Die Lage der Bundesliga – Teil 1

Dies ist der erste Teil einer kleinen Serie über den Zustand der Bundesliga. Ist sie die beste Liga der Welt oder erleben wir gerade ihren Untergang? Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte und wir wollen herausfinden, wo genau sie denn liegt. Zum Beginn der Serie untersuchen wir die finanziellen Aspekte. Kann es sich die Bundesliga überhaupt leisten, eine starke Liga zu sein?

Die Diskussionen rund um die Qualität der Bundesliga wurden zuletzt immer lauter und häufiger. Wir haben zahlreiche Argumente gesehen, gelesen und gehört. Einige suchen die Schuld bei den Vereinen an der Spitze, die ihr eigenes Wachstum auf Kosten des gerechten Wettbewerbes beschleunigen. Besonders der FC Bayern ist hier eine häufig verwendete Zielscheibe. Wie ein Kannibale soll der Verein den Rest der Liga finanziell und folglich auch sportlich zerstören, um die eigenen Taschen noch weiter zu füllen.

Andere hingegen sagen, dass zu viele Vereine bereits aufgegeben haben und inzwischen lieber ein Leben im Mittelmaß akzeptieren als nach der Erfüllung ihres Potenzials zu streben.

Im Fußball wie fast überall im Leben regiert das Geld. Um die finanzielle Situation der Bundesliga zu bewerten, müssen wir interne wie externe Faktoren beachten. Gibt es in der Liga eine theoretische Chancengleichheit oder ist die Geldverteilung eine große Ungerechtigkeit? Darüber hinaus stellt sich auch die Frage, ob die Bundesliga international wettbewerbsfähig ist. Leistet die DFL genug, um die Liga international attraktiv zu gestalten, was das Spielniveau anheben würde?

Es gibt drei Haupteinnahmequellen für Vereine, die nicht direkt, aber doch indirekt mit aktuellem Erfolg verbunden sind und somit auch hilfreiche Zahlen für einen genauen Vergleich darstellen.

Spieltagseinnahmen

Die erste Einnahmequelle sind die Einnahmen, die am Spieltag erzielt werden. Stark vereinfacht lässt es sich als die Einnahmen aus dem Ticketverkauf bezeichnen. Diesen Faktor kann die Liga nur bedingt beeinflussen. Sie kann die Vereine dazu auffordern oder anregen, in die Infrastruktur des Stadions zu investieren. Sie kann sogar die Attraktivität erhöhen, aber letztendlich wird dieser Faktor durch zahlreiche Dinge beeinflusst, einige davon auf der makroökonomischen Ebene.

Wie ist die Infrastruktur der Region? Wie wohlhabend sind die jeweiligen Fans (hier sollte man sie eher Kunden nennen), wie viele der jungen Menschen in der Region (die Zielgruppe) sind arbeitslos? Erlaubt die wirtschaftliche Situation riesige, fragwürdige Investitionen wie den Bau eines neuen Stadions? Welche Marke möchte der Verein darstellen, was für einen Ruf haben Verein und Liga? Wenn wir diese und noch viele weitere Fragen nehmen, daraus Angebot und Nachfrage basteln, dann erreichen wir irgendwann eine halbwegs plausible Erklärung für Ticketpreise und Zuschauerzahlen.

Das macht die Spieltagseinnahmen so seltsam und frustrierend. Sie sind meist stark abhängig von der Ligenzugehörigkeit, jedoch kann die Liga kaum Einfluss nehmen, abgesehen von einer guten Vermarktung. Vereine aus der Premier League können riesige Summen für Tickets verlangen, da die Nachfrage so stark ist, dass der Verlust einiger zahlungsschwacher Fans kaum auffällt. Man könnte sagen, dass man es in England geschafft hat sich das Publikum so zu erziehen, dass es weniger aktiv und loyal ist, aber dafür klaglos zahlt.

In Italien oder Spanien hat diese Umwandlung noch nicht stattgefunden. Aufgrund der unterschiedlichen volkswirtschaftlichen Voraussetzungen ist sie sogar weniger wahrscheinlich. Von den Zugpferden (Real Madrid, Barcelona, Juventus) abgesehen, ist eine Maximierung der Spieltagseinnahmen nahezu unmöglich. Italien ist hierfür das beste Beispiel: in der Saison 2013/14 war Juventus (84%) der einzige Verein der Serie A, der mehr als 70% der Tickets verkaufen konnte. Im Vergleich dazu verkaufte Burnley mit der schlechtesten Auslastung der Premier League 77% der Tickets.

