FC Arsenal – FC Bayern München 1:5 (1:0)

Im Achtelfinale der UEFA Champions League schien für den FC Bayern schon vor der zweiten Partie alles entschieden zu sein. Der FC Arsenal lief im Rückspiel einem 5:1-Rückstand hinterher.

Das letzte Mal, als die Münchner ein Hinspiel in der KO-Phase der Königsklasse so deutlich für sich entscheiden konnten, war gegen den FC Barcelona. Dort allerdings im Halbfinale. Diesmal ging es für den Deutschen Meister um den Einzug in die Runde der letzten Acht.

Falls Ihr es verpasst habt:

Carlo Ancelotti rotierte dennoch wenig und blieb seiner Linie der letzten Woche treu.

Champions League - Arsenal vs. BayernChampions League, FC Arsenal – FC Bayern München, 07.03.2017, Grundformationen.

Im Vergleich zum Wochenende stellte der Italiener Rafinha, Hummels und Alonso wieder auf. Außerdem kehrten Robben und Ribéry zurück in die Startelf. Der Trainer verzichtete erneut auf Kimmich und auch Müller saß ebenfalls auf der Bank.

Bei der Heimmannschaft gab es ebenfalls keine großen Überraschungen. Den angeschlagenen Özil ersetzte der einrückende Oxlade-Chamberlain und auf der Doppelsechs starteten Xhaka sowie Ramsey, die im Vergleich zum Hinspiel für mehr spielerische Akzente sorgen sollten als Coquelin. Eigentlich sollte Welbeck im Angriff starten, doch der Engländer verletzte sich kurz vor Anpfiff. Ihn ersetzte Giroud.

Beide Teams also im 4-2-3-1 und beide starteten wie erwartet. Arsenal aggressiver und mit mehr Bemühungen von Beginn an als im Hinspiel und die Bayern offensiv wie immer zuletzt. Trotzdem war die Rollenverteilung direkt klar. Die Gäste um Kontrolle bemüht, während Wengers Elf auf Konter lauerte.

Die erste kleine Chance hatte Arjen Robben, als er nach dem für ihn typischen Muster nach innen zog (8.). Wenig später tauchte Arsenal erstmals vor Neuer auf, doch der Welttorhüter konnte noch vor Walcotts Abschluss klären (10.).

Es folgte eine Phase, in der Arsenal auf den ersten Treffer drückte und diesen auch erzielte. Die Bayern waren trotz klarer Überlegenheit nicht in der Lage, Theo Walcott nach einem Einwurf zu verteidigen. Der Angreifer schoss schließlich aus spitzem Winkel ein (21.).

Die Gastgeber waren fortan das klar bessere Team. Sie schafften es zwar die Defensive ihres Gegners unter Druck zu setzen, kreierten daraus aber zunächst zu wenig Chancen.

Vielleicht waren die Münchner ob des Hinspiels zu entspannt, aber die erste Halbzeit lief fast komplett an ihnen vorbei. Walcott verpasste in der 34. Minute nur knapp den nächsten Treffer. Die beste Chance der Gäste ließ indes lange auf sich warten. Während Vidal aus der Distanz klar verpasste (37.), verzog Lewandowski aus deutlich besserer Position (38.). Robben setzte ihn stark in Szene.
Bayern versuchte nun mehr. Doch auch ein Konter, der aus einem Konter des Gegners resultierte, reichte nicht zum Ausgleich (42.). Ein misslungener Arsenal-Freistoß (45.) war die letzte Chance vor der Halbzeit.

Walcott erzielte die zwischenzeitliche Führung für Arsenal nach zehn Minuten. 
(Photo: Ben Stansall/AFP/Getty Images)

Auch im zweiten Durchgang gehörte die erste Chance der Wenger-Elf. Giroud setzte seinen Kopfball aber über das Tor (49.). Die Gäste schienen sich nun jedoch mehr vorzunehmen. Nach einem Treffer von Mats Hummels, der wegen Abseits zurückgepfiffen wurde (51.), gab es einen Elfmeter für die Bayern.

Der freigespielte Lewandowski wurde von Koscielny gefoult, der daraufhin die rote Karte sah (54.). Diese Möglichkeit ließ sich der Pole nicht nehmen und so besorgte der Gefoulte den Ausgleich höchstpersönlich (55.). Ein Doppelschlag, der Arsenal schmerzte.

Vier Tore gegen den FC Bayern zu erzielen ist so schon schwierig. In Unterzahl war es nun eine Herkulesaufgabe. Die Gunners ließen sich fortan wieder etwas tiefer fallen und Bayern bekam Kontrolle in das Spiel.

Martínez (63.) und Lewandowski (64.) verpassten die Möglichkeit zur Führung ebenso wie Robben, der den heraus geeilten Ospina zwar an der Seitenlinie umkurvte, den Ball aber nicht ins Zentrum bekam (67.).

Arsenal war nun völlig überfordert und jener Robben wusste dies zu nutzen. In der 69. Minute geriet ein langer Ball zu kurz und der Niederländer vollendete den Gegenschlag zum 2:1. Spätestens jetzt war dieses Achtelfinale in der Schublade, was beiden Teams anzusehen war.

Ancelotti reagierte dementsprechend und wechselte. Für Robben kam Douglas Costa (71.). Auch Wenger tauschte aus und das gleich drei Mal. Coquelin, Özil und Pérez kamen für Ramsey, Giroud und Sanchez (73.).

Den Teams war das Ergebnis ebenso anzumerken wie den Fans der Heimmannschaft. Hier war nur noch der FC Bayern aktiv. Ein nächstes Tor wäre folgerichtig gewesen, doch Lewandowski traf zunächst nur den Pfosten (76.) und legte sich dann in einem Konter den Ball zu weit vor (77.).

Die Szenen erinnerten stark an das erste Aufeinandertreffen der beiden. Eine weitere Umschaltsituation brachte den Münchnern das 3:1. Costa schloss noch außerhalb des Sechzehners in Robben-Manier ab (78.).

Auch Ancelotti nutzte seine letzten Wechseloptionen. Sanches und Kimmich ersetzten Ribéry und Thiago (79.). Die Ereignisse überschlugen sich und Arsenal brach nicht nur komplett auseinander, sondern zeigte sich von einer für die Champions League untauglichen Seite.

Der FC Bayern bestrafte dies und erhöhte in Person von Arturo Vidal erst auf 4:1 (80.) und wenig später auf 5:1 (86.). Arsenal hatte mit Bellerin nochmal eine Chance (89.), doch die Moral des Teams war erschreckend.

