gegen stärkere Mannschaften oder in KO Spielen schwerer tun liegt auch daran das Guardiola mittlerweile vorsichtiger geworden ist. Er mag es eigentlich Überzahl um den Ball hin zu erzeugen und das Spiel so zusammen zu ziehen wodurch auch mehr Dynamik entsteht und mehr Spieler anspielbereit sind. Das hat aber eben das Risiko das andere Flächen des Spielfeldes etwas ‘vernachlässigt’ werden und starke Gegner wie im letzten Jahr Real oder auch der BVB das geschickt ausnutzen. Vor dem Hintergrund spielt er gegen gefährliche Mannschaften wo er weiß er hat 90 Minuten Zeit bzw Hin- und Rückspiel sichtlich vorsichtiger mit mehr Absicherung was das Spiel natürlich verlangsamt (Hier geht es um ein mehr ausgewogenes und nicht zu offensives Spiel)

        Das hat man in den Spielen gegen Donezk sehr gut gesehen wo er im Hinspiel sehr vorsichtig agiert hat und zufrieden mit einem eher schwachen Spiel war und man dann im Rückspiel nach dem schnellen 1:0 und der Überzahl natürlich engmaschiger agieren konnte wo dann auch die Tore folgten. Dazu kommt das Spielfreude und Leichtigkeit natürlich auch immer eine Rolle spielt wenn das erste Tor erst mal gefallen ist und die Bayern sich sicherer fühlen

      3. daniel

        Ich würde einen Kommentar Stranzls nach dem Spiel nicht zu hoch hängen und eher danach gehen, was auf dem Feld zu sehen war: Wie im Artikel unter 1) gut beschrieben war es eben ein Bluff der Gladbacher, zu sagen, man wolle mutig mitspielen. Gladbach hätte ja nach den ersten guten 15 Minuten der Bayern höher stehen können, aber auch danach kam außer dem einen Angriff zum 1:0 nichts nach vorne, auch kein höheres Pressing, etc.
        Ich bin mir auch nicht sicher, ob Guardiola will, dass sich der Gegner um den eigenen 5-Meter-Raum herum eingräbt. Erinnere mich an Aussagen von ihm, dass gerade solche Spiele immer schwer, nicht leicht, etc. wären. (wobei ich mir bei seinen Interviews nicht sicher bin, was man glauben soll, gilt aber auch für die von dir zitierten Aussagen) Ich glaub, am liebsten sind ihm Mannschaften, die viel mit Manndeckungen arbeiteiten (Luhukays Hertha z.B.) oder tief aber nicht zu tief stehende Gegner mit nem 08/15 Mittelfeldpressing.

  22. Hero991

    Wie kann man nach einer Niederlage gegen den Tabellen 3. von einer Krise sprechen?

    Gladbach hatte 4 Torschüsse und 2 gingen rein, es wären 3 gewesen wenn der Pfosten nicht da wäre. Bei so einer Effizenz muss man schon sagen, dass Gladbach dies wahrscheinlich sehr genau Trainiert hat davor.
    Das wir Konter abfangen können, haben wir schon oft gezeigt u.a. gegen Donezk, auch Köln hatte paar gute Konter aber die konnten wir bis auf die Ecke abwehren.

    Weiter wäre zu erwähnen, dass 3 Gladbacherkonter die zu 2 Toren und einen Pfostenschuss geführt haben über die linke Seite entstanden sind. Vergleicht man die Heatmap von Bernat und Rafhina fällt doch auf, dass Bernat keinen Linksverteidiger gespielt hat sondern schon Außenstürmer. Diese Rolle übernimmt er öfters wenn Ribery nicht spielt aber steht ihn nicht besonders gut, gerade wegen den Ungenauen Flanken. Hinzu kommt das Bernat kein Zweikämpfer ist sondern eher die Spieler Abläuft aber es ist schwierig Hermann und Hahn abzulaufen.

    Die Rolle von Xabi fand ich aber eher Interessant. Er ist in die Innenverteidigung gegangen und Boateng und Badstuber haben klare RIV und LIV gespielt. Schweinsteiger konnte so den 6er Spielen.
    Es gab eine klare Spielidee wo Robben anscheinend eine wichtige Rolle einnehmen sollte aber durch seine Verletzung konnte man die Spielidee nicht umsetzen.

    Achja wieder toll Analysiert vom Miasanrot-Team ;-)

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