Die Transferpolitik des FC Bayern im Wandel

Der FC Bayern steht – Stand heute – bei einem Transfersaldo von +42 Mio. Euro für die anstehende Saison 2014/15. Ein Plus nach Transferschluss gab es zuletzt in der Saison 2008/2009 (+11 Mio. Euro). Somit hat der FC Bayern seine Transfereinnahmen bzw. -ausgaben in den letzten beiden Jahren deutlich verschoben. Wurden in der Vorsaison mit Mario Götze (42 Mio.) und Thiago (25 Mio.) noch zwei Spieler für ordentlich Geld geholt, konnten auf der Gegenseite durch den Verkauf von Luiz Gustavo (16 Mio.) und Mario Gomez (15.5 Mio.) einige Einnahmen generiert werden. Unterm Strich lagen die Ausgaben nur unwesentlich über den Einnahmen. Das Jahr nach dem verlorenen Champions League Finale in München steht mit einem Transfersaldo von über -70 Mio. Euro in den Kassenbüchern. Anders formuliert: Der FC Bayern hat sich in den letzten 3 Jahren auf dem Transfermarkt transformiert. Aus einem Ausgabenverein ist (wieder) ein Einnahmeverein geworden.

Dies hat mehrere Gründe. Zum einen lernt der FC Bayern München langsam, wie man Spieler verkauft. Wurden früher Topspieler für kleines Geld vom Hof gejagt (Roy Makaay, Giovane Élber), oder gar gänzlich ohne Ablöse gehen gelassen (Michael Ballack), versteht es der FC Bayern nun »Wünsche von Spielern zu akzeptieren« und sie zumindest noch mit einem Plus aus dem Vertrag zu entlassen. Bei Toni Kroos ist dies unlängst so geschehen. Des Weiteren wurden in der Vergangenheit Spieler verpflichtet, die den FC Bayern kurzfristig weiter gebracht haben, aber aufgrund neuer Stars keine Perspektive besitzen. Wurde so vor Jahren noch etliches an roten Zahlen verbucht als z.B. Lukas Podlski oder Miro Klose den Verein verlassen haben, gelang es zumindest bei Luiz Gustavo und Mario Mandzukic durch Ausgaben (Verpflichtung) und generierter Ablöse ein Plus zu vermerken.

Die Transfers nach einer Weltmeisterschaft

Weiterhin trägt wohl die perspektivische Arbeit von Matthias Sammer bzw. der Vereinsführung Früchte. Spieler wie Robert Lewandowski oder Sebastian Rode wurden nicht auf Krampf verpflichtet, sondern (vorbei an FIFA Statuten?) ablösefrei geholt. Gerade im diesjährigen Transfersommer 2014/15 ein nahezu idealer Zustand. Nach Weltmeisterschaften zeichnete sich unlängst der Trend ab, dass Spieler immer teurer bzw. über Marktpreis gehandelt wurden. Schon nach der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ging der FC Bayern München sehr behutsam auf dem Transfermarkt um. Geholt wurde »nur« Toni Kroos, dessen Leihe bei Bayer Leverkusen endete. Nach der Weltmeisterschaft 2006 ein ähnliches Bild: Es kam, der Jugendspieler des WM-Turniers, Lukas Podolski vom 1. FC Köln. Sowie mit Daniel van Buyten und kurz vor Ende des Transferfensters Marc van Bommel gestandene Profis, aber alles andere als „internationale Stars“.

Zum Vergleich: Real Madrid verpflichtete 2010 bzw. 2006 Spieler im Gesamtwert von fast 100 Mio. Euro. Einigen ist der Verein West Ham United sicherlich ein Begriff. Die Engländer verstärkten sich nach der WM 2006 unter anderem mit Carlos Tévez und Javier Macherano für fast 70 Mio. Euro. Manchester City verbuchte nach der WM 2010 sogar ein Transferminus von fast 150 Mio. Euro, der FC Chelsea etwa 100 Mio. Euro. Der FC Barcelona holte nach der WM 2010 einen Spieler des Turniers für fast 40. Mio Euro: David Villa. Eigentlich noch Peanuts im Vergleich zu den Ausgaben, die einige Vereine trotz Financial-Fair-Play Regeln der UEFA, mittlerweile aufhäufen. Spieler wie David Luiz, die dem FC Bayern vielleicht gut zu Gesicht gestanden hätten, wechselten für aberwitzige 67. Mio Euro. Der WM-Torschützenkönig James Rodriguez war sogar noch teurer. Summen bei dem auch der große FC Bayern nicht mehr mithalten kann.