So endete die Partie mit 5:1. Vielleicht die letzte Champions-League-Begegnung von Arsene Wenger als Chef-Trainer des FC Arsenal. Es wäre ein brutaler Abgang von Europas Bühne. Die Bayern hingegen bleiben weiter im Rhythmus und gewinnen auch Dank des Spielverlaufs so deutlich in einer Champions-League-Auswärtspartie wie schon lange nicht mehr.

3 Dinge, die auffielen:

1. Lösungen gegen Druck

Was Hamburg, Schalke, Köln und das Arsenal aus dem Hinspiel nicht offenlegen konnten, sah man im Rückspiel diesmal ganz deutlich: Die Bayern haben noch zu wenig Lösungen gegen ein gut organisiertes, offensives Pressing. Das sah man auch in einigen Spielen der Hinrunde.

In der ersten Halbzeit hatten die Münchner viele einfache Ballverluste, die zum Teil aus Konzentrationsschwächen, aber auch aus fehlenden Optionen entstanden. Der Aufbau ging meist über die Außenbahn, wo der Gegner schnell Überzahl kreieren konnte. Weder Alonso noch Vidal waren in der Lage, Martínez und Hummels zu entlasten.

Hier fehlte auch der tiefer agierende Thiago aus Köln. Der Spanier fand in der Offensive kaum Zugriff, weil die Probleme schon in der eigenen Hälfte begannen. Es kommt nicht von ungefähr, dass Oxlade-Chamberlain, der im Zehner-Raum agierte, in den ersten 45 Minuten die meisten Balleroberungen verbuchte (6).

Nur 56% Ballbesitz, 7 Abschlüsse des Gegners, lediglich 212 Pässe (Arsenal nur 57 weniger) und ganze 17 Grätschen, weil man oft hinterherlief, unterstreichen die großen Probleme, die der FCB im ersten Durchgang hatte.

Ohne Alonsos Fähigkeiten zu unterschätzen, wäre Müller in Verbindung mit Thiago auf der Sechs vielleicht die passendere Lösung für die diesmal aggressiveren Gunners gewesen. Die erste Halbzeit wurde im Zentrum verloren, wenngleich sich der Schaden wegen des Hinspiels in Grenzen hielt.

2. Pressing noch mit Fehlern

Auch das zuletzt berechtigterweise gelobte Pressing der Bayern offenbarte in London einige Schwächen. Etwas, das sich ebenfalls in den letzten Wochen zeigte, aber von den Gegnern nicht so genutzt wurde. Dafür gibt es einige Faktoren, die Ancelotti und das Team idealerweise im Laufe der Saison verbessern.

Zum einen wäre da die Absicherung der Flügelspieler. Oftmals sind weder die Außenverteidiger, noch die Achter in guter Position für ein Gegenpressing bei Ballverlust. Die offensive Spielweise wird den Münchnern dann zum Verhängnis.

Gegen Arsenal war es Ribéry, der mit verlorenen Dribblings zwei gefährliche Konter einleitete. Anschließend gab es keinen oder zu späten Zugriff und Bayern war auf das ohne Frage gute Stellungsspiel der Viererkette angewiesen. Hier muss die Abstimmung zwischen Achter und Außenverteidiger besser sein.

Zum anderen fehlte aber auch die Kompaktheit im Spiel des fünfmaligen Champions-League-Siegers. Vidal und Alonso schoben nicht nach, Thiago war manchmal zu hoch. Diese Lücke im Mittelfeld nutzte Arsenal mit seinem spielstarken Mittelfeld.

Entweder folgt das ganze Team dem Spanier und der Druck wird immens hoch oder alle lassen sich etwas fallen. Wenn ein Mannschaftsteil das eine will, während der andere das andere praktiziert, wird es schwierig.

Ein Problem, das es gerade in der Anfangsphase unter Ancelotti häufig zu sehen gab. Gerade das im Pressing so stark harmonierende Duo bestehend aus Vidal und Thiago ist in höheren Zonen so wertvoll gewesen.

Der Chilene schien mit Alonso auf seiner Höhe jedoch wieder etwas weniger Einfluss nehmen zu können. Zumal der Spanier manchmal der Part auf der Doppelsechs war, der hoch attackierte und nicht Vidal selbst.

Ancelotti wird mit den Kombinationen, die er im Mittelfeld für die wichtigen Spiele wählt, großen Einfluss auf die Endergebnisse haben. Inwiefern das Duell mit Arsenal für ihn eine Aussagekraft hat, wird sich zeigen.

3. Ein Platzverweis und die Schalter-Bayern

So sehr man auch die erste Halbzeit kritisieren mag, die Bayern haben wiedermal im richtigen Moment zugeschlagen und ihre Leistung gesteigert. Dabei half ihnen aber auch der Platzverweis gegen Koscielny.

Wie im Hinspiel gab dieser Rückschlag dem FC Arsenal einen großen Riss im Spiel. Die Engländer sind schlicht kein Top-Team in Europa und in dieser Form auch kein Maßstab für Ancelottis Mannschaft.

Zwar konnten die Londoner im Hinspiel 30 Minuten und nun 45 Minuten halbwegs dagegenhalten und durchaus die ein oder andere Schwäche beim Europapokalsieger von 2013 offenbaren. Von der ganz großen Bühne sind sie aber weit entfernt.

Das Spiel bis zum Ausgleich und der damit verbundenen roten Karte und die Partie danach waren zwei unterschiedliche. Auch deshalb ist die Einordnung sowie die Nennung der aufgezeigten Schwächen wichtig.

Es ist aber mindestens genauso wichtig, die Moral und die Fähigkeit der Bayern, den ominösen Schalter umzulegen, zu benennen. Man spürte förmlich, wie die Münchner nach dem Gegentreffer nach und nach reagierten.

Zwar hatte Arsenal direkt mit dem Tor eine kleine Drangphase, doch Bayern wusste zumindest die großen Chancen zu verteidigen. In dem Wissen, dass der Vorsprung riesig war, tat man scheinbar nur das Nötigste.

Ja, der Platzverweis sorgte schließlich für komplett demoralisierte Gunners, aber dieser FC Bayern ist scheinbar auch in der Lage, das Tempo zu steuern und im richtigen Augenblick zu forcieren.

Arsenal ist so kein Maßstab, aber das 10:2 in Addition dürfte dennoch eine Ansage sein, die Europa zur Kenntnis nimmt. Das Selbstvertrauen wird den Münchnern helfen. Die Fehler und Schwächen aus beiden Spielen sollten dennoch nicht ignoriert werden.