Deutschland liegt hier in einer seltsamen Position in der Mitte. Die ökonomischen und strukturellen Faktoren sind ein großer Vorteil für deutsche Vereine – die Hälfte der Stadien wurde im 21. Jahrhundert gebaut – es gibt jedoch starke Proteste gegen Preiserhöhungen. Wie schon die zahlreichen Proteste und Aktionen gezeigt haben, ist für den deutschen Durchschnittsbürger der Besuch eines Bundesligaspiels ein Grundrecht, für welches gekämpft werden muss.

Sowohl absolute als auch prozentuale Zuschauerzahlen zeigen, dass die Nachfrage nach Bundesligatickets stark genug ist, um eine Preiserhöhung zu verkraften. Hier sind die durchschnittlichen Zuschauerzahlen für die Saison 2014/15:

  • Bundesliga – 43,579 (93.1% Auslastung)
  • Premier League – 36,056 (93.9% Auslastung)
  • La Liga – 26,792 (68.8% Auslastung)
  • Ligue 1 – 22,109 (67.6% Auslastung)
  • Serie A – 19,890 (48.3% Auslastung)

Hier wird deutlich, dass die Auslastung in Deutschland trotz der größeren Stadien so hoch ist wie in England. Jedoch gelingt es nicht, diesen Vorteil in Geld umzuwandeln, wie die vom Guardian in 2013 vorgenommene Preisanalyse zeigte. Im Durchschnitt kostete ein Bundesligaticket nur 40% des höchsten Durchschnitts – die günstigste Kategorie kostete in der BL im Schnitt nur 37% vom Preis der Premier League, die teuerste Kategorie nur 39% vom Preis der spanischen La Liga.

Selbstverständlich kommt hier eine wichtige Frage auf: Wären solch hohe Zuschauerzahlen auch mit Preisen möglich, die dem internationalen Durchschnitt entsprechen? Würden die Fans trotz Empörung ins Stadion gehen oder hat die Bundesliga den optimalen Preis gefunden, wo sämtliche Erhöhungen (von inflationären Anpassungen abgesehen) eine Massenflucht verursachen würden? Die vergangenen Jahre haben in England gezeigt, dass man Fans durchaus verlieren kann – trotz Vereinstreue wird Fußball irgendwann zum Luxusgut – man benötigt nur einen Ansturm neuer Kunden, die auch höhere Preise zahlen wollen. Gibt es diese Bereitschaft in der Bundesliga? Das ist eine Frage für die echten Volkswirte.

Ein volles Stadion, aber billige Tickets – deshalb sind die deutschen Spieltagseinnahmen durchschnittlich bis akzeptabel. Zum Beispiel sind Dortmunds „Einnahmen pro Ticket“ eher auf dem Niveau von Milan als von Juventus. Dortmund verkauft nur einfach viel mehr Tickets. Hier sind die Zahlen für die 20 reichsten Vereine Europas (2014), veröffentlicht von Deloitte:

Matchday RevenueDie Bundesligavereine (rot markiert) sind bei den Ticketeinnahmen genau im Mittelmaß.

Die drei deutschen Vertreter sind eher durchschnittlich. Bayern hängen ca. 25 Mio. €, also etwa ein Viertel hinter den vier Giganten dieser Kategorie, obwohl in 2013/14 der Zuschauerschnitt mit 71.008 und die Auslastung mit 100% ausgezeichnet waren. Dortmund, regelmäßig einer der führenden Vereine Europas in Sachen Zuschauer (80.361 pro Spiel in 2013/14), nimmt lediglich die Hälfte der Führenden ein und wird sogar von Manchester City und PSG überboten, die im Vergleich mit dem BVB nur 65% bzw. 63% der Tickets verkauften. Mit höheren Ticketpreisen könnte diese Kategorie von deutschen Vereinen dominiert werden. Gebremst werden sie vor allem von Tradition oder der fehlenden Geldgier.