Das neue drei Säulen Modell

Der Fokus des FC Bayern München verschob sich in den letzten Jahren zunehmend auf ein drei Säulen Modell: Etablierte Talente, Vertragsverlängerungen und Förderung eigener Jugendspieler.

1. Etablierte Talente

  • Seit 3-4 Jahren sind »etablierten« Talente verstärkt in den Fokus geraten. Im Idealfall haben die Spieler sogar eine festgeschriebene Ablöse. Als Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit können Juan Bernat, Javi Martinez oder Mario Götze genannt werden. Xherdan Shaqiri oder Jerome Boateng waren ebenfalls keine gestanden Profis und wurden für moderates Geld geholt. Ihr Sprung hin zur Weltklasse soll beim FC Bayern erfolgen.

2. Vertragsverlängerungen

  • Bringt ein Spieler seine Leistung ist der FC Bayern München nun eher bereit ihn dafür zu entlohnen. Nahezu alle Stammspieler haben langfristige Verträge. Im Idealfall wird schon 1 1/2 – 2 Jahre vor dem eigentlichen Vertragsende mit dem Spieler eine Einigung erzielt. So sind Manuel Neuer, Jerome Boateng, Holger Badstuber und Thomas Müller, die zukünftigen Stützen des Teams, mit langfristigen Verträgen ausgestattet wurden. Dies bedeutet aber auch, dass viel Geld im Verein für Gehälter ausgegeben werden muss. Was an Transferausgaben gespart werden kann, landet unweigerlich auf den Konten der Spieler und Berater. Die Gehaltskosten sind in den letzten 3 Jahren deutlich gestiegen. Für das Jahr 2012/13 (letzter Geschäftsbericht) überwies der FC Bayern München 202,8 Mio. Euro an seine Angestellten.

3. Nachwuchsarbeit

  • Bei dieser Säule gibt es noch Nachholarbeit. Zwar stehen mit David Alaba, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm einge Spieler unter Vertrag, die die Jugendausbildung beim FC Bayern genossen haben, allerdings gab es hier in den letzten 2-3 Jahren einen Rückschritt. Talente haben den Sprung nicht mehr so selbstverständlich geschafft. Dies kann vielleicht an Jupp Heynckes festgemacht werden. Ihm gelang sicherlich vieles, aber wenn er sich einen Vorwurf gefallen lassen muss, dann dass er Jugendspieler nicht mit allerletzter Konsequenz gefördert hat. Unter Pep Guardiola soll und muss sich die Nachwuchsarbeit wieder sukzessive verbessern. Mit Pierre-Emile Højbjerg und Julian Green stehen zwei Talente auf dem Sprung. Ersterer wird wohl in dieser Saison seinen Durchbruch schaffen. Green bringt ebenso viele Anlagen mit.

Natürlich stößt dieses Konzept auf seine Kritiker. Gerade in den verschiedenen sozialen Netzwerken und Foren dieser Republik fordern viele User Stars:

Wenn da jetzt nicht bald was passiert sehe ich schwarz für dieses Jahr und gebe mein Mitgliedsausweis zurück.
(User auf transfermarkt.de)