FC Arsenal – FC Bayern 1:5 (1:0)
FC ArsenalOspina – Bellerin, Mustafi, Koscielny, Monreal – Ramsey (72. Coquelin), Xhaka – Walcott, Oxlade-Chamberlain, Sanchez (72. Perez) – Giroud (72. Özil)
BankCech – Gibbs, Gabriel
FC BayernNeuer – Rafinha, Martínez, Hummels, Alaba – Vidal, Alonso – Robben (70. Costa), Thiago (79. Sanches), Ribéry (79. Kimmich) – Lewandowski
BankUlreich – Bernat, Müller, Coman
Tore1:0 Walcott (20.), 1:1 Lewandowki (Elfmeter, 55.), 1:2 Robben (68.), 1:3 Costa (78.), 1:4 Vidal (80.), 1:5 Vidal (85.)
KartenRot: Koscielny (54.) / Gelb: Walcott, Oxlade-Chamberlain, Xhaka / Alaba, Martinez
SchiedsrichterAnastasios Sidiropoulos (Griechenland)
Zuschauer50.000 (ausverkauft)

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Leserkommentare
  1. Kramnik

    Ich würde mich bei keiner großen Analyse festhalten. Es haben offentsichtlich die paar Punkte Konzentration gefehlt, die einen hinterher rennen lassen und den Gegner ins Spiel kommen lassen. Negativ sind mir Vidal, der anscheinend die extra Motivation braucht, Rafinha und Ribery aufgefallen. Auf Ribery will ich nochmal zurück kommen, ich war schon die ganze Saison kein wirklicher Fan ihn in die Startelf zu stellen. Costa hat solide Leistungen gebracht und ich glaube er ist die besser Option. Ribery als Joker ist sehr viel mehr Wert. Mir tat Alaba Leid, der keinerlei Unterstützung von Ribery erhalten hat und mit den vielen Ballverlusten hat Ribery andauernt gefährliche Szenen verursacht. Der Ballverlust hat mich an Atletico erinnert, als er zentral gegen drei Mann ins Dribbling gegangen ist und daraus ein Aluminium Treffer von Torres geworden ist. Ich sehe ihn einfach nicht in der Startelf, als Joker kann er viel mehr einbringen.
    Sonst aber ein schönes Spiel, was auch verdient gewonnen wurde.

    1. Säbener

      Also “verdient” würde ich den Sieg im wortwörtlichen Sinne nicht nennen, denn das sah – verständlicher Weise nach dem Hinspielergebnis – nicht übermäßig motiviert aus.
      Allerdings, und das muss man auch einmal festhalten, haben die Jungs das doch relativ souverän runtergespielt – auch in der ersten Halbzeit. Ganz im Gegensatz zum vorletzten Aufeinandertreffen: ich erinnere mich da ungern an das Achtelfinal-Rückspiel ’13, als es zu Hause nochmal eng wurde.

  2. Jo

    Ok, brillantes Resultat!
    Wenn ich jetzt mal die Sicherheit des Weiterkommens, die schon nach dem Hinspiel ziemlich klar waren ausklammere: Was haben wir da 45 Minuten lang abgeliefert?
    Arsenal beginnt wie eine Mannschaft die jetzt nicht wirklich die große Aufholjagd starten will. Wir beherrschen 10 Minuten lang Ball und Gegner. Und was passiert dann eigentlich?
    Wir geben die Spielkontrolle komplett an einen vollständig geschlagenen Gegner ab? Wir können nicht mal mehr ansatzweise eine Spielkontrolle herstellen? Keine Passfolge über mehr als zwei oder drei Stationen? Das habe ich das letzte Mal einige Minuten bei Atletico, oder in der ersten Viertelstunde in Barcelona gesehen.
    Jenseits des Resultats macht mir das tatsächlich Gedanken für die Spiele die noch kommen mögen.
    Wem dann tatsächlich für eine Klasseleistung gratulieren werden sollte ist der Schiri. Wie eigentlich fast immer in der CL ist es ein Genuss solch eine Schiedsrichterleistung zu verfolgen, die sich an dem tatsächlichen Geschehen orientiert und nicht einer imaginären Agenda folgt.

    1. Kurt

      Ernsthaft? Nach dem Spiel machst du dir immer noch Gedanken?

      Langsam fängt das Kribbeln an. Ancelotti weiß anscheinend wirklich wie er ein Team so einstellt, dass es da ist, wenn es da sein muss.

      Ich erwarte noch Großes in dieser Saison. Genau das, was Pep leider verwehrt blieb. Sogar Verletzungssorgen bleiben uns bisher erspart.

      1. Jo

        Nicht immer noch, sondern gerade wieder.
        Hatte das Gedankenmachen gerade aufgegeben und war vielleicht deshalb über diese Leistung so negativ überrascht.
        Dabei werte ich alles nach dem 1:1 als schön und sicher zum genießen, aber im Grunde irrelevant. Ab da war das kein Wettbewerbsspiel mehr.
        Ich hätte wirklich nicht erwartet, dass es angesichts der Ausgangslage Arsenal gelingen wird uns so zu erschüttern.
        Zu den strukturellen Problemen haben Justin und Ju in den Kommentaren ja schon einiges geschrieben.
        Mich hat diesmal allerdings noch mehr die individuelle Leistung einiger Akteure, unabhängig vom Gesamtkonstrukt, gestört.
        Was ein Ribery da z.B abgeliefert hat war schon bodenlos. Ich habe mich manchmal gefragt spielt der eigentlich für oder gegen uns. Leider erschien er mir schon nach seiner Einwechslung in Köln ziemlich lustlos, trotz Treffer.

        Positiv fand ich dagegen die Reaktionen der Mannschaft. Da gab es keine Schönfärberei, sondern durchaus eine realistische Einordnung. Also vielleicht eine kleine Warnung zur rechten Zeit.
        Das ist dann tatsächlich etwas was mich an die Triple-Saison erinnert. Ein Weiterkommen gegen Arsenal im AF mit einigen unangenehmen Minuten als Zugabe.

    2. Michael

      Die Schiri-Leistung mag insgesamt gut gewesen sein. Aber Elfer und Rote Karte zu geben, obwohl es eigentlich Abseits war, disqualifiziert ihn aus Arsenal-Sicht natürlich komplett – zurecht. Nicht, dass die Londoner ernsthaft eine Chance gehabt hätten, aber bitter ist das natürlich schon.