Innerhalb der Liga ist es nur schwer möglich, eine weitere Chancengleichheit sicherzustellen. Der Besuch eines Spieles von Bayern oder Dortmund kostet nicht mehr als ein Ticket in Hannover. Wenn man dabei beachtet, welch eine Nachfrage es für bestimmte Tickets gibt, dann erscheint einem dies fast als Wahnsinn. Der Kampf um eine Karte für die Dortmunder Südtribüne oder die Münchner Südkurve gleicht einem Bürgerkrieg, und dennoch kostet ein solches Ticket immer noch nicht mehr als ein Platz im Berliner Olympiastadion, der dank Einsamkeit unerwartete Beinfreiheit bietet.

Wer erhält welche Summen von Sponsoren, wo setzt sich der FCB vom Rest der Liga ab? Mehr zum Thema auf Seite 2!

Abonniere unsere Beiträge!



Twitter & Facebook

Folge uns über Social Media

Du willst die aktuellsten und wichtigsten News zum FC Bayern lesen? Folge uns auf Twitter @miasanrot oder like unsere Facebook Seite.

Folgen

Leserkommentare
  1. Supreme Ruler

    Guter Artikel. Ich hoffe ja nach wie vor, dass irgendwann 100 % des Geldes, das die DFL aus TV-Verträgen erhält und ausschüttet, an unsere geliebten Bayern geht. Seien wir doch mal ehrlich: Die anderen Schrottvereine interessieren praktisch niemanden. Wer deutschen Fußball guckt, will Bayern München sehen. Und vor allem will er Bayern München hoch gewinnen und dabei schön spielen sehen – in jedem Spiel. Sobald unsere Bayern jedes Spiel 10:0 gewinnen, wird die Bundesliga auch international mehr Aufmerksamkeit erfahren. Ich sehne diesen Tag herbei, weiß aber nicht, ob ich bis dahin die Schmach eines weiteren nicht gewonnenen Spiels oder Titels werde verkraften können.

    1. Barabas

      Satire oder Schwachsinn?

  2. Ferrarist

    Also wenn ich die Wahl hätte, zwischen höheren Ticketpreisen und höheren Fernsehpreisen, dann lieber letzteres. Ich möchte einfach keine Verhältnisse wie in England, wo gefühlt nur noch reiche Asiaten in die Stadien gehen, während man die Engländer an den Rand getrieben hat. So oder so müssen sich die Fußballfans damit abfinden, dass sie mehr Geld zahlen müssen, wenn sie wollen, dass ihre Klubs auch weiterhin erfolgreich am Europapokal teilnehmen. Aber ob man die durch und durch reaktionären Teile der Fans davon überzeugen kann?

    1. Peter

      “Also wenn ich die Wahl hätte, zwischen höheren Ticketpreisen und höheren Fernsehpreisen, dann lieber letzteres…” In England sind übrigens sowohl als auch wesentlich teurer als in Deutschland!

      Das in meinen Augen relevante “Zauberwort” in der ganzen Thematik heißt “Akzeptanz”. Und da sind offensichtlich die deutschen Fußballfans bzgl. der TV-Gelder wesentlich konsequenter als v.a. in England und zwar dahingehend, dass man höhere TV-Gebühren ablehnt. Es ist z.B. eine riesige Schweinerei, was SKY neuerdings von (Fußball-)Kneipen für das Abonnement fordert. Die meisten Kneipen haben “dankend” abgelehnt und sind ausgestiegen …. Eigentor!

      Sollten wir Deutschen nicht in dieser Angelegenheit eher stolz auf unsere BL-Vereine sein, dass die nicht alles finanziell Mögliche aus “uns Fans” herauspressen? Wirklich vorbildlich in dieser Hinsicht ist der FC Bayern, der seinen Fans (v.a. den Jahreskartenbesitzern) “anständige” Preise anbietet – aber selbst die erhöhen sich ca. alle 3 Jahre.

      Ich habe ein paar spanische Freunde, die Fußball-Fans sind: die Ticketpreise sind laut ihrer Aussage selbst bei “internationalen Hochkarätern” wie Getafe (einmal UEFA-Cup-VF ;-) ) kaum erschwinglich. Die Stadien sind nicht überraschend häufig ziemlich leer. Selbst die Auswärtsspiele von Madrid und Barca sind sehr selten ausverkauft. Wann war zuletzt ein BL-Auswärtsspiel der Bayern nicht ausverkauft?