Das mag zum einen daran liegen, dass Robert Lewandowski bereits gefühlt über 18 Monate in München ist, aber auch an den Äußerungen der sportlichen Führung in den letzten Jahren. Wie oft wurde das Festgeldkonto gelobt und erwähnt. Es entstand der Eindruck, dass sich der FC Bayern jeden Spieler leisten kann, wenn er nur will. Die Unzufriedenheit der eigenen Fans wurde somit zum Teil selbst herangezüchtet. Einen erheblichen Beitrag trägt auch die neue Internetwelt bei. Transfergerüchte erzeugen Klicks und da der Münchner Klub viele Fans hat, wird viel erfunden und spekuliert. Nur ein Bruchteil davon entspricht der Wahrheit. Transfermarkt.de listet alleine 22 mögliche Star-Zugänge und da ist noch nicht einmal der größte Unfug dabei. Dabei sollte jedem klar sein: Der FC Bayern ist nicht Real Madrid, der FC Barceola oder FC Chelsea, die es sich leisten können »fertige« Weltklassespieler wie Christiano Ronaldo, Suarez oder Diego Costa zu kaufen.

Der Verein ist mit seiner beschriebenen Politik gut gefahren. Auch damit, dass er sich nicht mehr zu jedem Gerücht äußert und Transfers nahezu im verborgenen durchführen kann (siehe Götze, Bernat, Thiago). Allerdings muss sich das »neue« Drei-Säulen-Modell im Nach-WM-Jahr 2014/2015, sowie dem damit verbundenen engen Terminkalender, als richtige Lösung erweisen. Der Verkauf von Kroos könnte dabei noch zum Bumerang werden.

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Leserkommentare
  1. Thorben

    Sehr schöne Analyse, der ich beinahe fast so zustimmen will. Nur in einem Punkt bin ich anderer Meinung: die Bayern haben es immer noch nicht geschafft spieler zu verkaufen. Bestes Beispiel mandzukic. Er wurde öffentlich abgesägt und so in meinen Augen total verramscht. Ähnlich wie Gomez im letzten Jahr. Bei Kroos kann man Angesichts der Tatsache, dass er nur noch ein Jahr einen Vertrag hat mit der Summe zufrieden sein, aber wenn man sich anguckt, was in England und Spanien für Spieler gezahlt wird, dann hatte man bei cleverer Politik sicher bestimmt das doppelte für mandzukic rausholen können, wenn nicht noch mehr, den. Seine klasse sollte allgemein bekannt sein.
    Man kann es nicht vergleichen, aber wenn für suarez mit der Vorgeschichte oder für James Rodriguez mehr als 70 Mio aufgerufen werden, dann hat mandzukic mindestens auch diesen Wert, aber aus irgendwelchen gründen gibt es bei deutschen Spielern nie dieses totgehype

    1. Christopher

      Der Mandzukic Verkauf ist natürlich wirklich vielschichtig. Hier wurden von allein Seiten Fehler gemacht (Eine Analyse). Ich denke viel mehr konnte der Verein dann nicht mehr raus holen.

    2. aber aus irgendwelchen gründen gibt es bei deutschen Spielern nie dieses totgehype

      Vermutlich auch, weil sie nicht einmal annähernd so hohe Marketing-Attraktivität, wie ein Ronaldo, Messi, Bale, Suarez, erreichen. Mir kommt persönlich oft zu kurz, welchen Einfluss solche außersportlichen Faktoren noch auf die Bestimmung des Marktwertes haben. Sei es durch Werbeverträge oder Trikotverkäufe. Man muss ja nur mal kalkulieren, was ein Ronaldo, der alleine mehr Trikots verkauft als der ganze FCB-Kader zusammen, darüber für Einnahmen generiert. Und das ist ja nur ein solcher Faktor.

      1. Micky

        Stimme Dir 100% zu. Vor allem die Bundesliga hat bei allem Ballyhoo immer noch den Appeal einer zweiten Liga (zumindest in den Augen der grossen Vereine, die schließlich diese Summen aufrufen). Solange es der Bundesliga -ausser Bayern- nicht gelingt auf einigermaßen Augenhöhe mit den grossen der Branche zu etablieren, warden Spieler aus der BL nie die gerechtfertigten “Preis-Leistungs-Werte” erreichen. Auftreten in der Champions League, wie Leverkusen und teilw. Schalke im letzten Jahr sind sehr schädlich und werfen die BL immer wieder zurück.