    3. oliverp

      ich kann Michael hier nur zustimmen. Wenn die spielentscheidende Szene wo Bayern den Elfmeter bekommt und das 1:1 macht und Arsenal danach nur noch mit 10 Mann weiter spielt klar Abseits ist kann man dem Schiedsrichter nur dann gratulieren wenn man die Bayern Brille auf hat.
      Darüber hinaus hätte man sich auch nicht wirklich beschweren können wenn der Elfmeter in der 1.HZ gegen Bayern gepfiffen worden wäre, um so mehr wundert es mich das der hier in der Analyse überhaupt nicht berücksichtigt wurde….

      1. Marco05

        Darf ich nur ganz kurzu daran erinnern, dass der Elfer im Hinspiel für Arsenal ebenfalls höchst zweifelhaft war. Insofern kann sich Arsenal wirklich nicht beschweren. Dass mal eine hauchdünne Abseitsposition durchrutscht, kann schon passieren, letztendlich war der vermeintliche Vorteil durch die Abseitsstellung ja gar nicht gegeben, und Lewy kam ja dennoch an den Ball. Also da sollte man sich eher an die eigene Nase fassen. Ich weiß, umgekehert würde man das u.U. anders argumentieren, aber das liegt in der Natur der Sache.

        Für mich: bei beiden Spielen kein Elfer. Insofern ausgleichende Gerechtigkeit. Für die Rote kann nur Koscielny was.

      2. Ju

        @Marco
        Wenn man von den beiden Handelfmetern im Hinspiel absieht ;)

        Beim letzten geb ich dir Recht: Jeder weiß, dass Notbremse rot ist. Soll er es eben lassen.

  3. V

    Einfach nur Langweilig hoffentlich kommt bald mal ein richtiger Gegner.

  4. Kurt

    Wir holen das Triple und Müller schießt das entscheidende Tor im CL-Finale. Leg ich mich fest.

    1. Thomas

      Dein Wort in Gottes Ohr! :-)

  5. Done

    “Ohne Alonsos Fähigkeiten zu unterschätzen, wäre Müller in Verbindung mit Thiago auf der Sechs vielleicht die passendere Lösung für die diesmal aggressiveren Gunners gewesen. Die erste Halbzeit wurde im Zentrum verloren, wenngleich sich der Schaden wegen des Hinspiels in Grenzen hielt.”

    Wenn der Schiri den Elfer gegen Alonso gibt, wirds schon wieder enger. So sehr ich Alonso schätze, in seiner momentanen Verfassung ist er gegen ein europäisches Spitzenteam in einem KO-Spiel in der Champions League kein Kandidat für die Startelf. Hätte hier auch lieber Müller gesehen.

    Trotz des kurzen Aufmuckens von Arsenal natürlich ein hochverdienter Sieg, der äußerst seriös bis zum Ende eingespielt wurde. Heute hat man wieder mal schön sehen können, was hohes Pressing bewirkt. Bestes Beispiel das Tor von Robben. Und dass die Mannschaft darauf Bock hat, hat man unter anderem daran sehen können, dass Thiago beim Stand von 3:1 den gegnerischen Innenverteidiger in dessen 16er anläuft. Also wirklich zu einem Zeitpunkt, an dem so ziemlich alle anderen Mannschaften es auch mal gut sein lassen.

    1. Marco05

      Den Elfer als Alonso klar den Ball spielt? Wäre zumindest nicht Alonsos Schuld, wenn so eine Fehlentscheidung getroffen wird.
      Man kann ihn ja wirklich kritisieren, aber zumeist passt die Leistung in den wichtigen Spielen – wenngleich sie nie ganz fehlerlos ist.

      Ansonsten täte man gut daran, dem Spiel nicht so viel Bedeutung beizumessen. Egal wie – im Hinspiel wurde das Ding entschieden, das gestern war mehr oder weniger Schaulaufen.

      Nur so sind auch die vielen Fehler in HZ1 zu erklären, darunter 2-3 ganz gefährliche von Ribéry – und in dem Punkt bin ich bei @Kramnik. Solche Fehler darfst du dir gegen die Top4 nicht erlauben. Real oder auch Paris schenken dir da gnadenlos die Hütten ein. Das war im Grunde das einzige, was mich gestern etwas erschreckt hat, zumal in der Häufigkeit. Dennoch ist und bleibt Ribéry für mich noch eine Klasse besser als Costa, da er das Spiel mehr an sich reißt und bessere Entscheidungen trifft. Wie dem auch sei, warten wir mal ab, was im VF auf uns wartet.

      In Summe scheint Ancelotti nun seine 1a-Formation gefunden zu haben. Bei Rafinha merkt man auf dem Niveau schon deutlich das Qualitätsdefizit, insbesondere bei Offensivaktionen. Die sind einfach zu nonchalant und zu einfach zu durchschauen. Damit erschreckst du in der CL niemand mehr. Wäre mal angebracht, dass Kimmich seine Chance dort bekommt. KHR hat ja die Steilvorlage geliefert. Allerdings wenn Lahm fit und nicht gesperrt ist, führt eh kein Weg an ihm vorbei (auch deshalb womöglich die absolut richtige Entscheidung am Saisonende aufzuhören, bevor sich diese Einschätzung ändert).

      Schöner Pass von Sanches übrigens vor dem 5:1!

  6. GP11

    Das erste Spiel in der gesamten Saison, bei dem ich mich wirklich über Ancelotti geärgert habe, da die fehlende Leistung tatsächlich an ihm lag und nicht an der mangelhaften respektive nichtexistenten Kaderplanung.
    Das 4-2-3-1 passt einfach nicht. Normalerweise bin ich ja kein Fan davon, anhand dieser “Telefonnummern”, wie Guardiola einmal so schön sagte, zu argumentieren, da das, was auf dem Platz passiert, meist ohnehin komplett anders aussieht. Nicht aber in diesem speziallen Fall, denn wir spielen wirklich ein klares 4-2-3-1 anstelle des passenderen 4-3-3.

    Insbesondere ist
    Thiago
    Vidal Alonso
    um Welten schlechter als
    Vidal Thiago
    Alonso

    Bis zum Elfer war ich komplett ungläubig, dass Ancelotti das nicht erkennt und das Mittelfeld entsprechend umstellt.
    Und leider habe ich mit dem heutigen Spiel deshalb endgültig mit Thomas Müller abschließen müssen. Das mag nun den ein oder anderen überraschen, weil dieser ja gar nicht gespielt hat, weshalb ich im Folgenden etwas ausführen möchte, was gestern falsch lief und was das mit Müller zu tun hat.