      Bevor sich in Deutschland die Fußball-Preisspirale weiter nach oben dreht und wir “englische Verhältnisse” bekommen, hoffe ich doch viel mehr, dass der englische Wahnsinn beendet wird und dieses “abartige Konstrukt” kollabiert!
      Wie könnte es passieren? Wenn die Engländer in den internationalen Wettbewerben wieder ähnlich katastrophal wie letzte Saison abschließen … Die englischen Fans würden immer unruhiger und würden sich fragen, für welche “Mogelpackung” sie einen derartig hohen Preis zahlen müssen. Immer mehr englische Fans würden aussteigen.

      Dazu gibt es von englischen Fans übrigens eine zunehmende Anzahl an Post an ihre deutschen Kumpels: wir sollen durchhalten und nicht dieselben Fehler wie die englischen Fußballs, die englischen Premier League und die englischen Fans machen!
      Denn wem nützen die über Fernsehgelder kreierten neuen großen Geldmengen am meisten: Den Kickern aus der 2. Reihe, die auf wesentlich höhere Gehälter hoffen können. Dies hat im vergangenen Sommer bereits begonnen. Dazu habe ich aber auch schon einen interessanten Beitrag gelesen, in dem es um die Schwierigkeiten der englischen Clubs geht, zukünftig hoch bezahlte “Flops” wieder loszubekommen. Entweder sie werden zu extrem gut bezahlten Bankdrückern oder müssen mit extremen Verlusten in andere Ligen abgegeben werden … und dies auch nur, wenn die Spieler selbst damit einverstanden sind … wer verschlechtert sich schon gerne finanziell in einer gewaltigen Dimension? Verzichten dann die abgebenden Vereine ganz auf Ablösesummen und die Spieler und ihre Berater bekommen dafür gewaltige “Handgelder” – quasi als Entschädigung?

      Weil die Stimmung in den meisten englischen Stadien mau ist, kommen jetzt immer mehr Engländer in deutsche Stadien … es ist noch nicht so lange her, da war es genau umgekehrt!

      Es ist eine schwierige Debatte – und diese wird uns noch sehr lange erhalten bleiben, weil die Vernunft selten siegt. Als Bayern(Fans) können wir aber wesentlich ruhiger in die Zukunft schauen als viele andere. Und im Gegensatz zu anderen Bereichen machen hier die FCB-Vereinsoberen fast alles richtig!

      1. Axel

        @ Peter:

        Den Nagel auf den Kopf getroffen, stimme in allen Punkten zu. Und hoffe sehr, dass KHR nicht dafür sorgt, dass sich die Spirale weiterdreht.

  3. MehmetS

    “So oder so müssen sich die Fußballfans damit abfinden, dass sie mehr Geld zahlen müssen…”

    Sorry, das greift mir viel zu kurz: Wenn schon für Fliegengewichte wie Sane 55 Mio. im Raum stehen, spricht das aus meiner Sicht für ein kaputtes System. Immer nur mehr Geld reinbuttern – und das auf Kosten der Fans – halte ich für kurzsichtig.

    Das marode Transfersystem sollte man abschaffen oder wenigstens reformieren.

    Ich zähle mich deshalb nicht zu den “konservativen” Fans, bin aber der Meinung, dass mehr Geld nur für Eines taugt: Die Spirale sich noch schneller drehen zu lassen und noch mehr Söldnervereine wie City und PSG zu pushen.

    Wenn Barca trotz Sperre 77 Spieler kaufen kann und Verträge das Papier nicht mehr wert sind, auf dem sie geschrieben werden, wo bleiben dann Glaubwürdigkeit und Identifikation für Fans?

    Wirklich bindende Verträge und der völlige Verzicht auf (bzw. das Verbot von) Ablösesummen – das wäre ein einfacher Weg, wenn man ihn gehen will.