      2. Micky

        Wir müssen in Deutschland lernen, dass der Tanz um das goldene Kalb heute dazugehört. Am Ende des Tages interessiert es die Trikotkäufer nicht, ob die beste Mannschaft die WM gewonnen hat. Sie wollen den Namen Ihres Idols kaufen und das verstehen fast alle Spitzenteams besser als die Bl-Vereine, ihre Stars in den Vordergrund zu heben. Dazu gehört auch manchmal eine Marketing-Kampagne, die die Spieler größer darstellt als sie sind.

        Da muß die BL noch eine Menge lernen.

      3. carlos

        finde es auch super wie jan es beschrieben hat.ich glaube das es in der bundesliga und besonders bei bayern schon richtig läuft.
        die bundesliga hat nicht so viel geld wie die spanische oder die englische.wenn die ablösen zu stark steigen,entwickelt sich alles verkehrt.wenn bayern mandzukic für 50 millio verkauft,dann würde das die preise in der bundesliga ziemlich nach oben treiben.
        im moment ist es nur bayern ,der bvb und wolfsburg bedingt ,möglich höhere ablösen zu bezahlen.ich finde es läut schon alles im richtigen rahmen.

  2. chicago_bastard

    Götzes festgeschriebene Ablöse lag doch bei 37 Mio, oder?

    Gute Analyse, nur das Urteil zu Heynckes fällt mir ein wenig zu negativ aus. Man muss bedenken, dass die Bayern in der Triple-Saison bis auf den obligatorischen Robben-Ausfall in der Hinrunde fast völlig von größerem Verletzungspech verschont geblieben sind, daher war es für Talente schwierig auf Einsatzzeiten zu kommen. Dennoch schaffte unter Heynckes immerhin Alaba den Durchbruch zum Stammspieler, das sollte nicht unter den Tisch fallen. Und wenn ich Guardiolas Debütsaison mit Jupps Abschiedssaison vergleiche kann ich nicht erkennen, dass Pep Talenten mehr Einsatzzeit gegeben hätte. Ein Höjbjerg kam unter Pep nur zu geringfügig mehr Einsatzzeiten als Can unter Heynckes, und das obwohl die Bayern letzte Saison extremes Verletzungspech im zentralen Mittelfeld (längere Ausfälle von Thiago und Schweinsteiger) hatten, was Höjbjergs Einsatzchancen eigentlich hätte verbessern müssen. Da erhoffe ich mir in der neuen Saison deutlich mehr. Vielleicht ist der Kroos-Abgang und der gleichzeitige Verzicht auf den Kauf eines Nachfolgers ja ein Fingerzeig, dass man hier verstärkt dem Nachwuchs (Höjbjerg, vielleicht sogar Gaudino?) die Chance geben möchte.

    Und @Thorben: 70 Mio für Mandzukic sind ein Fantasiepreis, für so einen Spieler werden maximal 30 Mio bezahlt, mehr nicht. Ich denke da haben die Bayern mit 22 Mio einen guten Preis erzielt.

    1. Christopher

      Vielleicht habe ich dies an dieser Stelle zu krass formuliert. Natürlich hat Heynckes eine überragende Arbeit geleistet. Ich habe nur versucht aufzuzeigen, dass es Talente in den letzten Jahren vielleicht (zu) schwer hatten. Das Heynckes auf Alaba gesetzt hat, lag ja auch mehr an Verletzungen auf der RV Position. Ganz zu Beginn seiner Amtszeit spielte Lahm als LV und wanderte dann auf die RV Position.
      Pep ist natürlich schwer zu beurteilen, da sein System am Anfang wirklich nicht rund lief. In so einer Situation auf Talente zu setzen kann schnell nach hinten los gehen. Aber insgesamt bin ich bei dir, Kroos wird vielleicht versucht “intern” mit Jugendspielern zu ersetzen. Mal schauen, ob es ihm gelingt.