    1. Warum haben wir so schlecht gespielt bis zum Elfmeter?
    Man kann nun ewig über Einstellung und Konzentration lamentieren, aber meiner Meinung nach gab es zwei Hauptprobleme:
    Vidal kam nicht ins Gegenpressing, weshalb dieses allgemein nicht funktioniert hat, und Thiago war nicht in den Spielaufbau eingebunden, weshalb auch dieser nicht zufriedenstellend war.

    2. Warum kam es zu diesen beiden Problemen?
    Weil wir – wie eingangs bereits kritisiert – die falsche Ordnung im Mittelfeld hatten. Vidal stand aufgrund des strengen 4-2-3-1 viel zu tief und kam erst gar nicht in die Pressingsituationen, während er dafür große Teile des Spielaufbaus übernehmen musste, was er auf diesem Niveau nicht kann. Thiago stand dagegen viel zu hoch und konnte nicht den Spielaufbau mitübernehmen. Für alle wäre es sicher besser, 4-3-3 zu spielen, da wir so sogar noch Vidals Torgefährlichkeit nutzen könnten. Auch wenn das Spiel natürlich längst entschieden war und Arsenal nur zu zehnt war, zeigen seine beiden Tore doch, zu was er in Umschaltsituationen hochstehend in der Lage ist.

    3. Warum spielen wir überhaupt 4-2-3-1?
    Nun, das ist natürlich auch etwas Spekulation meinerseits, aber meiner Meinung liegt das daran, woran schon Guardiola letztendlich in München hauptsächlich gescheitert ist. Dieser hat in der Bundesliga zumeist mit fünf Offensiven gespielt, in den entscheidenden Spielen dann allerdings oft auf ein kompaktes Dreiermittelfeld gesetzt. Das mag individuell gesehen zwar jeweils die richtige Formation gewesen sein, aber die Mannschaft kam einfach nicht auf diese radikalen Umstellungen klar, weshalb es deutlich besser gewesen wäre, immer mit Dreiermittelfeld (in der Folge etwas schlechtere Bundesligaspiele) oder immer mit fünf Offensiven (etwas mehr Risiko in der Champions League) zu spielen. Meiner Ansicht nach sieht man recht deutlich, dass Ancelotti mit seinem System auf exakt diese Problematik reagieren möchte. Er stellt so auf, dass es so wenig Unterschiede wie möglich zwischen Bundesliga und K.O.-Spielen gibt. Deshalb müssen wir in letzteren 4-2-3-1 spielen, da wir jenes bzw. ein 4-4-2, welchem 4-2-3-1 am ähnlichsten kommt, andauernd in der Bundesliga spielen.

    4. Warum spielen wir 4-4-2/4-3-2-1 in der Bundesliga?
    Um Thomas Müller einzubauen. Das ist die einzige Chance, ihn einzusetzen, und deshalb spielen wir ein System, welches uns offensichtlich schadet.

    5.. Was kann man jetzt tun?
    Entweder Ancelotti macht es wie Guardiola und stellt in den Topspielen radikaler um – die Unterschiede wären ja ohnehin nicht so krass wie von Guardiolas fünf Offensiven zu drei Offensiven – und spielt in der Bundesliga mit Müller als hängender Spitze und trotzdem im 4-3-3 gegen die großen Gegner. Oder er opfert Müller und lässt diesen mit Kimmich die Kaderplätze tauschen.
    Aktuell wird in jedem unwichtigen Spiel Müller für Alonso oder Vidal, seltener auch Thiago, eingewechselt, während Kimmich nur dann spielt, wenn er im späteren Spielverlauf eingewechselt wird, zwei Mittelfeldspieler rausrotiert werden oder Müller Lewandowski im Sturm ersetzt. Es wäre deutlich besser für das Spiel, wenn ab jetzt Kimmich Alonso, Vidal und Thiago in der Liga ersetzen würde und Müller derjenige ist, der nur noch eingewechselt wird bzw. spielt, wenn zwei eine Pause benötigen oder Lewandowski geschont wird.
    Mir ist natürlich klar, dass das niemals passieren wird, weil der Aufschrei grenzenlos wäre, aber ich bin überzeugt davon, dass es spielerisch das Richtige wäre.

    1. Kurt

      Eine schlechte Saison und die Experten kommen aus ihren Löchern gekrochen. Es ist wirklich kaum zu fassen. Der Müller der uns letzte Saison noch mit Lewandowski mehr oder weniger alleine getragen hat, soll jetzt aussortiert werden. Fan seit 2017 oder was?

      Sowas find ich ja immer eklig.

  7. Ju

    Auch wenn das immer und überall zutrifft, bedarf die erste Halbzeit schon in besonderer Weise einer Einordnung. Natürlich war das schlecht. Isoliertes Pressing der vorderen Drei, während der Rest der Mannschaft nicht nachschiebt und mindestens 10m zu tief steht, bringt selten Erfolg. Warum man das dann macht, ist aber schon nachzuvollziehen: Mit 7, teilweise 8 Feldspielern hinter dem Ball kassiert Bayern keine 4 Gegentore. Der Grund des Anlaufens und späteren Zockens der ersten Linie war sicherlich, dass man sich nach einer schlechten Arsenal Eröffnung Gegenangriffe in Gleichzahl erhoffte und auf diese Weise ohne starkes Aufrücken zu einem Tor kommen wollte. Ich kann mir auf psychologischer Ebene schon vorstellen, dass man sich nach der ersten Chance durch Walcott mit geringerem Abstand zum eigenen Tor wohler fühlte. Sehr schade fand ich, dass man damit das Gegenpressing vollkommen geopfert hat. Deutlich wurde das in der Szene, wo Ribery mit Alaba über Links Tempo machte. Nach dem Ballverlust rollte der Ball Richtung Bildrand und man erwartete, dass da gleich ein Typ mit Iro im roten Trikot auftauchen würde. Tat er aber nicht.

    Nun sind wir uns sicher einig, dass man damit isoliert betrachtet recht schlecht gefahren ist. Zweckdienlich war es am Ende trotzdem. Auch mit einer viel besseren Spielanlage hätte man in Rückstand geraten können. Es ist sogar nicht unwahrscheinlich, dass der logischerweise motiviertere Gegner auch bei gegenpressenden Bayern die Oberhand bekommen hätte.

    Die Ansicht, dass ein Elfmeter für Arsenal das Spiel spannend macht, teile ich nicht. Arsenal ist einfach viel zu instabil, um gegen Bayern nach 90 Minuten nicht 2 Gegentore stehen zu haben.

  8. Systemrelevant

    Nun, es fällt mir schwer das ganze einzuordnen. Die erste Halbzeit war jedenfalls das, was ich überhaupt nicht sehen wollte. Damit meine ich Möglichkeiten die Bayern Arsenal gegeben hat, sodass das Spiel vllt sogar kippen kann.