  4. Prinzipiell eine sehr treffende Analyse, die das, was ich schon länger vermutet habe, auch untermauert. Nur die Richtung, die hier vorgegeben wird, gefällt mir nicht. Wieso muss man die Fernseheinnahmen der Bundesliga an die der Premier League, ergo nach oben, anpassen und nicht andersrum? Es ist doch eine völlige Idiotie zu glauben, dass immer mehr Geld immer bessere Ergebnisse liefert. Wir sind schon lang an einem Punkt angekommen, wo Transfersummen in keinster Weise mehr mit rationalem Denken das widerspiegeln, was die jeweiligen Spieler dem Verein an sportlichem (!) Mehrwert bieten (Dass man mit Spielern wie CR7 oder dem Zauberzwerg natürlich noch anderweitig Einnahmen generieren kann als durch den sportlichen Erfolg, ist auch klar). Es ist doch am einfachsten mit der Spirale zu beschreiben. Was passiert denn, wenn die Bundesliga und vielleicht auch eine andere europäische Topliga bei den Fernsehgeldern nachzieht? Es bleibt doch nicht dabei, wie es ist. So wie es auch in der Vergangenheit extrem stark nach oben gegangen ist, wird es auch weiterhin extrem stark nach oben gehen. Wenn ich so zurückdenke, habe ich nur so meine Befürchtung, dass das exponentielle Ausmaße annimmt. Allein schon der Anstieg der Transferausgaben in den letzten 20 Jahren pro Verein ist absolut erschreckend.

    Ein Punkt, der mir hier noch fehlt, ist die andere Seite zu beleuchten, nämlich die Ausgabenseite. Schließlich ist die finanziele Gesundheit eines Vereins nicht allein von Einnahmen abhängig.
    Gerade was Transferausgaben (und auch -einnahmen) angeht, sind die Bayern ein absolutes Aushängeschild des europäischen Fußballs. Wenn man sieht, wie “wenig” (zumindest relativ zum Umsatz gesehen, in absoluten Zahlen ist es natürlich viel) der FCB für Spieler auf dem Transfermarkt ausgibt, ohne dabei (dank hervorragendem Scouting) echte Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen, geht einem das Herz auf, wenn man gleichzeitig die Transfersummen der internationalen Konkurrenz auf Augenhöhe (ergo Real und Barca) sieht.

    Und die Akzeptanz von Pay TV ist eben doch ein nicht wegzuredender Punkt. Ich sehe es an mir selbst: Ich bin nicht bereit, für Sky ca. 48€ im Monat auszugeben (30€ Normalpreis + ca. 18€ für einen Kabelanschluss), wenn ich dafür nur Bundesliga gucke. Und für etwas anderes als Fußball und meine Konsolen schalte ich meinen Fernseher nunmal nicht ein, daher habe ich auch gar nicht erst einen Kabelanschluss. Und wenn ich rechne, dass ich vier mal pro Monat Bundesliga sehen kann, bin ich bei gut 12€ pro Spieltag. Für den gleichen Preis kann ich auch in der Kneipe Fußball sehen und 4 Weißbier dazu trinken, was auch den örtlichen Wirt freut. Denn wenn man den mal auf die Kosten von Sky anspricht, weicht ganz schnell das Lächeln von den Lippen. Und dann noch eingerechnet, dass ich nicht mal 4 mal im Monat Bundesliga sehe, weil ich auch noch andere Hobbys habe, dann ist das rein wirtschaftlich gesehen einfach Unsinn, mir so ein Abo zuzulegen, obwohl ich schon sehr sehr oft mit dem Gedanken gespielt und ihn wieder verworfen habe.

    Wäre da evtl. eine UEFA-weite Lösung evtl. eine Idee? Sprich: TV-Einnahmen nicht auf das Land begrenzen, sondern alle TV-Einnahmen aus den UEFA-Ländern zusammenwerfen und gleichmäßig auf die Vereine der jeweiligen Länder verteilen? Das würde zumindest die Lücke zwischen den Ländern im großen schließen.*

    *Habe den Gedanken eben erst gehabt, das Konzept ist also noch nicht sehr ausgereift. Wenn jemand eine Idee hat, warum das eine schlechte Idee sein könnte, lass es mich wissen :)

  5. […] Im ersten Teil der Serie widmeten wir uns der finanziellen Seite und fanden heraus, dass die Bundesliga im internationalen Vergleich noch mächtiges Wachstumspotential hat. Die ligainternen Budgetunterschiede sind zudem kaum zu beheben, da Kollektiveinnahmen bereits sehr fair und gleichmäßig verteilt werden. […]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Miasanrot.com — Der FC Bayern München Blog