  3. Marco

    Ich denke, dass der Spagat, der in jeder Saison beim FC Bayern geleistet wird nicht so einfach ist. Einerseits ist man in der Pflicht Titel zu gewinnen und auf der anderen Seite sollen Nachwuchsspieler integriert werden. Was fuer ein enormes Potenzial an Spielern da nachkommt sieht man im Moment in der Vorbereitung. Gaudino und Scholl sind schon sehr weit und auf dem Sprung. Sie werden unter Guardiola sicher ihre Chance bekommen.
    Bei anderen Spielern ist dieses die Saison der Entscheidung! Shaquiri wird, sollte die Saison aehnlich verlaufen wie die Letzte, seine letzte Saison beim FC Bayern spielen. Es ist nicht wahrlich eine schier unmoegliche Aufgabe sich gegen Ribery und Robben durchzusetzen aber das wusste der Spieler schon vor der Vertragsunterschrift. Mit der Verpflichtung von Bernat sind die Einsatzchancen fuer Contento noch weiter gesunken. Ich glaube persoenlich nicht, dass Alaba bereits diese Saison in das defensive Mittelfeld vorrueckt. Hier wurde mit Rode eine richtige Kampfsau verpflichtet, der sich zu einem Spieler aller van Bommel entwickeln kann. Sollte Rode gesund bleiben, koennte er die groesste Ueberraschung in dieser Saison bei den Bayern werden.
    Ausserdem muss in dieser Saison auch Goetze beweisen, was in ihm steckt. Die erste Saison bei den Bayern war durchwachsen und genauso war die WM. Sein Siegtor im Finale kann nicht darueber hinwegtaeuschen, dass die WM nicht zur Zufriedenheit des Spielers Goetze verlaufen ist. Da sind noch jede Menge Pfeile im Koecher. Ich wage aber die Prognose, dass die Verpflichtung von Lewandowski, Goetze wieder auf den richtigen Weg bringt.

    Im nachsten Jahr wird dann Marco Reus, fuer die laecherliche Summe von 35 Millionen, verpflichtet und somit der Nachfolger fuer Frank Ribery, welcher hoffentlich relativ verletzungsfrei durch die Saison kommt. Das Alter macht aber auch vor Weltklassespielern nicht halt. Eine Verpflichtung von Reus waere nur konsequent und eine ausgezeichnete Investition in die Zukunft des Vereins.

    Fazit: Es wird Zeit, dass der Ball endlich wieder rollt!!!

    1. Ibiza

      interessante Punkt am Ende – Reus sehe ich auch als Topkandidat für den langfristigen Riberyersatz und gennerell als Topinvestment für die festgeschriebenen 35 Mios. Problem nur, dass es ihn wohl eher nach England zieht, sowohl Arsenal (Marco Reus: “l think everyone has their favourite club. I always a fan of Arsenal, because l appreciate their style of play.”) als auch Manu (Mario Götze:”Als ich noch bei Borussia Dortmund gespielt habe, hat mir Marco öfters gesagt, dass er irgendwann mal bei Manchester United spielen möchte. Das hat sich bis heute nicht geändert”) sind hier Topkandidaten als Wechselziel und beide sind aktuell ja auch sehr investitionsfreudig (Arsenal mit Rekordwechsel Özil zuletzt und Manu nach der Grottensaison noch mehr unter Investionsdruck), so dass auch sie Reuss wohl mit Handkuss in Empfang nehmen würden, von daher zählt nur wohin es Reuss selber zieht und ich fürchte das ist für den gebürtigen Dortmunder nicht gerade der Erzfeind Bayern gegen den er sich schon 2012 bewußt entschieden hatte

  4. NetMehra

    Götze wird unter Wert verkauft. Zentral hat er immer gut gespielt und mit Thiago auch sehr gut harmoniert. Mit Kroos konnte Götze nicht so gut kombinieren.
    Mit der Verletzung von Robben im DFB Pokal Spiel gegen Augsburg, musste Götze rechts spielen. Am Ende der Saison musste er links spielen, weil Ribery verletzt war.
    Wenn Götze nächste Saison zentral Spielen darf, wird es eine noch bessere Saison.
    Aber die letzte Saison war auch schon gut.