    Die erste Halbzeit war eines Champions nicht würdig.

    Die Reaktion in der 2. Halbzeit dafür umso mehr. Schnell einen Elfer + Platzverweis provoziert und das Ding endgültig entschieden. Über den Rest brauchen wir eigentlich gar nicht mehr reden. Das waren noch mehr Auflösungserscheinungen wie im Hinspiel bei Arsenal.

    Vielleicht sind es wieder die Bayern, die den Gegner wirklich brechen können.

    Weiter gehts. Das Viertelfinale könnte so stark besetzt sein wie seit Jahren nicht mehr. Wenn die Bayern das große Ding wirklich wollen müssen sie in 4 Wochen nochmal ein paar Prozent mehr draufgepackt werden. Es wird ein harter Weg, aber das Team könnte es schaffen.

    1. wipf1953

      Real kann kommen, System :-)

      1. Thomas

        Real Madrid wäre ein Gegner, den ich bevorzugen würde. Da wir aber die Saison 2012/13 nacherzählen, wird es wohl Juventus Turin werden. Und das ist m.M.n. der härtere Brocken!

  9. Ohne81

    Schön die erste HZ verpasst und pünktlich zur 2ten HZ heimgekommen – ganz klar: Alles richtig gemacht :-)
    Da selbst Hummels es ja im Interview schon angemerkt hat, dass die Konzentration / Einstellung nicht ganz gestimmt hat ist mir die Spielweise auch fast egal. Nach solch einem Hinspielergebnis darf ja auch keiner 100% von den Spieler verlangen. (Das würde man persönlich auch nicht schaffen!) Verstehe daher einige hier nicht, die schon wieder alles schwarzmalen und (gefühlt) Seitenweise auf die Spielsysteme / einzelne Spieler etc. “schimpfen”.
    Unterm Strich stehen 2 Siege mit jeweils 5 geschossenen Toren und das Weiterkommen in der CL. Und dass CA schon weiß was er macht, zeigt sich immer stärker (je näher es an das Saisonende geht).

  10. wipf1953

    Arsenal ist und bleibt eine Wundertüte. Einerseits begeisternde Spielzüge, andererseits ist es eine Mannschaft, die eindeutig nicht in der Lage ist, 90 oder gar 180 Minuten konzentriert Leistung zu bringen. Gestern, in HZ eins, war ich “altes Nervenbündel” zu keinem Zeitpunkt wirklich besorgt, weil aus den Vorjahren bekannt ist, dass sie nur ausnahmsweise zu Null spielen können und weil sie sich in jedem Spiel ihre Pausen genehmigen, in denen die Gegner das Spiel drehen.

    Natürlich ist es unglücklich, sich auf diese Weise den Elfer zu fangen, der dann zum Ausgleich geführt hat. Mit einer roten Karte obendrein. Da kann ein Team schon mal die Köpfe hängen lassen. Sich nach so einem unglücklichen Schiedsrichterpfiff dann aber einfach nur noch abschlachten zu lassen, hat mit “hängenden Köpfen” nichts mehr zu tun, das ist einfach nur unprofessionell. So hat man in Europas Oberhaus offensichtlich nichts verloren.

    Es wäre interessant zu sehen, was “echte Grassfresser- und Mentalitätscoaches” wie Mourinho, Conte oder von mir aus sogar Jürgen Klopp, vielleicht in Verbindung mit einem neuen Manager/Sportdirektor, aus dieser Mannschaft rausholen bzw. sie punktuell verbessern könnten. Das Spielermaterial ist technisch excellent, mindestens auf dem Level von ManCity oder PSG. Aber Arsenal wirkt nicht wie ein echtes Team, sie wirken wie ein Konglomerat von Dandys. Arsenal wäre gut beraten, unter einem neuen Coach die Spielkultur ein Stück weit anzupassen und – fast noch wichtiger – die Mentalitätsfrage zu stellen. 180 Minuten Konzentration und die Fähigkeit, sich von einem unglücklichen Schiedsrichterpfiff nicht komplett aus der Bahn werfen zu lassen, sind unverzichtbar, wenn man in europäischen ko-Spielen etwas reißen will.

  11. Fabian

    Manchmal muss man sich hier echt über einige Beiträge wundern. Wir haben 5:1 im CL-Achtelfinale gewonnen. Und ja, die erste Halbzeit war nicht gut. Und nein, Arsenal war nach dem Platzverweis auch nicht mehr auf dem Platz. Aber trotzdem, wir haben fünf (!!!) Tore auswärts geschossen. Das ist die höchste Niederlage Arsenals im Emirates Stadion bis jetzt.

    Sich nach einem 5:1 Sieg beschweren, eieiei. Ein bisschen Demut würde uns allen helfen.

    1. Auch ich schließe mich dieser Meinung zu 100% an!

    2. Irgendwie immer die gleiche Diskussion. Sich zu beschweren ist natürlich angesichts eines nie gefährdeten Weiterkommens mit 10:2 Toren völliger Unsinn. Aber man kann doch deshalb trotzdem Schwächen ansprechen? Gerade in Anbetracht dessen, dass die zukünftigen Gegner in der CL Madrid, Paris oder Barcelona heißen könnten und daher sicher nicht einfacher zu bespielen sein werden, halte ich das sogar für wichtig. Auch ein Ancelotti wird sich darüber seine Gedanken machen. Ich persönlich lese hier (im Gegensatz zu vielen anderen Onlinemedien) sehr gerne die Kommentare, weil hier auch bei unterm Strich sehr guten Leistungen noch angesprochen wird, was besser laufen könnte bzw. sollte, und das ganze auch noch fundiert begründet, das ist (leider!) eine echte Seltenheit.
      Insofern: locker bleiben, fachsimpeln und sich aufs nächste Spiel freuen! :)

      1. Ohne81

        @Sirius:
        Gegen eine fundiert begründete Analyse mit Nennung der suboptimalen taktischen / spielerischen Ausprägungen hat ja auch Keiner etwas. Genau dafür ist die Seite / die Kommentare dar. Jeder soll auch seine Meinung bezüglich der Spielweise haben und auch vertreten dürfen. Was einfach nur unangemessen erscheint ist die Polemik, die weder begründet noch zielführend ist. Aussagen / Forderungen wie “Der Müller kann ja eh nix….der muss verkauf werden!!!” werden weder mit Daten belegt noch sind sie realistisch.

        “Aber man kann doch deshalb trotzdem Schwächen ansprechen?”
        Doch natürlich soll man Schwächen ansprechen, aber die Art und Weise spielt für die Akzeptanz hier eine große Rolle. Die meisten der hier aktiven Schreiber haben schon eine gewisse “Fussballreife” und wollen halt keine Parolenschreierei sondern eher eine Diskussion auf einem (ich nenne es mal) “Anderen / Höheren Level”.
        Zudem muss man sich immer mal die Ausgangssituation sowie die Faktenlage anschauen. Nach einem 5:1 im Hinspiel wird doch keiner erwarten, dass wir uns in jeden Zweikampf reinhängen und 90 min. Dauerpressing spielen. Das sollte man schon berücksichtigen. Das wir trotzdem noch einmal 5 Tore geschossen haben lag eher an der “Aufgabe” von Arsenal.

        “locker bleiben, fachsimpeln und sich aufs nächste Spiel freuen!”
        +1

      2. Ja, der Meinung bin ich auch. Ich wollte vor allem betonen, dass das Niveau hier im Vergleich zu vielen anderen Seiten im Internet enorm hoch ist, auch das sollte man berücksichtigen. Dann kann man auch über die wenigen nicht fundierten Beiträge hier getrost hinweglesen. Wie halt auch im Fußball gibt es wohl auch in den Kommentarspalten einer der besten Sportjournalismusseiten (ja, Lob muss sein! :) keine 100% :)

        Ich hoffe ja, dass ich bald auch etwas tiefgreifender mitdiskutieren kann. Bin relativ gesehen noch ziemlicher Laie im taktischen Bereich (interessiere mich erst seit Pep dafür), aber habe das Gefühl, aus den Diskussionen hier viel mitnehmen zu können.

      3. Fabian

        Meine Rede. Probleme sollten und müssen angesprochen werden – keine Frage. Da ich mich nicht nur über die Art und Weise einiger Kommentare, sondern auch über das Timing (wie gesagt, nach fünf Auswärtstoren gegen einen 492 Mio. Kader) gewundert habe, habe ich an die Demut appelliert.
        “Insofern: locker bleiben, fachsimpeln und sich aufs nächste Spiel freuen!” sollte eigentlich die Überschrift für die Kommentarzeile sein :-)

  12. Sascha

    Sternzeit 56738,8,3

    Unsere Mission wa, an dem Planetensystem Arsenal vorbeizukommen und mit unserem alten,aber starkem Warpantrieb links und rechts aussen,kamen Wir relativ schnell,an dem gut auszurechnenden Weg durch unseren neuen Käptain Ancelotti durch das mässige Gelände.Das Planetensystem Arsenal hatten Wir schon im Hinflug mit 5:1 starker Ionenenergie an uns vorbeigelassen.
    Sicherlich konnten Wir mit unserem Raumschiff München 1 in der ersten Halbzeit nicht Alles zeigen,da der Käptain diesmal versuchen wollte,das Spiel sehr in die Breite zu ziehen.Phasenweise gelang das sehr gut.In der zweiten Halbzeit wurden die Halbleiter gewechselt und es ging munter vorwärts.Eine einfache Reise lag hinter uns.
    Man stelle sich mal vor,lieber Leser : Da gewinnt man doch tatsächlich mit insg. 10:2 Toren,
    und..ist auch wieder nicht OK.
    Ich finde ja,wir sollten Alle unseren Flachbildfernseher mit einem gewaltigen Extradruck aus den Fenstern schmeissen !
    Das war ja gestern wieder das Allerletzte….Der Dings hier,der war ja auch wieder schwach ! …Und der da,der hat ja überhaupt nicht ins Spiel gefunden…also tstststs…NE;NE..so gehts nicht.

    Fazit :
    2 mal mit 5:1 gewonnen
    Keine Verletzungen !!!
    Kräfte gespart
    Psychologisch gut für die Stimmung
    Alles gut,den nach dem Spiel redet in 2 Wochen keiner mehr.
    Weiter so !

    Nun Sportfreunde,das wars von mir.Das Ganze natürlich mit einem Augenzwinkern ;)

  13. GE

    Arsenal konnte mitspielen, hatte Chancen, die hoffnungsvoll beflügelten. Dann aus den Nichts der Elfer. Zweite Bayernchance. Finito. Wie habe ich „italienische Mannschaften“ für so etwas gehasst. Gibt es einen Chanceneffizienzvergleich zwischen den Ancelotti- und den Guardiola- Bayern?

    1. rookie

      . “Wie habe ich „italienische Mannschaften“ für so etwas gehasst. Gibt es einen Chanceneffizienzvergleich zwischen den Ancelotti- und den Guardiola- Bayern?”

      Danke GE, genau meine FRage nund GEdanken!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! leider wurde ich noch nicht erhört, vielleicht jetzt wo ein 2. die entschiedende Fage mitstellt!!!!! Das wir taktisch schlechter sind als letzte Saison ist für mich sonnenkalr aber Papa Anc gleicht es aus mit italiensicher Coolness, das muss auch eine Mentalitässache sein. .Es kann jedenfalls kein Zufall sein wie die Bayern gerade fast aus dem Nichts Tore machen können und unter Guardiola manchmal der Gegner aus dem Nichts die Tore gemacht hat.

    2. Kurt74

      Mir kommt es auch so vor das wir unter Pep a´la “Der Weg ist das Ziel” spielten und unter Carlo eher a´la “Das Ergebnis ist das Ziel” spielen, also das eine italienische Note zu unserem Spiel dazugekommen ist. Genau in dem Moment zuzuschlagen wann es dem Gegner am meisten weh tut.
      Durch die rosarote bayrischer Brille betrachtet haben wir momentan die Leidenschaft und Willen aus der Juppzeit, die Spielfreude und Ballsicherheit aus der Pepzeit und nun die Effizienz mit Carlo.

  14. AM

    Kurios finde ich ja schon, dass Arsenal in Hin- wie Rückspiel jeweils genau auseinanderfiel als Kosciely den Platz verließ. Im Hinspiel bei 1:1 verletzt, im Rückspiel mit Rot bei 1:0 für Arsenal – wenn auch als Verursacher des 1:1.