    1. Micky

      Stimme Dir voll zu. Ich bin echt gespannt was passiert, wenn Thiago wieder voll bei Kräften ist. Das hat man nicht nur in einer Szene gesehen, wie die beiden Vollblutfussballer miteinander harmonieren. Kroos paßt nicht zu Goetze. Dazu ist sein Spiel zu langsam und zu “lang”. Auch wenn es Pep nicht gerne hört, was Götze braucht ist mehr Tiki-Taka.

  5. Richtig guter Artikel und vor allen Dingen die drei Säulen finde ich sehr gut dargestellt. In meinen Augen absolut der richtige Weg. Wir haben einen sehr starken Kader und es sollen auch wirklich alle spielen. Zudem wäre die Gefahr groß, dass wenn noch Neue kommen, die Jungen auf der Bank oder der Tribüne versauern. Einen Einwand habe ich aber doch noch – bei der Transferbilanz muss man sicherlich etwas abziehen, denn ein Lewandowski kam zwar Ablösefreie, aber das Handgeld wird dann doch entsprechend höher ausgefallen sein.

    1. Christopher

      Danke! Handgeld und sonstige Faktoren wollte ich nicht aufnehmen, da sie im Kern an der Sache nichts ändern. Das dieses Thema bei Transfers eine Rolle spielt, zeigt der “Fall Deisler“, aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Siehe Pizarro, dessen Transfer angeblich von adidas finanziert wurde.

  6. Flo

    Ich würde gern eins korrigieren: Ich glaube, dass der FC Bayern sehr wohl einen David Luiz oder James verpflichten könnte – man will es einfach nicht.

    1. Mic

      …das sehe ich ein wenig anders. Ich denke was die “internationale Vermarktung und Werbung” angeht, würde man einen solchen Spieler schon gerne verpflichten wollen. Der Hype um diese “Art” von Spielern ist international ist so enorm, das nach Angaben diverser Medien in den ersten zwei Tagen nach seiner Ankunft bei Real von Rodriguez’ Trikot bereits 345.000 Stück verkauft wurden (bei einem Preis von knapp 80 Euro sind das grob gerechnet 27,6 Millionen Euro). Das zeigt, das die Verpflichtung eines solchen Spielers auch immer ein Investment, nicht nur auf rein sportlicher Ebene, sondern vor allem auch ein Marketing-Investment ist. Ob ein solcher Spieler, dem jeweiligen Verein dann helfen kann, bleibt ja ersteinmal abzuwarten. Ich denke, das man schon gerne solche “Stars” verpflichten würde, wenn sie blo? kämen. Aber die Bundesliga besitzt hier weitaus weniger internationale Strahlkraft und Präsenz. Schade, oder beneidenswert finde ich das allerdings nicht, denn als Fan möchte ich ja meine Mannschaft vor allem sportlich verstärkt sehen, damit sie vor allem sportlich möglichst erfolgreich ist.

  7. Flo: Richtig und gut so keine teuren spieler die nur viel kosten, kein spieler is solche beträge wert… ich bezweifle, inwieweit sich die spieler dann auch mit dem verein identifizieren oder doch eher mit dem geld.. holger > luiz, james braucht kein mensch – luiz hat sich zudem bei der wm demontiert, finde ich.. und der quer pass toni ist übrigens gut weg, dieser preusse

  8. C

    “Wurde so vor Jahren noch etliches an roten Zahlen verbucht als z.B. Lukas Podlski oder Miro Klose den Verein verlassen haben, gelang es zumindest bei Luiz Gustavo und Mario Mandzukic durch Ausgaben (Verpflichtung) und generierter Ablöse ein Plus zu vermerken.”

    Das lässt ja mal die Altersstruktur völlig unberücksichtigt, ausserdem gabs bei Poldis Arsenal Wechsel ne meines Wissens ne Nachzahlung und BTW 40 Mio für nen DM sind ja wohl nicht gerade wenig.

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