  15. Kurt74

    Ich denke allein schon anhand der Ausgangslage macht es nicht sehr viel Sinn das Spiel großartig zu analysieren oder irgendwelche Schlüsse für die nächsten Spiele daraus zu ziehen. Man wusste doch praktisch vor dem Spiel schon das nach dem ersten Bayern Tor das Spiel vorbei ist. Und so ist es auch gekommen. Mit 80% Leistung und ohne Verletzte eine Runde weiter, das ist für mich die wichtigste Erkenntnis aus diesem Spiel.
    Was mich eher erstaunt hat war wie gut Arsenal eigentlich spielen könnte. Hätten die im Hinspiel so agiert wie in den ersten 20min dann wäre es meiner Meinung nach nie zu dem 5:1 gekommen. Die Laufwege und der Kombinationsfußball, allgemein das Auftreten von Arsenal war für einen neutralen Zuschauer fast zum genießen. Aber die zweite Halbzeit zeigte wieder mal das Arsenal nur eine bessere Söldnertruppe ist. Sich dermaßen abschlachten zu lassen und somit gegen den Trainer zu spielen habe ich selten erlebt. Unverständlich fand ich auch die Einwechslungen von Wenger. Anstatt die Mannschaft defensiver einzustellen um eine nochmalige hohe Niederlage zu unterbinden lässt er seine Mannschaft ins offene Messer laufen. Bei einem 1:2 hätte man sein Hadern mit den Schiedsrichterentscheidungen noch verstanden, aber so hat er sich um sämtliche Argumente gebracht. Möglich das es sich eine kosmetische Korrektur des Ergebnisses erhofft hatte aber gegen einen solchen Gegner grenzt das schon fast an Dummheit.

  16. Osrig

    Natürlich freue ich mich riesig über unsere fünf erzielten Tore – ok, als der Ball von Costa im Netz zappelte, musste ich gerade meinen Ärger über meinen “Lieblings-Brasi” verarbeiten, nachdem der anstatt zum besser postierten Lewa durchzustecken lieber eigensinnig selbst abzog. Aber nun denn, Tor ist Tor, und den “Robben-Move” hat er mittlerweile ganz gut drauf, wie es scheint. In die Startelf gehört Costa für mich dennoch nicht!

    Allerdings hat mich nicht nur dieser Eigensinn geärgert, sondern auch das Auftreten unserer Mannschaft in der ersten Hälfte. Und, nein, es locker sehen und sagen, Hauptsache gewonnen, kann ich nicht! Da halte ich es lieber mit Einem, der in der Vergangenheit auch gern noch ein Haar in nahezu tadelloser Leistung gefunden hat und sich darüber beschwerte – ihm trauere ich noch immer nach und hoffe im Stillen auf eine Rückkehr!
    Die Einstellung unserer Jungs war mit “pomadig” noch wohlwollend beschrieben! Kaum Bereitschaft, gemeinsam Dynamik zu entwickeln, sondern eher Alibi-Läufe, nachdem in den ersten 10 Minuten der Eindruck entstand, man habe Arsenal unter Kontrolle. Und als Arsenal dann aufdrehte, war plötzlich “Holland in Not”.
    Wenn es noch eines Beweises dafür gebraucht hätte, diese erste Halbzeit machte es überdeutlich: Die Mannschaft spielt nur dann großartig, wenn sie wirklich gefordert wird – ansonsten ist Energiesparen angesagt! Und im Energie-Sparmodus funktionieren eben nur noch die einfachsten Strukturen wie z.B. Ball nach außen und mal schauen, ob der Mitspieler was schafft^^
    Es zeigt ganz klar auf: Die von Ancelotti auf den Weg gebrachte Weiterentwicklung – die ich auch nach dieser miesen ersten Halbzeit in London nicht klein reden möchte – greift nur dann, wenn das ganze Team hochkonzentriert und mit Tempo zu Werke geht, wenn die erforderliche Laufbereitschaft vorhanden ist und die Strukturen gehalten werden, also die komplette Mannschaft sich koordiniert bewegt!! Sie kann es, und deswegen bin ich auch noch recht entspannt!
    Übrigens sehe ich da weniger ein Problem bei einzelnen Spieler, um die energiearme Darbietung der ersten 45 Minuten zu erklären. Das ist weder an Alonso, noch an Vidal oder Ribéry und auch nicht an der Position von Thiago oder dem Nicht-Auflaufen von Müller festzumachen. Unsere Spieler waren ganz einfach der Meinung, dass Spiel im Sack zu haben und mit 70% Leistung schadlos über die Runden zu kommen. Sicher unbewusst, aber das ist eben Psychologie!^^
    Wenn das Viertelfinale kommt, werden die Jungs sicher wieder zu 100 Prozent bei der Sache sein…und dann läuft der Ball auch wieder!

    1. Systemrelevant

      Gestern war genau ein Beispiel dafür was passiert wenn du nicht mit dem Killerinstinkt an die Sache rangehst. Da laufen 1, 2 Situationen nicht so wie sie sollen. Plötzlich liegt man 1, 2: 0 hinten und am Ende bekommt die eine Mannschaft das Momentum und die Mannschaft, die den Vorsprung verwalten darf kommt ins Schwimmen und auf einmal hat man einen 4 Tore Vorsprung verloren.

      Das war bei uns schon gegen Arsenal 2013 der Fall. Das Hinspiel dominiert, im Rückspiel recht früh in Rückstand geraten und den Vorsprung verwaltet. Als Arsenal damals glaub in der 85. Minute das 2:0 machte war das nur noch ein Hühnerhaufen und alle waren froh, dass das Spiel vorbei ist.

      Den berühmten Schalter in so einer Situation umzulegen ist noch schwieriger, weil der Gegner nichts mehr zu verlieren hat. Deswegen muss das Rückspiel mit genau der gleichen Ernsthaftigkeit angegangen werden wie das Hinspiel. Man darf sich da wirklich gern an die Triple-Bayern erinnern, die dem Gegner – zumindest nach dem Spiel gegen Arsenal – jede Hoffnung nahmen und auch den Willen hatten das Rückspiel zu gewinnen. Wenn du die CL gewinnen willst gibt es keine 70%, da reichen auch keine 90%.

      Und das dürfte spätestens heute für jeden klar sein hoffe ich. Dass Barcelona weitergekommen ist macht das Restprogramm nicht leichter. Die dürften jetzt eine kleine Welle reiten.

  17. […] stand nach Sperre in der Königsklasse wieder in der Startelf. Douglas Costa erhielt den Vorzug vor Franck Ribery und Müller ersetzte […]

  18. […] Spannend wird zudem die Personalie Thomas Müller sein. Sein Auftritt gegen Frankfurt war wieder nicht gut. In Gladbach könnte er eher ein Stolperstein für den Tabellenführer sein. Eine Mischung im Mittelfeld aus Thiago, dem gesperrten Vidal und Alonso würde vermutlich am besten passen. Dabei wird es aber in Zukunft wichtig sein, dass die Rollenverteilung zwischen ihnen besser abgestimmt ist als beispielsweise in London. […]

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